M». 31. Saier9alttrag4»eHage. 1927. ^onittmonö. Tiei« Geschichte ist dein aufregenden Buche„Peruanische E r; ä h l>lngcu" von Ventura Garcia C a l v e r o n, erschienen bei Gustav Kirpcnhauer, Potsdam, eutnonimcu.. .^rann man Flüsse bequmcr, behutsamer überschreiten als mit dem huaro meines Landes? Er duldet keine Hast, verlangt, daß man das Her; auf dem rechten Fleck hat und im richtigen Moment die Augen vor der grollenden Tiefe schließt. Ihr steht ans einer Art Gondel, wo gerade Platz ist für zwei eng nm- schlnngcne Menschen, die sich aber mit der einen-Hand an den Stangen festhalten müssen, denn der Huaro dreht sich wie eine Wetterfahne im Winde. Dieses merkwürdige Transportmittel gleitet an einem Stahlkabcl entlang, das zwischen zwei Pfosten den Fluß überspannt, und wird vermöge einer klug ausgcdachic» Rollcntvmbination von einem Paar Ochsen an das entgegengesetzte User gezogen. Hierbei gibt es einen kritischen Mo- nicut, ivcnn nämlich der Bogen des Seils sich so tief auf das tosende Wasser herabseickt, daß der Gischt der an die Klippen brandenden Strömung Gondel und Menschen in weiße Sprühwolken hüllt. Mit zwanzig Jahren findet man das aufregend schön. Dem Ingenieur der Hazienda, der über die Zwanziger weit hinaus war, lag nichts an diesem Vergnügen, trotzdem er selbst den Huaro konstruiert hatte, einen sehr vervollkommneten Huaro mit eisernen Türmen an Stelle der beiden Pfosten und einem elcktri» scheu Motor, um die Gondel über die scchs- hundert Meter Luftweg zu ziehen. Monatelang lag das Flußbett trocken, verwandelte sich'aber in einen reißeridcn Strom, sobald das Hochwasser»n Sommer von der Cor- dittera herabführke, die sich wild b'üllend an den Felsen brachen. Tagsüber wurde der Huaro nur zum Transport von Rohrzucker verwandt. Doch tveun die Dämniernng kam. vergnügte sich die mutwillige Jugend der Hazienda ans itnn wie auf einer Ari russischer Schaukel: derselbe Moment der Beklemmung. tvenn die abwärts geglineuc Gondel plötzlich wieder ein porsiieg. Gutmütig gab sich der Ingenieur dazu her, den Kindern zuliebe die Hebel in seinem Turm sirnktionieren zu lasten, weigerte sich aber stets, die Solidarität seines Werks selbst zu erproben. „Ter Apparat ist nur siir Zucker bestimmt," sagte er.„Erwachsene können den Fluß zu Pferde pastiereu." Aber das ist ein anderes Problem. Auf ängstlich schnaufendem Pferd, von wirbelnden Fluten umgeben, vor sich den schwarzen Chimbador als Wegweiser, der ans Klippen und treibende Bäume aufmerksam macht, einen reißende» Fluß;n durchschwimmen, ist nicht jedermanns Sache. Daher hatte der Ingenieur dem Besitzer der Hazienda, der mit seiner jiingen Gattin abends von der Küste eintraf, um die Flitterwochen auf dem Gute zu verleben, die erprobtesten Pferde bereitgestcllt. R war der sich erst langsam im beo-'-ken. d.-ch auf die Senora de Linares, eine entzückende Dame aus der Hauptstadt, n«achte der Anblick der quirlenden, brausenden Wasserfläche einen solch grausigen Eindruck, daß sic entsetz! den Gedanken von sich wirs, sie im Sattel zu pafficren. Vergeblich redeten ihr die beiden Neger, die besten Cbimbadores weit und breit, zu: »Steine Angst, Herrin! Wir binden Euch am Sattel fest. Tann brauchen Euer Gnaden nur die Augen zu schließen, um nicht schwindlig zu werden." Senora de Linares, sehr blaß, wandte sich zum Ingenieur und befahl ihm, sie zum Huaro zu führen. Als die Gondel sich von der Höhe des Turmes aus in Bewegung sttzte, grüßte von unten der frohe Zuruf der Peones. Eilig glitt sie am Stahlkabel entlang, nicht in behäbiger Ruhe wie di« Huaros armer Gemeinden, die sich nach den> Schritt der Ochsen richten müssen. Doch in der Mitte des Flusses, zwei Meter über dem Wasser, machte sic unver- sehens Halt. Ter Ingenieur versuchte, sich durch Zeichen zu verständigen: der Motor mußte wohl ausgesetzt haben. lieber das Wäger gebeugt Iauich.ru die jungen Gatten interessiert auf das Tosen der Strömung. Tie nntergehend-e Sonne übergoß das Firmament mit der len titendei,- Glut, die der Dämmerung in Peru voran- gehr. Himmel und Wasser stossen ineinander bildeten ein zweifaches Abendrot, stetig, unbeweglich in der Höhe, tiefer unten gebrochen durch schwimmeude Wolken,.die sich von der schanmgekrönten Flut lösten. Ter Widcrglan; des lohende» Himnicls in dem ohnehin schon ro gefärbten Wasser blendete die Augen Aus d.« Wendeltreppe des-Huaro sah man den Ingenieur herabstcigen. Nuten angekommen, rief er den einen Chimbador und trug ihm auf, so schnell wie möglich vom Gulshause einen Ersatzteil zu hole». Sofort wendete der Neger sein Pferd und ritt in das brausende Wasser. Mutig kämpfte das willige Tier gegen die immer stärkere Strömung, denn der Fluß stieg jetzt rasnde und spülte schon über dir untersten Stufen der^urm» treppe. Senora de Linares zitterte allmählich vor Angst und Kälte. Ihr Gatte hüllte sie in seinen Poncho und trch'tcte sie mit einem etwas nervösen Lächeln über den kleine» Unfall, den« er, im Vertrauen auf die moderne Maschinerie seines Huaro, keine Bedeutung bei maß. Hoffentlich kam der Schwarz: bald zurück, denn schon brach die Nacht herein. Violette Schatten senkten sich auf den weilen, blitzenden Wasserspiegel, dessen flüssiges Gold langsam zerging. Der Nachtwind machte sich auf und ließ die Gondel über den jetzt schwarz schimmernden Fluten hin- und herpendeln. Ter Fluß heulte, brüllte, tobte mit jeder Minute mehr. Schon konnten die beiden die ermunternden Zurufe des Ingenieurs und ihrer Tiener nicht mehr vernehmen. Etwas siel in die Gondel: eine zu Tode erschöpfte Taube, die von weit her, vielleicht vou den Maisfeldern hinter den Bergen kommen mußte, denn noch hing au ihrem Schnabel ein Krümchen Korn. Das leise schauernde Körperchen starb in den Händen der Senora, die in Tränen ausbrach, als wäre das tote Tierchen eine bö>' Vorbedeutung. Immer heftiger und unerträglicher schwankte die Gondel in den Windstößen, und der Lärm schwoll so stark an, daß die Gatten sich nur schreiend verständige» konnten. Schwarz lag d:e Nacht auf dem Wasser, von dein sich die Schaumkronen weiß wie Schnee abhotze». Eng unisa,junge:! blickte das Paar angsicrsüll: rach deck: Lich: im Turm, von dem dir Re: tu na, kommen mußte. Wie lauge blieb d r Eü-mlador ans! Plötzlich stieß die Senora de L:nares eiur:> wilden Schrei ans: das eisige Wasirr ha::.- ihre Füße erreicht. Tas Schwanken der 'Gondel hörte auf; beivegungslos lag sie schräg rn der Strömung. Ter Ring, mit dem sie an dem haken der Laufrolle ansgehängt war, mußte abnltschen, sobald die Gondel von dem — 2— wütenden Anprall noch schräger gestellt wurde. Bei dem Gedanken, so zugrunde gehen zu müssen, faßte beide eine Arr Delirium. Vergeblich versuchten sie, sich an deni Haken festzuhalten, ihre blutenden, gequetschten Hande rutschten ab. Und dann überhäufte» sie sich gegenseitig mit vcrPvcifclten, unge- rechrcn Borwürfen, die der Sturm verwehte, «he das Ohr des andern sic aufnahni. Wie gegen einen Felsen brandete der Fluß gegen die Gondel und schleuderte Wolken von Gischt in ihr Gesicht. Da löste der Tenor Linares gewaltsam die Hand, mit der sich sein junges Weib an ihm festhiclt, kletterte nach oben und faßte das Kabel. Langsam» Griff für Griff, macht er seinen Weg zum Ufer. Eine stunde dauerte es, bis er den Turm betrat. Mitten über dem Fluß, bis zur Brust in dem eisigen Wasser, klaminerle sich die junge Frau an die Eiscnstäbc der Gondel. Als der Loppio. Am Grabenrand, Wo einstmals wohl ein Unterstand, Blüht rot und üppiger denn je Ter Klee... Torr, hinter rostigem Srachcldraht, Vergoß vor Jahren ein Soldat In sommerlicher Lonnenglut Sein Blnr... Taß hier einst Krieg gewesen ist. Vereinzelt nur zu lesen ist, Ta ans dem Krenz, dort aus dem Stein: Gedenke mein! Die Züge rattern dran vorbei. Tc» Fremden ist es einerlei. Man amüsiert sich ungestört. Bis wieder einer Krieg erklärt. Theo Reimann. Wie Karthago heute ausfleht. Bon Robert Risch. Eigciulich sieht man nicht mehr viel von dieser Rivalin Roms. Und deuiwch... Die oieisten Urberreste stammen ja von jenem zweite» Karthago, das die Römer auf den Trümmern der ollen Phönizierfladl erbauien und das sich in der Zeil der Imperatoren zur drittgrößten Stadt des Weltreiches eniporjchwang, dank der günstigen Miirelmccrlage und der fruchtreichen Umgebung. Bekanntlich lösten sich dann die Vandalen(Gcujerich), die Byzantiner und die Araber in der Herrschaft über Stadt und Land ab. Es läßt sich deshalb der Plan der allen Phönikerstadt auch nur in ganz große» Umrißen festlegcn. Aber gerade das ist der Reiz für jeden Menschen von einiger Phantasie, diese mcnschciiioiiilmclndc, einzigartige Großstadt der Phönizier im Geiste wieder anserstehcu zu lassen, Welch eine Mahnung der Weltgeschichte bilden diese Trümmer! Tas Kricaervolk schlug dos Handclsvolk, der Stahl das Gold. Hätte Hannibol auf festeren Grund treten könneii, hätte er dos kricgsgeüblc Volk statt seiner heimatlosen Söldner nach Italien geführt, welch einen anderen Lauf hätte die Weltgeschichte wohl genommen?! Wer„Salambü" kennt, folgt hier gern den Spuren Flonbcris, der mit glühendster, sarben schwangerer Eiiibildnngskrosl noch den vorhandenen Quellen diese Stadt wieder vor uns aus gebaut hot. Zwei Punkte stehen noch heute fest: die Byiso, der Biirghügel, die Akropolis der punischeii Metropole, und der alte phönikische Hasen. Ans diesem Hügel, ans dem sich fehl die vom Kardinal Lavigerir erbaute Kathedrale erhebt, standen einst die Tempel des Molom und des Sonnengottes Baal, auf deren Trümmern die Römer dem Aeskulap einen Hcilh^upel erbauten auf einem scchzi.'stufigkii Unterbau. Ein Stück Mauer— einige Steine und Inschriften: das ist alles, was übrig blieb. Man braucht kein Marius zu sein, um angesichts dieser Trümmer die Vergänglichkeit alles Mcnschcnwerkes tief zu empfinden. Gleich geblieben ist nur der herrliche Blick auf die schöngeformten Bergketten, die in wciigcichwnngcncm Halbkreis die Tunisbucht und den Bahirasee umrahmen Tenn das alte Karthago war auch in seiner Lage einzig. Tas Meer im Osten und Süden, zwei See» in Nord- und Südwcsten schloffen es ein. Und nur ein: schmale Landzunge mit schmaler Einfahrt trennt den Bahirasee, der eigentlich nur eine zweite, innere Bucht der großen Tnnisbai ist, vom Meere. Bon links grüßt Kap Kanhago, nm das so oft die Segel- und Rudergaleeren der Pnnier- stadt schwammen, von ihren Kriegs- und Han- delsfahrie» hcimkehrend; das dem außsahrenden Hannibal den letzten Gruß zuwinkte, den heimkehrenden Hamilkar begrüßte. Südlich von der Bursa liegen noch die Reste des phönikischen Kriegs- und Handel*-afens. Der innere, kreisrunde soll die Kriegsflotte, der äußere, elliptische die Handelsflotte beherbergt haben. Sicherlich waren im Altertum beide viel größer, natürlich auch mit dem M-er verbunden, während sie jetzt von ihm getrennt sind. Vermutlich— ich weiß wirklich nicht, ob die Herren Gelehrten diese private Ansicht teilen— waren diese Häfen nur so eine Art Vorhafen. Ich denke mir, daß die eigentliche Siommflotte in dem heule Bahirasee getauften, inneren Meer, decken Schutz fand. Das wir genau wiffen, ist: daß pvischen diesen beiden äußeren Läsen die große Stadtmauer hindurchging. Bon der Byrsa ostwärts umfaßte sie die Landzunarn und den Kriegs- Hafen, den gewaltige Torr abschloffen. Flaubcrt schildert diese Tore und die Maner, anßerholb derer die aufständischen Söldner lagerten, mit anschaulichster Tichtcrkraft, und auch dir drri rügen, großen Straßen, die den beim Hafen gelegenen, meujchenwimmelndcn Marktplatz mit der nach der Sladlseite offenen Burg verbanden. In meines Geistes Auge baute ich mir diese Straßen wieder auf, mit ihren fünf- und sechsstöckigen Häusern, den flachen Dächern in den grellen Farben des Morgenlandes leuchtend, wie es die allen Anloren schildern. Ich sah sie belebt von der wimmelnden Schar der in Asiens lauge Gewänder gekleidcicn, mit Geschmeide bedeckten Piinirr und ihren Fronen und Sklaven, der Händler und Matrosen aller Länder des I MiUclmerres. Regulus und andere Gesandte I Roms sah ich zur Byrsa schreiten, Krieg oder* Frieden i» der Toga tragend. Hamilkars Gär-1 len loußcrhalb der eigentlichen urbs) mii ihren s Terraffen, Frschwcihcru und Springbrunnen, s ihren Palmen- und Orangehainrn, such!« ich die' Stüiie, ivo Haunibal zur Welt kam. Ich hörte lind sah die aiissländischen Söldner um die Stadl loben, sah dem Moloch bluiige Kinderopjer bringen und die Priesterinnen der Tonis, der Lie beegötliu, um das Ideal tanzen— dazwischen die holde Salambü, des großen Hannibal Schwester, mit den Mandelaugeu und zarten, goldbcringtcn Fesseln. Und zuletzt de» großen, den letzten Kamps! Stürmt da nicht Scipio Africanus mit seinen Legionen die enge Straße hinan, in der jedes der burgariigeu Häuser zu einer Festung wird, von der selbst die Weiber, Morgen graute, wagte ein Neger, sich an dem Stahlkabel hcrabgleitc» zu kaffen, um die Laufrolle in Ordnung zu bringen. Da endlich konnte senora de Linares ans Ufer-»rück- kehren. Halb von Sinnen ergriff sie di« Flucht, um den Mann nicht mehr zu sehen, der sie für das ganze Leben erwählt hatte, denk aber der Mut fehlte, um Mitternacht bei ihr auszuharrcn, dort über dem todbringenden Flnß. diese üppigen Asiaicnfrancn, in Verzweiflung und höchster Rot Steine und Feuerbrönde hin- unterwälzeu und sich zuletzt, in die Tiefe springend, den Tod geben? Tröhnen nicht die ehernen Drommeten und?! Rein— nur der eintönige Gesang eines arabischen Hirten, der sein« Herde weidet, und das ferne Rattern und Brausen der„Elektrischen", die von Tunis nach Goleiia(Station Karthago) führt. Chidhcr, du ewig Junger— ich frage dich: „Was wird sein, kommst du nach abermals sünf- hunderr Jahren desselbigcn Weges gefahren?" Sturm im Wasserglas. Ta war plötzlich ein neuer Bubcnkopf. Tie Nachbarschaft stellte es mit Staunen fest. Wenn cs ein junges Mädchen gewesen wäre, hätte man vielleicht gar keine Notiz davon genommen. So aber war es eine Fran, eine verheiratete Frau sogar. Sie hatte drei Kinder, war schon über dreißig Jahre alt nnd Haire immer als tüchtige und züchtige Laussrau gegolten. Und noch dazu das schöne Haar... Es war aber noch aus anderen Gründen rin ganz besonderer Fall. Ter Ehemann harte eS nicht gewollt und fchärffte Maßnahmen angedroht! erzählten sich die Nachbarinnen. Und während er einige Tage auswärts war, ging sie hin und ließ sich den Zopf abschneidrn. So etwas war allerhand. Tie Nachbarschaft spaltete sich in zwei Lager.„Sie liebt ihren Mann nicht, sonst hätte sic sich ihr Haar nicht adschneidcn lassen", sagten die einen. „Wenn er sie wirklich lieb hätte, würde er ihr jeden Wunsch erfüllen, also auch diesen", sagten die anderen. Die Ehe würde nun zerstört sein, das stand fest. Er würde sie hinanswerfen, hatte er gesagt. Er Hal sogar das Recht, sich scheide» zu lassen, saglcn ganz Klug«. Man war gcspann:, wie die Sache enden Wurde. Am andcreu Tage sah man den Zurückge» kehrten mir seiner bebubikopstcn Gcltin in schönster Harmonie spazieren gehen. Nichts war geschehen. „To'' sind die Männer", sagten die einen, „sie sind an die Ordnung gewöhn-, und an das gute Essen." Tic anderen aber lächelten Verständnisvoll. G G. Die Götter lachen. Von Frank Eran» iRew?)ork). Tie Götter lachen. Gewisse Tinge ans unserer Erde sind auch darnach. Vor einiger Zeit erzählte mir Johnny Ear- rol, der Manager des ltlncrikanijchcn Ersri- schnngspavillons in Nizza, von einem Abend, den er in einem der vielen luxuriösen Restaurants dort verbrachte, daß ein gewisser russischer Großfürst die Rechnung für sein Abendessen und dir dazu gehörigen Deine mit rund fünfhundert Dollars bezahlte. — 3- Hier war ein Man», der in seinem Leben wahrscheinlich niemals etwas getan hat, um dieser lahmen Welt wciterznhelfen, und der nun sür das Vergnügen einer Nacht ein halbes Tausend Dollars hinlegte. Am nächsten Tag las ich in einer Pariser Zeitung, daß Monsieur Fabre im Alter von 84 Jahren Hangers gestorben sei. Und wer Monsieur Fabre? Er war der große Kenner und Schildern des Lebens der Insekten. Viktor Hugo nannte ihn den„Homer der Insekten" Charles Darwin zählte ihn zu den größten Anserwählten der Welt. Im Berlage Hesse& Becker in Leipzig erscheint demnächst ein fesselndes Buch über Oslafrika, daS den Titel „Die Meuterer" führt. Ter Verfasser, Rudolf de HaaS, schildert darin auS eigener Erfahrung die Abenteuer, die einige deutsche Reiter während deS Weltkrieges in Afrika erlebten. Ten nachfolgenden Abschnitt geben wir mit freundlicher Erlaubnis des Verlages wieder. Gegen Mitternacht war wieder Alarm. In wilder Panik halten die Ochsen den Tornenkral durchbrochen, wie in der Nacht zuvor,.und das Weile gesucht. Wieder war der Löwe erschienen, nm seinen Tribut zu heischen. Keiner der Weißen hatte sich vom Lager erhoben; die Fruchtlosigkeit jedes Versuchs, in der Finsternis etwas auSzurichten, war von vornherein allen klar. Als der Morgen graute, sanden Askari, die die Spur des Raubtiers aufnahmen, ganz in'der Nähe des Krals einen Ochsen, der von dem frechen Einbrecher aus der Umzäunung geschleppt und zur Hälfte aufgc- frcssen worden war. Tas ganze Lager verwunderte sich über die Dreistigkeit des RäubcrS. Die Nähe der Menschen flößte ihm augenscheinlich keine Furcht mehr rin. „Warte nur, Bursche!" sprach Strecker, der einen Einfall hatte,„dir wollen wir bald genug das Handwerk legen!" Wie jedermann, wußte auch der kleine Schlvabe, daß Löwen, die ein Stück Wild gerissen haben, mit Vorliebe in der folgenden Rachl zu dem Riß zurückkchren. Darauf baute er seinen Plan. Sofort machte er sich ans Werk. Um den Riß herum errichtete er einen Dornverhau, den auch das mächtigste Raubtier so leicht nicht überspringen konnte. Rur an einer Stelle ließ er einen bequemen Eingang frei. Rechts vom Eingang baute er in Brusthöhe des Löwen ein altes 71er Gewehr auf, das er zuvor geladen hatte. Tie Waffe war in geschickter Weise in den Büschen verborgen und ließ nur die Mündung frei. Links vom Eingang stand ein kleines, aber starkes Stämmchen. Von diesem Stämuiche» ans spannte er eine starke Schnur quer über den offenen Eingang bis znm Gewehr, zog sic straff und verband sie dann durch eine Hcbelvorrichtung ni» dem Abzug. Jedes lebendige Wesen, das ahnungslos durch den Eingang auf den Riß zuging, drängte die Schnur zurück und brachte ans diese Weise die Waffe zur Entladung. Tie Lagcrbewohner waren rechtzeitig vor dem Betreten der Stelle gewarnt worden Mit der größten Ungeduld erwartete der Bizefeld- wcbcl den Unirrgang der Sonne und lag dann in atemloser Spannung in seiner Hüne auf der Frcdcric Mistral, der provcnzalische Dichter, der den Nobelpreis erhielt, erklärte Fabre als einen ebenso großen Poeten als Gelehrten. Es war das Werk Fabre's, das Maeterlincks„Leben der Bienen" nnd Rostands„Chan- tccler" ermöglichte. Ali, allein, von einer Krankenschwester gepflegt, die Pfeife mit dem einzigen Finger füllend, der nicht lahnr geworden war, zog er dem Tod entgegen, hungrig, von der Welt vergessen. Und wenn der russische Edelmann sein öllü Tollars-Abrndcsscn in Nizza beendigt hat, fährt er nach Paris zu einem Ivvll-Dollars- Abendcssen. Lauer. Mit ihm zugleich sahen alle Weißen und Schwarzen höchlichst interessiert den kommenden Tinge» entgegen. , Sie kamen schneller, als man gedacht hatte. Gegen halb elf Uhr ertönte ein Schuß. Am liebsten wäre der Jäger sofort aufgesprungen und nach der Falle hingestürmt, um das Ergebnis seiner Künste festzustellen. Das halbe Lager hätte sich ihm mit Vergnügen angeschloffcn. Aber die Vernunft siegte, bei ihm. wie bei allen andern. In der stockdunklen Nacht wäre jede Annäherung an die Falle eine Vermessenheit gewesen, die unter Umständen Selbstmord bedeutete. Niemand konnte sagen, ob der Löwe nicht trotz schwerer Verletzung noch Kräfte genug besaß, sich an seinem Feinde zu rächen. Man kannte Fälle genug, in denen das krankgeschossene Raubtier sich auf den Gegner gestürzt und ihm für alle Zeiten die Lust zu solchen Streichen benommen harte. Ter Bizefeldwebel fand in dieser Nacht keinen Schlaf mehr. Er harte noch nie einen Löwen geschossen und brannte nun darauf, die herrliche Trophäe in Augenschein zu nehmen. Träge reihten sich die Minuten aneinander und wollten sich nicht zu Stunden answachsen. Die Stunden schleppten sich wie Schnecken durch den Kreislauf der Zeit»nd krochen mit einer Langsamkeit dahin, die eine Marter bedeutete. Die Nacht wollte nnd wollte nicht Weichen. Als der erste graue Streifen über dem Walde aufdömmerte, schlich Strecker am Kral vorbei, dem Baume zu, an den« er die Falle auf-1 gestellt hatte. In dem Halbdunkel jenseits bet| Lichtung, auf der die Ochsen nach mühseliger Verfolgung glücklich wieder untergcbracht worden waren, mußte er sich erst einmal nach der Stirne greifen; fast hätte er den Stanrm nicht wiedererkannt, vor dem der Riß lag. Einen Augenblick zögerte er, sich weiter v^r- zuwagcn; die nächste Minute konnte unter Um« tänden verhängnisvoll werden. Als er sich umsah, weil er ein Geräusch gehört zu haben glaubte, erblickte er zwei Askari, die sich rasch näherten; augenscheinlich hatten auch sie ihre Neugierde nicht länger bezähmen können. Bor den beiden Schwarzen hätte jedes Zander» einen fatalen Eindruck gemacht. In schneller Entschlossenheit schritt er weiter, ans jede Möglichkeit gefaßt, bleich, bchntiam. ober durchaus Herr seiner selbst Tie Lage wurde durch das Gelände kompliziert. Ter Wald war au dieser Stelle außerordentlich stark mit Unterholz bewachsen und gestattete gar keine Ncbcrsicht. To war es ganz natürlich, daß der kleine Schwabe, wie beherzt er auch sonst war, den Puls denn doch etwas schneller schlagen fühlte, als er dem verhängnisvollen Baume nähergekommen war. So, jetzt war er an Ort und Stelle. Nur nm das nächste Gesträuch brauchte er zu spähen, dann wußte er, woran er war. Kein argwohnerweckendes Geräusch ließ sich hören. Der Löwe war tot, mausetot, oder aber mit leichtem Streifschuß entkommen. Vielleicht Halle er sich auch mit seiner letzten Kraft weiter in den Wald hineingeschleppt, wenn er ernstlich getroffen war. In diesem Fall mußte ein ganzes Aufgebot von Schwarzen auf die Spur gesetzt werden, wollte man seiner habhaft werden. Blitzschnell waren ihm alle diese Gedanken durch den Kopf geschossen. Der quälcndc>r Ungewißheit mußte er auf der Stelle ein Ende machen. Mit gespanntem Hahn trat er einen Schritt weiter und spähte um die Ecke. „Hurra!" wollte er eben ausrusen, als ihm der Laut in der Kehle stecken blieb. Ein dnnkler Körper lag unmittelbar am Eingang zum Riß, starr und leblos, aber cs war kein Löwe. Dir Freude schwand aus den Zügen des Jägers und machte einer tiefen Enttäuschung Platz. „Fifi!" murmelte er.„Wie schade! Rur eine Fifi! Und ich hatte mich so auf den Löwen gefreut!" Ja, es war nur eine Fifi, eine Hyäne, eine der ganz gewöhnlichen gefleckten Hyänen! Das erkannten auf der Stelle auch die beiden Askari, die mittlerweile hcrangckommen waren Mit der trotzdem gebotenen Vorsicht gingen alle drei hin. Die Hyäne hatte ein Gebiß, das mit dem des Löwen an Stärke wetteiferte. In Afrika war man an Ueberraschungen gewöhnt. „Aniekwisha kufa zamaui!" sagte einer dec Askari.„Alles Leben ist längst ans ihr entflohen!" Er Hane recht; der Augenschein war diesmal nicht trügerisch gewesen. Man. mußte es dem Schwaben lassen, er besaß eine bewundernswert« Ausdauer. Kein Mißerfolg lähmte je seine Energie. Als der Abend kam, war die Hyäne abge- schleppt, um irgendwo draußen im Busch ihren Stanlmesgenossen zum grausen Mahl zu dienen. Die Sclbstschußvorrichtung halte man wieder in Betrieb gesetzt. Gegen nenn Uhr abends krachte ein Schuß, und wieder verbrachte der Bizefeldwebel eine Nacht, die nicht enden wollte. Alle anderen Weißen schliefen sofort wieder ein. Keiner bezweifelte, daß eine weitere Fifi ihre Aasgeier mit dem Leben bezahlt halte; auch Strecker selbst br- fürchlcte es. Sobald der Morgen anbrach, schlich er behutsam wie am Tage zuvor zu der Stelle, an der die Ueberreste des Ochsen lagen. Keiner der Reiter hielt es der Mühe für wert, ihn zu begleiten. Jeder nahm an, der Löwe, der schon die vorletzte Nacht nicht gekommen war, habe längst auf den Riß verzichtet und anderswo Ersatz gefunden. Nur eine Hyäne konnte den Ort betreten, der durch den Schweißgeruch einer verendeten Hyäne verpestet war. Strecker hatte sich diesmal die Ocrilichkeit bei Tage genau eingcprägt und einen Punkt aus. findig gemacht, von dem er sofort einen umfassenden Ucbcrblick gewann. In wenigen Minuten war er angelangt. Tiese Stille herrschte ringsum. Es war genau wie tags zuvor. Vorsichtig spähte er hin. Ter Platz war leer. Jui nächsten Moment trat er in die Lichtung hinaus und schritt auf die verhängnisvolle Stelle zu. Tie Schnur war zerrissen, das Gewehr ab» geschossen, eine Schweißspur nicht zu sehen Erstaunt wandte er sich um nnd stieß im gleichen Augenblick einen hellen Jubelschrei aus. Acht Schritt vor ihm lag ein prächtiger Mähnen, löwc in einer Senke und rührte sich nicht mehr. Allem Anschein nach hatte er den'ödlichen Schuß mit einem mächtigen Luftsprung quittiert, sich überschlagen und, ohne den Böden noch einmal zu berühren, den Sturz in dir Mulde getan. Wie man Mäftnenlöwen erlegt. Von Rudolf de Haas. Was mancher nicht weiß. Dreierlei Wasser in einem See. Zu den seit» samstrn Gewässern der Erde gehört der nördlich von Bergen gelegene Mo-Fjord. Seine Eigenart besteht darin, daß er nicht nur Sühwaffer, sondern gleichzeitig auch Salzwasser und schwefelwasserstoffhaltiges Wasser enthält. Das Süßwasser wird ihm durch einen Bach vom Dorfe Mo aus zugcführt, während, das SolArasscr durch Ebbe und Flut aus dem Meere in den Ece eindringt. Die oberste Schicht des Sees bildet das Süßwasser, das ausschließlich von Siiß- waffcrtiercn bewohnt wird; unter der Süß wasserschicht liegt dann das schwerere Talzwasscr, das wiederum seine eigenen Lebewesen enthält. Gelangen jedoch Süß- und Salzwassertiere in die Grenzzone, so sterben sie ab und sinken zn Boden nnd daher kommt cs, daß sich in der unlcrst liegenden Schicht zahlreiche verwesende Ticrkörper ansammeln, was indes zur Folge hat, daß sich hier Schwefelwasserstoff bildet. Die Großstädte der Bereinigten Staaten von Amerika wachsen mit riesenhafter Geschwindigkeit in die Höhe, und alle paar Monate ergeben die Zählungen neue lteberraschnnge». To hat Rcw?>ork soeben die sechste Million über- schritten, hat damit aber die Größe Londons, das niit Bororten 7,47 Millionen besitzt, noch nicht erreicht. In zweiter Stelle steht Chicago, das 3,1 Millionen zählt und auf der Welt hinter London, New?)ork, Berlin, Paris der« fünften Platz entnimmt. Ta Ine Staaten in Philadelphia <2,1) und Detroit(1,3) Millionen) noch zwei Millionenstädte besitzen, verfügen sie über die meisten der Welt, denn selbst China kann nur drei ausweisen: Schanghai, Hankau und Peking. Oberwiesenthal, das reizende Bcrgstädtchcn im Sächsischen Erzgebirge, ist die höchste Stadt Mitteleuropas. Es liegt 921 Meter hoch an den Abhängen des Fichtclbergcs. Als Wintersportplatz hat es eine besondere Bedeutung. Dir Fahrzeit durch den Suezkanal(zivischen Mittelländischen und Rotem Meer) beträgt dnrch'cknitilich IG Stunden und 51 Minuten. Manteu*6i>tttter. Ein angewöhnter Fehler gleicht einer Flicge, Du jagst sic hundertmal in Zwischenräumen hinweg, und dennoch kehrt sic immer wieder und plagt dich immer ärger. Tchefcr. Tic Glut des Durstes schließet kein Trank, noch Zauberwort, je mchr man sie begieße:, je toller brennt sie fort. Inschrift im Berliner Ratskeller. Wir groß ist rmr Windhose? Während Windhosen in Amerika häufiger aufrrcten nnd in de» gefürchteten Tornados große Berwüstungen anrichtcn, sind sic bei uns eine sehr seltene Erscheinung. und do kaum sc ein geübter Beobachter zugegen ist, bleib: man bei der Schätzung ans sehr schwankende Angaben angewiesen. Tic genaue Messung einer Windhose ist daher von besonderem Wert; sie wurde, wie Prof, Kaßner in der Leipziger„Illustrierten Zeitung" niit- reilt, von dem Aeronautischen Observatorium Lindenberg bei Becskow vorgenommcn. Tie Windhose, die mit einem Entfernungsmesser genau vrrmrssen wurde, bejond sich in 2000 Meier Entfernung. Ihre Schlauchmiire war in 750 Meter Höhe 80 Meter dich Der Schlauch war stwa 100 Meter laug, reichte als» nicht bis zur ge- 'st Magisches Dreieck. 3. Weitere* ein beoch vorigen ncr der | ägyptischer König, 5. Fluß in Frankreich Tie Buchstaben dieses Dreiecks sind so zn ordnen, daß die einander entsprechenden senkrrchlrn und tvagercchten Reihen gleichlautende Wörter folgender Bedeutung 1. Balkan?, Züchter, 4. 6 Rote, 7. ergeben: Bewohner de» L alt- Haustier, Buchstabe. Erde herab, wie das bei diesen Erscheinungen die Regel ist. Bisweilen freilich ranzt das untere Ende lebhaft auf und ab und wirbelt, loenn es dem Erdboden nahekommt, Sand, Blätter, Papier usw. rasch in die Höhe. Die Umdrehung betrug gegen Ende eine Biertclminnte; nach einer Biertclstundc war die Windhose verschwunden. Geis aus Schmutz. S. T. K. In den Großstädten beträgt der tägliche Trink und Nutzwasserverbrauch auf den Kopf der Bevölkerung etwa lüü bis 150 Liier. Die Beseitigung dieser Wasscrniengen durch die Kanalisationsanlagcu, wozu noch gelegentlich große Regenmengen koin- mcn. erfordert umfangreiche rechnsschc Anlagen. Riesige Pumpcnagrcgate befördern die Abwässer der Städte ans Riescnseldcr Tori erfolgt eine faulige Zersetzung der abgesetzten Schlamm- ruajsen, die das Abwasser mii sich führt. Tabci entsteh! ein hochwertiges Brenngas, das Methan (Sumpfgas). In Paris versuchte inan erstmals mit Erfolg, dieses Gas abznlciten und;nni An trieb von Kraftmaschinen zu verwenden. In Berlin Waßmannsdorf ist eine solche Anlage im Bau, die ans einer Tagcsmcngc von 100.000 Kubikmeter Abwasser täglich 0000 Kubikmeter Methan gewinnen soll. Kann man in den Weltenraum fahren? Tiefe Frage beschäsiigl heute die Menschen merkwürdig viel. Da- sagi die Wissenschaft dazu?— Die sogenannten Sachverständigen hüllen sich in vorsichtige? Schweigen, weil- die Geschichte der letzten Iahr^hnte gezeigt hat, daß sie sich zu oft blamiert haben. Man denke an das Flugproblcm, an Lilienthal und Herrn Prof. v. Helmholtz, dem königlich preußischen Staatsgenie, der das Fliegen für unmöglich erklärt hatic. Rur grundsätzlich physikalische Erwägungen dürfen herangczogen werden. Kann irgend etwas sich von der Erde entfernen, entgegen der Schwerkraft in den Weltraum hinaussteuern? Antwort: Tazu braucht es nur eine gewisse Ge schwindigkoit, die mehr als zehn Kilometer- Sekunden im Anfang betragen muß, vielleicht im Sinne von Balier(München) das Auseinander folgen von mehreren Stufen. Zuerst ein Geschoß, das nach oben zielt, dann eine daraus emporschießende Rakete^ die viel leichter als das Geschoß sein muß und die mitgeführte chemische Energie in Bewegung umsetzt. Steigt das Geschoß 20 Kilometer hoch, so hat die Rakete, dii aus ihm losgeht, noch acht Kilometer-Sekunden Anfangsgeschwindigkeit notwendig, dazu kommt noch ein unbekannter ober nicht sehr großer Betrag für die lleberwindung der Reibung. Ob aber Menschen dabei mitfahrcn können, ist mangels Erfahning ganz unbestimmt. Auslösungen der Rätsel aus der Nummer: l b c» r ä l j c l: l. Drilling, Suini, 1- Mauerstein, 5. Ero Salami, 8. Christian, 9. Erll ll. Granat, Ewig- eil, 3. Sunii, 4. Mauerstein, 5. Eros, 0. Rar- zissc, 7. Salami, 8. Christian, 9. Erle, 1V. Ra- trium, ll. Granat, 12. Libau, 13. Andersen, 14. Uranus, 15. Pali, 10. Eurich, 17. Prosa, 18. Rheingan, 19. Aeschilos— Des Menschen Glaube prägt in feinem Tun sich ans. Abstrichrätsel. Freiherr, Mai, Toni, Ständer, Eid, Haaren Ton, Hortensie, Kröte, Netze, Jade, Delot, Weser, Kap, Spund, Wal. Sport, Michel, Düren, Kant, Derby, Haben, Eisen, Aal, Kirmes, Mull, Faß, Gebaren. In diesen Wörtern sind je zwei aufeinanderfolgende Buchstaben zu streichen. Tie Rumpfworte oder übrigbleibende Einzelbuch, staben, nacheinander gelesen, ergeben tcnswcrles Wort. Druckfehler.....Im Sitzungssaale des Reichstages herrschte«ine solche Schwüle, daß mehrere Abgeordnete die Gesinnung verloren... („Der wahre Jakob.") Das moderne Ornament.„Verzeihung, gnä- dige Frau", sagte die Wäscherin,„alle Flecke haben sich aus der Seide nid); herauswaschcn lasse»"— Die Gnädige bekam Schreikrämpfe. „Flecke?— Aber, das waren doch handgcmaltr Modemnstcr."(„Ter wahre Jakob.") Amerikanischer Humor. Lehrer:„Bon den beide» Enden dieser 1000 Meilen langen Land straße fahren gleichzeitig zwei Automobilisten mit 120 Kilometer Slundengcichwindigkcit ab. Wo treffen sie sich?"— Schüler: ,,Ini Kranke» Haus.'" Kompliment. Bon dem Dickncr H. L. erzählt man sich eine nette Geschichte. H. L. war in einer Gesellschaft eingeladen. Reben ihm kam ein spätes Mädchen zn Stuhle.—„Welche Ehre", himmelte eS ihn an,„ich habe gestern abend Ihren neuen Roman gelesen und nicht eher aufgehört, als bi» ich darüber cinschlief!"(Lachen links") Der Helfer.„Einstcigrn, schnell einstrigen, mein Fräulein, gleich fährt der Zug ab."— „Aber, Herr Schaffner, ich muß erst noch meiner Schwester einen Kuß geben."—„Einstrigen, schnell einsteigen, mtin schönes Fräiilcin. Ich werde Ihnen das abnehmen." Das Opfer.„Warum läßt sich denn Georg nie seinen häßlichen langen Bart scheren?" fragt Billic.—„Er muß doch auf seine Erbtante Rücksicht nrhnien", belehrt ihn Tilly.—„Wieso?"—„Ja, sic strickt ihm dock zu jedem Geburtstag ciucn Schlips, und de» muß er immer tragen." Vorsichtig.„Ich wollie doch ivjeii, u-n-:- Bll tu» würde," erzählt Jassir ihrer Frcuudiu. „Deshalb gab ick ihm einen Korb, als er zurrst um mich anhielt."„Aber, er hätte doch dann wcglaufen könneir?" fragt die andere bedenklich. „Ausgeschlossen," erwidert Ioisie.„Ich Halle die Tür zugcschlosseu." Falsch verstanden. Alte Jungfer(;nin tackt badcndcn Jungen):„Ja, ist es denn nicht setzwidrig, ohne Badeanzug zu baden?" Johnny:„Tas schadet nichts— mein Bäte ja Schutzmann. Zichn Sie sich ruhig ans." Aus der Alm da gibtS ka Sund. Einer in, Schüler behandelt das Aussatzthema„Ans Alm" wie sorgt: Im gebierge gibt es fiele grün« Visen man heißt sie Allm oder matt« darauf hangt der Sehner«nd die Schnerin, sie beschäftigen sich Tag nnd nacht mit einander hi« und da kamt auch ein Wiltschitz dazwischen. Messtens weis man nicht wer? ist aber sie haben Schellen und dahran keirt man sie. Auf der Allm ist cs sehr schön. Abend zittert di« Schnerin und singt auf der Allm do gicbts ko Send. Wenn dann d«r Herbst kamt nnrd abgetrieben. Sie freuen sich schon auf das srühjahr, da es wider losgcht. a cb ch e| e e e e ®! R i k 1 m 1 in