Ein gefdjeiterter 6tt»riftfteUer. Utobelc von □uorstn Oorti. Ja einer schmierigen Schenk, in einer dunstigen Masse hawbetmnkener lustiger Menschen erzählte mir eine- Rächt-«in noch nicht alter, aber vom Leben arg zerzauster Mensch: „Mich hat her Telegraphist Malaschin zugrunde gerichtet." Er neigte den Kopf mit der zerknüllten Jockeimütze, schaute unter den Tisch, gab seinem kranken Bein eine andere Lage, indem er e- mit beiden Händen hochhob, und seufzte lange und heistr. „Ja, der Telegraphist Malaschin. Unstr Propst nannte ihn einen fatfchgestalteten Knaben, die Mädchen sagten— Malascha. Er toar klein, gut gewachsen, mit rosigen Wan» gen, braunen Augen, dunklen Brauen, weibi- säten Händen; richtig so einer, die man„bild« hübsch" zu nennen pfleg!. Lustig mir jeder« mann freundlich, war er überall gern gesehen in unserem Städtchen, in dem dveitaustnd« fünsbundert Einwohner ohne besondeve Hast die üblichen Pflichten von Menschen erpill» teil. Als ich Lvanzig Jahre alt war. packte mich derartig der Weltschmerz, daß meine Seele ganz krank war, mich quälte und schreckte die stille Emsigkeit der Menschen, unverständlich blieb mir der Sinn dieser Emsig» feit, ganz ratlos schaute ich alle- an und ein« mal, im Drange der Gefühle, schrieb ich ein« Erzählung„Wie die Menschen loben". Als sie fertig war, schickte ich da- Manuskript an die Zeirichrift„Aiwa". Ich wartete auf tue Entscheidung meines Schicksals eine Woche, «inen Monat, zwei Monate und gab es dann auf: solche Sachen sind oben nicht für unser» eins. Bielleicht drei Monate oder noch länger waren verflossen, da traf ich mal Malaschin. „Ich bade ein« Postkarte für dich", sag'« er. Er gab mir die Kart«, auf der zu lesen stand: ,Lh« ErMluim ist sthr langweilig ge. schrieben und man kann sie jedenfalls nicht als gelungen bezeichne», aber Sie haben ofstnbar Talent. Schicken Sie un» mal wieder etwa»!" Ich will mich fetzt nicht weiter darüber auslassen, wie ich mich freute! Malaschin erzählte mir sthr liebenswürdig, er hab« die Postkarte schon drei Tage in Händen,„Ich habe sie zufällig in her Poft an«ich genom- Wir lachten beide und trennten unS nur ein Scherz", sagte ich... lachen nur noch lauter. Dan« redeten sie ,auf mich ein, ich soll!« ihnen doch vorlestu. Denn ich hatte m:ch : Versen versucht. Malaschin toußte ie redeten nur alle zu: Dichter lesen immer ihre Berst vor. meine T 'auch Uli! I das. Ti konnte ihn schon nicht mehr anregen. Er murmelte mit Anstrengung und wie im Schlaf: ,Hch fühl« mich aber sttzt sofort al- schöner Mann von ansehnlicher Erscheinung. Und obendrein hatte ich also Talen'e von fest teuer Art. Meine Seele stimmte ein Lied an wie eine Lerche. Ich begann wie toll zu schreiben, ganze Nächte arbeitete ich. die ., ,IWW„ I Worte flössen nur aus der Feder wie em immer zur Oper gehen, aber weiter als bis«Bach. Diese Fronde.' Ich bemerkte, daß die zum Dirigenten im Bischöflichen Ehor hatte jStäd'er mich besonders aufmerksam betracher es nicht gebracht, und«S gelang ihm nicht, steten. Aha, dachte ich mir... in der Gouoernemenlstadi Karriere zu Malaschin lud mich cinmai:um Akzistn. machen: stin Leiden blieb immer jein Sire«-einnehmer ein, der hatte eine Tochter, ei« ben nach allzu großer Unabhängigkeit in munteres, keckes Fräulein. Run, und noch stimn Handlungen. Er trank wel und wenn^gxchäud andere jung.' Leute waren da. Sie er betrunken war, schlug er auf Wetten hin!«lle zeigten Interesse für mich und fragten Walnüsse unt der Sttrn auf; er brach'e es mich a^' strtig,«in ganze» Psttud Walnüsse Mittel! Zie schrif stcllern? Bitt«, wollen Si« Stirn autzuknacken, so daß d-e Haut schlteg« t ni<^ t 2ee nehmen? Tun Si- dock,, bitte. Zuk- lich platz:«. Er hatte immer eine Blcchschach- h-neiu" tel mit Lustlöchern in der Tasche, im Som- j Oho','dachte ich. sogar Zucker soll ich mir mer unt kle-neii Fröschen, im Winter mit'him-ntun? Ich rührte meinen Tee mit dem Maustw Bot sich«n gcetgnrter Moment, so um. kostet«— nanu, was ist das? ließ«di« T-erchen den Damen tn l«n-Hals- T«; schmeckt ja sal;-g! So salz-g. daß e» auSschnttt jprtngen. Man vemieh ihm solche; beinahe bitter war. Ekelhaft! Trotzdem Scherze um sttneS heiteren Temperamentes 7 anl;* Tcin auS Bescheidenheit. Plötzlich willen und wcil«r pch so gut auf d-.c Egen« ,m Ehor« lau, los. Malaschin he:ten tei F-sche verstand.. Er war ern glan-\ Nebelnd zu mir: 4 s^Mir tourte vor B-rlegenhei, ganz übel- mich. Ich war damals«tu sthr bctchetdener r,,/ r^r/ Ingling von nachdenklichem Gemüt und^ucht. dachte'4--,ist i.awrltch nicht etwa hübsch." Er drückte mit den Lippen seinen dünncii, ausgeblastnen Ichn»rrbart an, blinzelte mit den gelben Augäpfeln seiner langiveiligr:! Augen und goß sich mit zttternter Hand behutsam ein Gläschen Schnaps ein. Mit fünf undzwanzig Jahren war er gewiß plump und s„Dichter lest« immer ihre Berst vor, knochig gewesen, seine ungebärdigen Haare wenn si« eingcladen sind. Sie müssen dawaren Wohl rötlich, stin« trüben Augen blau auch tun!" p wesen. Und im Gesicht batte er wahr« Da mischst sich ter großmäulige Sohn cheinlich«ne Menge Sommerfprosstn gehabt.I de» Bürgermeister»«in und sagte: men, wn si« dir zu vergeben, und vergaß«S lJetzt>var«n seine schlaffen Backen dicht durch, nur immer wieder. Du schreibst also Er- zogen von einem engen Muster roter Aetev» zählungen und möchtest wobl gern auch so ein chen, stine graue Trinkernast hing irübstlig Graf^Tolstoi nxrden?^ lauf den Schnurrbart herab. Der Schnap» daun. Aber noch an demselben Tage, als ich de» Abends nach Haust g:ng, rief m:r ter Diakon, ter gerade an seinem Fenster saß, m: „Hollo, du da, du... da Schnststelur! Dir werte ich eS schon besorgen." Und drohte mir mit ter Faust. In metn«r Freud« leg'« ich weit«! kein Gewicht auf di« Gebärde teS Diakons. Ich kannte chn als einen phanta« stischen Meitsiheu: tn stiner Jugend Wollte er zum Dirigenten im Bischöflichen Chor hatte ter Gouoernementstadt Karriere zu i - L— an Lateinlrhrer, bezog es gluch auf sich, und weil »»eine Mitschüler das Redaktwnsgeheimnis nicht wahnen, bekam ich zwei Stunden Arrest. So behandelt das Bott der Dichter und Denker seine Talente. Dieses Frühjahr Hai es nuch gan; besonder- Heftig erwischt! Mein Pegasus mutz beim Steinach gewesen sein, vielleicht hoi ihm auch der Pariser Bersüngnngsdoklor Affendrüsen eingesetzt, jedenfalls mutz ich sagen: Ich sprudl« die ! Verse nur gleich so hervor, ich brauche nur den Mund aikfzumachen, schwupp ist es schon ein Gedichi— aber es wird nicht anerkannt. Gestern früh, wie mir meine Hauswirtin den Kaffee brachte, ging es schon wieder!os. Eigentlich wollte ich sic in Proia begrützen. aber gan; von selbst wurde es ein Gedicht: Der Bogel singt, es schwimmt der Hecht, Wenn ich dich seh', dann wird mir schlecht! Erhabnes Weib, wenn ich dich schaugc, Dann schließe ich sofon das Ange, Und sage nur als Kritikus: Dein Kaffee schmeckt nach Rizinus! Manches Weib würde Golt daicken, wenn es in diesem Alter noch so feurig angedichtet würde, und früher, da wurden di« Minnesänger noch gebührend bclohnt, da kam das nicht vor, daß die besungene Dame ihrem Troubadour das Kaffee tadlet: vor die Fütze warf imd schrie:„Den pvoaten Pers kannst dir bei mei'm Rechtsanwalt alcholen, Bazi, mi'erabliger!" Wir leben ■ nnn einmal in einer prosaischen Zeit, die Dichter shaben es schwer, aber daß auch meine HauStvir» „Wovon leben hier an der Berichterstatter Fabrik. Bon Heinrich Frei. Ein schmutzig, graurS, düsteres Gemäuer, durch strenge Fensterreihen unterbrochen. Ein trutzig, seelenloses Ungeheuer, das bis zum Ekel Menschenfleisch gerochen. Und dennoch schön! Ein Sinnbild edler Kraft, mit einem Eingeweide voller Leben. Ein Arbeitstier, das neue Werte schafft, bereit zu spenden und bereit;u geben Erbam ward es, den Schaffenden zu dienen und ist ziun Fluch für Tausende geworden, zum Fluch für Millionen Arbeitsbienen, die es verdammt, die Seelen hinzumorden. Wenn der Frühling in die Köpfe steigt. Eine lustige Skizze von Karl Ettlinger, München. Kennen Sie das schreckliche Gefühl, wenn nian plötzlich so fürchterlich notwendig einmal dichten mutz? Das ist ein abscheulicher Zustand, denn bis man die Silben nachgezähl« har, hat man gewöhnlich vergessen, wie das Gedicht wri- rcrgehen sollte, und dann fallen einem ii> der Regel gerade diejenigen Reime rin, die man nicht braucht, kurz, Dichten ist eine Cchwerarbett, und ich kann nur jedem raren: Tun Sie es nicht unter drei Mark die Stunde! Bei mir ist rS etwas anderes: Sobald der Frühling kommt, dann muß ich dichten. Der Pegasus in meinem Innern beginnt zu wiehern, ich kann noch so ungereimtes Zeug denken, es reimt sich! Man trifft ja leider als Dichter so irlren auf Verständnis, die Leute wollen immer, es soll ein Sinn in den Gedichten sein; so ein Unsinn, denn wenn ein Sinn darin idin soll, dann kann man'-«ich in Proia sagen! Gleich mein allererstes Gedichi hat mir schnöden Undank eingetragen. ES lautete: Der Eskimo fvißi Lebertran, Ter Kuno ist ein Pavian. Ich hatte dieses herrliche Epos mft Kre:de die Schulrafel geschrieben, der Kuno, unser „Gu e Verse schre-ben überbauvt nur l baden. Soldaten!" I Die jungen Damen suchten'bm zu beweisen. baß er sich irre, und ich entfernte mich i unbemerkt. Und von dem Abend an wurde l ich von der ganzen Stad' gehetzt wie ein frem- i der Hund. Am ersten Sonntag traf ich den I D'akon. der gerade mit seinen Angeln loszog.< tue Erde stampfend wie ein märchenhafter i Elefan' ,Zast". rief er.„Schriftstellern willst du, du dummer Kerl?" Und ich habe mich drei Iabr« lang für> die Oper ausgeb'ldet dabei will'ch mich nicht etwa mit dir vergleichen... Was bist du denn überbauvt? Eine Schme ßslirge bist du! Solch.» Fliegen wie du. d:e machen nur ihren Dreck auf den blanken Sp'«g7l der Ltte- ratur duAaskerl. du.." Und er sch'M"ste mich derartig aus. daß es mich wirklich kränk e. Weshalb nur e'qeittlich? dachte ich. Eiriiae Zeit später sagte meine Dante— ich bin Sm: k und lebte bei meiner Dante—: „Was ist das eigentlich für eine Geschichte? Die Leute reden, du schreibst. Laß doch den Unsinn! Es wäre Zeit, daß du beiratest..." Ich versuche ihr klarzumarbeii. daß doch dabei nichts Ungehöriges ist daß sogar Grafen und Fürsten schreiben, daß da? eine hochanständige aristokratische Beschästgung ist. Aber sie sing nur an Pt weinen und jammerte: „Lieber Gon. welcher Bösewicht hat dir das nur beigebracht?" Und Malaschin brüllte, wenn«r m»ch auf der Straße traf: „Gu'en Tag, du Drestnertel-Gras- rolstoi!" Er haue«in blödsinniges Liedchen gemacht, das di« Jugend der Stadt gröhlte. wenn sie meiner ansicht'g wurde: „Kanariemnätze singen Höchst rührend und sehr sein. Trotzdem die Mühen bringen Nicht einen Sechsir ein!" Ach dacht« uh nur. da ist mal der Käfer unter die Hust gekommen. Dlau neckte mich so, daß>ch Mich gar nicht mehr aus der S raße zeg.'ii konmr. Besonders der Diakon war wie verrück«:>ch wartete nur noch darauf, daß er m»ch prügeln würde. „Ich habe mich drei Jahre vorberei'et", brüllte er immer wieder, und„bu Lümmel..* So manchesmal saß ich nachts am Fluß und grübelte nach: „Wie kam das nur? Wofür muß ich jo seiden?" Am Flusse n>ar eine einsame Selle, eine kleine Landzunge, und auf ihr- in Erlcicha n. Don schlich'ch mich hin und>a:'r. wenn ich auf den Fluß schaute, das Gefühl als ob dieses dunkle Wasser, das schon die Stadt bespült halle, durch meine Seele flösse und in ihr einen trüben, bitteren Niederschlag zurück- ließe. Ich war mit einem jungen Mädchen br- kanni, einer Kunststicker:n. der ich reinen Her. «ns den Hos machte, und ich hatte den Eindruck, daß ich ihr auch gcsiel. Sie ting aber bald an. allerhand Redensarten zu machen und ftagte mich vorsichtig: „Ist das eigentlich wahr, daß Die in der Zeitung etwas über uns und über die Sladt geschrieben haben?" ,^Wr Hai Ihnen das gesag'?" Sie zierte sich und erzählt«:„Malafchin hat Ihre Schreiberei in Händen und er liest allen daraus vor. Man lacht De überall aus und will Sie sogar durchprügeln, weil Sie sich dem Grasen Tolstoi verschrieben l baden. Weshalb haben Sie nur Malaschin I Jh« Schreibereien gegeben?" Der Boden wankte mir unter den Füßen, o weh. o weh, o weh! In der unglücklichen Erzählung ist von dem Ak^scneinnehmer, von dem Diakon, von allen nicht sehr erfreulich die Rede! Natürlich war es m r nie ein- geftrllen, mem Geschreibsel Malaschin zu Sben— er hatte sich das Manuskript eben bst auf der Post angee:gne'. Meine Kleine hatte aber noch nrehr Bitterkeiten für mich: „Meine Freundinnen lachen mich alle aus, daß ich mit Ihnen gehe! Ich weiß nnrklich nicht recht was ich tun soll." „Ach ja", dachte ich. Ich ging dann zu Malaschin: „Bitte, gib mir doch mein Manufkrip: wieder!" „Aber was willst du denn damit, wenn die es doch abgelehnt haben?" sag:« er imr und gab cs mir nicht wieder. Er gefiel mir aber, der Mensch. Ich mache immer wieder dx Bemerkung— ebenso wie gan; unnütz« Dinge oft viel mehr Freude machen als nützliche, ebenso haben wir manchmal«inen Menschen, der uns nur schadet, gern. Auch das l Beispiel paßt: Ein Arbeitspferd:st nie jo , teuer wie ein Rennpferd, und poch leben tue , Menschen von der Arbeit und nich» vom Pferderennen! In der Wechnachiswoche forderte nuch Malaschin zum Maskenball auf. Er zog m:ch als Teufel an, m einen Pelz nut den Haaren nach außen, ich bekam Zß- chen, aber mein Gesicht brannte emjetzl ch— «ch hätte am liebsten laut geschrien. Das konn'e das nur sein? Am Morgen kroch ch zum Spiegel, meine Bisagc war unna'ürlch rot, die Nase ganz dick, die geschwollenen Augen tränten. Na, dachte ich. de haben mich ja schön zugerichlet! Sie hau d e ganz« Maske innen mit einer ätzend.'ii»Masse bestrichen, und als ich in Schweiß geraten war. batte diese Schmiere mir die Haut xrfressen. Fast fünf Wochen mußte ich herumtnrirren, ich hatte schon Angst, die Augen zu verlieren. Doch cs ging nochmal so ab. Da merkte ich denn, daß meines Bleibens in der Dad: nicht länger war. Und ich verschwand in aller Stille. Seit der Ze! treibe ich mich nnn schon an die dreizehn Jahr« herum." Er gähn e und schloß müde die Augen. Er sah ans wie ein Fünfziger. Sic denn?" fragte ich. „Ich bin Pferdeknecht, Rennbahn bin ich. Ernem liefere ich Material über die Pferde.' Er lächelte langsam— ein gutes Lächeln war es— und sagte: „Was Pferde doch für vornehme Tiere sind. Für Pferde gibt cs gar keine Vergleiche. Nur hat mal eines mir ein Bein zerschmettert..." Er jeutztc und fügte dann leise hinzu, als sage er einen Vers aus einem Gedicht her: „Mein Liebling war es gerade.. tMit besonderer Erlaubnis des Malik« i Berlages, Berlin, der die gesamten. Werke l Maxim Gorkis herauSgibt, dem Band«„Er- > lebnisi« und Begegnungen" entnommen.) iin derart am„Niedergang Münchens als Kunststadt" mitwirken würde, daS hätte ich denn doch nicht geglaubt! Jedenfalls nahm ich wir vor. heute wird nicht mehr gedichtet. Jedoch der Mensch denkt, der Frühling lenkt. LlS ich mir mein« BivginiaS Sanfte, floh es mir unwillkürkich von den Lippen: Der Lenz bläst in die FrühjrchrStnt«, Ich brauch' BirginiaS für di« Schmrte. Gib mir von diesen Dingern Mir deinen Rosenfingern! Doch darauf tu ich pochen: Nicht lauter, wo zerbrochen. DaS Gedicht war noch gar nicht fertig, rS sollten noch zwanzig weitere Strophen kommen, aber die Bevkänferin. diese g'schnoppige Person, zog wahrscheinlich das Kino der Dichtkunst vor, fie ließ mich nicht zu Ende dichten, sondern sagte:„An Geisteskranke wird nicht verkauft!" DaS mutz man sich alS Unsterblicher sagen lassen! Ist dieses Volk überhaupt wert, daß unirreinS in die Leier fÄrr ES gibt keine Gerechtigkeit mehr! Den Achter Frauenlob haben fenwrjei» dir Frauen zu Grabe getragen— zu nnr lagen sie höchstens, ich soll mich begraben lassen! Keinen I-Punkt dichte ich heute mehr, und wenn daS ganze Rezept verloren geht, nahm ich mir vor. Und ich stieg in die Elektrische und sagte zmn Schaffner: DaS Veilchen blüht, cs piept der Spatz. Fahr'» Sie nach dein OdeonSplav? Bald steht die Au in frifcheur Flor, Geb'» 8' grodeouS bis Siegestor! Di« Enten in dem Wasser tauchen, Jui Anhängewagen darf man ranchen! Auch dieses Gedicht war noch gar nicht fertig, daS war bloß die Einleitung, aber der Schaffner griff nach der Klingel, ließ den Wagen hakten und sagte erläuternd zum Kontrollor: „Dem Herrn iS schlecht warn, sa. ja. die Grippe! A'virin nnd warm« Dickel, nachher kriagn S' scho wicba an klaren Kops! Guate Befierurrg!" Und dann half er mir beim Aussteigen. Wer kommt da des Weges? Hurra, die Lcni! „Das ich guat. datz i di triff!" lacht fie.„3 hob so an Hunger auf Weitzwürscht!" Und ich antwortete: O Lenzeszeit, o Morgenrot! Iß lieber ein Salamibrok! Die Leni sah mich verdutzt an irnd erklärte entschieden:„Red koan Schmarrn! Weitzwürscht mag i, sag i!" Und ich erwiderte, angrfeuert durch den Reim„mag i. sag i": Schon wehen lau die Frühlingswinde, Bald blü'n die Birk« und die Linde, Der Nußbaum tinäi der Mahagoni. Kauf dir statt Weitzwürscht a Leoni! (Münchner Wurstsorte.) Seitdem bin ich mit der Leni verkracht. Ach, es ist nicht so leicht, sich als Dich'er dnrchzusetzen! Ich hab meinem Freundeskreis mein Leid geklagt uird sie haben mich liebevoll getröstet:„Nimm dir'S nicht zu Herzen, Karl- chen! Auch der Maslochse wird erst nach seinem Tode anerkannt!" GGOOOOQQQOGQGQQGQeGQQQeQQQQQQ Die Bwtsrage. Es wächst der Mensch mit seinen Zwecken, Das sieht man deutlich bei den Böcken An ihrem Bauch. Ach, wenn sich dies auf Semmeln. Wecken Rttr möcht' erstrecken Auch!(„Leucht vakere") Steve« Lote. Bon Franz Rotter. ES war im Mai des Jahres 1918. Die Ra- tur grünte und sproßt« und Me Gärten dufteten nach Wüten und Blumen. Die Wäkder, die Diesen, di« Gärten und Felder waren wieder lebendig, lebensfrisch und fnch. Die Menschen ober sichen es nicht. An den Framen tobt« das gräßlichste Morden und die Frauen, Greise und Kinder im „Hmterkattde" gingen von Leid, Schmerz und Hunger zermürbt einen müden Lang. Durch die Länge des Krieges und feine unsäglichen Leiden stumpf geworden. lebten fie hofinungs- loS dahin. Der Streik der Wiener Munitionsarbeiter im Jänner desselben Jahres ließ wohl die Menschen allenthalben aufhorchen, aber nach keinem Zusammenbruche verfiel alles wieder in die alt« Teilnahmslosigkeit und so ging an diesen Millionen von Menschen der Frühling spurlos vorüber. Frühlingssonn« lag über der nordböhmi- schen Landschaft. Die Straßen von Haida waren menschengefüllt. Mittagspause! Di« Arbeiur der Schrapnellhülsenfabrik gingen müde und hnngng m ihre Wohnungen. Militär in schmutzigen, zerflickten Monturen ging zur Menage und Kinder kamen auS der Schule. Sie alle gingen ihren alten Gang: den Gang der Müden, Hungrigen, Hoflnnngsloken. Plötzlich begann«in Raunen. Flüstern und Fragen. Einzelne Gruppen blieben stehen. Soldaten hielten die anmarschierenden Kamertüen auf, machten ihnen Mitteilung, gingen weiter, erzählten es Zwilleuten und durch die ganze Stadt verbreitete eS sich wie ein Lauffeuer: Meuterei, Revolution! Männer diskutierten, fluchten, schimpften, Frauen weimen. Mütter sagten chren Kindern, jetzt wird der Bater Unterkommen,«S wird Fristen! Am^»ätnachminage dieses' Tages boten di« Straßen der Stadt ein wüstes Kriegsbild. DaS in Rumburg stationierte Militär war durch Frontdienst. Krankheit, Hunger und jadi- stische Brutalität ihrer Osfqier« zur Berzweif- lung getrieben und meutert«. „Frieden. Fristen wollen wir," verkündeten fie.„Rach Prag und do« machen wir Frieden!" war ihre Losung. Ein langer, zerrisjener Zug müder, kranker, halb verhungerter Sokdaten schlich die staubige Straße entlang. Frauen brachten ihnen Wasser und Brot und trugen: werdet ihr wirklich Frieden bringen? Da krack: an der Spitze des Zuges eine Salve. Frauen und Kinder schreien auf, flüchten in die Häuser. Rattern von Maschinengewehren. Eine zweite Salve und eine dritte. Die staatstrruen Truppen find Herr der Lage, di« Meuterer gefangen und entwaffnet. Wer fliehen komrte, floh in die Häuser und Wälder. Die Nacht brach herein. In tiefer Ruhe lag di« Stadt. Hi« und da huscht« auS einer Haustür, einem Gatten rin Soldat und schlich in deil nahen Wald Der Moitd leuchtete in den Kasernenhof und beschien die fahlen Gesichter einiger hundert gefangener Meuterer, welch« am Pflaster lagen uud schliefen. Und an> anderen Tage gingen die Menichen wieder ihren alten Gang: den Gang der Müden, Hungrigen, Hoffnungslosen. Einige Wochen später. ES ist am Bov- abend der Fronleichnamfestes. An den Eck« der Straßen und des Marktplatzes find Altar« aufgebaut und morgen werden weißgekleidete" Mädchen Wnmtt ans die Straßen streuen. Di« gläubigen Christen werden singend und betend wohl damit vor den heiligen Bildern knien: ,/Dein Wille geschehe wie im Himmel also auch auf Erden!" DaS letzte Kruzifix wird aufgestellt, da öffnet fich das Gefängnistor und sieben Menschen im Soldatritkleid treten ihren letzten Gang an: Den Gang zum Tode. Vorbei an den gottgeweihten Stätten, de« Kruzifixen und Heiligenbildern führt man die verurteilten Meuterer. Die Sonne versinkt und schaurig starren die Aktarr in die Rächt.— Draußen im Walde liegen sieben Tote. Am anderen Morgen läuten die Kirchenglocken zum Froickeichnamsfest und weißgellei- detr Mädchen streuen Bltrmen auf di« Straßen. Die Priester beten: ,I>ein Wille geschehe" und leise umrmclt der Chor der Gläubigen: „wie im Himmel also auch auf Erden!" Im Wawe weinen suchen junge mit Blut geschändet« Bäitmchen dicke, harzige Tränen. Das Wunder. Ich stieg als sehr jung« Studentin mi: ms», ner ersten Liebe, einem ebenso jungen Studenten, nachts in den Borortezug, der uns von einem Berliner Konzert nach Hanf« fuhr. Jeden in seinen: Baratt. Draußen regnete es in Strömen. Beim Einsteigen rutsch:« mein letzter Groschen, den ich für die Elektrische in Steglitz reserviert hatte, aus den: Potteinoimai« und bleibt ans dem Fußboden liegen Ich bemerk« es, vergesse aber, beiwnunen von Liebe nnd Erregung, ihn aufzuhebcn. Plötzlich ruft mein Freund entzückt:„Ein Wunder! Ich besitze keinen Pfennig nnchr nnd hätte bei dem Hundewetter von der Station rach Hause latkfen müssen. Jetzt liegt da ein Groschen gerade zu meinen Füßen..." Und hebt chn auf und birgt ihn andachtsvoll in seiner Tasche. Ein Wunder! Ein Liebeswunder!! Ein Wundergroschen!! Ich konnte vor Lachen und Erschrecken kein Won jagen und bin itachls all' n durch de» Dreck nach Hause getrottet... Währens mein Freund traumverloren bis zur nächsten Station fuhr und wnnderaläubig mit memeir. Grwchen in die Elektrische stieg. Helene Bnchtenkirch. (Aus Hans Reimanns„Stachc'lchwein".) VerfifcheWeishett. Der Weise und sein Kleid. f Ein Weiser kam nach einer Stack und erfuhr, daß dort ein sehr krewebiger Mann wohn«, der Reisende aufs beste zu bewirten pflege, Der Wese, der in alten Kleidern steckte, begab fich also zu jenes Mannes Haus. Doch erzeigt« ihm der Reiche nicht die geringste Freundlichkeit, w er hirß ihn nicht einmal n'coerieven Da faßte Scham den Weisen, und v ging'eines Weges. Am nächsten Tag« verschafft« er fich eine prächtige Ausstattung an Kleidern,'chmückte üch da- mit ituA begab sich aufs neue zu dem Reiche». D. r begrützil ibn diesmal mit.iefer Verneigung, lnd ihn ein, an seiner Seite Platz zu nehmep, — 4— und ließ bk leckersten Gerich'e ouftraflcn. Der Weise setzte sich zu Lisch Doch er atz nicht, sondern schütter« Speisen und Getränk« auf sciue Aieider. Verwunden fragt: ihn der Herr des Hause«, wo« er da beginne. Er onrworrer«: Gestern kam ich in alten Kleidern hierher, do baust du mir keinen Bissen zu essen. Heute, da ich sein gekleidet bin, motz ich glaube», datz dies« Mahl- «eit nicht für«äh. sonder« für«eine Kleider bestimmt sei." Scherzhafte Rechenaufgaben' Lus einem Dache sitzen sechs Tauben. Line davon werd heruntrrgeschossrn, wie viele bleiben sitzen? uoj u»8m]| urquvx funj luSuq.n»g uurq‘jupjf: jiomtug Wieviel gibt 2X3 rmd«in pflichttreuer 'Schutzmann zusammen? ’fl uswuwj«? urgrv 84*3*<8) rcho tgtll uuamünchA»ämttht^jck ur»'9 rgzS xXz uu»D'H NiomruA Neun Personen sollen neun Eier miteinander teilen, jede soll«in Ei bekommen, und doch soll«in Ei in der Schüssel liegen bleiben. Wir geschieht di« T«iiung? vom»ij„v'ursjvz urSmz«r«r »öuvz al uuoq f> uuoz tts tiffinchz nm ix Zvq waiirjß»HtttMt»q';A m» rmwapg uruol:?jtz unöu urq uoa uroarruA » Eine Frau kaufte zwölf grotze und zwölf kein« Aepfel. Di« verteilte diese unter chre sieben Kinder zu genau gleichen Teilen. Wie bewerkstelligte sie Mc Teilung ans dir einfachste Weise? '-nmpjckix mchoz:vunjaZ In einer Familie sind fünf Söhne, jeder von ihnen hat eine Schwester. DI« viele Kinder zLHIr die Familie? 'rrichax rm» qun ruhoJ juntz:rraamiA ♦* Frage: Ein Mädchen treibt Gänse auf die Weide. Ein« läuft vor zweien, ein« Mischen zweien, eine hinter zweien. Die viele Gänse hakte dos MAtchcn? lujozz rurrquo arg auu chtavm .»juvA mr»pr'»juvA:»roarruzz Rasmuhens fe ttamfies 2agd- ertebniö. Der beraume dänische Polarforscher Knud Rasmussen erzählt in skandinavischen Blättern von einem abenteuerlichen Erlebnis, das er während seiner letzten Reise nach Grönland gehabt hat.„Es war ein böser Winter gewesen" so schreibt Rasmussen,„bi: Jagd war schlecht, die Vorräte waren zu Ende Nun hieß eS, auf die Jagd gehen und Beute nach Hause bringen. Ich entschloß mich, zusammen mir Quakinak, einem der besten Eskimojäger, das Glück zu vcr- suchen und einen Jogdansslug zu unternehmen. Tagelang wanderten wir über die unendliche Eiswüste, ohne irgendein Tier zu treffen. Eines Tagcs bot sich unseren Äugen ein Schauspiel, Las unk den Atem anhalteu ließ. Ein großes Eigelb, das im Glanz de« herrlichen Polarlichte« vor un« lag, war mir einer dichte» Masse von Tieren bevölkert. Eisbären und Polarfüchse machten sich an dem Kadaver eine« Walrosses zu schaffen. Nir habe ich eine derartige Menge von Eisbären, dieser scheuen Tier«, die man überhaupt selten trifft, an einrm Fleck beisammen gesehen. ES waren ihrer vielleicht zwanzig, alle« herrliche Exemplare mit prächtige« Fell. Die Füchse gab« scharlfr Laute von sich, di« Bären brummten; alle dies« seltsamen Tierlau« vereinigten sich zu einer eigenartigen Symphonie der Polarlandschaft. Quakinak war außer sich vor Freude. Eine» solchen Tierreichium hatte er noch nie gesehen. Er war ein einfacher Jäger, der jubelte, wen» er«in Stück Wild erlegen konnte. Hier aber stand er vor einer Fülle, mit der er nicht fertig werden koame„Ta« schickt un« di« Göttin de« Ei«meere«, die große Sule- fad!" sagt« der Eskimo. Inzwischen waren einig« der Bären müde geworden, einig« stritten sich noch um die Beute. Nachdem wir ein« Zeitlang schweigend da« Schauspiel genoffen hatten, nahm Quakinak sei« Gewehr von der Schulter und legte an. Ei« Schutz zerriß di« kalt«, Kare Lust, von dem die Tiere aber keine Notiz nahmen, da von Zeit zu Zeit Eisblöcke mit demselben scharfen Knall barsten. Ein Bär taumelte— er war an den Tatzen j getroffen. Seine Genossen dachten wahrscheinlich, er sei von einem der Ihrigen gebiffcn worden. Dir Folge war rin allgemeiner wilder Streit. Noch zwei Schüffr knallten, und noch zwei Bären wälzten sich in ihreui Blttte. Qua- kiuak schien sich offenbar die Gefahr, der wir auügesetzt waren, nicht bewußt zu sein Die Töt- tin de« Eismeere« stand uns aber tatsächlich bei. Di« Polarfüchse, deren Zahl sich inzwischen stark vermehrt hatte, die in genügender Maffe den Bären außerordentlich gefährlich werden, griffen plötzlich dir Eisbären an. Hal« über Kopf flüchteten die mächtigen Tiere vor der Meute der heulenden Polarfüchse. Bald verschivand die ganze Maffe hinter den Eisbergen. Auf der blutgetränkten Walstatt blieben zwei Bären und viel« Füchse, die wir peschossai halten, liegen. Wir hatten Mühe, unsere unerwartet große Beute auf den Hundeschlitten zu verstauen, und noch größer« Schwierigkeiten, die schwer« Lost glücklich nack» Hause zu bringen. Dort angekommen wurden wir. besonder« aber Quakinak, von seinen Stammgenoffen stürmisch gefeiert. Er ist seitdem ein berühmter Mann geworden, da ihm di« große Göttin de? Meeres beigestanden hat." War Monte Carlo«iubriogt. Das Kasino von Man« Carlo, die größte Spielhölle der Welt, veröffentlicht soeben chren Jahresbericht, demzufolge eine Dit^dende von 723 Franken auf jede AXl-Franken-Aktie verteilt wirb; es fft di« gleiche Dividende wie im Vorjahre. Die Einnahmen waren aber im letzten Rechnungsjahr«, das vom 1. April 1927 bis 31. März 19W geht, geringer als im Vorjahre; sie betrugen 182 Millionen Franken gegenüber 181 Millionen Franken. Der Reingewinn fft von 98 Millionen Franken im Jahre 1926/27 auf 91 Millionen Franken gefallen. Die Dividenden beanspruchen in diesem Jahr« eine Summe von 53 Millionen Franken, während die überschüssige Tiimme für Reserven und den Ankauf neuer Besitzmigen ver- Wender wird. Worum werden die Fffch« von Zalzwaster nicht durstig? Diese Frage fft zunächst mi: einer Gegenfrage zu beantworten: woher weiß man, daß sie nicht durstig werden? Denn rS fft nicht leicht sestzustellen, tvirviek ein Fffch trinkt. Sicher fft nur, daß er, wie alle anderen Organismen, Wasser zu sich nehmen muß, nm«^stieren zu können. Bei einer Utuersuchutlg ha! uren feft- g«stellt, daß die Muskeln eines IoäzwassrrsischrS keinen größeren Salzgehalt haben al- die Muskeln anderer Tier«; man hat auch bemerk:, daß zwischen Satz» und Süßwasserfischen in dieser Hinsicht kein merkbarer Unterschied besteht. Mau weiß ja. daß tffele Fischarien von SaiKvoster'm Süßwaffer übersiedeln und umgekehrt, hat aber nicht beobachten können, welch« Maßregeln sie treffe«, um in den verschiedenen Fällen den Solzgehair zu regeln Sie müffen eine besondere Fähigkeit hoben, den Saizüberschuß rasch au« dem Blut auSzuscheiden. Ob sie dabei nicht durstig werden, fft sehr di« Frage. Raketenschutz«ach Amerika. Wie«in Hamburger Abendblatt meldet, will Sonder zu« Ausbau seines Raketrnantriebssystrm« in der Lüneburger Heid« bei dem Orte Unterlüß eine Schienenbahn bauen, auf der ein Sonderfahr- zeug abgefchoffen werden kann, mir dem ein« Höhe von 150 Kilometer erreicht werden soll. Sander soll die Absicht haben, eine große Rak.'-e herzustellen, die von Europa nach Amerika bimlbergeschoffcn trvrden soll. Der Porsichtigc.„Fühlen De sich verletz;?" fragte der Aiuoruobilffr besorg! den Manu, den er ungefähren hatte und der sich jetzt di« schmer- zetchen Glieder rieb.„Ich weiß es noch n'ch! Ich werde erstmals mit meimm Rechtsanwalt sprechen," war die AnMort. Urberfahren. Ter Polizist rüst Aber der Chauffeur fuhr Weiler ,^>alr, Halt, Hall!" rief der Polizist mit allem Trimmenaufwand. Da drehte der Chauffeur endlich den Kopf und hielt.„Warum halten Sie nick»? schnauzte rhn da« Auge des Gesetzes an.„Ich dachte,«S sei einer, den ich übcrfkchren hatte." sagte darauf der Chauffeur mit naiver Offenheit. Ti» verkannte Glatze. Dos Auto war in der Dunkelheit gegen einen Meilenstein gefahren, war umgekippt und die 8 auf dar sorgfältigste in Petze und Fußsäcke eingehüllten In- soffen waren in den Schnee des CbausieegrabenS gepurzelt, wobei ei« dicker Herr mn großer Glatze den Hut verlor. Bei dem allgemeinen Bestreben, sich aus dem strampelnden ChaoS herauSzuarbei- t n, faßte die Hand einer Toni« auf diese Glotze mW wurde mtt einem erschreckten„Huab!" wer fft das" schnell zurückgezogen.„Hier Müller!" ächzte der Glaycnbmitzer alS Antwort.„Ach Gott, Herr Müller," rief do jene Dam« voll Entsetzen aus,„Sie hoben sich ober oirt die Hosen zerrissen." Vergeßlich. Er tvar stark gedächtnisschwach. So hatte ihm seine Frau einen Wollfoden um das Handgelenk gebunden, bannt er sich di« Haar« auch sicher schneiden laste. Ruf dem Wege nach Hause bemerkt« er den Wollfoden und ging k». gleich in den nächsten Frffeur-Salon.„SMtte sehr, mein Herr?" fragte der Friseur.„Ich möchte mir das Haar schneiden lassen." lautete die Antwort.„Ganz gern." meint« der Haarkünstler, „aber ich habe sie Ihnen sa sthon heute vormit» tag geschnitten!" Chinesische«.„Wo warst du und waS hast du getrieben. Sink?" fragt« Rymgya ihren Gatten. —„Eine klug« Frau frag« nie danach, was>hr würdiger Gatt« tut", erwiderte dieser.—„So", meinte Nvmgva,„aber rin kluger Monn kann danach fragen, WaS sei« Frau treibt?"—„Tin kluger Mann", versetzt« Ruk, ,chat keim Frau." ——] Dir fehlende Mitttlsilb«. a an ar as be den cher chung sei jo ka M kmi kon la lar ma men menr reu ven ren ur ver. AnS vorstehenden vieruNdgwanzig Silben sind zwölf dreisilbige Wörter zu bilden mir gleicher zu ergänzender Mittelsikbe. Wie heißt di« Silbe, und wie heißen di« Wörter? Auflöfuugen her Rätsel au» der vorige« Rümmer: Magisches Quadrat: Uller, Lein«, LiMz Enkel. Reell.