LieveSgesGrGte einer WttdganS. Beugt Berg hat wieder«lzne neue Tiergeschichte geschrieben. Auf einer an der Südküste Schwedens gelegenen Besitzung hat er durch Jcchre hindurch Wildgänse gezogen und nun chr abenteuerliches Leben geschildert und mit wunderschönen Photos uns veranschcm- iicht.(„Die Liebesgeschichte einer Wikdgans", Verlag Dietrich Reimer, Berlin.) Wir ringe« daraus«ine entzückende Episode aus der Geschichte der Wildgans Rr. 8. Es wird immer erzählt, daß die Wildgänse in strenger Monogamie lebe», genau wie unter de» Menschen gewisse Rationen, die bekanntlich»-besser" find als alle andere«. Wenigst««» unter de» Wildgänsen mutz es dann Ausnahmen geben. Und Nummer 1 waruen. Aber«S wird wohl Suggestion getvesen .lein und kein Gundrowo. Die Luft ist seltsam leitend für Gedankenübertragung und Hypiwse. Es ist«ine ander« Luft, als in Europa. Seit tausenden Jahren steckt Mystik drin..." „Suggestion", wiederholt« der blass« Mann ganz ärgerlich,.Hypnose! Hak mir Hypnose das Auto vor di« Tür gesahren, das ich hinter meinen Bungalow gestellt hatte? Raschelt Suggestion nachts an meiner Tür? He? Wirst Wir hatten Order, mit unserer Ladung nach Wampoa, dem Vorhafen von Kanton, zu segeln, und konnten bereits von weitem das ang-lochiiiefisch« Hongkong durch das Fernrohr sehen. „Bei der flauen Brise werden wir heute nicht weit kommen", meint« einer der Matrosen. „Aber morgen mittag haben.wir di« Wasch- deerns bereits an Bord."—„Die Waschdeerns?" fragt« ich.„Jawohl, hübsche, jung« Wäscherinnen; aber Sie werden ja sehen." Der Revierlotl« kam an Bord, und der I Anker, der vor kaum einer Stunde in den Oh, der hatt« den eingeborenen Regenten'Grund gerollt war, wurde wieder in die Höhe gewunden. Di« ganze Nacht hindurch segelten wir die Bocca Tigris aufwärts, und erst am Morgen erhielt die erschöpfte Steuerbordwache Erlaubnis, zur Koje zu gehen. Wir mochten wohl einig« Stunden geschlafen haben, als wir durch einen schrecklichen Lärm erwachten. Müde und unwillig drehte ich mich aus di« andere Seit«, doch der Lärm wurde immer größer, und als ich völlig»nunter war, sah ich eine Menge chinesischer Mädchen damit beschäftigt, Säcke, Kisten und Kojen nach zerrissenen oder des Waschens bedürftigen Kleidungsstücken zu durchsuchen. Die, Mädchen waren so genau davon unterrichtet, wo Seeleute -ihre Sacher» aufzubiwahren pflegten, daß man hätte glauben können, sie seien selbst schon lange zur S«e gefahren. Ich war noch hundrmüde und gebrauchte ein paar kräftige deutsche Verwünschungen gegen di« chinesischen Mädchen, die im nächsten Augenblick zu meinem Erstaunen meine Worte, ohne daß sie ahnten, was st« zu bedeute»» hatten, mit auffallend korrekter Aussprache wiederholten. Ich»nutzte mächtig lachen; als aber ein niedliches,.sauber gekleidetes Mädchen anfing, auch in meiner Koje hernmznstöbern, wurde mir der Spatz zn arg. Barsch fragte ich sie auf Englisch, was sie wünsche? schlitzten Augen anmutig an, hielt mir rin« all«, englisch« Lederjacke entgegen und deutet« auf die Löcher. Ihr Englisch war schauderhaft: ,Pook« Herr, what iS chat?"(Sieh her, was ist das?)„Ein Loch!" knurrte ich nicht allzu sanftmütig. Das Mädchen zeigt« auf andere Stellen der Jacke und rief vergrrügt:„Loch, Loch, Loch!" Die au» schrecklichsten aussehenden Kleider machten ihr das größt« Vergnügen. „Washing, mending!"(Waschen, flicken!), rief sie vergniigt. Ich wollte gerade meinem Störenfried begreiflich»nachen, daß dies« Kleider überhaupt nicht mehr das Waschen lohnten, als in meiner Nebenkoj« ein furchtbarer Krawall entstand. Mein Kamerad, müde wie ich, war weni» jei sanftmütig, und wehrte sich mit einem Bainbusrohr gegen die auf ihn cindringenden Mädchen. Diese versuchten,»hm unter Lachen und Scherzen das Rohr wogzunehmen. Mit unser»» Schlaf war's vorbei. Die Nixe, di« meine Wäsche zum Gegenstand ihrer Eroberung ausersrhen halte, steckt« alles in«inen Sack, notierte aber jedes Stück in chinesisches Schrift aus ein Blatt Papier und überreichte mir von dem Verzeichnis ein« Kopie. Als ich ihr sagte, daß ich sie ja gar nicht kenne und gar nicht wüßte, wo sie mit meinen Sache» hinginge, holte sie«ine alt« Briestasch« europäischen Ursprungs aus ihren Kleidern hervor und überreichte mir mehrer« Zottel, dir in verschiedenen Sprachen abgefaßt tvaren. Es lvaren Zeugnisse von Seeleuten aller Rationen, die besagten, daß das Mädchen ehrlich, saub«r fei,. und die Sachen Pünktlich zurückgebracht habe. Der Jlchalt vieler dieser„Dokumente" war urkomischer Natur. Ueber das eines deutschen Matrosen mußte ich herzlich lachen;»nein« Nixe fröhlich mit ein. Der Zettel lautete:„Inhaberin dieses Scheines, Zai-Rü, auf Deutsch Trina, ist eine verteufelt fixe Derrn. Sie hat während unseres Aufenthalts in Wainpsa meine Kleider und Sie lächelte mich mit ihren kleinen, ge-1 Wäsche vollständig in Ordnung gebracht, und Der Katzenfriedhof von Algier. Daß die Orientalen nicht sehr tier- freundlich sind, ist bekannt, und schon di« Süd länder geben darin«in schlechtes Beispiel. Wie lveit aber menschliche Gefühllosigkeit gegen di« Tiere gehen kann, lehrt der Katzenfriedhof von Algier. Die Stadt Algier ist ja keine wilde Wüstenstadt, sondern«ine durchaus europäisch anmutende Stadt vo>» über dreihunderttausend Einwohnern. Eisenbahnen, Straßenbahnen, ein« Universität— kurz: alles ist vorhanden. Aber dicht neben dem vorzüglich ausgsbauten Hafer» für di« großen Schifft mit langen Kais, Lager- Häuser» und Hafenbahnen, dicht daneben also liegt ein rohes Beispiel orrentalislchen Mittel alters, der Katzensnedhof. Da fpringt eine klein« Meeresbucht gegen di« Stadt zu. abgegrenzt durch«in« über zchn Meter hohe Mauer. Oden auf der Mauer ein« 1 T'v w ▼ v v"v w'T"v r^r‘v>"^r iR r'^ 1 ▼ v ▼ v w ▼ ▼ tvt vr Chinesische Wäscherinnen. Bon Ott« Gutzeit. —« ich degahlte chr am Tage uiq««r Abrede statt der forderten Port, drei mexikanisch« Dollar. Sie belohnt, memen Edelmut mit einem heq- hasten Kuß; möge Fo birst» Mädchen in st inen besonderen Schutz nehmen und ihr einen recht lanUöpfitzen Mann beischeren. Heinrich Boß, Matrone der Bremer Bari„Jupiter". Die Rädchen beluden nun rasth ihr Boot mA unleren Sachen und segelten ab. Begräbnis mit Musik. Der Vorstand unseres Schützenvereines besucht« mich und sor« den« mich zum Beitritt auf.«... Wir werden Sie dann mit Musik begraben." Dieser Lockung konnte ich nicht widerstehen. Am anderen Tag zog die Kapelle de» Schützenvereine» zusällig in der Näh« vorüber. Da kam mein Junge zu mir gelaüstn:„Vater," ries er,„Vater! Sie üben schon!" Der Ring. Bon»nut Hamsun. > Ich sah einmal in«in« Aejelsichast ein junge», verliebtes Mädchen. Ich« Auge« Ware» doppelt blau und und doppelt strahle«», und sie vermocht« ihre Gesichte nicht zu verbergen. Wen liebt« sie? Den jungen Herr» dort am Fenster, den Sohn de» Haust»,«ine» Mann in Uniform und mit einer Löweustimme. Ach Gott, wie ihre Augen den junge» Mann liebkosten und wie sie unruhig auf ihrem Stuhl« sah! Als wir nachr» nach Haust ging««, sagt« ich, weil ich sie ja gut kannte:„Wie klar und herrlich da» Wetter ist. Haft du dich heute»acht amüsiert?" U>» um chrem Wunsche zuvorzukomvreu, zog ich Meinem Verlobungsring vom Finger ob und sagte weit«:„Sieh, dem Ning ist mir -u eng geworden, er drückt mich. Wie, weua du ihn weitermachen liehest?" Sie strickte ihr« Hand aus und flüstert«: „Gib ihn mir, dann wird er schon größer werden." Und ich gab ihr den Ring. *** Einen Monat später traf ich sie wieder. Ich wollte nach dem Ring fragen, unterließ«» aber Es eilt noch nicht, dachte ich, laß chr noch Zett. Da blickt sie die Straße enKaug und spricht:„Es ist wahr— der Ring. Ich hatte Unglück mit ihm. Ich hab« ihn verlegt oder vstlmehr verlöre«." Sie wartet dann auf meine Antwort. „Bist du mir deShakb döst?" fragt st« unruhig. „Rein," antwortete ich. Ach, Gott, wie erleichtert sie fortging, al» sie sah, daß ich nicht döst darüber war. He O»st Dann verging ein ganzes Jahr. Ich kam wieder in die Gegend und ging eines Abends einen mir bekannten, sehr bekannten Weg. Da kommt sie mir«««gegen, und st« hatte dreifach blau« und dreifach strahlende Augen. Ihr Mui» aber war so groß und so bleich geworden. .Hier ist dein Ring", riefle,„dein Ber- lobungsriug! Ich hab« chn wiedergefunden, Gellobter, und chn größer machen kaffen. Run wird er dich nicht«nehr drücken." Ich sah da» vertaffen« Weib an»«» ihren großen, bleichen Mur». Und ich betrachtete auch den Ring. „Ach", sagte ich und verneigt« mich tief, „mit dem Ring hoben wir Unglück! Nun ist ,r allzu weit." Der Patient erwacht in seinem Krauken- zimmer aus der Narkose. Mo bin ich", flüstert er,„bin etwa schon in einer besseren SSW«?" —„Nein, Lieber", antwortet di« teure Gattiu, di« am Bett petzt,„ du bist bei mir!" Gin paar Bücher Mr den Weihnachttltsch. Die schönste» Märchen der Weltliteratur. Jede» Volk hat seinen Märcheuschatz, von sabu- lirrenden Dichtern aller Jetten ersonnen, di« wie «ede ander««verwog« Dichtung zum Kulturgut der betvesterwen Nation gehört. Die schönsten dieser Märchen gesammelt zu haben, ist ei« Verdienst Professors Friedrich von der Leyen, sie sind in ztvei ausnehmend schön auSgestatteten Bände« in der von Schulmännern und Erziehern nnpsohlenen Bvngs Jugendbücherei er- schieaen.(„Die schöaftrn Märchen»er Weltliteratur, di« unsere Jugend kenne« sollte." Verlag von Ri» chard Bong in Berlin. Erste und zlveit« Folge. Jeder Band mit vielen künstlerisch gezeichneten Buder« von Helmut Skardina.) Das Märchen ist so alt, wie die Menschhtit. Manche der Märchen, die«vir unseren Kindern erzählen, reichen in ihrer Urform viel« Jahrhunderte zurück. Bei manchen östlichen Völkern«vurden die Märchen nicht «en Kindern, sondern den Großen erzählt, sie waren eben Dichtungen, an deren Schönheit und bunten Farben sich der Siu« der Zuhörer ergötzte. Vie von Friedrich von der Leyen gesammelten Märchenichätze stammen au» allen Zonen. UI» allen Zetten. Deutsche, Dänen, Russen, Norweger, Chinesin, Inder, Araber u. a. haben dazu beigesteuert. DaS Ganze ist rin wundervoller Strauß von Mär» chenblumen geworden, wert und würdig nicht nur »er Jugend. Di« Textbilder und sarbigen Kunstblätter Helmut Skarbinas sind prächtig. Billig« und schöne Kinderbücher. Zu der reichen Auswahl an Kinderbüchern aus Loew«» Berkag, Ferdinand Earl, Stutt gart, sind Heuer an Neuerscheinungen u. a. hinzugekommen: ..Schlacke! und Wackel, dir bei»«» Dackel." Ein luftiges Bilderbuch von Willy Planck, Bersi von F. klar. Die Streiche ztveier übermütiger Dackel, mit gut gelungenen, drolligen Bildern. Preis Mk. 1.50. „Kleine Geschichten." Erzählt und gesammelt »an Emma Earl. Preis Mk.—.95. Siebzehn Kurzgeschichten von Mäuschen, Aesschen, Spätzlein, Häklein, Rehlein u. a. Gut lesbarer großer Druck mit 4 Farbendruckbildern von Willy Planck. „Dsi schönste» Kiabermärchen." Mit 4 Farb- »ruckbildern von Willy Piareck. Preis Bck. —.96. Hübsche Bilder, gute Ausstattung. „Bom kleinen Hähnchen Gernegroß." Sein« Abenteuer und Erlebnisse von Emma Earl, mit 8 Bildern von Willy Planck. Preis Mk. 3.50. Eine liebreizende Geschichte, welche di« Kleinen immer wieder lesen werden. In der vom Verlag herausgegebenen Reihe: koelve» Jugeud-Klaffiker sind in billiger und vorbildlich schöner Ausstattung erschienen:„Hansis Märchen." Ausgewählt von W. Fronemann. Prei» Mk. 1.80. Der Auswahl und de» 40 beigedruckten Illustrationen kann volles Lob gespendet werden. —„Reinecke der Fuchs." Rach der niederdeutschen Ausgabe erzählt von Wilhelm Fronemann. Preis Mk. 1.80. Ein erster Künstler, Heinrich Kley, hat »aS Buch illustriert, das»vie alle Bände dieser Serie von Jugend-Klassikern mustergültig genannt werden kann.- Buschiade« und anderes. Im Berlage von Brann u. Schneider, München, find eine Reihe von lustigen ni» künstlerisch wertvollen Bilderbücher erschienen: „Fips nn» Jakt» oder die»urchgebranntea Assin." Don Earl Storch, Verse von Han» Probst. Preis Mk. 4.—. Das ist einmal in Bildern und Versen eine tresstich gelungene Buschiade, so recht nach dem Herzen lebensfroher Kinder. Fips und Jokko, zwei richtige Lausbube» unter den Affen vollführen Streiche sonder Zahl, über dsi»ich Erwachs«« herzlich lachen werden. A. Oberländer-Bilderbuch. Preis Mk. 4.—. von A. Oberländer, dem früher bestbekannten Witzblattzeichner stamme» die in dem Buche vereinigten und für Kinder geeigneten zwölf verögrschichsin. «Da» grüne Hans." Ein« lustig« und Mtfome Geschichte mit Bilder« und Reimen von H. Stockmann. Preis Mk. 4.—. Mit grüner Farbe lustig angestrichen steht da» altertümlich Hau» in einer altertümlichen deutschen Stadt. Wer darin wohnt, «vie es dort zugeht, das ist in drolligen Bersen und Bildern zum Ergötzen der Kinder geschildert. .Man» und Malli." Gin« Mädelgeschichte nach Wilhelm Busch von Wilhelm Herber». Bilder von Earl Storch. Preis Mk. 3.—. S» genügt eine» zu sagen: kein zweites Bilderbuch gibt es, da» in Bildern und Bersen Busch so nahe kommt»vie diese». ES wirkt'wie«in neuausgefun- vencs Werk des Meisters selbst. Schach-SSe. Alle Zuschristea und Anfrage« an Gen. Wenzel Sch,roch Zwettnitz Nr. 85 bei Teplitz-Schönau. killen Ausragen ist Retvurmarie beizulegen. 57. Fortsetzung. Wichtigstes aus der Endspieilehre. Läufer gegen Springer and Bauern. Gegen einen Bauer und Springer macht der Läufer meist remis, ee gibt anok Ausnah msf alle; gegen zwei Bauern und Springer wird der Läufer fast immer verlieren. Praktische Bedeutung hat beispielsweise nachfolgende Stellung Bild 166. a b c d e ab a• c<1•• f ti W W UW SOI W U » s W W an W W W » W W W iO WeiS am Zuge macht remis. Schwarz droht durch. Sb2! zu gewinnen. Durch das hübsche Läuferopfer L Lai! hält Weiß remis, denn auf K*al folgt Kc2!(betritt auf der c-Reihe das mit dem Springerstand gleichfarbige Feld, also nicht etwa cif). Nimmt der König nicht, sondern spielt Schwan Sb2+, muß der König auf di gehen, also L Kd2, KXal, 3. Kd! wieder da, Feld von der Farbe des Springers, remis. Springer gegen Läufer und Bauer*. Bel Übergewicht eine, Bauern läßt sich der Gewinn nur selten erreichen. In folgender hübschen Studie von Horwitz macht Weiß das Spiel unentschieden. Weiß verteidigt sich mit Patt: 1 Sg3! Le5 oder anders. 2. Sfl Ke2, 3. Kg2 Ick4l, 4. Khl! KfS, 5. Sg3! usw., unentschieden. .Weiß am Zuge macht remis. Schluß folgt. Zur Beachtung I Da wir beabsichtigen, möglichst nur Schachaufgaben eigener Produktion für unsere Schacheoke zu verwenden, ersuchen wir alle diejenigen Genossen, welche sich mit Problemkomposittonen befassen, solche an oben«tehende Adresse einzusenden. Erwünscht sind hauptsächlich Zweizüger oder höchstens Dreizug-Auf gaben, die dann nach üeberpriifung der Reihenfolge nach veröffentlicht werden. Wir erhoffen rege Mitarbeit. Schar««*.