w. 27.. Unterhaltungsbeilage. 1927. Das Lies Ser Mrveit. Im Spätherbst schon, als die ersten Fröste kamen, ging wie immer, die Geige unter dem Arni, Herr Helbik an die Arbeit. Ter Morgen tvar so schön, daß es sogar in Parysow ouffiel, wo sich die Leute um das Wetter gewöhnlich nicht viel kümmern. Woll- lüstig atmete der Alte die frostige und reine Lust ein und betrachtete die helle, vom Reif blinkende Welt, die mit dünnen Krusten bedeckten Lachen und den erstarrten CI raßen- schmutz, er bewunderte die vom Belag haarigen Bäume, die in der stöhlichcn Sonne schillerten, und brummte aus Freude etwas vor sich hin. Und als er aus der Schenke vor der Maut trat, glaubte er, man habe ihm die Hälfte seiner Jahre von den Schultern genommen und das würde nun immer so bleichen. Er spielte denn auch an diesen Tagen ganz ausnehmend schön. Di« Saiten klangen in der frostigen Luft wie silbern, und die Finger flogen hm und her wie noch nie. So sielen denn auch die Kupfermünzen dicht aus den Fenstern, und er spielte immer schärfer und ohne Mühe. Er strich feurige Militärmärsche, verträumte Walzer und bc- uiühtc sich, die verschiedensten Stücke aufzuspielen, als hätte er beschlossen, seine Zuhörer für lang« Jahre von Gekrätz und jäm- uierlichcr Psiischcrei heute zu entschädigen. In einem der Häuser in der Dzielna- gasse wurden ihm sogar Ovationen bereitet, was ihn seltsam rührte, war cs doch schon seit undenklichen Zeiten nicht vorgekommen, daß ihm jcniand Beifall geklatscht hätte. In -seiner Jugendzeit tvar cs vorgekoinmen, dann vor dem Ausstand, tvcnn er die gewissen Arbeiterlieder spielte, und wiewohl damals alle Musikanten auf allen Warschauer- HRen dieselben Sachen spielten, so wollten sie die Leute doch immer wieder hören und riefen: ,.Roch einmal!" Seit dieser Zeit haue Helbik für seine Musik nicht ein Bravo bekommen. So erzitterte denn der Alte, als nach einem von den neuen Stücken im Hause lautes Klatschen erscholl, er erzitterte und gelangte nur mit großer Mühe ohne Fehler bis zum Endes des Liedes. Es tvar das ein wenig von ihm oder andern gespieltes Lied, das er erst in den letzten Tagen aus seiner Erinnerung tzeraufgeholt hatte. Er begann also seine besten Sachen anfzuspielen, aus reiner Dankbarkeit, und lauschte nur, ob nicht wieder die jedeni Künstlcrherzen so lieben Klänge käuicn. Aber No« Giruß. es klatschte niemand mehr, nur aus deui Souterrain. wo unter den Bureauränmen eine Tifchlerwerkstätt« war, kamen jetzt die Tischler, die zum Mittagessen wollten, und nmstell- len ihn in ganzen.hänfen. „Herr Künstler, streichen Sic uns doch noch einmal dieses Stück das Sie da können, aber feurig, so richtig für uns..." „Aber laut, verstehen Sie, Herr Künstler, nicht so jämmerlich, den« so eine Cache muß man laut, für die ganze Welt, oder gar nicht spielen.'..." „Also vorwärts, vorwärts, wir werdcn's gut bezahlen!..." .Herr Helbik rief sich ms Gedächtnis zurück, wovon sie sprachen, und begann wieder mit dem Stück, für das er mit so reichem Beifall belohnt worden war. Er spielte mit Bedacht und ehrlich und er drückte de» Bogen auf, bis die Geige wie eine ganze Kapelle klang. Er kam in den Takt, crßißte die Melodie und merkte, daß er gm spiele, denn den Zuhörern lachten die Augen, und nicht einer sang mit,>vas den Künstler ein wenig störte. „Bravo! Bravo!" „Roch einmal!" „Roch einmal! Das war schön!" So fuhr denn Herr Helbik noch einmal mit dem Bogen über die Saiten und wiederholte die Strophe einigemale und hörte dann mit mächtigem Akkord auf, denn er war fchon reichlich müde. Di« Arbeiter begannen untereinander zu lachen und zu tuscheln, wie um etwas zu besprcchen, dann langten sie in die Taschen und brachten in Kupfermünzen ganze zwanzig Kopeken zusammen. Helbik dankte lehr und verneigte sich, nur konnte er auf keine Weise begreifen, woher diese Leute denn plötzlich ein solches Gefühl für Musik hatten, kam er doch in dieses.Hans allwöchentlich seit fünfzehn Jabren und hatte von de» Arbeiter» bisher keinen ro'cn Heller bekommen. „Scheinbar ist etwas in mir jung geworden und ick muß jetzt spielen wie in meiner Jugend. Das fuhrt zu nichts Gutem. denn da ist der Tod nicht tvcit. trenn der Mensch mit einen» Mal so iung wird." Aber trotz aller schiechen Borgcfühlc stellte sich die alte, zertretene Seele in ihm, und das kindisch gewogene Gehirn begann, Lustschlösser zu bauen. Ich werde dieses Biertcl verlassen und in die Stadl zu irgendeiner netten Familie ziehen. Verdienen werde ich jetzt sehr viel, das ist ja klar. Ich werde für die schwarze Stunde etwas zurücklcgen können, denn auch »»eine Gesundheit ist ja durch dieses Hundeleben verdorben... Immer habe ich mir'-t schon so gedacht, jetzt wird's Zeit... Im nächsten Hause begann er gleich mit dem gewissen Liede, das den Leuten so guL gefallen hatte, und auch ihin selbst schien cs sehr schön zu sein. Ta wurde ihm kein Brav» zugcrufen, aber er hatte noch nicht geendet, als sich im Kreise um ihn Zichörer zu sam-» mein begannen: aus irgendeinem Keller lvaren ein paar schäbige Flickschuster gekrochen, die über Mittag öiksruhenden Arbeiten irgendeines Fabrikchcns erhoben sich. Sogar der.Hausbesorger hörte mit ausgcrissencnk blinde und erheitertem Gesicht zu. Wieder mußte er dasselbe Lied dreiinak hintereinander spielen, und er sammelte a>4 di« zwei Rubel, und das von Leu'cn, di<» sonst wohl zuhörcn, aber tvcnig bezahlen können. „Spicken Sie überall so,-Herr, und man wird Ihnen überall zahlen, denn unser sind überall viele." „Gut, gut, ich danke den Herren auch vielmals", verneigte sich der Alte. Und er begann nachzudenken. Er ging zu seinem gewöhnlichen Mittagessen in dir Schenke. Er setzte sich in einen Winkel und begann zu grübeln, aber er brauchte lange dazu, nm draufzukontmen, daß sein altes Ta-, lent wicdergekehrt sein müsse und daß die Leute es endlich erkannt hatten. Bon da an ging es ihm gut und er leistete sich auch mehr als vorher. Täglich nahm er sich vor, aus Parysow auszuziehen, aber er blieb, wiewohl er niemanden von seinem Ruhm erzählen konnte, denn von den Alten»vollte ihm niemand mehr zuhörcn. So sprach er denn stundenlang mit sich selbst, bis er einschlief. Jedes .Konzert begann er mit dem gewissen Stück, das ihn» Glück gebracht haue. Er ging denn auch schon in andre Gassen, imn»er weiter, aber sein Glück verließ ihn nicht. Einmab warf ihin sogar irgendein Herr aus dem Fenster einen ganzen Rubel zu.•- . Er begann die Leute auszufragen, war -das denn für ein Lied sei, das. in Warschau — s sogar die einfachsten Leute, die von Musik nichts verstanden, zu lieben begonnen hatten. Wer vergeblich spielte er das seinem»Gesindel" und den andern Lenten auS Parhsow vor. Niemand in Parysow kannte dieses Stück. Und seine Hörer tarnte er doch nicht fragen, spürte er doch alS wirklicher Künstler, daß er sich und seinen Ruhm dadurch nur lächerlich machen würde. Im übrigen verging ihm die Neugierde sehr bald und er begnügte sich mit dem Ersatz, nur daß er für dieses Lied rauschende und schöne Verzierungen erfand. Variationen und Triller, daß sich die Seele freute, cs zu hören. Und er würde vielleicht bis zum heutigen Zage so spielen, aber der Ruhm brachte chm Verderben. Eines Tages siel, gerade im Augenblick, in dem er, von seiner Gemeinde umringt, sein Lied zu spielen begann, der Revierinipektor selbst in den Hof. Die Hörer gaben dem Alten Zeichen, aber er spielte unbekümmert weiter, bis er mit dem grau-1 kamen Beamten in der Mitte des stand. „Und du, Schinderknecht, bist es, der dieses Lied im ganzen Viertel spielt? Woher kennst du das denn? Wer hat dich das gelehrt? Und wo wohnst du denn? Wo ist dein Ausweis? He, Hausbesorger, führ' ihn auf die Wachstube!" Erst auf dem Komissariat erfuhr Herr Helbik, was für eine Sünde er die ganze Zeit hindurch begangen hatte. Tenn der Herr Kommissär stellte fest, daß er ein gefährlicher Gauner sei, so alt er auch sei, daß er ungeheuer gut Komödie spiele, wenn er behaupte, nicht zu wissen, was für ein Lied das sei, kurz, man telephonierte ins Rathaus und die Konzerte nahmen ein Ende sür immer. Das Gerücht, daß man de»„Alten" eingesperrt habe, verbreitete sich unter den Leuten, und man bedauerte ihn allgemein. „Wie wird sich denn der Großvater vcr- Er hat ja keine Ahnung, was er gespielt hat?" „Ob er jetzt eine Ahnung gehabt hatte oder nicht, er hat sich um untere Sache verdient gemacht, denn er hat die Herzen der Menschen erfreut..." „Er hat mit starkem Gefühl gespielt. Ein alter Sozialist war das, sage ich euch, ein alter." Rur das wurde nicht gesagt, daß jede große und heilige Sache, daß jede Sache, der die Welt gehört, Äerall ihre Diener findet. Die Deuter geben ihren Weg an, Helden geben ihr Leben für sie hin, die Massen des Voltes sind ihr mächtiger Arm und ihr Hammer... Und es gibt auch solche, die ohne Gedanken und Willen zum Werkzeug der Ar- bcitersa-che werden. Wie die Vögel des Himmels tragen sie die Samen des LebenÄau- mes über die ganze Erde hin, ich ne Verdienst Verdiente, ohne Schuld Leidende. Hosts allein l antworten? Kommt die Nacht gegangen. Aus den Poesien eines proletarischen Dichters. Miid« Löchlein rinnen. Zarte Nebel spinne« Weihe Schleier über Wald und Högel. Kommt die Nacht gegangen. Mit den bleichen Wangen Und«S klirren heimlich Schloß und Riegel. Kommt ans leisen Sohlen. Sin gehetztes Fohlen, Ruht di« Welt nun unter ihrem Flögel. B u ch c l s d o r f, am 24. Juni 1927. Hans Honheiser. Selstverstänblich... Von Ernst Moritz Häufig. Selbstverständlich ist Weihnachlcn das Fest der Liebe. Darum brauche ich doch aber keine Sympathie für die«lenden Bergarbeiter in England zu haben, die sich auS dem bißchen Lohnerhöhung so viel machen. Sclbfwerständlich soll jeder Tüchtige freie Bahn haben. Aber darum kann ich doch wohl meine guten Beziehungen ausnutzcn. Selbstverständlich soll auch das Proletarierkind etwas Rechtes lernen. Aber darum brauchen sich meine Kinder doch keine Läuse in der Einheitsschule zu holen. Selbstverständlich ist die Macht der Kirche gefährlich. Aber darum brauche ich doch nicht aus der Kirche auszutreten. Selbstverständlich ist der Alkoholgenuß schädlich Aber darum brauche ich doch nicht für das Gemeindebestimmungsrecht zu sein. Selbstverständlich wollen Rind und Schwein auch leben. Aber darum brauche ich doch nicht aus mein schönes Kotelett zu verzichten Selbstverständlich ist die Abneigung zwischen den Gatten moralisch rin vollberechtigter Grund zur Scheidung der Ehe Darum braucht sie doch es aber nicht juristisch zu sein. Selbstverständlich soll auch der Staat, der Hüter der Sittlichkeit, selber sittlich sein. Deswegen darf es doch aber Kriege geben. Selbstverständlich muß man in den Schriftstellern die Träger des Geistes achten und ehren. Darum kann man sie doch aber verhungern lassen. Selbstverständlich gebührt jedem Menschen ein gleich anständiger Gruß. Darum brauche ich doch aber meinen Schuster und Kellner nicht so zu grüßen, wir meinen Lorgrletzten. Telbswcrständlich muß man dir Kinder in Freiheit erziehen. Darum kann ich aber doch meinem Bengel eine auf den Schnabel geben, wenn er mir frech kommt. Selbstverständlich kann ich auch mal von Jüngeren ettvas lernen. Darum brauche ich mir doch aber nicht von einem Grünschnabel ohne jede Erfahrung etwas sogen zu lassen. Selbstverständlich ist es nicht recht, daß einer eine Menge Schlösser Hai und Tausende ohne Licht und Lust in Kamurken leben, wo sic Tuberkulose kriegen. Darunt brauche ich aber doch nicht für die Fürstcnentcignung zu.sein. Selbstverständlich soll die Sprache die Gedanken Mitteilen. Darum brauche ich doch aber nicht so zu sprechen, daß mich jeder Flochkops versteht. Selbstverständlich liebe ich dich, wie rpcin eigenes Leben. Darum brauche ich doch aber mein Bankkonto nicht deinetwegen zu belasten. Selbstverständlich hast du in allem Recht. Aber darum brauche ich doch nicht zu tun, was recht ist. Selbswerständlich soll man unvernünftige Einrichtungen abschaffen. Darum brauche ich doch aber nicht vernünftige an ihre Stelle zu setzen. Go werden Weltrekorde vergessen! ml. Ein ganzer Kontinent jubelt« in den letzten Wochen den kühnen Ozransliegeni zu. Nur Leute mit gutem Gedächtnis erinnern sich da noch an einen Weltrekord, der nur 20 Jahre zurücklicgt. Peking—Paris in 60 Tagen im Auto— das war damals rin Ereignis, von dem die ganze Welt sprach; und die Sieger wurden mit demselben Enthusiasmus gefeiert wie heute Lindbcrgh und Chambertin. Die Fahrt war vom Pariser„Matin" veranstaltet worden, die Leistungsfähigkeit des Autos als Passagicrfahrzeug zu erproben. Am 10. Juni 1907 verließen fünf AutoS, davon drei französische, ein holländisches und ein italienisches, Peking. Ter italienische Wagen wurde vom Fürsten Borghese gesteuert. Ihn begleitete der bekannte Berichterstatter des„Cor- rierc della Sera", Luigi Barzini. Beim Start glaubte kein Mensch, daß die Ausgabe gelöst werden könne. Als ober die Mailänder Zeitung das erste Telegramm erhielt, in dem Barzini mitteilte, daß China bereits durchquert sei, war der Jubel allgemein. Am 10. August traf dann dar Auto des Fürsten Borghefe in Paris ein. Die Begeisterung der Bevölkerung kannte keine Grenzen— und heute ist die kühne Tat beinahe vergessen! „Auch ich wagte nicht zu glauben," schrieb Barzini,„daß wir in der festgesetzten Zeit unser Ziel erreichen könnten. Unser Wagen hatte außer dem Fürsten und mir noch einen Passagier, einen Mechaniker, der nns im Notfälle helfen sollte. Wir hatten Lebensmittel in genügenden Mengen und sühnen außerdem zwei eiserne Schienen mit fiir den Fall, daß wir durch Sumpfgelände zu fahren hätten. Die ersten span- nendcn Erlebnisse hatten wir an der chinesischrn Maner. Dort in den Engpässen mußte das Auto gezogen werden. Als die Einwohner uns sahen, rannten sie zuerst entsetzt davon. Es war sehr schwer, sie zu bewegen, sich dem rollenden Nn- geheuer zu nähern. Durch reichliche Geldgaben gelang es uns endlich, die Hilfe der Chinesen zu erlangen. Rach mehreren Tagen anstrengender Fahrt erreichten wir die Wüste Gobi. Unser Auio war das erste, das sic durchquerte. Die Sonne brannte wie Feuer, und die Lust war so klar, daß man jeden Begriff von der Entfernung verlor. Der Anblick der ungewohnten Landschaft war aber so einzigartig, daß ich diesen Eindruck nie im Leben vergessen werde. Wir wagten in der erhabenen Stille kaum zu sprc» chen und freuten uns, als wir endlich durch eine Herde Antilopen fuhren; das waren wenigstens lebende Wesen wie wir. Mitten in der Wüste entdeckten wir, daß unser Wogen zu schwer belastet war. Was sollten wir anfangen, Tie Schienen konnten wir unmöglich entbehren; io mußten wir uns entschließen, einen Teil der Lebensmittel zu opfern. Wir behielten einen Vorrat sür drei Tage und wagten gar nicht daran zu denken, was geschehen würde, wenn unser« Maschine plötzlich streiken sollte. Es ging aber alles, Gott sei Tank, gut, und in drei Tagen hatten wir dir Wüste hinter nnS. Ais wir uns der ersten russischen Telrgraphenstation näherte», srcuten wir uns, die erste Meldung nach Europa absenden zu können. Ich bemerkte, daß der Telegraphenbeamte mein Telegramm mit Nummer l signierte, nnd ich sragie ihn,> ö es das erste Telegranmi in dirjeui Monat sei. Er lachte bloß nnd sagte, daß es überhaupt d.s rfftr Telegramm sei, daS er von dieser weltfremden Station abschickr, obwohl er schon srck'S Jahre in seiner Stellung sei. In Sibirien brach unter unserem Wagen eine Hölzer-, e Brücke zusammen. Das Auto blieb beinahe in der Luft schweben. Fürst Borghese hatte dir Geistesgegenwart. augenblicklich aut dem Wagen herauszuspringen; wir folgten seinem Beispiel» und ti gelang unseren vereinigten Anstrengungen, den Wage« aut der geWrlichen Lage zu Der alte Bon Ja In der Heinen DittSstnb« nah« dem Kärrner-Theater Pflegte es alltäglich hoch herzugehen, heute aber füllte das Gelächter und daS Geschrei die ganze kleine Gasse. Es kamen hier die Cho- risten und Choristinnen der Hofoper und die Orchestermitglicder zusammen, ein aller Sorgen lediges Völkchen, und dies schon darum: wenn sie nämlich dir erste Sorge zu sich Herangelaffen hätten, wären ihr zu viele gefolgt. Menschen, die sich um so freudiger ins Leben stürzen, je weniger Genuss.' ihnen das Leben selbst gewährte. Selbst der alte Benesch, der sonst griesgrämig und wortkarg war, schien heute wie ausgewechselt; er trank, plauscht«, trank und plauschte wieder. Sein ausdrucksvolle- Gesicht war schon gerötet und ständig mit einem Lächeln bleckt. Sein historisches Mäntelchen, das im Winter und Sommer stets das gleiche war, hing rück- wäns am Haken, aber der Alt« spürte das Feuer des Weines und zog sich bereits die Weste aus. Es fiel niemand auf, daß sich unter dieser ersten Weste aus starkem Stoff noch eine andre Weste, gleichfalls aus dickem Stofs, zeigte; man kannte ja den alten Bcnesch und oll seine Eigentümlichkeilen zur Genüge. Benesch war chon an die vierzig Jahre Opernkorrepetitor. Die weiteren Äünstlrrkrcise kannten ihn als ausgezeichneten„Partiturleser", die intimen als den Komponisten lieber kleiner Liedchen, alle aber als ausgemachten guten Kerl, der zwar ein bißchen griesgrämig, aber stets zugänglich war. Deshalb war auch nur den Leichtsinnigeren der Gesellschaft seine heutige Lebhaftigkeit unauffällig, die übrigen ahnten, daß es bloß eher eine Pose sei, daß Benesch fortwährend plauschte, um etwas zu übertönen, und daß er so viel trank, um etwas herunlerzuspü- len. Sie schwiegen aber dazu und waren auch lustig. „Aha— unser Löwe! Dachte ich mir's doch, daß er hnite auch noch kommen werde!" rief Benesch einem Reueintretenden zu. Es war ein Mann mit lebhaften Gebärden, fröhlichem Gesicht und klugem Aussehen. Bereitwillig machten sie ihm Platz. „Lev ist heute ein fettiger Lev*)", ließ sich jemand aus dem Hintergrund hören.„Papa Benesch, haben Sie heute Lev in der Kirche gehört?" „Sie werden mich chn kennen lehren!" brauste Benesch auf, und seine zweite Weste sauste vom Körper herunter. Unter dieser zweiten gewahrt« man eine dritte. ,Ihr werdet mir sagen, wer für etwas stehl! Wenn ihr lieber schweigen möchtet! Aus Lev wird ein zweiter Ronconi. Ronconi war auch so klein, aber er hatte eine Stimme wie eine donnernde. Flöte. Habt ihr schon so etwas jemals gehört? Wenn ich sage, daß aus einem etwas wird, dann wird rtivas aus ihm! Diesem jungen Grasaffen sag' ich's auch beständig voraus, daß sie groß und berühmt wird wie— wie die Sonntag wird sie werden!" „Was sagt Papa Benesch?" fragte ein neben ihm sitzendes hübsches Mädchen. „Richls, nichts, Grasaffl". und er streichelte ihr das Haar. „Was hörtest du Neues aus Zlonih, Löw- chen?" „Schon seit längerer Zeit gar nichts! Aber, *) Löwe--- tschechich Lev. I befrei«». Unsere Fahtt kann»an»st Recht olden Anfang drs Automobilzestalters bezeichnen." Benesch. > Reruda. Donnerwetter, Papa hat ja heute eine neu« Krawatte!" Benesch streckte launig das Kinn recht hoch empor und die Beine weit von sich.„Und frisch, gewichst« Schuhe Hot er auch— Papa feiert heute irgend etwas!" Benesch runzelte ein bißchen die Stirn. „Preß dich nicht beständig an mich, Paula", wandte er sich wieder zu dem Mädchen. „Die Luka hat's scharf auf den Papa", rief es in der Runde. „Papachen, host net irgend a neichs Liadl firi mi?" So schmeichelte die junge Choristin, die später so gefeierte Primadonna. Benesch' schaute sie an.„Sauber bist— aber solche Augen hast du doch nicht!— nun, das ist egal, aus dir wird etwas« aber bloß aus dir und dem Löwen, aus den übrigen wird gar nichts. „Oho, wer kann das wiffrn," grollte der junge Geiger gegenüber.„Sie waren auch ta- lrntiett, Papa, nun, und—." Er sprach nicht zu Ende „Run, und was? Was konnte aus einem Korrepetitor anderes werden als ein Korrepetitor? Ich war ein solcher in Prag, und zuletzt bin ich ein solcher in Wien." „Aber wenn Sic in Prag ausstudictt hätten?" „2a, wenn! Wenn ich hinter der Henriette Sonntag nicht nach Wien gelaufen wäre!" „Sie war wohl schön, was?" „Ich weiß es nicht einmal so genau", brachte Benesch mit einer sichtlich erzwungenen Leichtigkeit hervor.„Wie man's nimmt! Als ich sie in einer Prager Gesellchaft zufällig zum erstenmal am Piano begleitete, und wie sie mich anblickic, da war's um mich geschehen. O du mein Gott, diese blauen Augen! Für die wär« ich noch weiter als bis nach Wien gegangen!" Niemand fragte chn weiter aus, aber Bcnesch verstummte nicht. Als ob er unter einem Zwange wäre, in launiger und scherzhafter Weise von dieser Sache weiterzuerzählrn.„Es grniette mich nicht, daß auch andre ihr zulieb« herkamen— ein junger Ulan beispielsweise—, ich wußte, daß sie wie rin Engel gut war, du mein Gott, diese Augen, so weich, so himmlisch! Weshalb soll ich es jetzt nicht sagen, was liegt dran; ich war ein Narr, so verliebt, und hab' mich wie ein Narr benommen und geschwiegen. Sie hat uiich selbst kuriert. Plötzlich verschwand sie— wie man erzählte, wegen der Angriffe gewisser Hofkreise auf ihre Tugend— und ließ mir die geschriebenen Worte zurück:„Ich danke Ihnen herzlichst für Ihre Dienste» und empfangen Sie beiliegende drei Hunderter als Dank für die anstrengenden Kotteprtitionen." Nun also, jetzt wußte ich, was ich chr war, ihr Korrepetitor. Und ich besaß zum erstenmal in meinem Leben drei Hunderter und—Er wollte irgend etwas Spaßiges sagen, aber plötzlich verstummte er. Sein ganzer Körper erbebte, als ob er vom Fieber geschüttelt würde. Seine Züge wurden statt, sein Auge war auf den Boden geheftet, den Mund harre er ein wenig geöffnet. Die gefalie- ten Hände erbebten im Krampfe.„Und als sie an dieser mexikanischen Cholera starb— das ist gar nicht einmal so lang« her," fragt« der ihm nahesitzende Schauspieler, vielleicht nur, um dem Gespräch eine andre Richtung zu geben. „Am 11. Juni IkÄ", antwottete Benesch mit Todesstimmr. „Am elften— heute haben wir ja gerade—" Bertschs Haupt sank auf fest» gefalteten Hände herab, ringsum herrschte Schweigen, und keiner sprach«in Wort«chr. Ein quälendes Schweigen, da- nur durch da- laute, unaussprechliche Schluchzen de- Greises unterbrochen wurde. Lange währt« de- Alten Weinen, und niemand wagt« r-, rin Wörtchen zu flüstern. Plötzlich verstummte da- Schluchzen; der Greis erhob sich und bedeckt« seine Augen mit der Hand.„Gute Nacht!" sprach er fast flüsternd und wankt« zur Tür hinaus. Frauen und Liebe. Gedanken und Aphorismen von Was. Nemirowitsch-Dantschenko. Der in Prag lebende Nestor der«ts- fifchen Literatur, der fast neunzigjährige Schriftsteller Wasili Nemirowitsch Dan- rschenko(ein Bruder des Direktors de8 Moskauer künstlerischen Theaters, Wladimir Remirowstsch-Dantschenko) veröffentlicht in der Rigaer„Sewodnja" eine Reihe gefftreicher Gedanken über Liebe und Frauen. Wir bringen diese Aphorismen in deutscher Nebertragung. Das Buch der Liebe besteht aus vier Kapiteln: Tas erste Kapitel: Musik rchne Wort«. Das zweite Kapitel: Worte und Musik. Tas dritte Kapitel: Wotte ohne Musik. Das vierte Kapitel(das längste und langweiligste): Weder Wotte noch Musik. Man sollte das Buch am Schluß des zweiten Kapitels weglegen... -» Die Frau soll sich lieber nicht umsehen. Eine Frau hat es versucht und wurde zu einer Salzsäule. * Mit viel größerem Eifer lehren wir Engel« die Sünde, als dem Teufel Moral. Erstens ist das angenehmer für den Lehrer und zweitens ist der Engel zufrieden. * Ich fragte einmal eine Dame: ,Mie heißen. Sie?" „Wie Sie wünschen!" „Wie alt find Sie?" „Wie Sie es für gut befinden!" „Hören Sie: entweder machen Sie sich lustig, über mich oder..." „Rein, ich bin nicht dumm. Ich will Ihnen nur angenehm erscheinen." ■„Ich begreife nicht..." „Richt jeder liebt die Frau, so wie sie ist, sondern wie sie ihm scheint, und ich wünsche, daß Sie in mir das finden, was sie suchen." Die Frau hat ihren eigenen Diktionär: „Niemals" bedeut«„sofort" und„morgen" bedeutet„niemals". * Die Liebe macht die schwatzhafteste Frau stumm. * Die kluge Frau spielt oft die Rolle der Dummen, und das ist ihre stärkste Waffe. Tie strengsten Richter der Frau, die einen Freund hot, sind gewöhnlich jene Frauen, die keinen mehr hoben können. * Der Teufel braucht junge Frauen, die alte» überläßt er großmütig den Engeln Sie sind dem Himmel notwendiger, als aus Erden. * Die klugen Männer sind ost unglaublich dumm in der Liebe— daher das Glück der Dummen in der Liebe.»,. — 4 QIHerlei Hausrezevte Heiteres. Was mancher nicht weiß. MS grösster Wasserfall der Erd« wird wohl der Niagarafall angesehen. Dieser wirb aber von dem Wasserfall des Schiravcnti bei weitem übertroffen. Während der grosse Fall zwischen .dem Erie- und Ontariosee 578 Meter breit ist, weist der Schiraventi(der sich zwffchen Bombay und dem Cap Comorin in das Arabffchc Meer ergießt) eine durchschnittliche Breite von 930 Meter auf. Die senkrechte Höh« des Schiravcnti- falles beträgt nichr weniger als 330 Meter, im Gegensatz zum Niagarafall, der aus einer Höhe von nur 50 Meter in die Tiefe gehr. Der Schi raventi stürzt zuerst 100 Meter tief, jedoch in einem Winkel von 45 Grad herab nnd mündet 300 Meter in gigantischen! Tosen und Donnern in einen unergründlichen Schlund. Hiddensöe, die schmale preußische Insel westlich Rügens, verliert fast jährlich einen Landstreifen von über einem Meter. Berlin als grösste Stadt der Welt. Mit ter Schaffung Groß-Berlins- ist dieses die größte Stadt der Welt geworden, wenn auch nicht an Einwohnerzahl, so doch dem Umfange nach. Es bedeckt nämlich ein Gebiet von 878 Quadrat- kilometern. Dagegen hat New Dort 864, Chi rago 585, London 302 und Paris sogar nur 80 Quadratkilometer Die grösste. Orgel der Welt, von Sauer in Frankfurt a. O., hat die Jahrhnndcrthallc in Breslau. Sie hat 187 Stimmen und 12.173 Pfeifen. Der Vatikan in Rom, die Residenz der jeweiligen Päpste, enchält nichr als 1000 Räume. Er bedeckt eine Fläche von etwa 30.000 Quadratmeter.* . Die Eingeborenen von Liberia reiben ihre Füße mit Knoblauch ein und verscheuchen durch diesen Geruch■ giftige Reptilien. Die HellSarmre arbeitet in 82 Ländern und Kolonien nnd in 59 Sprachen. Dir Zahl ihrer Offiziere nnd Helfer beträgt 31.054, die der unbesoldeten(ehrenamtlichen) Helfer 97.598. die der Musiker 43.471. Ja einem Bergsre aus den Philippinen lebt das kleinste Wirbeltier. Man nennt cs dort Sinaparan. Trotzdem etwa>2.000 Stück auf ein Kilo gehen, stellt es ein wichtiges Nahrungsmittel dar. Der Grönlandswal ist das größte aller lebenden Tiere. Er kann auch im Vergleich zu den sagenhaften Porwclttiercn jeder Größenkonkurrenz standhaltrn. Flundern und Schollen haken in ihrer Ju- grndforni Augen auf beiden Kopfseiten; später wandert das eine Auge auf die Oberseite des Plattfisches. Der Blauwal liefert etwa 90 Hektoliter Tran. Manten-6i>litter. Daran wird die gegenwärtige Welt noch einmal in Trümmer gehen, daß die meisten Wohlhabenden die Zustände ihrer armen Brüder nicht kennen, deren doch zehn- und hundertmal mehr sind als der Bcniirrclten. -* Otto Funke. * Aus dem Zustande zivilisierter Barbarei kann die wahre Kunst sich nur auf den Schultern unserer großen sozialen Bewegung zu ihrer Würde erheben: sic har mit ihr ein gcmciiffchast- lichcs Ziel, und beide können es nur erreichen, wenn sie cs gemeinschaftlich erkennen. Dieses Zsiel ist der starke und schöne Atcnsch: die Rcvo- lution gebe ihm die Stärke, die Kunst, die Schön- Brandwunde» heilen rasch, tvcnn man sie mit einem Umschlag, aus Hafernichl und kalten» Wasser hergestellt, bedeckt; das kühlt und heilt zu gleicher Zeit.‘ Speisen, die gesüßt werden» verlangen nicht annähernd soviel Zucker, wenn inan ihnen loäh- rcnd des Kochens eine Prise Salz beifügt. Oelfarbcnauftrich reinigt mau mit Wasser und Seife rind reibt mit einem gut ausgewun dcncn Fensterleder nach. Sämischleder behält die Farbe beim Waschen, wenn in dem Wasckroasser über Nach! Apfelsinenschalen eingcrvcichl wurden. Mäuse und Ratten werden dur>h den Geruch von Rosenöl unwiderstehlich angezogcn. Es empfiehlt sich daher, den Keder, den man in der Falle befestigt, mir einem Tropfen Rosenöl;» benetzen. »M«. einerlei. Selbstamputation bei Tieren. Bon Jägern wird häufig erzählt, daß in Fallen gefangene Tiere, besonders Fücksc nnd Marder, sich durch Abbeißcn des Laufes von dem Eisen befreien. Genauere Bcokochrungen haben jedoch ergeben, daß diese vermeintlichen Selbstamputationcn fast immer auf ein falsches Stellen der Falle zurück- zuführen sind. Entweder ist die Feder zu stark, so daß der Knochen zerschuicitcn wird, oder die Falle ist so befestigt, daß sic nichr nachgibt, wenn das Tier de» Versuch macht, sich zu befreien. Die Folge ist dann ein Knochenbruch. In beiden Fällen hängt die Pfote nach heftigem Ziehen bald nur noch an einer Sehne und reißt leicht ab, wenn das Tier, vor Wut nnd Schmer; halb wahnsinnig, in das Eisen beißt und dabei auch die bereits gefühllose Pranke erwischt Bon einer bewußten Befreiung durch Selbsranlputation ist jedoch in den meisten Fällen keine Rede. Neuerdings berichtet jedoch der Afrikareijendc H. Bcr- natzik in seinem Buche„Typen und Tiere im Sudan"(Verlag Brockhaus, Leipzig) von mehreren Fällen, wo Hyänen oberhalb des Eilens und genau im Gelenk sich den Lauf abgebisseu hatten, während die cingeklemnitc Stelle voll kommen unverletzt Ivar. Der zurückgebliebene Stumpf sah dabei ans, als ob er von einem Chirurgen sanber abgcnommcn worden sei. Diese Fälle bewußter Sclbjtamputation dürften jedoch sehr vereinzelt dastchcn, auch sind solche Bcob- achrungen von anderen Tierarten noch nicht einwandfrei gemacht worden. Windolit. Eine englische Gesellschaft bringt nntcr diesem Namen ein Material von glasartigem Aussehen in den Handel. Es ist ein Zcllnlosc-Aretat, durchsichtig, luftdicht, biegsam und mit dem Messer schncidbar. Letzteres hat seine Vorteile und Rachrcile. Wenn Windolit billig ist, kann cs viele Verwendungen finden. Vor allem ist wichtig, daß cs nicht zerbricht, was für viele Hausfrauen von' Interesse ist. Es ist also gegen Schlag und Stoß unempfindlich, ebenso gegen Tcmperaturwechsel. Von Wasser wird Windolit nicht angegriffen. Derartige Stoffe sind in den letzten Jahren mehrfach anf- getauck:, bis jetzt hat die Glasindustrie noch leinen Schaden erlitten. Ilebrigcns soll Windolit Warf»Hauer BaUväter.„Gestatten Sie, mein Herr, daß ich Ihnen mein Tochter-Kleeblatt vorstelle, alle drei gesund, gebildet, wirtslhaftlich und unschuldig...(nach einer kurzen Pause) besonders die jüngste!" Beruhigung. Frau Gnicisch traute ihrem. Mann nicht»"»der den Weg nnd tvar vor alle» Dingen überzeugt, daß er mit anderen Damen Verabredungen, Gespräche nnd dcrglcikhcn hatte. Bcsötkders die Tclcphonanrufc waren ihr verdächtig. Eines Abends klingelt das Telephon. Herr Gnietsch ging an den Apparat nnd Fran. Gnietsch hörte folgendes Gespräch:-Herr Gnielsch': „Hallo, Georg, bist du das?"— Ja natürlich, Georg— Ja, gern, Georg,— du kannst dich draus verlassen, Georg— Aber nein, Georg— Ja doch, Georg— Abgemacht, Georg— Gut, auf Wiedersehen, Georg!" Tann wandte sich Herr Gnietsch zu feiner mißtrauisihen Gattin und sagte:„Das tvar Georg, liebe Emma." Französischer Humor.„Ich habe da", erklärte der treffliche Familienvater einem der heiratsfähigen Freunde seines Houses,„eine Tochter von zivanzig Jahre», die ihre 50.000 Franks Mitgift beloinmt, eine andere, fünfnnd- zwanzig Jahre, 160.000 Franks Mitgift, eine dritte.'.-."—„Erlauben Sic", unterbrach da der Gast,„haben Sie etwa eine Tochter auf Lager, die so anfangs der fünfzig ist?" Ein Herr stürzte in ein Zigarrengeschäft nnd rief:„Diese Zigarre, die Sw mir verkauft haben, ist unter aller Kritik!"—„Sic brauchen sich ni«hl zu beklagen", sagte der Verkäufer,„Sie- haben bloß eine davon, aber bedenken Sic nns, »vir haben Tausende!" Der dreijährige Paul ist seinen Schwestern in den Park ans den Tennisplatz nochgelanfcn. Bewundernd bleibt er stehen, als er ihrer ansichtig wird nnd entdeckt, daß sie neue Kleider anhaben. Staunend steht er, legt einen Finger an das Mäulchen nnd stanunclt:„Was habt ihr sssschönc rote Tleider an!" „Aber", jagt eine der anwesenden Damen, „die Kleider sind doch blau, warum sagst du denn rot?" „Bnnnau kann ich nich sagen!" sagt Paul. —» gtdtfelHStfe.«— aachddeeeeeeeefjgggiik k l l n n n n n n o o r r r s u u u v w w. Diese Buchstaben stelle man so in die leeren Felder nebenstehender Figur, daß die rinzrlucn Reihen ergeben: 1. Wissenschaft, 2. Alter Festbrauch, 3. Nordsee Insel, 4. Strafbare Schmäl hung, 5. Westeuropäisches Cap, 6. Zeitbestime nluug, 7. Bertvandtfchaftsbczcichnnng. Ergänzungc-rätsel. S| t| e| t • . 1- -1- r -1- -I- e - -I- -I- •l.l-lf t e -I- -I- - 1- 1- 1- s »I •1« -I- .1-1-1- f ‘ 1« -I- -l-l-l-l s| t ‘ I- Auflösungen der Rätsel aus der vorigen Rümmer: JnhaUrcich. Wer lieber gewisse Dinge den Berstand nichr verliert, der hat keinen zu ver-- lieren. für ultraviolette Strahlen durchlässig sein. Danach würde es sich für Fensterscheiben sehr gut eignen, denn unser Glas hält die wenigen noch im-Sonnenlicht enthaltenen Nliravioletlstrahlcn ab, in ullfcre Wohnungen zu dringen. Die llltra- violettstrahlen haben eine deir Vitaminen gleich: heft.....> Wirkung; ihr Fehlen ist ein Nachteil. Wir er- 1R. Wagn« r: Die Kunst und di« Revolution.) jevarten also billige Windolits