الهللا Feierabe Feierab tr. 37. Unterhaltungsbeilage.. Die Räuber. Von Robert Neumánu. 1930. stiegen in den langen Gemüsegarten des zweiten Hotels, liefen neben der Straße her, überholten die beiden und rannten dann noch auf der Straße selber vier- oder fünfhundert Meter weiter voraus, bis zum gesprengten Felsen, wo man nicht ausweichen kann. Wie machen wir es?", fragte ich. Der Mohammedaner sagte:„ Ich stelle mich hier hinauf auf den Abhang und schaue, ob niemand kommt." Du bist eine Sau und ein Feigling", jagte Stjepan, aber wir werden auch ohne dich fertig." Er zog die lange Pistole hervor. Den: Hahn wird eines aufgebrannt und das Hühnchen nehmen wir mit." Aber Bogumil, der aus der Gegend war, sagte: Damit wir den Strid bekommen? Damit fie uns in Ragusa auf dem Kasernenhof an die Wand stellen?" So beschlossen wir, mit ihnen in aller Freund schaft zu reden. Ich hatte noch ein Stüd Talglicht in der Tasche, das stellten wir inmitten der Straße, gleich nach der Biegung auf einen Stein, der Mohammedaner ent zündete es, wir sehten uns auf die Straßenbrüstung gegen das Meer hin und warteten. Wir waren damals alle vier ohne Essen zwei Minuten fam er auf der anderen Seite| sich als erster übers Gitter auf die Straße Stjepan, Bogumil, der Mohammedaner zurüd.„ Es ist ein Stasino", sagte er. Im hinaus. Wir folgten ihm, stellten uns hinter und ich. Es war fünf Tage her, seit wir vorderen Saal wird getanzt. Kommt nach den Bäumen auf. Da iraten die beiden aus der Kaserne davongelaufen waren, denn hinten." Wir gingen mit ihm. Da war auf Fremden auch schon aus der hellen Türe lieber trepieren als für den Fremden die der Seite gegen das Meer zu ein fleinerer und gingen langsam gegen die Stadt. Wir Flinte tragen," jagt schon das Lied. Wir Saal. Das Fenster stand offen. Es waren zogen über die leeren Karsttämme und dem aber nur wenig Menschen dort. An einem Mohammedaner mußte Bogumil seine cn- langen grünen Tisch saß einer mit einem deren Schuhe geben, denn er hatte wunde schwarzen Anzug, der hatte schönes, ausgeFüße bekommen. Oberhalb von Ragusa, am zogenes Haar auf der Lippe und einen Bart alten Berg, sagt Stjepan: Brüder, fressen vor dem Kinn, der sah aus wie eine leine müssen wir, und betteln fönnen wir nicht schwarze Zwiebel mit einem Schwanz. Ein dort drunten, sonst wirft uns der Kaiser ins alter daneben und zwei andere Männer, Gefängnis. Wir müssen einen suchen, der die nicht schöner anzusehen waren als Geld in der Tasche hat, und den müssen wir irgendwelche Kaufleute aus Sibonit oder dann erschlagen."„ Nein", sagte der Moham- Split, schauten stumm vor sich auf den Tisch. medaner, denn er fürchtete sich, und er Ganz unten aber, am anderen Ende der meinte, daß es fürs erste genug wäre, wenn Tafel, jaß ein kleiner, straffer Mann ohne wir aus einem der Gutshöfe Brot und Käse Bart und neben ihm eine Frau, die war so stehlen würden.„ Wenn ihr einen erschlagt schön wie eine Heilige und hatte nadte Arme und der Kaiser fängt euch, dann wirft er und Schultern und ein Kleid um den Leib, euch nicht ins Gefängnis, sondern er hängt das leuchtete und gliberte bei jeder Beweeuch an einen Strid." Da hörten wir auf gung. Das wichtigste aber war, daß Geld ihn und versuchten zu stehlen. Aber in der auf dem Tisch lag. Vor jedem lag ein ganzer Gegend haben sie scharfe Hunde, und obgleich Haufen, und sie gaben einander davon und Stjepan einen von ihnen mit der Pistole nahmen einander, aber ohne Streit und mit erschoß, war es doch vergebliche Mühe. Tags- ruhigen Worten in einer fremden Sprache, über lagen wir droben hinter der Mauer indes der Mann mit dem Zwiebelbart einen des alten Forts und schliesen, aber am Drehkreisel vor sich auf dem Tisch hatte und Abend stiegen wir wieder hinunter zur Küste damit spielte, wie bei uns zu Hause die - auf der andern Seite, wo die Insel Kinder. Der Haufen aber, der vor der Frau Es war spät, zwei oder drei Uhr, kein Lacroma ist. Was ist das?", fragte Bogu- lag, war der größte von allen.„ Sie ge- Mensch war zu sehen, es war große Stille. mil, der die Gegend von früher her fannte. winnt", sagte der Mohammedaner. Seine Der Mohammedaner flapperte mit den StieHatten sie da im letzten Jahr tausend Meter Kiefer flapperten gegeneinander, und ich fern, Stjepan jummte: Heimat, o trautes außer der Stadtmauer an der Straße gegen fragte ihn: Hast du Anaft?" Er antwortete Seimatland!" und legte die Pistole neben Trebinje zwei von jenen großen Wirtshäusern nicht, aber dann flüsterte er:„ Wenn wir sich auf den Stein. Bogumil schwieg. Plözfür die Fremden gebaut.„ Hotels ersten ein Zehntel dessen hätten, was vor ihr auflich sind Schritte da, die beiden Stimmen, Ranges", sagte der Mohammedaner. Wir dem Tisch liegt, fämen wir alle über die die Frau lacht, und da kommen sie auch gingen bin- es war Nacht, und als Grenze." Stjepan jagte:„ Ich wollte wohl, schon um die Ece. Wie sie das Licht sehen, wir zu dem zweiten Hauſe tamen, saben daß Milica so ausjähe wie die." Jit nicht bleiben sie stehen. Wir sind im Dunkeln. wir, daß es ein fleines Haus vor sich hatte, alles Gold, was glänzt," jagte der Mo- Die Frau wundert sich, lacht. Aber der wie eine Ruh ihr Kalb. Das war hinaus- hammedaner. Sind auch nicht alle auf Mann riecht schon Lunte, schaut daher and gebaut auf den Felsen über der Küste, und Daunen gebettet. Sind vielleicht mehr Bedorthin. man fonnie jeben, daß es aus einem großen trüger und Ganner unter denen als unter Bogumil zieht die kappe, verbeugt sich, Saale bestand, in dem Lichter brannten und fragt nach der Zeit. Sie reden ein paar hinter den gelben Vorhängen die Schatten Worte, da geht auch schon Stjepan mit der von Menschen sich drehten. Pistole. Darauf schreit die Frau und fällt um. Sagt der fleine Mann zu mir:„ Dum mer Teufel, hilf tragen!" Tragen wir die Frau auf die Seite und legen fie in das Gras. Auch der Mohammedaner hilft. Der Mohammedaner stieg mit Boguunil über das seitliche Gitter des Gartens und schlich unter Palmen an eines der Fenster. Dann ging er weiter nach hinten, und nach uns." Da stand die Frau drinnen auf, und der fleine Mann neben ihr stand auf. Sie nahm einen schwarzen Mantel, und er nahm einen Hut und einen Spazierstod.„ Das Stäbchen wird auch nicht stärker jein als meine Faust," brummte Stjepan und drückte Stjepan erwidert: Haben geseh'n durchs Fenster. Gib her Geld und halts Maul." Lacht der Kleine: Geld! Haft noch nicht Spielgeld gefeh'n, dummer Teufel? Geht auf die Straße mit der Pistole und fennt nicht Geld und Spielgeld! Gib mir fünf Dinar Silber, geb ich dir Papier, was du 2Ohnmacht," sagt er. Stjepan steht mit überlegt. ,, Könnt ihr leise sein?"" Wir ziehen feiner Pistole und überlegt, ob er schießen die Schuhe aus." Wieder überlegt der Mann foll. Sagt der Fremde: Dummer Teufel, und zeigt auf die Frau, die liegt wie tot: was willst du? Siehst nicht, daß wir ziehen helft fie tragen!"" Wir nehmen sie alle an dem gleichen Strid? Die Frau gehört vier zwischen uns auf die Schulter." Gehen nicht dir, und die Frau gehört nicht mir. wir." Ist die Frau des Bezirkshauptmanns, die dort liegt. Hab ich mich angeschmissen, hab und der Fremde schüttelt sie, bis sie aufVor der Mauer legen wir sie ins Gras fie hergelockt. Ift die Verfluchte ohne Schmud gekommen. Ich bring sie jetzt nach wacht. Wie sie uns sieht, schreit sic. HierHause und hol den Schurud. Was müßt ihr auf der Fremde:„ Erschrecken Sie nicht. Die Herren haben mir geholfen, Sie tragen. Wir dumme Teufel dazwischenkommen?" alle bringen Sie bis vor das Haus." Wir gehen. Die Bezirkshauptmannschaft ist gleich rechts. Kein Mensch auf der Gasse zu der Zeit. Sie grüßt, geht hinauf allein. Wie sie das Tor schließen will, schiebt der Fremde den Fuß dazwischen. Sie merkt nichts. Das Tor ist offen. Wir warten. Dann leise, ohne Schuhe, hinein.„ Hinter mir," sagt der Fremde. Durchs Dunkel, hintereinander. Wir müssen warten, bis sie eingeschlafen iſt," ſagt er leiſe. Wir gehen mit ihm zur anderen Tür hinüber. Er macht auf, jagt: „ Noch leiser!" Auf den Socken gehen wir hinein. Er sagt:„ Wartet." Geht wieder hinaus. Es hat lange gedauert. Er fommt nicht. Endlich probiert Stjepan die Tür. Sie ist das Talglicht an:" Die Fenster sind ververschlossen. Der Mohammedaner zündet gittert." Sagt Bohumil: Der Hund! Er holt sich den Schmuck!" willst." Darauf zieht er grüne Scheine heraus und zeigt sie uns: Ist das Geld? Ist Das Geld? Glaubst du, wenn das Geld ist, bring ich fie noch nach Haus und hol ihren bring ich fie noch nach Haus und hol ihren Schmud?"" Das ist richtig," jagt Bogumil. Schmuc?“„ Das iſt richtig," jagt Bogumil. Das ist nicht Geld, verstehst du? Sonit braucht der den Schmud nicht!" Stjepan versteht, auch ich versteh, nur der Mohammedaner tritt von einem Fuß auf den andern und sagt:„ Was werden wir bekommen von dem Geschäft?"" Ja," schreit der Stjepan, wirst du Gold und Perlen haben, du Hund, und wir werden nichts haben?" Ueberlegi der Mann. ,, Wenn ich euch sage, ich bringe euch her-" Dann lügit du. So dumm find wir nicht, Bruder. Wir gehen mit dir. Die Hälfte gibst du uns, sonst bekommst du den Handscher in den Bauch. Der Mann Von den Geheimniffen der Parfuminduftrie. Dic Frauen lieben die Blumen. Sie lieben ihre zarten Farben, ihre frohe Buntheit. Sie schmüden mit ihnen ihr Heim. Sie hegen und pflegen sie sorgsam, um sich ein winziges Stüdchen Natur ins Zimmer zu zaubern. Aber vor allem lieben die Frauen an den Blumen den Duft. Um den Frauen zu allen Jahres zeiten den Duft der Blumen zu schaffen, müssen feit Jahrtausenden Milliarden von Blüten sterben. Im Süden Frankreichs und auf dem Balkan bedecken Rosen meilenweite Flächen, nicht um durch ihre Schönheit das Auge zu erfreuen, nicht um wohlverpadt weite Wege in der Zeit ihrer herrlichsten Blüte in große Fa. briken zu wandern, wo man ihnen das Geheimnis ihres Duftes entlockt. In Frankreich werden pro Jahr weit über eineinhalb Millionen Kilogramm Rosen zu Rosenöl verarbeitet. Die eigentliche Heimat des [ Er hat ihn nicht geholt. Später haben wir ihn wiedergesehen, bei der Verhandlung. War er der Bezirkshauptmann! Ja, unter den großen Herren sind auch Lügner. Worauf soll ein armer Mensch sich verlaſſen. ihren Duft entzieht, sind verschieden. Eines Die Verfahren, wodurch man den Blüten der bedeutendsten Verfahren ist die sogenannte Enfleurage. Dabei werden die Blüten auf und zwischen dünnen Fettschichten gelagert, an die die Blüten, die ständig das in das Fett übergegangene ätherische Del durch spontane Duftftoffbildung erneuern. Andererseits versucht man, die Düfte der Blüten durch schonende Destillationsverfahren mit Dampf oder durch Extraktionsprozesse mit els reiner tierischer Fette als Fettpomade und burch flüchtige Lösungsmittel als Del zu gewinnen. Diese Blumendusteɣtrakte werden dann verschiedenartigen Bestimmungen Bestimmungen zugeführt. Ihre Hauptverwendung finden sie in der Parfüminduſtrie, in der Frankreich noch immer die führende Rolle spielt. Das aus den Orangenblüten gewonnene Neroliöl nun findet in groBem Umfange bei der Herstellung von Kölnisch wasser Verwendung. Dann werden die Extrafte zu all den zahllosen Seifen, Gesichtswässern und Haareſſenzen, denen man einen besonderen Wohlgeruch verleihen will, verwendet. Rojenöls ist aber der Balkan, wo auch heute noch die bei weitem größte Menge von Rosen für die Parfümericfabrifation Verwendung findet. Allerdings produzierie Bulgarien, das Hauptproduktionsland für Rosenöl, vor dem Kriege fast das doppelte Quantum Rojenöl, o zum Beispiel Veilchen- und Fliederduft. das es jest herstellt. Immerhin betrug int Jahre 1927 das aus 8,5 Millionen Kilogramm, bezw. 3,5 Milliarden einzelnen Rosenblüten hergestellte Quantum Rosenöl noch 2060 Kilo Eine Reihe von Düften, wie sie Blumen eigen sind, stellt man auch schon künstlich her, gramm. Neben den Rosen sind es die Drangenblüten, die in großen Massen nur für die Parfümericfabrikation gezogen werden. Hier ist Frankreich das Hauptverwaltungsland. 1927 hat man in Frankreich zwei Millionen Kilogramm, bez. 2 bis 2,4 milliarden einzelner Orangen and Neroljöl verarbeitet. ARBEITERPRESSE GENOSSEN leset und verbreitet die Ehegebräuche im Altertum. Die Ehegebräuche haben im Verlaufe der Geschichte häufig ihre Form geändert. Der griechische Schriftsteller Herodot beschreibt in einem ſeiner Werke, wie im alten Babylon die Che abgeschlossen wurde. In allen Städien und Dörfern wurden an einem gewissen Tage des Jahres sämtliche heiratsfähigen Mädchen verWiese, auf der die heiratsfähigen jungen Män sammelt. Man führte sie auf eine abgesperrte er anvesend waren. Ein öffentlicher Ausschreier gab den Preis der einzeln aufgerufenen Mädchen bekannt. Die Kandidatin defilierte auf einem Podium, und nun war es an den heiratslustigen Männern, sich gegenseitig zu überbieten. Wurde ein Käufer gefunden, so mußte der Preis sofort in bar bezahlt werden. So ging es dann weiter, bis das letzte Mädchen buchstäblich versteigert und an den Mann gebracht worden war. Natürlich hatten die Wohlhabenden den mit Hilfe" ihres Geldes ersteigern. Für die Borrang und fonnten sich die schönsten Frauen minderbemittelten jungen Männer dagegen galt, wie Herodot schreibt, die Schönheit weniger. Sie legten mehr Wert auf Gesundheit der Frau und erforen sich auch eine weniger Anmutige zum Ehegemahl, wenn sie nur einer arbeit jamen und tüchtigen Familie entstammte. Eine große Rolle bei diesen Frauenversteigerungen spielte auch die Mitgift, die die Braut mit in die Ehe bekam. Schon damals fand auch eine häßliche Frau einen vornehmen Gatten, wenn sie nur über ein entsprechendes Bermögen verfügte. In diesem Falle war es dann meist die Frau selbst, die die hohe Verfteigerungssumme aufzubringen hatte. Nach dem babylonischen Geseze hatten die Eltern fein Recht, ihre Tochter zu verheiraten. Auch die reichsten Töchter des Landes mußten sich auf dem Heiratsmarkte versteigern lassen. Im alten Sparta waren die Ehegebräuche nach den Mitteilungen Herodots ähnlich. Auch hier wurden an einem bestimmten Tage die heiratsfähigen Mädchen versammelt. Die alten Spartaner waren aber vorsichtigere Lente. Sie sperrten die Bräute in einen finsteren Saal und ließen dann die jungen Leute eintreten. Die erste beste Frau, die von dem Eintretenden berührt wurde, mußte er heiraten. Jede UeberDer Duft einer einzigen Blume ist heute tretung dieser Gesetze wurde streng verfolgt. bei den Frauen als Parfüm nicht mehr wo Freilich weist Herodot schmunzelnd darauf hin, beliebt. Man schätzt die raffinierte Zusammen- daß auch in Sparta die jungen Liebesleute es jehung verschiedener Duftstoffe und der Wert wohl troß der Dunkelheit verstanden haben, sich eines Parfüms ist ebenso der Mode unterwor- gegenseitig zu finden. Nach der Wahl wurden fen wie Kleider und Hüte, die Farbe des den Frauen die Haare geschoren. Dann wurden Buders und des Lippenstiftes. Ein Parfümt, sie ihren Gatten angetraut. dem es gelingt, sich für eine Zeit die Gunst der Frauen zu erobern, ist sorgsam gehütetes Geheimnis feines Erzengers und sichert diesem ungeheure Einnahmen. H. Scheffel. Das ist nun schon ein paar Tausend Jahre her. Seit jenen Zeiten haben die Ehegebräuche manche Wandlungen erfahren. Mitgiftjäger wie im alten Babylon gibt es heute schon lange nicht mehr. Oder etwa doch? B.M.V. 3Zwei Herzen im gleichen Taft. Frau und Mann nach vierzig Jahren. Von André Reuze. Das junge Stubenmädchen famt wie all-, mich glüdlich gemacht hast", und flüsterte: abendlich behutsam mit der Tasse Kamillentce und du bedauerst nichts?" herein. Sie stellte sie vorsichtig, um nichts in Unordnung zu bringen, auf den Schreibtisch des Herrn Maloisier, der hinter dem Berze alter Bücher und Schriften fast verschwand. Dann zog jie jich geräuschlos zurüd. Frau Maloisier erhob sich. Sie hatte schlohweißes Haar. Mit gütigem Lächeln neigte sie sich vor, um den Tee zu prüfen. Du fannst ihn schon trinken, mein Lieber; er ist nicht zu heiß." Während er schluckweise den lichten Aufguß fostete, betrachtete sie ihn voll Zärtlichkeit. Nach vierzig Jahren bewunderte sie ihn noch ebenso wie als junges Mädchen. Er hatte ausgezeich nete Bücher über die großen Seeleute geschrieben. Aber die Deffentlichkeit fannte seinen Namen kaum. Und die Zeitungent nannten ihn nur selten. Während er Gesellschaften und öffentliche Empfänge mied, unternahm er mit seiner Frau Spaziergänge in den Wald und pflüd: e Erdbeeren und Maiglöckchen. Arm in Arm schritten sie dahin und trällerten alte Lieder. Den Rahmen ihres ganzen gemeinsamen Lebens bildete immer dieselbe Wohnung, im Herzen von Alt- Paris, mit dem Blick au die Seine. Sie war erfüllt von frohen, tranten Erinnerungen. Die beiden wichtigsten Ereignisse all dieser Jahre waren die Heirat ihrer Tochter und neulich der Tod ihrer alten Bedienerin Julia. " Doch! Daß wir nicht mehr jung sind." Was tut's, da wir zusammen alt gewor den sind! Deine Augen lieben mich noch immer so wie in unserer ersten Nacht! Du bleibt immer du, und mein Herz ist jung geblieben. Hätten wir damals auf dem Ballon nebenan ein altes Paar gesehen, wie wir es heute sind, wir hätten gelächelt..." Und dann sagte fie, ihr schönes Antlig dem Monde zuwendend: Gott, wie schnell vierzig Jahre vergehen fönnen, und unser erster Kuß ist noch so nah!" „ Der erste ja, aber der letzte?" „ Der letzte...?" „ Siehst du, du hast es ebenso vergessen wie ich. Man erinnert sich imme: nur an den Ursprung seiner Liebe." Ja, alles hat ein Ende.“ „ Dasselbe hat mir einst meine Mutter gesagt, als ich noch ein feiner Junge war, mein leptes Bonbon gegessen hatte und plöblich bemerkte, daß die Tüte in meiner Taiche leer war. Schade! Wir hätte das letzte Bondon gewiß besser geschmeckt, hätte ich daran gedacht, daß eine mehr da wären, Elife..“ „ du Lieber!" ,, Seit langem schon bewohnst du das Zimmer deiner Tochter, und unser Zimmer ist nun das meine. Das Zimmer unserer Jugend. Sich. es Herr Maloisier zündete sich eine Zigarette Die Parabel vom aufan und trat auf den Balkon hinaus. Er war fest davon überzeugt, daß die Frauen, auch wenn sie es in Abrede stellen, den Tabakrauch als unangenehm empfinden. Die Frühlingsnacht senkte jich herab, eine jener unendlichen und doch so kurzen Nächte, die alle Sterne am Firmament erstrahlen. Der Mond spiegelte sich in der Seine, die gemächlich zwischen den finsteren Uferdämmen dahinfloß. Die alten Häuser hoben sich wie scharfe Silhouetten vom Himmel ab. ,, Elise, Elise, fomm doch und schau!" Sie trat zu ihm auf den Balkon und teilte fchweigend sein Entzüden. Als sie vor vierzig Jahren, in ihrer Hochzeitsnacht, zum ersten Mal in ihr heim gekommen waren, hatten sie genau so auf diesem Ballon verweilt. Es war eine ebensolche Mondnacht gewesen wie heute. Um den beglückenden Augenblid, vor dem fie in ihrer Befangenheit zurüdbebten, hinauszudrüden, waren sie hier stehen geblieben, in den Anblick des Himmels verjunken. „ Bist du noch nicht müde, Lickling?' ,, Nein Geliebter, noch nicht." Die linde Stille hatte sie gezwungen, leise zu sprechen. Die banalsten Phrasen waren zum Geständnis geworden in diesem träumerischen Lichterglanz. Um ihr besser einen Stern zeigen zu fönnen, hatte er jie um die Taille genommen und sie an sich gezogen. Aber sie vermochte nichts mehr zu sehen und nicht mehr den Sinn seiner Rede zu verstehen. Sie hatte nur den Schlag ihrer Herzen, die aneinander, füreinan der schlugen, gefühlt. Seither hatten diese Herzen immer im gleichen Tatte geschlagen. Sie fannten einander so genau, sie waren einander so sehr vertraut, daß alles, was der eine überhaupt sagen konnte, von dem anderen verstanden wurde, ehe es noch ausgesprochen war. Sie erriet, daß er jagen wollte: Wie du geregten Mann. Von Safed, dem Weisen. Eines Tages kam einer zu mir und sagte: Ich bin ein Mann, der sich sehr leicht aufregt!" Und er sagte es so, daß es ihm vorkam wie lauter Demut. Aber darin, wie er es vorbrachte, lag doch ein gewiffer Stolz. Und ich sagte ihm:„ Du bist ein Mann von beschränktem Geiste!" Darauf wurde er so aufgeregt und ich wußte, daß er kein Lügner gewesen war, als er gesagt hatte:„ Ich bin ein Mann, der sich fchr leicht aufregt!" Und nachdem er mehr oder weniger gejagt hatte, beruhigte ich ihn und sagte:" Siche, ich glaubte dir, als du sagtest, du seiest sehr leicht aufgeregt! Aber ich habe dich nicht gebeten, mit dieser Eigenschaft deiner Natur auch gleich zu paradieren!“ Denn ein lebhaftes Temperament ist nicht das Und er fag: c: Du hast mich beleidigt! Kennzeichen eines beschränkten Geistes, sondern einer warmen und edelmütigen Natur! Ich bin allerdings sehr leicht aufgeregt, aber das geht schnell vorüber, und dann mache ich gern alles wieder gut!" Nun sprachen wir dies in einem Garten und ich verließ ihn einen Augenblick und als ich wiederkehrte, war ich schon in der Küche gewesen, von wo ich ein Ei mitgebracht hatte. und ich warf das Ei an den hintern Zaun und es brach entzwei und sein Inhalt sprite besudeind über den Zaun. Und ich sagte:„ Du sprachst davon, daß du nachher alles gern wieder guimachen wolltest! Nun dann geh' hin, sammle das Ei zusammen, reinige den Zaun, lege Dotter und Eiweiß wie der in die Schale zurück, seye die Henne darauf und lasse sie ein Hühnchen ausbrüten! Und dann sprich mir davon, daß du für die Ausbrüche deiner Laune Ersatz leisten wollest! ist derselbe Mondschein. Nichts hat sich ringsum geändert. Sieh mich nur an! Mit demselben ein wenig erfchrodenen Blide hast du mich ja auch in unserer Hochzeitsnacht angeblickt!" Du großes Kind!" ,, Und nachher bargst du dein Gesicht schamhaft an meiner Brust und sagtest gleichfalls ,, Großes Kind, großes Kind"... „ Was gibt's?" Das neue Stubenmädchen war socben mit einer Lampe in der Hand ins Studierzimmer eingetreten. Der Hauswirt hat diesen Brief heraufgebracht. Ich habe das Bett des gnädigen Herrn und das der gnädigen Frau zurecht gemacht. Gute Nacht, gnädiger Herr, gute Nacht gnädige Frau!" Es war ein ausführlicher Brief ihrer Tochter, erfüllt von Mitteilungen über die Fortschritte ihres fleinen Enfels, der schreiben lernte. Sie unterhielten sich lange damit, ihn auszulegen. Ist dir nicht falt?" fragte Frau Maloisier.„ Es scheint mir, daß die Luft kühler wird." Sie fehrten auf den Balkon zurüd. Eine große Wolfe verdeckte den Mond. Die Pappeln unten am Kai bewegien sich zitternd. Als sie sich anblickten, vermochten sie faum noch ihre Umrisse zu unterscheiden. Schweigend traten sie wieder ins Zimmer zurüd. Herr Maloisier schloß das Fenster und leuchtete dann seiner Frau bis an die Tür ihres Boudoirs. Sie umarmten sich wie immer. Gute Nacht, Viebling!" Und sie antwortete mit bezaub rndem lächeln: Gute Nacht, Großpapa...“ Denn du besudelst alle deine Freunde und besprigest sie mit deiner Wut und überläßt es ihnen, sich von deiner Raferei zu reinigen und deine unvernünftigen Worte zu vergessen. Und du bildest dir ein, du hättest alles wieder gutgemacht!" Und ich sagte:„ Die beste Art, eine Anf geregtheit wieser guzumachen, iſt die, die Anfgeregtheit bei sich zu behalten und nich: merken zu lassen. Und er sagte: Wahrhaftig, du hast mich mit Recht einen Mann mit beschränktem Geiste genannt ein Wort, daß ich mir von leinem Menschen gefallen ließe!" Und ich sagte:„ Du wirst es dir von mir noch einmal gefallen lassen müssen: Du bist ein Mann von beschränktem Geiste! Denn ein Mann von leicht aufgeregter Natur ist ein sol cher, der von einem Dinge jeweils nur eine Seite zu sehen vermag, der aber außerstande ist, sein auffahrendes Urteil so lange bei sich zu behalten, bis er die ganze Wahrheit erkannt hat. Und weil er ebenso beschränkt wie tindisch geraten bist und in Wut zu geraten pflegt. ist, deshalb gerät er in Wut, wie du in Wut Schmeichle dir nicht, daß dies das Kennzeichn einer edelmätigen Natur sei, denn ich habe dir bereits gejagt, wofür es das Kennzeichen ist!". Und er schwieg. Und ich ging hin und nahm die Gartensprize und machte mich daran, den Zann von der Eiersauce zu reinigen. Aber der Mann ließ es nicht zu, sondern nahm mir die Düse aus der Hand und wusch die Eiersauce selbst vom Zann. Und er sagte: „ Wenngleich ich aus diesem Ei kein Hühnchen mehr hervorbringen fann, so ist es doch nicht ganz verloren!" Und so war ich denn geneigt zu glauben, der Mann habe etwas gelernt, was den Preis eines Eies wert war. Nun ja, Ei war Ei geblieben... Und ich möchte noch mehrere davon laufen und anderen Männern und ctlichen Frauen die gleiche Lehre vortragen. Was mancher nicht weiß. Die Anzahl der Sterne, die man von beiden Erdhälften mit bloßem Auge sehen fann, beläuft sich auf etwa 6000. Artefische Brunnen verstanden die Chinesen schon vor mehr als tausend Jahren zu bohren. Sansibar versorgt sozusagen ausschließlich die Welt in ihrem Bedarf an Gewürznellen. Eine Adlerart auf Neu- Seeland legt Eier, zu deren Ausbrütung vierzehn Monate erforderlich sind. Das menschliche Ohr kann eine Tonstala bon nahezu zehn Oktaven auffassen. Der tiefste dieser Töne wird durch 16 Lautschwingungen in der Sekunde hervorgebracht, der höchste durch 16.382 Lautschwingungen. Schlangen haben feine Augenlider. Statt. dessen sind die Sehwerkzeuge durch eine barte, durchsichtige Haut geschüßt, die etwas Glasähn liches hat. Diese„ Glasaugen", die jährlich bei der Häntung ausgewechselt werden, find so stark, daß sie die wirklichen Augen der Schlange vor Verlegung durch scharfe Gräser, Dornen und andere Gegenstände schüßen können, zugleich aber durchsichtig genug, deutliches Sehen zu gestatten. Die bidite Haut von allen Tieren hat der Walfisch, sie fann eine Dide bis zu 60 Zenti meter erreichen. Bei den Bewohnern von Birma herrscht der Glaube, daß Personen, die an dem gleichen Wochentage geboren sind, keine Ehe miteinander schließen dürfen, da lebenslanges Unglüd die Folge sein würde. Um zu verhüten, daß jemand aus Unkenntnis diese Vorschrift außeracht läßt, bekommt das Kind einen Namen, der mit dem gleichen Buchstaben anfängt wie der Wochentag. Hausrezepte Antandrang im Kopfe wird gemilbert oder gänzlich beseitigt durch Anwendung von Kremotartari. Eine Messerspize, etwa 5 Gramm, dieses Pulvers wird in ein Glas Wasser gelöst und abends vor dem Schlafengeben getrunken. Die Besserung wird bereits nach 8-10 Tagen spürbar. Bei nervösem Ohrenjanjen empfiehlt es sich, die Füße häufig in warmem Wasser zu baden, wobei dem Bad Senfmehl hinzusehen ist. Nachher übergieße man die Füße noch mit faltem Wasser. Empfindliche Haut soll nicht mit Seife, sondern mit Mandelkleie gewaschen werden. Auch ist es zwedmäßig, dem Wasser no.h stets etwas Toilette- Borax beizufügen. Zur Erfrischung der Haut dient ein Zusatz von WaschEau de Cologne zum Waschwasser. Gegen anhaltendes Sodbrennen wende man, wenn doppeltkohlensaures Natron nicht mehr wirkt, Magnesia oder reine Kreide an. Auch ist es gut, diese Mittel immer zu wed. feln. Bindjaden wetterfest zu machen. Er fann mit Leinöl getränkt oder auch einige Tage in starle Alaunlösung gelegt werden. Oder er wird eine halbe Stunde in eine ſtarfe Reimlösung gelegt, abgetrodnet und nochmals in eine warme, starke Eichenrinde- Abfochung gelegt. Mindestens zwei Stunden nach dem Trocknen wird er mit einem Cellappen geglättet. Ift die Schuhereme eingetrodnet, so brauche man zum Anfeuchten kein Wasser, das übrigens Trübe gewordene Gläser und Kompottschalen aus gepreßtem Glas reinigt man wie folgt: Die Muster werden leicht in den Vertiefungen trübe. Durch Einreiben mit feuchtem Salz und fräftiges Bürsten mit warmem Sodawasser mit nachfolgendem Spülen ist der Beschlag bald beseitigt. Beim Abwaschen muß darauf geachtet werden, daß diese Sachen immer zuerst abgespült werden. Nur hierdurch und durch das Nachspülen mit faltem Wasser und Trocknen mit reinen Tüchern fann ihnen ohne große Mühe die Klarheit erhalten werden. Heiteres.= wenn die Stragen noch mal so schlecht gewaschen Reine Gefahr.„ Mein Bater läßt sagen, werden, kommt er her und zertrümmert die ganze Bude!" So. Sag' mal, mein Junge, welche Aragennummer hat dein Vater?" Kragennummer 36!"„ Na, dann soll dein Vater ruhig herkommen!" " Neues vom Sündenfall. Der kleinen Anna ist aus gewichtigen Gründen frisches Obst streng verboten worden; gekochtes dagegen darf sie essen. Eines Mittags sißt sie nachdenklich vor ihrem Apfelmus und fragt schließlich:" Nicht wahr, Mutti, hätte Eva im Paradies gefochte Aepfel gegessen, dann hätte es gar nichts geschadet." Mißverständnis. Dame( die ein neues Mädchen engagiert):„ Was Ihre freien Abende anbetrifft, so will ich Ihnen gern auf halbem Wege entgegenkommen." Mädchen:„ Das ist nicht nötig, gnädige Frau, der junge Mann bringt mich immer bis vors Haus." Berufswahl.„ Was wird denn deine Tochter?"„ Eine anständige Frau. Das ist der einzige Beruf, der heutzutage nicht überfüllt ist." Köllsche Jungs. Eine ältliche Amerikanerin fommt abends spät im Hotel an und ihre erste Sorge ist, ihren kostbaren Schmud sicher zu verstauen, um sich dann der wohlverdienten Ruhe hinzugeben. Dabei vergißt sie, die Tür abzuschließen. Zwei spät nachts mit schwerer Großes Glüd. Du, meine große Schwester Schlagfeite heimkehrende echte Kölner Jongs hat gestern bei einer Gesellschaft mächtiges verwechseln das Zimmer und geraten in das Glüd gehabt." Wieso denn das?"" Da der Amerikanerin, die beim Aufleuchten des haben sie Pfänderspiele gespielt, bei denen die Richtes erwacht und die vermeintlichen EinHerren entweder den Damen einen Ruß geben brecher anflebt, sie doch leben zu lassen. oder ihnen ein Schächtelchen Schokolade schen- Jong", sagt der eine, woll'n wir sie leben fen mußten."„ Na, und wieso hat sie da lassen?" ,, Ros", sagt Gustav und beide Glück gehabt?"" Sie tam mit 14 Schachteln stimmen an: Soch soll sie leben, hoch soll sie Schokolade nach Hause." leben, dreimal hoch!" Schach- Ecke. Alle Zuschriften und Anfragen an Gen. Wenzel Scharoch. Zwettnik Nr. 65 bei Teplitz- Schönau. Allen Anfragen ist Retourmarke beizulegen. 50. Fortsetzung. Wichtigstes aus der Endspiellehre. Springer gegen Bauern. Der Springer kann nicht so leicht Bauern in ihrem Vormarsch aufhalten, als der weitwirkende Läufer, da er dazu, wenn er entfernt steht, mehr Züge braucht. In folgender merkenswerter Stellung verliert er sogar gegen einen Turmbauern, wenn derselbe am Zuge ist; dagegen macht er gegen den Turmbauer in der zweiten Hälfte des Bildes durch ewiges Schach remis, obwohl der König ihn stets angreift. 4. Bild 87. Weiß am Zuge gewinnt durch a5- a6! Weiß am Zuge macht remis. 1. Sel Kb2 2. Sd3+ Ko2 3. Sb4+ Kb3 Sd3! usw. Gegen vorgerückte Turmbauern kämpft der Springer sehr erfolgreich an, wenn der feindliche König in die Turmecke gedrängt wurde. Er vermag hier manchmal das Matt zu erzwingen und sogar gegen Bauern zu gewinnen. So in folgenden Stellungen: Bild 88. Weiß am Zuge gewinnt. In diesem Bilde erzwingt Weiß Matt in schlecht angenommen wird, nehmen. Betroleum 6 Zügen: 1. Ki? Kh2 2. Sd4 Khi 3. 815! Kh2 der Terpentinöl eignen sich viel besser dazu. 4. Ses Khl 5. 8f1 h? 6. SRS matt. Bild 89. Weiß am Zuge gewinnt. Auch in diesem Bilde gewinnt Weiß durch: 1. Se3 Ka2( a2 Kel!) 2. Sd5 Kal 3. Sb4 a2 4. Kel a3 5. Sc2 matt. Zu erwähnen wäre noch. daß zwei Springer mitunter das Matt erzwingen, wenn der Gegner noch einen Bauern hat. Figuren gegen Figuren und Bauern. Dame gegen Dame und Bauern. Häufig vorkommende Schlußspiele. Gegen einen Bauern und Dame macht die Dame in der Regel durch ewiges Schach das Spiel unentschieden, manchmal auch sogar gegen zwei Bauern, wenn sie nicht weit vorgerückt sind. Deshalb soll der gegen den Schluß der Partie an Bauern schwächere Spieler den Damentausch vermeiden. Man hält zu diesem Zwecke den eigenen König möglichst weit entfernt. Bestimmte Regeln lassen sich da sonst nicht aufstellen. Wir bringen eine fesselnde Ausnahmsstellung. S 1 Bild 90. a b c d e f g h 甴 a b c d e f g h Weiß am Zug gewinnt. Weiß am Zuge gewinnt: ... 6 1. Dd5! Dxb4+, 2. Kf3! Die Drohung, Abzugschach mit folgendem Matt Kf2+ oder Kg3+ läßt sich nur durch Dh4 verhindern, darauf folgt 2.. Dh4, 3. Dd1+ Kh2, 4. De2+ und Dg2 matt. Wenn nach 1. Dds! Dg6t geschieht, so spielt Weiß 2. Kf4! Kha!( sonst Damentausch!) 3. De5!( das Abzugmotiv wiederholt sich) Dd3! 4. b5! und gewinnt Fortsetzung folgt. schließlich.