□tr. 22. «nteryattonssvetlase. 1927. Der vSßnde 9ttann rrwH das RaSto. Von 91ti^ael Vnvrio sitz»' den gau;eu Tag vor dem Radio. Diese Erfindung wurde für mich gemacht. Mein Finger stößt aufs Geratewohl die zur Einstellung der Wellenlänge» dienenden Schräubchen bin und her, und die Stimmen kommen zu mir aus der ganzen Welt: aus Rom. ans Paris, aus Barcelona, aus Da- vcinry... Ich hin der Herr. Die Stimmen sind die Welt selbst, und vernehme ich dir Stimmen, so ist es, als wäre ich dort: denn ich bin dort, so höre ich ja auch nur den Ton! Es ist zweifellos, daß die Nerven des menschlichen Anges immer schwächer werden, und in diesen modernen Jahrhunderten gibt cs immer mehr und mehr schlecht lebende Menschen. Bielleicht wird einmal die ganze Del! schlechte Augen haben, und wird schließlich niemand mehr sehen, so werden alle nur in Tönen leben, wie ich. llnd dann wird die Gebundenheit an den£ rt aufhören, und alle werden in der ganzen Welt leben, werden sic doch die Stimmen der ganzen Welt hören! Ich bin zu dieser Utopie rascher gelangt: siir mich ist Paris nicht weiter, als die Stadt, in der ich wohne: Budapest..." „... Das Blindjcin hat seine Boricile. Auch di« Menschen werden zu Stimmen, und das bedeutet einen großen Borteil. Nur Geister gehen um, körperlose, dienende'Seelen,' nur die Schönheit und die Lust hat siir uns einen Körper: unsere Geliebte» die wir umarmen, und streicheln... Und diese Schönheit verblaßt niemals: wird nicht alt, wie die Frauen der Sehenden! Unsere Liebe ist ewig jung und ewig schön; Herrscherin über die Zeit und kann nur vom Tod allein besiegt werden..." „... Warum kann ich Annie nicht vergessen? Weiche und ivarme Körper gibt es vielleicht auch mehr ans der Welt; und die Gesichtszüge sehe ich ohnehin nicht... Bis- we.len sollen mir die zynischen Scherze der a! italienischen Novellen ein: die Umarmung täuscht sich leicht im Dunkeln, und ein Blinder tonnte sich vielleicht noch leichter trösten. Doch war es nicht der.Körper, der Annie zu Au nie machte. Wenn ihr Sehenden an einen Menschen denkt, beschwört ihr seine körperliche Form heraus. Für uns Blind: ist jeder Mensch eine Stimme, und auch Annie war eine Stimme... eine süße, innige Stimme, ein mich umflatternder zarter Geist. Eine Stimme und eine Erinnerung... Die Summe cnlschwirrte... sie klang ein letz.es- mal und entschwirrte ms Weltall, unwiderbringlich! Die Stimme, die Annie gewesen, wurde gleichfalls eine Erinnerung; nnd ich blieb allein nut der großen Erinnerung, für cw:g!" Ich wußte niemals, was Finsternis ist: diesen Bcgrifj kennen nur die Sehenden. Jetzt kenne auch ich ihn. Eine seltsame Sache: erst jetzt fühle ich Annies Berlust; nachdem bereits Monate verstrichen sind. Anfangs dachte ich, daß ich mit meinem Egoismus, den ich gut kenne, leicht darüber hiuwcgkommen würde. Dann wurde ich ungeduldig, wie ein Tyrann, der seinen liebsten Sklaven entbehrt; wie Aladin, wenn sein-Hausgeist sich nicht nieldct... Oh, wie hasse ich diese gleichgültigen Stimmen, die ringsum in der Rächt blinzeln! Die Zauberlampe ist erloschen, die teure, vertraute Stimme, die durch meinen Palast zu flattern pflegte, nie höre ich sie wieder! Mein einziger Gefährte ist das Radio: die Stimmen der Weite machen mich nicht nervös, wie die der Nähe. Das Radio ist, gleich der Schreibmaschine, auf der ich dies schreibe, meiner-Hand bereitwillig dienstbar. Oh! jetzt habe ich ein Drania gepackt... ein Drama, das nur aus Stimmen besteht, gleich dem Drama meines Lebens..." ,^3as ist geschehen?... Meine Koffer sind schon gepackt: noch heute nacht reise ich, reise ich! Bin ein seltsanter Märchenprinz geworden; zieh' in die Welt hinaus, eine Stimme zu suchen! Ich bin so erregt, daß ich kaum schreiben kann... Wenn die Blindheit vielleicht auch den Tod zu besiegen vermag? Ist dies närrisch. Möglich; doch ist das Wunder geschehen: ich habe heute im Radio Annies Stimme gehört... die Stimme, die mir zu der Erinnerung fehlte, auf daß sie abermals lebendig werde. Die Toten er wachen... Was sonst ivar Annie, als eine! Stimme und eine Erinnerung?..." „... Die Stimme, die Stimme, die teure, die einzige Stimme! Ihre Farbe, tbre Schwingen, ihre Modulationen, bis zur le.- ststcn Nuance!.Kein Schatz der Erde kann für sie zu viel sein..." „Die Stimme ist mein, mein! Der zäri- liche Geist umflattert mich wieder: beschwöre ich ihn herauf, er spricht, frage ich ihn, er antwortet! Mein ganzes Bermögen, gehört ihr: jeder Wunsch, den diese Stimme äußert, wird erfüllt... Ich aber kenne nur eine« Wunsch: sie hören, hören!— Ich nenne sie Annie, nnd sie hat bereits dazu ihre Einwilligung gegeben." „Biclleich: war das ganze nur ein Traum: Annies Tod, das Radio, alles! Ich brauche nicht die Augen zu schließen, um zu glauben! Annie lebt wieder. Die Stimme und die Erinneruriig haben sich abermals vereinigt; und wer sagt, daß dies nicht die alte Annie sei? Annie hat sich nicht geändert: weicher nnd warmer Körper, dahinflmendcs, weiches-Haar... Ich fragte nicht einmal, ivas siir eine Farbe ihr-Haar habe. Annies -Haar ist blond... Der mir teuere gefangene Geist umschivcbi mich abcrnials: alles tvar mir ein Traum!" „Bisweilen jedock) berührt m:ch etwas sonderbar: Annies Stimme spricht nicht immer Annies Worte. Bisweilen klingt ein Wort so unerwartet wie ein jähes Erwachen. Manche Wendung ist schier gespensterhast fremdartig in Annies Stimme. Betonung, Klang sind die gleichen: aber als ob sie inspiriert spräche, wie ein Hypnotisierter wen« er seine freinde Sprache redet. Ein seltfanies, peinliches Gefühl... Ich muß es auch ihr sagen... Warum fällt cs mir so scktver, es ihr zu sagen?" „...Heute sprach ich mit ihr darüber. Ich bat sie, daß... kurz, daß sie Annie sein, Annie bleiben möge! Sonderbar, welche Ber« ivirrung dieses Thema foivohl in mir, als auch in ihr hervorgerufen hat. Aber sie ist ja Annie..." „... Ich taste, strauchle, wie in einer wunderlichen Stube, zwischen unbekannten Möbeln. Ich greise nach ihrer Hand. Es gibt zwischen uns seltsames Schweigen. Die Hand verschwindet in der Dunkelheit. Die Stimme ist mitunter nervös, ungeduldig. Ich wage immer seltener zu ihr zu sprechen... Hst fühle ich mich nickt wie ein Mensch, desfett tote Geliebte anferstandcn ist. sondern wett mehr, tote einer, dessen lebendige Geliebte verzaubert, vertauscht wurde..." „.. Ick kann die Angen nicht sehen, ich lese nicht in den Zügen. Dennoch fühle ich. daß sich die Atmosphäre ändert, sobald ich zi: ihr spreche, als entströmte den Warten Elektrizität. Gibt es also etwas jenseits von — 2— ;» Stimme, Name, Streicheln? Schier fühle ich Gebärden, ein Blitzen der Augen... Revoltiert hier eine fremde Seele? Was kümmere ich mich um die fremde Seele? Nur die Stimme möge klingen,»mr die Erinnerung möge klingen! Aber die Stimme gibt sonderbare Antworten, und die Musik der Erinnerung macht Gickscr,— oh, schmerzende, '*' cs grauenhafte Gickscr! und dagegen gibt keine Hilfe." „...Ich wage nicht mehr, zu ihr, fprechcn... wage nicht mehr, sie Annie zu nennen: vermeide lieber die Anrede. Die Stimme wird sofort ungeduldig und nnan- genehni— wie ein sich auflehnendcr Sklave, vcr an sein Sklaventum erinnert wird." „Dennoch crivarle ich sie sehnsüchtig heim. wenn sie mich verläßt, immer häufiger verläßt, und ich in den langen Rächten mit dem Ersticken ringe. Abermals sitze ich hier vor dem Radio «nd warte auf sie. Was künimert cs niich, daß sie fortgcht, wenn ich sie nur zurückerwarten kann! Wenn ich nur von neueni und immer wieder von neueni die Hoffnung habe, daß einmal die Stimme ertönt, unerwartet, unbefangen, daß ich, wenn auch nur für Augenblicke, die wundervolle Illusion der Auferstehung bekoinme! Damit ich, und wenn auch nur für einen Augenblick, glauben kann, daß die alle Annie leb:! Ich mache mich glau ben, obschon ich es weiß daß-wischen mir'schäft de und meinem Wunder eine fremde Seele steht. Ich muß die Illusion erzwingen..." Könnte ich sic doch töten, damit nur die bloße Stimme bleibe, damit sie nur ein lebendiger Phonograph sei." „...Ich kann nicht verzichten, ich kann nicht verzichten! Wenngleich das Wunder immer seltener wiedcrkehrt! Der gefangene Geist befinde! sich in offenem Aufruhr, und die Stimme will nicht Annies Stimme sein. Welch ein Leben... Einerlei, wenn ich nur biZlveilcn ein Wort erhaschen kann... irgendein Wort, daß auch Annie hätte sagen können! Nun begnüge ich mich bereits mit den gleichgültigen Worten... harre eines gleichgültigen Wortes, wie der Erlösung; lauere auf Augenblicke, die Zufälle der Betonung, des Klanges, wie ein ohnmächtiger Wolllüstling auf den zufälligen und flüchtigen ! Rausch. Ich weiß, daß cs sich nicht erzwingen läßt und ich versuche trotzdem, es zu erzwingen: sicherlich verzerrt die Sehnsucht mein Gesicht, das die Kontrolle der Spiegel nicht kennt; und da taucht die Stimme schadenfroh ihr Stahl in mein Herz; ich siihle es, schadenfroh... und sic sagt absichtlich Dinge, die Annie niemals gesagt ha'.n würde..." „... Schon sei» Wochen siihle ich, cs würde genügen, daß ich ein Wort sage, und ! alles wäre aus! Und deshalb sagte ich nichts; I ich war feige, stumm; obschon die L.'iden- I schaß mein Inneres spannte... die Leidenfeigen Tyrannen, der feinen Skla- Bürgerttche Vreffe. Und hab:n sich ojscnilich.- Blätter gemocht, die sprechen von ollem, wo- mchr ist «nd was nicht gewesen ist. Aber was gerecht ist, das reden sie nicht, und was not ini, das sagen sie nicht, Nach Gewicht sicht da das Talent zu Kauf, und lalcnilos und gewissenlos ist bei ihnen ein und dasselbe geworden, darum sind sie mit Grund gering geachtet. Sie vernichten das Denken, das höchsir Gni des Menschen und sic machen slumpssinnig anstatt zu belehren. Und rühmen sich deiscn mit Huchellügen und nennen ihr Geldgeschäft eine t'teistcswohlral für das Volk. Sie haben e'nen seinen Teppich über den Sumpf gebreitet und scheu wohl zu, daß nichts durchdringe. Tos Schlagwon ist ihre Angrisjswassc, und die Phrasen sind ihr tägliches Brot. Die Phrase aber ist der Betrug mit Worten, und das Schlagwönerinm der Mißbrauch gerechter Worte. Leopold Jacoby(1840—1895). Du willst dir ein Aquarium anschaffen? Tas Aquariiinl bringt ein stiickchcn Natur ins Hous Cs schützt vor Langeweile, fühlt in die Lcben-kuiidc rin, nntcrrichicl über die vcr- schicdciisten Berhäliiiisie, ersetzt das Kino ganz, jede Provinzbühuc halb Am r ichtigen Agnorium ei leimt man seinen Besitzer Zeige es mir, und ich will dir sagen, wer du bist. Hältst di: alles kunierbimt durcheinander, so bist du sicher aus der uiedri gcren Stufe des Ge:oaltme»schcn stehen geblieben; den» wo keine Ordnung ist, herrscht Mord und Totschlag, da sressen die Raubfische die Friedsische, heimtückische Larven gutmütige Pflanzenvertilger, und wenn du dich nicht beizeiten bekehrst, wird es in deinem Becken ein gräßliches Ende nehmen. Friedhofsruhe wird herrschen, nachdem entsetzliche Frercllatcn verübt worden sind. Bist du aber Pazifist, so wird in deinem Aquarium Friede und Freude wohnen. Herrlich werden die schönsten Wasserpflanzen gedeihen, denn du wirst alle Tlörcnsriede fern halten. Langsanr oder in muntereni Spiele werden die Fische ihre Kreise ziehen. Schnecken halten deine Scheiben sauber, Asseln den Boden. Ucbcrakl herrscht Taubeikit und Ordnung. Ich werde auch frststcUcn, ob du ein rechter Hausvater bist. Wenir du dafür sorgst, daß nach den« Ablaichen gefräßige Eltern verschwinden oder hungrige Fischwcibchcn über die eigenen Kleinen nicht herfallen können, bist du aus dem rechten Wege Wenn cs anders ist, tust du deine Schuldigkeit nicht. Dann verkommt die ganze Rach- komm.nschasl. Tas ist für den Pfleger gerade keine Ehrensache. Tu komnist aber auch um deine Freude und um deinen Bcrdicnst. An der Zahl deiner Becken sehe ich, ob du die Husen anhast. Ein Aquarium ist schön, aber zwei oder mchr sind bester. Fang« mit einem an. Mache cs zu einem Schmuckkasten und gewinne dadurch das Interesse und noch ein bißchen mehr von deiner Fran, dann wirst dn bald zu einem ziveitrn kommen. Tas weitere überstürze nicht. Wenn sie zu schnell aufeinander folgen, kommen die Sorgen. Tas ist bei anderen Dingen gerade so. Fange mit kalten, d. h. ungeheizte» Aqua ricn an, zu lvarmcn kommst du mit der Zeit von selbst. In die erstere» kan«sl d« einheimische Tiere und Pflanzen setzen. Das wird billiger. Teilte Fra» tviid es dir danken. Später gewöhnst dn sic dann an die geheizten Becken Zum Winter wird cs am leichtesten gehen. Sage ruhig, du willst die andere Feuerung sparen. Wenn sie dir g»t ist, wird sic es glauben, ist das nicht der Fall, hast dn eine» Tcheidnngs- grund mehr, denn jeder ordentliche Mensch Hal ein Recht darauf, sich an der Hand eines geheizten Aquariums weiter fonznbliden. j ven nicht frei lassen will... Henle brach schließlich die Leidenschaft aus mir... quoll hervor, überflutete... und alles ift zu Ende! Ich werde die Szene nicht schildern. Mnß mich dcffe» schämen, was aus niir geworden ist...-Eer Mensch soll allein bleiben, ruhig, bei meinen» Radio,>vo er Herr und Kaiser über die Stimmen ist! Eine Art Hysterie hatte sich meiner bemächtigt. Meine Worte schossen zwischen Tränen um» Schluchzen empor, wie aus einem Bnlkanc zwischen Lava die Steine. Ich machte ihr Vorwürfe, flehte sic an, demütigte mich: „Du bist nicht Annie, bist nicht meine Annie... Wirst dn denn nie mehr meine Annie sein?" „Nein, ich bin nicht Annie!"— stieß die Stimme zurück, Annies Stimme!— Ich bin ich und keine Annie!" „Ich gab dir alles, was ich besaß...!" brach es aus mir hervor. „Hast du mich vielleicht gekauft? Soll ich vielleicht deinen» Geld zuliebe mich verleugnen und das Gespenst einer Toten sein? Nein, nein, du hast dich getäuscht, es war genug, ich will dein Geld nicht, ich verlasse dich..." „... Sic»st auch schon abgereist..." „...Ich sitze wieder vor dem Radio. Tic Stimmen zucken rings durch die Luft, und das Radio fängt sic auf wie Bälle aus der ewigen Nacht und schlendert sic mir höhnisch in d:c Ohren." In das warme Becken gehören Exote», die dn nicht in einem Graben draußen fanget» kannst, sondern die Geld kosten. Wenn deine Fran es dir gestattet, so vergelte es ihr durch Güte und laß sic an deinen Freuden im Glase reilnehme». Wenn sic dir Schwierigkeiten»nacht, hält sic nicht viel von dir Sic ist dann auch nicht klug, und du kannst ihr ruhig sagen, daß du die Amcrilancr draußen im Waldtümpel gefangen hast. Es ist eine Notlüge. Tröste dich damit, daß andere ähnliche Wege eingeschlagcn haben, daß deren Fronen, durch die Schönheit der Fische bestochen, für die Liebhaberei gewonnen und dadurch noch gute Ehehälften wurde». Man darf die Hoffnung nie anfgebcn. Deiner Frau kannst du immer noch sagen: Es fehlt nur noch ein Aqiiarinm! Die Lebensgefchichle eines Sonnenflecks. Die Sonnenslecken, die in diesem Jahr in ihrem periodische» Wechsel wieder einmal den» Maximum sich nähern, werden ja für alle möglichen Ereignisse und Katastrophen auf unjcrcm Erdball verantwortlich gemacht,»nd so wird cs gewiß interessieren, die Lebcnsschicksale dieser vergängliche» Erscheinungen zu verfolgen. Biair hat ja erst in jüngster Zeit näheres über das Wesen der Flecke erkannt nnd die Erllärnng dafür gesunden, daß sic in langgeslrecklcn Gruppe», die auch Ströme genannt tverdcn, anstrc- ten. Man weiß jetzt, wie im neuesten Heft der Zeitschrift„Die Sterne" ansgcsührt wird, daß die Flecke der Sitz magnetischer Felder sind und die entgegengesetzten Enden der Gruppe entgegengesetzte Polarität haben. Die Entwicklung dieser Flcckengrnpf>en geht säst immer in gleicher Weise vor sich. Anfangs bestehen sic ans zwei kleinen Flecken entgegengesetzter Polarität, deren Enttvickliing im ersten Hanplstadinm sehr schnell erfolgt, so daß die Gruppe in etwa einer Woche ihren Höhepunkt erreicht hat. Während die beiden Hanplsleckc schnell anwachsen, bilden sich kleinere in ihrer llmgebnng oder auch zwi- — s— klagt. Langwierige, in der Wcfdjidjtc der Justiz i negativem Erfolg für die„Marquise Touhaltz'. denkwürdige Prozesse beginnen.'Alle Ehampi-11817 starb sie bei dem getreuen Telorme, der sie scheu ihnen. In dem Maß, wie sich di« Grnp- Peu an Flächeninhalt ausdehncn, rücken die Hanplflcckcn auseinander, bis 10 oder mehr Längengrade zwischen ihnen liegen. Dabei bleibt der westliche Fleck stets etwas größer»nd ist weniger schnellen Perändcrungcn unterworfen als der östliche. Wenige Tage, nachdem die Fkcckengruppc das aktivistische Stadium erreicht hat, beginnt der Abstieg, der viel langsamer vor sich geht. Ter östlich folgende Fleck, der von Anfang an weniger fest war, verschwindet auch zuerst und bricht in mchrcrc kleine Flecke ans" einander, die allmählich an Größe abnehmen. Nach einer weiteren Woche oder etwas mehr ist von der ganzen Gruppe nur noch der westlich.' Fleck übrig, der dann noch mehrere Wochen und selbst Monate sich hält, aber an Größe beständig abnnnmt. Tas allererste Zeichen für das Ent' stehen einer neuen Fleckcngruppe besteht ini Aus- tauchen HellerKalznimwolken, der sogenannten Flöckchen. Tiesc Wollen, die das ganze Flecken» gebiet überdecken, tauchen meist ein biS zwei Tage auf, bevor der Fleck selbst Wahrgenommer werde» kann, und nachdem sich der in der Be locgiiugsrichliillg folgende Fleck bereits aufgelöst hat. bleiben dann auch nachher über ihm die Flöckchen noch liegen, wodurch w->- noch erkcn- neu, kann, daß der überlebende Fleck der vorangehende ist. schon aus diesem Zusammeichang zwischen den Flecken und den in höherem Niveau schwebenden Flöckchen kann man schließen, daß die sonnentärigkeit, deren Tymptom die Flecke sind, sich keineswegs auf die unterste schicht, die Photosphärc, beschränkt; cs gibt»och wenigstens vier andere Niveaus, in denen man diese Tätigkeit im Zusammenhang mit der Fleckcngruppe leicht studieren kann. Tie tiefste schicht liegt sogar noch unter der Phowsphärc; es ist die, in der sich der gewaltig quicrlcnde Wirbel bildet, der das Magnetfeld erzeugt. I» dem höchsten Niveau entwickelt sich of: die größte Tätigkeit. Ter Einfluß der souuenslccke kann übrigens bis in die Korona weil außerhalb der sichtbaren Oberfläche der sonne verfolgt werden, da— viele der schönsten Korouaskrahleu, die man bei totalen sonnensinsternisjen aufnimmr, ihre Forni, vielleicht aber auch ihre ganze Existenz der Gegenwart von sonnenslecken verdanken. Namenlose Männer und Krauen Bon I. St. In Italien beschäsligt mau sich sei'. Wochen mit dem„Mann von Eollegnoc", dem Toppe! gängcr des 1916 an der mazedonischen Front gefallenen Gymnasialdirektors Giulio Canelia ans Verona. Während Fingerabdrücke, Graphologen, Zeugen, Verwandte beweisen, daß der Mann„ohne Namen" identisch ist mit dcui«et- zer Mario Vruneri, glauben ehemalige Kollegen, des Professors Fran, seine Schwester felsenfest daran, daß dieser im Jrr.'nhaus inter liierte Brnneri, der das Gedächtnis verloren haben will— wahrscheinlich nm einer Bestra fung wegen Fricdhofranbes zu entgehen— wirklich der Gatte, Bruder und Freund sei. Tie Schwester des gefallenen Professors erklärt. Wir haben kein Interesse, einen Verbrecher ins Hans zu nehme«! Wären wir nicht überzeugt, daß der Unbekannte tatsächlich Eaveliä ist— weshalb sollten wir ihn in die Arnie schließen'?" Ter Fall weckt die Erinnerung a» einen Prozeß des achtzehnten Jahrhunderts, wo ciuc „Frau ohne Namen" lange und zäh darum kämpfte, die in Orleans 1788 verstorbene Marquise Tonhalt zu sein. Tiefe Tonhall war Ser sproß einer alten Frmilie aus Poitou, der Lusignans de Eham piguelles. Zn den Ahnfrauen des Geschlechtes zählt die berüchtigte Melusine, die so etwas lvic eine Zauberin war und nach dem Gerücht sich jeden samstag in eine schlänge verwandelte. Als sie einmal der Gatte in dieser wenig sympathischen Gestalt erblickte, soll er sie lebendig haben cinnianern lasten. Fama berichtet, daß man znweilcn in drei anfcinanüerfolgendcn Nächten düstere Klagelautc vernahm, die immer Vorboten schlimmer Ereignisse für die Familie Ware». Am 7. Feber 1741 wurde Adelaide Maria als letzte Tochter des Grafen Roger geboren. Tie unheimlichen Laute müssen in den Nächten vor ihrer Geburt viel srblimmes prophezeit haben! Tic der Ammenbrust noch nicht Entwöhnte brach, vom Tisch hernntergleiiend, rin Beinchen und lahmte fortan. Im Kloster, wo sie erzogen ward, stürzte sie so unglücklich eine Treppe hinab, daß ihr für immer eine Schmarre an der Hand verblieb. Ei» Wespenstich am Hals hinter ließ auch dauernd seine spur, später hcirateie sie den Marquis von Tonhall, eine» reichen Witwer, mit dem sie in Berry auf schloß Ehamzelei lebte. In der unharmonischen Ebe geschah es, daß die wiederholt Verletzte durch gncllcs verleugnen die Wicdcrcrstandene. Tie Entlassene der Talpeiricre lenkt ihre schritte nach ihrem Geburtsort, um sich erkennen zn lasten. Im Gasthof ,Lum weißen Roß" empfängt sie die Dorsbcwohner, welche sie alle rekognoszieren. J-n Argentou fällt ihre alte Kam» merfran niit einem Freudenschrei ihr zu Füßen, gelobt, sic nie mehr zu verlosten. In Chazele't laufen alle Armen herbei, nm den»„Opfer des Tespotismus" das Kleid zu küsten. Zn dieser Zeit erklärt das Gericht, die„Rediviva" sei eine Trunkenboldin, Intrigantin, eine gewiste Anna Bourdin, geborene Buirct. Welche auch wirklich existierte! Auch sic war in der salpö- triere gewesen, wo sie sich das Pseudonym Blainville zugelcgk Harle. Als das Gerücht von jener anderen Blainville zu ihr drang, erklärte auch sie, die Marquise Touhalt zu fein. Gesteigerte Verwirrung! Während die Monarchie zusammenbrach, die Republik die Güter raubte, Guillotine und Terror wüteten, immer irrte die in Lumpen gekleidete Frau„ohne Namen" verleugnet, bemitleidet^ durch das Land. Ein be- rühmter Pariser Advokat, Hnart du Pare, beginnt sich für die Vagabundin zu interessieren. In das Labyrinth des Prozcffcs eindringend, sucht er Zeugen>lnd Orte auf. wo die ver- mciutlich.' Abenicneriil sich aufgehalten harre, forscht auf dem Friedhof von Orleans nach dem Grab der Marquise, das keinen Gedenkstein aufweist und nicht mehr festznstellen ist... Die Art ihrer Beerdigung halte seinerzeit allgemein entrüstet. Gegen den Bruder der Marquise, Sen Grafen Ehanrpignclkcs, richtet sich der neue Prozeß. In diesem treten die beiden„Blainville" auf, Anna Buirct und die Frait ohne Namen: die cmc ist eine niederträchtige Hexe, die andere eine respektable Dame. Wie selbst der kaiserliche Staatsanwalt sagte, bestand zwischen de» beiden der Unterschied, der das Laster van der Tugend trennt. Tie Querulantin konnte nicht mit Anna Buirct verwechselt werden— gewiß nicht; aber man wußte nicht, woher sie stanimte, nichts über ihre Familie; so blieb sie zur Freude der Ehampignelles di: Fran„sans nom"(ohne Namen). Ta ein neues Fragezeichen! Eine höchst dramatische Wendung tritt ein. In Poitiers lebt der Advokat Teiormc, welcher die Marquise gilt kannte und ihr Gast auf schloß Chazelct gewesen ist. Er verehrte sie und grollt, daß jene Frau sich erdreistet, seine alte Freundin und Gastgeberin sein zu wollen. Reugier hat ihn in die Verhandlung getrieben. Er vermag in der »lüde drvin-blickcndcn Querulantin die Marquise wirklich nicht zu erkennen. Am Schlüsse kommt etwas wie eilt Zweifel über ihn. Er ist im Besitz eines absolut sicheren Mittels, die Marquise zu identifizieren. Nie hat er mit jemand darüber gesprochen, aber er weiß, wenn er sic plötzlich über ein Geheimnis fragt, welches nur er und sie kennen, dann wird er der eit zwanzig Jahre» vergeblich gesuchten Wahrheit zum siege verhelfen. Er bitte nm eine Unterredung mit der Namenlosen unter vier Augen. Nach Beendigung derselben kehrt er bleich, verstört zurück; in Gegenwart aller erhebt er die Hand zu dem an der Wand hängenden Kruzifix und schwört bei Ehre und seelenheil, daß jene Dame Adelaide Maria von Lusignan de Ehampignelles, Marquise von Ton- halt ist. Er gelobt, Lebeit, Kräfte und Vermögen eiusetzcn zu wollen, damit dieser Unglücklichen ihr Eigentum wieder zugesproche» werde und sie das Recht auf ihren'Namen zurückerlange. Er nahm sie in sein Haus>tiid umgab ie mit jeder nur denkbaren Aufmerksamkeit. Ter Prozeß w'.lrde weirergesührt—^och mit einen dem Ti.ner zugcSachlcn Degenstoß ihres sähzornigen Gailen au der Brust verwundet wurde. Wieder ein dauerndes Stigma! Besonders kennzeichnete sic noch: ein behaartes Mnr- lermal, kahle stellen am Kopf. Trotz dem allen cnlbrauutc nm ihre Identität ein jahrzehnle- langer Kampf... 1787 wurde sic Witwe. Unl ihr väterliches Erbe autrctcn zu können, welches ihr der ver- fchwenderische Bruder streitig machte, entschloß sic sich, mit ihrer treuen Kanimerfrau Fran- eoisc Perisse nach Paris zn reisen. In Orleans verweilte sic bei Verwandte» ihres Mannes. Tort unternahm sie mit besrenndetcn Damen eine Spazierfahrt; dabei wurde ihr eine Prise Schnupftabak angeboten. Ter Landedelfrau, welcher das vornehmste Laster jener Zeit unbekannt war, bekam dieser schnupfen sehr schlecht; ihr wurde übel, sic verfiel in einen langen schlaf; zwei Tage darauf, am 21. Jänner 1788, starb sic und man begrub sie auf dein Friedhof der siadt. sieben Tage nach dem Tode der Marquise wurde in der Ealpötriere, diesem Orte des Grauens, eine Fran inhaftiert, die man unter dem Namen Blainville in den Listen führte. Diese Gefangene verharrte in cigeusinnigeni schweigen, machte einen stumpfen, verstörten Eindruck; beim Namen gerufen, bewegte sie nicht einmal den Kopf. Nach Ablauf einer Woche fragte sic apathisch, ob Briefe für sic unter der Adresse der Marquise Touhalt oder der Mademoiselle von Ehampignelles cingctroffcn seien. Tic Wärterinnen, die Schwestern achteten gar nicht ans diese Fragen: Närrinnen, die sich für Marquisen hielten— das war in der salpe- lriere nichts Besonderes. Eine Leidensgenossin, Gastwirtin aus Brest, nahm die sache ernst! In Freiheit gesetzt, scheint sie bis zur Herzogin von Polignac, der Favoritin der Königin, vor- gedrnugcu zu sein; sic soll ihr jene anempsohlen haben, die nach ihrer Meinung eine Marquise war. In der Dar wurde die Blainville 1789, kur; vor dem Fall der Bastille, entlasten. In der Zwischenzeit hatten sich die Erben in o--n Besitz der Touhalt geteilt, habgierige Menschen ließen übrigens mit Vorliebe vermögende Angehörige in der salpörricre verschwinden.... In mancher Hüne im Kastell Ehazclel wurde der Tod der guten, lieben Marquise vc- — 4— nie verließ. Nach Gerichlsabschluß wurde sie als! die Frau„ohne Namen" begraben, wie sie ge-< lebt hatte. Gleich der Exgefangenen der Salpe- liiere hat der Mann„senza nome"(ohne Namen), der sich für den Professor Canrlla Hal- len läßt, gläubige Anhänger gefunden— und Penelope sicht den geliebten Gatten wiederkehren. Der Glaube wirkt suggestiv. Fingerabdrücke bedeuten daneben nichts. Der„Professor" führt bei sich das Preisverzeichnis einer Konstantinopler Firma— also muß er vom Balkan herübrrgcrcist sein; cr zitiert gern lateinische Phrasen, ha! aber vergessen, wie man „rosa" dekliniert. Dafür schreib', er acfühlszarte Briese an die Galli» und grüßt„die Kinder".. Es ha! sich schon eine Partei der„Cancliistrn" Gebildet Was mancher nicht weiß. Der heißeste Ort der Erde. Als Ser Ort, in dem die höchste bisher bcobachlete Tempera- lnr erreicht worden ist, hoben die Meteorologen Azizia in Mctropolitanien scstgestellt. Azizia liegt in südlicher Richtung von Tripolis in cliva 40 Kilometer Entfernung, in der Mine der Ojafara Ebene. Tor, erreichte das Thermometer am 13. September 1922 68 Grad Eclsius. Tri- politanien hat überhaupt ein sehr heißes Klima. Temperaturen von über 46 Grad Eelsius kor» me» dort öfters vor. Andere besonders heiße Gegeudcil der Erde sind nock das Todcsral in Kalifornien; die Oase Wargla in Algier und Jakobadad in Nordwesiindien. An Hvcbüicm Peratliren sind an diesen Orten fcstgcstellr wor- den: im Todcsial 56,7 Grad, in der Oase Warata.75, und in Iakobadad 5,2.2 Grad. Unerforschte Gebiete gibls ans unserer Erde noch»ach Millionen Quadratkilometern. Do il» Südpolartceis allein noch 8 Millionen Quadratkilometer, auch die Kola-Inseln in Lappland und Südamerika haben noch mehrere Millionen Qnadralkilometcr an Gebieten, die noch keines Mensche» Fuß betreten har. Die reichen Goldfelder am Akdau, einem Nebenfluß der Wolga, befinden sich im nnwirt- lichstc» Teile Nvrdosl Sibiriens. Um zu diesen zu gelangen, hat uian einen Weg von 1000 bis 15(h1 Kilometern znrückznlegen, der durch den sibirische» Urwald fübrr und äußerst gefahrvoll ist. Aus Spitzbergen wächst heule keine Pflauzc höher als 5 Zentirncler. Bor vielen Jahrtausenden aber muß es dort ungeheure Wälder gc- gcbci:' haben, wie die großen Kohlenntnde be weisen. SevanLen Gplitte». Morre von SNen Key. DerKapitalisnins ist im Innersten ebenso iebenszerstörend und ebenso feindlich gegen die Kultur des Individnnms wie de: Militarismus, der sa in gleicher Weise eine reiche Kraftent- wicklnng für einzelne Persönlichkeiten crmög- lichi. aber gleichzeitig die Mebrzabl z» Herden merckch u hcrabdrückr.(Eisans.) wciche ntchl;ng>c:ch die Gesellschaft verurteilt, die die Uirsitüichkeit begünstig: und die Perwirk- lickung der Jugendliebe unmöglich»lacht, ist mehr als eine Dummheit, ist ein Verbreche», (lieber Liebe und Ehe.) Sie Nichts ist weiser als der Wille der heurigen Frau, das Leben mit eigenen Augen zu sehe», nicht— wie die Frauen früherer Icitcii— nur\ Mit denen des Mannes. (Ueber Liebe und Ehe.)' Tiefsrrbeleuchtung. Daß der Mensch imstande ist, mit einem Licht dir Tiefen der Gewässer zu durchleuchten, erschien durch viele Jahrtausende unmöglich, weil mau stets in Wasser und Feuer feindliche Mächte erblickte. Dir moderne Technik hat aber auch dieses„Unmögliche" zustande gebrach,»nd die Unterwasser- Beleuchtung läßt sich heute durchaus durchführen, wie ein Aufsatz der Leipziger Illustrierten ZcituNg berichtet. Hat mau doch cinen wandervollen Tirfsecfiim ausgenommen, der die phan- tastische» Farben und Formeuspiele de» Tiere und Pjlanzen ans dem Meeresboden enthüllte. Mau Halle große Vcrtikaliuben jus Wasser versenk!, und hinter einer starten Giasplanc leuch tctc an: Boden der Tube ein sehr kräftiges elek trischcs Licht, dessen Schein die Ausnahmen cr inöglichtc. Wenn Henle noch die Tiessee Beicuch- tnng wenig augcwendcl wird, so lieg! das wohl au dem geringen Bedarf. Schwimmdocks und ähnliche Einrichtungen har mau schon seil Jahren mir Unterwasser Lichtanlagen versehen, aber eine Erleuchtung der Tiessee in größerem Um fang: ist nur selten crsolgi. Daß solche Be- lenrblung aber möglich ist, bewiesen in den lcyten Jahren verschiedene Bergungen versunkener Schisse. Do wurde das amerikanische Unterseeboot Z öl beim Dchein starker elektrischer Lichter genau nntcrsucht, bevor man es an die Oberfläche hob. Ztvci Hauptschwicrigkeitcn standen besonders einer Ausbildung der Tiessee Beleuchtung entgegen: der gewaltige Wasserdruck in der Tiefe und die schädigende Einwirkung des Dalz- wassers. Man hat diese Hemmnisse durch Verwendung sehr widerstandsfähiger metallener und gläserner Schntzgehänsc überwunden, sowie durch besondere Vorsichtsmaßregeln bei der Isolierung. Jedenfalls bieten sich viele Verwendungsmöglichkeiten für solche Lichtanlagen unter Wasser, so bei Bergungsarbeiten, bei wiffenschaft- tichcr Erforschung des Meeresbodens oder beider Bclcuchiung des Meeresgrundes in Dchwimm- bädcrn im Jnlcrcsfc der Sicherheit. Ertrunkene Personen könnten auf diese Weise leichter aufgesunden werden. Tas elektrische Licht hat schon so viele Lchwicrigkcitcn, die seiner Verwendung entgegcnstanSeu, siegreich überwunden, cs bietet auch ein vortreffliches Mi:!cl für die Erhellung der Meercsiiele;' Ter Körpergrructz als Rasjeneigentümlich- keit. Am bekanntesten und ausgeprägtesten ist der auch für wenig empfindliche Rasen deutlich wahrnehmbare Geruch der Rege r, den viele mit dem eines Ziegenbocks vergleichen, und dec nicht minder peinliche der Mongolen, Malaien und ihrer Mischlinge, die allerdings ihrerseits behaupten, daß der Europäer einen ihnen nicht weniger unangenhnien Leichcngernch ansströmc Auch den Rothaarigen soll nicht selten ein ausgeprägter Körpcrgcruch eigen sein und von blonden Frauen wird behauptet, daß sie häufig nach A m b r a und M o s ch u s duften, während die dunkelhaarigen nach B c i l ch e n riechen. Di: Ursache der verschie- d.'iirn Körpergerüchc liegen auf ebenso vcrscknc- denen Gebieten. Hinsichtlich der Rassen und großen Völkcrgruppcn kommen hier zivcifellos die großen Unterschiede in den Ernährnnasgc- wohnhciien, ferner Unterschiede im Funliionic- ren der Vcrdannngsorganc, daneben aber auch die unterschiedliche Arbeit der Tchwciß. und Fettdrüsen der Hant in Betracht, deren Dekrete obendrein noch durch die Tätigkeit der in vcr- chiedenen Klimatcn und Ländern vorherrschenden Bakterien zu verschiedenen Ricchkörpern abgebaut werden. D. F. Humor im Vourriveutfch. Auf der Bremer Polizciausstellung hat die Leitung der Bremerhavener Polizei eine Sammlung Stilblüten aus Anzeigen, Berichten von Polizeibeam- ten usw. gezeigt, aus der hier ein paar Beispiele wiedcrgcaeben tverden. Aus einer Anzeige gegen einen Motorradfahrer:„Sein Auspusf arbeitete so stark, daß der ganze Straßenzng benebelt war." A u s eine r B e r n e h m u n g:„Tie Tal- sachc, daß ihr Vater Zahndeutist ist, beruh! auf nackter Wahrheit." Ä n s c i n e r U n s n g a u; c i g e:„E. und sein Bruder verüb::» dadurch groben llnfng, indcnl sic sich mit einer Person lant schimpflcn, die schließlich in eine Tchlägerei ausartete." Aus einer V e r n e h m u n g w e g e» schwerer Körperverletzung:„Es kann sich nur i»n eine» Schabernack handeln, denn sein Kops batte nur 7 Beulen, die allerdings von einem stumpfen Gegenstand hcrznrübre» schienen." Aus e i ii i ui Wirtfchaftsberichl: „In der Wirtschaft verkehren„zweifelhafte" Gesellen, sogenannte„Elemente." Ans einer» Anzeige wegen Unfugs:„Die Butljers saßen um ein Bierfaß herum, in dessen Spundloch sie einen Weih nachtsbaum gepflanzt hatten. Sie fange» mit unglaublichem Stimmcnanfwand„Stille Nacht" und ließen die Steinhägerbuddel kreisen. Später wälzten sie sich in schwerfälliger Weise zwischen den Fässern herum." Aus einer Anzeige wegen unterlas j e ii c n 2 l r a ß e n f e g e n s:„Ich uirrkte, daß Frau S. ein rasselndes Mnndwerk Halle, denn ich erlebte einen schnippischen Redeschwall." Aus einer Eingabe:„In Zukunft mache ich anch keinen Plötzsinn wieder." Aus der Schilderung eines Rad- fahrernnfalls:„Hierbei verlor L den Kopf. Aber sogar gänzlich." —» 9tä«fei-<£dte.— Stadt, 3. Stadt in Schlesien, 4. Weiblicher Vorname. Magisch« Figur. a a a a Die Buchstaben diczcr Figur sind so zu ord- neu, daß die einander eitlsprechenden vier lau. gen senkrechten und a a e e e e g g g k k 1 1 1 1 n n wagrechtcn Reihen Wörter folgender Bedeutung ergeben: 0 0 r r r r t t u u 1. Bedeutender Dich ter, 2. Norddeutsche Anslösnirgrit der Rätsel aus der vorigen Nummer: Kreuzworträtsel. Wagrecht: l. Gnu; ::. Harfe; 5. Ukas: 7. Aida; 9. Man; ll. Rah: 12. Italien: 13. Eisen; 11. Gral:>6. Eger; 19. Inn: 20. Raab; 22. Kulm: 23. Ibsen; 25. Mokka; 26. Hai; 28. Pan: 30. Lima: 32. Apis; 33. Jfere: 34. Elm.— Senfreck!: 1. Gas; 2. Ufa; 3. Hantel; 4. Eirene; 6. Kai; 8. Tan; 10. Assen; 14 Ger; 15. Aga; 17. Gan; 18. Rum; 21. Bimini: 22. Knappe; 24. Ski; 27. An; 29. Ai; 31. Afe; 32. Arm.