Der Weg zurück, ein neues von Ttemarqne. Erich Maria Remarque, der Autor der berühmten Kriegsbuches„Im Westen nicht- Neues", hat(im Propyläen-Verlag, Berlin) rin' neues Buch erscheinen lassen: „Der Weg zurück." Ein« Schar von jungen Kriegskameraden tritt den Weg zurück in di« Heimat an, in di« Welt, di« sie um einer Höll« willen verlassen haben. Sie finden fich nicht zurecht. Wer dem Grauen tausendmal ins Auge geblickt hat, wer jahrelang all« Zivilisationsbegrifs« vergessen mußt«, kann nicht mit einem Mal« wieder«in Mitglied der Gesellschaft von heut« werden. Auch dieses neu« Werk Remarques ist künstlerisch von hohem Rang, es enthält in den vielen Szenen, aus denen es stch so wie„Im Westen nichts Neues" zusammensetzt, manch«, di« ergreifend, ander«, di« von bitt«r«m Hohn, ander«, di« von zartester Poesi« ist, und keine, keine einzig«, di« gleichgültig löfct. Im nachstehenden zwei solcher Szene« aus dem Buche, di« für den„Weg zurück" d«s in der Jch-Form erzählenden Autors bezeichnend sind. Wir haben Kartoffelpuffer mit Eiern und Wurst gegessen— ein« wunderbar« Mahlzeit. Fast zwei Jähre ist es her, seit ich zuletzt rin Ei gejrhen habe;— von Kartoffelpuffern ganz zu schweigen. Jetzt sitzen wir satt und behaglich um den großen Tisch im Wohnzimmer und trinken Eichelkaffee mit Zuckerersatz. Di« Lampe brennt, der Kanarienvogel singt, sogar der Ofen ist warm, und Wolf liegt unter dem Tisch und schläft. Es ist so schön, wie es nur sein kann. „Run, erzähl man was du alles erlebt hast, Ernst", sagt mein Bater. „Erlebt", erwidere ich und denke nach, „erlebt habe ich eigentlich gar nichts. ES war doch andauernd Krieg, was soll man da schon erleben." So sehr ich mir auch den Kopf zerbrech«, mir fällt nichts Rechtes«in. Bon den Sachen draußen kann ich mit Zivilisten nicht reden, und etwas anderes kenn« ich ja nicht.„Ihr habt doch sicher viel mehr erlebt", sag« ich entschuldigend. Das haben sie. Meine Schwestern erzählen, Vie st« das Abendbrot zusammenhamstern mußten. Zweimal ist ihnen von den Gendarmen alles auf dem Bahnhof weggenommen worden. Beim drittenmal haben sie di« Eier in di« Mäntel genäht, di« Wurst in di« Blusen gesteckt, und di« Kartoffeln in Taschen unter den Röcken verborgen. Da sind sie durchgekommc«. Ich hör« ihnen etwas abseits zu. Si« sind groß geworden, seit ich sie zum letztenmal gesehen habe. Vielleicht habe ich damals auch nicht so darauf geachtet, deshalb fällt cs mir jetzt um so mehr auf. Ilse muß schon über siebzehn sein. Wie di« Zeit vergeht... „Weißt du, daß Regierungsrat Pleister gestorben ist?" sragt mein Bater. Ich schüttelt« den Kopf.„Wann denn?" „Im Juli, ungefähr um den zwanzigsten herum. Das Wasser auf dem Ösen singt. Ich spiel« mit den Fransen der Tischdecke. So, im Juli, denk« ich, im Juli— da haben wir in den letzten fünf Tagen sechSunddrrißig Mann verloren; doch ich weiß kaum von dreien, wie fie heißen, so viel« kamen später noch dazu.„WaS hat er denn gehabt?" frage ich, ein bißchen schläfrig von der ungewohnten Wärm« deS Zimmers,„Splitter oder Gewehrschuß?" „Aber Ernst!" erwidert« mein Bater verwundert,„er war doch gar kein Soldat! Lungenentzündung hat er gehabt." „Ach, richtig!" sage ich und setze mich auf meinem Stuhl zurecht,„das gibt es ja auch noch." Si« berichten weiter, was seit meinem letzten Urlaub postiert ist. Der Schlächter an der Ecke ist von hungrigen Frauen halbtot geschlagen worden. Einmal, Ende August, hat es für jede Familie ein ganzes Pfund Fisch gegeben. Der Hund von Dr. Knott ist weggefangen und wahrscheinlich zu Seif« verarbeitet worden. Fräulein Mentrup hat«in Kind gekriegt. Di« Kartoffeln sind wieder teurer geworden. Nächste Woche soll cS vielleicht auf dem Schlachthof Knochen zu kaufen geben. Die zweite Tochter von Tante Grete hat im vorigen Monat geheiratet,«inen Rittmeister sogar... Draußen klopft der Regen an die Scheiben. Ich ziehe di« Schultern hoch. Sonderbar, wieder in eiuem Zimmer zu fitzen. Sonderbar, zu Hause z» fein. Mein« Schwester hält inne.„Du hörst ja gar nicht zu, Ernst", sagt sie erstaunt. „Doch, doch", versichere ich und raffe mich rasch zusammen,„einen Rittmeister, natürlich, «inen Rittmeister hat st« geheiratet." „Ja, stell' dir vor, das Glück", fährt mein« Schwester eifrig fort,„dabei hat sie doch dar ganze Geficht voll Sommersprossen! Was sagst du nur dazu?" Was soll ich schon dazu sagen— wenn ei« Rittmeister ein« Schrapnellkugel ins Geficht kriegt, ist er ebenso erledigt wie ander« Menschen auch. Si« sprechen weiter, doch ich kann meine Gedanken nicht recht zusammenhalten. Immer wieder schweifen si« ab. Ich stehe auf und sehe aus dem Fenster. Ein paar llnterhoscn hängen auf der Lein«. Si« ! flattern grau und träge in der Dämmerung. Das unsicher« Halbdunkel der Bleich« flackert, und plötzlich steigt schattenhaft und fern«in anderes Bild dahinter herauf; flatternde Wäsch«, «in« einsame Mundharmonika im Abend,«i« Bormarsch im Zwielicht, und— viele tot« Neger in fahlen, blauen Mänteln, mit zerborstenen Lippen und blutigen Augen— Gas. Das Bild ist einen Augenblick ganz deutlich, dann schwankt es und schwindet, die Unterhosen flattern hindurch, di« Bleiche ist wieder da, und ich spür« hinter mir das Zimmer mit Eltern, Wärm« und Geborgenheit. Vorbei, denk« ich erleichtert und wende mich rasch ab. „Wir haben mit zu wenig Haß Revolution gemacht, das ist wahr,'und wir wollten gleich von Anfang an gerecht sein, dadurch ist alles lahm geworden. Eine Revolution mnß losrasen wie«in Waldbrand, dann kann man jpät«r zu säen beginnen; aber wir wollten nichts zerstören und doch erneuern. Wir hatten nicht einmal mehr die Kraft zum Haß, so müde und ausgebrannt waren wir vom Kriege. Man kann selbst im Trommelfeuer vor Ermüdung «inschlafeu, das weißt du ja auch. Aber vielleicht ist es noch nicht zu spät, um durch Arbeit zu erreichen, was im Angriff versäumt worden ist." „Arbeit",.antwortet Georg wegwerfend und läßt den Bergkristall unter der Lampe funkeln, „wir können kämpfen, aber nicht arbeiten." „Wir müsse» es wieder lernen", sagt Ludwig ruhig aus der Eck« seines Sofas heraus. „Dazu sind wir verdorben", entgegnete Georg. Einen Augenblick ist es still. Der Wind summt vor den Fenstern. Rahe geht mit großen Schritten in Ludwigs kleinem Zimmer umher. und es sieht aus, als Passe er wirklich nicht mehr zwischen diese Wand« der Bücher, der Still«»nd der Arbeit,-als gehör« sein scharfes, klares Gesicht über der grauen Uniform nur noch in Gräben, Kamps und Krieg. Er stemmt die Arme auf den Tisch und beugt sich zu Ludwig herunter. Das Lampenlicht fällt auf sein« Achselstücke und hinter ihm glitzern di« Quarze der Steinsammlung. „Ludwig", sagt«r behutsam,'„was tun wir denn hier? Sieh dich um: wie schlapp und trostlos ist das alles! Wir find uns selbst und andern zur Last. Unser« Ideal« sind bankrott, unsere Träum« kaputt, und wir laufen in dieser Welt von braven Zweckmenschen und Schiebern umher wie Don Quichottes, di« in ein'fremdes Land verschlagen worden sind." Ludwig sieht ihn lange an.„Ich glaub«, wir sind krank, Georg. Wir haben den Krieg noch in den Knochen." Rah« nickt.„Wir werden ihn auch nie mehr los." „Doch", erwidert Ludwig,„denn sonst wär« alles umsonst gewesen." Rah« springt hoch und schlägt di« Fäuste auf den Tisch.„Es war umsonst, Ludwig, das ist es ja, was mich verrückt macht! Was waren wir für Menschen damals, als wir Hinausgin. gen in diesem Sturm von Begeisterung! Ein« neu« Zeit schien angebrochen zu jein, alles Alt«, Vermorscht«, Halb«, Parteiisch« war weggefegt, wir waren«in« Jugend wie nie zuvor!" Er Packt den Klumpen Bergkristall wie «in« Handgranate. Seine Fäuste zucken.„Lud« wig", fährt ex fort,„ich habe in vielen Unterständen gelegen,' und wir waren all« jung« Menschen, di« um eine el«nde Kerze hockten und warteten und über uns rast« das Sperrs«u«r wie«in Erdbeben— wir waren kein« Rekruten mehr und wußten, worauf wir warteten und wußten, was kam— aber Ludwig, in diesen Gesichtern im Halbdunkel unter der Erd« war mehr als Fassung, war mehr als Mut, war mehr als Todesbereitschaft— d«r Wille für «in« andere Zukunft war in diesen regungslosen, harten Gesichtern, und er war darin, wenn wir stürmt«« und«r war noch darin, wenn wir starben! Wir wurden stiller Jahr um Jahr, vieles fiel ab, aber dieses eine blieb. Und jetzt Ludwig, wo ist es jetzt geblieben? Begreifst du, daß alles das versacken konnte in diesem Brei von Ordnung, Pflicht, Weibern, Regelmäßigkeit und wie das alles heißt, das Pc hier Leben nennen? Nein, gelebt haben wir damals, und wenn du mir hundertmal sagst, daß du den Krieg haßt, aber gelebt haben wir damals, weil wir zusammen waren und weil in uns etwas brannte, was mehr war als dieser ganze Dreck hier!" Er atmete heftig.„Es muß für etwas gewesen sein, Ludwig! Einmal,«inen Augenblick lang, als es hieß Revolution, habe ich gedacht: Jetzt kommt die Befreiung, jetzt fließt der Strom zurück und reißt nieder und gräbt sich neue Ufer— und bei Gott, ich wäre dabei gewesen. Aber der Strom ist zersprrgt worden gewesen. Aber der Strom ist zersprengt worden Zankapfel um Posten und Pöstchen, sie ist versickert, verschmiert, aufgesogen von Berufen, Verhältnissen, Familie und Parteien. Aber ich mache das nicht mit. Ich geh« dahin, wo ich di« Kameradschaft noch wiederfinde." Ludwig steht auf. Seine Stirn« ist rot, Seine Augen brenn«». Er sieht Rahe dicht ins Gesicht..„Und warum, Georg, warum? Weil wir' betrogen worden sind, betrogen, wie wir es kaum erst ahnen! Weil man uns furchtbar mißbraucht, hat! Man sagt«, uns Vaterland und meinte di« OKupätionsplän« einer habgierigen Industrie— man sagte uns Ehr« und meint« das Gezänk uikd di« Machtwünsch« einer Handvoll ehrgeiziger Diplomaten und Fürsten— man sagte uns Nation und meint« den Tätigkeitsdrang beschäftigungsloser Generale!" Er rüttelt Rah« an den Schultern.„Brr- stehst du denn das nicht? In das Wort Patriotismus haben sie ihr Phrasengewäsch, ihr« Ruhmsucht, ihren Machtwillen, ihre verlogen« Romantik, ihre Dummheit, ihre Geschäftsgier hineingestopft und es uns dann als strahlendes Ideal vorangetragen! Und wir haben geglaubt, es sei ein« Fanfare zu einem neuen, starken, gewaltigen Dasein! Begreifst du denn nicht? Wir haben gegen uns selbst Krieg geführt, ohne es zu wisse»! Und jeder Schuß, der traf, traf einen von ünS! Hör doch, ich schreie es dir in die Ohren: Di« Jugend der Welt ist aufgebrochen, und in jedem Lande glaubt« sie für die Freiheit zu kämpfen! Und in jedem Land« ist sie belogen und mißbraucht worden, in jedem Land« hat sie für Interessen gefochten statt für Ideal«, in jedem Land« ist sie zusammenge- jchossen worden und hat sich gegenseitig ausge- rotket! Begreifst du denn nicht? Es gibt nur einen einzigen Kampf; den gegen di« Lüg«, di« Halbheit, das Kompromiß, das Alter! Wir aber haben uns«infangen lasten von ihren Phrasen Bon Pierre Ich bin kein Mensch, hab« zudem vier Beine und stell« demnach keinen Menschen dar. Obwohl di« Menschen mich und meine Brüder gewissermaßen veracht«», zumindest bedeutend geringer schätzen als sich selbst, so lachen sie dennoch über mich, wenn ich ihr« Schwächen und Fehler nachahme. Ich heiße Coco und bin ein Hund. Raffelos eigentlich, zwischen den Arten, wie di« Menschen sagen. Man hat mich nach der Geburt sehr mißtrauisch geprüft und gar bald festgestellt, daß ich mich zu einem ganz gemeinen Köter auswachsen würde. Sie behandeln mich deshalb schlecht' und wollten nichts von mir wiffen. Ich war nur geduldet. Da kam«in Wanderzirkus und mit ihm mein Ausstieg. Das kam so: Ich hatte mich ganz nahe an die Zelte herangeschlichen, denn ich hofft«, einen Knochen und neue, interrffant« Gesellschaft, aufregend« Gesellschaft zu finden. Statt dessen fühlt« ich mich plötzlich von rückwärts gepackt und hochgehoben. Mein Schnappen konnte di« fest zugreifenden Hände nicht erreichen. Dann flog ich in einen der Zirkuswagen und landet« unsanft' in einer Ecke. Ich verkroch mich hinter einem altertümlichen Bettgestell. und anstatt gegen fie, für sie gekämpft. Wir glaubten, es ging« um di« Zukunft! Aber es ging gegen di« Zukunft. Unser« Zukunft ist tot, denn di« Juend ist tot, di« sie trug. Wir sind nur noch Uebriggeblieben«, Rest«. Aber das ander« lebt, das Satt«, das Zufrieden«, es lebt satter, zufriedener als je! Denn di« Unzufriedenen, Drängenden, Stürmenden sind darüber gestorben! Bedenk das doch! Eine Generation ist vernichtet worden;«in« Generation Hoffnung Glauben, Willen, Kraft, Können. ist hypnotisiert worden, so daß sie sich selbst zusammenschoß, obschon sie in der ganzen Welt die gleichen Ziel« hatte!" Sein« Stimme bricht. Sein« Augen sind voll Schluchzen und Wildheit. Wir sind all« aufgesprungen.„Ludwig", säge ich und lege den Arm um seinen Racken. Rahe nimmt sein« Mütze und wirft den Stein in den Kasten zurück.„Auf Wiedersehen, Ludwig, alter Kamerad!" Ludwig steht. ihm gegenüber. Sein Mund ist zusammengepreßt. Di« Backenknochen sprin- gen hervor.„Du gehst, Georg", stößt«r hervor, „aber ich bleib«! Ich gebe es noch nicht auf!" Rahe fi«ht ihn lang« an. Dann sagt«r ruhig:„Es ist aussichtslos", und rückt sein« Koppel zurecht. Lorant. Mein n«u«r Herr war«in älterer Mann. Launenhaft, di« m«ist« Zeit betrunken. Sonst aber ganz gutmütig. Er band mich an di« Wagendeichsel und erst, als wir weit vom HeimatSort entfernt waren, bekam ich meine Freiheit zurück. Da iih doch nicht zurücklaufen konnte und mich bestimmt verirrt hätte, so sah ich ihn verständnislos an und wedelt«.. Ein Hund wedelt immer dann, w«nn er. nichts Rechtes mit d«n Menschen anzufangen weiß. So sindrt«r meistens«inen Ausweg. Tags darauf begann die Arbeit. Mir wurden Kleider über den Körper gestreift, wie sie Menschen tragen. Dann mußt« ich auf den Hinterfüßen gehen und die Vorderbein« herumbaumeln lasten, als ob sie Arm« wären. Anfangs war das anstrengend. Ich konnie damit nicht recht zustande kommen, und mein Herr Prüft« und schlug mich mehr, als«r mir zu fresten gab. Und besoffen war er auch noch dazu. Bald aber war ich über die Anfangsbegriff« hinaus. Dann,kam mein« eigentliche. Aufgabe: ich hatte einen Betrunkenen zu spielen, der umhertaumelt, um schließlich über di« eigenen Bein« zu fall«» und liegen zu bleiben.. Ich schämte mich für uns Hunde in dieser Roll« r T T T V ▼ T ▼ V V V VTVTVTYTTV TTV V VVW V V V V T«< Lied der Arbeiterkinder. Wir sind noch jung, wir sind noch klein, Uns lacht noch Lust und Leben. Wir wachsen in Vic Zeit hinein. Der wir ein Antlitz geben. Der Vater werkt, di« Mutter schafft, Di« Not hat si« verkümmert. Wir wachsen in di« groß« Kraft, Di« alle Not zertrümmert. Di« Welt ist morsch, die Welt ist alt, Es gilt, si« jung zu rütteln. Wir wachsen wi« der jung« Wald, Den die Gewitter schütteln. Wenn wir so groß wie Vater sind— Hei-ho! dann weh den Schindern! Wir wachsen wie der Wirbelwind, Wenn ihn die B«rge hindern. (Nach dem Polnischen Uns ruft die Zeit, wir brechen vor Mit donnernden Gesängen. Wir wachsen, bis wir einst das Tor Der alten Ordnung sprengen, von Viktor Kalinowski.) Eoeo. — 8— und ebenso für di« Menschen. Dies« aber verstehen dergleichen Schamgefühl« nicht, denn sie lacht««, johli«n und klatscht«« Beifall, w«nn ich ihn«n ihr Kont«rs«i vorzeichnete. Auch ein«n Vagabunden muht« ich mimen und schließlich«inen Gendarmen. Mußte«in ganz häßliches und selbst für Hund« ganz un- würdiges Ding tragen:«in Gewehr. Mußt« di« Zähne fletschen, um innerlich« Bosheit zu veranschaulichen. Mußt« grimmig« Blicke umherwerfen und den Krieg der Menschen untereinander darstrllen. Ich gefiel außerordentlich.. In jeder Stadt wurde der Applaus größer. Heut« ist m«in Herr satt und stolz und auch ich kenn« Hunger nicht m«hr. Denn wir haben uns selbständig gemacht und zi«hen von Großstadt zu Großstadt, von Barirtg zu Barietä. Mein Herr ist nun ununt«rbroch«n betrunken, während ich arbeit«. Er kümmert sich nicht um mich, denn ich bin «in Hund und auf mich kann«r sich verlassen. In nüchternen Augenblick«» liebkost er mich, bin ich doch sein Brotherr geworden, den di« Menschen bejubeln, bestaunen, bezahlen. Ich bin eben Coco,«in Hund, und sie sind Menschen. Temperatur auf Sonne, Mond und Mars. Di« Temperatur auf der Oberfläche von Gestirnen mißt der Astronom, indem er einen von den Himmelskörpern kommenden Lichtstrahl auf ein sehr empfindliches Instrument fallen läßt,«in Thermoelement, in dem auch eine ganz geringfügige Erwärmung in einen schwachen«lektrischen Strom verwandelt wird. I« Laboratorium der Mount-Wilson-Siernwart« ist«S Prttit und Nicholson jetzt gelungen, mit einem sehr vervollkommneten Apparat genau« Messungen an nahen Gestirnen vorzunehmen. i Di« Temperatur in der Stratosphäre der Son« wurde auf drei verschieden« Arten bestimmt und übereinstimmend mit etwa 5700, die der Sonnenflecken mit 4500 bis 4700 Grad Eelsius angegeben. Di« beobachteten Stellen lagen in der Mitte der Sonnenscheibe. Ist der Plan«! Mars jn der' Nähe der Son«, und fallen ihre Strahlen senkrecht auf sein« Oberfläche, dann wird dies« auf 18 Grad«rwännt. Dies ist auch di« Temperatur an seinen Polen am End« des langen Soimn«rs. Der Mond scheint«in ganz kaltes Licht auszuströmen, doch wirkt es auf den Meßapparat hunderttausendmal so stark wie das Licht- der hellst«« Sterne, so daß man auch mit viel wenigrr.empfindlichen Instrumenten auskäme. Mit diesen kann man Punkt für Punkt di« Temperatur der Mondoberfläche bestimmen. Fall«« di« Sonnenstrahlen senkrecht auf di« Oberfläche des Mondes, dann steigt dort die Temperatur auf über 100 Grad,. fallen sie schräg auf, dann bleibt die getroffen« Stell« viel kühler. Sie erwärmt sich bei«inem Neigungswinkel von 60 Grad nur auf 88, bei «inem Winkel von 10 Graden auf minus 80 Grad Celsius. Infolge des Mangels einer schützenden Atmosphäi« kühlen sich die von der Sonn« nicht beschienenen Stellen schon in einer Stunde auf minus 150 Grad ab, gewinnen aber bei Bestrahlung ebenso rasch die hohe Temperatur wieder. Ti« Wärme der Oberfläche wird nun sehr langsam ins Innere weitergeleitet. Das Material verhält sich wie ganz lockere Lava oder Bimsstein. Wenig« Zentimeter unter der Oberfläche ist die Temperatur nah« bei Rull Grad. Die der Sonne abg«» wandt« Seit« hat wohl eine Temperatur von weit unter minus 150 Grcü>; di« Oberfläche macht also im Laufe«ines Monats Temperaturschwankungen von etwa 250 Krad durch, so daß das Gestein spröd« wird und zerfällt. Springende Ameisen. Bon Dr. Kurt Floerikr. Im schwer zugänglichen Urwalde von Reu- Guinea lebt in den von hohen Bäumen beschatteten.Dickichten unter morschen Aestrn und altem Laub«iy« merkwürdige Ameisenart der Gattung StrumigenyS. Wenn man«in« Parti« der Erde, die sie beleben, durchsiebt und dann zu Haus« auf ein^m Bogen weiß«» Papiers aus- breitet, so drücken sich die Tierchen zunächst regungslos nieder. Erst nach einigen Minuten haben sie sich soweit beruhigt,. daß sie mit zur Abwehr weit geöffneten Kiefern ganz langsam und vorsichtig weiter schreiten. Aergeri man sie nun mit einer Radel oder, einem Stäbchen, so ertönt plötzlich«in leiser Knall und— die Ameis« ist im Nu verschwunden. Sie ist mit rin«m Riesensatze davon gehüpft wi« rin Flohl Landet«.sie neben dem Papier auf dem braunen Tische oder gar auf dem Erdboden, so bleibt meist-alles. Suchen nach ihr vergeblich; man erblick; sie eigentlich nur wieder, wenn sie aus * v t y t» v» e o*v r» o v r. Stuf miG, Jack! Bon John K. Rewnham. „Ruf mich, Jack." So nennl sich di« Wohl merkwiirdigst« Agentur m dieser merkwürdigsten aller Städte. Es gibt nur wenige Dinge zwifchen Himmel und Erde, die dieses Unternehmen nicht beschaffen könnt«. An„Ruf mich, Jack" wenden sich viele der führenden Film- geselkschaftcn, wenn sie«ine Hyäne,«inen Gummimann oder rin Skelett benötigen.„Jack" ist Spezialist auf allen Gebieten. Er kann einen mit jungen Elephantendamen oder mit Schwertschluckern innerhalb der kürzesten Zeit in Verbindung bringen. Aber„Ruf mich, Jack" ist nur eins von dielen seltsamen Unternehmen, di« es in Hollywood gibt. Wie es ein Zentralvermittlungs- büro für Schauspiel«! und Schauspielerinnen gibt, genau so gibt es Vermittln ngsbüros für Tiere und Requisiten aller Art. Di« R«qui- fitenmagazine der großen Filmateliers beherbergen zwar viele tausende scheinbar- unnütze Objekt«. Aber auch das größt« FLlmateli«r wird von sich aus kaum in der Lag« sein, innerhalb einer halben Stund« etwa—«in halbes Dutzend Känguruhs zu beschaffen. Und dies ist der Grund, warum di« Agenturen von der Art des„Ruf mich, Jack" blühen. Wenn wir die Aufzählung der Requisiten hören, di« solch eine Agentur zu vermitteln in der Lage ist, glauben wir zunächst, daß Phantasterei im Spiele ist. Oder wir sagen:„Unmöglich, daß auch nur die Hälft«' all dieser Tier« und Ding« je von den Ateliers verlangt werden könnten.' Aber bald überzeugen wir «ns, daß all diese Agenturen ihre umfangreichen Listen nicht spaßeshalber, sondern durch wirkliche Nachfrage gezwungen anSsendev. Da gibt es einen Herrn Gay in der Nähr von Hollywood, der wohl über die schönsten Exemplar« von zahmen Löwen in der ganzen Welt verfügt. Sie werden von den Filmateliers sehr oft angefordert. Gay hat sie sirr die Film arbeit besonders«-gerichtet, und gegenwärtig weist sein«„Farm"«inen Bestand von 175 Löwen auf. Der berühmteste unter seinen Löwen war„Ruma", d«r, wie Gay freimütig eingestand,' seinem Herrn nicht weniger als 3500 Dollar an Bermietungsgebühreu«inge- brach! hat.*„Ruma" wirkte in den in England und Amerika jo volkstümlich gewordenen Tarzan-Filmen mit. - Jacqueline Logan mußte in dem Film „Die Frau mit den Leoparden" in einem Käfig voller Leoparden-auftreten. Leoparden werden einem in Hollywood auf telephonisch« Bestellung innerhalb einer halben Stunde dutzendweise ins Haus zugestellt. Auch mit Robben hat es weiter keine Schwierigkeit. Eine Robb« wurde für John Gilbert- letzten Sprechfilm „Seemannsschicksal" benötigt. Sir war inner- halb einer Viertelstunde zur Stell«, und Walia« Berry mußte einen Nachmittag damit verbringen, den Umgang mit Robben zu erlernen. Dann gibt eS da den berühmten John.. Er ist der Freund einiger der berühmtesten Stars von Hollywood. John ist— ein Bär, der hervorragendste Filmbär der Welt. Er ist bereits mit mehr als einem Dutzend von Hollywoodberühmtheiten zusammen aufgetreten. Wenn Sie in einem amerikanischen Film einen Bären sehen, so können Sie fast sicher sein, daß Sie John vor sich haben. Als Universal Pirturrs ihre Afrikaparodi«„Cohens und Kellys in Afrika" drehten, benötigten sie eine sehr große Zahl der Vertreter der Tierwelt des dunklen Erdteils für ihr Atelier.'Sie konnten sie sich ohne Schwierigkeiten beschaffen. Eine Agentur verlecht„Schuß- und Stichwaffen aus jeder beliebigen Periode der Weltgeschichte". Filme wi«„General Crack" oder „Der Vagabundenkönig' sollten in all«« Details historisch tr«u sein. Da kamen di« Dienste dieser Agentur dem Regisseur sehr zustatten. Die Spezialität eines anderen Unternehmens bilden Tafelgeschirr« und Eßbestecke aller Zeiten. Wenn ein Regisseur Gabeln aus der Zeit Heinrichs HI. benötigt, oder Tafelgeschirr, wie ei Napoleon benützt hat, bitt« s«hr, er braucht nur anzuvnfen. Vielleicht die ehrgeizigst« aller Agenturen ist diejenige, die ankündigt:„Fragen Si« uns nach Einzelheit«;» über jedes beliebige Thema der Welt!" Man kann sich mit den absonderlichsten Fragen zu ihr begeben und sicher sein, fast stets eine Antwort zu erhalten.„Wie beschaffen war das Abendessen einer neuseelän- dffchcn Familie aus dem Jahr« 1896?" Sie werden eS wissen.„Wie. sieht. Old Bailey(das Londoner Kriminalgericht) airs?" Man wird Ihnen ungesäumt ein« Photographie davon zur Verfügung stellen.„Wieviele Knöpf« trägt ein polnisch«! Sergeantmajor an seinem Uniformrock?" Unser« Wihbegirde wird gestillt.~ Spinnennetze bilden die Spezialität wieder einer anderen Agentur. Sie versendet, ihr« Ware in kleinen Fäsftrn in Form«iner besonderen Gummilösung, di« vermittels eines elektrischen Apparates ausgespritzt wird und sich in eine dem Spinngewebe täuschend ähnliche Substanz v«rtvandelt. Regisseur« von Krimi-, nalfilmen beschäftigen dies« Agentur in besonders hohem Maß«. Ten Regisseuren von Hollywood steht, wenn man so sagen darf.'di«'ganz« Welt, zur Verfügung. Ta gibt es.Bermittlungsbüros, di« Kostüme aller Zeitalter und Länder, und andere wieder,' die. Angehörige jedes' erdenklichen Bolksstammes' beschaffen.' Während draußen, auf den Straßen, der hellste Sonnenschein herrscht, kann der Hollywoodregisseur, wenn«S ihm beliebt,. in seiner Atelierstadt den echtesten Londoner Nebel herst«ll«n lassen. Er braucht nur Herrn H. K. Patch anzurufen, der chemischen Rebel.«in Dollar pro Pfund— liefert...:.’*• das weiter ausgebreitete Papier zurückfiel. Da sieht mau sie dann zusammengekauert und regungslos auf der Seite liegen, also nicht auf dem Bauche. Auf dem Boden aber macht ihr/ glanzlose, braun« Färbung sie zwischen den Staubkörnchen völlig unsichtbar, zumal di« glänzenden Fühler in dieser Stellung grfchickt »erborgen werden. Der Sprung selbst wird dadurch ausgelöst, daß die Ameise die Kiefer im rechten Winkel gegen die Längsachse des Körpers zieht. Der Sprung, den dieses winzige Tierchen mit Hilf« seiner Kiefer zu machen imstande ist, ist verhältnismäßig sehr groß, denn er bewältigt gewöhnliche Entfernungen von 20< dis 35 Zentimeter, konnte aber sogar aufs <7 Zentimeter gesteigert werden. Also«in• wahrer‘ Riesensprung, während sonst Ameisen> bekanntlich überhaupt nicht zu springen ver. mögen. Nimmt man den Durchschnittssprung zu 30 Zentimeter an, so kann also das kaum 8 Millimeter lang« Tierchen das Hundertfache seiner Körperlängc hüpfen, in Ausnahmefällen sogar das Hundertfünszigfach«! Uebrigens verstehen sich nur die Männchen auf diese vorteilhaft« Akrobatenkunst; dir Weibchen suchen sich lediglich durch raschcres Lausen oder durch Sich- totstellen zu rette«. Die Kartoffel spricht: Ditte uns dünsten, nicht kochen! Wir Kartoffeln lehnen es künftig ab, bei Tisch stiefmütterlich di« Rolle des Lückenbüßers zu spielen. Wir haben bewiesen, daß wir mehr Nährwerte in uns habey, als manches teuer bezahlte Gemüse. Aber ein« Bedingung stellen wir doch. Wir wollen in Zukunft so zubereitet werden, daß diese wichtigen Stoffe auch erhalten bleiben. Werben wir Kartoffeln geschält und mit kaltein Wasser angeseht, so büßen wir fast ein Drittel unseres Gewichtes ein. Und daß wir dabei vieles an das Kochwassrr abgaben, beweist unser gleichgültiger Geschmack. Wir wollen also jetzt gedünstet sein und dabei möglichst in unserer braunen Hülle bleiben. Knapp darunter verbergen wir nämlich einen großen Teil der für den menschlichen Körper so wichtigen Nährstoffe. So spricht di« Kartoffel. Nun aber die Frage, wie man sie dünsten sollen? Ganz einfach. Man bürstet sie sauber, sorgsam, weil anhaftende Schmutzteilchen beim Kochen durch die Korkpelle dringen können. Dann legt man sie in«inen Topf. Di« dicken Vertreter, an denen den glücklichen Züchtern die r«ine Freude durch«in bekanntes Sprichwort etwas getrübt wird, verbergen sich zu unterst, di« kleinen folgen. In den Topf kommt nur so viel oder richtiger so wenig Wasser, daß sein Inhalt nicht ansehen kann. Das Garkochen übernimmt bereitwilligst der Dampf. Derart bereitete Kartoffeln kann man in unzähligen Umwandlungen zu nahrhaften Gerichten verwenden. Erfreulicherweise wird dabei die WirtschofkÄasse nicht gekränkt. Woher kommen die Träume? Heber di« Entstehung von Träumen hat der amerikanische Psychologe Dr. B. Klein a» der Universitär Texas interessante Versuche mit seinen Studenten angestellt und dabei gefunden, daß gewisse äußere Reize, von denen die iu hypnotischen Schlaf versetzte» Versuchspersonen getroffen wurden, wie Lage, Bewegung, Geräusch:, Geruchswahrnehmungen usw., iu höchst «igenartiger und ausschlußrcicher Weise zur Entstehung der verfchiddensten Träume führten. Die Durchschnittszeit solchr Träume währte nur ungefähr 30 Sekunden. Der Traum eines Autounsalls dauerte 80 Sekunden, der kürzeste überhaupt beobachtet« Traum währte nur fünf Sekunden, der längst« 90 Sekunden. Di« Kleinschn Untersuchungen haben erwiesen, daß es mit dem häutigen Verfahren der Psycholog!- schn Technik möglich ist, tief in daS Rätsel der Traumes«inzudringen und ihn der wissenschaftlichen Untersuchung zugänglich zu machen. Wissen Sic sdion?... Im alten Babylon kannte man schon große Bankhäuser, Privat« Geldinstitute und sind uns sogar noch die Namen von einigen ihrer Besitzer überliefert. Ein sehr bedeutendes Bankhaus scheint die Firma Egibid und Söhne gewesen zu sein, um 700 v. Ehr., und di« den babylonischen Geldmarkt bis in die persische Zeit beherrscht hat. Von diesen Bankhäusern wurden Unternehmern Kapitalien gegen ZinS zur Verfügung gestellt, aber sie vermittelten auch Zahlungen für Privatpersonen und Gesellschaften. Man brachte fein bares Geld zur Bank, wo man sein Konto hatte und alle Auszahlungen erfolgten auf schriftliche Anweisung durch di« Bank. Im Mittelalter war der Pfau der belieb-- teste Festbraten. Bei der Sonnenfinsternis 1896 glückte eS einer Dame, als erste auf photographischem Weg« nachzuweisen, daß daS Wiederauftauchen des Lichtes nach der Totalität diel schneller«r- folgt als vorher das Verschwinden. Di« Er-, klärüng für dieses äußerst merkwürdige Phänomen dürft« darin zu suchen sein, daß sich in der während der Totalität entstandenen Temprraturverminderung der Feuchtigkeitsgehalt der Lust kondensiert. DK Arbeiter in den japanischen Reisfeldern tragen Strümpfe, di« aus Meuschenhaar verfertigt sind, um sich vor Erkältungen zu schützen. Der kleinste Baum, die grönländische Birk«, wird nur 20 Zentimeter hoch. Ei« im Jahre 394 auftauchender Komet wurde in Kleinasien von den geängstigten abergläubischen Bewohnern für eine am Himmel daherfliegend« gespenstische Frau gehalten, di« «ine klatschende Geißel schwang. I« ei««« von Termiten errichteten„Lager, haus" fand man vor einger Zeit 250 Kilogramm Weizen. Das Wort Thermometer wurde zuerst von Laurechon im Jahr« 1624 gebraucht. heitere*. Mit gleicher Waffe. Staatsanwalt:„Angeklagter, Ihr« Taten lassen vermuten, daß Ihr Gewissen so schwarz ist, wie Ihr Bart!"— „Herr Staatsanwalt, da Sie das Gewissem nach dem Bart beurteilen, muß ich annehmen, daß Sie überhaupt keins besitzen!" Telegramm. Max war Reisender. Eines Tages erhielt er, als er gerade wi«der auf Tour war, folgendes Telegramm von seiner Schwiegermutter: Drillinge zwei jungen ei» mädchen Pop morgen mehr." Max fiel iu Ohnmacht.(,Aftenposten.') Heiratsgrund. Ein Schott« hatte sich verlobt und seiner Braut natürlich d«l Verlobungsring geschenkt. Bald darauf wurde ihm di« Sache aus irgendeinem Grund wieder leid, und«r fordert« den Ring zurück. Das war eben leichter gesagt als getan; denn der gol- den« Reif ließ sich weder mit Sanstmnt noch mit Gewalt von dem Finger des Mädchens lösen Angesichts dieser Tatsache, den Ring nicht wieder zu bekommen und das Geld dafür also gleichsam zum Fenster hinausgeworsrn zu haben, änderte der Schotte wieder seine Ansicht— und heiratet« das Mädchen. Ansichtssache. ,Lch finde die Landschaft hier einfach wundervoll."—„Finden Sie? Ich nicht. Wenn man sich die Berge wegdenkt und den See, ist es hi«r genau so wie anderswo auch." Seligkeit. Ja Oesterreich irgendwo, in einer kleinen Stadt. Reingrubers hatten einen etwas primitiven Scchn— und ohne ihn viel zu ftagen, verlobten sie ihn mit Fräulein Softe Heumatinger, aus Tegerrssee Am Morgen vor d«r Trauung sah Reingruber junior seine Braut-um«rstenmal; Soff« war dick wie ein« Tonne. Ueberglücklich fiel der Zunge seiner Mutter um den Hals und schrie vor Freude: „Mutter! Wirklich? Das fft alles für mich?" Woher kommen eigentlich di« Kinder? „Muttchen! Woher kommen eigentlich die Kinder?"—„Man kaust sie."—„Kauft sie? Da» glaub' ich nicht."—„Ja, warum denn nicht?" —„Weil es nicht wahr ist."— Warum ist es nicht wahr?'—„Weil— wenn man di« Kinder kaust— wieso haben di« reichen Leut« so wenig und die armen Leut« so viele Kinder?" Schach-Elke. Alle Zuschriften und Anfragen an Gen. Wenzel Scharoch, Zwettniy Nr. 6b bei Teplitz-Schönau. Allen Anfragen ist Aetoueumtst beizulegen. Schachaufgabe Nr. 38. Von Gen. Josef Lehnert. Nieder-Kamnita. Schw.: Ke8; Dd8; Ta6, 14; L18; Bg5(«). Weiß: Kg6; Dh3; Ta7; La4, e7: Sbü, U7; Bc6(8k Matt in 2 Zügen! Lösungen sind bis längstens 44 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an oben genannte Adresse zu senden. Ltaitngwzug xn Nr. SS: Sa 4—M! Nichtige Lösungen sandten nachfolgende Genos- I!?*.. Waller Ludwig, Nobel Franz. Michel ' Nudolf, Kwitkau; Lehnert Zosef, NiederKamnttz; Kleiner Wilhelm, Teplitz; Albert Nudolf, Proseditz; Triltsch Gustav und Qual Adolf, Wifterschan; Tuba! Josts, Neu-Titfchein; Dinnebier Emil, Tetschen; Hieke Joses, Meistersdorf; Hhna Josts, Hostomitz; Hoher Otto, Saaz; Hälbig Johann und Bräutigam Anton, BergeSgrün; Wiesner Wenzel, Ladowitz; Adolf Wenzel, Arnsdorf b. Haida; Mühldorf Adolf und Döhnert Max, Tischau; Koickal Eduard, Trup- schitz; Sörg Alfred, Domina; Gottfried Hans und Uridil Hans, Holeischen b. Staab; Trägner Karl, Eichwald. Gen. Hofmann Johann, Probstau, und Sobert Anton, Neizenhain, verweistn wir aus dst heutige Lösung. Briefkasten. Sch. Josts, Eidlitz: Partien und Probleme erhalten, besten Dank. St. Staats, Trupschitz: Nr. 3 matt tm 1. Zuge nach L«3—e6 it, Nr. 4 ist gebrauchsfähig. G. Alfred, Dooriua: Nr. 4, nach Las—4e» kein Matt in 2 Zügen, Nr. 2 und 4 sind gut, Nr. 3 ist zu einfach. X. Noel, Nichte old. Nr. 2. Schwarz hat nur «inen Zug, deshalb nicht hübsch, Nr. 3 gefällt mir der Lösungszug nicht.