Rr. 53. UnterOaltnngeMlage. 1927. Herrn Havamuüs GUvefter-GefGiGte. Herr-Hal>auu«ck faß am Tage vor Silvester bei den Mädchen in der Spinnstube und erzählte: ,La, morgen ist Silvesterabend, da muh :<ü immer an«in Jahresende denken, das ich sehr sonderbar veckbt habe. Da bin ich nämlich eingeschneit. Ich kam von Berlin und wollte noch zmn Abend daheim sein, weil fte auf mich warteten. Aber, schon als ich in den Zug stieg, batte«S angefangen zu schneien, und als wir fuhren, flogen die Flocken immer dichter und waren wie ein Weiher Borhang vor den Fenstern, daß man gar nicht- draußen sehen konnte, und der Wind stieg auf und ivarf den Schnee auf beiden Seiten hoch wie Mauern, so hatte ich das noch nie gesehen. Der Zug fuhr auch immer langsamer, und endlich hielt er still— auf freiem Felde, wie es schien. DaS Zugpersonal ging durch die Abteile. Wir mühten still liegen, so hieß es. könnten nicht rveiterfahren, und die Rächt hindurch könne das wohl so bkjben. Wir haben in der Ferne so etwas wie Lichter gesehen, und da sind wir alle aus dem Zuge hinrrntrr geklettert in de» Schn« und sind auf die Lichter zugegangen. ES ist ein Dorf gewesen, und man hat einen kleine» Kirchturm mir einer dicken Schnrcmütze und eine Mühle»lii großen schwarzen Flügeln erkennen können. Sei der Mühl«, noch vor dem Dorfe, lag ein großes Gehöft, und einige von uns habeti angeklopft und man hat uns hinein gelaffen. Die anderen sind tveitergcgan- gen. ein Wirtshaus zu suchen, von dem der Müller sagte, daß cS nicht tveit entfernt der Kirche gegenüber läge. DorfwiriShaufer liegen immer der Kirche nahe, glanbe iw", sagte-Herr Hnbaniuck. „Wir waren unser Sechst", fuhr er fort, „die dann bei dem Müller um den ruriden Tisch saßen. Ter Eine war wohl so an di« vierzig und sah braun aus-wie ein Seemann. Tann kam ein ganz Al'.er, der hatte«inen wirrerr, grauen Bart und gar lebendige Aitgen und toar recht groß. Ich deicke mir, so muß der Prophet Jeremias ausgesehen haben, von dem die Bibel erzählt. Tann waren da noch zivei Frauen, eine sunge, lachtiide Blonde und eme ältere. Die hatte verarbeitete-Hände und«in maaereS, stilles «Yesicht. Der Letzte toar fast noch ein Kind, so etwa sechzehn, siebzehn Jahre alt. Er sah ganz au» wie ei« geprügelter Hund. Und «s» Kennt«eynsnun. der Sechste toar ich. Der Müller sagte, er wolle un» einen steifen Grog brauen, den» da» fei bei ihm Silvesterbrauch, und wir, di« wir durch den Schnee gestapft seien, würde» etwa» Heißes wohl brauchen können. Wir widersprachen nicht, und so ging er mit feiner Frau hinaus, nm den Grog fertig zu machen. Ordentlich eine« Schuß Rum solle er hinein nehmen, rief ihm der Seemann nach. Wir andere» aber, die bi«: so zusanr- mengavürfeü waren, sahen einer den andc--' ren an und wußten nicht recht, tvas wir reden sollten. Da hat der ganz Alte mit einem Augenzwinkern gesagt: »/Ich habe einmal ein berühmtes Buch gelost«, da kanie» di« Leute so zufällig zu- sanlmei», wie wir, die habe» einander Geschichten erzählt. Das Knuten wir auch." später einmal können wir von dem heutigen Silvesterabend erzählen", habe ich gesagt.„Da Knnen wir heut« von früheren. reden. ES soll einmal ei« jeder erzählen, welches der schönst« Silvesterabend in seinem.' Leben toar." Die andcrerr tvaren einverstanden, und al» jetzt der Müller hereinkam, hat er erst vor jeden ein volles Glas hingeftellt, daneben legte die Müllerin«in Stück braunen Pfefferkuchens, und als sie sich dann auch gesetzt hatten, fing der Alte an: ,„Ja, ich als Aeltester, muß Wohl zuerst reden, und ich habe inir auch die Sache schon überlegt. Ihr tvcrdct mir vielleicht nicht glauben,>va§ mir als schönster Silvesterabend im Kopfe ist. Tas ist rltvaS, das ich heimlich getan habe, als ich noch ein Junge war. Meiner Eltern Wohnung gegenüber war die Kirche mit dem hohe» Tur.», und der Junge des Küsters, der in dem Turm die Glocken läuten tnußte, war mir mir in der Klaffe in der Schule. Er erzählte mir, daß er manchmal am Strick ziehe und dir Kem« Glocke oben läute« dürfe, und diesmal, würde er Helsen, das neue Jahr einznläuten. Wenn ich wollte, könnte ich mit in den Turur kommen mtd mit ihm zusammen den Strick ziehen. Für ihn allein ginge er ohnehin schwer. Baker und Mutier hätten mir das nicht erlaubt, das wußte ich wohl, denn sie -vare« mit dem Küster nicht gut Freund, und ich wuß'e auch, daß sie mich am Si Lester« abend-gerade so früh in» Bett stecke« wür den, wie au andere» Tage» auch. Da hab« ich ihnen gar nichts erst von der Sache gesagt. Aber als ich dann in meiner Tachkam- wer im Bett war, und die Großen unte» zusammen ra der Stirb« faße», habe ich mich wieder migezogen, habe sachte das Fenster aufgemacht und den Zweig von dem Hohe« Nußbaum gefaßt, der bis an das Feiger reichte. Ich bin erst hinaus auf das Dach und dann hinüber auf den Baum. Tcr:var ganz voll von hartgefrorenem Schnee. Ick bin an denk Baum hinuntergekierterr und habe unten acht gegeben, bis der Küster und jein Sohn kamen. Glücklicherweise hat e» nicht allzu lange gedauert, denn es war höllisch kalt. Daun sind wir hine.ngegangcn. I» der Kirche wurde Licht gemacht und der Küster hat was ans der Orgel gespielt. Danach sind wir in den Turm gegangen. Der Küster hatte den Strick von der großen, Hans und ich den von der kleinen Glocke gefaßt. AID der Küster ei» Zeichen gab, haben wir gezogen, da klang unsere Glocke ganz hell und di« große dunkel dagegen, und plötzlich finge» von allen Seiten die Glocken an und habe» geantwortet und das ging durch die Rächt und mir gegenüber durchs Fenster schien der Mond und dann nng hi« große Uhr an 1» schlagen Avoff Schläge. ES kam mir vor, als hatten wir Jungen mit unserer Glocke all dies Klingen und Tönen, und das ganze, neue Jahr, das nun anfing, aufgeweckt, und ich kam mir gar groß und feierlich vor. Solch ein Gefühl habe ich nie wieder gehabt, und das war eben das Schöne an diesem Abeick, Ich ging wieder heim, ohne daß die Elter« etwas gemerkt habe», und ich rveiß genau, daß ich in dieser und in vielen andere« Nachte» noch immer von klingenden Glocke» gerraumr habe. Nachher ha' mir oft etwas im Leben nicht gefallen, daß es so ungleich ist in der Welt, die einen cS so Vie! besser haben als die anderen, ich habe davon grre- der und geschrieben. Ich habe dann immer gemeint, ich rühr« damit auch eine klem« Glocke, und die großen müßten antwort«» und für die Mensche» ein neues Jahr kommen, ein besseres und schöneres. Aber di« Antwort ist meist ausgeblieben und es ist mir nicht so gut gttvorden wie an jenem Silvesterabend. Ja, dar sind so Illusion««." Wir hatten etwas erstaunt zugehort und dir Ser man» sagt«:»Solch lange und—» — L— Von Karl Etttinger(München). t Clt ich alten ins«« flffit, von dem Otl für arafi« 3Reta£ Me«ß«MEe»r8e. |änttIi(Ö£ Mil mir, und al§ aal ver- ,$o!" müsse die Pipserich dem Saal höchstens sonst holte ihr Wald- Herr AlleSvcrpuher seine Zauberkunststücke nehmen Sir mir'S nicht Übel, künstlich« Ge- schicht«, weiß ich nicht. Bei mir war daS ganz «infach. Ich war Schiffsjunge und ans meiner ersten Fahrt nach Südamerika gekommen und halte da» gelbe Fieber gekriegt und lange drüben im Krankenhouse gelegen. Ich konnte erst spät im Jahre aus einem fremden Schiff nach Europa zurück, nach Frankreich, und von da bin ich mit der Bahn auf der Station, die unserem Dorfe die nächst« ist. gerade am Silvesterabend angekommen und durch die Nacht gegangen und war kurz vor Mitternacht an meines BaterS Hause. Ich konnte durch das Fenster sehen. Da fasten die beiden Asten am Tische und die Mutter weinte. Wie ich ans Fenster geklopft habe und sie mich sahen, haben sie geschrien und :• von der Glocke" uuS lern Steckenbleiber vor ihr austrete, so trete sie aus dem Verein ans; Fran Tratschenberger wiederum erklärt«: wenn sie in ihrem Bukett abermals rin Vergißmeinnicht weniger kriege als die Pipkerich. dann dürfe ihr Mann nie mehr in den Verein! Herr Meier VTf sagt.': wöhrciü» seines Vortrages müsse d, dunkelt werden und bei dem Dor: plötzlich grünes Licht werden; ihrerseits: es dürfe in 9 Grog Celsius haben, Horn kente Stimmung; meinte: er brauche für einen vierzehneckigen Tisch mit sieben Deinen. — Und ich sagte jedem:„Wird besorgt!" und warf den Zettel mit den Notizen in» Feuer. Di« Programmfrage war somit erledigt und ich hatte nur für die Tombola zu sorgen. Ich schrieb also den Mitgliedern, sie möchten Gaben stiften. Wenige Tage später sah meine Bude anS wie ein Trödlerladen. Siebzehn zerbrochene Aschenbecher, ein Photographieakbum mti kaputtem Verschluß, eine Punschbowle mir einem Bierteldutzend dreierlei Möser,«ine Schillerbüste ohne Rase und lauter solche.ftojt» barkeiten. Lange schwankte ich, welchen Wertgegenstand ich al» ersten Preis nehmen sollte; schließlich entschied ich mich für den naseuloseu i Schiller, weil wir doch ein dramatischer Kiub sind. So kam langsam der LS. Dezember heran, und plötzlich tauchten auch die anderett vier Kommiffionstöpf« bet mir aut Sie verkündeten mir: im Berente herrsche große Mißstimmung argen mich, weil ich so eigenmächtig sei und de: Herr Baßquetscher sei mein Todfeftch, weil ich ihn nicht anfgrfordert hätte, wieder einmal sein Posauuensolo„Elsenrrigcn" zum besten zu geben. Außerdem müsse e» unbedingt so eingerichtet werden, daß Fräulein Kropfbeißer beim Bleigießen ein großes Herz gieße, weil das in dem Damentoast des zweiten Schriftführer» vorkäme. Ulck» dann hätten in der letzten Minute noch fünf Mitglieder einen Prölls gedichtet, mrd ich möchte da» inS reine bringen. Dl schlug ich mich vor den Kopf:„Um alles in der Gelt— auf da» Blei zum Bleigießen habe ich ja ganz vergessen!" Die vier Köpfe in Kommission schauten einander an:„Wenn man sich auf Sie verläßt!" Einer meinte:„Daß die Musik nur nicht wieder so viele erotische Tänze spielt! Nlögst.chst viel: Walzer!" Da schlug ich mich«if die ander- Stile meines Kopfes:„Ich hab' ja oou; ver- ! gcsieit, dir Tanzmusik zu bestellen!" „Und daß nicht wieder so unglaublich? Zustände in der Garderobe herrschen!" ließ sich dc: dritte KommisiionSkops vernahmen. Lieber eine Gardrrobefran mehr!" Run, diese Brmer- ktmg ließ mich kalt, denn um die Garderobe hinaus vor dt« Tür« und sahen hinauf ztt dem Himmel, an dem jetzt Sterne kamen. ES hatte zu schneien«ufgchört. Wir sind wieder hineingegangen und haben angZto- ßen darauf, daß das neue Jahr für alle ein gutes werden soll'«. Nicht lange danach ist einer vom Zuge gekommen und hat gesagt, die Strecke wäre wieder frei und wir könnten fahren. Die Fünf siitd mir mir ins gleiche Abteil gestiegen, aber gebrochen haben wir nicht mehr viel. Ganz still sind wir in die Nacht hine'ttgefahren. dem Morgen und dem neuen Jahr entgegen. Ich habe keinen don ihnen wieder getroffen." jammerte, die Knlisie um, n bei einer Maß Bier brati— Also Meier VII vertraute vortraget |CO qIL 1 Meier ij feenhafte konnte Rach nud !dcr und A das augeme ich es ans 763 Stunden nnd 14 Minuten. Und alle wollten im ersten Teil drankommen. Das Fräulein Schrrureißer sag«, wenn bas Fräu- Dieses Jahr habe ich eine große Ren- jahrkfrende erlebt: Man hat mich an» dem dramatischen Klub„Souffleurkasten", deffen stellvertretender Vorsitzender ich bisher war, binausgetvorfen. Das heißt, ,chinausg«worfcn" ist eigentlich zuviel gesagt, sondern man hat mir bloß einen Brief geschrieben, ich sollte mich nicht mehr unterstehen, mich jemals wieder in dem Verein blicken zu lasten, sonst könnt», ich was erleben. Daraufhin habe ich meinen Austritt erklärt. Ich hatte nämlich das diesjährige„Al- sterkränzchcn mit Damen" zu arrangieren. Eigentlich waren wir eine Kommiflion von fünf Köpfen, aber die anderen vier Köpfe sind nie zu den Sitznngen erschienen. Vielleicht paßte ihnen die Zeit von zwei bi» vier Uhr morgens nicht. So blieb die ganze Arbeit an mir hängen. Getreu meinem Grundsätze:„Alles der Reihe nach", verschickte ich zunächst Einladungskarten an die Mitgliütrr: daß Silvesterkränzchen fände am 31. Dezember in unserem werten Dcreinslokale statt, und wer etwas vortragen und sich sonst unangenehm bemerkbar machen wolle, möge sich bei mir melden. Da kam zunächst dar Fräulein Pipserich und versetzt« mir die Mitteilung, sie werde daS herrliche Tongemäldc„Großmütterchrn" ans dem Waldhorn blasen. Das bläst sie bei jeder BereinSfestlichkeit, und jeder ärgert sich, waS diese?„Großmütterchen" für ein langes Leben hat. Aber weil Fräulein Pipserich die Richte i unseres Ehrenmitgliedes Gschaftlhuber ist, muß man sie blasen lasten, WaS sie will. Dann kam unser Mitglied Meier VII, der bei mtscren Aufführungen immer die Bösewichter und komischen Hcldenväter spielt. Er hat eine glänzende Mimik in den Händen, und seinen Sprachfehler macht ihm so leicht kein Schauspieler nach. Wie wir neulich die„Räu- ber" spielten— als Einakter, weil die Damen nachher tanzen wollten— da machte er den alten Moor. Und wie er aus dem Hungernirm heraus jammerte, wie schr ihn hungere, da siel und man sah den alten Moor und einem MordLnieren- btSyer sein größter Erfolg. mir a«, er alS Melodram iell gebe cr noch die Odys- : dar Sohn immer da» tot, der Baler im Gefängnis. Jetzt siehe ich zu einem Mntterbruder. Vielleicht wird's da besser." Die ältere Frau strich ihm sachte über das Haar, und di«-Müllerin legt« ihm schnell zwei dicke Stücke braunen Kuchen? hin und goß ihm das leere Glas wieder voll. „Ja, nun hätte ich erzählen müssen", sagte Herr Habatnuck,„doch«S war wohl ebenso gut, daß es damit nicht? wurde, denn . draußen begann die Turmuhr zu schlagen, zwölf Schlage, Mitternacht und hie Glocken der kleinen Kirche läuteten, und wir gingen gemeint, cs sei mein Geist, denn sie hatten. «inen Brief bekommen von drüben und gedacht, ich wäre tot. Llber. wie ich nachher bei meiner Mutter gesessen babe und von ihrent siuien, felbstgebäckeneit Krtchen gegessen,— ja, das ist Wohl die schönste Silvesterfeier gewesen, die ich erlebt habe." Tie Blonde lachte:„Bei mir ist's nicht gar so lange her. Berqangenes Jahr ist eS am schönstett gewesen. Wir haben Blei gegossen. das tun wir immer, um zu sehen, was das neue Jahr bringt— ja, da habe ich mir ein rundes Ding gegossen, durch das man den Finger stecken konnte, und alle haben gesagt, «S wäre ein Ring"— sie sahen auf den glatten Goldreif an ihrer Hand.—„und am nächsten Tage hat mir der Hans den da gebracht,— na, und nächste-Woche heiraten wir." Die ältere Frau mit dem mageren, stillen Gesicht, sah mit einem guten Lächeln auf die Junge:„Dann kann eS vielleicht im nächsten Jahre zu Silvester eine Kindtaufc geben", sagte sie schalkhaft.„Vielleicht sollte «h von so etwas nicht reden, aber eS paßt tu dem. waS ich erzählen will. Mein schönster Sid>efierabend ist der gewesen, an dem ich die größten Schmerzen und die größte Augst meines Lebens getragen habe. Ich war em lediges Mädchen und sollte ein Kind bekont- men von einem der schlecht an mir gebandelt hatte. Er hatte gcsag', er wollte mich heiraten, und als es mit mir so weit war, ist er davongegangen in die Fremde und hat nichts mehr von sich hören kaffen. Meine Estern haben mich auch nicht Haven wollen. Da Ku ich bei einer fremde» Frau gewesen rmd am Tage vor Silvester Haven die Schmerzen angefaugen und sind die ganze Nacht hindurch und den ganzen nächsten Tag hinktrch gegangen, und die Hebamme hat gesagt, so schlimm wie bei mir, wäre es seilen. Aber kurz vor 12 Uhr haben die Schmerlen aufgehört, und ich habe mein Kind schreien Horen, ganz leist, gartz stiu, aber gehört habe ich eS doch. Und so glücklich bin uh nie wieder gewest» wie damals, als ich wußte» da schrei me u Kiud. Ich habe nachher hart für sie arbeiten müssen, rS-st näm<- Ach ein Mädchen«wesen, aber sic ist gut groß geworden, und jetzt ist sie verheiratet »nd hat zwei Buben und ist gtticklick nnd i't gut zu mir." Die Frau schwieg. Wir btickren alle auf den scheue» Jungen, an deut mut die Neihe de» Erzählens war. Er sah uns nicht an, starrt« auf den Bodeir und sagte kurz:„Ich habe»och keinen LetztejahreSabend gehabt, der io gut war, wie der heut. Ich habe noch sie dabei im warmen Zimmer mit anderen gestsstn, habe noch nie so schöueu Kuchen und yo was Gute» zu trinke» gehabt. Bei uns M Haust war immer Unfrieden und Streit, «chümtz, Kälte und Hunger. Die Mutter ist 8 Han« ich mich üderhaupl noch nicht gÄümmerr. Luch nicht um di« Verlängerung der Polizei- stundc. Uud jetzt haben sie mich aus dem Verein hinansgeworfen. Nämlich, wie dir Gäste kamen, da konnten sie nicht in den Saal, weil ich vergessen hatte, den Wirt zu benachrichtigen, und das Lokal war anderweitig vermietet.(U war darin der Sil» desterball des Schornstemfrgrrlehrlingsvereines „Rauchiti»", und ich habe mich dort großartig unterhalten. Freilich, so glänzend wie m«in Sil» vestrrkränzchen war«S nicht vorbereitet. So was will eben verstanden sein! Geeinte 9tot. Bon Amre Mone. Zitternd kauert der kleine Bogel auf dem Fenstersims, hungernd und frierend. Di« schwarzen Aeuglein lugen sehnsüchtig durch die Scheiben. Leise klopft der Schnabel an da? GlaS, doch niemand achtet darauf. Drinnen reißt der Junge di« Tür auf, stürmisch fliegt der Ranzen in di« nächste Ecke.„Huh, Mutter, heut ist's aber kalt"... ruft er der Frau zu, die eben die dampfende Suppe auf den Tisch stellt. Schon kommt Barer heim, hängt bedächtig den Pelzmantel an den Nagel und nun sitzen sie nieder zum Mittagessen. Es klingelt draußen. Der Knabe öffnet, doch rasch hört man ihn die Türe wieder zuschlagen, wie man ihn grlHrt^„Ach. wißt rhr, es war nur ein Arbeitsloser, er wollt« mir er» zählen, daß seine Frau krank sei nnd die Unter» ftützung nicht auSreiche, aber das ist jo immer dieselbe Geschichte. Und mit den Beinen hat er so komisch gewackelt, ihr sogt sa immer. daL machen sie nur so"... Niemand antwortet, kaum hör«n die Eltern, waS das Kind erzählt. Alltägliche Dinge haben keinen Anspruch auf Interesse. Langsam schleicht der Invalide hinaus. Daß man sich an diesen Empfang nie gewöhnen kann, der sich doch gar ko oft wiederholt. Ja. ja.„des BaterlandkS Dank ist euch gewiß"... Bor dem Fenster bleibt er einen Augenblick stehen und— entdeckt daS hungernde Vöglein. ,Komm her, du kleine: Leidensgefährte. haben sie dirS ebenso gemacht wie mir?" Er öffnet still die Hand, greift behutsam nach dem Bogel» der sich zahm umfassen läßt, di« kleinen Augen schauen zutraulich von der Seite zu ihm empor, als wollten sie ihm zu verstehen gebe«, daß man sich vor ihm nicht zu fürchten brauche. Der Mami wirft eiuru Blick durch die Scheiben:„Liehst du, kleiner Bogel, so fül- l«n sie ihren Magen, ober uns steigt großer Hunger in di« Knochenarrue, so wärmen sie den l eigenen Leib nnd lasse» uns vor Kälte zittern. Warm» bliebst du bei ihnen, Seiner Bogel, als deine Kameraden sie verließen, um in rin besseres Land zu fliehen? GlaÄicst du, sie würden rS dir Hanken und sich au dein«« lieben Gezwitscher freuen? Sich, ich schützte ihnen einst Gesundheit, Heimat, Leben, nun bin ich an» und krank, sie kennen keine fremde Rot, solange sie selbst nicht darben. Menschenliebe??? Komm Leiner Bogel, ich will dir zeige», wo Meuschen-» liebc wohnt, meinem kranken Weib bringe ich dich, sie wird hegen m>d pflegen, komm, Wg- leiv, komm, wir wandern eiucn westen Weg" Leise streichelt ihn die vor Käste rote Hand. Roch ciwen letzten Mick wirst er durch das Fenster und in der Tasche ballten sich die Finger zur Faust-„Ihr demütigt nnS und«S rührt euch nicht, ihr dünkt«nch«irUvandfrei und oh« Fehl uni) stcht doch gar so tief, oh, wir ich euch verachte, chr satten SelLstzufrstdeucn"... Zärtlich birgt ex de» Bogel unter dem dünnen Rock und die Gedanken eilen voraus zu seinevi rapferrn Weib, dak LazloS leidet. Wie wird sie sich freuen, wenn er nicht mit leeren Händen kömmt, schon fleht er das Vöglein auf ihre: Decke fitzerr. Fast vergißt er für kurze Zeit di« drückenden Sorgen nnd fühlt Mcklich den Schlag de- kleinen Bogelhr-zrnL an seiner Brust. Er fchrestet mutig aus, bis di« müden Beine versagen. Eine Bank winkt zur Rast und erschöpft finkt«r nieder. Und während ihn di« Schwäche übermannt und der Schlaf di« Lider schwerer und schwerer macht, denkt er nur noch einS:„Ausrnhen, ach auSnchen, nur ein paar Minuten." Die Dämmerung steigt nieder, der Abend naht. Eisige Kält« knecht aus der Eide empor, sternenklar funkelt der Winterhimmel. Kahl« Zweige recken sich wie hilfesuchende Arm« iu di« Lust und durch dir dünnrn Kliider>deS Mannes legt sich mit frostioer Hand der glitzernde Reff. Eo finden ihn am Morgen die Menschen. Mit einer Hand umfaßt er den toten Bogelleib, die andere richt zur Faust geballt in der Tasche, — in ohnmächtigem Schmerz. Gellende Anklage gegen«iue grausame Menschhcst durchdringen versteuerte Herzen. Rüttle ihr Gewissen wach. Lehr' sie lindern fremde Rot, daß sie nicht kalt, gleichmütig am Leid des Nächsten vorüberschreiten. Dann keh^ zurück, waS längst verloren ging: Der Glaube an di« Liebe. Am Rande des Jahres. Bon Erich Grifar. Ein Jahr verging wie ein trüber Tag, Der keine Freude brachte. Ein Jahr beginnt wie dnnkle Rächt, Di« auf den Morgen wartet. Furcht hämmert in den Hirnen: Zukunft? So bang, io schwer ist diese» Fraarn. Da horch' Ein wilder Schrei«ißt alles«ft. DaL fich im Dunkeln duckte. Und rund die Erde zülrrt. DaS ist das Proletariat, DaS Rot und Hoffnung. Kampf und Sieg, Zn Riestnherren schweißte, D» an- Vergangenheit dunkel und schwer Froh in die Zuknnft schreiten. Der Fahne»ach. Die auch im neuen Jahr wir Ker Welt zum Trotz Gan; wie im alten weiicriragen! Was Ist Krieg? Denn einige hllnderttanseud Man» park sich versammeln. Tag nnd Rächt marschieren, ohne Ruhe, ohne zn denken, ohne zu lernen, «nd ohne zn lesen, keinem Menschen zn etwas nützlich sein, i« Schmutz verfaulen, im Schlamm sieze» wie«in Vieh, unausgesetzt, stumpfsinnig dahinkeben, Städte plündern, Dörfer anzünden, Völker ruinieren, beim Zusammentreffen mit einem anderen gleichen Haust» menschlichen Fleisches sich aus tzn stützen, das Blut in Strömen vrrgsttzen, die kotige, blutgetränkte E-rde «st zersetzten und durcheinandergeworstnen Menschrnleibrrn bedecken nnd Berge von Leichen «ujhäustn, deren Hände und Beine weggerissen und deren Gehirne verspritzt, ohne Nutzen für jemand; krepieren in einer Mfc de? Feldes, während ihr« Eltern, Fronen und Kinder vor Hunger dcchrim umkommen. DaS ist Krieg! Oder: In ein Land«indringe», den Mann, der stin HanS verteidigt, erwürgen, die Woha- häuser der Arme» und Elenden, die kein Brot wehr haben, in Brand stecken, die Einrichtung-» gegenstände zerbrechen, bst kleineren Gegenstände stehlen, den Wein in den Kellern saust«, den Rest auSrinnen lassen, die Frauen und Mädchen, denen man in den Straßen begegnet, vergewaltigen, Millionenwert« vernichten, hinter sich- unsägliches Elend und die Cholera zu« rücklassend: DaS ist Krieg! Guy de Maupassant. Was mancher nicht weiß. Das kleiufie Buch der Welt. In Moskau wurde kürzlich in einem Antiquariat ein seltener Bücherfund gemacht:«in Bibliophile entdeckte die gesammelten Fabeln des fefanntc» russischen Fabeldichters Krylow, dst im Briest markenformat herauSgegeben waren. Das Buch, eines-er kleiasten Bücher der Erde, ist vor fünhig Jahren erschienen. Dst Fische haben mir einer großen Aieuge Parasiten zu kämpfen. Der bekannteste davon ist die Karpstnlaus. Der Aal ist in allen Flußgebieten, mit Ausnahme des der Donau, zMreich verbreit«. In dst Donau ist er seit einigen Jahren eingeführt worden und wird da nur vereinzelt gefangen. Der Lstblingsaustnthalt des Aales find tiefe Eewässtr mit schlammigem Untergrund. er wird aber auch in Bächen, Misse» uud Seen vorgefunden. Er wird bis 15 Meter lang und bis 1Ü Pfund schwer. Der„Sündenbock" entstammt deut 3. Buch Moses, wo«3 heißt, daß von zwei am War ausgestellten Ziegenböcken der eine als Opfer geschlachtet, der andere dnrch Handanflegung eiten? des Hohen Priesters mit allen Sünden des BolkeS belastet, in dst Wüste zu treibe» sei. Mit Sündenbock bezeichnet nwn daher jemand, der anderer Schulden zu büße» hat. -Als Begleiter do« Planeten find bereits 25 Monde entdeckt worden. Dst Erde hat«ine» Mond, der Mars zwei, der Jupiter acht, der Saturn neun, der Uranus vier, der Neptun «iue». Auch die BenuS soll einen Mond habe», doch ist dieser noch nicht entdeckt. Der Merkur hat keinen Mond. Raiten gibt eS erst seit 300 Jahren in Europa, sie find aus Asien eingüvandert. Der Stoss bi- Wespennestes besteht aus Holzfasern, die von alten Bäunie» gesammelt und mit dem Speichel der Tier« bearbeitet werden. Der Swfs wird in kleinen Kugeln in- Rest gebracht und dort ausgearbeitet. Der Jigaretstoverbranch in Deutschland ist ungeheuer newachsen. Im Jahr« 1818 wurde» 12.4 Milliarden, im Jahre ISS» SO Milküw» der:, im Jahre 1924 25.8 Milliarden und i» Jahre 19SS 29.8 Milliarden Zigaretten verraucht. In der gleichen Zett stieg der verbrauch an Rohtabak pro Kopf der Bevölkerung von 1.51 Kilogramm ans 1.78 Kilogramm. I» Deutschland braucht der Mensch durch» chmitlich jährlich 15 Pfund Salz. Di« Konake» in Polynesien verabscheuen. Zucker und gesüßte Speiserr. Eine Reise»st der Schnellpost im Jahve ISA von Berlin nach Köln beampruchst drei Tage und drei Nächst. An Fahrgeld wurde» ür dst Person 27 Rthr. 12 Sgr 8 Pfg- rrh> ben. Dreißig Pfund Gepäck wurde unent zeitlich befördert MoutM-Oplttter. SM HMitbiän Fieber. Freilich, em Fieber des Volks, das revolutionäre, Aber, wir seltsam,«r stirbt immer der König daran! * - Taten? WaS sind Leim'Tote»? Kunst« werke und wisfenschastlnhe Entdeckungen! Der Kreiskauk de» Blutes, die Throne des 3ich>S, der König Lear können den EngläiSern durch hundert Schlachten nicht verloren gehen, wohl aber.: Me Flott«, Indien und Australien, ja LAd-Engkand selbst! Lord Palniersto» würde länger dauern, wenn er ein Komura im Shakespeare wäre, al» setzt, nun er Hanpwokal im Staatsrat ist. * ■ Wenn eine Revolution verunglückt, so vrr- Unglück: ein ganzes Jahrhundert, denn dann hat der Philister einen Sachbeweik. Ls gibt nur eine Sünde, dir gegen di« ganze Menschheit mit allen ihren Geschlechtern begangen werden kann, und dir» ist die Ber- fMchuug der Geschichte. Allerlei. ' Der Jahrrswe^rl iw Sprichwort. Die Bolkswrisheit har das Reujahr mit einer Menge guter Spruche bedacht, hon denen einige zu Rutz und Frommen hier mitgeleilt seien: Zu Silvester ist ein gut Gewissen Lesser als Punsch imd gute Bissen.— Wer zu Silvester als Narr schlafen geht, steht zu Renjahr al» Narr wieder auf.— Was man zu Silvester beim Punsche verspricht, muß man im neueu Jahr beim Wasser halten.— Silvester kalt mit Schnee, gibt Korn auf jeder Höh'.-— Schließ zu Silvester deine Fehler ins Spind und laß sie drin liegen, bis sie derschiumielt sind.— Zu Silvester Schnee oder Regen, streut, über die Felder reichen Segen.— Alach dir zu Neujahr keine Sorgen: der Himmel hält viel länger als bis übermorgen.— Zu Neujahr kann's nichts Klügeres geben, als daß man anfängt, gescheiter zu leben.— Ist zu Neujahr auf den Flüssen Eis, wird der Sommer trocken und beiß.— Wenn der RmljahrStag Regen bringt, werden die Gottesacker gedüngt.— Scheint RcujahrStag die Sonn« klar, so lacht darob der Fischer Schar. Blausäure gegen de« HauSschwam«. D:m Hansschrvamm, diesem gefährlichsten Holzzer- störer, der jährlich Millionenwene Vernichter, ist sehr ichivrr beiznkommen. Man muß entweder große Hitze von 60 Grad Celsius anweiiden oder sämtliche befallenen Holztcile entfernen. DaS ist schwierig und kostspielig und manchmal mchr durchführbar. Prof. Besson ist cs nun. tvie er in der„Umschau" mitteilt, gelungen, den Hausschwamm samt Sporen durch Anwendung von Blausäure abzutören, und dami: ist endlich ein leicht verwendbares Mittel gegen diese schlimme Holzplage gefunden. ■ Da» Henlerslied. Während man sonst der» zum Tode Verurteilten noch eine Hcnkcrsmabl- ;«it gestattet, hat sich ein lettischer Schwerverbrecher als letzte Gunst vor dem Tode ausge- üungen, noch eiu schwermütiges Volkslied singen zu dürfen. Dieser seutimc:r!al« Mörder war Johannes Kaupcn, ein Mann, der zwei Jahre lang die Umgrgerrd von Mitau in furchtbarst::» Schrecken versetzte, 200 Räubereien au-jührtr zweimal allein den Schnellzug von Mitau nach Riga plündert« und nicht weniger als 22 M::r- ^eittret Oinrrlei ^tätfeKde itU^l 1 Alidcntsckrr©c in Rh! HW der llntcrwc gendc: Rotwein stakt aut schei Zen Sunlpiv schen auf seinem Gewissen hat Nach langer vrr-1 geblicher Jagd gelang es der Polizei, dcu Ban- diten zu fangen, der ein sehr heißrS Her, hat« und viel« Liebschaften unterhielt Dirft Liebschaften wurden ihm zum Verhängnis, rndem sie ihn schließlich in die Arme der Gerechtigkeit führten. LichtrrAame auf Minaretts. Die Minaretts der türkischen Moscheen, an denen bisher nur Sprüche aus dem Koran angebracht waren, soll«« künftig als Träger von Lichtreklamen benützt lverde«. Rach, einem Dekret der türkischen Regikruätg. sind sie allerdings vorläufig für diesen Zwöck nicht privaten Mimen freigr» gehe», sondern dürfen nur. zu Aufforderungen im.Interesse der gesamten- türkischen Volkswirtschaft benutzt werden, wie z. B. zu der Mel- duiig, nur türkische Erzeugnisse zu kaufe», oder zur Propaganda für dir staackiche Lust- fahrtlotierie. Silbenrätsel. a al bär bc bet ce ro di do ciö eu fcr fo::S gel gen hervl hi i in ke la: le le Ne lipp lmr rr ry schim se stadt ta N ti un riS. Silben bilde man 1b Wörter so!» ott. 2. a Hessen. 3. Ge- ", 4. Deut- Männlicher Dorname, C. 7. Froscharr, 8. restlichen Sibirien, !, 11. Südsre-Jnsel, 12. ter, 18. Stadt in West- der Weichsel, 15. Raub» Die Anfangs- und Endirr, nacheinander von oben nennen einen sich immer Merkspruch I AnSluuft. Tourist:„Sind in dieser Stadt auch große Männer geboren worben?"— Füh» rer:„Rein, mein Herr, nur kleine Kinder!" Di« Ilebersrau.„Deine Frau soll so klug sein?"— ,Ha, sie ist in Literatur zu Hause, in Kunst zu Hause, in Musik zu Hanse— bloß l« mir ist sie nie zu Hause." Erstaunlich. Em Mann in Los Angeles rötere zwei Personen" und tvar mir keiner von beiden verheiratet. Da» Schreckliche.„Wie schrecklich, wenn-in Operettensänger rucrkt. daß er nicht singen kann!"—„Roch schrecklicher, wenn er c? nicht merkt!" DaS Gegenteil. Jim ist jo: obwohl rr gui verheiratet ist, geht er auf Abwege. Neulich trifft er Bob, Bob ist der Freund von Evelyne, der Ehefeindin, Jim ist hi» von Evelyne. „Stell mich vor", sagt er. Bob stellt vor. Mein Freund Jim, das Gegenteil von mir.„Wieso Gegenteil?"—„Ich führ« meine Ehe los«, nnd er führ: eine lose Ehe." Abgeblitzt. Ein junger Mann, der sich ent- ichlossen halt«, eiuer jungen Dame das große Geständnis abzulrgen, war überzeugt, daß eiu paar Worte genügen würden, ihm fein Glück zu sichern. Er wußte nur nicht recht, wie er an» saugen sollte. Schließlich kam ihm ein Gcdoilk«. Er kam zu der Geliebten, zeigte ihr plötzlich einen Ring und jagte:„Meine Liebe zu Ihne« ist gleich diesem Ringt— sie hat kein Ende." Die jrmgr Dam: sah sich den Ring genau an, da in: gab sie ihn zurück:„Meine Liebe zu Ihnen", sagte sie,„gleicht auch diesem Ringe — sic har keinen Anfang" Unter Freundinnen...Jrete, du kannst dir nich vorstclleu. wie verrückt dir Männer nach mir sind."—„Hast recht. Lene. daS kann ich nich!" Schülerweisheit. Ja einer Dorffchule wurde von der Sintflut gesprochen. Der Schulmeister stellt« die Frage:„Was wurde auS den Menschen, als daS Wasser 1b Ellen über dir höchsten Berg« ging?"—„Sie wurden naß", antwortete ein Schüler. ne ni Pfei Aus bilden Bedeutung bauerchrr !„Orschcu Kompoinst, 5. alasiatijches Hochland, ..)- Fluß im 10. Griechische Göttin Deutscher Romaüdichi falen, 1-t. Nebenfluß tier der Polarwelt. buchsiaben dieser Wer! nach unten gelesen,: wieder bewahrheiteten Auflösnngrn der Rätsel aus-rr vorig«» Nummer: Magisch«» Quadrat: 1. Liszt; 2. Jsibia, 3. Schilf;-1. Zille; v, Tafel. Silbenrätsel. 1. Halberstadt, 2. Usedom, 3. Meile, 1 Anzengruber, 5. Neger, 6. Isis, 7. Tower, 8. Aneuwue, 9. Ebro, 1V. Theben, 11. Susanne, 12. Einstein, 18. Jkmn.— lHnmanitaet'ei unser ewig Mel." Wilvledrrhaudschuhe reiuigt«an'.rocken, indem mau sie über di« Haud zieht und mit einem weichen m Mehl gerauchte» Lappen abreibt. Man läßt das Mehl einige Minuten auf dem Handschuh und bürstet c§ dann mir einer weichen Bürst« aus. Reue Schwämme reinigen sich am besten durch seifiges Regcuwasser, in dem sie einige Tage liegen und öfter auSgedrückt werden müssen, um allen Sand zu entfernen. Oder man legt sie einen Tag laug ur warmrS schwaches Sodawasser und spült sie dann in kaltem" Wasser gründlich auS. Durch heißes Wasser werben die Schwämme harr und schrumpfen ein. Bratkartoffel« werden schön brau«, wenn dir Karroffelscheibru zuvor leicht mir Mehl bestreu: werden.' Milchslccke werden mit warmem Wasser ausgewaschen und danach dick mit Eigelb bc- strichen, das man eiutrockuen läßt. Dann bürst«; man das Eigelb fort und reinigt mir lauem "Wasser nach. Putzleder reinigt und erhält man weich durch Auswaschen in Salzrvasscr. Während des Trocknen? muß man sic ösrer mit den Händen weich reiben. Flecke mit Salmiakgeist bearbeircr, hinterlassen leicht heller« Stellen; um di«se zu«nt- ferueu, befruchtet man sie mit schwachem Essigwasser. Schuittblumr« bleibe« lange frisch,'.vcnn im Wasser ein Ctüchcu Soda liegt. Rostflecke ans Leinen enffernt man mir Zitronensaft und Salz. Beite«, die««hl m Gebrauch sind, schlag' man in ein Tuch oder in Zoirnnasvapirr ein, dos man mir Tervruiiu besprengt, um Morren Ist beim Änchcnbackcn der Ofeu zu Iwiß, so genügt cs, eine Schüssel kaltes Wasser neben den Kuchen in den Öfen zu stellen,::::: die Hitze zu vermindern. Rostige Gardinenringr, über Nacht in Pa- nöl eingctveicht, fiird wieder gebrauchsfähig. Augeftrichcue Möbel wäscht mau mit Re- gcnwasscr ab, was besser als Seisenwasser reinigt. Mit ein wenig Vaseline poliert, erhalte» sic ihren Glanz wieder. Grüne Gemüse Hasel:, wen» sie serviert werden, oft ein gelbes Aussehen. Man^ bedecke deshalb beim Kochen des Gemüses den Topf nie mit einem Deckel und füge dem Kochwasser außerdem stets eine Prise doppelkobleusanres Nation bei. Messing länjt nicht an, wmn nrau cs einmal ilwchentlich mit einem ganz leicht mit Räh- makchinlnöl mmefeuchlcten Woilkuch abreibt.|