Der Defraudant. In Kopenhagen hatic di« Geueralver- sammlung der. Kreditbank stattgefunden. Un« abhängig davon besprachen die Bankgewaltigen dir mysteriös« Angelegenheit t«s verschwundenen Geldbriefes, Inhalt 100.000 Kronen. Ter Entlang war von der Filiale von Rönne bestätigt worden, der Eingang des Betrages erschien, aber nirgends gebucht. Ter Filiosdirektor der/ Niederlassung in Rönn« wurde telegraphisch gerufen. Er kam, frohen Herzens'auf Beförderung oder Versetzung in die Hauptstadt hoifenö, und ging, Skandal und Entlassung besürchlend Es war auch eine unheimlich« Geschichte. Der Geldbrres war eingelangr, das stand fest. Er hatte selbst die Empfangsbestätigung mit seiner Unterschrift gescheit. Wohin war aber der Brief, wohin die Sumin« gekommen? So sausten di« Gedanken durch den schmerzenden Schädel und rhythmisch, wie das Rollen des Eiscnbahnzuges, der ihn seinem Arbeitsort« wieder zutrug, rollten sie weiter. Wer war der Dieb? Wo war das Geld?— jetzt droht« Disziplinaruntersnchung.— Schande und Verlust der Stellung— wenn nichts Aergeres — selbstverständlich würde nun auch. nichts aus der Hochzeit seiner Tochter— Buchhalter Mülle würde sich schön hüten— halt, Mölle mutzt« doch eigentlich etwas vom Verbleib des Briefes wissen— warum hatte er ihn nicht gebucht— hatte sein zukünftiger Schwieger- sohn nicht immer etwas von«iner Erbschaft nach, einem verstorbenen Onkel gefaselt, die knapp nach der Hochzeit eintreffen soll:«— das war verdächtig, früher halt« er nie etwas von Onkel und Erbschaft ges>prochen— vielleicht war Mölle?— nicht vielleicht, es ist so gut wie sicher, kein anderer— er konnte das Buchen des Betrages scheinbar vergejsen und nach Jahr und Tag taucht« dann«in« fett« Erbschaft auf — Pfm, wie raffiniert— dem Kerl mutz man ja das Handwerk legen uich es ist nur schade, daß die Bankherrcn angeordnet habe», aus der Sache nur ja keinen öffentlichen Skandal werden zu lassen— hatte er dem Mölle nicht schon immer mißtraut— nur dem Flehen seines einzigen Kindes konnte Mölle es danken, datz er. in di« Verlobung willigte r-. wie recht hatte er gehabt, beinah«. hatte er seine Tochter«in«m Verbrecher in di« Arm« geworfen. Di« Lokomotive Pfiff, der Zug hielt. Rönne! Am Bahnsteig erwarteten ihn. seine Tochter und ihr Bräutigam, der Buchhalter. CBon 9Ratün QfnOerfcn-9testf. „Willkommen daheim, Herr Direktor!" „Na, Ihnen bin ich gewiß nicht willkommen", sagte der Direktor eisig, lieh den Verdutzten stehen und entfernt« sich mit seiner Tochter eilig. Mölle ging die Liste seiner Sünden durch. Ein heimlicher Kuh, ein, paar nicht allzu freundlich« Worte hinter dem Rücken des gestrengen Vorgesetzten, ztyeitnal zu spät ins Büro gekommen, zum. Teufel, das war doch kein Grund zu einer derartigen Behairdlung. Und noch dazu vor seiner Braut, was sollte die von ihm denken? Er war wie betäubt und starrte vor sich hin.. Dann ging er ins Büro. Der Direktor war sonderbarerweise schon da und revidiert« di« Kassen. Merkwürdig, es fehlt« nichts, als der verdammt« Geldbrief vom 10. Juli. Er lieh Mölle zu sich bitten und warf ihm die Beschuldigung gleich beim Eintreten sozusagen ins Besicht. Mölle war fassungslos und stotterte ein paar unverständlich« Wort«. Befriedigt sah der Direktor di« Wirkung seiner Anklage und schloß. „Sie sind ein nichtswürdiger Defraudant und Dieb! Schweigen Sie!!! Ich gebe Ihnen vierundzwanzig Stunden Zeit, di« Sache zu ordnen. Ist das Geld morgen um diese Zeit nicht da, dann schicke ich Ihnen die Gendarmen auf den Hals. Uebrigens, gleichviel, ob Sie das Geld zurückerskatten oder nicht, die Sache mit meiner Tochter schlagerr Sie sich aus dem Kopf. Mein Kind und«in Defraudant! Schweigen Sie!!! Ueber Ihre hiesige Stellung können Sie natürlich auch schon daS Kreuz machen. So und nun hinaus! Schäften Sie bis morgen den Geldbrief her oder..." Totenbleich stolperte Mölle hinaus,' die beiden Schreiber sahen ihn spöttisch und schadenfroh nach. Sie hatten fast jedes Wort verstanden und versprachen sich, für in'ensiv« Verbreitung zu sorgen. Dem Meister Oben- ,«us, dem Schwiegersohn des Cki«ks in ipe, wollten sie schön ankreide:!. . Möll«-wandert« gedankenlos durch den Ort und fand erst in der tüblen Gaststube Zur. goldenen Haube ein wenig Ruhe.. Jetzt ordneten sich auch langsam seine. Gedanken- Empörung'üher die Grausamkeit des Schicksals und über die Ungerechtigkeit des Direktors beherrschte ihn. Aber, wie sollt««r der Welt, wie seiner. Inge beweisen, daß er kein Dieb war. Woher sollte das Geld kommen?, Di« klein« Erbschaft reicht« gewih nicht auS, er wußte ja gar nicht, welche Summ« fehlt«. Im übrigen war ja sein Erb« erst nach der Orb«, nung d«r Verlassenschaft flüssig zu machen. Vielleicht, daß ein Telegramm an den, Anwalt die Sache beschleunigen tonnt«? Aber würde nicht di« Zahlung«iner Summ« den Verdacht des Direktors bestätigen? Und die Leute, was würden di« sagen? Er sah sich vorsrHtig nm. Ten Wirtsleuten war der ungewöhnliche Besuch ausgefallen. Buchhalter Mölle saß während der Bürostunden im Wirtshaus, statt hinter seinem Schalter! Das hätte was zu bedeuten. Und so wisperten sie nach Klein- städrerari und sahen inieressiert zu ihm her» iber. Er bemerkte diese Blick«. Er fühlte sie wi« Nadelspitzen, fühlt« in jedem dieser Blick« Argwohn, Verdacht. Er zahlte und stürzt« davon. Auch die Menschen, die er auf der Straß« traf, waren nicht wie sonst. Si« grüßten nicht, beachteten chn nicht, und doch flüsterten si« sich, er fühlte es. das Gerücht von der Unier- schlagung zu. Da half nur«ins: Flucht. Er wanderte stundenlang zur- nächste» Bahnstation, wo man ihn nicht kann!«, aber auch hier glaub:« er Mihrraui'chen Gesichtern Und argwöhnischen Blicken zu begegnen. Am Fahrkartenschalter besann er sich lange auf ein Rcff«ziel und erst, als der nächst« ungeduldig„Eine dritter nach Thirstes' rief, stammel!« er wi« erlöst: „Bit:e, mir auch eine dritier nach Thir- sted!" Es war aber merkwürdig. Auch die Mitreisenden schienen etwas zu wissen. Sie ver- spcrricn ostentativ ihre Koffer/ ein Herr zählte die Banknote» in seiner Brieftasche und schien sehr erstaunt, daß nichts fehlte. Der Zug setz:« sich in Bewegung. Der Schaffner kam. sah siä> im Abteil nm und sagte. Mölle icharf. anbliarnd:- „Rücken Sie ein wenig zur Leite, ein Gendarm steigt, ein!"--.- „Ein Gendarm!" Also-wusste man schon, dah er geflüchtet, Steckbrief und Verhaftung waren die nächsten LeidenSstatioueu.- Der Gendarm kam und Mölle, eHackute, daß sein« Befürchlungen verfrüht. wgren. Der Polizist war nämlich nicht allein, sondern führte «inen Mann mit sich. r „teilten Baukdefraudaulen", wi« er redselig bemerkte,„kömmt ins Zuchthaus, der schlaue Knabe. Drei Jahre Säckchen kleben ist«ine ganz lustig« Beschäftigung!" Mülle wurde es schwarz vor den Augen. Drei Jahre Zuchthaus standen ihm also bevor. So fuhren sie dahin. Di« beiden De» fiaudänfin und der Gendarm, der etwas angeheitert die näheren Umstände zum besten gab. „Ein schlauer Jung«, sage ich, ein der. flixt schlauer Junge! Eine glatt« Million hatte er gemaust und heidi damit auf den Weg nach Amerika. Aber unsere Detektivs waren hinter ihm her und nahmen ihn hopp, bevor er das Schiff verlassen konnte. Famose Kerl«, unser« Detektivs. Aber ich weiß nicht", er wandt« sich interessiert wie ein Untersuchungsrichter an den Gefangenen,„was wollten Si« im Amerika. Muh ein verteufelt langweiliges Ländchen sein, so ganz ohne Alkohol!?" Der Mann blieb stumm. Er war während der Erzählung mit gesenktem Kopf gesessen, Molle sah ihn mitleidig an. Er hatte sich und fein Leid vollkommen vergessen, hatte jedes Wort in sich hineingesogen. Er war nicht m«hr allein. Noch ein anderer war mit ihm und ging seinen vorbestimmten Weg voraus. Was bedeutet« das, daß dieser schuldig und er un- schuldig war. Und er wagte di« leis« Frag«: „Warum taten Sie das?" Da schluchzte der Mann auf. „Ich hatte«in krankes Weib, das nach den« Süden sollt« und«in kleines Kind noch an der Brust trug. Verstehen Sie, Mensch. Jetzt ist sie tot. Sie starb während meiner Verhandlung. Herzschlag, sagten die Aerzte. Mord! Me ich.^vlord! Mord!" Di« Mitreisenden waren empört abgerückt und Mölle sah mit dem Arrestanten und dem Gendarm allein auf der Bank, als ob er zu ihnen gehört«. In Hasle stiegen die beiden aus. Der Zug setzte sich wieder in Bewegung. Mölke sah die zwei neben, dem Bahndamm entlang gehen. Da geschah das Schrecklich«. Der Mann lief davon und warf sich vor di« Maschine. Es war«in entsetzlicher Anblick. Frauen schrie« auf und wurden ohnmächtig, Männer fluchten auf di« Behörde oder auf die Verbrecher, die sich der wohlverdienten Straf« entziehen wollten. Mölke sah da und wußte, nun war er wieder allein. Oder war das auch fein Weg, den ihm der Leidensgefährte zeigen wollt«? In der nächsten Station stieg er Plötzlich aus und lief über blühend« Wiesen, dampfende Mecker, über Gestein und Geröll dem Meer zu. Er stieg über Felsen, stolperte und schlug sich blutig, ab«r fühlte es nicht und rannt« Wester. Sein« Gedanken waren bei dem zer« setzten Körper auf dem Bahngleis. Aber bald zerrissen, auch si« in Fetzen, verwirrten sich zu einem geheimnisvollen Labyrinth, aus dem es keinen Ausweg mehr gab. An einem Bauernhof, kam er vorüber und sah einen Knecht, der Hotz hackte und sang, Fetzen d«r Melodie und der Takt der Axt liefen nun mit ihm. Er rannte und wuht« r>icht, daß er raii)lte und wußte nicht wohin und warum. Nur vorwärts. Er hatte alles vergessen: Brant, Verdacht und Flucht. Der Weg war ihm wie«in« hohe Wand, di« ihn nicht vorüberlafftn wollt« und die er überwinden mußte. Er lief an Menschen vorbei, hörte ihr« erstaunten Stimnzt» und glaubt« sich wieder verfolgt. Dann erhöhte er mit seinen letzten Kräften di« Schnelligkeit und bald fühlt« er reinen, kühlen Meerwind an seinen Schläfen. !' Er stieg den Hang der Klippe hinauf, sein« Füße versagten, wieder tönten di« Srimmen hinter ihm. Von laut rufenden Männern ver- iolgt, erreichte er den Rand, sprang ab, siel wie«in Stein in die Ties« und verschwand. Verschwand und wurde erst am gleichen Tag gefunden, da der glückstrahlende Direktor den Bankherren die Auffindung des Geld- briefeS, der achtlos in der Lade des erkrankten Kassiers Petersen uneröffnet geschlummert hatte, melden konnte. Gleichzeitig erbat der Direktor sein« Versetzung, da die Leut« von Rönne ihm das rätselhaft« Verschwinden des Bitchhallers Mölke zur Last legten. Und dar, trotzdem er und sein« Famili« durch den traurigen Fall am mersten in Mitleidenschaft gezogen wurden. War doch der jung«, strebsame Verschollen« der Bräutigam der untröstlichen Tochter d«S Gefertigten. Die Versetzung wurde bewilligt und so könnt« eigentlich di« Geschichte zu Ende fein. Ich will nur noch schnell sagen, warum ich ste niederschrieb. Ich weiß recht gut, in diesen schlveren Zeiten wollen die Menschen, daß ihre Dichter lauter lustig« oder spannende Geschichten schreiben sollen. Aber ich mein«, trotzdem das Schicksal in den letzten Jahren tausend« blühende Menschen vernichtet hat, trotzdem das. Leid der Menschen unerträglich geworden, sollt« man an dem qualvoll«» Leben und Sterben des kleinen einzelnen Schicksals nicht achtlos vorübergchen. Und darum erzählt« ich die Geschichte vom Buchhalter Moll«, der klein, unbedeutend und uninteressant und nicht-einmal«i» Bank- delraudant war. Der verbotene National- dichter. Das heutige Ungarn verehrt in Alexander Petösi, dem genialsten ungarischen Lyriker, seinen Nationaldichter. Petöfi wurde in der Silvesternacht 1822/23 geboren. Als Schüler entlief er seinem Elternhaus«, wurde Bot« und Statist im Budapester Rationaltheater, ging von dort sechs Jahr« zum Militär, kam durch Vermittlung des Militärarztes auf das Papaer Gymnasium und schloß sich von dort einem Wandertheater an— als Schmierenkomödiänt! 1844 erschienen feine ersten Gedicht«, di« seinen Namen in wenigen Monaten durch ganz Ungarn trugen. Er selbst sagt« über sie:„Ich sang und schrieb, wozu mich der Gott meiner Seel« trieb; der Gott meiner Seele aber ist di« Freiheit!" Begeistert nimmt Petöfi an der Revolution 1848 teil. Begeistert geht er wieder zum Militär, um für die Freiheit Ungarns zu kämpfen, bei Schäßburg kommt es am 31. Juli 1848 zur entscheidenden Schlacht zwischen Ungarn und Russen. An diesem Tage hat.man Petöfi zum letzten Mal« gesehen. Wahrscheinlich ist er im Kampfe gefallen und in einem Massengrab beigesetzt worden. Er wurde nicht einmal 87 Jahr« alt! Petöfis Gedicht« sind tebenswarme Ausschnitt« aus dem ungarischen Leben; si« singen vom Donaustrande, von der Pußta, von den Bergen und Feldern, von den Hirten und deü Mädchen, von der heißen Liebe zur Heimat und zur Freiheit! Aber das ungarische Volk darf Petöfis glühende Bekenntnisse zur Freiheit nicht erfahren! Biele seiner Freiheilsgedichte dürfen weder gedruckt noch vorgetragen noch sonstwie ve.breitet Wieden; und Polizei nutz Justiz folgen nach besten Kräften für di« Einhaltung dieser Bestimmungen. Das-kann di« freiheitsliebenden Ungarn aber nicht daran hindern, diese Gedcht« Petöfis in ihrem Herzen zu tragen. Trotz Gesetz, Polizei und Justiz heißt es mit einem(verbotenen!) Gedichte Petöfis für ste: „Rur«in Gedanke schafft mir schwer« Leiden: Im Bett, auf weichem Pfühl« zu verscheiden! Zu welken langsam, wie in Frühlingstagen Die Blume welkt, an deren Stock di« Würmer nagen; Vergehen langsam, wi« der Docht vergeht, Ter in verlass'ner, l««rer> Stube steht— Richt solchen Todes laß mich sterben, O Gott, nicht so laß mich verderben! Ich sei ein Baum, durch den der Blitzstrahl »vettert;. De» der Orkan entwurzelt und zerschmettert; Ich. sei ein Fels, der losgelöst vom Föhn, Zu Tal« rollt mit donnerndem Gedröhn— Wenn jedes Mlavenvolk die Fesseln sprengt. Zur Walstatt drängt Mit roten Bannern, roten Wangen Und stürmisch lautem Kampsv^rlangen— Und auf den Bannern„Freiheit" flammt als Losungswort Und man posaunet dies in Süd und Nord, Posaunet es in alle Welt hinaus Und sich die Tyrannei dann stellt zum Strauß: Alldort mag ich vor allen Im Kampfe fallen!" Die Wahrsager. Bon Albert Reiuicke. „Schlechte Zeiten!" brummte der Dachs. „Stimmt!" nickte der Fuchs.„Wir müsse» ans umstellen." „Leichter gesagt, als getan", meinte der Dachs. „Durchaus nicht. Man"muß nur die Dummheit der anderen richtig auszunützen wissen." „Nun, und...?" fragte der Dachs verständnislos. „Sehr einfach! Wir machen es den Menschen nach. Wahrsagerei ist z. B. immer«in gutes Geschäft gewesen. Jeder möchte gern wissen, wi« sich sein Leben zukünftig gestaltet." „Wie wäre es mit Gesundbeten?" lächelt« Grimbart ironisch. „Auch einträglich, wie aller Schwindel'" Bald prangte vor dem Fuchsbau eine groß« Tafel mit der Inschrift:„Grimbart und Reineke, Wahrsager und Gesundbeter." Dann legten sich beide auf di« Lauer und äugten abwechselnd zum Loche hinaus. Es währte gar nicht lange, da kam"die Gans mit ihrer Freundin, der Put«, vorbei. Als sie die Tafel sahen, blieben sie neugierig stehen und lasen die Inschrift.- „Wie interesiant", hauchte die Put«.„Die Welt schreitet doch ständig fort, liebe Gevatterin." „Ja", sagte die Gans mit wichtiger Miene, „die Errungenschaften der Neuzeit. Erst kürzlich hat man meine Stimme für«inen Geräuschfilm ausgenommen. Gern möchte ich deshalb einiges über meine Zukunft wisien. Biellcichr werde ich für den Tonfilm verpflichtet." „Bei deinem schönen Organ und deinem natürlichen Liebreiz wäre das leicht möglich", kichert« die Pute boshaft. Die Gans fühlt« sich geschmeichelt, und rä die Pute durch Gesundbeten gern von. ihren Alterserscheinungen befielt sein wollte, betraten sie beide den Fuchsbau. „Bitte, meine Damen", rief der Fuchs, „eine nach der andern", und nötigte die Gans, zuerst einzutreten. Während Grimbart drinnen.der Gans nach den Linien der Pfoten ihr Schicksal zu deuten suchte, machte sich Reineke über die Pule her, gerade als sie den Schnabel auftat,-um ihm ihre Leiden zu schildern. Bald waren' von ihr nur noch die Federn übrig. Als der Fuchs in seinen Bau zurückkehrt«, fand er di« Gans in Tränen aufgelöst. Grimbart hatte ihr alle schönen Zukunststräume durch einen baldigen Sob, den er ihr in der Bratpfanne, prophezeite, zunichte gemacht. „Wie töricht!" schalt der Fuchs sein«« Vetter.„Wie kannst du solchen Änsrnn reden?— Ich tveiß genau, daß..." „O, was weiht du?" fragte di« Gans, und neue Hoffnung belebte ihr« Züge. „Gern will ich es dir sagen", antwortete der Fuchs,„doch verlange ich als Lohn einige Federn von dir." Diese Forderung war der Gans nicht ange- nrhni. Aber schließlich siegte die Neugier. Der Fuchs betrachtete sie mit Wohlgefallen und fing an, sie von hinten zu rupfen. „O tveh! Mein schönes Fedcrkleid!" jammerte die Gans.„Ich brauche es doch für meine Filmlausbahn!" „Rur nicht gleich so empfindlich", beruhigte Zwanzig Jahre hat der Amerikaner Martin Johnson auf Reisen In den Wildnissen Borneos, Indiens, Javas und Afrikas verbracht und er hat in dieser Zeit eine große Zahl von photographischen und kine« matographischew Aufnahmen von wenig be- z kannten Bolksstämmcn, von Menschenfressern und Kopfjägern, Löwen, Tigern und Ele- phanten sowie fast allen anderen wilden Tieren gemacht...Eine besondere Reise, dir er mit seiner Frau Osa den Weißen Nil hinauf nach Tanganjika— dem ehemaligen Deutschostafrika— unternahm, galt dem » Zwecke, das Leben des Königs der Tiere in allen Einzelheiten sestzuhalten und was er hi^ei an Abenteurn erlebte, hat er in einem reich illustrierten Buche berichtet, das soeben im Verlage F. A. Brockhaus erschienen ist.(„Das Löwenbnch", Afrikanische Abenteuer mit dem König der Tiere.) Aus den hier mit fesselnder Anschaulichkeit geschilderten Erlebnissen, über deren Gefährlichkeit Martin Johnson selber>nit den Worten urteilt:„Ich wußte erst, was Abenteuer heißt, als ich anfing, mich mit Löwen zu beschäftigen", erkennt man erst, mit welchen Mühseligkeiten dir Arbeit eines Kameramannes verbunden ist. Aus dem höchst lesenswerten Buche drucken wir mit Erlaubnis deS Verlages die nachstehende Leseprobe ab: Mit Bukari zusammen fuhren wir im Wage» nach einer etwa drei Kilometer entfernten Donga, wo wir des Nachts Löwen gehört hatten. Wir machten am Rande halt, sahen aber keine Tier«. Vorsichtig kreuzten wir die Donga unter Vermeidung der Stellen mit dichtem Graswuchs, wo Löwen verborgen sein konnten. Als wir gerade den andern Rand erreicht halten, erblickten wir eine Löwengroßmutter, die uns in aller Ruh« beobachtete. Sie schien unsere Zudringlichkeit nicht Übelzunehmen, aber sie war höchst neugierig, wer und was wir wohl sein könnten. Als wir näher kamen, stand sie auf und entfernt« sich langsamen Schrittes, nicht ohne sich wiederholt nach uns umzusehen. Wir folg- ten ihr mit etwa 80 Meter Abstand und trugen Sorge, langsam zu fahren, um keinen Zweifel an unserer friedlichen Gesinming bei ihr a»,winmen.zn fassen. sie der Dachs, der lachend zuschaute.„Die Federn ergänzen wir dir später wieder durch unser erprobtes Gesundbeten.", „Nun hast du mich aber genug gerupft!" rief die Gans unwillig, deren Hinterteil kahl getvorden.„Wie stehts also mit derZukunft?" „Du wirst ein hohes Alter erreichen und voraussichtlich rin berühmter Filmstar werden!" rief der Fuchs voller Arglist. „Ist das wirklich wahr?" triumphiert« die Gairs und vergaß vor Freude dir soeben ausgestandenen Leiden.„Woran stehst du das eigentlich?" . Gänse werden meistens alt!" grinste der Fuchs und bestellte sie auf den anderen Tag, nut über Nacht die Steril« zu befragen. Die Gans watschelte hinaus urch suchte die Put«. „Deine Freundin ist schon nach.Haus« gegangen", rief ihr der Fuchs nach und schüttelt« sich vor Lachen bei dem Anblick ihrer von Federn entblößten Kehrseite. „Ob sie wohl wiederkommt?" meinte der Dachs zweifelild. „So sicher als di« Dmnmheit nie ausstirbt!" Als wir höher hinauf kamen, sahen wir, daß die Löwin einige Zebras beobachtet hatte, die in der Nähr grasten. Sie mochte denken, daß sie mit der Zeit schon wieder hungrig werden würde und daß es nett wäre, die nächste Mahlzeit so schön vor Augen zu haben. Obwohl wir so langsam und lautlos als nur irgend möglich fuhren, bekamen die albernen Zebras Angst ui«d stürzten in wilder Flucht davon, wobei sie nach ihrer Gewohnheit die Beine warfen und im Galoppieren nacheinander schnappten. Dieser Anblick war für die Löwin gar nicht erfreulich. Si« sah höchst verärgert aus mW schoß wütende Blicke auf uns, die wir dar Unheil angerichtet hatten. „Hoffentlicht versucht sie nicht, uns zur Strafe eins auszuwischen", sagt« Osa leise. Der Sicherheit halber befahl ich Bukart, sich schußfertig zu machen; falls das Tier angreifen sollt«. Mr mußt«» immer auf der Hut sein, wenn die Löwen auch noch so gleichgültig und faul schienen. So und so ost ändert« sich ihre Laune im Bviichteil einer Sekund«— und dann mußten wir«ns auf die Gewehre verlassen können. -Vorläufig war di« Löwin jedoch noch nicht wütend. Wahrscheinlich war es ihr zu heiß für irgendwelche Aufregung, außerdem war sie Wohl auch nicht hungrig gemig, um angriffslustig zu sein. Sie ging ein Stück zur Seite und beobachtete, ob wir ihr folgten. Wir wartete». Dann kletterte sie auf einen Termitenhügel«ich legte sich in. dem Gras nieder, das auf seinen Hängen sproß. Die Stellung war für eine Aufnahme vollendet; di« Löwin auf einem natürlichen Piedestal gegen einen hübschen Hintergruich von Mimosen. Kein Berufsphotograph hätte sir, was Beleuchtung und Höhe anlangt, besser aufbauen können. „Wir wollen sehen, wie nahe wir an sie herankommen können", flüsterte Osa. Als sie den Gang einschaltrte, griff ich zur Kurbel und machte mich arbeitsfertig. Da der Termitenhügel etwa 1J5 Meter hoch war, hafte ich di« Löwin gerade richtig vor dem Objektiv. Alle paar Meter machte Osa halt und ließ mich weiterfilmen. Schließlich berührten di« Vorderräder den Termitenhügel. Noch immer bewegte sich di« Löwin nicht. Es war«in wundersames Beispiel sterischer Hartnäckigkeit, daß di« ält« Dame nicht von der Stelle wich. Osa drcht« sich nach mir um und grinst«. Sie wagt« nicht zu sprech«», um nicht di« wundervolle A-uf- nahm« zu stören. Ich glaubte, wir seien jo nah« heran, als es mit dem Wagen möglich wär«. Zu meiner Neberraschung schaltet« Osa wieder, fuhr tatsächlich mit den Vorderrädern«in halbes M«t«r den Hügel hinauf und hielt. Jetzt war di« Löwin nur noch 80 Zentimeter vom Kühler entfern:. Si« hätte ihn mit ausgestreckter Tatze berühren können. Beim Riederschreiben bin ich mir klar, daß der Bericht albern und übertrieben klingen muß, wenn man di« gewöhnlich« Wildheit der Löwen bedenkt. Jede stiedliche Katze, jeder Hund würden Raum gegeben habe«, wen» chnen der Wagen so nahe gekommen wär« wie der alten Löwin. Warum dem so war, tveiß ich nicht. Vielleicht war«s nur«in« Ar: verderblichen Eigensinns, di« irgendwie der rück- sichtSlosen Grausamkeit verwandt war, d!« in all diesen Tier«» schlummert. J«denfalls hielt sie stand; sie ließ nicht di« geringste Spur von Angst erkennen,«S sei denn, daß si« mit dem großen braunen Augen zwinkert«, und«in paarmal gähnte. Derarstg« Vorkommnisse— so selten sie auch warerr— begründeten m«in« Meinung von den Augen der Löwen Ich habe viel« Löwen in den Käfigen der zoolo- gischen Gärten und Zirkuss« studiert. Noch nie habe ich jedoch bei ihnen ein wirklich msenes, friedliches Auge gesehen, wie man es ost(bei andern Tieren findet. Ich will gar nicht:behaupten, daß einige der alten, käfiggewohhten Löwen wild dreinschauten; keiner von Wen hatt« jedoch, den milden, freundlichen Psick, dem man hätte trauen können Aus diesem Grund« wagten wir nie— wie später in diesem Buch darg«tan wird—, irgendeinem der Löwen zu trauen, mit denen wir in Afrika, so eng« Fühlung bekamen. Als ich ansing, di« alt« Löwin zu phoio-' graphieren, benutzt« ich«in lö-Zenlimeter« Objektiv. Tann nahm ich«in 10-Zentimel«r- und schließlich«in 5-Zentimeter Objektiv, di« kürzest« Brennweite, die ich habe. AIS ich soweit war, konnte ich nicht mehr den ganzen Körper erfassen. Sicherlich ist noch niemals «in Reisender«ineui Löwen so nah« g«koul«. men— und hat heil und ganz davon erzählen können. Gewiß befanden wir uns im Auto, doch hätt« unS dieser Umstand nicht davor bewahrt, in Stück« gerissen zu werden, wenn es der Löwin eingefallen wär«, uns-anzugreifen. Jetzt schien sie verstanden zu haben, daß ich mit der Ausnahme fertig war. Si« stand langsam auf, streckte sich, gähnte, marschiert« vom Termitenhügel herunter und verschwand im Gras. Wir verfolgten si« nicht Es war ein herrliches Erlebnis. Ich empfehl« jedoch dem durchschnittlich«» Jager odrr Photographen nicht, das gleich« zu v«r. suchen, es sei denn, daß er wohlvorbereitet wäre, einem etwaige» plötzlichen Angriff di« Stirn zu bi«t«n. Zweifellos ist die Löwin «in« Dam«; sie. hat jedoch das Temperament von 50 Wildkatze» auf einnral und in J d«r Wut die Stärke von mindestens vier Riesinnen. Di« Erfahrung hat-ge1ehr>, daß«s «i«rm Löw« gegeb-nenfalls darauf a» onimt, sein Opfer ckuch«rs«in« a Automobil zu reiße». Siur LStvt« rvirs pyologravyterl Don onartm aoQnfon. Gin mysteriöser Volksstamm. Bon H. Hesse(New.gort).,• Dr. Arthur Torrance, Mitglied der König, licken Gesellschaft jür Großbritannien, war kürzlich in Washington, um daS Smithsonian- Institut für«in« Expedition ins Inner« Afrikas zu gewinnen, und zwar, um«in« Rasse seltsamer menschlicher Lebewesen und die Rest« einer uralten Zivilisation zu suchen, für di« et auf frühere» Expeditionen überzeugend«. B«. weise gesammelt haben wiü. Dr. Torrance beccksichtigt, von Nigeria aus vorzudringen. Hier haben starke Winde, die südwärts über di« Sahara fegen, hohe Sand» wäi!« aufgetürmt. Wie Dr. Torrance sagt, wühlt« sich vor Jahrhunderten ein« myst«riöj« Raff« von Holbbrduinen aus der Wirst« durch dies« Walle und baut« drei oder mehr„verbotene Städte". ., Solche alt« unterirdisch« Gänge wurden durch ein zementartiges Material haltbar ge- macht, und zwar auf ansehnlich« Entfernungen. Di« Zugänge werden von Beduinin bewacht, so daß bis vor verhältnismäßig kurzer Zeit niemand di« geheimnisvollen Siedlungen betrat. Seit dem Krieg« jedoch konnten drei oder vier Forscher die Gänge durchstreifen und sanden die Bewohner in größter Furcht vor Eindringlingen. Die Siädi« bestehen aus unterirdischen Kammern mir niedrigen Dächern, so daß sie fast unsichtbar find. Veiler findet sich«in noch größeres Mysterium— di«„Verloren« Stadt" — di« wahrscheinlich noch k«in Mensch gesehen, über die jedoch in Nordafrika zahlrciche Legenden im Umlauf sind. Di« Bewohner der verbotenen Städte wissen von ihrer Existenz, doch sind sie unbestimmt in ihren Richtnngsangaben. Es ist stets„noch etwas weiter". Im Jahr« 1921 drang Dr. Torrance bis zum Rand« vor. Sein« erst« Eingebung über dir mögliche 'Natur dieses geheimnisvollen Volkes kam ihm kurz nach dem Kriege, als er an der Goldküste medizinischer Sffizi«r war. Bei den Eingeborenen, di« aus dem Innern kamen uud Arbeit suchten, fand er«ine zunehmende Anzahl von so eigenartigem Körperbau, daß er zn der Ueberzeugung kam, es könne sich nicht um zufällige Abnormität handeln. All« dies« Leut«,. di« sehr abgeschlossen bebten und mit denen man nur schwer in Ber- kchr tret«« konnte, kamen aus dem Gebiet« jensciiS dar verbotenen Städte. Es ist sogar möglich, sagt Dr. Torrance daß sie«inen, menschlichen Typus darsteklen, der etwa zu gleicher Zeit und aus derselben Kultnrhöhe lebt«, wie die grotesken Neandertaler in Europa. Währelch di« Primitiven in Europa wahrscheinlich beim Austauchen wirklicher Menschen ausgerottet wurden, mögen ihr« Artgepossen in Afrika im Skutze der sich schon dainals bildenden Saubwälle weitergelebt, und inr Lause der Jahrhundert« ihre eigenartige Lcbeneweise entwickelt haben. Dr. ToAanre glaubt, daß vor Jahrhun- derten der Verkehr mit diesen Völkern reger war und sie zu der Kultur bcigetragen haben mögen, di« von den Mauren nach Afrika und Spemieu gebracht wurde.. Allem Anschein« nach bestand die maurische Kultur aus zwei Strömungen, einsr auö. Arabien,, und der anderen. and dem. Süden. Es ist bekannt, daß sich iu dem Gebier zwischen Wüst« und Dschun, gel SiedluugSrrnNeu von beträchtlichem Alter befinden, die. noch heute von Gruppen gewöhn- kicher Eingeborenen lunvohnt sein möge». Was mancher nicht weih. Der als Stmkfifch jn. den Handel kommend« Fisch ist ein« Porjchart, di« hauptsächlich an de» Fischpläyen Rordnorwegens gefangen und dann aus Gestelle» getrocknet wird. Wird der Fisch an der Sonn« auf d«n Klippen ge- trockne^ jo nennt man ihn Klippensisch', wird er «ingesalzen/ so wird er unter dem Namen Laberdan verkauft. Aus Leber und Einge- weidrn des Dorsches wird Lebcrtran gesotten-, Di« abgefchniitenrn Torschköps« averden, mit Seetaüg»ermijcht, als Biehfutter benutzt, im übrigen aber an) die Düngrrsobriken verkauft, wo sie in großen Tiigclil geröstet und dann gemahlen/werden. Das erste Barometer wurde im Jahr« 1643 von T«nisekli, cin«m Schüler Galileis, hergcstellt. Bei den Aegypteru dürfen Frauen nicht ins Kino gehen; in Kairo sieht mau in den Kinos nur Männer, abgesehen von vereinzelten Europäerinnen. Bei den Amerikanern ist jedes krause oder lockige Haar vcrpönt, da man es als Neger Merkmal ansieht. Ein« Frau, die ein Mittel erfunden hat, dieses Haar zu glätten, ist rasch Tollarmillionärin geworden. '— Der Zeuge: „Der Angeklagt« har mich wocherrlaug mir Drohungen beworfen wegen der. Tanr«. Tas ist dir, wo ihr' Vater dir Gramuropbons baut." „Wir haben in der Wohnung ein.sehr! sittliches Leben geführt. Deshalb zog ich auch bald auS." „Es wird d«m Angeklagten nicht gelingen,: mir seinen Anzug in di« Schuh« zu schieben." „Herr Rechtsanwaltlich weiß genau, daß Sie hier nur ein«n Probeballon abfchießcn, damit ich mich darin verwickeln soll!" doch bei jeder Mutter, so!"—„Wie kannst du so«rwas behaupten; ich würde bei unseren Kindern sofort die Fehler«rkennen, wenn sie welche hätten!" Erklärung. Swift erhielt einst zum Hl«, bnristag ein Paar prachtvoll« Taffen. Er befahl seinem Diener, das kostbare Geschenk In den Glasschrank zu stellen. Johann' nimmt beide Tassen, doch in dem Augenblick, da cr di« erste ins Spind stellen will, fällt si« ihm aus der Hand und ist sogleich in Scherben. Swift dreht sich erschrocken um und. ruft:„Aber sage mal, Johann, tpi«. hast du das gemacht?". —.„So!" sagt Johann rind wirft di«, zweit« daneben. Zuviel für einen schtvachrn Menschen. „Znm Kotzen, erst hat mein Auto n« Panne, da mußt ich schon zu Fuß laufen, jetzt ist dcr Fahrstuhl außer Betrieb,nun soll ich noch die Treppen steigen, fehlt bloß sroch, daß mein« Kontoristin krank ist und ich di« Arbeit selber 'machen muß." - yTTTTTTyrrrvTr»t t vvt i Gchach-Gtke. Alle Zuschriften und Anfragen an Gen. Wenzel Cchorvch. Zloettnih Nr. bei Tcplitz-Schönau Allen Anfragen ist Retourmarke deizulegen. SchachaufKibc Nr. 41. Bon Gfcn. Richard Ullrich,(flöitaii. Sekwan: Kc5; Ldi; Sbfi; Bc7(4h 1 k Scherben bringen Glück. Endlich, endlich hat der junge Mann, aus der Sintflut dcr Arbeitslosigkeit wieder auf-, tauchend,«in« Stellung gcsunden. Er war zwar von Beruf Eisengießer, aber warum sollte er sich nicht in einein Porzellangeschäst bewähren? Leider aber geschah es schon am dritten Tag, daß er«in kostbares altes Porzellan fallen ließ. Es ging in Trümmer. Haareraufend und händeringend stürzt d«r Chef herbei:„Für den Schade« müssen Sie aüfkommen; ich werde Ihnen wöchentlich«in Viertel Ihres Lohnes zurückbehalten, bis di« Sache bezahlt ist." Ter Unglückswurm fragt« betreten nach dem Preis des Porzellans. Der Ches brüllte: „Zweitausend Mark!" - Da murmel:« der Arm« glückselig:„So hab' ich also endlich«in« Lrbrnsstellung gefunden!" Zweifelhaft«! Rat. Der Fluglehrer unier- richtetr seine Zögling« in der Handhabung des Fallschirms.„Wenn Si« rausspringen", sagte cr,„dann zählen Si««rst bis drei, dann ziehen Sie an dem Ring, und dann werdrn Sir ganz heguem heruntcrkommen."„Aber wenn der Schirm nicht aufgeht?" fragt« einer beunruhigt. „Ach, daß macht; auch nichts", trösteie ihn der Lehrer,„dann bringe». Sie ihn mir wieder und ich gebe Ihnen,«inen anderen." Di« Mutter.„Frau König sieht bei ihren Kindern auch nicht«inen Fehler, so etwas kann ich Nicht verstehen!"—„Aber Grete, das ist zz'oiL: Ka6; voS; Lh4; Ba3,<12, e3,«4(7). Matt in S Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Ausgabe an oben genannt« Adresse zu senden. Lösungszug zu Nr. 38: Dh3—«8! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Scholz« Edmund, Ladowitz; Choutka Rudolf, Aussig; Gottfried Hans und Utidtl Hans, Holeischen bei Staab; Hoher Otto, Saaz; Sobert Anton, Reizenhain; Ullrich Richard, Görkau;.Tille Josef, LooSdors; Griminer Emil, Katari na berg: Dinnrbier Emil, Tetschen;-Walter Ludwig;'Robek Franz, Michel Rudolf und Schmied Ferdinand, Kivitlau; Hyna Josef, Hostomitz; Schlosser Heinrich und Ämter Rudolf, Graupen; Hälbig Johann und Bräutigam Anton, Bergesgrün; Adolf Wenzel, Arnsdorf bei Haida: Tönert Max, Mühldorf Adolf und Pachmann Reinhold, Tischau; Ulbert Rudolf, Prvsseditz; Ikreiner Wilhelm, Teplitz; Qual Adolf und Triltsch Gustav, Wister- schan. Beutel Wilhelm, Arnsdorf bei Tetschen und Hofmann Johann, Probstau; siche Löfungszug. Nachtrag zu Nr., 37: Hhna Josef. Hostomitz; Schlosser Heinrich, Graupen; Amler Rudolf. Straden. Briefkasten. G. Einil. Katarinaberg: Nr. 7 sehr hübsch, besten Dank. T. Josef, Loosdorf: Da ich etwa 50 Aufgaben auf Lager habe, kannst du etwas zu- > warten. G. Karl, Kroehwltz: Nr. 4 leider nach ;Td6—e€ unlösbar. D. Emil, Tetschen: Nr. 1 Lösungszug Dfl—et! jetzt gut, hat aber leider bei 2 Varianten Duale, d. h. man kann nach T*D—Sd<—f7+ oder 8*04+ geben usw., dieses'macht die Aufgabe unrein, yielleieht kennst es ausbessern.