Str, 27 ilnter^ottmigMeUage. 192a. Wo ist Monte Cyristo? Es war auf der Ueberfahrr von Barcelona nach Marseille, als Miß Eleanor Stone aus Nashville in Nordamerika die Frage nach der Insel Monte Christo tat. Wir alle, die wir da auf sternförmig geordneten Decsstüh- len das kleine Tischchen umfaßten, auf dem der Schiffskoch in eigner Person soeben das spanische Frühstück, mir Zimt vermischt« Schokolade und frischgebackene Calentiros, serviert hatte, kannten Miß Eleanor seit gemessenen vier Togen als Frageauiomaten und nahmen es ihr, die herübergekommen war, um die Wunder der Alien Welt zu sehen, weiter nicht übel. Wir ivaren unser fünf. Was der eine nicht wußte, wußte ein andrer. So waren wir auf dem trägen Kauffahrer, der einen Duftschweif von Südfrüchten hinter sich ließ, von Malaga glücklich nach dem Goss du Lyon gekvmnren. Da sollten wir wieder einnial belehrt werden, daß wir nicht immer nach unscrenl Willen, sondern manchmal auch nach jenem Kourpaß navieren, der schon weiland Odysseus in di« Irre führte. Miß Eleanors Fragen kamen stets wie aus der Kanone geschossen.(Ein dickes Merkheft enthielt die Munition.) Sie verfolgten uns wie das böse Gewissen, quälten uns wie Stechmücken in der Au, gingen auf uns nieder wie ein Platzregen, der jedes Schirmes spottet. Ihnen standzuhalten war ein einseitiges'Duell, amerikanisch— über das Taschentuch. Kneifen ausgeschlossen. Zudem war Miß Eleanor rin sehr gescheites, außerordentlich hübsches Mädchen. Und sic ftagte nach der Insel Monte Christo. Der dicke Landrat aus Angermünde blickte mir wahren Nnschuldsaugcn nach mir, wie ich bekennen>miß, leider vergeblich. Sen- nor Esteban Salccdo, der von seinem Barer außer Landes geschickt worden Ivar, weil er in einem Madrider Kafftchaus treffende Be- nierknngen zur Zeitgeschichte Spaniens gemacht hatte, lächelte verlegen, Herr Stoppel- inann, der Reisephotograpy, wies mit seinem dürren Zeigefinger auf einen imaginären Punkt am Horizont und versank dann wieder in Betrachtung seiner Schuhspitzen. Nur Mummchen Klcste, der Jurist aus Leidig, sagte schandenhalber:„Ja, ja... Monte Christo... weiß schon!" Aber er wrrßte es auch nicht. l Don henkörper herausfordernd und bot ihr aschblondes Haar dem Seewind zum Spiel. Ihr Blick spricht« ein Feuerwerk von Verachtung und Hohn über uns. Ihre schöne Hand schloß sich fester um den Griff des riesigen Kodaks, den sie überall mit herumschleppte wir eine abwehrbereitc Waffe.„Ihr Europäer kennt euer eigenes Haus nicht!" rief sie empört, stand auf und ging kodakschwingend das Deck hinunter. „Was jun wir jetzt?" fragte der Landrat aus Angernründe. „Auf ihre nächste Frage warten!" entschied Herr Stoppelmann." „Sie ist entzückend!" murmelte Sennor Esteban und stierte düster in feine leere Taffe. „Spaß beiseite!" meinte Mummchen Klest«.„Weiß keiner, wo dies« verdanimte Jniel ist? Es ist ein« Schande!" ,Ist eine Schande!" echot« der Landrat. »Eine Schande!" sagte ich. »Schande!" wiederholt«-Sennor Esteban und blickte scheu nach den Orangenkisten hin, hinter denen Miß Eleanor verschwunden war. Nur Herr Stoppelmann sagte nichts; es war ihm gleichgültig. Miß Eleanor stand tveit weg von uns, hinter den Orangcnkisten, und blickte über das Meer hin nach jenem imaginären Punkt, den Herr Stoppclmann bezeichnet hatte. Iphigenie aus der Neuen Weh— die Fremde mit der Seel« suchend! Tann kam sie wieder heran, schlank, lauernd und fragefreudig: „Run, sind Sie schon darausgekomuicn?" jawohl!" rief der Landrat.„Wir sind daraufgekommcn, daß Sie gar nicht Monte Christo meinen, sondern Monte Carlo, wo man Roulette spielt..." Das Merkbuch wurde zu Rate gezogen. „Rein, Monte Christo!" beharrte sie,„die Insel im Mittclmeer, auf der Alexander Dumas den jungen Marseiller Edmonde Dantes den fabelhaften Schatz des Kardinals Cäsar Spada anfsinden läßt. Der Graf von Monte Christo war der Held meiner Jugendträume. Run, da ich in Europa bin, will ich seine Insel besuchen." „Was wollen Sie dort tun?" fragte Herr Stoppelmann. „Photographieren!" Ein furchtbarer Lufthieb mit dem Kodak sitzt««in Rn^eichen dahinter. Der Landrai duckt! sich. Sennor Estebans Blick ruhte gebannt auf dem schöne« Mädchen. Mummchen Kleste zog siinen Taschenspiegel hervor und besah sich darin. ,Hch werde Ihnen mal was sagen, verehrte Miß," sagte der Landrat,„diesi Jnsi! gibt es gar nicht. Sie ist«in dichterisches Phantom... verstehen Sie... So ein er- ftindenes Zeug!" ,O>ho!" rief Mummchen. Miß Eleanor sah lauernd oon einem zum andern.„Nun?" „Die Jnsil Monte Christo existiert!" sagte Herr Stoppelmamr unerwartet.»Lch war einmal dort, um für eine Dumas-Biographie Aufnahmen zu machen." „Sooo?" stöhnte der Landrat verlegen. „Natürlich, ich habe es ja gesagt!"^ prahlte Mummchen Kleste. Sennor Esteban blickte nach Herrn Swp- Pclmann, als wenn er ihn vor Dankbarkeit' umarmen wollte. „Wie ist es dort?" forschte Miß Eleanor. „Einsam und.romantisch. Die Amerikanerin glühte.„Wie kommt, man hin?" „So einfach nicht. Es besteht keine regel», mäßig« Schiffsverbindung. Man muß auf, Elba oder in Porto San Stesano eine Barke mieten. Monte Christo liegt sichzig Kilometer von der toskanischen Küste entfernt und ist von aller Welt abgeschlossen. Eine Reise dahin ist heute noch ein Abenteuer." Diesi Eröffnungen rückten Herrn Srop- pclmann in den Mittelpunkt der Aufmerk- santkeit. Sennor Esteban zog ihn auf die Seite und verschwand mir ihm hinter den Orangcnkisten.„Er will mit ihr nach Monte Christo durchbrcnnen und wollte mich als Reiseführer gewinnen", flüsterte mir der Rcisiphotograph später zu.„Ich habe natürlich abgelehnt." Bald darauf verschwand der Landrat mit Herrn Stoppclmann hinter den Orau- genkistcn. Und dann Mummchen Kleste. Herr Stoppclmann kam hinter den Orangerrkisten überhaupt nicht mehr hervor. Die Flammen der Essersucht schlugen Plötzlich auf wie ein Brand, der lange im verborgenen gewütet hat. Miß Eleanor sah es und sonnte sich darin. Sie lud uns allesamt ein, sie nach Monte Christo zu begleiten. Herr Stoppet mann war bereits als Reiseführer gewonnen^ 2 der Kompaß weiland OdhffeuS' trat in Mio«. In Marseille rannte Mmmnchen Kieste »ach dem Postamt und erbat stch von zu Hause telegraphisch Geld, der«indrat erschöpfte sein Akkreditiv, Semior Lsteban wech. selte knisternde Pesetascheine, Herr Stoppel- 'mann führte mich in«ine billige Hafenkneipe. ,/rs ist lustig/' sagte er, ,/jeder will mit mir 'allein nach Monte Christo und wünscht die andern zum Teufel. Aber ich bin«in Ebrea- -mann." In Porto San Stefano liefen die Men- !schen zusammen, als unsere Wsicht bekannt- !«worden war. Niemand wollte uns sein« Barke vermieten; die Fischer lachten nur und i schüttelten ine Köpfe. Man fährt heute von 'Italien nicht so einfach mit dem Schiffchen weg. Ein Karabiniere folgte uns auf Schritt 'und Tritt. So klapperten wir fragend den kleinen Hasen ab, bis wir an den richtigen Mann kamen. Es war ein kleiner, stämmiger, schwarzer Kerl. Er sagte nicht st»— er sagte nicht nein. Er müsse das Fascio fragen. Er stampfte vor uns her zum Lokalfascio, das .nn Winterraum eines Kaffeehauses sein Quartier hatte. Der Ortsgewaltige, ein noch billigem Parfüm duftender Provinzelegant mit der pompösen, schiesgebauten Haartracht ftalienischer Friseure, mtksterte«ns der Reihe nach. Um seine Mundwinkel lag fettige Freundlichkeit; dessenungeachtet stachen seine Aorinchenaugen noch Miß Eleanors Kodak und unseren Weißen Hemden. Er ließ sich unsere Pässe-eigen und strrdierte sie gedankenvoll.„Eine Amerikanerin,«in Spanier, drei Reichsdeutsche und ein Oesterreicher... Eao! Ich werd« es dem Distriktssascio in Orbetello melden, das wieder beim Provinz» fascio in Livorno anfragen wird. Kommen Sie übermorgen!" Miß Eleanor vergaß einen FüN^iglireschein auf stimm Tische, u»td übermorgen hatte der Barkenführer die Erlaubnis, uns nach Monte Christo zu fahren. Abends saßen wir im besten Hotel des StÄtchens, schwuren»ms Freundschaft fürs Leben und tauschten zum Nnterpfarä».unsere Adressen aus. Volle Eintracht war wiederhergestellt; die Eistrsucht wagte es nur, im verborgenen zu wühlen. Spät genug suchten wir unsere Quartiere auf: Miß Eleanor und der Spanier chr Zimnier im Hotel, der Landrat und Mummchen Klestc die billigere Fremdenpension, Herr Stoppelmann und ich die Osteria mit den Maisstrohmatratzen. Nm fünf Uhr morgens sollten wir im Hasen bei unserer Barke wieder Zusammentreffen. Ich wurde pünktlich wach und sah nach meinem Schlafgenossen. Er war nicht da. Im zerbrochenen Spiegel steckte stine Karte: ,Mn vorausgegangen. Gruß Stoppelmann!" Ich eilte nach dem Hast». Mummchen und der Landrat trafen eben«in. ,Mo ist die Barke?" fragte ich. Die Barke war nicht da.„Dort sthrt sie!" schrie Mnmurchen. I ,/Donnenvetter!" fluchte der Landrat, zog sein Binokel und stiert« in daS Morgengrauen hinaus.,/Dieser Schuft Stoppelmann, sehen Sie nur!" Kun, bekam ich das Binokel. Die Barke strich dem Meere zu. Dian konnte die Personen deutlich erkennen. Miß Eleanor schwang ihren Kodak, Sennor Esteban winkte mit dem Taschentuch, Herr Stoppelmann stand schwarz und hager daneben und Miete ununterbrochen entschuldigelch den Huft Nun hctttc Mummchen Kleste das Binokel, dann wieder der Landrat und so fort, einer nach dem andern, jeder eine hcckbe Minute lang. Es vergrößerte zwar, aber«S bracht« nicht zurück, was uns entglitten tvar. „Wir sind die Opstr einer opttschen Täuschung geworden", sagte Mimimchcn Kleste. „Gehen wir!" entscheidet der Landrat. „Wohin?" frage ich. „Rach Haust zu Muttern!". lacht Mummchen. Und das haben wir auch getan. Zwei Wochen später erhielt ich eine Karte: Poststenrpcl Livorno. Das Bild stellt die Amerikanerin und den Spanier dar, die zärtlich umschlungen zwischen blühenden Bötchen stehen. Im Hintergrund ragt der kahle Granitgipstl des Monte Christo auf. Darunter steht:„Miß Eleanor Stone, Nashville, U. S. A.— Sennor Eiteban Salredo, Madrid, empfehlen sich als Verlobte." Und unten, ganz klein:„Phot. Stoppelmann." Um diestr Tatsache willen habe ich ihm gern verziehen. Selbstgespräche im Tier garten. r. Die Löwenmutter. Rein, das wird mir nun zu bunt. Seit einer halben Stunde steht di« zweibeinige Ziege ! vor meinem Käsig und plärrt fortwährend: ■ goldig, süß, entzückend, reizend. Bloß.weil ich , meine Jungen Pfleglich belecke und betaste, mit . ihnen spiele und mir ihre kindlichen Neckereien ' mit Vergnügen gefallen lasse. Was hat st««bcn 1 zu ihren zwei Söhnchen mit dem Jungstahl» helM'Abzeichcn gesagt? Ich sei zu meinen Jungen fast so mütterlich wie eine Menschenfrau zu ihren Kindern. Verflucht, daß man sich diese Beleidigung gefallen lassen muß, weil man ein» gesperrt ist. Mit dieser Menschenmutter, die chr« Söhne dazu erzieht, sich in einem Kriege von andern«nnorden zu lassen, vergleich« ich mich ■ denn doch noch nicht. Geht, Kinder, knurrt die Dame und chre Brut an. Sie soll spüren, daß lch euch nicht zu so geleckten Lassen erziehe wie sie die chrigen, die auf Kommando von ihres» gleichen strammstehen und Männchen machen. Zeigt chr, daß chr nicht goldig und süß seid, sondern natürlich. Benga, die Elefantin. Manchmal ist es doch schwer, diesen Menschen gegenüber unsre sprichwörtliche Elesanten- j gutmütigkeit zu behalten. Run ja, di« meisten j benehmen sich ja vernünftig und anständig, fiit» lern uns mit Brot und Zucker. Aber unter den Lausenden, die hier täglich die Freud« unseres .Anblicks haben, gibt es doch immer ein paar, die unsere hilflose Lage ausnutzen. Schade, daß das Mädchen dort sich jetzt mit rotem Kopfe ! unter dem Proteste unserer menschlichen Freunde zurückzieht. Eine ganze Weile hat sie mich ver» albert und mir Zeitungspapier zu fressen gegeben. In meiner Gutmütigkeit merkte ich's zu spät und werde nun wieder VerdauungSbe» schwerden haben. Ich hätte ihr die Albernheit gern mit einem Schabernack vergolten wie gestern dem grünmützigen Schüler. Der Lümmel hatte mich lange mit seinem Spazierstock geärgert. SchUeßlich schmiß ich ihm wohlgezielt einen Kotballen hinüber. Einen Elefantenlotballen. Auf den grauen Frühjahrsanzug. Seine Freunde haben ihn ausgelacht. Der ärgert kein gefangenes Tier wieder. Der Tintenfisch. Wenn ich alles ernst nehmen wollte, was dir Menschen so tagsüber vor meinem Becken herumbrakbeln, müßte ich selbst daran zweifeln, ob ich ein ehrlicher Tintenfisch bin oder nicht. Habe ich mich zu beschaulicher Verdauungstätigkeit in einer Ecke zusommengeklnmpt, dann gibt es sicherlich welche, die mich mit der Behauptung kränken, ich sei ein fauleS Tier. Sie sehen meine Saugnäpfe arbeiten, sehen meine Armspitzen in ständig schlängelnder Bewegung, ! sehen, wie mein Körpersack unaufhörlich arbeitet — aber das genügt ihnen nicht. Ich bin doch Gott sei Dank noch nicht so heruntergekommen wie ein Zirkusgaul, der auf Koimnando Kunststückchen ausführt. Stake ich mich aber einmal unter voller Entfaltung meiner Arme durch das Wasser über'die Felsen weg, dann murmeln sie bestimmt, ich sei rin scheußliches, häßliches, monströses Tier. Ihr habt's nötig, euch über mich aufzuregen, ihr mit euren Gurkennasen, Gips» verbänden, Pomadcnköpfen, Schminkgesichtern, Brillenaugen. Ich habe halt den Mut, so auS- zusrhcn, wie ich bin. Und was fällt dort dem vollwompigen Stamnnischbruder ein, mich grausam zu nennen, weil ich mir den köstlichen Krebs lange und ihm knackend daS Gestänge zerbreche? Ter Tintenfisch muß doch leben. Meine Methode des Krcbsessens ist doch nicht grausamer als die seine. Ich würde es nicht LberS Herz bringen, lebende Krebst in kochendes Wasser zu schmeißen. Wie kann«in Mensch, der sich mit gebratenen Schweineleichen mästet, mich grausam nennen? Vielleicht weil er zu feige ist, die von ihm verzehrten Tiere selbst zu töten? Ich bin eben mein I eigener Schlächter. Ich werd« diesem Burschen mein Hinterteil zukehren. Dann hat er wenigstens Grund, über mein« Mrnschenverachtung zu zetern. Hannes. Das Tier im Sprichwort. Unendlich ist der Wortschatz unserer Sprache an Aussprüchen, Gleichnissen und Weisheiten, die wir aus dem Reich der Tiere holen. Manch eines dieser Sprichworte har eine tiefe Bedeutung über den Obcrflächcnsinn hinaus; jeden» falls zeigen sie vielfach die Einstellung des Menschen zu einer bestimmten Tierart, drücken stine Verachtung über seine Liebe' dafür aus. Eine kleine Zusammenstellung, die jeder nach seinen Kenntnissen beliebig erweitern kann, soll hier gegeben werden. Ein Sperling in dec Hand sst besser, als eine Taube auf dem Dach. Wo Tauben sind, da fliegen Tauben zu. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Jeder Vogel singt, wie ihm der Schnabel ge wachsen sst. Der Hahn im Korbe. Wenn der Hahn kräht aus dem Miste, ändert sich das Wetter, oder es bleibt wie es ist. Ein blindes Huhn sinder auch rin Korn. Mädchen, die Pfeifen, und Hühner, die krähen, soll man beizeiten die Hälse umdrehen. Eine Krähe hackt der andern die Augen nicht auS. Wo Aas ist, sammeln sich die Geier. Man trägt noch immer Eulen nach Athen. Wenn man vom Fuchs spricht, siehr man Len Schwanz. Die Vögel, die des Morgens so srüh singen, holt de§ Abends die Katze. Wie Katz und Hund leben. Es ist ein Wetter, daß man keinen Hund vor die Tür jagt. Wenn die Katze nicht zu Haisse ist, tanzen die Mäuse auf dem Tisch. Biele Hunde sind des Hasen Tod. DaS psrifen die Spatzen vom Dache. Seid klug wie die Schlangen, aber ohne Falsch wie die Tauben. Die Größe macht es nicht allein, sonst holte die Krch den Hasen«in. Wenn dir Mäuse satt sind, schmeckt das M.hl bitter. 8 Falken und Tauben soll man nicht zusammen» sperren. Dich soll der Kuckuck holen. Fette Hennen legen wenig Sirr.(Viel Geschrei und wenig Dolle.) Wie ein Wolf in die Schafherde«inbrechen. Wer die Katzen gut füttert, hat am Hochzeitstag schön Detter. Er krächzt wie rin Rabe. Hunde, di« viel bellen, beißen nicht. Einem geschenkten Gaul sicht man nicht ins Maul. Hier sagen sich die Füchse gute Nacht. Stumm wie«in Fisch sein. Bor die Hunde gehen; aus den Hund kommen. Wer über den Hund kommt, kommt auch über den Schwanz. Quäle nie cm Tier zum Scherz, denn es fühlt wie du den Schmerz. Mit den Wölfen muß man heulen. Die schlechtesten Früchte sind es nicht, daran die Wespen nagen. Hierbei ist die Beobachtung zu machen, daß fast nur unsere inländische Tierwelt in diesen alten Aussprüchen«ine Rolle stnrlt. Die ganze Fauna der Tropen ist erst später in den Horizont des BolkeS eingekrochen und hat keinen— oder fast keinen— Niederschlag in volkstümlichen Redensarten gefunden. Wieder ein kleiner Beweis für die starke Verwurzelung der Sprache mit Bolkswesen und Eigenart, doch jedes ander« Volk hat ebenfalls— ans eigenem Erleben her» aus— wieder seine besonderen festgelegten Erfahrungsprägungen» die dort gangbare Münze sind, während sie uns nichts bedeuten. Jammer um Isabella. Bon Volkmar Jr» Man sucht sie seit zwei Togen verzweifelt bei Nachbarn und Freunden. Im Garten, auf der Straße. Man inseriert in der Zeitung— niemand meldet sich. Isabella ist in der Nacht heimlich durchgegangen und verschwunden!— Lenchen schluchzt, sooft sie das leere Bett- chen erblickt. Der Sekundaner Fritz hat in de: Schirle«ine Prämie von M>ei Bänden Karl May für zweckdienliche Angaben ausgesetzt. Die alte Magd Rrsi wandert von eineui Haus zum andoren und gibt umstäMich eine Beschreibung der Durchgängerin, die Eltern'trösten'sich und die Kinder mit der Hoffnung auf«ine baldige Rückkehr— nur Onkel Willi schmunzelt, bchauptrr, daß alles Werbliche in weichen Aprilnächtxn den Verstand verliere, und bedauert, daß dabei oft die Raffe flöten gehe.— Indessen liegt Isabella, das entzückende, weiße Angorakätzchen mit den schönsten, blauen Augen und einem Stammbaum von sechs rein- raffigvn Ahnen, im Gartenhaus des Eievhänd- lcrs Müller und neben ihr sitzt ein großer, roter, breitköpfiger Kater, ein Bild brutaler Kraft und Raffelosigkeit. Schon die zweite Rächt verteidigt er die kleine Braut wütend gegen die frechen Zudringlichkeiten unglücklich verliebter Bewerber. Der magere, graue Kater des Schneiders Werner hat eine große Scharmme auf der Nase, der fettsüchtige, verlebte des Löwenwirtes blutet am Hals und der Keine Peter büßt seinen ersten Lirbesversuch mit einer zerbiffenen Pfote. Jetzt klagen sie im Chor gegen das Dach hinanf und Isabella, die Keine, kokette Katzen- dame, miaut leise zurück, macht den rothaarigen Geliebten rasend eifersüchtig imd die drei Liebes, tollen verzweifelt, vergißt ihre Raffe, den Milch-' napf, das weiche Bettchcn, ihren tadellosen Stammbaum und oll« Folgen dieser weichen Aprilnacht. Ter Vollmond scheint weiß in die Gärten I und über das geduckt« Gartenhäuschen des Sirr-1 Hellen Rachthimmrl. Lenchen schluchzt in öhrem Händlers Müller. Die drei Unglücklichen fitzen I Bett, die Mein tröste».— nebeneinander und schreien vereint gegen den 1 Jammer mn Isabella! Hinter der Front.') I« mehr Georg und Lawrentjeff sich der Feuerlinie näherten, um so dichter wurde der entsetzliche Zug. Die Klagen und Schreie Übertönten den Lärm des Motors. Bon hinten kamen neue Wagen mit Generalstabsoffizieren jeden Grades, die fast alle von Freunden begleitet waren. Und diese beiden Ströme— die verwundeten Mannschaften und di« in ihrem Vergnügen gestörten Führer— kreuzten sich brutal, ein Gemisch von Qual, von Genußsucht' und von Sterben. — Halt! rief Dolin wie«in Beseffener. Mit einem Tonfall, der kein« Widerrede duldete, sagte er zu Lawrentjeff: — Genug! Wir kehren um! — Nehmen wir doch wenigstens einig« von diesen Unglücklichen mit uns, schlug Peter vor. — Wie du willst, aber schnell. Dem Journalisten fielen zwei Verwundete ins Auge, die an einer Böschung lehnten. Der eine, mit aufgcrissenem Unterleib, hatte kaum mehr die Kraft zu stöhnen. Der andere, der leicht verwundet war, wachte bei seinem Gefährten mit einem Blick voller Mitleid. — Steigt ein, sagte Lawrentjeff. Der Chauffeur hob den liegenden Soldaten neben sich. — Um die Herren nicht zu beschmutzen, er Kärte er. Der andere Verwundete setzte sich in den Wagen; das Auw fuhr nach PlrSkau zurück. Georg sagte nichts, denn er fühlte, daß«r heulen würde wie ein geprügelter Hund, w«nn er den Mund austäte. Bei Lawrentjeff hingegen war der For- schungStrieb zu lebhaft, um den Ekel und die seelische Qual nicht zu beherrschen. — Hast du Schmerzen? fragte«r den Soldaten. — Es ist nichts, Bärin, antwortete der Mann beinahe fröhlich, ich bin daran gewöhnt. Es ist schon das dritte Mal. Mein armer Landsmann ist zu bedauern. Ohne Sie wäre er nie bis zum Hospital gekommen. — Ist eS weit? — In Dünaburg, sagt man. — Ist die Schlacht heiß gewesen? — Ich habe nichts gesehen. Ich wurde getroffen, wie ich aus dem Laufgraben herauskam. Er r^nte ohne Schüchternheit, in der singenden Art der Kleinruffen. Sein Gesicht zeigte die lebhafte und fröhliche Intelligenz des Südländers. — Es ist immer dasselbe, sagte er. Sie schießen viel mit Kanonen. Wir antworten kaum. Tann erfahren sie auch alles. Bocher standen wir bei Rowno. Eines Tages zeigen sie aus dem Laufgraben uns gegenüber eine große Inschrift, auf Ruffisch. Ich verstehe zu lesen. Ich gucke hin und sehe: ,Lhr werdet morgen in die Gegend von Pleskau verlegt werden." Und richtig, wir wurden verlegt. Sie erfahren alles. Was soll man da tun? Er schwieg einen Augenblick und sagte darauf leiser: — Es scheint, daß man es ihnen von oben mitteilt. *) Aus: Joseph Kessel und Helene Iswolsky, Die blinden Herrscher, ein Roman um Rasputin. Verlag Julius Hoffmann, Stuttgart. Preis kartoniert M. 4.80, in Leinen M. 6.50. — Woher weißt du dos? — Alle Welt spricht davon. Die Kaiserin, die deutsch ist, verrät uns. Sie führt«in fchkech- t«S Leben, sagt man. Sie lebt mit einem Mu- schik, Grischka Raspitin oder Rasputin. Ist dar wahr, Bärin? Lawrentjeff füllte sich versucht, zu lügen, brgrfff aber, daß rS überflüssig gewesen wäre und antwortete nichts. — Weißt du, was man bei uns im Regiment singt? fragte der Soldat mit einem ver». schwitzten Lächeln: Der Zar ist bei Lidori**), Die Zarin bei Grigori. — Schweige! rief Dolin in einem hysteri-! schen Krampf. Ich werde dich erschießen lassen.. Rach einem langen Schweigen sagte er■ leise, mit weißen Lippen: — Ich werde dir nichts BöseS antün. Aber. du darflt dich über unseren Zaren nicht lustig machen. Er allein kann uns retten. Als Lawrentjeff und Dolin vom Lazarett zurückkehrten, war ihr Zug schon unter Danipf.; — Morgen ist große Sitzung in der Duma, sagte Iwan Barneff. Man ruft uns alle eilig' zurück. Die Delegierten fahren mit uns und wir nehmen ein halbes Dutzend Offiziere mit, die Urlaub haben und auf diese Weise schneller nach Petrograd kommen. Die zwei Freunde suchten ihr Abteil auf. Sie waren allein, denn die Journalisten ließen sich von den Delegierten mit Schnaps bewirten. Ltüvrentjeff rauchte ohne auszusetzen. Seine Stimme drang zu Georg wie aus ein-: Wolle und von sehr ferne: — Niemand von uns liebt Rußland. Für den Soldaten bedeutet der Name nichts. Für dich ist es die Armee und der Adel. Für mich seine Schriftsteller, seine Kultur, meine Lebensgewohnheiten. Mer der kcbciwige Block aus Fleisch und Blut und Liebe, der, so heiß: cs, das Vaterland ist, ven kennen wir nicht. Während einiger Minuten gab eS für jie keine anderen Geräusche als das Rütteln deS Zuges. Ein undeutliches Stimmengewirr riß sie aus ihrer Starrheit. Sie unterschieden die Stimme von Orlenko und eine andere, unbekannte. Sie gingen ihnen entgegen. Im Mtril der Delegierten tanzten die leeren Flaschen auf dem zitternden Boden. Mehrere Offiziere standen da und ballten die Fäuste. Uiw ein Hauptmann der Linie, klein von Wuchs, braun, die breite Brust mir Orden bedeckt, hielt Orlenko an der Gurgel. Seine Kameraden folgten seinen Bewegungen mit ge- häffiger Freude. Er schrie: — Hörst du, Hund! Wenn du noch ein ein», ziges Wort von Vaterlandsliebe sagst, wenn du es noch wagst, uns Vorlesungen zu halten, jo schieße ich dich nieder. Verdiene Geld soviel du willst, mäste dich dick, aber rede nicht. Wir sind beschissen, hörst du, Kanaille, wtal bcschiffrn, und daran seid ihr alle schuld! Dolin legte die Hand schwer auf Lawr-nl- jeffs Schulter und lachte höhnisch aus: — Run, Peter, bist du zufrieden? Da hast du sie ja, die Revolution. Der Journalist schwieg. Georg heftete einen schweren Blick auf ihn und sagte leis«: — Du fürchtest dich, wie? **) Abkürzuna jür Jtiodor(veu Mönch). D. l». — 4 Makarts Brautwerbung. Von Karl Alexander Prusz. Der bekannte Maler Makart, der„Mensur des Nackten", war einer der größten Schweiger, die je gelebt haben. Paul von Schönthan hat einmal launig erzählt, wie Makart um seine zweite Frau, Berta Linda, warb. Aistang der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts fand in Wien rin Künftlerfstt statt. Makart hatte die damals an der Hofoper als erste Ballerina tätige und sehr gefrierte Berta Linda zur Nachbarin. Ungefähr um Mitternacht glaubte Fräulein Linda einige Worte aus Makarts Munde vernommen zu haben.-Sir ' horchte verwundert hin, cs war aber alles ruhig. Als man nm halb 3 Uhr nachts Anstalten zum Aufbruch machte und Berta Linda mit einem ihrer begeisterten Verehrer plauderte, stand plötzlich Makart vor ihr. Er sah sie bedeutungsvoll an und seine Lippen ösfneien sich. „Hand!" sagt« er. Die Ballerina blickte den seltsamen, kleinen Mann verwundert an. „Hand!" wiederholte Makart. Fräulein Linda verstand ihn nicht. Sie sah ihre Hände än, doch war nichts Auffälliges zu bemerken. Mokart wandte sich grollend ab. Zwei Jahre vergingen. Auf einem glänzenden Wiener Qpernball traf Makart und Berta Linda wieder zusammen. Der Maler wich diesen-Abend nicht mehr von der Seit« drr schönen Tänzerin. Um Mitternacht machte Makart eine stumme Verbeugung und sagt« wieder sein rätselhaftes: „Hand!" Fräulein Linda verstand wirdcr nicht, was er damit wollte. Um drei Uhr früh wiederholte Makart nochmals:„Hand!" und setzte dann hinzu:„Glücklich machen!" Fräulein Linda hauchte:„Sprecken Sie mir meiner Mutter!" Die Zumnlung„Sprechen Sie" brachte den Künstler aus der Fassung. Er wandte drr Tänzerin-en Rücken und ging verzweifelt ab. Berta Linda, die fiir den interessanten Maler schon längst geschwärmt hatte, war trostlos. Freunde sannen nach, wie zu helfen sei, und einer verfiel auf einen glücklichen Gedanken. Er setzte ein Schreiben auf, in welchem der Äüiptler bei der Mutter um die Hand der G:- liebten anhielt, und Makart unterzeichnete es. Und acht Tage später erhielt der Pfarrer drr Kirche, in welcher die Trauung stattfinden sollte, folgendes Schreiben: „Bezüglich meiner übermorgen stattfinden- den Trauung mir Fräulein Berta Linda bitte ich hiermit mein„Ja" als gegeben zu betrachten, da ich kein Freund vom vielen Reden bin. Hans Makart." Lebendes Vorzellan. Bei einem Bcgrüßungsabcnd der in Jena versammelten deutschen Berufs- und Fachschul- Ichrer wurde im Rathause eine eigenartige neue Produktion der Firma Zeig vorgcführt. Eine Tür der Rathausballe war mit einem grünen Vorhang verdeckt. Plötzlich gingen die Lichter des Saales aus, der Vorhang wurde aufgezogen, und ein Möbelstück aus der Biedermeierzeit wurde sichtbar. Eine fleißige Jungfer öffnete das obere Fach, ein« hell erleuchtete Miniatur in lcbcnswarmcn Farben wird sichtbar, und— — allmählich gewinn: das Porzellan im Fach Leben. Die Figuren spielen, tanzen und singen miteinander. Wir sehen eine antike Opfcrszene, einen lustigen Ehemann, eine Nixe im Aquarium, ein Kaff«kränzchen und schließlich Wasch- loeiber. Diese Miniaturmenschen sind höchstens 80 Zentimeter groß, ober sie mimen so lebens- l wahr und naturgetreu, als ob sie Kinder des, Menschengeschlechts, wenn auch Liliputaner, seien. Ein Kino konnte es nicht sein, denn die Figuren waren Plastisch. Auch ein Kasperltheater kam nicht in Frage, denn keine menschliche Hand war sichtbar oder fühlbar. Keine menschliche Hand hAt« auch Mimik und Rhythmus der sich bewegenden Miniaturen so gestalten können, wie das„lebende Porzellan" in der Schublade sich gab. Nachdem sich das allgemeine Staunen und der stürmische Beifall gelegt batten, enthüllt« der Jeaner Oberbürgermeister das Geheimnis. Der bekannte greise Münchener Schulmann Kerscherrsteiner verschwand hinter den Kulissen, und siehe da: als der Oberbürgermeister rin Fach eines Sekretärs von anno dazumal öffnete, stand Kerscherrsteiner in Miniatur, 80 Zentimeter hoch, in der Schublade und hielt mir kräftigem Organ eine humorvolle Anipracke an die Versammlung. Ein Blick hinter di« Kulisien ließ da? G:- heimnis erkennen: Auf einem Podium führten Tanzschülerinnen in normaler Lebensgröße ihre Tänze und Spiele auf, von Scheinwcrsrrn tagcshell beleuchtet. Bor dem Podium fing ein riesiger schräg liegender Spiegel die Szenen in einem verkleinernden Hohlspiegel aus, und dieser Hohlspiegel warf das von ihm verkleinerte Bild in das geheimnisvolle Möbelstück. Was mancher nicht weiß. Blindenftatislik. In Deutschland schätzt man die Zahl der Blinden auf 40.000, in Europa auf 300.000. Blinde sollen in Finnland, Ungarn und besonders in Aegypten stark Vorkommen, weil in diesen Ländern das Trachom, dir ägyptische Augeitkrankheir, stark ausgcbreitet ist. Hakatisteu ist die Bezeichnung der Mitglieder des von Hansemann Kennemann und Tric- bemann(H-K-T) im Jahre 1894 zu Posen gegründeten Vereins zur Förderung des Deutschrums in den Ostmarkcn, der sich mit seiner Gc- waltpolitik einen höchst üblen Ruf erworben hat. Pfähle« war eine der barbarischsten Todesstrafen früherer Jahrhunderte, die noch bis in das 18. Jahrhundert hinein wiederholt zur Anwendung kam und bei der dem Verbrecher ein spitzer Pfahl durch das Gesäß gestoßen wurde, der am Halse oder an den Schultern wieder herausiam und«inen überaus qualvollen Tod bewirkte. Flohfalle«. Zur Blütezeit Venedigs trugen die vornehmen Damen eigens kleine Pelze, um die sich darin gern ansammelnden Flöhe ausschütteln zu können. Indische Schlaugenjägrr können mit drr Rase Schlingen wittern. Ein Kleid aus MenschenwoUe. In Amiens ist eine große Spinnerei gegründet worden, die aus ostasiatischem Menschenhaar Garn herstellt, aus dem dann sehr haltbare Gewebe gefertigt werden. Dir Purpurbakterie«, mikroskopisch kleine Lebewesen, geben manchen stehenden Gewässern eine rötliche Färbung. Grüne Farbcntönc dagegen werden durch die Spaltalgen veranlaßt. Die riesige Wasserwanzr Bellostoma java- «ica kann Fische töten. In Guatamala gib! es einen ,Kuhbaum", »lis dcffcn Rinde ein milchähnlicher genießbarer Saft hervorquillt. Dieser Baum wird regelmäßig„gemolken" Der Mond ist als Vollmond achtmal Heller als im letzten Viertel. Menschen vor 8 Million«« Jahren. Der amerikanische Forscher Roy Chapman Andrews hat sich als Schutz gegen die Räuber der Mongolei eimn der berüchtigten Räuberhauplleute mit monatlichem Salär gekauft und konnte nun endlich mit seinen 12ö Kamelen, seinen 6 Rau- penlaskwagen mir Proviant für sechs Monate und den 40 andern Teilnehmern der Expedition nach der mongolischen Wüste anfbrechen. Die Expedition gift hauptsächlich dem Entdecke» und Untersuchen eines mächtigen Fossilienlagcrs, wo Andrews Spuren von Menschen, die vor 2 Millionen Jahren lebten, aufznsinden hofft. Das Lager der Expedition will Andrews am Altai-Gebirge aufschlagen. Bon dort aus gedenk: er dann mit einigen Spezialisten eine Sonderfahrt zu unternehmen, die ihn 2000 Kilometer weit vom Standort wcgbringcn soll. HauSrezepte Zinkgcgenftändc erhallen wieder ihr schönes Aussehen, wenn man sie einige Minuten in einer starken Sodawasierlösung kochen läßt. - Obstflecke i« Tischtüchern darf man nichr erst einziehen lassen, sondern man breite die beschmutzte Stelle sofort über eine Schüsiel und laße kochendes Wasier darüber fließen, bis der Fleck verschwunden ist. Nußbaummöbel reinige man mit einem in Paraffin getauchtes Flanclliuck. Heiteres. Die bedenklich« Inschrift. Es war ihr erstes Kind, und sie waren nicht wenig stolz auf den Stammhalter. Um so größer war der Aerger der glücklichen Eltern, als sie bei der ersten Ausfahrt-es Babys bemerken mußten, daß jeder der Vorübergehenden den Kinderwagen mir ironischem Lächeln betrachtete. Bei der Heimkehr wurde ihnen des Rätsels Lösung. Cie bemerkten erst jetzt, daß am Vorderteil des Wagens unter der Firma des Fabrikanten in großen Buchstaben die Inschrift prangt«:„Unser eigenes Erzeugnis. Es gibt nicht- Besseres!" Ordnung muß fein*„Mensch, wie kannst du dich so beleidigen lasten, hau dem Kerl doch eins auf die Rase."—„Immer ruhig, jetzt ist es elf. um zwölf läuft meine Bewährungsfrist ab, dann kannst du'nen Krankenwagen bestellen!" Die gute Gattin.„Seitdem du verheiratet bist, sind deine Strümpfe so schön gstropfr."— „Das war da? erste, was meine Frau mir beigebracht hat." Beobachtung.„Schau mal, die Pierreue dort hat fast nichts an."—„Ei, ei."—„Warum stierst du denn so?"—„Ick sucke das— .fast'." Erft daun.„Denn wir verheiratet sind, dann wollen wir alle unsere Sorgen teilen."— ,Lch habe keine, Schatz!"—„Bitte, ich sagte, wenn wir verheiratet find!" Genrologisches. Ein Fürst Reuß fuhr über Land und traf auf der Straße einen Greis, der ein kleines Mädchen an der Hand führte. DaS ehrwürdige Aussehen des alten Mannes veranlaßte den Fürsten, von meiner Grete."— „Doch wohl glücklich verheiratet, Ihre Gretk?" —„Verheiratet stt sie nich:, die Kleine ist, wir man bei Ihnen sagt, rin« Nebenlinie.*