3h. 35 UntcrBaltutigtf&eilaae. 1929. W vte Flut tarn Mit Icifcnt Murmeln schmeichelte sich das Meer an die grauen Klippen heran, die gleich gigantischen Ungeheuern dem Lande vorgelagert waren. Eine junge Frau, das Haar im Winde flatternd, die Fuße bloß, den Körper in einem blauen Sweater, neigte sich über das Seegras und suchte Krabben. „Dann, Sie wären zu lieb, wenn Sie mir meinen Korb holen möchten", rief sie, „ich habe ihn aitt den Klippen gelassen". Dann wandte sie sich gleich an einen jungen, eleganten Herrn, der einige Schritte abseits stand und ihr mit bewundernden Blicken folgte: „Roger, du könntest mir wirklich ein wenig helfen, anstatt müßig mit verschränkten Armen herumzustehen!" „Ach, Odette, du weißt doch, daß ich nur selten das Glück habe, mit dir allein zu sein... Ist es da nicht begreiflich, daß mir dein Anblick interessanter ist als eine Jagd auf diese wehrlosen Tierchen?" „Pst, Roger... Dann kommt..." Und die Hand der Krabbenfischerin legte sich aus die Lippen des Freundes. Dann hatte der Bitte der jungen Frau willfahrt. Plötzlich aber hielt er in seinen Schritten inne, drehte sich um, und als er die zärtliche Bewegung der Pariserin sah, durchzuckte eS drohend seine stahlblauen Augen. Langsam, mit gesenktem Kopf, ging er dann weiter. Dann war verliebt in Odette Verseil: dieser wettcrgebräunte Bursche von fünsund- zwanzig Jahren hatte sie im oergangencn Sommer zwischen zwei langen Uebers.e- reisen zum erstenmal gesehen. Betroffen von dem seltsamen Zauber, den sie-erbeel« tete, angelockt und wirr gemacht von ihrer monllancn Koketterie, kämpfte er vergeblich gegen die Leidenschaft, die immer mächtiger von ihm Besitz ergriff, lleberall folgte ihr Bild seinen Träumen und selbst in der Gluk- Hitze deS Aequators, als er eines Nachts, an die Brüstung des Schiffes gelehnt, dem Ank- gang des südlichen Kreuzes zusah, war es die blonde Pariserin, die ihm als überirdische Vision vom saphirenen Himmel entgegenlächelte. Anfang Juli in seine Heimat zurückgekehrt, fand er sie wieder, und der junge Mann fühlte, wie sich in seinem Hirn ein «nagiMB toon«Eric Domcioe. Brausen des Wahnsinns erhob, als er, wie ob eben heute, Frau Verseil und ihren Geliebten Roger Dolrieu bei Liebkosungen überraschte. Dann hob den Korb auf und brachte chn Odette. „Sie werden Wohl heimkehren müssen, gnädige Frau", sagte er,„das Meer beginnt zu steigen." „Roger, geben Sie mir Ihre Hand... und lasten Sie mich ja nicht aus!..." Zärtlich an den Arni ihres Freundes gelehnt, ging nun Odette wieder zum Strand zurück. Dann folgte ihr in einigen Metern Entfernung, wandte aber nicht eine Sekunde seinen Blick von ihrer schlanken Silhouette, die mit einem graziösen Wippen über den Kiesel dahinglitt. Sie gingen... Hinter ihnen rollte das Meer seine schaumgckrönten Wogen und wälzte sich gegen die Klippen, aus denen die gelben Algen wie blonde Haarstrahne erschimmerten... Als sie nun ans einem Plateau waren, das von der See nur bei starker Flut erreicht wird, blieben sie stehen. „Betrachten Cie das Meer, es hat heute die Farben Ihrer Augen", sagte Roger. „Meine Augen sind grüner, nicht v.ahr. Dann?" erwiderte Ödete verführerisch und lenkte den Blick für einige Sekunden in die Augen des Fischers. „Ei!... Ick. gnädige Frau... Sie wisten doch..." stotterte Dann „Dann ist kein Maler, gnädige Frau „Sie werden nicht vergessen. Dann", warf die Pariserin ein,„daß ich in einer Woche wegfahre: vor meiner Abreise mochte ich aber noch auf der Weißen Insel fischen." „Morgen ist große Flut, da können wir zur Zeit der Ebbe hinübergehen, wenn gnädige Frau cs wünschen." „Es bleibt also dabei: Sie kommen uns morgen holen. Dann. Wir rechnen aus Sie." Noch ein" gnädiges Kopfnicken, und Odette war mit Roger Delrien fortgegangen. „ES ist wahr, sie hat grüne Augen, die Pariserin", murmelte Dann,„grün wie das Meer, wenn e» zornig ist... i ••• Die Flamme dieser klugen brannte nr seinem Herzen mit verzehrender Glut.„In einer Woche wird sie abreisen..." mußte er fortwährend denken,„in einer Woche werde ich sie nicht mehr sehen..." Und Dann träumte noch auf den Klippen, während er draußen in der violette» Dämmerung die Weiße Insel verschwinde« sah, die Insel, zu der die Pariserin morgen mir ihm hinaus sollte. Das Meer ist wett zurückgetreten. Eine Gruppe von Badegästen schrttt über den Sand, um die Weiße Insel zu erreichen. Unternehmungslustig geht Odette an der Spitze der Karawane und klaubt von Dann begleitet, allerhand Krabben, Schnek- keu und Krebse. Ter Jagdeifer führt sie unbewußt ei« wenig abseits von den übrigen. Schon ist sie auf einer kleineren Klippe, die von der Weißen Insel etwa zweihundert Meter entfernt liegt und bei hoher See eine Schaumkrone aufseyt. Dann folgt der Pariserin wie ihr Schatten. Er berauschte sich an ihrer Schönheit, ihr Dnft läßt ihir erzittern, und ohne auf die Stunde zu achten, entfernt er sich mit Odette immer iveiter. Plötzlich entringt sich ihr ein heiserer Schrei. „Dann, so schauen Sie doch, wir sind vom Waffcr eingckreist!" Jetzt erst erwachte er wie auS einem schweren Traum. Ein Blick und er hatte die drohende Gefahr degrissen: die Klippe, ans der sie stehen, ist von der Weißen Insel durch einen Mecresarm getrennt,»nd dieser Arm wird mit jedem Augenblick weiter, ^kommen Sie, gnädige Frau!" Ein Schauer des Entsetzens überläuft sie: „Aber ich werde ja keinen Boden unter de» Füßen haben!" „Sie werden schwimmen... Kommen Sie nur schnell, ich werde Ihnen helfen." Roch zögert sie,'xmit sie befürchtet, das Kleid könnte sie am Schivimmen hindern. Aber die Wellen murmeln schon um ihre Füße, steigen ihr zu den Knöcheln, benetzen ihre Waden... Auf der Insel dri> — r— den steht ihr Mann mit Roger, die ihr beide lebhaft xnwinken. „Folgen Sie mir, gnädige Frau", sagte Dann, wir haben noch fünf Mumten Zeit; dann kommen die Sturzwellen." Die Ruhe des Fischers gibt auch ihr die Sicherheit wieder; sie wirft sich ins Wasser und bwinnt zu schwimmen. Hin« ihr zur Seite, bewundert ihren tadellos gebauten Körper, kann sich an dem Ebenmaße dieser schlanken Glieder nicht sattsehen. Sie wendet chm den Kopf zu: „Sind wir bald drüben?" „Ja..., ja..." stammeln seine Lippen. Aber seine Augen höben sich mit dem verhängnisvollen Blick der Pariserin gekreuzt... Von einer unüberwindlichen Macht getrieben, nähert sich Dann Odette. Roch einmal betrachtet er ihr feutgksihL.it- tenes Gesicht und chre blonden, wie Msiigcs Gold schimmernden Haare, dann aber umnebelt die Leidenschaft sein Gehirn und wortlos reißt er die Pariserin an sich, drückt ihr einen wilden, verzehrenden Kuß auf die Lippen, zieht sie hinab und beide verschwinden in der Tiefe... Ein engumschlungcnes Paar hm die graugrüne Woge an die Klippen der Insel gespült Der Varia. Verkannt und verstoßen, verfolgt und vcrhgßt, So fristet, sich selbst und der Menschheit zur fLast, Der stunde" fein elendes Leben. Ein Leben, so voll von Entbehrung und Not, Kaum daß er sich bettelt kein kärgliches Brot. Der Wald muß ein Obdach ihm geben. Auch ihm schlägt ein fühlendes Herz in der sBrust, Auch er ist erschaffen, sich selber bewußt. Als„Krone der Schöpfung" zu gelten" Als Strane der Schöpfung", welch bitterer sHchn! Er darbt in der Armut ermattenden Fron And schläft unter Himmels Gezelten.— Sein Herz schreit noch Liebe und dürstet nach -Licht And seufzt nach Erlösung, doch wird sie ihm snicht. Er scheint nur zum Leiden geboren. Was ist's da ein Wunder, toenn so rin Gemüt, Das stets nur geschmäht und verachtet sich steht. Den Glauben ans Gute verloren! And die, so sich sonnen im Glanze des Glücks, Sie schreiten hochmütigen, spötttschen Blicks Am Elend des Nächsten verüber. Da blendet den Armen der gleißende Schein Des Glückes von ferne und mehrt seine Pein, And zeigt ihm fein Dasein noch trüber.., Hans im Glück Modernes Märchen von Jo Hanns Rösler. Es war einmal rin Mann namens Hans. Dem gab Gott«in braves, rechtschaffenes Weib. Sie flocht sich das Haar in dicken Zöpfen, kochte die Suppe, putzte die Stiefel, wusch die Wäsche und legte sich nachts müde schlafen. Aber eines Tages begegnete HanS Margarethe. Er sah sie an. Noch nie hatte er eine Frau angesehen, und er erkannte, daß Margareth'ckön war. Anwillkürlich mußte er dabei an seine Frau denken, die von früh bis spät in einem derben Kleid, oft mit einer großblaurn Schürze bedeckt, daheim wirtschaftete und noch Küche und Staub roch. „Ach, wer doch lauschen könnte", seufzte er tief. „Vielleicht tauscht mein Mann mit", war Margareth sofort dabei,„er wünscht sich schon lange eine wirtschaftliche Frau." Gesagt, getan. Hans heiratete die schöne, lustige Frau Margareth, und ihr Mann führte Hansens Frau zum Altar. * Hans im Glück lachte nnd küßte den lieben langen Tag seine kleine reizende Frau, freute sich an ihren bunten Kleidern und Seiden. Oft standen sie früh überhaupt nicht auf, aßen Kuchen und Schokolade im Bett und trieben allerhand Scherze. Wenn Hans an seine Arbeit dachte, küßte sie ihm die Sorge weg.„Morgen ist anch noch rin Tag." Aber morgen wollte sie oann tanzen und übennorgen ein Theater und am nächsten Tag in eil« Kino gehen, und dann mußten sie sich von den vielen Vergnügungei« ausruhen. Bald waren die Zimmer kalt und liederlich, das Esten ungenießbar, kein Strumpf ohne Loch. Außerdem hatte Frau Margareth jcbcit Tag Zeinen neuen Wunsch. Entweder war ihr Hemd u««modern geworden oder sie br ruckte ein neues Kleid, dazu paßten wieder die Schuhe nicht, vom Hut überhaupt nicht zu reden, und ihr vornehmcr Dust kostete-ruck allerhano. „So geht es nicht weiter", machte HanS eines Tages einen energischen Punkt,„du mußt dich zunächst mehr um die Wirtschaft kümmern." „Ich bin nicht dein Dienstrnädchen." „Aber meine Frau. Und ich verlang: es." „Bitte. Verlange ruhig. Ich mache eS nicht, du kannst ja gehen, wenn es dir nicht paßt. Aber die Wohnung behalte ich." *** Verzweifelt silhr Hans zu seinem Freund Erich. Erich war ein schlinimrr Schlemmer. Er war überhaupt nicht verheiratet, sondern hatte nur eine Wirtschafterin. „Wer es so gut haben könnte, wie du", jammerte Hans.„Du kannst jederzeit kündigen und sie muß gehen." „Tauschen wir?" „Aber gern." Schon am kommenden Morgen steute sich Hans im Glück seines freien ungebundenem Lebens. Tie Wohnung war immer in O.dnnng, abends lag eine Wärmeflasche im Belt, und wenn Hans ein stilles Wort brauchte, plauderte seine Wirtschafterin gern mit ihm. Nur«ins verstand HanS nicht. Jede Woche brauchte er mehr Geld. Die Lebensmittel schienen von Tag zu Tag um 10 Prozent zu steigen, das Waschgcld für die Kragen ward wöchentlich erhöht nnd als nun gar zum Monatsende seine Wirtschafterin um Zulage bat, kündigte ihr Hans.„Wie schön ist es doch, wenn man so schnell tauschen kann", ging er auf die Suche nach einer Neuen. Aber alle, die er sah, waren alt, dick und häßlich und gefielen ihm nicht. Die eine konnte nicht kochen, die andere wollte nicht vlauoern, die Dritte sagte,„ohne fließendes Master wäre sie nicht gewöhnt", die Vierte käme nur, wenn sie ihre vier Kinder mitbringen dürfte, die Fünfte verlangte Klavierbenützung. Kurz, HanS war in einer verzweifelten Lage. Wie er gerade an einem schönen Hotel voc- beikam, dachte er:„Wie gut haben es doch die Leute, die im Hotel wohnen können." Und da er laut dachte, hörte cs ein Herr, der aus der Tür kam. „Ich trete Ihnen gern mein Zimmer für eine Wohnung ab." „Was ich für rin Glück habe", srenle sich Hans und war mit dem Tausche einverstanden. Er holte sofort seine sieben Sachen nnd zog ins Höret. * So hat Hans im Glück noch ost getauscht. Und immer glaubte er, das größere Glück gestlnden zu haben. Gestern traf ich ihn quietschvergnügt neben einer alten Zeimngs- j>.ii am der S-raße. Er verkaufte Schnürriemen. „Jey: habe!«d das ganz^:^r,e Glück gefunden", und kaufen mir alle Schnürriemen ad. Ich bin doch e«n rechter Sch:'.i:rricmen. W>r scheil unS den ganzen Tag, chne miteiuandkr zu reden. Abends gehen wir in ein klcrnes Cafe und schlafen dann auf den Bänken im Park. Da hat n«an keinen Aerger mit der Wohnung und der Wirtschaft und außerdem" — hier flüsterte er mit erhobener Hand mir kichernd ins Ohr—„so viele junge ichönc Damen kommen hier vorbei. Gefällt mir eine, sehe ich ihr tief in die Auge», lind glauben sic mir, dann bleiben sie stehen und kaufen niir alle Schnürrienien ab. Ich bin doch ein reck'.er Glückspilz." Sine Niesenslugeidechse. Funde aus dem Rocky Mounlains. Ein sehr seltenes und sehr seltsames Tier ist im nordamerikanischen Staate Oregon ausgegraben worden, ein Ungeheuer von Bogel, denn seine ausgespannten Flügel mcstcn gegen 8 Meter, und mit diesen Flügeln deckt er einen Flächenraum von 20 Quadratmetern. Diese Größe tritt noch mehr hervor, wenn man ihn mit den größten jetzt lebenden Böqein vergleicht dem die südamerikanischen Anden beherrschenden Kondor und dem Albatros, dem Bogel der Weltmeere der südlichen Halbkugel: ihre ausgespannten Fiügel messen gegen 3 einhalb Meter sie decken mit ihnen ungefähr l>?; Quadratmeter. Es handel» sich dabei««g'ntlick nicht um einen Bogel, sondern um«ine Flngeidechsr. (Diese Flugcidechsen bildeten in prähistorischer Zeit den Uebergang von der Eidechse zum Bogel.) An deren mächtigem Flugapparat ein ganz winziger Körper, gewissermaßen nur eine Beigabe. Dieser Körper hat dazu noch ein sonderbares Aussehen. Der Kops der Riescnflug- eidrchse steht in gar keinem Verhältnis zur Größe des übrigen Körpers, er ist etwa zwei Meter lang, und hiervon mißt allein der Schnabel über dreiviertel Meter; dieser Schnabel wird gewissermaßen im Gleichgewicht gehalten durch einen ebenso langen lpiyen Schöpf nach hinten, so daß für den wirklichen Kops in der Mitte nicht viel übrig bleibt. Die Flügel sind an den Schultern nnd am Fußgelenk befestigt; Füße und Beine sind ganz klein und schwach, so daß das Tier sich auf der Erde nur hat sehr ungeschickt bewegen können, wahrscheinlich kriechend. Es hat keine«« Schwa«:;, sondern der Kopf ist zugleich Steuerruder; ein einfaches Drehen dirigierte die Flngricktung. Wo der weitgespaltenc, spitze Schnabel fick eint, hing darunter, wie beim Pelikan, ein Sack zum Anfbewahrcn der Nahrung. Diese Nahrung bildeten ausschließlich Fische, denn die R:c- senslugcidechse war ein Meercsvogcl. Und dain« ist dieser Meercsvogcl im Staate Oregon östlich von dem gewaltigen Bergstock der Rocky Mountains gesunden worden. Das weist also aus eine weit zurückliegende Zeit, vor Millionen von Jahren, wo es noch Feine Rocky Mountains gab nnd der heutige Golf von Mexiko alle die nördlich gelcgri«ci« Staaten und Länder bedeckte, bis zum Eismeer, als eine, nicht allzu tiefe See, aus der hier und da Flachland hcrausragte. Und damals wird cs wahrscheinlich Viele solcher Riesenflugeidechsen gegeben haben, da daS seichte Wasser reichlich Nahrung bot und ein vernichtender Feind der Logelwelt diesem Rirsentier nicht gegenüberstand. Daß diese- Lier so äußerst Men gesunden wird, hat wohl seinen Grund in der großen Schwachheit und Zerbrechlichkeit seines Körpers. Als sich aus dem Antediluvium die Erdenbildung unserer Zeit entwickelte und der ehemalige Schlamm nach und nach versteinertr, pich wohl die großen, starken Dinosaurier in dem Gestein erhalten geblieben, dieser zerbrechliche, hohlknochige Körper zersetzte sich aber schon im Schlamm. Die Flugeidcchsen sind als Bögel Einleger, ®on säen« Keineswegs nur das Elend der Statisten erschüttert den, dem es gelang, den inneren Wall von Gottes eigenem Filmland zu überschreiten. Auch das Elend der Stars ist oft groß. Wir hatten das unbeschreibliche Glück, im Torgang einer Villa der weltberühmten Filmkönigin£. zu begegnen, die sich gerade entfernte. „®ie wollte mich anpumpen," sagte der Hausherr. „An—pum—pen? Für wen? Wozu?„ „Sie kann die Miete nicht bezahlen." „Versteh' ich nicht." „Sie haben eben keine Ahnung davon, was Verträge sind, Mr. Kisch." Doch! Verträge sind Fetzen Papier, so hat es Mr. Kisch im Krieg gelernt. Aber jetzt lernt Mr. Kisch, daß sie das nur im Völkerrecht sind, nur dort, wo man sie einfach zerreißen und rin Par Millionen Menschen opfern kann, wenn es der Vorteil einiger Menschen erfordert. Sir sind mitnichten Fetzen Papier in einer Industrie wie der des Films. Hier kann kein Vertrag zrrrisicn werden, ob nun mit ihni offenkundig Menschenhandel und Sklaverei getrieben wird oder nicht. Davon erfährt man selten etwas. Gerade die, die darüber leiden, wollen am wenigsten darüber verlauten lassen. Längst werden dir Glashäuser nicht mehr zu Filmaufnahmen benötigt, jetzt wohnt man in Glashäusern. Außenausnahmen sind rar geworden, aber das Privatleben vollzieht sich außen. Die Diva behält den Büstenhalter an, wenn sie schlafen geht. Weiß sie denn, ob nicht in der Zimmerecke eine Verehrerin oder ein Fllmreporter versteckt ist, oder zumindest eine Kamera? „WaS?" wurde erschreckt hervorgcstoßen, „Sie wollen über Kontrakte schreiben, Mr. Kisch? Was geht das dir Oeffentlichkeit an! Und was hat das mit Kunst zu tun?" Nun, vielleicht geht das die Öffentlichkeit viel mehr an, als das Ehe- und sonstige Privatleben der Filmdarsleller, und es hat wohl mit der Kunst mindestens ebensoviel zu tun, wie der Hollywooder Film mit der Kunst zu tun hat! Wären nicht alle sozialen Verhältnisse hier verlogen, so würden auch die Produkte von Hollywood anders sein. Mr. Kisch will über Kontrakte schreiben. Spielte da in„Küß mich noch einmal", dem Luditjch-Film, ein junges Mädchen, hieß Clara Bow und machte sich gut. Ben Schulberg, damals rin kleiner Filmerzeuger, engagierte sie daraushin mit einer kleinen Gage und fünfjähriger Option(einseitiger, seinerseitiger Optio natürlich) für seine sehr billigen Filme. Ben Echulberg machte Äarriercc, wurde Produktionsleiter der Famous Players und hatte das Recht, für diese reiche Finna Menschen, d. h. Verträge zu kaufen. Wer kann dem jetzigen General und das Weibchen hat sich dann ouS dem Meer aufragend« Stellen suchen müssen, wo sie diese niederlegte und sie dann wahrscheinlich der Sonne zum Ausbrütcn überließ. Und das wird wohl ihr gänzliches Verschwinden verursacht haben, denn mit der Neugestaltung der Erde kamen die vielen Säugetiere, denen die Eier sehr gut schmeckten, und gegen die diese schwächlichen Tiere sich nicht verteidigen konnten. Sehr klug scheinen sie auch nicht gewesen zu sein; wenn auch nicht immer die Größe des Gehirns ausschlaggebend ist, so hat doch diese Rieseneidechse nach der Schädechöhlung gemessen, rin Gehirn von der Größe einer Kastanie gehabt, und das ist doch wohl zu winzig. r In i n 4t 1 f«y Producer Schulberg näher stehen als der ehemalige Independent Producer Echulberg? Also kaust Schulberg von Schulberg den Vertrag auf Clara Bow. Der Verkäufer Schulberg macht ein gutes Geschäft, aber auch der Käufer Schulberg fährt nicht schlecht dabei, er kann vor seiner Firma den Kauf glänzend verantworten. Clara Bow bekommt ja 4000 bis 5000 Verehrcrbriefe wöchentlich, und diese Frau Mail besitzt als Bclicbthcitssymptom auf der Hollywooder Men- schenbörse Aktienwert. Roch wichtiger ist allerdings der Kaffenreport der Kinolhrater. Ader auch die„box ofsice" ist ausnahmslos stst auf Clara Bow. Keinerlei materiellen Anteil an dem Geschäft hat Clara Bow. Auch wenn sie kontraktbrüchig werden wollte, könnte sie nicht bei einer anderen Gesellschaft filmen, da diese untereinander kartelliert sind. Sir kriegt höchstens eine Gehaltszulage,„to be happy", denn sonst würde sic zu den Gerichten laufen oder gar zur Presse, und Veröffentlichungen über Verträge sind die einzige Art von„Publicity", die man in Hollywood nicht liebt. Sue Carrol, recte Fräulein Lederer ans Chicago, kam nach Hollywood und lernte Mac Lcan kennen, einen jugendlichen Komiker, der Filme erzeugte. Er engagierte das Mädchen mit fünfjährigem Optionsverlrag, steigend von 150 bis 300 Dollar. Ta seine Fabrikation nur eine äußerst schüttere war, verborgte er Sue Carrol in den Produktionspanfen zu guten Preisen an alle Firmen und schließlich zu einer Monatsgage von fünfzehnhundert Dollar auf die Dauer eines Jahres an Fox-Film. Fräulein Sue Carrols vertragliche Gage ist gerade von 150 auf 200 Dollar gestiegen. Sie bietet ihrem Besitzer 50.000 Dollar bar als Abstandssumme, aber er lehnt es ab, sie aus dem Vertrag zu entlassen. Nun klagt sie, und das Gericht wird entscheiden. „Ja, Mr. Kisch» Vertrag ist Vertrag! Sie mußte ihn ja nicht unterschreiben!" Wäre der vertragsgemäße Inhaber von Sue Carrol, jener Mac Lean, noch immer Producer, so könnte er für die Berborgung nicht achtmal so viel verlangen, als die Gage beträgt. Denn die Firmen haben ausgemacht, einander für die Verleihung von Menschen nur deren Gage plus 25 Prozent zu bezahlen. Da mnß man schon andere Tricks anwenden, um diese klare Klausel zu umgehen und höhere Leihgebühren herauszuschlagen. Zum Beispiel so: Lupe Brlez hat 1250 Dollar Gage. Die Konkurrenz ruft an, sie möchte die Dame gern für einen Film haben, sechs bis acht Wochen lang, also für 10.000 Dollar.„Ree", ägt der Prinzipal der Dame geistesgegenwärtig, „haben kannst du sie schon, ab« nur für 35.000 Dollar."—„Nanu?" erwidert die Konkurrenz in fließendem Englisch.—„Jja, wir wollen i» fünf Wochen mst ihr einen Film zu drehen anfangen," lügt der Verkäufer,„und wenn sie bei euch spielen soll, gehr das eben nicht. Dan» könnte sie erst in fünf Monaten drankommea. Diese fünf Monate plus 25 Prozent,müssest d» bezahlen." Und der andere bezahlt. „Gewiß, Mr. Kisch, das kommt logar sehr oft vor. Schließlich zahlen doch die Gesellschaften ihren Schauspielern nicht das Gehalt, daniit sich die Konkurrenz ihrer im Bedarfsfälle bedient!" (Fortsetzung folgt.) Was Blumen lieben und Haffen. Das Empfindungslcbcn und die„Sprache" der Pflanzen ist durch die neuesten Forschungen, diee besonders von dem indischen Gelehrten Sir Jagadis Chunder Bose ausgeführt wurden, uns in naturwissenschaftlicher Weise enthüllt worden, so daß wir jetzt diesen Schöpfungen der Natur ganz anders gegcnüberstchen als früher, da man nur in verschwommenen Ilhnungen und dichterischen Bildern etwas von ihrer„Seele" ahnte. So habe» wir jetzt auch verstehen gelernt, daß die Blumen ihre Neigungen und Abneigungen haben so gut wie die Menschen, daß sie sich inder einen Umgebung wohlfühlen, während ie mit einer anderen unzufrieden sind, daß sie ich glücklich und unglücklich fühlen können. Bei >er zarten Natur der Blume äußern sich diese „seelischen Vorgänge" sehr viel stärker als beim Menschen; sie welken dahin und sterben, wenn man sie in eine Gesellschaft bringt, die ihn'err nicht zusagt. Wie oft hat man schon gefnn- den, daß Blumen, die man in einer schönen Base auf das beste pflegt, sich doch nicht recht halten wollen, sondern bald die Köpfchen sinken lassen und immer mehr vergehen. Man kann sich den Grund dafür nicht erklären, aber ihr Verhalten scheint auf die andern anstek- kend zu wirken, so daß man sie schließlich.riä dem Gefäß nehmen muß, damit nicht auch die anderen rasch verblühen. Der Grund für dieses merkwürdig.-^ercl;« men liegt einfach darin, daß sie das Zusammensein mit anderen Blumen nicht vertragen. Sic fühlen sich nur zusammen mit Blumen ihrer Art wohl und Haffen die anderen. Die herrlichen Winden z. B., die mit ihren schönen Farben den Garten und das Zimmer so wundervoll schmücken, dürfen nicht mit anderen Blumen in derselben Vase zusammcngcbracht werden, weil sie sonst sehr rasch dahin'^ikrir. Dasselbe ist bei Rosen und Nelken der Fall, die auch in einem gemischten Strauß sehr viel schneller ihre Schönheit verlieren, als wenn sie von anderen Pflanzen getrennt aufbewahrr werden. Es scheint, als ob manche Blumen andere; die sich in ihrer Nähe befinden, geradezu töten. Auch gegen gewisse Geräusche sind die Blumen sehr empfindlich, weil die Tonwellen sie so verletzen, wie manch empfindliches Ohr. Man hat beobachtet, daß sich z. B. die großen Lilien rind die kleinen zarten Alpenveilchen, wenn sie die Musik einer Jazzband hören, mit ihren Köpft» von der Richtung wegwenden, aus der dir Klänge kommen. <£itt deutscher Zack London. „Bitaui." Kriegs- nnd Jagdcrlebniffe in Ostafrika 1014—1916 von Artur Heye. Verlag Grünow u. Co., Lc'.pzig.(Preis geb. Mk. 5.—) Artur Heye hat fast alle Teile der Erde durchwandert und was er in diesen vielen Jahren, da ihn ungestillter Abentcurerdrang von der Heimat fernhiclt. erlebt und erfahren hat, ^Nenfchenyanbel in HoKntnoov. — 4- festeres. wurde von ihm in einer Reihe von Büchern festgehalten, die sich einer steigenden Beliebtheit erfreuen, aber verdienen würden, noch weit mehr' gewürdigt zu werden. Ist es möglich, daß all dies, was Artur Heye zu erzählen weiß,«in einzelner Mensch eäebt hat? Gewiß wird sich jedem seiner Äser diese Frage aufdrängen, doch kommt eS wenig daraus an, ob wir dem eigenen Erleben des Verfassers in allen Tellen, oder mitunter auch seiner Fabulierkunst diese Werke verdanken. Hat Phantasie dabei mitgewirkt, dann ist sie jckenfalls leichtbeschwingt, farbenbunt und wundersam erfinderisch. Auch Jack London, mit dem diesen deutschen Meisterrrzähler zu vergleichen für den ersteren keine Herabsetzung bedeutet, hat nicht alles, was er nirdergeschrirben hat, persönlich erlebt und er hat doch unvergängliche Kunstwerke geschaffen. Sicher aber ist, daß „Bitani" unter allen anderen Büchern Artur Heyes am stärksten den Eindruck hinterläßt, daß es eigenen Erlebnissen des Auwrs seinen Ursprung verdankt. Artur Heye berichtet darin von den zwei ersten KriegSjahren, die er in Afrüa durchlebte und von seinen Abenteuern im afrikanischen Busch. Die Nachricht vom AuS- bruch des größten Sturmes, der je über die alte Erde ftgt^ überraschte ihn im Kilimand- scharo-Gebirge in fünftausend Metern Höhe und bald hörte er die„klappernden Takte des großen Totentanzes", der hier ein anderer war alS in Europa. Rach schweren Kämpftn, an denen Heye teilnimmt, wird er verwundet und gerät in englische Gefangenschaft. Heye verfügt bei seinen Schilderungen über alle Register, er weiß uns durch seinen Humor ebenso zu erheitern, wie durch die Bewegtheit der Darstellung seiner Erlebnisse in unerhörte Spannung zu versetzen. Aus allem spricht die heiße Liebe zur Natur und zu ihren Geschöpfen, eine Liebe, die nicht einmal der die Menschen verrohende Krieg aus seinem Herzen zu reißen vermag. r. Laffalle-Worle. Alle große politische Aktion besteht in dem Aussprechen dessen, was ist, und beginnt damit. Alle politische Kleingeistcrei besteht in dem Verschweigen und Bemänteln dessen, was ist. * Das Rechtsbcwußtsein eines Volkes ist die alleinige Rechtssubstanz, der einzige Boden, in dem alles Recht überhaupt existiert und Wirklichkeit hat. * Alles Revolutionieren in der äußeren Wirklichkeit bleibt selbst äußerlich und verläuft tm Sande, wenn es dem Geist nicht gelingt, ebenso sehr mit der hiswrisch überlieferten Welt des geistigen Innern fertig zu werden, sein neues Prinzip durch alle Instanzen und Gebiete durchzuführen und sie von nencm aus ihm aufzubauen. * Eine wirklich revolutionäre Bewegung, eine solche, die auf einem wahrhaft neuen Ge- dankcnprinzipe steht, wie sich der tiefere Denker zu seinem Tröste aus der Geschichte zu beweisen vermag, ist noch niemals untergeganpen, mindestens nicht auf die Dauer. Die menschliche Gemeinsamkeit, die Solidarität, läßt sich verkennen, aber sie läßt sich nicht aufheben. * Ohne Leidenschaft wird in der Geschichte kein Stein vom andern gerückt! Ohne Leidenschaft ist keine einzige jener gewaltigen Befreiungen ausgeführt worden, deren Aufeinander-' fotze die Weltgeschichte bildet. Mas mancher nicht weiß- Di« wenigsten Schulen und die meisten Lnalphabrthrn in Prozenten der Gesamtbevölkerung haben folgende Länder: Guatemala und Aegypten je 93.7, Indien 92, Transvaal 91.1, Brasilien 85, Bolivien 82.9, Costarika 80.2, Ceylon 783. England vollendete den Zusammenschluß seiner Staaten zum Einheitsstaat im Jahre 827, Frankreich um 13Ü0, Rußland 1500, Jia- lien im Jahre 1871 und Deutschland...? An«in«» Tag« sterb« in Deutschland rund 2470 Personen, während täglich 3070 Personen geboren werden(davon 385 unehrlich). Die Monat« mit der höchsten Sterblichkeit sind Jänner, Februar uiw März; die geringste Sterblichkeit weisen die Sommermonate auf. Das Weihnachtsfeft ist zum ersten Mal in Rom am 25. Dezember 353 oder 354 gefeiert worden. Bischof Gregor von RazianS feierte dann das Fest in Konstantinopel im Jahre 379; in Aegypten wurde die erst« Weihnachtsfeier im Jahre 432 vom Bischof Paulus von Emesa in der Hauptkirche von Alexandrien festlich eingeführt. Die«tzralliche Straßenbeleuchtung wurde in Deutschlaiw erst vor 100 Jahren eingerichtet. 1826 kam Hannover alS erste deutsche Stadt zu einer Gasanstalt. Berlin folgte 1828. Bielversprechrud.„Ruhe in Frieden", ließ Frau Schwepk« ans den Grabstein ihres Gatten setzen,„bis wir nn? Wiedersehen." Famllieudrama. Ferdinand hart« sich mit Elly verlobt und se-n Schwiegervater hielt ihn für vermögend. Bor der Trauung starrte Ferdinand schwermütig vor sich hin.„WaS hast du?" fragt« besorgt sein Schwiegervater. Abwehrend erwiderte Ferdinand:„Ich habe nichts." Eine Stunde nach der Trauung wußte der Schwiegervaters Ferdinands verzweifelten Dalles.„Wie konntest du mir daS verschweigen?" Empört schrie Ferdinand auf:„Ich sagte dir doch vor einer halben Stund«: Ich habe nichts!" Vom Himmel. Ein Engel flog aufgeregt zum lieben Gott■..„Ein Gotteslästerer steht draußen. Allmächtiger, rin richtiger Goites- lästrrer...!"— Zerführen!" entschie- der Herrgott. Und siehe— es war ein Geistlicher, — mit dem Eisernen Kren-, 1. Klaffe auf der Brust! Wer hat«S gesagt? Lehrerin:„Weiß jemand von euch, was ein Junggeselle ist?"— ElSchen: „Ein Junggeselle-st der glücklichste Mensch von der Welt."— Lehrerin:„Aber, Eischen, wo hast Du denn das gehört?"— Elschen:„Bon meinem Vater!" Schach-Ecke. Alle Zuschriften und Anfragen an Gen. AloiS Patz, Druck- und BerlagSan- stalt, Teplih-Schönau, Tischlergasse. (1L Fortsetzung.) Wir wollen nun den in der 10. Fortsetzung begonnenen Angriff fortsetzen. Weiß kann nun(wenn er will) den Angriff folgerichtig dadurch weiterführen, daß er den deckenden Springer mit seinem Läufer zu schlagen droht: X Lfl—b5. Bild IX Fortgesetzter Angriff. Bild 13. n i i»*i 3 t s ULW R W c 4 3 l LNSW tzjLN r n l»«•- F e I» Nach 1. c2—o4 c7—e5 2. Sgl—f3 Sb8—cd X Lfl—b5 Man nennt diese starke Spiclweise die spanische Partie. Der. Bauer c5 ist wichtig; will ihn Schwarz erhalten, muß er ihn zu diesem Zweck noch einmal decken, zum Beispiel durch X....<17—66. Dies ist die beste Deckung, denn zum Beispiel X.... l.fS—66 blockiert den eigenen d-Bauern. 3 Dd8—e7 verstellt den eigenen Läufer. X.... D68— f6 verstellt dem eigenen Springer das gute Feld 16, 3 17—f6 haben wir schon in der letzten Fortsetzung besprochen. Manchmal ist aber auch im Schach „der Angriff die beste Verteidigung". Dies trifft in unserem Falle wirklich zu, da der Gegenangriff X.... a7—a6, die sogenannte M o r p h y.*): Verteidigung, für Schwarz als beste, Gegenspiel gilt.(Scheinbar nur verlier Schwarz den Bauern: 4. Lb5 x c6 67Xe6, 5 SfSXeS, gewinnt ihn aber durch den Dop pelangriff 5..... Dd8—d4t wieder zurück.) Auch der Gegenangriff X... Sg8—16 ist gut, er heißt Berliner Vor teidigung. Wir wollen uns jedoch mV einem anderen Gegenangriff.’ f e h 8 8 7 7 Ü Ti FS r. 5 5 4 m«LU B 4 4 a saF 3 2 Am*! SL« l 1 Nach L e2—e4 L Sgl—f3 X Lfl—b5 e7—e5 SM—c6 Sc6—d4 Er dockt den Bauern gleichsam indirekt, denn der Läufer hat einen weit größeren Gefechts wort als ein Bauer leine leichte Figur, Springer oder Läufer, hat theoretisch ungefähr die Stärke von drei Bauern). Für den Augenblick ist cs an Weiß, sich zu verteidigen. •) Paul Morphy, ein genialer amerikanischer Meister, der während seiner kurzen aber glänzenden Laufbahn, um die Mitte des vorigen Jahrhunderts, alle Gegner, darunter auch den berühmten deutschen Meister Andersen, besiegte. (Fortsetzung folgt)