3tr. 29. umeroanmiBMeUaQe. 1927. Der HeiratSvetrüger. Im Pan Verlag(Berlin) ist ein Buch oes berühmten Kriminalisten Dr. Robert Hrindl erschienen, Sa» in tiefschürfender Weise nicht nur dir Probleme der Siraf- rechrspslcge behandelt, sondern da» auch alle mir dem professionellen Verbrechertum in Zusammenhang stehenden Fragen, nicht zuletzt di« nationalökonomische Seite S«s Pro lems in fesselnder Weise erörrect. Der Per- fasser, eine Autorität von Weltruf, betitelt das Buch„Der Berufsverbrecher". ES umfahl etwa 600 Seiten und enthält LSS Bilder nack Tatortphotographien. (Preis SeS Werke» 27 Mart.) Um dieses aufsehenerregende Buch schreiben zu können, hat der Verfasser jahrelange Studien und viele Reifen gemacht, die ihn ebenso in die Dschungeln Indiens, wie in die spanischen und französischen Strafkolonien führten. - Alle„Spezialisten" des moderne» Berbre- chertums werden in Sem Buche geschildert, Hochstaplerinnen, Heiratsbetrüger. Mädchenhändler, Aiörder, allerlei Desperados, der Abschaum Ser Menschheit, wie ihn die kapitalistische Gesellschaftsordnung hervorbring't, zieht ani Auge deS Lesers als eine internationale Revue des Berufsverbrechertums vorüber. Das Brtch leuchtet in schauerliche Abgründe hinein und vereinigt mit streng wissenschaftlicher Darstellung eine vorzügliche Erzählungskitnst. Mit besonderer Erlaubnis des Pan-Berlages, Rolf Heise, Berlin-Eharloltenburg, sind wir in der Page, hier ein Kapitel ans diesem Werk« ab- zudrutken: Auch der Heirarsbetrug tvird in einem Mahstab praktiziert, von dem der Laie sich falsche Vorstellungen macht. Wir sprechen liier natürlich nur von den geiverbsmähigen Heiratsschwindlern, die sich nie wirklich Per- Heiraten, sondern nur.zui» Schein als Bräu- tigani oder Braut aufrreten, oder als V.r- »lit'ler von Ehen sich gerieren. Sv nie ge schtossen werden sollen. Das sind Sie Pseudo- '.Utgcnieure und-Pselwo-Finauziers, See Marone und Grafen, deren Adel- nur auf ihren Btsitkar-.-en steh- und Sie irgendeinem Kartoffelgrohbäirdler oder-sabnpasiaiapr kati- le», der-ihr Schwiegeroaier lverden soll. Sand in-die Auge» ftcene».---- Man denke-a» jenen Ro-.rriaisschr-i.er, ein-direkterMachkomm«-des^Mannes init I h^r eisernen^Raske" zu fei« Vvrgab. Er fand« Von Dr, Robert Hemdl. eine reiche europäische Familie, die ihm die Tochter anhäilgen wollte. Er lieh sich im voraus grohe Summen zur Einrichtung einer luxuriösen Wohnung geben uird hatte sogar die Frechheit, die gefälschte Rechnung für ein« Hosgala-Uniform dein Schwiegervater in spe zur Begleichung vorzulegen. Als die geprellt« Familie hinter d«n ganzen Schivindel kan«, lieh sie ihm alles, um nur ja de» Skandal zu vernieiden. Ja, er verlangte sogar eine Entschädigung, weil er tväbrend der Brautzeit sich keinen andere» lukrative» Oieschäften baue tvldmen könne». Auch diese zablie man ihm. Ei» Jahr später machte er sich an eine alte reiche Witwe heran. Jetzt trat er als unehelicher Enkel Ludwigs XVIII. auf. Aber diesmal entwischt« ihm sein Opfer rechtzeitig. Die Perspektive, nrit dem französische» Ko- nigshause verwandt zu werden, brachte das klein« Gehirn der Witive derart in Aufruhr, dah sie ins Irrenhaus gesteckt«verden müht«. Der Bastard von Frankreich tonrde ins Zuchthaus gesteckt. Die Heiratsbetrügerinnen sind nicht minder zahlreich, al» ihre männlichen Berufskollegen. In jeder Großstadt gibt es ein« Menge reicher Wittven und Millionemvaifen, di« den Schivindel bis zum Vorabend der Hochzeit treiben, um dann zu verschwinden. Wenn sie die Sache geschickt«infädel» und vor allem Situationen schaffen, di« der Bräutrigen auf«innkal spinnen und die Verlobkönnen sie ungestraft ein Opfer n«h dem andern ausbeuten. Rur lvenn sie zu viel« Jn- triguen auf einmal spinnen, und sie Verlobten sich gleichzeitig häufen, statt einander nachzufolgen, komm» es hin und wieder zu Anzeigen und Gerichtsverhandlungen. Wir erinnern nur an jene Hochstaplerin, die zur selben Zeit mit einem Oberst, einem Architekten, einem berühmte» Geigenoiriuosen und eine!» schwer- reicheu Eharkutier(Fleischhauer) verlobt rrar. Der Ebarkutier— natürlich!— brachte die Sache vor Gericht: er bemerkte zufällig am Finger eines seiner Kouknrremen einen wert- vollen Ring,-teuer seinerVerlobtengeschenkt batte, und lies zur Polizei. Diese Abenteuerinnen machen alle Groh städte, Badeorte-, Wintersport Plätze unsicher, verdrehen Seit Männer» durch ihre Eleganz Sen Kvpfimd plündern sie-'daun ans.-Sie be» treib«»-die Jagd-nach den» Mann als Wilderer, und zivar mit einer Schuhfertigkeit, die ni« daneben trifft. Hier wird das professionell« Verbrechen zur Virtuosität, zur Kunst. Und daun die Heiraisbüros! Es ist nicht zu leugnen, dah e» einige seriöse Firmen dar- niiter gibt, vor allen» unter den„Schadchen"., Aber in der Regel sind diele Agenturen, Schwindeluniernehnrungen und die Mehrzahl" ihrer Kunden sind Taugenichtse oder Wüstlinge oder sonstige dunkle Ehrenmänner. I Oder gibt es ernstzunehrnende Leut«, di«, zu solchen Büros ihre Zuflucht nehme»? Rur, alt« Mädchen, die durch ihre Hählichkeit oder, ihren bösen Charakter alle Freier verscheucht' haben und infolge des Zölibats schliehlich vollkommen ungeniehbar geworden sind, rea». gieren auf jene Annoncen der.Heiratsvermitt ler, in denen ei» junger Mann, blond, sich »ach Liebe sehn» und ein« Schwesterseele sucht.' Und»ver meldet sich bei Anzeigen? Wo», nach eine zwanzigjährige Doppelwaise nrit 1,200.000 Mark Mitgift,„spater mehr",' einen Mann, ernsten Charakters, aus ange- jehener Familie heiraten möchte? Den„ernsten Charakter kennen wir!" Tas ist ein tief in Schulden steckender Lebe mann, in allen Teile» brüchig und verbraucht. Auch lvenn die Doppelivaise einen kleinen Fehltritt begangen haben sollte- zögert er nicht. Er läuft zur Agentur. Dort wird«c von einer älteren Dame in schtvarzer Seide- und Similibrillauteu enipsangen. Das Präludium, eine kleine Einschreibegebühr, je nach- dem Aeuheren des Kunden, zehn bis fündig Mart. Man zeigt die Photographie der Dop- pelweise. Alle Achtung! Kräftig gebaut, korpulent, fleischig! Sie sieht woyl ein bihcheu älter aus als zwai^ig. auffallend reif für ihr Alter. Aber Doppelwaisen haben immer so viel Kummer durchgemackt, dah das nicht weiter verwunderlich ist. Die Heiratsvermittlerin arrangiert«in Rendezvous. Eine kleine innme Teegejellschaft in ihrer Wohnung.„Wir haben sehr tonve- nabte Räume, mein Herr!" brauche ich hin- zuzufiige», dah das extra tostet? Ab^rnralS ein Goldstück, das der tLeürleman aus seinem Portemonnai holen muh. Die Heirat konunt natürlich nie zustande. Di« Erb:n.hat„ihren Sinn geändert": oder sich sterblich in«inen anderen versiebt, von dem sie»richt lassen- kann.- Die- Emschrerdegebichr-lurd di«-Kost»»-., furchen kleine» Tee smd zum Tertsel....,• — 2 Daß man die HeiralSbüroS nie fassen kann, ist klar. Wendet sich ein Mensch aus jugendlicher Unerfahrenheit an eine solche Agentur, so hat er wenigstens nach dem Hereinfall so viel Verstand, sich nicht auch noch durch eine Anzeige blohzuslcllen. Daß all« Mädchen den Tribut schweigend zah^n, ist erst recht verständlich. Sei wollen zum Schaden nicht auch noch den Spott. Die brüchigen Kavaliere, voll Schulden und geheimer Leiden, scheue» erst recht den Gerichtssaal. Und selbst wenn ein Boraussetzungsloscr einmal Anzeige erstattet, kann der Dame im Schwarz- scidcncii nichts Passieren. Die Polizei weih, daß sic eine getverbsmäßig« Schwindlerin ist, die ausschließlich vom Betrug lebt, aber der Nachweis aller Tatbestandsnierkmalc des 8 262 St.-G.-B. ist unmöglich. Die würdige Dame kennt ihr Strafgesetzbuch und hat vorgebeugt. Und auch den falschen Brauten und Freiern gegenüber ist die Polizei»leist machtlos. In den weitaus häufigsten Fällen erfährt sie von dem gelungenen Schwindel nichts, weil das Opfer sich schämt. Und selbst wenn sie von sich aus einsthreitet, muh sie schlich- lich stets den Gauner oder die Hochstaplerin laufe» lassen, weil die Geschädigte» sic im Stich lassen. Bor vielen Jahren beobachtete ich in einem weltbekannte» Sanatorium«inen „Opernsänger", der als Heiratsschwindler und Erpresser arbeitete. Ich sah nur, da ich die Schwierigkeit des Ergreifens kannte, die Sache niehrere Monate lang an. Als häufiger Gast des Kaffeehauses, gegenüber dem Sa- natorium, hatte ich reichlich Gelegenheit dazu. Bräute kamen und gingen. Kamen vergnügt und stolz»nd zogen abgehärmt und mit roten Augen ab. Der Opernsänger aber wurde immer fetter und wohlhabender. Schließlich griff ich zu; denn das Sanatorium gehörte zu meiucnl Amtsbezirk. Ich lieh den Man» verhaften und mir vorfuhren. Sein letztes Opfer wurde in diskretester Weise gebeten, sich zu einer Besprechung in meinem Büro cinzuHnden. Sie kam, lvar entrüstet, leugnete, j« einen Pfennig dem Sänger ge- £ben zu haben, leugnete den Mann über- upt näher zu kennen und verfiel zum Schluß in einen hysterischen Anfall. Es war keinerlei belastende Anzeige aus ihr heraus- zubringcn. Dabei wußte ich durch einwandfreie Feststellungen, daß der Gauner sie cbcii-' so wie ihre Borgängerinnen bereits schlvereZ Geld gekostet hatte, daß es bereits wüste Auseinandersetzungen, Drohungen, Weinkränipfe gegeben hatte, deren Details die Kurgäste Wort für Wort hören konnten, die tue Zimmer neben dem Opfer bewohnten. Die Staatsanwaltschaft lieh den Opernsänger wieder laufen. Kürzlich— nach vielen Jahren— begegnete ich«hm an der Ecke des Knrfürstcn- damms und der Joachimsthaler Straße. Cr war noch dicker geworden. An den Fingern tvcrtvolle Ringe, die Kleider offenbar von» teuersten Schneider. Auf dem Theaterzettel bin ich seinem Namen noch nie begegnet. „Wien lacht.." Bon Paul Guttmauu. Bor drei Tagen war ich in einer Gefell, schäft, wo jemand in der Nnrerchaltung die Frage aufwarf, wie es denn zurzeit in Wien aussähe. Ein eleganter junger Mann, jener winzigen Klasse angehörend, die sich keine Sorgen zu machen braucht, sagte:„In Wien ist das Leben so schön wie je. Wien lacht." Keiner wunderte sich; denn alle waren Überzeugt, daß dieses Sonntagskind nnter den deutschen Städten trotz der vorhcrgegangencn Schicksalsschläge nichts anderes tun könne, als scsch und lustig zu sein und zu lache». Mit Entrüstung wird derselbe junge Mann ein oder zwei Tage später aus der Zeitung entnommen habe», daß es in Wien einige unverschämte Elemente gibt, die den anderen das Lachen zu versalzen suchen und eine beträchtliche Störung der allgemeinen Znsrie- drnhrit hervorgerufen habe». Das lachende Dien ist eins der genialsten Trugbilder, das die herrschende Klosse eines Landes errichtet hat. Ter Durchschnittsfremdc, der nach Wien kommt, lernt eine Stadt kennen, die an Pracht, Eleganz, Vornehmheit nichts ihresgleichen zu haben scheint. Er ahnt nicht, daß ihm eine Art Potcmkinsches Tors gezeigt wird, die sogenannte innere Stadt, der erste Bezirk, nämlich aller das, was sich uni die Burg, den Kaisersitz, gruppiert hatte. Hier empfing der Monarch den reichen Adel, der in der Nähe seine Paläste hatte, hier stehen Parlament, die Hoftheater und Ministerien, hier locken ans den schönsten Auslagen die erlesensten Gegenstände »um Kans, hier sind die Stätten des Genusses und Vergnügens. Früher, vor deii Zeiten des Foxtrotts und Shimmys, da man noch nicht in Valencia oder Honolulu das gelobte Land erblickte, ertönte allabendlich aus Schenken und vom Brettl herab in mehr oder minder musika- tischen Klängen das Loblied Wiens und der Wiener, so daß man glauben konnte, in den Gefilden der Seligen zu sein.„Es gibt nur a Kaiserstadt",„Vindobona, gute Mutter, sich dir deine Kinder an",„Tas ist mein Wien" bis zuni trunkenen Jnbcljchrci des llrwiencrs:„Bcr- kanst's mein Gewand, ich bin im Himmel!" So sah Wien für den ahnungslosen Fremden ans, ko lebt cs in den Vorstellungen der Völker. Rackhendel und Heuriger, die„Grinzinger" und die herzigen Wiener Modeln, der lustige Fia'.rr und das treuherzige Volk, Walzer und Gstrompstcr, der fesche Komiker mit dem ewig"'vergnügten Grinsen, das sind so die Requisiten einer Legende, wonach man sich in W'cn wie im Schlaraffenland befindet, deni ztvar der leidige Krieg vieles geraubt hat, wo es aber noch immer nach der Devise des alten Couplets hcrgcht:„Lustig und fesch, a bisserl resch... das ist die Stad», wo meine Wiege stand." Wehe aber, wenn der Fremdling sich neu- gierig aus den paradisischcn Gefilden des ersten Bezirks nach den äußeren, ringsherum liegenden Stadtteilen, den sogenannten„enteren Gründ", begibt. Hier reiht sich in trostlos öden engen Straßen Mietskaserne an Mietskaserne, deren Verfallenrn Fassaden man den Jammer ihrer Bewohner anmerkt. Geschäfte von einer Türsiig- kcit, wie sie in keineui Berliner Vorort anzutref- sen ist, legen Zeugnis ab von der Armnt der Bewohner. Kein Baum, kein Blumenschmuck, nichts, was zur Verschönerung des Daseins beitragen könnte. Tos ist nur für die Reichen, die in dem schmalen Gürtel um die Jnpcnstadl oder an den bevorzugten Bcrgadhängcn wohnen. In Favoriten, in Hernals, Ottakring, und wie jene vom werktätigen Volk bewohnten Stadtteile heißen, empfängt den Wanderer das Bild einer hoffnungslosen Oede, daß er die Flucht ergreift und seilten Traum vom lachenden Wien in der Jnncnstadt lvcilerzulräumcn sich anschicki. Jene großartige» Bersnchc, deni Volk würdige Wohnstätte» zu bereiten, die von der sozialdemokraii- jchen Genikindrvcrwoltnng nnternonimen wur- Um acht Uhr abends arbeitete der Direktor noch in der Bank. Er war ungefähr 40 Jahre alt, aber rin noch jugendlicher, hübscher Mann, die Ruhe, die Kraft und dir Eleganz selbst. Er erledigte noch rin oder zwei Akten, tat sie dann aber in die Lade, läutete um seinen Sekretär, fragte ihn dieses und jenes, nahm seinen Hui, zog dir Handschuhe au und ging; der Sekretär grüßte untertänig, und cr erwiderte näselnd den Gruß des Sekretärs. Ter Portier saß ans einem Stuhl vor dem Tor. Er sprang ans, schlug die Haken zusammen und grüßte. Ter Direktor nickte wortlos mit d:m Kops. Vor dem Tor stand das ossene Amo des Direktors, danrbcn rauchte der Ehausscur, zu dem Portier gewendet, seine Zigarette, offensichtlich haben sie miteinander.geplandcrt. Sie sprachen vom Direktor und haben ihn natürlich gelobt. Schon flog aber der brennende Zigaretten stumpf in die Mine der Straße, der Ehanssenr den, jene monnmrntalrn Wohnstätten für das Volk, verdrängen mühsam das beklemmende Gesamtbild einer Stadt, wo der Reiche in Pracht und Luxus lebt, der Arme in übermäßiger Beschränkung haust.„Das ist mcin Wien, mein liebes Wien," dieses und ähnliche Cchmcichcllie- der galten niemals für jenes elende, verknni- mrrtc Volk. Tas lachende Wien ist dies verlogene Jahrmarktsschild einer Gesellschaft, die ans einem Vulkan tanzt und jeden Ausbruch dieses siedenden Kraters als eine unerlaubte Störung betrachtet, ciner Gesellschaft, die aus vier Kriegsjahrrn und aus rl»rm!-*■-- Geschichte nie erlebten Zusammenbruch nur das eine gelernt hat, daß es besser ist, sich zu amüsieren alS gerecht zn sein. Während aber mit der Lcgcnde des lachenden Wiens eine kleine Gcscllschaftsschicht sich nnd die Welt weiter betrog, wuchs rin neues Volk heran, daS am Lachen tkilhaben wollte,«ich, au jeneni Lachen, das zur Griniassc geworden war, sondern an dem gesunden, fröhlichen Lachen, dem heiteren Sinn, der ans den Strömen und Bergen der Heimat kommt. Dieses Volk ist noch jung, aber cs wächst nnd gedeiht, nnd wen» es in seiner täppischen Kraft mitunter ansbäumt nnd auch über die Stränge schlägt, so wird der heitere Himmel seines Landes auch diese Kraft in Harmonie umgestalien tat einen langen Schritt und öffnete den Wagenschlag. Ter Direktor blieb für einen Moment stehen, dann blickte er auf die Uhr nnd»ag:e: „Wiesengasse 2." Tic Wiesengasse ist draußen in der Vorstadt, ziemlich weit von der Bank. Es ist wohl wahr, daß das für ein Auto nichts bedeutet. Ter Chans- feur aber beobachtet immer seinen Herrn, nnd er kennt ihn schon sehr gni: als wäre in dessen'Besicht, wie cr auf die Ubr blickte, ein winziger Aerger ansgeslammi. Er sagte wohl nichts, aber nach der» Gefühl des Ehansscnrs war cs soviel, als hätte er gesprochen. Der Ehanssenr schloß die Tür, sprang zum Steuer, hupte automatisch und das Anto setzte sich auch schon in Bewegung. Sie bogen ans die Ringstraße ein, dort sausten sie schon in eincni rascheren Teni;,' dahin; von dem bcwölllc» Himmel sielen vcr- ein;ellc Regentropfen. Der arbeitslose Johann Ronischer wollte , über die Straße gehen. Und wie das schon rn Teilnahme. Bo» LajoS Nagy. « fein pflegt: von der einen Seite brauste«in Motorrad daher, von drüben kam die Elektrische einhergesaust, Johann Rontschrr schreckte vor dem Motorrad zurück, sein betäubter Verstand blieb sür einen Moment stehen, er fuchtelte an einer Stelle herum und fluchte, das Auto, in welches Johann Rontschrr geradezu hineingelau- sen war, welches in den zwischen, dem Motorrad und der Elektrischen befindlichen Rauni mit verrücktem Durst hincingesaust kam, warf Johan» Rontschrr zu Boden. Ter Chauffeur bremste, das Auto blieb einige Schritt« hinter Johann Rontschrr stehen. Ter Chauffeur blickte mit plötzlich entflammtem Haß auf den am Fahrweg liegenden Trümmerhaufen. Der Direktor stieg stuuim aus dem niörderiichcn Auto. Vom Gehsteig Ivar der cn:- setzte Aufschrei einer Frauenstimuir zu vernehmen, von hier und dort eilten Menschen zu dem Verunglückten. Der Chauffeur stieg langsam voni Sitz und schritt langsam zu der Leiche. Jawohl, Johann Rontschrr war tot; tot auf den ersten Blick, ei war nicht einmal zu hoffen, daß es bloß eine Ohnmacht sei, derart war die Stellung, die er einnahm und die schreckliche Regungslosigkeit.' Schon waren einige 9. tsuzcn um den Toten herum, aber es wurden noch immer mehr, laute Bemerkungen und Flrzche ließen sich vernehmen. Ter Chauffeur zitterte. Ter Direktor zog sich Weiler zurück und stand stumm dort, weih wie die Wand. Alsbald kam auch rin Wachmann. Er schrieb den Direktor ans: Baul Dagat, Bankdirektor, Trommlcrgaffe 5. Teil Chauffeur verhaftete er: Wenzel Huscla, Chauffeur, Trommlcrgaffe 5, Souterrain, besser gesagt Keller. Er agnoszierte den Leichnam, aus de» in seiner Tasche Vorgefundenen schmutzigen Papieren stellte es sich heraus: Johann Ront» scher, Taglöhner, Sumpsstraße 90. Ja, Johann Rontschrr, arbeitsloser Taglöhncr; solch einen Arbeitsloser überfährt rin Auot viel leichter wie Irgendeinen anderen Menschen, denn der andere, bitte, geht und schaut, aber der Arbeitslose starrt nur vor sich hin und swlcppt sich vorwärts. Ter Direktor zündete sich nur ans bloßer Nervosität eine Zigarette an. Aber er nahm einen Taxameter:„Wirscngasse 2", sagte er noch iuimcr bleich. Er kant mit 20 Minuten Verspätung an. Er wurde schon erwartet. Es waren mehrere Gäste znm Souper geladen, Herren und Damen: im Grscllschostszimmcr wurde fröhlich geplaudert. „Ich bitte uni Verzeihung," begann ter Direktor. Und er erzählte das„Malheur", d. h. de» kleinen Zwischenfall. „Unerhört! Schrecklich!" und ähnliche Be- nierknugrn waren zu vernehmen, am meisten von den Lippen der Frauen. „Und du mußtest natürlich mit einer Taxe kommen?" fragte der scharssinnige Hausherr. „Und was wird fetzt mit dein Chauffeur geschehen?" meinte ein junges Mädchen. „Man wird ihn einsprrrcn," lautet« die Antwort. Die Geschichte nahm aber alsbald ein Ende. Dec Direktor, der noch immer bloß war, verstummte und blickte, in der Mitte des Zimmers stehend, nm sich. „Auf znm Souper," erklang der Befehl.— Die Gesellschaft begab sich ins Zimmer. Aber drei zurückgebliebene Damen steckten die Köpfe zusammen:„Armer Pani, er ini mir so leid!" sprach die eine mit einem Scnjzcr. „!a:jäch!ich, welch ein Bech der Arme Hal! letzthin Hai sein Anio schon beinahe jemanden überfahren." „Schrecklich, man kann nie wisien, wann einem eine Unannehmlichkeit zustößi." Und so ging es weiter, indem sie sich plaudernd in den Speisesaal begaben, bis zur Vorspeise, die aus Karfiol in gerösteten Semmel-1 bröseln bestand. Zwei Geschichten vom Kriege. Bon Iwan-»Mut. Feuerprobe. Ich ging mit einer sehr schönen Dame in Potsdam spazieren. Und weil wir eben in Potz- dam waren, kamen wir auf den Tod zu sprechen. „Der Krieg ist heilig," sagte die Dame. „TaS Leben nicht auch?" fragte ich Antwort. „Gäbe es Krieg," glühte die sehr schöne Dame,„so wollt' ich in Männerkleidung Maschinengewehr und Mörser bedienen. Kugeln soll- len mich wie Schloffen umhageln, giftige Wellen übte mich hingchcn.." In diesem Augenblick riefen mehrere Leute: Puh! und einige Damen fingen sogar an, zu laufen. Was war geschehen? Ter Wind sprühte Sand durch die Straße, die Luft war voll von Myriaden fliegender Körnchen, die in Augen und Rase und unter die Kleidung sprangen. Vielleicht war die Ursache ein gelöcherter Sandsack — es Mr wie rin Regen. „Hu! puh!" schrie die sehr'chöne Dame, drehte bei und ich sah ihre schönen Beine mit der Gcschlvindigkeit eines Osterhasen in den schützenden Eingang eines Modeladens verschwind?» Antwort. Ter junge Mann wünschte sehr einen Krieg, „denn," sagte er,„süß ist der Tod auf dem Felde d.- Ehre." Als er aber in einem Schlammloh— und eine große Schar von kleinen Bewohnen auf einem Leibe zu Hanse war, sagte er zu sich selbst: So habe ich's nicht gemeint, und lief weg. Er wurde aber gefangen, und am nächsten Tage kühlte er eine beträchtliche Anzahl von Fl-ntenläusen auf sein Herz gerichtet. Wenn mir wenigstens einer erklären würde, dachte der junge Mann, ob ich damals, als ich das Sterben wünschte, verrückt war— oder ob ich's erst heule bin? Ta sagten alle Gewehre: Knall!— Und er wußte Bescheid. Und war tot. Infekten als Laternen. Dir Glühwürmchen und ihr Licht.— Ungelöste Fragen.— Die Blitzwanzen in der Flasche.— Käseelarvr« als lebend« Laternen. nil. Die Feuerpünktchen, die an den Som- mrrabcnden lautlos durch die Lust huschen, hab?» der Wissenschaft schon viel Kopfzerbrechen bereiter. Es gibt eine ganze Menge von Tieren, die die Eigenschaft besitzen, im Dunkeln zu leuchte», ö gcinjffe Tintenfische, Meeresschnecken, Quallen und Feuerwalzen, wie auch in den Tropen heimische Vögel, die Weber, oder Prachtfinke», deren Jungen zu beiden Seiten des Schnabels kleine leuchtende Flecke haben und in den sinteren Restern die Fütterung ermöglichen. Tie bekanntesten aller dieser Leuchltiere sind dir Johanniswürmchen, die bei uns in zwei Ar'en, einer größeren und einer kleineren Form, vcki» kommen. Mit ihrer geheimnisvollen Lcuchrkrast hot sich die Forschung schon vielfach besch.isu'gt. Mau nahm B an, daß die Käser die Lencht- itosfc mir ihrer Nahrung, dem feuchten Humus, in dem ost verwesende, im Dunkeln leuchtende Stoffe enthalten sind, zu sich nehmen. Tas Leuch- ten dieser verwesenden Stoffe und das Leuchten der Johanniskäfer beruhen nun vermutlich auf derselben Ursache, nämlich auf dem Vorhände», sein von Leucht baktcrieu, die, wie in jüngster Zeit angestellte llniersnchungeli gezeigt haben, niit den.Käsern in einer ständigen Lebcnsgcmein- schasl oder Snmbiose leben. Ans welche Weise die Käfer zu den Bakterien komnien, ob sie ihnen etwa doch durch die Nahrung zngcführt werden hat sich allerdings bis heut« noch nicht ergründen lassen. Dagegen hat man mancherlei anders bemerkenswerte Erscheinungen an den Leuchtkäfern beobachtet. So gibt rS beispielsweise in den Tropen Leuchtkäfer, deren Licht jeweils immer nur genau 1, 3 oder 5 Sekunden leuchtet und dann für 5 Sekunden wieder vrrlffcht. Run hat man kürzlich die Feststellung gemacht, daß wich« Leuchtkäfer, sobald man ihnen Adrenalin, den in der Nebenniere des Menschen enthaltenen Stoff einspritzt, unausgesetzt 24 Stunden hindurch lemkncn. Das Leuchten kann also durch chcnii- schcn Einfluß wesentlich verändert werden; vor Jahren hat man aber schon sestgestellt, daß das Leuchten vom Leben des Käfers überhaupt unabhängig ist, da Leuchtsubstanz, die man einem Käfer entnommen und mit Wasser bcfcnch.et hatte, noch nach einem Jahr leuchtete. Jedenfalls geben die Leuchtkäfer der Wissenschaft noch manche Frage zu lösen. Bei einigen tropischen Leuchtkäfern ist das Licht, das sie ausstrahlcn, außerordentlich stark, so daß z. B. die Indianer ihre großen Lcncht- käfcr in Flaschen füllen, um diese dann als Laternen zu benutzen oder die„Blitzwanzen", wie man sie im tropischen Südamerika nennt, in durchlöcherte Kürbisse füllen, die, von der Zimmerdecke herabhängend, als Lampen dienen. Auf Ceylon sind Leuchtkäfer cinhcimssch, bei denen ogar auch die Weibchen leuchten. Besonders charakteristisch zeigt sich dies bei einer Art, deren Weibchen sich nie zu Käfern entwickeln, sondern immer nur im flugunfähigen Larvcnznstand verbleiben. In diesem Zustand leuchten sie aber so kräftig, daß ihr Licht dem einer kleine» Laterne glcichkommt. Meere— Seen— Flüsse. Die Gewässer des AmazonrnstromeS führen etwa 3000 verschiedene Arten von Fischen. Die europäischen Flüsse kennen nur etwa 130 Arten. Der Titirara-E« in Südamerika ist der höchstgelcgene der großen Landsern. Er liegt 3920 Meter über dem Meere, ist 160 Kilometer lang, im Mittel 60 Kilometer breit und bis 21$ Meter tief. Das„Planet-Ties" de.s Sillen Ozeans. 40 Seemeilen östlich von Rirb-Mindans(Philip- pinnen), 1912 vom deutschen Bermeffungsschisf „Planet" gemessen, beträgt 9788 Meter. Es ist die tiefste bisher gemessene Mcerestiefe. Der Salzgehalt des RrrrwasserS betrag: im Durchschnitt 35—36 Gramm Salz auf 1 Kilogramm Meerwasser. Der Atlantisch« Oze-n, die zweitgrößte Wasserfläche der Erde, umfaßt einen Flächenraum von 90 Millionen Quadratkilontelern. Tie Durchschnittstiese ist zirka 4500 Meter. In Krain unterhalb des Savefalles wurde eine herrliche Grotte entdeckt, in der sich«in unterirdischer See befindet. Er soll kristallklares Wasser haben und sehr tief sein. Der Rhein ist seit altersher eine der am meisten befahrenen Wasserstraßen. Er hat schon zur Zeit der Karolinger eine wichtige Rolle im Handelnder Völker gespielt. Im Jahre 1200 wurden bei Falsterboc in Schweden und Travemünde die ersten Feuer unterhalten, aus denen sich die Leuchttürmc entwickelten. Zitteraale gibt cs im Amazoncnstrome. Sie können derartig starke elektrische Schläge. versetzen, daß ein M'nsch dadurch gelötet werden k nn. Der Kaiserkanal, eine künstliche Wasserstraße, die Tientsin mit lMngtschou in China verbindet, hat eine Länge von 1500 Kilometern. DaS Schwarze Meer führt diesen Namen I nach den dichten, dunklen Rebeln, denen es oft anSgcsetzt ist. Man lernt nie aus. Der größte Edelstein der Welt ist ein weißer Topas, der augenblicklich im Field-Museum in Lhikago ausgestelll ist. Er wiegt nicht weniger als 90 Pfund. Man hat berechnet, daß er genügt, um 200.000 Ringe zu liefern. Der Sprache nach zerfällt die europäische Bevölkerung in 13t Millionen Germanen, 150 Millionen Slawen, IN Millionen Romanen. 21 Millionen Mongolen, IS Millionen Albaner, je 600.000 Basken und Zigeuner und 100.000 Armenier.• Monten-evltttcr. Woher kommt es denn aber, daß ihr, die ihr unsere Ideen teilt, unsere Ansichten und Bestreu Lungen mit enrcr Sympathie begleitet, daß ihr «och nicht eingczcichnete Mitglieder seid? O, ich kenne den allbekannten Grund dieser Erscheinung wohl! Man klatscht Beifall, sympathisiert; aber man läßt gewähren und behält sich vor, an de» Früchten der Bewegung teilzunehmcn, die andere mir ihren Kräften erarbeitet haben werden! Ich frage aber euch: Ist das ein männliches, ist das eines Arbeiters würdiges Benehmen? Welches .ist der Unterschied zwischen einem Arbeiter und einem Schmarotzer, weim nicht der, daß letzterer von fremder Arbeit leben und da ernten will, wo er nicht gesäet hat?... Euch also, die ihr nicht von fremder Arbeit leben wollr und da ernten, wo ihr nicht gesäet, euch, die ihr mich mit eurem Beifall und Akklgmationeil begleitet, euch ermahne ich zur Scham! Lassalle. - Da» größte Schwimmbasiin der Erde ist cbrir in San Francisco fertiggestellt worden. -Die Stadt, die nach eineni großzügigen Plane Parks, Spiel- und Spor:plätze anlcgt, Hai durch Schaffung dieses Ricscnivasserbeckens Schwimmgelegenheit für 10.000 Menschen geschaffen. Es liegt etwa 6 Kilometer südlich von Cliff House und ItO Meter von der See. Das Becken besteht ganz aus Eisenbeton; sein Bau int Ufersand «nd die Verwendung von Teewasser haben eine Anzahl technischer Schwierigkeiten verursacht, die aber alle überwunden werden konnten. Das Becken ist 305 Meter lang und 30 Meier breit; nur in der Milte wurde die Breite auf 15 Meter gesteigert. Seine Speisung erfolgt durch eine 'Zentrifugalpumpc, die in der Minute 20.000 Liter Master liefert. Um durchaus reines See- waffcr zu erhalten, wird das Master dem Ozcan fern vo» der Küste ans einer Tiefe von etwa 85 Meter entnommen. Die Herstellung der Anlage, die etwa 30.000 Kubikmeter Master faßt, hat rund 80.000 Dollar gekoster. Eine„Krankheit" des Glase-, Wohl bekannt ist die Tatsache, daß jährlich auf einem Ozeandampfer fiir ungefähr 30—W Tausend Mark Tafelglas zerbrochen wird. Diese recht hoch er scheinende Snninle hat ein Fachmann damit;» erklären versucht, daß er feststellte, daß salzhälrig.- Luft geradezu eine„Krankheit" in dem Glas verursacht, die sich in außerordentlich leichter Zerbrechlichkeit äußert. Glas, so erklärt er, ist sehr verschieden hinsichtlich seiner Widerstands- fÄigkeit. Es ist eine Regel, daß das stärkste GlaS in die größte Anzahl von kleinen Stücken zerbrich;.: Auf Ozeandampfern zeig: sich der Verfall des Glases als Folge der ainiofphäri ischen Einwirkung durch-das Entstehen kleiner -Löcher, die sich in dem Material zeige» nn) sich itehr schnell vertiefen,- so daß das Glas manchmal ^chmlbticht. wennmemeS-bkoßp mit-den Fingern t-Hmckhrt-- Die tiefste Stelle des Reeces scheint sich nach den noursten Untersuchungen nordöstlich der Philippinen zu befinden. ES wurden hier nämlich 10.500 Meter gemessen. 2lKerlei^oiuiresente Sellerie erhält man weiß und frisch, indem m-:i orim Patzen an der grüne» Spitze einige senkrechte Einschnitte macht und die Wurzel in kaltes Master legt, dem man eine Prise doppelt kohleusa»res-Natron bcigcfsrgr ha:. Gegenstände an- GlaS wasche man in war- meut Sciscmvaster und spüle sic irr kaltem Was- 1er, dem man einen Eßlöffel Essig beifügt. Alan laste die Gegenstände einige Minuten in dem Spnlivaffer liegen, trockne sie dann ab und poliere sic gut. Der Essig g:br dem Glas einen schönen Glanz. Wander-, Jagd- und Gebirgsschuhr werden wafferdicht gemacht durch Aufträgen einer Mischung aus 15 Teilen Olivenöl, 2 Teilen Bienenwachs und 1 Teilen Rindertalg, bei mäßiger Erhitzung gut vermengt. Die Schuhe, vorher gut dnrchgetrocknct, sind leicht anzmvärnren. Grünspan verschwindet von Kupfer- oder Messinggegenständen durch eine Abivaschung mir verdünnten» Salmiakgeist. Danach weiden die Gegenstände mit Kreide geputzt. Bertragertks schwarzes Tuch frischt man fast zu ursprünglicher Farbe aus, tvrn» man cS mit zarter Bürste, die man in Master taucht, in dem Esenblätter gekocht silrd, bis sie Iveich sind, bürstet. Man benutzt' zum Kochen der Esenblätter eine alteit Tops, da die Flüssigkeit Flecke zurückläßt. Auch achte man daraus. Saß man an den Händen keine Verwundungen hat. Nachdem man den Stofs gebürstet hat, reibt man mit irock- nenr, dunklem Tuche noch und hängt ibn zum Trocknen auf. Linoleum wasch: man am besten mit einem Tuch und lauwarmem oder kaltem Master ab, weil heißes Wasser uns Seife das Muster angreifen würde. Französisch« Anekdoten. Bor dem Strafgericht einer kleinen Stadt hatte sich eilt Taschendieb zu verantworten. Der Borsitzende zeigte einem der Bestohlenen ei» Taschentuch: „Sie erkennen also dieses Taschentuch als Ihr Eigentum, das Ihnen gestohlen wurde, an?" „Jawohl, Herr Präsident!" „Ein Irrtum ist ganz ausgeschlossen?" „Ganz ansgeschlosten, Herr Präsident." „Hm! Aber schen Sie sich einmal mein Taschentuch an. ES gleicht dem anderen voll- koinmcn." „Möglich, Herr Präsiden:", erwiderte der Zeuge,„mir sind zwei gestohlen worden." * Vorsitzender:„Angeklagter, warum haben Sie bei Ihrem Einbruch in das Geschäft nur Schuhe initgciioiiliileit«nd das Gel? in den offenen Ladrnkaffe liege» gelassen?" Angeklagter:„Sie auch, Herr Präsident? Meine Frau hat mir deswegen schon genug Bor würfe gemacht. ch Ein Magnetiseur wurde wegen Betuiges angeklogt. Er verteidigte sich sehr energisch und rief-zum Schluß aus: ''.Hoher Gerichtshof/ wenn ich wollte/ konnte -ich-Sie jetzt all« ei«jchläfer»;«m so meinen Frei sprach.H« erlange«? Baterlichen Tones unterbrach ihn der Vorsitzende: „Ich bitte Sie, das nicht zu tu», überlasten Sie dies rnhig ihrem Bertcidiger. Triftiger Grund. ,Hch verstehe»richt, warum sich die Gäste beschweren", sagt« de« Restaurateur..Die Suppe ist doch sehr gut." „Ja, Tie würden auch nicht brummen, wenn der Küchenchef zugeben würde, daß es Suppe ist, erklärte der Kellner„Er sagt aber, eS sei Kaffee." DaS Abendkleid.„Ich möchte gern das ent. zückende rosa Kleid«in Schaistenster haben," sagt die Dame.„Tut inir leid. Miß," erwidert der Verkäufer.„Das kann ich Ihnen nicht gebe», das ist»er Lampenschirm." Gallischer Humor.„Das ivare»« Zeiten, a»S ich anfing! Ick kam nach Paris, ohne einen Pfennig Gel», ohne Freulkde und Beziehungen! Mein ganzes Kapital war meine Intelligenz!" —„Respekt! Respekt! DaS ist schon eine Leistung, auf Nichts ein Leben aufzubauen!" Er weiß es.„Wieviel Lungenflügel hat der Mensch?" fragt der Lehrer die Klaffe.— „Fünf!" rät der Erste.„Einen!" antwortet der Zloeitc, kein einiger»oeiß Bescheid. Endlich erhebt sich der Letzte und Dümmste:„Zwei, Herr Lehrer!"—„Gin, sehr gut!— aber wie kommst gerade di» zu her richtigen Antwort,"—„Ich hab' meiner großer» Schwester neulich heim Waschen zugeguckt!" Ein« Schauspielerin hone in Sei» Zeiiuugen ein Dankschreiben an einen Hühueraugenopera- leur veröffentlich!. Ein Kritiker, der dies la«, «»einte:„Ei, das ist schön, um wieviel sicherer wird sie vo« jetzt ab aitstretenkönnen." AuS dem Bericht eines Gendarmen.... Nachdem ich selbst Sei» ans der Landstraße l«.-- geirden Leichnam beaugenscheinigt hatte, jedoch äußer« Verletzungen an demselben nicht zu finden ivaren. ließ ick den praktischen Arzt Dr. Meier bitte»», sich»en Toten airzusehen. Dieser stell»« zunächst Wieder b:lebungsverfuche an; letztere ivaren anscheinend von Erfolg begleitet, denn plötzlich erhob sich die Le ick.- und entferiri« sich in südöstlicher Ricktnng... —-»| Silbenrätsel. an an ä ba bau chri der dri e r er er:n gau gra fett la le li li ling los mau mi mi na nar na» uns pro ra rhein rrch ros so sa schi se jen sn stein sti tri u um wig zis.- Aus diese« Silbe»« bilde man 19 Wörter folgender Bede»»- riliig: 1. Jagdbüchsc. 2. Bezeichnung einer nn- »vandokbaren Zeitspanne, 3. Stadt in»ec Ukraine, t. Baumaterial, 5. Griechische Gottheit, 0. Blume, 7. Wurstart, 8. Männlicher Vorname, 9. Bauui, 10. Chemischer Grundstoff, 11. Schmuckstein, 12. Stadt in Kurland, 13. Dänischer Dichter, 14. Planer, 15. Snndainsel, 16. König der Westgoten, 17. Gegensatz zur Poesie, 18. Rheinische Landschof», li». Griechischer Tragiker. Die Ansangs- uns Endbuchstaben>:> fer Wörter, nacheinander von oben noch unteu gelesen, ergebe»» ein beachtenswertes Rückert- wort,(ch ein Buchstabe.) Auslösungen der Rätsel au» der vorigen Kummer: Silbenrätsel: 1. Herber», 2. Andernach. 3. Staffelei, I. Togore, 5. Igel, 6. Gran- pen, 7. Eister,&• Lunge. 9. Aefop, 10. Ural, U. FieSro, 12 Erfurt.-?* Rhos»«- Hastige L仫fer stolpert« leicht.