Rr. 38. KnterQaltmi^eilaae, 1927, Ein Abenteuer im Vaeifte-Expretz. Uon ttc». aitffor». Der Pacific Expreß heulte in die Nach! hinaus. Ich sag in meinem Abteil. überflog die letzten Nachrichten des„Telegraph", sah zuweilen;nm Jeuster hinaus, rvenn ein farbi- ges Signallicht vorüberflitzte, und fühlte im übrigen, daß mich eine leichte Müdigkeit beschlich, die ich als den Sendboten baldigen Schlafes freudig begrüßen zu müssen glaubte. Tie Augenlider, die ich kranipfhafr offen zu balien bemüht war, versagten öfters ihren Dienst und fielen, ernuidet durch die langweilige Zeitungslektüre, zuweilen zu, während ich, durch Las gleichmäßige Poltern des Räderwerk« in sanfte Rübe gewiegt, in eine Ar: Halbschlaf verfiel. Plötzlich schrertie ich auf: ein Windstoß balle die Türe meines Abteils zugeschlagen. Ick achtete nicht weiter darauf, bis mich ein verdächtiges Geräusch, das aus dem Gepäcksträger zu kommen schien, aus ineiuem Seelenfrieden aufzustören begann. Ich blickte ans: eine Gestalt versuchte sich aus der Ber- scklingung-cs Eepäcksnetzes zu lösen. Ich sprang ans, versuchte die Türe meines Abteils zu öffnen, aber sie widerstand meinen Anstrengungen— sie rvar ins Schloß gefallen und konnte nnr von außen geöffnet werden. Der Fremde glitt auf den Boden nieder, lächelte und holte feine Pistole hervor. „Versuchen Sie nicht, die Rotleine zu ziehen!" waren seine ersten Worte. „Warum verfolgen Sie mich?" fragte ich und versuchte meinen Zorn, der über mick Gewalt zu bekommen drohte, zu bändigen. „Wollen Sie mich anhören?" Dies« kategorische Frage trug zugleich ultiinativen Charakter und sollte niir das Gefahrdrohende meiner Situation neuerlich zum Bewußtsein bringen. Ich:„Rein, ich habe nick' die geringste Lust... Aber ich werde die Polizei rufen!" „Tun Tie das nicht, ich ra!r Ihnen gut!" „Dann belästigen Sie mich nicht Weiler! Gehen Sie...!" „Richt eher, als bis Sie..." „Geben' Sie die Pistole fort!" '„Fällt mir nicht ein!" „Herr, meine Geduld ist zu Ende! Wenn Sie sich nicht unverzüglich empfehlen, fliegen iSie durch das Conpöfenster aufs Geleise | hinaus!" „Das wird Ihnen herzlich wenig nützen — dann sehen wir uns in Hamshire, Vermont, Maffachuscttt oder wohin Sie gerade reifen, wieder. Ich hefte mich an Ihre Fersen bis ans Ende der Welt!" „Sir scheinen geistesgestört: ick werde Tie einem Psychiater übergeben!" „Der wird Sie zurückbebalten und Ich hätte die wenig angenehrne Mission, ihnen Gesellschaft zu le-stcn!" „Ich entbinde Sie dieser Lierpflichiungi" „Sehr liebenswürdig! Aber das genügt nicht!" Ich begann zu lache», zu toben, zu brüllen, cs half nichts, der Fremde ließ sich nicht im mindesten aus der Fassung bringen: sein stereotypes Lächeln gab mir zu verstehen, daß er keinen Spaß verstehe. „Wollen wir ein Spielchen machen?" „Danke!" gab ich mit erkünstelter Ruhe zurück. „Schlechter Laune?" fragte er. „Ihre Diagnose stimmt!" gab ich gece-z! zur Antwort. „Wollen wir boxen? Boxen Tie?" versuchte er neuerlich, mich in- Gespräch zu ziehen. Ich lachte:„Ich will nicht boxen! Und ich boxe nicht! Aber ich toerde, uni die Lange- tveil« einigerinaßen zu verkürzen, die Polizei rustn!" „Wenn Sie das amüsiert! Aber wie wollen Sie die Polini verständigen? Der Expreß ist in voller Jährt, und die Notleine zu ziehen, verlohnt sich wirklich nicht!" „Aber ich werde Sie tüchtig verprügeln!" beendete ick meinen angestrengten Denkprozeß. „Die Lynchjustiz ist gerade in den Traten gesetzlich reglementiert. Ick glaube, siir jede Ohrfeige gibic- Arrest und für jeden sincchenbruch werden Sie einfach geköpft, und wenn Sie mir einen Backenzahn ausschlagen. kann ist Ihnen der elektrische Stuhl sicher." Diese verKeißnugsoolleu Aspeki«, die in:r mein zudringlicher Misebegleiter eröffnete, brachten mick wieder einigermaßen zur Besinnung, und ich begnügte mich mit der eingeschränkten Drohung, daß ich ihm keine Backenzähne ausichlagen würde, daßer auch keinen Rippeubruch zu befürchten hätte, daß icks aber auf ein Paar kapitale Ohrfeige« ankommen ließe, tveil ich mir aus einige« Tage» Arrest nichts zu machen gewohnt bin. Mein Reisegenossc lächelte geringschätzig, was seine lleberlegenheit nach außenhin dokumentieren sollte, und explizierte mir folge»des: „Bitte, lasse» wir's bei den Ohrfeige« bewenden! Ick bin nicht lveniger als einverstanden damit, aber das Fauslreckr soll seinen uiwerdienten Triumph haben. Als» nehmen wir an: Sie verabreiche» mir zwei Ohrfeigen— bitte, es genügen vorläufig zwei, über die genauere Anzahl läßt sich später reden!—' also zwei Ohrfeigen' Was glauben Tie. geschieht hernach? Ich quittiere die beiden Ohrfeigen, gebe Ihnen aber zwei nicht iveniger kapitale zurück, denn ich liebe glatte Rechnung— und der Erfolg ist, daß wir beide in den Arrest ivandern... beide! böreu Sie?— und ich werde, diesmal zwangsweise verurteilt. Ihnen Gesellschaft leisten zu müssen. Ergo: Sie sind mich mit der Verabreichung zweier wohlgezielier Ohrfeigen keineswegs los, im Gegenteil, unser Kontaft wird sich inniger gestalten— aus mehr als einem Grunde!" Diese Theorie leuchtete mir ein. „Beruhigen Sie sich: ich werde Sie nicht zur Anzeige bringen!" verhieß mir mein Gegenüber. „Aber ich!" „Das täte mir leid'" lachte er,„denn ich müßte Sie gleichfalls zur Anzeige bringen!" „Stimmt!" Ich überlegte«ine Weile und resigniert« schließlich. Apachisch ließ ich mich in de« Fantenil sinken und begann neuerlich nachzudenken.> „Also, wollen Sie?" ließ er sich nach einer Weile wieder vernehmen.» „Rein!" „Tie haben die Wahl, mich loszuwerden oder mich weiier in Ihrer Gesellschaft dulden zu müssen!" Ick rvar zermürbt. -„Also, was lvollen Sie?" fragte ich zag, ini Bewußtsein»reiner schmählichen- lag«... „Ihre Frau betrügt Sie!" .„Das ist nicht mögliche- — 2— ,Mic wolle» Sie das beweisen?" „Ich kann es beweisen!" ,Mso gut, meine Frau betrügt mich! Und was weiter?" ,Mas werden Sie tun?" .„Ich werde einen Detektiv cngag^-en, der meine Frau ans Schritt»nd Tritt zu beobachten hat!" ,-Sehr richtig!.Und wen werden Sic als Detektiv engagieren?" „Das weiß ich nicht!" „Natürlich niich! Ich bin Mitglied des Lnternationalcn Tetcktlvbüros Rat Pinkcr- ton'! Aeußerst zuverlässig, wie Sic sich selbst zu überzeugen Gelegenheit hatte». Ihr« Referenz ist die beste, denke ich. Honorar nach Vereinbarung!" „Sie sind engagiert! Ich habe Proben Ihres Könnens gesehen— Sie haben Kou- rage und Ausdauer!" „Will ich meinen! Und Vorschuß?" ,Hier!" Ich zählte ihm ein Bündel Dollarnoten auf die Hand. „Jetzt sagen Sie mir endlich, mit wem betrügt mich meine Fran?" „Mit mir!" Ich tat einen Satz, suchte ihn an der Kehle zu fassen, aber ich griff in die Luft, denn der Detektiv aus dem ,Internationalen Tetektivbüro Rat Pinkerton' war mir geschickt ansgewichcn. „Und Sic haben die Frechheit, sich für diese Infamie bezahlen und sich außerdem als Detektiv engagieren zu lassen?" tobte ich. „Mäßigen Sic sich!" lachte der Dctck'.iv. „Tie wissen, auch diffamierende Aenßcvnn- gcn werden nach dem Gesetz unnachsichtig geahndet!" „Was wollen Sic jetzt in Ihrer Erzcn- fchafi als Detektiv beginnen?" „Das lassen Sic meine Sorge sein! Vor allem werde ich Ihre Frau beobachten, ich werde sie keinen Moment ans dein Auge lassen, bis ich den Ehebrecher dingfest ge- niacht habe!" „Sie wollen sich selbst beobachten, um sich ungestört mit meiner Fran beschäftigen zu können? Und hernach werden Sic etwas aufdccken,>vas ich ohnedies bereits weiß!" „Was wissen Sie?" „Daß mich nie ine Frau mit Ihnen betrügt!" „Das tviffcn Sic, weil ich es Ihne? gesagt habe! Aber wissen Sic auch, ob ich wliß, daß mich Ihre Frau mit einem anderen betrügt?" „Das ist ungeheuerlich!" stöhnte ich. „Sehen Sie, das ist es, was festgestellt werden muß: Mit wem betrügt mich Ihre Frau?" Ich lachte irritiert. „Ich werde Selbstmord verüben!" ,/Sehen Sic, das ist wirklich das Vernünftigste, was Sie tun können! Es ist nicht meine Gewohnheit, in solchen Angelegenheiten rötlich zu sein, aber ich würde Ihnen empfehlen, sich vorher versichern zu lassen... Hier eine Polizze der„Vita", Allgemeine Lebensversichcimngs-Gesellschast!" und er begann eine Polizze anszufertigcn.„Und jetzt können Sic, wenn Sic tvollen, Selbstmord verüben, so ost es Ihnen beliebt. Allerdings fragt cs sich jetzt, womit: Pistole, Gift oder Strick? Rein, das sind höchst unmoderne Wertzeuge! Ich habe ein neues Patent<är Selbstmordkandidaten konstruiert:„Ter Tod in der Westentasche!" Vollständig geruchlos, schmerzlos und geschmacklos, sozusagen der Tod ohne jede Sentimentalität!" Und er drängte mir eine kleine Kapsel auf, die einem versilberten Manschettenknopf ähnlich sah, und ich versorgte das Mord- instrumcnt in meiner Westentasche. „Es ist natürlich selbstverständlich," setzte mein hilfsbereiter Detektiv fort, ,chaß Sic vor Ihrem Ableben für ein standesgemäßes Begräbnis Sorge zu tragen haben! Tas sind Sic Ihren Kindern schuldig!" „Ich habe kine Kinder!" „Tann sich selbst!" „Mir am allcnvenigstcn!" „Dann bleibt nichts anderes übrig, als daß Sie mir es schuldig sind! Hier der Prospekt! Sic schcn, äußerst kulante Bedingungen. Im Begräbnis erster Klasse ist nebst dem Mcndclsohnschen Trauermarsch, ausgc- fiihrt dilrch die lvcltbenihmte Whiteman- Iazzband, hundertprozentiges Beileid inbegriffen, empfunden durch die Edclkomparserie der„UniversalMannfaciuring Film Eo.", Los Angelos! Und Sie werden den Berbrcn- nungslod allen anderen Bcrrdingungsarten wahrscheinlich vorzirhcn— hier eine Subskriptionsliste auf eine Urne, Erzeugnis der „Le dernier cri"-CompanY, aus edelstem Material hcrgestellt, von unbegrenzter Lebensdauer, inklusive Emballage, 35 Dollar 20 Cents!" Er holte einen Notizblock hervor, ftim- mierte meine eingcgangcucn Verpflichtungen, was einen ansehnlichen Tollarbetrag ergab, rechnete einen gelviffen Prozciftsatz au Provision, die, Ivie er mir versicherte, festen Tarifen unterliege, hinzu, quittierte die Rechnung, und ich mußte schweren Herzens bc- Pthlen, „Also wie ist das endlich mit meiner Frau?" erlaubte ich mir zu fragen und tat äußert zerknirscht angesichts des bevorsteheu- dcir Ereignisses, mich aus der Welt mittels der neuesten Errungenschaft moderner Technik hinwcgbegcbcn zu müssen. „Mit Ihrer Frati?" fragte er und Holle ricucrlich die Pistole hervor, tvas mir das dringende Ersuchen auf die Lippen zwang, die Pistole endlich aus dem SpiÄc lassen zu wollen, wenn ich ohnedies im Besitz/ eines Präzisen Todbringers sei. Aber er lachte, wie gewöhnlich, und fragte mit aller Liebenswürdigkeit: „Rauchen Sic?" und er ließ eine Zigarette aus dem Lauf seiner Pistole schnellen. „Tanke!" bcgnüg'e ich mich zu sagen. „Also mit Ihrer Fran?... ja, ja..." meinte er nachdenklich.„Ihre Frau betrügt niich! Die Frage ist bloß, mit Ihnen oder mit einem anderen! Good bljc!" Es ivärc mir jetzt ein Leichtes gewesen, ihn zu ohrfeigen, ihm sämtliche Rippen zu breche» oder ihm zumindest einen Backenzahn auszuschlagen, selbst auf die Gefahr hin. in den Arrest gesteckt oder geköpft zu werden— aber ich lachte bloß. Lachte aus vollem Halse— denn ich hatte bis an meines Lebens Ende und über meinen Tod hinaus für mein leibliches und astrales Wohl, inklusive des notigen Seelenheils Vorsorge getroffen. Sie glauben die Geschichte ist zu Ende? Jetzt kömmt erst die Pointe! Die Geschichte ist nämlich tatsächlich zu Ende. Menfchenmaienak. Jin Frieden sind wir Arbcitslcuie, sind seelenlose, blasse Zahl Im Krieg sind wir die Masscnbcule des Todes Mcnschcmnatcrial! Wir sind nur Mörtel in den Manern... Was gilt da weniger oder mehr? Und daß die bleichen Frauen trauern? Her mit dem Material, nur her! Der Tod soll seine Ware loben; Ein Bataillon wird nachgeschoben... — Was ist an diesen Leuten dran, daß sic so flennen und so beten? Es sind ja doch bloß die Proleten Herr Oberst, Material heran! , Felix Ricmkastrn. Erlebnisse eines Lnfekten- fammlers. In diesen Monaten, da er in der Natur überall kreucht und fleucht, sind die Sammler der bunten Tierwelt wieder eifrig an der Arbeit, und zum nicht'geringen Teil richtet sich ihre Aufmerksamkeit auf die seltsame Kleinwelt der Insekten und Kerbtiere, der Käser, Schmetterlinge, Raupen und Würmer. Abgesehen von den reinen Liebhabern gibt es 10.000 Sammler von Insekten, die in dem neuen Enlomologen- Adreßbnch aujgezählt werden und die ans wissenschaftlichen und gewerblichen Gründen sich mit dem vielgestaltigen und farbenfrohen Geschlecht der Kerbtiere beschäftigen. Rnr wenigen unter diesen ist es aber vergönnt, in fernen Gegenden ihrem Sammcltriebc nachzugrhcn. Freilich bietet sich überall ein nngeheiieres Betätigungsfeld, denn nach ungcfährcir Schätzungen gibt es auf dem Erdball 100.000 Käfer-, 20.000 Hautflügler-, 30.000 Schmetterlings-, 25.000 Zweiflügler-, 16.000 Halbflügler», 2000 bis 3000 Netzflügler, 9000 Geradflügler- und etwa 2500 Tpinnenarien. Ta aber täglich auf allen weniger bekannten Teilen der Erde Neuentdeckungen gemacht werden, so dürften diese Zahlen sich wohl bald nm das Doppelte vermehr: haben. Tas Sammeln von Insekte» stellt man sich wohl gewöhnlich als ein harmloses und acmü:- liches Vergnügen vor, so wie es etwa der Witzblatt Professor mit Botanisicrtrommel und Retz betreibt. Tatsächlich aber ist die Jagd nach Insekten in allen unbekannteren Gegenden mit großen Entbehrungen und Gefahren verbunden. In Carl Hagcnbccks„Tier- und Menschen- weit" plaudert Bernhard Zukowsky von seinen langjährigen Erfahrungen als Jnicktensamm- ler. Er erzählt, daß die Farbenpracht der „lebenden Edelsteine", die man in den Tropen findet, alle Mühseligkeiten und Anstrengnngcil vergessen'.eßt. J:n heißen Südamerika, in den riesigen Urwäldern des Amazoncnstromes sind es bewnders die Morpho- und Agriasarrcn mit ihren in allen Nuancen von Blond über Hellblau zum tiefsten Violett schimmernden Färbungen, die den Sammler entzücken. Tie indoaustralischen Gebiete werden von den wundervoll gefärbten und gezeichneten riesigcit Or- nithoptera Arten bewohnt. Wenn man nach einem solchen magisch schillernden„Blumenvogel" jagt, kann cs einem aber leuch' passiere», daß einem plötzlich mit wütendem Zischen ein Ricsenschlangcngcsicht rntgegcnstarrt, und die kleinen Giftschlangen sind noch gefährlicher als die großen. Wie ost sinkt der Sammler:m Urwald bis zum Leib in fanligc Banuisiümp.se mit Tausenden von wimmelnden Mod".: und anderem ckelhasteu Gewürm. Stiche von Wespen und Moskitos bringen schmerzhafte und gefährliche Leiden. Beim Rachsuchcn ans dem Erdboden kann einenl eine Vogelspinne ins Gesicht springen und durch ihren Biß die schlimmsten Lähmungen h/roorbringe::. Der Insektensanimler ist beständig von zahllosen Feinden und.Gefahren umgeben. Tenn auch die Bewohner dieser Gebiete können sich 'recht unangenehm bemerkbar machen. In Tibet und einzelnen Teilen Chinas zum Beispiel ist das Sammeln in der Röhe der sogenannten Obos, der Steindenkmäler stir die Verstorbenen, sehr gefährlich. Die Eingeborenen sehen darin eine Verletzung ihres Ahnenkults und bestrafen den Besuch solcher Stätten in der härtesten Weise. In diesen Gegenden gelten alle Insekten für heilig, und daher ist Wegfangen oder Töten der Tiere mir Lebensgefahr verbunden. Achnliche Anschauungen finden sich übrigens auch in Europa; so sehen in Kalabrien und Sizilien die Landbewohner in den lautlos um das Licht slatterndcn Tchtvännen und Spinnen die„Seelen verstorbener Kinder", die man in ihrem Beginnen nicht stören darf. Expeditionen zum Jnscktensanimcln sind oft mit großen llnkosten verknüpft. Hat doch Lord Walter Rothschild eine Expedition wegen eines einzigen Schmetterlings ausgerüstet, die 40.000 Mark kostete. Es handelte sich um die heute jedem erfahrenen Sammler bekannte Drnyra Antimachus aus Westafrika, die um die Mitte des vorigen Jahrhunderts entdeckt unb dann verschollen war. Der. Expedition gelang cs, diesen kostbaren Falter wieder auszusindcn, und seitdem ist er häufig geworden, daß er siir eine» erschwinglichen Preis zu haben ist. Manche Nachtschmettcrlinge sind nur mit den größten Schwierigkeiten zu erbeuten. Man muß für sie einen Köder auslegen, der nicht leicht hrraus- zukommen ist. Biele Fänger haben ihre ganz bcstiutmten Rezepte für das Ködern mancher Arten, die sie streng geheimhalten. Auf den Salomo-Inseln holte ein Sammler eine Or- nithoptera mit Spiegeln aus den Kronen der Bäume, bis er sie in greisbare Nähe bekam und einem Gehilfen zutrciben konnte. Stationen der Geschichte. Von Siegfried v. Vegesack. 1. Die Höhle. „.Rein, Paziwambo, du kannst sagen, was du willst: solange es Menschen gibt, solange werden sic sich jreffcn. Wo sollte denn auch sonst das viele gute Fleisch hiukoinmen? Toll cs einfach verwesen? llnd wie willst du anders deinen Hunger stillen?" „Ich Hobe gestern ein Mammut erschlagen und sein Blut getrunken", sagte Paziwambo sanft mit cineur schtvärmcrischc» Blick.„Man braucht nicht Menschen zu ftesien, auch die Tiere haben ein zartes, wohlschmeckendes Fleisch. Du solltest es einmal versuchen, Miliwumba!" „Was? Fleisch von Tieren? Pfui Teufel! Wen.» ich bloß dran denke, wird mir schon ganz schlecht!" Und Miliwumba spuckte verächtlich aus.„Was sind das für verrückte Ideen: sich von Tieren zu nähren, und das schöne, schmack- hafte Menschcnflcijch verderben zu lassen. Wie köstlich hat mir noch gestern Titibimbi, unsere unvergeßliche gute Tante, gemundet, die ans lauter Liebe zu uns so viel Fett angesetzt hatte, daß cs für den ganzen Winter reicht! Und ans solche Leckerbissen sollen wir einfach verzichten? Paziwambo, bit bist ein Phantast, du bist Schwärmer, solche Narren sind siir unsere Höhle gcsährlich. Wenn du wirklich keine Menschen fressen willst..." „Ich kann keinen Menschen essen", wiederholte Paziwambo träumerisch und starrte, wie von einer Vision ergriffen, verzückt in. die Ferne 2. 2 ic F a m i l i c. „Meine lieben Schwestern und Brüder", sagte Abel, als die Familie nach der Feldarbeit abends um das Feuer hockte und einen Ham- nicl verzehrte,„ich habe euch einen Vorschlag z» machen: laßt uns einen heiligen Bund gründen, der uns Geschwister alle umschließt, daß keiner den andern töte. Denn es ist genug, daß die verschiedenen Geschlechter einander rotschlagen,— wer gleichen Blutes ist, sollte die Hand nicht gegen den andern heben!" „Du phantasierst wieder einmal, Abel", entgegnete Kain verdrossen,„so lange cs Geschwister gibt, solange werden sie sich gegenseitig röten. Den» nur der Stärkste soll das Erbe der Väter antrcten, die Schwachen müssen sterben!" „Dennoch glaube ich air den heiligen Bund einer Familie!" sagte Abel und blickte seinen Bruder schwärmerisch an. „Welch ein Unsinn!" ries Kain verächtlich, „wenn wir deiilcit Lehren folgen wollten, würde die Erde in Zukunft von lauter hilffoscn Jämmerlingen und- Krüppeln' bevölkert werden. Deshalb sind deine Worte nicht nur töricht, sondern auch gefährlich. Habe ich nicht recht, Vater?" Aber Adaui, der den ganzen Tag im Schweiß seines Angesichtes geackert ha!c, schlief schon. Und Eva, die schweigend in das erlöschende Feuer starrte, sühne mit Schrecken, daß sie bald wieder gebären würde. Deshalb achtete sie nicht auf die Worte ihrer Söhne. Abel erhob sich und nahm einen Widder. „Wohin?" fragte ihn Kain finster. „Ich gehe meinen Gott övrern!" sagte Abel heiter und stieg mit dem Widder singend die Anhöhe hinauf. Ta ergriff Kain seine Keule und folgte schweigend dem Bruder in die sternenlose Nacht. 3. Das Volk. „Nein, Teudobolt", sagte der alte Chcrus- kerhäuptliug Hcrmanrich, leerte sein Methorn mit einem Zuge und wischte sich den triefenden Wotansbart mit dem Bärenfell ab,„was du da sagst, klingt ja ganz schön, ist aber doch ein Blödsinn. Echte, wahre Cherusker haben sich noch niemals mit den Chatten vertragen, und so lange es diese beiden Stämme geben ird, so lange werden sie sich bekämpfen!" „Aber wir sind doch alle eines Blutes, wir sind doch alle Germanen!" meinte Teudobolt schwärmerisch und seine meerblauen Augen strahlten, während er träumerisch mit seinen semmelblonden Locken spielte. „Wir sind Cherusker, Teudobolt!" entgegnete mit Ingrimm der greise Hernranrich und stieß seinen funkelnden Speer zornig in-den Fußboden,„nur die Sippen, die Stämme sind gleichen Blutes,— was hinter den Wäldern wohnt, das ist uns fremd, das müssen wir be- känipfcn, wie es unsere Väter getan." „Wenn alle unsere Stämme einander bekämpfen, dann wird der Römer über uns kommen und uns vernichten", meinte Teudobolt düster und schüttelte melancholisch seine» Hellen Bubikopf. Tann aber hob er verzückt seine strahlenden, mecrblanen Augen:„Auch wir Germanen müssen uns zu einem großen Volk zn- sammcnschlicßcn!" „Tu schwärmst, Teudobolt", knirschte der alte Hcrmanrich finster und lachte so dröhnend, daß die gewaltigen, mit Büffellcdcr umspannten Schilde an den Eichenwänden klapperten:„wir — ein Volk? Tas sind müßige Träume, die uns im Kampf gegen die anderen Stämnie I schwächen. Wer von einem germanischen Volk schwatzt, ist entweder ein Narr, oder ein Verräter an unserer heiligen Sippe!" „Ich ober glaube an ein germanisches Volk!".sagte Teudobolt und starrte blauen Blik- kes verklärt zum Hinimel, während die Sonne seinen Bubikopf vergoldete. Ta stieß ihm der gresse ChcruskerhFupt- ling mit trntziger Faust den blinkenden Speer mitten in das germanssche Herz. 4. Die Menschheit. „llnd doch müssen wir lurf mit den Franzosen verständigen, wenn niÄ aus Liebe, so doch aus Vernunft", meinte der kleine Herr Meier nachdenklich. „Was— mit den Franzosen sollen wir uns verständigen?" rief Herr Schneider entrüstet, daß ihm der Kneifer fast von der Rose fiel, „glauben Sie mir, uiein so lange es Deutsche uikd Franzosen gibt, so lange werden sie sich bekriegen!" „Tann müssen beide zugrunde gehen", sagte Herr Meier melancholisch,„es gibt für uns nur eine Rettung: die Vereinigten Staaten von Europa!" „Europa?! Sie sind wohl nicht rcchi bei Verstand, mein Herr!" schris Herr Schneider aufgeregt, und seine kleinen Schweinsaugen schossen wütende Blicke auf sein Gegenüber. „Dann glauben Sie wohl auch an de» Völkerbund und all diesen pazifistischen Kram, mit dem der Feindbund unser armes Vaterland verseuchen und ruinieren will, damit wir unsere einzige Rettung vergessen!" „Nur ein geeintes Europa kann uns rer». tcn", entgegnete der kleine Herr Meier schwärmerisch,„und ich glaube an Europa, an eine Menschheit! Aber was ist nach Ihrer Ansicht unsere einzige Rettung?" „Die will ich Ihnen zeigen, mein Herr!" schrie Herr Schneider, daß sein roter Kopf beinahe platzte, und zog einen Gummiknüppel ans der Tasche. „Uiü> damit wollen Sie Deutschland von den Franzosen erretten?" erkundigte sich Herr Meier lächelnd. „Wenn nicht von den Fransen, so doch wenigstens von unseren eigenen Vaterlandsverrätern, wie Sie einer sind!" brüllte Herr Schneider ganz außer sich, sprang auf und schlug mit dem Gummiknüppel Herrn Meier nieder. * Hier endet der Dichter. A'^cr die Entwicklung hat danlit noch nicht Ihr Ende gefunden und schließlich sind die Mächte, die heuie die „Bereinigten Staaten von Europa" zusammen- schmieden, in ihrem Wesen von den menschenfressenden Höhlenbewohnern sehr wenig verschieden. Der große Kontinenialeuropäer Rcch- berg, seines Zeichens Jndustrd-fürst, redet sehr offen von den:„vereinigten Generalstab" der europäischen Nationen und würde den kleinen Kontincntaleuropäer Meier ohne Gewissensbisse ins Feuer schicken, um die kapitalistischen Interessen Europas zu verteidigen. Tie sozialistische Idee ist über dies: Eiap- pen weit hinausgewachsen. Ti« sieht den Men- schcnbruder in China, Indio?: und Asrika und unterscheidet nicht mehr nach mehr oder weniger willkürlich gezogenen Grenzen, sondern fühlt sich verbunden den arbeitenden Klassen aller Länder und sührt Kamps gegen die egoistischen Gewalttaten aller Nationen. Die Geschichte des Höhlenbewohner.- wird dann«st beendet seins wenn man der Menschheit den Gistzahn des Egoismus, sei es der Egoismus der Person, der Familie, der Völker oder Raffen, endlich auis' gebrochen hat. — 4— Der„Heimkehrflnn" der Blenen Bienen, die zum Stock heimkehren, zeigen unter normalen Verhältnissen stets«ine groß: Sicherheit im Auffinden des Flugloches. Wird der Srock jedoch verstellt, dann entsteht. eine Verkehrsstörung, indem sich die Bienen an der Stell« stauen, tvo der Stock gewöhnlich steht, und den verstellten Stock nur unter Schwierigkeiten finden. Schon seit längerer Zeit nahm man an, daß hierbei ein unbekannter OrientierungSfak «or eine Rolle spielen muß. Wie E. Wolfs in der Zeitschrift„Forschungen und Fortschritte" berichtet, Hal man- über-dieses Heimkchrvermö- geiz-der' Bienen jetzt genaue Versuche angcstellr.- Ailch wenn-der verstellte Siock reichlich mit sich:» baren Marken versehen war, zeigt« sich die.Störung. Zioar erlcich:'-> am- Siock angebracht Farben und Düfte das Heimfindcn, aber in keinem Fall war die Wirkung so groß, daß überhaupt keine Stauung des Verkehrs statifand. Wohl ergab sich, daß die Biene» Zeichen im Gelände und am Stock zu ihrer Orientierung benutzten, aber außerdem spielten noch andere Faktoren eine Rolle: nämlich die Kenntnis der Bienen von der Größe der Winkel und Dre- dungsn. die sie während des Fluges beschreiben. Tn zwei Fällen, in denen die Flugbahn eines Bienenvolkes zum Giebel eines Treibhauses streng fcstgelegt war und die Bienen ihren Flug zum Flugloch nach der Dachkante des Stockes einstellt«», gelang cs, durch Vergrößerung der Abstände die Bienen an einen falschen Punti zu leite». Roch deutlicher zeigte sich dies Verhalten bei Versuchen, bei denen Bienen vom Stock auf ei» ihnen unbekanntes Gelände in «iner Schachtel gebracht wurden. Lätzi man daün die. Bienen frei, so beschreiben sie einig: Orientierungsbogen und kehren nach kurzer Zeit an den Ausgangspunkt ihres Fluges zurück. Befindet sich dort die Schachtel, so gehen sie hinein: wird sie aber verstellt, so kehren sie an den -Platz zurück, von dem sic anfgeflogcn sind, ohne die Schachtel anszusuchen. Liegt hier eine Registrierung der' auf dem Fluge gemachten Drehungen vor, so kann dies« nur durch beionderc Organe geschehen, fiir die- allein die Fühler in Berrach: kommen. Bienen, deren Fühler ent ferm sind, können an den Ausgangspunkt ihres Fluges nicht mehr zurnckkchren, sondern finden verhältnismäßig raich die verstellte Schachte'. Danach ergibt sich, daß ein großer Teil der Orientierung durch Auge und Geruch bewerkstelligt wird; aber cs tritt noch ein weiterer „Hcimkehrsinn" hinzu, durch den die Bienen die Größe der Winkel und Drehungen kennen, die von der Flugbahn cingeschlosien werden. Was mancher nicht weiß. Als wärmste Regionen der Erde werden die nordafrikanischen Gebiet« zwischen 10 und 25 Grad nördlicher Breite bezeichnet, wo di« mittlere Jahresteniperatur über 80 Grad beträgt, ferner die Ostküste Ostindiens und das Innere von Mexiko, wo die mittlere Temperatur 28 Grad beträgt. Auf dem Bodensee, der 58? Ouadraikilo meter groß ist, könnte man bequem die gesamte Menschheit der Erd:(1700 Millionen) nebeneinander oufstcllen. Am Kolumbiaslnß in den Vereinigten Staaten wird die Fischerei mir einem Wasserrad betrieben. An einem Ruderboot ist ein Wasserrad befestigt, das statt der Schaufeln Rah- mcnnetze besitzt und durch die Strömung getrieben wird. Infolge der Drehung werden dir Fische von den Retzen in den Kahn geschleudert. Herzmuscheln. die in allen Meeren der Erde vopkommen, ist«ine ganz seltsame Bewegungsort eigen. Mit Hilfe, ihres kräftigen und knie- strmig. gebogenen Fußes,,.den, sie Plötzlich lang ausstreckt, kann sie sich nämlich mit einem großen Satze in die Höhe schnellen, so daß sie auf diese Art richtige Sprünge ausführt. Diese Sprünge sind bei einer auf Java lebenden Herzmuschel so groß, daß sie di« Körperlänge des Tieres oft um das Vielfach: übertreffen. HHerleL -' Tas leichteste Metall. Außer Aluminium, dessen Härte für viele Zwecke ungenügend ist, kämmen' Lithium und Beryllium in Frag:. Lithium-zersetzt Wasicr und hat überdies einen Schmelzpunkt von mir 180 Grad. Berullinnt aber- sckmfizl bei 1280 Gr-ad und ist daber bei gewöhnlicher Temperatur hinreichend Hari etwa wie Glas. Für eine künftige Leichtutetoll tcchnrt kommt also nur Beryll in Frage. Dieses sehr seltene Metall bat die Dickte 1,85 gegen 2,0 bei Aluminium. Die Kunst der Praktischen Verwertung wird nun wie seinerzeit beim Alnm: nium darin zu finden sein, daß man brauckbarc Legierungen des Bcrvlls mit andere» Metallen sucht. Es gibt bereits eine Legierung, die sich durch große Dehnbarkeit auszeichnet und dafür eröffnen sich in der Technik der Röntgenröhren sowie bei den Radiolantsprechern und im Fein bildwesen Aussichten, ebenso für die gesamten Radioanlagcn der kommenden Luftflotten. Man muß sich vor Augen halten, daß das Berullinm fast halb so schtver ist wie die gebräuchliche» praktisch verwerteten Legierungen des Aluminiums. um den hier möglichen Fortschritt v.i begreifen. Telephon für Schwerhörige. Eine Telephon anlage, durch die Schwerhörige gut verstehen können, ist von einer amerikanischen Telephon- gescllschaft cingcsiihrt worden. Es handelt sich dabei, wie die„Unischau" berichtet, um eine Berstärkervorrichtnng in Verbindung nii: dein Aormaltclephon. Ter Verstärker und die zugehörige Batterie können nnansfällig untergebrach: werden. Unter der Tisckiante befindet sich ein Schalter, durch den der Verstärker»ich Belieben in Tätigkeit gesetzt wird. Daher können auch normalhörigc Personen diesen Fernsprecher benutzen. Der Schwerhörige kann den Apparat aber auch benutzen, wenn er sich mit Besuchern unterhält, die er mit Hilfe dieses Telephons des ser versteht, als wenn sie laut zu ihm sprechen. Die Opfer wilder Tiere in Indien. Wie aus Burma gemeldet wird, sind während des vergangenen Jahres durch Schlangen 1160, durch Tiger 38, Leoparden und Panther 7, Elefanten 5, Krokodile 4, Bisons 3 und Wild- schtvcine und Wildeisechsen 2 Personen getötet worden. Die für die Vernichtung von w:!d.".t Tieren aufgcwendetrn Prämien belaufen sich auf 5700 Pfund Sterling. An wilden Tieren wurden getötet 70 Tiger, 608 Leoparden und Panther, 415 Bären, 112 wilde Hunde, 1 Krokodil, 4800 Giftschlangen. allerlei HawSreAeyte^ Hand- und Achselschweiß beseitigt man durch Waschungen mit einer Lösung von einem ha!- ben Liter Wasser und einem Eßlöffel Bor,x Terpentin wirkt schmerzstillend bei Rh matismus; man lege zu diesem Zweck:-: i-,>ui: Terpentin besprengtes Wolltuch ans d-e schmerzende Äörpcrstelle. Fingerabdrücke entfernt man von Oel- gemälden mit eincur weichen Flanelltuch, das man in Salmiakwasser getaucht m«d gui ausgewrungen hat... Hochglanz bei Gliser« wird erzielt, wenn smau zum Spülen warmes, mit Soda versehre? Wasser benutzt und die Gläser mit einen: Tuch völlig trocken reibt. Zn« Fensterputzeu benuve man iesti Sodewasser» weil Soda das Lcdertuch ruinier: Eiweiß läßt sich schnellrr und besser schlagen, wenn man eine Messerspitze Salz hinein- gibt. Reue Seideustrümpf« lassen rricht so schnell Maschen falleit, wenn man sie vor dem Tragen in sehr heißem Wasser wäscht, da durch das Waschen die Seide dichter wird. Beim Abschäumen der Suppe kippe man den Topf ein wenig, so daß die niedrigere Seile zu sich.goivaudt ist. Der Schanin steigt dann nach der entgegengesetzten Seite nuf uns kann besser abgenoiuiuen werde». ckHeiteres— Auch«in Vergnügen. In einem reichsdent- icheu Gcbirgsstädtchvn stirbt ein älterer, pen- sionicrter General. Bei der Aufbahrung erhält die Leichenfian die Uniform mit allen Orden und Ehrenzeichen ansgeliefcrt, den Helm, Paradesäbel usw. Nachdem dir Aufbahrung vollendet ist, wobei die Generalsuniform mit dein roten Aufschlag-zwischen dem dunkle» Grün der Kränze erst recht zur rechten Geltung koniizzt, sagt die Leichenfrau hochbefriedigt:„No, endlich wieder einuial a Leich' wo ma sei' Freud' dro' hab'n kann!" Wenn«r umbaut. Ein Friseur in der NN- Straße in Oldenburg nimmt eine kleine bau- lichc Vcrändcrniig in seinem Friseurladen r Deswegen häng-«r dort ein Plakat aus:„Wegen Umbaues rasiere ich meine Kunden hin eu!" Di« Hauptsache. Der Dicke:„Die Dem,- traue ist verwirklicht! Sie müssen zugrbe,.: Wir haben gleiche Rechte, gleiches Wahlreck', gleiche Justiz..."— Der Dnu-„find wie ist's mit dem gleichen Essen'?" Wie er sie liebt! Ein Arbeiter wobme einer Stadtverordncteusitznng bei, in--- Steuerfragen behandelt wurden. Als die Sitzung für geschlossen erklärt wurde, ries er aus:„Die guten Herren— ich möchte mein Leben lang umsonst:nr sie arbeiten!"—„Was haben Sie denn für eine» Berns?" fragte ihn ein Diener.—„Ich bin Seiler!" antwortete icncr. Rigolelt». Frau Raffke war in der Oper. Emico Pattira hatte den Herzog von Mantua hingclegt:„Schön, sehr schön," sagte Frau Raffke.„Aber ich wundere mich, daß sie so viel gestrichen haben."—„Wieso?"—„Ja, sehr schade," sagte Frau Raffte,„mein Lieblingstier .Zn Mantua in Banden' hat er nicht gesungen." Ließ sich das nicht gefallen. Ter Verteidiger plädiert:„Denken Si« daran, meine Herren, daß mein Klient nur einen ganz, ganz einfachen Diebstahl begangen hat..."— Da schreit sei« Schützling dazwischen:„Wat, einfach, mach dir mir det mal nach..." Magisches Quadrat. n » b d d i m ni n n n o 0 o r r Aus diesen Buchstaben bilde man vier Wörter, di«, voll oben nach unten und von links nach rechts gelesen, folgende Bedeutung haben: l. Chemikalie, 2. S:adt in Thüringen,". nordischer Gott, t. bekannter Schriftsteller. Auslösung«» der Rätsel au» der vorig«» Nummer: Magisch« Pyramide: e, de, Ode, Oder, Horde, Droh««,.Dorcheu.