Nr. 114. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illuftrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft: Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Boft- Beitungss Preisliste für 1897 unter r. 7487. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebilhe beträgt für die fechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Bfg. Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bts 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: mt I, nr. 1508. Telegramm- Adresse: „ Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die lex Reite im Abgeordnetenhause. Berlin, 17. Mai. Lange ist es schon her, daß das öffentliche Interesse sich auf die Verhandlungen im Abgeordnetenhause konzentrirt hat. Seit den Verhandlungen über den Zedlig'schen Schulgesetz Entwurf waren Haus und Tribünen nicht so überfüllt wie heute, wo die erste Schlacht um die lex Recke anbeben sollte. Der Reichstanzler, ein seltener Gast im Hause am Dönhoffs plage war erschienen, gefolgt von den Ministern der Polizei und der Justiz und mehreren Kommissaren, alle Bläge des Hauses waren besezt, auf der sonst fast leeren Journaliſtentribüne drängten sich die Vertreter der Presse aller Parteien, zahlreiche Korrespondenten ausländischer Blätter hatten neben den Vertretern der Berliner und anderen deutschen Zeitungen Platz genommen. Eine große Sizung! Die Stimmung im Abgeordnetenhause war auch lebhafter als sonst. Mit einer im Hause am Dönhoffsplate nicht üblichen Aufmerksamkeit wurden die Redner angehört, in ganz ungewohnt erregter Weise wurde dem Mißfallen über die Aus führungen des Ministerpräsidenten und des Herrn v. d. Recke Ausdruck gegeben. Dienstag, den 18. Mai 1897. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Ueber dieses Verbot hinaus eine Gesammtreform des Vereinsgesetzes durchzuführen, dazu ist der jetzige Zeitpunkt gana ungeeignet. So war das Ergebniß des Tages für die Regierung eine Die lettere Aeußerung soll wohl kaum ein Tritt gegen Herrn unzweifelhafte Niederlage und die Reden der Heydebrand, v. Köller sein, der es bekanntlich für nöthig hielt, durch seinen und Beblik Tiedemann änderten nichts alt. der Sozialistenprozeß die Bernunft widrigkeit" des Verbots erst noch schiefen Stellung der Regierung. Was die Herren ausdrücklich vor aller Welt zu beweisen". Doch das ist eine Vermuthung, mit der wir auch fehl gehen können. Mit erwünschtester von der Rechten beibrachten, waren volltönende Eindeutigkeit urtheilt das führende Organ der Agrarier dann Worte, schillerude Phrasen, aber keinerlei Beweise für die aber weiter: Nothwendigkeit, in so tief einschneidender Weise gegen die ohnedies schon beengte Versammlungsfreiheit vorzugehen. Und die Reden der Opposition, die die Anhänger der Regierungsvorlage zur Widerlegung zwingen sollten, blieben in ihren bedeutungsvollen sachlichen Ausführungen voll. ständig unwiderlegt. Drei Redner der Opposition waren heute zum Worte gekommen: Herr Rickert für die freisinnige Vereinigung, der der eine Wenge Material über die auf grund des bestehenden Gesetzes vorkommen den starken Be schränkungen des Vereinsrechtes vorbrachte; Herr Frizen vom Zentrum, der der schweren Beunruhigung im Volte über die Bereinsnovelle Ausdruck gab, und Herr Krause, der als Redner der nationalliberalen Fraktion, die die Entscheidung ja in Händen hat, Töne anschlug, wie wir sie seit langem bei den Nationalliberalen nicht gehört haben. Ein Johannistrieb in der nationalliberalen Partei! Gewisse Berschärfungen in bezug auf Theilnahme von Frauen und Minderjährigen an Versammlungen mögen ja geboten erscheinen. Auf der andern Seite würde wiederum eine größere Bewegungsfähigkeit mit Freuden begrüßt werden. Die Fragen find so wichtig und so schwierig, daß ihre Lösung nicht übers Knie gebrochen werden darf. Es würde kaum verständlich sein, wenn die zugesicherte Aufhebung des Verbots verquickt würde mit einer wie auch immer gearteten gründlichen Reform der gesammten Vereins gefeßgebung. Das scheint aber beinahe der Fall zu sein, und die Befürchtung liegt ungemein nahe, daß, wenn diese Reform, wie es zu erwarten ist, zu Falle kommt, sie auch die Aufhebung des Verbots mit in die Versenkung zieht. Das wäre im höchsten Grade bedauerlich, nicht nur im öffentlichen Interesse, sondern auch im Interesse der Regierung, der man dann mit gutem Grunde die Nichteinlösung eines unbedingt gegebenen Versprecheus zum Vorwurf machen könnte. Das war gerade vor drei Wochen, die für die Aenderung Wer hätte dies noch für möglich gehalten. Herr Krause hielt eine wirklich entschiedene Rede gegen den VereinsAuf zwei Punkte konzentrirte sich das Intereffe in und gesehentwurf ohne Wenn und Aber, ohne die Pflöcke zu außer dem Hause: auf die Erklärungen des Ministerpräsidenten schlagen, über welche die Brücke des Kompromisses gelegt werden und auf die Haltung des Redners der nationalliberalen Partei. Fann. Er beschönigte nicht einmal die schmachvolle Haltung politischer Anschauungen ja gewöhnlich bedeutungslos zu ſein Und da mit Hohenlohe's Erklärung die Situng eröffnet wurde seiner Partei in der Zeit des Sozialistengesetzes und stellte Pflegen, wenigstens bei Leuten, bei denen man überhaupt von und die Rede des Herrn Krause sofort darauf folgte, so hätte die Behauptung auf, daß seine Partei, nunmehr durch die Er- brehte sich die agrarische Wetterfahne, wie üblich unter dem groß das Intereffe bald befriedigt sein tönnen. Aber fahrungen gewißigt, überhaupt gegen Ausnahmegesetze sei. So spurigen Wortgeknarre, das der„ Kladderadatsch" so vorzüglich zu so wichtig erschien Abgeordneten, Zuhörern und Ver- wie Herr Rickert und Herr Frißen erklärte fich auch er für imitiren weiß. Sehr bald schäumen die agrarischen Biedermänner tretern der Breffe der Gegenstand, daß niemand ganz unbedingte Ablehnung der Vorlage. fogar über von echter Entrüftung über die vaterlandslosen Blätter, von der Stelle wich, bis der Präsident 5 Stunden nach die heute den Standpunkt zu vertreten die Stirn haben, den die Beginn die Sigung für geschlossen erklärte. Nur einer Deutsche. Tageszeitung" noch vor vierzehn Tagen einnahm: fehlte, nur einer hatte nicht stand gehalten der ReichsDie demokratische Presse, einschließlich der börsens fanzler und preußische Ministerpräsident Fürst Hohenlohe; er Iiberalen Preffe, kämpft, wie es ja sehr erflärlich ist, gegen überließ die Bertheidigung dem spitfindigen Juristen, Herrn die neue preußische Vereinsgesetz- Novelle. Natürlich sind es in erster Linie die jüdischen Blätter Schönstedt. Daß in der nationalliberalen Partei der Gesetzesvorschlag des Herrn v. d. Recke auf wenig Sympathie gestoßen ist, war bekannt, Herrn v. d. Recke's Verdienst ist es, schon vor der Abstimmung die nationalliberale Fraktion zu einer ParteiKundgebung veranlaßt zu haben. Als der Minister des Innern Herru Krause antwortete, fing er mit dem Sage an: Ich nehme aber an, daß die Ausführungen des Herrn Krause selbst bei einem Theile seiner Freunde lebhaftes Kopfschütteln erregen werden. Sofort' nach Eintritt in die Tagesordnung hatte der preußische Ministerpräsident das Wort ergriffen, um sich gegen den in der Presse und im Parlamente gemachten Vors wurf zu verwahren, als ob seine Erklärungen im Reichstage Diesem Sage folgte eine minutenlange stürmische Unterim Widerspruche ständen zu Geist, Form und Inhalt der brechung von den Bänken der Nationalliberalen. Es wird vorliegenden Vereinsgesegnovelle. Die genau abgewogene, versichert, die Partei wolle diesmal geschlossen und fest in wie bei dem jezigen Reichskanzler üblich, vorher fein säuberlich der Opposition bleiben bis zum Ende. niedergeschriebene Erklärung überzeugte niemanden. Mehr Wer die Geschichte der nationalliberalen Partei fennt, noch als bisher setzte sich nach den heutigen Verhandlungen wird sich des Mißtrauens nicht entschlagen können. Sie hat die Meinung fest, daß der Reichskanzler mit seinen Erklärungen viel gut zu machen, um wieder einigermaßen den liberalen vom 27. Juni 1896 nichts anderes sagen wollte, als daß die Grundsäßen sich zu nähern. Wir wollen sehen, ob ihr der AnBestimmung über das Inverbindungtreten von Vereinen auf- fang gelingt. gehoben werden solle und Herr Schönstedt bestätigte wider Lorbeeren haben am ersten Tage Urheber und Vertheidiger Willen diese Auffassung, denn er sagte, daß Hohenlohe auf der Vorlage nicht gepflückt. die Anfrage Rickert's, ob Kompensationen für die Aufhebung des §8 in Aussicht genommen seien, gar nicht habe antworten können, das Vereinsgelek. # Die demokratische Preffe versucht auch mit dem Sturm der öffentlichen Meinung zu drohen. Die öffentliche Meinung der demokratischen Organe ist nicht die Volksmeinung. Die Volts meinung fennen auch wir und wissen, daß die Volksmeinung ein Einschreiten für nöthig hält. " Gestern kaum verständlich", heute nöthig". Geftern im höchsten Grade bedauerlich, auch im Jnteresse der Regierung", heute nur für demokratische Börsenjuden bedenklich. Gestern schlimme Befürchtung", heute selbstverständliche Erwartung des ganzen Boltes. Das ist so dumm, daß es nicht einmal mehr als gemein empfunden werden kann! Denn zur Gemeinheit gehört immer noch eine gewiffe Ueberlegung; und diese bei den oben zitirten Urtheilen der„ Deutschen Tageszeitung" vorauszusetzen, hieße die agrarische Redaktion doch zu tief einschäßen. denn das preußische Ministerium hätte damals gat teinen Die Agrarier, die Regierung und hatte, höhte sie mit einem Male die" muthig zurückweichende Re Aulaß gehabt, dieser Frage näher zu treten. Das treffendste Wort zu diesem für unsere Zustände so überaus kennzeichnenden Disput über das Versprechen des Reichskanzlers und die Einlösung deffelben durch den preußischen Ministerpräsidenten, sagte der Redner der Zentrumspartei, der Abg. Frißen: Auf der Seite des Herrn v. d. Recke steht natürlich das dummdreifteste Blatt der preußischen Residenzstadt Berlin und vielleicht der preußischen Monarchie überhaupt: das vom Frh. v. Marschall vor Gericht der„ Infamie" gegen das Minifterium Hohenlohe geziebene Zentralorgan des Bundes der Landwirthe, die in weiteren Kreisen Deutschlands aus dem„ Kladderadatsch" bekannte, Deutsche Tageszeitung". Oder sollte ein einheitlicher Faden durch dieses Labyrinth von Widersprüchen führen? Nachdem die Deutsche Tageszeitung" der Regierung die einfache Aufhebung des Verkehrsverbots nahegelegt und so die entsprechende Richtung im preußischen Ministerium unterstüt gierung". War etwa von Anfang an der Wunsch leitend, die Regierung in einer Stellungnahme zu befestigen, die man hinterher als Feigheit denunziren wollte? Ist es auch weiter Berechnung, wenn das Bündlerblatt nunmehr die konservative Partei auffordert, der muthig zurückweichenden Regierung mit allen möglichen Mitteln zu beweisen, daß sie denn doch nicht blos zum Jasagen bestimmt ist"? Das heißt doch, die konservative Partei auffordern: die Regierung in die Lage zu bringen, daß man derselben Agrarierorgan zu reden mit gutem Grunde die Nichteinlösung eines unbedingt gegebenen Versprechens" seitens der ausschlaggebenden Reichstagsparteten vorwerfen müßte. W immer mit dem Hätte man wohl im Reichstag den Antrag Auer fallen laffen, wenn man diese Vorlage gekannt hätte? Auf diese Frage schwiegen sie alle, die hinter dem Ministertische faßen und damit gaben sie zu, daß Fürst Hohenlohe sein Versprechen nicht halten konnte, daß hinter den heit nicht vorübergeben laffen, ohne seine gesinnungslose GelegenheitsSelbstverständlich konnte das biedere Blatt auch diese GelegenMit dem Vorwurf der Feigheit nach oben, mit der Wort. Kulissen sich Dinge abgespielt haben, die es Hohen- macherei von neuem öffentlich zu bekunden. Denn noch brüchigkeit nach unten zu arbeiten, in beiden Fällen gegen das lohe unmöglich gemacht haben, als Ministerpräsident bis vor wenigen Tagen sträubten sich die Dortchen Ministerium Hohenlohe Bötticher das ist offenbar das auszuführen, was er als Reichstanzler geplant hat. Fürst zakenreißer in der Köthenerstraße mit allen Kräften dagegen, des Pudels Kern bei der ganzen Quertreiberei. Aber die agrarische Hohenlohe hielt die Solidarität des Ministeriums äußerlich daß sie außer dem Vorbot des Inverbindungtretens auch noch Refedafamen Büchse gegen das Ministerium Hohenlohe scheint in aufrecht, er verrieth nichts von den merkwürdigen Vorgängen anderen reaktionären Gelüften zu Willen sein könnten. Und nun legter Stunde do ch nicht in erwarteter Weise wirken zu wollen. der letzten Monate und Tage. Aber sicherlich nicht ohne Absicht diese brünstige Sehnsucht, mit dem Nachfolger des Herrn v. Köller flocht er in seine Rede deu noch dazu besonders start betonten Arm in Arm zu gehen! Von welchem Zeug wollt ihr ein neues Mieder?" frägt man unwillkürlich mit dem welterfahrenen Sir Satz ein: Meine Herren, ich stehe nicht an, zu erklären, daß ich das John. Die Friedensunterhandlungen dürften sich sehr Doch lassen wir einfach die Thatsachen sprechen. Vereins und Versammlungsrecht als eine der werthvollsten fchwierig gestalten. Die Türkei pocht auf ihre Erfolge und stellt Als zuerst die Nachricht auftaucht, Herr v. d. Recke habe wegen weitgehende Forderungen. Den Griechen ist auch die geringste Errungenschaften betrachte, als ein schlechthin unentbehrliches Die europäischen Mächte werden daher Mittel, um die politische Entwickelung und Erziehung eines Volkes feines Entwurfes Fühlung mit den Parteien gesucht, sei aber außer Stonzession zuviel. bei den Konservativen überall von der Thür gewiesen worden, genug zu thun haben, wenn es ihnen gelingen soll, die ba schreibt das Bündlerorgan der Regierung die folgende Marsch- Schwierige Angelegenheit einigermaßen befriedigend durchzuführen. 28enn man das notorische Ungeschick der Diplomatie, sowie die Die Regierung hat versprochen, daß das Verbot des Zwiespältigkeiten, aus denen die europäische Einigkeit" Verkehrs der Vereine aufgehoben werden solle. An dieses Ver- fammengesetzt ist, bedenkt, so ist die Möglichkeit sehr groß, daß die sprechen wird inan sich halten müssen. Zu einer grundlegenden orientalischen Verwickelungen auch noch nicht zu einem vor Aenderung der Vereinsgefeggebung dürfte jezt der ungeeig läufigen Ende gelangen werden. netste Zeitpunkt sein. In der Nacht zum Sonntag erging feitens der Pforte an zu fördern. Ein recht merkwürdiges Bekenntniß bei Einbringung einer Vorlage, die das Versammlungsrecht in das Belieben jedes Gendarmen und Polizeidieners legt. route vor: Der Krieg. 311 Ebenso wenig Glück wie der Ministerpräsident hatten der Justizminister und der Minister des Innern. Herr v. d. Recke, der während der Verhandlungen verlegen mit geröthetem Kopfe dasaß. Konnte er doch rein gar nichts zur Begründung einer so des Innern nicht verstummen, wird die„ Deutsche Tageszeitung" mache die Einstellung der Feindseligkeiten von der Annahme Als die Gerüchte über die Absichten des preußischen Ministers bie Mächte die Antwort auf deren Vermittelungsantrag, ste wichtigen Vorlage beibringen. Von ihm als dem Chef noch entschiedener„ börsen jüdisch demokratisch", wie sie das heute folgender Grundprinzipien für den Abschluß eines Waffenstillstandes aller preußischen Polizeiverwaltungen hätte man erwartet, daß bei der gleichen Opposition Auderer nennt. Sie widmet der An- und des Friedens abhängig: Zahlung einer Kriegsentschädigung von er durch eine Anzahl eklatanter und genau festgestellter gelegenheit einen eigenen, durch die bekannten drei Sterne 10 Millionen Pfund, Wiederherstellung der alten Fälle den Versuch machen würde, die Nothwendigkeit einer ausgezeichneten Leitartikel, in dem fie nicht nur im öffentlichen Landesgrenze( d. b. Abtretung von ganz Theffalien), Gr so außerordentlichen Vorlage zu begründen und die Unzuläng- Interesse, sondern auch im Interesse der Regierung" Herrn v. d. Decke neuerung der Verträge für die griechischen Unterthanen in der Türkei lichkeit der jetzt den Behörden zu gebote stehenden Mittel zu erweisen. die Wege weift. Wir zitiren die folgenden Stellen: auf grund des internationalen Rechts, Abschluß eines Kartell Mit keinem einzigen Beispiel konnte Herr v. d. Recke aufwarten, Die prenßische Regierung hat zu gesichert, daß fie das vertrages für die Auslieferung gemeiner Verbrecher, ferner Freis so verfehlte seine Rede gänzlich ihre Wirkung, wenn man von Verbot des Verkehrs politischer Vereine mit einander aufheben laffung des Hafens von Volo und Prevesa für den Verkehr mit wolle. Die Durchführung ist unbedingt nöthig.. Ein dem Beginn des Waffenstillstandes. dem submissen Beifall der Landräthe auf der Rechten absieht, wirksames, frisches politisches Leben läßt sich bei der Aufrecht- Die diplomatischen Streise sind durch diese Forderungen überrascht. die ihrem viel vermögenden Chef den Zoll schuldiger Ehrfurcht erhaltung des Berbots nicht durchführen.... Es hieße wahr- Man meint, daß die Pforte möglichst hohe Bedingungen gestellt nicht vorzuenthalten wagten. Was endlich Herr Schönstedt haftig Waffer ins Meer tragen, wollte man die Nothwendigkeit habe, um trotz der durch die Vermittelung zu erwartenden Herab. beibrachte, waren juristische Spitfindigkeiten, denen nicht einmal der Aufhebung und die Vernunft widrigkeit des Verbots minderungen die höchsten zu erzielenden Zugeständnisse zu erhalten. die Rechte Bedeutung beimaß. noch beweisen. Man ift ferner der Meinung, daß der Pforte nur eine entsprechende aufs eifrigste fortauseen. Deutsches Reich. " Kriegsentschädigung, einige tleine Grenzberichtigungen Hat das nicht Herr v. d. Rede in der Begründung" zu! und eine Aenderung der den Griechen in der Türkei zustehenden seinem Entwurf geschrieben oder in seiner den Umsturz ver13 ein Hauptargument für die Vernichtung Vertragsrechte gewährt werden könne. Die griechische Regierung soll nach einer Athener nichtenden Rebe im Abgeordnetenhaus geredet? Beinahe des preußischen Vereinsrechtes wird stets angeführt, daß in anderen Bundesstaaten ähnliche Bestimmungen, wie sie in Meldung beschlossen haben, die türkischen Forderungen als un wenigstens tlingt es so. annehmbar zurückzuweisen und die militärischen Operationen Das obige Bitat, welches die„ Boffische Zeitung" herbei- Preußen jetzt fabrizirt werden sollen, schon seit langem bestehen. Gleichzeitig richtete bie gesucht hat, stammt aus dem Bericht, den das preußische So berief sich auch in der heutigen Sigung des Abgeordnetenhauses Regierung eine Note an die Gesandten der Mächte, in welcher fie Staatsministerum am 4. Juni 1850 an den König abftattete, unter dem liberalen Minister Jolly erlassen worden ist. Auf diese Herr v. b. Recke auf das badensische Vereinsgesetz von 1867, das bie Berantwortlichkeit für die Vorgänge in Epirus dem in derselben Zeit, wo die Verordnung zum Vereins- und Ver- Beschönigungsversuche erwidert die M it n ch. Allg. 31g.", die türkischen Heere zuweist, welches durch die Befestigung von sammlungsrecht erging, welche jetzt unzureichend sein soll, den unter der Leitung des Sohnes des" Ministers Jolly, ehemaligen Gribowo einen Vorstoß in die Gegend von Arta zu machen gedacht; Mißbräuchen und Auswüchsen jenes Rechts entgegenzutreten Staatsanwalts in Baden, sieht, ganz zutreffend: ferner wird ausgeführt, daß die vom Oberkommando angeordneten und darum abermals verschärft werden soll. Bewegungen zur Bertheidigung nothwendig gewesen wären. Die So ist beun alles das, was heut die Vertreter der lex Recke Regierung theilte ferner mit, daß nach ihr zugegangenen Meldungen zur Begründung für ihre Bekämpfung der Sozialdemokratie die Pforte kleinere Schiffe zu dem Zwecke anwerbe, um gegen griechische Schiffe Seeräuberei zu treiben; Griechenland sei ent- vorzubringen wissen, schon zu lesen in den Reden und Beschlossen, hiergegen mit seiner Flotte thatkräftig vorzugehen. richten aus der Zeit der Manteuffelei. Vor 50 Jahren war Die Situation in der Stadt Athen ist sehr erregt. Die man schon so weise wie hente die Recke'schen Geheimräthe. tönigliche Familie gilt als gefährdet. Und die Recke'schen Geheimräthe sind heute so weise wie man Inzwischen stehen sich die Gegner auf dem Kriegsschauvor 50 Jahren war. über diese ausgezeichneten Staatsplaze unverändert gegenüber. 3war sollen am Montag neue männer! Kämpfe bei Domoto stattgefunden haben. Doch ist darüber noch nichts sicheres bekannt. Eine Nachricht aus Ronftantinopel befagt im Gegentheil, daß die griechischen Truppen aus Mangel an Proviant und Munition Domoko verlassen hätten. Die Nationalliberalen und die konservative Liebeswerbung. Die Konservativen bieten alles auf, um nationalliberale Stimmen für die Vereinsgesetz- Novelle einzufangen. Der Berichterstatter der Kopenhagener, Politiken", der eine Reife Selbst die Kreuz- Zeitung", der die Forderungen des Herrn nach Domoto unternommen hat, um die Lage daselbst zu studiren, von der Recke noch viel zu gemäßigt sind, ist zum Schacher entwirft über den Zustand der griechischen Armee ein sehr trübes bereit und will mit einer Fassung des Gesetzes zuBild. Die Armee steht bei Domoto in einer Stärke frieden fein, welche„ das Mißtrauen ber bürgervon 25 000 Mann; 2000 griechische Soldaten sind bereits Desertirt. Die Berproviantirung geschieht von Zamia aus. lichen Parteien entkräftete und sie davon überzeugte, Auch nachts liegen die Soldaten unter freiem Himmel; daß es sich nur darum handelt, dem Um der Gesundheitszustand ist deshalb ein sehr schlechter. Im sturz den Daumen auf's Auge zu drücken, griechischen Heere herrscht große Unzufriedenheit; die nicht aber den ruhigen Staatsbürger in seiner berechtigten Stellung bei Domoko ist sehr fritisch, es fehlt besonders politischen Bewegungsfreiheit zu hindern." all Artillerie. Die Soldaten nehmen eine feindselige Man wird sehr vorsichtig sein müssen in der Beurtheilung Saltung gegen die Offiziere an und grüßen nicht einmal dessen, was von den Nationalliberalen in dieser Hinsicht zu den Kronprinzen. Man befürchtet, daß die Freiwilligen sich als erwarten ist. Vorläufig erfährt das reaktionäre Liebesgirren Räuber niederlassen werden. Auch unter den Offizieren ist die uns noch keine Gegenliebe. Die National Zeitung" zufriedenheit groß. Der Korrespondent des Blattes meint, daß die griechische Armee Europa eine große Ueberraschung bereiten wird, wibert auf die oben verzeichnete Zumuthung des Hammersteinfalls der Friede geschlossen wird. Doch fehle es vorläufig Organs: Diese Ueberzeugung" wird man, noch an einem Manne, um den sie sich fammeln tann. namentlich angesichts der jüngsten Lei. Wird dieser gefunden, so tönne es nach der Rückkehr der Truppen stungen von Parteigenossen der„ Kreuznach Athen zu einem Militäraufstand gegen die Regierung und die Beitung" in Pommern, durch teine ver= Dynastie kommen. anderte, Fassung" hervorrufen." " GHING # er Gewiß, das angeführte Gesetz enthält dem Wortlaut nach, eine solche Bestimmung, nur ist ihre Bedeutung, wie sich aus den Verhandlungen der badischen Landstände und einer Praxis von bald einem Menschenalter vorergiebt, eine total andere als die der neu Das, geschlagenen Machtbefugnisse der preußischen Polizei. was in dem badischen Vereinsgefeh niedergelegt ist, befleht in Preußen schon länger als ein Jahrhundert zu Recht und ist in keinem geordneten Staatswesen zu entbehren. Das badische Gesetz enthält thatsächlich nichts anderes, als was in§ 10 Titel 17 Theil II des Allgemeinen preußischen Landrechts dahin ausgedrückt wird, die Polizei habe zur Erhaltung der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung und zur Abwendung der dem„ Publico" oder einzelnen Mitgliedern desselben bevorstehenden Gefahren die nöthigen Anstalten zu treffen. Bestände diese Gesezesbestimmung nicht, sie verftünde sich ganz von selbst. Was sie festsetzt, ist die erste und oberste Pflicht des Staates, ist die Grundregel, ohne welche sich ein öffentliches Wesen, Republit oder Monarchie gar nicht denken läßt. Auf grund dieser Bestimmungen hat die Polizei das Recht, bei einen gefährlichen Brand, um deffen Weiterverbreitung zut verhüten, benachbarte Gebäude einreißen zu laffen. Auf grund dieser Bestimmung hat die Polizei nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, eine Boltsversammlung, welche nachweisbar und un mittelbar zu dem Zwecke stattfände, dem gegenwärtigen preußischen Minister des Innern in seinem Ministerium Unter den Linden die Fenster einzuwerfen, nicht bloß aufzulösen, was eine einigermaßen verspätete Maßregel wäre, sondern von vornherein und rundweg zu verbieten. Mit der Versammlungs- und Bereinsfreiheit hat eine derartige Maßregel nicht das geringste au thun. Die Verhütung von Verbrechen und Bergehen bleibt die selbstverständliche Aufgabe der Polizei, ste ist in der Reichs- Strafprozeß- Ordnung gewahrt, Vereins- und Verfammlungsrecht darf und soll jedoch nur politischer Bethätigung, nicht aber der Ausführung strafbarer Handlungen dienen. Diesen und keinen anderen Siun hat die angezogene badische Bes ftimmung. Rein Mensch hat fie je anders ausgelegt und fie hat ihre Stelle in dem badischen Vereinsgeseh nur deshalb gefunden, weil in dem bürgerlichen Gesetzbuch Badens eine dem preußischen Landrecht entsprechende Gesetzesvorschrift sich nicht findet." geschah allerdings des Es liegen noch die folgenden Nachrichten vor, welche einiges Licht auf den Stand der Kriegslage au verfen geeignet sind: Beblitz und Kanig. Der geheimräthliche Mitarbeiter der Larissa, 15. Mai, abends. Der vom türkischen Ober-" Post", Freiherr v. 3edlig, äußerte heute im Abgeordnetenhause, er fommando gefaßte Entschluß, Domoto zu nehmten, wird tros der würde glauben seine Pflicht zu verlegen, wenn er feinen Namen anscheinenden Unthätigkeit eifrig verfolgt. Bahlreiche Bataillone neben den eines Sozialdemokraten sehen würde. Da denkt doch sein Uebrigens ist es Thatsache, daß das Vereins- und Versammlungsfind als Verstärkung in Lariffa eingetroffen. Erkundungen der Freund, Graf Kanit, der neulich gemeinsam mit Bebel einen Antrag griechischen Stellungen und Bewegungen werden fleißig ausgeführt. zum Auswanderungsgesetz gestellt hat, weit freier. Daß im übrigen recht in Baden im entferntefien nicht den Schwierigkeiten ausgesetzt Die durch das regnerische Wetter schwer pafsirbaren Straßen ver- Frhr. v. Bedliß niemals in die Lage kommen wird, seinen Namen war wie in Preußen. Wenn das schon der Fall war, obwohl nach zögern den von den Offizieren lebhaft gewünschten Bormarsch der unter einen sozialdemokratischen Antrag zu setzen, dafür werden Herrn v. d. Recke die gefeßlichen Bestimmungen dort ja viel Türten. Das Vorpostengefecht, welches gestern bei dem Dorfe unfere Genossen sorgen. Nach den nächsten Wahlen wird sich Frhr. rigoroser find als in Preußen mit seinem„ milden" Gesetz wie würde es dann erst in Preußen unter einem ver Tschaerti stattfand, war ohne Bedeutung, so daß zwei zur Unter v. Bedliß zu den Ausgemusterten" rechnen können. fchärften Gefet werden? stügung gesandte Bataillone wieder nach Pharsala zurückkehrten. Die franzöfifche Kammer, die morgen Dienstag Aehnlich steht es mit dem Sinweis auf Samburg. Unter Athen, 16. Mai, 4 Uhr nachm. Die griechische Armee in wieder zusammentritt, wird mit Stürmen beginnen. Ueber dem Sozialistengefeß, faft 12 Jahre hindurch, wurde daselbst keine einEpirus hat sich auf Arta zurückziehen müssen, hält jedoch noch dem Haupt des Kabinets Meline, das vor Ostern sich einen sige fozialdemokratische Versammlung von der Polizetbehörde geduldet. einige Stellungen jenseit der Brücke über den Arta- Fluß besetzt. sehr langen Urlaub als Schonfrist zu erwirken verstand, haben Selbst zu den Reichstags- Wahlen von 1881, 1884 und Die Verlufte der Griechen in der Schlacht bei Griboivo betragen fich inzwischen verschiedene Gewitter- starke Gewitter sind 1887 wurde der verhaßten Partet teine Versammlung freietwa 558 Tobte und Verwundete, darunter 33 Offiziere. Dem Ber Alles bas auf grund nie vereinzelt zusammengezogen. Das Hauptgewitter hat gegeben. nehmen nach befahl die griechische Regierung den Truppenführern feine Elektrizität von der Orientpolitik. Die fämmerliche Rolle, Bereinsgefees, nicht des Sozialistengesetzes. Im in Theffalien und Epirus, sich streng in der Defensive zu halten. Athen, 16. Mai. Griechische Kanonenboote haben die die Frankreich als russisches Anbängsel gespielt hat Januar 1890 schlug der Wind plötzlich um. Berfammlungen wurden irregulären und regulären Truppen, welche Nitopolis und Brevesa und noch spielt, wird von allen französischen Parteien in Hamburg verhältnißmäßige Bewegungsfreiheit. Diese Thatsachen von der Landseite angegriffen hatten, an Bord genommen; fomit bitter empfunden, und Herr Meline wird von Glück lehren, daß es nicht auf das Bestehen irgend welcher bedrückender find in ganz Epirus die Feindseligteiten ein- sagen können, wenn er das Wetter überdauert. Allein Gesetzesbestimmungen an sich ankommt, sondern auf die Art der gestellt. bie anderen Gewitter, die in der Atmosphäre der Handhabung, auf das Belieben der Behörden. Das Konstantinopel, 16. Mai. Von den neu mobilifirten inneren Politik entstanden sind, dürsten vielleicht noch ge- aber ist es gerade, wogegen fich jetzt der Kampf hauptsächlich richtet, 88 Bataillonen find 32 nach Epirus, 40 zur theffalischen Armee, der fährlicher werden. Den Lesen ist bekannt, wie die Regierung daß nach dem Recke'schen Entwurf die Laune der Polizei zum Reſt nach den Inseln im Archipel und einigen für Landungsversuche es dem französischen Stumm: Stefféquier ermöglicht hat, alleinherrscher über das Bereinigungsrecht der preußischen Staatsgünstige Hafenplätze in der Nähe von Smyrna gesendet. Die griechischen Kriegsschiffe beschoffen Platamona im Golf von Saloniti Jaurès in seinem Wahlkreis mundtodt zu machen. Bu bürger erhoben werden soll. und taperten in der Nähe von Katerina ein türkisches Handels- diesem und ähnlichen Standalen kommt jetzt noch hinzu die Segelschiff. Maßregelung Tom Mann's, dem in Paris nicht nur die Abhaltung einer Hafenarbeiter- Versammlung polizeilich unter geordnete Aylwardt wird sicher große Freude daran gehabt haben, sagt, sondern der auch aus Frankreich ausgewiesen ward. als er im vorgeskrigen„ Borwärts" einen Artikel mit der Ueber- Diese russische Wirthschaft ist den Franzosen denn doch zu schrift Auf Ahl wardt zugeschnitten" entdeckte. Die arg und Herr Weline kann sich auf einen heißen Empfang meisten Leser des Artikels werden aber wohl selbst schon heraus- gefaßt machen. gefunden haben, daß das auf einem Druckfehler beruht. Es sollte heißen: Auf's Abhandeln zugeschnitten". Druckfehler Berichtigung. Der Reichstags- Ab: " " Politische Nebericht. Berlin, 17. Mai. Türkische Reformen und die Gefahr eines Welt frieges. Eine Reihe von Aufsägen über diesen Titel in der Monatsschrift Kosmopolis" schließt der bekannte Renner der orientalischen Verhältnisse H. Vambéry mit folgenden Ausführungen: fortan erlaubt und seit dem Fall des Sozialistengesetzes herrschte " Wo sind die Hintermänner der Vereins. gefes Novelle? Die Boff. 3tg." giebt eine intereffante Auffaffung der Situation und weist auf Herrn v. Stumm als den " Der Echloßherr von Halberg ist fein Freund von Halbheiten. " Drahtzieher" auch dieser neuesten Umfturs" Attion hin: Sein" Auge ist auf das Ganze gerichtet. Er will reinen Tisch machen, auch in der Gefeßgebung für die Arbeiter. Das hat er vor zwei Jahren bei der Berathung des Umsturzgesetzes und im vorigen Jahre bei der Verhandlung über das Nothvereinsgefet bewiesen. Wie sprach doch der Freiherr v. Stumm am 17. Juni im Reichstag? Da erklärte er, das Berbot für die Vereine, unter einander in Verbindung zu treten, passe freilich nicht in die heutigen Verhältnisse; aber man dürfe es nicht aufheben, wenn man nicht andere Reformbedürfnisse" befriedige: Bei unseren Bemühungen, daß schon Jahrhunderte alte Gespenst Nachdem die Umfiurzvorlage gescheitert ist, nachdem jede AusAus dem Reichstage. In die Nationalliberalen scheint der orientalischen Frage zur Seite zu schaffen, bat immer die Furcht sicht geschwunden ist, ein Sozialistengefeß hier wieder zum Be neuerdings der böse Geist gefahren zu sein. Nachdem bereits vor dem enfeßlichen Brand eines Weltkrieges, den eine gewaltsame schluß zu erheben, balte ich es für absolut nothwendig, daß vorige Woche der Abgeordnete Cuny beim Margarine- und Löfung nach sich ziehen müßte, von der raschen That zurückgehalten. im preußischen Vereinsgefeß Bestimmungen getroffen werden, Auswanderungsgesetz mit dem Mittel der Obstruktion durch Ja, in dem Maße, in dem die Zeit vorgeschritten ist, gestaltet sich wonach analog dem bayerischen oder sächsischen Gesetzes staatsAuszählung drohte, wandelte heute sein Fraktionsgenoffe die Gefahr eines Weltkrieges immer größer und größer. Wir gefährliche Umtriebe wirffamer bekämpft werden können, als es dürfen auch nicht vergeffen, baß mit dem Fortschritt der Zeit auch feither der Fall war. Wenn ich also die Reformbedürftigkeit im Dr. Hammacher dieselben Wege beim Servisgesetz. Nach die Widerstandsfähigkeit und die Wehrkraft bes Gegners bedeutend Sinne des Antrages Baffermann zugebe, so behaupte ich, daß die dem nämlich die Majorität es ablehnte, den Vorschlägen gewachsen ist. Ich ziele hiermit auf das während der letzten Reformbedürftigkeit nach anderer Seite noch sehr viel erheblicher der Abgeordneten Dr. Hammacher und Dr. Lieber zu Dezennien immer reger und reger werdende Gemeingefühl des vorhanden ist, so daß, wenn wir in Preußen oder im Reich zu einer folgen und bas Servisgesetz wieder in die Rom- gelams, bas ir unferem Beitalter bes beschleunigten Berkehrs nicht Reform des Vereinswefens gelangen, wir analog dem bayerischen mission zurückzuweisen, sondern beschloß, in die Be mehr eine quantité négligeable ift, wie vor zehn oder zwanzig Gesetz aussprechen müffen: die Polizeibehörde ist befugt, Bereine zu rathung einzutreten, bezweifelte Hammacher die Jahren. schließen, wenn dieselben die religiösen, sittlichen, gesellschaftlichen Beschlußfähigkeit, was die Anszählung im Gefolge hatte, welche Es wird nicht fiberflüssig fein, die heißblütigen Kreuzfahrer des Grundlagen des Staats zu untergraben drohen u. f. w..... Ich ergab, daß nur 141 Abgeordnete anwesend waren. Es half 19. Jahrhunderts auf die Bedeutung und Wichtigkeit der moslimis muß offen gestehen, ich würde es geradezu für eine Schwäche des nichts, daß während der Abstimmung aus dem preußischen schen Presse aufmerksam zu machen, auf eine Preffe, die in Asien Bundesraths ansehen, wenn er sich auf einen anderen Standpunkt Abgeordnetenhause die Inhaber von Doppelmandaten herbei- und Afrika weit und breit ihre Fäden ausgelegt und deren Er stellen wollte."" mahnungen viel tiefer in die Seele der Leser bringen als es bei Mehulich äußerte sich der Freiherr v. Stumm am 27. Juni 1896, geströmt und theilweise im Ueberzieher in den Sizungssaal uns der Fall ist. In der Türkei, in Indien, in Persien, in Mittel- indem er erklärte, gegen das Bürgerliche Gesetzbuch im ganzen zu kamen. Trotz der ausgelegten Gebühren für Droschken erster aften, in Java, in Egypten und in Algier beginnen die einheimischen stimmen, wenn darin das Verbot der Verbindung zwischen den Güte konnten sie den Streich des Dr. Hammacher nicht Tages- und Monatsschriften einen tiefgehenden Einfluß auszuüben. Vereinen aufgehoben würde. Inzwischen aber ist die Macht des pariren. Alles, was Europa gegen ben Jelam bentt, plant und schmiedet, Freiherrn v. Stumm nicht gesunken, sondern, wie man aus dem Der Präsident setzte die nächste Sigung auf morgen, findet mit Blitzesschnelle daselbst Verbreitung und wird durch den Zwischenspiel bei der Berathung über den Marine- Etat weiß, nur noch mittags 12 Uhr, mit dem Nothvereinsgefeß als Tagesordnung Bazar und durch Karavanengerüchte im fernen China, am Aequator gestiegen. So hat sich das preußische Staatsministerium den Aus an. Herr von Kardorff, welcher es sich nicht versagen konnte, und am Stap vervielfältigt und in gar sonderbarer Weife tommen schauungen des Herrn v. Stumm angeschlossen. Noch einmal fuchte an der Tagesordnung zu mäkeln, holte sich dafür eine ebenso tirt. Gewiffe in unferen Meetings und bei unseren Banketten ge- der Ministerpräsident die Einbringung des Entwurfs wenigstens zu streute Funten fachen sich allmälig an einer drohenden Flamme au, vertagen. Da stellte Herr v. Stumm die Kabinets energische wie verdiente, als von der Majorität mit Beifall und es wäre ein unverzeihlicher Leichtsinn, die Gefahr dieser scheins fra ge; er ließ verkünden, daß er fein mandat mehr aufgenommene Abfertigung. baren und nicht gehörig beachteten Bassivität zu übersehen.. annehmen werde, weil er seine Zeit beffer als im Reichs Regierungsweisheit einst und jetzt. Man lese bas brückt, das wird vom„ Ilbam" und" Sakibat" in Stambul fchon wieder feinen Arbeitern? Oder wollte er nach anderen Seiten fund und Was der Terbschumann" in der Krim zwischen den Zeilen aus tage verwenden könne. Bem gab er diese Aufklärung? Etwa Mit großer Vorsicht bestrebt, den bestehenden Strafvorschriften holt und vom„ Moslem Chronicle" in Calcutta in verschärfter Weise zu wiffen thun, daß es so wie bisher im Reichstag nicht weiter gehe und eine feste legierung von nöthen sei? Schon vor nicht zu verfallen, vermeidet sie( die Partei des Umsturzes) das Das Band des Panislamismus besteht allerdings vor der Hand etlicher Beit sollte Herr v. Stumm einen großen Krach" in der Regierung offentundige Verbrechen, in der festen Zuversicht, durch allmäliges nur noch aus binnen, lofen Fäden, aber durch die Gefahr eines An- vorausgesagt haben. Jetzt hat das Staatsministerium sich gefügt und die unscheinbares Verbreiten vergiftender Lehren ihr Ziel desto sicherer zu erreichen. Bon Gewaltstreichen abmabuend, fucht sie griffs and offener Feindseligkeit gegen den Khalifen, den die ganze lovelle eingebracht; vielleicht erklärt sich Herr v. Stumm jest wieder falsche Systeine zu begründen, bemüht sich, thuen durch die Art moslimische Welt als ihr geiftiges Oberhaupt anerkennt und ehrt, bereit, ein Mandat anzunehmen und folgt auch Graf Arnim er. falsche Systeme zu begründen, bemüht sich, ihnen durch die Art tönnen die Fäden sich heute leicht vereinigen und den Weltkrieg röthend seinen Spuren. Der Freiherr von Stumm hat ihrer Verbreitung in den verschiedensten Boltsschichten Eingang herbeiziehen." gefiegt. Grift der Water dieses neuesten Umst urzzu verschaffen, und arbeitet unausgefeßt daran, die Ueberzeugungen Ohne uns mit der Auffaffung Bambéry's identifiziren zu gefeßes, und er hat größern Ginfluß in Staat und im Bolte wankend zu machen, welche die Grundpfeiler der staat lichen Ordnung bilden. Man würde sich einer gefahrvollen Zäuschung wollen, scheint uns doch die nachfolgende Pariser Meldung Reich, wiewohl er unverantwortlich ist, als der hingeben, wollte man annehmen, daß diese Bestrebungen erfolglos in dem von ihm geschilderten Busammenhange aufgefaßt hier wie bort verantwortliche Reichstauster und Ministerpräsident." bleiben tönnten. Die Ereignisse der neuesten Zeit erwerben zu müssen: Die Blätter melden, daß in Rabylien sowie in der Umgebung- Die lex Recke und die Reichseinheit. In öffnen auch dem Unbesorgten die Augen über den Abgrund, vor welchem der Staat und die Geftttung stehen und in welchen fie Algiers fich feit furzem eine Erregung unter den Eingeborenen be- Süddeutschland ist man fiber den neuesten Kurs in Preußen fürzen müssen, wenn die Regierung nicht schleunigft in der merkbar macht, welche als eine Rückwirkung der türkischen Siege in überaus verftimmt. Die gesammte Preffe Babens, Württembergs, Ueberzeugung von der bedrohten öffentlichen Sicherheit und von Theffalien aufgefaßt wird. Es wurden feitens der Behörden Bayerns macht Front gegen die Zumuthungen des Herrn v. d. Necte. der Unzulänglichkeit der geseglichen Vorschriften zu denjenigen Durchsuchungen der Wohnungen veranstaltet und Waffen und Man erblickt in dem Worgehen der preußischen Regierung einen Munition beschlagnahmt." Bruch des dem Reichstaae und damit dein deutschen Bolte gegebenen Mitteln greift, welche 2c. 2c." nachfolgende: fommentirt. Bersprechens, eine Jfolirung Preußens von Deutsch 1 Iand. Die Liebe der Süddeutschen zum Boruffenthum ist stets nicht groß gewefen. Die jetzige preußische Regierung giebt sich alle Mühe, sie noch zu verringern. " ers Italien. verschiedenen anderen Orten find Anknüpfungspunkte gefunden. Crispi ist noch immer in Freiheit. Wie wir dem Auch mit dem Ausland sei man in Beziehung getreten. Immer Avanti" entnehmen, hat der mit allen Hunden gehegte Verbrecher mehr mache sich das Bestreben geltend, die Arbeit der Schiffs= den König direkt bedroht er werde, wenn man ihn auf die An- Zimmerer von anderen Arbeitern mit weniger Lohn verrichten zu - Die, Freisinnige Beitung" ist fuchswild, daß wir klagebant schleppe, alles was er wisse erzählen. Und Herr Crispi lassen; da müffen Mittel und Wege gefunden werden, sämmtlichen die Halbheit" der Vorschläge auf„ Milderung" ber Majestäts- weiß viel. Unter anderm hat er was den Lesern bekannt die Arbeitern der Werften den Zutritt zum Verband beleidigungs- Paragraphen getadelt haben. Sie meint, wir hätten Schulden des vorigen, sehr lüderlichen und verschwenderischen Königs möglichen.( Von Hamburg, Kiel, Bergedorf, Veddel, Breslau den Glauben erwecken wollen, nach bschaffung jener Paragraphen durch äußerst unregelmäßige Finanzmanöver mit den italienischen sind dahingehende Anträge geftellt.) An vielen Orten fei könne der Monarch ungestraft beleidigt werden. Aber sind denn Banken bezahlt und dadurch den jetzigen König felbft bis zu einem gewissen es dem Verbande gelungen, für seine Mitglieder infolge gewöhnliche Beleidigungen", b. b. die Beleidigungen gewöhn- Grad in das italienische Panamino verwickelt. Diese Operationen der günstigen Konjunktur Vortheile zu erringen. Man müsse licher Menschen in Deutschland unbestraft? O diese fortschrittliche sind es angenscheinlich, die Crispi enthüllen will; und daß dem die jetzige Beit ausnügen. Der Kaffenbericht zeigt eine Einnahme Weisheit! Uebrigens find wir Sozialdemokraten der Ansicht, die König solche Enthüllungen nicht angenehm find, liegt auf der Hand. vom 1. Juli 1896 bis zum 31. März 1897 von insgesammt auch in der jüngsten Reichstagsverhandlung zum Ausdruck tam, Aber glaubt man denn, daß derartige Dinge verschwiegen bleiben? 9727,57., die Ausgabe 7593,65 M., welches einem Raffenbestand daß die Beleidigungsprozesse nach deutscher Mode über. Im Gegentheil die Spaßen pfeifen sie von den Dächern, und fügen von 213. entspricht. Für den Flensburger Streit sind 4999,50 M. haupt ein Unsinn sind, den man in zivilisirten Ländern wie England, zum Nachtheil des Königs noch manches hinzu, was durch eine verausgibt. Den streitenden Hamburger Hafenarbeitern tonnte der Frankreich, Amerita nicht kennt. Gerichtsverhandlung vermuthlich widerlegt würde. Denn der jetzige König Verband 600 M. und den Kottbuser Tuchmachern 200 M. überwird allgemein als ein sehr sparfamer und durch und durch ehren mitteln. Der Bericht der Lofalverbände hebt überall den lebhaften hafter Mann gefchildert. Geschäftsgang hervor. Die Löhne find recht gering und verschieden An vielen Die Lage in Italien ist überhaupt kritisch. Die Ermordung des und schwanken zwischen 28 und 46 Pf. die Stunde. Sozialisten Frazzi durch Polizei- Agenten- italienische Acht- Orten müssen die Arbeiter Ueberftunden machen. In Flensburg " In den militärischen Fachkreisen war man ja auf die Sache Broschenjungen hat eine tiefe Aufregung in den weitesten Kreisen wird schon seit Anfang dieses Jahres zum theil von morgens 5 bis vorbereitet, aber selbst dort, vielleicht abgesehen von den wenigen hervorgerufen; und das bischen Schwindel Rapital, das die abends 9 1hr gearbeitet. In Stettin haben einzelne Arbeiter fünf wirklich eingeweihten Personen, hat bie Schnelligkeit der Reaktionäre aus dem jüngsten Frrenhäusler Attentat für die Sonntage hintereinander von 7 bis 5 Uhr bei 1 Stunde MittagsMaßregel überrascht. Die Kriegsverwaltung wird in der Monarchie geschlagen hatten, ist längst verbraucht. Und viel zuzu- pause gearbeitet. Die Sigung wird um 7 Uhr abends abgebrochen nächsten Zeit einen schweren Stand haben. Schon jetzt wird ihr sehen hat die Monarchie in Italien wahrhaftig nicht. und auf Montag, morgens 1/29 Uhr, vertagt. von allen Seiten der Vorwurf gemacht, sich wieder einmal haben Der Mailänder„ Corriere della Bera" melbet, am Mitt. überflügeln zu lassen und wieder einmal später als die woch werde in der Kammer das Verlangen zur gericht. deutschen Generale aufgestanden zu sein. Natürlich lichen Verfolgung Crispi's wegen der Farilla Affäre gewerden nun auch hier fofort die zur Menbeschaffung von Kanonen nöthigen stellt werden. Gelder flüssig gemacht werden, da selbstverständlich die Regierung erklären wird, ebenso gut wie Deutschland längst im Besiß eines Kanonenmodells zu sein, das man nicht verfehlen wird, als dem deutschen noch überlegen" hinzustellen. Wie von mir bereits feit Monaten gemeldet worden ist, hat der Kriegsminister thatsächlich ein solches neues sogenanntes Schnellfeuergeschütz bereits auf Lager." - Die deutsche Artillerievorlage bat in Frant reich, wie dem Hamburgischen Korrespondent" aus Paris gefchrieben wird, geradezu tonfternirend gewirkt". Der betreffende Korrespondent schreibt: " Rom, 17. Mai. In der vorgeftrigen Kammerfihung versuchte eine auf der Gallerie anwesende Frau, ein Packet in den Sizungs faal zu schleudern. Das Packet enthielt Prozeßatten. Die Frau wurde verhaftet. Afrika. - Das britische Geschwader, welches vor ber Delagoas Bai längere Zeit gefrenzt hatte, foll im Laufe der nächsten Woche nach der Simons Bai( Safen von Kapstadt) zurückkehren. Wenn sich diese Meldung des Reuter'fchen Bureaus" bestätigt, so wäre damit eine weitere Verminderung der Spannung zwifchen England # Der Hamburgische Korrespondent", der gewiß nicht im Rufe der Baterlandslosigkeit" steht, giebt mit diesen Ausführungen zu, daß in der Gefchüßfrage Deutschland derjenige Theil gewefen ist, welcher zuerst wieder die Schraube ohne Ende" tiefer zu bohren be- und Transvaal gesichert. gonnen hat. Reichstag. -Marinepropaganda wollen die Kolonialliebhaber auf ihrer für den 12. Juni nach Mit n chen einberufenen Diesjährigen Hauptversam ni I ung betreiben. Auf ein bischen 222. Ging vom 17. Mat. 1 Uhr. mehr oder weniger Wahrheitsliebe scheint es aber den Herren bei Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher, Graf Pofa Verfolgung ihrer Bestrebungen garnicht augukommen, denn in einem bowsky, v. Goßler. Antrage des Ausschusses der deutschen Kolonialgesellschaft wird Auf der Tagesordnung steht die zweite Lefung des Gefeßentwurfs schlankweg davon geredet, daß der Reichstag die Marineforderungen betreffend den Servistarif und die Klaffeneintheilung abgelehnt habe", obwohl er doch thatsächlich den bei weitem größesten der Orte. Theil derfelben bewilligt hat. Und ferner wird als Ziel zunächst Berichterstatter der Budgetkommission fiber die Vorlage ist der die Wiedergewinnung des Bestandes der deutschen Flotte hingestellt, bg. v. Leipziger. Bum Tarif ist von der Kommiffion nur eine welchen diefelbe in den 70 er Jahren nach Beendigung des deutsch- Erhöhung der Pferdegelder für die Offiziere beschlossen worden. Die franzöfifchen Krieges gehabt hat". Glauben die Flottenschwärmer Selaffeneintheilung der Orte betreffend hat die Kommiffion, nachdem denn wirklich, daß der Steuerzahler so im Handumdrehen vergessen fie bereits das Verzeichniß fast ganz durchberathen und über tönnte, welche Riefenfummen feit den 70er Jahren für die Marine ausgeworfen worden sind? -Der 11. ordentliche Berufsgenossenschaften tag des Werbandes der Deutschen Berufsgenossenschaften ist nunmehr auf den 15. Juni nach Berlin einberufen worden. Auf der Tagesordnung steht außer den gewöhnlichen Geschäftsberichten lediglich die Vereinfachung der Arbeiterversicherung und die Abänderung der Unfallversicherungs- Gesetze. zahlreiche Anträge auf Versehung in eine höhere Klasse Bes schluß gefaßt hatte, vor Eintritt in die zweite Lesung ihrer Beschliffe befchloffen, die bisherige Klaffeneintheilung einstweilen bes ftehen zu lassen, und folgende Resolution vorgeschlagen: Dahinzuwirken, daß für die Bemessung der Höhe des Wohnungsgeldzuschusses und die entsprechende Ortstlaffen Gintheilung nicht ausschließlich die Servistlassen als maßgebend betrachtet werden und daß demgemäß der§ 3 des Gesetzes vom 30. Juni 1878 geändert wird. W Kongreß der lokalorganisirten Arbeiter Deutschlands. Salle a. G. 17. Mai 1897. besuchte öffentliche Gewerkschaftsversammlung ftatt, wo Genosse Aus Anlaß des Rongreffes fand am Sonntag Abend eine gut Reßler aus Berlin einen Vortrag über die politischen Parteien und die Gewerkschaften hielt. Er vertrat den Standpunkt, baß nur in Verbindung mit der sozialdemokratischen Politik eine erfolgreiche Gewerkschafts- Bewegung denkbar sei und streifte zum Schluß auch den gefeßzes, denselben entschieden verurtheilend. Entwurf des preußischen VereinsDer nationalsoziale Redakteur Weinhausen aus Berlin trat dafür ein, daß die Parteipolitit aus den Gewerkschaften fern gu bleiben habe. Er berief sich auf bekannte sozialdemokratische Gewerkschaftsführer, die auf demselben Boden stehen sollen, und nannte als solche v. Elm, Legien, Segib und andere. Eine ganze Anzahl Reduer, meist Delegirte zum Kongreß, stimmten dein Referenten zu. Zum Schluß gelangte eine von demselben empfohlene Proteftrefolution gegen den Vereinsgefeß- Entwurf zur Annahme. " B Montag Vormittagsfibung. Diefelbe wird durch BI auroc Berlin eröffnet mit dem Wunsche, daß das gesteckte Biel: Busammenschluß der lokalorganisirten Gewerkschaften, erreicht werden möge. Die Mandatsprüfung ergiebt, daß 88 Delegirte anwesend sind, und zwar aus Berlin, Jüterbog, Königsberg i. Pr., Halle a. G., Solingen, Chemnitz, Leipzig, Wernigerode, Osterwick, Braunschweig, Breslau, Stettin, Fürstenwalde. Vertreten find folgende Gewerkschaften: Maurer, Zimmerer, Töpfer, Messerschmiede, Reffelschmiede, Glaser, Bäcker, Klempner, Tapezirer, Musikinstrumenten- Ar beiter, allg. Arbeiter u. Arbeiterinnen, Fabritarbeiter, Händler, HandelsHilfsarbeiter. Zu Vorsigenden werden Blauroc- Berlin und Degenkolbe gewählt. Ueber den ersten Punkt der Tagesordnung, Die Stellung der Gewerkschaften zur Bolitit", referirte Reßler Berlin: Er vertrete den Standpunkt, daß die gewerkfchaftliche Bewegung von der sozialdemokratischen nicht getrennt werden könne. Was auf dem Boden der heutigen Wirthschaftsordnung erreichbar sei, fei nur unbedeutend. Die sozialdemokratische Partei habe auch die Arbeiterschutzgesetzgebung auf ihr Programm gesetzt. die Vorarbeiten für die soziale Gefeßgebung machen müssen und da= Auf diefem Felde begegnen sie sich mit den Gewerkschaften, welche durch nothwendigerweise den Boden der Politik betreten. Die Ges aus ihren Bestrebungen verbannen. Das Vereinsrecht greife fo tief auch in die Bewegung der Gewerkschaften ein, daß diese nicht umhin können, tönnen, auch auf die Gestaltung des Vereinsrechts einzuwirken. Es frage sich nun, in welcher Weise bie Gewerkschaften diese Aufgaben auf politischem Gebiet erfüllen fönnen. Die wirthschaftliche Entwickelung habe den Kapitalismus zum thatsächlichen Herren des Staates in Gesetzgebung und Verwal tung gemacht. Das beweise der Umstand, daß die Ausführung der faiserlichen Erlasse von der Kapitalistenklaffe hintertrieben wurde. Aus gutem Willen werde den Arbeitern von den herrschenden Klaffen nichts gegeben, darum müsse auch der gewerkschaftliche Kampf ein Klaffenkampf der Arbeiter gegen den Rapitalismus sein. Die Herren, welche sich jetzt von verschiedenen Seiten an die Arbeiter herandrängen und ihnen rathen, bei der gewerkschaftlichen Bewegung die Politit aus dem Spiele zu lassen, meinen damit nur eine folche Politit, die sich gegen den Kapitalismus richtet. Eine Politit zu gunsten des Unternehmerthums würden auch diese Herren begünstigen. Hinter der Gewerkschaftsbewegung stehe nur die sozialdemokratische Partei, da her fönne auch die Politik der Gewerkschaften nur eine fozial demokratische sein. Der Referent empfahl folgende Resolution: In Erwägung: Der XIII. bentfche Gewerbekammertag tagte geftern, Montag, Vormittag im fleinen Saal des Reichstagsgebäudes, um zur Handwerker Abg. Hammacher die Zurückverweisung des§ 2( Klasseneintheilung) Abg. Lieber( 3.) beantragt in nebereinstimmung mit dem organisation Stellung zu nehmen. Es waren zahlreiche Delegirte in die Kommission zur vollständigen Durchberathung, damit das der Gewerbe und Handelskammern Mittel- und Westdeutschlands Haus auch über diesen nicht zu entbehrenden Theil des Gesetzes fich wertschaftsbewegung würde sich selbst schädigen, wollte sie die Politik erschienen; so aus Bremen, Hamburg, Leipzig, Dresden, Lübeck, schlüssig zu machen in die Lage gesetzt werde und die Regierung auf München, Nürnberg it. s. w. Auf der Tagesordnung stand: Diese Weise eher veranlaßt werde, eine anderweite Normirung der 1. Generalbebatte über die Vorlage des Bundesrathes an den als reformbedürftig erkannten Säße des Wohnungsgeld Zuschusses Reichstag vom 15. März( Entwurf eines Gefeßes, betreffend in Vorschlag zu bringen. bie Abänderung der Gewerbe- Ordnung), 2. Innungen, 8. Jumungs Abg. Singer( So.) widerspricht diesem Antrage. Der§ 2 sei ausschüsse, 4. Handelskammern, 5. Innungsverbände, 6. Lehr abgelehnt, event. würde sich die Bürückverweisung der ganzen Borlingsverhältniffe, 7. Meistertitel. An der Diskussion be lage empfehlen. Auch sachlich sieht Redner von dieser Maßregel theiligte fich auch der Vertreter der Regierung, Geh. Regierungsteinen Vortheil. rath Dr. Wilhelmi, der für Annahme des ersten Punttes der Tages Abg. Lieber beharrt bei seinem Vorschlage; werde diefer anordnung, den Entwurf eines Gefeßes, betreffend die Abänderung genommen, so solle man den Gegenstand von der Tagesordnung ber Gewerbe- Ordnung, entschieden eintrat. Der Unterschied zwischen abfeßen. der ursprünglichen Vorlage und dem Entwurf des Bundesraths fei feineswegs fo groß, wie man dies, namentlich im organisirten Handwert, vielfach annähme. Auch die ursprüngliche Borlage gehe davon aus, daß man von der Bildung der Bwvangsinnungen ab fehen müffe, wenn die Mehrheit der Betheiligten nicht bereit sei, an der Erfüllung der Innungsaufgaben mitzuwirken. Völlig ungerecht fertigt sei der Vorwurf, daß die Vorlage den Wünschen des organis firten Handwerts nicht entgegenkomme. Ueber die Gewerbevereine rundweg abfällig zu urtheilen, wie dies von verschiebenen Rednern des Gewerbekammertages geschehen, sei ungerecht. Abg. Hammacher( natl.) behauptet, daß über den Beschluß der Kommission eine weitgehende Unzufriedenheit im Lande entstanden sei. Abg. Singer bestreitet dies. Für den Antrag Lieber stimmen nur Zeutrum und National liberale, sowie die Antisemiten. Das Bureau erklärt nach Probe und Gegenprobe den Antrag für abgelehnt. Es wird in die materielle Berathung eingetreten. But§ 1 wird das Wort nicht genommen. Vor der Abstimmung bezweifelt Abg. Hammacher die Beschlußfähigkeit des Hauses. Auch das Bureau - Der Meineibs Prozeß Schröder und Geist barüber zweifelhaft. Der Namensaufruf ergiebt, daß nur 1. Daß der sogenannte gewerkschaftliche Kampf um Verbefferung noffen schwebt am Oberlandesgericht zu Hamm. Der Senat hat 141 Mitglieder anwesend find. Die Sigung muß abgebrochen werden. der Lage der Arbeiter auf dem Boden der heute bestehenden Ord eine Reihe neuer Erhebungen angestellt, von deren Ergebniß es ab Der Präsident v. Buol setzt die nächste Sigung auf Dienstag nung nicht geführt werden kann, ohne das Verhältniß der Arbeiter bhängt, ob es zu einem Wiederaufnahme Verfahren fommen wird 12 Uhr an und proflamirt als Tagesordnung mit Rücksicht auf die zu dem heutigen Staat und seinen Organen der Gesetzgebung und oder nicht. ausnahmsweise hohe Zahl der Unterschriften( 220) den Antrag Berwaltung scharf und bestimmt zu berühren; Rickert und Genoffen, betreffend das sogen. Moth- Vereinsgesetz in erfter und zweiter Lesung, außerdem die zweite Lesung der Handwerkervorlage. Duellchronik. Die Straftammer in Fürth verurtheilte den Pharmazeuten Adalbert Lax aus Lauterberg und den stud, med. Arthur Groß aus Königsberg wegen eines am 19. März auf bem Rathsberge bei Erlangen ausgefochtenen Säbelduells zu je drei Monaten Festung. Groß war schon wegen Zweikampfes vor bestraft.keinen Widerspruch erheben; ich will nur bemerken, daß über die Abg. v. Karborff( Rp.): Ich will gegen diese Festsetzung Reihenfolge der Berathung der Initiativanträge souft anders -Chronik der Majestätsbeleidigungs- Brogeffe. ie einen Mehrheitsbeschluß, nicht durch das Belieben des Herrn entschieden wird und daß das nur geändert werden kann durch uns ein Privattelegramm aus Win chen meldet, ist gegen die demokratische Präsidenten.( Beifall rechts. Lebhafter Widerspruch links und im " Frete Breffe" ein Verfahren wegen Majestätsbeleidigung ein- Bentrum.) geleitet worden. Die neueste Nummer des Blattes wurde fon= Präsident v. Buol: Ich muß diese Beschuldigung als eine fissirt und gegen den Redakteur ein 8eugnißawangs.unberechtigte zurückweisen. Dasselbe, was die Majorität tann, tann verfahren eröffnet. Derselbe ist um Mitternacht verhaftet in dem Augenblicke, wo eine Majorität nicht vorhanden ist, ber Präsident!( Anhaltende Bustimmungsrufe links und im Zentrum.) Desterreich. Schluß nach 22 Uhr. Dienstag 12 Uhr Nothvereinsgefeß; Handwerkervorlage. worden. Wien, 17. Mai. Die Parteten der Linken im Reichsrath wollen das Zustandekommen der Adreßantwort auf die taiserliche Thron rede durch Obstruttion vereiteln. Zum Adreßentwurf find bereits über 200 Abänderungsanträge vorbereitet. Parlamentarisches. -Aus Prag wird mitgetheilt: Der im Omladina Die fozialdemokratische Fraktion beschloß in ihrer gestrigen proses vom Jahre 1894 wegen Hochverrátb, Majestätsbeleidigung, Sigung, sich auf dem internationalen Arbeiterschuh- Rongreß in Zürich Huheftörung, Geheimbündelei und Betrug( Berleitung seiner Eltern durch die Abgeordneten Bebel, Grillenberger, Liebknecht und Moltenzu falschem Zeugniß) au acht Jahren schweren Kerters buhr vertreten zu laffen. Als Redner zum Nothvereink Antrag verurtheille 17 jährige Tischlergehilfe Johann Zieglofer, deffen Notig- find die Abgeordneten Singer, Regien und event. Frohme buch bei dem Prozeß das Hauptmaterial zur Auflage gegen zahl- bestimmt worden. reiche Beschuldigte lieferte, wurde gestern infolge Amnestie aus der Bankrazer Strafanstalt entlassen. Sechste Generalversammlung des Verbandes der Schiffs- Zimmerleute Deutschlands. -Gegen die Konturrena ber Militärtapellen. Aus Prag wird der Wiener, Arb.- 3tg." geschrieben: Gine anerkennens werthe Verfügung hat der Korpstommandant und Kommandirende 1. Sigung, nachmittags 4 Uhr. Riel, 16. Mai 1897. von Prag. Felbzeugmeister Graf Grünne, am vorgeftrigen Tage getroffen, indem er auf die Beschwerde einer Abordnung von Bivil. Anwesend find 8 Vorstandsmitglieder, 11 Delegirte und B Bermusikern gegen die Konkurrens ber getheilten Militärkapellen bie treter des Werftarbeiter Verbandes, denen berathende Stimme ein Herabfehung des Mannschaftsstandes der letteren auf die vor- geräumt wird. gefchriebene Zahl von 43 angeordnet hat. Die bisherige Stärke der geführt werden, spricht ein reges Intereffe für die Organisation. Aus den Berathungen, die zum theit in plattbeutscher Sprache Prager Kapellen war 65 Mann. In Deutschland hat alles Petitioniren su feiner Verminderung Bahlreiche Anträge von fast allen Bahlftellen liegen vor, von denen der militärischen Koufurrens gegen die Bivil- Mufitkapellen geführt.befonders diejenigen hervorzuheben find, bie sich mit einer Dänemark. Die Ministerkrisis dauert fort. Der vom König be. rufene Graf Mogens Frijs hat es abgelehnt, das neue Ministerium zu bilden, da er für die jeßige politische Lage nicht verantwort lich set. 2. daß der gewerkschaftliche Kampf also von dem politischen Kampf um die politische Macht und deren Erweiterung nicht zu trennen ist; Arbeiter noch eine genügende Bermehrung ihrer Rechte von der 3. daß weder eine wesentliche Werbefferung der Lage der Humanität oder von dem guten Willen der heutigen Gesellschaft zu das Recht bildet. erwarten ist, sondern anerkanntermaßen nur der Kampf ums Recht 4. daß dieser Kampf aber nur dann mit dem nöthigen Nachdruck und der nöthigen Einheitlichkeit von den Arbeitern geführt werden fann, wenn er in seinem Charakter als Klaffenkampf der Arbeiterklasse gegen ihre Ausbeutung erkannt und geführt wird; 5, daß dieser nothwendige und unvermeidliche Klaffentampf nur unter engem und bewußtem Anschluß an die Grundfäße und Taktik der sozialdemokratischen Partei Deutschlands mit Aussicht auf Erfolg geführt werden kann erklärt der zu Halle a. S. tagende erste Rongreß der lokalorganisirten und auf dem Boden des Vertrauensmännerfystems zentralisirten Gewerkschaften Deutschlands: I. Eine Trennung der gewerkschaftlichen Bewegung von der bea wußten fozialdemokratischen Politit ist unmöglich, ohne den Kampf um die Verbesserung der Lage der Arbeiter auf dem Boden der heutigen Ordnung aussichtslos zu machen und zu lähmen. II. Daß die Bemühungen, von welcher Seite fie auch kommen mögen, die den Zusammenhang der gewerkschaftlichen Bewegung mit der Sozialdemokratie zu lockern oder zu durchbrechen bestrebt find, als arbeiterfeindliche zu betrachten find. III. Daß Organisationsformen der gewerkschaftlichen Bewegung, die sie in dem Kampfe um die politischen Ziele hindern, als fehler. haft und verwerflich zu betrachten find. Der Kongreß sieht in der Form der Organisation, die sich die sozialdemokratische Partei Deutschlands auf dem Kongreß zu Halle a. S. 1890 gegeben hat, mit Rücksicht auf die bestehende Vereinsgefeggebung auch für die gewerk. schaftliche Organisation die zweckmäßigste und beste Einrichtung zur Berfolgung aller Biele der Gewerkschaftsbewegung. Partei- Nachrichten. Imgestaltung des Verbandes in der Weise, daß fämmtliche Partelliteratur. Das Stenogramm der Reichstags- Werhand. Arbeiter der Werften aufgenommen werden können, befaffent. ingen über die Aufhebung des Majestätsbeleidigungs- Paragrapben Nach Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten erstattet zunächst wird Mittwoch Abend unter dem Titel: Die Majestätsder Vorsitzende in aller feinen Bericht. Grfreulicherweise ift bas wird mittwoch Abend unter dem Titel: Die MajestätsIntereffe für die. Organisation in immer weitere Kreise gebrungen, beleidigungen vor dem Reichsinge" im Verlag der Buchhandlung auch in Breslau habe der Verband festen Fuß fasjen tönnen. Mit Vorwärts herausgegeben. Die Broschüre wird brei Bogen Gioß Die Sozialdemokratie Oesterreichs wird zu der Frage der Beschickung des internationalen Kongresses für abgehalten wird, Stellung nehmen. $ Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Gewerkschaftliches. und Gerichts- Beifung. oktav umfassen; der Preis beträgt 15 Pf. Die Bestellungen werden arbeit errungen. Die organisirten Pfeifenbeschläger der Schemnizer Der allein anwesende Sandlungsgehilfe ließ ihn für einige nach der Reihenfolge des Eingangs erledigt. Branche hatten die gleichen Forderungen vorher durch Arbeits- Minuten allein. Der Angeklagte plünderte die Ladenkasse niederlegung durchgeseht. und lief davon. Drei Tage später führte der Angeklagte Er ließ sich Aus Zürich wird uns mitgetheilt: Die am 14. Mai nach be- einen nicht minder dreisten Diebstahl aus. Arbeiterschutz auf ihrem Parteitag, der zu Pfingsten in Wien Gefees wieder zu Muttern gegangene fländerätbliche Kommission zahl Brillantringe vorlegen, suchte mit Rennerblick einen aus und endeter Durchberathung des Eisenbahnverstaatlichung 3. im Laden des Juweliers Reißmüller in der Friedrichstraße eine An hat sich auch mit der Eventualität eines Streits des staat. steckte ihn probeweise an seinen Finger. Dann verlangte er noch La Petite Republique", das Organ der Pariser Sozial lichen Eisenbahnpersonals beschäftigt. Aber sie hat eine im Schaufenster liegende Uhrkeite zu sehen. Der Juwelier demokratie, macht an der Spize ihrer letzten Nummer bekannt, daß nicht etwa beschlossen, in einem solchen Falle die Organisation batte soeben das Glasfenster geöffnet, um die Kette herauszunehmen, von nun an die Chef- Redaktion in die Hände des Genossen der Gerauld Richard gelegt ist. Die Zahl der übrigen Redakteure androhung den Streit zu verbieten Eisenbahner aufzulösen, oder bei schwerer Straf- da stürmte der Angeflagte zur Thür hinaus auf die Straße. Der beträgt 11, die der Mitarbeiter 18. Unter den Mitarbeitern befinden Verschärfung des Strafgesetzes zu empfehlen, sondern sie beschloß, Ergreifung des Diebes endete. eine entsprechende Juwelier eilte ibm nach, es begann eine tolle Jagd, die mit der Der Gerichtshof verurtheilte den bie Deputirten Jaurès, Millerand, Rouanet, dem Eisenbahurath die Befugniß zu geben, aus seiner Mitte Angeklagten zu einer Zuchthausstrafe von 2 Jahren 6 Monaten, Vaillant, Sembat und Viviani. Schiedsgerichte zu bestellen; dieselben sollen auch fungiren bei Ehrverluft und Polizeiaufsicht. Zwistigkeiten zwischen der Eisenbahn- Verwaltung und den Beamten Eitelkeit und Prahlsucht haben den aus Jassy in Rumänien Der Redakteur der Fürther Bürgerzeitung", Genoffe und Angestellten und endlich sollen lettere, da sie nach der Bahn- ftammenden Maschinenbauer Dimitri Michaelescu ins Ge Gärtner, war wegen einer" Notiz über einen Vorfall bei der verstaatlichung Bundesbeamte find, dem bestehenden eidgenössischen fängniß gebracht. Er hat das Technikum Mittweida in Sachsen Ableistung des Verfaffungseides vom Schöffengericht des groben Verantwortlichkeitsgesetz unterstellt werden. So laffen sich in einem während zweier Semester besucht und kam im Herbst v. J. nach Unfugs schuldig befunden und zu der Maximalstrafe von 150 m. demokratischen Gemeinwesen die scheinbar schwierigsten Fragen und Berlin, wie er angiebt, um sich weiter im Baufach zu vervolloder 6 Wochen Haft verurtheilt worden. Die Strafkammer hob das größten Gefahren auf die einfachste und vernünftigste Weise lösen. kommnen. Verschiedenen Leuten, mit denen er in Berührung Urtheil theilweise auf und setzte die Strafe auf 50 M. oder 10 Tage Die ausländischen Gewaltpolitiker und Polizeileute könnten sich daran fann, erzählte der Rumäne, daß er von seiner Regierung nach Haft herab. ein Beispiel nehmen. Berlin geschickt sei, um hier auf Staatskosten die Schiffsbaukunft zu erlernen, er fei rumänischer Offizier und Student und beziehe außer der Staatsunterstützung von monatlich 160 m. noch etwa ebenso viel aus Privatvermögen. Verschiedene Geschäftsleute schenkten ihm Bum Prozek Tansch- Lühow wird des weiteren gemeldet, daß auf diese Angaben hin Kredit. Michaelescu hatte im März die fommissarische Vernehmung der auswärts wohnenden Zeugen d. I. einige Schulden; unter seinen Gläubigern verbreitete bereits begonnen hat. Einer der Hauptzeugen soll jetzt nicht auf sich das Gericht, daß er beabsichtige, fich heimlich nach Rumänien zu findbar sein nämlich der frühere Redakteur Metzsch v. Schilbach, der begeben; er gerieth in den Verdacht der Hochſtapelei und wurde vor etwa Monatsfrist erst von Kreta aus hiesigen Blättern mit verhaftet. Im geftrigen Termin vor der dritten Strafkammer des theilte, daß er sich seiner Zeugnißpflicht nicht zu entziehen trachte, Landgerichts I gab der Angeklagte zu, daß er die falschen sondern der Staatanwaltschaft jederzeit zur Verfügung stehe. Von Angaben über feine persönlichen Verhältnisse gemacht, aber weiteren Journalisten, welchen in der Tausch- Affäre Beugenladungen nicht um Kredit สิน erlangen, sondern aus Wichtigs angegangen sind, werden genannt: die Herren Dr Liman( Leipz thuerei. Der Vertheidiger Rechtsanwalt Dienstag stellte unter N. Nachr."), Dahsel(„ Staatsb. 3tg."), Walter( Königsb. Hart. 3tg."), Beweis, daß der Angeklagte thatsächlich von seiner Familie eine Schweinburg( Berl. Pol. Nachr."), Hellfeld( Wiil.- Pol. Korr."), monatliche Unterstützung von 160 M. erhalten habe, und zwar durch Sans Krämer, Fritz Brentano, Greil und der Herausgeber den hiesigen rumänischen Konful. Der legtere habe sich auch bereit ers der Zukunft", Harden, der durch den betettiv- Juftituts Caspari- Roth Rossi mit Herrn v. Tausch bekannt gung nicht vorliege. Er zweifle nicht daran, daß man dem Angeklagten Direktor des Privat- flärt, die Gläubiger des Angeklagten zu befriedigen, sodaß eine Schädigeworden sein soll, worüber der lettere selbst Zeugniß abzulegen Kredit gegeben hätte, wenn dieser einfach bei der Wahrheit geblieben haben wird. Der vielgenannte Normann- Schumann, vie verschiedene andere Zeugen ursprünglich auch seine Beziehungen geklagten, höchstens aber eine Gefängnißstrafe, welche durch die zweider, wäre. Er beantrage daher in erster Linie die Freisprechung des Anzu Herrn v. Tausch in Abrede zu stellen versuchte, soll auch in der monatige Untersuchungshaft für verbüßt erachtet werden könne. Der Türkei sich nicht ordnungsmäßig abgemeldet haben, sodaß ihm eine Staatsanwalt hatte 3 Monate Gefängniß beantragt. Der Gerichtshof Ladung nicht zugestellt werden konnte; an feiner Stelle dürfte seine folgte den Ausführungen des Vertheidigers, sprach den Angeklagten Gattin vor Gericht erscheinen, um über die Verbindungen des viel frei und ordnete seine sofortige Haftentlassung an. gesuchten Herrn Auskunft zu geben. Endlich verlautet, daß der zweite Angeflagte v. Lützow sich noch durch einen zweiten Vertheidiger, nämlich den Rechtsanwalt Holz, vertreten lassen wird. Berlin und Umgebung. Achtung, Stuckateure! Die Firma Fuhrmann, Inhaber Brund Müller, Dresden, wird versuchen, für eine Arbeit nach Senftenberg i. d. 2. Stuckateure in Berlin anzuwerben. Es ist auch anzunehmen, daß er die hiesige Firma Jablonsky damit betrant; deshalb werden die Kollegen dieser Firma sowohl wie alle andern Kollegen gewarnt, fich als Streitbrecher anwerben zu lassen. Zuzug ist nach Dresden streng fernzuhalten; thut ein jeder von uns feine Pflicht, so ift den Kollegen Dresdens der Sieg gewiß. uns seine Pflicht, so ist den Kollegen Dresdens der Sieg gewiß. Die Lohnkommission Berlins und Umgegend. Die öffentliche Versammlung der Stuckateure, welche am Sonntag im Lofale Kommandantenstr. 72 stattfinden sollte, wurde von der Polizei auf grund der Verfrommungs- Verordnung nicht ge nehmigt. Angemeldet war dieselbe zu 11 Uhr vormittags. Tas persönliche Ersuchen des Einberufers, die Versammlung um 12 Uhr eröffnen zu dürfen, wurde abgelehnt, da es sich dann um eine neue Bersammlung handele, die nicht rechtzeitig angemeldet sei. Die Putzer befchloffen am Montag Abend in einer gut befuchten Versammlung, über die Forderung des achtstündigen Arbeitstages eine Urabstimmung unter ihren Berufsgenossen vorzunehmen. Achtung. Bureau Angestellte! Am Dienstag, den 18. d. M., abends 8/2 Uhr, tagt in den Armin hallen, Kommandantenstr. 20, eine große öffentliche Versammlung, in der Kollege Stadtv. Otto Münch, Spandau„ die wirthschaftliche Lage der Burcan- Angestellten, die Bestrebungen um Verbesserung der felben und das Verhalten der Bureaubeamten- Vereine" erörtern wird. Dentsches Reich. 41102 ma Vor der ersten Strafkammer am Landgericht II sollte am Dienstag Vormittag die Herausforderungsfache des früheren Premier: lieutenants Rasch und des Rechtsanwalts Marggraf von neuem verhandelt werden, nachdem das Reichsgericht das Urtheil der Aus Breslau wird berichtet, daß die Lohnkommission der siebenten Strafkammer am Landgericht I, welches auf vier Monate, Tischler einstimmig beschlossen hat, den Unternehmern die Hand bezw. drei Tage Feftungshaft lautete, aufgehoben und die Sache zur zu einem Ausgleich zu bieten, dagegen das Verlangen derselben, den erneuten Verhandlung und Entscheidung an das Landgericht II verpartiellen Streit aufzuheben, nicht zu bewilligen. Die größte Möbel- wiefen hat. Die Verhandlung ist aber in letzter Stunde aufgehoben firma Breslaus, Gebrüder Bauer, erklärte, sie wolle weder worden, weil seitens der Parteien und ihrer juristischen Vertreter mit der Lohnkommission noch mit der Fabrikantenvereinigung 2c. in neue Beweisanträge gestellt worden sind. irgend welche Unterhandlungen treten; sie werde aber berechtigte Forderungen ihres Personals bewilligen, wenn dieses solche stelle. Nach der„ Breslauer Zeitung" sollen sich am Sonntag in einer Versammlung der beiden Tischler Jnnungen und der Möbelfabrikanten 27 Fabrikanten und 69 Jnnungsmeister verpflichtet haben, am Montag( gestern) ihre Werkstätten zu schließen. Im ganzen würden hierdurch 866 Tischler betroffen. Die Steinfeger in Hannover haben am 15. Mai die Arbeit eingestellt. Gefordert wird Erhöhung des Stundenlohnes von 45 auf 50 Pf. für Steinfeger, 32-35 Pf. für Rammer und 30 Pf. für die übrigen Arbeiter. Ein Meister hat bewilligt. Ans Effen wurde uns am Montag berichtet: Hente legten ca. 150 3 immer er die Arbeit nach vorschriftsmäßiger Kündigung nieder. Drei Viertel sämmtlicher Zimmerer Essens stehen im Streif. Sie fordern u. a. den Zehnstundentag, einschließlich 11/2 Stunden Bause, 42 Pfg. Mindest- Stundenlohn, böhere Bezahlung der Ueber stunden und der Nachtarbeit. Mehrere Meister haben schon zugesagt, wollen fich aber nicht unterschriftlich binden. Die Zimmerer hoffen den Sieg sicher zu erringen, wenn der Zuzug streng ferngehalten Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Die Inhaberin einer Schlosserei und Schmiedewerkstatt er hielt eines Tages den Besuch eines Gerichtsvollziehers, der in dieser Werkstatt einen Ambos und einen Schleifstein pfändete. Auf BeAusübung des Schmiedehandwerks unentbehrlich seien. Hiergegen schwerde wurde die Prändung aufgehoben, weil die Pfandstücke zur erhob wieder der Gläubiger Beschwerde, die von der 9. Ziviltammer für begründet erachtet ist. Nach den„ Bl. f. Rpfl." heißt es in der betr. Entscheidung: Nach§ 715 Nr. 4 der Ziv. Pr. D. find nur diejenigen Gegenstände der Pfändung entzogen, die ein hand. werker zur persönlichen Ausübung seines Berufs gebraucht Von einer persönlichen Ausübung des Schniedehandwerks durch die Schuldnerin fann feine Rede sein. Sie ist nur Inhaberin einer Schmiedewerkstatt und steht als solche einem Handwerker nicht gleich. Die Pfändung erscheint demnach gerechtfertigt. $ Zwang zur Theilnahme an Schulausflügen. Einen Misstand, der dringend der Abhilfe bedarf, hat ein Konture verwalter, dessen wiederholte Beschwerden bei Gericht erfolglos waren, in einer Eingabe an den Finanzminister berührt. Nach der Ronkursordnung beantragt das Konkursgericht die Eintragung des Konfursvermerks oder dessen Löschung u. a. zu den Grundbüchern über die zur Masse gehörigen Grundstücke. Vor dem Gerichtstoftengeseze von 1895 waren für die diese Konkurs gläubiger durchaus gleichgiltigen Bermerke tostenlos, jetzt sind sie kostenpflichtig. Diese Kosten find nun ganz bedeutend und betrogen viele Hundert Mark für eine Eintragung, ebensoviel vielleicht bei einer demmächtigen Löschung. Erwägt man nun, so fagt der Konkursverwalter in seiner in den Bättern für Rechtspflege" abgedruckten längeren Eingabe, daß that sächlich fast niemals etwas aus den Grundstücken zu den Konkurs massen fließt, weil jene überschuldet sind, und andernfalls, wenn noch ein werthvoller Locus vorhanden gewesen, es gar nicht zum Konkurse gekommen wäre, so ist die Unbilligkeit einleuchtend, daß die Konkurs zahlen sollen. massen jene enormen Kosten ohne allen denkbaren Nugen für sie bes 7. Strastammer in der Person des Handlungsreisenden Eugen Ein Heiratheschwindler eigener Art wurde geffern ber Preiß vorgeführt. Der Angeklagte, der mit seinem fühn ge in das Herz eines jungen Mädchens geschlichen, deren Mutter in schwungenen Schnurrbart einen sehr flotten Eindruck macht, hat sich Chefcheidung mit ihrem Chemanne liegt. Für die grau war ein Depofitum in Höhe mehrerer tausend Mark vorhanden, welches fie aber 11r unter Zustimmung des Ehemannes abheben konnte. Um nun auf alle Fälle vor Schwierigkeiten sicher ihm das Depot gegen eine fingirte Forderung zu zediren. Die au sein, machte ihr der fünftige Schwiegerfohn den Vorschlag, Frau hielt den Rath für gut und übermittelte dem Angeklagten die in aller Form abgefaßte Bession. Kaum war Preiß im Besitz der Bession, da ließ er sich bei Braut und Schwiegermutter nicht mehr sehen, sondern verübte mit Hilfe der Zession bei Hotelbesitzern und Gastwirthen, bei denen er sich zum theil als ein zur Kriegsakademie fommandirter Lieutenant v. Schneider einführte, allerlei Schwindeleien und Hochstapeleten. Die Straffammer ahndete seine Treulosigkeit mit neun Monaten Gefängniß. es er Der Streit der Maurer und Zimmerer in Lieguit, der am 26. April begann, wurde am 16. Mai durch einen Vergleich beendet, der zwischen Vertretern der Arbeiter und der Unternehmer unter Vorsitz des Oberbürgermeisters zu stande kam. Erreicht ist eine Lohnzulage von 3 bis 4 Pf. die Stunde und die Anerkennung eines aus freier Wahl der Arbeiter hervorgehenden Gesellenausschusses als legaler Vertretung derselben. Es wäre mehr erreicht worden da3 Kammergericht beschäftigen. Beide Parteien haben gegen das Der Beleidigungsprozeß Stöcker Witte wird am 20. Mai wenn nicht einerseits die Führer der Hirsch- Dunckerianer, welch lettere den Anstoß zu der Lohnbewegung gegeben hatten. den Streit landgerichtliche Urtheil Revision eingelegt. Judem sie von denselben durch ihre Quertreibereien geschädigt hätten, während anderseits echte erwägungen ausgingen, haben sie die Aufhebung des Urtheils die Lokalpolizei über Streikende, die am Bahnhof und in den der Berufungsinstanz beantragt und die Zurückverweisung der Sache Straßen der Stadt Posten gestanden hatten, wegen groben Unfugs" an das Landgericht verlangt. Ihre Bertreter glauben bestimmt mit der Revision durchzubringen. eine Unmenge Geldstrafen verhangen hatte. Die Arbeiter sollen hierfür nicht weniger als 600 M. zahlen. Gerichtliche Entscheidung Seinen Befähigungsnachweis hat der 18jährige Schloffer ist beantragt. An dem Streit waren betheiligt 280-300 Maurer gefelle May Kaiser aus Charlottenburg recht ausreichend zu er und 90 Zimmerer. Der Zuzug war sehr gering. Witzutheilen ist bringen gesucht, der heute wegen schweren Diebstahls in vierzehn noch, daß durch den Streit die Filialen des Maurer- und Zimmerer- Fällen vor der II. Straffammer am Landgericht II stand. Nach verbandes beträchtlich an Mitgliedern zugenommen haben, unter dem der Angeklagte seine Lebrzeit absolvirt hatte, operirte er nach anderem auch durch den Beitritt von zirka 30 Hirsch- Dunderianern. bekannten Mustern in der Weise, daß er- nur mit einem Hafen Depefilzen und lehte Nachrichten. Die Tischler in Rostock haben, wie uns ein Privattelegramm und Kommoden zu passen pflegen, ausgerüstet, die Wohnung versichert, daß ein neuerlicher energischer Schritt der Botschafter beim und einem sogenannten Dugendschlüssel, wie sie zu alten Spinden Wien, 17. Mai.( B. H.) Jn hiesigen politischen Kreisen wird meldet, die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist streng fern- fleiner Leute in der Mittagstunde aufsuchte. Wurde ihm auf Sultan bevorstehe, um diesen zur fofortigen Einstellung der Feind zuhalten. fein Klingeln geöffnet, so geritte er fich als" armer Reisender", um feligkeiten zu veranlaffen. Sollte derselbe sich ablehnend verhalten, eine milde Gabe bittend. Wurde nicht geöffnet, so machte er mit so würde man ihn für alle Folgen verantwortlich machen. Seitens feinen Werkzeugen die Korridorthür auf, drang in die Wohnung der Großmächte würden dann energische Maßnahmen in Aussicht und öffnete die Spinden, Geld und Schmuckfachen an sich nehmend. gestellt. In den Monaten Februar und März d. J. hat er auf diese Weise London, 17. Mai.( B. H.)„ Daily Chronicle" wird aus Rom 400 Mark und eine Menge Goldsachen erbeutet, diese Beute aber telegraphirt, daß man auch dort die Ansprüche des Sultans als mit Kellnerinnen in Damenkneipen verprakt. Da der Angeklagte unannehmbar betrachte. geständig war, mußte sich der Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Schwindt darauf beschränken, eine möglichst milde Bestrafung zu brachte Cavallotti eine Interpellation ein über den Tod des Arbeiters Rom, 17. Mai.( W. T. B.) In der heutigen Kammerfizung erzielen. Der Gerichtshof billigte mildernde Umstände zu und er Frezzi, welcher infolge, der im Polizeigefängniß von San Michele tannte auf zwei Jahre Gefängniß. erlittenen Mißbandlungen gestorben sein soll. Der Justize Am minister erklärte, daß ersten nach den Informationen 25. August des vorigen Jahres unternahm ein Lehrer mit den geglaubt babe, handle fich wirklich um einen Selbsts Schülerinnen seiner Klasse einen Ausflug, um ihnen sogenannten mord. In der Folge habe den jedoch Eindruck In Mühlhausen i. Th. ftreiken feit Freitag die Maurer. wefen zu ertheilen. Die Schulaufsichtsbehörde hatte ihre Erlaubniß Delitis Anschauungsunterricht in der Heimathskunde und dem Eisenbahn- empfangen, daß man auf grund der Eventualität eines Er eine Untersuchung einleiten müsse. Ein Bauunternehmer hat die Forderungen( 10/2 stündige Arbeitszeit dazu gegeben. Die Kinder legten in der Zeit zwischen 81/2 Uhr von habe hiers bie Behörde verständigt, welche fofort die Ver und 32 Pf. Stundenlohn) bereits bewilligt. morgens und 41/2 Uhr nachmittags annähernd 24 Kilometer haftung mehrerer Polizisten anordnete, die in dem Augenblick den zurück. Auf Veranlassung des Schulmeisters hatten sie sich zu Dienst versahen, als Frezzi starb. Die Justiz verfolge die unabhängig In Prag bemühen sich unsere Parteigenoffen, die Dienst Haufe verproviantirt, so daß besondere Unkosten den Eltern nicht Untersuchung jedem Einfluß. voll Costa mädchen zu organisiren. Aüwöchentlich werden zu diesem erwuchsen. Zwei Mädchen blieben trotzdem zu Hause, und zwar antragte dann eine Motion betreffend die Schadloshaltung der Zwede Versammlungen abgehalten, die von den Dienstmädchen auf Geheiß ihres Vaters. Dieser wurde deswegen vom Schöffens Familie Frezzi. Der Ministerpräsident erklärte, daß er einen Tag immer zahlreicher besucht werden. Die Wiener Arbeiterzeitung" gericht zu einer Matt Strafe verurtheilt. Das Landgericht in Trier bestimmen werde, an welchem er sich über die Motion erklären werde. schreibt über diese Bewegung: Eine Organisation des Rechtsschutzes verwarf seine gegen das Uitbeil eingelegte Berufung und führte Athen, 17. Mai.( B. H.) Oberst Bassos errichtet eine zweite wird von der gewiffenlosen Ausbeutung durch frivole Bourgeois aus, Beranstaltungen der fraglichen Art müßten den Schutz des Bertheidigungslinie am Dihrysgebirge mit Lamia als Basis. damen, die im Vertrauen auf die Gleichgiltigkeit der Polizeiorgane Schulzwanges genießen. Es sei zulässig, daß der Unterricht unter Athen, 17. Mai.( B. H.) Sämmtliche Blätter geben die Ers geübt wird, wenigstens die ärgften Auswüchse beschneiden. Vielleicht Umständen auch außerhalb der Schulräume ertheilt werde. Der Klärung ab, Griechenland werde fich lieber vernichten lassen, als noch wichtiger ist für Prag die Regelung der Herbergsverhältnisse, Angeschuldigte ergriff noch das Rechtsmittel der Revision, das einen Theil seiner Selbständigkeit aufgeben. die für die Dienstmädchen nicht nur die schamloseste Bewucherung, Kammergericht erkannte aber gestern ebenfalls zu feinen Ungunſten. Athen, 17. Mai.( B. H.) Hier ist vom Kronprinzen ein sondern auch moralische Gefährdung bedeuten. Sie ermöglichen die Ein zum Zwecke des Anschauungsunterrichts in der Heimathkunde Telegramm eingegangen, in welchem es heißt, daß seit heute Mittag traurige Rolle, die Prag als Erzeugungsort und Stapelplay im to stenlos veranstalteter Ausflug sei wie eine Lehrstunde zu bes bei Domoko eine Schlacht stattfinde, von beiden Seiten werde mit internationalen Mädchenhandel spielt. Die nationale Preffe sieht handeln. äußerstem Muth gefämpft. Ministerpräsident Ralli berief sofort die Erfolge der neuen Bewegung nicht gern. Sie fürchtet offenbar Die hauptsächlichsten Perleberger Wichsefabrikanten wollen einen Ministerrath und begab sich heute Nachmittag zu den Vers für die Niedrigkeit der Löhne und die unbegrenzte Willigkeit der gegen 20 hiesige Konkurrenten gerichtlich vorgehen. Die Elenden treten der Mächte, um mit diesen über die Folgen dieser Schlacht Mädchen, Dinge, auf die der czechische Freifinn nicht verzichten mag. follen fich dadurch gegen das Gesetz zum Schuße der Waaren zu konferiren. Athen, 17. Mai.( W. T. B.) Der Streit auf der Levgrube bei Czernowiß bei Rybnick bezeichnungen vergangen haben, daß sie ihr schnödes Berliner Ein Telegramm des Kron dauert unverändert fort. Ein Theil der Belegschaft ist wieder Fabrifat gleichfalls als Perleberger Glanzwichse bezeichneten. prinzen meldet: Die türkischen Truppen erschienen heute früh eingefahren. Am 13. d. Mts. hat auch Der Angriff derselben die Belegschaft Unter eigenthümlichen Umständen fand gestern vor der 81/2 Uhr im Anmaisch gegen Domoko. der Neu- Przemsa grube bei Kattowiz die Arbeit niedergelegt. ersten Strafkammer des Landgerichts I eine Verhandlung statt. Auf richtete sich gegen die beiden Flügel der griechischen Armee, naments Die Gastwirthschaften sind geschlossen worden, was in Oberschlesien einer Krantenbahre wurde der Angeklagte, der Bäckergeselle Otte ich gegen den linken. Um Mittag befanden sich die türkischen immer die erste Polizeimaßregel bildet, und die Gendarmerie ist an Fischer vom Lazareth des Untersuchungsgefängnisses nach dem Truppen in einer Entfernung von etwa 7 Kilometer von den Ort und Stelle zahlreich versammelt. Die Ruhe iſt nicht gestört. Gerichtssaal getragen und inmitten des Raumes bingefekt. Er hat griechischen Truppen. Die Türken scheinen weitere Verstärkungen Auch die Grubenarbeiterinnen haben sich den Streitenden an- sich vor kurzem einer Operation unterwerfen müffen, fühlte sich aber aus Pharsala zu erwarten. Sofort nach Eingang dieser Nachrichten stattete der Ministers gefchloffen. gekräftigt genug, um gegen fich verhandeln zu laffen, zumal er die In Wien haben die Arbeiter der Holz, Masses und beiden ihm zur Laft gelegten Diebstähle einräumen wollte. Am Präsident Ralli allen Vertretern der Mächte Besuche ab. Meerschaumpfeifenbeschläge Branche ohne Streit den 20. März hatte er den Laden des Droguisten Schaefer betreten und Lamia, 17. Mai.( W. T. B.) Bei Domokos ist der Kampf auf Seunstunden tag, 10 fl. Minimallohn und die Abschaffung der Akkordeinen Gegenstand gefordert, der nur im Keller aufbewahrt wurde. I der ganzen Linie entbrannt. wird. Ausland. er Berantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. bes Br. 114. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Abgeordnetenhaus. Dienstag, 18. Mai 1897. Nordoft" " es sich um wirkliche Volksrechte handelt, dann sollte man im jede Versammlung des aufgelöst werden?( Zuz Deutschen Reich dahin streben, daß nicht blos ein Gott, sondern ftimmung links.) Der Bund der Landwirthe hat 86. Sigung vom 17. Mai 1897. 11 Uhr. ein Recht vorhanden ist, und zwar nicht blos das Zivil- auch das zulässige Maß in verschiedenen Vera Am Ministertische: Fürst zu Hohenlohe, Schönstedt, recht, sondern auch das öffentliche Recht.( Buftimmung fammlungen überschritten. Sollen die Vers v. d. Recke, Geheimrath Philippsborn und andere links.) Es wäre also wünschenswerth gewesen, wenn im Reiche fammlungen des Bundes der Landwirthe deshalb Kommissare. vorgegangen wäre. Wenn aber Preußen allein vorgeht, so frage aufgelöst werden? Diese Auslassungen des Minifters find Die erste Berathung des Gesezentwurfes zur Ergänzung ich, warum ist man über das hinausgegangen, worüber nicht geeignet, Freunde für die Vorlage zu werben. Die Vorund Abänderung von Bestimmungen über Ver.im Reichstag und im Bundesrath Einigkeitschriften sind also nicht geeignet zur Annahme, fie find ges sammlungen und Vereine wird eingeleitet von dem herrscht? Die Bezeichnung als Kompensation ist völlig un- eignet, ser Versammlungs- und Vereinsrecht Ministerpräsidenten Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe: Ghe zutreffend. Tas Verbindungsverbot, entnommen der fran- zu beeinträchtigen und zu gefährden. Ich möchte auf ich auf eine Besprechung des heute zur Berathung stehenden Gesez- ösischen Gesetzgebung, paffe für die deutschen Vereinen Punkt kommen, der in der privaten Unterhandlung mehrfach entwurfes eingehe, scheint es mir nöthig, um dem vielfach hervorhältnisse nicht. Wo hat denn die Bestimmung auch betont worden ist. Wenn mich jemand fragt, ob ich die Auflösungen getretenen Vorwurf zu begegnen, daß diese Borlage mit Ruben gestiftet? Das hat nur die staatserhaltenden von Versammlungen, welche den öffentlichen Frieden gefährden, will, Ser von mir in der Sigung des Reichstages am 27. Juni Parteien an einer straffen Organisation gehindert so antworte ich offen: Ja. Aber die Frage ist anders. 1896 abgegebenen Erklärung nicht im Einklang Von allen Parteien und ihren Geschäftsführern ist täglich gegen zu stellen: Wir sollen den öffentlichen Frieden wahren, stehe, auf den damaligen Vorgang zurückzutommen. das Verbot gesündigt worden. Die Sache war unpraktisch, aber das, was öffentlicher Friede ist, beurtheilen zu müssen, Ich habe erklärt, es bestehe die Zuversicht, daß das in ver. weil sie in unser politisches Leben nicht hineinpaßte. Um eine solche nicht der Entscheidung untergeordneter Organe überlassen. schiedenen Bundesstaaten für politische Vereine geltende Verbot, unpraktische, werthlose Bestimmung zu beseitigen, dafür pflegt man( Widerspruch rechts. Zustimmung links.) Denn die Beamten haben mit anderen Vereinen in Verbindung zu treten, werde außer Opfer im allgemeinen nicht zu bringen.( Sehr richtig! links.) in den meisten Fällen nicht das Richtige getroffen. Man sagt, wer Wirksamkeit gesezt werden, und daß es in der Absicht Wenn man sich hier auf die Aufhebung des§ 8 beschränkt und das das Ziel will, der muß auch die Mittel wollen. Wenn das der betheiligten Regierungen liege, die Beseitigung des durch dieses Herrenhaus anders befchließt, dann kann der Reichs: Mittel größere Wunden schlägt, dann will ich Verbot geschaffenen Rechtszustandes herbeizuführen. Als nun von fanzler fich nicht auf den formalen Standpunkt stellen, daß er sein lieber von der Anwendung des Mittels zur Ereinem Reichstags- Abgeordneten die Erwartung ausgesprochen wurde, Versprechen durch die Vorlage erfüllt habe; dann tritt die Berreichung des Bieles Abstand nehmen. daß eine Aufhebung des Koalitionsverbotes nicht an Bedingungen pflichtung hervor, im Reiche das zu erreichen, Auch unser heutiger Rechtszustand ist nicht ein so rechtsloser, geknüpft werden würde, die eine Verschärfung des bestehenden was bier nicht erreicht werden kann. wie ihn die Regierung darstellt. Halten wir nur feft zu Vereinsrechts enthielten, ist vom Bundesrathstisch aus keine Ant- Ter Ausschluß der Minderjährigen ist nicht sammen gegenüber den Umsturzparteien( Zu wort erfolgt und zwar seitens der preußischen Regierung aus dem unwichtig, tritt aber hinter den übrigen Bestimmungen der ftimmung rechts), aber nicht durch Polizeimaßregeln, Grunde nicht, weil sie sich damals über diese Frage noch nicht Vorlage zurück. Meine Freunde sind allerdings auch sondern durch Zurückdrängung der Meinungsverschieden. schlüssig gemacht hatte. Wenn nun die preußische Regierung Ihnen, der Meinung, daß die Theilnahme noch nicht heiten. Die Strafgesete enthalten auch scharfe Maßregeln. entgegen der damals von dem Herrn Abgeordneten Rickert aus großjähriger Perfonen an politischen Dingen, Aber durch Polizeibestimmungen ganze Geistes gesprochenen Erwartung, einen Gesetzentwurf vorlegt, der neben namentlich a 11 Vereinen und Versammlungen richtungen zurückdrängen zu wollen, das ist der Aufhebung des Koalitionsverbots auch andere Modifikationen nicht geeignet war, unfer Versammlungswefen ein großer rrthum. Meine Freunde haben aller der Verordnung vom 11. März 1850 enthält, so glaubt sie damit zu fördern. Die jüngeren Elemente ohne das Gegengewicht dings früher für ein Ausnahmegefes gestimmt. den geeignetsten Weg eingeschlagen zu haben, um das von einer festen eigenen Ueberzeugung pflegen die anderen Elemente Aber wir sind mehr und mehr der Meinung ge mir abgegebene Versprechen einlösen zu können. zu terrorisiren. Es wäre sehr wohl angezeigt, nach dieser worden, daß solche Bestrebungen, wie die sozial. Denn ein Gefeßentwurf, der lediglich die Aufhebung des Koalitions Richtung bin einen Einschnitt zu machen. Wenn das Privatrecht demokratischen, durch Ausnahmegesebe nicht mehr verbots zum Gegenstand gehabt hätte, würde vielleicht nicht einmal ein gewisses Alter für die Mündigkeit gefchaffen hat, mit bekämpft werden können. Wollen Sie etwa für Preußen der Zustimmung dieses hohen Hauses sicher gewesen sein; noch welchem nach der Meinung des Gesetzgebers das Gefühl der vollen ein besonderes kleines Sozialisten geset bezüglich des weniger hätte man auf Zustimmung feitens des Herrenhauses rechnen Verantwortlichkeit eintritt, so trifft das auch für die öffentliche Vereins- und Versammlungsrechts erlassen, während in anderen können, und es wäre unter diesen Umständen bei einer leeren Thätigkeit als richtig zu. Bei der Verhandlung im Reichstage Staaten und auf anderen Gebieten bezüglich der Agitation in der Demonstration geblieben. Ich würde mich in diesem Falle wohl fonnte man selbst aus den Worten der Sozialdemokraten herauslesen, Preffe, in der Familie und Fabrit teine solche Ausnahme in formaler Weise meines Versprechens entledigt baben, daß für diesen Gedanken bei ihnen in tolerari posse( es tönnte ge- maßregel besteht? Wollen Sie auch die Presse einer aber materiell wäre dasselbe nicht erfüllt worden. Indeß, duldet werden) zu erwarten wäre. Ich weiß aber nicht, ob sich die Ausnahmegesetzgebung unterwerfen? Dann treffen Sie auch meine Herren, selbstverständlich ist es nicht die Rüd Staatsregierung der Folgerungen bewußt gewefen andere Richtungen, die Sie nicht treffen wollten. Minis sicht auf die voraussichtliche Haltug des Herren ist, die daraus gezogen werden können. Es tann doch Bersamm- ste rien sind heutzutage Blüthen, zu deren Abwehung hauses allein gewesen, die die fönigliche Staatsregierung be- lungen geben, die der guten Sache dienen, in denen aber nicht einmal ein Sturm gehört.( Heiterfeit.) Erreicht stimmt hat, Ihnen die jetzige Vorlage zu machen; das ausschlag. Minderjährige von gegnerischer Geite hinein- denn die Vorlage ihren 3wed, wenn Sie Dugende gebende moment lag vielmehr darin, daß die Verordnung vom gefchleppt werden. Soll eine solche Versammlung, wenn die von Versammlungen von Sozialisten oder Anarchist en 11. März 1850 nicht nach allen Richtungen genügt, um einen die Polizei die Minderjährigen nicht entfernt, der Auflösung verfallen? auflösen? Wird dadurch der Geist der inneren. Aufgesetzliche Freiheit und Ordnung gefährdenden Mißbrauch des Ver-( Sehr richtig! links.) lehnung gegen die heutige Staats- und Gesell= fammlungs und Vereinsrechts zu verhüten. Der Art. 1 enthält mindestens bezüglich des öffentlichen Friedens schaftsordnung zurückgedrängt? Nein, es wird die Meine Herren, ich stehe nicht an, zu erklären, eine Verfassungsänderung; dasselbe gilt von Art. 3, weil anderweitige Agitation nur gestärkt und vergiftet. daß ich das Vereins- und Versammlungsrecht als er sich nicht blos auf politische Vereine erstreckt; ebenso liegt bei Es fehlt in der durchaus tärglichen Begründung eine der werth vollsten Errungenschaften betrachte, Art. 2 eine Verfassung änderung vor. Wir wissen ja nicht, welche der Vorlage an jedem Nachweise des Bedürfnisses. als ein schlechthin unentbehrliches Mittel, um die Ausgestaltung die Vorlage erhält. Deshalb will ich auf die Ber- Es wird blos beigebracht, daß Anarchistenversammlungen politische Entwicklung und Erziehung eines Boltes faffungsmäßigkeit nicht weiter eingehen. Wir müssen mit der nicht aufgelöst werden konnten. Aber was ist denn in den Ver. zu fördern.( Diese Stelle ist in dem gedruckten von Hohenlohe allergrößten Vorsicht an alle Verfassungsfammlungen so Gefährliches vorgekommen? Der forrigirten Manuskript gesperrt! Red. d." V.") Andererseits wird änderungen herangehen. Das ist nun einmal das Grund- Ministerpräsident wies auf das Bestehen ähnlicher Vorschriften in Baden aber, wie ich glaube, auch von einem sehr vorgeschrittenen gesetz, jede Aenderung muß sehr vorsichtig geprüft werden. und Hamburg hin. Aber solche einzelnen Bestimmungen sind noch liberalen Standpunkte aus zugegeben werden müssen, daß ein ab= Ueber die Bedeutung des Vereine und Versammlungsrechts nicht entscheidend; maßgebend ist die Gestaltung der Beziehungen solut unbeschränktes Vereinsrecht große Gefahren in fich will ich noch wenige Worte verlieren. Ich darf Sie erinnern an die zwischen Volk und Regierung und die Möglichkeit der Einwirkung birgt und selbst in einem hochzivilifirten Lande zu argen Mißständen, Verhandlungen von 1849. Ein Abgeordneter der Rechten äußerte damals, bes Boltes auf die Regierenden. Die Gefahr, daß die Geseze ja unter Umständen zu einer Erschütterung des Staatsorganismus daß das Vereins- und Versammlungsrecht eine der herrlichsten Errungen verlegt werden von den Beamten, scheint mir in führen kann. Es muß daher die Aufgabe sein, zwischen Unter- schaften drückung und Schrankenlosigkeit des Vereins: Bereiten sei. Den öffentlichen Frieden zu sichern, dazu ift das Preußen näher zu liegen als in anderen deuts und Versammlungsrecht viel wirksamer als die freie schen Einzelstaaten.( Sehr richtig! links.) Welche Erfah rechts die richtige Mitte zu finden. Wir sind der Meinungsäußerung in der Presse; denn in dem mündlichen Aus- rungen sind denn in jenen Staaten gemacht worden, gum Meinung, daß dies in der Verordnung vom 11. März fprechen gleichen die Gegenfäße fich aus. Wie wenig ge Beispiel in Sachfen? Haben Sie denn Erfolge erzielt 1850 nicht überall gelungen ist, und daß es auf der sichert das Vereins und Versammlungsrecht bezüglich der Sozial= Zurückdrängung der einen Seite möglich erscheint, gewisse einschränkende Vorschriften heute ist, davon zeugen die Verhandlungen von vor demokratie in Sachsen?( Sehr richtig! links.) Man fallen zu lassen, auf der anderen aber auch geboten ist, der Staats- wenigen Tagen. Die Gestaltung dieses Rechts ging da sagt allerdings, das sind alles Theorien. Ich habe auch einige regierung stärkere Befugnisse einzuräumen. Was die Vorlage in nicht aus von untergeordneten Beamten, sondern praktische Beispiele angeführt. Halten Sie die Lehren der Geschichte der letzten Beziehung fordert, reicht nicht an das Maß von von der höchsten Etelle, vom Minister des Innern selbst, auch für Theorien? Bo bat man jemals durch Polizei dem hinan oder geht nicht über das hinaus, was anderweit der direkten ungefeglichkeiten gegenüber nur maßregeln nicht blos Geistesströmungen unter in Deutschland Rechtens ist. So giebt das badische Gesetz erklärt hat, daß die Auffassung über das drückt, sondern auch nur die Bewegungen der von 1867, welches doch wohl nicht aus einer Zeit der Reaktion Vereinsrecht nicht überall geklärt fei Mo Massen gehindert? Durch solche Maßregeln find die herrührt, der Staats Polizeibehörde das Recht, Vereine zu schließen, ist denn das Versammlungsrecht dann noch geschützt? Die Massenbewegungen vielmehr erst recht gefördert = welche den Staatsgefeßen oder der Sittlichkeit zuwiderlaufen, welche Auffassung des Ministers war allerdings eine ganz geflärte! und zum Ausbruch Stimmung im Bolte verbessern, den Beffimismus vermindern, lungen aus denselben Gründen im voraus zu schließen. Ich darf ferner auf Artikel 19 Nr. 5 und 6 des bayerischen Vereinsgefeßes hinweisen, welcher bestimmt: teiten verboten werden können. nennen solchen Anschauungen für die Handhabung der und von diesem Standpunkte aus ist es nicht flug gewesen, in ukünftigen Gesezgebung? In solchen Fällen muß den diesen Zeiten, die des Zündstoffs genug bergen, eine solche Vorlage Beamten zu erkennen gegeben werden, daß sie die Gefeße aus zu machen. Jede Polizeibehörde ift befugt, Vereine zu schließen, zuführen haben. Dann würde die Stimmung gegenüber der Ver. Der Minister des Innern hat im Februar 1896 selbst im welche die religiösen, sittlichen und gesellschaftlichen Grundlage vielleicht eine andere sein.( Sehr richtig! Ilnts.) Reichstage erklärt, daß es bedenklich gewesen sei, die Frage lagen des Staates zu untergraben drohen, oder wenn ihre Wer hat mit der Ausführung des Vereins und des Vereinsrechts in dieser Zeit ohne Roth zu erörtern. Zwecke oder Beschlüsse den Strafgesehen zuwiderlaufen"; Bersammlungsrechts zu thun? In letter Linie unter( Sört, hört! links.) Ift seit Februar 1896 die Lage eine andere und auf§ 12 des sächsischen Vereinsgefeges, nach welchem bei drin- geordnete Organe, die zunächst den Befehlen und Wünschen geworden?( Buruf rechts: Ja!) Man sollte mit neuen gender Gefahr für die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit ihrer Vorgesezten zu folgen haben. Wenn solche Beamten Polizeimaßregeln etwas Einhalt thun. Wir find Berfammlungen, sowie öffentliche Auf- und Umzüge und Festlich- lesen, welche Auffassung der Minister des Innern in dieser Beziehung tonservativer als diejenigen, von dem Versammlungsrecht hat, glauben Sie, welche fich so nennen.( Sehr richtig! links.) Wenn Herrschen denn nun in Bayern, Sachfen, Baden oder in anderen daß fie das Gesez richtig auslegen werden? Sie meine Freunde sagen, daß diese Vorlage nicht geeignet ist, deutschen Staaten mit ähnlichen Bestimmungen ich könnte Hamburg nehmen doch an, daß der Minifter der oberne Hüter des Gefeßzes den Frieden und die Ruhe zu fördern, wenn wir gehindert werden, unerträgliche Zustände? Ich glaube, daß das nicht be sein wird.( Sehr richtig! links.) Nach der Seite der Ordnung des mit den anderen staatserhaltenden Parteien zusammenzugehen bei hauptet werden kann. Versammlungsrechtes ist genug getban; aber dem Beamten soll nicht dieser Borlage, ja wenn ganz unwillkürlich ein direkter Gegensatz zu Was im übrigen die Einzelheiten der Vorlage anlangt, fo anheimgegeben werden, zu untersuchen, ob die Bersammlungen den tage treten muß, ist dadurch eine gedeihliche Bekämpfung der Uma wird mein Kollege, der Herr Minister des Innern, Gelegenheit öffentlichen Frieden gefährden. Die Theorie von der guten Sache fturzbestrebungen herbeizuführen? Die Regierung sollte dafür finden, im Laufe der Debatte auf den materiellen Inhalt der ist auch bedenklich. Alle Verordnungen und Reglements scheitern an sorgen, daß die Parteien sich mit ihr vereinigen fönnen. Novelle näher einzugehen. Meinerseits will ich mich nur noch den Thatsachen. Es liegt hier ein Gebiet vor, welches nicht genau Mögen die Gegensäße des materiellen Lebens bestehen bleiben, auf die Bemerkung beschränken, daß es der Staatsregierung umgrenzt werden kann. Alle Erlaffe an die Beamten, nicht gegen aber auch folche Bestrebungen sollte die Regierung auf das nöthige selbstverständlich fernliegt, das verfaffungsdie Regierung zu agitiren u. f. w., nützen nicht. Es liegt an dem Maß zurücorängen! Das wäre der richtige Weg für die Regierung mäßige Versammlungs- und Vereinsrecht in Taktgefühl der Beamten, zu entscheiden, wie weit sie gehen dürfen. gewesen.( Lebhafter Beifall links.) Preußen an sich irgend anzutasten. Vor einem An diesem Tattgefühl hat es den Beamten vielfach Abg. v. Heydebrand( f.): Ich bin mit meiner Partei durchaus solchen unbegründeten Vorwurf sollte mich schon gefehlt, obgleich fie nicht die Borbildung eines Gerichtsassessors der Meinung, daß die Regierung rechtlich und fachlich durchaus meine eigene politische Vergangenheit schüßen. hatten.( Heiterfeit.) Kein Beamter darf sich zum Organ einer berechtigt und verpflichtet war, mit der Aufhebung des VerIch werde mich freuen, wenn das hohe Haus die Bestimmungen Barteirichtung hergeben, selbst wenn der Chef seiner Berwaltung bindungsverbots eine anderweitige Regelung des der vorliegenden Novelle einer eingebenden dieser Partei angehört.( Sehr richtig links.) Er darf nicht Partei. Vereins- und Versammlungsrechts herbeigu Prüfung unterzieht; Sie werden dann finden, daß es sich hier zwecken dienen. führen. Die Vorlage hat das richtige getroffen nicht um einen willkürlichen Eingriff in das ge= Die Gefahr für das Vereins- und Bersammlungsrecht würde und wir werden dafür eintreten.( Bustimmung Wir erblicken in der Vorlage den Wunsch, die: währleistete Vereins- und Versammlungsrecht handelt, sondern um eine immense werden, wenn die Artikel I und III Gefeß werden rechts.) eine Ausgestaltung desselben im Sinne unserer würden. Bersammlungen, welche den Strafgesetzen zuwiderlaufen", Versammlungen und Bereinigungen, welche den Staat selbst und die Verfassung, entsprechend den Bedürfnisse n der Zeit.( Wieder- das ist tein richtiges Deutsch.( Heiterkeit links.) Staatsregierung bekämpfen, zurückzudrängen. Einzelne Wendungen holtes, sich mehrfach wiederholendes minutenlanges Zischen links Vereine, welche im Strafgeset direkt verboten find, können tönnen allerdings präziser gefaßt werden, aber das wird die und im Zentrum, Beifall rechts.) ohne weiteres aufgelöst werden. Etwas anderes ift es aber bei Sache der Kommission sein. Die Hauptsache ist der Abg. Krause( natl.): G3 mag ja sein, daß der Reichs- Vereinen und Versammlungen, in denen die Strafgeseze verlegt Rampf gegen die umstürzlerischen Bestrebungen. tanzler sich bewußt ist, seine 3usage erfüllt zu haben. Aber werden. Beim groben Unfug z. B. fonnte eine Versammlung Herr Krause hat es so dargestellt, als ob mit dieser Borlage ein es fragt sich, ob der Reichstag derselben Ansicht aufgelöst werden. Die Rechtsmittel, die dagegen gegeben find, Ginbruch in das verfassungsmäßig garantirte Vereins- und ist. Die große Mehrheit des Reichstages war der Meinung, daß haben gar keine Bedeutung, weil sie erst nach Wochen oder Versammlungsrecht, ein Eingriff in die bürgerliche Freiheit beabman lediglich den§ 8, das Verbindungsverbot, habe aufheben Monaten zu einem Ergebnis führen. Die Vorschrift kann also zu sichtigt sei. Die bürgerliche Freiheit muß sich abfinden mit der wollen, man war weit davon entfernt, anzunehmen, daß Mißbräuchen seitens der Polizeiorgane führen, öffentlichen Sicherheit. Meine Partei würde dafür nicht zu haben die Regierung Kompensationen fordern wollte.( 3u die wir verhindern wollen. Der§ 5 des Vereinsgesetzes, wonach sein, irgendwie die bürgerliche Freiheit innerhalb dieser Grenze an= stimmung bei den Nationalliberalen.) In der materiellen Erfüllung Versammlungen aufgelöst werden können, wenn Anreizungen zu gutasten. Aber wenn die Sicherheit des Staates und der öffentliche des Versprechens hat die Vormacht Preußen sich den Rang Strafthaten vorkommen, reicht aus. Frieden aufrecht erhalten werden sollen, so muß jemand da sein, ablaufen lassen von fleinen Bundesstaaten, welche einfach die Auf- Der Begriff der öffentlichen Sicherheit, der der darüber entscheidet. Dann hat der Vorredner es so dargestellt, hebung des Verbindungsverbots beschlossen haben. Der Umstand, Sicherheit des Staates, ist ein wechselnder und dehnbarer, als wenn die preußische Bevölkerung der Willkür unterdaß die Vorlage nicht unsere Zustimmung findet, hindert uns nicht je nachdem man die Aufgabe des Staates auffaßt. Ein solcher Be- geordneter Organe preisgegeben sei. Für die Vereine an einer fachlichen und objektiven Prüfung derselben. Ich glaube griff ist nicht die Grundlage für einen Thatbestand. Der Beamte selbst ist aber maßgebend die Entscheidung der Regierungs. und der Verwaltungs Gerichte. auch, daß wir die Prüfung im Plenum vornehmen müßte diesem Begriffe erst einen Inhalt geben. Ebenso geht es Präsidenten fönnen; wir entziehen uns aber dem von großen Fraktionen mit dem Begriff des öffentlichen Friedens. Der Der Landrath genügt dem Vorredner nicht, und nach dem Vorredner geäußerten Wunsche, eine Kommissionsberathung Minister des Innern sprach bezüglich des Vereins, Nordbat auch der Minister ganz verworrene Rechtsbegriffe; es bleibt vorzunehmen, nicht, weil wir auch den Einwand nicht oft", daß derselbe geeignet sei, den Frieden zwischen den also schließlich zur Entscheidung nur übrig Herr Abg. Krause. auftommen lassen wollen, als ob wir ab irato( vom Standpunkte verschiedenen Gruppen der Bevölkerung zu be( Heiterkeit rechts.) Wenn dem Umsturz auf dem Gebiete des ges des Erzürnten) vorgehen. Wir haben entscheidende, aus einträchtigen.( Sehr richtig! rechts.) Der Thatbestand der meinen Rechts nicht durch Ausnahmemaßregeln ents schlaggebende Bedenken gegen die Vorlage. Wo Störung des öffentlichen Friedens ist also vorhanden. Sollte gegengetreten werden soll, dann bleibt nur der Bankrott = P 9 Die bes Staates!( Sehr richtig! rechts.) Wir unterscheiden uns dieser Frage; die Auflösung eines Vereins erfolgt nicht von unter- leine Erklärung im Sinne des Herrn Rickert nicht abgegeben wurde, von Ihnen( links), daß wir zufassen und fonfequenter find als Sie geordneten Organen, sondern vom Regierungspräsidenten, gegen lag darin, daß über die Frage, in welchem Umfang der Vereinsgefeggebung zu er ( Buftimmung rechts). Daß die Nothwendigkeit befieht, vor dessen Entscheidung das Verwaltungsstreit- Verfahren offen steht. eine Reform zugehen, kann doch nicht bezweifelt werden. Hier in Berlin W. Anders sieht es bezüglich der Versammlungen, die von streben sein werde, sich die preußische Regierung wird man wohl kein richtiges Urtheil bekommen. Aber untergeordneten Organen bewacht werden müssen. noch nicht schlüssig gemacht hatte. Der Vorwurf, der gehen Sie doch in die sozialdemokratischen Versammlungen, Daraus, daß ab und zu Mißbräuche vorkommen, fann dem Reichsfanzler objektiv gemacht ist, daß die Vorlage im WiderDie geduldet werden müffen, weil sie so vorsichtig sind, dem Straf man nicht folgern, folgern, daß eine Maßregel, die an und für spruch mit seiner Zusicherung stehe, ist also objektiv nicht berechtigt. richter zu entgehen. Diese Gefahr hat man damals, als die Ver fich richtig ift, unterlassen wird. Wenn wirklich die Zahl( Bustimmung rechts.) wird so faffung emanirt wurde, nicht gefannt, sonst würden die Bestimmungen der Versammlungen eingeschränkt werden sollte Abg. v. Zeblik( frt.): Mir erscheint es unbegreiflich, wie man derfelben anders ausgefallen sein. Deshalb halten wir uns im Geiste man So leichter Personen finden, welche fähiger überhaupt auf den Gedanken hat tommen können, daß man in Gift der Verfassung, wenn wir in der Form der Verfassungsfind, die weniger zahlreichen Versammlungen zu überwachen. Preußen allein das Verbindungsverbot aufheben fönnte. änderung das schaffen, was zur Wahrung der richtig ver- Prüfen Sie die Vorlage ohne Voreingenommenheit, wie das leider doch unmöglich, aus einem alten Gesetze eine einzelne Bestimmung standenen bürgerlichen Freiheit nothwendig ist.( Zustimmung rechts.) in der Preffe nicht geschehen ist. Wenn Sie der Regierung die ihr zu Der Schüler der höchsten Klasse wird von dem politischen Leben entfernen. Daß von feiner Seite im Lande eine Verbesserung verlangt würde, erwünschten Waffen geben, so werden Sie damit nicht gegen die ist durchaus irrig. Die öffentliche Meinung des Volkes Volksstimmung vorgehen; das Volt wird Ihnen dankbar ausgeschlossen, während der jugendliche Arbeiter im Gewerbe und geht nicht blos aus Den liberalen Beitungen hervor. fein( Widerspruch links), weil die Staatsautorität wichtiger ist, auf dem Lande Mitglied eines politischen Vereins sein Wenn man an eine Aenderung des Vereinsgesetzes Taufende von Männern, die im Leben des Volkes stehen, halten es als die kleine Einschränkung, welche die Vorlage fann. für einen geradezu hohnsprechenden Zustand, daß Knaben und Jüng- vielleicht mit sich bringt. Gewähren Sie der Staats- geht, muß diese Bestimmung unter allen Umständen durch Der Ausschluß der Minderjährigen linge, die noch nicht trocken hinter den Ohren geworden sind, Ein- regierung die Machtmittel, die sie braucht, um den deftruttiven etwas Besseres ersetzt werden. fluß in den Versammlungen und im öffentlichen Leben erlangen. Tendenzen entgegenzutreten.( Lebhafter, wiederholter Beifall rechts; empfiehlt sich im Interesse der Versammlungen felbft, die durch das ( Buftimmung rechts.) Auch in den Kreisen, von denen Herr Krause wiederholtes Bischen links. Rufe lints: Chor der Landräihe! Große Ueberwiegen der unreifen Glemente in falsche Richtungen gedrängt werden. Die jungen Leute, welche erst noch in das sprach, ist dieses Gefühl sehr lebendig. Die Nationalliberalen werden Heiterkeit.) draußen im Lande viel mehr Verständniß für unsere Auffassungen als Abg. Friten Borken( 3.): Wenn die Regierung behauptet, Heer eintreten follen, follten nicht dem ver für ihre Theorien finden.( Sehr richtig! rechts.) Gin Bedürfniß ist also daß die Vorlage einige Erleichterung bringe und keinerlei rückschritt giftenden Einfluß der sozialdemokratischen Ber ausgefeht sein. Daß die Gesellen vorhanden, aber im Reichstage ist nicht die möglich liche Tendenzen habe, so ist das geradezu ein Sohn angesichts dieser ammlungen muß ich beftreiten. teit, ein unseren Anschauungen auch nur einiger Vorlage; es ist eine protestatio factis contraria( Gine den That vereine dadurch untergraben würden, maßen entsprechendes Gefeß zu schaffen. Da muß fachen direkt widersprechende Behauptung). Die Vorlage hat eine Solche Vereine brauchen nicht mit politischen Verhandlungen die preußische Regierung fich fragen, ob im preußischen Landtage große Beunruhigung im Volfe hervorgerufen( Widerspruch alimentirt zu werden. Eine Versammlung muß nicht aufgelöst sich der Deuth und der Wille findet, ein solches Gefeß zu schaffen. rechts). Die Vorlage hat ihren Ursprung im Reichstage. Nebner werden, wenn minderjährige Personen anwesend find. Ein verWir halten es für eine Pflicht des preußischen Landtages, der Re- fchildert die Vorgänge im Reichstage unter Verlesung der Aus- nünftiger und verständiger Polizeibeamter( Große Heiterkeit links) gierung die Möglichkeit zu gewähren, nach altpreußischen lassungen des Reichskanzlers und weist darauf hin, daß von seiten... es giebt mehr vernünftige Polizeibeamte als vernünftige junge Traditionen Bucht und Ordnung aufchaffen. Eine des Bundesraths gegen die Interpretation des Abg. Rickert fein Leute in Versammlungen! Benn die Leiter der Verfammlungen fich Beseitigung der Sozialdemofratie fann man Widerspruch erfolgt fei. Daraus folgt, daß der preußische weigern, die Minderjährigen zu entfernen, wenn abfichtlich das allerdings durch Polizeimaßregeln nicht er- Ministerpräsident pure eine Aufhebung des Verbindungsverbois Gesetz umgangen werden soll, dann muß schließlich auch die Strafe reichen; dazu gehören wirthschaftliche Maßhätte vorlegen müssen. Der Regierung war es unbenommen, auch der Auflösung einer Versammlung eintreten tömnen. regeln, von denen wir uns nicht abbrängen laffen werden. andere Dinge zu verlangen, aber in einem besonderen Gesey- Prophezeiungen der linksliberalen und konfervativen Presse, Sozialdemokratie sich spatten werde, sind nicht Aber wir wollen uns dabei nicht von anderen gängeln lassen, entwurfe, damit das Haus beide Gefeßentwürfe unabhängig von daß die sondern uns die Freiheit der Entscheidung wahren.( Sehr richtig! einander berathen tönnte. Wäre damals dieser Entwurf erfüllt worden, und auch der Streit Liebknecht Schoenlant wird nicht rechts.) Die allgemeinen Begriffe laffen fich nicht im Reichstage bekannt gewesen, so hätte man dazu führen. Die Gemeingefährlichkeit der Sozialdemokratie wird definiren; es bleibt nichts übrig, als allgemeine damals den Antrag Auer wohl nicht fallen natürlich bestritten in einem Augenblick, wo Sturm gelaufen wird diskretionäre Befugnisse zu Befugnisse zu gewähren. In lassen.( Sehr richtig! links.) ( Sehr richtig! links.) Einen subjektiven Vorwurf gegen den Reichskanzler und die preußische Regierung und den Sachsen werden allerdings trok des Vereinsgesetzes fast nur will ich dem Reichsfangler nicht machen, aber die That preußischen Landtag unter der gemeinsamen Firma der Herren fozialdemokratische Abgeordnete gewählt. Das fache ist nicht aus der Welt au schaffen: Singer und Lieber. Ich würde mich fcheuen, meinen liegt an dem Reichstags- Wahlrecht. Aber das Vereins- Objettiv ist dieser Gesezentwurf nicht eine Namen an die Seite des Namens des Herrn Singer geset hat wenigftens im allgemeinen dahin geführt, daß die Einlösung des gegebenen Versprechens. Nie- zu sehen.( Unterbrechungen links und im Zentrum.) Von Ge Sozialdemokraten nicht mehr ihr Unwesen mals hat ein Gefeßentwurf eine größere Aufwaltihalen treten die Sozialdemokraten noch zurück, weil sie treiben tönnen unter dem Schuße des Staates, dessen reg ung hervorgerufen.( Widerspruch rechts.) Selbst davon leinen Erfolg sich versprechen; fie beschränken sich regung Bestand sie selbst untergraben. wenn er nicht Geseß wird, hat er Unheil genug darauf, durch das allgemeine Wahlrecht die Grundlagen des Herr Krause meinte, es würde nur eine noch größere Ver- angerichtet, er hat einen großen Theil des deutschen Staates und der Gesellschaftsordnung zu erschüttern. Diese fozialbitterung die Folge sein. Wir erwarten von der sozialen Gefeß- Boltes mit Mißtrauen erfüllt gegen die Bestrebungen bemokratische Bewegung hat noch dieselbe Stärke wie früher. gebung feine Befehrung der Sozialdemokratie. Es ist höchft auf der Regierungen, umfomehr, als er nur eingebracht werben fonnte Wenn man sie auch durch polizeiliche Maßregeln nicht beseitigen fallend, daß die Sozialdemokraten zwar sagen, daß sie nur von unter Mißachtung eines feierlich gegebenen Versprechen. Wenn fann, so muß doch die Möglichkeit gegeben werden, Berfammlungen, unsern Fehlern leben. Aber sowie ein Gesetz kommt, wie das vor- Artikel 1 und 3 des Gesetzes Kraft erhalten, dann wird das in denen sozialrevolutionäre Tendenzen gegen die Sicherheit des liegende, dam sind sie dagegen, während sie doch eigentlich dafür Vereins. und Versammlungsrecht gefnebelt Staates hervortreten, zu schließen. Der Abg. Kranse hat einen stimmen müßten. Wer die Gefahren abwenden will, werden, sodaß es von dem Belieben der Beamten ab Appell an alle Parteien gerichtet zur gemeinsamen träftigen Abwehr die für die bürgerliche Freiheit und die Staats hängt, ob wir eine Versammlungsfreiheit über- gegen die Sozialdemokratie. Dieser Appell tlingt sehr schön, aber haben. Sie werden es daher sicherheit entstehen, der wird für die Vorlage haupt uns, die er findet nicht ausreichenden Wiederhall im Lande, sonst wären der #immen, mit der die Regierung das richtige getroffen hat. Wir während der Zeit bes Kulturkampfes der Ver- schon erwähnte Antrag Lieber- Singer und viele andere Vorgänge unwerden die Regierung unterstützen, so lange sie an ihrer Borlage fammlungs- und Vereinsfreiheit beraubt worden sind, nicht möglich. Das Bolt glaubt an die Gefährlichkeit der Sozialdemokratie nicht, festhält.( Beifall rechts.). verdenken, wenn wir diese Bestimmungen ohne weiteres solange es sieht, daß diese Elemente geduldet werden. Muß es den Minister des Innern v. v. Recke: Ich danke dem Vor- ablehnen.( Zustimmung im Zentrum und lints.) Die Wendung Arbeiter nicht verwirren, daß die Sozialdemokraten Monarchie, rebner für die Unterstützung, die er der Regierung im Namen von der Gefährdung des öffentlichen Friedens fommt nur in der Christenthum u. f. w. untergraben und trotzdem sich in Versamm seiner Freunde gewährt hat. hat. Ich nehme aber an, daß die Gesetzgebung Mecklenburgs vor. Die Hamburger Gesetzgebung lungen frei bewegen fönnen? Gerade, um den geiftigen Rampf gegen Ausführungen des Herrn Krause selbst bei einem Theile seiner ist entstanden unter dem Eindruck des Kampfes gegen die Sozial die Sozialdemokratie zu führen, muß die Regierung in ihren öffentFreunde lebhaftes Ropfschütteln erregen werden.( Lebhafter Wider- demokratie, und über feine Polizeibehörde fallen so abfällige Ur- lichen Atten keinen Zweifel laffen über die gefährliche Natur dieser spruch und Gelächter bei den Nationalliberalen.) Es ist mir nicht theile, wie gerade über die Hamburger. Die bedentlichsten Partei; das verlangen wir im Interesse der Autorität der Reverständlich, wie er aus meinen neulichen Ausführungen entnimmt, Blüthen der einzelstaatlichen Gefeßgebung sind gierung. Deshalb verlangen wir den Ausbau des Vereinsrechts. daß ich das Verfahren der betreffenden Beamten in allen Puntten wie in ein duftiges Bouquet zusammengefaßt worden! Jst Damit hat die bürgerliche Freiheit, die Freiheit der Meinungsgebilligt habe,( Lachen links) oder auch nicht in entsprechender denn irgend welches Ereigniß eingetreten, welches eine äußerung, der Versammlungen und der Vereine nichts zu thun. Je Weife zurückgewiesen hätte. Ich habe ausdrücklich hervor solche Vorlage nothwendig machte? Haben sich bedent- schärfer wir jeder sozialrevolutionären Tendenz entgegentreten, gehoben, daß ich die ganze Aktion des Herrn Landrathes liche Anschauungen in den sozialdemokratischen Vereinigungen gezeigt? um so mehr wahren wir die Sicherheit und Freiheit der des Stolper Kreises mir nicht aneignen tönnte. Ich habe Die Anarchisten können uns doch nicht schrecken. Die auf dem Boden der Gesellschaftsordnung stehenden Parteien. bezüglich des Theils der Beschwerden, worüber mir bereits Sozialdemokratie ist zwar in die Breite gegangen, aber in sich ge- Sollte die Regierung zur gewaltthätigen Abwehr von Angriffen Berichte vorlagen, meine Mißbilligung ausgesprochen. Daß ich spalten. Die Führer haben schon sehr viel Wasser in den schäumen genöthigt sein, so würde darunter auch die bürgerliche Freiheit zu meine Behörden nicht zur strittesten Anwendung der Gefeße anhalte. den Wein ihrer Programme gegoffen. Die Vorlage ist für uns nicht leiden haben( Sehr richtig! rechts) und das wollen wir nicht. Die Sicherheit des Staates" und weise ich mit der größten Entschiedenheit zurück.( Beifall rechts, einer Verbesserung fähig. Distutirbar, aber noch lange Ausdrücke Lachen links.) Ich führe die mir zur Ausführung überwiesenen nicht annehmbar ist höchstens die Bestimmung über den fährdung des öffentlichen Friedes" enthalten Bestimmungen in der strengsten, loyalften und der Verfassung ent- Ausschluß der Minderjährigen. Gerade diese allerdings teinen greifbaren hatbestand. Aber sprechenden Weise aus.( Beifall rechts.) Ich kann keinem das Recht Bestimmung ist eine Aenderung der Verfassung. folche dehnbaren Begriffe enthalten fast alle Gefeßgebungen der zugefteben, mir das zu bestreiten. Wenn der Ausschluß der Frauen, der Schüler und Lehrlinge von Einzelstaaten, ohne daß darüber irgend welche Beschwerde Wir leben in dem Stante ift. Der Abg. Krause ift in bezug der Erfüllung des Versprechens den Versammlungen 1850 genügte, so sollte das auch heute genügen. erhoben Mißdes Reichskanzlers anderer Auffassung als der Reichstanzler, er Sollen die jungen Leute bis zum 21. Lebensjahre politisch dumm Hohenzollern unter der Devise des„ suum cuique". einem Staate nicht am an die Wahlurne frauen Blaze. dann plöglich folchen wird sich schwerlich davon überzeugen laffen, daß die preußische Re- erhalten gierung fich streng an das Bersprechen gehalten hat. Wenn er zu treten? Die Sozialdemokratie agitirt nicht so sehr Daß die Beamten gefeßmäßig handeln, ist allerdings die Voraus darauf hinweist, daß der Großstaat Preußen sich von den Klein- in Bersammlungen als vielmehr in der Werkstatt segung, unter der allein erweiterte Befugnisse der Regierung gegeben Den tatholischen werden fönnen. Dieses Vertrauen haben meine Freunde; deshalb Staaten in der Ausführung der Zusage habe übertreffen laffen, in- und in kleinen Konventiteln. dem diese das Verbindungsverbot aufgehoben haben, so ist ihm ein und evangelischen Vereinen für junge Leute würde werden wir im wesentlichen die Befugniffe bewilligen, welche bie Jeethum pafsirt. Zwei Staaten haben das Verbot aufgehoben, durch die Borlage jebe politische Distusfion ver- Staatsregierung fordert. Es ist nöthig, die Gründe für die Aufund einer davon, Schwarzburg- Sondershausen, hat sich eben- boten sein. Wieviel Glementarlehrer haben wir unter lösung von Versammlungen so deutlich zu umgrenzen, daß auch der falls Kompensationen geben laffen bezüglich der Ber 21 Jahren? Diese Lehrer sind doch auf dem Lande untergeordnete Polizeibeamte flar erkennen kann, was gemeint ist. fammlungen unter freiem Himmel. Die Staatsregierung die einzigen, welche den sosialdemokratischen Be Die Ausdrücke der Vorlage find so bestimmt nicht, daß dies möglich Dazu kommt wäre. Es wird Sache der Kommission sein, an die Stelle der viel glaubt nicht, daß in absehbarer 3eit ihr strebungen entgegenzutreten vermögen. im Wege der Reichs- Gesetzgebung diejenigen die Gefahr, daß wegen Anwesenheit Minder- deutigen Ausbrücke flarere Vorschriften zu sehen. Ich schließe mit Waffen gegeben werden würden, deren sie au be- jähriger jebe Bersammlung geschlossen werden der Hoffnung, daß die staatserhaltenden nationalen Parteien sich dürfen glaubt. Eine Reihe anderer deutscher Staaten, tann. Als das Ergebniß der Erwägung meiner politischen wieder zusammenfinden werden zum Wohle des Staates, des Reiches namentlich die größeren, besigen die Waffen, welche wir erstreben. Freunde kann ich also feststellen, daß wir die Vorlage ablehnen und des Baterlandes.( Beifall rechts.) Abg. Rickert( frs. Bg.): Die staatserhaltenden Parteien! Das Die Staatsregierung hat das Bedürfniß nach einer Verstärkung und mit Ausnahme der Aufhebung des Verbindungsverbots. näheren Abgrenzung ihrer Machtbefugnisse auf dem Gebiete des Die Vorlage hat heftigen Unmuth hervorgerufen, die Bevölkerung von sollte Herr v. Bedliß nicht sprechen; denn der Vorgänger des Vereins- und Versammlungswesens nicht erst empfunden, als die hat sich in zwei Heerlager getheilt. Wird die Vorlage zum Gesez, jezigen Reichskanzler, Graf Caprivi, hat sehr richtig ausgesprochen, jetzige Borlage ausgearbeitet wurde, sondern schon seit sehr langer fo wird sie die Parole des Kampfes werden und die Wände sowohl daß wir alle national sind, und der frühere Abg. Römer- Hildesheim Beit, und je mehr sie sich mit dieser Angelegenheit befaßte, um so diefes Hauses wie des Reichstags werden von dem Zwifte der meinte, wenn man immer das Rationale in den Bordergrund dränge, färfer. Giner gefunden Entwickelung des Vereins- Parteien widerhallen. Behnen Sie daher dieses den so befürchte er immer reaktionäre Gelüfte. Herr v. 3edlitz hat den avesens entgegentreten zu wollen, wäre nicht be- offentlichen Frieden störende Gefes ab!( Beifall im Antrag, den wir im Reichstage gestellt haben, zu verdächtigen gesucht, weil dort die Namen Lieber und Singer vereinigt seien. Es steht rechtigt. Aber mit der enormen fteigenden Entwickelung des Zentrum und links. Bischen rechts.) Bereinswesens steigern sich die Mißbräuche und Aus- Justizminister Schönstedt: Der Vorredner behauptet, daß der auch der Antisemit Werner darunter und unter dem gleichlautenden wüchse. Reichstanzler fein Versprechen nicht eingelöst habe und daß die Autrage von 1896 steht sogar der nationalliberale Abgeordnete Das Berbindungsverbot ist ein Baustein in dem Gebäude des Vorlage mit diesem Bersprechen im Widerspruch stehe.( Sehr Baffermann. Die Sozialdemokraten sind doch auch Angehörige des Er wollte durch Wiedergabe der Bor- Deutschen Reiches; wie kann man es da als eine Schande hinstellen, Vereinsrechts, und entfernt man diesen einen Baustein, so muß man richtig! links.) das Gebäude auf seine Solidität im ganzen prüfen. Wer die Er- gänge im Reichstag einer Berdunkelung dieses Punttes vor- daß die Namen der Sozialdemokraten neben denen von Personen fabwungen auf dem Gebiete des Vereinsrechts fennt, muß au der beugen. Der Reichskanzler ist nicht mehr im Hause und deshalb anderer Parteien stehen. Die Konservativen haben bei den Wahlen Ueberzeugung fommen, daß es so wie bisher nicht mehr weiter trete ich dieser Behauptung entgegen, um einer Verdunkelung des fogar mehrfach proklamirt: Lieber einen Sozialdemokraten als einen gehen fann.( Sehr richtig! rechts.) Das Bolt verfleht es nicht, wie Thatbestandes vorzubeugen. Aus der Erklärung des Reich 3 greifinnigen! Das ist doch viel schlimmer als die Unterzeichnung folche Staatsgefährlichen Reden, die nur gerade noch an dem Straf- tanglers im Reichstage ist absolut nicht zu entnehmen, eines Antrages in Berbindung mit einem Sozialdemokraten! Der als richter vorbeikommen, geduldet werden müssen. Auf allen Seiten daß der Sinn des Versprechens dahin gegangen Minister meinte mir gegenüber, ich sollte mich nicht um ungelegte er schon Das sagte der Minifter, fordert man verschärfte Befugnisse für den Staat. Von diesem Be fei, eine Vorlage werde sich auf die nadte Auf- Gier in der der Tasche bürfniffe ausgehend, ist der Entwurf aufgestellt worden, welcher nicht he bung des Koalitionsverbots beschränken. Aller- die Genehmigung zum Legen des Eies Das Ei ist für uns unschmackhaft. Aber es giebt mehr verlangt, als was in anderen Staaten sich bereits bewährt hat. bings hat einige Tage später Abg. Rickert im Reichstage eine Er hatte. Die Regierung, ist gern bereit, sich jedem Befferungsvorschlage zulärung in dieser Richtung gewünscht, und es ist eine Antwort vom eine fehr zahlreiche Partei im Reichstage, die durch ihre gänglich zu zeigen. Die gefeßliche Terminologie bedarf einer Bundesrathstische aus nicht gegeben worden, aber die vom Ab- Schadenfreude beweist, wie schmackhaft ihr das große Ei des gewissen Elastizität. Sicherheit des Staates, öffentlicher geordneten Frigen daraus gezogene Folgerung, daß darin eine Herrn v. d. Recte ist.( Seiterfeit.) Wir werden gegen die Kom Frieden 2c. find Ausdrücke, die in der Gesetzgebung anderer Staaten tillschweigende Zustimmung zu der Auffassung des Abgeordneten misfionsberathung ftimmen, weil derartige Gefeße von so großer wiederkehren. Ueber diese Dinge wird man sich mit demjenigen, Rickert zu finden fei, glaube ich als eine durchaus un- Bedeutung im vollsten Lichte der Deffentlichkeit berathen werden müffen.( Unruhe links.) Herr müffen. Das Bolt" des Herrn Stöcker ist mit der Berlage auch der die praktischen Erfahrungen fennt, um so eher verständigen begründete bezeichnen zu als ja die Rechtskontrolle vorbehalten bleibt. Frigen glaubt hier den privatrechtlichen Grundsatz anwenden nicht einverstanden und das Orgau des Bundes der Landwirthe hat die Aufhebung des Ver des Die Vorlage bringt die Aufhebung bes Berbindungs- zu fönnen; qui tacet, consentire videtur.( Wer schweigt, scheint sich vor wenigen Wochen für aber die gegenwärtige Zeit verbotes, Die Erleichterung der Theilnahme an geselligen zuzustimmen.) Abgefehen davon, daß privatrechtliche Grundfäße nicht bindungsverbots ausgesprochen, Bereinswesens anderweitige Regelung des Vereinigungen Besserung bezüglich der Lehr- auf das öffentliche Recht zu übertragen sind, hätte Herr Frißen auch für linge und Schüler. Eine Erschwerung enthält die Vorlage den zweiten Theil des Sages hinzufügen müssen: dum loqui ungeeignet bezeichnete. Eine Berquickung dieser beiden Fragen die Stimmung bez. der Minderjährigen, mit der auch die Freunde des Herrn Krause potuit et debuit( während er sprechen fonnte und sollte).( Unruhe ist eine Misachtung des feierlichen Versprechens Warum Reichstanzlers. ist einverstanden sind, sie befürchten nur, daß daraus die Auflösung links.) Allerdings er konnte reden, aber er mußte nicht reden de s Warum drängt man sich mit der Regierung von Versammlungen folgen tönne. Benn bezüglich der Schüler( Jawohl! lints.); er mußte schon deshalb nicht reden, weil Herr umgeschlagen? und Lehrlinge bisher kein Mißbrauch getrieben ist, so wird er durch Rickert ausdrücklich erklärt hatte, er erwarte gar teine Antwort er Schulter an Schulter zum Kampf gegen die Freifinnigen, welche die Vorschriften über die Minderjährigen auch nicht herbeigeführt mußte auch deshalb nicht reden, weil aus dem Berhalten der Ste- den Reichstanzler stürzen wollen? Glauben Sie denn, daß die werden. Die anderen Bestimmungen beziehen sich auf den Schutz gierung ungweibeutig hervorging, daß sie sich nicht verpflichten Regierungsmännern Jhre Gesinnung nicht fennen? Graf Limburg des öffentlichen Friedens und die Sicherheit des Staates. Kein wollte, sich auf die nackte Aufhebung des Verbots zu beschränken. hat ja alles verrathen.( Heiterkeit.) Eigenthümlich ist es, daß vernünftiger Mensch wird etwas dagegen einzuwenden haben, daß Wenn die Regierung diese Absicht gehabt hätte, worin hätte dann meiner Interpretation der Ausführungen des Reichskanzlers niemand Vereine, die den öffentlichen Frieden gefährden, aufgelöst werden. der Grund gelegen, der Aufnahme einer entsprechenden Bestimmung widersprochen hat als Herr v. Stumm, dessen Spuren der Minister Von den Vereinen hat Herr Krause nicht gesprochen bei in das Bürgerliche Gesetzbuch entgegenzutreten? Der Grund, daß v. d. Recke gefolgt ist. Herr v. Stumim scheint doch ein mächtiger Lönnen, und eine B " worden ift in fümmern. eine " " Ge= der als will, Abg. Krause: Wenn der Minister gegenüber der Betonung der Einmüthigkeit in unserer Fraktion zu der Beurtheilung gekommen ist, daß meine Ausführungen das Kopfschütteln vieler meiner Genoffen hervorrufen würden, dann weiß ich nicht, was ihn zu seiner Meinung gebracht hat. Ich bleibe bei meiner Betonung der Einmüthigkeit unserer Fraktion. Schluß 4 Uhr. Nächste Sigung: Dienstag 11 Uhr.( Fort fehung der heutigen Berathung.) " Tokales. be beabsichtigt wird. Sie ver Mann im Staate zu sein, denn die Konservativen schwiegen sondern um Bestimmungen, die von Tag zu Tag nothwendiger ge-| Organisation in die Wege zu leiten. Dieselbe Spannung zwischen damals auch. Die Sache war ihnen wohl 311 heikel. worden sind gegenüber den Agitationen auf innerem und äußerem Aerzteschaft und Verein, so wird berichtet, wie sie erst fürzlich beVerträgt es sich mit den konstitutionellen Grundsägen, daß die Re Gebiete, welche den Staat und seine Organe angreifen, die absolut züglich des Abonnements- Vereins der Herrschaften für ertrantte gierung eine Vorlage einbringt, die eine Mehrheit nicht findet, auch nothwendig find, soll nicht die Autorität des Staates und seiner Dienstboten beigelegt wurde, scheint hier bevorzustehen. Bisher wenn alle Konservativen dafür stimmen.( Minister von der Necke Organe gefchädigt werden. Wenn man ohne Voreingenommenheit fungirten an dem Verein junger Kaufleule" vier mit einem Jahres Incht.) Der Minister lacht darüber.( Heiterkeit rechts.) Daß der an das Gefeß herantritt, wird man die Zustimmung nicht verfagen figum von je 900 W. angestellte Aerzte. Vom 1. Juli d. J. ab soll Minister des Innern ein Mann nach Ihrem( rechts) Herzen ist, können, und ich hoffe, daß es gelingen wird, die Vorlage noch in diese Zahl auf 12 erhöht werden, doch will man die Honorirung weiß ich. Aber ein Minister sollte nicht eine Vorlage einbringen, diefer Seffion zum Abschluß au bringen.( Bustimmung rechts.) der Aerzte fortan nicht mehr in festen Jahressummen, sondern in die die Mehrheit des Hauses gegen sich hat. Ziehen Sie doch die Minister v. d. Necke: Die Wißbegierde des Abg. Rickert ist der Weise regeln, daß pro Jahr 4000 m. nach dem Pointsystem zur Folgerungen daraus. Erbitten Sie( zum Minister des Innern) doch so groß, daß auch ein Minister sie nicht immer befriedigen tann; Bertheilung fommen follen. Es wird nun befürchtet, daß mit der bei Sr. Majestät die Auflösung des Hauses( Widerspruch des Ministers) aber daß seine Wißbegierde soweit gehen würde, natürlich unbew Et steten Steigerung der Mitgliederzahl und der Konsultationen ... natürlich, das Hans paßt Ihnen im fibrigen...( Beiterkeit), mich zu einer Indiskretion verleiten zu wollen, bätte ich nicht er-( diese betrugen 1500 im Jahre 1896) die Honorarleistungen für dann wird sich ja zeigen, ob das Bolt mit der Vorlage einverstanden wartet. Er fragt mich, ob ich eine Sache im Staatsministerium die einzelnen Konsultationen weit unter 1 M. Herabfinten werden. ist, wie Herr v. Heydebrand behauptet. Eine so mangelhafte Be- mitgetheilt hätte und welchen Ausgang die vertraulichen Unter- Der Kruturs über die Berliner Verkehrsanstalt ist nach gründung wie diese habe ich selten in einer Gesetzgebung gefunden. handlungen, die ich gepflogen habe, gehabt hätten. Die Verband schwerem ampf gestern ausgebrochen, da die Verhandlungen, welche Die alte Bestimmung des Landrechts,§ 2, Titel 17, Theil II, wird fungen des Staatsministeriums stehen unter dem absoluten Siegel die Direktion mit den Kapitalisten angebahnt hatte, gescheitert find. wieder ausgegraben, weil die Rechtsprechung der Gerichte dem der Dienstverschwiegenheit, es versteht fich also 2011 Minister nicht genügt. Deshalb müssen die beiden Artikel 1 und 3 selbst, daß ich darüber feine Auskunft geben Das neue Projekt einer Unterpflasterbahn vom Botsdamer die landrechtliche Bestimmung wieder aufleben laffen, troßdem der ebenso versteht es sich für mich von selbst, daß ich Bahnhofe nach dem Schloßplay, mit welchem die Firma Siemens Minister v. Bötticher die Sache der Meichsgesetzgebung zugewiesen über ben Ausgang der vertraulichen Verhandlungen hier Kaiser sowohl wie den betheiligten Minifterien vorgelegen. Der u. Halske jetzt hervorgetreten ist, hat, wie verlautet, bereits dem hat. Wie kann Preußen jetzt einen solchen Partitularismus hervor nichts mittheile. Ich weiß nicht, vie Herr Nickert über fehren? Kann man sich unter solchen Verhältnissen darüber wundern, den Charakter von vertraulichen Verhandlungen denkt; für mich ist Anlage eines Bahnhofs an der Schloßbrücke, der, äußerlich fast gar Kaiser soll dem Gesammtprojekt sowohl wie auch insbesondere der daß sich Bayern bei der Militär- Strafprozeß Ordnung bis jetzt noch es eine Ehrenpflicht, nicht ein Wort darüber zu sagen.( Beifall nicht in die Erscheinung tretend, es gestatten wird, in kürzester Frist Anlage eines Bahnhofs an der Schloßbrücke, der, äußerlich fast gar Fräubt? Wir werden vertröstet mit ber unparteiischen rechts.) und gleichmäßigen Handhabung des Gesetzes und mit den Darauf vertagt sich das Haus. vom Herzen der Stadt nach dem Potsdamer Bahnhofe zu gelangen, Mechtsmitteln, die das Gesetz über die Landesverwaltung giebt. Persönlich bemerkt seine Zustimmung ertheilt und der Minister der öffentlichen Are R.buer verweist auf die Erfahrungen, welche man mit Wahlverbahn- Direktion Berlin anerkannt haben, daß der Ausbau der pro beiten auf grund gutachtlicher Aeußerungen der königlichen Eisenfammlungen gemacht hat, die wegen Anwesenheit von Lehrlingen jektirten Unterpflasterbahn einem Berkehrsbedürfnisse entspricht, zumal aufgelöst worden sind. Erst nach acht Monaten ist der Bescheid des die Weiterführung der Bahn über die Schloßbrücke hinaus, und zwar Ministers eingetroffen, daß die Auflösung ungefeßlich war. Die nach verschiedenen Richtungen, von der Firma Siemens u. Halste Gendarmen sind ja ganz gute Beamte, aber gute Politiker find sie nach verschiedenen Richtungen, von der Firma Siemens u. Halske doch nicht. Herr von Hammerstein hat die Agitation des Bundes der Landwirthe als gemeingefährlich bezeichnet. Ei, Herr Minister, an der schlimmsten und für den Verkehr am meisten hinderlichen Die Kanalisationsarbeiten der Potsdamerstraße sind jetzt wie denken Sie darüber, wenn ein liberaler Landrath die Versamm lungen dieses Bundes auflöste. Herr Stöcker und Herr Naumann Stelle, an der Linkstraße, bereits beendet. Hier ziehen sich die dürften gar nicht mehr den Mund aufthun; sie wären als SozialKanalisationsrohre in schräger Richtung unterhalb des Fahrdammes politifer geliefert. Es wird andererseits mitgetheilt, daß die hin, so daß die ausgehobenen tiefen Gruben bis dicht an das Antsvorsteher mit den Agitatoren des Bundes der Landwirthe zusammen die Bauern zum Eintritt in den Bund gekeilt haben. beschäftigt sich fortgefeht recht eingehend mit dem National- jegt die neuen Rohre in die Erde gelegt worden sind, ist nunmehr Der Berliner Volkswitz, dem ja leider nichts heilig ist, fübliche Pferdebahngeleis reichten und zur Vermeidung von Unglücksfällen ein Schuhmannsposten aufgestellt werden mußte. Nachdem Eeit meiner letzten Rede hat mir ein Mann geschrieben, daß ein Denkmal". Eine Fülle von echtem Humor liegt in manchen die sich über den Fahrdamm hinziehende Grube wieder zugeschüttet Amtsvorsteher v. Miglaff ihn zum Mitgliede des Bundes der Land- dieser Auslassungen. Der Humorist Victor Laverenz hat sich der und die Oberfläche gepflastert worden. Dagegen sind nach Westen wirthe anwerben wollte. Als er sich als Nationalliberaler be- Aufgabe unterzogen, in einer Plauderei bie Hauptschlagwörter zu und die Oberfläche gepflastert worden. Dagegen find nach Westen zeichnete, sagte der Amtsvorsteher: Das ist ja keine staatsverderbliche fammenzutragen. Gottfried Kulemeyer aus Treuenbrießen läßt sich au faft bis zur Eichhornstraße neue Gruben ausgehoben worden und Partei, aber es sind viele Großhändler und Börsenjuden drin. von August Püseke; einem Berliner Korbmacher, das Denkmal war auf dem Bürgerſteig, unter dem hier die Rohre liegen. ( Heiterkeit.) Der Mann wurde zum Gemeindevorsteher gewählt, zeigen. Auf dem Opernplatz erzählt Püfete von den Obelisken mit Acht große Bäume sind in der Nacht zum Montag in der aber nachher nicht bestätigt( Sört! links), aber zum Mitglied des den grünangestrichenen Jungfrauen:" Sier", sagte er, standen Potsdamerstraße gefällt worden. Bundes der Landwirthe war er gut genug! mit bei der Zentenaifeier die Obelisken Bedauerlich ist es, daß die unwürdige Stellung der Frauen im jungfern. Spinat: Vereinswesen immer noch aufrecht erhalten wird.( Rufe rechts: irient nämlich. Allens, wat jetzt in Berlin enthüllt wird, Schluß!) Sollen die Frauen sich wegen ihrer Lohnverhältnisse nicht Blüthezeit. So war't ooch mit die Friedrichsbrücke; die haben Berlin befindet sich augenblicklich, in de versammeln dürfen, sollen sie mit den Männern nur zusammen Ge tommen, wenn es sich um das Trinken und Tanzen handelt? Der Denkmal in Sicht, und Kulemeyer sperrte vor Verwunderung Frienspanbrücke getooft". Bald kam das imposante Fürst Hohenlohe fennt als Süddeutscher die Verhältnisse Preußens die Augen auf. Der fpottfüchtige Berliner hat die volle Schale nicht, aber dem Minister des Innern sind sie bekannt. Was würde feines etwas berüchtigt gewordenen Wiges über das Werk aus man in einem anderen Staate sagen, wenn die preußische gegossen:" Wilhem in de Löwenirube", sagt also Büfete Gesinde Ordnung dort eingeführt werden sollte, die bei pathetisch und macht eine entsprechende Handbewegung. Es ist zum theil schon obsolet geworden Aber nicht zu verkennen, daß diese Bezeichnung überaus treffend ist; der werden denn die Bestimmungen in Bayern und Baden von allen Seiten eingeengte Denkmalsplay macht in der That angewendet? Jm Deutschen Reiche sind von 7 673 000 den Eindruck einer Grube, und die vier Löwen an den Ecken des Stimmen 1780 000 oder 28 pet. fozialdemokratische, aber in dem Sockels rechtfertigen den Ausspruch vollkommen. Der Gaul, auf dem gelobten Sachfen von 592 000 Stimmen 270 000 oder 46 pet. In der Kaiser sigt, is der Begasus". Hier um den Gasometer Samburg stimmten nach Erlaß des Vereinsgesetzes 60 pet. der rum stehen bie vier Meechens". Die sind bei Bejassen Wähler sozialdemokratisch. In Breußen ist die Bahl der byfterifch- nee historisch wollte ic fagen. Begaß fann überhaupt fozialdemokratischen Stimmen 21 pt., und ba tommt der feen Denkmal machen, ohne die vier Frauensleute anzubringen. Minister mit einem Gesez, welches uns auf 60 pet. Uff'n Schloßbrunnen sigen se ooch un halten den Rand, dito an't fozialdemokratischer Stimmen bringen wird!( Widerspruch Schillerdenkmal uff'n Schandarmenmarcht. Diesmal is blos een rechts.) Diese Thatsache follte uns belehren, daß mit der fleener Unterschied; die Weechens stehen nich, sondern se dangen u Polizei nichts auszurichten ist. Liebknecht bespricht die Kugeln, Terpentintänzerinnen, wie man sagen dhut." Natur der englischen Sozialdemokratie und führt aus, daß Kulemeyer bewunderte das gewaltige Standbild und fragte enblich, sie nicht die ihr zukommende Bedeutung gefunden habe, was benn die Frauengestalt neben dem Raifer zu bedeuten weil sie nicht den politischen Nährboden gefunden habe, für den habe. Ja, wiffen Se," erwiderte Püfete, offen gestanden, det weeß die Polizeibehörde in Deutschland eifrig sorge, indem sie jede Be- in Berlin teen Mensch. Ich denke mir, et is so wat wie' ne Tundung der Unzufriedenheit unterdrückt. Für den englischen Ehrenjungfrau, die den Kaiser Wilhelm durch det Branden Arbeiter giebt es feinen Staat, den er haffen könnte, während der burger Dhor jeführt hat. Die Jewehre, welche aus die Waffen deutsche Arbeiter ständig mit dem Staat in erbitterten Konflikt bündeln unter de Löwen raustieten, heeßen Löwe Jewehre." tommt. Machen Sie eine volksthümliche Politik, Herr Minister! Se kennen doch die Jeschichte von den froßen Indenflinten Mit dieser Vorlage werden Sie die Unzufriedenheit nur steigern. Prozeß, den dunnemals die Jewehrfabrik von Löwe jejen den ( Beifall links.) Justizminister Schönstedt: Herr Rickert scheint den Gefeß- iroßer Thier liebhaber muß der Bejas doch sind, Hier Abjeordneten Aylwardt in't Wert jesezt hat? Aber sehen Se, een entwurf doch nicht so tragisch zu nehmen, wie die ihm nahes vorne vier Löwen, dahinten zwee Adler, oben druff, acht Pferde, stehenden Organe; jedenfalls hat ihm der Entwurf die gute Schlangen find ooch überall anjebracht, und uff det Dach von Laune nicht geraubt und er hat für eine Erheiterung de Säulenhalle fit fogar een Ochse, mit eenem Wort die des Hauses gesorgt, wofern es geneigt sein möchte, sich einer richt'ge Menajerie Bejas". Die froßen Dnfels da, die sich tragischen Stimmung hinzugeben. Er hat zwei Erklärungen vom fo uff de Treppenstufen hinjeflejelt haben, det sollen„ Nietzsche'sche Regierungstische erwartet; die erste nach der Richtung, daß ein von Uebermenschen sind. Det behaupten wenigftens die Philo ihm vorgetragener Preßartifel für eine Berleumbung erklärt werde. sophen, Det Frauenzimmer, die da hinten uff de Jallerie fit, det Ich würde Bedenken tragen fönnen, mich über einen noch nicht soll die Jeschichte" find. Augenblicklich schlägt se ins Rouser genau geprüften Artikel eines so starten Ausdrucks zu bedienen. vations Beriton nach und sagt: Herriott, id erinnere Wenn aber der Artikel irgend etwas enthalten sollte, was abweicht mir doch so dunket, mal wat von eenen jewiffen Bis von dein Entschluß, den die preußische Staatsregierung in bezug auf mard jelesen zu haben." Die Halle, welche um bie Erklärung des Reichskanzlers gefaßt hat, so würde ich sagen, daß Denkmal looft, beeßt: Bejaffe. Die frienen Wagen, mochten die Wirthe den Anforderungen der Gäste vielfach nicht dieser Artikel mit den wahren Thatsachen im Widerspruch steht. Die oben druff stehen, nennt man ooch Kolonne Brrr". So mehr nachzukommen. Ganz besonders bevorzugt wurde von den Herr Rickert hat dann ein lebhaftes Intereffe über innere Borgänge heeßt nämlich det garde- Train- Bataillon in Tempelhof. Hinten an Berliner Ausflüglern vorgestern der Treptower Part, deffen jämmtim Staatsministerium an den Tag gelegt und den Minister des de Bejasse steht ein Gifenfabrikant, der au de Fruppe der Viehzucht liche Wege von gewaltigen Menschenmengen gefüllt waren, welche Junern gefragt, welche Mittheilungen er dem Minifterium gemacht und Industrie jehört, an den Ambos jelehnt un droht mit des spiße die Stätte der vorjährigen sowie diesjährigen Ausstellung noch habe über den Verlauf vertraulicher Verhandlungen mit den Parteien. Dings, wat er jeschmiedet hat, rieber nach de Schneiderakademie ins einmal in Augenschein nahmen. Die Massen ergoffen sich später in Ob mein Herr Kollege geneigt sein wird, diese Frage au beantworten, Rothe Schloß in schreit: Uff Eich Schneiderseelen habe ich schon die Lokale in Treptow, deren Juhaber, äußerst zufrieden, ihn als weiß ich nicht. Ich für meine Person bin in einer günftigeren Lage. lange' ne Pieke!" eine Entschädigungsrate für das verflossene schlechte Geschäftsjahr Herr Rickert weiß von mir, daß ich es für entbehrlich gehalten Sehn Se, un da hat der Bejas noch' n Beustopp anjebracht, betrachteten. hätte, die Auffassung des Justizrefforts über die Bestimmungen der der sich von eenen Kleenen Bildhauer den Kopp bearbeiten läßt. Blos preußischen Verfassung darzulegen. Wenn er darüber so genau ab un zu macht er ihn uffmerkjam:" Du, Kleener, versenge mir unterrichtet ist, so habe ich es nicht nöthig, mich meinerseits über aber ja nich de Locken". das, was im Staatsministerium vorgegangen ist, weiter zu ver ift? " " " " " Die Omnibuswagen der nenen Omnibns Gesellschaft ,, Reform" find gestern in den Dienst gestellt worden. Der erste Wagen geht morgens 1/27 Uhr von der Belleallianceftraße fehren vorerst auf der Linie Bellealliancestraße- Hausvoigteiplay. Die Wagen folgen in Abständen von 3 Minuten. Das Fahrgeld ab, der letzte abends 10 Uhr 51 Minuten vom Hausvoigteiplay. für die ganze Linie nur 5 Pfennige wird in ein Glaskästchen geworfen, in dem es sichtbar bleibt, bis der Kontrolleur die Klappe öffnet. Das Publikum wird mittels Aufschrift ersucht, säumige Babler an ihre Pflicht zu erinnern. Jungen, die von Wagen zu Wagen laufen, besorgen das Wechselgeschäft. Die hellgelben Wagen, welche 8 Gige und 4 Stehpläge enthalten, find von recht gefälliger und leichter Form. Wit Die Angelegenheit der Somoanerinnen im PaffageBanoptikum entwickelt sich immer wunderlicher. Neuerdings wird gekehrt waren, sind in der Nacht zum Sonntag wiederum fünf vers berichtet: Nachdem die entflohenen Mädchen bis auf zwei zurückfchwunden. Wohin sie sich gewandt haben, weiß man noch nicht. verschwinden hat, wie sich jetzt herausstellt, einen ganz andern Grund Den beiden, die noch fehlten, ist man auf die Spur gekommen. Ihr als etwaige Mißhandlungen durch die Gebrüder Marquardt. den jungen Samoanerinnen ist nämlich feit Mittwoch angleich der 21 Jahre alte Techniker Alfred Schulze verschwunden, Sohn des Ge schäftsführers der beiden Red'schen Kaffeehäuser. Der junge Schulze schäftsführers der beiden Keck'schen Kaffeehäuser. Der junge Schulze Samoanerinnen, deren Sprache er mächtig ist. Er war fast jeden Tag ging im Paffage.Panoptikum aus und ein, besonders auch bei den stundenlang im Panoptikum in der Nähe der Mädchen, von denen er zwei besonders in sein Herz gefchloffen hatte. Mit ihnen ist er am Mitt woch auch verschwunden. Eine Spur von den Verschwundenen weist nach Swinemünde. Der Vater des jungen Mannes und einer der Herren Marquardt sind am vorgestrigen Sonntag dorthin ge= Auch andere Berliner Jünglinge haben sich eifrig um die Gunst der fahren, um, wenn möglich, die Flüchtlinge nach Berlin zurückzuholen. braunen Schönheiten bemüht. Den Gebrüdern Marquardt und dem Aufseher der Truppe war übrigens das Betreten des Panoptikums von seiten der Direktion untersagt worden, erst nach dem aber maligen Berschwinden von fünf Mädchen haben sie wieder Zutritt erhalten, um die Ueberwachung von neuem zu übernehmen. Der schöne Frühlingssonntag ließ die Einwohnerschaft Berlins ins Freie firömen. Bielfach geriethen die Gastwirthe, die bei dem rauben Weiter der letzten Tage feine Vorbereitungen getroffen hatten, in arge Verlegenheit, da weder Eßwaaren noch Getränke in ges det nügender Menge vorhanden waren. In den Abendstunden verdeutschen Allgemeinen Beitung", ist in der Nacht vom Sonnabend Dr. Martin Griesemann, der frühere Chefredakteur der Nords zu Sonntag gestorben. Seit November 1895 litt er an den Folgen breiten. Uebrigens kann ich Herrn Rickert beruhigen. Die Bum Schutze des Grunewalds. Daß man aus dem preußischen eines Schlaganfalls. Politisch war Herr Griesemann bedeutungslos. Staatsregierung ist teinen Augenblick darüber im Herrenhause etwas Gutes hört, tommt felten vor. Um so an- Die Sommerferien der Stadtverordneten- Versammlung 3weifel gewesen, ebenso wenig wie alle Parteien dieses genehmer berührt es, daß Graf v. Tschirschfy- Renard mit Unter- find auch für dieses Jahr wieder in die Monate Juli und August hauses, daß verschiedene Bestimmungen des füßung von 60 Mitgliedern folgenden Antrag über den Echuß des verlegt. Gefeßentwurfs mit der Verfassung im Wider- Grunewaldes eingebracht hat:" Das Herrenhaus wolle beschließen, Gefahrvolle Abenteuer erlebte hier am Sonnabend der spruch stehen. Wir haben es aber nicht für nothwendig ge- bie Staatsregierung zu ersuchen, dem Landtage der Monarchie einen 20'ährige Frig Lehmann aus Forst N..., der eben aus der Proving halten, eine Henderung der Verfassung im Gefeß zum Ausdruck zu Gefeßentwurf vorzulegen, der folgende Bestimmungen enthält: zugereift war. In einer Schankwirthschaft machte er die Bekannts bringen oder in den Motiven uns darüber zu äußern, in welcher 1. Das Forstrevier Grunewald wird zum Staatspark erklärt. 2. Gefchaft einiger Berliner„ Eingeborenen", die sich erboten, dem Fremden Richtung dies Gefeß der Berfassung nicht entspricht. Das steht im unterbleiben vom Inkrafttreten dieses Gesetzes an und für alle die Herrlichkeiten der ötesidenz zu zeigen und dies auch so gründlich Einklang mit der bisherigen Praxis. Wie weit das Gefeß Ber Seiten Kahlhiebe und Einschläge aller Art in dem gesammten besorgten, daß ihm zuletzt nicht nur sein tlares Bewußtsein, sondern faffungsänderungen enthält, darüber werden wir uns unterhalten, Mevier. Nur die nöthigen Aufräumungsarbeiten an Dürtlingen, auch seine Barschaft von 36 M. und seine Uhr abhanden kam. wenn das Gesetz im Hause selbst seine Geftalt gewonnen hat. So Windbrüchen, durch etwaigen Insektenfraß geschädigten Bäumen 2c., Abends gegen 10 Uhr hörte ihn ein Schuhmann in der Nähe der ift auch bei wichtigeren Gelegenheiten verfahren worden. Ich er- sowie die zur Erhaltung und Erzeugung eines möglichst schönen und Lützowbrücke aus den Fluthen des Landwehrkanals um Hilfe rufen. innere nur an die Verfassung des Norddeutschen Bundes, die viel alten Waldbestandes forstwirthschaftlich gebotenen Durch und Auf- und es gelang dem Beamten auch, ihn mit Hilfe seines Säbels aus tiefer in die preußische Verfassung eingriff, und an den vorjährigen forftungen werden vorgenommen." Dem Antrag ist folgende Be- dem Waffer zu ziehen. Wie Lehmann ins Wasser gerathen, vermochte Gefeßzentwurf des Schuldotationsgefezes, wo das Haus schließlich gründung beigegeben: Wie schonend auch in dankenswerthefter er in dem Krankenhause, nach dem man ihn gebracht hatte, nicht eine Berfaffungsänderung nicht für nothwendig hielt. Wäre das Weise die königliche Forstverwaltung den Grunewald behandelt, so anzugeben. Ergebniß ein anderes gewesen, so wäre es zur zweiten Abstimmung bleibt er doch immer ein fiskalischer Wald, der wie rücksichtsvoll auch nach 21 Tagen gekommen, und so wird auch hier verfahren werden. immer, nach fiskalischen Grundfäßen und auf Ertrag verwaltet wird. Abg. v. Tiedemann- Labischin( t.): Das Vorgehen der Endlich kommt die Art doch in die alten, herrlichen Bestände und zerstört preußischen Regierung soll ein bedenklicher Partitularismus sein, der und muß zerstören eine Waldespracht, wie sie schon jezt und Bayern zum Partitularismus in bezug auf die Militär- Strafprozeß noch viel mehr in Langer Zukunft in unmittelbarer Nähe keiner Ordnung bringe. Bayern hat aber in seinem Vereinsgefeße die Großstadt der Welt mehr anzutreffen ist und sein wird. Es erscheint Bestimmungen, die wir erst schaffen wollen. In Hamburg find zur Vermeidung dieses drohenden Uebels den Antragstellern um allerdings 60 pŒt. ber Reichstagswahlstimmen fozialdemo- deshalb nur der Weg des Gesetzes gangbar, weil mir dieser die tratisch, aber Hamburg hat eine lediglich städtische Be- fichere Gewähr bietet, daß auch in fernen Seiten vielleicht weniger völkerung, während in Preußen eine ftarte ländliche Schönheitsfreudige Verwaltungen veranlaßt werden, diese Perle eines Bevölkerung vorhanden ist. Das badische Gesetz ist viel schärfer als Forstes unberührt zu laffen, denn, wenn auch sicherlich anderenfalls das preußische, es gestattet fogar die Präventivmaßregel des Werbots der Grunewald forsimännisch stets einen sehr guten und wohl von Bereinen, welche die Sittlichkeit oder die Sicherheit des Staates gepflegten Gindruck machen wird, so wird niemals das erreicht, was gefährden. Dieses Gesetz ist erst 1867 erlaffen worden von dem durch vorstehenden Antrag bezweckt werden soll, nämlich die Heranliberalften Minifterium, welches Baden jemals gehabt hat. Wer von der bildung eines durch die Natur errichteten und durch die Kunst der Regierung die Bekämpfung des Umfturzes will, der muß ihr auch Art verschönten Urwaldes." die Mittel dazu geben und nicht ihre Erfolglofigkeit tadeln. Mißbilligung erfährt in Aerztefreifen ein Beschluß des Vereins Es handelt sich nicht um eine Knebelung des Versammlungswesens, junger Kaufleute", der darauf abzielt, eine Reform" der Aerzte11 Rinderhalle des städtischen Zentralviehhofes( Elbenaerstraße) statt. Der diesjährige Wollmarkt findet vom 15.- 17. Juni in der Rinderhalle des städtischen Zentralviehhofes( Elbenaerstraße) statt. Straßensperrung. Das Reichstags Ufer vom Französischen Gymnasium bis zur Neuen Wilhelmstraße, ausschließlich der Streuzung mit letterer, wird behufs Umpflasterung vom 20. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Ein zärtlicher Ehemann ist der Schlosser Kubitscheck aus der Fürstenbergerstraße 8. Am Sonntag brachte er feine 29 Jahre alte Frau Antonie in ein Krankenhaus, weil sie eine Blutvergiftung an einem Mittelfinger hatte. Er gab an, in der Elsasserstraße habe ein unbekannter Mann die Frau augerannt, und ihr dann noch wüthend einen Schlag mit einem Stock fiber die Hand gegeben. Hieraus sei die Blutvergiftung entstanden. Nun hat sich aber herausgestellt, daß nicht ein Unbekannter, sondern Kubitscheck selbst der Schläger war. Von einem Handwagen angefahren und zu Fall gebracht wurde Unter den Linden am Sonnabend Nachmittag der Polize ber führte. Briefkasten der Redaktion. Schankwirth 103. Sdriftliche Antwort ertheilen wir nicht. 1. Nach Hauptmann Klein von der 11. Polizeihauptmannschaft. Er erlitt| Privatpoft Briefträger Scheiwe wohnte. Vor acht Tagen hatte R. einige ungefährliche Verlegungen. seine Stellung aufgegeben. Am Mittwoch Nachmittag erbrach er Der Gastwirth Loppaschewski, welcher durch sein auffälliges dem Dienstmann Franzke, mit dem er die Schlafstelle theilte, einen Die juristische Sprechstunde findet Montags, Dienstags Auftreten und durch die vor einigen Tagen einberufene Volts- hölzernen Raften und entwendete ihm daraus ein Sparkassenbuch Freitags und Sonnabends, abends von 7-8 Uhr statt. versammlung bekannt wurde, ist wegen gestörten Geisteszustandes und einiges Baargeld. Den entwendeten Betrag verjubelte er in W., Beuthen. Die Eigennamen waren nicht zu entziffern. in die Maison de Santé in Schöneberg gebracht worden. liederlicher Gesellschaft. Franzte hatte den Diebstahl angezeigt H. B. 111. Die Pöhlmann'sche Gedächtnißlehre fennen wir nicht und Die Barrisons ziehen sich von der Bühne zurück, so meldet und Riedel faßte nun den Entschluß, sich das Leben zu nehmen, wir sind daher auch nicht zu einem Urtheil befugt. Artist". Das Blatt behauptet, daß Fléron im Verein mit Lona den er mittels eines Schaukelstricks am Sonnabend Nachmittag aus Rechtsfraft der betreffenden Entscheidung wiederholen Sie das Gesuch. und Sophie Barrison bei der Dresdner Bank ein Depot von Noch besser ist es, falls der erste Entscheid noch nicht rechtsfräftig sein sollte, 480 000. hätten, die im Zeitraum von fünf Jahren verdient Theater. Schiller's„ Räuber", die zumeist in der Mannheimer Theater gegen denselben ein Rechtsmittel einzulegen. 2. Weisen Sie auf das Ihnen wurden! bearbeitung des Dichters gespielt werden, eine Einrichtung, welche unter der günstige Erkenntniß hin. O. P. 900. 1. Ja. 2. Es ist zu empfehlen Abermals ist ein Kind lebensgefährlich verbrüht. Das vier- schwächungen der ersten Stonzeption enthält, gehen heute( Dienstag) im zwanzigsten Theil des Nachlaffes übersteigen, so liegt keine giltige AnPrenzlau. Wenn die 1500 dent Einwirkung des Mannheimer Intendanten Dalberg mannigfache Ab- etwa zu schreiben: nicht approbirt. jährige Söhnchen des Schuhmachermeisters K. in der Lutherstr. 3 ist Deutschen Theater in einer Form in Szene, welche thunlichst auf ordnung vor, die Erben können dann auf Herausgabe klagen. W. S., am Sonnabend Mittag in Gegenwart seiner Mutter in ein Gefäß die erste Niederschrift Schiller's zurückgeht, die später hinzugedichteten Szenen Rigdorf. Sie können den Versuch machen. Viel Aussicht auf Erfolg mit kochendem Wasser gefallen und derart am Rücken verbrüht, austilgt und an die Stelle des Schiller nur aufgezwungenen Kostüms des hat er auch nach Ihrer jetzigen Darlegung nicht. worden, daß es im Elisabeth- Krankenhause hoffnungslos darnieder- 16. Jahrhunderts wieder das von ihm zuerst gedachte seiner eigenen Beit ist verschieden. Sie können sich an den betreffenden Kirchenvorstand wenden. setzt. Das Werk ist folgendermaßen besetzt: der alte Moor: Hermann liegt. P. 2. 100. Die Kündigung ist zulässig. A. B. 100. Die AnG. 3. Sie können sich A18 Leiche wiedergefunden worden ist der 31 Jahre alte Müller; Karl Moor: Hermann Löffler a. G.; Franz Moor: Josef Kainz; meldung Ihres Geschäfts muß erfolgen. Pf. eine neue Karte geben laffen. 5. B. 25. Die Taren Amalia: Annie Trenner; Spiegelberg: Hans Fischer; Schweizer: Hermann gegen Schlächter Gustav Ahrendtholz, der bei seiner Mutter am Königs- Nissen; Grimm: Mar Reinhardt; Schufterle: Paul Biensfeldt; Roller: schwanken zwischen 2 und 5 und sind 4 Mark. S. P., Höchstestraße. graben Nr. 15a wohnte und seit mehr als 8 Tagen verschwunden war. Rudolf Rittner; Razmann: Emil Mary; Kosinsky: Richard Vallentin; 1. Ja. 2. Leider ist der Wirth im Recht. A. 3., Kochstraße. Nein. In einer Schankwirthschaft plößlich gestorben ist am Sonntag Hermann: Ferdinand Gregori; ein Pater: Guido Tielscher; Daniel, ein Abend der 57 Jahre alte Maschinenbauer Albert Leffel aus der alter Diener: Ludwig Menzel. Die Geisha" sollen im Lessing: Laufigerstr. 19. Der Mann, der seit drei Monaten die Schant: Theater den ganzen Sommer hindurch bis zum 1. September gegeben wirthschaft von Schager in der Reichenbergerstr. 54 besuchte, kehrte nach einem Uebereinkommen, das mit Herrn Intendant Prasch geschlossen werden. Dagegen werden die Schauspielvorstellungen des Leffing- Theaters dort Sonntag Abend um 6 Uhr ein. Er schlief bald ein und man wurde, in der Zeit vom 1. bis 31. August auf der Bühne des Berliner ftörte ihn als bekannten Gast nicht in der Ruhe. Als man ihn um Theaters stattfinden. 7 Uhr wecken wollte, war er todt. Ein Arzt von der Sanitätswache vom Görlizer Bahnhofe machte erfolglos Wiederbelebungsversuche. Die Todesursache ist wahrscheinlich ein Herzschlag. " Aus den Nachbarorten. O. W. Der Gebrauch Witterungsübersicht vom 17. Mai 1897. Stationen. Ein Lieutenant v. Rodenfiein aus Spandau ist am SonnVon der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurde die Leiche abend nach einer Segelpartie auf dem Tegeler See plötzlich ge. Swinemünde des 57 Jahre alten Kaufmanus Friedrich Schlosser aus der Boyen- storben. Zwei Männer fanden ihn hilflos am Ufer liegen und Hamburg straße 4, der am Sonntag Morgen gegen 7 Uhr von dem bei ihm brachten ihn zu einem Arzte, der ihm jedoch nicht mehr helfen Berlin wohnenden Schloffer Siettow im Bette todt aufgefunden wurde. konnte. Er starb nach wenigen Augenblicken. Die Todesursache Wiesbaden Ein herbeigerufener Arzt vermochte die Todesursache nicht festzu- war nicht festzustellen. stellen. Erschoffen hat sich gestern Vormittag in seiner Wohnung Paulftraße 15, 2 Tr., bei Schmidt in Moabit der junge Kaufmann R. Bekannte sind der Meinung, ein unglückliches Liebesverhältniß sei die Ursache des Selbstmordes. Erschoffen hat sich gestern, Montag Morgen der 23 Jahre alte Bankbuchhalter James Rosenthal, der bei Markus u. Volkmar in der Neustädtischen Kirchstraße 3 angestellt war. Die Veranlassung zum Selbstmord ist unaufgeklärt. Einen Selbstmord beging aus Furcht vor Strafe der 20jährige Konditorgehilfe Arthur Riedel, der in der Landwehrstr. 19 bei dem 2. Wahlkreis. Sozialdemokratischer Wahlverein. Dienstag, den 18. Mai, abends 8 Uhr. im Lokale des Herrn F. Bickel, Hafenhaide Nr. 52-53: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Dr. Lütgenau über: Bolitische Tagesfragen. 2. Diskussion. 238/12 Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein im 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Süd- Ost). Versammlung Aberdeen. Paris. itand in mm, Barometer d. Meeressp. 630 Windrichtung NNO Windstärke WIN| N| WAAWA( Stala 1-12) Wetter Temperatur ( 50.4° R.) 765 766 NO 763 NNO halb bedeckt woltenlos heiter 10 15 16 760 NO 4 761 A 3 halb bedeckt bedeckt 18 9 768 N 2 wolfig 771 2 halb bedeckt 14 774 NO 2 woltenlos 14 • 761 NND 3 woltenlos 15 RRRRR 14 München Wien. In der Gondel seines Luftschiffes wurde der Assistent am fönigl. meteorologischen Institut, Professor Berson aus Haparanda Nähe des Dorfes Kl.- Gansen bei Stolp i. P. gelandet war, bewußtBerlin, der in einem Versuchsballon hier aufgestiegen und in der Petersburg Sort. los aufgefunden. Nachdem der fühne Luftschiffer mit Hilfe der herbeigeeilten Landbevölkerung bald wieder zu sich gekommen war, begab er sich nach der nahe gelegenen Bahnstation Muttrin, von wo er, nachdem dort der Ballon verladen, wieder nach Berlin Wetter- Prognose für Dienstag, den 18. Mai 1897. zurückkehrte. Der Ballon hatte die ungewöhnliche Höhe von Warm und vielfach heiter, zeitweise wolkig bei mäßigen nordöst 6000 Metern erreicht, während die größte Kälte 33 Grablichen Winden und etwas Neigung zur Gewitterbildung. Réaumur betrug. Deutscher Holzarbeiter- Verband ( Zahlstelle Berlin). Morgen Mittwoch, den 19. Mai, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Cohn, Beuthstraße 20/21: Vertrauensmänner- Verlammlung für sämmtliche Bezirke und Branchen. Tagesordnung: Die auswärtigen Streifs. Verbandsangelegenheiten. differenzen. Werkstatt: Sämmtliche Wertstellen müssen durch Delegirte vertreten sein. 105/18 Branche der Parquetbodenleger. Dienstag, den 18. Mai, abends 8 1hr, bei Zubell, Lindenstr. 106: Sigung der Werkstatt- Kontrollkommission Tagesordnung: Wird bei der Firma Kampmeyer zu tarifmäßigen mit den Vertrauensleuten. Berliner Wetterbureau. Frauen- Vortrag Mittwoch, den 19. Mai, abends 82 Uhr, bei Uhlitz, Badstr. 19: prakt. Naturheilkundiger Grundmann über: Die Grundursache weiblicher Leiden, ihre Heilung und Verhütung, erläutert an Präparaten. Eintritt 15 Pf. Zu diesem Vortrage ladet ergebenst ein Verein für Körper- u. Naturheilkunde, Alexanderstraße 8. handlung von 16432* Ortskrankenkasse d. Zigarren-| Kranzbinderei u. BlumenMacher, macher, Zigarrenfortirer Robert Meyer, und deren gewerbl. Hilfsarbeiter. Generalversammlung No. 2. Mariannenstr. No. 2. ibnungs- Gränze, Guirlanden, Ballam Dienstag, den 18. Mai, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Preisen gearbeitet? Die Kollegen der Firmen S. u. A. Mittag, Kamp- Mittwoch, den 26. Mai 1897, abends meger, Meyer jun. und sen., Engel, Koch und Budwig sind hiermit eingeladen. 8 Uhr, im Restaurant Nöllig, Rosensträußchen, Bouquets 2c. werden sehr 243/1 Zentralverein der Bildhauer. Brüder, Waldemarstr. 75. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dr. Heymann über: Arbeiterschutz in den Kulturländern. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. Verwaltungsstelle Berlin. 21/18 Heute Dienstag, abends präzise 81 Uhr. Annenstrasse No. 16: Versammlung. Sozialdemokrat. Verein ,, Vorwärts" Berlin. Vortrag des Herrn Dr. Joël. Dienstag, 18. Mai, abends 8% Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstraße: Außerordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Wie stellen sich die Mitglieder zur Auflösung des Vereins „ Vorwärts"? 2. Anträge. 3. Verschiedenes. Nur Mitgliedsbuch legitimirt. 275/3 Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Charlottenburg. Dienstag, den 18. Mai 1897, abends 8 Uhr, im Saale der Gambrinus Branerei, Wallstraße 90: Gr. öffentliche Protest- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Bereins- und Versammlungsgeses: Novelle im prenkischen Landtage. Referent: Genoffe Katzenstein. 2. Disfussion. 204/10 Der Vertrauensmann. Verein der graphischen Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin I. Freitag, den 21. Mai, abends 8½ Uhr: Mitglieder- Versammlung im Englischen Garten", Alexanderstraße Nr. 27 c. Tages Ordnung: Der Vorstand. Achtung! Stuckateure. Achtung! Montag, den 24. Mai, abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung bei Ebert, Kommandantenstraße 72( großer Saal). Tages Ordnung: Ist der im vorigen Jahre erkämpfte und von den Unternehmern an erfannte Tarif bei der heutigen Konjunktur noch am Platze und wie stellen sich die Kollegen zur event. ftriften Durchführung desselben? Es wird den Kollegen zur Pflicht gemacht, rege für diese Versammlung zu agitiren, denn es liegt im Interesse eines jeden, daß er in derselben er: scheint. Die Bersammlung am Sonntag, den 16. Mai, tonnte nicht statt: finden, da die Polizei die Erlaubniß dazu nicht ertheilte. 173/17 Die Lohnkommission. Metallarbeiter! thalerstr. 11-12. 21115 gefchmackvoll und preiswerth geliefert. Kranzbinderei Tagesordnung: Bericht der in der letzten General L. Klatt, u. Blumenhandlung, versammlung gewählten Kommission. 6. Landsbergerstr. 6, Ede Höchfteftr., Berathung über einen Nachtrag zum( früher Königsbergerstraße) Statut.§ 40. Anträge.. empf. Widmungstränze mit Schleifen, Der Vorstand. Guirlanden, Bouquets 2c. Sonnabend Abend verstarb im Alter von 47 Jahren plötz lich mein guter Mann, mein theurer Vater, der Schlosser Wilhelm Schulze Gypsftr. 5. 21086 Dies theilen tiefbetrübt allen Freunden und Genossen des Dahingeschiedenen mit Die Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Mitt: woch, den 19. d. m, nachu. 1 Uhr, von der Zeichen alle des Sophientirchhofes Freienwalderstr. statt. In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag starb plötzlich unser Mit: 245/10 Dienstag, den 18. Mai, abends 8 1hr, im Saale der Norddeutschen glied, der Schloffer Brauerei, Chauffeestraße 58: Oeffentliche Versammlung der gesammten Arbeiter der Maschinenfabrik Aktiengesellschaft vormals Schwartzkopff. Tages Ordnung: Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den Werkstätten der Firma Schwartkopff. Referent: Paul Litfin. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N. Anflamerstr. 44. 167/7 Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. des Herrn Zubeil, Lindenstraße 106: 1. Geschäftliches. 2. Kaffenbericht der Arbeitslosenunterstützung. 3. Vor: Am Dienstag, den 18. Mai 1897, vormittags 10% Uhr, im Lokal trag des Herrn Profeffor Ullrich über:" Physiognomie und Mimit"( mit Demonstrationen u. Charakterschilderungen). 4. Diskussion. 5. Verschiedenes. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht 97/11 Die Verwaltung. Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 50/12 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Wahl eines Beisitzers. 3. Diverse Sattler, Treibriemen- Arbeiter, Anträge. 4. Bereinsangelegenheiten und Berschiedenes. Zahlreiche Betheiligung erwartet Täschner! Mittwoch, den 19. Mai 1897, abends 8½ Uhr, im Englischen 27e: Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung Wilhelm Schulze. Die Beerdigung findet am Mittwoch mittags 1 hr von der Halle des Sophienkirchhofes, Freienwalderstraße aus statt. Der Vorstand des Sozialdemokratischen Vereins für den fünften Berliner Reichs. tags- Wahlkreis. Danksagung. 21166 Spreche hiermit allen Verwandten, Freunden und Bekannten, die meinem lieben Gatten, dem Kupferschmied Otto Krüger die letzte Ehre erFür 36 Mark liefere feinen Anzug N.Maaß. Für 30 M. ff. Sommer- Paletot nach Maaß. Für 8-12 M. feinste Hosen nach Maaß. Bedeutendes Stofflager. Krausenstr 14, 1, kein Laden. 1 Mk. Seide za Brantkleidern. Pulvermacher, Seydelftr. 28. Wirthschaft, Stand Betten, bringend. Berhältn. wegen billig verffl. Lange straße 10, Quergeb. bei Thiele.[ 22246 Theilnehmer möbl. Zimmer, fep., Blumenstr.57, v.3 Tr., Ww.Wolff.( 21126 Kl. möbl. Zimmer oder Schlafftelle we. Krüger, Staligerstr. 30, Qug. II. Arbeitsmarkt. Tüchtige Möbelpolirer finden dauernde Beschäftigung mit Erstattung des Reisegeldes bei Paul Gronau, Bromberg, Lindenstraße. Damenkrag. u. Mausch. Arbeiterinnen in u. außer dem Hause finden sofort dauernde u. sehr lohnende Beschäftigung. Emil Riese, Leipzigerstr. 72. wiesen haben, insbesondere der Di Fräser rektion und dem Bersonal des Böh- fucht Knopffabrit Blumenstr. 24. mischen Brauhauses, dem Kupferschmiede Gewert nebst Gesangverein, V Ein tüchtiger Bambusarbeiter m. dem Unterſtüßungsverein der Kupfer verl. nach Helsingburg( Schweden). fchmiede und für die zahlreichen Stranz- Näheres bei Lajerquiß, Stralauerspenden meinen innigsten Dant aus. straße 21. [ 21066 Bittive Amalie Krüger geb. Fuchs 20 KorbmacherN. Zanther, Großenhain i. S. umenhandlung gefellen auf Kugeltörbe fof. gesucht von P. Abromeit, eritr. 14. Grosse öffentliche Versammlung sämmtlicher Droschfenkutscher Arme Tages Ordnung: 1. Vortrag des Sekretärs der Berliner Gewerkschafts- Kommiffion, Genoffen Millarg über: Regierung, Magistrat und Hausindustrielle." Berlins und Umgegend 2. Diskussion. 3. Berichterstattung von Kongreß der Sattler Deutschlands am Dienstag, den 18. Mai, abends 9 Uhr, in Keller's zu Erfurt. 4. Neuwahl der Agitationsfommission. 5. Verschiedenes. Die Kollegen werden dringend aufgefordert, recht zahlreich zu erscheinen. Die Berliner Sattler müssen zeigen, daß sie für die wichtigen Verhand lungen des Kongresses Intereffe haben. Der Einberufer. Achtung! Rabitz- Putzer. Achtung! Zentralverband deutscher Maurer( 3ahlstelle Berlin III.) Mitglieder- Versammlung am Mittwoch, den 19. Mai, abends 82 Uhr, im Lokal des Herrn Stabernack, Inselstrasse No. 10. Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Distussion. 3. Gewerkschaftliches. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Lokalverwaltung. 2109b Festsälen, Koppenstrasse No. 29. Tages Ordnung: 1. Die Einführung der Sonntagsruhe im Droschtengewerbe, und liegt diefelbe im allgemeinen Verkehrsintereffe? Referent Reichstags- Abgeordneter Wilhelm Liebknecht. 2. Bericht der Kommission über die statt: gehabten Unterhandlungen mit den Fuhrherren und event. weitere Beschlußfassung. 3. Diskussion. Pflicht eines jeden Kollegen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Herren Droschtenbesitzer sind zu dieser Versammlung besonders eingeladen. Der Einberufer. Max Richter, Vereins- Geschäft Grüner Weg 65. Berlin SW., Stanzer 21106 Kränze, Bouquets, Topfgewächse, Guirlanden etc. auf Holzrahmen verl. Mathieuftr. 14. Billigste( Markthallen) Preise Blätterinnen a. Wäsche verlangen bei geschmackvoller Ausführung. im Hause Uhren u. Goldwaaren Georg Wagner Uhrmacher Skalitzerstr. 126. Reparaturen. Gebr. Ruben, Poftstr. 6. Plätterinnen auf Stehkragen und geschweifte Umlegekragen in u. außer dent Hause sucht M. Treppe, Lothringerstr. 16, Quergeb. 4 Tr. Eine erste Versicher.- Gesellsch. sucht für Volts: Versicherung besonders einen geeigneten Vertreter. Gute Adr. sub Referenzen Bedingung. 20446 V. G. in der Erpl. d. Bl. 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J. ein Urtheil gefällt, worin erklärt wird, und gesteht ein, daß hier eine recht wenig moralische Seite des ge- Vereins hielt am 13. Mai ihre regelmäßige Mitgliederversammlung daft das im Jahre 1890 erlassene Anti- Trust- Gesetz auch auf die werblichen Lebens aufgedeckt worden ist: Man sieht, der eine beutet ab. Bönice gab bekannt, daß die freiwillige Kommission mit Eisenbahnen bezug hat und daß jede Vereinigung derselben, die den andern aus, so lange als er kann. Db's immer so bleiben 7 gegen 1 Stimme beschlossen hat, auf die Tagesordnung der am die Regelung von Fahr- und Frachtpreisen bezweckt, ungeschlich und muß? Natürlich geht nun auf den Seiten, wo man zur Preis: 26. Mai in Cohn's Festsälen tagenden öffentlichen Versammlung, strafbar ist. Der Prozeß, der zu dieser Entscheidung führte, wurde stellung auf grund ehrlicher Kalkulation endlich gezwungen worden vor mehr als 5 Jahren, im Januar 1892, vor dem Bundes- Kreisanwalt ist, ein Jammern und Wehklagen über die Konkurrenz an. Und welche sich mit den Einigungsvorschlägen beschäftigen soll, unter von Topeka in Kansas gegen die Transmissouri- Association, die hier wie überall ist jeder Konkurrent ein Schurke- nach der Mei- anderem die Wahl der Delegirten zum Kongreß zu setzen. Kollege Biester, der Gegner des Beschlusses, hat nun im Fachverein achtzehn große Bahnen westlich vom Missouri und damit fast das nung derer, die ihren Profit geschmälert sehen." Opposition gemacht und hat dieser beschlossen, für die Wahlen eine ganze Bahnnet vom Missouri bis zur Küste des Stillen Das engere Zentralfomitee des Schweizerischen Grütli- neite Versammlung einzuberufen. Redner fand es bedauerlich, daß Ozeans umfaßte, anhängig gemacht. Das Kreisgericht, wie auch vereins in Luzern lädt die übrigen, im ganzen Lande domizilirten hierdurch wieder ein Keil in die Bewegung zu treiben versucht wird. das Berufungsgericht, entschieden zu gunsten der Bahnen, indem sie Mitglieder desselben, sodann die Komitees der sozialdemokratischen Die Versammlung beschloß dann, die Tagesordnung so zu lassen, erklärten, die Bahnen ständen nur unter dem zwischenstaatlichen Partei, des Gewerkschaftsbundes und die sozialpolitische Gruppe der wie sie in der Rommission beschloffen ist, ohne Rücksicht auf Handelsgesetz und der Bundeskongreß habe nicht beabsichtigt, sie Bundesversammlung auf den 5. Juni nach Luzern ein zu einer die Quertreibereien einiger Kollegen. Zu Delegirten für den unter das Gesetz, welches Vereinigungen zwecks Festsetzung und Besprechung der Fragen eidgenössischer Politit, Rongreß als Vertreter der Zentralisation werden der öffentlichen Kontrollirung der Preise verbietet, zu bringen. Daraufhin brachte wie Stranten- und Unfallversicherung, Eisenbahnverstaatlichung, Bersammlung die Kollegen Pönide und Leo Schmidt vorder Bundesanwalt den Fall durch Berufung an die letzte Instanz, Bundesbank, Bundesfubvention an die Volksschule, Proportional- geschlagen werden. Ferner wird beschlossen, am 1. Pfingstfeiertag das Ober- Bundesgericht, und dieses hat nunmehr den Befund wahl des Nationalraths und Volkswahl des Bundesrathes, Reform einen Ausflug nach Waldburg stattfinden zu laffen. Näheres wird der beiden unteren Gerichtshöfe verworfen. Von dem Urtheil des der Bundesverwaltung, Einführung des obligatorischen Referendums noch bekannt gemacht. Ober- Bundesgerichts wird jede der großen Eisenbahn- Assoziationen und der Gesetzesinitiative im Bund. des Landes betroffen: Die Joint Traffic Association", die das Ge- Die großen Eisenbahn- Unglücksfälle, die sich im Sommer 1891 biet östlich vom Mississippi und nördlich vom Ohio beherrscht, die bei Mönchenstein und Zollikofen in der Schweiz ereigneten, kosteten " Southern Railway and Steamship Association" östlich vom zusammen 162 Personen das Leben, während 483 verwundet wurden. Mississippi, südlich vom Ohio und westlich vom Potomac, die Au eineinmaligen Entschädigungen mußten die Eisenbahnen Western Traffic Association", die das Gebiet zwischen Mississippi 1913 700 Fr. auszahlen, während die fortlaufenden Renten jähr und Missouri und die Bahnen zwischen Chicago und St. Louis mlich 43 267 Fr. erfordern. faßt, die dieser verbündete Southwestern Association" in Missouri, Texas und anderen Südstaaten, und die" Transcontinental dem Werthe nach 821/2 Millionen Franken. Von den 25 Kantonen Die Weinproduktion der Schweiz betrug im Jahre 1895 Association", welche sämmtliche Bahnen östlich vom Missouri bis bauen 19 Wein, und zwar auf einer Gesammtfläche von 24 000 Helftaren. zur pacifischen Rüfte beherrscht und ungefähr der aufgelösten„ Trans Am meisten Wein bauen die Kantone Waadt( 6660 Hektar), Zürich missouri Association", gegen welche die Entscheidung abgegeben( 5279), Wallis( 2584) 11. f. 1. wurde, entspricht. Soziales. Sinten der Verbrecherzahl aus der Verbesserung des Schulwesens nicht allein zu erklären; daß aber die Verallgemeinerung und Verbesserung der Schulbildung bedeutend zur Verminderung gerade der schweren Verbrechen beiträgt, ist selbstverständlich. Wer Schulbildung hat, ist zum Kampf ums Dasein beffer ausgerüftet und kann deshalb diesen Kampf leichter innerhalb der Geseße und der Sitte Schulbildung und Verbrechen. Im Jahre 1840 gab das englische Parlament für Schulzwecke in England nur 10 642 Pfd. Sterling aus, in demselben Jahre wurden 19 927 Verbrecher verDer Gemeinderath von Straßburg hat dieser Tage einen urtheilt. Im Jahre 1890 beliefen sich die Staatsbeiträge zu Schulfozialdemokratischen Antrag abgelehnt, wonach die Mitglieder des zwecken sammt den für diese Zwecke aufgebrachten Steuern der Gemeinderathes von städtischen Lieferungen und Ar- Gemeinden auf 44 Millionen Pfund Sterling und die Zahl der beiten ausgeschlossen werden sollten. Interessant ist das Ergebniß verurtheilten Verbrecher betrug nur noch 9242. Natürlich ist das einer Rundfrage, welche ergab, daß in Chemnitz, Dresden, Karlsruhe und Nürnberg derartige Anträge abgelehnt wurden; in Krefeld bewerben die Stadtrathsmitglieder, althergebrachter Sitte gemäß, sich nicht um städtische Arbeiten und Lieferungen, in Barmen nicht bei den öffentlichen Ausschreibungen zu Neubauten, werden aber zu laufenden Unterhaltungsarbeiten zugelassen. In Magdeburg, Stettin, Köln und Berlin dürfen die Mitglieder der städtischen Kuratorien, führen, als wer sie nicht hat. Deputationen oder Kommissionen der Gemeindeverwaltung innerhalb des betr. Wirkungskreises keine derartigen Arbeiten übernehmen. In Berlin und Nürnberg wurde die volle Ausschließung aller Mitglieder der Kommunalbehörden abgelehnt. In Frankfurt a. M. bedarf die freihändige Bergebung solcher Arbeiten und Lieferungen an Gemeinderathsmitglieder der Genehmigung des Magistrats; Leipzig schließt Altona ebenfalls, dazu aber von der Aufsicht über ihre Arbeiten im diese Mitglieder nur von nicht öffentlichen Ausschreibungen aus, Falle öffentlicher Vergebung; in München übernehmen Gemeinderathsmitglieder solche Arbeiten nur bei Submissionen. Die anderen elf Städte, an die man sich gewandt hat( darunter Düsseldorf, Mainz, Elberfeld), kennen keine Einschränkung. " " Nixdorf. Der sozialdemokratische Verein Vorwärts" hielt am 11. Mai eine Versammlung ab, in der Genoffe Pe us über die Propaganda auf dem Lande" sprach. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versammlung das Andenken des verstorbenen Mitgliedes Schüttte in der üblichen Weise. An der Diskussion über den Vortrag betheiligte sich außer einigen Genossen auch der über„ Landagitation" zu Gehör bringen soll, von der Versammlung Vorsitzende Thomas, dessen Vorschlag, daß in einer der nächsten Bers fammlungen ein Mitglied des Vereins einen selbstausgearbeiteten Vortrag angenommen wurde. Nach Erledigung einiger Vereinsangelegen heiten macht Genosse Thomas bekannt, daß sich an hiesigem Ort ein Frauen- Bildungsverein konstituirt hat und fordert die Genossen auf, ihre Frauen dem genannten Verein zuzuführen. Der in der Generalversammlung neugewählte Vorstand besteht aus folgenden Genossen: Ph. Thomas, Bergstr. 162, Borsigender; Weißroth, Schriftführer; W. Krüger, Kassirer; Stoth, hädlich. Schmoldt und Müller, Beifizer. Sämmtliche den Verein be treffenden Angelegenheiten sind an den Genoffen Thomas zu richten. die am 14. d. M. in Kummers Salon tagte, referirte Kollege Rigdorf. In einer öffentlichen Maurer Versammlung, Frische über: Wie betreiben wir unsere Agitation. Im Laufe bes Vortrages gab er der Versammlung bekannt, daß die JumungsStundenlohn von 55 auf 60 Pf. zu erhöhen, abgelehnt haben. Redner meister die von den Gehilfen am 28. April geftellte Forderung, den mahnte auch vor unüberlegten Streits; sei auf einem Bau das Niederlegen der Arbeit geplant, so solle man immer erst die Lohns kommission davon in Kenntniß seßen. Mit dem Bericht des Dele girten zur Brandenburger Konferenz erklärten sich die Anwesenden einverstanden, ebenso mit den Ausführungen des Referenten. Arbeiter- Bildungsschule. Die Bibliothet in der Nordschule, Brunnenstr. 25, ist für die Mitglieder an folgenden Tagen geöffnet: Sonn genommen, ebenso in folgenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralftr. 40a; 10 Uhr. Mitgliedsbeiträge werden an diesen Tagen in der Nordschule entgegentags, vormittags von 10-12, Dienstags und Freitags, abends 9 bis Schöning, Köpniderstr. 68; Reul, Barnimftr. 42; Babiel, Nosenthalerstr. 57; Gleinert, Müllerfir. 7a; Burghause, Putbuserstr. 32; Blankenfeld, Stephanstr. 29; Werner, Bülowstraße 59; Grube, Mariendorferstraße 5; Kaßler, Junterstraße 1; H. Königs, Dieffenbachstr. 30. Alle Zuschriften sind an den Borstzenden Paul Müde jr., SO. Mans teuffelfir. 119, Geldsendungen an den Kassirer H. Königs, S. Dieffenbachstr. 30, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ab. Neumann, Schwedenfir. 13, v. 1 Tr. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Friedrich Kortum. Manteuffelfir. 49, v. 2 2. Ueber die japanische Arbeiterfrage hat der amerikanische Konful R. P. Porter seiner Regierung einen Bericht geliefert. Es geht, wie der Hamb. Correfp." mittheilt, daraus hervor, daß die Einführung der modernen Produktionsweise in Japan von denselben Folgen begleitet war wie in anderen Ländern. Die japanischen Einführung der Fabriken hat Einschließung, eintönige Arbeit, lange niedrigen Klaffen führten bisher ein höchft forgenloses Leben. Die Arbeitszeit, aber nicht Steigerung der niedrigen Löhne mit sich gebracht. Die Arbeiter haben alle Lasten eines industriellen Beitalters zu fühlen bekommen, ohne die Belohnungen eines solchen zu erhalten. Daher kommt es, daß die japanischen Fabrikanten es schwer finden, die nöthigen Arbeitsfräfte zu Industrielle Profithamsterei. Der„ Gordian", Zeitschrift für erwerben. Die Frage ist schon so kritisch geworden, daß die die Kakao, Chokoladen- und Zuckerwaaren- Industrie, schreibt:" Seit Fabrikanten Agenten auf das flache Land senden, um Arbeiter anüber 20 Jahren ist unsere Industrie die größte Konsumentin für zuwerben. Diesen Agenten gelingt ihre Aufgabe nicht gut. Die Vanillin, das in Holzminden nach einem patentirten Verfahren japanischen Eltern wollen lieber ihre Kinder in ihrer Armuth auf von Haarmann u. Reimer hergestellt wird. Für dieses Präparat dem Lande bei sich sehen, als sie den zweifelhaften Vortheilen des hat unsere Industrie in den letzten Jahren 560, vorher 650, 680, Fabriklebens anvertrauen. Die japanischen Fabrikanten dagegen 700, 750, 900 Mart pro Kilo bezahlt. Noch früher, und haben schon Verbände gegründet, um die Löhne auf ihrem gegenstraße 80, 2. Hof, 4 Tr. zwar im Anfange toftete es 7000 Mart, dann 4000, 2400, wärtigen niedrigen Stande zu erhalten. Das rücksichtslose Ber- Verband der Graveure. Ciseleure etc. Heute, abends 8% Uhr, Bere 1600, 1200, 1000 m. pro Kilo. Heute toftet genau dasselbe Präparat, fahren der Fabrikantenverbände legt ein von dem Konsul mithergestellt nach genau demselben Patente von genau denselben Leuten getheilter Fall flar. Ein gewiffer Fabrikant wollte nicht in in genau derselben Stadt, nur 126 M. pro Kilo. Man messe die den Verband eintreten und bemühte sich, feine Arbeiter Differenz, die zwischen dem Anfangspreis von 7000 M. und dem besser zu behandeln. Das Resultat war, daß er von dem gesammten Endpreis von 126 M. pro Kilo liegt!" Verbande boykottirt wurde.( Ganz wie bei uns. N. d.„ V.")- Die höchsten Löhne erhalten in Japan Schneider, die europäische Kleider machen. Diese verdienen etwa 2 Mart den Tag. Ein gewöhnlicher Schneider erhält in Japan nur 70 Pf., Steinmeßen bekommen 80 Pf., Der„ Gordian" bemerkt zu diesem Preiswechsel: Man würde Drucker 60 Pf., Sezer 70 Pf., Schmiede auch 70 Pf. und Färber sich freuen können, wenn verbesserte technische Einrichtungen daran 60 Pf. Diefe Löhne find niedrig genug, die Löhne der landwirth Schuld wären, daß ein und dasselbe Präparat einen solchen Preisfall fchaftlichen Arbeiter aber find noch niedriger. Männer verdienen erfahren konnte. Da es das aber nicht ist, da die Fabrikanten 40 Ps. und Frauen 30 Pf. den Tag. Heliotropie foftete im Jahre 1879 3000 m. pro Rilo, heute 36 M. Aehnlich ist es mit dem Sumarin, einem Präparat, das zur Erzeugung des Waldmeister- Aromas verwendet wird. Schiller- Theater) ( Wallner- Theater). Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Dienstag, abends 8 Uhr: Madame Publikum gegenüber keinerlei Bonivard. Verantwortung. Theater. Dienstag, den 18. Mat. Opernhaus. Die Afrikanerin. Mittwoch, abends 8 Uhr: Der G'wissenswurm. Volks- Theater 34. Reichenberger Straße 34. Sommer- Saison. Abends 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Schauspielhaus. Der zerbrochene Auf eigenen Füßen. Krug. Die gelehrten Frauen. Deutsches. Die Räuber. Berliner. Kaiser Heinrich. Leffing. Die Geisha. Westen. Unser Doktor. Neues. Trilby. Residenz. Vaterfreuden. Der neue Ganymed. Schiller. Madame Bonivard. Linden. Der Vogelhändler. Thalia. Heirath auf Probe. Ostend. Ziller: thaler. Gesangsposse v. Pohl u. Wilken, Musik von A. Conradi. Vor der Vorstellung von 62 Uhr, Sonntags 52 Uhr: Garten- Konzert. Entree: Woche 30 Pf. bis 2 Mark. Sonntags 50 Pf. bis 3 M. Der Safenfus. Die Sinter Apollo- Theater Alexanderplatz. Alle fünf Barrisons. Eine tolle Prinzeß. = Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Raub der Sabinerinnen. Belle- Alliance. Trilby. Bolts. Auf eigenen Füßen. Passage Panoptikum. 200 Sehens würdigkeiten. Zwei Riesen. Il Iusionen. Apollo. Venus auf Erden. Thalia- Theater. ( vormals Adolph Ernst Theater). Heirath auf Probe! Bosse mit Gesang in 3 Atten nach Gerö- Buchbinder von Jean Kren. Gesangsterte von Gustav Görß. Musik von Leopold Kuhn. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. G. Weik. Heute und folgende Tage: Der Hafenfuß. Schwant in 3 Atten von Ad. Garbell. Hierauf: Die Zillerthaler. Liederspiel in 1 Att. Anfang 8 Uhr. Sommerpreise: Parquet 1 M. Im Garten: Frei- Konzert. und Konzert- Garten. Zum 7. Male mit vollständig neuer u. glänzender Ausſtattung an Koſtümen ut. Detorationen: Venus auf Erden. Burlesk phantastische Operette in 1 Aft von Bolten Bäders. Musik von Paul Linde. Ferner: Auftreten von Urania, Tauben- Strasse 48-49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. Concordia Variété-Theater Brunnenstr. 154. Grosse Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Großartiges April: Programm! Neu! Grand Attraktion. Gebr. Forré, Instrumentalist. Men! Hertha Lorenzi, brillante Kostümsoubrette. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62( Lehrter Stadt Bahnhof): Täglich von 5 Uhr nach mittags ab bis 10 Uhr abends Sternwarte und Mondpanorama. Eintritt Knospe und Stengel.] 50 Pf. Näheres die Tagesauschläge. Castan's Panopticum. Pygmäen Die beiden indischen die fleinsten Menschen der Welt! Damen- Wettschwimmen. Schweizer- Garten Am Königsthor. Am Friedrichshain. Jeden Sonntag: Extra- Vorstellung und Garten- Konzert. Im Saale: Ball. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Bf. 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Herholz an. Brunnenstr. 188. 6 Blund Brot für 50 Big. Albrecht's Bäckerei, Wrangelstr. 8. Langeftr. 26. Falckensteinstr. 28. Lanjiherstr. 2. 814 479 792 67042 112 72 225 583 623 705 50 983 84 [ 3000] 68257 532 663[ 3000] 92[ 500] 702 09091 132 278[ 1500] 489 532 655 707 70212 77 424[ 500] 95 569[ 500] 712 906[ 300] 71068 186 374 560 790 866 72391 442 567 821 992 73031 157 80 520 945 74207 62 559[ 3000] 671 888 75099 143 [ 3000] 642 67 947 76078 301 711 20 62 831 989 77084 115 348 582 873[ 3000) 78578 767 79026 174 440[ 8000] 637 74 912 55 80244 343 468 82 789 889 978 86 81107 601 3 82028[ 3000] 474[ 300] 794 963 76 83048 149 257 443 58 691 84236 69 483[ 500] 804 980 85131[ 500] 323 [ 1500] 475 888 978 86230 576 13000] 812[ 1500] 979 90 87227[ 300] 476 721[ 800] 836 88014 166 298 433 745 957 89003 107 51 293 439 515 662 90072 242 453 505 42 614 97 752 90 804 69 91298 815 530 752 92026 398[ 300] 608 973[ 3000] 93106 224 388 413 550 772[ 1500] 94197 672[ 500] 887[ 1500] 95349 409 78 84 530 861 943 96177 266 300 38[ 500] 98047 440 508 88[ 300] 726 945 97037 324 550 88 [ 3000] 66[ 1500) 258 458 505 687 821[ 1500] 99244 338 51 65 449[ 1500] 555 672 785 804 74 100267 752 957 101146 551 901 55 102077 175 ( 3000) 97 459 842 50 103157 536 40 98 101318 418 85 508 47 68 79 604 86 759 105054 114 237 381 748 860 108322 107008 25 55 469 72 78 621 108197 100011 138 456 641 918 Emil Lefèvre, Berlin S., Oranienstr. Nr. 158. 110245 478 505 46 851 56 111199 249 321[ 500] 57 443 906 89 56 112071 103 27 64[ 300] 807 118850 [ 800] 607 20[ 1500] 49 719 91 983 114277 876'[ 800] 716 62 862 96[ 1500] 955 115286 501 749 99 116263 836 54 495 570 741 828 117110 32 370 507 92 603 718 838 49 118182[ 8000] 757 849 110454 925 120100 506 79 731[ 3000] 56 121158 837 931 122271 124171 218 439[ 500] 82 86 844 123016 69 218 416 501 125391 579 782 840 120197 294 469 831 952 127160 300 1 645 718 851 128189 890 402 94 602 129035 131 55 297 622 769 84 888 130149 217 66 357[ 500] 627 985 131195 233 690 805[ 1500] 132112 271 518 841 183281 428 711 827 41 65 131298 308 37 536[ 1500] 815 62 135227 887 136088 229 80 507 15 626[ 8000] 88 137120[ 300] 356 759 823 63 939 138271 396 483 715 849 139013 63 443 522 828 905 140203 346 455 704 36 51 141748 934 71 142296 484 681 143001 361 424 551[ 1500] 60 816 144208 56 510[ 5000] 876 145016[ 1500] 267[ 300] 311[ 1500] 468 [ 3000] 95 612 780 862[ 8000] 146060 61 123 319 459 612 147098 106 12 29[ 300] 88 224 46 99 348 446 601 64 842 905 148114 460 743[ 5000] 963 149000 69 132 263 449 577 839 985 150109[ 30000] 249 378 448 615 27 45 895 151863 74 541 776 988 152272 391[ 3000] 555 791 95 153031 [ 300] 38[ 8000] 67 155 66 89 893 151215 56 343 479 781 1800] 860 70 155239 877 511 882 944 156159 210 17 392 406 50 591 786 821 157035 278 361 471 505 870 158285 613 781 159293 323 745 86 160028 102 476 161013 138 95 587 786 832 99 917 162107 236 572[ 300] 93 615[ 8000] 905 163399 627 879[ 500] 104187 253 350 57[ 1500] 443 670 105008 [ 300] 159 378 421 503 31 106221 519( 8000] 69 167118 439 97 641 764 71 870 168271[ 500] 395 411 169284 629 976 170890 171237 498 627 70 726 98 883 957 172056 188 261 449 560 788 178255 74 350 870 91 962 82 174144 327 86 99 175041[ 1500] 49 110 90 377 504 52 906 176028 782 908 177067 201[ 1500] 47 56 475 576 601 56 98 178037 136 65 212 454 501 660 77 733 46 68 179075 84 831 404 801 180049 51 72 181120 78 871 400 609 902 182173 294 660 928 183185 840 56 472 184040 140 465[ 30001 586 801 13 906 60 64[ 1500] 185108 249 350 83 186106 414 676 877 187038 274 301[ 500] 605 714 870 996 188484 527 898 189403 42 608 788 99[ 800] 890 190139 65 689 94 849 191233 81 496 864 192049 61 445 848 71 88 193132 557 991[ 3000] 194295 981 195010[ 800] 76 84[ 1500] 148 512 681 770 944 196164 [ 300] 90 92 302[ 500] 990[ 10000] 197488 667 749 909 198058 120[ 3000] 364 772 97 199301[ 1500] 76 66974 200483( 500] 750[ 500] 998 201018 146[ 1500] 206 329 56 639 93 960 202081 547 730 203072 488 576 [ 1500] 608[ 500] 204223 498 823 98 205000 25 299 429 57 671 702 941 93 205121 470 588[ 3000] 63 207088 127 72 456 88 98 847[ 3000] 208821 51 606 857 92 209110 531 628 759 933[ 500] 210070 370( 3000] 499 723 211068 303 69 468 568 675 89 212271 353 529 641 213106 301 471 778 SS1 214503 23 645 723 818 30 215224 450 635[ 3000] 45 731 966 216080 86 243 385 628 739 942 82 217171[ 1500] 273 506[ 1500] 659 886 218063 114 206 322 568 828 219057 104 17 52 517 611 709 992 2008 220036 219 78 581 648 721 52[ 800] 910 81 221062 [ 3000] 443 222033 97 506[ 800] 93 223146 238 71 431 51 682 900 97 221582 672 78 917 225408 40 Berantwortlicher diedakteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin.