Feieraberg Feierabe d Mr. 29 Unterhaltungsbeilage. Zwei Briefe über die Liebe. Sehr verehrte, liebe Freundin! Ihr letzter Brief veranlaßte mich, zu demfelben Thema noch einmal Stellung zu nehmen, da meine Gedankengänge von Ihnen anscheinend nur gefühlsmäßig auf genommen worden sind. Ich muß allerdings zugeben, daß es mir stets schwer gefallen ist, mich von Vorurteilen freizumachen; aber schwarze Schwäne soll man nicht einmal gegen sich selbst galant sein? sind auch bei hnen seltene Ware; und so darf ich in unserm immer noch egoistischen Zeitalter hoffen, daß diese Raratät ein bevorzugtes Plätchen in Ihrem Herzensschreine behält. Meinen Ausführungen lag zugrunde, daß die Grade des Verliebtseins in heutiger Zeit in ihrer Wirkung nach außen nicht mehr dem sittlichen Koder entsprechen, den die Menschen seit Jahrhunderten in puncto puncti befolgt haben. Alle verliebten Schwärmereien, alle Mondtändeleien, wo die Beteiligten auflodern wie Strohfeuer, sind und bleiben doch den Meisten Episode, wenn auch manches Weiblein, durch etliche Dußend Romanschreiber, die die Wonnen des sechsten Sinnes in den glühendsten Farben schildern, inspiriert, seine Lebensgeschichte von jenem Zeitpunkte datiert. Aber selbst die Riesenkraft des Herkules baut heute keine Tempel mehr, in denen Göttinnen wohnen, und unsere Gegenwarts engel machen einen starken Gebrauch von ihren Flügeln. Gleich Nachtfaltern schwärmen sie im Schatten des Abends. Wenn auch Liebe blind machen soll, so wissen doch manche aufs ſchärfſte ihr Interesse oder ihr Vergnügen zu erspähen. Plato nennt die Liebe die göttliche Raferei; aber wehe dem Amokläufer, der zu ſvät die Wahrheit des Paradores erkannte: Die Hälfte iſt mehr als das Ganze; denn tauſende Betörte haben vergebens die Hälfte zurückgewünscht, als sie sich der Leere des Ganzen bewußt wurden. Bon D. Heuer. 1929. Die Liebe wohnt zu sehr Parterre. Edle| Sehr verehrter, lieber Freund! Sturs gefommen. Die Heiligen haben ihren nicht überzeugen können. Sie sind nicht nur Liebe, der wahre Minnedienst, ist außer Auch ihre zweite Ausfertigung hat mich Schein verloren. Romeo und Julia, Wer- physisch, sondern auch seelisch alt geworden, ther und Lotte sind aus dem Jugendpara- lieber Freund. Verzeihen Sie diese Offendiese vertrieben. Nur noch belle aventure herzigkeit, aber sie ist notwendig, damit wir steht der Sinn. Uns galt die Liebe als die höchste Naturpoesie; aber die heutigen Menschen sind zu prosaisch geworden. Ein Handfuß? Am Ende des vierten Jahres tüßte Wieland zum ersten Male feiner Doris die Hand. Lottes Bujenschleife galt dem Werther mehr als alle Reichtümer der Welt. Ein Schauspiel für Götter, zwei Liebende zu seh'n"- Wo findet sich heute der Dichter, der mit Inbrunst die Gefühle reiner Liebe su schildern vermag? Verschwenderisch genug stellen die Schriftsteller ihre Attribute bei Seelengelübden" und die Seladons wissen einen guten Gebrauch davon zu machen. Und gewöhnlich weiß die Liebe nicht, was sie im Rausche leicht verspricht; aber darf dies zur Entlastung dienen, wenn die fides implicita so arg getäuscht wird? Und aus manchem pastor fido wird, wenn das Blut brennt, ein Orlando furioso; aber was nüßen die Millionen zu spät geweinter Tränen? So unterstreiche ich meine Behauptung im letzten Briefe: Tiefe und Innigkeit des Gefühls werden nicht mehr geschätzt; Verliebtsein wird gleich Liebe gesetzt: für Ideale schwärmen gilt als lächerlich; Phantasiegestalten lieben ist nicht furzweilig genug; das Geheimnisvolle, das Unaussprechliche, die feligsten Empfindungen erzielen nur mit leid, wenn nicht gar Spott und Hohn. Will die Menschheit wieder einziehen in Arkadien, so muß die Liebe aus Freund schaft und Hochachtung sprießen und sich nicht nur beschränken auf den Augenblick, wo die Engel ihre Augen mit den Flügeln bedecken, um nicht eifersüchtig zu werden. Verstehen Sie mich recht, sehr verehrte So sehe ich die Welt, sehr verehrte Freundin: Gazellenangen gefallen nicht mehr, über sanftere Empfindungen lächelt Freundin, und verstehe nicht mehr die heudie Welt. Die Weiblein sind noch schlimmer tige Sprache des Herzens. als die Männlein und verderben mehr Geschlechtsgenossen als die„ Tyrannen". In Verehrung Ihr hadernder Philosoph. die rechte Linie für unser Thema finden. In Ihrer Abgeschlossenheit fühlen und sehen Sie nicht mehr das Sehnen der heu tigen Menschheit. Und wenn Sie noch philo sophischer reden als Sofrates, Sie können die reine Liebe, die auch heute noch auf Feuerschwingen die Welt durcheilt, wohi negieren, aber nicht aus der Welt schaffen. Die starten Neigungen veredeln auch heute Jungfrauen und Jünglinge, und im Gedenken dieser Stunden freuen sich Männer und Frauen im spätesten Alter. und Ich habe durch das Erblühen meiner Tochter und durch den Umgang mit der Ju gend erfahren, daß die Herzen noch in demfelben Taft schlagen, daß auch heute noch reine Empfindungen reine verehrende Schwärmerei zu finden sind. Hero und Leander, Helvise und Abelard, Siegwart und Mariann sind noch Heilige der Liebenden. Die Lerche singt ihnen dieselben Herzenssymphonien wie zu unserer Zeit, sehr verehrter Freund. Die Jugend erlebt noch heute jene ersten Frühlingsstunden der Liebe, wo die fühnsten Hoffnungen durch einen Gruß der heimlich Geliebten erfüllt werden. Und es ist noch längst nicht das Ende aller Poeſie, wenn der natürliche Lauf die Idyllenwelt allmählich zum Schwinden bringt; reife Menschen dienen ihrer Liebe, wenn auch ihre Göttin das Hausfrauenkleid angezogen und der Rosenschimmer der Jugend der Vergangenheit angehört. Nur in der Erinnerung leben, lieber Freund, wie Sie es tun, muß ſchmerzlich sein, und ich verstehe deshalb auch wohl, daß Sie mit Salome reden: Alles iſt eitel. in Hand wandern; Sympathie und AntiDoch die Pärchen werden weiter Hand pathie sich weiter anziehen und abstoßen. Der wahre Grund dieses Naturgeheimnisses wird unergründbar bleiben. Und wenn der Bischof von Speier der jungen Gemahlin Agnes des alten Kaisers Rudolf beim Heraushelfen aus dem Wagen -2ein Küßchen gab, weil er ihren Reizen nicht widerstehen fonnte, so können Sie, verehrter Freund, unsern Männern nicht gebieten, wie jener Kaiser: Küßt statt der Agnes das agnus dei. Die Liebe" auf dem Markte und an den Zäunen hat es immer gegeben. Unter den herrlichsten Blumen kann auch eine Aaspflanze wachsen. Dämmerungsfalter und Straßennymphen wirken aber auch heute Straßennymphen wirken aber auch heute noch auf den größten Teil der Männerwelt abstoßend. Sind nicht diese Töchter der Freude zu bemitleiden? Und, verehrter Freund, wem diese aufgestellten Maufefallen nicht schreden, der fürchtet sich auch nicht vor Keuschheitskommissionen, wie sie einst Rofe im Wind. Novelle von Kurt Münzer. wäre". Aber dieses Mal... Ich selbst saß mit Felig in der„ Stala",„ Das sagt jede", brummte er.„ Dann müßte als die japanische Gaullergruppe gastierte. mein Weg mit Leichen besät sein, wenn das Fünf Männer, drei Frauen und zwei Kinder wahr produzieren sich da mit Klettern, Messerwerfen, Jonglieren, Springen, Trapezturnen, mit Bau- Ich sah ihn ein paar Tage nicht. Am ersten berstückchen und Tanz. Es war nicht eigentlich des neuen Monats fiel mir ein, daß die schöne Besonderes oder Neues, das schönste waren die Roſe im Wind nun ja abgereiſt ſein müßte. echten alten Kostüme und das jüngste Mädchen, Und ich machte mich auf, um von Felix Ende eine vielleicht Siebzehnjährige, in deren lilien- und Abschied seines Abenteuers zu hören. Es weig gemaltem Gesicht ganz schwarze Augen war mittag, als ich die fünf Treppen erstieg. tierdumpi brannten und ein Mund blutrot, Die Tür zum Atelier stand offen. Ich rief; flein wie eine Stirsche lächelnd stand. Sie tat keine Antwort. Und plötzlich durchgranfte mich nicht viel, diese Schöne, wechselte dreimal ihren eine Ahnung. Ich stürzte hinein. Kimono und den Obi, den gestickten Gürtel, Wenn die Menschen in die Jahre kom- trippelte jacht auf ihren Geta, den Holzbrett men, wo ein gesteigertes Lebensgefühl sie er- chen an den Füßen und fächelte sich, war eine füllt, wird auch die Liebe rein und elemen- Dame, die aus einem Korb verschwand und ich tar hervortreten. Amor und Kupido werden wiegend im Parkett auftauchte. Dabei streiste weiter auf unbekannten egen fich in die sie uns, ſie ſah meinen Freund an. Er ftiek Herzen schleichen und die Paare sich an einen Ruf des Entzückens aus, und sie zögerte. ihrem Anblick nicht genug tun können. Sie war ein fünstliches Wesen in ihrer starren, weißen geschminkten Maste. Nur Mund und Augen lebten merkwürdig in der Starre des Gefichtes. Maria Therefia einsette. leben. " Ich werde sie malen", sagte Felig und ging fort, die Japaner in ihrer Garderobe auf zusuchen. Auf seiner Staffelei stand das vollendete Bild der Japanerin. Aber davor am Boden lag etwas, ein Mensch. Ehe ich mich büdte, wußte ich: Der Maler.-- Er lag auf dem Gesicht, aus seinem Rüden, den weißen Kittel böllig tränkend, ſchott fäwärzlica vor ein Strom Blut gefloſſen... Ein Dolchſtoß von hinten... Und wie um sie anzurufen, die Mörderin, hob ich den entsetzten Blick zu ihrem Bilde, um noch fürchterlicher zu erschrecken... Das strahlende Leuchten in dem Antliz der Liebenden und der Widerschein der lächelnden Heiterfeit spenden auch dent verWas war geschehen?... Hatte der Maler grämten Menschen einen Funken des göttin legter Stunde sein Motiv geändert?... Nicht lichen Geistes. Schauen Sie nur einmal unmehr blickte die nadie junge Frau auf ihren befangen die heutige Generation lieber Leib hinunter, um ihn aufzuschlizen: sie sah Freund, so werden auch Sie wieder das leise Er kehrte nicht mehr zurück, aber ich aus dem Bilde hinaus, hinab auf den Boden harmonische Tönen hören, das den Welten- war längst seine Eigenwilligkeit gewöhnt. Ich vor sich, dorthin, wo der Tote lag. Und das raum durchflingen wird, solange Menschen vergaß den Vorfall überhaupt, aber fünf, sechs Viesser in ihrer Rechten o! es troff von Tage später, als ich sein Atelier betrat, faß die Blut... junge Japanerin in blaupfau mit roja und Natürlich, es war nur frische Farbe. Aber gold in einen weißen Obi mit gestidten rosa ein Rätsel ist dennoch um das Begebnis. Der Rosen bei ihm und bereitete Tee und zwitscherte Maler mußte nach Aussage des Arztes mor zehn Worte Deutsch. Sie war am Tage nach gens, etiva um neun ermordet worden sein, und jenem Abend seine Geliebte geworden. Welche die japanische Truppe war vollzählig, Rose im Frau, die Felig begehrte, hätte sich ihm verjagt? im Wind einbegriffen, um halb eif Uhr nachts Dieser wahrhaft Glückliche fannte nicht den un nach Hamburg abgereift. Neun Japaner beerfüllten Wunsch.„ Aber an einem erfüllten schworen Roses Alibi... Und bis heute ist wirst du einmal sterben", soll eine Händlerin der Mörder nicht gefunden... Kann man jo einmal gesagt haben. Er erzählte es uns an phantastisch sein, zu behaupten, das Bild ei einem seiner tollen Atelierfeste, im Stile der aus seinem Rahmen gestiegen, Radhe an dem Pariser Montparnasse- Bälle. Trenlosen zu vollziehen? Und in den Rahmen aurüdgefehrt, habe es den befriedigten Blick nicht mehr von seinem Opfer fort auf seinen eigenen todbestimmten Leib richten können?... Ich bestreite Ihnen nicht, daß es Chen gibt, wo Mann und Frau nur die rein finnliche Auffassung vereint; doch auch heute besteht noch geistige Gemeinschaft zwischen den Geschlechtern, und vielleicht mehr denn früher, die dem Leben erst den höchsten Adel verleiht. So hadern Sie nicht weiter mit dem heutigen Geschlecht, verehrter, lieber Freund, es ist nicht anders organisiert wie die vergangenen und weiß noch immer sich selbst zu spenden, ganz und ohne Maßen. 00000000 In Verehrung Ihre schauende Freundin. ooooooooo000000000 Die goldene" 3eit. Liebe ist eigentlich eine unangenehme Sache, Ich weiß nicht, ob es anderen Leuten auch so geht: aber wenn ich alle fünf Jahr- eine Eroberung machte, wird todsicher der innerſte Mensch nach außen gedreht. Der Magen benimmt sich, als sei er verstaucht, als hätte fein Juhaber fich gewaltig überfressen. Und dabei hat man zwar 85 Zigaretten hinter einander geraucht, aber seit zwei Tagen nur ein paar Brötchen gegessen. Selbst die Flasche zwischen dem Doppelfenster bleibt unangerührt. Man tann nicht mal ordentlich einen verlöten, weil man immer den Fahrstuhl in sich spürt. Und ein Telephonanruf bewirkt dunkles Erröten. Wegen dieser Erscheinungen nehm' ich mich vor der Liebe in Acht. Allerdings geht das alles recht schnell vorbei, denn in einer späteren Periode kommt Liebe nicht mehr in Betracht, and man futtert wieder für drei. Balentin(“). 00000000 Die fleine Japanerin hieß, ins Deutsche übertragen, Rose im Wind... Sie war entzüdend, sie war wirklich leicht wie eine Blüte, die Luft schien sie zu tragen, sie duftete wie cin nächtlicher Garten, zerbrechlich dünn war 000000 sie. In Felix Armen schien sie ein Kind, ein Spielzeug Aber diesem schönen, starken Burschen war die Liebe auch nichts anderes als ein Spiel, und wie ein Senade liebte er, sein Eine deutsche Angelegenheit in drei Injeraten. Spielzeug faputt zu machen... Er malte einen Akt von Rose und Wind. Stimono lag, nadi da und hielt einen Dolch Sie stand vor einent Sessel, auf dem ihr blauer in der Hand. Sie sah aufmerksam gespannt auf ihren Leib, im weißen Gejicht etwas wie Neugierde, Bosheit: um das Harakiri an sich zu vollziehen... Es war ein schauriger Gedanke, und als ich einmal Rose traf, wie sie vor dem fast vollendeten Bilde stand und es betrachtete, flüsterte Zumi San so sie:„ Wird sein einmal sterben Ja". Aber Felix hob sie auf und wirbelte sie durch die Luft. Er erzählte mir von dieser Liebe entzükfende Episoden. Rose im Wind mußte die Zärtlichkeit, die feusche Leidenschaft in Person sein. Und nun lief der Monat ihres Aufenthaltes ab, die Truppe mußte nach Hamburg hinauf, wo sie sich nach weiteren vier Wochen wieder einschiffen sollte. Felix berichtete halb lachend, halb verdrießlich, wie Rose fich verzweifelt gebärdete, ihn auflchie, sie bei sich zu behalten, fie fönne ohne ihn nicht mehr leben.. Es lebe der Titel! I. Emil Müller, städtischer Beamter Minna Schulze, Anftoltsleiterin Verlobte. Magdeburg, Pfingsten 1928. II. ( Acht Tage später.) Meine Verlobung mit dem Straßenehrer Emil Müller erkläre ich hiermit für aufgehoben. Minna Schulze, Aaftaltsleiterin. Magdeburg, Datum. HI. ( Am Tage darauf.) Meine Verlobung mit der Bedürfnis. anstaltswärterin Minna Schulze wurde auf mein Ersuchen gelöst. Emil Müller, städtischer Beamter. Magdeburg, Datum. („ Simpliziffimus“.) 3. Das gute Buch. Die Weltgrift- er". " Kultur. Bon Karel Capet. Es wird oft Klage geführt, daß zu wenig Bücher gelesen und gekauft werden. Das ist ge wiß wahr und es sprechen dafür zwei gewichtige 9. Der im hastenden Berufsleben abgehenie[ Gustave Flaubert: Heriodas", Paul Umstände: die schlechten wirtschaftlichen Verhält Mensch entbehrt meist der Kenntnisse und der Bourget:„ Der Sachverständige u. a.", niffe, in denen der Großteil der Menschen lebt Möglichkeit, sich in den Erscheinungen der Lite- Luise Büchner:„ Weihnachtsmärchen", und die geringe Pflege der Kulturinteressen und ratur zurechtzufinden und er wird bei der Suche Kurd von Schlözer:„ Briefe aus Mexiko", Kulturideate, durch die Schichte der heutigen Be nach der Befriedigung seines Lejebedürfnisses Spies: Türkische Erzähler der Gegenwart", figenden und Zahlungskräftigen. Alle Reffame leicht das Opfer gerissener Verleger. Mit fnal Christof Fritens:„ Ost Indianische Reisen fann an diesem kulturellen Nebelstande nus lig- farbigen Buchumschlägen, padenden Titeln und Kriegs- Dienste", O. E. Sartleben: wenig ändern. Dennoch: soll die Basis für die und mitunter auch durch niedrig festgesette„ Das Chefest", Sigfrid Siwert: Die Mä- Verbreitung des guten Buches erweitert werden, Preise suchen diese das Publikum anzuloden, farpiraten", Edgar Allan Poe:„ Pyms so kann dies nur nach der Seite der bildungsSensation, Spannung ankündigend. Oft genug abenteuerliche Ergebnisfe", Henry Pon- hungrigen Massen hin geschehen. Das in Selbst. ist es aber gewöhnlichster Kitsch, der sich hinter Taille:„ Kinderschidjal", Rüttenaner: gefälligkeit erstarrte buch- und geistesfremde der Aufmachung verbirgt. Für sein gutes Geld Der Gott und der Satur, A.-de Musset: neue Bürgertum, dessen Sinn allein aufs Maerhält der Käufer schlechte geistige Ware statt Der Sohn des Tizian", Karl Lerbs:„ Die ferielle gerichtet ist, wird sich bestenfalls mit der geistiger Bereicherung. Da gibt es Serien- Spende", Lenormand: Spione u." a.", stumpfsinnigen Unterhaltungsliteratur und der Bücher in weithin leuchtenden Farben, unter avedan:„ Bei einer gemeinsamen Frenn- Bildungssurrogaten begnügen, die weder sein denen hie und da ein besseres Buch eingereiht din", Otto Soyta:„ Die Erfolge Philipp Sirn belasten, noch sein Herz berühren. Indem ist, der Großteil ist wertloser Schund, der kaum Soulos". Daneben gibt es noch viele andere die Sozialdemokratie für die Sebung der Les die Aufgabe zu erfüllen imſtande ist, den Leser Werte der bekanntesten Autoren. Die Tamm- benserhaitung der Massen kämpft, wirkt sie als ein paar Stunden zu unterhalten, daß er sich fung der Weltgeist- Bücher" hat bereits weit- Bahnbrecherin der Kultur und der Geistigkeit. nachher nicht vor sich selber schämen muß und gehende Beachtung gefunden und es ist diefe: Gerne sei anerkannt. daß auch heute schon fich an den Inhalt auch noch nach einigen Tagen Bücherei allein schon wegen ihrer geschickten 3n- manche Verleger durch billige Preisgestaltung zu erinnern. Man braucht nicht so strenge zu fammenstellung, aber auch wegen der geschmack der Bücher und sorgfältigste Auswahl dem Bil fein und verlangen, jedes Buch müsse den aller vollen Ausstattung der Bändchen noch eine weit dungstrieb der Werftätigen Rechnung zu tragen höchsten Anforderungen entsprechen, aber wo- größere zu wünschen. Den wissenschaftlichen, suchen und unter diesen steht der Verlag der gegen der Kampf geführt werden muß, das ist, literarischen und fünstlerischen Bildungsbeftre-„ Weltgeist- Bücher" nicht an letzter Stelle. daß durch die aufdringlichste Reklame gewisser bungen wäre damit ein guter Dienst erwiesen. Berleger, die es sich leisten können", so viele Bücher unter das Publikum gebracht werden, die weder einem erleseneren Unterhaltungsphaltierte Straßen zeugen für keine höhere Kul tur als ein Pflaster von Kaßenköpfen. Aber bedürfnis noch der seelischen Erhebung dienen, das Bedürfnis nach glatter und stiller Fre sondern nur der geistigen Verdummung. Vor Attentaten auf den gesunden Menschenverstand Es ist nicht allein ganz flar, was eigentlich quenz, nach Schnelligkeit und Sauberkeit, is müssen die Leser gewarnt werden, vor der Un- Sultur" bedeutet und was alles„ Kultur" iſt. eins der kulturellen Ergebnisse unserer Zeit. wahrhaftigkeit und Gefühlsverlogenheit, die Es ist zweifellos wahr, daß die Lehrfanzel für Der Lohnkampf ist an und für sich nicht ful ihnen gewiffenlos und geschäftstüchtig von be- Indogermanismus an der Universität eine kulturell; aber der Kampf um Erhöhung des Le turelle Angelegenheit ist; aber ein Stränzchen bensniveaus ist unser aller Kulturangelegen triebsamen Verlegern serviert wird und sie zu auf dem gebedien Tisch ist in seiner Art auch heit. Alle menschliche Tätigkeit, die das Ziel hat, allem dabei auch noch tötlich langweilen. eine kulturelle Angelegenheit. Der Konsum unser Leben zu vervollkommnen, zu erleichtern eines guten Buches ist ein kultureller Maßstab, und zu ordnen, ist kulturell. Es gibt feinen Um so lobenswerter muß das Bemühen aber der Konsum von Obst oder der Konsum gähnenden Riß zwischen Kultur und allem an anderer Berleger hervorgehoben werden, die eine von Seife ist auch ein fultureller Maßstab. Zur deren. Ich würde nicht behaupten, daß das erzieherische Mission zu erfüllen suchen. Unter Stultur gehört die Universität und die Küche, Brüllen der Motore die Musik der Gegenivars diesen sind an vordester Stelle die Weltgeist Poesie und Fußball, die Volksschule und das ist. Aber das Gebrüll der Motore ist eine der Bücher" zu nennen( Weltgeiſt- Bücher- Ver- Badezimmer. Es liegt nur daran, wie man Stimmen der Polyphonie des kulturellen Ves lags- Gesellschaft m. b. H., Berlin- Charlotten- alles benut. Kurz gesagt: sobald wir uns bens, so wie der himmlische Klang einer Geige, burg 2), die in feinen, farbigen Leinenbändchen entschließen, den Menschen als Kulturgeschöpf oder die Worie eines Redners, oder das Ge als eine Serie von Büchern erscheinen, von zu betrachten, ist alles, was aus seinen Hän schrei auf dem Sportplay Stimmen dieser Po denen jedes einzelne die sorgsam prüfende Hand den kommt, alles, was er besitzt, um gut zu Typhonie sind. Die Kultur ist kein Abschnits verrät. Es ist im besten Sinne Bildungsstoff so leben, ein Kulturfaktor. eder Bruchteil des gegenwärtigen Lebens, fie wohl in der wissenschaftlichen und klassischen AbBedenken wir, der Mensch muß in einem ist seine Summe und sein Mittelpunkt. teilung dieser Bücherreihe, als auch in ihrem Loch oder unter einem Dach wohnen. Aus vicschöngeistigen Teile, Bücher, die man nicht bloß fem sehr einfachen physischen Bedürfnis hat er lieft und weglegt, sondern die man in seine schließlich eine Menge von Dingen geschaffen, Hausbibliothek stellt und die in ihr einen ehren wie die Architektur, die Bilder an der Wand, Die Riesen der Tierwelt hat der Mensch vollen Platz einnehmen. Das einzelne Bändchen das Muster auf dem Teppich, die Vase auf dem siegreich bezwungen. Der Ur, einst der kostet 65 Pfennig, doch sind, um die Herausgabe Tisch, Ziermöbelstücke und Blumen am Fen Schrecken unserer Wälder, ist längst ausgestor auch größerer Werke zu ermöglichen, mehrere ster. Die Natur hat dem Menschen das Be- ben. Bären und Wölfe sind aus Mitteleu Nummern in einem Bande vereinigt, wodurch dürfnis des Essens, der Liebe, des Spieles und ropa vertrieben. Der Elefant ist zum Lastender Buchpreis natürlich eine entsprechende Er- die Fähigkeit zu Erkenntnissen gegeben. Aus höhung erfährt. Die Sammlung zählt bereits dieser Handvoll Bedürfnissen und aus dem Hunmehrere hundert Nummern und umfaßt( wie ger heraus hat der Mensch die Gemeinde, die hier schon einmal besprochen wurde) nicht nur Gesellschaft, das Handwerk, Kunst und wiſſenWerte aus allen Wissensgebieten, sondern auch schaft und Religion geschaffen, das, was wir solche der Erzählungsliteratur älterer und al- Niveau des Lebens nennen. Und das, worin tueller Art. Um die Vielseitigkeit und Reichhal- wir seinen wunderbaren Gipfel erkennen. telebertragung und Verbreitung anstecender tigkeit der Reihe zu zeigen, feien hier' einige der Kultur ist alles, was dieses Merkmal von VollWerke der letzteren Gruppe genannt: Pierre fommenheit, von Bereicherung, von Qualität Loti: Reise- Stizzen und Novellen", Achim und von Rang hat. Kultur ist überall, wo von Arnim:„ Der Kronenwächter", Hans menschliche Tätigkeit von der Vorliebe für ein von Kahlenberg:„ Die andere Welt", höheres Niveau geleitet wird. Kultur ist gleta Luise von Francois:„ Der Posten der zeitig Lugus und Tugend, sie ist höherer Genuß Frau", Georg Fröschel:„ Das jaredliche und höhere Disziplin des Lebens. Erlebnis", Gustav af Geijerstam: Irre Die Menschen mühen sich manchmal, den am Leben", Gustave Flaubert: Die Le- Unterschied zwischen Zivilisation und Kultur gende von Sankt Julian, dem Gastfreien", n bestimmen. Ein Motorpflug ist an und für Hans Anton Aschenborn: Mardadi, jich gewiß fein Stück kulturellen Lebens; aber und andere Kolonialerzählungen", Cervan- eine fulturelle Tat ist die Befreiung des Mentes:„ Das Zigeunermädchen von Madrid", schen von grober und drückender Arbeit. As Notwehr. träger und zum Schauſtück zoologischer Gärten geworden. Weit schwieriger ist der Kampf gegen die kleinen Plagegeister, das Ungeziefer. Da ist z. B. die Fliege, anscheinend ein friedliches Tierchen, und doch ein gefährlicher Feind des Menschen; spielt sie doch bei der Krankheiten, z. B. von Typhus, Ruhr, Poden, Cholera und Pest eine bedeutsame Rolle, dies um so mehr, als sie sich erstaunlich schnell forte zupflanzen vermag. Ein einziges Fliegenpaar beheimatet an der Decke unserer Stube, zeugt in knapp einem halben Jahr neun Generati onen, deren Zahl an Einzelwesen nur mit Ziffern benannt werden kann, die uns aus der Fre flationszeit bekannt sind: es sind nicht weniger als etwa 336.000 Billionen. Wollten wir in jeder Sekunde eine von ihnen fangen, so wür den wir, wenn die Fliegen und wir selbst fo lange leben könnten, 10.000 Millionen Jahre Allerlei. brauchen. Da ist es schon besser, wir bereiten dem Elternpaar rechtzeitig ein Ende Mag man auch sonst keinem Geschöpf ein Leid an.un. die Vernichtung der Fliege ist Notwehr Nicht umsonst hat schon vor zwei Jahren eine be- Die leichtgläubigen Mädchen. Daß die sondere Reichsgesundheitswoche, an der auch die Mädchen leichtgläubiger sind als die Knaben, Krankenkassen als die an einer vorbeugenden wird durch Prüfungen gezeigt, die amerikanische Gesundheitsfürsorge am meisten interessiten Gelehrte an mehr als 6000 Schulkindern vorgeFeldzug gegen die Fliege aufgerufen, der sich jedes Jahr wiederholen sollte, um endlich einmal diese gefährlichen Plagegeister zu bertreiben. „ Frohes Schaffen." 11 ,, Das ist mir sehr wohl bekannt," erwiderte der Angeredete, ich habe noch vor wenigen Tagen die unbezahlten Rechnungen mit anderen wertlosen Papieren ins Fener geworfen." Der Graphologe. Was fällt Ihnen an meiner Handschrift auf?"„ Die Orthographie." Schach- Ecke. Alle Zuschriften und Anfragen an Gen. Alois Pas, Drud- und Verlagsan stalt, Tepliz- Schönau, Tischlergasse. ( 6. Fortsetzung.) Bauernumwandlung. In einem Provinzvarietee tritt eine Feuerfresserin auf. Nach der Vorstellung geht ein Herr auf die Dame zu:„ Schade Fräulein, daß Sie nicht vorige Woche bei uns waren, da nommen haben. Die Mädchen waren viel emp- hätten Sie sich einmal sattessen können. Wir fänglicher für Vorhersagungen der Zukunft, haben nämlich einen großen Dachstuhlbrand geglaubten fester an alle Prophezeihungen und habt!" interessierten sich mehr für offulte Dinge. Diese Leichtgläubigfeit erreicht ihren Höhepunkt im Alter von 13 Jahren. In diesem Lebensalter In dem bereits von uns genanten„ Deut. sind auch die Knaben abergläubischen Neigunfchen Verlag für Jugend und Boll", Wien I., gen mehr zugänglich. befreien sich aber davon, Burgring 9, der, wie wir feststellen fonnten, obald sie älter werden. Bei den Mädchen ist Burgring 9, der, wie wir feststellen konnten, borbildliche Kinder- und Jugendbücher heraus- bies nicht in demselben Maße der Fall, sondern gebracht hat, erscheint alljährlich auch ein fie behalten noch viel länger ihre LeichtgläubigJahrbuch für die reifere Jugend:" Fro- feit Diese weibliche Eigenschaft wird von den „ Frohes Schaffen. Ein Buch für jung und amerikanischen Psychologen aus der Größe und alt.". Der zulegt erschienene Band umfaßt Stärke des Gefühlslebens bei der Frau und aus rund 500 Seiten, enthält 300 in den Text ein- dem engeren Bereich weiblicher Tätigkeit zu erflären versucht. gedruckte Bilder und ist schön in farbigem Leinen gebunden. Kaum ein zweites Buch ist als Jst„ Kropf" ansteckend? Der Kropf nimmt gelegentliches Geschenk für lernfreudige, geistig in Deutschland erschreckend zu. In Baden haben aufgeweďte, reifere Jugend so geeignet wie die- 80 Prozent der Bevölkerung eine Anlage zu ses Wert. Ein flüchtiger Blick in das Inhalts- dieser Krankheit, und die Hälfte dieser Zahl verzeichnis genügt, um die Fülle des Wissens- leidet bereits deutlich am Kropf. Man hat schon werten, Interessanten und Anregenden zu er- feit langem erkannt, daß der Jodmangel in den kennen, die von einer größen Schar von Mit- Speisen an der Erkrankung schuld ist, und hat arbeitern hier zusammengetragen wurden, un- daher dem Speisesalz in kropfreichen Gegenden ter denen sich auch unser leider früh verstor- Jod zugesetzt. Es genügen davon 0.04 Gramm bener Parteigenosse, der gewesene Senator jährlich, also winzige Mengen. Ein Ueberschuß Prof. Dr. Wiechovsky befindet, der einen an Jod hat in vielen Fällen zur Ausbreitung längeren Aufsatz Wie ich mir mein Blockhaus der Basedowschen Krankheit geführt. Die Er baute", beigetragen hat. In der langen Reihe frankung war aber durch Jodmangel nicht rest von Auffäßen finden wir u. a.:„ Das Meer los zu erklären; denn selbst bei richtiger Erbrennt". Wege unter der Erde""," Bruder nährung treten in sonst kropfarmen Gegenden Kumpel und die Maus",„ Die Maschinen", Kleine Geschwülste dieser Art in der Schild„ Das Rätsel des Polarlichts",„ Aus dem Rei- drüse auf, die sich durch Jod ebenso wenig beche des verschwindend Kleinen",„ Radio", einflussen lassen wie die Kröpfe der Kinder, die " Der Wind zieht seine Hosen an“,„ Der junge über neun Jahre alt sind. Der Chirurg Prof. Schiffer", Holzknechtsspiele"," Brief an den Mann ohne Arme"," Sm toten Herzen Australiens" usw. Damit erscheint nur ein kleiner Teil des Gebotenen genannt. Was mancher nicht weiß. I. England vollendete den Zusammenschluß seiner Staaten zum Einheitsfaat im Jahre 827, Frankreich um 130). Rußland um 1500, Stalien im Jahre 1871 und wann wird Den: schland> Im Jahre 1467 erschien auf dem Armbrustschießen in München der erste„ Glückstopf"; die erste Geldlotterie entstand 1615 in Hamburg. Unter 6905 Ortsbezeichnungen aus Deutschland, Deutsch- Desterreich und der deutschen Schweiz, die mit Verwendung von Holzartennamen gebildet sind, weisen nur 790 auf Nadel-, 6115 aber auf Laubholz hin. Bereits im Jahre 255 v. Chr. druckten die Chinesen mit stempelähnlichen Nephutsteinen in weichen Ton; 105 n. Chr. stellten sie das erste Papier her, 100 Jahre später bereits fabrikmäßig. Das erste chinesische Papiergeld stammt aus dem 10. Jahrhundert, und bald darauf hört man von der ersten Inflation. Schon in den steluzeitlichen Kindergräbern fand man Puppen aus Ton und Stein. In Rom gab man den fleinen Mädchen Nachbildungen der schönen Königin Poppäa( daher Puppe) zum Spielen. Im Mittelalter nannte man die Puppe „ Tocke" Meisel berichtet nun vor deutschen Aerzten in Konstanz. daß er vermute. der Kropf werde durch irgendwelche zurzeit noch unauffindbare Ursachen übertragen. So werden Erwachsene, die in Kropfgegenden ziehen, von dem Uebel verschont, ihre Kinder werden aber wahrscheinlich in folge der geringeren Widerstandsfähigkeit der weichen Haut davon infiziert. Heiteres. Dank an die Hauswirtin. Hauswirtin( zum Einlogierer, der nicht zahlen kann):„ Junger Mann, das kann ich Ihnen nur sagen. Sie bleiben so lange hier im Haus, bis Sie die Miete bezahlt haben."- Mieter:„ Vielen Dank für Ihr Entgegenkommen." Grillen. Der Farmer und seine Frau wohn. ten dich: an der Dorfkirche. Eines heißen Sonntags saßen sie unterm Torweg und hörten das Gezirp der Grillen ringsum. Ich höre sie so gern zirpen", sprach der Farmer und fing jacht an einzuniden In diesem Augenblick begannen in der Kirche die Chorsänger eine Motette. „ Klingt es nicht wundervoll?" sprach die Frau des Farmers. Er antwortete, halb im Schlaf: „ Da, das machen sie mit den Hinterbeinen" Betritt ein Bauer Durchziehen oder Schlagen die Grundreihe des Gegners, darf er hier nicht als Bauer verbleiben, sondern muß sogleich in eine Figur seiner Farbe umgewandelt werden. Der Bauer wird gleichsam für seine Tapferkeit belohnt, er wird befördert. Die Wahl der Figur steht dem Spieler frei: der Bauer kann zur Dame, Turm, Läufer oder Springer werden, ohne Rücksicht darauf, ob diese Figuren noch am Brette stehen. Nur zum König darf er nicht werden, weil dies gegen den Sinn des Spieles verstoßen würde. In den allermeisten Fällen wählt man die Dame als die stärkste Figur, doch kann mitunter auch eine schwächere Figur, zum Beispiel ein Springer, noch bessere Dienste leisten. Infolge ihrer besonderen Vorrechte, ihrer großen Zahl, ihrer gegen Partieschluß wachsenden Stärke( ein weit vorgerückter Bauer droht beständig, in eine Dame umgewandelt zu werden), bilden die Bauern einen äußerst wichtigen Truppenteil, dessen Bedeutung und infolgedessen richtige Führung vom Anfünger nicht voll erfaßt werden kann. Erst eigene praktische Erfahrung, Studium guter Vorbilder wird schließlich den Spieler hiezu befähigen. An dieser Stelle bringen wir einige Andeutungen über die richtige Führung der Bauern: 1. Man überlege gut jeden Bauernzug, denn der Bauer darf nicht mehr zurück; ein Fehler läßt sich demnach nicht mehr( wie es etwa bei Figuren möglich ist), gutmachen. 2. Man gebe keinen Bauern, ohne genügenden Grundpreis, denn der Mehrbesitz eines einzigen Bauern genügt oft, den Sieg zu erringen, infolge des Vorrechtes auf Umwandlung. 3. Man vermeide schlechte Stel lungen der eigenen Bauern, suche daschlecht, beziehungsweise schwach gelten sogenannte Doppelbauern, da sie einander am Vorgehen hindern, weiters vereinzelte( isolierte) Bauern, das sind solche, die von einem eigenen Bauern nicht mehr geschützt( gedeckt) werden können. Solche Bauern werden von den feindlichen Figuren leicht erobert. Noch nachteiliger ist ein isolierter Doppelgegen solche dem Gegner zu machen. Als bauer. Von Nachteil sind auch sogenannte rückständige Bauern, das sind solche, welche von den noch vorhandenen eigenen Nachbarbauern nicht mehr zu decken sind( sie sind gegen diese Bauern zurückgeblieben). Solche Bauern werden vom kundigen Gegner am Vorrücken behindert, belagert und erobert. Tat!" rief er endlich aus,„ ich muß es Ihrem Ein Bild über schlechte Bauernstellung Großvater nachsagen, daß er mir die besten in der nächsten Fortsetzung. Röcke gemacht hat, die ich jemals getragen habe." Gut gegeben. Ein ahnenstolzer Graf saß bei einem Feste neben einem Neugeadelten, des sen Vorfahren Schneider gewesen waren. Um Die wen¹gſten Schulen und die meisten An- ihn damit aufzuziehen, brachte der Gast das Gealphabeten in Prozenten der Gesamtbevölkerungspräch auf Kleidungsstücke und Pub. In der haben folgende Länder: Guatemala und Aegypten je 92.7 Indien 92, Transvaal 91.1, Brasilien 85, Bolivien 82.9, Stoftarifa 80.2, Ceylon 78.3. ( Fortsetzung folgt.)