»r. so Wtter0attma4Mlaoe. 1929. GS« LrrnG mit fünf Weifen. a*M 4>. o. 2BcU. H. G. Wrll 4 hat einen neuen Roman geschrieben:„Mr. Btettsworthtz aus tat Insel Rampole", deutsch im Paul Zsoluay- Berlag. Wien-Berlin, der die Reihe der Werke dieses großen englischen Erzählers würdig ergänzt. Es ist eine seltsame Geschichte, dir hier erzählt wird, reich an Gedankengut und Reflexionen auf unsere Zeit. Blettsworthy ist ein kultivierter Engländer, der einer eigenartigen seelischen Erkrankung verfällt. Nach der tiefen Bewußtlosigkeit, in die er infolge eines Radunfalls gerät, ist in seinem Geiste erst alles rätselhaft verschwommen, dann spiegelt ihm seine Phantasie vor, daß er auf einer Schiffsreise nach Rampole, einem Kanni- balrneilanv, verschlagen wird und hier, wo noch das Megatherinm lebt— wenigstens sieht er es— lebt er lange unter den Wilden und erlebt sogar einen Krieg. An Wirllickkeit verbringt Blettsworthy die ganze Zeit in einem Reto-Parker Sanatorium. Langsam kchrt er aus feiner phan- tastischen Welt in die Wirklichkeit zurück, da bricht der große Krieg auS und nun ergeben sich seltsame unb tresende Parallelen zwischen dem im Traum Erlebten mch den in der Welt in Wahrheit sich abspielenden Ereignissen. Mit Erlaubnis des Berlages bringen wir nachstehend eine Stelle auS dem meisterhaft aeschriebenrn Buche zum Abdruck: Obgleich ich durch das.Zugeständnis eine häßliche Charalierveranlagung an den Tag lege, will ich bekennen, daß ich die fünf Weisen, mit denen ich essen sollte, allesamt verabscheute. Das Tpeisehaus war eine runde Hütte, die sich rings um eine kreisförmige Steinplatte erhob; die Wölbung des Daches war dadurch gebildet worden, daß man die langen, biegsame» Schilfrohre, aus denen die Hütte bestand, in der Mitte zusaminengedogen hatte; sie Wand war mit einem Fries aus Menschenschädeln geschmückt, dem charakteristischen Merkmal aller Gebäude von Bedeutung. Durch den Umstand, daß die Ctriirplatte, die uns als Eßtisch diente, rund war, wurde die Frage auS der Welt geschafft, welcher der ringsuur Hockenden die bedruteichste Persönlichkeit sei. Die auffallendste und dabei am wenigsten widerliche Gestalt von den fünfen war ohne Zweifel Ehit, gewöhnlich„die Auslegung" oder „das Licht" genannt. Wie bereits gejagt, war er untersetzt, runzlig und bucklig und trug ein großes, zu einer Rolle zusammengedrehtes Watt als Kopffchmuck. Er war einer der braunsten der Inselbewohner, hatte einen überaus großen Kopf und dunkle, stark glänzende Augen, die verstohlen beobachteten. AuS ihnen sprach eine auf der Insel ungewöhnliche Klugheit, eine wachsame Klugheit. Er saß jetzt, die Hände auf die Knie gelegt, auf seinen Hinterbacken und betrachtete prüfend mein» Gesicht, als ich eintrat. In seinem Berhalten zu mir lag etwas wie Eigentumsrecht, was mich reizte, obwohl ich ihm tatsächlich mein Leben verdankte. Er war derjenige gewesen, der mich als wahnsinnig erklärt und bestimmt hatte, daß der Verweis mich nicht treffen dürfe. Unter seiner Anweisung war ich zum heiligen Irren gemacht wor- de». Ahm oblag es, meine Absoicherlichkeiten zu beobachten und auszulegen; er stellte fest, welche Omen sich aus meinem Berhalten ergaben. Gelegentlich deutete er mir an, was ich zu tun hätte. Es bestand in dieser Hinsicht ein stillschweigendes Einvernehmen zwischen uns. .Einen starken Gegensatz zu seinem aufmerk- samen Gesicht bildete daS unbewegliche Antlitz des Kriegers Ardam, Ser„die Ehre des Stammes" genannt wurde. Durch seine Rase war eine große Muschel gebohrt, Haifischzähnc schmückten die Ohrläppchen, und oberhalb seiner großen, vorstehenden und glasigen Augen zeigten sich durch Schnitte und andere Mittel künstlich aufgeworfene Fleischwülstc. Das Haar hatte er sich zu rotgefärbtcn Hörnern zusammcn- gedreht, dir Fleischwjlste und gehciniuisvollen Tätowierungen auf seiner nackte» Brust waren zwecks größerer Auffälligkeit mit gelbem Ocker und Holzkohle umrahmt. Lange, magere Hände umschlossen die knochigen Knie, die Beine waren ordentlich und stramm vcrkreuzt. niid in Erwartung seines Mahls langte er geräuschvoll an den Zähnen. Dir drei kahlköpfigen Alten waren Sie Richter des Stammes. Der eine halte eine riesige, plattgedrückic Nase und spiralförmige Tätowiernugen aus den Wange»; der zweite sah aus. als ob eine völlig eingctrockncte Haut über einen Totenschädel gezogen worden wäre, und die Zähne- hatte er sich kokett abwechselnd rot und schwarz bemalt, wie es die Frauen zu tu» pflegen; der dritte, dessen Wangen ebeu- falls tätowiert waren, jedoch iu konzentrische» Kreisen, befand sich in eineyr mehr flüssige» Zustand des Verfalles, geiferte, schien zu zerfließen. Am Alter waren ihm über das ganze Gesicht hin verstreute Haarbüschel gewachsen. Ansätze meiner verspäteten Ankunft maße» mich alle drei mit fenchfeligen Wicken. Ach machte die vorgeschriebenen Gebärden der Begrüßung und zwang meine nur allzu zivilisierten Beine in eine hockeirde Stellung znr Rechten Chits. Ardam klatschte in die Hände, zwei be- nialte und geölte junge Mädchen erschienen und stellten eine längliche Schüssel aus Holz, die einein breiten Kanu glich, auf den Tisch, sie enthielt unser Mahl. Wir fielen nicht sogleich darüber her. DaS verbot die Etikette. Wir griffen mit der rechten Hand in die Schüssel, erfaßten ein saftig aussehendes Stück und warteten, iichem wir einander mit einer Miene heiterer Freundlichkeit anblickte». Wir müssen wie drei Paare von Boxern ausgesehen haben, die im Begriffe sind, das Kampffpiel zu beginnen. Dann, als würden wir im gleichen Augenblick allesamt von derselben Eingebung erfaßt, machte sich jeder darau, den gewählten Brocken in den Mund seines Gegners zu schieben. Damit taten wir dar, daß wir selbstlos seine Freude höher achtete» als Vie eigene. Ach halte die Gewohnheit, ein möglichst knorpeliges Stück auszilsuchcn und nicht so sehr nach dem Munde, als vielmehr nach dem Auge meines Rrben- Ulannes zu zielen: überdies biß ich tüchtig in die Finger, die sich mit dem mir dargereichten Leckerbissen zu weit vorwagteu. An jenem Tage aber erhaschte Ehit meinen Brocken mit der Geschicklichkeit eines Flußpferdes in einem zoologischen Garten, und seine Finger tamen heil davon: er wischte sic quer über mein Gesicht hin sein säuberlich ab. Ach taumelre nach I hinten, sand aber das Gleichgewicht alsbald ! wieder.„Hooo," entfuhr es inir. Wir verzehrten unsere Brocken mir schmatzendem Wohlbehagen und»ntcr beifälligem Grunzen und kauten etwas länger daran, als unbedingt nötig gewesen wäre. „Die Freundin ha: uns von« allerbesten gegeben," sagte der Alte mit dem Totcnschädel, als er den Mund leer hatte. Wir anderen wiederholten diese dankbaren Worte,»ich nachdem wir so der guten Sitte Genüge getan hatten. — 2— machte sich jeder Saran, möglichft viel vom Rest des Gerichtes zu erhaschen. Ich beteiligte mich nicht sehr lebhaft an dem Wettstreit, denn ich beschränkte mich vorwiegend auf die Wurzeln und Blätter, mit denen das Gericht garniert war. Solange die Geräusch« des Schlingens nicht den Anzeichen einer angenehmen Grsätttgcheit Platz machten, verbot die gute.Sitte jede Ablenkung der Aufmerksamkeit durch ein Gespräch: wenn sich aber die Schüffrl-zu'leeren begann und eia oder zwei Kürbisflaschen voll der gegorenen Boganußmilch ausgetrunken waren, zeigte sich bei allen Anwesenden die Neigung zu sprechen. Dies war der Augenblick, da der Geist des Stammes rege wurde Man tauschte Ndeen aus und spielte mit ihnen Und ich konnte bei diesen Anlässen über mancherlei Aufschluß gewinnen An jenem Tage ober, an dem ich mich auf mich selbst besonnen hatte, war ich mchr dazu gcnciat. Mitteilungen zu machen, als meinen Genosien zu lauschen Der Augenblick des Gespräches kam. sobald der Alte mit der eingctrockneten Haut das Mahl in oller Form beendet hatte Ihm Mag rS.„Dank der Freundin" zu sagen und seine Befriedigung über die Güte des Essens durch Rülpien zu bekräftigen. „Dank der Freundin." wiederholten wir und rülpsten ebenfalls. „Seil dem weilen kleinen Kletterfaultier, dem Patriarchen und Beherrscher unsere? Stammes! Mae es in aller Ewigkeit auf dem Baume des Lebens umücrklettcrn• Denn man hatte diesen Geschöpsen aus einen« von Sträuchen« bewachsenen Felsvorsprung in halber Höhe der Klippen zwischen den Zweigen einiger Bäume eine Art Käfig gebaut, und es bestand di« seltsame Ansicht, daß diese harmlosen kleinen Tiere über dem Schicksal des Stammes walteten. Die meisten gewöhnlichen Leute glaubten daran unbedingt. Chit, Ardam und die Alten galten bloß als Minister und jene seltsamen Liebfinge des Stammes fiüsterten ihnen angeblich Weisheit ein. Ohne Zweifel war jener sonderbare Glaube das Ucberbleibsel einer sehr alten, nunmehr aber im Verschwinden begrifienen Tieranbetung. doch ist es mir infolge meiner geringen Forfchungsgabe niemals gelungen, näheres über seinen Ursprung zu erfahren Als einziges Gegenstück dazu in der zivilisierten Welt fiel mir die beifige Herrschaft des Mikado vor der Modernisierung Japans ein. In der PrariS befreite diele Lehre Cbit und seine Genossen von der Verantwortung für Bevorzugnnpen, Verfolgung und Thranneien- aller Art. Sie behaupteten, da? kleine Banmfaultier habe ihnen dies und das zuaefiüstert. und sofort war das instinktive AnhänolichkeitSaefübl des Stammes wach Cbit und seine Freunde herrschten über den gemeinen Mann und fraßen ihn auf: da war es inimerhin ein Trost, sich einzubilden, daß die kleinen Faultiere ihrerseits über Cbit und seine Freunde Herrichten. Ich wiederholte den üblichen Wunsch, daß der Bau»» des Lebens niemals der Schar parasitischer kleiner Herren ledig sein möge, die I auf ihm herumklcttertcn. ÄS« Land tn 6türmc. Hon®r. fimii xritrtier. Die unerforschte Ferne und das Abenteuer lockt. Immer wieder finden sich kühne MSnqer, die allen drohenden Gefahren ;um Trotz hinausziehen, angelockt' von dem Reuen und Unbekannten, um zu erleben und große Eindrücke aufzunchmen Den- voller für die Wissenschaft und die Menschheit überhaupt allerdings sind jene, die ausziehen im Dienste der Forschung, ausgerüstet mit dem entsprechenden Borwissen, um unbekannte Gebiete der Erkenntnis der Mit- und Nachwelt näher zu bringen. Ein solcher Forscher ist Dr. Em.il T r i n k l e r. der als Durchsorscher Asiens sich bereits einen bekannten Namen erworben hat. In den Jahren 1927/28 war er Führer der„Deutschen Zentralasien-Expedition", welche sich di« Ausgabe gestellt hatte, im Herze» Asiens, wo kaum jemals noch Europäer längere Zeit geweilt haben, Wüsten, die einst kulttviertc Gebiete waren und deren Ruinenstädte heute ürf im Sande begraben liegen, nach vergangenen Kulturen zu durchforschen Das gilt insbesondere von der Wüste Takla-Makan in Jnnerasicn, in der eS Dr. Trinfier gelang, wichtige und wertvolle Furche zu machen, die über verschollene Völker manchen Aufschluß geben. Ein anderer Zweck der Expeditton war, die gewaltigen Gebirge und Hochländer JnnerasienS auf ihre geologische Beschaffenheit zu prüfen und Trink- lrr fand dort manchen Aufschluß über den Aufbau unserer Erde. ES gelang ihm, von seiner Forschungsreise wertvolle? Material für die Wissenschaft heimzubringen, Material. daS beinahe verloren gegangen wäre, denn mitten in seiner verdienstvollen Tä-> ttgkeit wurde ihm nicht nur aufgetragen, I feine Arbeit einzustellen, eS wurden ihm I auch alle Sammlungen beschlagnahmt. Es bedurfte langer Verhandlungen, um diese Sammlungen wieder freizubekommen und sie über Rußland nach Deutschland zu bringen. Die Expedition hatte während ihrer Tätigkeit mit ernsten Gefahren und ungeheuren Mühseligkeiten zu kämpfen. Seuchen und Hunger, maßlose Kälte und glühende Hitze traten ihr ebenso hindernd in den Weg, wie Sand- und Schneestürme. Dr. Trinller berichtet darüber in einem soeben erschienen Buche t„Jm Land der Stürme". Mit und Kamelkara- wancn durch Jnnerasicn. Mit 120 Abbildungen, 4 Aquarellen und einer Ueber- fichtskarre. Verlag F. A. Brockhaus, Leipzig. Preis Mk. 18.—, in Leinen Mk. 15.—), ohne Ruhmredigkeit und Heldcnpose. Rach- stehend bringen wir mit Erlaubnis deü Berlages eine Stelle aus dem äußerst lesenswerten Buche zum Abdruck: -.ui 27. März betraten wir die Zone des lebenden PappclwaldeS. Um 11 Uhr stießen wir plötzlich auf unsere alten Spuren, die sich trotz dem Sandsturm an einigen Stellen gut erhalten hatten. Bei dem ersten Kaincldornstüd ließen wir unsere braven„Schiffe der Wüste" grasen, mit derselben Ruhe und Würde, die sie immer zur Schau tragen nahmen sie auch diese» erste„Mahl" wieder ein. Das Futter war in den letzten Wochen recht kärglich gewesen, denn Gras, Schilf und Kameldorn fehlten in dem von»ns besuchten Gebiet vollständig, daher waren die Kamele auf Kunjura und Mehlklöße angewiesen gewesen. Mittags stießen wir wieder auf nnsrrn ersten Lagerplatz und sahen, daß sich im Brunncnloch ziemlich viel Wasser angesammclt hatte. Bis 4 Uhr bewegten wir uns noch weiter durch abgestorbenen, alten Pappelwald und schlugen dann in einer Senke Lager. DaS Wasser stand hier nur etwa einen Meter unter der Oberfläche, war aber schwach salzhaltig, ein Zeichen, daß der Khotan-darya in der Nähe war. Am folgenden Tage wollten wir uns nun trennen: ich selbst beabsichtigte, nach dem Masar-tagh zu ziehen, um dort geologffche Untersuchungen anzustellen und dem au« dem 8. Jahrhundert staninieirden tibetischen Fort einen Besuch abzustatten, während Boßhard die Arbeiten am Rawak-Stupa fortsctzen sollte. Auch wollte er noch nach Kholan, um die dort inzwischen eingelaufene Post zu holen Am 28 März, bei trübem, kaltem Detter, brachen wir ans,'Boßhard zog iwch Südwesten auf Tawck-krl zu, während ich mehr westlichen Kurs auf Kosch-sattma einhielt. Das Lager ficß ich diesmal nicht auf den Dünen, sondern auf der mit niedrigem Gestrüpp bestandenen llfertrrrasse aufichlagen. Am 31. März hatten wir endlich, wieder einmal einen sonnigen Frühlingstag. Frühmorgens erschienen zwei Reiter aus Islamabad, die uns Proviant— Eier«n«d Hühner— brachten. Abwechselnd ging es daS ausgctrockne.e Flußbett entlang und durch randliche Dünenzonen, in denen toter Papvelwald und Tamarisken vorherrschten. Ein selttamcs Bild boten die hoben, weißen Dünenkämme, die das dunkle, ausgetrocknete Flußbett im Westen begrenzten. Hie und da sah man noch einige schmale, blaue Wasseradern stehen. Nachmittags war es schön warm, der Himmel strahlte blau, es regte sich kein Lüstchen. Lerchen trillerten in der Luft, und Scharen kleiner Käfer, unsrrn Maikäfern ähnlich, summten über dem erhitzten Sand. Urcker Lager lag sebr malerisch mitten im hohen Dschungel am Rande des Flußbetts. Tie Ukerzone ist hier fast undurchdringlich, bei jedem Schritt bleibt man im Torngeslrüvp hängen, und das dichte, etwa drei Meter hohe Schilf läßt einen fast kaum vorwärts kommen. Am 1. April ging es durch die dichte Dlchungclzone, die das Flußbett begrenzt, weiter, an manchen Stellen mußten Waldürände startgesunden haben, überall standen schwarze, verkohlte Stämme und hoben sich gespenstisch von dem gelben Schilf ab. Dann wiürer ging es stundenlang im ausgctrocknetcn Flußbett entlang, in dem hin und wieder Sandtromben aufgrwirbelt wurden. Im Norden war der Himmel dunkel, als ob ein Gewitter drohe. Die Lust war vollkommen still; ein unheimliches Schweigen herrschte ringe um uns. In einem großen Schilffeld hielten wir MittagSrast und ließen die Kamel« grasen. Die einzigen Menschen, die wir an diesem Tag« trafen, waren zwei Männer»ich zwei Frauen, die mit ihren drei Eseln von Aksu nach Khotan unterwegs waren. Die Sonne neigte sich schon dem westlichen Horizont zu, als wir Lager schlugen. Um 3 Nbr hatten wir eine zum Rasten ganz günstige Stelle passiert, aber es war mir zu früh gewesen, dafür mußten wir nun noch weitere zwei Stunden durch Sand und Dschungel marschieren, ehe wir wiÄer Wasser sanden. Am 2. April erreichten wird den Masar- tagh Auf dem Wege dorthin sichteten wir einige Gazellen— Kijik genannt. Die Tiere waren aber sehr scheu, so daß wir uns ihnen mcht nähern konnten. Kurram wollte versuchen, die Gazellen zu jagen,»nb bald ging die wilde Jagd durch das dichte Dschungelgestrüpp der Userzone. Mehr und mehr tauchte die in bläulichen Tönen schimmernde Masar-tagh-K«ite vor uns auf. Gegen 12 Uhr, als die Sonne uns mit ihren Strahlen fast versengen wollte, trafen wir am äußersten südöstlichen Vorsprung ein, wo die roten Sandsteinllippen steil zum Muß abfallen. DaS Bist» war änßerst malerisch. Der Himmel war von reinstem Hellblau, gegen das daS Weinrot und Orange der Felsen sich prächtig abhob. Wie hellblaue Seidenbänder zogen sich einige Wasserader» durch daS sonst anSgetrocknete Flußbett. ES war totenstill, nur ab und zu hörte man das feine Summen einer Moskito. Nach dem Mittagessen brach ich mit Rosesan zu einem Marsch in di« Berge auf Eine sehr seltsame Landschaft umgab unS dort, llrbcrall schauten die rötlichen, nach Süden einfallenden Sandsteinwände aus dem Sande heraus. An einigen Stellen entdeckten wir noch kleine, aus drei aneinandergebundenen Stöcken gebildete Pyramiden: sie rührten vielleicht noch von Steins Expedition her Ich querte dann den Rücken von Süd nach Norden und hatte dabei alle die vielen von Nordwest nach Südost verlaufenden Sandsteinrücken zu überschreiten. Ms ich den höchsten Kamm erklommen hatte, blieb ich wie gebannt stehen, so unvergleichlich malerisch war das Bild, daS sich meinen Augen bot. Vor mir lag ein grünlich gefärbter Bergrücken, durch eine orangegclbe Sandzone von de» weinroten Sandsteinklippen getrennt, auf denen ich stand. Zu Rechten hatte ich die Ruinen des alten tibetischen Forts, und dahinter wurde das farbenprächtige Bild von dem großen Flugtal begrenzt, in dem sich einige große blaue Wasseradern abzeichneten. Je mehr sich die Sonne dem Horizont znneigte. um so tiefer wurden die Schatten, die vom Blau ins Biolett spielten. Die Position des Forts ist großartig gewählt; wie eine alte, verfallene Ritterburg steht «S auf der Klippe über den» Fluß. Häusliche«ottMSae. Ei« vollkommen schadloses Bleichmittel ist die Weinsteinsäure. Vergilbte Wäsche behandelt man wir gewöhnlich, legt sie über Nacht in reineS Waner, dem auf se ein Liter Master ein Teelöffel voll Weinsteinsäurr brigefügt wird. Haudschveiß ist rin lästioeS Nebel, von dem man sich aber befreien kann Zu diesem Zweck läßt man Eichelrinde in Wasser tüchtig auS- kock>cn. und zwar se eine,, a»^ä»kten Eßlöffel voll in einem Liter Waffer. In dieser Lösung werden die Hände ordentlich gebadet und nach gründlichem Abtrocknen mit etwas Salizhlstreu pulver einoeri-ben. Das Vert-'bren muß jedoch mehrmals wiederholt werden, wenn cS Erfolg haben st>n Glasstöpsel, die sich gar nicht oder nur sehr schwer aus der Flasche lösen lasten, beträufelt man mit einigen Tropfen Glhzerin, läßt rin wenig aufweichen und kann sie danach ohne weitere Mühe herauSziehen. Gummikchläuche,-Schuhe, di« Ringe der Einmachgläser, wie überhaupt segliche Gummiartikel bleiben weich und geschnieidig. wenn sie nach jedesmaliger Reinigung mit Glyzerin abgerieben werden. Farbiges Schuhwerk soll man von Zeit zu Zeit einmal einer grürchlichen Reinigung unterziehen. DaS geschieht am beiten mit kastilischer Seife, die mit einem Pinsel auf das Leder aufgetragen und schaumig gerieben wird. Mit einem sauberen Tuch trocken gerieben, sieht der Schuh wieder wie neu aus und braucht eine Zeitlang nur wieder mit Creme poliert zu werden. Sin Männlein fleht im Walde.. Auf einer weiten grünen Wies« staick» Herr Treuherzig. Milten im Gras Reben einem Baum Und in Strümpfen. ,Ma§ machen Sie denn da?" fragte einer, der zufällig vorbrsidm „Ach. dast ist ein Pech." klagt« Hrrr Treuherzig.„ich habe mir heut« früh in der Stadt ein Paar Schuhe gekauft und sie gleich anae- zogen Und do haben si« nun gedrückt und gedrückt, so daß ich nicht weiter konnte. Da habe ich sie hier ausge- zoaen Und dann ist«in Mann vorübergekommen, ein sehr liebenswürdiger Mensch und hat mir angeboren, si« kn die Stadt zu tragen, um st« umzutauschen.". „Ein Fremder?" ,La. ein ganz Fremdr." „DaS vvrstehe ich nich!. Haben Sie denn da kein« Angst?" ,^Doch. Ich warte hier schon sechs Stunden. Es wird ühm doch nichts passiert sein?" (,Ser wahre Jako-b") Was schenke ich meinen Kindern? Die Frag« vor Weihnacht«,. Richt alle Eltern finden Zeit oder nehmen sich die Mühe, darüber nachzudenken und entscheiden sich für Spielzeug, daS das Kind im ersten Augenblick erfreut, aber bald als langweilig beiseite gelegt wird. Ein Geschenk soll dauernden Wert haben und eS soll vor allem die Kinder anregen. Nichts kann nun das Kind bester anregen als Selbstbeschäftigung, als die Möglichkeit, Spielzeug, Gebrauchsgegen- siände und Apparat« aller Art selber anzufer- tigen, oder Spiele, die immer neue Spannung Hervorrufen. Der Suche nach solchen Geschenken kommt der Verlag Otto Maier in Ravensburg(Deutschland) entgegen, der Mustergil- tigeS auf allen diesen Gebieten, den Gebieten des Spieles und der Selbstbeschäftigung hervorgebracht hat. Man laste sich die Beschäftigungsbücher und Spiele dieses Unternehmens Vorlegemoder man laste sich einen Katalog des Berlages einsenden und man wird gewiß erkennen, daß man neben Büchern seinen Kindern keine größere Freude bereiten kann, als indem man ihnen, je nach Wtrr, Veranlagung und Vorliebe einige dieser Beschäftigungsheste oder Spiele schenkt Da fin»»ar all«« dir S»>rlr. B«r zwri JahrzctzMkn diackl« dir Snv-Ii Ou» Mairr ein Spiel 4a>| bin (ar Hera»,, dar heule deren, iu über 00.000 Exemple re» Verdiener ist. tl war die, da»»rite»er loaeuauiueu EI».Spiel«.»au denen di» trtzl drei erschienen sind und denen In den nächöen Jahren noch wevere folgen fol- le» Jede» einzelne ift»knarrig nnd lehr»ureehaIte»L. ad- wechllungsrelch»ud ipannend. da et immer neue Epirl- ktuatione» hervordringl Die neuen he«! Spiele find:.Rein an» ran»" lUnkgad- N Ml. SJO.® SRI 2—,.{Ma*, ein Spiel für zwei INueaad« A M. 3.50, B SRI. 2.—). Schließlich.Die»raße Walle-, für vier Spieler(8u»»aie A Mk. L50. v Mk. L50). Für Sleinkindee»Ide er nach ei» andere» Spill. ^Nümchenlplrl-»rnaunt.-Nndgad: S SRI. 3.5’i, B Mt 1Ä) Aelondcr» schon find einige 3!enan»gal>en der dr.'ann- len..QaarlrNspiele- qeralen. Sie»«sagen.Denische Dichter-,-Komponifien-,.Plastisch« kennst- und.WelUilerame-. Ein lehrreiche» und irine» Spiel fPrri» jede» Spiele» MI 2-., Ungemein reich ist die Sammlung von Beschäsii«»»»»» hefte» aller kitt. irs gib:»raße, schöne Spiellasteuonrguben ml: künstlerisch empfundenen Vorlage» und reichem 2lr- deir»n»:rri»I, daneben tzesiankgaben. die für den piaknscheu Gebrauch in klinderstube und Aindergarte» bestimmt sind. Wir nennen von de» Leichästtgunggipielen:.F a I r- kchnltt-,^Zarmenklebrn-»ich.Hnlnibeu* !s« SRI. 1.25), von den Beschästigungihrfitu:„Ann: VN- vierarbeiren-,.kluanahe»- und.Konturen- I l c b e»- Qe SRI. 1.20 US 1.S0). Suf dem Gebiete der Laubfögrarbeit gibt e» dt«> Pen«»: Heste zur Erzeugung von Jaghtiersiguren, bewegliche Holzsachen, Egendahnen u. a.(je SRI. tl.BO) Daneben m.-gezeichnete, moderne SRabeRieebag«, in der Peche.Bunte Banhefte-t.Puppenstube-,.E i> c n b a h.Fabrik- und.Siedln»»-. Für größer und iortgeschrillenrre Ikind.-r d'eie: dl« Sammlung von Zuleitungen za« Selbstbau Nau technisch«» Apparat,». Bla»«»«», Spiel- und Spartgerite» außerorornt. Ilch viele«. Die jungen Menschen linde» hier die Anleitungen zur kinsrttignng von kleinen Pachten, Faltbooten, Elektrizität». nnd Padloapparatrn, Dampf, und anderen Maschinen, Flugzeugen, Flugdrschen, SnsibaRonr und andarr» mehr. Was mancher nicht weiß. DaS kälteste Gebiet der Erbe ist das Gouvernement Jakutsk, östlich des Lena-FluffeS i» Oftfibirien, und hier hat wieder der Ort Wer» chojanfk im Tale der mittleren Jana die niedersten Wintertemperaturen, die jemals auf der Erde gemeßen wurden. An besonders kalte» Tagen sinkt hier die Temperatur auf fast 70 Grad, und diese furchtbare Kälte kann selbst von dem dort wohnenden Polarvoll der Jakute» nur deshalb ertragen werden, weil gerade, st» der Periode des strengsten Frostes völlige Windstille herrscht. Die Annahme indessen, daß Wev- chojanfl gewissermaßen den Kältepol unserer Erde bildet, hat sich, wie Prof. Baschin mst» teilt, nicht bewahrheitet. Der russische Geologe Prof. Obrutschew hat nämlich weiter Mich st» dem Gebiet deS Jndigirka-Flusies ein bis dahür völlig unbekanntes, mächtiges Hochgebirge entdeckt, in dessen Gegend die gemessenen Temperaturen jeweils noch 4 fä 7 Grad unter denen von Werchojanst lagen. Man neigt daher der Annahme zu, daß der Kältepol" der Erd« sich allmählich nach Osten hin verschiebt. DaS erste Kaffeehaus wurde 1652 in London, 7671 ein solches in-Marseille und 1683 in Wien errichtet. Bald darauf wurde der Kaffee auch in Deutschland ein sehr beliebtes Getränk Der Bambus gehört zu den schnellwachsen- den Pflanzen. Bambus arnndienaeea zuui Beispiel wird bis-10 Meter hoch bei einem Durchmesser von nur 30 bis 40 Zentimeter. Sind die Halme erst einmal einen Meter hoch, dann schießen sie mit großer Geschwindigkeit in, die Höhe: das tägliche Wachstum beträgt bis zu 10 Zentimeter, so daß der Baum schon nach wenigen Wochen seine volle Höhe erreicht hat und von da an sich nur»och innerlich auswächst und langsam reif wird, was etwa vier bis fünf Jahre in Anspruch nimmt. Zufall.„Sind Sic verleichr aus Birna?" —„Bedaure sehr."—„Nu, ist Sie das aber ein merkwürdiges Zusaunnentreffen, ich bin Sie nämlich auch nicht aus Birna." Empfindlich. Gattin:„Ich verbiete dir, daß du im Batcr-unser bei der Bitte:„Erlöse mich von dem Nebel" immer mich ansiehst." Deutsch« Zeitung lu Amerika. Der Laufbursche trat in das ungeheizte Stübchen deS Chefredakteurs und sprach:„Mr. Editor, es ist ein Stromer draußen— der sagt, er hat seit sechs Tagen nichts gegessen." Der Chefredakteur, zugleich Austräger, erwiderte:„Bring ihn herein. Wenn er uns sagt, wie man das macht, könne» wir das Blatt noch eine Woche halten." Der Weiukeuuer.„Herr Wirt, nu jeben fe maa'ne Pulle Mosel, so'nn schecn'n RüdeS- heiuier."—„Rüdesheimer ist nicht Mosel, sondern Rheinwein.. Aber ich will Ihnen eine» Berncastler Doktor geben, der volle dreißig Jahre in meinem Keller liegt."— ,L)et kennte Ihnen so paken— bei ick Ihre ollen kadenhieter anssaufc!" Ersah.„Lieber Mann, ich habe soeben auf der Straße Ihren Hahn überfahren. Ich will ihn ersetzen."—„Da haben Sie sich aber viel vorgenommen, ich habe vierzehn Hühner!" Die Supp«. Restaurant in Berlin. Kommt ein Gast. Bestellt sich eine Hühnersuppc.„Hö- rensiemal", protestierte er, das nennen Eie ein« Hühnersuppe? Da ist doch nicht ein Stück Huhn drin. Meint der Wirt:„WaS hat dem» daS damit zu tun. Äst vielleicht in einer Kö» niginsnppe eine Königin?" „Di* dritte SttbetaKg SMeritu*' Dies ist bet Titel eines Buches ve» Alfons Golbschmibt, das im Rowohlt- Verlag, Berlin, erschiene« ist, ei« AmerSa- Buch, das jeder, der sich für Amerika interessiert, lesen sollte. Wer auch über diesen KreiS hinaus wirb diese mit zMreiche» Bildern nach photographischen Aufnahmen anSgestattete Reisebeschreibung, die nicht die Landschaft, sondern dit sozialen, wirtschaftlichen Verhältnisse und die Menschen in den Borde^rund der Betrachtungen stellt, mit lebhaftester Anteilnahme und Ruhen gelesen werben. Wie aus dem letzten Buche von Egon Erwin Kirsch lernt man auch hier einiges von der Kehrseite der amerikanischen Verhältnisse kenne», besonders jene der Staaten Latern-AmerikaS. AlfonS Goldschmidt hat vor dieser Reis« über ein halbes Jahr in Argentinien und drei Jahre in Mexiko gelebt, er besah also genügend. Vorkenntnisse und Vertraucheit mit den Zustände» in diesen Länder»!, ehe er sich auf seine Entdeckungsreise begab. Als Borwort stellt der Verfasser ein Gedicht voran, daS deutlich die Gesinnung, aus der heraus das ftsielnde Buch geschrieben ist, zeigt: Jahre zieh ich nun mit allen Winden, Irgendwo ein bißchen Licht zu finde». Unter Fichten und Kakteen Ist dasselbe dunkle Bild zu sehen. Kalte Zone oder heiße Zone, Roggenkorn und Kaffeebohne: Auf Kartoffeläckern, an Kakaosträuchen, Hört ich immer nur den Kuli keuchen. Aller Arbcitsfegen zieht nach oben. Menschen nnb Menschenkinder ans aller Welt. Von Anna Eiemsen. lllrauia-Verlagsgescllschaft in. b. H., Jena. Mit 21 Abbildungen auf KunstdruckpaPier, 112 Seiten, in Halbleinen RM. 3.—.) Ei» neues Buch von Anna Siemsen für Kinder von 12 Jähren, für die Jugend und Erwachseuc beiderlei Geschlechts gleichermaßen geeignet. Interessante Entdeckungfahrten ips Land der Jugend aller Welt werden in dem vorzüglich ausgestatteten und mit prächtigen Bildern versehenen Buch unternonnnen. Ans den Berichten von Forschungsrcisendeu, aus der Literatur ftemder Völker und aus autobiographischen Romanen berühmter Schriftsteller bat A. Siemsen eine Anzahl Packender unk charal.'cristischer Schilderungen aus dem Kinderleben ausgcwählr und jede mit einer dir Lebeusverhältiliffr und Tillen des bctrei- fendrn Volkes kur; umrcißenden trefflichen Eiulrirung versehen. Ein Panorama oon seltener Lebendigkeit und Anschaulichkeit zieht da an uns vorüber:, Bilder aus dem glücklichen Leben der Jndiaiierjugcnd Südamerikas, die spielend in ihre Lebensaufgabe» hieinwächst. aber auch die erschütternde Leidensgeschichte, die ein Südseekiud als Folge der Kolonisation durch die»Kiilturbriügcr" erleiden muß, Bilder aus dein Leben arabischer und afrikanischer Hirte», rumänischer und österreichischer Bauernkinder, ruffischer Straßenjungen, Bilder aus dem Ghetto, aus dem chinesisch^.. Familienleben und viele andere interessante Bilder aus dem Leben von Menschen freinder Länder. Das von Anfang bis Ende gleichermaßen unterhaltsame Buch weitet zugleich unfern Blick, vermehrt und vertieft unsere Kenntnis und wirbt schließlich, oh«e jede Aufdringlichkeit, für den Gedanken der Gleichberechtigung aller Menschen. Ciwe chivestfche Legende. Die Büchergikde Gutenberg, Berlin, hat die Legende„Mits««obu" von Fritz Rosenselb als reizvoll ausgestattete Prämie für die Werbung eines Mitgliedes dieser Gemeinschaft herausgebracht. Die Handlung dieser Legende ist nach China verlegt; aber daS chinesische Gewarch ist nur ei« Kleid für die in aller Welt geltende Wahrheit, daß dem Volke die Wunder des Geistes, das Diffeu und die von den dahingegan» genen Generationen gesammelten Erfahrungen vorenthalteu werden. Mitfanobu ist eine pro» mecheische Gestalt, er verkörpert die Lichkbrin- ger, die Aufklärer aller Völker und Zeiten,»ich er muß die Leiden und Kümmernisse aller dieser Märtyrer ihrer Mission auf sich laden. Der Autor hat dieser Gestalt einen chinesische» Namen gegeben, hat sie in ein chinesisches Milieu gesetzt, weil ihm damit die Möglichkeit gegeben ist, der Symbolik die starke Kraft chinesischer Zeichen zu geben, die reiche Kulisse einer farbigen Phantasie aufzubauen und den Hell» seiner Fabel der ganzen Grausamkeit des chinesischen Milieus entgegenzustellen. Me der Traum eines Dichters ist diese Legende. Die Fabel dieser Legende und die in Mitsänobu verkörperte soziale Leidenschaft haben den Verfasser über sich selbst hinauSwachsen lassen. Seine Dichtung ist herrlich wie die,aus vergangenen Jahrhmcherken überlieferten Bilder chinesischer Meister. Niemand kann dieses Buch kaufe». Auch kein Mitglied der Büchergilde kann es käuflich erwerben. Dieses Schmuckstück unter den Werken der Büchergilde Gutenberg wird nur als Werbeprämie abgegeben. Ein neues Mitglied der Büchergilde.zuzuführen, ist nicht schwer. Jeder kann sich mit geringer Mühe die Werbeprämie„Mitsänobu" verdienen. Weihnachtsbncher für die Kinder. Alfred Hahns Künstler-Bilderbücher. Bei Ser Auswahl von Kinder-»ich Märchenbüchern ist Vorsicht und sorgfältige Auswahl besonders erforderlich. Künstlerisch hervorragend und sehr empfehlenswert, aber auch pädagogisch einwandftei sind auch Heuer die Neuheiten, welche der bekannte Verlag Alfred Hahn(Dietrich u. Selll in Leipzig fiir Weihnachten heransgegeben hat: .Sab luitifte 1 X 1 für»Itie Von Sertmb Caspari. Itfir 4—GjöbxiflC. Mk. 4—. Eia gar fidele« Buch, von Sertrud Caspari mit viele» färben- bauten, einprägsamen Bildchen illustriert, da- bei snchcr Unterhaltung den Meinen Kenntniste i« Aechueu beibringt. ^Pelerlea Wanderfahrt-. Eia lustige«, uaze^eitzbarr« Bilderbuch v?n Erika Milcher, mit Berken von Adolf Holst. Mk. 8. Eia Buch, da« die AllcrUeiutzeu eurzückcu wird. -Tie Wunderfatzrt-. irnftige Bilder van Borravrk La nd o r. mit Bersen von Albert Dirtns. Mk. 4.—. Da« ist einmal ein ganz moderne«, ungemein fa-beupvächtiges Bilderbuch, man kann sagen: einzig in feirr-.r Art. Die Er- lebuiste vveier Kinder, die von ihren Druden in«^Vnu- verland" getragen werden. »Weihnacht. Weihnacht überall!- V".hilackrsmärchca von Ernst Lu her. Dichtung von Ad. Holst. Mk. 4.ÜV. Das große Hetz der Kinder und der Liebe findet hier seine künstlerische Verherrlichung. Die VeihnachrSvorsrende. der Deidnachtstrubel, der BeibnachtSzonber in Wald und Fell», die Fetzstimnruug bei den Merckchenki^enr. wird in diese« von Poesie und Humor eriüStrn Buche ansgeyeichnet dar- gestellt. »Alte und nrne Märchen-. Brer Baa-r. Jever era^eln vänstich. Preis fe Mk. 2.—. Ein« varzägUche Sammln», der beste« alten«ck auch aene» Märchen, feder Band gort anßgestattet und mit viele» Bilder» geschmück:. Erst Aasti,««gestattet ist auch^ahn» Kinder, and Märcheakaiender-. der hener nun schon i« dritte» Jahr- gange erscheint. Es ist ei»» reiche Fülle von Gaben an Er-ählungen. Verse« und viele» anderen, wo« der der»a»n hier bietet. In Abrrißfor» Mk. 3.60. al« Halb- leinen Geschrukbavd Mk. 4.—. „Die lustige« Märcheu-Bildeebogru." Als wir Kinber waren, brückten wir unS beim Schauen in die Auslagen der Buchhaich- lungen die Näschen platt, denn dort wäre» buntfarbige drollige Bücher und Bilderbogen auSgchängt, mit heftrre» Berschen unter jddem Bild, jeder Bogen eine ganze Geschichte enthaltend. Welch ein Glücksgefühl erfaßte unsere Herzen, wenn wir eines dieser Bücher bekäme»! Lange Jahre haben wir diese Bilderbogen nicht gesehen; jetzt hat der Verlag Braun u. Schneider in München den guten Einfall gehabt, die Bogen unter dem Titel„Münchener Bilderbogen" in Bilderbuchform neu herauSzugeben und sie um neue, von Künstlern der Gegenwart gezeichnete zu vermehren. Bisher sind vier Bände dieser„Münchener Bilderbogen" erschienen, jeder der Bände enthält in Großformat zwölf farbig bedruckte doppelseitige Bogen, gut in ftste Buchdeckel gebunden und kostet pro Band Mk. 5.—, ein Preis, der in Anbetracht des Gebotenen wobl- feil genannt werden muß. Ja dkm»e»efte» Saud der.«»»chk»er BUberb^«»-