3**» ,3<«nttrAaltangeoeiiaae. 1931. Die Seiden Gtratzen. Von Wildern» Gpnnaendees. Di» duuki« Straß«. Viele Straßen hat eine Stadt. Ist die Stadt groß, weiß kein Mensch die Namen der vielen Straßen. Aber irgendwo ist ein Plan, der kennt jede Straße, ihren Ort, ihre Läng-, woher sie kommt und wohin sie geht, ja, ans ihm" sind sogar Straßen ausgezeichnet, die es noch gar nicht in der Stadt gibt, Straßen ohne Namen, flüchtig in zarten Strichen gezeichnet. Niemand hat diese Straßen gesehen, aber der Plan weiß, daß sie schon da sind, daß dort irgendwo Häuser wachsen werden in langen, nächtlichen Reihen, und Menschen kommen, die in ihnen schlafen, sich lieben, glücklich find oder unglücklich, und die Sterne von heute werden über den Straßen vor« morgen leuchten. Biele Straßen hat eine Stadt, dunkle, hell«, enge, weite, arme, reiche, geschmückte, armselige Hüglige, glatte, zerfreffen«, vergiftet«, prunkvolle, und alle, heißen sie, hieß sie jemand: Straß«! An ihren Namen kann niemand erkennen, ob Glück oder Elend in ihnen zu Gaste ist. Auch auf dem Plan, der jede Straße kennt, steht davon nichts verzeichnet. Da gibt«S eine, die ist verrufen durch Zuhälter und sichtendes Gesindel. Heute, in der zweite« Nachtstunde, liegt sie auSgestorben und riecht nach aasigem Fisch und dem Gestank ihrer unterirdischen Abwässer. Doch die Straße lebt, so still sie in der Dunkelheit atmet. Sie hat eine Haut, die wuchert aus der Diese, starrend von Schmutz und Ekzemen. Sie quetscht ihren Leib an die Häuser, hat sie in vielen Jahren krumm gedrückt. Nachts uw diese Zeit ist die Straße ein gefräßiger Fisch, der in satter Berdannng liegt, nur manchmal bewegt er ein wenig die Schattenssossen auf seinem Leib, wenn ein Windstoß durch den Hänserspalt segt. Türen öffnen sich leise. Menschen treten heraus, scheu wie Raubtiere. Die Straße packt sie und strebt sie dicht an den Häusern entlang. Wieder klappt eine Tür und ein Mensch verschwindet hinter ihr, gerät in den Mechanismus der Verdauung, wird durch die Türen der Häuser geschleppt, über Treppen und kotige Höfe, getrieben, geblendet vom Ekel, würgt nach Lust, atmet entsetzt Staub, Schmutz, Blutgeruch, verwandelt sich, wird selbst zu Kot, Auswurf, irgendeinem Stoff, verschlungen von dieser Straße, weggesackt wie ein Stein im Sumpf. Und wird hier eingepflanzt, Zelle in der Straßenhaut, umklammert, gefesselt, nir gends ein Ausweg, nur Treppen und Wände,! Steine, Treppen und Wände. In dieser Straße steht ein, niedriges Haus. Rr. 85. Bewohnerin eine Hebamme, eine hilfsbereite Frau, so jemand Geld mitbringt, bares Geld. Heute liegt ein Mädchen bei ihr, in ihrem „OrdinationS"ranm. Ein junger Mann steht am Fenster, das Gesicht dem Mädchen abgewandt. Gespräch in der dunkle» Straße. Die Frau:„Immer weinen Sie nur, mein Mädchen, das schafft Erleichterung. Wenn «ine weint, ist mir das viel lieber, alS wenn e so-stumm daliegt. Die Echuierzen ver- chlncken ist nicht gesund, meine ich?" Die Frau:„Neulich, da lag ein« hier, die biß die Zähne zusammen und starrte die Wand an. Sagte kein Wort, als sie ging. Na, die hams« später ausm Wasser gezogen. Ich hatte mir gleich gedacht, daß mit der lvaS passiert." (Draußen im Vorbeigehen grössten Männerstimmen im lauten Lachen, als hätte einer! der Männer einen Witz gemacht.) Die Fran:„Da war das Mensch von der 88 dabei. Was sich an der nur dir Mannsleute ersehen können. Schreien Sie sich nur ruhig aus, mein Kind, hier hört sie niemand, und wenn schon, dann solln je nur hübsch ruhig sein. Ich hab se alle in der Tasche. Der Mutter Miedern kann keener." Der junge Mann(vom Fenster her, ohne sich umznblicken):„Ach, schweigen Sie doch mit Ihrem Gewäsch!" Die Frau(beleidigt):„Run ja, denn schweige ich eben. Aber eins sage ich Ihnen. Ich brauche nicht Sic, Sie brauchen mich, daß Sie das nur nicht vergessen. Ich bin ne anständige Frau und tu nur alles aus Gefälligkeit... na ja, schon gut, mein Kind,«S wird schon Vorbeigehen, ach, wie sie. sich da krümmt, das arme Mädchen." Das Mädchen:„Willi... du... geh doch... bitte ,>. du, dann is mir Wohler... du sollst das nicht hören... geh doch, bitte." Die Frau:„Na, hab ich Ihnen nicht gleich gesagt, Herr Studente, sowaS, habe ich Ihnen gesagt, machen die Mächens viel lieber allein« aus, überhaupt ist das gegen mein Prinzip, daß hier Mannrsleut« mit reinkommen Also gehen Sie schon, gehen Sie.<. (Der Mann nimmt seinen Hut mit einer hilflosen Bewegung vom Tisch, nähert sich de» Bett, will dem Mädchen di« Hand geben.) Das Mädchen(hebt abwehrend die Hand); „Richt die Hand... geh schon Willi..- mach dir keine Sorgen... es geht ohnehin alles gut... es gcht... alles gut, mein Willi.. Die helle Straß«. Der junge Mann hat das HauS verlassen. Er ist di« dunkle Straße hinuntergetaumelt. Im Rücken spürt er den kühlen Nachtwind. Sein Gehirn schmerzt ihm wie«ine Frostbeule. Manchmal begegnet er seinem eigenen Schatten, der ihm vorauSläust, länger wird, unendlich länger und blasser. Er beginnt zu rennen, aber der Schatten rennt mit. Der da vor ihm ist schneller als er. Der Lange wird eher zu HauL sein. Eine große Bogenlampe läuft auf ihn zu. Er atmet auf. Der Lange ist verschtvunden. Eine breite Parkstraße öffnet sich. Hier wohnen di« Repräsentanten der Stadt. Leute mit Bankkonten, vornehme, geachtete Leut«. Hier wohnen Herr Staatsanwalt, der Herr Justizrat, der Obcrreaierungsrat, der Geheime Medizinalrat, der Großaktionär und der Strumpfwarenfabrikant. Zwischen ihren Grundstücken stehen niedrig«, kleine, gußeiserne Zäune, als wolle man aiideuteu, daß hier die bessere Welt, die sittliche Welt des nachbarlichen Respektes, keinen Stachcldraht braucht, um die gegenseitigen Grenzen zu achten. Zwischen diesen nächtlichen Häusern summen elektrisch leitende Drähte. Sie sind die Verbindungen, die geheimnisvollen Kontakte der Bewohner dieser Häuser. Wenn der Wind mit den Drähten spielt, erzählen sie ihm geheimnisvolle Dinge, Gespräche der Menschen, die sie durch di- Lüft: getragen haben. Da hat der Herr Justizrat djn Großaktionär wiederholt juristische Hilfe bei Aktienschiebungen geleistet gegen Abgabe einiger Pakete Montanaktien. Da hat der Strumpfwarenfabrikant den Geheimen Medizinalrat zu sich gerufen, wenn bei seiner Fra« etwas schief gegangen war. Da hat der Herr Oberstaatsanwalt dem Herrn Oberregiernngsrat mitgetcilt, daß das Verfahren wegen einer Steuerhinterziehung geqcn ihn eingestellt sei. Es handelte sich dabei um einen Dienst, den der RegieruugSrat dem Medizinalrat in Mißbrauch seines Amtes geleistet hatte; -ir den» der„Geheime" Medizinalrat wandle seine chirurgischen Künste sowohl der Fran Staats- anwalt,. als auch der Frau Oberregierungs- rat zu. In diese Helle Straße biegt der sunge Mann ein. Er schleicht wie ein Dieb an den Vorgärten vorbei, schließt eine Gartentüre aus und geht hinein. An dem Schild neben der Tür steht: Oberstaatsanwalt Dr. X... Lin Mädchen spricht zu sich: Alles ist so weich... der Boden, die Füße, die Lnst... ob es nur sehr schlecht geht ... die Frau hatte es so eilig, mich hinauszuschieben... ich möchte mich setzen, aber da unten schneidet alles wie stumpfe Mester, wenn ich mich setze... vollgestopft bin ick, ganze Bündel... ob das steril war?... mein Gott, das viele Blnt, warum müssen wir allein gestraft werden?...„Gottes Zorn", wird die Mutter sagen, wenn ich sterbe... aber ich Will nicht sterben, will nach Hause, jetzt ist mir alles gleich, ob dic's daheim erfahren... es war ja so fürchterlich, die Alte mit ihrem freundlichen Getue, wie ein großer Bogel, der die Maus umflattert und dann hackt er ihr den Leib auf... arnie kleine Vögel... wenn ich wieder gesund bin, will ich einen kaufen, auf die Wiese mit ihm gehen, den Käfig ansrnachen und sagen: Flieg mein lieber süßer Bogel, sollst frei sein, sollst ein Nest haben, mit vielen winzigen Eiern darin im Friihling...-und kleine flaumige Jünge. ach, wie schön das mit Willi war, das erstemal, da draußen im Wald, aber dann die Augst, die große' Angst, als es sicher war, daß ein Kind käme... die Angst vor seinem Vater, die der arme Kerl hatte, vor dem Herrn Staatsanwalt, geschlagen hat er den Willi noch, als er 16 Jahre alt war... jetzt niöchte ich hingehen, ihm ins Gesicht spucken, dem Herrn Staatsanwalt... schreien würde ich, hier, zeigen Sic es nur an, so, das ist für mich, das für Willi, das für die Schläge, das. weil Sie kein Herz haben das, weil Sie ein Schuft sind, Gottes Zorn soll Sie treffen... ach, GottLZ Zorn... trifft... nur... oh, wie das schneidet im Leib.ich glaube, es geht nicht gut... mir ist, als verliere ich was ... das gibt ja alles so nach... mir wird's so schlecht... wohin gehe ich denn, das ist ja die falsche Straße... oh, wie schlecht es mir wird... das blutet ja durch... mein Gott, was ist das denn, ich verblute ja... hört ihr denn nicht, Willi, Mutter, ich verblute ja... so helft mir doch... ich verblute ja.. das darf doch nicht sein, daß gerade ich sterben soll ... oh... oh.,. das ist... ja..., alles... so... ohnehin... ist so,.. gut Die Leute der helle« Straße« sagen aus: Der Herr Strumpswarenfabrikant: Ich veranstaltete am fraglichen Abend einen Ball in meinem Hause. Herr Regierungsrat X und Herr Aktionär X verließen als letzte Gäste gegen vier llhr morgens mein Haus. Kurz daraus wurde ich aus der Wohnung des Herrn Medizinalrates X angeklingelt und mir mitgeteilt, daß die Herren soeben... Der Oberregierungsrat und der Großaktionär: Als wir in tzer betreffenden Nacht am Hause des Herrn Staatsanwalts vorübergingen, sahen wir ini Schatten etwas Weißes liegen, das wir zunächst für ein verlorenes Tuch der zu Ball gewesenen Gäste hielten. Beim Näherkommen jedoch bemerkten wir... Der Geheime Obermedizinalrat: Ich wurde gegen vier Uhr morgens durch die Nachtglocke geweckt. Vor meinem Hause standen die beiden Herren voller Aufregung und forderten meine Hilfe für eine Ohnmächtige, die vorn in der Straße liege. Ich fand die, später als Ger trud L festgestcllte Person ohnmächtig in einer Blutlache liegend, ungefähr zehn Schritte von der Gartentür des Herrn Oberstaatsanwaltes entfernt. Da noch schwache Herztöne zu hören waren, trugen wir das Mädchen in meinen Ordinationsraum. Ich rief sofort deil Kollegen Dr. X an, unt’ einen ärztlichen Zeugen für die Untersuchung des Falles zu haben. Trotz aller Benlühilngen gelang es mir nicht, das Mädchen am Leben zu erhalten. Die Untersuchung ergab, daß der Tod infolge Verblutens durch einen unsachgemäß herbeigesührtcn Abortus eingetreteu war, den jemand an dem Mädchen in dieser Nacht vorgenommen hatte. Die Erd« von ri«rm andere» Stern ans gesehen. Die Helle Straße und die dunkle Straße haben sich berührt. Schritte sind aus ihnen gekommen nnd in sie hineingrgangen. Ein Leben ist erloschen, neue Leben werden geboren. Die Sterne von heute stehen über den Straßen von morgen. Würden fremde Wesen auf jenen Sternen ihre großen Fernrohre aus uns richten, so erblickten sie nur ein Panorama himmlischer Schönheit nnd göttlicher Gesetzlichkeit. An den schneeigen Gestaden»üirdlicher Meere lag Europa dunkelschimmernd vom Wir bringen heule' aus dem im „Bücherkreis", Berlin SW 61, erschienenen Roman„Kreatur" von Friedrich Wolf«in« drantatisch bewegte Szene. Es ist derselbe Autor, der sich als Schöpfer der Bühnenwerk«„Zyankali" und„Die Matrosen von Eattaro"«inen Namen gemacht hat.— Preis 4.80 Mk., für Mitglieder Sonderpreis. Mit d«m Gefühl des Sturzes im Gedärm schreckt His empor. Er schaut sich um. Di« Kammer liegt im Mondlicht. Draußen am grünen Himmel stehen di« Sterne. Tief« Still«. Er ist wie^rädert. In diesem Haus j wandeln nachts die Gedanken. Fort aus dieser dunklen Qual, da keiner «in« Lösung wagt,- da nur im Finster» dir Träum« sich zuul Mut erraffen! Di« Zunge klebt ihm im Schlund. Er steht auf, tastet ans Fenster, atm«t in ti«frn Zügen den kühlen Wind der Nacht. Wi« eng ist das Haus! Er tritt in di« Schuhe, wirft di« Jacke über, geht leise hinunter. lieber der Küche liegt das Mondlicht, dort steht das sauber gerichtet« Geschirr. Er denkt: ordnen, planen und sorgen, das können sie! Doch ist«s das? Abwägen, Steinchen auf Steinchen setzen, auch etwas daran wenden, wenn Gewinn wahrscheinlich... aber ist es das? Und plötzlich kommt ihm auch die Reis« zum Süden vor wi« ein Handel. Greisenalt scheint ihn: di«s Geschlecht, todcsreif, es lebt nur noch von seinen Rente»! Und«r denkt an Hutten, an Thomas Münzer, an den Geyer, die aus einer Fülle heraus nut ihr Lebe» gespielt und es hinwarfen für ein« große Sache, da«in Glaube und«ine Meinung noch das Leben selbst bedentet«, und da dieser Einsatz nicht zu hoch erschien! Moder, Ueberdruß, Staub,... ihn dürstet...- er- faßt dir blechen« Kanne: Für Marie! denkt plötzlich sein Kopf und seine Hand zögert.— Unsinn! murrt er jetzt laut, packt das Geschirr: Durst ist Durst! und läßt den kühlen, schwarzen Strahl i« di« Marmorglanz seiner hohen Gebirge, dir sich durch Skandinavien zum Pol hinauf verlören wie das Rückgrat im Fleisch eines muskulösen Schwimmers. Silberner Hauch der nächtlichen Rebel schwömme über den Tiefländern, vom Nordmeer aufsteigend und zu de» Täler» der Alpcnkette hinfließend, ein Schleier der geliebten Mutter Erde. Und jene fremden Wesen würdet» eiischauern und flüstern: Welche Schönheit, welch ein glücklicher Stern? Wie aber wüide ihre Bewunderung wachsen, wen» sie stärkere Linsen erfänden, die den Glanz der nächtlichen Städte vor ihr Ange bannen. Ihre Dichter würden diese Städte besingen, den wunderbare»« Schliff der Straßen am Ring der Metropole»«, ihre Techniker würden versuchen, sich mit diesem Stern zu verständigen. Der Name Erde bekäme den Geschmack des Edlen und Idealen an viele«« Stellen der Sehnsucht jener fremden Wesen. Aber ein Geheimnis verständen'sic nicht, «lämlich, lvas jene hellen und dunklen Straßei« auf dem fremden Stern zu bedeuten hätten, und daß es für die„Mensche«»" auf jcnern Stern die wichtigste Entscheidung ist, ob sic in der hellen oder- der dunklen Straße gebore«« werde»«, das würde ihnen, könnte man es ihnen mitteile», immer»»verständlich bleibe«». Tasse rinne««... zlvei Stück Zucker darein.. patsch, klatsch... he... nun?! Es klopft!? Ein Gesicht durch di« Scheid»»: Auge entsetzt und Mund... Genovef? Er springt hinzu, öffnet?„Du?" „Hast trunken?" „Du hier?" „Was ist?". „Großer Gott!" „Du tust ja..." „Mach aus!" Er öffnet, sie schleicht herein, springt hastig zum Tisch, als müsse sie ein Kind vor einer Schlange fortreißen, greift di« Tasse» gießt sie hoch im Bogen.in den Schüttstein, eiligst, eiligst, Wasser hinein. Wasser hinaus, hinein, hinaus, eiligst, und zieht His ins Freie. „Bist närrisch worden?" „Still! Still!" Sie führt ihn quer durch die Wiesen, jäh. lings— er kommt nicht zum Fragen, so eilt sie— ohne zu halten, wir«in Dieb, in den Schatten der Obstbäume biegend. Heber Gräben grht'S, durch feuchte Trift, durch Buschwerk, über Wildheide, durch niederen Wald, um den ganze» Dorfbann herum, zum andern Ende. Schließlich stehen sie, beide schwer schnaufend von dein-unbegreiflichen Hetzgaug, auf einer Anhöhe. Es ist eine steinige Halde auf der Westseite des Dorfes, mit hundert Leinen Einschnitten, Kegeln und Mulden, nur als Schaf>»>rid« nutzbar; Wildgras, Heide, Lavendel und harte Kräuter sprießen umher, hier sind dort ein Ginster und Wacholder. Dcrk halt««« sie. „Willst mit mir hier tanzend fragt His atemlos „Hast trunken?!" „Und wenn ich getrunken hält!" „Rein' Rein!!" „Was hast denn, Bef? Tust ja, als wär' Gift darin..." „Gift..." „Wie?!" Sie nickt. TTT-TT T—V T'y V T 1 r"wr'v v t Vergiftet. — s— „Hrnkrrsbru!" „O Herr, ich bin tausendmal storben dies« rag!« „Und nimmt ein Menschenleben auf dein! Gewissen?" „Gewissen?— I han Gott gefluchLt, Han ihn angebellt wie«in Hund an der Kett« di« letzten Tag und Nächt, weil ich Euch so mag, weil er mich so plaget und peitschet mit meiner Lieb, weil er mich mit meiner Lieb in Tod und höllverruchtes Elend treibt! So Han ich mit ihm gehadert, daß er mich loskett von Euch, so Han ich an uiein Schwester gehadert, wie ein Giftschlang an ein Roß!".:‘ „Und wenn sie setz: tor wär!« „Ich hab noch di« andere Hälft... die war für mich!« „Bef!" rusl His und zieht ihr« Arme herunter, als müsse er eine handnah« Gefahr abwehren.„Bef, ist das Li«b«, wenn man mordet!«, „Weiß nit... unsere Liebe ist kein Schar» weirzelei... an unsrer Lieb« muß man ster» den, wenn man mit ihr nit leben darf!« r'VTTT r rvri 1 r r 1 r* v v v v v v v i» v v’ir Änbrzien. Bon Fancy Fischer. Belauschte Allegorie. Bon Erich Kästner.. A. Sämtliche Iteiiid d«r Pyramiden gleichen einander so ungefähr. Nur in ein«m Punkt sind sie verschieden: Di« uilteren Steine tragen viel mehr. B: Ihre Anteilnahme ist ehrenwert. Di« Steine haben sich wohl beschtvert? Es sind nun mal nicht all« die ersten. Die untersten haben«8 immer am schwersten. A. Wäre es nicht in solchen Fällen.- . bejftr, man kippte di« Ding« um? ' Pyramiden auf drn Kopf zu stellen, /fand! ich nicht so dumm B: Tann gingen di«. Pyramiden in Trümmer. Die Steine fielen und würden gehoben. Doch wieder wäre die Spitze oben Und nuten wären sie breit wie immer. A: Wenn bei den Menschen, pardon! bei den . Steinen alles wie wild durcheinander gerät,- schließlich liegt doch zum Schluß, wie Sie meinen, unten und ewig di« Majorität? B: DaS mein' ich. Tie Geometrie ist vernünftig. Da hilft kein Weinen. Da, hilf» kein Hauen! Da hülfe nur«ins. kl: Lund das wäre? B: Künftig vielleicht kein« Pyramiden mehr bauen... „Genovef! Spinnst! Schau her! Bolt wem dann: Gist?"- Di« blickt ihn an. Er erschrickt, wie er in di« nxißen Augäpfel blickt, die nur das kalt« Mondlicht spiegeln und Verzweiflung und den Tod. „Gcnv«f! Spinnst! Schau her! Bon wem dann: Gift?" Tchtveigen. „Red!" Sie rührt sich nicht „Marie??" Sie schaut ihn an. „Marie... Bef! Dein« Schwester?" Sie blickt auf ihn wi« auf einen Fremden. „Ja>.. tveißt du denn, was du tust! fragt er mit erhobener Stimm«. Sie richtet sich auf, verscheucht mit einem Wimperichlag ihr« Gedanken und blickt mit ihren hellen, flachgeschliffenen Augen auf ihn, ruhig, klar, mit ganzer Sicherheit:„Und wenn's mein eigen Mutter gesein...« sagt sie leis« und wild. His schaut sie wortlos.in „Wenn sie dich auch so umstricket, dich in ihre Fanggrub gezerret, wi« all di« andern, den ersten Kerl, den Tonys jetzt, den Herrn draußen, der ihr's Auto je schickt und jetzt... dich! O, du jünger Has, du kennst st« nit! Sie hat dich an der Ader, ohn du's merkst! Aber ich seh's, ich bin um dich, wenn st« mich auch Heimtun wollt, ich Han mir das Schachtle hier Verschaffet, weißt so eins mit: Vorsicht!— für Ratten und Marder!— und, so wahr unser Herr Christus sich meiner armen schlechten Seel erbarmen mög, eh st« dich ganz packet und an der Ad«r nimmt,«h«r muß st« sterben und krepieren!!". »Bef!« „Wärst du nit zwischen komnien, jetzt war's tan!« „Mord. B«f!« »Ja.« „Zuchthaus!* »Ja.« Karl Riedl kam heut« um 11 Uhr ins Büro. Er hatte für einige Stunden um Urlaub gebeten, da er in einer Erbschaftsangelegenheit zu tun hatte. Eine Tante von ihm war gestorben, von deren Bermögen er oft gesprochen und«s auch nicht an Andeutungen fehlen lassen hatte, daß auch für ihn«in schönes Stück Geld nach ihr«m Tod« bleiben würde. Run aber tvar er tief enttäuscht. Außer einigen wertlosen Andenken war für ihn nichts abgefallen. Als Riedl das Büro betrat, war alles in Heller Aufregung. Drr Chef, Erich Hartwang, vermißte ein« öüü-Dollarnot«, d!« er kurz vorher aus den Schreibtisch gelegt hatte. Eben stand der Bürodiener bleich vor dem heftig gestikulierenden Hartwang und beteuert« zum hundertsKnmal, daß er di« Rot« bestinimt wicht gesehen, geschiveig« denn genommen habe. Er war— als der Chef für kurze Zeit abberufen wurde— der einzig« getvestn, der das Zimmer betreten hatte. All« anderen waren bei ihren Schreibtischen gesessen und kamen somit gar nicht in Frag«. Am Tage vorher war der Diener an seinen Chef mit der Bitt« herangetrktrn, ihm«inen größer«» Vorschuß zu gewähren, da sein« Frau vor d«r Entbindung stehe und er für st« und das zu«rwartende Kind Auslagen zu bestreiten hab«, die«r ohne den gewünschten Vorschuß nicht zu leisten in der Lage s«i. D« Bitt« wurde abgeschlagen, da der Chef prinzipiell Angestellten keinen Vorschuß gewährte, di« nicht über ein Jahr im Betriebe waren. Und der Diener war erst srit einem halben Jahre bei ihm in Stellung. Riedl stellt« sich zu den anderen Beamten, dir nm drn Schreibtisch herumstanden. Da- Zimmer war' in ungewohnter Unordnung, da man alles durcheinander geworfrn hatte, um di« verschwunden« Banknote zu finde». Immer wieder erklärt« Hartwa>rg, daß es unnütz sei, zu suchen, da er sich bestimmt erinnere, die Rote vor sich auf dem Schreibtisch liegen gelassen zu haben, als er abberufen wurd«.. Ri«dl ließ sein« Augen umherschweifen, nm noch einen Platz ausfindig zu machen, der möglicherweise noch nicht" durchsucht war. Da blieb sein Blick auf dem Kalender hängen, der auf der Etage des Schreibtisches lag. Ein feiner, blauer Streif, der unter d«m Einband hervorsah, fesselte seine Ansmerksamkrit. Er ivechselt« uüanffällig seine Stellung und l«gt«, wie zufällig, die.Hand auf den Kalender. Ganz leicht schob er mit dem Finger an dem blauen Streifen, der nun ein wenig weiter heranstrat. Es war die Banknote. Riedls Herz fing stark zu schlagen an. Er hatte di« Enttäuschung über den Ausfall der Erbschaft noch nicht überwunden. Hier könnt« der Zufall ihn für diese Enttäuschung entschädigen. Er hatte soviel über das Ver mögen, das«r zu«rwarten hatte, gesprochen, daß er nur schadenfrohe Spötter«!«» zu«rwär- t«n hatte, wenn er eingestehen mußt«, daß es nun mit dem vielen Geld nichts sei und außerdem hätte er, der Erbschaft sicher, sich ein« vollständige Ausstattung von Kopf bis zu den Füßen bestellt und stand vor schweren Unannehmlichkeiten, wenn er nicht bezahle»»konnte. Langsam, fast ohn««ine Bewegung zu machen, ließ er die Banknote in seine Hand verschwind« n. Während besten wurde an dem Diener ein« Leibesvisitation gehalten, sein« im Borraum hängenden Sach«n, wie Mantel, Hut nnd Aktentasche, ebenso das Borzimmer selbst, wurd« durchsucht— ohn« Erfolg Irgend jemand macht« noch di« Bemerkung, daß der Diener jemanden di« Türe geöffnet habe und einige Wort«'gesprochen habe: Sein« Verantwortung, daß es ein Bettler war, wnrbe mit hämischem Schweigen und Achselzucken abgetan. Als das Wort„Polini verständigen" siel, wehrt« Hartwang ab. Er wolle kein Aufsehen, aber wenn di« Banknote sich nicht innerhalb eines Tages fände, könne der Diener sich als entlast«» ansehen. Einer d«r Beamten schlug vor, daß man auch bei all«» Anwesenden Leibesdurchsuchung anstellen soll«, damit der Gerechtigkeit Genüge geschehe. Alle erklärten sich bereit. Aber Riedl fühlt« eisige Kälte um sein Herz greifen. Er macht««ht« Betvegung nach seiner Rocktasche. „Aber, Herr Riedl, Sie komm«» ja gar nicht in Betracht, Sie kamen ja erst, als di« Banknote schon verschwunden war. Bitt«, lasten Sie«S. Es ist ja ohnehin nur ein« Formsache Ich kenn« mein« Beamten", sagte Hartwang und Riedl machte ein« dankend«. Verbeugung. Am nächsten Tag zog man di« Leiche des Bürodi«ners aus dem Fluß Er hat den Makel mit ins Grab genommen. Riedl prangt in neuester Mod« unter-seine»! Kollegen, di« ihn ob der Erbschaft, di« solchen Glan; möglich machte, heftig beneideten. Die Frau, die Mode und der Sport. Es war, wenn tvir nicht irren, Erich Kästner, der in einem Gedicht die slavische Unterordnung der Frauen unter di« Modetorheiten bespöttelt« und schrieb, daß di« Frauen, wenn es die Mode vorschriebe, sich di« Fingernägel mit dem Hammer blau' zu schlagen, auch dies tun würden. Bon einem Großteil der Frauen gilt dies sicher auch noch heut«, doch ist hier zweifellos eine starke Wandlung in den Anschauungen eingetreten. Mit so mancher andere« Feste!, welche die Frau abstreift«, hat sie sich auch Von der Fessel einer ihrer Körper enistel- 4— lenden und vernnstalt«nd«n Mode befreit. Auch der Begriff der weiblichen Schönheit Hai sich gewandelt und neu« SchönheitSformen sind an Steile der alten getreten, als der schönst« Körper gilt mit Recht der durch Gymnastik und Spart gesonnt« und gestählte, der allein jene» Ebenmaß aufweist, wie«S dem heutigen Ideal entspricht. Im Berlage für Kultur und Menschenkunde, Leipzig, ist nun ein Buch«rfchie- nen:„Der weibliche Körper und seine Beeinflussung durch Mod« und Sport", das geeignet ist, di« Reform- bestrednngen auf dem Gebiet« der Frauenmod« und di« Propaganda für di« moderne Körperkultur zu fördern. Der erste Teil d«S Buches (PreiS: Leinenband Mk. 6.—) bat den Kunstmaler Arringer zum Verfasser und behandelt das Schönheitsideal des weiblichen Körpers. Arringer untersucht die Frage, wann ei« Körper schön zu nennen ist und kommt zu dem Schluffe, daß absolute Gesundheit die Grundbe- dingung dafür ist. Jemanden schön zu finden, darüber entscheidet rein indioidueiles Empfinden, doch stellt Arringer darüber bestimmte Normen«auf, di« sicher«in«n gewissen Schlüssel bei der Feststellung, ob ein Körper sehier- srei ist, bienten. Besonders wertvoll ist, was Arringcr über die Verunstaltung einzelner Körperteile durch von der Mode bedingt« Kieidnngs- stücke sagt. Der zweit« Teil„Die Beeinflussung des weiblichen Körpers durch Gymnastik und Sport" ist von Elsa Rasch, Diplomlehrerin der Dora-Menzler-Schule in Leipzig, verfaßt und we>rd«t sich an bi« Frau als„Mitjcköpser.n am neuen Äörperkulturbegriss". Sir zeigt, daß ein schlecht gebauter Körper nicht etwas nnab- anderlichrs ist, sondern daß er durch entsprechende Körprrübungen zu harmonischer Ausbildung gelangen kann und sie veranschaulich: dies in ülfrzrugeiider Weise an einer Reihe von Jllüsiralionen. Was die Verfasserin über d«n Sport als Gejundheitsfüroerer und Ncusonner des Körpers jagt, wird ficher allgeinrinen Beifall finden. Der dritte Teil des Buches„Mode und Körperkultur bei den Frauen fremder Völker" hat di« bekannt« Wrlireisende Alma Karlin zur Bersafferin, ein« Frau, die auf Grund ihrer auf einer achtjährigen abenteuerlichen Reise um di« Weit gewonnenen Ersah- rungrn wie kein« zweit« berechtigt ist, di« br- m«rlenSweri«sten Slämnie de« Erdballs in ihren Sitten, Moden iowre auch in ihrer Sport- und Tanzbetätigung zu schildern. An der Hand zahlreicher Bilder führt sie uns di« Fronen aus allen Teilen der Welt vor, die der halbkultivierten und jene der Wilden, ihr« bizarren Moden, Haartrachten, Tätowierungcn, Körper- verstümmeltnigen. ihr« Kleidung«« und ihr« seltsamen Schönhcitsbegriffc sowie den Einfluß des Aberglaubens auf Mode und Tanz. In der Grmnilheit ist es ein Buch, das«bcnso die Freuen wie die Frennde der Körperknltur und der BÄkerknudc erfreuen wird.,—r. Di« Fischer sind vielfach der Meinung, daß das beste Mittel gegen eine Erkältung darin besteht, morgens und abends ein Glas Waffer zu trinken Ninive war nichts anderes als«in« Kolonie von Babylon, di« etwa um 1900 vor unserer Zeitrechnung gegründet wurde. heitere*. Tag des Buches. ES ist doch sehr erfreulich, zu sehen, das, der Gedanke, der dem„Tag des Buches" zugründe liegt, Widerhall bitz hinein in die breitesten Schichten des Volkes gefunden hat Auch im Bereinslokal von„Jmmertrcu" hat man dieser-Veranstaltung Rechnung getragen. Seit einigen Tagen prangt dort im Sitzungszimmer«in großes Plakat mir folgender Aufschrift:«Aus Anlaß des„Tag des Bucher" liegt ab heute hier für unsere Mitglieder dar Strafgesetzbuch zur Einsicht auf." Der erste Schultag. Der sechsjährige Peter F. war durch nichts zu bewegen, sich an seinem ersten Schultag« von der Mama begl«iren zu laffrn. Es bedurft« langen ParlamentierenS, nm wenigstens den Grund für seine Weiterung von ihm zu erfahr«». Schließlich ließ er sich herbei zu sagen:„Ich fürchte, die Mama wird mich mit ihrer unvermeidlichen Heulerei vor den anderen Jungens blamieren." Weitherzig« Aufforderung.„Ra, Hans, bist du denn mit deiner jungen Frau sehr glücklich?" fragt« d«r Freund den jungen Kauf- mann, der strahlend hinter dem Ladentisch stand. „Ra und ob", erwiderte dieser,^außerordentlich! Kann ich jedem empfehlen." Weisheit au» Kindermund.„Laß dir von mir gesagt sein, mein Junge", belehrt di« Mutter,„was wahre- Glück ist, ivirst du«rst wissen, wenn du verheiratet bist."—„Ja, Mutter, aber dann ist's zu spät." Fürs Vaterland! Dem Schriftsteller M. ist man auf di« Schlich« gekommen. Gestern war di« Steuerbehörde bei ihm. Und hinterließ «ine dick« Strafe.„Erst hat man den langen Krieg mitmachen müssen", schimpft« M.,„jetzt verlangen sie von unsereincm noch Steuer», und dar nennt sich der Dank de- Vaterland«-." Fragt ihn einer:„Waren Sie denn an der Front?"—„Wo tverde ich so dumm sein."— „Was haben Sie denn dann für das Baterland getan?"— Antwortet M. entrüstet:„Rn— gezittert." cwvvtvtvv V o v'TTTt v v ▼ Gchack-1: 868. e8;«67, e5, a3, b2(10). n b<* d o g h s fi WMU M 8 7 H Nl'I 7 Z B A ULW 5 fMZr W, A 5 4 4 3 M K W U i f M W Hl B 2 1 1 a b c d e f g h Weiß: Kb6; Dg3; Tdl; Del. gß; Sb5, c7(T) Matt in S Zügen. Lösunzen sind Vi8 längstens 11 Tag« naäi t-r- scheiinii der Ausgabe mi oben genannte Adresse w lenden. «SsungSzug zu Nr. Ltz: I.S6 e«: Nichtige Lösungen sandten nachjvlgeude Genossen«in: Michel Rudolf, Walter Listwig und Rovek Franz. Kwitfan; Hiefe Joses, MeisterOdors; Litte Josef, LvoSdorf; Reichenbach Ernst, Modlan; Thiel Joses, vbergeorgcnthal; Vogel Josts, Sodoch. stben; Demel Rudolf. Schlrmdvrs; Fiedler Emil. Lvbvsttz; Kehler Adolf, Türmitz; Sodert Anton. Reizenhain; Kammerer Franz. Höllischen b. Staat»: Hoyer Vito. Saaz: Schubert Joses, Balau; Adolf Wenzel, ArnOdorf b. Haida; Patznrr Josts, Neu- ftadil; Qual Adolf, Wisterschan; Illbert Rudolf. Prvssttitz;. Kirin«; Wilhelm. Leplitz; Lang Hand, WeiSlirchlitz; Hülbig Johann u. Bräutigam Anton, BergeSgrün; Dinncbier Emil, Letschen; Lrägner Karl, Eichwald; Börg Alfred. Domina; Skhloster Heinrich u. Ämter Rudols, Graupen; Bachmann Reinhold, Tischau; Grimmer Emil, Katariuaberg: Hyna Josef, Hostomitz. pnrtlo Nr. 2. Gespielt im Bezirks Wettkampfe 1L— VII Bezirk.(Vierspringorspiel.) Weiß: Scharoch Wend. Schwarz: Schubert Heinrich. 1 e2—e4 2. Sgl—13 3. Sbl—öS 4. Lfl—W e<—e5 Sb8—c6 Sg8—16 1.58—6« Der Zug ist nicht gerade zu empfehlen. Verzuziehen ist wohl Lb41 5. 62—63 6. SfSXdl 7. Sc3—e2 Es hätte Sc6—dl e5Xd4 »7—aü vorteilhaf ter c6 geschehen können. Auf Lall folgt Da5!t und auf Lc4 spielt Schwarz Lb4t, mit nachfolgend Dbß! 8. Lb5—c4 c7—c5 Durch diesen Zug wird nun der d-Baner rückständig. Ueber- dies droht f2—fltt 9. 0—0 Weiß sollte schon an dieser Stelle fl spielen, welches bestimmt besser als der Textzug ist. Nach dem schwachen Spiel des Schwarzen aber ist auch 0—0 gut g»nng. 9.... Ldß-eM? Ein ganz schlechter Zug. Es mußte Le7 mit nachfelgend 68 erfolgen. 10. f2—f4! Lei—<7 11. e4—e5 Stß—g4 12. Se2—g3 Dd8—h41 13. h2—h3 Sg4Xe5 Dieser Zug gewinnt den Springer auf eö. 14.... Dh4—ffi 15. fixeü Df6*c5?? Ganz falsch. Schwarz mußte sehen, daß Stellung nach dem 13. Zuge von Schwarz» 14. Sg3—f5 nach Tel die Dame kein Fluchtfeld tu.hr hat und gefesselt ist. Etwas besser ist L*e5. TeL d6. Schwarz ist aber schon um gute Züge verlegen. 16. Tfl—il DeSXelt?? Schwarz verübt Selbstmord. Matt in 2 Zügen ist nun nicht mehr zu verhindern. 17. DdlXelt Ke8—f8 18. Del—e7t und Matt auf f7 oder e8. Ja. es kommt vor, daß man durch ein Tempo, welches man in der Eröffnung verloren hat, sieh die ganze Stellung verdirbt, es kann aber auch dabei(siehe Beispiel die Partie) die ganze schöne Stellung sowie die Partie zum Teufel gehen. Man weiß oft nicht so ein kleines Tempo zu schätzen. Anmerkungen von J. Schöpka. Briefkasten. L. Albert, Schwaz: Aufgabe nach Sg5— eßt nebenlösig. Sch. Josef, Dekan: Nach Se5—c6 kann sich Schwarz mit Tf2—f3 oder fl, auch BdäXclDt genügend verteidigen. Sch. Josef, Eidlitz: Besten Dank, Beitrag erhalten. H. Josef, Meistersdorf: Nr. 4 gilt dasselbe wie bei Nr. 2. Aufgabe Nr. 5 ist hübsch, nur.erscheint 8a7 als überflüswi<-. T. Josef, Obergeorgontal: Nr. H scheitert immer noch an Tf7—flftt Nr., III wird gebracht. T. Josef, Loosdorf: Sehr hübsch,-wird 1 gebracht.