Ein Halali? Von E.^interlolser. Plötzlich war flackernde Bewegung in der Straße. Eine Frau hak laut und gellend um Hilfe gerufen, und mit dem ersten Laut ihres Schreies tastete sich die Unruh« in zitternden Schwingungen nach allen Seiten durch die Reihen der eilenden Menschen, ließ sie auf- vorcheu und stehenbleiben, lauschen und fra- gcn- Das Gerücht von einem freche» Raubüberfall auf offener S'raße sprang hoch; der dritte derartige Fall in dieser Gegend. Dabei aeschab gar nichts in Wirklich-cit, n'cmand hatte cttvas getagt in Wirklichkeit alles war nur wcchsekvolles Empfinden weniger Sekunden. Dann ward es greifbar. Ta ragte mitten in der Gebbahu eine große stattliche Frau, mit bochro'en Wangen und heftig atmend vor Erregung. Ter blonde junge Mensch, der mit einem Lächeln verlegener Ratlosigkeit vor ibr stand, batte versucht, ihr den kostbaren Perlenbeutet zu stebleu aber sie batte ihn den Burschen wieder so heftig tveggerisseu. daß ibm nur ein Stück der rotseideven Heukelkordcl geblieben war. und dabei laut um Hilfe geschrien. Run schlug fte ihm mit der in di« Tasche gekrampften Faust ms Gesicht, einmal, noch einmal, noch einmal imd noch einmal, daß ibm der Hut mit jäheni Ruck vom Kopfe flog. Er aber batte immer noch den abwesend: räume rischen und schämend-bitteren Ausdruck im Gesicht, als müsse er sich ganz langsam besinnen, um wen und was es sich eigentlich handelte. Tann svrang auf einmal, wie ein iäher Funk, der Schreck in seinen großaewordenen Augen auf. und wie in plötzlicher Erkenntnis der Bedrohlichkeit seiner Lage löste er sich in schneller Wendung von der Gruppe, die sich langsam«»gesammelt batte, und rannre in großen Sprüngen die Straße entlang. „Haltet den Kerl!" schrie die Frau„den Handtaühcnmardcr!" lmd w'e durch Zaubcr- schlag kam wieder Gleichöewegung in das wirre Durcheinander des Mcnschcnstron»es der S'raße. Zurufe und Aufmunterungen flogen hin und wieder, die Flinken und Geistesgegenwärtigen setzten hinter dem Jungen her, der in eine leere Nebengasse eingcbo- gen war. Er lief in verzweifelte» Sätzen, ziel- und planlos, dicht an den Häusern entlang, verfolgt von einer immer größer werdenden Menge. Einmal wendete er sich um und schrie ihnen zu, sie sollen ihn lassen, er wäre unschuldig. aber als An'wort kamen nur drohende Rufe und Verwünschungen zurück. In sein Gesicht, in dem erst nur Staunen uud Schreck gewesen waren, trat nun, wie betäubend und aufpcitschend zugleich, die wahpwitzge Angst des gehetzten Tieres, bereit. blind und taub gegen eine unversehens auftauchenüe Mauer zu rasen, die Angst, die nicht mehr fragt, worum uud wovor sie sich fürchtet, sondern nur noch ohne Umschauen weiter uud weiter hetzt, um sich dann zuletzt in Besinnungslosigkeit und zitternde Krämpfe oder blindwütige Verzweiflung auszulösen. Sein Her; schlug bis zum Halse und auf seiner Stirn stand der Schweiß in kleinen kalten Perlen. Verschwimmcnd sah er die dunklen Umrisse von Menschen in seinem Wege, und er wußte nicht, war er an ihnen vorbei oder über sie hinweggerast. Rote und graue Schleier legten sich sekundenlang vor seine brenileüdcu Augen. Ein Manu versperrte ihm mit wei aus- gehreiieteu Armen den Weg. „Erklären Sie mir den Tatbestand; wenn Sie unschuldig sind, werde ich Sie weiterlagen. Andernfalls muß ich Sie.. Ein Stoß vor die Brust warf ihn bei- ! feite und schob eine dunkle Wolke vor die Sonne seiner moralischen Beredsamkeit. „Ein gefährlicher Bursche!" rief er de» Rachsttzendcn zu und folgte dann auch bedächtig.'« Schrittes der wilden Jagd. Als der erste Steimvurf ihn traf, kochten Wut und Verachtung in dem Gehetz en hoch. Er schlug und trat nach allem, ivas )ihn aufzuhalten drohte. Seine Flucht dünkte ihn eine Ewigkeit und doch lief er erst wenige Minuten. Er fühlre, daß er nur noch ganz kurze Zeit aushaltc» konnte. Einen Augenblick dachte er daran, sich einfach auf den! Boden zu werfen uud. ganz auegestreckk je- des Glied seines Körpers fest an die Erde zu schmiegen, zu atmen, ganz tief uud befreiend zu atmen. Mochte kommen, was da wolle. Aber der au- und abschwcllende Lärm hinter seinem Rücken riß ihn zusammen und trieb ihn weiter. Alle Gedanken, die wirr und zusammenhanglos ihm ins Hirn schlugen, formten seine Lippen zu keuchendes Sätzen. Ohne es zu wissen, sprach er immerfort vor sich hin wie im Fieber: ,Lch bi« doch kein Tier, was wollen Sie von mir, laßt mich doch! Ich kann nicht mehr... kann... kann... nicht mehr. Mutter ... jetzt ist alles aus. Was will der Kerl da... aus dem Weg oder ich schlag dich zusammen. Wenn doch ein Schutzmann da wäre, ein vernünftiger Mensch... Da ist ein Haus... nur eine Minute Zeit und Ruhe..." Er warf sich gegen eine Tür. daß es durch den Hausflur dröhnte. Verschlossen! Weiter, weiter. „Zu. jetzt links um die Ecke und ins nächste Haus... sie werfen mit Steinen... Herrgott... oh... nach links." Ein schwerer Stockhieb über den bloßen Kopf machte ihn taumeln. Instinktiv warf er I sich nach links in die Ecke, wodurch er für Augenblicke seinen Verfolgern aus dem Gelsicht kam, lief blindlings an zwei offenen Haustüren vorbei und stolperte dann durch ein halbösseues Tor, das in einen kleinen, Ifcuchtkalien Hof führte. Da brach er zusammen. Ganz plötzlich, mir merkwürdg weicher Bewegung, ohne I Laut, ohne tastende Unruhe. Das pfeifende I Keuchen seines Atems ging in leises S'öh- Inen über. Dan« wurde er ganz still. Aus dem linken Dinkel seiner grauwcrdenden Lippen sickerte ein ganz dünner, feiner Faden I hellrören Blutes. Mund und Stirn, über Idie sich ein grün-violetter Schein legt«, waren noch im Tode verzerrt unter dem letzte», schrcckoollen Eindruck seines Lebens. Nur um die Augen lag ein merkwürdig weicher Zug bittender Frage. Ter feine Strahl seiner feinen Laterne sing sich in den starrgläsernen Augen und ließ sie mail aufschim- mcrn. weit offen wir in Vorwurf und anklagenden» Erstaunen. Tie draußen such' en lauge vergeblich nach ibm, stritten, in welches der Häuser er sich geflüchtet, und jeder wartete, ob nicht de rändere den Verbrecher endlich zurückbrächte. Schutzleu'e baten die Menschen, aus- cinandcrzugehen, aber di« waren so wohltuend erregt und belebt, daß sie gern noch eine Stunde oder zrvei ihrer ordnungerhal» lenden Bürgerpflicht widmeten. Endlich sanden sie den schmächtigen blonden Burschen im Dunkel des mnmauerten kleinen Hofes. Sie waren doch erschrocken, als sie ihn so reglos liegen sahen mit seinem angstvoll irotzoen und doch rührend vorwurfsvollem Gesicht, und jeder sah sich um, wer den verhängnisvollen Schlag geführt hatte, ober keiner wußte es und deiner woll'e schuldig sein. Aber ganz still wurden sie und sahen sich großerschrrckt an, als Plötzlich einer sich zu dem Toten niederbeugrc und mit vorsichtiger Hand ein kleines Stück rotseidener Juden und Ehrlsten. Von Arno Holz. Bon Schwätzern aus verschmitzten Bilde» Laß dich nicht Heuchlings überlisten; Ich kenne Christen, das find Juden, Ich kenne Juden, die sind Christen. Ob Rase grade oder krumni, Hailptsache— Jndividibum! Die Wohltäter. Der Herr Baumeister ist nach beendeten! FruHsruü mit Durchsicht der Post beschäftigt. „Hm, hm", räusperte er sich, die unbeholfene Schrift eines der Briefe entziffernd. Seine Gattin sah auf. ,Mas gibt's?" ,/Dem Ziegler gehl's recht schlecht— man Will ihm das Häuschen nehmen." „Das Häuschen—?— Arbeitet er nicht?" „Er liegt wieder krarS, wegen der dummen Geschichte damals mit dem Gerüsteinstnrz man müßte doch schließlich mal nachsehen..." Kgte der Baumeister nachdenklich hinzu. „Du wolltest?" „Ra,— etwas für die größt« Not— mau kann da auch nicht so— schon der Leute wegen." Der Herr Baumeister erhob sich, um ins Gefchäf: zu gehen. „Weißt du, Männchen", meinte seine Gattin noch dem Abschiedskuß,„wenn d> schon mal den edlen Wohltäter spielen willst, dann will ich auch nicht zurückstehen.— Ich werde mir mal die Wirtschaft der Leute ansehen— wir Krauen haben dafür einen besonderen Blick." »Ja, ja,— ich weiß schon!" lachte er auf und verließ das Zimmer. „Ra, Lina, was gibt's Neues in der Heimat?"'ragte gutgelaunt der Herr Baumeister das Mädchen und dehnte sich nach den Strapazen der sechswöchigen Badereise behaglich in dem gewohnten bequcuien Lehnsessel. „Ach Gott, denken Sie nur, gnädiger Herr, der Ziegler hat sich erhängt..." „Der Ziegler—!?" „Ja, die Herrschaften waren gerade vierzehn Tage fort, da sollte er ans seinem Häuschen heraus, und denselben Abend hat er sich auf dem Boden erhängt— die arme Frau ist noch dem Begräbnis gleich weg mit den Kindern." „Schade— er war'n fleißiger Arbeiter", meinte der Herr Baumeister. „Ja, und ordentlich waren di« Zieglers, gnädiger Herr, alle Leute sagen's." „Warst du damals bei den Leuten?" fragte die Frau Baumeister, nachdem das Mädchen gegangen. ,^kch—?— Rein..." „Aber— du wolltest doch etwas...?" „Ja,— aber du wolltest doch erst mal nachsehen—?" Adolf Maetzr. Schnur von dessen Rockärmel löste, das sich da verschen'llch um einen der festen Horn- knöpfe geschlungen hatte. Es war gerade das Stück, das am Seideichcnkel der— weiß Golt warum— so wütend verteidigten Handtasche gefehlt hatte, an dem roten Hen- kel, der sich dnrch einen unglücklichen Zufall am Aermcl des Ahnungslosen für«inen Augenblick verfangen und so den Jungen das Leben gekostet hatte— dank der schnellen Phantasie seiner'Besitzerin und der wildwestlichen Begeisterungsfähigkcit ihrer hilfs- | bereiten Verteidiger. Die verstanden nur nicht, warum er überhaupt die Flucht ergriffen hatte. Wer kannte und verstand denn die blitzschnellen Erwägungen und Gedankengänge, die der Jmvuls des Augenblicks schafft und die so schicksalsbedeutend und ansschlagaebend für ein Leben sein können und sind? Biele wenig — manche cilvas— keine ganz. Doch eines verstanden jetzt alle, und das war das rätselhafte Staunen in den schimmernden Augen des To'en, die sich noch nicht schließen wollten als sie ihn langsam, in stillem Zuge hin- anstrngen. Kinder- und Augendbücher Mehr noch als das Schrifttum im allgemeinen ist die Kinder- und Jugend-Literatur ein Erbgut der. bürgerlichen Klasse. Die sozialistischen Ansätze einer Literatur für die Kinder des Proletariats sind noch sehr gering. Daher sind die sozialistischen Eltern noch vielfach auf Bücher ftir ihre Kinder angewiesen, die.nicht der proletarischen Welt cMstanrmen, dies umsomehr, als der Geschmack des Kindes nicht immer der der Eltern ist und sie manches Buch unbeachtet lasten, das Erivachsencn wertvoll erscheint. Jedenfalls heißt es vorsichtig bei der Auswahl der Bücher sein, denn das Kind ist kritiklos und nimmt leicht Eindrücke auf, die sozialistischen Eltern nicht wünschenswert erscheinen. Läßt man als Zweck dec Jugcud-Lneratur die belehrende Unterhaltung gelten, so sei hier eine Reihe von Büchern empfohlen: Für die ganz Kleinen sind im Verlag von Josef Scholz, Mainz,«ine Reihe von Bilderbüchern erschienen, die nach Ausführung künstlerischer und ihren Darstellungen volles Lob verdien«!. Da ist„P u t i- puls Abenteuer", ein« lustige Faniilien- geschichle von fiinf Küchlein und ihrer Mutter und ihrem Vater Putrrich. Ei« Hühnchen geht auf Abenteuer aus, macht betrübliche Erfahrungen und kehrt reuig zu Muttern zurück. Da ist weiters„Tic Tiere des Waldes", gemalt von Färinger, in dem mit lebendiger Treue die seltsamen und weniger bekannten Tiere unserer Wälder und Felder ins Bild geformt und iu Worte gefaßt sind. Es ist geeignet, die Tierlirbc der Kinder zu erregen. Ein lustiges Ticrbuch ist auch das von Eugen Ostwald gezeichnete„Schöu' guten Morgen!"(Preis Mk. 2.50.) Die prächtig ausge- führten Bilder zsigen lauter Tiere, die daS Kind täglich sieht und liebt. 12 Seiten mit bunten Bildern und frohen Kinderreimen bringt das von Hans Schrvedter gezeichnete„Heidi- Heida!"(Mk. 2.—). Hans und Hof und Garten, Feld, Waid und Wiese, die Jahreszeiten und Jahresfeste sind glanzvoll und formenschön in dem Buche dargestcllt. Roch zu erivähncn ist „Buntes Allerlei". Verse von Gustav Falke n. a.(Ml. I.—) Eine Reihe entzückender Bilderbücher ist weiters im Verlag von G. L ö w e n s o h n, Fürth(Bayern) erschienen. Einige davon, besonders„Große Tierschau",„Unsere Freunde" und„Des Landwirts Tiere" können kaum schöner und vollendeter hergcstellt werden. Di« Darstellungen sind äußerst uaturgetreu und künftlerstch wieder- gegcben. Die Preise dieser drei genannten Bücher sind: Mk.—.60, 1.20—.90. Sonst sind noch zu uennen:„Aufs Land hinaus!"(Mk.—.15),„Gullivers 21 c i s e n" (Att.—.15), Kinderspiel"(Mk.—.80). „Allerlei Tiere"(Mk.—JM)),„DaS Buch der Ersindungen"(Mk.—L0), indc rfrendcu— jederzeit"(Mk. —.60),„Mit Lokomotive durch die Well"(Mk.—.90),„Tas Schuljahr" (Mk.—.90),„Weltfahrl"(Mk. 1.20). Die Preste sind billig zu nennen. Die Bücher werden sehr begehrt und haben auch in den sozial» demokratischen Buchhandlungen Deutschlands eine gute Aufnahme gcftmdeu. Die Verse in den Büchern sind von Bruno Schönlank und dem kindliche« Verständnis angepaßt. Tie reizenden Bilderbücher können empfohlen werden. Für raiserc Knaben und Mädchen hat der Verlag„Der Eiserne Hammer", Königstein im Taunus mehrere BUder. bücher herausgegebcn:„Deutscher Wald" (Mk.—.90), ,D>a s Büchlein Tausend- schön"(Mk.—.90),„Die Kinderschube der neuen Verkehrsmittel"(Mk. —.90),„Allerlei Kräuter"(Mk.—.90), „Arbeit bringt Freude"(Mk. 1.20),, Hans Thonia„Der liebe Friede"(Mk. 1.20). Sic enthalten zum Teil ausgezeichnet reproduzierte Gemälde und Bilder, mit ringe- streutem Text, zum anderen Teil künstlerische Photographien. Die 1.20 Mk.-Bücher enthalten auch kolorierte Bilder. Gleichfalls für die reifere Jugend ist das im Ullstein-Verlag, Berlin herausgegebene Jahrbuch„Der deutschen Jugend Wunder Horn" bestimmt. Die Fortschritte der modernen Technik, Spott, Forschungsreisen, Gehoiulinste und Sitten fremder Völker und Länder und manches andere findet darin süine Würdigung, die durch zahlreiche in den Text eingesügtcn Illustrationen wirksam unterstütz: werden. Dr. Max Oshorn hat eine vergleichciÄe Bilderbetrachtung geliefert, durch welche die Jugend zum richtigen Verständnis der Kunstlverkc geführt werden soll. Das Buch Lindberghs über fein Leben und feinen Slug. Mußte dieser Mann ein Buch schreiben, der anscheinend keine andere Berechtigung dazu hat al» eine kühne Tat! Ich muß gestehen, daß niich ei» derartiges Bedenken ergriff, als ich den geschmackvoll ausgcstattctcn und reich bebilderten B r o ck h a n s Band(M. 2.80) mit d«n Titel „Wir Zwei, im Flugzeug über den Atlantik" in die Hand nahm. Eine solche Uebcttogung ist gerade heute verständlich,>vo die Flut-von Rcuerscheinungen über allerlei Helden vom Tage immer höher steigt. Ich lese die ersten drei oder vier Seiten des Buches über die Kindheit Lindberzchs und kann nicht sagen, daß sie niich sehr gesegelt hätten. Sir sind etwas trocken geschrieben, was>vohl daran liegen wirb, daß den« Gegcntoarlsmenschen Lindbergh die Bergangeubeit eben tcmps pasiä. also unwichtig ist. Er gehr völlig in den Fordern»gen -er Stunde auf und schau: osseusichrlich nicht gern zurück, weil das zwecklos ist, sondern viel lieber geradeaus. Aber dann kommt er auf seinen Berns und da? Dasein zu spieckien, das 3 ten bet Von al vor, di nagen wenn sie icmanden nm da» oer Zoologe Andrews in diesem Buch. lächelt, wenn man dann seinen herzerfrischend natürliche», fast burschikosen Sätze» lauscht, und sitzen. Denn in dem Buch gcht es.zwischendurch" als Erholung von der Arbeit, recht bunr her. Der Friede in der Mongolei soll jkt immer noch Zweifel an seiner Ehrlichkeit aufkommen lassen. Jedenfalls muß" es schon so sein, wenn' eine kurze Spanne Wegs von dem Expeditionslager r.n mongolischer General einige Dutzend chine- 'ische Räuber hintereinander höchst eigenhändig niederknallt, weil sie nicht„einstimmig" beschlossen haben, ihm überzugehen. Oder eins von den zahlreichen Abenteuern des Autors selbst: Er sieht sich mutterseelenallein ein paar Räubern gegenüber. Mancher Härte da kehrtgemacht, der„vertrocknete Wissenschaftler" aber »ährt quitschvergnügt mit 65 Kilometer auf den Reisen schnurstracks auf die Leute zu. Er weiß, vor einem anstür»«enden, stinlcirden- und mordspektakelnde» Kraftwagen rück: jedes mongo» tische» Pferd aus. Folglich werden die Reiter genug zu tun haben, ihre Tiere zu bändigen, und keine Zeit, die Waffen zu gebrauchen— hat Andrews gedacht, ehe er zum Angriff überging. Eine schöne Berechnung, sinniert der Leser, und diesmal ist es ja. gut gegangen, aber Rechenexempel sollen manchmal nicht aufgehen. — Der Weidmann wird seine Aufmerksamkeit begreiflicheriveise den Kapiteln des Werkes schenken, in denen von Jagd die Rede ist, und von was für einer Jagd! Da stehl das„Goldene Blies", eins der seltensten Tiere der Erde, auf der Schußliste und Antilopen, Wildesel, Steinböcke, Wölfe und das prächtigste Geflügel. Die „Wüste" Gobi als Tiexparadies— fürwahr keine geringe Ueberraschung. Die Paläontologie arbeitet auf den ödesten, unwirtlichsten Strecken der Erde wie Aladdins Zauberlampe; sie rührt an den Felsen, und in wohlgeordneten Reihen entsteigen ihnen die Erdbeherrscher der Bevgangenheii und die einzigen Flußläufe und Steppen, in denen sie jausten..."—„Wer etwa vermutet, Forscher, ährten hätten ihren Hauptrei; verloren, dem kann ich nur sagen, daß Eigenschaften wie Mut und Ausdauer und die Bereitschaft, allerhand Mühsalen und dem Tod ins Antlitz zu schauen, heute ebenso nötig finö, wie einst für den ersten, der durch Schneetreiben polwärts strebte oder den Äanrpf mit den Sandstürmen der Duste aufnahm." Diese beiden Sätze könnten als Motto über unferm auch mit zahlreichen Bildern und einer Karte ansgestatleten Buch stehen; bringt es doch die ost erstrebte, aber selten erreichte Synthese von Wissenschaft und Abenteuer, harter Arbeit und Sporr zustande, eine Verquickung, die man nicht besser als mit dem interessantesten Wort des Sprachschatzes bezeichnen kann: Leben! Was mancher nicht weiß. Haarige Wissenschaft. In den romanischen Ländern Europas findet man fast keine lichthaarigen Menschen mehr, und echte Blondinen zählen dort zu den größten Seltenheiten. Wie Professor Trevor Kimard von der Universität in Washington festgesteUt hat, ist besonders in Europa die blonde Menschenrasse im Schwinden. Die Ursache soll darin zu suchen jein, daß brünette Frauen mit Vorliebe blonde Männer heiraten: und umgekehrt lieben die dunkelhaarigen Männer meistens blonde Frauen. Es ist statistisch nachgewiesen, daß aus der Ehe einer dunklen Frau mit einem lichthaarigen Mann meist braunhaarige Kinder hervorgehen. Bet der Ehe einer blenden Frau mit einem dunklen Mann aber kommen nur dunkelhaarige Kinder zur Welt. Tie Tintensische sind ungeheuer gefräßig und niordlustig. Es wurde beobachtet, wie em der wichtig sind Entdeckungen von Titanoche- rien„ die den Forschern ebenfalls glückten, ch Im Jahre 1900 sprach der jetzt auf der Höhe seines Ruhms angelangte, seinerzeit aber rechi umstrittene Paläontologe Henry Fairfield Osborn vom Amerikanischen Rarurgeschichtlichen Museum die vieLoefeindete Ansichr aus, Asien sei die Urheimat der Säugetiere und damit des Menschen Durch. die sensationellen (das Wort ist hier durchaus am Platze) Funde der ältesten Säugetiere der Welt in der Gobi, die Andrews und seine Begleiter machten, wurde diese Meinung bestätig:. Heute weiß inan: Asien ist die Urheimat des Menschen. Schon diese drei Entdeckungen allein machen «vn Bericht des Expeditionsführers Roy Chav- man Andrews:„Auf der Fährte des Urmenschen. Abenteuer und Entdeckungen dreier Expeditionen in die mongolische Wüste"(geheftet Mark 11.50, Leinen Mark 14.—. Brockhaus Leipzig) zu einem der wichtigsten Bücher, die es gibt, weil es ein einmaliges Standardlverk der W'ssen- schast neue Impulse verleiht. Dieser Wert wird weiemlich dadurch erhöht, daß die drei erfolgreichsten Expeditionen der letzten Jahrzehnte weitere wertvolle Entdeckungen gemacht haben: der ersten Kreide und des ersten Dinosauriers nördlich des Himalaja, von Urnashörnern, Amblyphoden, Landdrachen verschiedenster Ar- uud Gattungen, eines Urhirsches. ferner sagenhaften sogenannten Dünenbewohuer Schabarach Usu. „Man stellt sich uns Wohl gemeinhin sicher eine Gruppe„vertrockneter" Wissenschaftler alle große Brillen und lange Bärte und schon sünsjilbige Worte brauchen, !al; bitten", sagt Man er liebt und wie er es wahrscheinlich immer lieben möchte: auf sein Fliegerloben! Und jetzt fesselt er allerdings den Leser beträchtlich! Denn nun kamr er reden, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Einfach, unbekümmert, manchmal beinahe jungenhaft, aber immer bescheiden und sehr sympathisch. Er erzählt lustig und ernst, wie er da oben in den Lüsten schwelgt, wie ideal die Freundschaft zwischen den Piloten ist, da es für sie keine Entfernungen gibt, und daß dieser letzte Umstand doch fiir den Uutgang zwischen den Menschen recht wichtig fei. In dieser gewinuenden Art erzähli„Lindy" sein ganzes Leben, was er als„Jahrniarkt"-Flieger gemacht hat— das ist ein Schauflieger, der von Ort zu Ort fährt, um den sportbegeisterten Einwohnern meist für 5.— Gelegenheit zu einem luftigen Spaziergang zu geben— und wie abwechslungsreich und voller Pflichten sich fein Leben als Heeresflieger gestaltete. Hier schildert und wird geschildert ein ganz neuer, sachlicher, unpathetischer Menschentyp, der tvoiß was er will und stets ein Ziel vor Augen hat. Dann berichte! er über seinen Ozeanflug. Es. ist eine Freude, wie bescheiden. Wer gern Mischen den Zeilen liest, vermeint manchmal «in schelmisches Augenzwinkern„Lindys" zu 6enfattoueNe ßnttednmien in ver änderen Mongolei. Dinojauriercier.— Die ältesten Säugetiere der Welt.— Auf der Fährte des Urmenschen.— Begegnung mit Räubern.— Die„38üfte" Gobi: ein Tierparadies. In den Urzeiten der Erde stand ein kobold- »rtigeS Wesen am Rand einer flachen Mulde In der jetzigen Mongolei. Born niedrig, hinten hoch, mir einem Hakenschnabel und einem festen Panzer über Nacken und Borderfchulter, einen« dicken Schwanz am Ende des 2.76 Meter lan gen Rumpfes, sich das Tier aus wie eine aben teuerliche Spnkgestalt. In einer Bodenwelle legte es 20 flachrunde weiße Eier ab, die von dem roten Sand verschüttet wurden. An einem herrlichen Hochiommcrtag, zehn Millionen Jahre später, schlug eine Expedition des Ame rikanischen Siaturgeschichllichen Museums unter Führung des Zoologen Roy Chapmann Andrews an dieser Stelle ihre Zelte auf und fand jene Boten einer längst verschwunde nen Erdepoche, die ersten Dinosauriereier, die je «in Mensch der Neuzeit zu Gesicht bekommen hat. In zweien fanden sich iwch die zarten Knochen von Dinosaurierkeimlingen. Nie zuvor in der Geschichte, der Wissenschaft war es mög lich gewesen. Paläoembryologie lKeimlingkunde an vortveltlichen Tieren) zu treiben! E» war vor drei Millionen Jahren— an einem Sommerrag in der Mongolei. Das größte Säugetier, das die Erde gesehen Hot, trottete, um zu saufen, nach einem halbtrockenem Fluß bett. Es war ein abenienerliches, unglaublich großes Geschöpf. Seine Bestie sahen aus wie die Säulen eine» Tempels, jein Rumpf wie ein ragender Berg ans lebendem Fleisch Plötzlich versanken die Vorderbeine in den trügerischen Boden; der Flugsand pockre sie. Brüllend vor Schreck suchte sich das Tier dem grundlosen Todesbrunnen zu entziehen, aber es sank nur tiefer ein. Der tückische goldene Sand begrub «S. Einen Augenblick noch ragte der Kopf mit den starren, blutunterlaufenen Augen heraus, dann erinnerte nichts mehr an die Tragödie, die sich hier abgespielt hatte. Diese Geichich:« lasen die Teilnehmer der schon einmal genann ten Expedition an einem Junitag des Jahres 1925, als sie ein aufrecht im Sand stehendes Skelett des Baluchitherium» landen. Richt min- Aufhebens Biel wichtiger als meine Tat sst I freut sich und denkt: wenn alle Fachwissenschaft ja der ideelle Aufschwung, den die Bemühungen I so fesselnd wäre, würde sie mehr Freunde be- Zeit und Raum zu überwinden durch sie ge-' I-~“ Wonnen haben. Man kann dem selbstverständlich zustimmen, doch dürste das nichts daran ändern, daß.Lindy" trotz allem ein ganzer Kerl ist und bleibt. Er erinnert mich au eine Stelle aus Fridtjof Nansens prachtvollem Büchlein„Abenteuerlust":...„Wir brauchen euch, junge Freunde, deren frische Augen fähig sind, einfache und grundlegende Dinge zu erfassen, euch, die ihr bereit seid, neuen Spuren z:. fol gen, das Wagnis zu laufen und dem Unbekannten die Stirn zu bieten..."„Lindy" hat diese Bedingungen erfüllt und der Erfolg sst nicht ausgeblieben. Bezeichnend für die„selbswer- stündliche" Art dieses Pioniers der Lüste ist auch die- Borgeschichte seines Buchs. Es war ursprünglich einem Literaten„in Aissrrag gegeben" worden, da Lindy sich nicht getraute ein Buch zu schreibe». Der Mann machte begreif- lichevweise eine Art Heldengejang daraus, dem der, bescheidene Lindbergh denn auch prompt sein Jinprimatur versagte. Beinahe wäre aus dem Ozeanbuch nichts geworden. Erst als ihn Taufende von Telegrammen und Briefen aus miv«i» ,)n ganz Aiuerita und vielen Teilen der übrigen sehen, das etwa besagt: macht doch bitte kein I Welt zum Schreibtisch drängten, gab er sich besiegt. — 4 35 Zentimeter großer Tintenfisch in eine« Bek» ken 25 Fische nacheinander tötete, obwohl er. vollkommen gesättigt, keinen der Fische jn sich nahm.» I« Gebiet H Lankas»- wohnen etwa 15V verschiedene Bolksstäuuue mit ruuv 7V verschiedenen Sprachen. Dir chinesische Maner ist fast 3VVV Kilometer lang. Dies würde der Strecke von Schottland bis zur Türkei gleichkommen. Die Gesamtbevölkerung der Erve botruq im Jahre 1800 775 Millionen, heule aber 1864 A Millionen OUIerM. Weltgeschichte in Steinen. Eine Deltge- schichte, die in Steinen erzählt wird, soll km Museum des Staate» Illinois zu Springfield ausgestellt werden. Der Direktor des Museums, Dr. A. R. Crook, hat zu diesem Aoeck wette geologische Reisen unternommen und ein gewaltiges Material zusammeugObracht. Die ersten„Seiten" dieser eigenartigen Weltgeschichte werden nur durch Steinformationen dargrstellt, die den allmählichen Rufbau der Erde veranschaulichen. Es folgen daun die ersten bekannten Formen des Lebens, die sich im Stein eingebettet finden, und dann Fossilien von Fischen, Vögeln und Repliken, bis schließlich das Auftreten des Menschen in diesem Steinmikseum'gezeigt wird. Volkszählung bei dr» Seerobbeu. Längs der Lüste von Kalifornien soll seht ein« Bolks- zählnng im Reiche der Scerobben startfindea. Anlaß dazu bieren die Ä logen der Fischer, daß diese Tiere sich in einem Maße vermehren, das eine ernstliche Bedrohung des Fischrreigewer- bcs bedeutet. Di« staatliche Fischerei- und Iagd- lommisiion soll daher die Erlaubnis erteilen, diese Küsteubewohner soweit abzuschießen, daß ihre Zahl auf einem zu bestimmnden Stande erhalten bleibt. Um die Angaben nachzuprüfcn. wird eine Expedition ausgerüstet, di« sich auf das Randgebiet bis nach Oregon erstrecken wird, einen Staat, der bereits diese Gefahr für die Fischerei erkannt und Jäger angestellt hat. die Scerobben auszurotlen. Eine große Anzahl von Sicdlungspläben. die früher unbekannt waren, sind schon gemeldet worden, aber da sich viele dieser Behausungen ans dem Schutzgebiete von Leuchtlürmen befinden, bedarf es zu der Jagd ter Erlaubnis der Regierung. 36V Miltiarde» jährliches Einkommen iu Amerika. Wie die Bereinigten Staate»„im Goldc schwimmen", zeigt der neueste Bericht des anrerikauischeu Büros für die inneren Einnahmen, nach dem die 117 Millionen Bewohner des Landes im Jahre 1926 ein Gesamtein- kommeu von 90 Milliarde» Dollar oder etwa 360 Milliartcu Mark halten. Das amerikanische Einkommen hat sich darnach seit 1921 um 108 Milliarden vermehrt, also um 43 Prozent. Das durchschnittliche Einkommen aus den. Kopf der Bevölkerung läßt sich danach mit 3076 Mark berechnru Das jährliche Durchschnirlseinkoin- Nlcu von P.'rsoneu, die sich in einer gewinn» briuocnde» Beschäftigung befinden, ist von 6540 Mark ml Jahre 1921 auf 8840 Mark 1926 ge- .steigert. Nach den Dorten der offiziellen Statistik haben die Amerikaner damit den höchsten Lebensstandard erreicht, der jemals von der Bevölkerung irgendeines Landes erreicht wor» dcu ist. Denn das Wachstum der Eium zmen geht nicht mit einem Anwachsen der Preise Hand iu Hand, sondern der Durchschnittspreis aller für das Leben notwendigen Gegenstände l war 1926 niedriger als 1921. Moschus. Moschus ist das Sekret des Mo- t fchuShirfchS, eines unsrrm Reh ähnlichen, in| den Gebirgen Mittelasiens innerhalb der Grenzen deS ewigen Schnces heimischen Ti«r«S. Rur das männliche Tier liefert di« Droge; sie findet sich iu einem Wischen Nabel und Geschlechtsteilen liegenden, durchschnittlich etwa 300 Gramm schwer«» Beutel. Fand Mascha» früher in der Mcdiziu als ErregüngSmittel writge« bende Verwendung, so dient«r heuie nur noch Zwecken der Parfümerie. Di» Droge kam durch die Araber zu uns, Marco Polo brachte um >1300 genauere Berichte; Griechen und Römer» wor sie unbekannt, dagegen wird sie iu China fett Jahrtausenden geschätzt. Der tonknesifche oder tkbetaniiche Moschus wird bevorzugt, der bengalische ist von gerinsterer Güte, während der russische oder kabardknffche am wenigsten Wertschätzung genießt. Di» Menge des von «ine» Tiere hervorgebrachten Moschus und seine Güte wechseln mit der Jahreszeit und de« Alter des TkrreS; erst der zweijährige Hirsch liefert gute Beutel, die mtt fonschreiten- dem Alter bis 50 Gramm schwer werden 8n» nen. In der Brunstzett sind dir Beutel am «eisten gefüllt. Vielfach jedoch werden>ir Tiere in jungen Jahren erlegt, so daß die Mehrzahl der kn den Handel gelangenden Beutel das Durchschnittsgewicht von 30 Gramm nicht erreicht. Je jünger der Hirsch ist. um so feiner duftet sein Mwckms; Klima und Nahrung schei. »en keinen Einfluß auf seine Güte zu haben. Moschus(der Bisam) bildet»risch eine dunkel, braune, im Winter feste und fast trocken«, im Sommer weich«»Ud feuchte Masse, die nach einiger Zeit fast schwarz und krümelig wird; sein Geschmack ist bitterlich gewürzig. scluvach salzig, sein Geruch ist höchst durchdringend und hält außerordentlich lange an. Er kommt„in Beuteln" oder„ansgekerrt" in den Handel und wird in Schachteln, di? in Vleikokke eingesckla- gen und in SeDen^üllen genüht sind, über Tientsin und Schanghai ansfleiührt. Die fabel» bafte Stärke seines Geruchs, der von anderen Gegenständen auch ohne unmittelbare Berührung begierig angozogen wird, bestimmte viele Ausfuhrländer zu dem Berbot, MoskbnS und Te« zm'ammen auf einem Schiff zu befördern. I« Gasthaus. B i be l beke un tnis. Gast(die hübsche Kellnerin in den Arm kneifetw):„Wie sind Sie nur zu Ihrem Dor» namcn gckomm«», Fräulein Rebekka?" „Nun, ich meine, der paßt recht gut für eine Kellnerin; wissen Sie nicht, daß meine biblische Namensschwester Kamele getränkt hat?" Znm Anbeißen. Als ich einmal nach München kam und in einem Gasthaus etwas zu trinken verlangte, sagte mir die rund» und uiodliche Kellnerin: „Bier müssens bei der anderen bestellen, i bin bloß zum Essen dal" Anerkennung. „Aber hören Sie, Ober, jetzt warte ich hier über eine halbe Stunde auf das Beefsteak, das ich bestellt habe."—„Ja, ich weiß. Es wäre ein« leichte Ausgabe. Kellner zu sein, wenn alle Gäste wären wie Sie." Die Soße. Di« neue Kellnerin, das Bärbcle, schüttet dem Herrn Oberamtsrichter, der einen Reh- bvaten bestellt hat, die Bratensoße über den Rock. Der Herr OberamtSrichter will aufbrau« ien. aber das Bördele begütigt ihn schnell: „Net böse fcht, Herr OberamtSrichter, wir haben noch mehr." Billige Zeche. Iu dem Dorflrng zum„Blauen Ochsentrat«in Gast und bestellte sich bei der noch lehr jungen Kellnerin rin GlaS Wein. Als sie eS ihm brachte, sagte er:„Ach. dar ist ja Weißwein kann ich nicht Rotwein daflir haben?" „Gewiß, gerne", sogt« das Mädchen und bracht« Rotwein. Als der Gast anSgetrunke« batte, stand er auf und wollte, ohne zu bezahlen, fortgehe».— Die Kellnerin hielt ihn aber auf mtt den Worten:„Berzeiht, Herr, Ihr habt wohl vergessen, zu bezahlen?" „Wiest»?" fragt« der Gast mit gutgespieltem Erstaune». ,Lhr habt doch ein Glas Rotwein getrun« ken", sagt« das Mädchen, worauf der Gast er« wttierte: „Dafür habe ich dock dar GlaS Weißwein zurückaegrbeu" „9a", sagte sie,„das habt Ihr auch nicht bezahlt." „Nein", entgegnet« der Schelm, ich habe eS ja auch nicht getrunken." „Ach ja", sagte die Kellnerin kleinlaut, „dann entschuldigt bitte" * Irren ist menschlich. Di« Prinzessin Amafle ging zu später Stunde in ihrem Park spazieren. Der am Schloß stehende Wachtposten, der sich schändlich langweilt«, vermeinte in der Dunkelheit ein Kammerkätzchen vor sich zu-haben und rief:„Heeda! Jungfer!"— Da drehte sich die Prinzessin herum und sprach:„Ihr irrt Euch, Freund!" ——■ Otätfel-^äe.— Figurrnrötsel. Die Buchstaben dieser Figur sind so zu ordnen, daß die waarechten Reihen Wörter folgender Bedeutung nennen: 1. Kleidungs stück, 2 Männlicher Borname, 3. Oper von Wagner. 4. Hochwertiges Nahrungsmittel, 5. Begründer eines Kur;» schrifisystems, 6. Stadt im Staate New Jork, 7. Stadt iu Preußen,(ch— ein Buchstabe). Sind die Wörter richtig gefunden, so nennen die Buchstaben der fettumrandetrn Felder, bei* anfangeud und nacheinander in der Richtung des Uhrzeigers gelesen, den Namen eines bedeutenden Borkämpfers des Sozialismus. Auflösungen der Rätsel aus der vorige« Nummer: Magisches Quadrat: 1. Gold; 2. Oboe; 3. .Loki; 4. Deich. Berpeckrätsek: W(ass)er, tAnlnk.(Kle)unner, Schsal)e,(Bra)uk, D(am)e. Stcchslkampf. Eitel), Müshle), H(ai)n. Ri(niv)e, lHa)dec, Vertrat), Foltio), Gunlter), Glas), Pttant)age, Demtos), Dirsbel),(Ba)d, Dsonn)er. Tchön(au), Sttärkich Skegsel), Etimejr, Blütte), Hsa'e)n, Dtosie, Reister). tGu)nst, Amtiel), Ern(st), Ttannte, Tsul)a,(Wan)ge.—„Wer immer scheut deS Kampfes Müh'n,— Nie der Verfolgung Plage, — Dem wird der schönste Sieg erblüh'»— Dereinst am Erntetage." a I d|d|e|e|<-le hl • « If