»r. 1. UmerOQttuno4beilage. 192S. Abenteuer im Minter. Ich befand»»ich in de» Jahren, wo nian sich nicht damit begnügt,-em Schauspiel des Lebens als Bcvbach'er gcgcnüber- Zustcben. Ein leidenschaftlicher Drang nach Bewegung beherrschte mich. Selbst im Winter suchte ich im Gebirge anstrengende Zerstreuungen. Wer nicht an sonnigkaltcn Tage» in einem Hochtale der Schweiz, der Dauphine oder Savoyens gewesen ist. kennt eine-er intensivsten, körperlichen Freuden ni>'. Dieser Wintersport teilt den« ganzen Körper eine belebende Wärme mit. die man bis in die Fingerspitzen verspürt. Die eiugeaimclc eisige L»f' wirk» wie ein heißes Getränk. Die Berge ringsum, aus denen der'Schnee erschauert und sich im Lichte spiegelt, sind die Mauern »der Säulen einer bis zum Himmel ragende» Kathedrale, wo der Tag singt und betet. Die Skier tvaren damals noch nicht in der Mode und man bediente sich der„Raquet- tes". Ich ivollte eine Tour unternchnien, die mich vom Bald'Jsöere— über den Col d'Jseran— nach Bonneval in der Man- rienuc fiihren sollte. Tas ist eine leichte Partie, der Weg markiert, und oben findet»ran eine Schntzbü'tc. Aber alles hängt vou den Cchneeverhälrnissen ab. Wie ich von Val d'Jsäere aufbrechen ivollte, braute der Nebel vor meiner Tür. Ohne Zweifel mußte ich ibn bald unter mir haben; aber war es nicht richtiger zu warten, bis er sich auflöste? So verlor ich Zeit, und im Januar sind die Tage so kurz. Allmählich zerrissen die Nebelschwaden und die Langsamst'!' des Bmwärts- kommens zeigte mir die Schwierigkeit des Ilntcrnchniens; ich versank bis an die.ltuir. Tbl« die Steinvyramidru wäre man nicht auf die Idee gekommen, daß da ein vcr schneiler Saumticrpsad lief. Der Augticz strengte mich iüchiig an. Auf einer Halde frühstückte ich rasch. Ein paar Schluck Wein, harte Eier, ein Hübner-' slügel und Konfitüre kräftigten mich. Statt auf den Kampf zu verzichten, klomm ich unternebmungslnstig weiter und erreichte den Paß. Es war drei Uhr geivorden; ich ha'te nur noch eine Stunde Tag vor mir. Die Borfichr hätte mir gebieten müssen, in der mir nun vertrauten Richtung nach Bal d'Jsvcre zurückzukehren oder die Nacht in der Schutzhü'te zu verbringen. Aber lvas! Die wolkenfrei« Sonne lacht«, der Schnee Von Henry Vordenux. glitzerte und ich war Sieger. Ich drang in das Lentatal ein. Mir gegenüber lagen die Gletscher der Levenna, der Roche-Melon, des Albaron, deren Gleißen dem Auge tveh tat. Ich Schritt auf gut Glück aus dem einförmigen Hang hin. Aber ich mußte eine Der Ausstieg mit den ,.Raqn«tt«s". Brücke erreichen, um den Gießdach zu überschreiten, und sah mich gezwungen, den verlorenen Pfad wieder zu suchen. Die Sonne sank und machte den Schnee glühen. Kaum hatte ich für das herrliche Schauspiel einige verzweislungsvoll« Blicke übrig. Weit von Bonneval konnte ich nicht sein und sah cs doch nicht. Boni laugen Aufstieg war ich sehr erschöpf! und nmde. Besonders beunruhigte mich das Herernbrcchen der Nacht, die wie ein großer, schwarzer Bogel über diesen weißen Fläche», auf denen daS Lickt zu schwinden begann, schwebte. Meine Beine waren wie zerschlagen und ich beging den Fehler, mich zu fetzen, nm einige Minuten auszuruhen. Nichts ist gefährlicher; mau gibt einem wohligen Gefühl der Erschlaffung nach» schlunnnert ein, und erhebt sich nicht mehr. Einsamkeil, Dunkelheit und das Unbekannte umgaben mich wie ein treuloses Geleite. Schon neigte ich den Kopf. Aber ich entsann mich, daß ich andere aus ähnlichen Zuständen hatte anfrütteln müssen, und wehrte mich nüt letzter Spannkraft gegen den Taumel des Schlafes. Doch meine Kräfte versagten. Würde ich nicht nach einigen Schritten zusammcnbrcchen? Da entdeckte ich zum Glück in einiger Entfernung ein winziges Licht, das doch fiir mich von ungchcnrem Wert war! Und wen« cs nur von einen! elenden Stall ausging, so mußt« immerhin ein menschliches Wesen dort sein, das mir helfen konnte. Ta würde ich— meinetwegen in einer Scheuer— em Nachtlager finden. Diese Hoffming belebte mich; um den Unterschlupf zu erreichen, kämpfte ich urich mit meinen Füßen Schritt fiir Schritt vorwärts und kletterte sogar eine ziemlich steile Lehne hinauf. Keine Scheune, kein Stall, auch leine Scnnhüt'e— ein wirkliche», richtiges Bauernhaus mit Fenstern befand sich dort. Durch d-e Scheiben sah ich eine Lampe, und Schauen bewegten sich. Indem ich mich zu meiner Rettung beglückwünschte, schlug ich gegen die Tür. Ich hör'e eine Weite Geräusche. dann wurde es still. Endlich erschien auf nochmaliges Klopfen ein Mann mit einer Laterne die ihn von unten herauf beleuchtete, so daß ich von seinem Gesicht kam» mehr als eincu struppigen Bart sah. „Wer ist da, was wollen Sie?" Ich erzählte inein Abenteuer und bat um Gastfreundschaft. Während wir verhandelten, faßte eine Frau und zwei kleine Kinder hinter der Laterne Posro. Der Mann, der mich hatte reden lassen, sag'« endlich: „Treten Sie ein!" Er wandle mir den Rücken und drängte seine Familie vor sich her. Ich folgte der kleinen Schar und wir betraten eine» langen, niedrigen Raum, der als Küche und Eßzimmer dien'«. „Aha, da ist Feuer und ein Gericht", rief ich. Eine Kohlsuppe begann da zu kochen. E-n wonniger Kitzel für die Rase eines erschöpften Reisenden! Ich sog den Geruch tief ein. Inzwischen berieten nie ine Wirte. Im sicheren Bewußtsein. Essen und Lager zu finden, fühlte ich mich völlig beruhigt. Wir wollen Ihnen Ihre Kammer zeigen." „Das eilt nicht." Ich war in der Nähe eines Ofens und das genüg'« mir fürs erste. Daß man mir aber«ine Kammer— und zwar für mich — r— ganz allein— zur Verfügung stellte, das! übertraf meine Erwartungen, und so gehörte I es sich, daß ich sie in Augenschein nahm. Auf einer ziemlich steil hinaufführenden Leiter stiegen wir zum ersten Sto^; dort zeigte man mir eine nett eingerichtete Kammer, deren Fenster— eine Dachluke— gänzlich zugeschneit war. Der Raum mußte seit laugen: nicht bewohnt gewesen sein, die dumpfe Luft, die man einatmete, ließ darauf schließen. Aber das Bett schien gut: man it udc wunderbar darin schlafen. Ich entledigte mich meines Rucksacks, band die Wickelgamaschen ab und stieg mit dem Gefühl der Dankbarkeit, aber knurrenden Magens, wieder hinunter, um den Vorbereitungen zum Essen zuzusehen. Die Kohlsuppe war herrlich, ebenso der Schinken, der darauf folgte und den wir mit Most, der ein wenig stark gegoren war, bc- gosscn. Aber meine frohe Laune prallte an den düsteren Mienen meiner Gastgeber ab. Der Mann blieb ernst und die Frau blick'« betrüb: drein. Um so besser verstand ich mich mit Pierette und Michel, den Kindern. Ich erzäblie ihnen Geschichten: der Polyphcm der Odhsec gctvann sie mir ganz. Tann ging ich mit erwärmten Magen und zufriedenen: Herren schlafen. Man wünschte mir eine gute Nacht, versah mich mit einer Kerze und empfahl mir, mit dieser sparsam umzugeben. Ach mußte, währc:tt> ich die Jacke auszog, über diesen Rat lächeln. War ich doch zum Umsinken müde! Die Kerze sollte bald gelöscht sein. Aber in der Kammer herrschte eine so unerträglich stickige Atmosphäre, daß ich die Luke öffnen wollte, um ein bißchen frische Luft hereinzubekommen. Dieser Versuch stieß infolge des darauf lastenden Schnees auf die größten Schwierigkeiten; aber ich ließ nicht ab. Endlich gelang es mir, das Fenster zu heben; ich hörte auf dem Dach«in Gepolter von Steinen und glcich^itig schlug mir ein eisiger Wind entgegen; der gefrorene Schnee mochte sich gelockert haben und ins Rutschen gekommen sein. Plötzlich drängte, zwängte sich etwas durch die Oeffnung herein: dieses Etwas— ja, das war ein Männcrarm, den ein Aermel aus grobem Samt, wie ihn die Bauern tragen, umschloß. Das Entsetzen, das diese Feststellung verursachte, bewirkte, daß ich die eiserne Umrahmung des Fensters losließ, so daß der Arm eingeklemmt blieb. Ich suchte mich zur Ruhe zu zwingen, näherte mich, wagte endlich. die starr ausgestreck'en Finger zu berühren: sie waren gefroren, krachten wie alte Knochen. Kein Zweifel, eine Leiche lag auf dem Dach. Der Kreislauf meines Blutes stand still. Ich kenne nur wenige Erlebniffe, die eine gleich beängstigende Wirkung auf mich ausgeübt haben. Hastig zog ich mein Jackett an, ohne den Blick von dieser starr herab- bängcnden Hand abmwenden. Ich vermutete ein Verbrechen. Hier in dieser Kammer mach'« ein Mord begangen worden sein, und man hatte sich des Toten, f» gut es ging, «ntled'gt; die Schnecmaffen schlossen vorerst ein Wegschaffen des Kadavers aus. Das war vielleicht gleich mir«in unglücklicher Tourist gewesen, dem man Unterkunft gewährte, ermordet und beraubt hatte. Wie Ringe einer Krt'e fügten sich die Indizien ineinander! Bei meiner Ankunft hatte ich«in Getuschel gehört, der Man- und die Frau berieten sich geheimnisvoll. Und diese Kammer, die im vorhinein reserviert war und kein Schloß ha'te! Hier würde man mich im nächsten Augenblick überfallen! Da war es doch bester, zu fliehen, der Nacht sich anvertrauen. Auf diese Gefahr, mich zu verirren, wollte ich versuchen, die Lichter von Bonne- val zu entdecken. Dabei mußte ich meine letz- Die Leiche auf dem Dach. ten Kräfte einsetzen. Ncugekräftigt konnte ich aufbrechen, mein Glück probieren. Die Hauptsache war fortzukommen. Ich wickelte meine Beine wieder mit den Bändern, stieg, mit dem Rucksack beladen, so leise als möglich die Leiter hinunter; meine nägelbcschlagencn Sohlen verursachten aber so viel Geräusch, daß mein Wirt, der noch nicht schlafen gegangen war, mich hörte, und die Höflichkeit so weit trieb, daß er mir leuchtete. Ich war gestellt. Nun verbuchte ich mich darauf hinauszureden,' daß ich in Bon- neval erwartet würde und es ocslvegen vorlöge, zu gehe::. Wie ich meine ettvas verworrenen Ausflüchte behandelt und meinen Eispickel, der unten stehengeblieben rvar, an mich genomuwn hatte, scholl n:ir ein lau'es „Nein!" entgegen. Man verriegelte die Tür. «Lasten Sie mich hinaus", erklärte ich ener- glsch.„Nein", wiederholte der Mann. Aber diesmal fügte er unwirsch hinzu: „Bei einem solchen Wetter geht man nicht fort." Er stieß den Riegel auf und öffnete. Bon oben schickte meine wegen des Toten nur halb geschlossene Luke einen Luftzug herab. Während mein Wirt di« Ture wieder schloß, wurde vmn oberen Stock Lärm vernehmbar. Man hörte es rufen:„Er ist wiedergckom- mcn, er ist wiedergekommcn!" Und mitt entsetztem Gesicht erschien die Frau,::u r mit ihrem Hemd bekleidet, auf der Leiter.„Was ist denn? Sprich", sagte der Mann.„Er:st wiedergckommen!" „Dein Ba'er." Der Mann stieg hinauf. Wie betäubt unterließ ich es, seine Abwesenheit zur Flucht zu benützen. Ich hörte das Schließen der Luke und gleich dara:ff rief«ine laute Stimme:„Rein, der Arn: hing nur herein!" Der Arm? Man ha'te mein Zimmer betreten und wußte, was ich wußte. Mein« Vermutung war richtig gewesen. Jetzt galt es zu fliehen. Aber im selben Augenblick klopf'« mir mein Wirt auf die Schulter: Der Arm des Alten hat Sie erschreckt? Sie brauchen sich nicht zu fürchten. Sehen Sie, er ist vorige Woche gestorben. Wenn jemand bei uns im Winter stirbt, wird er auf das Dach gelegt, weil man ihn nicht zur Kirche und auf den Friedhof schafft:: kann. Da oben liegen die Leichen ganz gut; das konserviert. Im Frühjahr werden sie mit Kreuz und Priester beerdigt. Wir haben Ihnen ft:::e Kammer gegeben, sie ist die beste. Aber wenn es Sie stört, legen wir einen Stroh sack für Sie in die Küche. Dem ersten, der in der Kammer eines Toten schläft, bringt das sicher und gewiß kein Glück. Daher bie:et man sie immer einem Fremden an. Tas ist so der Brauch." Aber ich versicherte, daß:ch jetzt mi: dem größten Vergnügen da schlafen werde. Autorisierte Ucbcrtragung von Joh. Kunde. Die Ehe vom medizinischen Standpunk: ans betrachtet. Die Ehe, wie mir immer schien. Beruht auf nichts als Medizin.— Im Paradies begann sie schon Mit Rippen-Exstirpation. Jetzt, in der Neuzeit, geht sie bloß Mi: Herz-Affektionen los. Und oftmals tritt dabei im 9ln KniennMcl-Kontraktion hinzu. Hierauf(hat der Patient Courage) Folgt Lippen-, Brust- und Arm-Maffagc. Wenn sich die Schwiegermutter naht, Zeigt mefft sich stärk'res Exsudat. Im vielgepries'nen Bräu:'gamssta:ü> Nimmt arg das Fieber überhand; Es fährt herum durch Mark und Bein, Zur Hochzeit tritt die Krisis ein.— Wie dann gestalten sich die Chosen, Dafür gibt es mrr Diagnosen. Das Best« bleibt zu aller Frist, Wenn dir Berliebchrit chronisch fft; Im schlimmsten Fall neigt Mann und Fran Zu Kontusionen(grün und blau). Und in die Lüfte fti's gehaucht: Heil dem, der keinen Doktor braucht! Der Dummkopf. Bon Iwan Turgenjeff. Es war einmal ein Dnmnckopf. Lange Zeit lebte er in ungestörter Zufriedenheit; doch allmählich drangen Gerüchte zu seinen Ohren, daß er überall für einen hirnlosen Narren gelte. Tas betrübte den Dummkopf, und er begann sorgenvoll darüber nachzugrübeln, wie er wohl diese fatalen Gerüchte aus der Welt schaffen könme. Endlich erleuchtete ein glücklicher Gedanke seinen hohlen Kopf, und ungesäumt ging er daran, ihn in die Tat unyusctzen. Auf der Straße begegnete ihm ein Bekannter, der über einen nanchaften Maler lobend zu sprechen begann..„Aber, ich bitte Sie", rief der Dummkopf,„dicftn Maler hat man ja längst znm alte:: Eisen geworfen. Das wiffen Sie nicht— von Ihnen hätie ich das nicht erwartet. Sie sind sehr rückständig." Der Bekannte erschrak und pflichtete dem Dummkopf sofort bei. „Da habe ich heute ein herrliches Buch ge- leftn!" sag:e ihm ein anderer Bekannter.„Aber ich bitte Sic!" rief der Dummkopf.„Schämen Sie sich denn nicht? Diefts Buch hat ja nicht den geringsten Wert; alle Welt macht sich darüber lustig. Tas wist«: Sie nicht? Sie sind sehr rückständig." Auch dieser Bekannte erschrak und stimmte dem Dummkopf bei. „Ein wundervolle: Mensch, mein Fre>:nd R. R!" äußerte«in dritter Bekannter zum I Dummkopf.„Eine wahrhaft vornehme Natur!" s„?kber ich bitte Sie!" ries der Dnmmkopf.„N. — 3— R. ist ein iwtorischer Schurke. Seine ganze Verwandtschaft bat er gebrandschahr. Wer wüßte denn das nicht? Sie sind sehr nickständig." Der dritte Bekannte erschrak gleichfalls, schenkte dem Dummkopf Glauben nutz sagte sich von seinem Freunde los. Das man auch in Gegenwart des Dumm- kopses loben mochte, für alles harte er die gleiche Antwort. Höchstens daß er gelegentlich im Tone leisen Vorwurfs hinznfüate:„Glauben Sie denn noch immer an Autoritäten?"„Gift und Galle ist er!" begannen nun die Bekannten über den Dummkopf zu urteilen,„aber welch ein Kopf!" —„Und welche Redegewandtheit!" setzten andere hinzu.—„O gewiß, er hat Talent!" Das Ende war. daß der Herausgeber eines Tageblattes dem Dumnrkopf die Leitung des kritischen Teiles übertrug. Ta fing nun der Dummkopf an, alles und alle zu kritisieren, ohne seine gewohnteArt, noch seine bisherigen Ausdrücke irgendwie zu ändern. Jetzt ist er, der einst Auwrität befehdete, selbst eine Autorität— und die Jugend beugt sich vor ihm und fiirchlet ihn. Was sollten sie auch tun. die armen jungen Leutchen? Es ist ja im allgemeinen fatal, sich beugen zu sollen ... indessen, es unterstehe sich nur mal einer und beuge sich nicht— gleich sitzt er im Topf der„Rückständigen". Leicht hat es ein Dumnckopf unter Hasenfüßen. 15 Wölfe und ich. Der FUmschauspieler Bartolomeo Pagano (Maeiste) aus Turin berichtet in der.^Lichtbildbühne" Berlin von seiner Tätigkeit als„Star". — Es ist ja ganz schön, sehr stark zu sein, aber wenn man sich deswegen mit fünfzehn wild auf* gewachsenen Wölfen balgen soll, so ist das beinahe etwas zu stark. Ich dachte, Guido Brig- none, mein Regisseur, ist verrückt geworden, als er mir die Wölfe zeigte und sagte, daß sie nachher auf mich losgelassen würden. Die Kerle sahen scheußlich aus und hatten volle drei Tage gehungert, damit sie den richtigen Schneid für den Kampf mit mir im Bauche hatten. Man hatte sie mühsam mit Schlitten in Holzkäfigen auf die verschneite Kuppe zwischen dem Torre di Terangole und dem Campanile di Bal Grande in der Pala-Gruppe gebracht und zwei Reihen von bewaffneten Treibern in Richtung a»k meinen Standpunkt anfgestellt. Zum Urber- fluß wurde ein ganzes abgezogenes Kalb die Dahn entlanggeschleift, welche die Wölfe laufen sollten. Dann fing es an zu schneien und ein eisiger Wind blies vom Canipanile di Quattro Ditta herüber. D. Guido und G. Lombardozzi, die Kameraleute, schnatterten laut auf vor Kälte neben mir in ihrem Blockhaus, das Brig- none für die gesicherte Aufnahme bauen ließ. Endlich bläst Brignone. Die Treiber brüllen. Wie aus der Pistole geschossen jagen die Wölfe aus den Käfigen— schnurstracks auf mich los. Santa Madre Maria, seufze ich, denn ich hatte nichts als ein Messer und ztvei eisenbe'chlagene Schuhe für diesen Kampf, den Sign. Gin Bill mit ausgesuchter Bösheit an seinem Schreibtisch und bei Zentralheizung in da- Manuskript geschrieben hatte. Dann waren die ersten Teufelskerle da. Sie zogen zunächst den Schwanz ein und wichen scheu wie Hunde zurück, als ich sie wie ein Stier anbrüllte. Aber wie die anderen dazu kamen, wurden sie frech und begannen, mich auzuspringen. Ich schbug nm mich, trat wie ein Narr nach den Bestien und erledigte zwei Stück mit deut Dolch. Bravo, Pagano, schreit Brignone durch das Sprachrohr. Ich hörte nur mit halbem Ohre hin, denn ich wurde links gleichzeitig in Wade und Unterarm gebissen. Run dachte ich nicht mehr an die Filmausnahme, denn ich war richtig wütend und kam erst zu mir, als sechs Wölfe am Boden lagen und die anderen lahm und krumm davongeschnürr waren. Die Hälfte konnte mit Netzen eingefangen werden, die anderen wurden erschossen. Ich hatte eine furchtbare Wut danach im Leibe, besonders auf den Manuskriptschreiber Bill. Ich wollte mich schon lange mit ihm aussprechen, aber er ist immer verreist, wenn ich ihn in Turin aufsuchen will. Ich denke, daß ich ihn schon noch erwischen werde" 10 OtatfcWäae für alleinreNende Damen. 1. Kaufe nie Fahrpläne, denn erstens sind sie langweilig und zweitens kann man sie ganz gut entlehnen. 2. Unter keinen Umständen von zu Hanfe zu früh Weggehen! Schnelles Laufen fft manchmal sebr gesund, zweitens können galante Lokomotivführer Wohl ein w:nig warten, und drittens fahren ja auch noch mehr Züge. 3. Wenn du in den Zug einsteigst, so kehre dich auf der Treppe um und nimm von deinen Begleitern möglichst langfädigen Abschied. Es hat ja Fenster, wo die andern Passagiere auch hinein können. 4. Wenn die Kondukteure rufen„Born einsteigen", so steige unbedingt hinten ein. du bist dann weniger vereinsamt und vielleicht macht dir jemand gern Platz. 5. Wenn du den Rauch nicht leiden kannst, ko setze dick erst recht ins Raucherabteil. Sofern du energisch gc-nug bist, kannst du den Mitreisenden ganz aut das Rauchen abgowöhnen, und das ist ein Glück für sie. 6. Nimm möglichst viel Gepäck ins Abteil. Erstens kommt es billiger und zweitens fühlen sich alle Männer restlos alücklich. wenn sie deine Koffer herum tragen dürfen. 7. Bebalte auch im Zuge deine Wpllenjacke und den Mantel an, du kannst ja dafiir die Fenster öffnen. Die Mitreisenden sollen sich auf ihrer Glatze einen Bubikopf wachsen lassen, statt zu reklamieren. 8. Stecke dein Billett immer zu unterst ins Kösferchen. Nicht nur die Mitreisenden, auch der Kondukteur hat das größte Vergnügen, wenn eine Dame ihr Inventar auspackt, besonders wenn er pressiert ist. 9. Es ist nicht nötia. grad dort auszusteigen, wo man nach dem Billett angeblich hingeben soll. Man kann den Zug obemo gut eine Station vorher oder nachher verlassen und lernt dabei Land und Leute kennen. 1V. Steige immer aus, so lange der Zug noch läuft, das liegt durchaus in der Richtung des heutigen Sportes. Im Wagen steht zwar das Gegenteil, aber imr, weil die Bahnen von den Aerzten und Sargfabrikanten keine Provision bekommen. Ein erfahrener Bahnabnützer. Was mancher nicht weiß. Geburt und Tod. In Europa werden in der Minute nach den Berechnungen eines eng- lifche» Statistikers durchschnittlich 16 Menschen geboren und 12 sterben. * „Roter Sand" ist eine Untiefe in der Wesermündung. Untiefen können der Schfffahrt höchst gefährlich werden und man hat auch denizufolge au die genannte Stelle einen Leuchtturm gebaut. Die größte Spinne ist die amerikanische Vogelspinne, in der Größe einer Kinderfaust. Sie ist der ärgste Feind der farbenprächtigen I Kolibrivögel und verschont weder Eier noch I Junge im Nest. Auch große Eidechsen fallen ihr zur Beute. Das fch?-Ltze Pigment in der Hant der Neger verhindert die Sonnenstrahlen, die Haut zu durckdringen, und schütz, so vor dem Sonnenbrand. * Manche Delphine und Fische können sich mir den Schwanzflossen hoch aus dem Wasser emporschneller. Bei einigen Fischen, deren große Brustflossen fallschirmartig wirken, sind diese Sprünge sehr ausgedehnt. Die fliegenden Fische haben sehr lange und ziemlich schmale Brusfflossen; sie sollen bis hundert Meter weit über die Wogen dahinschießen und eine Flatterhöhe von 4—5 Metern erreichen. Zuweilen fallen sie nachts auf das Deck der vorüberfahren- deu Schiffe. Ihre Heimat sind die tropischen Meere, wo sie-in großen Scharen sich über die Wogen erheben. Die Fwssen zittern dann im Winde, was den Anschein erweckt, als ob diese Fische wirkliche Uatterbewegungeu machen könnten. * Kaskade heißt man einen Wassersturz über Felsterrassen. Der Ausdruck ist der französischen Gartenbaukunst entlehnt. I» New Zork find fast alle Religionen der Welt vertreten. In zirka 1500 Kirchen wirb nach deur Zeremoniell von sechzig verschiedenen Religionen fast in-allen Sprachen gebetet. * In Island gibt es keine Sperlinge. 0eöQnten-®plitter. Worte von Ellen Key. Der Kapitalismus ist im Innersten ebenso lebenzerstörend und ebenso feindlich gegen die Kultur des Individuums wie der Militarismus, der ja in gleicher Weise eine reiche Kraft» entwicklung für einzelne Persönlichkeiten ermöglicht, abpr gleichzeitig die Mehrzahl zu Herdenmenschen herabdrückt.^.Essays") Die körperliche Züchtigung hat den Eharak-' ter, den schon Comenius treffend augab, wenn er den Erzieher, der zu diesem Mittel greift, mit einem Musiker vergleicht, der sein ungestimmtes Instrument mit Fäusten bearbeitet, anstatt Ohr und Hand zu brauchen, um es zu stimmen! Auf all die unzähligen feinen Prozesse im Seelenleben des Kindes, auf die dunklen, zusammengesetzten Verläufe, die bebenden, empfindlichen Gefühle wirken diese brutalen Eingriffe zerreißend, verwirrend und deshalb ohne olle seelisch erziehende Macht! Um wirklich zu erziehen, muß in erster Linie nach den zwei, drei ersten Lebensjahren der bloße Gedanke an einen Schlag aus den Möglichkeiten der Erziehung ansgelmcht werden! Am besten ist es, wenn die Eltern schon vor der Grburt des Kindes an beschließen, niemals zu Schlägen zu greifen. Denn wenn sie mit dem bequemen Mittel anfanaen, setzen sie es dann ost gegen ihren früheren Vorsatz fort — weil sie es versäumt haben, während des Gebrauchs der bequemen Methode ihrer Intelligenz zu entwickeln. Mit eia.,ft Menschen, der dies nicht einsieht, fällt es mir ebensowenig ein. von Erziehung zr sprechen, wie es mir einfallen würde, mit eimm Kannibalen von der Friedensfrage zu redet(.Das Jahrhundert des Kindes.") — 4 Warum werden dir Fisch« da« Satzwasser nicht durstig? Diese Frage ist zunächst mit einer Gegenfrage zu beantworten: woher weiß man, daß sie nicht durstig werde»? Denn es ist nicht leicht fcstzustcllen, wieviel rin Fisch irinki. Sicher ist nur, daß er, wie alle anderen Organismen, Wasier zu sich nehmen muß, um existieren zn können. Bei einer Untersuchung hat man fest- gestellt, daß di« Muskeln eines SalzwasicrfischcS keinen größeren Salzgehalt haben als die Muskeln anderer Tiere; nian hat auch bemerkt, daß zwischen Salz-- und Süßwasserfischen in dieser Hinsicht kein merkbarer Unterschied besteht. Man weiß;a, daß viele Fischartcn von Satz- toasier in Süßtvasscr übersiedln und nmgekehrt, har aber nicht beobachten können, welche Maßregeln sie treffen, um in den verschiedenen Fällen den Salzgehalt zu regeln. Sic müssen eine besondere Fähigkeit haben, den Salzüberschuß rasch auS dem Blut ausznschciden. Ob sie dabei' nicht durstig tvcrden, ist sehr die Frage. Neues Kunitholz. In„Chemical und Me- tallurgical Engineering" beschreibt H. Mason em neues Berfahrcn zur Gewinnung von Kunst- Hotz. Hotzabfällr aller Art werden mit Dampf von- hohem Druck behandelt, der Druck wird plötzlich stark verringert, wodurch eine explosionsartige Wirkung eintritt, die daS Hotz bis auf di« feinsten Fasern auseinandcrrcißt. Die Fasern werden abgekühlt und in mehreren Surfen gepreßt, bis sie schließlich die Dicke von dreiviertel.Zoll haben, mit der sie in Platten von beliebiger Größe in de» Handel kommen. Tas Knnsthoh ist sehr hart, isoliert gut und ist durch besondere Zusätze fast unoerbrennbar gemacht. Es hat viele Aussichten, ein wichtiger Baustoff zu torrdcn, do es gegen Feuchtigkeit beinahe unempfindlich ist. Ein merkwürdiger See. Ein See, dessen Spiegel um zirka All Meter gefalle» ist, ist der Ruckwa-Scc im früheren Deutsch-Ostafrika. Zu der seltsamen Beobachtung gelangte der For- schungsrcisende E. F. Kirchstein kurz vor dem Weltkrieg. Er unternahm einen Abstieg vom Un- sika-Platcau nach dem Ruckwa-See und bemerkte in einer Höhe von 200 Metern über dem Spiegel des Sees Konglomerate, Kalk usw.. die nur als Sedimente angesprochen werden können, welcher dieser See vor laugen Zeiten abgelagert bat. Der Spiegel des Sees muß also früher 200 Meter höher gewesen sein als jetzt. Da man auch bei»« Nvassa-See eine bedeutende Senkung festgestellt har, so läßt sich annehmen, daß beide Seen einst zusammengehörigen haben, vielleicht dirck in Verbindung mit dem Tanganjika-See standen. Die Schmollstube. Irl Indien ist es Sitte, bei jedem Hausbau eine Krodhagana, d. h. ei» Schmollzimmcrchcu mit rinzubauen. Z" diesem Zinrmcrchetl erhält jedes Familicnglicd einen Schlüsiel. Das Zimmer ist stets verschlossen. Wer nur: üble Laune hat oder sich ärgerlich firhlr, gehr still in die Schmollstubc, schließt sie Himer sich zn und bleibt dort, bis seine Laune sich gebcsiert Hai. Man will den besten Erfolg mit dem Krodhagana bemerkt haben. Brest« und Radi» in der Sowjetunion. Angesichts des bevorstehenden Zehnjahrjubiläums der Sowjetprcste betont die Moskauer Radiofachzeitung„Nowoste Radio" die Bedeutung deS Sowjetrundsunks als Ergänzung der propagandistischen Tätigkeit der Tagesprcste. Gegenüber rund 700 Zeitungen in 52 Sprachen mit einer Gesamtauflage von etwa 9 Millionen Exernpla- ren zählt di» Sowjetunion schon heute 150.000 Detektorempfänger und Lautsprecher, die etwa 2 Millionen Rundfunkteilnehmer versorgen. Daneben funktionieren 24 sogenannte Radiozei l tnngen, eine„Presie ohne Raum und ohne Pa-l pier", d. h. ein programmatischer Funkmeldedienst, der auf die besonderen Brdürstiiste der Arbeiter- und Bauenischast, der kommunistischen Jugendverbände, der Kinder usw. zugrschnitten ist. Diese? Publikum von rund 11 Millionen Lesern und Hörern sei, so erklärt das Moskauer Blatt, ein beachtenswerter ersolgverheißcnder Anfang und müste sich in den nächsten zehn Jahren verzehnfachen. einerlei Harrsrezepte Hühneraugen crwcichi man am besten in folgender Weife: Man macht ein Stückchen Weißbrot in Essig weich und legt es auf das Hühnerauge, darüber ein Verband ans einfachem Verbandstoff oder Seide. Man läßt den Umschlag 12 Stunden und kam» dann das erweichte Hühnerauge ziemlich leicht entfernen. Ei« glänzender Rockkragen wird von dcui Fettglanz am besten durch einen in Essig getauchten Lappen gereinigt. Schwedisch« Handschuhe reinigt man durch Abreiben mit eincui in Weizenmehl getauchten Flanelltuch. Man läßt das Mehl einige Minuten auf den Handschuhen und entfernt cZ dann mit einer reinen, weichen Bürste^ Die Hand- lchuhe muß man bei der Reinigung anzichcn. Samt reiuigt mau mit einem Tuch, das in Magnesiumpulver geraucht wird. Um Eisrnrostfleckeu aus Zeug zu rntseruen, löst man einen Teelöffel von einfachem Satz in einem Eßlöffel von Zitronensaft auf. Dann streckt man das Tuch über ein Becken mit kochenden! Wasier aus, so daß es dauernd von den Wafferdämpfcn getrocknet wird, und reibt mit der Lösung den betreffenden Rostfleck, bis er verschwindet. Herde oder Oese» aus glasierten Kacheln soll man nienials mir Wasser abioaschcn, sondern vielmehr mit einenr in Terpentin angcfruchtcten Tuch abreiben, bis die Flecken rein sind. Mit eincrn weichen Lappen kann man dann noch nachpolirren. Durchfall bei Huuden wird erfolgreich bekämpft durch regelmäßiges Eingehen folgender Mischung: 10 Gramm Baldriantinktur, 20 Gramm Kampferspiritus rind 10V Gramm Rataichiawurzclabkochmrg. Frische Eier konserviert man durch Eintauchen in Wasierglas bzw. bestreichen; sobald der Ucberzug getrocknet ist, werden sie mit der Spitze nach unten in den Eierschrank gestellt. Alle 8 Tage muß die Lage der Eier verändert werden. Gegen Husten und Blähungen einpfiehlr sich der regelmäßige Genuß von Fenchellce. Fingerabdrücke entfernt man von Oelge- mälden mit einem weichen Flanelltuch, das >nan rn Salmiakwasier getaucht und gut ausgewrungen har. Verfehltes Mittel. In einer feinen Grsrll- schasr, so erzählt ein englisches Witzblatt, wird die Perlenkette der Gastgeberin allgemein bewundert und geht von Hand zu Hand. Nach einigen Minuten bemerkt die Dame zn ihrem Entsetzen, daß sie verschwunden ist. Da sic jeden Skandal vermeiden möchte, so stell! sie rin« silberne Schal« auf die Mitte der Tafel und verkündet, sie werde das Licht abdrrhen und der Di«b möge die Perlen unter die Schale legen; inderufalle müsse die Polizei geholt werden. Zwei Minuten saß di« Gesellschaft im Dunkeln. Als das Licht wieder aufflammte, war auch die Schal« fort. ES war in den Flitterwochen. Sir hatten drei Stunden auf einem Balkon gesessen, geseufzt und Poesie geredet und hatten dir Hände fest ineinander geschlungen. Schließlich brach sie das Schweigen und flüstert«: Eduard, mein Geliebter, ich möchte dich gern etwas fragen" —„Frage mich hundert— tausend— eine Million Dinge!" rief er entzückt.„Ja, stehst dn, mein Liebling, auf meiner Nase sitzt e ue Fliege. Würdest du cs für sehr, nnfreiuidiich von mir hallen, wenn ich mein« Hand einen Augenblick fortnehmc, um sic fortzujageu?' Englischer Humor. Der Schulinspeltor, der durch ein Kreuzfeuer von Fragen die Klasse in Schrecken versetzt hat, schließt mit dec Aufgabe: „Und nun sagt inir noch: wer hat Hamler geschrieben?"—„Entschuldigen Sic, Herr Inspektor", antwortet ein zitternder Junge,„ich Ivars nicht."— Am Abend erzählt der Jnipei- tor diesen Vorfall dem Bürgermeister, der rn« reressicrt zuhört und in ein Gelächter ausbricht. —„Das ist girt", meint er schließlich,„und dabei bin ich fest überzeugt, der verdammte Bengel hat cs doch getan!" Der Großvater.„Ach mal an, lieber Enkel, du hast also tvas mit Fräulein Lila von der Oper?"—„Tadelst du mich deshalb, Großpapa?"—„Nein. Ich hatte ja in deinem Alter anch was mir ihr" DaS kleine liebel. Ein Zauberkünstler arbeitete mit zwei Affistentinneu, von denen die eine sehr jung und hübsch tvar, während die andere, feine Frau, kein« dieser Eigenschaften batte. Bor seinem Haupttrick, dem Zersägen einer lebenden Dame, gelcilete der Zauberkünstler di« junge Assistentin zu dc.ni Zaubcrkastcn, um sie darin einzujchlicßen. Ta rufr ein Manu von der Galerie:„Mensch, zersäg' doch lieber die andere!" Vorschlag zur Güt«. Pniowcr hat Jubiläum. Pniowrc hat auch ein gutes Herz. Darum ruft er Daffke, den Prokuristen, und hält ihm einen Vortrag:„Ich niöcht«, daß zu meinem Jubiläum mein Name in die Zeitungen kommt, auch das Personal soll sich freuen. Biel kosten darf cs narürlich nickt. Run überlegen 2i« sich mal einen Vorschlag." Drei Stunden später ist Dafflc wieder da.„Run?" Versammeln Sie das Personal am Funkturm. Si« selbst fahren bis zur höchsten Etage hinauf." „Und dann?"„Springen Sic herunter"— Die Sekretärin.„Sie haben so lange tcle- phonierr, Fräulein."—„Geschäftliches Gespräch."—„Aber warum nenucn Sic meine Kunden Schnucki?" —« 9tätfel-