3* r’ 3 QntezOaitnng^^eilage. 1929« ist Ser LSmenyaut. E»«e aotnteuetlid)r^»e-ryM^e. 3n 6er 0r»be.- W n»«Ht vezay te Jte^nmig. Biil» Jones ihiv Jinvan) Brakes jagen :i-der Kneipe ziun blit-.den Eichantety die au vir er Zteitwit sckltmygcn Straße iu der Rühe deS Hofens Vmi Kapstadt liegt Billy tvar ein oller, vom Leven krumm gcjiKMnci glatztöpyiger langer.'Mi. Jimmy war ttem. dick tui) fröhlich icni> lochte bei den Worten vou Billy»brr das«tanze Erficht, wenn es auch nicht das geringste zrun Lache» gack». Die beide» stierten über das zehnte eher zwölf« Mas Whisiy— as tvar ein heißer Tag draußen, drehten kurze Pfei Pin von einer I Mtirdecke in die andere und spucken wie PufoNeni zischend mit uuglau'b.icher Ge» fch-cklichkrir über den Tisch lind die!«er» geiruirkenen Fßasthen in den roerß kinalll irrten Spnckiapf. „AllrigtH." schrie Billy,„so weit wave» wir nur« alter Junge..." Jnmnv nickte verloren vor sich hin. „Daß du«in Escl bist, Jinunn, mußt du zugebe»..." brüllte Billy urst soineeu heiseren Organ, daß die Flaschen:md Glästr Alterten. Jnnmy lochte. „Ader ich bade einen gekannt." ichrie Billy tveiter.' „der>oar ein noch größerer Esel als wir beide zusammen. Der Meura tour aus Ameriär. Und suchst du, das hier verdrucke ich dem derdanmtwn Dutchman, den« Budh Peters, der dir rückt unbekannt fein wirb. Nicht wahr?" Muy wies aus sein lrrckes Bein, weiches lahm rvar. JiiilNlv sah auf Billy rnck> das Bein, und er hatte das Gefühl, daß das Bckn und'Billy nicht diosekb« Person wärcty ob« er-agle snh, daß er besoffen sei. Bilch fuhr hort:„Der Btait» au» Ame- rika kam hier vor dreißig Jahren an, besaß eine gestickte Rcffctaschr und eine kleine Uane Brille und naniklc sich John Nuiunous. Ein Adru'.l aus AmerAr mit einer gestickten Rcisr- wsche, das sagt ja schon allerlei, aber tat hättest dir sein«» verschrobenen Schädel ansehe u sollen, Mensch, sag ich Dir..- Du hattest gfeich gewußt, daß bei dem dir Nhr nicht sollt» mich aufhängeu vor Wut. Ich habe mich be» trunken vor Wrt und n:,'-- stlckiichchch bestrmmert. Am solgr.Len nage jteye.>> atlkm am Hafen und s-Air auf das Schiff, wo grvlch» ein Mache am Topntast hochgctzt. Affo ich stech» da mtd spi'-cke— damcils, mußt du»Üj« feit, priemte ich noch— allo ich spuckl«. d» : schräg: mich einer auf die Schulter. Gott rrrsv j Donner dcicke rck>, der stblägt dir begannt, mch richtig, es war Bndy mit seinem verdmnint« grinsenden Gesicht.' Budy?", frage ich.„Att.csch!*, sagt er^„mit dem können wir a-n ganz gv» ßes iZsschäft mach-ril. der Mann Nim« nwns, ist aus Massachusetts und ist exiva hterherve kommen, um Moen zu schi:ßen.E- „Mensch. Budv." sage ich,„7aZ mutz ei» Irr- sinniger sei», redes.'rind iveiß, daß es i» Kapstadt und ssir«r Umgrdung schon seit Merrschengedeickrn seine Löwe» rnahr gil>:.. Wrr wollet: uns aussthülte» vor Lacher» wir st^en in einer Kneipe nick trinken, bis wir nick! uwhr lachet: Wunen. Dam: jagt Budh:„Dom Mann kann geholfen werd« ... wir werden ihm einen Lowe» backen..* „Back.n?" frag ich und der Munt:, steht wir bis zu den Soren au». Bndy sieb: mich treuherzig an.„Du verstrÄst ntich socksck." sagt er.„ftir werden den WuAschen des Herr» Nünmonö aus Massachusetts euigcgcitton»» inen. Wenn j-.nw.ud aus Amerika kom-uch viel(Sdb l>at u::J> nrckodingt Löwen schieße» will, so sollte ihr», meine ich,«lnikfen new den können. Wir sind zwei sindige a!te r.rv» scheu, nremr ich. Billy wir sollten ihm de» Löwct schon bos.l-ai7«u können... Ich !NI i icp Budh«nst Nicht orr» ftenS. Mcr dann Hai e r e.lir die Sacke haav» rlcin arrKTiuandc „Trsteus," sagt rsr. „ist der Manu, ivoichc RintmonS heißt, s» kurzsichtig das; er tri te.l Hosenknopj von Wirdcst! unterscheiden kann. Zweitens q- er so zitterig, daß eine huuderijäbrigc Groß» w-'fter gegen ihn ein junger Athlet ist. Wir werden mir ihm einige dreißig Kitourerer hinter-en Tafelberg fahren, du wirst dir er» Löweufell mubrutdr», das ich mir von Lovely Parker leibe» worbe, dem Kneivenwirr,-er dir auch nicht unbekannt sein wird... ja, und kann.." „Hali" jage ich,„fein Wart weiter... du Äst«in Betrüger... du.List ein... Nie weiche ich mich in eine Löwenhaut setzen, «her ziehe ich Weiberkleider an. Ni« und nimmer... wenn der Mann wirklich schießt... möchtest du gerne eine Aekcheibe Mr Irrsinnige' aus Amerika sein...?" „Du bist ein großer Esel, Billy." beginn! er wicher nnt seiner enrschmcichc'nden Kitimme. „Willst du Geld verdienen oder nicht?" Dieser Mann hat Millionen. Sieh dir bitte mal die Stickerei auf seiner Reisetasche an, das ist ein Kunstwerk. Und dieser Mann schießt schlecht. Er kamt nichts sehnr, iushakb hat er die blaue Brille. Aber wenn es dir «ine Beruhigung ist. ich tvcrde ihm eine Platzpatrone in den Lmf schieben. Er hat sein GeMhr in der Tasche uno die Tasche trage ich.- Also was ich dir jage, ich lasse mich Von Budh bereden, dem verrücklöi Engländer aus Massachusetts einen Löwen voiFUmachen. Wir pumpen uns eine Haut von Lovely Parker, dem Kneipemvirt, bei dem wir einengroßen Teil nuferer Sachen versetzt hatten. Zsch probiere die Haut mi wie ein« Frau die Schürze. Die Männer wälzen sich vor Lachen auf dem Bode» herum. BiKy goß immer Whisky aus, iml mir Mur zu machen^ er fak', er hatte von dem Mann aus Amerika sthvn einen'größeren Vorschuß bekommen-. Wir probten die Sache ein Paarmal. Wir hatten eine Höhle ausgemocht. In diese Höhle sollte ich mich setzen und brüllen. Das BllAlen übie ich so lmige, bis ich vor mir sÄbst Angit bekam. Soll ich mal brüllen?" Iimnch wehrte erschrocken ad. „Budy sagte, er Ivollt« dem Manu aus Amerika sagen, daß ich die Gewohnheit hätte, in der Drucke sHeir ju einem nahegelegenen Tümpel;u gehen und dort zu saust» und aus meine Bente zu warten, Mensch, Jimmy, im kannst dir nicht denken, wie bostiaüsch ich mir vorkam. In der Gegend war ein ziemlich dichte« Unterholz, ich sollte mich in meiner Haut hinter den Büschen verbergen, hin und wieder brüllen und einen Zipfel von meimml Schwanz seh:» kaffen. Budy wollte 4anu dafiir sorgen,, daß der Manu keine Platzpatrone gegen den Mond abdrückte- run sich zufriedenzustellen und niemanden ein Leid anzuttu» ' Tu denkst vielleicht, Iirnmy, ich hätte diese ganze Geschichte in der Bchöffeuheit rrsund.'lr, aber Lavou kann keine Rede sein. Ich schwöre dir bei dem fütt'-ehntrn Gase Whisky das ich jetzt trinken werde, daß jedes Wort so wahr ist wir das Amen in der Kirche. Also gesagt, geiair. Ich sitz-: eines Abends in meiner Höhle und waric auf die beiden. Gegen Mitternacht höre ich das verabredete Pfeife» und sogleich breche ich in ein Brüllen aus, daß die Steine von der Decke meiner Höhle fallen. Junge, Junge, war das eine Sache. Ich höre vorsichtiges Sprechen und dann... meine ich, daß jAnand den Hahn einer Büchse anzieht. Weißt du, Jimmy, ich bin kein ängstlicher Dbrrlsch, aber damals lief mir«in kalter Schauder am Rücken herunter.. Gut also, nach einer Sturze als ich das Gefühl habe, daß der Löwenjäger sich wieder «Mstrnt hrtt, krieche ich aus memer HöiDe, naünrlich in da? Fell gewicket, und springe wie ein Karnickel von Busch zu Busch. Aus einmal..." Billy trocknete sich den Schweiß va» der Stirn.„Auf einmal, was srll-ch dir sagen, habe ich einen Schuß'm Bei». Ich werfe das Fell fort, lege mich auf den Rücken und wage nicht, einen Laut von mir au geben. Nichts rührt sich. Am'olg'rden Tag bringen nrich mitleidige Buren auf ihrem Karren noch Kapstadt. Dann habe ich den Budh zehn Jahre nicht gesehen. Rach zehn Jahren habe ich ihn auf der Straße getroffen, hier ganz in der Nähe, und habe ihn gefragt, was sich damals begeben hat. „M:i sch," sagt«r,„wer hätte das gedacht, dieser Mann namens Nimmons rvar em Kunstschütze aus Olöäboma. Er hat zehn erste Preise gewonnen." „Und das Geld?" frage ich. „Gew? Mensch, ich war froh, raß mich der Mann nicht torgeschlagen Hai. Er wollte mich inS Zuchthaus bringen wegen Betrug, und ich habe ihn mir mühsam besänftigt." Als Budy das gesagt hatte, drückte er mir die Hand und verfchlvaud schnell um die Ecke. Ich habe ihm lange nachgesehen. Und nun siehst du habe ich ein'aHmes Bein, Himmel wn» Donner, Jimmy, es ist die höchste Zeit, daß wir noch einen Whisky rrncken..." Richard Huelsenbeck. -n rf v ty vt v v rt f v v rr yirv v< W reh ver einer^inri^ttinn eklevte. Äon Harry Domela. LS war ein kalter, tlarer Morgen.. Reif lag auf dm Dächern. Hoch oben wölbte sich der strue Himmel, kalt und groß. EiwaS Beklemmendes lag in der Lust, in den Fenstern der Häuser spiegeste sich glühend die ausgehende Sonne. Leer lag die Straße do, der Schritt der Kameraden klang hell auf dem Pflaster wider, ihr Atem sah wie Rauch aus. Leiner aus der Gruppe sprach ein Wort, die meisten starrten vor sich hin. Die Straßen wurden immer breiter, die Häuser schmuckloser. Man sah hinter den Scheiben die schmutzigen Vorhänge, nichts rührte sich. Ich marschierte in der Gruppe, den Riemen des Karabiners angezogen,«in namenloses Entsetzen im Herzen. Die Lust war frisch und kalt. Ab und zu hörte man ein Seitru- s,ewch7 klirren oder«inen Riemen knarren. Gleichmäßig dröhnte der Schritt auf dem Pflaster, eins— zwei, eins— zwei, wie ein Rod in der Maschine ging ich mit, willenlos, ohnmächtig!— eins— zwei— eins— zwei! Exekution— Hinrichtung! LS war mir, als ob ich meinem eigenen Richtplatz entgegenschritt. Wie mochte eS wohl jenen Menschen zumute sein, die setzt in der kleinen Zelle auf den Lod warteten? EinS— zwei— ich war ein Stück dieses TodeS, vor dem jene bebten, jeder Schritt, den ich tot, brachte ihnen das Ende näher. Fremde Menschen, die ich nie gesehen hotte, sollte ich töten— morden. War rS etwas anderes als ein Mord?— Ein quälender Schmerz saß mir in der Brust, ein Grauen vor dem Unfaßbaren— dem Tod! Ich hätte am liebsten alles, Gewehr, Patronentaschen, von mir geworfen, hätte meinem Kameraden zur Rechten oder zur Linken einen Stoß gegeben, um Raum zu bekommen und wegzustürzen ans dieser Gruppe von Mördern— ober während sich alles in mir gegen diesen Zwang empörte, schritten meine Füße im Takt der anderen weiter, als ob sie gar nicht mir gehörten. Wir marschierten in den Hof des Gefäng- nifles. „Slillgestanden!— Das Ge—wehr—ob!" Di« Kolben der Karabiner klirrten ans das Pflaster. Das Tor schloß sich hinter uns. Glatt und stumm lagen die roten Ziegelmouern mit den gleichmäßigen Reihen kleiner Zellenfenster do. Ncbrrall waren Blendscheiben angebracht. Eine Tür öffnete sich, ein Offizier mit blaffem, ubernächtigtem Gesicht, ein Blatt Papier in der Hand, trat heraus und winkle dem Feldwebel Er sprach gedämpft einige Worte mit ihm, überflog prüfend die Gruppe und verschwand dann wieder in das HauS. Der Feldwebel nahm rin Etui ouS der Tasche, zündet« sich eine Zigarre an und sog einigemal daran. Dann nabm er sie aus dem Munde, lommandierre„Rühren"! und raucht« in aller Seelenruhe weiter. Ich sah das olles mit schmerzhafter De»: lichkeit— langkam verstrichen die Minuten. Plötzlich schlug eine Uhr— eins— zwei— drei — vier— fünf— sechs! Im selben Augenblick ttat der Offizier mit mehreren anderen Herren in Uniform ans der Tür. Einige von ihnen hatte ich schon gesehen, es waren höhere Stabsoffiziere. Der Feldwebel warf eilig mit einem bedauernden Blick seine Zigarre weg und nahm Haltung au. Tie Offiziere blieben einen Augenblick in der Tür stehen und sprachen schnell einige Worte miteinander, und plötzlich schallte scharf das Kommando:„Stillgrstanden!" über den Hof. Mein Herz zuckte zusammen. In der Gruppe entstand eine Bewegung, und während die Offiziere auSeinandertraien, wurden zwei mit Handschellen gefeffelte Männer sichtbar, die von mehreren Soldaten ans den Hof hiuonS- geführt wurden. Eie zögerten einen Augenblick, von dem Hellen Tageslicht'geblendet, dann gingen sie über den Hof und würben direkt gegenüber den Soldaten an der Mauer aufgestellt. Der eine mochte etwa vierzig Jahre alt kein. Das Gesicht grau und verzerrt, er torkelte, als ob er betrunken kei. Der andere war junger, lqn Schritt sicher, sein Gesicht blaß, ober rubiq. Rur ob nnd zu ziick'en seine Mundwinkel. An der Mauer legte er den Kopf zurück und sah unbeweglich in den Himmel hinaus: der andere lank wie ein Sack zusammen. Ein Offizier las mit lauter Stimme das Todesurteil, dann trat er auf die beiden zu und fragte sie mit leiser Stimme etwas. Der eine schien die Frage gar nicht mehr zu verstehen, der jüngere Mifi'irft« nur leicht mit dem Kobs, als ob es ihm lästig sei, daran» zu antworten. „Die Borurteil'en Verzicht»'» ans den geistliche» Zuspruch!" rief der Dknzier. „Legt— an!" Die Gewchrläuse glänzten im Schein der ausgehenden Sonne. Der junge Mensch ließ langsam und ernst seine Augen über die Soldaten schweife», vielleicht sah er sic gor nicht mehr, denn fein Blick war abweisend und leer — aber ich erzitterte, als ich diesen Blick aus mich gerichtet fühlie, und in meinem Kopse begann es zu dröhnen, nur mit Mühe konnte ich das Getochr hallen. Einige Sekunden vergingen, sie waren für mich endlos. Ich starrte ans das Gesicht drüben an der Mauer- „Feuer!" Ich hatte die Empfindung, als ob mich«in angcheuerer körperlicher Schmerz durchfuhr, ich wußte nicht, ob ich gezielt oder ob ich überhaupt geschossen hatte. ES war mir dunkel vor den Angen. Die ans weiter Entfernung hörte ich: — s— berliner ßejdiofte. „Ihr Gedächtnis reicht nämlich nicht von einem Tage zum anderen. Sie haben niemals die Abficht, wirklich ein Unternehmen zu Ende zu bringen. Sie prahlen und schwatzen und machen viel Geschrei, daß sie ein großes Boll find und daß der ganze Dschungel demnächst! von ihren Taten spreche» soll, aber düs Fallen! einer Ruß schreckt fie— sie brechen in ein dum»! mes Gelächter anS oder rennen davon, und alles andere ist wieder vergessen." Das sagt Kiplings Don den Assen.- „Laden!" schlosser und dann wieder:„Feuer!" Tas Rofieln der Gewehr« und hatte ein Gefühl, als ob ich mich im Kreise dreht«, dann schlug ich befinnungSloS ans Ich empfand ein Brausen in de» Ohren daS Pflaster nieder. Wird nicht wirklich in dieser gesegneten Stadt r:>! bißs>n viel proi< fti-'rt? Wi>ch nicht ein bißchen viel hergemacht? Borickußlorbeer? Wechtel auf die Zukunft? Wie—? Wird nicht überall, beim Theater, in den Zeitschriften. in der Kinnbronche, etwas reichlich verschwerrderisch mit der Kraft der anderen, mit der Kraft snnqer Künstler umgegangen? Die ältere» lassen sich das ja gekosten— ober wenn einer muß? Denn einer Geld braucht? Ilnd ihr pumpt ihn vost Hoffnungen, und er liefert Entwürfe... Was find Hoffnungen, was sind Entwürfe—! Urbermorgen haben fie asteS vergessen: euer Prw-kt, den Künstler und die Skizzen. Und kroben Herzens stürzen fie fich auf das nächste Ding.-. Die neue Lehre. Dies ist das Große, was die neue Lehre der. kündet: daß fie den Mensche« hinfirllt als Arbeiter auf Erden, so auch den Arbeiter hi>,stritt als Mensch« auf die Erde, was er bis hrute«och nie grwrsr» war; daß sie den Mensche» hinstellt i» den Wett», raum und auf Erden: die Arbeit Puter ihm, di« Gleichheit unter ihm, di« Lieb« zu seiner! Linke», die Gerecht? zkeit zu seiner Recht«« die Wahrheit vor ihm und die Freiheit über ihm, aber die Schönheit in ihm. (Leopold Jacobi) Bon Kurt Mit Erlaubnis der Berlages Ernst Rowohlt, Berlin, entnommen dein in Kürze erscheinenden neuen Prosa«- und Bersbuch Kurt Tucholskys:„DaS Lächeln der Mona Lisa". Ein Buch, strotzend von Fülle, Witz, Leben; glänzend zusammengestellt, glänzend gemacht. Tucholsky, der Mann mit den fünf Namen, ist, fein und bündig ansgedrnckt, das Berliner Hand- und Mundwerk ins Geistig-| Kritische potenziert. Berliner Geschäfte gehen so vor fich; Eines Tage» klingelt dich eine Herreii» stininie an.„Ja— Hallo? Ja, hier ist die Internationale Union-Zentrale— wir mcch'.en Sic möglichst bald sprechen— aber möglichst bald! Wann dürfen wir Sic rrtvarten?"— Du sagst, sie köiinen dick und möglichst bald erwarten. lind dann gehst du hin. Es cnlpsängl dich, mit alle» Zeichen des Entzückens, ein außerordentlich freundlicher, dicker Mann. Er sagt, er habe schon viel von dir gehört, er sei begeistert, deine persönliche Bekanntschaft... ob du nicht Platz nehuren wolltest, auch eine Zigarre... wie?... Ja, alvr zu Seche. Es Handl: sich da um clUws ganz Neues. Um etwas absolut und völlig Neues, bei dem man gleich an dich gedacht hab«— weil es ohne dich erstens nicht gehe und weil du überhaupt der geeignetste Mann... Man wolle nämlich— aber das sei noch ganz vertraulich— man wolle nämlich eine neue Zeitschrift anfniachen. Ach, um GotteSwillen! Aber du fällst nicht vom Stuhl, soudern siehst den kleinen, dicken Mann, gesellschaftlich wohlerzogen, wie man dich hat, freundlich an. Ja, sagt der, also eine neu« Zeitschrift— und alle ersten Leute würden mitmaiben, und du als Zeichner, du müßtest auch. Aber gleich! Aber sofort! ES seien nnr noch ein paar kleine Modalität«», ein Paar Formalitäten... Kleinigkeiten, nicht wahr...? Im übrigen pressiert eS sehr. Ob du wohl schon morgen abliefern könntest—? Oder vielleicht vorgestern? Aber sofort müßtest du liefern. Sofort. Dn v-rbeuast dich sehr fein und versprichst: Sofort. Gut. Stüblerncken. Händedruck. Mich sehr gefreut. Aus. Aus. Run hörst du nämlich vier geschlagene Wochen nichts mehr von der Internationalen j Union-Zentrale. Du hast dich gleich am nächsten Morgen hingesetzt und hast das schönste MLdlücnbein unter deine» Modellen abkon'er- srit, den grünste» Wald iniö den blausten Baldachin überm Himmelbett hast du gemalt— und das Ganze bast du fein sönberlich verpackt und an die JUZ. tlvie das klingt! so kapi- tallräktig!) abgeschickt. Und dann ist es ans. Bier Wochen hörst dn nichts. Dann schreibst du eine» zagen Brief. Nichts. Alle. Zerplatzt. Tann schreibst dn «ine» etwas weniger zagen. Aber gar nichts. Dann telephonierst du. Es uiekdet fich eine qnäkige Kleinmödchcnstimme und sagt, als d» dein langes Anerbieten heruntergebetet hast, das. was alle Berliner nach einem unerklärlichen Naturgesetz am Telephon sogen:„Einen Augenblick mal!"— und verschwindet. Und inzwischen trennt dich das Amt und verbindet dich mit der Hebammenanstakt in Neukölln. Und schließlich Tucholsky. wird es dir zu dünn» und d» machst hin. Zur JNZ. Der kleine, dicke Herr empfängt dich und ist entzückt. Dir bist e» nicht, aber er ist es. Aber bitte! Und ob du eine Zigarre..? Rein, die Zigarre möchtest dn nicht. Auskunft möchtest du. Auskunft, was aus deinen Bildern... urrd aus der Zeitschrift...? Ah— deine Bilder?— Und der kleine, gick« Mann zieht aus einem Wust-verstaubter Aktie» deine hübschen Bilder mit denr entzückenden Baldachin hervor und mit dem schönen Modellniädchcnbein und sagt:„Ja— ganz reizend!@enau Vas, was I wir von Ihnen erwartet haben! Wissen Sie, | ich muß noÄ mir meinem Sozius Varüver sprechen— es sind da noch einige Schwierigkeiten, — wir haben zurzeit so viel zu tun.- Rur noch! mit meinem Sozius...!" Soziusse kommen irr Berti» wild vor. Socici sind ein gefährlicher Regerstamm. Man lernt immer nur einen kennen. Der ander« ist stets der Stärker« und die Seele vonS B'tttergeschLft. Immer beeinflußt der andere den einen, i Deinen. Soziusse sind, was die Unruhe in der Uhr ist. Sie stoppe» ab. Dertveileu ist viel öliges Wasser den Land- wehrkanal hinabgeflossen. Die Wochen schtvin- deir. Du bast schon ganz vergessen, was mit deinen Bildern.— Eines Tages gehst du wieder hin, zur JUZ. Eigentlich wehr aus Neugier. Weise lächelnd und uneichlich abgeklärt. Fern von ollem Feuer der Jugend, steigst du die teppichbelegien Treppen hinan. Und der kleine, dicke Mann empkängt dich strahlend. Was mit der Zeitschrift...? Ach, diesen Gedanken habe man längst aufgegeben.„Wissen Eie, die Konjunktur für Zeitschriften ist ja »lomentan— wie?" Nein, man wolle etwas ganz anderes machen. Eine ganz große Sache- Nämlich: eine Zcntralmilchversorgungsanstolt. Und da ergreifst du resigniert deinen Deckel, gehst hinaus und weinest bitterlich. Und denkst nach. Was ist daS nur für eine Stadt? Jedermann läuft herum und ist voll großer Projekte und Plant ganz große Diuge. Kein Tbeatermann, der nicht in der allernächsten Zeit— aber die Sache ist noch vertraulich!— eine reit« groß« Tbea»erkifle«mftiebeu wird: kein Filmonkel, der nicht ein Riesenkon- sortium an der Hand hat; kein Verleger, der nicht nächstesmal den Leuten zeigen wird, lvas eine Harke... lind derweil geschieht gar nichts. Berliner Geschäfte kommen nicht durch ihre Unterneh-- wer, sondern trotz ihrer Unternehmer zustande. Klafsifchk Geographie. Bor etliche» Jahren veröffentlichte der durch seine Reiseberichte bestens bekannte Georg Wegener zwei Bücher unter den Titeln„Der Zaubermantel"»ich„Ein neuer Flug des Zaubermantels", die„einige der schönheitsreichsten, der buntesten, der heiter-,, sien" Erlebnisse seiner Weltreisen enl halten« Die Volks-»ich Jugcndausgabe„Er«: innerungen eines'Weltreise iiden" ist ebenfalls nicht»»berühmt. Jetzt erschien nm» in d«r Sammlung„Reisen und Abenteuer" des Ber- lags F. A. Brockhaus als Band 41 die gekürzte Ausgabe des„Reuen Flugs":.fliegt mit!" Neue Erinnerungen eines Welt reif«-. den.(Mit 26 Abbildungen. Halbleinen M. 2.8V Ganzleinen M. 3.üv.) „Fliegt mit mir, nicht mit Hilfe einer mechanischen Flngmaschine, so wundervolle neue Möglichkeiten des Reisens fie auch dar jungen Generationen eröffnet, sondern auf Flügel» deS Geistes, die»och viel rascher und leichter über die schöne Erde dahintragen, nicht aber auf Fittichen der Phantasie, sondern auf solchen der Erinnerung. Nichts von dem, was ihr hier lesen werdet, ist erfunden, sondern... alles ist wirklich erlebt und gefühlt". So schreibt der Autor im Vorwort, und man kann schon sagen, sein Schatz an Erinnerungen ist schier unerschöpflich. Sic reichen von Hai- derabad bis zum Mout-Pel», von der Adventbai nach denr Tung-ting-Sce. Eine Fülle von fteudigsien. traurigsten, abenteuerlichen Erlebnissen, Gefühlen und Gesichten wird über den Leser ansgegossen. Zwanglos aneinandergesügt prägen sich die Reisebilder der wechselirden Zonen mit eigenem Farbenreichtum in seine Phantasie und vermehren sein lebendiges Wissen. Das Universum wird ihm vertrauter und verständlicher, ja in vielem gewinnt er vielleicht ein ganz neues Verhältnis zu dieser runden Erde. Wir fänden es erfteulich, wenn das Büchlein— ein ideales und obendrein billiges, gut aussehendes Geschenk— recht viel Wissensdurst bei jung und alt weckte. Sicher wiü> es den einen oder anderen veranlassen, sich eingehender mit den Erzählungen Professor Wegeners zu befassen, eines der geistvoll« unter de» klassisch« Geograph« unserer Tage. — 4 WInlerMwf in den Lrvpen. Tiere, di« ei«» Wiruerschlas Hai«, gibt es keineswegs nur i» de» Länder» der kalte» uu» gemäßigte» Ao« der Sri'».>oader» auch i» de» Trope». Uverding« bilde» sie dort»»«»ahm«», da stch die tropische» Tier» de» Unbilden kühlerer Witter»»! im allgemeine» gnt anpalsr»— rnck da es do« eben Sberhanpt»ich» in nnsrrem Sin« winterlich kalt wird. M««getrechw Winterschlafer hat man«rn die in»Vie und Argentinien einheimische»-eutelranen festge- stellt. Diese Tiere trage» ihre» Namen übrigen« zu Unrecht, da sie kerne Rotten, sonder« richtige Beuteltier« find. Wie der Zoologe» Professor Krieg neuerÄing« beobachtet hat. besitzen sie di« Eigenschaft, in Zeiten reichlicher Ernährung viel Fett aiqusetzeu, da« besonder« i» Schwa»» anfgespeichert wird, der bei gutgeuährten Ben- telratlen schließlich dich und wulstig wird. Kommt die kalte Jahreszeit, so gehe» die Bea- telratten, di« Rachttle« sind, nicht mehr a»f Nahrungssuche an«, sondern verfallen in einen Winterschlaf, in besten Berlanf ihr Körper — ebenso wie bei unseren Winterfchläfern— da« aufgespeicherte Fett vollständig anfzehrt. An einer in einem Käfig gefangen gehaltene» Beutelratte beobachtete z. B. der Forscher Bruch in La Plata, daß str, al« der Winter nahte, ihr Nest immer seltener verfieß und zuletzt fest schlief. Da« Tier zeigte dieselbe» Erscheinung»», wie unke« WinterMäfer: e« lag steif und ab- gemagrr! mit geöffneter Schnauze und heraus- hängender.^uug« da und ließ keine« Atemzug wahrnehmen. Dir Beutelratte kommt sowohl km mittlcren Chile wie auch in Bern. Bolivien und Argentinien vor. Mo» trikst die Tierchen auch in der Nähr menschlicher Wohnungen an. so bei Valparaiso, wo lle sich o?ri- i» d-n Gärten onf- balte.: Die Rinder IWr NeMrn und Vnnen. Nach d.-m Tschechischen von I. ReiSmonu. Da? Söhnlein des Fabrikanten Müller, der kleine Fritz, geht mit feiner Mama spaziere» und begegnet uurcrU-gß einem- firmen Mädchen, da« bloßrüßig und vor Kälte zittert. Da bleib! der kleine Fritz stehe» und fragt ta« Mädchen:„Sag mir, Mädi, wirst d« nicht vom Papa bestraft werden, weil du bloßfüßig gehst?* DaS Mädchen antwortete ihm:„Lth nein,-ch habe keine Schuhe, m«n Bater ist so arm, daß er mir keine Schuhe kaufe», kann." Der kleiue Fritz:„Siehst du, Mama, ich werde vom Papa geschlagen, wenn ich mir die Schuhe nicht an^ehen will, und diese» Mäderl aber nicht. Warum hab ich so viel Schube und da« Mäder! überhaupt keine?" Dir Mama:„ki, nun, w»i? driu Papa ei» reicher Fabrikant iuck de» Pater drele« Mädchens ein armer Arbeiter isi!" Dr- kleine Frip:„Mama,:md unirum kauft unser Papa diesem Mädel nicht ruck Schuh.' Was manGer nicht weiß. Der Nam«„Germane." wird in der Geschichte zum crstcn Male in de»„Fasli capito- lini", dLm altrömifchrn BeamtrnvrrzeichmL, im Jahre Ä.-Z v. Cbr. r.ivähu!. Er stammt airS der keltisch^:: Sprache und vcve'.lt:: wahrscheiirlich .Wälder"..Walodewohner". Die deutschen Stämrne haben den Namen anscheinend erstmalig von deu benachbarte-- keltischen Galli»»» gchört rind sich seiner zunächst nur i« Berkehr »lit Fremden bedient. Dee Mensch schläft am tiefste» und ist von üsie» Lebewesen am schwerste» zu wecke». Die Windstärken werde» i« 12 Gruppen eingeteilt, und zwar: Windstärke 8= flau« Brise, 21 Kilometer in der Stund«; Windstärke 4= mäßige Brise, 98 Kilometer in der Stunde; Windstärke 8— steife Brise, S6 Kilometer in der Stunde; Windstärke 8— stürmischer Mich, 77 Kilo»«ter iu der Stunde; Windstärke 9— 8 tu rar, 90 Kilometer in der Stund«; Mnd- stärde 10= starker Sturm, 102 Kilometer in der Stnutze, Windstärke 11= sehr starker Sturm, etwa 19b Kilometer in der Stund«; Windstärke 12— Orkan, 190 und mehr Kilometer in der Stunde. Bo» be» Seichte» Heine« gibt e« über 9000 Kompositionen. M» Hamster macht n» Wache« 190 bi« 900 Pnlsschläge in der Minute, bei« Winterschlaf aber stakt die Zahl der Pulsfchläge auf 18 bi» 20 herab. De»«richt«» Dieselmotor der Welt befitzeri die Hambnrger MeklrizilntSwerke. S« handelt stch um ei««uuzyfindrigr Zweitakrmafchi« mit 1800 Pferdestärken. INI Schlaflosigkeit wird der Mensch all« drei Stunden nm 18 Gramm leichter. Hütet euch, Jungfrauen Ei« Berner MiffionSgesellschast veröfsenr- lichte kürzlich in ihrem Blättchen folgend« Ermahnungen für Jungfrauen. Ei« rechte Jungfrau muß jein wie dir Glocke« am Karfreitag: still nutz eiagezvgr». Wie ei« Orgel: sob«Ä sie auch nur ongetastrt wird, schreit sie laut.— Dir eine Spitalsnppr: die hat nicht diel Augen; als» soll eine rechte Jungfrau auch»richt viel hrrumgaffen.— Wie ei« Eule: die kommt fein wenig anS Tageslicht. — Me«in Spiegel: wenn maa dem rin Nein wenig zu nahe komutt und ihn anfaucht, so macht er ein finsteres Gesicht.— Dir rin Licht, da« in einer Laterne eingeschlofjen diel sicherer ist als außer derselben.— Besonders aber wie ei« Schildkröte: Hirse ist allezeit zu Hau«, da sie ihr Ha»»« mit sich berumträgt; also soll eine rechte Jungfrau sich meisten« z» Hause aushal- ten zur Vermeidung aller bösen Gelegenheiten. — Denn die Jungfrauen, dir immer ans Weg und Gassen sich sehe» lassen, find vor lose» SckÄmen nickt ficker Gestohlen« Eisenbahn. Ei« Eiirnbahn erscheint al« ei» wenig geeig«ter Gegenstand, um gestohlen zu werden, aber trotzdem kommt do« vor. Au- Bukarest wurde kürzlich gemeldet, daß Beamte, die«ine, seit einiger Zeit nicht benutzt« Eisenbahnaukage zwischen Clni und Jacobeni inspizieren sollten, weder von den Wagen noch von den Schienen irgend etwa- vorsandrn. Die Sache« barte» Liebhaber gefunden. Etwa« ähnliche« passierte vor fünf Jahre,« in Frankreick, al- man eine während del Krieges erbaute Eisenbahnlinie, die durch ein Tal in der Nähe voir Albert führt«, abbrechen wollte. Sie war fort, und man ko:.n!«»:ur erfahren, daß einige „Fremde" dir Schienen, Stellwerke ufto. kurz vorder entfernt hakten. Anck die Eisenbahn, die au: Len Kahleuverg bei Wien führt», iki während des Krieg««>» verickwnnden. Gefrfleltre Blitz. Aus dem Mo»-,» eneroso, :n Ser Röhe des schön-!! Lugano, Hot e»n Ber- ln:er Physiker eine XrSaze erbaut, durch die er bösst, die im Grwitter enthalenen elektrischen Energie» für die Zwecke der Atomzer trümme» rnng nutzbar za machen. Gelingt die Abstckr, so wirb die Wifsensckafi fast umiontz diesen,gen Enrroren anBoerten könne», die sie Vibrr«r unter großem Kostenaufwand anS dem Radium hrrauÄsoleu konnte. ES wurde»in gegen Erde völlig isolierte« Retz gebaut, da« in fast 50 Meter Höhe über dem Erdboden angebracht wurde und Tausende von Spitzen in den Aethrr streckt. Diese Spitzen saugen die»iektrische Energie de« Blitze« auf. Ei ist gelungen. Spannungen von 2.5 Millionen Bolt auf diese Art in Funken von 4.8 Meter Länge zu erhalten. Zieht btt Regenschirm de» Blitz an? Dies« zunächst bildlich zu verstehend« AuSdrnckSweis« hat rein praktisch betrachte« olle Erfahenng für sich In eine« gewilterreicheu Sommer Wirtz fast jeden Tag irgendwo auf der Erd« eiu Re- genschirmiräger vom Bfitz erschlagen. Poe einigen Jahre« ging«i« AuSfiügkeigrupp« während eines Gewitter- auf den Rigikamm mit aufgespanuten Regenschirmen. Di« Mehrzahl der Wanderer fiel einem gewaltigen Blitzschlag zum Opser. Bergsteiger wissen, daß sie während«ine» Gewitter« die EiSpickel einig« Meter entfernt von sich auf die Erd« legen tollen. wenn sie nicht gefährde, werden wollen. AnS einer Regenschirmspitze strömr Erdeiektri- zität in di» Lust und mach« diese leitend. Dadurch kommen zunächst Neiuere Ebcktr-;:iäi«- »nengeu auS der Umgebung ju Bewegung argen den Schirm oder sonst eine metallische Spitze hin und in kurzer Zeit ist ei« breite Strömung vorhanden, die da« Borspiel für eine «iiqelue heftige Entladung bildet. Auf diese Weise kann die fieinst« Spitze im Gewitter verhängnisvoll wirken. Mau muß stch im Frei«, daher aller derartiger metallischer Spitzen (Broschen ufw.) entäußern, sie beiseite legen ’ i&tT in bf? tcrtwiBttn $ettere0. Jahrgang»»£•." die i>: iler- nächster Zeit etwa- Kleiner erwartet, fragt ihr fünfiöhriger Töchterchen:„Ra Lilly, möch- test du gerne eiri Schtvcsterche» oder Brüderchen haben?" Lilly kritisch an ihr emporschauend, erwidert verdrießlich:„Aber Mama, eS ist wob! schon ei, bißchen spät, mich danach zu fragen.. Edel fei der Mensch...„Der erste Buchhalter hat heute lleberstunden zn machen, Fräulein! Aber angewiesen wird«ichtS! Ich möchte nicht gern ungerecht sei» gegen die andere« Angestellten!" Bo» der Liebe.„August, Du kommst jetzt mit hei«, oder ich finge auf Scheidung!"„Eicht Nage, Minna, dann komme ich!" Während sein« Barbiertätigleit fragt der Frisenr den neue« Snnden:.Hab ich de» Herrn schon mal rastert?"—„Ree nee, dir Schrammen stammen von eine« Autounsoll!" Nachbar».„Mit wem hat denn Ihr« Frau di« letzte Nacht so furchtbar geschimpft?" fragt der Nachbar Herr« Müller.„Ach", erwidert der gedehnt,„sie hat sich über deu Hund geärgert"„Da? arme Tier! Ich hört», wie sie ihm drohte, ibm den HNe! abzunehmen!" I« Wald.„AtfrrSl ixn doch d,ag das herrliche Rauschen der Blätter? Wat würden wohl di« schöne« Eichen sagen, wenn sie reden könnten?"—„Entschuldigen Sie, mein Fräulein!" würden sie sagen,..wir find keine Eichen, wir sind Buchen?" „Schlafstelle." Eine Aniwuee«a» der ..Spandauer Zeitung":„Selbständiger Handwerker, mit eigene« Bett, sucht.... Schloß- stell« bei alleinstehender Dame Selbige findet angenehme Beschäftigung."— Hoffentlich vev- lmricke do» Mann nickt« viel