11«nteryattungsveilage. 1931. 3m letzten Mugenvlitk. Zwei Nächte hindurch hatte Maxim Jagusch vergeblich versucht, ein paar Stunden Schlaf zu finden. Die furchtbaren Schmerzen hielten ihn wach, seine brennenden Augen bohrten sich fiebernd in die Dunkelheit, er hörte jeden Schlag der Tür, zählte jede VicrtclstuUde.„Wie grauenhaft lang, wie owigkcitslang doch die Nächte sind, wenn man nicht schlafen kann", grübelte er. Seine Stirn war naß vor Schweiß, znsam- meugekrümmt lag er unter der Decke und preßte krampfhaft eine Ecke des Kopfiissenr in den Mund, nur damit Gertrud nicht sein leises Wimmern hören, ihn bemitleiden oder gar verachten könnte. Sicher würde sie ihn verachten— sie war so jung, so gesund, strotzte vor Kraft. Ilnd er— nun eigentlich war er ein alter Mann mit seinen fünfzig Jahren.^ Heute wurde es ihm bewußt. Heute war er überzeugt davon, daß man sich niemals seine Tugend zurücker- obern kann. Auch dann nicht, wenn man «in fo junges Weib heiratete, wie Gertrud war. In diesen Nächten aber, in diesen zer- quälten, schlaflosen, schlimmen Nächten, wurde plötzlich alles illusorisch, alles fragwürdig, Sein ganzes Leben— und seine Liebe. Warum hatte Gertrud, ihn genommen? Warum hatte sie, als er sie um ihre Hand bat, so rasch, so freudig beinahe„Ja" gesägt? Aus Liebe? Damals hatte er es geglaubt und war glücklich gewesen in diesem Glauben. Aber jetzt... Kann ein Mädchen einen Mann lieben, der fast dreißig Jahre älter ist? Der reif ist, gesetzt, nüchtern— allzu reif, allzu gesetzt für ein so sprühendes Temperament! Es fiel ihm plötzlich schwer, daran zu glauben. Und wenn nicht— wenn sie ihn nicht liebte? Warum hatte sie ihn dann geheiratet? Nur aus Berechnung? Nun— er wollte diesen Gedanken nicht zu Ende denken. Er wollte seine Frau nicht durch derartige Vermutungen beleidigen, nicht art- nehmen, daß sein ganzes Leben,-dieses ganze sogenannte Glück des letzten halben Jahrzehnts, auf einer einzigen großen Lüge aufgebaut sei. Am Morgen nach dieser zweien Nacht müßte er sich am Waschtisch festhalten, um nicht hinzuschlagen. So schwach war er geworden. Seine Frau beobachtete ihn ve- Doti Grnft tuitoig Unger, sorgt und unruhig.„Was ist dir bloß?" fragte sie, den Arm nm seinen Hals legen-, „ist dir nicht wohl? Du bist ganz grau im Gesicht." Er zwang sich ein Lächeln ab.„Ach nichts", erwiderte er mit nachlässiger Handbewegung„eine leichte Unpäßlichkeit— es wird vorübergehen." Aber er wußte:„es geht nicht vorüber — von allein nicht." Und deshalb nahm er auch nicht den gewähnten Weg zu seiner Arbeit, sondern ging statt dessen zu seinem Freund, dem Doktor Arhus, der Arzt und Chirurg tvar. Arhus war noch vor wenigen Tagen bei Jagusch gewesen. Um so überraschter war er, jetzt seinen Freund vor sich gu sehen, mit schlaffen, hängenden Wangen>rnd fiebrig glänzenden Angen. Er untersuchte Jagusch sehr genau, machte Plötzlich ein überaus ernsthaftes, bedenkliches Gesicht. „Ist es so schlimm?" fragte Maxim und fühlte, wie seine Hände kalt wurden. Dr. Arhus zuckte verlegen mit den Schultern. „Was fehlt mir?" bohrte der Kranke weiter. Der Arzt stammelte einen lateinischen Namen, den Jagusch nur halb verstand, mit dem er keine Vorstellung zu verbinden vermochte. „Operation?" „Ich würde es empfehlen— ich würde es dringend empfehlen!" „Ich bi« nicht feige, aber ich habe eine Abneigung gegen operative Eingriffe, tveun sie nicht-— wenn sie-nicht unbedingt erforderlich sind." Arhus legte ihn» die Hand auf die Schultern, sagte heiser, beschwörend fast: „Maxim— laß mich offen sein. Es ist dringend erforderlich. Es gibt keine andere Rettung. Und jeder Tag ist kostbar .... jede Stunde beinahe! „Sieh mich nicht an", ächzte er,„sich mich nicht an. Und verachte mich nicht. Du weißt... wir haben bei Langemark zusammen gelegen und bei Arras— und in den Argonnen. Tu kennst mich... ich bin nicht feige sonst. Aber• jetzt, hier habe ... ich Ängst, so schreckliche Angst. Ich werd's nicht- überleben." „Es ist eine Operation, dir viele überstanden haben, die weniger kräftig waren als du es bist. Man muß nur glauben. Und dein Herz ist gesund und stark!" „Ich kann mich noch nicht entscheiden. Verzeih— aber ich muß es mir überlegen." „Nicht zu lange, mein Freund— nicht zu lange. Es geht— wirklich, es geht nms Leben!" Jagusch taumelte die Treppe herab— er mußte sich am Geländer sesthalten, um nicht zu fallen.„Ich werde noch einen anderen Arzt aussuchen",-dachte er.„Er kann sich irren— Arhus war immer ei» Schwarzseher." Der andere wollte ihn gleich da behalten, in seiner Privatklinik. Er war heftig, allzu energisch.„Mann", brüllte er beinahe „und Sie laufen noch auf der Straße herum?" Jagusch, diese Art nicht gewöhnt, war ganz Ablehnung.„Was ist's?" fragte er kurz.„Mit dem Magen, nicht wahr?" „Das auch— ja. Da hat sich ein Geschwür gebildet, das jeden Augenblick Vergiftung der Blutbahn." Der Arzt überstürzte sich fast mit seinen Worten. „Vielleicht komme ich am Nachmittag wieder", stammelte Jagusch.„Ich muß noch «ine wichtige Angelegenheit ordnen." Er schleppte sich nach Hause. Er wollte scheu, tvie seine Frau die Sache aufnahm — viel würde er daraus ersehen. Manches erfahren, von-em, was ihn in diesen letzten schlimmen Nächten gequält und beschäftigt hatte. Aber Gertrud war nicht zu Hause— die Nachbarin bestellte ei neu Gruß und„sie sei zu ihrer Mutter gefahren die angerufen hat. Sie ist nicht ganz wohl. Sie würde gegen sechs Uhr zu Haute sein." Jagusch kopfuickte kurz. Wie seltsam das alles zusamnuntraf. Würde er bis sechs Uhr warten können? Tie Schmerzen begannen sich wieder zu m-elden, es gab Augenblicke. wo sie unerträglich wurden. Er aß nichts— es wäre ein Ting der Unmöglichkeit gewesen, irgend etwas in sich auszunchmeu. Ging in sein Zimmer, und setzte sich stöhnend au seinen Tisch. Um vier Uhr ging er wecr Vorher schrieb er em paar erklärende Worte' auf einen Zettel, den er auf den Tisch niederlegte. Er bemühte sich, die Sache als harmlos darzustellr»— seine Frau sollte nicht s— O merken, wie angstvoll soin Herz flatterte in diesem Augenblick. Arhus sagte nicht viel.„Ich habe dich erwartet", meinte er ernst und nüchtern. Und wirklich war schon alles zu der Operation vorbereitet. Dine knappe halbe Stunde später lag Jagusch auSgestreckt und angeschnallt auf dein Lisch— der Arzt und die Schwestern hantierten mis ruhigen, sachlichen Bewegungen zwischen all'-en blinkenden, blitzepden Geräten, den Messern und Pinzetten. Arhus legte ihm das chloroformgetränkte Tuch auf den Mund.„Langsam zählen'« befahl er. Maxim gehorchte, obgleich. der süßliche Geruch ihm Ucbelkeit erregt«". Aber als er bis fünf gekommen»var, fiel sein Blick durch die halboffene Tür ins Neben-! zimmer, ihm war's, als sehe er Gertrud._| „Also doch", dachte er, und Wut und Trauer erfüllten ihn ganz.„Hier ist sie— hier. Und nicht bei ihrer Mutter. Sie hat mich belogen, sie hat..." Es ist ein Komplott, man will mich töten!" Er wollte schreien„Hilfe—ein Mensch wird ermordet! Hilfe! Hil..." Aber er bekam keine Silbe über die Lippen. Mit dem letzten Aufwand von Kraft warf er -en Kops zur Seite, die Maske fiel zu Boden. Wie durch ein Wunder bekam er Arme und Beine von der Verschnürung frei. Es gelang ihm auszustohen. Arhus hielt das Messer, das blitzende, tödliche Messer Km Zenaltcr der französischen Revo- lntiün erlebt Bidocq, ein ehemaliger- Galeerensträfling, seinen Aufstieg zum Polizeichef von Paris, um bald darauf wieder in die Tiefe gestürzt zu werden. Zweifellos gehört Pidoeq zu den interessantesten Persönlichkeiten jener Zeit, darüber hinaus aber bilde» sein« Erinnerungen ein historisch bedeutsames Dokument auH einer großen Geschichtsepoche. Diese Lebenserinne. rangen tvcrden unter dein Titel„Boni Galeerensträfling zum Polizeichef" demnächst in Buchform IPreis: RM. 4.8V, für Mitglieder Sonderpreis)«r- scheinen. Wir veröffentlichen heut« aus , dem genannten Werk mit Genehmigung der B ü ch e r k r e i s G. m. b. H.(Berlin SW 61) die folgende Erzählung:, In Lille nrachie ich die Bekanntschaft eines alten Zigeuners, namens Christian, der auf die Dörfer zog, das Bieh kurierte, den„bösen Blick" abwandte, Liebestropfen verkaufte und stahl, wo sich eine Gelegenheit dazu bot. Ein paar Tage leistete ich ihm Gesellschaft auf seiner Wanderung von Ort zu Ort, verbrachte auch «inen Abend im Kreise der Zigeunerhorde, deren Anführer er war, aber auf die Dauer konnte "mir ein solches Gewerbe, das gefährlich und, wenigstens für mich, der ich ja nur Helfersdienste zu leisten hatte, wenig einträglich war, nicht gefallen. Ich ließ also Christian all«in ziehen und suchte in Lill« aitdere Möglichkeiten, mein Leben zu fristen. Bei einer Fechtkonkurrenz gewann ich den ersten Preis, etwa dreihundert Franken, ein« Summe, mit der ich mich eine Zeitlang nber^Wässer halten konnte. Aber das Bewußtsein, wieder über einig« Mittel zu verfügen, macht« mich so übermütig, daß ich, statt mich der gebotenen Sparsamkeit zu befleißigen, die■ öffentlichen Bälle zu besuch«» begann. Bei der Gelegenheit machte ich Fran- «ines Bekanntschaft, die für mein ganzes. Leschon in der Han-. Ein rascher Zugriff, ächzend sank der Arzt auf den Teppich, den ein breiter Blutfleck rötete. An der Tür stand Gertrud— sie hatte die Hände ausgebreitet, als wollt« sie ihm den Durchgang wehren. Nein— er wollte sie nicht berühren, sich nicht an iHr vergreifen. Da war das Fenster— ein Griff— ein Sprung, und er war im Garten.„Gerettet", wollte er jauchzen,„gcrettei!" Aber da kamen wieder die Schmerzen, diese grauenhaften Schmerzen. Er wollt« lausen, um auf die Straße, um aus dem Bereich dieses Hauses zu kommen. Statt besten mußte er sich zusammenducken, niederkauern— unter irgendeinem Busch,. Er fühlt«, wie er ohnmächtig wurde. Lange mußte er bewußtlos so gelegen haben. Endlich öffnete er langsam die Angen. „Es riecht so süßlich", slüsterte er vor sich hm, immer noch an den Busch denkend. Suchte ihn mit den Blicken. Aber was er sah, war das Gesicht des Arztes, seines Freundes Arhus, das ruhig und aufmerksam über ihn gebeugt war. „Ja— das ist nun mal so beim Chloroform". sagte er. lind neben ihm, neben seinem Bett, saß Gertrud. Sie hielt seine.Hand in der ihre^i, streichelte sie liebevoll und lächelte unter.Tränen. Ihre schönen großen Augen waren sanft und zärtlich. be» entscheidend werden sollt«. Ich traf sie auf dem Ball d« la Montügu«, und wir schlossen, wie das unter solchen Umständen nicht selten geschieht, bald Freundschaft. Francine behauptet« sogar, mir treu zu sein, was sie aber nicht hin- ,d«rt«, hi« und da«inem Genieoffizier ihre Gunst zu schenken. Eines Tages überraschte ich sie und fiel, von cin«r mir noch heute unerklärlichen Wut gepackt, über das Pärchen her. Francine konnte sich noch aus dem Staube mach«», aber der Liebhaber blieb, ziemlich übel zu gerichtet, auf dem Platze. Ich wurde erwischt, verhaftet und ins Gefängnis gebracht. Während der Voruntersuchung bekam ich öfters Besuch von meinen ehemaligen Freundinnen. Francine/dir davon hört«, wurde eifersüchtig, gab ihrem Offizier den Laufpaß, zog ihre Klage zurück und beschwor mich, sie zu empfangen. Ich war schwach genügt nicht nein zu sagen. Di« Richter schlossen daraus, daß ich, im Einverständnis mit Francine, den Offizier in«inen Hinterhalt gelockt hatte,.und die Folge war, daß ich zu drei Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Man brachte mich in den P«terslurm, wo man mir eine Einzelzelle, genannt Ochsenauge, anwies. Francine leistete mir Gesellschaft, sooft sie konnte, und den Rest der Zeit vcrbrachte ich mit den anderen Gefangenen. Unter ihnen befanden sich ztvei ehemalige FeMvebel, Grouard und Herbaux, beide wegen Fälschung verurteilt, und«in Gärtner, namens Boitel, der. wegen Korndiebstahl sechs Jahre zu verbüßen hatte. Boitel war der Gegenstand allgemeinen Mitleids. Er verstand es, alle Gemüter mit seinem unablässigen Jammern zu rühren und besonders die Not der ihres Ernährers beraubten Kinder so herzzerreißend zu schildern, daß Gouard und Herbaux sich bereit fanden, gemeinsam«in Gnadengesuch für ihn aufzusetzen. Wenigstens wäre« das ihre Wort«. Grouard beklagte sich, in dem geräuschvollen Saal, den er mit achtzshn singenden, schwatzenden und sich streitenden Gefangener teilte, das Schriftstück nicht abfassen zu können, und ließ mich durch Boitel, der mir wiederholt kleine Gefälligkeiten erwiesen hatte, bitten, den beiden fiir ihre Schreibarbeit die Benutzung meiner Zelle zu gestatten. Das tat ich, wenn auch widerstrebend. Am nächsten Tage richteten sie sich häuslich bei mir ein, und auch der Kerkermeister erschien zuweilen, um an ihren heimlichen Beratungen'teilzunehmen. Ich saß indessen, nichts Böses denkend, in der Kantine und plauderte mit den Besuchern und Besucherinnen, die täglich nach mir fragten. Nach acht Tagen hieß es, das Schriftstück sei fertig und abgesandt, und man habe Hoffnung, daß di« Gnade bewilligt werden würde. Achtundvierzig Stunden nach seiner angeblichen Absendung erschienen zwei Brüder von Boitel und speisten mit ihm am Tisch des Kerkermeisters. Kaum waren sie fertig, überbrachte «in Bote einen dicken Bries, den er dem Kerker- meister gab. Dieser öffnete ihn, warf einen Blick darauf—und schrie in höchster Erregung: „Eine gute Nachricht! Boitel ist frei!" All« Anwesenden wollten das Dekret lesen und Boitel beglückwünschen. Slber er bestand datauf, das Gefängnis sofort zu verlassen. Seine Sachen hatte er schon.am Teige vorher wegbringen lassen. Am nächsten Vorniittag kam der Gesäng- nlsinspekwr zur Kontrolle. Der Kerkermeister zeigte ihm Boitels Entlassungsschein." Der Inspektor hielt ihn für gefälscht und gab Be- fehl, Boitel bis nach erfolgter Prüfung in Hast zu lassen. Zu seinem Erstaunen war aber der Vogel schon ausgeflogen. Daraufhin wurde der Kerkermeister zunächst seines Amtes enthoben. Mir wurde, als ich das alles hört«, schwül zu Mute, denn ich ahnte, daß ich irgend wie in die Sache verwickelt werden würde. Deshalb bat ich Grouard und Herbaux, mir die rein« Wahrheit zu sagen. Sie schworen mir bei. ollen Heiligen, daß sie nur das Gnadengesuch geschrieben hätten und über seinen. schnellen Erfolg selbst überrascht seien. Ich glaubt« ihnen Mar kein Wort, konnte aber, da ich kein« Beweise hatte, nichts tun als abwarten. Am nächsten Tage wurde ich in die Kanzlei gerufen, wo ich, der Wahrheit gemäß, aussagt«, daß Ich mit der Sache nichts zu tun und den beiden, wie auch der Kerkermeister be- zrugem ronnre, nur meine' Zelle überlasten hätte, weil sie im Saal nicht genug Ruh« zur Abfaffung des.Gnadengesuchs gefunden hätten. Di« Wahrheit wurde nicht geglaubt. Boitel, der, bald daraus, in seinem Hennatsokt« festgenommen wurde, erklärt«' vor Gericht, daß Grouard, Herbaux-und Vidocq ihm zur Freiheit verholsen hätten. Nach diesem Geständnis wurden wir erneut vernommen. Ich blieb bei meiner ersten Aussage, aber ich konnte nicht verhindern, daß äch nach Ablauf meiner drei Monate nicht entlassen, sondern wegen Mithilfe bei der Fälschung«in«r öffentlichen lkr- kunde unter Anklage gestellt wurde. Diel zu teuer. „Wir bedauern", beginnt das gedruckte Kärtchen, das uns eine junge Kabarettkünst- lerin übermittelt—„wir bedauern, von Ihrem Offert« keinen Gebrauch machen zu können, da dieselbe für unser einfaches Bolks- kabarett viel zu teu«r ist. Wir überlasten es Ihnen, uns neue, billigere Offerte zu machen. Hochachtungsvoll die Direktion Kasinochealer, Freiburg in Breisgau.". ■VVVT•»» rVTT’VV« V ▼ V V T ▼ T Arn GeMAWnrK. Die junge Dam«, eine Tänzerin, die mit Lieser Kari« beglückt worden ist, versichert uns, Latz ihre Gageansprüche schon die denkbar niedrigsten gewesen sind. Es besteht also die größte Wahrscheinlichkeit, daß von vornherein jeder Künstler, der sich bet besagtem Kabarett um di« Möglichkeit eines Gastspiels bewirbt, vor allem erst einmal die Mitteilung erhält, daß, er viel zu teuer sei. Er bekommt es grundsätzlich und gleich gedruckt versichert. Die Sache erscheint typisch. Sir erscheint so typisch, daß es wundernohmen sollte, wenn sie nicht von der gangen Geschäfts- und Jn- dustriewelt schleunigst irachgemacht werben sollte. Jeder, der sich irgendwo bewirbt, bekäme zunächst einmal die grundsätzliche Mitteilung, daß er zu teuer sei. Denn bekanntlich versuchten ebenso, grundsätzlich alle Arbeitnehmer ihre Arbeitgeber übers Ohr zu hauen. Und bekanntlich werden ja di« Herren Arbeitgeber grundsätzlich angeschmiert und zahlen stets und ständig mehr, als die Kraft, di« ihnen zur Verfügung gestellt wird, wert ist. Im Ernst des Lebens gesprochen: auch wenn sie's nicht gedruckt vor sich sähen, wüßten di« Arbeitnehmer recht genau, daß sic dauernd im Preise gedrückt werden. Schließlich ist der Grundsatz„viel zu teuer"«in Grund-Satz, den man schon kennt: er läßt auf den Grund der Kapitalistcnseele sehen. Stets wird dir deine Minderwertigkeit klargemacht. Man sagt das mit der Minderwertigkeit nicht direkt, man schickt das Wirtschaftliche vor. Wan sagt, man kann nicht mehr zahlen, und «s gibt sogar Fälle, tvo das sogar wahr sein mag. Aber das Selbstverständliche ist nach der Ansicht des Arbeitgebers nun, daß der Arbeitnehmer mit dem Preis, um den er sein« Arbeit verkauft, wesentlich hernutergeht. Wäre nicht auch denkbar, daß der Unternehmer die Gewinnspanne verkleinert? Es' wäre denkbar. Psber«8 wär« nicht kapitalistisch, sondern moralisch gedacht. Denn daß wir im Zeitalter des„Not-Opfers" leben, ist so zu verstehen: die, die Not leiden, müssen auch noch opfern. v „Viel zu teuer." Ist es ein Wunder, daß unter diesen Umständen vielen unter uns das Leben als gar nicht teuer erscheint? Man wirft ihnen dauernd vor: Deine Arbeit ist ja gar nicht so viel wert. Ist es erstaunlich, daß viel« unter diesen Umständen ihr Leben auch nicht als wertvoll empfinden? Satt zu werden, wird ihnen so schwer gemacht, daß sie nun ihrerseits das Leben satt haben. Denn das Leben— eS ist nämlich das einzige, wovon sie genug haben. Bielen, denen es einmal teuer war, ist es heut«„viel zu teuer". Aber gedruckte Karten, wie die glossierten, sind nicht unschuldig. Es sind gewissermaßen Kondolenzkarten. Ter Ton ist es, der auf ihnen die Trauermusik macht. ErichGottgetreu. Gln Zechpreller klärt sich die Situation. Sehen Sie, verehrlichc, achtbare Krünerilk! Ich werb« nicht zahlen, ich als einziger von dieser Gästeschar... Ms heute früh in»rein Bett die Sonne schien Und als auch noch Sonntag morgen war. Fiel mir ein, daß ich mal wieder essen nnißte. Das war, als Sie wohl iwch in d«n Federn lagen Und Ihr Ehemann oder Ihr Geliebter Sie küßte. Auch ich hätte vorgezogen, zu. zweit in-den Kissen zu liegen, Aber bei mir reicht das Leben jetzt nur zum Hungerkri«gen Oder zum Hungerbezivingen, und das seit Tagen. Man kann trock'nes Brot essen, wenn man welches hat, Man kann betteln— Almosen nehmen ist nicht jedermanns Sache. Manchmal läuft man vor Hunger nachts durch die Straßen der Stadt. Aber der Hunger rennt mit, im Magen, auch im Gehirn hält er Wache Heut« früh, sehr früh schon, weckte er mich auf, Und da hatte ich«s über, ich bin kein Nervenausverkauf. Ich stellt« einfach fest: heute muß ich«ssen, Morgen ist mit der Widerstandskraft vielleicht Schluß—— Mut haben ist nicht so schwer, wenn man ihn haben muß, Und da hab' ich um ein Uhr hier am gedeckten Tisch gesessen. Ringsum essen alle, und sie essen abends nochmal, Ich nicht, ich weiß auch nicht, wie eS morgen wird. Die Freunde in der Not gehen auf eine gebrochene Zahl, Es ist kein einziger da, der mir etwas borg«» wird... Das Menü war gut, noch besser hat es geschmeckt, Jetzt hab' ich mir auch die bestellte Zigarre angesteckt: Was glauben Si«, wi« wohl ich mich jetzt fühle. „Von diesett Dingen verstehen Sie eben nichts, lieber Freund", sagte der alt« Landgerichtsrat i. P. zu dem dicken Bankdirektor. Die Herren hatten sich wieder einmal an ihrem Donnerstag-Stammtisch schrecklich aufgeregt. Die Debatte drehte sich diesmal Nm das Für und Wider der Todesstrafe Der weißbärtige Jurist tobte, lveil die Mehrzahl für ihre Abschaffurig war. Der Kommerzienrat hatte einen roten Kops bekommen und sich sogar hinreißen lassen,- die Ansichten des Landgerichtsrates„verzopft" zu nennen. Der Wirt des Brannen Löwen winkte dem Oberkellnern Stumm brachte dieser«in« neue Lag« Märzeltbier, um die hitzige Stimmung ein wenig abzukühlen. Ein« Paus« waH entstanden. Wolken von Zigarrenrauch stiegen auf, niemand sprach, bloß der Apotheker ließ sein tiefsinniges„Tja...!" vernehmen, womit er jede Gesprächsftockung zu überbrücken pflegte. Tie peinlich« Still« wurde schließlich vom Rechtsanwalt unterbrochen, der die ganze Diskussion schweigend mit a»gehört hatte. „Darf ich Ihnen eine wahre Geschichte aus meiner Praxis erzählen, mein« Herren? Sie paßt zum Thema und wird Sie sicherlich interessieren. Sie erinnern sich vielleicht noch an den Sensationsprozeß gegen di« Mörderin Juliane Hummel. Ein grauenhafter Fall— die Frau hatte ihr eigenes Kind getötet, die Leiche zerstückelt und nn Küchenherd verbrannt. Eine menschlich« Bestie, die keinerlei Mitleid erregte, als st« vvn den Geschworenen mit 12 Stimm«» „Ja" zum Tode durch den Strang verurteilt wurde. Was glauben Sie, wi« sich das bißchen Kraft '• wieder reckt! i Soll ich Angst haben vor einem Haufen besetzter Stühle? Die kennen mich nicht, das Leben ist eine tolle Geschichte,* Aber darum zu wissen, steht ihnen allen nicht im Gesichte... Rauf, runter, schief, wieder gradeine Rum- melplatzbahn, Die ahnen es nicht, auch nicht, daß es sehr schön sein kann. An einer Kurve nicht gegen den Asphalt zu - schmettern, Sie sangen alle d«n Tag nicht mit demselben erste« Frühstück an, Sie gehen hübsch unter gleichem Schirm bei widrig«n Wettern. Gut, mögen sie! Mögen sie weiter auch sich mechanisieren lassen!... Ich werde jetzt, mein« Verehrte, den rechten Moment erfassen, Sie stvuern eben dort nach dem Hinteren Lokale: Also los! Zum Ausgang! Für alles besten Dank! Und wenn ich nicht mit barem Geld bezahle: Ich hab' keins, denn and're haben davon zu viel ans der Bank...■. Zechpreller sein? Ich mache durch dieses Wort einen Strich. Es ist«ffau, nichts als essen, sich satt machen. Vielleicht haben Sie einen gütigeren- Gott als ich,• ! Dann wird er die Rechnung fchqn irgendwo glatt machen. Bl'e'rke. Die Hummel war schwerhörig, fast taub gewesen, di« Urteilsverkündung verstand sie nicht u»td ich, der Verteidiger, mußte ans Ersuchen des Vorsitzenden in der atemlosen Still« des Gcrichissaales durch ein' Höhrrvhr di« Worte wiederholen:„Frau Hummel, das Ge. richt hat Sie zum Tode verurteilt!" „Wird»ran mich begnadigen?" fragte si«, von Todesangst geschüttelt. „Ich bin überzeugt davon", antwortete ich und versucht«, meiner Stinnne einen sicheren Klang zu geben. Wochen vergingen, die cbngcbrachte Veru- fung wurde natürlich verworfen, die daraus folgende Bitte um Begnadigung al>g«l«hnt. Und von diesem Augenblick an, da der Tod mit absoluter Gewißheit vor>hren Augen stand, begann die Mörderin— zu schreien. Sie brüllte, ohne Unterbrechung. Durch die Korridor« gellte das cntsetzliätt, tierische Heulen, diese in Tobsucht ausg«artcte, grausige Furcht vor dem Ende. Durch di« dicken Mauern drang da« Schreie», di« anderen Gefangenen hielten sich verzweifelt di« Ohren zu, drückten ihr« Schädel in hart« Roßhaarkissc», einige bissen sich die Hände blutig, um nicht einzustimmen in das infernalische Kreischen. Selbst den an Furchtbares gewöhnten Wärtern ging es'durch Mark und Bein. Man polterte an die Eisentür, versuchte sie. zu br- ruhigsn— sie ließ nienianden zu Wort« kommen, hörte nicht, bewarf den Seelsorger mit ihrem Eßgefäß— dabei immer weiterbrnl« lend, ohne Ermüdung, ohne Atempause. Am nächsten Morgen rief man mich. Ich sollte ste irgendwie zur Besinnung bringen. Besinnniig? VT^’rrr'v v'v’vvw r v ▼ t t Tvr"rfv vvv'T w ▼ v v rv vv vi Me£iige des Antzvakss. Von Paul Morgan. -- t Worauf? Daß es in 48 stunden mit ihr aus sei? Daß es keine Hoffnung mehr gäbe? Man öffnete mir die Eisentür«. Und da nahm ich alle Heuchelei, deren ein Mensch fähig sein kann, zusammen. Ließ di« Türe hinter mir schließen, blieb ruhig stehen, lehnte mich an die Wand und lächelte. Sah lächelnd auf die Rasende, nickte ihr freundlich zu und legte den Finger geheimnisvoll auf den Mund. Die Verurteilte starrt« mich an, das Schreien wurde leiser, wandelte sich in Stöhnen, schließlich war sie ganz still. Sprechen oder fragen konnten nur ihre Augen. Ihre Zähne klapperten. Ich sah mich um, als fürchte ich, belauscht zu werden. Ging- dann ganz dicht'an sie heran, nahm das Hörrohr und flüsterte ihr geheimnisvoll ins Ohr: „Sie, Frau Julian«— ich kann das nicht länger ansrhe». was die hier mit Jhmn treiben. Ich muß Ihnen«in Geheimnis verraten. Aber wehe, wenn Sie es ausplaudern! Dann geht's mir an den Kragen! Also Passen Sie gut auf: Der König hat Sie selbstverständlich begnadigt. Aber der Justiznrinister, wissen Sie, der ist ein ganz raffinierter Kerl! Er hat dem König eingcrcdet, Sie haben eine schreckliche Straf« verdient, und wenn man Sie schon nicht nmbringt, sollen Sie trotzdem die Todesangst bis zum allerletzten Augenblick durchkosten. Das heißt, nstrn wird Ahnen di« Nachricht von der Begnadigung erst dann überbringen, wenn Sie schon untern? Galgen stehen! Bis dahin will man Sie im Glauben laste«, e-s ist nichts mehr zr^ mach«»— Schluß mit Ihnen— erledigt— abgemeldrt für diese Del'' Der König wollte erst nicht, daß Man mit einem uienschlichen Wesen solche grausame Ditze wacht,— aber der Juftizminister hat nichi nachgegrben und gedroht, er geht in Pension, wenn«r seinen Willen nicht durchsetzt. Und t.i bat der König senfz-nd jo gesagt. Also, Frau Hummel, vernünftig sein! Lassen Sie diese Leute die ganze Komödie auf- fühici'! Sie bleiben ruhig und gefaßt, beich- t«n hübsch fromm dein hochwürdigen Herrn An- stalrsgeistlichen, bestellen sich ein erstklassiges Esten— aber'Sie dürfe» sich ja nicht verraten, wenn die Herrschaften so tun, als wär« das Ihr« Henkersmahlzeit— nicht etwa lachen, das würde anffallen— und dann gehen Sie ganz beruhigt und zuversichtlich zu der Maschine, di« im Gcfängnishof zum Spaß aufge- stell: sein wird. Dann zählen Sie leis« bis 10 und— husch— wird da einer mit einem weißen Tuch in der Hand hereinstürmen und „Halt!" rufen. Dann wird man Si« losbinden und freilafftn. Und überall wird man sagen: Ra, die Hummel— was muß die durchgemacht haben— sie ist bestraft genug...! Die Mörderin hat!«.mit offenem Munde zugehört. Sie stöhnte:„Ist da? auch wahr, Herr Doktor?" „Weshalb sollte ich Sie belügen? Ich— Ahr bester Freund?" Ri« hätte ich gedacht, daß eine Lüge so schiver sein könnte..." Ter Anwalt schwieg einige Minuten. Niemand sprach«in Wort. Wirt und Kellner drückten sich betreten an den Wä Len herum. „Und hier, mein« Herren", führ der Anwalt fort,„ist der Zeitungsausschnitt, der von den letzten Stunden der Hingerichteten Mörderin Juliane Hummel berichtet. Ich trage ihn stets in meiner Brieftasche. Hören Si«: „Nach dem Besuche ihres Verteidigers wurde die Hummel merkwürdig ruhig. Sie schrie, nicht mehr, aß und trank mit Appetit, vertveiltt mit dem Geistlichen im frommen Ge- bet, man sah sie sogar manchmal— läch-ln. Niemand könnt« sich diese rasche Wandlung ans irrsinnigster Verzweiflung in derart unheimliche Gefaßtheit erklären. Sie schlief garrz fest di« ganze Nacht— das rätselhaft« Lächeln im Antlitz. Ms si« zum letzten Gang geholt wurde, schritt si« ruhig an der S«ile des Geistlichen in den Hof, betrachtete ohne Schaudern den Galgen und blickte sonst gespannt auf ihren Verteidiger, dem sie manchmal zumckte, als handelte es sich um eine geheime Zeichensprache. Dann sah sie zu der kleinen Türe, durch die si« geführt worden war, uuLjintcr der das Leben weitcrging. Zeugen behRlpton, sie hätte unter dem Galgen noch unhörbar die Lippen bcivcgt. Wahrscheinlich betete sie. Mit einer blitzschnellen Bewegung hatte sie urplötzlich der Henker gepackt, die Schlinge schnürte ihren Hals. Juliane Hummels Verbrechen hatte seine Sühne gefunden." Noch uie war die Stammtischrunde so still auseinandergegangen wie heute. Was mancher nicht weiß. Daß der Durchschnittsmensch ei» sehr geringes Gefühl für Zeit hat, wurde kürzlich wilder durch«in Experiment bewiesen. Man rief nämlich«inige Männer zusammen und stellte ihnen die Aufgabe, nach Ablauf einer Minut« die Hand zu heben. Es zeigte sich, daß die meisten schon bei zweinnlqwanzig Sekunden die Miaute abgelaufen glaubten, während die richtigste' Schätzung bei siebcnundvierzig Sekunden stehen blieb. In Island und Rordsibirien ist de höchste Lebensdauer siebzig Jahre, di« gemäßigten Zonen dagegen begünstigen hohe Lebensalter. So sind Irland und Bulgarien bekannt wegen ihrer vielen' Einwohner, die ein Alter von hundert Jahren überschreiten. Der Durchschnittsmensch von sündig Jahren hat in seinem Leben 25 Tonnen Nahrung zu sich genommen. Di« Bereinigten Staaten sind das Paradies der Versicherungsgesellschaften. Dort beträgt di« Gtzsamtsumm« der abgeschlossenen Lebensversicherungen rund 408 Milliarden Mark Es wird damit gerechnet, daß dies« Summe sich innerhalb zehn Jahren verdoppeln wird. Dreihundert Leut« in den Vereinigten Staaten sind je für eine Million Dollars oder.mehr versichert "i" Heiteres, m» Küche ngeheimniss«. Ein junger bemann fragt beim Esten:„Run sage mir bloß, Liebling, wonach schmeckt denn der Filetbraten? Er riecht auch so merkwürdig!"—„Ja, Liebster, ich weiß es nicht, ich habe mein Bestes getan! Ich habe sogar die Zwiebeln, damit sie nicht so entsetzlich riechen, mit Kölnisch Master abgewaschen!" Gesegneter Fischfang. Der Pastor saß am Bache. Rechts von ihm saß sein« Richte Luci«. Links von ihm saß sein« Nichte Bettie. Da ging der Angler Schmitz vorbei und fragt« freundlich:„Na, haben Sie Irgend etwas geangelt?" Der Pastor wandte sich würdevoll um:„Ich angle nicht."—„So Sie angeln nicht? Ich dachte, Si« angelten!"—„Ich bin ein Menschenfischer, aber ich töte keine unschuldigen Tiere."—„Ein Menschenfischer?" fragte der Angler Schmitz erstaunt. Dann zog ein breitas Grinsen über sein Gesicht, und mit einem Blick aus die Damen Lueie und Bettle sagte er: „Eins muß man Ihnen lasten: Verdammt hübsche Köder haben Sie sich zugelegt!" Der Unternehmer im Bad«.„Wie briugen Sie es mir fertig, solang« unter Wasser zu bleiben?"—„Sehr einfach, ich bilde mir«ins am Ufer stehl«ine Abordnung meiner Arbeiter und verlangt ein« Lohnzulage." Richtig.„Leider kann ich m«ine Rare in dieser Woche nicht bezahlen!"—„Das haben Sie ja in den beiden vorigen Wochen auch gesagt!"—„Na, und? Habe ich picht Wort gehalten?" Standesamt. Ein Berliner war ini Sommer zur Kur in«ineur kleinen Schwarpoald- dorf. Eines Abends unterhielt er sich mit dem Bauern im Hofe, es dämmerlc schon. Da trieb die Magd noch eine Kuh aus dem Stall, um sie zum Stier zu führen. Der Kurgast, der das bemerkte, wunderte sich unh fragte arglos die eben vorbeigehende Magd, wo sie denn so spät mit der Kuh hin»rolle. Verlege» sieht di« Magd den Gast an und wird rot bis hinter di« Ohren. Airs cimnal ruft sic:„Zum Standesamt!" Er möchte. Kniewärmer kommt zum Notar.„Ich möchte«in Testamrnt aufsctzeu lassen. Ich möchte zwei Millionen g^ben als Stiftung. Di« Zinsen daraus sollen jedes Jahr verteilt werden an den Mann, der den besten Gaunertrick des Jahres erfunden hat. Zwei weitere Millionen möchte ich vermachen als Stiftung.für das Mädchen, das im Jahr« auf die seltsamste Art zu einem Kind gekommen ist. Line Million machte ich meinem Hausknecht hinterlassen. Drei Millionen möchte ich..." — Unterbricht der Notar:„Aber bester Herr Kniewärmer, haben Sie denn so viel Vermögen?".— Sagt Kniewärmer:.„Nein, Herr Notar! Ich hab' gar nix. Ich bin überhaupt pleite. Ich habe ja auch nur gesagt, daß ich das alles-möchte." r v t vttwwvw v v v'v v v v v Schach-Ecke. Alle Zuschriften und Anfragen an Gen. Wenzel Scharoch, Zivettnitz Nr. 65 bei Teplitz-Schvmm. Allen Anfragen ist Retourmarke beiznlege». Schachaufgabe Nr. 19. Von Gen. Schlosser Heinrich, Graupen. Original. Schwerz: Ke4; Td2,<16; Sc2, g4; Bc5, es, f4. (8 Fig.) Weiß: Kc3; Td5; Le2, h6; Sd7, fl; Bc4, k2, g2. (9 Fig.) Matt in 2 Zügen. 'Lösungen sind bis, spätesten« 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an Gen. Scharoch Wenzel, Zwettnitz, einzusenden. Sehachnaehrichten. Bezirkawettkampf I(Aussig) gegen II. Bezirk(Teplitz). Am 7. Dezember trug die Teplitzer Bezirksmannschaft' in Aussig, „Volkshaus“, gegen die dortige Bezirksmann- sohaft an 10 Brettern einen Wettkampf aus, welchen die Gäste 8%: 1*7» Punkten für sieb entscheiden konnten. Das Rückspiel findet am 4. Jänner 1981 in Teplitz, Restaurant „Germania“, um 9 Uhr vormittags statt. Seih—eh.