■S7r. 3 t^encralsmonumcnte in Leningrad hat man stohenlasscu und alle Marmorvlcntcn, auf denen verewigt ist, daß jenes Gebäude, jene Brücke, jene Parkanlage unter der glorreichen Regierung des Zaren Soundso So- undsowitsch I., II., Hl.(nicht Gewünschtes bitte zu durchstreichen) errichtet wurde. Auf dem Sockel Alexanders III. ist bloß eine neue Inschrift eingemcißelt worden, Leerst des Polksdichters Demian Bjedni: Mein Barer fand, so wie mein Sohn, Ten reichverdienten Henkerslohn, Doch ich, ich muß hier weilerrciten Rühmlos durch alle Ewigkeiten. Dick hockend auf dem dicken Hengst, Ein lächerliches Schreckgespenst Ten Menschen, den von uns befreiten. Alexander III., vorletzter russischer Selbstherrscher. Uebrigens stimmt das mit dem Hocken auf dem dicken Hengst und das mit der Lächerlichkeit: der Bildhauer hat, ob sreiwil- lig oder nicht, dem Dargestellicn Gesicht und Körper eines vierschrötigen Wachtmeisters gegeben, dessen Eskadrongaul sich anschickt zu bocken, und man hat schon im Frieden ästhetisch-patriotische Diskußionen über diese Skulptur abgeführt. Ein bockendes Denkmalpferd ist etwas Auffälliges für St. Peters- burg gewesen, wo die Bronzeroffe die Gewohnheit des Gegenteils haben: sich kühn aufzubäumen. Es gibt hier keines, das seine vier Hufe am Boden hätte; Peters des Großen Gaul vor dem Winterpalais macht Männchen und stützt sich dabei auf den Schwan;— weshalb der Stallgenosse, den Nikolaus I. hinter der Isaakkalhedrale re rer,! rassclbe Kunststück probieren muß—, den! Durchgang vom Geiieralstarsg. bände zu in I Newski kröin eine„Onalr.ga von sechs seu! rigen Rennern"(Holzbock). und deren Bor-s derküße greisen ebenso in die Vujt wie die der! antiken Dopxetiroiw aus dem Narwabogen! und die der vier Pserde. die über die Brüstung der Aniiischkowbrüüe von bronzenen Stallknechten zur Tränke geführt werden. Wir aber wolle» mir allen vier Beinen auf dem Bode» der Tatsachen und des Newski-Prospekts bleiben, auf dem die adligen Gestalten Dostojewskijs, Puschkins, Tolstois und Lermontows verschwunden sind und keine schnauzbärtigen Generale, keine reichen Kaufleute und überhaupt keine Equipagen mit galonierter Lakaien mehr spazieren fahren. An die Stelle der Kaleschen sind die Galoschen getreten, die Läden gehören den Kooperativen, und die Inhaber der berühmten Kuk- kerbäckereien Ballet, Berrin, Borman, Conradi und Abrikosow existieren nicht mehr, jedoch ein süßer Trust ist dir geblieben, der diese Geschäfte verwaltet; sie haben neue Namen, die sich schon eingebürgert haben, und man darf keincni Mädchen in Kiew, Rostow, Moskau oder Charkow erzählen, daß man nach Leningrad fährt, sonst muß man versprechen, eine Bonbonniere von Tegurnie sprich: des Gourmcis) mitzubringcn. Die Paläste stehen noch am Prospekt des 25. Oktober genau so, wie sie vor dem 25. Oktober standen, nur die Besitzer schien, Fürst Srroganoff, Graf Tcheremctjew, Graf Antitschkow, Graf Schuwalow, Großsiirstin Elisabeth Fcodo- rowna, der Präsident des Heiligen Synods Pobjcdonoffew, Fürst Bielosclski-Bieloseriki und so fort(nach Paris). Ihre Schlöffer sind Museen geworden, meist verblieben Einrichtung und Anordnung, und der Palast wird als solcher besichiigt(Museum der arfftokratischcn Lebensweise), aber auch wissenschaftliche und küustlerische Kollektionen sanden in den Schlößern Unterkunft. Leningrad hat jetzt über zweihundert öffentliche Sammlungen— es ist vom Rom des Nordens zum Athen des Nordens geworden —, und nirgends verfügen die Akademien, die Universitäten, die Kliniken, die Schulen» die Sammlungen. d:e Bibliothek'» und die Projessoren über derart splendide Ränmlich- kciten. Tob.', ist die EinwohnerMl, die im Kriege rwei Millionen betrug und währeud R.'oo!it':ou. Bürgerkrieg und Hungersnot und weil Len'iigrad aushör e, Rußlands Hauptstadt zu sein, auf jcchshuudertausend sank, wieder auf eine Million eiumalhunderttausend argcwachpu, trotzdem einige Superkluge schon das Gras in den Straßen wachsen hörten und vrophczeucn, an Stelle der Eremitage werde bald der Unvald wuchern. Statt des Grases wächst die Bkvölterungsziffer konstant, statt des Urwaldes wuchern«in Paar Repmanner, — 2— und von den clfhundcrt jahrelang verödeten Häusern sind taiiscnd von neuem bewohnt. Die restlichen hundert Gebäude, so die Kasernen ani Marsfeld, verfielen allerdings be- trächtlich, und ihre Renovierung würde mehr Geld kosten als ein Neubau. Derzeit die Stadt ohne Wohnungsnot(jeder obdachlose Kluge hat hier«in Palais!), wird sie es bald nicht mehr jein, da sie der einzige baltische Hafen Rußlands ist, und da die zentralen Unter» richlsbchördcn über kur; oder lang hierher verlegt werden sollen. Jedoch wir hatten uns vorgenomulcn, auf dem Ncwski-Prospekt zu bleiben. Daß Line Gestalten Dostojewskijs, Tolstois und Lermontows, keine Kaleschen mil galonierten Dienern und keine schnauzbärtigen Generale und keine reichen Kaufleute mehr in Erscheinung treten, haben wir wohl genügend oft wiederholt, und es wird allmählich Zeit, zu sagen, was in Erscheinung tritt. Vor allem tritt in Erscheinung daß Leningrad auch im neuen Rußland eine elegante Stadt ist. Trotz der Textilnot ziehen sich die Frauen sehr gut an, nicht nur die jungen, auch die alten. Durchaus großstädtisch sehen die Männer aus, den Muschi! im Schaffell und Ziegenfcll, der in Moskau jenseits der Boulevards das Stadtbild beherrscht, findet man in Leningrad nicht; die Matrosen tragen sich außenbords wie aus dem Ei gepellt, sonst gibt es wenig Uniformen, nur die blauen Dchildmützen der Studenten und der in technischen Berufen Tätigen; in sauberem Hemd und guten Anzügen gehen die Arbeiter auf den Straßen der inneren Stadt, stark unterschieden von chren Genoficu im Donczbccken, deren Mehrheit noch Lumpcnproletarieru gleicht. Die Moral sitzt hier lockerer in den Gelenken, mag das nun Erbe der Hof- und Residenzstadt, mag das nun unveränderliche Eigenheit jeder Hafenstadt sein, Wirtshäuser blühen an allen Ecken und Enden, meist mit grüngelbem Firmenschild und der Aufschrift Wijn, Bawarja oder Lcwnbrai(laut lesen!). Drei Kabaretts, eine Bar, und im Hotel Europa tanzt man sogar Foxtrott, dreimal in der Woche, sechs Paare aus dem Publikum, die sich, wenn Stimmungsbeleuchtung gemacht wird, auf neun erhöhen. Foxtrott und Hotel d'Europc— Tchnsuch'.szicl aller Gents und Modedänichcn Leningrads!(Unk'- Foxtrott versteht man in Sowjctrußland moderne Tänze; beim Foxtrott brach der Weltkrieg aus, und von Shimmy, Java. Blues, Charleston ahnen die Aermstcn nichts!) Außerdem gibt es zwei Spielklubs, einen mit Lotto aus dem Newski- und einen auf dem Wladimirski- Prospekt, wo man Bakkarat und Makao spie- len und die Aufmerksamkeit der Gchcmvoli- zei auf sich lenken kann, und drei oder vier In w eien lüden, davon einen— den im^'n» delshof— mit Halbedelsteinen des Urals, insbesondere Lovis Lazuli. Tie Geschäfte strahlen Lich-reklameu aus, normale Litfaßsäulen und dreikantige, transparente Glassäulen auf scchskantigem Postament sind Plakathast bemalt; auf Weiße Leinwand werden gleichfalls Reklamen Projiziert, zwischen Nachrichten der Abendblätter. Lautsprecher des Radio dröhnen an den Straßenkreuzungen, und die Gläubigen, die vor der Filiale der Troitzko-Sergcjewskaja-Lawra knien, hören gleichzeitig das Gebet des Popen und das Orchester des Akademischen Operntheaters und wissen nicht, wo Gott wohnt. An der einen Ecke ist also die Lcning oder Zahlstelle der Moskauer Ikirche, an der^veilen Ecke der Funksprccher, an der dritten der Kaufhof und an der vierten skht Ferdinand Lassalle. Nur als Herme, und da er nun einmal keinen Unterleib hat, lirj er sich auch den Schnurrbart abnehmcu und tvard zu einem Antinous, der die.Handelsakademie absolviert hat; qucrkant und unregelmäßig ragt die Büste über das Postament hinaus. Lassalle teilt mit Plechanow, Jaurüs, Bebel und einigen Sozialrevolutionären und Anarchisten das Schicksal, rechtzeitig gestorben zu fern, um Standbild, Straßen und Städte in Sowjctrußland gewidmet zu bekommen. Tenn hätten sie's erlebt, so hätte mancher, ein so ehrlicher Führer der Arbeiterschaft er auch sonst getvc- sen, für die Kricgskreditc gestimmt und gegen die kommunistische Revolution agitiert. Jedenfalls steht jetzt Ferdinand Lassalle monumental da, N'cht tveit von der Katharina; die hat' ihren Unterleib behalten und ist von den Statuen ihrer Günstlinge Potemkin, Rumjanzew, Bezki und Sutvarow umgebe». In dieser katharinischcn Gegend össnct der New- jki-Prospekt bereits ganz andre Prospekte als im Bahnhoftlmkreis, hier buchtet er sich aus zu Plätzen mit Blumenbeeten, frei und prächtig schauen die Fronten von Theater und Bibliothek nach allen Seilen. Die Kasan-Kathedrale breitet ihre Arme aus, mächtige Kolonnaden, um ganz Rußland aufzunehmcn; aber diese Umarmungsbereitschaft war nicht so gemeint, daß sich in ihnen Demonstranten zu Meetings gegen den Zarismus vereinigten, und da sic dies seit 1876 beständig taten, erfüllte man den Raum mit Rasen und Bosketts und sperrte ihn mit zierlichen Gittern— aus ist es mit den Demonstrationen, dachten die Regierenden und lachten sich ins Fäustchen wie der Ehemann, der das Kanapee verkauft, damit seine Frau ihn nicht betrüge. Tie silberne Balustrade am Altar, sechshundert Kilo schwer, nach den napoleonischen Kriegen von den Donkosaken gestiftet, ist 1820, zur Zeit der Hungersnot, versilbert worden; sie soll keinerlei künstlerische Bedeutung gehabt haben. Bon öffentlichen Kunstwerken ist erstaun- lichcrweisc während des Bürgerkrieges nich's zerstört und nichts verschleppt worden, und nachher wurden die Sammlungen der Eremitage und der andern Museen durch Stücke ans den Schlössern verdreifacht und vervierfacht; am Tage und in den Abendstunden sind die Galerien von Besuck;ern durchflutet, meist von Exkursionen, denen Damen der ehemaligen Bourgeoisie und Hörer der kunsthistorischen Akademie die Führer machen; ungeheure Schätze aus den entlegensten und unbewohntesten Sommerresidenzen sind der Oeffcnt- lichkei: zugänglich gemacht, also..geraubt" worden. Manchmal:st der Newsti-Projpekt eine Straße, manchmal ein Platz, manchmal aber auch eine Brücke; denn senkrecht auf diese Koordinate der Stadt verlaufen Vertikalprojektionen, und die sind flüjjlg. Schissahrts- kanäle. Man muß schon ein arger Schmeichler sein, um auf Grund dieser Kanäle Petersburg so malen zu können, daß man es erkennt und doch von Venedig nicht unterscheiden kann. Was aber brachten höfische Maler nicht zustande! an den Wänden der russischen Museen und der Paläste von Zars- kojc-Selo ist zu bestaunen, wie die gcschmci- digen Schüler Canalcttos eine Persvektive zu Wahlen wußte», die dem Palais Siroganoss die Züge des Togcnpalastcs gibt, die(allerdings schmalen) Kaistraßen verschweigt, der Brücke zwischen Eremitage und Winterpalost den Schwung der Ponte di Sospiro verleiht und auf der Mojka, dem Jekatcrinfkikanal und der Fontanka Gondeln schwimmen läßt. Ganz großartig, schöner als der Markus- Platz, wird der Newski dort, wo er zu Ende ist, wo er in einem grandiosen Delta von Skulptur, Natur und Architektur sein Ziel er reicht, Mündung des ganzen russischen Landes in die Newa zu fein. Da leuchtet eine lange Spitze aus dunklem Gold über dem Figuren» und Säulcnreichtum des Admira- litätsturms, da rieselt der Springbrunnen und strecken sich die Bäume des Alcxandcr- gartens, da schickt sich Peter der Große an, mit seinem Pferd über den Fluß zu springen, da spreizen sich Senat und Synode und Garde-Manege, und da strotzt in altem Rot der Winterpalast, sichernd umschlossen von einem massiven Kreis der Ministerialgebäude. Dahinter: die Newa. Vorige Wowe tvar sie noch Eis, und nächste Wock;e wird sic ein -Strom sein, aber sic vollzieht diesen Toilettewechsel hinter braunwolkigem Vorhang. Der Himmel sandte ihn dem Flusse, und die vielgeprüfte Stadt wird er entschädigen, indem er ihr weiße Nächte gibt. Tann kann man nachts am Kai stehen und die Netva sehen und ihre geschmückten Inseln und die Petcr- Pauls-Fcstung. Auf die blickten die Zaren und ihre Gäste, wenn sie sich vom Bankett erhoben, um ans Fenster zu iroten: sie brauchten sich nicht zu beunruhigen, fist ragten die WÄle aus dem Wasser, jedem Ausbruchsversuch der gefangenen Empörer Hohn sprechend. Tie Zaren und ihre Gäste konnten lächelnd diesen Blick genießen, fest stand der Tower, tveiß waren die Nächte, und keinem Gedanken öffnete sich der Prospekt des 23. Oktober 1917. DMenkolonle. Hier wirkt ein gütiges Geschick in dieser blanken Herrlichkeit. Du hörst zu jeder Tageszeit Musik. Das alles blendet deinen Blick, die. Pracht, der($Ian;, der Urberfluß, dort gehi der Mensch mit leichtem F»h ins Glück. Wie elend kommt der Mensch sich vor, der halb und halb in Lumpen geht, der einsam und verlassen steht vorm Tor. Und eine Sehnsucht nimmt ihn hin, daß er im Geiste sehend wird, es hetzt das Blut und es verwirrt den Sinn. Es bohrt in ihm, daß es dem Tier und was sonst bei der Billa steht, daß es d«m Hund dort besser geht. wie dir Ludwig Pratsch. Der Mörder. Bon Heinrich Lersch. An einem ersten Frühlingsabend des Jahres 1912 saßen die Gesellen noch ein Biertcl- stündchcn am ossenen Wcrkstatt-Tor, ehe sie iu ihre ungemütlich einsamen Quartiere gingen. Ta trat ein riesiger Kerl mit einem schwarzen Barte zwischen sie und verlangte, einer non ihnen müsse seinen Amboßplatz in der Schmiede räumen. Er hätte seit drei Jahren keine rechte Stelle mehr gehabt, keinen rechten Schlag geschmiedet und nun könne er es nicht mehr anS- haltcn. Jetzt sei es Frühling und der Jüngste könne sich auf die Wanderschaft begebeu. Aber der Jüngste lachte ihn aus Gut, meinte er, nun erst recht Wenn er nicht gehen wollte, sollte er mit ihm kämpfen, . wenn er wolle, aus Tod und Leben. Es sei ihm bitter ernst. Er müsse Arbeit haken ober er mache sich und andere unglücklich. Obwohl die Schmiede das verstehen konnte», wollte keiner seinen Platz abgeben. Sie sahen sich an und der Fremde nahm sich einen Schmiedehammer, gab einen anderen dem Jüngsten und sagte ihm, er solle sich verteidigen. Ter Altgeselle riet dem Jüngsten zur Wanderschaft, ein Schmied müsse schmieden. Sonst käme der Weltzorn über ihn und dann sei eS aus Der Junge lachte und sagte, daß er gerade ein Liebchen gefreit und darum nicht gehen könne. Voller Wut schrie der Fremde, ein Mann kann nicht vom Werk, ein Weib nicht von der Liehe, der Jüngste sei noch kein Mann und müsse weichen, und er drang ans ihn ein. Ta sprang der Junge dem Angreifer an die Kehle, warf sich auf ihn und im Umfallen schlug er ihm mit der Faust auf die Brust. Krallte die Hände um den bärtigen Hals, bis der Riese gestreckt lag und sich nicht regte Als er den Hals losließ, schoß ein breiter Blutstrom aus dem Munde des Unterlegenen; er ruckte den Leib, streckte sich, stöhnte und ward sttll. Run muß er doch ans die Walze, sagte der Al'gesell. Tie anderen aber meinten,, er hätte in berechtigter Notwehr gehandelt. Sie seien ehrliche Zeugen. Einer solle sofort die Polizei holen, der Jüngste müsse bleiben und keine Furcht haben. Ter Meister kam, schloß die Werkstatt ab, ging ans Telephon, kam zurück und ließ den Beamten ein. Er stellte dem Jungen das beste Zeugnis aus. die andern beteuerten seine Unschuld. Aber der Täter war durchs Fenster auf und davon Rach dreizehn Jahren stand der Meister wieder mit seinen Gesellen am Werkstatt-Tor, da kam ein fremder Schmied und fragte nach dem Meister. Er müsse ihn allein sprechen. Sie gingen auf die Zeichenstnbe. Ta gab sich der Fremde zu erkennen und sagte, er wolle sich der Polizei stellen, er hielte es nicht mehr ans. den ungesühnten Mord mit sich herumzu» trogen Ter Meister war glücklich, da er ihm sagen könnte, er sei vollständig unschuldig. Es sei gar kein Mord noch Totschlag gewesen. Aber davon wollte der Geselle nichts wissen Er verlangte, von dem Meister zum Unter- suchungsrichter gebracht zu werden. Er wollte kein Wort hören Er könne nur noch sühnen. Dreizehn Jahre Mord wären zn viel für einen Menschen, der noch Gefühl im Leibe hätte. Er hätte sich längst selbst umgebracht, aber seine Seele verlange nach Sühne, nichts als nach Sühne. Ter Meister verstand ihn nicht. Ließ ihn ausreden und nahm ihn dann mit in die Werkstatt. Er zeigte ihm den Hammer, die Stelle, wo er gelegen, und dann sagte er ihm, daß am Tag nach dem Unglück ein Krankenhauswärter gekommeu wäre, der sich den Toten angesehen. Ja, habe der gesagt, er war schon eine halbe Leiche. Er sei dem Wärter im Fieberwahn entsprungen. nm noch einmal in eine Schmiede zn gehen. Tag und Nacht hätte der Schwarze nach seiner Schmiede geschrien. Tas gab der Arzt und der Wärter zu Protokoll und so konnte gar keine Anklage erhoben werden Tie Geiellen hätten immer nach ihm, dem Flüchtigen, geforscht, damit er doch Ruhe haben solle. Run könne er noch froh sein, daß er von seiner Angst erlöst sei. Das hätte er sich sparen können Der Geselle stierte den Meister an. Saß wortlos lange und wußte sich nicht zn äußern I Der Meister wollte ihn mit ins Haus nehmen, I seine Wiederkehr zu feiern. Er aber blieb starr sitzen. Sagt, Meister, sagt, daß alles Lüge ist! Ihr wollt mich kaputt machen mit eurem Trost; ich bin ein Mörder. Wer dreizehn Jahre Mord mit sich herumgeschleppt, der gehört nicht mehr unter die Menschen. Als der Meister hinging und in seinem Pult nach den Papieren suchte» hörte er, wie der Geselle sich am Kabel zu schaffen machte. Er ging zu ihm und wand ihm das Seil aus der Hand, setzte ihn wieder auf den Ambotzstock Arsene Bichon ist nie eingezogen gewesen nnd sucht sich trotzdem für einen alten Frontsoldaten auszugeben, der von den mannigfachsten Leiden geplagt wird. Wenn er wegen eines Hühnerauges oder wegen eines eingewachsenen Nagels hinkt, schreit er schamlos: „Seitdem ich den Granatsplitter in den Knöchel bekommen habe, leide ich immer bei jedem Umschlag der Witterung." Ist er erkältet, dann ruft er hüstelnd aus: „O. diese satanischen Stickgase; das will und will nicht Weggehen!" Dieses geniale Mittel hat er erfunden, um sich interessant zu machen. Arsene Bichon wird vor allem von einem ziemlich verbreiteten Leiden geplagt: von der Faulheit. Wieviel Menschen sind übrigens wie er für den Rentnerberuf geboren! Leider sind nicht so viel Renten da, daß alle davon leben könnten. Arsene steckt natürlich bis über den Hals in Schulden, und um sich das Geld zu einem Mittagessen zn verschaffen, muß er ost einen richtigen Kriegsplan entwerfen. Wenn er in der Zeitung liest, daß politische Gefangene einen Hungerstreik angetreten haben, würde er sich am liebsten ins Gefängnis begeben und dort ihre Ration beanspruchen, damit nur ja nichts verloren geht. Neulich blühte ihm das Glück, bei seinen langen Streifzügen durch Paris einen goldenen Kneifer zu finden. Er war schon im Begriff, ihn zu verkaufen, aber als er dann bedachte, daß man ibm ein Svottgeld dafür bieten würde überlegte er: „Es ist besser, daß ich den Fund vorteilhafter ausschlachte." Er drückt ihn auf die Nase, tritt in ein kleines Restaurant und nimmt an einem Tischchen ganz hinten im Saal Platz. Arsene hat ein sehr familiäres Wesen. Er fängt sofort an, mit dem Kellner zn plaudern, sprich: von seinen schlechten Augen und ruft aus: „Ach, der Krieg, der Krieg! Ohne diese verfluchten, Tränen erzeugenden Gase brauchte ich gar keine Gläser zu tragen. Sehen Sie. meine armen Augen weinen beständig." Und die Gäste, die Arsene jammern hören, beklagen dieses unselige Opfer eines rücksichtslosen Krieges. Unser Freund läßt sich ein ausgiebiges Mittagsmahl vorsetzen, aber als er seinen Kaffee geschlürft hat. murnrelte er dem Kellner>n- Ohr: „Sagen Sie dem Besitzer, er möchte mal kommen" „Sollte der Herr vielleicht mit der Bedienung nicht zufrieden gewesen sein?" „Im Gegenteil, mein Lieber, im Gegenteil, machen Sie sich deswegen keine Gedanken. und kam zurück, die Dokumente in der Hand. Wortlos las der Geselle, riß sie entzwei und stürzte nieder. Fiel in Krämpfe und Tobsucht, so daß er ins Irrenhaus gebracht werden mußte. Monatelang hielten sie 5)» in der Tobzelle. Als er sich auSgerast hatte, begriff er, was geschehen. Aber er konnte keinen Hammer mehr anfassen, ohne in Krämpfe zu fallen. Er kam zu einem Gärtner in Arbeit. So wurde er mein Nachbar und über den Zaun erzählte er mir, was er auf seiner Flucht erlebt und erlitte». Ich will ihm gerade meine Zufriedenheit auS- drücken." Der Wirt wird benachrichtigt und kommt heran. „Der Herr wünscht?" „Sehen Sie... Mir ist etwas Unangenehmes zugestoßen; ich bemerke soeben, daß ich meine Brieftasche vergessen habe; aber das hat nichts zu sagen; ich bringe Ihnen morgen früh den kleinen Betrag, den ich Ihnen schulde und.. „Ne, ne— schneidet der Wirt ab,— das zieht nicht, bester Herr; die Geschichte tarnen wir schon!" Arsene hat sich erhoben; er versetzt voller Würde: „Ich werde Ihnen schon beweisen, daß ich ein ehrlicher Mensch bin. Im übrigen können Sie sich beruhigen. Hier ist ein goldener Kneifer, der einen Wert von fündig Franken hat: Sie können ihn als Pfand behalten." Arsene bildet sich ein, daß er durch diese großzügige Gebärde das Vertrauen des Wirtes lofort wiedergewinnen und daß dieser ibn nicht seines werwollen Klemmers berauben wird. Süße Täuschung! Der Besitzer prüft den Gegenstand, nnd nachdem er sich davon überzeugt hat, daß er vergoldet ist, gibt er zur Antwort: „Gut, ich behalte ihn, bis ich bezahlt bin." „Verdammter Kerl!"— brummte Arsene bei sich.—„So, du behältst ihn! Schön, du wirst gleich sehen, was passiert..." Und der gerissene Kumpan Wender sich langsam, einem Blinden gleich, dem Ausgang zu. Mit einemmal stolpert er über einen Tisch. Eine Flasche fällt um. Arsene tut so, als wollte er sie auffangen, aber seine langen Hönde mähen einer Sense gleich Teller, Gedecke und das Salzfaß nieder. Er entschuldigt sich bei dem Gast: „Verzeihung, ich sehe ticpts... Diese leidige Kurzsichtigkeit, die von Tränen erzeugenden Gasen noch verschlimmert ist..." Er geht zögernd weiter; als er aber sieht, wie ihm ein Kellner entgegenkommt, der, ein richtiger Gleichgewichtskünstler, ein halbes Dutzend voller Teller balaneiert, denkt er bei sich: „Der Künstler da, de- kommt mir gerade gelegen!" Und er wirst sich wutentbrannt auf de» Unseligen. Die Speisen wirbeln durch die Luft. lieber einen Provinzler int Bratenrock ergießt sich eine Sintflut von Soße; seine Frau bekommt eine Portion Filet in Madera auf die schönen Gänseblümchen, die ihren Hut zieren. Der Wirrwarr ist unbeschreiblich. Der Besitzer stürzt wie ein Besessene? herbei. Der Kneifer der Dorfeyung. Humoreske von Alphonse Crozitzre. „Der Satan soll Ske und Ihre vandalischcn Gelüste holen! Aber den Schaden bezahlen Sir, ich mache Sie dafür verantwortlich." Seine schweren Hände haben sich auf Ar- senes Schultern gelegt. „Rühren Sie mich nicht an, rühren Sie mich nicht an!" kreischt der durchtriebene Heuchler. Eine Siimme wird im Saal vernehmbar: „Berauben Sie den Unglücklichen doch nicht seines Kneifers. Wenn er jetzt unter ein Auto gerät, dann hoben Sir den Aennsten auf dem Gewissen." Und all die Gäste Pflichten ihm bei Mar hört, wie sie murren: „Dieser Mensch kennt kein Erbarmen! Eine« alten Frontsoldaten auf diese Weise zu bchan» deln! Man müßte den Betrieb boukottiercn. Der Elende!" Arsene denkt: „Das nimmt ein böses Ende für den Wirt. Ich bin gerettet." Und mit vor Entrüstung zitternder Stimme flöß: er hervor: „Ich danke Ihnen allen... Schämen mühte er sich' wenn er es noch kann." Ter Besitzer, den der heftige Widerspruch seiner Gäste eingeschüchtert hat. willigt ein, dem Galgenstrick Arsene seinen schönen goldenen Kneifer zurückzugcben; er wird wieder"die Lie» benswürdigkeit selbst und meint: „Also, ich darf darauf rechnen, daß die Cache morgen geordnet wird?" „Selbstredend, ich komme gern wieder zum Essen." „Do wohnen Sic den eigentlich?" Arsene gibt eine falsche Adresse an und verschwindet dann, nachdem er sich von all den Leuten, welche für ihn ciugetreten sind, aufs freundschaftlichste verabschiedet hat: „Meine Damen und Herren, dir Einmütigkeit Ihrer Entrüstung hat mich wirklich er» fchüttcrr, und ich erkenne dankbar an, dass eS noch edle Menschen gibt, die eine gute und gerechte Sache verteidigen." Auf der Straße schieb: e: den Kneifer in die Tasche und nrcint: „Der soll mich noch recht lange ernähren. Schlau muß der Mensch sein." Wie brr arme Richard sagt... Bon Max Hayek. Im literarischen Werk, das Benjamin Franklin, der amerikanische Schriftsteller und Staatsmann, hinterließ, finden sich auch die vielen Jahrgänge des berühmten Bolkskalen- ders, den er unter dem Namen eines Richard Saudners al»„Poor Richards Almanac" her- ausgegcbcn Hal. Franklin, der lehrhaft sei» wollte, ohne langweilig zu sein— sein Pendant in Deutschland ist etwa Johann Peler Hebel mir seinem„Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes" gewesen—, Franklin gelangte mit der Publikation dieses Almanachs zu ungeheurer Popularität und Berühmtheit.„As Poor Richard says"—„Wie Ser arme Richard sagt"— war ein geflügeltes Bon. Poor Richard uonnte die Dinge immer beiui rechten Namen und war ein Apostel des gesunden Menschenverstandes, der Ticfblick iu das Wesen der Welt und der Mrnschrnnatur hatte Die kleine Cautmlung, die nachstehend milgeteilr wird, gibt einen Begriff von solcher Weisheit. Mau wird sie heute mit demselben Bergnügen lesen wie um 1757, als sie im„Poor Richard'-:- Alma oar", der mir in einem auszugsweisen Neudruck vorliegt, zu lesen war: Wer in sich selbst verliebt ist, har leinen Rivalen. Seltsam, daß ein Mensch, der Witz genug hat, um ein« Satire zu schreiben, dann auch «och so närrisch ist, sie zu publiziere». Wir sind für die größt« Gesundheit nicht so empfindlich wie für die kleinste Krankheit. Nichts trocknet schneller als eine Träne. Das Gold wird im Feuer geprüft, die Frau wird durch das Gold geprüft, der Mann durch die Frau. Fische und Besuche stinken in drei Tagen. Kein Mensch predigt besser als dir Ameise, und sic sagt gar nichts. Wo eine Ebe ohne Liebe ist. da ist bald Liebe ohne Ehe. Der har dich so oft betrogen, wie du dich selbst betrogen hast. Kein Streit würde lange dauern, wenn das Unrecht nur auf einer Seite wäre. Die Zunge wendet sich imuirr zum schuicr reiiden Zahn. Wer die Leideuschaften anderer Menschen nicht ertragen kann, kann seine eigenen nicht beherrschen. Tas Heule ist der Schüler des Gestein. Jeder will lange leben, aber keiner will all sein. Tie Faulheit reif: so langsam, daß sic von der Armut überholt wird. Liebe, Husten und Rauch können nicht gut verborgen werden. Gut getan, ist besser als gut gesagt. Wer ist weise? Ter vom jedem lernt. Wer ist mächtig? Der sich beherrsch:. Wer ist reich? Der zufrieden ist. Wer ist das? Aieuiaud! __5Bw wir für jedes müßige Wort bezahlen möge», so müssen wir für jedes müßige Schwei gen bezahlen Ter Wolf frißt hie und da ein Schaf, aber dl, Menschen verschlingen Tausende davon. Die Zunge ist weich und ohne Knochen, aber mancher Schlag von ihr bat Menschen das Rückgrat gebrochen. Sooft wir Gutes tun, opfern wir. Was mancher nicht weiß. Acrlin-Rcw Jork-London. Dir brachten kürzlich hier eine Notiz über das heutige Berlin, in der es hieß, daß Berlin an Einwohnerzahl nur hinter New Jork und London zurück- stehe.„Das ist ein Irrtum", schreibt tins ein gewissenhafter Berliner, der cs tveiß—:„Berlin steht auch hinter Paris recht erheblich zurück. Paris umfaßt jetzt ungefähr fünf Millio- neu Einwohner. Der(übrigens weitverbreitete) Irrtum rührt daher, daß die offiziellen Zählungen in Paris einen Teil der offiziell noch nicht eingemeindeien Bororre nicht mit umfassen, währen- in Berlin alle Bororte eingcschlos- fen sind. Aber selbswerständlich kann man doch Weltstädte miteinander nur vergleichen, wenn man die Einwohner aller Borort« mit zusammen nimmt, unabhängig von ihrer Kommunal- Verfassung. Auch in Berlin sind die Bororte erst 1918 eingcmcindct worden. Und London besteht heute noch aus einer Anzahl verschiedener Gemeinden. Ter bei weitem größere Verkehr in Paris erklär! sich inner anderem auch aus seiner größeren Einwohnerzahl, freilich auch daraus, daß Paris weit mehr das Zcuirinu des iiiicr nationalen Lebens bilder." Chirago har feinen Romen von Lhcgogua, der wilden Zwiebel, welche vor Jahrhunderten in der Umgebung dieser Stadl wuchs. Das Aquarium in Monte Carlo ist das größte und beftausgestattere. Es enthält-19 Wasserbecken und Tausende von Flicken. Tie neuesten zehn Becken sind erst zu Beginn des aegemvär tigen Jahres vollendet worden. Ja Neu-Fundland, der britisck-nordameri- kansschcn Insel, gibt es Hegen 40.000 Seen. einerlei. Die Schärf« des Jnscktenauges. Sicherlich hat das Auge, jenes Wunderwerk unserer Allmutter Natur, bei Menschen die höchste Vollkommenheit eines Sinnesorgans erreicht. Tomit soll aber bei weitem nicht gesagt sein, daß andere Lebewesen für ihr Dasein besser ausgerüstet wären, wenn sie Augen, ähnlich denen des Men- jchcn besäße», denn jedes Tier hat naturgemäß seinen ganz bestimmten Lebens- und Wirkungskreis. an den seine Eigcnsckofteii«!>d körperlichen Drgane(also auck das Auge) angepaßt sind. Geradezu großartige Apparate sind da die Augen der Insekten, dir mit ihrer riesigen Au» zahl cinzcliier Linsen wie die Fazctkcn eines reich geschlissenen Tianiaulen anssehen. und nur du« durch kann die Bedingung erfüllt werden, daß das mit solche» Augen ansgcstaticic Tier sowohl in der Räbe, wie bei schnelleni Finge auch ans größere Entscriiungen gut sieht. Natürlich steht dir Sehschärfe auch in eineni gewissen Znsam- mcnhang mir der Größe des betreffenden Tie.eS, so daß es uns nickt wunder nehmen darf, wen» z. B. eine Biene auf einen Zentimeter Abstand ebenso gut sicht wie rin Mensch auf einen Meier. Dafür ist aber die Sehschärfe selbst, besonders in den geringsten Entsernnngen vom Ange oilßcrordeutjich groß. So ist;. B. fcstge- stellt worden, daß Jnsek'.en unmittelbar vor ihrem Ange befindliche dunkle Punkte noch bemerken können, wenn sie bloß d-e Größe von l bis" Tausendstel Millimeter(!) besitzen. „Nun, habe ich Ihnen gut geraten, als ich Jhncil sagte, Sic sollten heiraten? Früher fehlte Ihnen mindestens rin Knops am Anzug, da? hat doch zetzr auzgehört."—„Ja, ja. das Änops- annähen har sie niir auch schon bcigebrachi!" Kindermund.„WaS würdest du vorziehen, Hänschen, einen kleine» Bruder oder ein Schwesterchen?"—„Wenn's dir nichts ausmachr, Mutter, ich würde mich an« meisten über ein Schaukelpferd freuen" Englischer Humor. Die kleine Mollic saß artig neben ihrer überschlanken Mutter in der Straßenbahn und iah mit gwßen. erstaunte« Augen auf eine ungewöhnlich dicke Fran, die sich durch die Tür zwängte und der Mutter gegenüber Platz nahm. Roch langem Nachdenken rief das Kind znm Entsetzen der Mutter laut: „Mutti, ist das eine einzige Dame?" Silbenrätsel a, beih, bre, de, di, dois, dow, e, ent, ent, gi; graph, Hal, i, i, in, le, li, nm, na, ner, o, ri; ro, ru, sa, si, sol, t«, tri. AuS diesen Silben bilde man 11 Wörter folgender Bedcutung: l. Banktechnischer Ausdruck, 2. Männlicher Vorname, 3. Teil der Welt, I. Ein dnrch den Rundfunk weitbekannier Ingenieur, 5. Ge- ! iellschastsfpicl, 0. Weiblicher Borname, 7. I Amcrikanischei Pelkssiamm, 8. Aeitcrc E.- jindnng, o Bagnerjche Dpernjigur, 10. Ae» I gvptiscke Halbinsel, I l. Siedl in Tberitalien. s Die Anfangs und Entbuchsirb.» dicker Wör- I rer, nacheinander von eben»ach unten gelesen, s ergeben einen alte» Merisprnch. > Auslösungen der Rätsel aus der vorigen Nummer: Manisches Quadrat: l. Janus, Agent, | 3. Neira, 4. Unruh. 5. Stahl