Wr. 32 LL««erya8tunssveiIase. 1929. Dse MsrGt des Grauens. c»us einem nnüraii^en@eiangenenlager. Von» ri nrl m 9 c m nt r r. Di« gelbe Schlange. Die dritte Geschuhte erzählte ein Kaufmann aus Sabang, den die Engländer vom Dampfer heruntergeholt und in das Konzentrationslager von Holdsworthh gesteckt hatten. Jedes Jahr, im August, sagte er, feiern die Chinesen ihr Totenfest. Sie kommen gegen Abend in großer Prozession die Straße von Sabang herunter zum Meere zu. Gelbe, kahl- geschoren« Priester wandeln unter dem Baldachin, flankiert von Assistenten mit Kult- geraten und gefolgt vom niederen KleruS und Laienvolk in großer Zahl mit Opfern und Papiernachbildungen: Pferde Schafe, Schwein«, Fische, alles auf Stielen, alles aus Papier. Zwischen den einzelnen Gruppen tverden Schüssen getragen mit fertig bereiteten Speisen: Aga-Aga. Fischgerichte, chine- sieche Bäckereien, Drachen und Böge! darstellend. Den Schluß bilden die Armen und Aermsten: di« Bettler. Die Papierfiguren werden mit Rakeienbeleuchtung ins Meer geworfen, die Speisen ans Meerufer gestellt. Wenn die Honoratioren verschwunden sind, stürzen sich die Bettler darauf. Sie essen— diesen einen Tag des Jahres— von den Schüsseln der Reichen. Wir waren noch junge Leute— ich und mein Freund— und dachten, e* sei ein großer Spaß, ein Paar chinesrsche Papiergötter zu rauben und sie einem jungen Mädchen.zu verehren. Dir packten einen Drachen und einen Fisch und rannten damit den Hügel hinauf. Sabang ist terrassenförmig aufgebaut, in Zickzackstraßen. Als wir aus der obersten Biegung ins Freie kamen und dem alleinsteheichen Sabaug-Hotel zustrebten, bemerkten wir plötzlich, daß man uns folge. Der gange. Zug der Chinesen war hinter uns her. So schnell wir rannten, schob sich der Zug hinterher— eine gelbe Schlange folgte uns. Die Chinesen, in ihren religiösen Gefühlen beleidigt, sind Dämonen. Wir getrauten uns die Heiligtümer nicht zu Boden zu werfen. Noch weniger sie zurnckzugcben. Wir rannten mit dem Drachen und dem Fitch vor der gelben Schlange her. Erreichten das Hotel. Verriegelten die Türen. Schenkten die Götter der Tochter des Hauses und atmeten auf. Kommt der Vater und führt uns zum I I der sagte«in österreichischer Diplomat, der von Sum herübergeschleppt worden war. Ich war damals in Singapore und habe einen der Passagier« getroffen, den man gerettet und dorthin zurückgebracht hatte. Er war schneeweiß geworden und rauckne Or"um. Er saß in der Gesellschaft liederlicher Frauenzimmer und lachte. Er kann nichts mehr in der Welt ernst nehmen. Er hat das Fürchterlichste erlebt. Wir schwammen, sagte er, nach dem Schiffbruch zu Hunderten umher, weiße, gelbe, braun« Menschen, und die Haie schwammen zu Hunderten um uns herum. Wir waren ihre BeMe, wenn immer es die Ha.e 1 ach uns gelüstete. Sie wanden sich um uns herum, auaezogen durch den süßlichen Geruch des Menschenbluies. S'e drehicn sich und schnappten, als seien wir idr natürliches Futter. Alle Augenblicke war ein Arm abgerissen,«in Bein aus dem Gelenk gezerrt, ein Rninpf geöffnet. Ta? Meer rönne sich, i Dir schwammen in einen« Meer voll Blut. Ich schwamm mit meiner jungen Frau, sagte der Lhüumraucher. W'r hielten einander bei der Hand. M« ne Frau be ere leise. Dann sah sie mich rührend und un- Hügrl hinab. Et« Meer voll Blut. Ihr erinnert euch an den Untergang „Seine" zwischen Java und Singapore, Fenster. Wir sind von wild gestikulierenden I beschreiblich an. Sie lächelte fast. Plötzlich Chinesen umzingelt. Di« gelbe Schlange hat traten ihr« Augen aus den Höbleu, hk — a-*-’———*■'— Ä—* Mund verzerrte sich wild. Ihre Hand ließ ! los. Ihr Körper wurde in bu Tiefe gezogen, . ihr Kopf verschwand. Das Meer färbte sich röter mit ihrem Blu.e... Hunderttausend Rache« Es stnachen noch«in Maler und ehe ; Matrose. Der Maler bcschr.eb eigentlich \ nur ein Bild. Eue Santoauk mitten iat Amazonas. Sine weite, sonnige, braune Fläche. Baumlos, grasloS, regungslos. Aber wenn man genauer hinsah, waren es nicht gerippte Sandkörner, die dort lagen, wnder» gedauerte Rücken. Tausende und aber Tausende von gepanzerten Leibern lagen auf der Ebene dicht nebeneinander in der Sonne. Sie liefen in einem scheußlichen flachen Kopf aus von dem Raubtierzähne wie Dolche in die Höhe ragten. Hunderttausend Rachen erwarten den Menschen, der dort landet. Es sind zusammcngeklavpte Krokodilrachen, dir sich öffnen wie die Hölle und die so Mötzlich und sicher zngreifen, daß es keine Rettung gibt. Ich hörte: man hat einmal eine« blonden Mädchenzopf gefunden im Magen so eine- Krokodils. Der Totentanz und das End«. Hein, ein Leichtmatrose, war in eine« ägyptischen Hafen auegerückl und als ma« ihn verfolgte, ein Stück in die Wüste gewandert. Di« ich so durch tue Rächt wanderte (er erzählte mit fiebernder Stimme), erhcch sich ein Wüstenwind. Mein Fuß Üeibt in einer Art Korbflecht stecken... etwas Hartes, Rundes schlägt mir an den Kopf... wie ich danach greife, fassen meine F nger in zwei Höhlen... ich stolpere, falle. E:ne dunkle Säule kommt von der Ferne auf mich zugewandert... die Sterne verlöschen... um mich braust es. Ich liege in enrm Schacht, der sich um mich dreht: im Zentrum einer Windhose. Für einen Moment bnk, oben ein Stern Ker: n n-w ch sehe das Gmuenkiasteste. Mein rechter Fuß steckt in dem Brustkorb eines Skeletts, meine Finger in zwei Augenhöhlen. Di« Säule, d'e den Sand aufwirbelte, emblößt« andere Skelette ... ein Massengrab... ein Lager von Ge» Chmeien umzingelt. Di« gelbe schlang« sich um das Hotel güvundcn und droht uns' zu erdrücken. Das Tor kracht. Wir sind ver» j loten. Der Kopf der Schlange lugt in di« Borhalle. Scheiben flirren. Di« gelbe Schlange wälzt sich vorwärts. Wir sind wehrlos gegen die gelbe Bestie, die wir gereizt haben. Sie, wird uns die Knochen im Leibe zerdrücken.! Wird uns allesamt zu Brei zermalmen. Wertraut sich ihr entgegeryustellen? Ein dreijähriges Mädchen hatte den Drachen und den Fisch ausgenommen und trägt jubilierend die Heiligtümer zu den anderen„Spielzeugen", wie es denkt, di« die Chinesen in Händen halten. Dabei lacht eS kindlich unschuldsvoll. Das hat uns gerettet.! Die Chinesen entrissen dem Mcüdcben ine! Götter, und die gelbe Schlange wälzte sich den — s fangcnen vielleicht, dos ausgestorben war wir wir aussterben werben... durch di« Kraft des Windes bewegten sich bisst Arlette... sie erheben sich und führen einen Totentanz auf, sie steigen auf, sie fallen herab, sie führen einen schauerlichen Reiqen um unch auf... da wird eS wieder finster und ich höre nur das Geüapper der Gebeine... War das «ine Fieberphantasie oder MEchkit? Mr Das Kind. Amerikanische Skizze von Reinhold Scheuer. Tom Snhder, der älteste Polizist der River- preetwache in Rewyork, spazierte am Strande von Lang Island umher. ES war ein ganz angenehmer Dienst da. Rauschend kamen die Dellen deS Ozeans an das Ufer heran. ES war Mut und man hatte die BadchäuSchen vorsorglich in Sicherheit gebracht. Und dann war es ja auch schon neun Uhr abends. Wer sollte da noch baden? Aber rS gab so verrückte Menschen, die selbst in der Nacht ins Wasser gingen. Der Tag war furchtbar heiß gewesen. Juli! Kein Wunder. Die ewige Hitzewelle. Alle Tage soundsoviel Ohnmachtsanfälle. Rur Arbeit für die Polizei. Und für den Krankenwagen und das Krankenhaus. Tom Snyder stapfte durch den Sarid. Ab und zu weckte er mit seinem Gummiknüppel einen Schläfer, indem er ihn sanft an die Rippen klopfte. Sie konnten es bei der Hitze zuhause nicht aushalten und gingen an die See, legten sich in den Sand, um Ruhe zu finden. Eben wollte Tom Snyder umkehren, ganz draußen am Strande, wo die Hotels und Bade- hütten aufhören und sozusagen Wildwest begann, da hörte er ein Wimmern. ES kam auS einer Gegend, die gar nicht mehr zum Revier der Riverstoeetwache gehörte, sondern zu der der Hackensackwache, nach Ansicht Tom SnyderS einer Wache von Langschläfern und Faulpelzen. Das war so seine Meinung über die Hackensackwache. Tom Snyder zog seinen Revower, entsicherte ihn und ging auf den Platz loS, von dem das Gewimmer herkam. Zurrst sah er gar nichts. Als er aber seine Blendlaterne oufleuch- ten ließ, bemerkte er an einem Pfahl einer Bootsanlegestelle ein kleines, weißes Bündel- chen. Und aus diesem Bündelchen kam der Ruf. Kam das Gewimmer. „Ein Kind!" sagte sich Tom Snyder und steckte erst einmal seinen Revower ein. Dann nahm er das weiße Paket sorgsam in seine Arme. Ein kleiner Finger steckte im Mund deS Kindes. Und an dem kleinen Finger sog daS Kind nach Leibeskräften. Tom Snyder war ein Mann, der sich in allen Situationen zu helfen wußte. Hier aber kam er sich vor wie ein Mensch, der eine einstürzende Eisenbahnbrücke mit den schwachen Armen aufhalten soll. Der Fall war ihm noch nicht vorgekommen. Und da erinnerte er sich an seine Instruktion:„Kinder, die weggelegt sind, werden dem Findelhaus in der 62. Straße überwiesen. Der Finder hat die Pflicht, sie sorgsam zu behüten «nd zu speisen. Für die Verpflegung eines weggelegten KindeS wird ein Dollar bezahlt!" Der Wind hatte umgrschlagen. Er brauste jetzt aus Rordwesten und trieb Sand gegen daS Land in großen Schwaden. Draußen auf See schien ein Dampfer irgendwie Hllfe zu gebrauchen, denn man hörte sein Notsignal. Und schon rannten sie an die RettungSbotr, machten sie flott und fuhren hinaus. Ein Brand flammte gaben Hein den Trank: er konnte ihn brauchen. Darauf blitzte eine elektrische Taschenlampe auf und leuchtet« in unsere braunen, nervösen Gesichter. Jacky— ist es möglich! Jacky holte aus verborgenen Taschen verbor» aene Waschen. Jacky: wo bist du gewesen? Jacky zeigt unS einen Streifen an seinem Uniformrock. Er ist Korporal geworden. I Drei Tage war er betrunken. Jetzt funktioniert er wieder, Gott sti dank. Der Whiskyschmuggler streicht stin Geld ein, als Extrazulage steckt er jedem seine Rumflaschc in"den ! HalS. Die drei Waschen tranken wir noch in jener Nacht alleine aus. DaS hat unS gerettet. Keiner von uns sieben ist gestorben. Auch Dubozky war nicht tot, hörten wir später, sondern bloß verheiratet. auf, auch durch den Sturm entfacht, schrill Uangen die Gwckrn der Feuerwehr in daS Rauschen der See. Tom Snyder ging mit seinem lebenden Bündelchen im Arm seiner Wache zu. Aber unterwegs kam er an seiner Wohnung vorbei. Sie wg zu ebener Erde und Franziska, seine Frau, war noch wach. Es war Sonnabend. Sie hatte große Wäsche gehabt, und ihr breiter Schatten flitzt« hin und her am Fenster, daS mit den neuen Gardinen geschmückt war, die Tom Snyder sehr billig bei Wanamakers erstanden hatte, zum Geburtstag seine Frau. Der Polizist Tom Snyder überlegte. DaS Kind mußte Milch haben. Mit einem Schnaps war ihm nicht gedient, und auch nicht mit seinem Wurstbrot. Er trat in seine Wohnung mit dem Kind im Arm.„Gefunden!" sagte er lakonisch. Franziska nahm das Kind in die Arme. „Es ist ein Boy!" sagte sie und weinte. Herzte daS Kind und machte ein Bad zurecht, wickelte es in Taschentücher und Handtücher. Und gebärdete sich ganz verrückt. „Ich muß zum Dienst und melden!" sagte Tom Snyder unwirsch, klopfte mit seinem Gummiknüppel auf den Tisch. „DaS Kind bleibt hier!" sagte Franziska, und dagegen gab es keine Erwiderung mehr, daS wußte Tom Snyder. „Kind gefunden, meine Frau hat es behalten!" meldete Tom Snyder auf der Wache. „Gut so, gut so!" sagte der Chef,„wird einmal ein Polizist." „Ich bekomme einen Dollar Verpflegung," sagte Tom Snyder. „Schämst du dich nicht?" sagte der Chef und rückte an seiner Mütze. Und Tom Snyder ging davon und schämte sich tatsächlich. Er, der älteste Polizist der Riverstreetwache. „Wir haben ein Kind," rief seine Frau, als er heim kam. Und in der Wiege strampelten zwei Beine und zwei Händchen griffen in die Luft Und es war doch schon Mitternacht geworden. «rkorbe der HSßlichkett Lion Feuchtwangers Roman„Die häßliche Herzogin", der daS Schicksal der durch ihre negattven Reize berühmten Margarete Maultasch behandelt, hat in der englischen Urbersetzung einen großen Erfolg, wenn auch keinen ganz so großen wie sein„Jud Süß", der seit langem zu den englischen„best srllerS" gehört. Die Buchhändler nahmen an dem Schutzumschlag Anstoß, auf dem das Bildnis der Herzogin von dem großen niederländischen Maler Quinten Matsys wirdergegeben war. Sie erklärten, man könne ihnen nicht zumuten, eine solche Scheußlichkeit ins Schaufenster zu stellen, und meinten, daß das Publikum dadurch eher vom Kauf abgehalten als dazu veranlaßt werde. Der alte Meister hat allerdings die Tiroler Fürstin, die für die„häßlichste Frau der Welt" galt und trotzdem als Erbin eines mächttgen HerzogtumcS eine ganze Schar von Männern zu fesseln wußte, in der furchtbaren Mißform ihrer Züge naturgetreu dargestellt, aber dies Meisterwerk eines nicht zu übertreffenden Realismus fand doch einen Liebhaber in Amerika, der daS Bild für 400.000 Mark erwarb. Man sieht also, daß auch Häßlichkeit ihren Kunstwcrt haben kann, und wie alles Außergewöhnliche hat sie sogar ihren Marktwert. In unserer Zeit, in der die Schönheitswettbewerbe zu Alltäglichkeiten geworden sind, er- stteckt sich die Rekordsucht auch auf das Gegenteil, und so hat die ftanzösische Schauspielerin Claudine Polaire ihre ungewöhnliche Häßlichkeit als gute Reklame ausgenutzt. Sie ist allerdings mit ihrem äußerst breiten Mund, ihren kleinen Schlitzaugen und der dünnen Taille von mir 35 Zentimeter eine settsame Erscheinung, die man nicht so bald vergißt, und sie hat eS verstanden, diese charakteristische Eigenart in ihrer schauspielerischen Kunst künstlerisch zu verwerten. AlS sie kürzlich durch einen Kraftwagen angesahren wurde, verklagte sie den Besitzer des Autos auf Schadenersatz wegen„Verminderung ihrer Häßlichkeit". Nennt sich Polaire swlz die„häßlichste Schauspielerin der Welt", so schlägt eine andere Dame Kapital aus der Behauptung, daß sie die häßlichste Frau Englands sei. Bon dieser„Königin der Häßlichkeit" erzählt Stefanie Frischauer in der Leipziger„Illustrierten Zeitung". Mary Ann Bevan besitzt eine so auffällige Erscheinung, daß sie eine zugkräftige Sehenswürdigkeit ist und sich als solche jetzt in einem amerikanischen Zirkus vorstellt. Ihre Originalität„besteht vor allem in der besonderen Größe ihres übel geformten Antlitzes, das trübsinnig und schicksalergeben in die Welt blickt. Sie ist der Clown der schlechten Laune. Sie ist das leibhafttge Paradoxon. Genau so wie sie auS dem Kapital der Häßlichkeit mehr Zinsen zieht als die meisten Schönen aus dem Kapital ihrer Schönheit, so bringt sie durch die bewegungslose Trauer das erstaunte Publikum noch viel mehr zum Lachen als der beweglichste Clown mit seinen drolligsten Kapriolen. ES genügt, daß sie in der Manege Platz nimmt und schlechtweg vorhanden ist. Denn diese Sphinx der Häßlichkeit mit dem ungeheuren Gesicht auftritt, wittkt ihre Erscheinung so sehr jenseits der grwobnten Wirklichkeit, daß ihre Trauer die umgekehrte Wirkung hervorruft Sie reizt die Tränendrüsen, allerdings auf dem Umweg über das vom Lachen erschütterte Zwerchfell." Niesen und Zwerge unter den Infekten. Zu den größten Formen im Änsekrenreich gehören mehrere Arten der in den Tropen lebenden Gespensterheuschrecken, die eine Körperlänge von mehr als 30 Zentimeter aufweisen. Trotz ihrer langgestreckten Körper sehen diese Tiere aber ziemlich unansehnlich aus, weil Körper und Gliedmaßen sehr dünn sind und genau den laublosen Pflanzenzweigen ähnlich sehen, zwischen denen diese Heuschrecken sich aufzuhalten pflegen. Dagegen wirkt der größte Schmetterling der Erde, die in den amerikanischen Tropen einheimische Riesencule Crebus, viel massiger, da bei einer Wügelspannweite Er- und und 20 Zentimeter Weite. stehen„Zwerge" mit so geringen Körpermaßen gegenüber, daß man sie mit unbewaffnetem Äuge überhaupt kaum wahrnimmt, denn die kleinsten Insekten der Welt find Tierchen, deren Körperlänge nur Bruchteile von Millimetern erreicht. DaS allcrkleinste Insekt der Erde ist nach den neuesten Feststellungen von Handlirsch ein Hautflügler aus der Gruppe der Mymarinen mit einem Körperchen, das nur 0I bis 0,3 Millimeter lang wird. Dann gibt eS noch einen der Familie der Trichopterygiden angehörenden Zwergkäfer, defien Körperlänge etwa 0,25 Milli, meter beträgt. Kleinere Insekten hat man bis jetzt nicht gefunden. von SO Zentimeter auch der Körper dieses Falters verhältnismäßig breit und dick ist. Da die CrebuS-Falter so groß find, werden sie von den Indianern, die ihnen eifrig nachstellen, auch nicht im Netz gefangen, sondern fast immer mit dem BlaSrohr— geschossen. An Brasilien lebt auch die größte Fliege der Erde(Acan- thonera Pieta), ein Tier, dessen Körper bis 7 Zentimeter lang wird. Die gleichfalls in Südamerika vorkommende Riesenwanze Belo- stoma grande erreicht bei einer Flügelspannung von 18 Zentimeter eine Körperlänge von 10)4 Zentimeter und ist so kräftig, daß sie kleine Fische überwältigt. Auch bei einer exotischen Zikade(Pomponia) erreichen die Flügel bis zu Bacher. »Die Höllenmühle". Bon Hermann Krieger. Bon denr vorliegenden Landschaftsroman Kriegers läßt sich sagen, daß der Dichter seine volle Reife erlangt hat und nun in höherem Maße befähigt ist, Menschen und Landschaft als völlig verkettet und zu einer höheren Einheit ver» chmolzen zu sehen und darzustcllen. Es ist die terbende Landschaft Holsteins, die Knicks, buschgekrönte Wälle zwischen den Wiesen und Aeckern- werden dort oben im Norden allmählich gerodet und niedergelegt, aber mit dieser eigenartigen nordischen Landschaft stirbt keineswegs auch der trotz allem sieghafte Mensch. Ueber dem Ganzen liegt die Sonne eines überweltlichen Humors, wie allerbeste deutsche Ueberlieferung ihm überall dort Geltung verschafft, wo rin genialer Dichter sich in Wort und Bild selbst gestaltet. Die zwölf Monate wandern an den grünbe- buschten oder winterkahlen hohen Knickmauer« vorüber, heimliches Bersteck der zahllosen Tierwelt, Tag und Nacht erfüllt von dramatisch bewegtem Leben. Die Menschen der alten Mühle sind mit diesem Lande auf das engste verknüpft. Krieger erhebt sich an vielen Stellen dieses Romans über Löns, Bengt Berg und Feuron in das Reich jener deutschen Meister, die wie der Maler Grünewald erschüttern und Die grofte Hilflosigkeit. Au»„9tä«ötr eine« alten von Dein» Sievman. Im Phaidon-Berlag, Wien, ist von Tag zerriß er, was er am vorigen geschrieben Heinz Liepmann soeben unter dem hatte. An einen! dieser Abende fuhr er nach Dortmund— es ist nur eine Station mit der Eisenbahn— und ging in die Straße, die'man ihm als Bordell bezeichnet hatte. Er betrat diese kleine, müde, geschäftige Gasse, in der rote Laternen brannten, mit wild klopfendem Herzen und einer großen Ber- zweiflung, und doch wollte er irgendeine stW lösung finden. Die Mädchen standen in den Türen öffneten die Mäntel, wenn er vorbeikam, er sah, daß sie unter dem Mantel fast nackt waren. Andere lagen in den Fenstern, die Brüste quollen wie Berge heraus— sie lachten und flüsterten und lockten:.Meiner, Kleiner, Bubi, Liebling— komm, ich muß dir etwas sagen!"— da sah er auf, und sah in diese uralten, aufgedeckten Gesichter. In dieser Offen- heit der Antlitze fehlte aber etwas, sah er, was Frauen haben: nicht die Nase, nicht der Mund, irgend etwas ganz anderes die große Hilflosigkeit schlug über ihm zusammen wie ein brausender Strom: Das waren keine Men- scheu, die man begehren konnte, bei denen man an seine Mutter denken konnte und auch an Anni— das waren ja Apparate, und das Fleisch, fett und locker, quoll über die Nutzteile der Maschine hinweg— er konnte sich nicht helfen— er schrie, er lief, man sah sich nach ihm um— eine Laterne erlöschte— er rang nach Atem wie toll, bis er draußen war aus der Straße. Verloren, alles verloren und verlogen und vorbei. Er rannte wie besessen durch die nächt lichen Straßen, erbrach sich immer wieder vor Ekel und Entsetzen und betete zu Gott wie ein Kind und weinte zugleich, daß sein Gesicht naß war, aber er merkte es gar nicht. In dieser Nacht kam er nicht nach Hause, es war ihm ein Wunsch aufgetancht, eine große Begierde, eine kleine Hoffnung, ein Gedanke: Ruhe, Ruhe! Bor wenigen Wochen war er 16 Jahre alt geworden. Die Begriffe verwirrten sich. Er sagte sich: ich bin ein Kind, ich müßte eigentlich lächeln und fröhlich und unschuldig und ein wenig ein Lausejunge sein und dumme Streiche machen, aber nun hat mir Gott diese Zeit beschert, die ich mit mir herumtrage wie andere Leute einen Buckel oder ein kürzeres Bein. Ich stehe nun hier und bin ein Dieb und ei» zwiefach Berlorcner durch ein Bordell und den kleinen Beirat eines Mädchens. Ich habe viele Romane gelesen von Kindern und ihren Müttern, von Sonne und Birkenwäl dern, aber ich habe in meinem ganzen Leben noch keinen Freund gehabt, und daS ist kein zugleich im tiefften anregem DaS vorliegende Titel„Nächte eines alten Kindes" rin Buch erschienen, das vom Verlag als der„Roman der Nachkriegsgeneration" bezeichnet wird. In der Tat ist dieses Werk ein Dokument unserer Zeit, packend und aufwühlend wie nur wenige andere. Die fünfzehnte Wiederkehr der Tage, da daS große Weltunglück des Krieges anhub, macht das Buch besonders aktuell, denn die zerstörenden Wirkungen dieses ungeheuerlichsten Ereignisses der Weltgeschichte dauern, wie auch in denr Buche gezeigt wird, noch immer fort. Aber auch über die heutige Zeit hinaus wird das Werk dieses bis jetzt wenig bekannten Dichters seinen Wert behalten. Wir geben mit Erlaubnis des BerlageS im folgenden eine Stelle auS diesem Roman wieder: An dem Tag, an dem er Anni bei einer Heidewanderung kennen gelernt hatte, war es geschehen, daß sie ihm die Arme um den Hals legte, ihn auf den Mund küßte und sagte: „Ich glaube, man kann dich sehr gern haben." Dieser einfache Satz verwirrte ihn dermaßen, daß er fast zusammenbrach vor Liebe und plötzlicher Zärtlichkeit. Und als an diesem Abend das Geschäft, in dem er Lehrling war, eine kleine Feier veranstaltete, hatte er in seiner großspurigen und unbegreiflichen Weise eine Schuld von 90 Mark gemacht, eine Schuld, von der er genau wußte, daß er sie unter normalen Umständen nicht zurückzahlen konnte. Er hatte das Geld in gemeiner Weise verjubelt, indem er dem ganzen Personal andauernd Schnaps und Liköre spendierte, und hinterher war ihm das alles ganz unbegreiflich, unverständlich, rätselhaft gewesen. Er hoffte von Tag zu Tag auf irgendeine Aenderung, ein Ereignis, einen Zufall, der es ihm ermöglichen würde, wenigstens einen Teil seiner Schulden abzubezahlen, und in dieser ihn stets erregenden Hoffnung schleppten sich die Wochen und Tage hin. Die furchtbare Angst— denn wenn Onkel Herbert es erfahren würde, würde er ihn bestimmt in eine Erziehungsanstalt geben— hing nun seit Wochen über jeder Freude, jedem Lachen und jedem Ausruhen. Es schreckte ihn in jeder Stunde auf. Wenn der Geschäftsführer, Herr Meyer, ihn ernst ansah, meinte Martin, er wisse alles und alles sei verloren, und wenn die Klingel in seiner Wohnung ging, schoß ihm daS Blut zu Kopf, und er glaubte, sein Onkel käme und alles sei auS— selbst auS seinen Träumen schrak er empor und konnte in den schwarzen Nächten bis gegen Morgen nicht mehr einschlafen— so daß er aufftand und einen endlosen Roman zu schreiben begann, ohne jede Absicht und Zweck, nur auS Rot, und jeden Diesen Jnjektenriesen I Borwurf, den ich mir machen kann. Ich bin leringen Körpermaßen I zu allen gekommen und ich habe gesagt:„Seht, i hier bin ich, ich liebe euch, und ich bin jung, ! und ich weiß noch von nichts, kehrt mich, liebt : mich, nehmt mich hin! Ich will nichts als das : Gute! Ich sehne mich nach nichts wie nach : Verstehen und nach Würde!" Man hat mir gesagt: Du bist ein Kind der KriegSzeit; du kannst nicht verlangen, daß du es besser hattest alS die anderen Kinder, die früher denken mußten als ihre Eltern: warum willst du es besser haben? Deine Eltern sind ja nur„auch" am Kriege gestorben. Du hast als kleines Kind keine liebevollen Tanten und sonnigen Gassen und See und wilde Spiele und still« Abende gesehen, nein, deine erwachenden Augen sahen Jubel über.... zigtausend Tote— du lerntest lesen und aßest täglich mit dem Essen den Bericht über Stellungskämpfe, Sturmangriffe, Gasangriffe, Gaskrieg, Tote, Erwürgte, Erstickte, und man jubelte; du hast nichts zu ftessen bekommen als Not und Steckrüben. Was willst du eigentlich?! Bei jedem Sieg habt ihr in der Schule Hurra schreien dürfen.— WaS?! Ihr hattet Hunger?! Ihr wäret nicht lustig?! Eure Eltern hat der Krieg wahnsinnig gemacht und zerfetzt? Run schön; ihr seid allein zurückgeblieben und wißt nicht, daß eure Eltern gut waren, denn sie haben auch mitgeschrien... Was? Ihr glaubt nicht an Gott? Run, dann glaubt doch an die Steckrüben und an die Mittelstandsküchen und die alten Männer, di« auf den Straßen Kohlen auffammelten! Männer habt ihr nicht gesehen, Väter, die gut und ernst wären? Wozu denn auch? Genügten euch nicht diese grauen, dreckigen Helden, die einmal auf acht Tage im Morden eine Pause machten, um bei euren Müttern in der Heimat zu schlafen? Saht ihr denn nicht die Gier, wenn sic kamen? Ihr habt doch alles gesehen, mit offenen Augen, was wollt ihr denn mehr? Ja, habt ihr nicht die Gier nach euren jungen Leibern gefiihlt, als die Männer knapp wurden? Habt ihr diese wundervoll^ entsetzliche HUflosigkeit nicht in euer Blut eingeimpft bekommen— Trommeln gehört urck Musik, Fluchen und Fluchen und Fluchen.., „Wir haben ja niemals gelacht. Mein Gott, wir waren doch Kinder!!!" — 4 Heileres. Werk ist bei der Deutsche« Buch-Gemeinschaft, Berlin ZV.«8, Alte Sakobstraße 156/157, erschienen. Für dm vierteljährlichen MttgliÄSbei» trag von KL 85.— erhält dal Mitglied einen Prächtigen Halblederbaad nach eigener Wahl und außerdem di« literarisch hochwertige Halbmonatsschrift„Die Lesestunde kostmlos ins Haus gesandt. Wett über 400.000 Mitglieder haben sich in fünf Jahren dieser Gemeinschaft angeschlossen. Ausführliche Werbeschrift wird durch die D. B. G. kostenfrei versandt. Was mancher nicht wer-. Der Chemiker Liebig hat sich bereits vor beinahe 100 Jahren mil der Frage der Gewinnung von Alkohol aus Brot beschäftigt. Ei« Schwalbrupärchr», da« noch keine Junge« hat, fängt im Monat etwa 40.000 Insekten. Sind etwa fünf Junge im Reste, so erhöht sich di« Zahl der vertilgte« Fliege« und Micken auf etwa 270.000 im Monat. Ls gibt Schwalbenpärchen, die im Laüfe des Sommers weit über«ine Million Insekte« verzehren. I« Jahre 1628 entstand in Köln die erste deutsche Psrifenindustrie und im SOjährigen Kriege verbreitete sich das Tabakrauche« durch ganz Deutschland. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde die erste Rauchtabakfabrik in Deutschland errichtet. Die Entfernung«ine» Gewitter» kann man annähernd berechnen, wenn man die Zahl der Sekunden, welche zwischen dem Leuchte« des BlitzeS und dem Rolle« des Donners verstrichen sind, mit 333 multipliziert. Das Pro- dukt ergibt in Metern di« Entfernung des Gewitters. Di» Berechnung beruht darauf, daß das Licht unser Auge in so kurzer Zeit erreicht, daß wir sie gar nicht in Rechnung zu ziehen brauchen, während der Schall in der Sekunde nur 333 Metttr zurücklegt. Siam ist das einzige Land der Erde, in dem der Monarch noch absolut, also ohne Verfassung und Parlament regiert. gegen 800 Gramm. Da seine Schenkel als Delikatesse gelte«, wird auch häufig auf ihn Jagd gemacht. Hierbei wird ihm seine übermäßig« Freßgier zu« Verhängnis; er beißt auf jeden Köder. Weiter Witt» er auch mit Fall« und Netze» gefangen und mit Schrotflinten«legt. In der Tierwelt hat der Ochfenfrofch besonders einen Feind, de« Haifisch. Für diese« scheint der Ochsenfrosch die leckerste Speise zu sei«; so sagt jeder Hai nach Ochsenfrösch«. wo er sie immer an den Küsten und an den Flußmündungen finden kann. Eisenrosiflecke aus Stoff entfernt man mit einer Lösung aus einem Teelöffel Salz und einem Dessertlöffel Zitronensaft. Der betreffende Gegenstand wird über eine Schüssel mtt kochendem Wasser ausgebreitet und mit der Lösung solange gerieben, bis der Fleck verschwindet. Bratpsaune« wisch« man sofort nach Gebrauch mit Papier aus. Sehr schmutzige Fensterscheibe» werden mtt einem fruchten Tuch abgcwischt und alsdann mit einem in Methhlspiritus getauchten Lappen nachgrrieben. Polieren ist nicht notwendig. Lei« Anuähen do« Knöpfe», die einen großen Widerstand zu leisten haben, lege-man unter den Stoff, an den der Knopf anzunähen ist, ein Stückchen Handschuhleder. Malerflecken entfernt man durch Waschen mit Soda- oder Seifenwasser und Nachbehandlung mit Waflerstofffuperoxhd. »«■»»»»»»■»»1» F» VVVVVWVW Schach-Ecke. Alle Zuschriften und Anfragen an Gen. Alois Patz, Druck- und BerlagSan- stalt, Teplitz-Schönau, Tischlergasse. iS. Fortsetzung.) ist di« dl« WNerlei. Der Frosch als Raubtier. An der atlantt- schen Küste Amerikas, nördlich bis New Dorf, jedoch an den Küsten Südamerikas viel häufiger, lebt der Ochsen- und Brüllftosch, der eia ziemlich verwegener und gefährlicher Spitzbube ist. Er erreicht eine Leibeslänge von 20 Zenttmeter und darüber, die Hinterbeine werden etwa 25 Zenttmeter lang. Wenn der Ochsenfrosch gerade nichts anderes hat, begnügt er sich zwar auch mit Würmern, Insekten, Schnecken, Schlangen und kleineren Fröschen, jedoch sein Appettt ist mehr auf Tiere gerichtet, die besser schmecke«. Besonders liebt er eS Vögel, junge Hühner und Enten sowie Fische z» verschlingen. Dabei ist der Frosch so ftrch, daß er die Küchlein vor den Augen der Mieter wegnimmt. Hat der Ochsenfrosch ein Hühn- eben oder ein aichrreS Tier erwischt, so springt er rasch ins Wasser, taucht bis auf den Grund und verschluckt dir Beute, kommt jtt»och dann an einer ganz anderen Stelle wieder hervor. In Gegenden, wo der Ochsenftosch häufiger anzutreffen ist, macht kein Raubvogel unter dem Geflügel so großen Schaden wie er. Wegen seiner brüllenden Sttmme, dir aus eimge Kilometer Entfernung zu hören ist, heißt er auch Brüllfrofch. Dort, wo er in großen Mengen haust, wird der Frosch wegen seines Lrüll- konzertes in den Rächten sehr unangenehm. Weit im Umkreise kann kein Mensch schlafen, wenn einige hundert dieser großen Frösche in ££. Torrn heißen 1 a n g- König kurz ichri t- Figuren. Der Gangart nach unterscheid«! wir zwischen Figuren, die ganze Seihen, beziehungsweise Schrägen bestreichen, und solchen, deren Gang nnr auf bestimm- te Felder ihres Umkreises beschränkt bleibt. Erstere, Läufer 31 und Dame ÄÄ, achrittige, letztere. und Springer Ö4. tlge Figuren. Sehr leicht verständlich Gangart der langschrittigen Figuren. Der Läufer£1 beherrscht dis Schrägen(Diagonalen), zieht und schlägt also im schrägen Kreuz x, Bild 11. Bild 11. Der Turm 51 beherrscht wagrechten und senkreehten Reihen, zieht und schlägt daher im gra- den Kreuz+. Steht der Turm beispielsweise auf dem Felde et, so beherrscht er -._---,., di 6 Felder: el, eS, eS. e5, c6. e7 und e8 senk tet Nacht ihre Freude über daS Dasein ver-l rech f, die Felder: at, bi. oi. di. f4.«4 und künden. Ein ausgewachsener Ochsenfrosch wiegt j^ wagreht. n n i* 4 p i ff h J B-SS A°rM 8*8 4 5 1 B"«• i-< tf»• Irrtum.„Gib mir schnell meinen Jnstru- memcnkasien", ruft der Arzt seiner Frau zu, nachdem er de« telephonische« Anruf gehött hat. „2)et Herr da sagt, daß er ohne mich sterbe« muß*—„Warte mol einen Augenblick", erwidert seine Gattin und nimmt den Hörer ans Ohr. Dan» sagt sie: bleibe ruhig zu Hause. Der Anruf ist für Lllh." Englischer Humor. Die Tochter, in zärilicher Umarmung mit dem abgewiesenen Verehrer überrascht, zum wütenden Papa: ,Menn du Jack auch das Haus verboten hast, sst es doch eine Pflicht deS Anstandes, daß du ihm wenigstens guten Abend sagst." Der Zauberkünstler und feine Braut standen vor dem Altar. Die Zeremonie war so weit gediehen, daß der Gcistllche den Ring forderte. Der Bräuttgam griff zerstreut in di« Tasche und bracht« rin Kaninchen heraus.„O Pardon!" sagte er,„falsche Nummer." Englischer Humor.„Mein Sohn ist ein unersättlicher junger Monn. Alles, was er siehh will er haben", erllärt Herr Smith feinem Ge- schäftsfreunb.„Bielleichr stellen Sie ihn einmal meiner ältesten Tochter vor", gab dieser zur Antwort. Ei« Lehrer stellt feine« Schülern für de» Klassenaufsatz daS Thema:„Wie schützen wir unS vor BerkehrSunfällen?" In einem der gelieferten Aufsätze steht folgender Passus:„Biele Unfälle passieren auch durch die Kinder. Diese entstehen ost durch Fahrlässigkeit, Unachtsamkeit und Leichtsinn." 'V v v v v w vr w"v w w v v o v v vw rv s Die Dame beherrscht so wohl die.schrägen, wie die wagrechten und senkreehten Reihen, zieht und schlägt daher sowohl im schrägen, wie im geraden Kreuz x+. sie vereinigt in sich den Gang des Läufers und des Turmes. Steht die Dame beispielsweise auf dem Felde«4. so beherrscht sie die Felder: el. eü, eS, e5, e6, e7 und e8 senkrecht, die Felder: al, bi. et. di. fi. gi und hi wag- rccht. die Felder: bl, c2, dS, f5. gC. hT und hl, g2, f3.d5.c6.b7, a8 schräg. Der kurzschrittlge König zieht und schlägt nach allen unmittelbar angrenzenden Feldern, er beherrscht also sein ganzes engeres Nachbargebiet. Geber sein Vorrecht der Rochade wird später die Rede sein. Steht der König beispielsweise auf dem Felde ei, so beherrscht er die Felder: dS. di. d5. e5> f5. fi. fS und es. Schwieriger ist der Gang des Springen aa zu erklären. Er zieht weder im geraden. noch im schrägte Kreuz, sondern springt in das dritte andersfarbige Nachbarfeld. Man merke also folgendes: Steht der Springer, ganz gleich ob der weise oder schwarze, auf einem welken Felde, so kann er nur auf ein schwarzes, umgekehrt von einem schwarzen Felde nur auf ein welkes Feld. Er beherrscht also von dem weißen Felde e4 die schwarzen Felder dS, c3, c5, dS. fS, g5. gS und fi: von dem schwarzen Felde di die welken Felder ei, b3, b5, c6, e6, f5. fS und ei. Seine Wirkung ist also auf bestimmte Felder(Punkte) seines Umkreises beschränkt wie die de* Königs, man nennt deshalb den Springer nnd den König auch punktwirkende Figuren, im Gegensatz zu den linienwirkenden Figuren, Läufer. Turm nnd Dame. Wie aus den Gangarten erhellt, sind den Figuren im Verlauf einer Partie alle Felder des Schachbrettes zugänglich, nur einem Läufer nicht, der sich stets auf gleichfarbigen Schrägen bewegt. So bleibt beispielsweise der welke Königsläufer auf die welken Felder, der welke Damenläufer auf die schwarzen Felder beschränkt. Erst das Läufer paar, wie man den Königs- und den Damenläufer zusammen benennt, beherrscht das ganze Brett(Fortsetzung fe**s