„VKeiN Heim ist meine Wettr Nientand hält« cs für möglich gehalten, Meta Meier, diese Stillste der Stillen! War sic nicht die unscheinbarste lautloseste Frau geivesen? Und nun.ging.sie ab,, geradezu im Eklat! Sonntag Mittag.. Sechs Gäste. Die erste junge Gaus, ein herrliches Stück, direkt aus. Hamburg. Die Gänsc- kleinsuppe— nicht einmal zu der war es gekommen. Da stand Frau Meier und teilte ans. Rechtsanwalt Brucks waren da, Neffe Emil mit^Frau, Tante Tinchen mit den Töchtern. Plötzlich, beim ersten Teller, läßt Meda den Schöpflöffel fallen, daß es spritzt.-Herr Meier ruft:„Na, Meta, was ist los?" Und wischt schon an-den RiPSaufschlägen seines Gehrocks. Doch Meta starrt ins Leere, lächelt blöd, Murmelte:„Mir ist ja ganz komisch— was ist bloß?—" Und schlug schon hin, erst langsam in sich zusammensinkend, dann schnell, hart neben ihren Stuhl, den Rechtsanwalt streifend, Tante Tinchen kreischte los, ihre Tochter Elli hielt sich die Augen zu. Die Rechtsanwältin allein kniete neben der Gestürzten. Und als Herr Meier, nachdem er wütend: „Meta, bist du verrückt?" gerufen hatte, sich ausrappelte, hatte Meta schon ausgeröchelt, lag regungslos, stumm da. Sie war tot. Tinchens Zweite heulte:„Ich kann kein Blut sehen!" und ivar schon zur Tür raus. Meta hatte sich am Authrazitofen nur ein wenig den Hinterkopf angeschlagen, es gab einen dunklen Fleck auf dem Teppich. Alle lmtten Hunger, aber cs ging doch nicht au — mein Gott, Anstand muß gewahrt werden über»die Bedürfnisse des Tages hinaus. Zehn Minuten später war Meier' allein, während die andern drüben im Pschorr sich erholten und sättigten. Er dachte sogar daran, und er streifte Meta, die schon aus den: Bett lag— Tinchen hatte ihr sofort die Aster vom Spiegeltisch in die Haudc gelegt— mit’ einem vorwurfsvollen Blick. Und wenn er auch abends von der kalten Gans aß, den wahren Genuß hatte er nicht mehr. Einzige Genugtuung, daß die Brust ungeteilt ihm zufiel. Schon am selben Abend inachte Herr Meier sich daran, nach dem Rechten zu sehen, in Schränken und Schubladen. Alles hätte Meta besorgt, er hatte keine Ahnung, 6aüre von Kukt Münzer, .wie sein Besitz eingereiht und geschichtet j war. Er öffnete Kleider- und Wäscheschränke, Büfett, Kredenz: alles war tadellos geordnet, blitzte, schimmerte; kein Stäubchen, kein Fedcrcheu. Seine Augen wurden naß. Sic -waren zweiunddreißig Jahre verheiratet gewesen. Kein Kind. Ihr Haus war immer des Friedens voll gewesen. Manchmal ein böses Wort von ihm, cr war ungeduldig, eigensinnig.—"Ach, Meta, verzeih mir... Er schluchzte jetzt laut, es tat sehr gut, dies da. Er hatte sich bis jetzt alt und schwer gefühlt, rnit seinen ctivas über sechzig. Aber die Tränen erleichterten ihn, verjüng- ten ihn geradezu. Meta, treues, selbstloses Geschöpf!-Schön war sie nie gewesen, nein. Aber sanft, still, treu und itachsichtig. Ilnd in den ersten Jahren der Ehe so viel allein, als er noch reiste. Für die Firma, die ihm jetzt das schöne Jahrcsgehalt zahlte, nachdem er sic verkauft- Meta halte sich nie etwas versagen müssen, auch nicht in den schlimmen Jahren der Inflation und später. Aber hatte sie je Ansprüche gestellt? Ihr Heim war ihre Welt.— Und Herr Meier blickte auf, wo ein Brett mit Brandmalerei, aus'Metas kunstfertiger Jugendzeit, diesen Spruch für alle Zeit fcschiclt. Da war ihr« Kommode. Herr Meier setzte sich davor und zog die.Schubladen auf. Das Photographiealbum aus., rotem Plüsch lag darin.' Ja, ja, heut' versteckt man das;'als sie heirateten, Paradierte es auf dem achteckigen Salontisch. Federn, also Hutformen, Handarbeiten, alles war adrett geordnet. Tie Tränen rannen dem Witwer. Und er stöhnte tief auf, als er im zweiten Schubfach das Nachthemd'sah— das Nachthemd. Er erkannte cs auf den ersten Blick. Es war das Brautnachthcmd. Oh, er seufzte schwer. Bor zweiunddreißig Jahren— die Hochzeitsreise. Die erste Nacht im Zuge nach München. Wie zart cr doch gcwescn war! Tie zlveite auf dem Wege nach Venedig, in Bozen. Und da, als er vom Bier unten, in der Gaststube heraufgekommen war, hatte sie schon im Bett gelegen, in diesem Braütnachthemd, überall rosaseidene Bändchen und Schleifen. Wer wußte damals waS von Phjama! Keusch und züchtig lag sje da, keine Schönheit, nein, weiß der Himmel, aber doch zwcinndzwan- zigjährig, unschuldig. Außerdem achizigtau- fend Mitgift. Am anderen Morgen, obschon sie noch nicht weiterreisten, sah Max, wie Meta dieses köstliche Brautnachthemd zusammen- faltcte. Es war wie unberührt, kaum zer- kuittert. Sie hatte regungslos geschlafen.., oder gewacht?... Sie legte cs zufainnken, mit leichtbebenden Händen, mit seltsamen! Gesicht. Als begrübe sie etwas, als schlösse sie«inen Traum, eine süße Torheit ab. Sie glättete cs.sanft und legte es aus den Grund des Koffers... ;.> Nie mehr hatte sie es seitdem getragen. Jetzt, mit Tränen nahm der Witwer es hoch. Und da löste es sich, ging auf, entfaltete sich, cs raschelte etwas, eine trockene Rose fiel hinab, die in seinen Falten verborgen war. Und /in ein und demselben Augenblick spürte Max Maiglöckchenduft aus dem Hemd steigen und sah er,.es war ost gewaschen, die. rosa Bändchen waren fort, es waren blauseidene. Bändchen und Schleifen, die Spitze war zerrissen oben über der Brust.... Und immer noch int selben fürchterlichen Augenblick sah der Witwer weiter in der Schublade das weißseidenc Brautkor- seit, das mit feinem Wissett Meta nie mehr getragen hatte, und auch dieses Korsett ivar fleckig und schmutzig, cr sah ein paar Spitzenhöschen, von vieler Wäsche zermürbt, ihm unbekannt, er sah und roch ein leeres Fläschchen Maiglöckchenparfüm. Aber für ihn hatte Meta nie geduftet! Für ihn hatte Meta diese Dinge nie mehr getragen. Und die trockene Rose!:.. Er dachte nach. Nein, weiß Gott, nie hatte er in diesen äveiund- drcißig Iahten seiner Frau eine Rose ge-' schenkt! Und sie hatte sic im Nachthemd ver- wahrt! Wir eine selig« Erinnerung. Au wen?... Und wann uich für wen hatte sie diese Dessous angezvgcn. .Er stützte sich schwer auf.die Schublade, er starrte in ihre geringe Tiefe wie in einen Abgrund voll Gewürm und Gestank. Diese Brautwäsche, für ihn getragen, war abgenutzt, war parfümiert.—. Ta, eine Unter- taile, ganz Spitze und Seide, ec hielt sie mit steifen Fingern hoch..— Sie ivar das. leibhaftige Laster, sic war das Griuicu'der Sünd.. Nie, nie, vor dreißig Jahren, nie zog eine Fran solches für den Hausgebrauch 2— an... Er ließ sic fallen, Duft stieg ans, fad und welk. Was da vor ihm lag, waren vollständig die Indizien eines Ehebruches um die Zeit von neunzehrchundert... Seine Tränen waren versiegt. Er sammelte die Indizien im Hemd und trug es wie einen Rucksack hinüber, an Melas letztes Bett, er hielt cs ihr vor die geschlossenen Augen und heulte auf. Oh, wie weh tat es, jetzt nach dreißig Jahren: gesammelt trafen ihn Erkenntnis und Leid, er schrie es ihr ins stille, weih« Gesicht... Hohn! Sie lächelte, ja wahrhaftig, sie lächelte... Vielleicht hatte sie seit zwciunddreihig Jahren so gelächelt— und er hatte es nicht bemerkt. Wie er sie selbst ja kaum bemerkt hatte.... Da lief er an den Anthrazitofen»ns Eßzimmer, öffnete die Klappe, warf die Rose hinein, die Höschen, die Nntertaille, «r zerbrach gewaltig das Fischbeinkorsett und stopfte cs in den feurigen Schlund, er keuchte dabei, als verbrenne er die Sünderin selbst. Und jetzt hielt er das lange, zarte Nachthemd in Händen, es floh schimmernd lang hinab, es war unversehrt bis auf die zerriffcnen Spitzen— und in entsetzlicher Bision sah er eine leidenschaftliche große Männerhand diese Spitzen ungeduldig über der» Busen MctaS Zerreißen. Wie gut und fest das Leinen noch war, feinstes, ironisches Leinen, handgewebt. Es fiel in seine Branche. Er verstand sich darauf. Langsam senkte er cS in die Flamme. Aber nein! Das war doch zu schade fürs Feuer! War der Stoff nicht immer noch schön, tadellos, haltbar für lange Zeit?... Nein— ein wunderbarer Gedanke ging ihm auf, eingegcbcn vom Gott der Rache und der Liebe: morgen würde er hiligehen und sich aus diesem Nacht^md ein Taghemd machen lasten, ein weiches Oberhemd, ein Hemd für den Sommer, ganz modern, ganz schick. Eine breite Falte, die Brust gefüttert, Klappmanschetten. Und, in diesem Hemd dann, wollte er sich rächen! Es anziehen und zur erste» besten gehen, seine Frau betrügen, sich revanchiere»... Er blickte durch die Tür. Ta hinten schlief sic und wußte nichts mehr. Das war schade. Aber jedenfalls: er würde dennoch seine Genugtuung haben! Und so legte er sich schlafen. Auf den Diwan im Herrenzimmer. M'.t Meta wollte er das Lager nicht mehr teilen. Zorn. Von Frank Crane. Es nützt nichts, dir zu sagen, daß du nicht zornig loerden sollst— es mitzl nichts, dies einem Menschen von Fleisch und Blut zu sagen. Ter Unwille ist eine natürliche Flamme, die bei gewissen Anlässen im Menschen so sicher anfiährt, wie das Gasolin explodiert, wenn man ein brennendes Zündhölzchen daranhält. Darum sage ich nnr: Wart«! Tue nichts, ehe deine Hitze dahin ist. Sprich kein Wort, urteile nicht, bis dein Kopf kühl geworden ist. Tenn Zorn ist meist nichts anderes als die Gereiztheit der verletzten Eitelkeit. Wir halten gewaltig viel von unserer Meinung, und wenn sie einer berhichnt, ist es uns, als hätte er unsere weißen Beinkleider mit Kot beworfen. Wit haben«ine hohe Borstellung von der Achtung, die man uns zollen muß, uich wenn uns zu verstehcn gegeben wird, daß wir nieniand sind, möchten wir etwas zerschneiden, nur um zu zeigen, daß wir etwas sind. Wir sind niemals zornig, außer wenn unser Stolz verletzt wird. Zorn ist ausflam- mende Selbstachtung. Nun, flamm« auf, wenn du es mußt, fluche und zerschlage deine Möbel— vielleicht -tut es dir gut. Aber bester ist: geh' aus dein Zimmer, um dich auszutoben, schließ die Tür ab und bleibe, bis sich der Sturm gelegt hat. Schreibe nie«inen Brief, solange du zornig bist. Leg' ihn beiseite. In ein paar Tagen wirft du dem, der dich verletzt hat, wivk- samer begegnen können. Tu nichts in Erregung. Wenn du wütest, ist dein schmerzender Egoismus am Werk«, und Handlungen, die der Selbstsucht entspringen, sind zumeist lächerlich. Laß die Sache ein paar Tage ruhen und ninim sie erst wieder auf, wenn dein Geist von deinen Gefühlen nicht mehr überwältigt ist. Eines der besten Mittel ist es, gar nichts zu sagen. Wenn du antwortest, weiß der andere,»voran er ist. Wenn du schweigst, muß er raten. Zorn verringert deine LeistungSiähigkeit. Was du tust, ist wirr: Du hast viel Energie, aber keine Präzijeoii. Zorn trübt den Blick. Du siehst die Dinge zwar lebhaft, aber was du stehst, ist nicht so. Zorn bringt Chaos in dein Denken. Du Arbeit. Wer den' Stahl geschaffen, der hat den Willen gezeugt! Wer die Lust geschaffen, der hat die Freude gezcugt! Wer den Stahl, den Willen, die Lust, die Freude geschaffen, der hat i»n Jauchzen di« Arbeit geboren!... Aus der Arbeit blitzt der Feuerfunke der Daseinsberechtigung, aus der Arbeit mühsa- men Schweißperlen quillt der erstarkende Will« des Siegergesühles, aus der Arbeit springt wie ein übermütiges Fohlen Lebenslust und Lebensfreude... Aus der Arbeit schält sich ManiiIswürde. Arbeit heißt Menschenwert, Kulturwcrt. Arbeit, Arbeit nnter Lachen und Plagen... H. W. L i m m e r. rVT’V V TWWVTTVT 1 T' V bist ein verruchter Mensch. Was du im Egoismus des Zornes denkst, wirst du in der Demut gesunder Mornente gutzumachen haben. Im Zorn wurden wenig gut« Taten getan, während fast jede Art Verbrechen— Totschlag, Mord und Krieg, di« Summe aller Schlimmtaten—>.im Unmaß der Wut begangen wurden. Die erste und große Lehre, die du in deinem Leben zu verwirklicheir hast, besteht in der Beherrschung deines Temperamentes oder, wenn deine Natur so verletzlich ist, im Entschluß, nichts zu unternehmen, ehe dein Blut wieder kühl»vurde. rvTrvvvv'rTTv rrv« r< Qln der$imme(«pforte. Bon Vicente Blasco Ibanez. Dem Bolksmundc nachrrzählt. Mutter»»eines Großvarers ihn fragte:„Was möchten Sic lieber, Pater Salvador, SpiegelVäterchen Pilin saß auf der Schwelle von Ratats Taverne und zeichnete mit seiner Sichel allerlei Kreise in den Sand,»vobei seine listi- gei» A«ugl«in verstohlen die fidele Gesellschaft aus Valencia beobachteten, die di« leckeren, in Oel eingelegten Rotwürstchen mit Ratats bestem Mein begosten. Tag für Tag verließ der Alte seine Hütte, nm dringende Feldarbeiten zu verrichten, doch iminer wollte es der Teufel, daß er irgendeinen Bekannten in der Taverne hocken sah. „Roch eine Topita...noch einen Porron!" Die Glocken läuteten zu Mittag oder zum Angelus, ohne daß Pilin aus dem Dorfe herauHkonnte. Der Rioja duftet« ihm in di« Nase, und Pilin zermarterte sein Hirn, wie er mit diesen Herrschaften wohl ins Gespräch konrmen sollte, um zu einem Trunk eingeladen zu wer- den, mit allem Dazugehörigen,»vie es nnier feinen Leuten üblich ist. Sein guter Stern fügte es, daß an dem großen, mit Blech beschlagenen Tisch das Wort „Mönche" fiel, und gleich hackte er ein. „Ja, ja, die stnd pfiffig! Einer aus unserer Gegend legte sogar Sankt Petrus rein." „Erzählt, Alter!" Ein voller Becher nahm seinen Weg in Pilins Hände, und er begann. „Die Sache postierte dem Pater Salvador vorn Kloster San Miguel d« los Reyes, den. jedcrinann wegen seiner Leutseligkeit hochschätzt«. Ich selbst habe ihn nicht mehr gekannt, aber»nein Großvater hat mir viel von ihm erzählt. Was für ein Mann! Er wog güt und gern seine ztvei und einen halben Zentner, nnd brauchte er eine Kutte, so ging ein ganzes Stück Tuch darauf. Jeden Tag sprach er in zehn bis zwölf Höfen vor, um überall zwei Kännchen Schokolade zu trinken. Und»venn die eierchen mit Brackartoffeln oder geräucherte Schlackwurst?", so antwortete er, die Hände auf dein Bauche gefaltet:„Bon allem gemischt, »nein« Liebe. Bon allem gemischt." Er strotzte vor Gesundheit,»nd es schien, daß er in der ganzen Gegend ein»verlig davon abgab, denn manches Kind sah ihm sehr, sehr ähnlich. Aber alles in dieser Welt ist vom Uebel, Hunger leiden, wie zu viel essen. Als Pater Salvador ein«s Tages von einem üppigen Taufschmaus.kam,.rülpst« er plötzlich so kräftig, daß di« ganze Straße alarmiert würde, und platzte— entschuldigen Sie mir den Vergleich— wie«in übervoller Weinschlauch. Natürlich sauste«r mit der Geschwindigkeit einer Rakete sofort zum Hinun«l, geradeswegs zu dem mächtigen Tor aus purem Golde, in das von oben bis unten Perlen eingesetzt sind, wie sie die Tochter unseres Alkalden beim Fest des Jungfrvuenvereines an ihren Haarpfeilen trägt. Tock, tock, tock... „Wer ist da?" fragte von drinn«n eine gebrechliche Stimme. .Oefsnen Sie bitte, Senjor San Pedro." „Und nur bist du?" „Pater Salvador vom Kloster San Migu«l de los Reyes." Ein Schieberfenster tat sich auf und Sankt Petrus stnikelte ihn bös« durch sein« Brillengläser an. Sie müssen nämlich wiffen, daß der Heilige infolge seines^hohen Alters arg kurzsichtig ist. „Ha, d»l Schamloser!^ donnerte er.„Was hast du hier zu suchen? Mach, daß du fortkommst, mit dir könne»» wir-hi«r kein« Ehre einlegen." „Sachte, sachte, Senjor San P«dro, das — 3— ist wohl«in Späßchen. Oeffnct, bitt«! Es wird schon dunkel." „Was? Ich und spähen? Laß mich nur di« Borlegestange fassen, dann solfft du etwas erleben. Meinst du, ich kenne dich nicht,' du LüsW»g in der Kapuze?" „Seid gnädig, Sensor San Pedro! Habt Ihr nicht für«inen reuigen Minder ein kiel' nes Pöstchen fr«i, vielleicht in der Portierloge?" „Solch ein sauberes Früchtchen! Heretn- lassen! Damit du aus einen Schwung unseren ganzen Vorrat an Honigtvrtchen futterst und di« li«beu Engelchen fasten müssen, wie?... Außerdem haben wir hier ein« ganze Reihe glückseliger Damen, die noch recht ansehnlich find. Da- wäre«in« n«tt« Beschäftigung in meinem Alter, den ganzen Tag hinter dir her zu sein und aufzupassen... Marsch zur Höll« ' oder schlaf' im Freien auf«iner Wolke!" Das Fenfterchen knallte zu, Pat«r Salvador stand im Dunkeln Und hörte von fern di« Gitarren und Flöten der Engelchen, die d«r schönsten Heiligen gerade«in Ständchen brachten. Stund« um Stunde verging, und schon gedachte er, in d«r Hoffnung auf besseren Empfang, den Weg zur Hölle einzuschlagen, als zwischen zwei Wolken eine Frau, so groß und ' seit wie er selbst, auftauchte. Eine Rönne, di« an Kolik— sie hatte zuviel Konfitüren gelutscht— verschieden war.- -„Pater", redete sie ihn mit sittsamem Ailgenaufschlag"an,„öffnet man so spät nicht mehr?" „Keine Bange! Gleich werden wir drin sein." Im Nu tvar sein Plan gefaßt. Wie jeder- manlk weiß, kommen die spanischen Soldat«», die im Kriege fallen, ohne tveit«r«S in den Hintmel; und zwar so, wie si« sind, mit Stiefeln und Sporen, denn irgendein Vorrecht st«ht diesen Unglücklichen ja anch zu. „Zieh' dir dis Röcke über den Kopf!" befahl der Mönch. „Aber, Pater!... Pater!" wehrte si« schamhaft ab. „Tu, was ich dir sage, du Dummkopf!" Pater Salvador sprach sehr energisch.„Willst du vielleicht mit einem studierten Mann diskutier«»? Was weißt du davon, auf welche Weile man in den Himmel eintritt!" Ganz rot geworden, gehorcht« die Nonne, und in der Dunkelheit sing etwas Rundes an zu schinnn«rn, riesengroß und weiß, als wäre der Mond ausgegangen. „Steh fest!" Und mit einem gewaltigen Satz sprang Pater Salvador auf den Rücken seiner stattlichen Gefährtin. „Pater!" seufzte die Aermst«,„Ihr wiegt aber schwer!" „Ach was! Mach jetzt kleine Sprünge." Sankt Petrus, der schon den Schlüsselbund aufhängt«, um schlafen zu gehen, hörte von neuem ein Klopfen. „Wer ist da?" „Ein armer Kavallerist", antwortete.«inc traurige Baßstimme.„Ich bin eben im Kampf« die Ungläubigen gefallen und komme zu Pferd." „Gut, mein Sohn!" Einen Türflügel öffnend, sah der Heilige, wie der Soldat sich Mühe gab, sein nnruhiaes Tier zu besänftigen. Doch Vergeblich lucht« der ehrwürdige Pförtner dessen Kopf zu sehen. Ein sehr nervöses Pferd! Immer drehte es ihm die Hinterwand zu, bis.«r diese breiten Backen schließlich ein wenig tätlchelte und gutmütig meinte: „Also, herein, kleiner Soldat. Sieh aber zu, den Gaul z» beruhigen." Pater Salvador galoppiert« himmelein. wärts, während'Sankt Petrus, das Tor wieder verschließend, vor sich hinmurmelte: „Caramba! Muß das da unt«n ein« fürchterliche Schlacht gewesen sein! Dem armen Pferd haben sie nicht einmal den Schwanz gelassen..... Deutsch von£>. A. v. Beber. (Aus dem soeben in der Bücher- gilde Gutenberg erschienenen Sammelband„Das blau« Auge". Humor— Satire— Tragikomisches und ander« Rosin«» der Weltliteratur. (Einband und Zeichnungen von A. Kubin.f Gin Märchen. Drüben in Afrika, mitten im üppigsten Hochland, tvo abends die Palmen sich mit schwerer Fruchtlast unter dem Westwind hin- und herwi«gen, lebte ein weiser Stammvater Ratio hieß er— mit zahlreichen Söhnen und Töchtern, Johnsfranen und Tochtermännern, mit Enkeln und Enkelinnen, in üppiger Herrlichkeit bei inäßiger Arbeit friedlich unter dem Dach schützender Bambushütten. Eines Tages mußt««r außer Land reisen und übergab seinen Söhnen und Töchtern das ganze herrliche Palmenland zur Verwaltung und zur Nutznießung. ' Als«r nach Jahren wirderkehrte, fand er seine ganze, noch größer gewordene Famili« in stupider Verzweiflung: denn«iner der Söhne, welcher kinderlos blieb, hatte Zeit und Gelegenheit dazu gesunden, durch Ueberredung, List und Gewalt sich in den Besitz der meisten Palmenbäume und der schönst«« Mclonenpflan- zungen, der gesündesten Quollen und der schönsten Bambrrshütten zu setzen. Alle seine Brüder, seine Schwestern, seine Neffen und Nich-- trn mußt«n in sein«» Dienst treten, haU«n fünfmal mehr Arbeit zu verrichten als not- wendig war, um all die Früchte des Lande- und seiner Palmenwälder einzuheimsen. Dabei mußten si« Hunger leiden; denn si« bekam«» nur wenig, und zwar die schlechtesten Früchte zu essen, indes ganze Haufen der schönsten Früchte bei der Bamdushütte des tyrannischen Unterdrückers verfaulten und ander« herrliche Frücht« in benachbarten Wäldern am Baume ungepflückt zugrunde gingen. Bei Tag verschmachteten die Armen fast vor Hitze, bei Nacht erfroren sie beinahe; denn der Unterdrücker duldet« auch nicht, daß seine Brüdrr und Schwestern ihr« Kleider und ihre Hütt«n instand hielten. s Eine- Tages brach ein« böse Hungerkrankheit aus. Viele starben— der Unterdrücker aber blieb gesund und hatte kein Erbarmen. Da plötzlich k«hrte der Vater zurück und betrachtet« mit Entsetzen das Elend und den Jammer mitten im Lande seines Uebrr- flusses. Mit Peitschenhieben straft« er seine feigen, unfrei gewordenen Söhn«. Den Unterdrücker aber— seinen kinderlosen Sohn—- jagte er in die Wildnis. Dort haben ihn die Löwen zerrissen. Er hieß auf gut arabisch: „Kapital". Nachher lebt«» alle übrigen wieder" 'im Ueberfluß. t rTvvvrvrrrYT w v T'rrvrT v v v r r v vw-v r 1 r.. r r v t. GärhMMe Einfalt. Endschulbjen S« mal, die Fran hat doch forhin Herr Dokdr zu Ihn gesagt. Schdimmt das? Warum soll denn das nicht stimmen? Seh ich denn wie ein Hochstapler aus? R«e. Wie ä Hochschdaabler sehn Se nich aus. Awr wenn Si« Dokdr sinn, dahädden micr nämlich«nne Frage. Bitte! Mei Kleener hat solche geschwollene Fieße. Zieh mal deine Schuhe aus unn deine Schdrimbe, Herwerdl, unn zeig se dn Herrn Dokdr. Nein, nein, das hat gar keinen Zweck! Ich bin doch... Ach, Si« sinn jetzt nich in Beruf? Sie Hamm jetzt keen« Schbrechschdunde? Unn da Hamm Sic Wohl ihre Dokdrbicher nich bei sich? Das weniger. Aber.,. Da behalt dei Zeich au,.mei Kind! Aber... das andre, was mier noch Hamm, das is bloß «nne Kleenigkcet, das werd Ihn'»ich siel Miche machen. Guckcn Se mal, was ich hier öffn Kobbe habb! Iss das ä Mickenschdich? Oder habb ich mich da geschdoßen? Gemcvkt habb ich allerdings nischt fon Schdoßen. Sehn ses? Iss das gefährlich? Kann das schlimm wern? Das weiß ich auch nicht. Das missen Sie doch wissen! Wie Hamm Sie dn da ihre Briefung beschdanden, wenn Sie das nich wissen? Aber so nehmen Sie doch Vernunft an! Ach, ich wecß schon, Sie wolln bloß nich. Mit Ihn', da iss de leidend« Menschheit neingeflogen.* Ich gloob, fon Ihn' aus, da kennd« sich hier eener fort Ihr« sehnden Oogen dir Hand sr'chdauchen, sie dähdensn nich wieder rinrenken. Allerdings nicht. Sie! Da schäm s« sich mal! Aber ich muß doch sehr bitten! Ru ja, wenn Sie Dokdr sinn wolln!.., Aber ich bin doch nicht Mediziner.«, Das sag: doch ooch kee Mensch. Awr Dokdr sinn Se! j. Ich bin doch Jurist. Was indreffiert mich denn Ihre Relljohn?, Die hat doch hi«r drmit nichs geringSde zu duhn.( Ich bin doch Rechtsanwalt. Run lasse» Sie mich aber endlich in Frieden!> Also doch nich Dokdr? Sie Hamms awr forhin gesagt, wo ich Si« gefragt habb. V Ich bin auch Doktor. Si«! Ru sagen Se mir bloß das eene: ich seh Wohl sehr dumm aus, daß Si« denken, mit mir, da kennses machen? ,... W. Appelt. Versuch aus einer Edelpelr tiersarm. Di« Pelztierzucht hat sich in den letzten Jahren sehr rasch in Deutschland verbreitet. Während in den höheren Lagen Süddcutschlands so im württembcrgischen Schwarzwald und in den bayrischen Bergen in der Hauptsache di« Silberfüchse ihren Einzug gehalten haben, werden im flachen Land« vorzugsweise Nerze gezüchtet, da sich das Klima in ganz Deutschland vorzüglich für diese- kleinen Räuber eignet, lebt der Nerz doch in Freiheit in gebirgigen Gegenden, wie auch in Niederungen. Die Nerzzucht macht jedem Tierliebhaber viel Freude, bietet dem Züchter als Beruf eine sichere und unabhängige Existenz, und jedem als Nebenerwerb«ine rentable Geldanlage. Während di« Silberfuchszncht, ganz abge» sehen von der Beschaffung irr Tiere, die heute ziemlich hoch im Pr«»i« skeyen, viele Kopien für Wortung"und Pflege verursochen, machen int Nerze in Haltung und Aufzucht kein« besondere Schwierigkeiten, La weder mühsame Arbeit noch große Kosten notwendig sind, um diese Tiere zu züchten. Bei der Beschaffung der Zuchttier« sollt« jeder Anfänger darauf sehen, nur erstklassig einwandfreie Tiere von reellen Farmen zu erwerben, denn davon hängt der ganze Erfolg ab. Oft wurde schon, da di« Nachfrage äußerst stark ist,'von gewissenlosen Elementen schlechtes' Znchtmaterial geliefert, dnS mit Krankheitskeimen behaftet war, und dadurch dem Züchter, trotz aufopfernder Pflege >mr Verlust« brachten. Andererseits wurden wohl schöne Tiere geliefert, womit aber trotz Befolgung aller Anweisungen keine Zuchtcrfolge erzielt werden konnten, weil es eben keine Zuchttiere waren. Deshalb nur bei güten Firmen die Tiere kaufen>ind sich jeweils den Stammbaum- der Pclzträgcr geben-lassen. Die Nerze werden heut« mit zirka 1000 Mark das Paar gehandelt, und bei meinem letzten Besuch konnte ich scststellen, daß das Halten der Tiere eimn ganz hübschen Gewinn abwirft. Eine große Anlage zur Pflege der Tiere ist nicht notwendig, da solche in jedem Garten, besonders Obstgarten, in welchem im Sommer schatlenspendrnde Bäume den Tieren di« erwünschte'Kühlung verschaffen, gehalten werden können. Nerze sind mit keinem Geruch behaftet nnd können deshalb überall gezüchtet tver- den. Die transportablen Gehege, zirka 2 Meter laug,, I Meter breit und 75 Zentimeter hoch, siyd umspannt, van einem starken Drahtgeflecht von zirka 2 Zentimeter Maschenweite, damit der schlank: Pelzträger nicht hindurchschlüpsen kann. Ein Restkasten von gleicher Breite wie der Käsig, 40 Zentiureter tief mit doppeltem Boden und Wandungen, in denen sich Torfmull befindet,-vervollständigt das Heim.- Ti« Nerze, deren Ranzzeit Anfang März! bis Ende April ist, werfen im Durchschnitt vier Jung«. Die Trächtigkeitsdaner ist 45—60 Tage. Jungtiere wachsen sehr schnell und sind im Alter von vier Monaten beinahe ausgewachsen. Schon im ersten Jahre vermehren sich die Jungtier« weiter. Da ältere Tiere sich schlecht vertragen, werden deshalb Rüden und Fähen Las ganz? Jahr getrennt gehalten, nnd nur zur Ranzzeit-zusammengebracht.- Stundenlang könnte man das muntere Spiel dihses kleinen Mörders, der Klringetier ntid Fische in großen Mengen tötet, ohne c» aufzufrcfsen, betrachten, und besonders wenn er sich im Wasser befindet (jedes Gehege enthält eine Wanne mit Wasser) ist es eine wahr« Freude,' diesen» gewaiedten Schwimmer und possierlichen Tierchen zuzusehen, wie es sich wendet und dreht, als ob das nasse Element seine Heimat wäre. Die Fütterung findet morgens und abends' statt, es besteht aus Fleisch, Fische, Geflügel, Eier und Gemüse. In Anbetracht der Kostbarkeit des Tieres sind die Koste»» der Verpflegung minimal und belaufen sich pro Jahr auf zirka 30 Mark pro Stück. Das dauerhaft dunkelbraun glänzende Fell ist gesucht und wirb hoch bezahlt, jedoch kommt vorerst ein Entstehen der Tier« nicht in Frage, da bis heute große Nachfrage nach gutem Zuchtmatcrial herrscht, di« noch nicht befriedigt werden konnte, weshalb Züchte»» mehr Vorteile wie Cntstelzkn bietet. . Jeden», der ein wenig Tierliebhaber ist, kai»n sich deshalb das Zücht«»» dieses c-len Pelztieres nur empfehlen, er wirb air demselben seine Freude haben, ganz abgesehen davon, daß sich sein Kapital sehr gut verzinst. H. S. Was mancher nicht Weitz. I» kaltem Klima ist es-'das Wichtigste, die Füße warm;»» halten. Der große Alpinist Märtin Conwah trug beim Bergsteigen stets ein Paar Seidcnstrüinpfe, darüber ein Paar warme Wollstrünipfe, über, dies«» ein Paar norwegische Ziegcnhaarstrümpfe, nnd darüber«in Paar Schvcizcr Stiefel, die aus dreidoppelt starkem Loder verfertigt waren. Ein Löwe kann einen Ochsen durch einen einzigen Schlag feiner Tatze töten. Der Pisangstrauch, der die Bananen liefert, kommt auf Madagaskar in einer beson- dercn Abart vor. An der Stell« nämlich, wo sich die»nächtigen Blattscheiden treffen, sam- melt sich in der Regenzeit Wasser an, das sehr wohlschmeckend und erfrischend ist. In frühere» Zeilen pflegten Reisende, die des- Weges kamen; ihren Durst mit diesen» Wasser z« löschen. Daher nennt man diese Pisang-Pflan- zen den„Baum der Reisenden". In Amerika ist die- Wohnungsfrage recht schtvierig. Nach der Statistik sind in jede»» Jahr 1 Million neuer Häuser erforderlich; 14 Millionen der vorhandenen Häuser aber sind so alt und schlecht, daß sie als eine Gefahr für die Gesundheit und das Leben der Menschen angesehen»o«rden u»üssen. Der Widerstand der Meuschen gegen elektrische Schläge ist in verschiedenen Situationen sehr verschieden. Ein Schlag, der stark genug ist, einen nüchternen Mann zu töten, vermag einen betrunken«»» nicht zu töten; ebensowenig wir- ein Schlafender durch einen elektrischen Schlag getötet. Kranke Menschen sind, gewöhnlich sehr«»npfiudlich gegen Elektrizität, während «an bei Idioten das Gegenteil'beobachtet hat. -= Heiteres.------- Urbrrtrumpst. Ein Schotte und«in Amerikaner Prahlten mit den Merkwürdigkeiten ihrer Länder.„Bei uns", sagte der Amerikaner,„lebt"eine Frau, di« so groß ist, daß, wenn sie morgens frühstückt, das Essen erst zu Mittag in ihren Magen gelangt."—„Pah, das ist nichts Besonderes!" lachte der Schotte verächtlich.„In»»einer Gegend lebt so ein baumlanger Mensch, der, wenn«r sich im Januar nasse Füße und dadurch den Schirup- scn holt, erst im Juli zuu» Riegen kommt." Di« Klaffe«. Kürzlich hatt« ich auf dem alt«»» Amtsgericht in Aachen zu tun. Als ich den unentbehrlichsten Rcbenrauin des Gebäudes aufsuchtc, fand ich drei Kabinen, deren jede an der Tür eine andere Aufschrift trug. Näm- lich: 1. Höhere Beamte« 2. Mittlere Beamte. 3. Männer. Sehr deutlich. August betrat ein kleines Restaurant und ergriff di« Speisekarte. Da sah«r, daß die Kellnerin sehr hübsch war.„Na, Kleines", sagte August blinzelnd. Und die Kellnerin erwidert«:„Meine.Haare sind blond, das weiß ich. Mein« Augen blau, nie in Teint frisch, mein« Zähne blütenwoiß. Da/ weiß ich alles. Brauche»» Sie mir gar nicht erst zu sagen. Heut« abend kann ich nicht qusgehen und in der iiächstrn Zeit auch nicht. Ich Urdirne hier ganz gut und hab« nicht nöIig, mich von schäbigen Kavalieren aushalten zu lassen'. Außerdem ist mein Bruder hier Hausknecht, wiegt 180 Pfund und ist Amateurboxer. Was wünschen der Herr also...? Schach-Ecke. Alle Zlifchriften und Anfragen an Gen. Wenzel S ch a r v ch, Zwettnitz Nr. 65 bei Teplitz-Schönau._ Allen Anfragen ist Retourmarle beizulegen. ' Schachaufgabe Nr» 17. Von Gen. Schöpka Josef, Eidlitz.(Original.) Schwarz: Kli8; 8l>8; Bg7, h7, gt>(5). Weiß: Kf7; Dhl; Lei; B115(4). Matt in 2 Zügen. ab Cd cf g h 8 M 8 M 8 ,7 MchH.L 6 t 5 8 B M MZ, 5 4 M F * m Ö 4 3 N W 3 AW r' Kl 2 1 SS tMT 1 e t g h Lösungen bind bis längstens 14 Tuge nach Erscheinen der Aufgabe an Gen. Scharoch Wenzel, Zwcttnitz, einzusenden. Den Problenikomponisten sowie Problemlösern zur Beachtung. 1. Bei allen Einsendungen müssen: die Bezeichnungen der Figuren unbedingt rein nnd deutlich leserlich sein. 2. Jedem Problem muß die Auflösung beige fügt werden, um die Analyse rascher durchfuhren zu können, da sehr viel Material zur Bearbeitung vor liegt. 3. Diejenigen Genossen, welche eine Antwort zwecks Begutachtung ihrer Aufgaben oder Anfragen verlangen, müssen Betour- marko beilegen. 4. Um ein Problem rein zu gestalten, dürfen keine unnötigen Figuren eingesetzt werden, auch muß noch beachtet werden, daß kein Dual vorkommt; dies ist zwar kein so grober Fehler, aber das Problem verliert an Wert. Die Schachaufgabe Nr. 18 hat Dual und zwei Nebenlösungen, sie dient zur Aufklärung. Was für Figuren müssen noch eingesetzt werden: 1. um die Nebenlösung zu beseitigen; 2. um das Dual zu verhindern und somit ein reines Problem zu gestaltend Schlüaselzug ist Kgä, Kg5—f4, Kg5—15, Kg5—16 sind zwei Nebenlösungen. 1x17—e6r» Ld7—c6f ist Dual. Schachaufgabe Nr. 18. Von Josef Hyna. Schwarz: KdS; Bd4,<12(3). ab cd efgh 8 WWW M 8 7 W WLG J 7 6 W W M W 4 ' K4k N '^88^.W W, K 5 N WLW 85 1 1 a b e de f g h Weiß: Kg5; Ld7, 18; Sb8; Bd3(5). Matt in 2 Zügen. 5. Ein Problem, wo man mit dem ersten Zuge Schach gibt oder geben kann, und dann mit dem zweiten Zuge das Matt erfolgt, ist gänzlich wertlos. 6. Jo mehr Varianten ein Problem besitzt, desto reizvoller ist es, und der Auflöser findet erst dann den richtigen Genuß. Josef Hyna,