3ir. 45. Unterlattimgttrilagt. 1927.- Hollywood. Don Seo.«ntffort(Deto cyoey. Tic Rivadavia führ, direkt ans der chilenische» Pampa in die Wüste Kalahari, deren Turchqucrung knappe zehn Minuten in Anspruch nimnu. Zu jeder Tageszeit ge- öffnete Kantinen laden an 2teile der sporadisch verstreuten Taten zu Gaste. Tie Hagia Sophia. Sie ani Horizont ausick-arret, ist keine Z-a-a Morgan«, sondern rin übersichtlich gegliedertes, praktikables Bauwerk, das inmit- icn eines afrikanischen Kafsernkrals wuchtet, dahinter die Höhen zöge der St ordilleren aufragen. Und die Karawaufeoei, an der gerade die svuuoerbra>rnl-:n Löhne Harns ihre Ka rn_'le vorüh.rfübreu, läßt sich trotz aller Un- giäubigkeii nicht als Trugbild entlarven. An das amerikanisch demifsiomeric Building grenzt rin indischer Bungalow, ein türkischer Kioik. ein japanischer Pavillon. eine mitiel- al'erliche Roibriirerburg. Znmirten eines veriiableu^ndiancrdorscs, dein Wigwam der Sioux. geraten wir in eine Wiener Wnrstelprateridylle mit Panoptikum, Siiii- g.lspiel und Riesenrad. Gcgeuubcr dem Ka- srirv von Monte Carlo prunkt das Häuser- niasiw des;!arskoje Lelo, dimer deni die Pyramiden von Gizeh in die Wolken greifen. Als groteske syelic der?Jilbi; A{iuM. Tie Billa ini Zaubourg Lain Gerniaiu liegt am phantastische Erotik ausströmenden User des Aurazonas. wo üch stau gefräßiger Kroko- dile putzige King-Charles Hündchen t>n witdverzweiglcu Buschwelk lummeln. Eine Bizinalbahu sühn direkt in eine kalifornische <>>oldgräberücd!uug und ans einer argeuiin!- sa:en Estancia souneu sich Halscasts, Pa queicros, Mekkapilger, Raffepstrde und Gläubiger. Cin aufgeputz er Seneschall hockt breitspurig auf einem kaschicncn Mastodon und uulerhäli sich mit einer Jungfrau aus deui lt>. Jahrhundert. die in einem von vier äthiopische» Sklaven slankicneu Palankin ibre Sandwiches vrrzchn. Ter Talai Lama lab' sich mittlerweile an einer Pinte Toddy und Nepoleon I. spielt mit Lionardo da Vinci und einem Mandarin der zehnten Rangsklasse Schach. Tic Korybantcn ranzen einträchtig mit der mittlenveilc abgerüsteren Prätorianergarde in der Montmartre-Bar Cbimmy und Charleston und eine Jazzband konzertiert mitten auf dem Tlympischcn Eumenidcn flirten mit den» göttlichen Schweinehirten Eumäos, der prachwolle Medschidijcorden als Kotillons präsentiert Endymion, der schöne Schäfer, streckt sich auf drr Chaiselongue, die unter Palmen wandelt, und unterhält sich mit Niobe, der unglücklichen Mnrier, daß ihr Lachen bis nach Monte Carlo gehört wird, das mindestens zwei Jahrtausende cntscrnt liegt. Herostrat lungert statt in Ephesus in der Manege eines Porstavtzirkus herum, wo die hübsche Zirkusreitcriu probt, während Papst Gregor, Mojes und Bismarck einander An.kdo- tcn übelster Torte erzählen. Irgendwo xvi- schcn der Tanzbar„Zur guten Hoffnung" und den Königsgräbcrn von Luxor türmen dir Titanen den Pclion auf den Tjsa, und Cbaron steuert sein Tampfboot durch das Bassin des römischen Tampfbadcs. Die Knr- tisane von Venedig, eine robuste, crdhafte Tchöilheir, hat Migräne. Moses, der bald dir zehn Gebote auf dem Berge Sinai verkünden wird, studiert inzwischen die letzten Kurse und Börsenberichte, und Napoleon, dessen Herr hungernd nnd frierend an der Beresina kampiert, hat Wichtigeres zu um, als sich in den Sch lackt plan zu vertiefen: er bespricht mit Mona Lisa, dem Meisterwerke Leonardo da Vincis, die nächste Weckend- Partie ins Grüne. Ter Tber-Chaprassic von Lahore schäumt vor Wut über das Triplet, das wie cin Sechszylinder den Wüstensand anfwirdclt. Tie am frühen Vormittag geköpfte Maria Stuart untrrbäl: sich mit Elisabeth, ihrer Erzscindin, die nicht die geringste Reue über ibre Uniat empfindet und Trangeade schlürst. Gerade mit dem Ende der Jrühstücks pause, die beulende Sirenen anzeigen, beginnt der menschenmordcnde Trcißigjährige Krieg. Tilly erobert mit Hilfe spanischer Truppen das.Kurfürstentum Pfalz innerhalb einer Stunde fünfzehn Minuten. Wallenstein nistet sich indessen zur Belageruna von Stralsund, nicht ohne zrwor seine wcstindi- :scheu Bananen mir Putz und Stingel vertilgt zu haben. Hannibals kühner Zug nach Italien gerät vor der Kantine ins Stocken. Alles ist erschöpft. Ein Mixtum conipositum stärkt 50.000 Manu Fußvolk. 99IM) Reiter, 37 Elefanten, einen Konsul, vier römische Senatoren, einen Brutus, einen Zulins Cäsar, der engagiert wurde den Rubikon zu überschreiten, zwei Gladiatoren und einen afrikanischen Löwen, der pro Tag fünf Dol-1 lar Spielhonorar erhält, weil das Löwcnsell I I ans seinem Privatbesitz stammt. Ncb»»d- kadnezar kam.Nangumnii, Ramses II. pro- poniert einem alten Juden, der sich nachher !als König Salomo zu rrkeuuen gibt, die Nr- laitbszeit in Florida zu verbringen, weil es dort die billigste» Pensionen gibt. Tie Göttin Astarjc liest die neuesten Modcublätter, Messalina klagt über ihre Gage, Sokrates pfeift aus Slckrales, Koperu'ikus weiß tyan- ches, was er als Kopernibis nicht zu wissen brmlcht, nnd die schöne Charlotte Corday beichtet Marat, dem sie gerade eine halbe Stunde zuvor den Tolch ins Her; gestoßen I hat, daß sic keinen Dkrnscheu nmzubringen vermöchte. Beniro Juarez plaudert leutselig mit Kaiser Maximilian, der innerhalb der nächsten halbe» Stunde in Tucreraro kriegs- i gerichtlich erschossen werden soll, über die i letzten Autorennen in Indianapolis und über die Äussichien des großen Season-Mec- i tings in Canberra. Ein alter Seebär aus I Brisbane schwört S ein nnd Bein, daß er s wasserscheu sei, weshalb er dem Alkohol den : Vorzug gebe. Admiral Nelson küß: Lady Ha- miltou auf den Rücken. Lurrezia Borgia sicht blühend aus; sie Kai es verstanden, sich einen gewissen Anstrick zu geben. Boudoirge» \ Heimnisse. Am Zantbefi, inmitten Prächtiger ! Trangenhaine und Bananenpftanzungen, liegen die Studios, weiiläusige, geräumige I Hallen. Tas ist die Hexenküche des Regisseurs, der das Chaos gebiert und meistert. Tic gestockte Luft, die sich, fast»chtbarlich, in . dichten Schwaden über die Tekorationen ! wälzt, ist von tausendfältigen Geräuschen ! erfüll:. Tas schwirrt, girrt, brüllt, ächzt, tutet, trillert, stöhnt, schnarrt, knarrt, kreischt, I lacht, singt, hännuerl, klingel: rasselt, heult, ' trompetet, hackt, röhrt, bellt, miaut, kracht, ratscht, als iväre das Jüiuzsie Gericht über die Menschheit kereiugebrochen. Tiefe tabylo- nische Kakophonie, dieses üb.rwälrigende, unermüdliche, lauiendstimmige Trchcster, das pausenlos auf die widerstandslosen Gehirne loshämmert, dessen impeluafe Produktionen durch die Lüfte schwirren und erbar- ninngslos an den Nervensträngen reißen, dirigiert das Trgan eines einzigen Menschen, des Regisseurs. „Miß Violet! Nächste Szene. Manuskript. Rasch. Tperatcur. Aufnahme. Aufblenden!" — 2— Tausende Lichter fleunnien auf, flute» I Nicht aus dem Bild fallen. Gut. fabelhaft. I Abblenden!" fluten, fließen und ergießen sich scuerschlam- mig»der die Tarstcller. Miß Biolet agiert. Der Regisseur weiß augenblicklich nicht, wo ihn» der Kopf steht, daß er die Hände über ihn zusammenschlagen könnte. „Langsam, langsam. Miß Violet! Ich bin seit 7 Uhr Komma dreißig auf den Beinen. Langsamer, Miß Biolet! Himmel- kvcuzdonncv-veiter, langsamer, langsamer, langsamer! Mehr Scclc! Seele! Seele!" Miß Biolet greift sich ans Herz. Tra- gicri. Plastisch demonstrierte Gefühlsaus- brüchc. Ter Regisseur heult durchs Megaphon. Raus: sich die Haare. Ein Dutzend Hilfsregisseure wird leichenblaß. „Das ist Schlasahnc. Miß Biolet. Keine Seele. Miß Biolet, Sie spielen- eine Halbrvelidame. Bergesicn Sic nicht!" „Herr Regisseur, wosiir halten Sie mich?" „Das fragen Sie mich später. Zu Pfingsten oder zu Weihnachten. Nächste Szene. Licht. Aufnahme. Ausbkenden. Miß Biolet, setz: haben Sic ihn verloren-..." Miß Biolet sucht. „Was suchen Sic, in Dreitcufels- uanrcn?!" „Fetzt haben Sie ihn verloren, sagten Sic „Za, aber Ihre» Geliebten, verstehen Sic mich? Sic haben ihn verloren. Sie sehen ihn niemals wieder. Niemals. Rührung. Mehr Rührung. Das ist keine Rührung. Laurer. Lauter!!! Tic Szene muß das Publikum heulen machen. Miß Biolet. Stop! Schlecht. Miserabel! Dieselbe Szene wiederholen. Ach verlange Rührung. Und sic brüllen. Passen Sie auf, wie>nan Rührung spielt. Bon innen heraus. So!" Der Regisseur spielt Miß Biolet fünfhundert Meter erschütternder Rührung in Großausnahme vor. „Sehen Sie, das ist Rührung. Operateur!^Achtung! Licht! Aufnahme! Aufblcn- den! Sehen Sie auf den Stuhl, Miß Biolet. Tas ist Ihr Geliebter. Fetzt sagen Sie:„Ich sage Ihnen Lebewohl. Verzeihen Sie das harte Du. Aber es übermannt mich, mein Auge quillt, ich bin so jung..." Sic schtvanken, halten sich mühsam aufrecht. Und rufen:„Sie schweigen. Sh, sagen Sie das nicht!" Fetzt zerreißen Sie den Brief in lauter kleine Feyen. Tie Marke, mit der Sic diesen Brief befeuchten wollten, erstirbt Ihnen auf den Lippen. Und jetzt lachen Sic wild auf:„Fch siege oder sterbe nicht zum ersten Male!" Wilder! Wilder! Jetzt entringt sich Ihrer Brust ein gequältes Kopfschütteln. Wie spielen Sic das, Miß Biolet? Um Himmelswillen! Fassungsloser! Und K&! stürzen Sie mit den Worten aus der Dekoration:„D'm Kerl drehe ich das Lebenslicht um!" Abblenden!" Miß Bioler sink: erschöpf: aus die Chaiselongue. „Miß Biolet. Großaufnahme! Fertig! Achtung! Licht! Aufnahme! Ausblenden! 'letzt reichen Tic Ihre Hände zum Schütteln heruni.^Tagen Sie lau; und vornehm:„Ich vlk^ cn Wink mit dem Zaunpfahl." Hetzen Sie. Ihr Herz ist gebrochen. Gebro- Gk". Verflucht, haben Sic keine Ohren, Miß Biolet!! Ihr.Herz ist dreimal gebrochen!" Er brich; einen S-pazierüock übers Kinc entzwei. ."- Sprech'» nicht viel mehr als 3000 bis 4000 Wörter Für das @e6nnfen*6plitter. Alle Staaten stehen jetzt gegeneinander; ste setzen die schlechte Gesinnung des Nachbars und die gute Gesinnung bei sich voraus. Diele Voraussetzung ist aber Inhumanität, so schlimm und schlimmer als der Krieg. (Friedrich Siietzjche.) JjWerlei&an6re$epte| merlei. in einen Kasten man I blitz- wun- Lejen von Zestungen und leichteren Büchern kommt man mit der Kenntnis von etwa 2000 Wörtern aus. An der Sprache der weniger gebildeten Leute finden sich nicht mehr als etwa 500 Wörter, während die Leute auf dem Lande mit einem Wortschatz von ZOO bis 300 Wörtern gut auskommen. Untersetzer, aus denen das darin angefam- melte Wasser nicht regelmäßig weggegossen wird, werden den Top'blumen schädlick Dar staueude Wasier versauert leicht die Blumenerde und wacht die Pflanze» trank. Nur Sumpf- pslauzen lieben solchen Stand, alle anderen wollen wohl Feuchtigkeit, aber keine andauernde Rässe. In seehäfen findei man den Zeitball, einen au einem Mast gehißten Ball, der jur Uhren- regulierung zu bestimmter Zeit zu Fall gebracht wird. Venedig ruht aus 117 kleine» Inseln in den Lagunen des Adriaiijcheu Meeres und ist größtentells auf Pfahlrosten erbaut. Die Lust geht bei einer Temperatur von ISO Grad in stüsiigen Zustand über. Flüsiige Lust ist klar und fast farblos. I» de» Moritzburg« Teiche« bei Dresden har man in früheren Zeiten Hechte von 43 Pstrnd Körpergcwichl gefangen. wirst Zi- Zeug wird dadurch schneeweiß. gehalten, das Ge. gehalten vcrwan- ganz vor F l e«k e n Messing kann man dadurch vor der Oxv- Vierung schützen, daß man es mit einem in Nähmaschinenöl getauchten Flancllappen wö cheutlich einmal abreibr. Fett kann man aus den Haaren dadurch eutsernen, daß mau sich in esticr Lch'ung von warmen Wasser und einen Teeiösjel voll Borax de» Kops wäscht. Um Ei«, die zu harr gekocht sind, wieder jji erweichen, legt man sie iu eine schale mü kaltem Wäger und läßt sie ungefähr eine halbe Minute darin. Fenster und Spiegel kann man fliegenfrei halte», indem mau sie mst einem Waschleder, das durch einige Tropfe» Essig angefeucktet ist, abreibr. Beschmutzte Mahagouimöbel soll man vor kaltem mit Zkitungs' Salz anfängt, dem Polirren mit Essig oder Tee abreiben. Kartofiel-AbgutzMasser läßt sich züglich zum Entfernen von ans silbersachen verwenden. Linoleum bekommr nie Risse, wenn man es hin und wieder mit einer Mischung von Olivenöl und Essig;u gleichen Teilen abreibt. Silber kann man am schnellsten dadurch reinigen und blank machen, daß man cs mit Methyl-Alkohol abwischt, und dann mit einem tvcickcn Lappen nachpolicrt. Bratpfannen, an denen Speisereste hasten geblieben sind, reinigt man am besten und schnellsten dadurch, daß man sie mit Satz bestreut, aufs Feuer setzt papier abrcibt, sobald braun zu werden. silberne Sache» soll oder einer Tose mit pulverisierter Stärke auf" bewahren. Die Sachen bleiben dann stets blank. Mit Papieraschc läßt sich Silber derbar blank putzen. Um Fleekcn aus Zeug zu eulscrucu, man in den Kochkessel ein Stück tronc. Tas Ei« Schlange, die Schlang« vertilgt. Schlangen gelten gemeinhin nur als„Ungeziefer". das ausgerottet werden soll; er gibt aber auch eine sehr nützliche Schlange, deren Vcrmehrnng für die Menschheit von großem Segen ist. Es ist dies die Massuranu-Schlauze in Brasilien, der Heimat von über 400 verschie- tenen Schlangenarten, in der mau die Bekämpfung der Giftschlangen energisch ausgenommen hüt. Gan; durch Zu all entdeckte mau in Brasilien ein Mittel, um den gefährlichen Reptilien zu Leibe zu gehen. Auf der berühmten„Schlan- acufarm" zu Buniantan in Sao Paulo wurde anck, eine große nicht giftige Schlange eine Masiuraua, die eines Tages in hege geriet, in dem die Giftschlangen wurden. Tie Bestürzung der Wärter delle sich rasch in Erstaunen, als sic beobachtc- tcu, wie diese Schlange sofort eine furchtbare Giftschlange angrisj und sie zurrst mit dem Kopf verschlang. Sie tvandtc sich dann sofort einer anderen Schlange zu, rhne auf deren zu achte» und verspeiste sie cbcusalls. Tie harten ihr tiicht das geringste geschadet, brachte daraus andere Tiere dieser Gat- ;u den Giftschlangen und erlebte immer selbe Schauspiel. Durch diese Entdeckung viele tausende Menschenleben in Brasilien Mau tung dass sind gerettet worben. Tie Regierung ist nun eifrig dabei. Masiuranaschlangen zu züwren und sie in alle» Teilen des Innern zu verbreiten, wo sic ihren Hunger nach Herzenslust an giftigen Artgenöjsen stillen könne»— zum Segen der Bewohner. In England ist jetzt der Vorschlag gemacht worden, diese nützliche Schlange auch in Indien ciuzuführcn, wo alljährlich etwa eine Million Menschenleben durch Schlangcn- bisie zugrunde gehen, um sic dort in großem Umfang zu pichte». Vom Koprahandel erzählt A. France Harrer int„Kosmos": Es ist ein schlimmes&t’ schäft, das, gerade hcrausgeiagt, eigentlich ausschließlich auf dem Betrug an den Eingeborenen aufgebaut ist. Um fiir sich im Jahr 3000 bis 6000, aber auch 10.000 Franken und mehr zu verdienen, preßt der^Koprahmaker" (— Kopraaustäufer. Kopra nennt man die in Streifen geschnittenen»ich gedorrten Kerne der Kokosnuß, aus denen in Europa Kokosnuß-! öl und tzergl. gemacht wird. Red. d.„B") mit l allen Mitteln der Täuschung den farbigen Häuptlingen die Ware ab. Tabak, Munition und Schnaps firch die Hauptzahlungsmittel, ein lächerlich gering« Gegenwert. Ich habe mehr als einmal solche Koprahmaker über schlechte Geschäfte klagen hören, wenn sie eine Handvoll elenden Tabaks rür ein bis zwei Dutzend Kokosnüsse geben mußten. All diese Leute find dunkle und fragwürdige Existenzen, manchmal entlaufene Matrose», Abenteurer, auch nicht selten Verbrecher. Manch einer bringt es zu Reichtum; aber solche Glückssällr sind selten. Tie meisten holt das Fieber nach wenigen Jahren, otcr' empörte Kanälen erschlagen sic wegen irgendeines Unrechtes, manchmal auch uur, um wieder einmal die geschnitzten Fcstmahlfchüsseln mit Menschcnslcisch zu füllen. Ja, man sicht cs unseren schönen, sauberen Palmintaseln und der zierlich verpackten Lilicnmilchscif: gar nicht 'au, was für eine düstcre, fremdartige und oft blutbefleckte Geschichte sie haben. D« seine Mann.„Was? Er war im Gefängnis? Mir hat er gesagt, er war mit Verwandte» zusammen."—„Stimmt auch." Keine Sünde. Zn dem verstorbenen Pater Healey in Dublin kam ein junges Mädchen und beichtete,„sie fürchte, die Sünde der Eitelkeit begangen zu haben." Attf die Frage, warum, sagte sic:„Jeden Morgen, wenn ich in den Spiegel blicke, sehe ick. wie sckön ick bin." „Ta kn suchst du dick nickt zu ängstigen, tncn Kind", sagte der Beichtvater tröstend„Tas ist keine Sünde, das ist nur ein Irrtum." Erinnerung. ,-,Sic crtnucnt»tick au das Meer", sagte sie zu deut Anbeter.„So?" Also wild, tomaruisck, dämonisch.•" meint er stelz.„'.Kein, nickt io.«:„• macken mitt' krank." Stärker Wille. Arzt:„Es freut mich, daß sich Ihr Mann das Rauchen adgewöhut hat. Dazu gehört ein starker Wille."- Freu:, Io. den habe ich'." Der Schlaue,„Kennst du den Uinrrschstd zwischen einer Droschke und einem Straßen bahnwagen", fragt der junge Sckwttc seine Freundin.„Rein", erwidert diese.„Ruu gut, dann nehmen wir die Straßenbahn Englischer Humor. Ein Mann hat iick znm zweitenmal verheiratet, liebte cs jedoch, seiner Frau gegenüber stets zu betonen, wie sehr>: seine erste Frau betrau re. Endlich wurde das der Frau zuviel, und sie rief aus:„Ick schwöre cs dir. Laß niemand auf der Welt den Ted deiner ersten Frau utrbr betrauert als icki Nachher.„Haben Sic schon eiumal:rrst- haft über die Ehe uackgetacht?"—„Ack ja. bald nach dcr Trauung." Seine Wohl.„Wollen Sic nick, heut» abend mit uns iu untere spiritistische Veriaium- lung kommen. Wir haben Tismrückc».„Rein, danke vielmals, da gebe ick'dock!:cder zu Mcners. die haben Rclnücken." Lreuzworitötsel. Wagrecht: 1 Erdteil, 7. Teil des Wagens, 8. Amerikanischer Männernamc, 0. Furchtgefühl, 10. Sohn des Roah, 11. Jtalientjche Stadt, 12. Französische Stadt, 18. Mohammedanische Fcstzeir.— Senkrecht: 1. Flächenmaß, 2. Berühmter 5kosakcnhanptmann, 8. Stadt in Holland, 4. Fluß in Böhmen, 5. Geschichtlich bekannte italienische Stadt, 8. Verhältniswort. Auslösungen der Rätsel aus der vorigen Nummer: Silbenrötelt 1. Eschwciler, 2. Iltis, 3. Radel, 4. Flanell, 5. Rosmarin, 6. Erbse, 7. Usedom, 8. Nase, 9. Dattel, 10. Liebig, 11. Inge, 12. Chiemsee, 18. Gorilla, 14. Eriesee, 15. Sachalin, 16. Jrtisch.—„Ein freundlich Gesicht, dabeste Gericht."