3**« 7 fmterMttitNflfMlagr. 1939t. WettfGwimmen auf 6er Donau. ES ist stlbstverständlich, daß wir, Ltinder -er großen Donau, wie die Fische schwimme« Sonnten. Sülch daS gehört zu meinen schönsten Erinnenmgen, reich an Ächt, Nngekmnden- heit und qualvollem Kummer- Holla! Ueberschäumendes Leben! Donau, Wonne unserer Herzen! Wir alle schwammen. Aber daS kleine Wort^sthwimmen" will wenig besagen. Gibt rS in Braila einen Jungen, der nicht kühn genug wäre, um die Durchquerung der Donar« zwischen Kataaatz und Getfchet versucht zu Haber»? Wahrhaftig keine Kleinigkeit, diese Durchquerung! Doch den Fluß zu bezwingen— unter Ausnutzung der fünf bekannten Schwimm- arten: auf Hundeart, auf Froschart, auf dem Rücken, Bravourschwimmen and.Master, treten"— und wen» die Zehenspitzen den Schlammboden am andere» Nstr berührt habe», sofort wieder zurückschwimmen— da» bekam nich» jeder fertig! Das ist's, was von allen angestrebt wurde und besonders von der jungen Wüt! Und so forderte zu jeder Jahreszeit die große Donau mit Mengen Händen unbarmherzig ihre Opfer, mit Bor- Lebe unter den Kleinen, die sich chr leidenschaftlich in die Arme werft». Ma» sah Magere, Mollige, Blonde, Braune, Schwarze mit großen Augen und langen Wimper«, die lich niemals mehr öss. neu stillten, um die Sonne, das Licht und die heimtückisch« Donau zu erschaue««ich di« Lebeverheißende« Schone«, die sie zenternd au irgendeiner vom gleichgültige« Schicksal erwäÄten Straßenecke erwarteten. Diese Lei««« Körper, von Polenta gc» «ährt»ich brennenden Wünschen, zog um» aus dem Fluß. Manchmal noch warm, manchmal blau angelaustn, manchmal von Krebsen angefressen. Mütter, Verzweiflung im zerwWten««ficht, Schwester«, do« ihren trunkenen Männer« mißhandelt, fanden sich immer am Ufer, um»eit ihr« Umarmungen den leblose« Körpern derer wieder Wärme z» geben, die der Donau da» höchste Liebes- opfer dargebracht hatten. E» hm auch zum größten Jubel der Freunde und selbst der schlimmsten Feinde vor, daß solch«in Schlingel«och gerettet wurde. Man ergriff ihn, wenn«r«zum dritte» Male an die Oberfläche kam", an den Haaren und trug ihn, un!«rm Arm wie ein Dan aiaaiatt awratt. Paket, ans User. Dort packte ihn«in kräftiger Bursche an den Füßen, stellte chn auf den Kopf und schütte« chn so lange, bis alles Wasser aus Mund und Rase heraus- gelaufen war. Dem Leb« wiedergewonnen, fragte ein jeder: „Wo bin ich? Was ist geschehen?" .beinahe hattest du«e Dona« durch- schwömmen," erwiderte man ihm. Ja, wir fchwamnien alle. Die Hälfte unseres Lebens verbrachten wir im Wasser; Manner und Knaben an einer Stelle, Frauen und Mädchen einige hundert Schritte abseits. Rerrantsoula nur war mutig genug, sich zwischen die Jungen zu mischen und mit ihnen zu schwimmen. Sie konnte weder die Frauen»och die Mädchen leiden. Roch manchem vergeblichen Versuch, »eich mit EpaminondoS auStzusöhnrn, fand sie mich an einem schönen Septembertage im Schatten einer Weide und strgi«: „Falls EpaminondaS dich zum Hin- und Zurückfchwiminen herausfordert, nimm nicht an. Er kann es schaffe«, du aber wirst dabei ertrinken. Und da» will er nur." Ich schwieg, dm« im Grunde hätte ich gern bewiest», daß ich für sie zu sterben bereit sei. Harte sie«S begriffen? Wie sollte ich«S ihr anders beweisen? Auf jeden Fall war ihre Zärtlichkeit zu mir auffakkend. Bon dem Augenblick au, oa sie kam, mich offen zu warnen, schien sich etwa» Tückisches im Kopse de» EpaminondaS vorzubereiten. Er sah unS miteinander sprechen und riß mich auS aller Unschlüsflgkeit. Er trat an mich heran, sehr bleich und mit schmerzverzerrtem Gesicht. „Du weißt eS, Marco: einer von uns beiden ist zu viel an Rerrantsoula» Seite. Willst du me Donau wSUtn lasten?" „Auf der Stell«, EpaminondaS. Ich denke genau wie du." Rerrantsoula ließ den Kopf sinken und Rß sich auf die schölten Lippen, die ich wobk niemaü„so wie die Großen" Listen sollte. „Ich beglei'e euch!" sagte sie und sah u»S dabei böse an. ES klang wie ei« Befehl. Schweigend stimm'« wir zu. Schnell umschlang ich ihre« Hal» mit wein« Arm« und gab ihr ein« Kuß„Arie die Großen". Ei« unvergänglich glühende» Mal«ahm ich mtt auf dm Weg, und mit einem Kopfsprung verschwand ich' im Ärffer. Es stand für mich fest, daß ich auf de« Rückweg ertrink« waroe. Deshalb war ich anfangs gelassen. Immer ist man gelastet^ solange man noch«ist schwache Lebensychf- nnng hat. Niemals habe ich erfahren, was sich zwischen ihr und ihm abspielt«, nachdem ich trn Master verschwunden war. Benn Auftauchen sah ich EpaminondaS wenige Meter Hütter mir herschwirmnen, aber in der Zeichen Minute entdeck'« ich«och etwas ander«»: ich sah, wie Rerrantsoula einem der Kinder eine Schweinsblast, mit der man schwimm« lernt, aus der Hand nahm. Schnell hatte sie di« Lust herausgedrückt und sie in ihre« Trikot verborgen. Kurz danach glitt« wir drei ruhig über den schimmernden Spiegel des Flusses dahin. Man hätte uns jät drei gute Kameraden auf einer Bergmimrngswur halt« könne», obwohl e» um Tod oder Leb« gmff. Ich konnte ein Lächün nicht unterdrücken« als ich daran dachte. EpaminondaS» von meinem Untergang überzeugt, war etnft wie ein Henker. Erst viel spater erfuhr ich, daß er im Schwimm« voll Entsetzen an die Strafen des Jenstit» dachte. Er wollte mich mord«, und im Jen- stits wird diest» Verbrech« mit ewigen Höllenqualen vergölte«-. Hm» und hergeschlendert zwischen stiuem Verlangen, mich aus der Welt zu schaff«, uvd seiner Sorge um ein« Platz im Paradies, schtvamm Epami- nondas w e in siedendem Wasser. Er rollte, einem Fasst glesth, wechselte fortwährend die Schwimmart, schaute verzweifelt zum Himmel und spuckte Feuer und Flamme. Ich verstand ihn nicht. Biel weniger noch begriff ich, Iras in Rerrantsonla vorging. Sie, mit den Muskeln eines junge« Athlet«, kam, auf dem Rücken schwimmend, viel schneller von der Stelle als wir, di« wir mit groß« Arm- bewegungen vorwärts stecht«. Aber plötzlich verlangsamte sie ihr Tempo und ließ sich von EpaminondaS überhol«: sie machte mir bei meinem Herammh« allerhand Gri- massen uich zeigte mir verstohlen die en!» leerte Schweinsblase. Aus ihre» Grimafstn, die mich austmru« lern sollt«, glaubt« ich Bor wärst darüber zu lesen, daß ich die Herausforderung auge- nommcn und mich dadurch dem Tode ausgesetzt-arte- Ich glaubte zu hören: Gan; recht, wenn du«ntergebst; ich habe dich gewarnt! Mit einer Gebärde, die sie in Er- stauiien ketzie, gab ich. zn verstehen: Schon, kchö»! Ich sterbe. Elende, und in« wirst bei fern anderen bleiben! Was aber mit der leercrr Schweirrsblaie geschehe» sollte, blieb mir unbegreiflich. Unter solche» Gedanken erreichten wir in schräger Züchtung Geischet. berührten mit den Füßen den Boden der Dobrudscha und umchic» uns sofort auf de» Rückweg, immer schräg zu der Strönurng schwimmend. Jetzt aber wandte sich das Blatt, denn ausgepumpt. wie ich>var, zeigte mir»um Greifen nahe der Tod feine fürchterliche Fratze. Wie irauria. wie lonunervoll»st cS doch, sterben zu uuiffen, wenn man liebt! Trotz der fluten der Donau fühlte ich immer noch auf meinen Lippen Nerrant- ikonlos Kuß brennen, diesen Kuß. den sie sich »o ganz willig hat« rauben lasten. O nein, «tzt wollte ich nicht mehr sterben! Unbändig war mein Verlangen nach neuen solchen Küssen! Wie sich doch das Ufer von Kaiagotz zu entfernen schien! Meine getrübten Augen Emulten es kaum noch erkennen. Blei in den Schenkeln. Blei in den Ar- Vien. Mein Körper versagte selbst beim an§- Unb haben... Und habe» sich öffentliche Blätter gemacht, die sprechen von allem, was nicht ist und wäS nicht gewesen ist. Aber was gerecht ist, das reden sie nicht, nnd was not tut, das sagen sie nicht. Rach Gewicht steht da das Talent zn Kauf, und talentlos und gewisienlos ist bei ihnen ein uird dasselbe geworden, dariml sind sie mit Grund gering geachtet. Sie vernichten das Denken, das höchste Gut des Menschen, und sie machen stunlpfsinnig anstatt zu belehren Und rühmen sich besten mit Henchellügen Und nennen ihr Geldgeschäft eine Gcisteswohltat für das Voll. Sie haben einen feinen Teppich über den Sumpf gebreitet und sehen wohl z», daß nichts durchdringe. Das Schlagwort ist ihre Angriffswassc, und die Phrasen sind ihr tägliches Brot. Die Phräse aber ist der Betrug mit Worten, und. das Schlagwörterruin der Mißbrauch gerechter Worte. Leopold Jacoby. Aus dem Tagebuch eines Vagabunden. Heute hast du noch dein Arm und dein Bett, heute zählst du noch zu den„nützlichen Gliedern der Gesellschaft", aber wer weiß— vielleicht morgen schon oder übernwraen, jedenfalls wenn cs der Willkür einer kleinen Gruppe oder gar eines einzelnen gefällt, genügt rin Fiiigeüvink, ein einziger Federzug, ein leiser Truck auf den Knopf einer elektrischen Glocke, und du bist heimatlos wie ich, verlastcn wie ich und verachtet wie ich. Ich kenne das, Bruder, viele fand ich, die waren einst wie du und sind heute wie ich. Also will ich dir sagen, wie ich die Landstraße fand, die Landstraße, auf der"ich schon so lange Hebe und die allzu oft nnrecbt verleumdet wird. ruhende» Rückenschwinimeii. Kanin noch kann ich die verschiedene» Strömungen spüren, die wir durchschwimrneu. Jm»»«r schneller schlägt mein Herz. Cs braust in meinen Ohren, lst«d das Ufer von Kmagatz euifernt sich immer weiter. Ah. EpaminvnoaS! Du wirst meine Nerrantsoula heiraten. Ich wußte cs! Aber wo ist meine Frcund n, damit ich sic»och ein letzjeSmal schane? Das Hiututelsgetvölbc dreht sich, schwank', Vv D'nau scheint bis in die Wolken zu steige»«. Wie durch einen zarten Schleier sehe ich Epaunriondas halb aus den; Wasser rage». Doch da sichle ich auch von Zierraui» soulas Armen gehalten und dann,.mas ist der«» das? Die Schwelnsölase. aufgeblasen, eine dicke, voll aufgeblasene Schwei usblase unter deut Leib hebt«nich in die Höhe! Ah, Welche Erleichterung! Welches Glücksgefühl! Ja ich bi» gerctret. sie' bat mich gereiie'. Jetzt verstehe ich erst ihre Grimassen und den Zweck der S-chweinsblase. Wie aber hatte sie sie aufgeblasen? lind lva- rmri schießt Epaminondas davon? „Wenn du Boden urtter den Füßen hast. rclHrücke sie n» Wasser, damit cr nicht merkt, daß wir gemogelt haben!" Mit diesen Worten schlvimmr auch Ner- rantsonlä davon. Gerade in diesem Äugeu-- Jch lebe mit ihr wie in einer glückliche»« Ehe. Das kann nicht jeder immer von seiner Angetrauten sagen. Immer bleibt sie sich gleich, die Landstraße, sie fragt nicht erst lange wohin — woher'?, gibt nichts auf Rang und Würde», jeden nimmt sie willig aus— aber keinem schenkt sie auch nur eine» Kilometer, urd wenn ich in der Schenke sitze oder in« Schatten eines Baumes, in wundersamer Stille, die rauchenden- Schornsteine der Städte und Fa- brikei« nur vor« ferne, ganz hinten am Horizonte sehend, dann tvartrt die Straße geduldig, sie wartet auch, wenn ans der einen Stunde j zwei werde»« oder drei. Änf manchen hat sie schon jahrelang gewartet. Nngeahnte Wonnen vermag dir die Landstraße zu geben, Dinge wird sie dir offerlbarc»«, von denen di« bisher keine Ahnung hattest. Du kennst nur die Straße zwischen den Mauern deiner Fr«>n, verpestet vom Gestank der Motorwagen, die Straße, in der die Sonne ihre Kraft verliert, die Straße, die widerhallt von« Lärin nnd Geschrei der täglichen Not, des Hungers, des Elends, der Krankhcir, in der Gier und alle Süchte«lackt unlherlanfe», diese Straße, Genosse, die kennst du, aber»euust du auch die Straße, die zwischen Ost und West, Nord«tiib Süd,«über Berge und Gebirge, Kölschen Staub und Sternen, durch Länder und Kontinente geradenwegs in die Freiheit der Heimat, der Heimat der Herzen, der letzten Heimat, in der alle Menschen gleich sind, führt? Die Straße, ans der Vögel singen nnd Vagabundcn von einer herrlichen Unaebiindeicheii, die Straße, aus der du ganz Du Selbst sein darfst? Ich kenne die Straße schon viele Jähre und kann nicht fori von ihr. Ich neide dir, Genosse in de» Städten, nicht dem gesichertes Leben, nicht daß di» bessere Kleidung trägst, mehr issest und besser als ich,— teuer genug, armer Bruder, mußt du dafür zahlen, doch ich rnsc dir zn von meiner freien Straße: D>« dort, ich hier— Verkünder wolle»» wir sein und Kmnpfcr u,n gleiche Ziele, gleiche Ideale! Pionier« eines neuen, glücklichere«« Leben«! Woblan, Genoss«? Erich Hcrbcrtsen. > ö£t? hören wir Epai>«:»viidaa einer ihm eni- gegellkoiunlenden Barke plschrciei«: He! Barcadji! Schiffer!... Ei» Kante, rad ertrinkt dort! Mach' schnell, rette ihn!" Wie der drollig: Delphin sich ati* seinen kindliche» Spielen vor den Schissen, die in de»-Hafen cinlanfen, vergnügt, so beganl« Nerrantsoula zu jnbilierer« im Triumph über den Tod, als sie Eparninondas Hilferufe vernahm. Di« Hände zuüaiiinienschlentzild,„»rat sie Wasser". bäumt« sich a««f. ahn«« den Sprung des großer« FischeL nach, überichlug sich, tauchte, bis sie außer Atem war, und heulte und pfiff wie ein« Sirene AuSgeruhr und unsinnig vor Freude, zerdrück e ich die Schtveirisblafe, schwang mich ans Ufer und von der Böschung herab drehte ich dein Barcadji. der nr'ch harte retten wollens eine lange Rase. Jetzt war es EpiMä.wudaS, der nicht begriff. Wir irennie» uns wieder als Rva- len. indes»rniere Freund»«« in ihre Kleider schlüpfte und hupfend und singend davorilief: Nerranisoule» foundo'i! Nerrantsoula foundo'i! «Ans:„Nerrantsoula", Roma»« vou P a n a i t Ist rat«. Verlag Gebrüder Enoch, Hamburg. Entnommen mit besonderer Erlaub n:s des Verlages.— Nachdruck verboten.) S schöne Winterzeit... Wie herrlich ist's, auf den langer« schmale»« Breitern durch der« verschneiten Wald zu saufen, über Abhänge z» gleiten. Wie wunderbar ist's, auf blanken Stahischuhen über die spiegelglatte Eisfläche zu fahren. Nnd wie fein ist's, im iuar»»eir Zimmer zu sitzen, ei» Buch vor sich. Bälle, Redoutcn, Kränzchen, FiPüchkeiten. Der Fasching ist kurz, mau genießt iin Eilicinpo. Leise AknsiMänge ziehen herüber, hinter den hohe»» Spiegelscheibe»« drehe»« sich Gestalte»« im«viegenden Schritt des Tanzes. Eisig wehr die Luft durch die Straßen. Der Schnee ist festgefroren, man hat Mühe, aus» recht zu bleiben, so gläsern ist die Fläche. Da, eine lange Koloimc, di« ans. vielen dnurlen Teilen zi« bestehe»« scheint. In einer Seitengasse einer belebten Straße, vor einen» großen Gebäude, stchc» Männer, Frauen, junge und alt«, ja selbst noch halbwüchsige Kinder. Fast Mitternacht. Was suchen diese Menschen hier? Lauter geduckte Körper, die vor der Kälte durch Aufschlagen der Schuh« auf dos Pflaster Schutz suche», Warnte Vortäuschen. Schneeschanflcr werde» aufgeuoinmeu. Morgen früh. Und jetzt sichen die vielen schon da um sicher zu einer Nummer zu kommen, die eine Schnecschausel verbürg». Wer früher kimunt, mahlt früher...- Arbeitslose, von der No« und den Euidch- ruiigen ausgchöhlte Körper frierend und zähneklappernd stehen sie die Nacht durch, um am Morgen das große Glück, Schnee zu schaufeln, nicht zn verpassen. sind immer neue Zuzügler kommen, i»n»nrr mehr»verden es der Jammergestalten. Zweihundert Schnecschauflcr»verden gebraucht und schon jetzt um Mitternacht sind fast doppelt so viele hier, wie viele wohl noch kv»m»e»i«verden, denen Enitäiischung harrt? Auto? fllben vorüber. die Baltgäste zu den '— 3 hellerlruchteten Sälen bringe». Hier warten hunderte Menschen in Frost und Eis und Schnee in zerschäbten Kleidern, in durchlöcherten Schuhen, mit leerem Magen auf den verheißungs über die eigene Familie zu ärgern. Aber meine Frau' wurde loütend. Sie behauptete, in der heurigen Zeit dürfte nichts Achnliches vorkom- men. Das machte'mich noch wüterrder. Was heißt das, in der hentigell Zeit? Eine Frau bleibt für immer ein niedrigeres Wesen. Ich weiß selbst nicht, weshalb ich so sprach. Aber die Antwort siel nicht nach meinem Gc- schmack aus. „Aa warte!" drohte sie. „Ich warte, ich warte, mein Täubchen", antwortete ich und begab mich in den Dienst. Nach meiner Rückkehr ins Haus sand ich weder das Mittagessen noch die Fran. Man kann sich die rasende Wirt eines hungernden armen Schluckers leicht vorstellen. Eine halbe Stunde lang trommelte ich mit den Fingern ans den leeren Tisch, bis ich schließlich eine Lasse zerschlug, die ich meiner Fran zum Geburtstag geschenkt hatte. Endlich kehrt sie mit vour Frost geröteten Wangen zurück. „Weshalb beeilst dn dich so," fragte ich ironisch,„dn könntest ruhig noch ein wenig spazieren gehen." „Ich werde abends noch ein wenig spazieren gehen." „Waäas?" Die Untertasse teilte das Lo» der Tasse. „Ich arbeite acht Stunden und du.. „Ich bitte, nicht so zu schreien," sagte sie. ,^Du bist nicht mehr mein Mann." Und mit völliger Ruhe händigte sie mir ein Papier aus, das unsere Scheidung bestätigte. „Ich kontmc nur, unr meinen Korb zu holen," sagte sie,„denn ich ziehe in das benachbarte Zimmer.". Ich tat, was an meiner Stelle die Mehr- zahl der Männer tun würde: ich ging hin, und betrank mich. Dann begab ich mich in ihr Zimmer. „Wann wird endlich das Mittagessen da sein?" „Ich bitte, auf der Steile mein Zimmer zu verlassen!" Aber ich wollte nicht fort. Es schien mir, als spreche ich ruhig, so wie ein Mann zu seiner Frau spricht, mit der er seit zehn Jahren in einem Zimmer wohnt Indessen rief sie den Portier, die Miliz und den Hausdiener und ließ mich hinauswcrfen, ja sogar verhaften. Und was tat ich denn Böses? Ich zerriß ein ganz klein wenig die Bluse meiner Frau und stieß den Milizbeamten, weil ich der Ansicht war, daß sich die Behörde in meine Familienangelegenheit nicht einznmischen hat. Ich saß zwei Wochen im Arrest. Während ich, i» der Zelle saß, dachte ich darüber nach, daß ich meine Fra» dennoch liebe und ich ihr daß sagen werde, wen» sie mich herauslassen. Statt dessen aber sagte ich: „Karja, laß es mit diesen Dummheiten ge- vollen Morgen, der für ein paar Stunden Arbeit bringen soll. . O, auch der Winter kann schön sei»... A. Bruckner(Wien). „Wir denn? Zehn Jahre lebten wir zusammen und jetzt soll dies alles plötzlich zu Ende sein?" „Za „Run gut, scher' dich zum Teufel!" In der Tiefe der Seele glaubte ich aber, daß sie mich noch liebe!> Eines Abends hörte ich im Ziunner hinter der Wand die Stimme eines Mannes, der lachte und Tee trank. „Was soll das heißen?" dachte ich und klopfte a» die Tür. „Ich habe keine Zeit," entgegnete sie,„ich bin beschäftigt!" Ich klopfte lauter. Wütend trat sie heraus. „Ich bitte, diesen Herr» aus dem Zimmer zu entfernen." „Und ich bitte Sic, eine srcnide Frau nicht zu belästigen, sofern Sie nicht ii«S Gefängnis wandern wollen." Die beiden Geizhälse.' Ein Geizhals aus Kufa hatte gehört, daß eS iu Bassora noch einen größeren Geizhals gäbe, bei dem er in die Schule gehen/könnte. Er begab sich dahin und stellte sich selbst vor als einen Anfänger in der Kunst, geizig zu sein, der von einem großen Meister lernen wolle. „Willkourmen", sprach der Geizhals von Basfora,„wir wollen sogleich auf den Markt gehen, nm einzukaufen." Sie gingen zunr Bäcker:„Hast du gutes Brot?" „Zn dienen, meine Herren, frisch und weich wie Butter." „Tn hörst?" sprach der Mann aus Bassora zu dem aus Kufa,„daß Butter besser ist als Brot, wir werden also besser tun, uns mit Butter zu behelfen." Sie gingen zum Krämer und fragten, ob er gute Butter habe. „Zu dienen, Butter frisch und schmackhaft Ivie das köstlichste Olivenöl." „Tu hörst," sprach der Wirt zu seinem Gast, die bejie Butter wird mit dem Oel verglichen, das demnach um vieles vorzüglicher sein muß." Rn» gingen sie zum Oelverkäufer:„Hast dn gutes Oel?" „Boni besten, klar und hell wie Wasser." „Ei, ei," sagte der Geizhals von Bassora zu dem von Kufa,„so ist also Wasser die beste Kost. Ich habe zu Hause eine ganze Kufe voll, wonrit ich dich herrlich bewirten will!" Und wirklich setzte er seinem Gast nichts als Wasser vor, weil cs besser als Oel, Oel besser als Butter, Butter besser als Brot sei. „Gottlob", sagte der Geizhals ans Kufa,„ich Freundlichkeit zu versuchen. Dir Franm lieben das. Ich sagte also: „Katharina Piotrowna, gestatten Sie, mit Ihnen einige Abende gemeinsam zu vertreibe«. Es ist so einsam allein. Vielleicht könnten wir gemeinsam lesen?" Bor zehn Jahren hatten ihr solche Worte gefallen. Jetzt nicht. Sie gähnte: „Dieses Lesen von Versen ist schon ein« altmodische Geschichte. Aber, wenn Me sich, anständig benehmen werden..." Aeußerst gern hätte ich sie verprügelt, aber statt dessen ging ich abends zu ihr und deklamierte ihr, wie ein Idiot, Verse vor. Aber auch das fand keine Anerkennung: „So'n Quatsch! Liebe sieht in Wirklichkeit ganz anders ans. Gehen Sie lieber schlafen." Natürlich, wenn dieser Kretin Simkow' kommt und ihr vom Vorteil der KonsumveD- i eine erzählt, lächelt sie süß und spricht: „Ach, tvie interessant das ist. Kommen Sie recht bald wieder." „Katja," sage ich ihr schließlich, so geht es nicht weiter." „Weshalb? Jetzt beginnt es gerade interessant z» werden." „Ich bin so einsam, Katja," begann ich. Und ich weiß nicht, wie es kam, aber ich gelangte zn demselben Resultat, das ich vor zchn Jahren in die Frage kleidete: „Möchtest du nicht mit mir den dornigen Lebensweg'teilen?" Sie wurde ernste Denn eine Ehe ist trotz allem eine ernste Angelegenheit. „Gut!" sagte sie,„ich bin einverstanden. Aber.ich fordere von dir als Frau, dieselbe Freundlichkeit, die dn mir als der Frenwen bewiesest"' Und, beim Teufel, ich behandle sie wie eine Fremde. Ich klopfe an die Tür, wenn sie Gäste hat und beginne mich daran zu gewöhnen, daß eine Frau vom alten Typ heute absurd ist. der» etwas Tüchtiges gelernt." Gekunövettsregekn. Gesundheit an Körper und Geist ist das höchste Gut. Tue alles, was dieses kostbare Gut erhält und vermehrt, vermeide alles, was es schädigt oder mindert. Sei vernünftig! Peinlichste Sauberkeit sei oberstes Gesetz der Gesunderhaltung. Spare nicht an Wasser und Seife! Wasche nicht nur die unbedeckten Teile des Körpers! Bor jedem Essen die Hände waschen! Keine schmutzigen Fingernägel! Halte auch deine Wohnung sauber! Benueide unnütze Staubfänger. Laß Luft und Sonne herein! Schlafe, wenn möglich, bei offenem Fenster! Mache deinen Körper kräftiger und widerstandsfähiger durch vernunftgemäß betriebene Körpcrübungen! Zimmcrgymnastik ungefähr je fünf Minuten morgens und abends. Nimm teil an den Uebungen sachgemäß geleiteter Organisationen. die das Ziel der Körperkräftigung erstreben. Wandern, Spiele, Turnen, Rudern, Baden, Schwimmen sind unvergleichlich.' Gesundheitsspender. Psicge die Zähne von frühester Jugend an! Mütter, achtet auf das Gebiß eurer Kinder! Mundspülen, Zähneputzcn abends und morgen-, ja womöglich nach jeder Mahlzeit! Gut gekaut, ist halb verdaut! Eine'vernunftgemäße Ernährung ist die Grundlage unseres Lebens und unserer Gesundheit. Recht viel Obst, Gemüse und Früchte! Salate, rohe Wine Gye. «tu» tem geocatoärtiacu rrnstjkyen Leven. Bon I. Ich ärgerte mich über meine Fran deswegen, weil das Essen angebrannt war und es scheint, daß ich He Gans oder auch dumm nannte, aber ich erinnere mich nicht mehr. Unbedingt hat ein Mann, der für die Ernäyrung der Familie sorgt, das Recht, sich-zeitweilig Lomakin. »ug sei». Dn hast mich beleidigt, aber ich verzeihe dir. Du kannst wieder in mein Zimmer ziehen."' „Ich sagte Ihm»»schon taustndmal, daß sie nicht mehr mein Mann sind!7 entgegnete-sie. Die Tur ichloß sich krachend. „Fremde Frau?".... Aber sie muß mich doch noch lieben! Ich kenne sie schon zehn Jahre, ich weiß, daß sie eigensinnig ist. Aul llächslen Morgen beschloß ich, cs mit rr tYVf v v vt t v t t irrTTf» r r- rrrt rrrt^ t t t t t habe meine Reise nicht umsonst gemacht, son — 4— Mohrrüben, Tomaten, Südfrucht und andere roh genießbare Nahrungsmittel, di« lebenswichtig« Ergänzungsstoffe(Vitamine) entzalten. * Hüte dich vor Geschlechtskrankheiten! Sie find bei vernünftigem Handeln zu vermeiden. Laß dich warnen nick belehren! Rur frühzeitige und sorgsame ärztliche Behandlung kann Hei» lang bringe« und vor schwerem Siechtum bewahren. Wer als Geschlechtskranker«inen anderen in Ansteckungsgefahr bringt, macht sich strafbar. » > Denkt daran, daß die Tuberkulose eine ansteckend« Krankheit ist! AnfteckungSquelle ist vor» nchnllich der hustend« Lungenkranke(Tuberkelbazillen). Niemand anhusten! Nicht ans den Beden spucke«! Auswurf unschädlich machen! Enge Wohnung, Unsauberkeit, Unterernährung, Köcherschwäche, begünstigen die Erkrankung. Besonders sind die kleinen Kinder. Manche hustenden alten Leute find, ohne eS zu wissen, ansteckend tuberkulös. Fragt die Tuberkulose- Fürsorgestellen um Rat! * Gestatte deinen Tageslauf gesundheitsgemäß! Acht Stunden Arbeit, acht Stunden Schlaf für Erwachsene(für Kinder mehr) und acht Stunden ruhiger Erholung sind durchschnittlich das richtige Raß. Richt die Rächt zum Tage machen! Meter Höhe. Unter ihnen sind sieben sehr alte Exemplare, deren Alter auf 6000 Jahre geschätzt wird. Zur Rokokozeit gab eS Frisuren, bei denen vasenartige Wasserbehälter in daS Haar hinein- gearbeitet waren, um die aufgesteckte« Blumen für die Dauer des Tage» frisch zu erhalten. $ Bon den Gedichten HeineS gibt es über 8000 Kompositionen. * Bon den Säugetieren erreicht der Esel 108 Jahre, da» Pferd 40 bis 60 Jahre, Rind 20 bis 25 Jahre, Schaf 20 Jahre, Hund 28, Katz« 22, Elefant und Walfisch 200 Jahre, a Mit der Ultrawaage kann man ohne Schwierigkeit einen Gegenstand von etwa SO Gramm Gewicht auf ein Zehnmillionsbel Gramm anSwiegrn. Die ägyptischen Schöpfräder haben sich durch einige Jahrtausende hindurch in ihrer Form erhellten. Man hat sie auf 4000 Jahre alten Sarginfchriftrn und Hieroglyphen gefunden, in derselben unveränderten Form wie hetue. W Mammutbäume werden über 8000 Jahre alt. „Kaiteenzucht leicht gemacht." Wenn früher jemand an den bizarren, fremdartigen Pflanzen, die unter de» Namen Kakteen zusammeugefaßt werden, Freude hatte, kam er leicht in den Ruf eines Sonderling». Seit einigen Jahre« denkt man darüber ander» mW di« Zahl derjenigen, welche diese seltsamen Pflanzen trotz ihrer Stacheln und chen wegen ihrer grotesken Formen liebgewin- neu, wird immer größer. Um Kakteen verständig zu pflegen, dazu gehören gewisse Kenntuiffe sowohl beim Einkauf wie bei ihrer Züchtung. Kaktecufreund« werden e» daher nrit Freude begrüße«, daß im Berlage der Franckh- fchen Verlagsbuchhandlung, Stuttgart ein Büchlein erschiene» ist(^Kakteeuzucht leicht gemacht^. Grundsätze neuzeitlicher Kakteen» und Sukkulentenpflege von Dipl. Landwirt W. v. Roeder, Preis kartoniert Alark 5.50), das alle auf die Züchtung und Pflege dieser Pflanzen notwendigen Ratschläge enthält. Der Kakteenliebhaber erfährt hier, was er über die Heimat und Lebensbedingungen dieser Gebilde wissen soll, auch über da» Setzen, die Düngung, Winterpflege und die Bewässerung wird ihm alles Nötige mitgrteilt. An der Hand diese» Büchleins werden die Kakteenfreunde in der Lage sein, issest ihre Pflanzen- lieblinge nicht imr gesund zu«halten, sondern auch für ihre Aufzucht zu sorgen, denn der Verfass«, der ein erfahrener Aichmann und ein bÄkmnter Kakteenzüchter ist, gibt ihnen An»- kunft über alles Wissenswerte. Was mancher nicht weiß. Die Wege der Menschheit soll nach der Ansicht des amerikanischen Forschers Osborn au» eutwickluugsgeschichtlichen Gründen nicht iu besonders fruchtbaren Ländern zu suchen sein, sondern dort, wo die Lebeusbedingungm schwierig und der Kampf umS Dasein groß war. In Betracht kommen besonders die Mongolei oder Tibet, beides Gebiete, in denen nach Urmenschen noch wenig geforscht werden konnte. Die Zeder« von Libanon, von denen e» »och 307 Bäume gibt, befinden sich in fast 2000 Tulpe» im Wat«. Wenn i» der Natur noch Ei» und Schnee de» Boden decken und alles Leben unter der Erde noch schläft, erschließen im warme» Zimmer»nb Treibhaus schon die Tulpe» ihre sarbschönen Blüte». Unsere Vorväter nannten sie Tulipanen, in d« Meinung, daß dieses Wort die türkische Bezeichnung d« Tulpe sei, die au» d« Türkei zu unS kam. Die» ist jedoch, wie dir Forschung sestgestellt hat, nie d« Fall gewesen, da in d« türÜschen Sprach« die Tulpen„1ale" heißen. Dagegen bezeichnet man in der Türkei da» Stück Resseltuch, mit dem di« Türken früh« ihren Fes umbauden, mit dem persische» Wort „Tulpend", woraus im Lause der Zeit und durch die Europa« verstümmelt, da» Wort „Turban" entstand. Erst au» der Bezeichnung Turban ging dann schließlich da» Wort Tulpe hervor. Wahrscheinlich erfolgte die Ueber- tragung dies« Benennung auf die ursprünglich rote Blüte deshalb, weil sie iu Gestalt und Farbe an den einstige» tuchumwundenen Fe» erinnert. Jedenfalls aber gaben nicht die Dirken, sondern nur die Europa« der Blüte die Bezeichnung der orientalische« Kopfbedeckung. Spracheababek Amerika. Rach dem neuesten Zeitungskatalog ein« bekannten Annoncenexpedition in Philadelphia gibt e» in den Ver- einigten Staaten 20.636 Zeitungen, darunter 2272 Tages- mw 11.151 Wochenblätter. 78 Tageszeitungen habe« an Sonntagen reich« illustrierte Beilagen. Unter de« 1083 fremdsprachigen Blättern gibt e» IW spanische, 182 deutsche, 124 italienische, 8 arabische, 4 albanisch«, 22 iu der Philippi» eusprache, 42 jiddisch«, je«in bulgarische», estläudische», assyrische» und lettische», 16 hollLldische, 78 tschechoslowakische, 45 französisch«, IS portugiesische, 43 norwegisch« und dänisch«, 1g armenisch«, 2 belgisch-flämische, 26 japanische Zeitungen, außerdem gibt eS noch 782 geistlich« Blätter. Wollen Sie wisse», wi« att Sie werde»? Ei» sehr einfache» Mittel, um herauSzubekom- mcn, in welche« Jahre seine» Lebens jemand sterben wird, empfiehlt Sir H. Rollerton in der englischen Zeitschrift„Opinion". Man hat nicht» weiter zu tun, al» das Alt« zusammen- zuzählen, in dem Bat« und Mutt« und die vier Großeltern des Betreffenden gestorben sind. Die auf diese Weise erhaltene Zahl wird dann durch sechs geteilt, und man weiß, in welchem Jahre seine» Lebens man darauf gefaßt sein muß, von dieser Welt Abschied zu nehmen. Rollerton ist immerhin vorsichtig genug, hinzuzufügen, daß diese Methode nicht ganz unfehlbar ist....- Peinlicher Irrtum. Die kurzsichttge alte Dame hatte schon längere Zeit im Antiquari- tätenladcn herumgesucht, ohne da» Siechte gefunden zu haben. Plötzlich stieß sie eine» entzückten Ruf auS:„Ab! Was kostet die wunderbare chinesische Teufelsfratze dort drüben?" Der Verkäufer sah nach der Ecke, nach der die Dam« zeigte, und«widerte btt>auernd:„Verzeihung, da» ist uns« Chef!" Di« ehrlichen Finder.„Testern fanden Max und ich«ine Brieftasche mit 100 Mmck!"— „Hoffentlich seid ihr Ehrlich gewesen?"—„Natürlich! Jüwr hat die Hälfte gekriegt!" Mnsskalischr Karriere. I« mein« früheste» Kindheit hing mir d« Himmel voll« Geigen. Spät« hörte ich oft den Brummbaß meine» Bat«» und wurde nach Rote« verprügelt. Nach beschlossenem Studium fiel ich mtt Pauken und Trompeten durch, mein väterliches Erbteil ging flöte«, ich wurde Sänger und man pfiff mich au», so daß ich ost das Gefühl hatte, eS dröhnte» dir Posaune« von Jericho mir in den Ohren. Jetzt pfeist ich auf den letzten Loche und vertreib« al» Leierkastenmann meinen Mitmenschen die Grillen. And da versucht man, mir die musikalische Befähigung abzusprechen. Brav« Maa«. Ja der„Wertinger Zeitung" liest man folgend«„Warnung": Ich we«e jeden, d« die unwahren Aussagen behauptet, daß meine Schwiegermutter die Maul- und Klauenseuche eingeschleppt hat. grrichtlich belangen. Ambro» Kapeller, Aiedsend. Farbe.„ES ist rin Skandal, daß ich iu Ihrem Laden mir meinen Anzug mtt Oelfärbe verdorben habe."—„Aber mein Herr, habe» Sie denn da» Plakat„frisch gestrichen" üb«- sehen?"—„Ich bin mißtrauisch, den« wie ost habe ich bei Ihne» die Aufschrift«„frische Eier",„frisch« Gurken" gelesen, und e» Ware« doch nur leere Versprechungen." Trost. Eine Frau starb im ersten Wochenbett. Ter unglückliche Mann, von dem die ganze Stadt wußte, daß ihm die Frau Hör- n« aufgesetzt hatte, klagte und weinte heftig. „Eine» muß Sie trösten," sagte Saphstr,„Sie sind an ihr«« Tode nicht schuld!" Nachbar«. Manche Stute sind nie zufrieden. All« Nachbarn beschwerten sich, daß uns« Säugling nacht» imm« so schreit. Infolgedessen singt ihn meine Frau jetzt Wiegenlich«. Da haben sie wieder an die Wand geklopft und gesagt: fassen Sir ihn schreien!" Rett« Andsichten.„Können Sie mich in das beste Hotel hi« am Ort führen?" fragte ein Fremd««inen Mann aas der Straße.—„Ich kann schon, ab« ich möchte nicht," sagt« der Angesprochene.—„Warum nicht?"—„Weil Sie denke» werden, ich fei«in Lügner, wenn Sie«S gesehen haben." Schwedisch« Hum«. Die alte Fra« sicht am Süchenfenst«, al» eia Lumprusmmnl« auf den Hof kommt.„Haben Sie alte Knochen?" ruft er hinauf.—„Ja", antwortet die Frau, „alte Knochen hab« ich schon, aber die brauche ich vorläufig noch selber."