Str. 36. «uterhattunssderlage. 1930. Die unnayvaee Gettevte. Don^enri^orrl. .Auf dem Marktplatz von Tangjong Pinang, den» Hauptort der Residentschaft Riouw(Riederländisch-Judien) spielte leben Abend bis spät in die Rächt, das chinesische Theater. Tas war der Kroße Köder des Spielbaukpächtcrs, der die armen Kulis aus den umliegeichen Gambir- und Psefferplan- tagen lockte. Ucbcrall auf dem Markt, um die Bühne herum, und vor den Häusern waren die Spieltische ausgestellt und Sitzmatten ausgcbreitet. Hier rvurde den chiuesischrn Kulis der so sauer verdiente Lohn von Wochen und Monaten abgc- uommcn. Und das Thcatcrspicl war cs, das als Lockspeise dient, nu» die Menge an die Spieltische zu ziehen, mit rhythmisch dröhnender Begleitmusik und betörender Farbenpracht. Es war nur ein armseliges Gestell, auf dem die populären, alten Sagen aus dem chinesischen Mittelalter gespielt wurden, aber in diesem allerprimitivsten Milieu fast ohne Dekoration und mit den kinillichen Requisiten, zeigten die chinesischen Schauspieler, eine gewöhnliche Bolkstruppe, eine Schönheit der Gebärden und Bewegungen wie ich sie später niemals auf einer europäischen Bühne gesehen habe. Als Beamter für chinesische Angelegenbriten in Diensten der holländischen Regierung hielt ich mich viel in dem Chinesenviertel auf, und als Kunstliebhaber konnte ich Stunden und Stunden de» Theatcranf« führnngen Zusehen. Es fiel mir auf, daß dort Abend für Abend ein junger Aspirant- Kontrolleur, angehender Berwalnings- bcaimer, stand, ein doryansgcschasiener Jüngling. Begeisterung auf dem jungen Gesicht und ein großes Berlangen in feinen blauen Augen. Ich Halle bald heraus, daß seine träumenden, schmachtenden Augen ausschließlich auf ein kleines, zierliches Geschöpf gerichtet waren, das sich in seinem goldglänzenden Scidcngewand feiner und leichter bewegte als eine Blume. Und, wie alle chinesischen Schauspieler, schuf daschlanke, zarte Wesen Wunder an Empfin- dung und Beseeltheit mit den Gebärden, vor allem der Hande, oh, der feinen, lotosgleichen Hände und den leisen Bewegungen der Finger. Ja, dieses Geschöpf war schörk, von der hoben Schönheit, wie chinesische Dichter sie besungen haben, und die„den Weisen im Himmel ihre Ruhe raubt." Es hatte Augen so unergründlich„wie ein stilles Wasser im Herbst am Abend", die Augenbrauen zart,„wie die Umrisse ganz ferner Berge" und das Gesicht war„sanft wie eine Pfirsichblüte." Nirgends habe ich die Mädchcngrazie feiner und anmutiger sich bewegen sehen, als auf dem chinesischen Theater, und es Ivar begreiflich, oaß ein großer träumerischer Junge des Westens tief in seiner Seele von dicker Erscheinung ergriffen wurde, die lieblich war wie eine Fee aus einem Märchen. In cineru der großen historischen Stücke, die die Truvpe aufführte, war sie ein in einen« Menschen verwandelter Geist aus fernen mystischen Gefilden, der Zaubermacht besaß, und durch den faszinierenden Blick seiner Augen den blutdürstigsten Räubcr-KriegSlnann iin Zaune hielt. Sie konnte auch mit ihren zarten Fingern beschwörende Gebärden machen, die unsichtbare Geister sich in Krieger verwandeln ließe» nnd andere, welche Liebe in die Herzen ibrer bittersten Feinde zauberten. Das Wundcrgcschöpf, das dies Feenkind darslellte, tat dies alles so einfach, ohne alle pathetischen Gesten, mit solch magischen Blick und solch mystischen Gebaren, daß wirklich ein geheimnisvolles Zaubcrslnidnm von ihr ausznströmen schien. Der Scharm dieses überirdischen Wesens ergriff die Menge der Zuschauer, die atemlos dem Geschehen aus der Bühne folgte, und hielt auch den jungen Beamten ans dem Westen gefangen, der seine große» blauen Augen nicht mehr abwcnden konnte von der Lichtgestalr in rot und golden schimmernder Seide, mit dem seltsamen Pfirsichblürcugesicht, in dein zwei tiefe, unergründliche Angen zauberhaft funkelten. Tic Bewegungen ihrer kleinen Hände berührten seine Seele»nit einer Erregung, die fast Schmerz tvar. In einer stillen Mondnacht, als der junge Mann, mit dem ich flüchtig Bekanntschaft geschloffen hatte, mich wieder vor dem chinesischen Theater stehen sah, sprach er mich an. Rach einigen nebensächlichen Bemerkungen brachte er endlich,-rennend vor Berlangen, die Frage an, derentwegen er sich mir genähert hatte:„Sprechen die chinesischen Schauspieler ausschließlich Chinesisch? Oder würden sie zum Beispiel auch ein bißchen Malarfch oder vielleicht Englisch verstehen?" „Nein", erwiderte ich,„cs sind alles Chinesen aus Fuhohau, die zu dieser Truppe gehören, sie sprechen Fuhohaudialekt, von dem ich selber fast nichts verstehe, da ich diesen Dialekt, der hier nicht gesprochen wird, nicht studiert habe, und was sie dort auf der Bühne sprechen, ist schlechtes Mandarincn-Chiuesisch. Aber Malaisch verstehen sic nicht und Englisch noch viel weniger." „Schade, schade" sagte er enttäuscht. Lächelnd fragte ich ihn: „Warmn schade? Wollten Sic... o richtig, das kleine, zarte Geschöpf lwrt... das bewundern Sie jeden Abend nicht wahr?" „Ja freilich. Sie haben gut gesehen. Golt, was ist sic schön, finden Sie n«cht?>. Wie ciu Gedicht... Sehen Sie nur, wie sic sich da wieder bewegt...die zierlichen Hände, nnd wie sic die Finger ausbreitet., nnd dieses Gehen, dieses behutsame, schwebende Schreiten... es ist fast kein Körper mehr, der sich bewegt, sondern eine Seele.. ick nabe noch nie so etwas auf der Bühne gesehen..." „Ja", sagie ich,„es ist wundervoll, und ich versiehe, daß Sic dies so ergreift." So wurde nustr Gesp: äÄ immer iu- iimcr und herzlicher, und w.r setzten es im Garten des nahegelegenen Siadtklubs bei einei» tühl.n Trank und einer Zigarre fort. Ich mußte ihm alles über das chinesische Theater..zählennur eine Einzelheit brachte ich nicht übers Herz, ihm zu sagen — und, wie das in Indien nur ganz selten vorkommt, wenn zwei Menschen einander finden, dort in dem leeren Alliags'rott, schüttelte er mir sein Herz aus: — r— „Sic ahnen nicht, wie entsetzlich einsam ich mich hier fühle. Es gibt hier nichts Von dem, waS in Holland mein«den ausfüllte, keine. Unterhaltung, denn- was sind »as für schreckliche banale Menschen hier, keine Musik, keine Kunst, nichts... Es ist ei» jämmerliches Vegetieren... Aber da sah ich meses chinesische Mädchen aus der Bühn«, und das hat nun meinem Leben wieder «inen Auftrieb gegeben. Ihr sanfter Rhythmus hat wieder alles, was sterben wollt«, in mir zum Leben erweckt, di« feinen Gebärden lüeses Mädchens, was für ein« Vornehmheit! Sie gleicht eigentlich nicht einem Mädchen, sondern einem himmlischen Wesen. Und was für eine Pracht in ihrer Kleidung! Wo hat sie bloß diese Gewänder her, die wie aus Gold gewebt find, und aus denen das leidenschaftliche Feuer der Sonne strahlt! Und wo hat sie die sublime Kunst gelernt, so zu schreiten, sich so zu bewegen, als ob es nur ihre Seele wäre, die ihren zerbrechlichen Körper vorwärtstreibl?... Wollen Sie glauben, datz ich soviel Zartheit und Schönheit oft nicht ertragen kann? Sic denken natürlich, daß ich in sie verliebt bi», aber das ist es doch nicht...dafür ist sic zu weit... aus emem fernen, fernen Wunderland ist sic gekommen, und es ist etwas Mystisches um sie, in das ich doch niemals«indringen kann... Würden Sie mit ihr in Berührung kommen können? Sie sprechen doch Chinesisch, und wenn Sie auch den Dialekt uicht kennen, so werden Sie sich doch sicher verständlich inachen können. Ich möchte so gern von ihr wissen; wie sie bertzt, wie alt sie ist... und vielleicht, wenn ich mit ihnen mitgehe, kann ich nur für einen Moment ihre Stimme in der Nähe hören, und ihr in die Augen sehen...Wäre das nicht möglich?... Lieber Junge, wollen Sir das wirklich tun? Sie wistcn doch, daß das Schöne immer am schönsten bleibt, wenn es fern ist, ganz fern... Es ist oft gefährlich, dem Schonen zu nahe zu kommen. Was kann dieses Geschöpf Ihnen nun noch Schöneres bieten, als was es Abend für Abend gibt? Etwas Edleres und Reineres kann es doch nicht mehr geben... denn dies ist das Allerschönste, das aus der Ferne Verehren und Anbeicn. So etwas soll man nie berühren wollen, denn das verträgt es nicht, dann bricht es. All die Misere des Lebens kommt vom Bcrührcnwollen." Er sah mich dankbar au, mit feuchten Augen, und drückte mir die Hand. Aber Abend für Abend sah ich ihn weiterhin dem chinesischen Schauspiel zusehen, in dem die Heiden in Rot und Gold und mir langen, wehenden Heimbüschcn, mit Lanze und Schwert einander zu Leibe gingen, unter schmetternder Äriegsmusik und dumpfen Troinmclgcrasscl, und in den» wieder in flammendem Gold, unter Beckenschlage» und rasenden Trommelwirbeln, das Märchenwelt» erschien, um dessen Besitz all die wilden Krieger kämpften, das Wesen aus fcrucn Sphären, das Zaubcrmacht besah, und das mit einer einzigen Bewegung seiner Hände und einem spreizen der kleinen Finger einen wüsten Unband zum Nicderknien bringen konnte, zitternd vor dem geheimnisvollen Blick seiner Augen. Dann" stand der junge Beamte bewegungslos und starrte nach dem adligen Geschöpf auf der Bühne, das die Poesie seines einsamen Lebens geworden war und leine Seele aufgeschlossen hatte. - Und so ging es noch, nach unserem Gespräch,«ine Doch« lang,«in« Wache der Schönheit und Illusion für eine schmachtende Seele, die ohne diese» Traum verdorrt wär«, in dem harten, grausamen Leben der Tropen. * Als ich hört«, daß die Truppe abreisen würde, nach Singaporc, um für«ine andere Platz zu machen, habe ich ihn mit Mühe den letzten Abend davon zurückaehaltcn, das Geschöpf seiner Träume wenigstens einmal aus der Nähe zu sehen, und sich damit seine Illusion unerbittlich zu zerstören. Nach der Abreise der Thcatergeselljchast war der junge Mensch eine Zeitlang sehr still und unglücklich. Aber als wir wieder einmal an einem mondhellen, feierlichen Tropenabend zusammensaßen, begann er von selbst: Von»^Ofenring Uralt ist der Drang der Frauen, sich zu schmücken und der von der Rarur begrenzten Schönheit ihrer Erscheinung mit allen möglichen Mitteln und Mittrlchen nachzuhrlfen. Wie die Koketterie in ihrem flüchtigen Wechsel des Zuneigens und des Ablvendens, des Gewährens und des Versagens, der Erlaubnis und des Verbots durch den Reiz des Verhüllens zum Enthüllen anlockt, so soll durch künstliche Verschönerungsmittel die Aufmerksamkeit auf bestimmte, besonders schöne oder besonders schön gemachte Teile der Erscheinung hingelenkt werden. Wenn sich die Negerin einen Pflock durch die Lippen steckt, so ist das im Grunde genommen nichts andere», als wenn sich«ine abendländische Dame in irgendeiner Gesellschaft noch etwas Rouge auslegt. Der ursprünglich« Trieb ist d«r gleiche, nur das angewandte Mittel ist durch dir jeweilige Äulturhöhc verschieden. Das Dorado der Kosmetik ist und war immer der Orient. Hier haben die Frauen in der Muße und im Gleichmaß ihres Daseins all« diese Mittel und Rezept« in seltener Vollendung erfunden. Von den Orientalinnen lernten«s die Frauen der Griechen und Römer, und von diesen übernahmen«S di« allmählich zu höherer Kultur cuiporsteigendrn anderen Völker deS Abendlandes: zurrst die romanische Rass«, ihrem Naturell nach in diesen Dinge» mehr gewandter, später die Germanen. Ter auf niedriger Kulturstufe stehende Wilde tätowiert sein Gesicht und macht eS mit grellen Farben schreckhaft. Narben bringt er sich künstlich bei, um den Ausdruck drohend und imponierend zu machen und sein« manst- lichr stärke zu beweisen.(Die Schmiss« unserer Studenten gehören in die gleiche Linie.) Das ist die derbste, primitivste Form. Die Fräir dieses Mannes steckt sich einen Ring durch di« Nase,«inen Pflock in die Lippen nnd bunte Drähte ins Ohr, um zu zeigen, was sie alles Schönes hat. Uralt ist auch der Brauch, die große Wirkung der Augen aus das Gesicht zu unterstützen. Schon drei Jahrtausende vor unserer Zeitrechnung brachten die Semiten nach Aegypten eine schwarze Augenschminkr, dir sich in ihrer Zusammensetzung kaum von den späteren der Römerinnen unterschied. In alten Gräbern, etwa aus der Zeit uni 2500 vor Christi Geburt, sand nian«chminkbrhälter aus Holz, Ton und Alabaster mit Resten von Schminken, die man chemisch ganz genau untersucht hat. Vielfach bereiteten di« Frauen, indem sie Antimon- oder Bleierz zwischen Brot oder in einer Quitt« auf Kohlen glühten, sich diese Mittel selbst. Später übernahm daS mehr und mehr der Apotheker oder der Drogist. „Wissen Sie, ich bi» doch recht froh, datz Sie mich niemals zu dem Mädchen gebracht haben. Vielleicht hätte sie mich enttäuscht, vielleicht wäre sie nicht so schön gewesen wie ans der Bühn«, und es wäre alles häßlich geworden. So aber ist ihr Bild rein geblieben und dies nehme ich für mein ganzes Leben mit. Ist das eigentlich nicht das Schönste, was einem eine Fra» geben kann? Und jetzt, nach soviel Fahren lese ich seine Todesanzeige in der Zeitung. Er hat die schöne Illusion mit ins Grab genommen, denn nie habe ich ihn» verraten, daß in diesen chinenschcn Thcaiergescllschaften die Frauen- nnd Mädchenrollen von Knaben gespielt lverdcn, und datz das Mädchen, das der junge Beamte anbctete, niemals existiert hat. zum Sippraftift. Auf allen Bildwerken sieht man schmink» szcnen, und später singen die Dichter von denen, die„wissen, künstlich der Brauen haarlose Gren^ zu füllen".(Ovid.) Schon im allen Rom war es Mode, die Augenbrauen ineinander übergehen zu lassen. Die Araberinnen benutzten für diesen Zweck Tusche; die Rnsiinnen lieble» cs, rin« Haselnuß oder Mandel anzukohlen; die Frauen in Turkestan färbten sich mit Indigo, das sie sich aus ciner Pflanze bereiteten; die Tarlarinnen trän seilen sich eine Kupseranreibnng ins Auge, um ihni den blauen Glanz zu verleihen. Daß man auch bei uns vielfach Belladonna(Tollkirsche) verwandt hat, damit dir Pupille sich«rwritrrre, ist br- kanni. Aber nicht nur di« Augen, auch daS ganz« Gesicht schminkten sich schon die alten Orientalinnen. Darüber hinaus färbt« man die Nägel und Zähne rot mit Henna oder silbern, golden nnd in allen Farben. Mit Salben des Körpers, Baden und Waschungen verbrachte man die meisten stunden des Tages. I« mehr ein Volk vom Höhepunkte feiner Kultur erschlaffend und verweichlichend wieder zurücksällt, eine größere Rolle spielen Kosmetik und Körperpflege und desto mehr beginnt auch der Mann sich dafür zu interesiieren und daran teilzunehmcn. Rur der auch in dieser Hinsicht rätselhafte Orient har sich stetig ans gleicher unerschülierter und unerschütterlicher Basis gehalten. Bon den in Urppigkrit nnd Lupus schwelgenden Römerinnen, denen sie als Slavinnen dienten und denen sie ihr in Rom modisch gewordenes langes blondes Haar opfern mußten, lernten die Germaninnen die ersten AnfangS- gründ« dieser geheimnisvollen Kunst kennen. Als dann durch die Kreuzzüge der Orient in Deutschland Mode wurde, drangen mehr und niehr orientalische Schönheitsmittel auch bei unsrrril Urahninnen ein. Später übernahnl dann dir Französin die Rolle der Lehrmeisterin und sie Hal sie auch heut« noch so ziemlich in Händen. Dadurch sind alle die französischen Worte und Bezeichnungen dieses Gebietes in unser« Sprache ringedrungen und haben sich in ihr erhalten. Von Zeit zu Zeit tauchen immer wieder einig« alte, vergessene Mittel nruent- drckt aus. Das berühmte Schönheitspflästerchen des siebzehnten und auch noch späterer Jahrhunderte zum Beispiel, die Mouche, geißelte und verspottete schon der alte gallige römische Satiriker Martial; davon«rzähjt auch in seiner„Liebeskunst" der beschauliche Ovid. Wenn heule also dir Frauen des Bürgertums in allen Ländern sorgsam dir Lippen mit Rot nachzie- hen und sich die Augenbrauen rasieren, um sie schöner nachmalen zu können, so ist das nicht» — 8— Neues. Das allrs hat man vor Jahrtausenden schon getan; daS wird man auch in Jahrtausenden noch tun, solange es Frauen gibt, und Männer, die ihren Reizen zugänglich sind. Aus den Geheimnissen indischer Kochbücher. Bon stud. med. Himansu Sara. Hundert Inder studieren in Berlin. Di« meisten von uns sind Techniker. In der Uhlandstraße haben wir rin winziges Stückchen Heimat, Hidustan House, ein paar Zimmerchrn im Erdgeschoß, karge Zuflucht unter einem fremden Himmel, unter ganz anderen Sitten und Lehren und unter Menschen, di« Schweinefleisch essen, unter Menschen auch, die nicht wissen, was Curry ist, das vielfach zusaminen- gcsehte indische Gewürz, dessen Hauptbestandteil die Gelbwurzcl ist, der Ingwer. Und weil di« indischen Studenten in Berlin wenigstens «sie» wollen nach ihrer heimischen Art, so haben sie sich das kleine Heim im Westen eingerichtet Drei Studenten kochen abtvechselnd für di« anderen,.Herr Sobhan ist der Oberkoch. Ein paar Tische sind in dein kleinen Speisesaal grüne, neuartige Stühle, an der Wand hängt daS Bild Ghandis, darunter eine große Flagge, weiß-grün-rot, in einer Ecke ist rin Gestell mit ei» paar indischen Mrtallarbeitrn und einem Seidenwnrschtl, Made in Germany, Berlin WW. Auf den Tischen liegen Karten aus weißem Bütten. In goldenen Lettern sind die fremdarligrn Namen der Speisen darauf gedruckt. Was die indischen Studenten sür einander kochen? Es sind tnrist Gerichte der mohammedanischen Küche. Hühner, sehr viele Hühner. Fleisch vom Rind-und vom Hammel, anderes nicht. Currys, Ragouts, scharf gewürzt. Und Pilaw, Reisfleisch: sehr viel Reis, sehr wenig Fleisch, im Reis sind Pistazien und Rosinen. Ich will nun vielleicht als Anregung für dir deutsche Hausfrau einige Rezepte verraten: Kouarma: Fleisch, das einig« Stunden lang in dicker Milch lag, wird mit Aoiebeln und Knoblauch, Zimmt und Nelken zubrreitet, dick« Milch kommt auch dazu. Ter Karpfen zum Karpfencurry wird in kleinen Stückchen reichlich in ReiSmehl gewälzt und in sehr viel heißer Butter gebraten. Ein anderes Gericht, besteht auS Linsen, di« erst in Butter gebraten und dann in Salzwassrr gesotten werden. Chingara gibt«S mit Fleisch oder mit Gemüsen: Blätterteig, gefüllt, gerollt und gebacken. Und dann sind süße Speisen da: Khir, Milchreis, den man fünf bis sechs Stunden kochen läßt: Grieß, in reiner Butter gebraten, mit Zucker, Pistazien, Rosinen, Milch und Nelken fertig zuberritet, ergibt Halwa; Baklewa aber ist rin Blätterteig, mit Kokosflocken gerillt und gebacken. Wahrer Orient ist Firny: Milch, mit Reismehl dick eingekocht, Pistazien und Rosinen dazu und das Ganze mit Rosinenwasser parfümiert. Indische Studenten sind die Köche. Sie! kommen aus drni Laboratorium, aus dem Zrichensaal, stellen sich an den Küchentisch und an den Herd, und dieselbe Aufmerksamkeit, die eben noch durch Integrale gezwackt oder in di« Geheimnisse des Hexamethylentetramins ver- enkl war, gilt jetzt dem Hannnelslück, das schon eit Mittag in dicker Milch lag, um abends Kouarma za werden. Manchmal verirrt sich ein Frenider zu uns— einer, der sonst nur,„wie bei Mattern" futtert. Lang« sieht er in die Speisekarte mit den goldenen Lettern, liest Kouarma, Chingara, Khir. Und tief ergriffen kommt«S dann aus Na. jeb'n sr mal zwo Satzeier." Da gibt es«ine Reih« von Gemüse- seinem Mund: OGOG6OGG0GOGOO0OGGGeQGeOGGGGO0GOGQGQGeGOGO@QO@GQOeQG0QGQGQ Gott und«Seid in Qimertta. Bon Erich Mildner. Es ist Mittagspause in einer der viel«» Fabrik«» Nenyorks. Im Raucherraum sitzen di« älteren Arbeiter, Zeitung lesend, oder ins Leere blickend. Rur einige sieht man mir dem Nachbarn im Gespräch. Das Rattern der Maschinen am Bormittag zerfetzt« ihre Gedanken. Den Wunsch nach Ruhe, Richrdcnkcnuiüssen liest man ihren Gesichtern ab. Die jüngeren Arbeiter suchen Adwr hslung. Eilbergeldstücke mit den Fingern in dir Luft geschnellt, bestimm«» im Fallen ihren Besitzer. Vorder- oder Rückseit« gewinnt. Ein Tagelohn wird auf ein Pferd gewettet. Einzelne Gruppen spielen Karte. Tollarschrine flattern überm Tisch, um in fremde Hosentaschen zu ver- schwinden. Tie ganz Jungen lache» und toben. Eine» Kreis bildend um den„Befähigtsten". Neueste Jazz-Schlager, gesungen, gepatscht und mit den Füßen getrampelt, ertönen als wüster Län» herüber. In der Mitt« des Kreises der Tänzer. Seine Hände und Beine nach dem Takt des Gejohles verenkend, den Unterkörper vor- und zurnckschaukelnd, ahmt er den gestern Abend gesehenen Tanz eines Rrgermädchens nach. Schwitzend und ganz ermattet muß er endlich aufhören. Ein blödrS Gebrüll aller nm ihn Stehenden ist der Applaus. In der Tür erscheint ein etwa Mjähriges Männlein, das sonst mit einem Besen den Ar- beitssaal reinigt; jetzt hat es rin Päckchen bedruckter Zettel im Arm. Gebückt schleicht es an den lärmenden Jungen vorüber. Die i sitzenden, älteren Arbeiter sind sein Ziel. Mit I seirrlicher Geste übergibt es jedem eines vieler Papiere. Mein Nachbar, rin slljähriger Leipziger, lächelt, als der Zettrlvrrtrilrr auf uns zukommt. Neben mir sitzt«in junger Berliner. Wir zwei sind erst 14 Tage hier beschäftigt. T«r Betriebsrriniger glaubt sich veranlaßt, sein«» Zetteln einige erklärende Worte mitzugeben.— Mit sanfter, tiefer Stimme, leicht singend spricht er:„Protestanten, Katholiken, Juden, alle sind Willkomm«» zu den Bortrags- abcnden unserer«ekle, der Bibelforscher. Lange Jahre schon gehörr ich dazu. Nach den erst«n drei gehörten Bortrögen ist man«in guter, edler Mensch. Es gibt keinen besseren Ort am Sonntag als unsere Kirche. Als reiner Mensch verläßt man sie. Es ist rin Segen fiir uns alle!" Hier fällt ihm der Berliner ins Wort: --Ich geh« lieber-Schlittschuhlausen oder Schwimmen am Sonntag, und überhaupt will ich mit der Kirche nicht? zu tun haben!"— Mein Nachbar lächelt.— Die blauen Augen des Alten blicken enttäuscht. Er zittert am ganzen Körper. Stoßweise erwidert«r:„Oh, ncin! Tas dürfen sie nicht sagen. Ter Segen GotteS nrh: ans unserer Gemeinde. Hören Sir die Geschichte meines Sohnes, und Sie werden anders reden." Mein Nachbar bemerkt auf deutsch, zu mir gewendet:„Die höre ich nun schon das fünstemal!" Der Alte erzählt:„Mein Sohn ist Pilot eine Privatflug^uges. Letzten Herbst in stürmischer Nacht flog er von Neu- Hork nach Washington. Der Sturm heulte. Klatschend strömte Regen nieder. Meine Fra» sorgte sich sehr um ihn. Mr wußte», daß er schwer zu kämpfen hatte in seiner Maschine. Die ganze Nacht beteten wir für ihn. Am Morgen erhielten wir die Nachricht. Sein Flugzeug war außer Kontrolle geraten, in Stur» und Dunkelheit hatte er notlanden müssen. Seine Maschine ging an einem Baum in Trümmer. Er lebt«! Ein Wunder war geschehen! Sie sehen also, die Hand Gottes liegt gnädig.über uns!" Ganz leise,' innerlich bewegt hatte er diese letzten Wort« gesprochen. Mit tränenfeuchten Wangen, das Gesicht verzückt nach oben gerichtet, stand er vor uns. Der Berliner öffnet« den Mund, wurde aber von meineni/ Nachbar mit verstehendem Blick zum Schweigen gebracht. — Klingelsignale ertönten. Alle hasteten nach, den Arbeitsräumen. Acht Tage später. Morgens. Wir drei Deutsche gehen gemeinsam von. den Umkleideräumen nach unseren Arbeitsplätzen. Da stefk ein« Gruppe Arbeiter staunend, still den Worten des alten Besenheiden lauschend. Wir kommen näher. Seine Stimme ist laut, schrill und eckig. Sein Körper ist gespannt, hochauf- gerichter. Die Augen funkeln grün. Seine Hände greifen in der Luft nach Dingen, die wir nicht sehen können. Die Zunge ist schwer vor Erregung. Mühsam kräht er:„Ihr seid alle nichts! Betriebssklaven! Mein Sohn! Ein ganzer Kerl! 280 Dollar verdient er jetzt pro Tag! 250 Dollar! Den Besen werd« nun nicht mehr lange um eure Maschinen herumschwingen! 250 Dollar verdient mein Sohn pro Tag. Wenn er das 40 Tage lang tut, dann haben wir 10.000 Slottar! SaDon wird ein Haus gekauft. Und«in Zigarrengeschäst. Run wird's uns endlich gut gehen! Ich sagte euch ja, die segnende Hand Gottes liegt auf meinrr Familie!" Mit Siegermiene blickte der stolze Bater auf uns herab.—„Ja, was? Was macht denn Ihr Sohn?" ftagt« der Berliner. Langsam, Wort für Wort betont, kommt dir Antwort:„Mein Sohu ist Pilot in Mexiko. Er- kundungSflüg« über den Linien der Rebellen und Bombenwersen! 250 Dollar Pro Tag! Ja, ja, 250 Dollar pro Tag! Der Herr hilft den Seinen!„Ter Berliner ist bleich geworden. „B—o—m—b—e—n—w—e—r—f—c—n? formen seine Lippen. Dann plötzlich- scharf und schneidend:„Wie wollen Sie denn das mit Ihrem Glauben in Brrb.—!" Mein Nach bar unterbricht ihn, zieht ihn zur Seite— Sei still; der da wird nie verstehen, was du ihm sagen willst. Kannst du einem Papagei rindressirrte Wort« wieder abgcwöhncn? Rein! Immer wieder wirb«r sie sprechen. Oder von ihm verlangen, daß er denken solle? Mitleid empfände? Liebe? Es ist unmöglich! Die Klingel ertönt. Die Maschinen beginnen ihren Lärm. Woher kommt ver Rvim Amerika? Als Columbus Amerika entdeckte, glaubte er. an der Westküste Indiens gelandet zu sein. Diese Ansicht har sich noch bis heute erhallen in dem Namen„Westindische Inseln". Später cnrdccktr man, daß man einen ganz neuen Erdteil entdeckt harre, der den Namen Amerika erhielt. Dieser Name wurde bisher zurück» geführt auf Amerigo Bespucci, der Reiseberichte über die Neue Weir schrieb. Dr. Solo-Hall, rin Gelehrter in Guatemala, bringt jetzt rin« neue, sehr interessant« Erklärung. Er weist nach, daß in Guatcrnala eine Stadt von den Ureinwohnern, den Mazas, schon lange, eh« di« Europäer da waren, Amerricopan genannt wurde. Pan bedeutet in der Mazasprache Hauptstadt. Amerricopan würde asso heißen: Hauptstadt von Amerika. Damit wäre der Raine Amerika also schon vor den Europäer» nachgewiesea. — 4— RechNrvrribung. Bon zwei Polen in Oberfchl«siea wird dies« Geschichte erzählt: Kommt Antel z« Franzet und sagt:«Weißt Lu, bin ich betrübt und im Druck, muß ich machen Obersteigerprüfnng. Wird verlangt vor allen Dingen Rechtschreibung und macht mir schwer große und kleine Buchstaben." Sagt Franzek:„IS nicht so schlimm Also war du kannst anfassen, schreibst du groß, war du nicht kannst anfassen, schreibst du klein: Mache ich dir klar an Beispiel:«Der Hund sitz Hintern Ofen." Also«der" kannst du nicht ansaffen, schreibst dn klein. Hund kannst du nich ansaffen, beißt, schreibst du klein. Sitz kannst du an» faffen, schreibst du groß. Hintern kannst du ansaffen, schreibst du groß. Und Ofen kannst du nich ansaffen, is heiß, schreibst du klein." >» Drin Uhrwerk. mf. Eine gewöhnlich« Taschenuhr tickt 17.160nutf in einer Stunde, folglich 411L10mal in einem Tage, lö0,424LV0mal in einem Jahr«. Bei sorgfältiger Behandlung geht«in« Taschen» uhr zuweilen hundert Jahre richtig und in diesem Falle würde sie 15.012,466.000inal ticken. Eine Uhr ist von hartem Metall gemacht; aber es gibt eine andere merkwürdige Maschine, di« ans weit weicherem Stoff besteht und doch 5000mal in einer Stund« schlägt, 120.000mal in.einem Tage, 43,80S.000mal in eiuem Jahre. Sie dauert auch wohl, jedoch nicht oft, hundert Jahr« und würde dann 4.3SÜ.Ü00.0ü0mal schlagen. Jedermann hat diese klein« Maschine bei sich und kann ihren Schlag fühlen— sic ist sein. Herz Was mancher nicht weiß. Der menschlich« Körper hat 118 Millionen Nerven und in den Augen allein 18.000. Die Nerven übermitteln die Botschaften in einer Geschwindigkeit von 0 Kilometern in der Sekunde * Das Klima am Nordpol ist das gesündeste der ganzen Welt; dort können keine Bakterien leben, Erkältungen, Influenza, Lungrnkrank- hcitrn sind also unmöglich.(Nach einer Aeußc rung des berühmten Forickrrs Tonglas Mawson.> Das größte Unterseeboot der Welt gebärt den Amerikanern und bat eine Länge von 101 Metern. Seine Tonnage ist anderthalbmal so groß, als die unteres früheren Handels- ünlersrrbooies„Deutschland". Dos am--:ka- Nische U-Boot kann eine Fahr: nm die halbe Welt machen, odne neuen Brennstoff kür die Motor:'' et"uchineu zu Müsset!. Eine beoch'etiowerle Erfindung hat der sranzöjiiche Ehensiker Lonis Rote' gemacht, den man den modernen Faust nennt. Aus einer suo äe:ischrn Maße, dw bei niederer Temperatur erwärm: wird, bereite: er einen iyru-- ähnlichen zehen Teig, der verschieden gefärbt werden Nach t.'nr Erkal;«« wird die Masse hark i nd fest wie Holz und läßt sich ebenso behandeln. Tic Masse ist klar wie Bcrgkrisiati, if> durch ultraviolette Strahle» zu durchlenchtcii und wiegt nnr bald so viel wie gewöhnliches Glas. Daß die Agaven, diese merkwürdigen Pflanzen mit den dicken, fleischigen Bläktcrit, die wir bei uns eigentlich nur in Botanischen Gärten sehen, den Mexikanern ihr berühnrtcs Nationalgetränk, den Pulqur, liefern, ist tvenig bekannt. Die Agave nimmt in Mexiko einen so riesigen Umfang an, daß ein erwachsener Mann sich unter ihren Blättern verstecken kann. Me Agavenblüte steht. aus 12 Meter hohem Stiel und zählt bis zu 4000 glockenförmigen Blüten. Die Agave wird auf vielerlei Weis« benutzt. Um den begehrten Pnlqu« zu gewinnen, der dem echten Mexikaner unenr- behrlich ist und der auf der Straße von um« herfahvenden Wagen ansgeschenkt wird, wie bei uni di« Milch, wird der Blütenstengel abge- schnitten, worauf sich die Höhlung nnn monatelang mit einem süßen Saft füllt, den dir Eingeborenen in Kalabaffen auffangen, worauf er «inen Gärungsprozeß durchmachen muß. um gebrauchsfertig zu sein. Ein« einzige Pflanze liefert bis zu 2000 Liter. * König Gustav von Schweden ließ Lederkanonen zur Benutzung in offener Feldschlacht Herstellen. * Der Inhalt eines Straußeneies entspricht dem von etwa 3b Hühnereiern. 32 Gänse liefern ein Kilogramm Daunenfedern. In de« englisch-indischen Adreßbüchern steht hinter den Namen von Beamtet: und Offizieren auch der Betrag chres amtlichen Einkommens. Das Wort Japan ist ein« chinesische Entstellung von Nippon, das ist Sonnenaufgang. Um das Jahr A>0 v. Ehr. wurde in Indien bereits di« Kunst ansgeübt. ans der I Haut eines Körperteiles ein« Nase hrrzustellcn. Ursprünglich hieß nur die Gegend um den Tiber Italien und ihr« ersten Bewohner Brutier. * Papst Theodor I. war der Erste, der sich Summus Pontifex nennen ließ und der letzt«, ; den seine Mitbischöfe Bruder nannten -«-s Heiteres. Ahren-Anekdoten. Bullenstiel kam aus Buxtehude nach Berlin und renommirrt« dort gelegentlich mit der heimatlichen Turmuhr und ihrem wundervollen Glockenspiel, gegen welches das Glockenspiel der Potsdamer GarnisonSkirchr ein Dai- > senkind sei. Da trat jemand aus und sagte:„Lieber ■ Bultenstiel, das mit Ihrer Turmuhr ist nur halb so schlimm. Tenn sehen Sie, wir haben zu Haus« eine Uhr. die geht im Winter scknel- ler als im Sommer und geht doch richtig!" Bultenstiel staunte Bauklötzer und heischte Erklärung. Zartes Hohngelächter in der Stimme fragte ! ihn der andere: „Menschrnskind, kennen Sie denn keine ! Gasuhr?" Ein unverbesserlicher Spaßvogel war früher in Wien der Slillebenmaler Max Schödl. Eines Tages traf er mit dem berühmten Komiker Girardi zusammen und hielt diesem dit Taschenuhr ans Ohr, indem er sagte:„Hör'» 2« waS?"—„Nein, i hör' gar nix!" antwortete Girardi.„Na. das is Ihr Glück!" freute sich Schödl,„denn sonst wär'n S' taub g'wes'al Dit Uhr gehr nämlich nicht!" .* Klettermaxe hart« eine Uhr geklaut.„Wie kamen Sie dazu?" fragt« ihn stirnrunzelnd der Richter. Max« antwortet«:„Das war so, Herr Richter: Ich ging durch das Zimmer und da sah ich die Uhr, die auch ging, und da dacht« ich: na. da können wir ja zusammen gehen!" Ein Wanderbursche lau: nach Werder bei Berlin. Mit Erstaunen sah er, daß der Kirch- türm zwei Uhren hatte. Lange zerbrach er sich den Kopf darüber, toaS wohl die Werderscheu zu einer solchen Doppelung veranlaßt hoben könnte. Schließlich kam ihm die„Cr- lruchning".„Aha", sagt« er,„damit kein« auf den andern zu warten braucht, wenn einmal zwei zu gleicher Zeit noch der Uhr sehen wollen." Beweis,„Ich habe geglaubt, daß du treu wie Gold bist. Und jetzt erfahr« ich, daß dn schon fünf Jahre ein Verhältnis hast."—„Ist das vielleicht keine Treue?!" Diagnose.„Nun, Schwester", fragt der Chefarzt,„wie ist denn heule di« Herztätigkeit unseres Patienten?"—„Vorzüglich, Herr Geheimrat Er hat mir bereits zwei Heiratsanträge gemacht." Immer logisch.„Wann wurde Rom er- baut," fragte der Lehrer.—„Bei Nacht", antwortete Karlchen ohne Zögern.—„Wer hat dir denn das erzählt?"—„Sir selbst, Herr Lehrer. Sie sagten doch, Nom sei nickt an einen: Tage erbaut." Ehezwist.„Und das ein« jag« ich dir. ich bleibe nicht mehr ein« Minute bei dir, ick gehe heut« zu meiner Mutter zurück."—„Zu spät, deine Mutter hat ebenfalls Krach mit ihrem Mann gehabt und fft eben zu deiner Großmutter Lbergesiedclt." 'VS0V00vvv000 T TT» T Schach-Lae. Alle Zuschriften und Anfragen an Gen. Echaroch Wenzel. Winerschan bei Teplitz-Tchönau. »en Anfragen ist Retourmarke beizulegen. Schachaufgabe Nr. 11. Von£. Wicedlcr. Schwarz: Kel; Db4; Ba5, dS,<13, c7(6). Wei«: Katt; Dg5; Tat; Lc2; Sd5: BcS(6). Malt in 2 ZÜKen. Lösungen eind bis längstem« 14 Togo nach Erscheinen der Aufgabe elnznwntlen. I.üsuucszug zu Nr. II: SM-d3. Nichtige Lösungen sandten ein: Franz Baum. Heidenstein: Wiltzelm Beutet. Arntdors: Rudolf Ämter. Graupen: Wenzel llu- brich, Schrrckenstcin; Franz Itoukai. Prag: Eduard tkoukal, Trupschitz; Johann Hälbig. B.rgesgrün; Pia; Döhnert, Tischau; Ludwig Walter. Kwit» kau: Josef Hiek», Meistersdorf. Nachfolgende Genossen verweise ich auf oben» stehend« LSsung: Georg Zckwandner. Sporitz: Franz SchSbet. Weiskirchliß: Heinrich Schloff«, Graupen.