Str. 39(interOa!tun000eilage. 1939« Das Aesttnayl. Cine Spitzvuvensek«hiM e bon 9anl Genf». Der Kaufmann Mosca hat einen jungen Monn in seinem Laden namens Pietro. Pietro ist in der ganzen Gcgcno bei den Frauen beliebt, denn er ist galant und liebenswürdig. Mit den jungen Mädchen macht er Scherze, die alle auf den Punkt gehen, der nun einmal für die jungen Mädchen der interessanteste ist, die Mütter fragt er nach den Kindern, die Großmütter nach den Enkeln, die alten Jungfern nach ihren Katzen, und den Witwen spricht er vom Lotto. Er hat sehr große und rote Hände, dafür ist er junger Mann in einem Gcmischwarenladen, aber das ist ein kleiner Schönheitsfehler, der ihm bei seinem Publikum nichts schadet, denn die Frauen sind vernünftig und sagen sich, daß rin Bäcker Plattfüße hat, ein Schneider krumme Beine, ein Schuster mit der Schulter schiebt, ein Maurer gern frühstückt, und jeder Stand hat eben seine Last und seine Lust. Der genossenschaftliche Verband der Spitzbuben von Rom besitzt aus einem größeren Einbruch einige Kisten mit feinem Porzellan und GlaS, die er noch nicht hat verschärfen können, und da daS eine gute Gelegenheit ist, die so bald nicht wieder vorkommt, so beschließt Eolomba, dem Verband ein Abendessen zu geben. Tie zieht ein schwarzseidenes Kleid an, da- einfach, aber vornehm ist, und kann so ganz gut eine- Marchesa darstellen. Dann geht sie in daS feinste Wagenleihgcschäft und sucht sich einen schönen Wagen mit Pferden, einen Kutscher und einen Lakaien in Livree aus, bezahlt vorher, und fährt los und hält vor dem Hause eines würdigen PricsterS: der Priester wohnt in einem stolzen Palazzo, denn er ist zugleich Hans- geistlicher bei einer vornehmen Familie. Sie steigt die Treppe hoch, die Haushälterin wischt sich eilig die Hande an der Schürze ab und reißt die Tür auf, der gute Priester springt von seinem Schreibtisch hock,_ an welchem er eben saß. um eine Predigt über die Mode der falschen Zöpfe bei den Damen zu schreiben, nimmt rasch sein Käppchen ab. verbeugt sich: Eolomba rauscht herein, nickt ihm graziös, aber tugendhaft zu, und seht sich dann auf den Stuhl, den die Haushälterin ihr schnell hinaeschoben. Der gute Priester fitzt ihr gegenüber» die HauShäl- terin steht an der Tür und hat die Hände über den Bauch geschlagen. Eolomba beginnt stockend. Sie bittet uni die Hilfe des Priesters. Er soll ihrem Patenkind ins Gewissen reden. Es ist Pietro, über den sie zu klagen hat. Sie ist ja eine Marchesa, der gute Priester erhebt sich und macht eine Verbeugung, und die vornehmen Leute bekümmern sich>a eigentlich nicht um daS niedrige Volk, der Priester nickt zustimmend, und Pietro ist ein junger Mann aus einem Geschäft, aber Pietro ist nun einmal ihr Patenkind, und sie eine Christin, der Priester macht eine bejahende Handbcivegung, auch die Haushälterin nickt, und weil Pietro ihr Patenkind ist, so kann sie seine Leichtfertigkeit nicht mit ansehen, der Priester sagt hm! und fährt sich über sein stoppeliges Kinn, denn er hat Umgang mit leichtfertigen Weibspersonen, bei seiner Jugend! Und sogar mit verheirateten Frauen! Der Priester sagt: Oh, oh!, die Haushälterin ist ganz entsetzt. Ja, dieser ungeratene Bengel hat sich sogar erfrecht, ihr, der Marchesa, seiner Patin, Liebesanträge zu machen. Der Priester versteht diese Welt nicht mehr, die Haushälterin auch nicht. Aber die Marchesa wird den Bengel bringen: sie fährt fort und holt ihn. Damit erhebt sie sich, und der Priester erhebt sich auch, sie bückt sich über seine Hand, und er macht die Bewegung des Segnens, sie verabschiedet ich von der Haushälterin, die einen tiefen Knicks macht, dann geht sic die Treppen wieder hinunter, der Lakei öffnet den Schlag mit abgcnommenem Hut, sic setzt ich in den Wagen, der Lakei wirft den Schlag zu und setzt sich seinen Hut auf. und dann geht die Fahrt zum Kauftnann Mosca. Also Mosca hat eigentlich eine Gemischtwarenhandlung. Aber ein Kaufmann muß gewandt sein heutzutage und die Konjunktur ausnutzen. Er hat auch eine Abteilung für Delikatessen eingerichtet und bat mit einigen der größten Firmen Roms Kontrakte abgeschlossen, so daß er ganze Diners liefern kann. Eolomba batte ein Diner für vierzig Personen bestellt, Mosca bat alles auf die Minute fertiggcmacht, es ift alle- in Schüsseln verpackt und mit Tüchern umwunden, eben ist der Tafelwagen beladen, den der Fleischer geborgt hat^ Mosca spannt gerade das Pferd des Milchkutschers vor, Pietro will sich auf den Sitz schwingen, da erscheint die Marchesa und erklärt, sie werde nie dulden, daß ein junger Kaufmann auf dem Bock sitze, der Kaufmann sei der Mann des Jahrhunderts und verursache den Fortschritt; sie winkt, und der Lakai klettert auf den Bock des Tafelwagens. Mosca macht ein etwas betretenes Gesicht, denn er kennt eigentlich die Marchesa gar nicht und weiß auch noch nicht einmal, wo sie wohnt, und er hatte gedacht, daß Pietto hauptsächlich deswegen fahren solle, um in ihrem Palazzo gleich das Geld in Empfang zu nehmen, wenn die Schüssel» ausgepackt sind. Die quittterte Rechnung hat er ihm mitgegeben und har ihm eingeschärft:„Entweder das Geld oder die Ware zurück. Ich gebe Kredit, aber nur, wo ich den Kunden genau kenne. Aber mit liebenswürdigem Lächeln verscheucht die Marchesa seine Besorgnis, indem sie erklärt, daß der junge Herr natürlich bei ihr im Wagen ähren werde. Pietro faßt sich ein Herz, öffnet den Schlag und steigt ein: die Marchesa nimmt ihr Kleid zusammen und läßt ihn neben sich Platz nehmen, dann ruft sie dem Kutscher die Adresse des großen Palazzo zu» in welchem der würdige Priester seine bescheidenen Stübchen inne hat, der Wagen rollt davon, der Tafelwagen folgt, sie nickt Mosca noch einmal aus dem Fenster zu, Mosca antwortet mit vielen Bücklingen, indem er ini Stillen seinen Gewinn berechnet, und dann wenb-t sie sich zu Pietro. Pietro wird cs schwül. Sie fragt ibn, ob er liebt, droht ihm lächelnd mit dem Finger, gibt ihm ohne Grund einen leichten Klavs auf seine Hände, die ihm selber plötzlich ungeheuer groß und rot Vorkommen, nnd ihm bricht der Angstschweiß aus Wenn er nach seinen Erfahrungen gehen soll, so erwartet di« Marcheka... mm, sie erwartet, daß sie einen Grund bekommt, ihn für unae;o»en zu erklären, aber cs ist ihm doch nicht klar, ob die Eekahrnnqcu auch fü'' eine Marcheka aeltcn. Frbt macht sich die Marcheka an seiner Halsbinde zn schaffen und erklärt. d"ß der Knoten nicht richtig aebnnden ist.„Ach was", denlr er.„w"s kann denn fein!", faßt fie und küßt sie tüchtig ab. __ o— Aber plötzlich fühlt er sich zurückgestoßen; ein Ausruf:„Impertinenter Ladenschwung!" klingt an seine Ohren, er denkt:„Ra ja, ich hab' eS mir ja gedacht", und druckt sich in dir Ecke.„Mein Hausgeistlicher besorgt meine Geschäfte, er wird Ihnen Ihr Geld auszahlen, aber ich werde ihm sagen, daß er vorher mit Ihnen über Ähre Benehmen spricht", fügte die Mar- chesa hinzu. Da hält auch der Wagen schon vor dem Palazzo, der Lakai ist von dem anderen Wagen herak^rsprungrn und öffnet die Tür, sie steigt auS und herrscht Pietro au, er solle ihr folgen, und dann geht sie mit ihm die Treppe hinauf und öffnet das Zimmer des Priesters. „Hier ist der junge Mann aus dem Geschäfts» ruft sie, indem ste den bekümmerten Pietro, der seine Mütze dreht, vor sich in das Zimmer schiebt.„Wer denken sich Hochwürden, der freche Mensch hat mich eben küssen wollen, in meinem eigene»: Wagen!" Pietro schluckt und sagt gar nichts. Die Haushälterin schlägt die Hände über pch zusammen, der Priester sieht ihn starr an und schüttelt langsam den Kopf, die Marchesa geht und zieht die Stubentür hinter sich zu. Sie setzt sich unten in ihren Wagen und fährt zum Gesellschastshaus des Berbandes, der Tafelwagen folgt ihr; lvie sie angekominen ist, entläßt sie Ditscher und LÄaien mit einem gute» Trinkgeld; Kutscher und Lakei wünschen allen Segen des Himmels auf chr Haupt und fahren ab, und die Gauner ziehen den Wagen in die Einfahrt, bringen das Perd in ihren Stall, wo sie ihm die Haare färben werden, um es gleich zu verkaufen, und tragen die ein- gcwickeltcn Speisen und die Weinkörbe in den Festsaal, wo sich denn bald eine schöne und erhebende Feier entwickelt. Der gute Priester ermahnt inzwischen den zerknirschten Pietro. Er weist ihn auf das sechste Gebot hin, er spricht davon, daß die Sünde der Unkeuschhcik Leib und Seele verdirbt, er beweist ihm, daß eine Patin einer Mutter gleichsteht, und daß er das schrecklichste Verbrechen gestreift habe, nur gestreift durch die unergründliche Gnade Gottes, das es geben kann. Manches von der Ermahnung versteht ja Pietro nicht, ntanches scheint ihm a»»ch bei den heutigen Verhältnissen, wo die Menschen ja aufge klärt sind, nicht mehr angebracht zu sein, aber»n vielen Stücke» muß er doch dem Priester recht geben, obwohl er sich sagt, daß der Priester vom Geschäft nichts versteht, denn ein junger Mann muß eben nun einmal entgegeÄommend sein, sonst Witt» kein Geschäft gemacht. Run, der ehr- würdigc Herr hat lange gesprochen, endlich reicht er Pietro die Hand und sagt, der junge Mann mache ihm ja keinen verdorbenen Eindruck, er hoffe, daß er sich eine Lchre nehmen werde; Pietro druckt ihm die Hand und schneuzt sich; der würdige Pttester steht vor ihm und erwartet, daß er sich empfiehlt, Pietro wartet, daß der Pttester auf die Bezahlung zu sprechen kommt. Da beide schweigen, so sagt endlich die Haushälterin, Pietro werde jetzt gewiß nach Hause gehen wolle»», denn es werde schon duickel auf der Straße; nun macht Pietro eine schüchterne Anspielung auf seine Rechnung und zieht sie aus der Tasche; oer Pttester versteht ihn nicht, seht die Stille auf, die Haushälterin geht in die Küche, um Licht anzuzünden, der Pttester liest kopfschüttelnd von Rebhühnern, Forellen, Rehbraten, Maronen, Attischoken; zuweilen sagt er:„Ei, ei, was Menschen doch gut leben"; und wie er die Rechnung durch- gclesen hat, auch die Empfangsbescheinigung am Schluß, da faltet er sie, gibt sie Pietro zurück und fragt:„Zu welchem Zweck, mein junger Freund, hast du mich diese Rechnung lesen lassen?" Pietro ettlärt ihin verwundert, daß die Marchesa diese Dinge gekauft hat und daß der Pttester sie bezahlen »ll; der Pttester ist erstaunt und versteht ihn nicht, die Haushälterin sieht ihm starr ins Gesicht, Pietro beginnt plötzlich zu begreifen, stürzt hinaus, die Treppe hinunter, auf die Straße: die Wagen sind nicht m-'- da. Er eilt zurück, fragt den Priester nach Natnen und Wohnung der Marchesa, der weiß nichts; ohne Gruß eilt er wieder fort, zu Mosca.„Der junge Mann hat mir doch zuletzt wieder sehr mißfallen", sagt kopfschüttelnd der würdige Pttester, indem er die Brille absetzt. D»e Haushälterin löscht das Licht aus, um das Oel zu sparen; sie hat gleich gesehen, was Pietro für ein Bursche war, aber sie sagt nichts. Ueber den Enipfang Pietros bei Mosca wollen»vir schweigen. Ehe und Höflichkeit. Bon Frank Grant. Mit Menschen täglich zusammen zu leben, ist eine Aufgabe Ihre besonderen Angewohnheiten, ihre fatalen Eigenschaften, die subtilen Formen ihrer Selbstsucht, ihre Anlagen zur Roheit und Rücksichtslosigkeit treten hervor, wenn Menschen miteinander in stetem Kontakt sind. Es bedeutet da nicht viel, ob sie sich hassen oder lieben, wenngleich Menschen, die sich gleichgültig si»»d, miteinander leichter auskommen mögen als solche, die sich lieben. Ein Mann kann mit seinru» Diener jahrelang auf bestem Fuße stehen und doch nicht imstande fein, mit seiner Frau oder mit seinem Sohne auch nur eine Woche lang in Frieden zu leben. Es gibt darum nur eine Methode, ein intimes Zusammenleben erträglich zu machen: die sorgfältige Beobachtung der Höflichkeit. Wenn ich einem jungverheirateten Paare sagen würde, daß in der Ehe, was sich von selbst versieht, die Liebe die Hauptsache sei, so würde Ich doch auch noch hinzufügen, daß der Rück- sicht in der Eh« eine ebensolche Wichtigkeit zu- komme. Tenn nur die immer neue und unverdrossene Rücksicht kann verhinden», daß die Liebe unter den Kleinlichkeiten des Alltags begraben wird. Die Liebe ist göttlich. Um sie so zu erhalten, muß ihr Ritual beobachtet werden. Man darf sich»licht gehen lassen, darf nicht träg sein. Auch die Religion»vürde verfallen ohne den Gottesdienst. Und so stirbt die Liebe ohne die Höflichkeit. Was für ein perverser Teufel in unS ist, der u>»s gerade denjenigen gegenüber, die wir am meisten lieben, nachlässig sein laß», wäh- rcnd wir den anderen, die urrs fernstehen, höflich begegnen? Ich habe eine Frau gescheit, die ihre Kinder eben aukgescholtrn und mit finsteren Blicken gestraft hatte— und die nun, als der Besuch gemeldet wurde, an der Zim- mettür innehielt, um ihr Gesicht zu einem Lächeln zu glätten, ehe sie hineinging, die Fremden zu begrüßen. Die Mütter wissen nicht, daß sie ihren Kindern mit Achtung begegnen müssen, wenn sie ihrerseits von diesen Kindern geachtet sttn wollen. Nichts ist schöner, als einen Bater »oder eine Mutter zu sehen, die ihrem kleine»» f Jungen gegenüber so höflich sind wie gegen ttne zufällige Bekanntschaft. Meine Frau und ich vergnügen uns ost damit, die Pärchen in den Eafös und Restaurants oder in den CoupHs der Züge zu beobachten und zu raten, ob sie verheiratet sind oder nicht. Ich schäme mich, sagen zu müssen, daß wir, wenn wir die Leutchen heiter sehen, aufmettsam zueinander, liebevolle Blicke wech- selnd, entflammt, diensteifttg ergeben, daß wir dann annehmen, daß dieses Pärchen nicht verheiratet ist— zumindest nicht miteinander. Doch wenn wir Gleichgültigkeit beobachten, der Mann in die Zeitung vettiest ist nnd der Frau, die gelangweilt dreinschaut, den Rücken kehtt — wenn wir daS beobachten, dann schließen wir daraus, daß sie verheiratet sind, und zwar gttlndlich. Und dann gibt cs noch eine dritte Lotte von Pärchen, die wir manchmal sehen, wenn auch nicht so ost, wie wir es wünschen würden: nämlich zwei Menschen, die offenkundig verheiratet sind, wie wir aus gewissen, kleinen Vertraulichkeiten beurteilen können. Sie entfernt rin Stäubchen von seinem Rocke oder ttchtet seine Krawattennadel oder Hilst ihm mit Kleingeld aus ihrer Börse aus. Wenn wir solche Di»»ge beobachten, wissen wir, daß diese Menschen verheiratet und doch ineinander verliebt sind, daß sie Interesse füreinander haben und ihrem Umgang Anmut geben können. Weißt du, daß es im Reich der Liebe nur eine Sünde gibt, und daß diese— Gleichgültigkeit heißt? Sie ist das,»vas die Frau nicht ertragen kann. Frauen sind von ihren Männern geprügelt worden, inS Unrecht gesetzt worden, ausgrraubt worden— und haben sie doch geliebt! Denn die Frauen sind Genies der Liebe. Und so sollte der Mann zumindest das Talen» der Höflichkeit beweisen. Er würde mit ihm ost genug die Liebe retten und mit der Liebe die Ehe. Zuletzt ein Dort an die Frauen: auch die Liebe des Mannes braucht Ausinerksam- keit. Auch für sie gilt das Ritual der Höflichkeit. Zwei Häuser. Bier Münder rufen nach Brot. Karg nnd schmal sind die Bissen. Eng und kahl die Stube, finster und unwirtlich die Küche. Mit ineinandergekrampsten Händen sitzt die Fran am kleinen wackligen Tische. Ihr gegenüber der Mann, dessen Blick wie erloschen irgend wohii» geht, gleichsam ziel- und zwecklos. Keine Arbeit seit Wochen, keine Aussicht für die nächsten Tage. Das Gesicht der Frau drückt Verzweiflung und Entsetzen a»»s. Zn den vier Kindern nun noch ein fünftes... Angst, grauenvolle Angst schnütt der Frau die Kehle zusammen. Unmöglich, noch ein Wrsei» diesen schauerlichen Zuständen zu überantwotten. Wie schweigender Vortvurf lastet es zwischen Mann und Weib. Nichts ist zwisihen ihnen, das an eine Bindung ettnnert, die aus Liebe, Zuneigung, Leidenschaft entsteht. Fast wie Haß glimmt es aus den Augen der verquälten Frau und wie stumpfe Bejahung eines Verbrechens aus denen des Mannes. * Der schönste Raum im Hause ist für den neuen Erdenbürger««gerichtet; alles, was Hygiene, Sorgfalt, Geschmack und Liebe erkennen läßt, ist vereint, um seinem Zwecke zu dienen. mächtiger Drang zu In der Nähe heulte Das Heulen der wurde kürzer, bös» SosnowS tröpfelte Die junge Frau, die nun ihr Zweites erwartet, wird mit allem Schönen umgeben, das auch für die Entwicklung des kleinen Wesens, das zum Lichte will, wichtig ist. Alles Mißliche wird aus ihrer Umgebung entfernt, damit sie in Ruhr, Ausgeglichenheit, Freude nnd Helle das Kind dem Leben geben kann. Obst und Löhne. können unseren Zähnen keine größere zuteil werden lassen, als daß wir viel und möglichst regelmäßig Obst Dom Spüren der Hunde. Man nahm bisher an, daß der persönliche menschliche Eigengeruch den Polizeihund leite, wenn er eine Spur verfolge. Neuere Versuche von K. Most haben Zweifel au der Richtigkeit dieser Annahme aufkommcn lassen. Der menschlichen, im Gelände zustandegekvmmenen Spur entströmen eine Reihe verschiedener Gerüche. Beim Gehen des Menschen geben das eingedrückte Erdreich und dir zertretenen Pflanzen besondere Gerüche ab. Dazu kommen die Gerüche der Leder- und Grrbsiofsteilchei» des Nichts Häßliches, nichts Unschönes kommt vor ihr Auge und Ohr. *- Zwei Kinder werden erwartet... und unter welchen Bedingungen? ES ist sicherlich sinnvoll, daß die Göttin der Gerechtigkeit verbundene Augen besitzt. Doch nächtliche nend k'n rere und Tiere stürzten zur Seiten und verschwanden gespenstisch in den Berqen. Links von uns leuchteten viele rote Zungen der Gewehrschüsse auf. Der Kampf mit den Banden war in vollem Ganac..." Im letzten Augenblick noch war die Rettung gekommen: die Turk» „Mit aus- abge- Men- War- Das gefräßigste Tier der Welt. Tas gefräßigste Tier der Welt ist die Spinne. Untersuchungen, die von Wissenschast- lerii angcstellt wurden, ergaben, daß dieses merkwürdige Geschöpf in seiner unfreiwilligen Gefangenschaft morgens, also gewisiermaßen zum Frühstück, das Bierfache seines Gewichts, zu mittag das Neunfache und abends das Dreizehnfache seines Gewichtes verzehrt. Wollte rin Mensch, der etwa 160 Pfund wiegt, ebensoviel essen, wie die Spinne frißt, so müßte er zu« Frühstück einen sechs Zentner schweren Ochsen, zu mittag ebenfalls und als Nachspeise ungefähr sechs fette Hammel, und zum Abend noch zwei Ochsen, acht Schafe und vier Schweia« verzehren. Wir Wohltat möglichst essen. Der Südländer, der in der Hauptsache von Obst und Früchten lebt, hat durchwegs vorzügliche Zähne,»nd Zahnstein, Fäule, Hohlwerden der Zähne und andere Zahnkrankheiten des Nordens sind ihm fast unbekannt. Die Zu- träglichkeit des Obstes für die Zähne bericht auf der Fülle der im Obst enthaltenen natürlichen Fruchtsäure, die die Sonne in der Frucht erzeugt. Beim Kauen wird diese Fruchtsäure frei und gelangt bis in die tiefsten und verborgensten Spalten der Zähne. Durch dieses Eindringen der Fruchtsäure in die kleinsten Lücke» und Zwischenräume werden die Zähne von den Fäulniserregern, die die Zahnerkrankungen hauptsächlich verursachen, gereinigt, während gleichzeitig das Fleisch der Früchte wie eine Zahnbürste wirkt, die durch das Scheuern der Zähne eine mechanische Reinigung bedingt. Die Fruchtsäure begnügt sich aber nicht mit der fäulniszerstörenden Wirkung, sondern löst auch den Zahnstein und beseitigt damit einen weiteren Herd schmerzhafter Erkrankung, ohne daß der Schmelz der Zähne durch die radikal wirkende Obstsäure im geringsten angegriffen wird, während die in den Früchten vorhandenen Nährsalze dem Körper die Stoffe zuführen, die für den Aufbau der Zähne von ausschlaggebender Bedeutung sind. Namentlich vor dem Zubettgehen empfiehlt sich der Genuß von Obst, belonders von Aepseln, die vor der Apfelreife aber auch durch andere Sorten erseht werden können; dadurch bleibt die Mundhöhle rein und von irischem Geschmack erfüllt. Schuhzeuges, sowie der Schuhputz- und Pflegemittel. Hinzu tritt dann noch der durch die Stiefel dringende menschliche Art- und der persönliche menschliche Eigengernch. Nun ist von Most nachgewiesen, daß bereits ein einzelner GeruchsbestandteU der menschlicher. Spu'-. z. B. der Geruch zertretener Pflanzen, wer.» er in derselben Weise dargestellt wird, wie er beim Gehen des Menschen entsteht, bewirkt, daß. der Polizeihund einen solchen Teilgeruch genau so als Spur„auffaßt" und verfolgt wie eine normale menschliche Spur. Das Ausschalten des nienschlichen Geruches aus der Spur braucht also keine Aendernngen im Verhorn des spürenden Hundes zu verursachen, selbst dann nicht, wenn eine normale menschliche Spur von einer künstlichen Spur fortgesetzt wird. Diesem Verhalten der Polizeihunde liegt nach Most nicht ein Mangel an Riechschärfe zugrunde, sondern ein Fehler der bisher üblichen Abrichtungsverfahren, die davon ausgehrn, daß der Hund sich beim Verfolgen der Spuren von dem darin enthaltenen persönlichen menschlichen Eigengeruch instinktiv leiten lasse, weshalb eine besondere Dressur auf diesen Teilgeruch unterbleibt. Hier liegt eine Unterschätzung der geistigen Fähigkeiten des Hundes vor, insofern nämlich, als die dem Hunde eigene weitgehende Lernfähigkeit unberücksichtigt bleibt. Diese Lernfähigkeit gestattet ihn», sich aus den verschiedenen der menschlichen Spür''entströmenden Gerüchen die ihm jeweils hervorstechenden als Leitschnur zu nehmen, wie cS die Versuche von Most erwiesen haben. bald schleichend, dann wieder springend, näherten sie sich uns lebendig Begrabenen.„Sa Tod!!!" schrie abermals Sosnow gellend auf. Eine vorbeihnschendr Hyäne bückte sich und klappt«' beuteriechend mit de» Kiefern.„Sei still!" flüsterte mit zitternder Stimme Maedm. Das Schweigen ist unsere einzige Waffe." Die Tiere zogen immer' engere Kreise um uns. eine Hyäne kam zu einem. Totenkopf heraus biß sich mit ihren schärft« Zähnen hinein..- Und plötzlich berührte eine Schnauze von hinten d-e linke Schläft Sosnows.' Er schrie heiser auf, die Augen traten ihm aus den Höhlen, die Lippen öffneten sich weit.. Ein Schwall unverständlicher- Worte ergoß sich der Wahnsinn hatte ihn ergriffen."‘ da geschah etwas Unerwartetes.. Die Lust dürchschneidend, ertönte. dröh- Schuß. Zuerst einer nur, dann meh- schließlich eine ganze Salve. Die zu ihnen gesellt zu haben. Zickzackartig,| wurden aus ihrer furchtbaren Lage befreit unter der Leitung von Prof. Georg Rudnew von Wladiwostok nach der Wüste DarwaS aufgebrochen ist, hatte viele gefährliche Abenteuer mit den wilden turkmenische» Stämmen zu bestehen. Der Leiter erzählt in „ScherlzS Magazin" von einei» Ueberfall durch eine Horde aus dem Stamme der The- kincr, bei dem er nnd seine Begleiter nur bdurch das Erscheinen anderer Expeditionsmitglieder im letzten Augenblick vor dem grau- sigslen Tode bewahrt wurden. Rudnew und sein Begleiter Sosnow wurden mit ihren vier bucharischen Dienen« vor den Thckiner Häuptling geschleppt, der zu ihnen in gebrochenen« Russisch sagte:„Durch meine Itundschafter bin ich dauernd über euch unterrichtet. Ähr kommt aus dem Lande des flinfzackigei« Sterns und sucht Gold in nnsere» Berge««. Aber diese Absicht soll euch nicht gelingen, denn wir haben bereits über eure Zukunft entschieden." Die Gefangenen wurden dann von acht Männern abseits in die Sandwüste gefllhrt, und die Thckiner fingen an, sechs Löcher zu graben.„Wir ahnten, welche teuflische Absicht die Halunken mit uns im Schilde führten," berichtet Rudnew. Grauen erblickten wir einige schwaq sehende Steine in der Nähe. Es waren nagte Köpfe im Sand vergrabener schen... Nach einer Stunde qualvollen tens waren unsere vier bucharischen Begleiter bereits bis zum Halse ringegraben. Nun war die Reihe an uns. Sosnow schrie vor Verzweiflung auf und riß vergebens an seinen Fesseln. Ich selbst stand wie versteinert nebenan, unfähig, auch nur ein Wort zu sagen. Mit eiserner Gewalt hielt mich dir Todesangst umklammert und lähmte meine Glieder. Nach Verlauf einiger Minuten schmiegte sich schon der feuchtschwere Sand drückend nm unsere Glieder. Jemand steckte mir ein Stück Holz in den Mund, und als ich es herausspie, erhielt ich einen so starken Schlag in die Schläfe, daß mich die Besinnung verließ. Die Dunkelheit, die mich umhüllt hatte, dauerte nicht lange, der schwere Sand tat sei«« Nötiges. Ich öffnete die Augen—— wir waren allein. Auf den« Berge schienen, wie kleine glimmende Fuiitcii, die Lagerfeuer der Banditen, nnd in den nahen Frlsengrotten weinten, lachten und schrien die Schakale. Die verunstalteter« Köpfe der vor uns eingegrabenen Menschen ragten wie leere, durchlöcherte Töpfe aus dem Sande. Auf einigen vor« ihnen waren noch hie und da Stücke faulenden Fleisches zu sehen, doch die meisten Schädel waren bis-zu den Knoche«« abgenagt. Sosnow spannte die Muskeln und versuchte mit aller Kraft, aus dem Loche heraus zukommen. Er wackelte mit den Schultern, schüttelte dabei den Sand etwas lockerer, aber die Kräfte verließen ihn bald, und er mußte erkennen, daß eine Befreiung ohne stemde Hilfe unmöglich sei. Der Bucharer neben ihm hatte die Augen geschloffen und sah aus, als ob er schliefe. Auch seine drei Landsleute taten das gleiih«... Ich wagte kaum austnblicken; Devenvta Begraben. (Hn fnreytareA IBRNraetUBtiM. Eine russische geologische Expedition, die> düstere Gedanken jagten durch meinen fiebern den Kopf; ich dachte an meine Frau, an meine kleinen Kinder, und ein"HM leben, erfüllte mein Herz. wieder eine Hyäne... Schakale verstärkte sich, artiger. Bon der Stirn der kalte Schweiß; langsam, vom Winde an getrieben, bewegten sich die Haarsträhnen auf seiner Stirn. Die Augen weit aufgeriffen, schrie er plötzlich laut:„Die Tiere! Sic wer den uns das Fleisch voin Kopse absteffen!" Maedin, der Bucharer, blickte ihn an und raunte ihm leise zu:„Ja, diese Mordart ist so alt wie die Erde..." Die Hyänen hörten nicht auf zu heulen. Immer mehr schienen I menen wurden vertrieben, und dir Unglücklichen sich~—’"—-‘ 4 Aus Oer Geschichte der pfeife.) Nachdem Nicol die erst« Ladakpjlanzeu im Jahre 1560 in Frankreich eingeführt hatte, wnrtx der Tabak schon bald sowohl jum Schnupfen und Kauen alt auch zum Rauchen benutzt. Die ersten Tabakpfeifen kamen gegen Lud- des IS. Jahrhunderts auf. Irden« Pfeifen gab es seit dem Anfang des 18. Jahrhunderts, wrhrend die jetzt so beliebten Vruyere-Psrife« viel jüngeren Ur-. sprungS sind. Pfeifen anS Holz waren schon lange gebräuchlich, aber erst 1854 har ein gewis- ser David in Chaumont bei Tarnt Claude(Jura, Frankreich) angefanzen, die Hohwurzel bei Heidekrauts dafür zu verwenden, weil dieses Holz fast unverbrennbar ist. Das Heidekraut kann nämlich außerordentlich große Wurzeln bekommen, deren Holz ungemein har: wird. ES gibt deren, die SS Kilogramm und mehr wiegen Zuweilen findet man Wurzeln, die 200 bis 300 Jahre alt sind. Aus dem Wurzelholz kann man je nach seiner Qualität«'ne größere oder kleinere Anzahl Stück« schneiden, die zu Pfeifrnköpfen verarbeitet werden. Ja Sain:« Claude ist ein« große Industrie daraus entstanden, kenn es gibt dort etwa 100 Fabrikant»!,, die 5000 biS 6000 Arbeiter beschäftigen und jährlich 45 Millionen Pfeifcvköpfe in alle Welt liefern. 1814 wurden von der Weltproduktion in der Höhe von 65 Millionen 28 in Saint Claude, 17 in den Ber- einigten Staaten von Nordamerika und der Rest in Deutschland, Italien, Oesterreich und Eng- land erzeugt. Neuerdings macht aber die Industrie in Saint Claude eine schwere Krisis durch, weil der Gebrauch der Pfeife obnimmt und das Zigarettenrauchen zunimmt. «Kigonttnkompf im Meere. An der Küste im Gebiet von Bergen spielte sich vor kurzem zwischen einem Walfisch und einem Rudel Schwertfische ein Kamp von höchst sensationellem Anstrich ab, der im ganzen Per- lauf von Fischern mit angesehen wurde. Mit rasender Geschwindigkeit setzte ein Walfisch in den Hoydalsfiord, so daß das Wafler vor dem Tiere wie ein kochender Gischt hoch aufwirbelte. Schon von weitem war daS Rauschen zu hören. Hin und wieder machte der Wal so gewaltige Sprünge, daß er fast ganz über dem Dosier war. Tie Erklärung für daS sonderbare Verhalten kam bald. Hinter dem Tier wurde ein Rudel Schwertfische, nicht weniger als 14 bis 15 Stück- gefräßige Raubtiere von 5 bis 9 Meter Länge— sichtbar, die eben so rasend hinter dem Walfisch herjagtrn. Bei dem Versuch, durch einen flachen Sund zu entrinnen, machte der Dal. ängstlich geworden. Ob er hindurchkommrn würde, plötzlich mit einem solchen Ruck halt, daß daS Wasser ringsherum wie kochende- Meer schäumte. Jetzt ereignete sich das romantischste Moment deS Vorgangs. Ter Walfisch brachte ein Junges zur Welt, wobei sich die See rot von Blut färbte. Aber doch hatte er noch die Kraft, mit gewaltigen Schlägen weiter zu eilen. Jndrffrn die Verzögerung im Sund bewirkte, daß die gierigen Schwertfische den Aal einholtcn. Run wurde er greulich zugerichtet. Sir risien zuerst Stücke vom Kopf heraus. Als sich der Wal nach etlicher Zeit aus dem Dosier erhob, war der ganze Unterkiefer weg. so daß der Bartenkawm frei in der Lust stand. DaS Meer war von Blut rot und große Speckstück« schwammen umher. Aber immer noch hatte der Dal Kraft. Er peitschte mit dem Schwanz daS Wasser, daß er mehrere Meter hoch sprudelte. Doch schfießlich war auch der Schwanz fortqebisien worden. Gleichwohl schlug der Wal noch mit dem Stumpf so kräftig, daß er mit Leichtigkeit ein Boot zerschmettert haben würde. Doch endlich ging es zu Ende, und der Körper, fürchterlich zugerichtet, trieb dahin, während die rasenden Brrfolger fortgesetzt Stücke ouS den Speckseite« risien. DaS neugeboren« Junge wurde später wt gefunden und dem Ratutchistorischen Museum in Bergen zugestrllt. Neue Lleberrafchungrn aus Herkulanum. Die Ausgrabungen in Herkulanum, die bei dem schöne« Wetter in den letzten Monaten eifrig gefördert wurden, haben ganz überraschende Funde gezeitigt, die sich besonder- auf die Holzgegenstände beziehen. Während Pompeji abbrannte, bevor eS von den Lava- massen begraben wurde, war dies bei Herkulanum nicht der Fall, und so war eS möglich, daß sich hier unter der heißen Decke auch hölzerne Ueberreste in verkohltem Zustaud« erhielte«. So hat man hölzerne Treppen und Balustraden, Stühle, Betten, Tische und HauShal- tungSgrgenstände verschiedener Art gefunden. In einem Hause standen noch einige hölzerne Schüsseln herum, die Ueberreste von Nahrung in gutem Erhaltungszustand enthielten. Ter wichtigste Fund besteht in dem ersten Beispiel altrömischer Holzschnittkunst, das bisher gefunden wurde. Diese verkohlte Holzplastik stellt einen Mädchenkopf dar, an dem noch die in den Racken fallenden Haarlocken genau zu sehen sind. In einem fteigelegten Gebäude hat man nach der Anlage der Räume und nach anderen Anzeichen ein altrömisches Hotel erkannt. Im Parterre befindet sich eine große Halle, die zu einigen umfangreichen Räumen fiihrt. wahrscheinlich dem Eßsaal und den Gesellschaftsräumen. Eine hölzerne Treppe fiihrt zu den oberen Stockwerken, in denen zahlreiche kleine Schlafzimmer liegen, die in breite Korridore münden. In den Schlafzimmern wurden hölzerne Betten und Stühle sowie andere Dinqe, darunter dir verkohlten Ueberreste von Vorhän gen gefunden. DaS Hotel enthielt drei Baderäume, deren Fußböden aus schönen Mosaiken bestehen und die Dampfheizung hatten. regepte Arzueislecke an silbernen Löffeln reibt man mittels eines Flanelltuches und etwas Schwefelsäure tüchtig ab und spült mit heißem Wasser nach. Tinten» und Rostflecke können durch Salz, rechtzeitig angewandt, entfernt werden. Etwas Sah im Safte einer Zitrone läßt man im Sonnenlicht auf den Flecken zergehen und spült dann gründlich mit lauwarmem Wasser nach. Mesiiuggegeustände, Stangen und Griffe, schützt man vor dem allzu schnellen Blindwerden, wenn man sie wöchentlich einmal mit Oel abreibt. Farbige EeideuschalS werden trotz aller Vorsicht am Hals schnell fleckig und unansehnlich. Ein gutes und völlig unschädliches Reinigungsmittel ist Marsaillrr Seife. Man schlägt sie zu Schaum und läßt den Stoff dann einige Zeit in dieser Lösung liegen. Die Seide wird mehrmals gut anSgespült, in einem Tuch lose auSgedrückt, wobei zu beachten ist, daß keine Kniffe entstehen und dann, noch feucht, mit nicht zu heißem Eisen gebügelt. Emaillegrschirr darf nie mit Soda gewaschen werden. Mit etwa- Salz eingerieben, verschwinden alle Flecke lvnrloS. heitere«.> Mustereheleute.„Da, schau das Ehepaar Freudenreich, ein wahrS Musterehepaar, die siegen sich nie in den Haaren."—„Spaß, er ha»'n« Glatze und sie'n Herrenschnitt." Kurze- Glück.„AngeNagter, Sie besrrriren, die Zeugin zu kennen, während sie behauptet, mit Ihnen in wilder Ehe gelebt zu haben."— „Welchen Tag soll det jewesen sein?" Schach-Gtke. Alle Zuschriften und Anfragen an Gen Alois Patz. Druck und VeilaqSan« stakt, Trpliv-Schönau. Tischlrrgnsie !13. Fortsetzung.) Wir bringen heute etwas über Bedrohung. Schutz und Gefangennahme des Königs. Ein Grundprinzip des Schachspiels besagt, daß der König, ah die Bauntfigur des Spieles, unverletzlich ist. also, im Gegensatz zu allen sonstigen Schachsteinen, nicht geschlagen werden darf. Ein Spieler darf den feindlichen König zwar bedrohen, ihn mit einem Steine angreifen, er ist aber verpflichtet, den Gegner auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Dies geschieht durch den Zuruf„Schach dem König** oder kurzweg„Schach**. Hierauf m u ß der Spieler, dessen König bedroht erscheint(dem „Schach** gegeben wurde), sofort, mit seinem nächsten Zuge, diese Gefahr zu bannen trachten. Dies kann im allgemeinen auf dreifache Weise geschehen: 1. Der König kann flöchten, das ist auf ein benachbartes, nicht gefährdetes Feld ziehen. 1 Die schachbietende Figur wird geschlagen. 3. Wenn eine langschrittigo Figur, eine Dame, ein Turm oder ein Läufer den König bedroht(Schach bietet), kann ihre Wirkung durch Dazwischensetzen eines Steines unterbrochen werden. Besteht jedoch keine von diesen drei angeführten Möglichkeiten, dann ist der König gefangen, er ist mattgesetzt. die Partie ist damit entschieden. Der Spieler, dessen König mattgesetzt wurde, hat verloren, der Gegner ist der Sieger. Aus den strengen Forderung, daß der König unverletzlich ist folgt, daß ein Spieler den eigenen König auf kein bedrohtes Feld stellen dsrf. weiters, daß er auch keinen eigenen Stein ziehen darf, wenn dadurch dem eigenen König eine Schachge- fabr entstünde, das heißt, dieser Stein Ist gefesselt, durch die gegnerische, langschrit- tige Figur. Wird von einem Spieler erst später, im Verlauf der Partie bemerkt daß ein König bedroht ist(daß er„im Schach'* steht), dann ist die Partie ungültig. Wenn jedoch die Partie notiert*) wird, dann müßte sie von dem Augenblick an. da Schach geboten wurde, erst neu gespielt werden. Nur diesen, der Ausnahmestellung des Königs entspringenden Einschränkungen unterliegt die sonst freie Zugwahl der Spieler in der Partie. Jeder andere Stein, auch die Dame, kann ohne warnenden Zuruf angegriffen oder geschlagen werden, beziehungsweise in der Gefahr(en urise~ der Eroberung) belassen bleiben, ganz nach Gutdünken des Spiders, so lange der eigene König dadurch nicht bedroht erscheint. / In der nächsten Fortsetzung werden wir einige Beispiele vom Schachbieten bringen. Fortsetzung folgt! *) Zum notieren einer Partie sind Notationsblätter erforderlich, welche in jeder beliebigen Anzahl im Sportbans dos Arbeiter- Turn- und Sportverbandes(Aussig, Bahn- hofsp'atz 1) erhältlich sind. Dss notieren der Partie ist wichtig, weil man zur Selbstschulung jede Partie nachspielen und schlechte Züge korrigieren kann.