Nr. 119. = Abonnements Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- Zeitungss Preisliste für 1897 unter Br. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. 群 Vorwärts Berliner Volksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins: und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: ., Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. nicht sagen. Sonntag, den 23. Mai 1897. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. werden und schon nach dem Zeugniß seines Kompagniechefs ein verwahr Verfahrens länger zu sprechen, erscheint unnöthig. Herr Gräfe Ein Beitrag zur Militär- Auffiz. lofter Mensch war, der zudem vom Vorsteher des Gefängnisses, betont auch, daß die Militärgerichtspersonen wohl einer ge Versprechen und halten war zweierlei Major Brox, der eigentlich betheiligten Person, wissen Kontrolle bedürfen:" Wir kennen mehrere militärdas wird die geschichtliche Signatur der gegenwärtigen Regierung Urtheil erster Instanz gelang es dem angeklagten Geistlichen zulässige Dinge sich ereignet haben, daß wir sagen müſſen: 2 Mart und Bier erhalten hatte. Nach dem gerichtliche Prozesse, in denen so viele ungebührliche und unbleiben. Wie man das Versprechen bezüglich des Vereinsrechtes in eigenthümlichster Weise gehalten, so sucht man auch um das Ver- in Erfahrung zu bringen, daß jener Zenge noch zweimal derartiges hätte nicht geschehen können, hätte das Auge der Noch manche sprechen bezüglich der Neugestaltung des Militär- Strafgerichts- 10 Mark, die lebten 10 Mark am Tage vor der Deffentlichkeit über diese Prozesse gewacht!" Verfahrens durch künstliche Ausdeutungen herumzukommen. Gidesleistung, von Major Bror erhalten hatte. andere Gründe heischen dringend die Deffentlichkeit vor den Vor Jahresfrist erklärte Fürst Hohenlohe, daß er die Die Feststellung dieser Thatsache sowie noch andere Umstände, Militärgerichten und deshalb wird es sich bei dem zu ers bestimmte Erwartung hege, einen entsprechenden Gesetzentwurf die dann zur Freisprechung führen mußten, wären dem wartenden Regierungsentwurf hauptsächlich darum handeln, wie im Zivilverfahren einim Herbst dieses Jahres den geseßgebenden Pfarrer gänzlich unmöglich gewesen, hätte er sich in Haft ob volle Deffentlichkeit befunden. Körperschaften soll oder ob geführt man durch eine des Reichs vorlegen zu tönnen". Der Herbst kam und ging und es wurde wieder bei ganz geringfügigen Dingen, in Untersuchungshaft genommen. niffe" gerade solche Straffälle weiter in der Heimlichkeit erDer gewöhnliche Soldat wird aber fast stets, auch Kausel im Interesse der besonderen militärischen Verhält Sommer und siehe da, der Herr v. Bötticher theilt wohlgewandt und heiter lächelnd mit, der Kanzler habe und gegen seine Berhaftung hat er keinerlei geordnete Rechts- ledigen will, für deren fachliche und gerechte Erledigung die nicht ausdrücklich gesagt, daß der Entwurf bei den gesetzmittel. Lediglich der Wille des allmächtigen Deffentlichkeit am meisten Noth thut, also in erster Linie dienicht ausdrücklich gesagt, daß der Entwurf bei den gesetz Gerichtsherrn, d. h. des Kommandeurs des betreffenden jenigen Straffälle, in denen politische Gesichtspunkte vergebenden Faktoren zugehen werde; dem Bundesrath sei er aber zugegangen; wann der damit fertig sei, das lasse sich Truppentheils, der natürlich in den allermeisten Fällen von fommen. juristischen Dingen absolut nichts versteht, Endlich noch ein Wort über die Vertheidigung. Be Sehen wir aber ganz ab von der eigenthümlichen Art, ist maßgebend für die Verhaftung. Hier erhebt sich also die kanntlich darf jetzt der angeklagte Soldat einen RechtsVersprechungen einzulösen, so ist die endlose Hina u 3. Forderung, daß die Verhängung der Untersuchungsanwalt nur haben bei Verbrechen schwerster Art, auf schleppung gerade dieser Frage so überaus baft, die so, wie sie jetzt ist, zu den traurigsten Folgen führt, welche Todesstrafe verhängt werden kann. Herr Pfarrer Gräfe schlimm, weil es sich hier um eine Angelegenheit handelt, deren völlig reorganisirt werden muß. fand unter den 700-800 Militärgefangenen, die er kennen möglichst schleunige Erledigung dem ganzen Noch schlimmeres aber ergiebt die Parallele zwischen dem gelernt, nicht einen einzigen, der durch einen Rechtsdeutschen Volke als eine brennende Nothwendigkeit Geschick des Pfarrers Gräfe, für den als Militärbeamten die anwalt vertheidigt worden war! Selbst Leute, die zu 6 bis erscheint. Bestimmungen des Militärgesetzes immerhin einigermaßen 8 Jahren Zuchthaus verurtheilt worden sind, hatten keinen Die jetzt bestehende Militär Strafprozeßordnung ist günstiger lagen, und dem Geschick, das den„ gemeinen Mann" Anwalt. Aber auch die Vertheidigungsmöglichkeit, die dem für alle diejenigen, die unter ihr prozessirt werden, in gleicher Lage unfehlbar betroffen haben würde. Der ge- Angeklagten selbst gegeben ist, widerspricht allem, was man dermaßen brückend, daß jeder weitere Zag wöhnliche Soldat hat gar keine Berufungsinst an 3. von einem wirklichen Vertheidigungsrechte verlangen muß. Die ihrer Fortdauer aufs tiefste bedauert werden hat das Kriegsgericht gesprochen, so gehen die Aften an den Vertheidigung geschieht im allgemeinen nur schriftlich muß. Hier handelt es sich feineswegs um eine Sache, die noch Gerichtsherrns. oben, der gewöhnlich das Urtheil furz- und vor dem Spruchgericht wird der Angeklagte nach der Vorimmer zeitig genug kommt, die man aus kleinlichen Gründen weg bestätigt. Für den gewöhnlichen Soldaten wäre also die tragung des Akteninhalts durch den Auditeur gefragt, noch etwas einzuwenden habe?" Entweder auf die lange Bank schieben darf, sondern hier thut Eile Sache mit den 6 Wochen erledigt gewesen; ganz abgesehen ob er davon, daß er auch ohne Zweifel zu einer weit wendet höchst Noth. nun der Angeklagte etwas ein oder nicht; jezt erst faßt er abgeführt und Niemand würde unser Drängen in dieser Richtung für höheren Strafe verurtheilt worden wäre als der Pfarrer, der dann wird irgendwie übertrieben halten, wenn die Prozesse, die alltäglich mit großer Energie und Umsicht seine Vertheidigung zu führen der Auditeur die Beweisergebnisse zusammen und stellt seine au den deutschen Militärgerichten geführt werden, bekannt verstand, was der gewöhnliche Soldat in den allermeisten Anträge. Nicht der Angeklagte, sondern der Staatsanwalt werden könnten. Unbekannt bleiben die Seelenleiden unserer Fällen natürlich nicht kann. Der gewöhnliche Soldat hätte hat das letzte Wort! Brüder im bunten Rock", welche von den Geheimgerichten des also im Falle des Pfarrers Gräfe unzweifelhaft lange Zeit im Militarismus, entblößt der modernen, Rechtsgarantien, sich Gefängniß fizzen müssen unschuldig! Wie viele zu verantworten haben. Wenn aber doch einmal etwas aus Soldaten mögen so hinter den Mauern der Militärgefängnisse jenem Dunkel in das Licht der Deffentlichkeit dringt, so sehen schmachten! Nicht als ob wir meinten, daß absichtliche Rechtswir mit Erstaunen, wie es dort aussieht, und sagen uns: beugung daran Schuld trüge, nein, lediglich infolge des heiltas muß anders werden, das muß sofort anders werden! losen Rechts system 3. So rufen uns die Schilderungen des ehemaligen Militär Geistlichen die großen Mißstände der Militärjustiz wieder in Erinnerung. So müssen wir den Bundesregierungen zurufen: Quousque tandem, wie lange noch! Das deutsche Volk will und kann das ewige Hinausschleppen dieser dringenden Frage nicht länger ertragen. Unter diesen Umständen ist es dankbar zu begrüßen, wenn Der Verfasser der Broschüre wendet sich ferner mit recht Das deutsche Volt will aber auch keine Vorlage Halbheiten und des militärischeu diejenigen, welche mit der Militärjuftiz Bekanntschaft machen gegen die Institution des Gerichtsherrn, von der der mußten, mit ihren Erfahrungen nicht zurückhalten, sondern vor verlautet, daß sie auch in der jetzt beabsichtigten Reformnovelle Dünkels sehen, sondern verlangt, daß das allseitig System der empfundene aller Welt ihre Stimme erheben. Darum weisen wir gern ganz oder fast ganz unverändert beibehalten werden solle. als unhaltbar auf eine kleine Broschüre hin, die Pfarrer Gräfe in Würde sich dies bestätigen, so würde die ganze Reform taum Militärjustiz gründlich beseitigt und durch Der Gerichtsherrein Militär, ein wirklich zeitentsprechendes Rechtssyste m Der Gerichtsherr Arusfeld i. S. unter dem Titel zur Reform des noch viel Werth haben. Militär Strafprozesses, ein Wort zur Aufklärung fein Juristvereinigt in sich eine Fülle von Gewalten, wie ersetzt werde! Militär- Strafprozesses, ein Wort zur Aufklärung des deutschen Volkes über die auf dem Gebiete des gegen fie im Bivilrecht keinem Richterkollegium zukommt. wärtigen Militär- Prozeßverfahrens herrschenden Mißstände", leitet die Verfolgung ein, beaufsichtigt den Der Krieg. türzlich herausgegeben hat und deren wir bereits früher kurz bestätigt schließlich das Urtheil. Daß aus einer Die einlaufenden Nachrichten bringen saft nichts neues. Frühere Gang der Untersuchung, bestellt die Richter, Die Anbahnung des Friedens schreitet nur langsam vor. Erwähnung gethan haben.*) Pfarrer Gräfe war früher Militärgeistlicher in solchen Institution die schlimmsten Rechtsfehler entspringen Mittheilungen werden bestätigt durch eine Meldung, welche die Dresden und hatte die Seelsorge im dortigen Festung 3. müssen, ist tlar. Pfarrer Gräfe führt aus eigener Erfahrung Times" aus Konstantinopel vom 20. b. M. erhielten. Danach haben gefängniß. Die dort gesammelten Erfahrungen hat er in eine Reihe von Fällen an, in denen der erwähnte Herr die Botschafter die Instruktion erhalten, daß die Forderung der seiner fleinen Schrift niedergelegt. Er schildert darin den v. Beschau) als Gerichtsherr schwere objektive Rechtsverstöße Pforte einer Abtretung Thessaliens feitens Griechenlands an die Türkei nicht gestattet, eine strategische Regulirung gegenwärtigen Militär- Strafprozeß und stellt eine Reihe von begangen hat. " Er " fönne. Auch der geforderte Betrag der Kriegsentschädigung Reformforderungen auf, die wir hier nicht mitzutheilen Natürlich fordert der Verfasser auch Mündlichkeit der theffalischen Grenze jedoch bewilligt werden brauchen, da wir sie ähnlich schon oft genug erhoben haben. und Deffentlichkeit des Verfahrens. Im bisherigen müsse herabgefeßt werden. Ferner dürften einige AbSeine Darlegung erhält aber besondere Bedeutung, da sie ein Verfahren erhalten die Richter und das sind noch dazu änderungen der bestehenden Verträge und der Abschluß eines Aus lebensvolles thatsächliches Beispiel für die theoretisch alle gänzlich unvorbereitete, in Rechtsfragen lieferungsvertrages zwischen der Türkei und Griechenland möglich gemein anerkannten Mängel des Verfahrens bietet, wodurch vollständig unerfahrene, meistens jüngere sein. Die Botschafter sollen diese Instruktionen dem türkischen die Größe derselben erst recht eindringlich zum Bewußtsein Offiziere!- überhaupt kein irgendwie geeignetes Prozeß- Minister des Auswärtigen gemeinschaftlich zur Kenntniß bringen. bild. Sie lernen die ganze Strafsache nur aus den Akten Es wird sich fragen, wie die Pforte diese Willensäußerung der gelangt. Pfarrer Gräfe hatte im Dresdener Festungsgefängniß fennen, die der Auditeur- Untersuchungsrichter, europäischen Mächte aufnimmt. Davon hängt alles weitere ab. Die Mißstände und Ungefeßlichkeiten bemerkt und deshalb an Staatsanwalt und Vertheidiger" in einer Mächte haben, wie man annimmt, die festes Absicht, weitergehende den Stadtkommandanten, Generallieutenant v. Beschau Person! vorträgt, empfangen teinen persönlichen Eindruck Forderungen nicht zu bewilligen. Sie füßen sich dabei auf den Hinweis, daß die Pforte den Feldzug keineswegs so leicht hätte Beschwerde über den Vorstand des Festungsgefängnisses Major von dem Angeschuldigten und den Zeugen. Hieran reihen sich führen und glücklich beendigen können, wenn nicht die anderen Brox geführt. Wegen dieser Beschwerdeschrift wurde gegen noch einige andere Uebelstände, die man bisher weniger be- Baltanstaaten durch die Haltung der Mächte zur Ruhehaltung verihren Verfasser Strafantrag gestellt, weil er 3u achtet hat, die sich erst demjenigen, der sie persönlich erlebt, bunden worden wären. Aus Athen wird gemeldet, daß alsbald nach Aufstellung der stände im Dresdener Festungsgefängniß in aufdrängen. Durch die Schriftlichkeit der Untersuchung entsteht beleidigender Weise besprochen habe. Es ent ein ungemein großer Zeitverlust, der die Pein Friedensbedingungen die Rammer einberufen werden solle. Der stand ein langwieriger Prozeß. Im endlichen Spruchgericht des in Untersuchungshaft befindlichen Soldaten verlängert. Ministerpräsident Ralli sucht die Zahlung einer Kriegsentschädigung wurde gegen Gräfe 3 Monat Gefängniß beantragt und er Die Vernehmung eines Beugen die in Abwesenheit abzuwenden, indem er darauf hinweist, daß erft die alten Staats wurde zu 6 Wochen verurtheilt. die beim münd- gläubiger befriedigt werden sollen. Er hat sich einem Zeitunge Er legte Berufung des Angeklagten geschieht! forrespondenten gegenüber wie folgt ausgesprochen: an das Ober- Kriegsgericht ein und dieses sprachlichen Verfahren etwa eine Die zwei reichsten Provinzen, Larissa und Trikkala, sind ver ihn fast völlig frei; es blieb eine ganz geringe Geldstrafe würde, dauert beim Militärgericht vier bis fünf Stunden. wüstet, die diesjährige Ernte ist zerstört; 130 000 theffalische Flücht wegen eines fleinen formellen Verstoßes; in der Hauptsache So erklärt sich die überlange Dauer der Militärprozesse. Der linge fallen der Regierung zur Last. Nach dem Krieg wird es noth hat der Angeklagte die Behauptungen seiner Beschwerdeschrift, Prozeß des Herrn Gräfe hat in erster Instanz 6 Monate ge- wendig sein, die Flüchtlinge zurückzuführen, ihnen Saatfrucht, Ackerdas wirkliche Borhandensein der getadelten Wißstände und dauert, wovon 5 auf die schriftliche Untersuchung famen; thiere und Geld zum Wiederaufbau ihrer Häuser und ihrer Ungesetzlichkeiten im Festungsgefängniß vollständig erwiesen. dafür find aber auch in dieser einfachen Beleidigungsklage Industrien zu geben. Daher ist Griechenland unfähig, KriegsWenn der Pfarrer Gräfe auch siegreich aus seinem Prozeß ca. 1000 Seiten Protokolle geschrieben worden. Durch diese entschädigung zu zahlen. Wenn man, wie gemeldet, von Griechenland hervorging und dieser Prozeß daher anscheinend für die lange Dauer des Prozesses verliert aber der Angeschuldigte, verlange, würde die Berzinsung der Staatsschuld von 9 auf Güte der Militär just is spricht, so liegt dies bei näherer ber ja teinerlei Recht auf Einsichtnahme in 20 Millionen erhöht werden müssen. Die Regierung habe das Bes Betrachtung doch ganz anders. die Akten hat, völlig den Ueberblickt und streben, nach dem Kriege einen Ausgleich mit den auswärtigen In erster Linie weist Pfarrer Gräfe darauf hin, 8usammenhang, so daß eine wirksame Bertheidigung Gläubigern zu erzielen und sehe es als Ehrenfache an, die Gläubiger daß er seinen Prozeß nie hätte glüdlich durch unmöglich wird. Der einfache Soldat kann nach Monaten zu befriedigen. Eine Kriegstoftenentschädigung würde dies unmöglich führen tönnen, wenn er nicht auf freiem nicht mehr wissen, was die einzelnen Beugen zu Protokoll ge- machen und hieße Geld aus den Taschen der Gläubiger an die Türkei geben. Eine Finanzüberwachung wäre demüthigend und Fuß geblieben wäre. In erster Instanz war er geben haben und was ihm nur vorgelesen worden ist. fast ausschließlich auf grund belastender Aussagen eines Ueber die Nothwendigkeit der Deffentlichkeit des außerdem werthlos, da nichts vorhanden sei." Vom Gefechtsfelde liegt aus Lamia die Meldung vor, Militärgefangenen verurtheilt worden, der vielfach vorbestraft daß den Aufstellungen beider Heere entlang die weißen Flaggen Dieser Herr v. Beschau hat sich übrigens bald nach dem Er gehißt sind. Der Kronpring hat in einem Tagesbefehl der Armee *) Die Broschüre erschien im Berlag von G. E. Räftner, Anna- scheinen der Gräfe'schen Broschüre in den Ruhestand zurückgezogen. den Waffenstillstand verkündigt. Die Feststellung der neutralen berg im Erzgebirge. Der Preis beträgt 50 Pf. Die Gründe hierfür sind uns natürlich unbekannt. Rone durch eine Rommission von höheren Offizieren follte am Sonn S halbe Stunde dauern Auf Kreta sieht es wieder sehr unruhig aus. Wir verzeichnen folgende Nachrichten: " " abend erfolgen. Die Legion der Garibaldianer ist nach Er- Korrespondenz" meint, nöthig sei es nicht, noch weiter über die Unbilden, die sie erdulden mußten, hinweg ledigung gewisser zwischen ihr und der Regierung entstandener die Kommissionsbeschlüsse erster Lesung zu debattiren. Die„ Nat.- trösten. Schwierigkeiten von Arta abgegangen. Lib. Korrefp." führt dann des näheren aus: Der Kanzlersohn und die Konservativen. Reden und Anträge fönnen, soweit die Stellung der Die Abstimmung des Prinzen Hohenlohe für das Vereinsnothgesetz nationalliberalen Frattion in betracht kommt, nichts hat bei den Junkern außerordentlich verschnupft. Die Konserv. Ranea, 21. Mai. Gestern haben die lekten griechischen Truppen ändern; der in der in der Kommiffion präzisirte Standpunkt Korre sp." meint zwar, es sei nicht richtig, daß die Rechte des Korresp." Kreta verlassen unter Zurücklaffung einiger Geschütze, welche der Er wird unverrückt aufrecht erhalten werden. Die Beichstages wegen jener Abstimmung in große Unruhe gerathen sei, klärung des griechischen Kommandeurs zufolge den Insurgenten Nationalliberalen werden nicht nur auf ihren bisher vertretenen wie von linksstehenden Blättern gesagt worden war, aber sie fährt gehören follen. Grundsätzen beharren, sondern auch bis auf den legten dann weiter fort wie folgt: Paris, 21. Mai. Eine Note des Marineministeriums giebt Mann auf dem Posten bei der Entscheidung sein. Der Erbprinz zu Hohenlohe hat für seine Stimmabgabe am bekannt, daß Admiral Bottier, als er sich mit einem Offizier in der Dadurch wird es vollkommen gleichgiltig, wie sich die Konservativen wenigsten der Rechten Rechenschaft zu geben. Wünschenswerth aber Umgebung von Suda befand, Schüsse fallen hörte, deren Ausgangsverhalten. Stimmen sie, wie Graf Limburg- Stirum ankündigte, wäre es, wenn der Prinz aus seiner Handlungsweise, wie seinerzeit punkt er aber nicht feststellen konnte, da sie aus sehr großer Ent- gegen die ganze Vorlage, dann wird diese sofort fallen. Bring Carolath, auch die nothwendigen Konsequenzen fernung abgefeuert waren. Man könne daher nicht sagen, daß die Wollen sie auf ihre bisherigen Prinzipien verzichten und ziehen und feinen Play auf dem Sige einer der Schüsse von Baschibozuks abgegeben, noch daß sie gegen den Admiral sich dem nationalliberalen Standpunkt fügen, dann tommt jenigen Parteien einnehmen wollte, deren Demongerichtet waren. die Vorlage zwar ans Herrenhaus und von diesem sehr stration er durch seine Abstimmung unterstügt hat." Franfurt a. M., 22. Mai. Der Frankf. 3tg." wird aus wahrscheinlich in dem alten Zustand verbessert" zurück. Dann wird Die Erbitterung der Herren Landräthe und Agrarier ist also Paris gemeldet: An maßgebender Stelle wird die Meldung von sie eben wieder abgewiesen, und das geschieht auch, wenn so groß, daß sie dem Sohne des Reichskanzlers den Stuhl vor einem angeblichen Attentatsversuch gegen den französischen Admiral irgend welche Schein Amendements erfolgen die Thür sehen. Dies ist jedenfalls eine sehr amüsante Episode Bottier auf Streta etwas ſteptisch aufgenommen. Der Admiral ſelbſt follten, um die flare Stellung der national. in dem Kampfe ums Vereinsrecht. weiß nicht, ob die Schüsse gegen ihn gerichtet waren; auch ist un- liberalen Partei zu verwirren. In diesem Fall, wo Professor, Unteroffizier, Schullehrer. Das bekannt, ob die Schüsse von türkischer oder griechischer Seite ab- also die Gesetzgebung in Preußen versagt, stände dann die Regierung tollfte, was feit langem vom Universitätskatheder ausging, ist der gegeben wurden. Thatsächlich ist es seit Beginn der europäischen vor der unabweisbaren Pflicht, das vom Reichstage beschlossene Vorschlag des Professors Dr. Bornbat von der juristi Offupation mehrmals vorgekommen, daß auf französische und Nothgesek anzunehmen, das das Verbindungsverbot ohne den Aus- chen& atultät zu Berlin, die Militäranwärter andere Truppenabtheilungen geschossen worden ist. schluß der Minderjährigen aufhebt." zu Voltsschullehrern zu machen. Der Herr Professor Für ein abgekürztes Verfahren tritt die National läßt sich in der Selbstverwaltung" also vernehmen: 3eitung" ein, indem sie sagt: Können sie( die Unteroffiziere) sich die nöthige Ausbildung für Unferes Erachtens sollte man sich auf eine langwierige den höheren Subalterndienst aneignen, so vermögen sie auch die Prozedur mit dem Herrenhause, bei welcher die Rüdsendung der weit geringeren Kenntnife zu erwerben, die der Schul im Sinne des ursprünglichen Entwurfs verbesserten" Vorlage dienst erfordert. Und wenn die hervorragend verantwortungs an das Abgeordnetenhaus zu erwarten wäre, nicht einlassen; reiche und selbständige Stellung der Gendarmen was nach solcher Rücksendung geschehen müßte, nämlich die Ver- ausschließlich von ehemaligen Soldaten ausgefüllt wird, so ist nicht werfung der ganzen Vorlage, tann ebenso gut und mit abzusehen, weshalb von allen Unterbeamtenstellen gerade die der größerer Sicherheit fest sofort geschehen. Nur Boltsschullehrer den Militäranwärtern vorenthalten wird, die als wenn die Regierung und die Konservativen sich vorbehaltlos auf Unteroffiziere schon ein gewisses pädagogisches den Standpunkt der Kommissionsbeschlüsse stellen, so daß eine Talent haben entwickeln müssen. Die Ausbildungstönnen, als Aus dem Reichstage ist heute statt über eine über gewiffe Gewähr für die gleiche Stellungnahme des Herrenhauses zeit wird eine erheblich fürzere fein drei Sitzungen zu berichten, die durch die andauernde Be- gegeben wäre, hat die Weiterführung der Verhandlung einen bei den Zivil- Seminaristen, da es sich ja bei den Militäranwärtern um gereifte Männer handelf, die schon schlußunfähigkeit des Hauses nöthig wurden. Die Herren Dagegen giebt es auch in nationalliberalen Kreisen selbst ganz andere Lebenstenntnisse mitbringen, als jetzt der Bünftler, welche es so eilig hatten, die unfertige und un- weifel, ob die Partei fest bleiben werde. eintretende Seminarist. Außerdem haben gerade die Militär genügend durchberathene Handwerker Vorlage noch Charakteristisch ist, was die nationalliberale Elberfelder ihrer Militärzeit die beste vor Sessionsschluß durchzupeitschen, hielten es doch nicht 3eitung" sagt: Gelegenheit, in Schönschrift, Rechnen und und Religion ihre für nöthig, in genügender Anzahl zur Stelle zu sein," Die in der Sache mehr nach links neigende, allerdings be Kenntnisse und Fertigkeiten zu erweitern und sich damit um die Berathungen zu fördern. Go ergab dauerlicherweise verschwindend kleine Gruppe stellt für ihren künftigen Beruf vorzubereiten. Daß die ehemaligen sich heute auläßlich einer zweifelhaften Abstimmung über sich nur auf den Standpunkt, Richter hätte( in seiner Reichstags Unteroffiziere im Turnen ausreichend bewandert sind, versteht sich rede) wenigstens etwas maßvoller sprechen können. Was darüber hinaus von selbst, und die ehemaligen Militärmusiker werden sich auch den Modus, durch welchen die betheiligten Handwerker mehr nach rechts steht, weiß sich aber kaum zu laffen vor Kritit in bezug auf die Musik zu einer Zierde des Lehrerstandes entzur Beschlußfassung über die Bildung einer Jnnung auf- und Ueberkritik. Und das giebt zu denken, so daß ein gewisses wickeln. Co bringt denn der Militäranwärter gerade für das gefordert werden sollen, nach einer längeren Geschäftsordnungs- Mißtrauen nicht unterbrüdt werden tann, das Amt des Volksschullehrers bereits so viel mit wie für feinen Debatte die Nothwendigkeit der Auszählung des Hauses mittels einige Nationalliberale fich am letzten Ende doch noch anderen bürgerlichen Beruf. Fordern die Intereffen des Heeres wie Hammelsprungs. Es waren aber nur 160 Mitglieder an- mehr auf den konservativen und Regierungsder bürgerlichen Gesellschaft in gleicher Weise eine Erweiterung der wesend, und die Sigung mußte daher abgebrochen werden. Auch standpunkt in der Aera der Umst ur 3- den Militäramvärtern vorbehaltenen Stellen, so bietet der SchulWien, 22. Mai. Die N. Fr. Pr." meldet aus Kanea: Gestern Bormittag wurde die 7. Kompagnie des 87. österreichischen Infanterie- Regiments bei Herokuru angegriffen, erlitt jedoch feinen Berlust. Die österreichischen Truppen erwiderten lebhaft das Feuer, worauf die Jufurgenten sich zurückzogen. Ein österreichisches Torpedoboot legte zwei Segelboote, die mit Munition und Lebensmitteln angefüllt waren, mit Beschlag. Politische Ueberlicht. Berlin, 22. Mai. = $ praktischen Zweck." " anwärter schon während Das Militär- Wochenblatt" hat bekanntlich früher schon einmal denfelben Vorschlag gemacht. Daß ein Professor der ersten deutschen Universität ihn allen Ernstes wieder aufnehmen tann, gereicht wahrlich der deutschen Wissenschaft zur höchsten Ehre! " 11Oesterreich. Wien, 22. Mai. Die biefigen Zeitungen melden übereins fiimmend, daß für die auf kommenden Montag angefehte nächste Sigung des Abgeordnetenhauses neuerdings die erste Lesung des Gefeßes über die Gerichtsgebühren als erfler Gegenstand auf die Tagesordnung gebracht werden foll. die nächste, eine halbe Stunde später angesetzte Sigung bekämpfung binübersieben lassen. Jedenfalls kann dienst das geeignetste Feld." hatte tein besseres Echicksal. Die Abstimmung über den An- nach dem Ausgang der gestrigen Kommissionsberathung das dahin ergänzen, daß die Unteroffiziere nicht nur zu Bolts. man mit Sicherheit annehmen, daß hinter den Kulissen Wir können diesen Vorschlag des Herrn Dr. Bornhat nur trag Richter, daß die Einladung an die Handwerker zur Battiren und Kompromißsuchen wieder anhebt Schullehrern, sondern auch zu Gymnasiallehrern und UniversitätsInnungsbildung in jedem Falle direkt und nicht blos durch und daß sich die Regierung vor allem die Nationalliberalen und dozenten gemacht werden möchten. Der Unteroffizier, der nach „ ortsübliche Bekanntmachung" zu erfolgen habe, ergab dies- einen Theil der Freikonservativen vorzunehmen bestreben wird. Was Herrn Lingens" Stellvertreter Gottes auf Erden" ist, kann getrost mal 115 Stimmen gegen 63 Stimmen für den Antrag, also daraus entsteht, dürfte sich dann erst im Plenum und vielleicht nur auch statt des Profeffor Dr. Bornbat auf das Katheder steigen. erneute Beschlußunfähigkeit. Es blieb dem Präsidenten da- bei der Endabstimmung zeigen. Man halte die Augen nach nichts übrig, als mit kurzer Pause eine dritte Gigung offen." anzuberaumen, auf deren Tagesordnung jedoch nunmehr nicht Ueber die Stellung der Regierung ergeht man sich in den die Handwerker Vorlage, sondern die zweite Lesung widersprechendsten Vermuthungen. Die einen meinen, daß die Redes aus der Kommission von neuem zurückgekehrten Servis- Borlage im Plenum des Abgeordnetenhauses die Vorlage dem alten Fleck. Die Regierung möchte gern den Mittelstands= gierung bei Ablehnung der Artikel I und III der ursprünglichen - Die Umsatzsteuerfrage in Sachsen steht noch auf tarifs nebst der Klasseneintheilung der Drte gesetzt wurde. zurückziehen werde. Bon anderer Seite nimmt man an, die främern gegen die Konfumvereine helfen, aber sie ist in größter Dieses langweilige und eintönige Geschäft entfesselte homerische Regierung wolle auf jeden Fall auch einen Beschluß Berlegenheit, wie sie es anfangen soll. Die Frage hängt nun schon Kämpfe um die Kirchthurmsinteressen einzelner Drte. Zum des Herrenbauses herbeiführen. Schluffe bezichtigte Herr v. Levehow die Linke, daß sie bei den über Jahresfrist hin. Die Krämer ihrerseits find darob sehr böse Die zweite Lesung im Abgeordnetenhause foll am nächsten Freitag und suchen die Regierung zu schieben. So bat lester Tage eine Abstimmungen durch unzulässiges Fernbleiben Obstruktion ge- stattfindet. Warum so spät? Diese Mißgeburt der Recke'schen Bersammlung von Kaufleuten und Gewerbetreibenden in Leipzig trieben habe. Von Singer gestellt, erklärte der konservative Regierungsweisheit sollte so hurtig als möglich beseitigt werden. Die„ absolute Nothwendigkeit" der Umsatzsteuer ausgesprochen, weil Führer, daß sein Vorwurf sich gegen die Sozialdemokraten Anderseits bietet diese Spanne Zeit dem Volke Gelegenheit, sich nur hierin allein ein wirksames Mittel zum Schuße des schwer be nicht richtete. Von freisinniger und volksparteilicher Seite weiter kräftig zu regen und der Volksvertretung" am Dönhoffs- drängten Mittelstandes zu erblicken ist". Die sächsische Regierung nicht richtete. Von freisinniger und volksparteilicher Seite plage seine Meinung über das reaktionäre Attentat fundzuthun. hat sich eine böse Suppe eingebrockt, fie mag nun sehen, wie sie fie wurde ebenfalls gegen die Anzapfung Protest eingelegt, worauf Herr v. Leve how erklärte, er könnte Namen nennen, thue fand am Freitag eine von 500 Personen aus den verschiedensten Proteftkundgebungen gegen die lex Recte. In Erfurt hinter bringt.es aber nicht. Das ist billig. Schleswig, 21. Mai. Der Regierungspräsident hat den Bor Voltsschichten besuchte Versammlung statt, welche die Berliner Protestsitzenden des Provinzialverbandes der Innungsausschüsse und Montag 12 Uhr: Servisgesetz, Handwerker- Vorlage und resolution einstimmig annahm. Am Mittwoch Abend hatten die Innungen ersucht, dahin zu streben, daß jetzt in der ganzen Borlage betr. der Konfektionsarbeiter. dortigen National Sozialen eine Protestversammlung ein Brovinz die Gründung von Handwerker Genoffenschaftskaffen in Das preußische Abgeordnetenhaus erledigte heute eine An- berufen, die aber nach einem Referat des Dr. Scheven- Eisenach von die Hand genommen werde. Der Verbandsvorstand wird aufzahl kleinerer Vorlagen in der dritten Lesung und überwies sodann der Polizei aufgelöft wurde, weil in der Diskussion Genosse Simon gefordert, in allen Städten der Provinz Bertranensmänner au Die Vorlage betr. den Erwerb von Theilen des Aachen die Aeußerung des Abg. Kardorff wiederholte, das monarchische wählen, die die Angelegenheit energisch in die Hand nehmen sollen. Mastrichter Eisenbahnunternehmens sowie den Nach- Gefühl sei im Volte erstorben". Ferner werden uns sozialdemo tragsetat( Erweiterung der Bahnhöfe Aachen, Dortmund, fratische Broteftverfammlungen aus Itona, wo Frohme sprach, Wie man die Polen gewinnt. Aus Thorn wird Bochum) an die Budgetfommission. In der hierauf folgenden und aus Danzig gemeldet. In Frankfurt a. M. fanden geschrieben: Bum sechsten Male aufgelöst wurde die zweiten Lesung der Sekundärbahnvorlage lag eine Reso- 4 Protest- Versammlungen statt, die sehr besucht waren. Nach den Sigung des polnischen Volksvereins in Cekcyn( Westpr.), dies. lution v. Brockhausen( f.) betr. thunlichste Verwendung nur Versammlungen ließen sich zahlreiche Zuhörer in den sozialdemo- mal, wie in der Gazeta Grudz." behauptet wird, deswegen, weil inländischen Materials bei dem Bau von Neben- und Kleinbahnen kratischen Verein aufnehmen und abonnirten auf das Partei- Organ. die Versammelten trotz des Berbotes der überwachenden Gendarmen fowie ein Antrag& amp( ft.) vor, wonach nach der landespolizei- Am nächsten Montag wird der freisinnige Bezirksverein daß polnische Kirchenlied Serdeczna matko" au fingen unterlichen Abnahme Nachforderungen von den Intereffenten nicht der Schönhauser und Prenzlauer Vorstadt im Saale der Brauerei nahmen. mehr verlangt werden dürfen. Die Resolution wurde Friedrichshain eine Protestversammlung abhalten, für welche die bis zur dritten Lesung zurückgestellt, der Antrag Gamp Abgg. Virchow, Knörde, Fischbeck, v. Reibniz als Redner angezeigt gelangte zur Annahme, obgleich der Landwirthschaftsminister Frei- find. herr von Hammerstein ihn für unannehmbar erklärte. Im Eine Frauen Protestversammlung für Berlin ist auf übrigen wurde die Vorlage unverändert genehmigt. Gegen die in nächsten Dienstag einberufen. Mit dieser Bersammlung soll eine diefer Borlage enthaltene Forderung von zwei Millionen für große Agitation unter den Frauen bezüglich ihres Vereinsrechts er den Bau von Kornhäusern erhob Abg. Broemel( frf. öffnet werden.( Siehe den Aufruf unter Partei- Nachrichten in Bg.) Widerspruch, da man erst die Erfahrungen mit den bisherigen dieser Nummer.) Rornhäusern abwarten müßte. Die Agrarier bestanden jedoch auf Cipriani wird von einigen Blättern als Anarchist" dieser neuen Liebesgabe unter der seltsamen Motivirung, daß die bezeichnet. Das ist unrichtig. Cipriani ift Sozialist, wohnte Bewilligung nöthig sei, gerade weil man noch weitere Erfahrungen als Sozialist dem internationalen Sozialisten Kongreß von fammeln müßte. Man sieht, an Gründen fehlt es den Herren 1889( zu Pari 3) bei. Er ist aber Gefühlspolitiker und einer Am Montag stehen nur kleinere Vorlagen auf der Tages. jener Revolutions- Romantifer, wie sie auch in Frankreich und Italien nachgerade sehr selten geworden sind. Möge er von Das Herrenhaus nahm heute die Gesetzentwürfe betreffend seinen schweren Wunden genesen! Abänderung des Gesetzes über die Fürsorge für die Wittwen und Waisen der unmittelbaren Staatsbeamten und betreffend Regelung der Richtergehälter in der vom Abgeordnetenhaus beschlossenen Fassung an. In der ferner zur Berathung stehenden Städte Ordnung Land gemeinde Ordnung für Hessen Nassau wurde gegenüber den Beschlüffen des Abgeordnetenhauses eine Aenderung ge Damit ist der Instanzenweg für die in Effen vertroffen. Nach§ 45 der Landgemeinde- Ordnung in der Faffung der urtheilten Männer end giltig erschöpft. G3 müßte denn sein, Regierungsvorlage tann in Landgemeinden mit mehr als 1200 Gin- daß die Bertheidiger es für möglich halten, noch weiteres Material wohnern durch Ortsstatut ein tollegialischer Gemeindevorstand ein- herbeizuziehen und den Kampf ums Recht durch einen nochmaligen geführt werden. Das Abgeordnetenhaus hat diese Bestimmung Wiederaufnahme- Antrag fortzuführen. bahin abgeändert, daß in Landgemeinden mit mehr als 500 Ein- Der ablehnende Bescheid des Oberlandesgerichts wird allent wohnern ein kollegialischer Gemeindevorstand gebildet wird halben mit größter Verwunderung aufgenommen und daß auch in fleineren Landgemeinden durch Ortsftatut ein werden. Nach allem, was bekannt geworden ist über die That des solcher Vorstand eingesetzt werden kann. Das Herrenhaus hat Münter und über die ganze Art des Verfahrens bei der erstmaligen die Regierungsvorlage wiederhergestellt und nur die Beschränkung Gerichtsverhandlung, erwartete man allgemein, daß einer neuen Jede provisorische Verlängerung auf grund der bisherigen auf die Landgemeinden mit mehr als 1200 Einwohnern fallen laffen; Berhandlung des Prozesses stattgegeben werden müßte. Weiteste Beitragszahlungen ist ein reeller finanzieller Gewinn für Ungarn, es soll also in allen Landgemeinden ein kollegialischer Gemeinde Kreise des Volkes hinaus über die Partei, hinaus über die Partei, welcher woraus sich die Haltung der ungarischen Presse erklärt. vorstand eingeführt werden fönnen. Infolge dieser Aenderung muß die Berurtheilten angehören bemühten fich um ihr die Vorlage verfaffungsgemäß nochmals an das Abgeordnetenhaus Geschick und glaubten zuversichtlich, daß der zurück. Aus der Debatte ist nur die Schärfe erwähnenswerth, mit irrige Richterspruch von Essen geändert werden Bern, 22. Mai. Der Bundesrath ist für den 8. Juni eins der fich der Minifter des Innern Freiherr v. d. Nece für müßte und geändert werden würde. berufen. Die Verstaatlichung der Eisenbahnen wird alsdann zur das Dreitlassen Wahlsystem bei Rommunalwahlen aus Wenn es nun anders gekommen, wenn Schröder und feine Berathung gelangen. Der Ständerath hat der Verstaatlichung fprach. Unglücksgefährten ihre Strafzeit vollenden sollen, so wird doch bereits zugestimmt.-Montag: Kleinere Vorlagen. im Volt die Ueberzeugung fortdauern, daß Bern, 20. Mai.( Eig. Ber.) Die Bundesversammlung Die Aussichten des Kuebelgefehes. Am Montag foll biefelben unschuldig im Rerter leiden. wird die Sommersession am 7. Juni beginnen. In vers Dr. Dewalt seinen Bericht in der Kommission verlesen. Am Mitt Wenn Schröder und seine Genossen in nicht mehr ferner schiedenen bundestreuen Kantonen werden dieses Jahr 50jährige woch soll die Kommission über den Bericht nochmals debattiren. Zeit wieder in die Freiheit zurücktreten, so wird die Erinnerungsfeiern an den Sonderbundsfrieg von 1847 Da wäre Gelegenheit zu allerlei„ Schiebungen". Bis jetzt stehen nt heilnahme des Boltes an ihrem Geschid veranstaltet. In St. Gallen fand eine solche bereits am Dienstag aber die Nationalliberalen firamm." Die Rationalliberale und die Heberzeugung ihrer Unschuld sie über statt, veranstaltet von der liberalen Partei, der auch Demokraten niemals. ordnung.B und = Deutsches Reich. Die Wiederaufnahme des Prozesses gegen Schröder und die mit ihm wegen Meineids Verurtheilten ist vom Oberlandesgericht Hamm abgelehnt worden. Mit anderen Worten heißt das, daß Präsidium und Reichstags mehrheit nachgiebig sind, der Behandlung der Dringlichkeitsanträge den ihnen gebührenden Vorrang bei der Verhandlung nicht zu gestehen und auch die namentliche Abstimmung über den Antrag des Genossen Da3zyn3li wegen Deffentlichkeitserklärung der Berhandlungen des Wahlprüfungs- Ausschusses hinausschieben wollen. Man kann sich daher auf Fortsetzung der Obstruktionsszenen gefaßt machen. Graf Badeni sol übrigens die Befugniß für Bertagung des Abgeordnetenhauses in Händen haben. -An der Debatte im Adreßausschusse betbeiligte sich Genosse Kiefe wetter, der Vertreter unserer Fraktior, mit einer in der Wiener Arbeiter- Zeitung" drei Spalten füllenden Ers tlärung, die als ein meisterhaftes, energisches parlamentarisches Aktionsprogramm für Desterreichs Sozialdemokratie gelten fann Ungarn. Budapest, 22. Mai. Das Abgeordnetenhaus hat in feiner heutigen Sigung den allgemeinen Gesezentwurf über die e organisation der Schwurgerichte angenommen. Budapest, 22, Mai. Die Blätter erörtern die Noth. wendigkeit eines Ausgleichsprovisoriums, da die parlamentarischen Verhältniffe in Desterreich es als fraglich ers scheinen ließen, ob der Ausgleich, selbst wenn in der Quotenfrage eine Einigung zwischen den beiden Regierungen zu ftande fäme, rechtzeitig erneuert werden könnte. Schweiz. werden. Afrika. Deiwohnten. Die Redner vermieden mit Talt jede schroffe Wendung) Der Minister des Aeußern, Herzog von Tetuan, hat infolge des sprechende Ortstlaffeneintheilung nicht ausschließlich die Servis gegen die damaligen Sonderbündler, die heutigen Ultramontanen, Bwischenfalls mit dem Senator Comas feine Entlassung getlaffen als maßgebend betrachtet werden, und daß demgemäß das Die ja ihrerseits bei jeder eidgenössischen Voltsabstimmung Gelegenheit nommen. Der Ministerpräsident Canovas übernimmt vorläufig Gesez geändert wird". Wenn Köln in eine höhere Klasse versetzt nehmen, fich für ihre Niederlage durch Opposition und Obstruktion das Portefeuille des Aeußern. wird, werden mehrere gleichftehende Städte dasselbe verlangen und au rächen. Dieser tiefe Haß gegen den Bund dürfte durch die mit Recht, und daraus würde für Preußen und das Reich eine besagten Erinnerungsfeiern allerdings nicht gerade abgeschwächt Vor drei Jahren, anläßlich des Handlanger: telegraphirt: Die feit zwei Tagen hier veranstalteten Kundgebungen - Judenverfolgungen in Algier. Aus Dran wird Mehrausgabe von 6 Millionen M. entstehen. Abg. Hammacher( natl.): Man nimmt allgemein an, daß es Krawalls, erließ die Berner Kantonsregierung das in gegen die Juden haben zu 19 Verhaftungen geführt. Die Garnison sich bei diesem Gefeßze um eine Regulirung des Wohnungsgeldzuschusses der demokratischen Republik ganz merkwürdige Verbot des ist tonfignirt. Nachdem der gestrige Tag verhältnißmäßig ruhig ge- handelt, während nur von der Renderung des Servistarifs die Rede Tragens der rothen Fahne. Da sie dem Verbot zum wesen war, steigerte sich gegen Abend die Aufregung wieder. Ein ift. Daher erklären sich die vielen Petitionen. Es handelt sich Troz bei der diesjährigen Maifeier getragen wurde, entspann sich Mann namens Mardochai feuerte aus seinem Hause auf die Menge hauptsächlich um die Regulirung der Servistarife, namentlich für hierüber in der bürgerlichen Bresse eine Diskussion, in welcher der und verwundete einen Menschen tödtlich. Mardochai wurde ver- die kleineren Ortschaften, in denen die Quartierlaſt drückend liberale( freisinnige)" Bund" die Aufhebung des Berbots verlangte. haftet. Mehrere andere Personen wurden leicht durch Revolver- empfunden wird, nicht um die größeren Städte. Deshalb muß die Das geschah denn auch, aber trotzdem ist Genosse Egenter, welcher schüsse verletzt. Auch in dem Dorfe Cassaigne sind gegen die Juden Frage des Wohnungsgeldzuschusses besonders erledigt werden. die Fahne getragen, angeklagt und wegen Uebertretung des Berbots gerichtete Unruhen ausgebrochen; die Araber plünderten dort die Abg. Trimborn( 3): Köln muß in die Klasse A versett zu 100 Fr. Buße verurtheilt worden. Gegen das Urtheil ist Rekurs käden der Juden. werden. ergriffen.Staatssekretär Graf Posadowsky: Wenn Köln in eine höhere Frankreich. Servistlaffe kommen soll, dann bliebe nichts anderes übrig, als die Paris, 22. Mai. Lanterne" meldet unter dem Titel: Gin Vorlage in die Kommission zurückzuvermeisen, um in ähnlichen Fällen neuer Standal", namens des Ministers des Innern habe ein auch ungerechtigkeiten zu beseitigen, Polizeiagent dem früheren Faktotum Artons, Bastellica, 60 000 Fr. angeboten. Belgien. Brüssel, 22. Mai. Der belgische Senat lehnte gestern mit 45 gegen 21 Stimmen und 3 Stimmenthaltungen einen Antrag betreffs Organisation einer Befragung des Landes, ob das Los faufsystem beibehalten oder abgeschafft werden soll, ab. " Aus Algier wird telegraphirt: Die antisemitischen Unruhen in Mostagenem bei Dran haben sich nunmehr auch auf die umliegenden Ortschaften ausgedehnt. In der ganzen Umgegend werden die Juden überfallen und mißhandelt. Nach den bedrohten Ort fchaften sind Truppen abgesandt worden. Aus Dran wird auch noch gemeldet: Bahlreiche arabische derungen zu verhindern, werden große militärische Maßnahmen geBanden sind in den Dörfern der Umgebung erschienen; um Blüntroffen. Amerika. Die Versehung von Köln in eine höhere Servistlaffe wird ab gelehnt, ebenso die meisten andern Anträge. Angenommen wurde das Bersehung von Marne aus der fünften in die vierte Klasse; dem gegen dem Antrage Klose gemäß die Versehung von Leobschütz aus der dritten in die zweite Klasse, dem Antrage Thomas gemäß dies Antrag Rickert gemäß die Verseßung von Ohra aus der vierten in dritte Klaffe. die buite 6 hr wird die weitere Berathung der Borlage, soweit sie den Servistarif betrifft, vertagt. Zur Geschäftsordnung bemerkt Abg. Levehow( t.): Ich habe mich über die Obstruktion Washington, 21. März. China hat auf dem Weltpoft England. Kongreß die Absicht erklärt, dem Weltpostverein beizutreten, die -Im parlamentarischen Ausschuß für die Unter- Feftfezung des Beitpunktes ist vorbehalten. Auch Korea will den fuchung der südafrikanischen Frage, welcher feine Tagungen fort- Weltpoft- Bertrag unterzeichnen. Die Anschlußerklärung des Oranje bauernd weiterführt, tam es am Freitag zu einem bemerkenswertben rei ft a at 3 ist in Borbereitung. Zwischenfall, durch den der radikale Abg. La bouchere, welcher Rußland und Britisch- Indien haben in der Rom- au beschweren, die bei der Junungsvorlage heute getrieben ist. Ich bekanntlich sehr scharf mit Cecil Rhodes und der Chartered mission die Absicht erklärt, der internationalen Postpacket UebereinCompany ins Gericht gegangen ist, start mitgenommen funft beizutreten. wurde. Labouchere sprach gegenüber dem Zeugen Harris die " Reichstag. 13 Aunahme aus, daß derselbe mit einem Baiffiers Syndikate zum Verkauf von Aktien der Chartered Company in Verbindung gestanden habe. Harris wandte sich hierauf an die Gesammtheit 227. Sigung vom 22. Mai 1897, 12 Uhr. des Ausschusses und verlas Auszüge einer Rede Labouchere's im Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher, Brefeld. Unterhause vom 8. Mai vorigen Jahres und eines in der Die zweite Berathung des Gesetzentwurfs wegen Aenderung Truth" vom 7. August vorigen Jahres erschienenen Artikels, der Gewerbe- Ordnung( Handwerkervorlage) wird fortgesetzt. int welchem Labouchere sich zu zit beweisen anheischig geNach§ 100 a follen die Betheiligten zur Abstimmung über die macht hatte, daß Harris und Beit mit einem derartigen Bildung einer Zwangsinnung durch ortsübliche Bekanntmachung Syndikat in Zusammenhang standen. Harris erklärte dies in oder besondere Mittheilung eingeladen werden. heftiger Weise als eine durchaus böswillige unwahrheit und forderte Abg. Kopsch( frs. Vp.) will nur die besondere Mittheilung Labouchere auf, seine Beweise vorzubringen. Labouchere erwiderte zulaffen. mit leiser Stimme, er werde dem Ausschusse eine Anzahl Fonds= Geheimrath Wilhelmi hält die Benachrichtigung jedes einzelnen maller mit Namen beichnen. Hierauf wandte sich Harris zum Gewerbetreibenden für zu zeitraubend und zu viel Schreibwert er Präsidenten Jackson und sagte, daß Labouchere, obgleich er einer fordernd. feiner Richter sei, erst vorige Woche im„ Gaulois" einen mit seinem Ofanu( natt.): babe viele Beugen, daß eine Anzahl von Mitgliedern dieses Hauses von der linken Seite draußen geblieben( Zustimmung rechts.) und dann in den Saal gekommen ist. Ein solches Verfahren ist rücksichtslos gegen die Mitglieder des Hauses und verstößt gegen die Würde des Reichstages. Ich würde bitten, solches in Zukunft zu unterlassen. Abg. Singer( Soz.): Ich weiß nicht, woher der Abgeordnete v. Levehow den Rechts titel herleitet, sich als wahrer der Würde des Hauses hinzustellen.( Oho! rechts.) Nach meinen Erfahrungen ist Dieser Wahrer der Präsident. Im übrigen konstatire ich, daß meine Freunde fich an der Abstimmung betheiligt haben. Abg. Speiser( füdd. Vp.) stellt fest, daß er und der Abgeordnete Ehni( Bp.) nach Schluß der Auszählung den Saal betreten haben, ohne zu wiffen, um was es sich handelte. : Abg. v. Levehow( t.): Der Abg. Singer hat nicht das Recht, mir vorzuhalten, was ich zu thun und zu laffen habe. Seine speziellen Parteifreunde meinte ich nicht, auch nicht die Abgg. Speiser u. Ehni, von denen ich wohl weiß, daß sie zu spät gekommen Namen gezeichneten Artikel veröffentlicht habe, in welchem gefagt fehr ftrenge Borschriften gegeben hat, so sollte man auch für die ind. Ich meinte andere Mitglieder der Linken; ich könnte Namen. sei, die Untersuchung habe den Beweis geliefert, daß die wichtige Frage der Errichtung einer Zwangsinnung die Formalihauptsächlichsten Förderer des Jameson'schen Einfalls Per- täten strenge handhaben und sämmtliche Gewerbetreibenden befonen gewesen seien, welche bereits das Anlage suchende nachrichtigen, zumal fie nachher zu den Koften sämmtlich beizutragen Publikum durch die Gründung fauler Gesellschaften gerupft hätten. haben. In der zusammenberufenen Versammlung entscheidet nur Labouchere erklärte hierauf, er sei bereit, dies zu beweisen. Hierauf Mehrheit der Anwesenden. Es kann also nicht vorkommen, daß die wurde die Deffentlichkeit der Verhandlung ausgeschlossen, während Mehrheit der Betheiligten gegen die Zwangsinnung ist und dennoch der Ausschuß die Sachlage berieth. Bei der Wiederaufnahme der eine solche gebildet wird. öffentlichen Verhandlung erklärte der Präsident, der Ausschuß verurtheilte Labouchere's Verhalten, daß er, so lange die Untersuchung im Gange fei, Erörterungen über die Zeugen veröffentlicht habe. Der Ausschuß nehme von der Able uguung Harris' Att und es sei Labouchere's Aufgabe, dem Widerspruche desselben zu begegnen. Dem Unterhause lag am Mittwoch ein Gesetzentwurf der Vertreter von Wale 3 zur Berathung vor, welcher bezweckt, die Landfrage in diesem Theile Großbritanniens zu regeln. Die Agrar verhältnisse in a les sind ähnlich denen in Irland. Hier wie dort haben die englischen Grundherren sich von jeher in der Rolle ber Eroberer gefühlt. Seit Jahrhunderten haben ste ihre Bächter in jo fchamloser Weise ausgebeutet, daß, wäre in englischen Grafschaften ähn liches geschehen, das Gesetz längst eingegriffen haben würde. Der Antrag der wallisischen Abgeordneten ging dahin, daß den Pächtern gegen eine angemessene( fair) Rente auch eine gewiffe Sicherheit des Pacht verhältnisses garantirt werden müffe. Streitigkeiten, die aus den Bachtverträgen refultiren, sollten besonderen( Agrar-) Gerichtshöfen unterbreitet werden. Der Antrag ist mit einer Majorität von 124 Stimmen abgelehnt worden. Früher oder später aber, so meint der Daily Chronicle", muß etwas geschehen, denn die Unzufriedenheit mit den Agrarverhältnissen in Stadt und Land wird eine immer größere. Italien. Der Prozeß gegen den Attentäter Acciarito wird, wie man uns ans Rom meldet, am 28. d. M. vor dem bortigen Schwurgericht stattfinden. Es soll sich jetzt herausgestellt haben, daß Acciarito ein sogenannter anarchistischer Sozialist"(?) ist, der zu den Förderern(?) des in Ancona erscheinenden anarchistischen Blattes Agitazione" gehörte. Acciarito hat in der Borunterfuchung zugegeben, daß er die Absicht hatte, den König zu tödten, aber er erflärt beharrlich, daß er keinen Mitwisser und feinen Helfer gehabt habe.( Das erwähnte Blatt„ Agitazione" ist das Organ eines fozialwissenschaftlichen Vereins. Es sind nur sechs Nummern davon erschienen, die fämmtlich heftige Angriffe gegen die Sozialisten und ihre Tattit enthalten.) am Abg. Benoit( frf. Bgg.) erklärt, daß seine Parteigenoffen sämmt lich bei der Auszählung zugegen gewefen find. Schluß nach 612 Uhr. Nächste Sigung Montag 12 Uhr ( Servistarif, Handwerker- Vorlage und Novelle betr. die Konfettionsarbeiter). Parlamentarisches. Abg. Richter( frs. Bp.): Da der Handelsminister selbst auerkannt hat, daß eine Zwangsinnung nicht gedeihlich arbeiten kann, Beamtenbesoldung in der Reichstags: Kommiffion. Ueber wenn die Mehrheit der Angehörenden derselben widerstrebt, so das Gesammtergebniß der Berathung der Beamtenbesoldungs- Vermüßte auch hier dafür gesorgt werden, daß eine Zwangsinnung nur besserungsvorlage in der Budgetkommiffion des Reichstages geht der gebildet werden kann, wenn die Mehrheit der Betheiligten, nicht Köln. Volksztg." folgende Zusammenstellung zu: blos der zufällig Anwesenden dafür ist. Mindestens müßte jeder besonders aufgefordert werden. den Willen der Mehrheit der Betheiligten eine Zwangsinnung ge Preußischer Handelsmister Brefeld: Die Befürchtung, daß gegen bildet werden könnte, halte ich nicht für zutreffend, sonst würde ich der Henderung des§ 100a zustimmen. Die Regierung will teine der Menderung des§ 100a zustimmen. Die Regierung will teine 3wangsinnung gegen den Willen der Mehrheit der Betheiligten entstehen lassen. aber den Unterbehörden wird doch sehr viel Spielraum gelaffen. E Abg. Richter: Der Minister mag den besten Willen haben, besteht keine Sicherheit, daß die Betheiligten auch wirklich Kenntniß von den Vorgängen erhalten. Tariftlaffe d. geldzuschusses Wohnungs 4714 4.714 Betrifft Mehrbedarf nach Die Kommiffion der hat Vorlage Rom mission gefeht Bahl der Beamten nach Vor- Kom abgefekt lage misfion IV Heer und III Marine 2 509 700 1 748 225 Desgl. 766 475 II V besgl. Beamte 3 198 240 2 855 010 319 188 6 150 1733 1232 240 733 594 260 348 230 7 098 7 098 313 038 86 650 533 588 6 581 26 035 Beamte d. VI III Reichs bahnen Beamte 1 075 202 326 740 605 515 278 775 979 102 1 850 1 905 4.925 97 450 3 151 3 151 III Beamte d. Reichs bahnen 47 880 47 880 74 74 I u. II Höhere Beamte 120 400 113 400 Abg. Hine( 3.) meint, daß die Antragsteller eigentlich beantragen müßten, daß die Gewerbetreibenden durch ortsübliche Vu. Bekanntmachung und besondere Mittheilung aufgefordert werden müßten. Abg. Richter: Ich werde dem Rathe folgen und unseren Antrag dahin ändern. Abg. Osann: Diejenigen, welche schweigen, kann man nicht als zustimmend rechnen; wir haben ja jetzt die schlimme Erfahrung erst mit der schweigenden Regierung gemacht. Die Abstimmung bleibt zweifelhaft, weil bei dem Hereinströmen von Mitgliedern aus den Vorräumen des Saales jede Ueber ficht fehlt. ftimmung vor. Präsident v. Buol schlägt deshalb die Wiederholung der Abdes Hauses statt, welche die Anwesenheit von nur 161 Mitgliedern, Nach längerer Geschäftsordnungs- Debatte findet die Zählung also die Beschlußunfähigkeit des Hauses ergiebt. Tagesordnung auf 1 Uhr 50 Min. an. Präfident v. Buol beraumt die nächste Sigung mit derselben Schluß 1 Uhr 20 Min. Schluß 2 Uhr 5 Minuten. Nächste Sigung 2% Uhr.( Servis 229. Sigung. 21/2 Uhr. 7 000 287 237 19 830 47318 591 0151874 3851 613 843 23 293 4667 bleibt ab 739 458. Mehr 28 474. Partei- Nachrichten. Aufruf! Genoffinnen! Die Nothwendigkeit eines unbeschränkten Vereins und Versammlungsrechts macht sich den proletarischen Frauen immer bringender fühlbar. Die Arbeiterinnen bedürfen feiner, - Die tolonialpolitische Debatte wurde um unbehindert durch Nücken und Tücken sich gewerkschaftlich Freitag in der Deputirtenkammer fortgesetzt. Der frühere Finanz228. Siung. 1 Uhr 50 Min. organifiren und durch die Macht der Vereinigung für beffere minister Sonnino wandte sich gegen die Politit der Regierung. Antrag Richter wiederholt. Dieselbe bleibt wiederum zweifelhaft, fchiedslos bedürfen seiner, um zur Wahrung ihrer Intereffen als Bei Wiedereröffnung der Sigung wird die Abstimmung über den Arbeitsbedingungen fämpfen zu können. Die Proletarierinnen unter Er sei mit der Aufgabe Gaffala's einverstanden, aber nicht mit und die Zählung ergiebt die Anwesenheit von 178 Mitgliedern, von Frauen und als Angehörige der ausgebeuteten Klaffe theilzunehmen einer Räumung der übrigen Kolonien. Wenn, wie Fachleute be- denen 113 mit Nein und 65 mit Ja stimmen.( Lebhafte Rufe rechts: an dem politischen Leben, an den politischen Kämpfen unserer Tage. baupten, zwei starte Forts auf der Hochebene genügen, um das Und das war zweifelhaft?!) Prestige und den Einfluß Italiens aufrecht zu erhalten, Der Befig einer unverfümmerten Vereins- und Versammlungsso tönne man doch nicht glauben, daß dies für Italien tarif.) freiheit ist eine Borbedingung für die politische Gleichberechtigung unmöglich fei. Mit der Politik, die der des weiblichen Geschlechts, für die fraftvolle Betheiligung breiter Kammer Dor gefchlagen fei, würde Italien auf jede Kolonialpolitik ver Maffen proletarischer Frauen an dem Befreiungstampfe ihrer Klasse. zichten und fich Die zweite Berathung des Gesezentwurfs betreffend den hauptsächlich Daß eine den Interessen der Frauen gerecht werdende Reform England gegenüber Servistarif und die Klasseneintheilung der Orte der Vereins- und Bersammlungsgesetze dringend nöthig ist, wurde biskreditiren. Im Namen des Prestige der Monarchie, der beginnt mit dem lehteren Abschnitte. Die Kommiffion hat im Reichstage wiederholt von Angehörigen aller Parteien zugegeben. Moral der Armee und der höchsten Jutereffen des Vaterlandes bitte beschlossen, 85 Ortschaften in höhere Servistlaffen zu versehen, In einem Lande, wo es gegen sechs Millionen erwerbsthätiger er, die Angelegenheit ernst zu erwägen. Ein Land könne ohne Ideale außer denen, welche nach der Regierungsvorlage in andere Klaffen Frauen giebt, muß das weibliche Geschlecht das Recht besitzen, nicht bestehen. Er beantrage, die Angelegenheit aufzufchieben, bis verfekt werden solten. Es werden von der zweiten in die erste durch Vereine und Versammlungen feine Interessen wahren zu die schwebenden Fragen mit dem Negus geregelt feien. Nach Klaffe versetzt: Altendorf, Geestemünde, Gleiwitz, Halberstadt, Lehe, tönnen. Troßdem ist seitens der Gesetzgebung nichts, aber auch weiterer Begründung der Tagesordnungen, namentlich derjenigen Neu- Ulm, Solingen und Wandsbek; von der dritten in die zweite gar nichts in der Richtung der erforderlichen Reform geschehen. des früheren Ministers Colombo, welche darauf hinauslief, das Klaffe: Burg, Hirschberg und Kreuznach; von der vierten in die Mehr noch, die preußische Regierung erstrebt eine Verböserung des afrikanische Programm der Regierung als Anbahnung zur voll- dritte Klaffe: Aue- Erzgebirge, Blankenese, Broich, Eichstätt, Gerres Vereins- und Versammlungsgesetzes, die sicherlich zu einer weiteren ftändigen Aufgabe von Erythräa anzusehen, wurde die Weiterheim, Gummersbach, Hechingen, Hilben, Langenberg, Malmedey, Nieder- Verschlechterung der einschlägigen Verhältnisse auch in den anderen berathung vertagt.lahnstein, Oldesloe, Rheine, Saalfeld, Sigmaringen und Uerdingen; Bundesstaaten führen wird. Die proletarischen Frauen, als Spanien. Ferner aus der fünften in die vierte Klaffe: Gifhorn, Hachenburg, zwiefach Hechtlose, werden am härtesten unter jeder weiteren EinHadamar, Jarotschin, Refselstadt, Lüdinghausen und Preußisch- schränkung des Vereins- und Versammlungsrechts zu leiden haben. Friedland. Genossinnen! Wir erachten in der Folge eine allgemeine und vor, einzelne Städte in höhere Servistiaffen zu bringen. Außerdem liegen von einzelnen Abgeordneten noch 42 Anträge einheitliche Agitation für die volle Vereins- und Versammlungsfreiheit der Frauen in diesem Augenblick für dringend geboten. Auf Abg. Schulze- Henne( natl.) will Camen von der vierten in den Schlag der Gegenschlag! Wir fordern Euch deshalb auf die dritte und Fröndenberg von der fünften in die vierte Klasse dafür zu sorgen, daß in nächster Zeit in Städten und IndustrieEin Minister, der Ohrfeigen im Parlamente bringen. zentren öffentliche Frauenversammlungen stattfinden mit ver austheilt. Aus Madrid liegen eine Reihe von Depeschen Der Antrag wird abgelehnt. Tagesordnung: Die Forderungen der proletarischen Frauen über die merkwürdigen Vorfälle im Senat vor, denen wir das Abg. Trimboru( 3) tritt dafür ein, daß Köln und Leipzig von betreffs des Vereins- und Versammlungsrechts." In diesen folgende entnehmen: Als der Minister des Aeußeren Herzog von der Klaffe I in die Klasse A verfegt werden sollen. Versammlungen sollen Eure Forderungen formulirt, foll Eurerseits Tetuan dem Senator Comas auf eine Anfrage in betreff des Be- Staatssekretär Graf Posadowsky: Der Wohnungsgeldzuschuß Protest erhoben werden gegen das begonnene Attentat auf die schlusses des Senats in Washington, durch welchen beide Parteien soll einen Zuschuß zur Deckung der Miethegebühren bilden. Bei politischen Freiheiten des Volkes. Wir empfehlen Euch, in allen auf Ruba als friegführende anerkannt werden, antwortete, ent der Gestaltung der Servistlaffen fommt es aber nur darauf Versammlungen eine entsprechende Resolution zur Annahme zu wickelte sich ein heftiger Wortkampf. Beim Verlassen des Saales an, ob bie Säge, welche für die Natural- Quartiers bringen und diese zusammen mit der Angabe der Zahl der Anwurde die Angelegenheit zwischen dem Minister und den liberalen leiftungen gezahlt werden, ausreichend find oder oder nicht. wesenden der unterzeichneten Vertrauensperson einzusenden zum Senator wieder aufgenommen. Der Minister ohrfeigte Diese Quartierleistungen rechtfertigen aber eine Erhöhung Zwecke der Zusammenstellung und Uebermittelung an die sozialden Senator und es entstand ein großer Standal. Die der Entschädigung nicht. Die Bemeffung des Wohnungs demokratische Reichstags Fraktion. Der Text einer solchen Sigung wurde zeitweise aufgehoben. Die liberale Minorität des gelbzuschusses muß nach anderen Grundfähen erfolgen; die Rome Resolution wird demnächst veröffentlicht. Es ist weiter rathfam, Senats beschloß, den Sigungen nicht weiter beizuwohnen, bis ihr mission hat daher eine Resolution einzubringen beschlossen, daß für die Versammlungen je einer bestimmten Gegend zeitlich einander und dem Senator Comas Genugthuung gegeben sei. die Bemessung der Höhe des Wohnungsgeldzuschusses und die ent möglichst folgen zu laffen, um Beit, Kräfte und Mittel zu sparen. Madrid, 21. Mai.( Deputirtenfam mer.) Der Minister präsident Canovas erklärte in Beantwortung einer Anfrage des Deputirten Moret, er hoffe, der Präsident der Vereinigten Staaten werde der Anficht sein, daß die Erklärung des Kriegszustandes bei einer befreundeten Nation nicht dem Senate, sondern der ausführenden Gewalt zustehe. 0 Genoffinnen von Orten, denen keine Referentin oder kein Referent| bestehen also gegenwärtig zwei Streifherde in Oberschlesien: Myslo-| Organisation auszutreten, ehe sie sich in Unterhandlungen einlaffen gur Verfügung steht, thun gut, sich möglichst bald an die unter- wiß und Czerniz. wollen. Schon vor drei Monaten hatte der neutrale" Verein geichnete Vertrauensperfon wegen Zuweisung rednerischer Kräfte zu wenden. Genofsinnen! Wir legen Euch dringend ans Herz, Eure ganze Energie und Opferfreudigkeit auszubieten, um den Erfolg der Agitation zu sichern. Beweist allerorten, daß Ihr zielklar für Eure Rechte und für die Befreiung Eurer Klasse zu kämpfen versteht. Der Geldsacksgewalt zum Troy, dem Kapitalistenstaat zum Troy! Mit sozialdemokratischem Gruß! Neber den Tischlerstreik in Stettin wurde uns am Sonn-( nicht die sozialistische Organisation) den Unternehmern Forderungen abend mitgetheilt: Nach Angabe der Lohnkommission in der Ber- unterbreitet, ohne einer Antwort gewürdigt zu werden. Es sind abend mitgetheilt: Nach Angabe der Lohnkommission in der Ver: dann auch die Neutralen, welche zuerst den Streik erklärten, ammlung am Freitag sind für diese Woche zu unterſtüßen: der Bewegung beigetreten; die sozialistische Organisation unterstützt 197 Verheirathete mit 299 Kindern und 106 Ledige. Auf den Werften konnten im Laufe der Woche wieder 25 Streifende Ausständigen aufgefordert worden, keine Reparaturen an Antwerpener fie. Die Metallarbeiter auf den englischen Werften sind von den untergebracht werden, während 18 abgereist sind. Da die Innung jede Verhandlung mit den Streifenden ablehnt, hat Schiffen auszuführen. sich die Lohnkommission brieflich an die Meister gewandt, aber nur ben Generalstreit aufzuheben und Montag, den 24. d. M., bei allen Unternehmer- Verbände. zwei Antworten sind eingegangen. Die Lohnkommission beantragte, Das Syndikat deutscher Grobblech Walzwerke ist, wie aus Meistern, die die Forderung bewilligen, die Arbeit aufzunehmen. Essen telegraphirt wurde, am 21. Mai in einer dortigen VersammAls Reichstags- Kandidat für den 6. mecklenburgischen Wahl- Weiter empfahl die Lohnkommission, die von den Meistern be- lung von Bertretern solcher Werke definitiv gegründet worden. Siz freis Güstrow tibniz ist von den Parteigenoffen in Güstrow willigten Affordsäße für Baumöbel- und geschweifte Arbeit unter des Synditats ist Essen; Berkaufsstellen werden in Berlin und der Tischler G. Knappe aus Stettin aufgestellt. Der frühere der Bedingung anzuerkennen, daß die Meister für Möbelarbeiten Saarbrücken errichtet werden. Kandidat, Genosse Randt, war aus Gesundheitsrücksichten ge- Kehlstöße und Gefimsleisten liefern. Nach längerer Debatte wurde nöthigt, auf die Kaudidatur zu verzichten. mit 119 gegen 61 Stimmen die Aufhebung des Generalstreiks beschlossen. Frau M. Wengels, Vertrauensperson, Berlin. Die Redaktion der Gleichheit", Stuttgart. Die Arbeiterpresse wird um Abdruck gebeten! 5 " Aus dem Reiche König Stumm's. Aus Saarbrücken wird uns geschrieben: Bei einer Besprechung der hiesigen Parteigenoffen, betreffend die Stellung zur Reichstagswahl im nächsten Jahre, wurde Genosse Emmel in Saargemünd wieder zum Kandidaten bestimmt. Dann wurde über die Kaffenverhältnisse am Drte verhandelt. Von dem Kassenbestand, der 41,92 m. betrug, überwies man 30 M. der Parteikasse, und weiter wurde beschlossen, daß von jetzt an jeden Monat 10 M. an die Hauptkasse gesandt werden sollen. 8 " " 5 Steppengebieten Soziales. 94 188 750 9442 590 9 723 553 5 731 732 • 3 415 174 4 175 101 6412 . Die Gesammtbevölkerung des russischen Reiches betrug Beim Tischlerstreik in Rostock handelt es sich um die Durch nach den vorläufigen Ausweisen der Zählungskommiffionen in: führung folgender Forderungen: 3 Pf. Lohnaufschlag pro Stunde, 50 Gouvernements des europäischen Rußland 5 Pf. Extra- Ausschlag für die Ueberstunde, Sonnabends neunstündige 10 des Zarthums Polen. Arbeitszeit( um 6 Uhr Feierabend und Auszahlung des verdienten 11 des Kaukasus Sibiriens mit Sachalin obnes), Sicherung des vereinbarten Lohnes bei Akkordarbeiten, Anschaffung von Lohnbüchern. Die Forderungen wurden am 1. resp. 3. Mai mit dem Bemerken vorgelegt, daß sie am 17. Mai in traft treten follten. In den Geschäften, wo Kündigung bestand und wo die Forderungen nicht bewilligt wurden, wurde sofort gekündigt. Das Zentral Agitationskomitee für Sachsen besteht nach Nach der letzten Nachricht haben 19 Unternehmer, die 34 Tischler feiner Neuwahl aus den Parteigenoffen Leopold Breslauer, beschäftigen, alle Forderungen beivilligt. 95 Tischler stehen im Emil Eichhorn und Ernst Schulze in Dresden. Alle Streif. In 25 Werkstätten, wo ca. 50 Tischler stehen, wird noch Sendungen find zu richten an Emil Eichhorn in Dresden- Altstadt, bis zum Ablauf der Kündigung beziehentlich bis zur Beendigung Ammonftr. 61. der angefangenen Arbeit fortgearbeitet. Zuzug ist streng fernzuhalten. Ju Stadtoldendorf in Braunschweig wurde der Parteigenosse Steinmetz August Meyer mit großer Mehrheit in den Gemeinderath gewählt. Polizeifiches, Gerichtliches 2c. Wegen Veröffentlichung einer Korrespondenz aus einem Brovinzialorte, die kirchliche Angelegenheiten betraf, wurde Genoffe Korn in Riel, der Redakteur der Schleswig- Holstein'schen Volkszeitung", vom Landgericht in nicht öffentlicher Sigung zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte 6 Monate beantragt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. Achtung, Tapezierer! Am Mittwoch, den 26. d. M., findet in Cohn's Festfälen, Beuthstr. 20, eine öffentliche Ver sammlung der Tapezierer statt. Diese hat den Zwed, die in beiden Organisationen angenommenen Vorschläge der Einigungs Tommission zu fanttioniren und damit die längst ersehnte Einigung der Berliner Kollegen perfekt zu machen. Kollegen, wenn daran gelegen ist, daß in Zukunft der alte Streit begraben sei, wer es aufrichtig und ehrlich mit der Arbeiterbewegung meint, der erscheine in dieser Versammlung. Alles Nähere in der Dienstag- Nummer des Vorwärts" durch Annonce. J. A.: Leo Schmidt. " Au die Maurer Deutschlands! Kollegen! Schon seit An die Maurer Deutschlands! Kollegen! Schon seit längerer Zeit befinden sich die Berliner Maurer in Lohndifferenzen mit den Unternehmern. Deffen ungeachtet ist der Zuzug nach hier andauernd ein reger gewesen, wodurch uns der Kampf sehr erschwert wird. Wir fordern deshalb die Kollegen allerorts auf, den Zuzug nach hier strengstens fernzuhalten; hauptsächlich machen wir dies den organisirten Kollegen zur Pflicht. Die Lohnkommission der Berliner Maurer. Die Barbiergehilfen haben in einer Versammlung, die Donnerstag nachts tagte, beschlossen, den Meistern folgende Forderungen zu 8 M. und ganzer Koft. 2. Neunuhr- Ladenschluß an Wochentagen Schritte befinden. Deutsches Reich. Die Arbeiter der Neptunwerft in Rostock hatten um eine Lohnerhöhung ersucht. Der Kommission, die mit der Direktion unterhandelte, ist nun der Bescheid geworden, daß sämmtlichen Arbeitern der„ Neptunwerft", welche einen Lohn bis zu 28 Pfennig pro Stunde haben, von der nächsten Lohnwoche ab eine Lohn sulage von einem Pfennig gewährt wird. Die Neptunwerft" ist nicht in der Lage, eine größere Lohnzulage zu gewähren, da sämmtliche kontrahirten Schiffs- Neubauten auf Basis der alten Lohnfäße angenommen sind." Ein Pfennig Zulage die Stunde ift grausam nobel! Die Werftarbeiter haben sich in anbetracht der Umstände damit zufrieden gegeben, gedenken aber im nächsten Jahre eine wirkliche Lohnerhöhung zu erzielen. das In Bremen ist es in der Jutespinnerei und Weberei Bremen abermals zum Bruch gekommen. Wie uns am Sonnabend durch Privattelegramm mitgetheilt wurde, find 1500 Weber und Spinner theils ausständig, theils aus gesperrt. Die Streifenden bitten um Vermeidung des Zuzugs. Adresse für Briefe 2c.: Simon Dreyers, Volksgarten. V 3 Gebieten Turkestans und Transkaspiens mit dem Amu- Darja- Gebiet und dem Pamir Russische Unterthanen in China und Buchara. Großfürstenthum Finnland. 2 527 801 Bufammen 129 211 113 Die Bevölkerungsziffer der hervorragendsten Städte betrug: Petersburg 1 267 023 Einwohner, Moskau 988 610, Warschau 614 752, Odessa 404 651, Lodz 314 780, Riga 282 943, Riew 248 750, Charkow 170 682, Tiflis 159 862, Wilna 159 852. Seit dem Volts. zählungs- Jahr 1885 hat die Bevölkerung Rußlands um etwa 20 pt. zugenommen. Die Gouvernements des Zentrums und des Zar thums Polens weisen die größte Bevölkerungsdichtigkeit auf. Dic Bevölkerungsdichtigkeit im ganzen Reiche schwankt zwischen 130 und 0,5 Menschen pro Quadratwerft(= 1,188 qkm). Die in den letzten Jahren mächtig aufblühende Industrie hat den Industriebezirken große Menschenmaffen zugeführt. Besonders groß ist das Aufblühen von Lodz. Gerichts- Beitung. Wegen barbarischer Mißhandlungen ihres vierjährigen Kindes waren der Tischler August Estel und seine Ehefrau Emilie Estel vom Schöffengericht zu einer Gefängnißstrafe von je sechs Monaten verurtheilt worden. Die geftrige Verhandlung vor der Be rufungsinstanz ergab im wesentlichen dasselbe Bild wie die frühere. Die Angeklagten gingen im Oktober vor. J. die Ehe ein. Die Frau hatte ein außerebeliches Kind, welches bis dahin in Pflege gegeben worden war. Anfangs November nahm sie es wieder zu sich und von diesem Zeitpunkt ດາ begann für das arme Kind eine wahre Leidenszeit. Wie die Zeugen bekundeten, haben In Hannover haben von 1250 Tischlern, die bei dem beide Angeklagte, zumeist aber die Mutter, das Kind in der überStreit in betracht zu ziehen sind, 950 ihre Forderungen bewilligt triebensten Weise gezüchtigt und den Rohrstock in geradezu unmensch bekommen. Mit Ausnahme von drei Werkstellen sind die Forde licher Weise gehandhabt. Die Mutter habe er an einem Tage nicht ungen nun in allen maßgebenden Geschäften durchgefeßt. Bon weniger als fieben Mal gezüchtigt. Im Februar brachten mitleidige den Zimmerern stehen noch 75 Manu im Streit. 335, die bei Nachbarn das Kind zur Wache, wo es von einem Arzt untersucht 47 Unternehmern beschäftigt sind, arbeiten zu den geforderten Be- wurde. Außer unzähligen Striemen am ganzen Körper wiesen die dingungen. Die Spinnerei- Arbeiter der Fabrik von Rabe in Halle a. G. haben sich mit den Zugeständnissen, die ihnen der Fabrikant machte, zufrieden erklärt. Zugestanden ist: Verkürzung der Arbeitszeit von 11 auf 10/2 Stunden ohne Verkürzung des Lohnes für die im Tagelohn Arbeitenden und mit 4 pGt. Zuschlag für die Attordarbeiter auständigere Behandlung( u. a. Wegfall der Anrede mit Du); Garantie der freien Ausübung des Rechtes, dem Verbande sich anschließen zu dürfen; Einrichtung von Anfleideräumen. Beine mehrere frische Wunden auf. Die Polizei veranlaßte, Kind anderweitig untergebracht wurde. Gift daß das Kind anderweitig es hat sich aber nicht nach einigen Wochen verstorben, nachweiſen lassen, daß der Tod mit den erlittenen Mißhandlungen in Verbindung zu bringen war. Der Staatsanwalt beantragte Verwerfung der Berufung, da ein Rohrstock, in solcher Weise bei einem vierjährigen Kinde angewandt, als ein gefährliches Werkzeug und die fortgesetzten Mißhandlungen als eine das Leben gefährdende Behandlung angesehen werden müßten. Der Ver theidiger, Rechtsanwalt Mosse, pläbirte für Herabsetzung der Strafe und erreichte auch, daß der Gerichtshof gegen den Ehemann auf vier, gegen die Ehefrau auf fünf Monate Gefängniß erkannte. stellen: 1. Einen Minimallohn von 11 M. und halber Kost oder mit Ausnahme des Sonnabends. 3. Theilnahme der Gehifenschaft 3. Theilnahme der Gehifenschaft Die Maurer Erfurts hatten sich mit den streikenden an der Kontrolle des Arbeitsnachweises. 4. Volle Koalitionsfreiheit. Bimmerern solidarisch erflärt. Der Arbeitgeberbund verlangte nun 5. Einen Lohn von 6 M. für Aushilfe am Sonnabend und Sonntag. in einem mit 26 Unterschriften versehenen Schreiben an den Vor Eine zehngliedrige Gehilfenkommission wurde damit betraut, zunächst sitzenden der dortigen Maurerorganisation, den betreffenden Beschluß mit der Meister organisation über deren Bewilligung in bis Freitag, den 21. Mai, zurückzuziehen, widrigenfalls am Depeschen und lehte Nachrichten. Unterhandlung zu treten. Sobald eine Antwort der Meister vor- tommenden Montag die Maurer ausgesperrt liegt, soll eine sofort einzuberufende Bersammlung über die weiteren werden würden. Eine Maurerversammlung beschloß durch Ab Dels und Liebenthal niedergegangenes Unwetter hat, wie der„ Neue Görlik, 22. Mai.( W. Z. B.) Ein über Greiffenberg, Krummstimmung mittels Stimmzettels die Ablehnung dieses Ansinnens des Arbeitgeberverbandes, und zwar mit 301 gegen 6 Stimmen, bei Görliger Anzeiger" berichtet, große Maffermengen gebracht. Infolge Der Vorstand der Bangewerks: Juuung in Branden- 2 Stimmenthaltungen. Die Aussperrung wird voraussichtlich ein, dessen sind der Queisfluß und die Delsa in raschem Steigen be Worüßenden des Innungsverbandes deutscher Baugewerksmeister, Forderungen wieder aufnehmen, deren Durchführung fie früher für Türkei ertenne bereits die Nothwendigkeit an, ihre ersten Forde burg a.. hat, wie ein Berliner Berichterstatter mittheilt, den treten. Einmal in den Kampf gedrängt, werden die Maurer die griffen. Viele Häufer stehen bereits unter Wasser. Herrn Baumeister Felisch in Berlin, um Auskunft ersucht, ob die dieses Jahr vertagt hatten. rungen bedeutend zu ermäßigen. Das Blatt spricht die Erwartung Mitglieder der Lohnkommission berechtigt sind, eine Arbeits- Einen Aufruf zu gunsten der streifenden Wäscherinnen aus, daß die Friedensverhandlungen rasch und glatt von statten Sperre über einzelne Bauten zu verhängen und gegen in Neu- Isenburg hat in Frankfurt a. M. die Ortsgruppe des gehen werden. Aufnahme der Arbeit auf solchen Bauten öffentlich in bürgerlichen allgemeinen deutschen Frauenvereins Triest, 22. Mai.( W. T. B.) Sämmtliche Arbeiter des ihrer Zeitung zu warnen. Dem Vorstande der Innung erlassen. Es heißt darin:" Sorgfältige Nachforschungen haben er- Arsenals des„ Desterreichischen Lloyd" haben die Arbeit wieder foll folgendes erwidert werden: In einem analogen hier in Berlin geben, daß ungemessene Arbeitszeit( in der Regel aufgenommen. borgekommenen Fall hatten in einem Zimmergeschäft fechs Zimmer 12-18 Stunden und darüber) bei häufig mangelhafter London, 22. Mai.( B. H.) Aus Rom wird den„ Time3" gesellen wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt, zusammen Entlohnung und Kost in feuchten Waschräumen telegraphirt, König Menelit unterhandele mit den Derwischen, um rottungen veranstaltet und auf allen Bauten der Firma die anderen oder im Bügeldunst den Arbeiterinnen zugemuthet wird. Die ein Bündniß gegen England zu schließen. Gesellen am Arbeiten verhindert. Im Vorwärts" erschien folgender Arbeiterinnen verlangen keine Lohnerhöhung, sondern nur Herab Rom, 22. Mai.( W. T. B.) Deputirtenkammer. Die Berathung Aufruf: Achtung, Zimmerer! Bei dem Zimmermeister K. in minderung der Arbeitszeit auf 12 Stunden( mit Einschluß der Tagesordnungen betreffend die Politik in Afrika wird wieder Berlin haben die Zimmerer die Arbeit niedergelegt, weil nur der üblichen Pausen) und in erster Linie Zahlung etwaiger aufgenommen. Mehrere Redner begründen ihre Tagesordnungen, 52 Pf. Stundenlohn gezahlt wurde. Der Platz ist vorläufig streng Ueberstunden; fie verlangen ferner eine beffere Behand während andere erklären, auf die Begründung der ihrigen zu ver zu meiden. Die Lohntommission. J. A.: Theodor Fischer." Auf lung, wo nöthig ausreichendere Beköstigung. Die Arbeit zichten, da die Kammer mit Ungeduld die Abstimmung erwarte. Troßgrund dieser Thatsachen stellte der Inhaber der Firma einen Straf geber nehmen diefen, wie wir uns überzeugt haben, dem begründet Cavalotti unter Aufmerksamkeit des Hauses auch im antrag bei deur Ersten Staatsanwalt und erhielt hierauf burch aus bescheidenen und gerechtfertigten Namen feiner Freunde eine Tagesordnung, in welcher erflärt folgenden Bescheid: Auf Ihre Anzeige vom 17. 6. M. Forderungen gegenüber eine fchroff ablehnende wird, daß er im Namen des Landes das Aufgeben der erythräischen theile ich Euer Wohlgeboren hierdurch mit, daß ich nicht altung ein.... Im Namen der Humanität und Gerechtig. Kolonie wünsche und der Regierung anheimgebe, dafür zu sorgen, in der Lage bin, gegen die für die Notiz verantwortlichen feit richten wir deshalb an alle edeldenkenden Bewohner Frankfurts daß der Wunsch der Nation erfüllt werde. Die Rede Cavallotti's Personen auf grund des§ 153 der G..D. die öffentliche Klage zu die dringende Bitte, den Wäscherinnen die Erreichung ihrer ge- wurde feitens der Linken und der äußersten Linken mit erheben, weil in der thatsächlichen Mittheilung eines bestehenden rechten Forderungen durch Zuwendung von Geldmitteln zu ermög- großem Beifall aufgenommen. Viele Deputirte beglückwünschten Streits mit dem bloßen Zusage:„ Der Play ist vorläufig streng zu lichen, und ferner ihren Einfluß auf die Wäschereibefizer in einem ben Redner. Ministerpräsident di Rudini ersucht die meiden", eine Verrufserklärung im Sinne dieser Strafbestimmung den Arbeiterinnen günstigen Sinne geltend zu machen." Freunde des Ministeriums, für die Tagesordnung Gallo- Rubini zu nicht zu erblicken ist. Die gewählte Fassung der Notiz schließt vorliegenden Falles auch eine Strafverfolgung wegen groben Unfugs aus, wie die Gerichte in letzter Zeit konstant erkannt haben. N. N., Ober- Staatsanwalt." Eine öffentliche Versammlung, veranstaltet von der Ortsgruppe, stimmen, welche von den Erklärungen der Regierung Att nimmt wird am Dienstag im Polytechnischen Gesellschaftshaus" Stellung und die bisher von der Regierung in der Kolonialpolitik einzu dem Ausstand nehmen. Referentin ift Frau Henriette Fürth. genommene Haltung billigt. Die Kammer schreitet sodann zur Eingeladen sind namentlich alle, die in Neu- Isenburg ihre Wäsche namentlichen Abstimmung über die von de Marini( Sozialiſt) Der Streik der Metallarbeiter in Forst i. 2. kann, wie besorgen laffen. Imbriani( radikal) und Pozzi( Rechte) eingebrachte Tagesdie Märk. Voltsflimme" mittheilt, als beendet angesehen werden. Wegen nicht genügender Solidarität eines Theils der Arbeiter, be Der Leipziger Kiften und Kofferbauer Streit hat die ordnung, besagend, die Rammer beschließt, Erythräa aufzugeben. Diese Tagesordnung wurde mit 229 gegen 140 Stimmen Die bei 9 Stimmenenthaltungen abgelehnt. von Martini ziehentlich weil die Organisation am Orte noch schwach ist, wurde Aussperrung von 28, zumeist älteren Arbeitern nach sich gefein vollständiger Erfolg erreicht. Bewilligt wurde in fämmtlichen ogen. Es sind selbst Personen hiervon betroffen, die 10 und mehr eingebrachte Tagesordnung, die Entscheidung bezüglich der afrikaniBetrieben die 1½stündige Mittagspause und 35 pCt. Zuschlag für Jahre in den Fabriten gearbeitet hatten. Zuzug von Arbeitskräften schen Frage aufzuschieben, wurde in namentlicher Abstimmung mit Ueberstunden. Die zehnstündige Arbeitszeit ist bis auf zwei Betriebe ist daher von Leipzig noch fernzuhalten. 320 gegen 58 Stimmen abgelehnt und sodann mit 242 gegen eingeführt. Ohne Arbeit sind noch 12 Metallarbeiter, darunter Aus Zwirkan wird uns geschrieben: Eine von über 94 Stimmen bei 20 Stimmenthaltungen die von der Regierung 7 Berheirathete. 400 Maurern besuchte Versammlung beschloß am Freitag, vor akzeptirte Tagesordnung Gallo Robini angenommen, nach welcher In Finsterwalde ist der Ausstand in der Spielwaarenläufig vom Generalftreit abzusehen, doch sollen die bei dem Baus die Kammer von den Erklärungen der Regierung Aft nimmt und Fabrit von Emil Weise durch Vergleich beendet. unternehmer Wolff arbeitenden 150 Maurer, die bereits vorige dieselben bewilligt. Die Sigung wurde sodann geschlossen. Woche gekündigt haben, am Sonnabend( gestern) die Arbeit nieder- Athen, 22. Mai.( B. H.) Die Regierung legte bei den Zur Aussperrung der Tischler Breslau's meldet die„ Bolts- legen. Der Vorsitzende des Maurerverbandes, Bömelburg aus Mächten und bei der Pforte Protest ein wegen des vertragswidrigen wacht", daß am Freitag zwischen der Lohnkommission und den Unter- Hamburg, war anwesend und trat in längerer Ausführung jenem Vorrückens der Türken auf Lamia. nehmern verhandelt wurde. Die Situation sei für die Streifenden Borschlag bei. Im übrigen wurde die Lohnkommission beauftragt, außerordentlich günstig, da zahlreiche Arbeitsangebote aus anderen allen anderen Unternehmern die Forderung der 10 stündigen ArbeitsOrten Schlesiens eingegangen wären. Ein großer Theil der Auszeit und einer Lohnerhöhung von 3 Pf. per Stunde zu unterbreiten. gesperrten habe Breslau bereits verlassen. Zuzug muß ftreng fern gehalten werden. Athen, 22. Mai.( B. H.) Die Blätter sind der gleichen Ans ficht wie der Ministerpräsident Ralli, daß Griechenland die Kriegsentschädigung und die Grenzberichtigung nicht annehmen könne. Sie berufen fich dabei auf die Note des Grafen Murawiew, nach der die Angreifer die Früchte des Sieges nicht ernten sollen. Die Angreifer seien doch die Türken gewesen, da das offizielle Griechenland mit den völkermordenden Räuberbanden der Heteria nichts zu thun gehabt habe. Die„ Akropolis" räth der Regierung an, bei den Friedensverhandlungen nur ihrer und des Königs Meinung zu folgen. Kanea, 22. Mai.( B. H.) Die Unsicherheit auf Kreta dauert an; infolge dessen erfolgt in der nächsten Woche die Entwaffnung Aus Oberschlesien wird uns geschrieben: Jm Ratiborer Revier In München hat der Streit der Former der Landé 3'schen ist ein neuer Streit ausgebrochen, und zwar auch dem Erzreichsch a chte bei Czernih. Diesmal handelt es sich um einen all maschinenfabrik nach 16wöchiger Dauer mit der Niederlage der Arbeiter geendet. Die Streifenden waren zum größten Theil gemeinen Ausstand. Der Erzreichschacht gehört, wie die Leogrube, wo der Ausstand kaum beendet ist, der Steinkohlen- Gewerk- längst durch andere Personen ersetzt. schaft Charlotte zu Czerniz". Die Lage der Bergarbeiter im Ratiborer Revier ist schlechter als im eigentlichen oberschlesischen Der Streit der Antwerpener Metallarbeiter hat großen Industriegebiet; vertheidigt doch fogar ein Theil der bürgerlichen Umfang angenommen. Bis jetzt feiern 1200 Mann. Die UnterPreise, die tleritale, die Streifenden und ihre Forderungen. Eslnehmer haben den Streitenden die Bedingung gestellt, erst aus der der Inselbevölkerung. Berantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Ausland. daß .19. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 23. Mai 1897. Kommunales. Tokales. Technischer Betriebsstörungen wegen kann die fällige Nummer der ,, Nenen Welt" heute nicht erscheinen. Dieselbe wird in den nächsten Tagen beigelegt werden. Die Adressen der Vertrauenspersonen der sozialdemokratischen Partei in Berlin find: 1. Wahlkreis. Chr. Bohn, Friedrichstr. 19, Hof lints 8 Tr. bei Reibe. 2. Wahlkreis. Wilh. Schlichting, Gamphausenstr. 16, Quergeb. 2 Tr. Herm. Werner, Bülowftr. 59. zu Sohn hatte fie bei einem Hauseigenthümern. Auf die anscheinend von Sachkunde zeugenden lich gemacht, zu billigen Fahrpreisen größere Sommerausflüge vor Ausführungen des Synodalberichts der Synode II, die wir zum zunehmen. Der Entwurf der neuen Banpolizei- Ordnung für den Amüsement unserer Leser in der Freitagsnummer abgedruckt haben, Pfarrer Naumann, der Begründer der national sozialen Stadtkreis Berlin ist jetzt in endgiltiger Faffung dem Magiftrat zur bat ein Hauswirthsverein am Freitag mit folgender Protestresolution Partei, ist von Frankfurt a. M. nach unserem Vorort Zehlendorf Aeußerung über seine gefeßlich zu dem Erlasse dieser Polizei- geantwortet: übergefiedelt Verordnung erforderlichen Zustimmung zugegangen. Der Entwurf Wir, die anwesenden Mitglieder des Haus- und Grundbesizerwird, wie man aus dem Rathhause berichtet, sogleich der Stadt: Vereins des Wedding und des Dranienburger Thor- Stadttheils, erzümer eines Grundstücks in der Gitschinerstraße und daneben Ein Berliner Waisenrath. Herr E. ist Hauseigen verordneten- Versammlung, deren Ausschuß schon seit längerer Zeit beben in unserer Eigenschaft als Bürger Berlins und als auch Waisenrath. Gegen eine Monatsmiethe von 11 M. batte mit der Berathung des ersten Entwurfes beschäftigt gewesen ist, zur äter entschieden Protest gegen gegen diese allgemeine Aeußerung zugehen und dadurch öffentlich bekannt werden. Eine Berdächtigung, welche die schwerste Beleidigung für unsere er der Wittwe 2. und ihrem 17 jährigen, förperlich gebrechlichen ersten, dem Magiftrat zur Kenntniß gebrachten beruht darin, wahrung dagegen ein, daß vor versammelter Synode von einer verdienst von 6 Mart reichte für die geringen Lebensbedürfniffe der wesentlichsten Aenderungen des jeßigen Entwurfs gegen den Töchter und Söhne und für uns selbst enthält, und legen Ver- Sohn Emil eine Stube abgelaffen. Schlecht und recht suchte sich die 57 jährige Frau durch Mäntelnähen zu ernähren, doch der Wochendie innerhalb der ehemaligen Ringmauern be- Stelle aus, die zur Pflege und Verbreitung christ. verdienst von 6 Mark reichte für die geringen Lebensbedürfniffe legenen Grundstücke eine etwas größere Bebaubarkeit zu- licher Tugend berufen wäre, in einer öffentlichen Schrift die nicht hin, weshalb ihr auch eine monatliche Urmenunterstützung Zudem erhielt sie von gelassen werden soll, als für die außerhalb liegenden. Der Kinder der Berliner Bürger allgemein beleidigt und herabgewürdigt von 10 Mark zugesprochen wurde. den Nachbarsleuten hin und wieder noch Speiserefte. Den bisherige Unterschied der bebaubaren Flächen, bebaubaren Flächen, je nachdem worden sind." die Grundstücke zur Zeit Schuhmachermeister in der des Erlasses der gegenwärtig Wer in diesem Streite recht hat, wissen wir nicht, doch es will geltenden Bau- Polizei- Ordnung bebaut waren oder nicht, soll in uns schier bedünken, daß das außer Schußlinie stehende Berliner Französischenstraße in die Lehre gegeben, doch erhielt er von dem Fortfall kommen. Dagegen sollen alle Grundstücke bis auf 6 Meter Proletariat sich über diese Kazbalgerei kaum besonders aufregen Meister nur die Kost, während er in Schlafstelle bei der Mutter war, ohne daß diese eine Entschädigung dafür bekam. Frau 2. Entfernung hinter der Bauflucht voll, sodann bis 32 Meter Tiefe wird, sintemalen ihm beide Parteien der Streitenden gleichermaßen war, ohne daß diese eine Entschädigung dafür bekam. Frau 2. auf 7/10 der Fläche, dahinter aber die innerhalb der alten Stadt- gleichgiltig sind. Wenn das Hauswirthsphilisterium das Urtheil der war seit Wochen nierenkrank und wurde vom Armenarzt behandelt. mauer belegenen Grundstücke auf 6/10, die übrigen auf 5/10 der Frommen so hoch einschäßt, daß es sich darüber ärgert, so ist das Bis kurz vor Ostern reichten ihre Kräfte zur Arbeit hin, dann wurde Grundstücksfläche bebaut werden dürfen. Gegen die geltende Bau- seine Sache. sie bettlägerig und lebte zum größten Theile von dem, was die Polizei- Ordnung sollen unter anderm folgende wesentliche AendeNachbarn für sie übrig hatten. Am Morgen des 4. Mai wurde sie Ein Avancement im Reiche des Herrn Thielen. Eine von dem Sohne todt im Bette aufgefunden. Als am nächsten Tage rungen eintreten: die normale Größe des Haupthofes foll von feste Anstellung haben in der letzten Zeit im Eisenbahndirektions- der Hauswirth von dem Todesfall Kenntniß erhielt, ging er in die 60 Quadratmeter auf 80 Quadratmeter erhöht werden, dagegen soll Bezirk Berlin mehrere Bahnsteigschaffner erhalten, die bisher als Stube der Verstorbenen und fragt den Sohn, ob die Mutter noch etwas für die Bemessung der Höhe der Hofgebäude eine gewisse Berück Eisenbahnarbeiter geführt wurden und zum Dienst als Bahusteig- Geld hinterlassen habe, er bekomme noch Miethe für fünf fichtigung der einander grenzenden Fläche der Höfe zweier benach schaffner fommandirt waren. Diese Leute sind natürlich mit der Tage( bis zum Beerdigungstage). Der Knabe verneint das Vorbarten Grundstücke eintreten, sofern deren Bestand durch grundbuch- Anstellung an sich sehr zufrieden, von ihren Nebenumständen aber handensein von Geldmitteln, wird aber von Herrn E. weiter liche Eintragung gesichert wird. um so weniger erbaut. Durchweg schon 10 Jahre und noch länger examinirt, woher er das Geld für den daliegenden Todten Herr Rudolf Ludewig, der frühere technische Leiter der hie- bei der Eisenbahn- Berwaltung beschäftigt, bezogen sie als Arbeiter tranz habe. Die Antwort:„ Bon meiner Meisterin habe ich figen dritten städtischen Gasanstalt( Müllerstraße), ist an einem den an sich fchon färglich bemessenen höchsten Tages 6 M. für einen Kranz und Trauerflor erhalten," befriedigt Herrn Herzleiden gestern in Bunzlau gestorben. Er war bis 1894 hier lohn von 2 Mart 90 Pfennigen und dazu als Bahnsteig: E. wenig. Er schärft dem Lehrling ein, fein Stück der Hinter im Amte. schaffner eine Funktionszulage von 30 Pf. täglich, zusammen also lassenschaft anzutasten, da er hierüber eventuell einen Eid ablegen 3,20 M. den Tag. Als angestellte Beamte aber fangen fie mit müsse. Den Schlüssel habe er bei seinem Weggange abzuliefern. einem Jahresgehalt von 800 und einem Wohnungsgeldzuschuß von Letzteres geschah auch unverzüglich, und die über die Handlungsweise 240 M. an, beziehen also zusammen nur 1040 M. Nach drei Jahren des Herrn E. wenig erbauten Nachbarn nahmen sich des doppelt tommen sie in die nächst höhere Gehaltsklasse und erhalten nun verwaisten Senaben einige Tage an, bis sein Weister ihm eine Schlaf jährlich 100 m. mehr, also immer noch weniger wie jetzt der flelle verschafft hatte. Arbeiter. Erst nach weiteren drei Jahren ist mit der ferneren Alterszulage von Großartig! In der Nähe der Wohnungen von Prinzent 75 M. die bedeutende Einbuße wieder ausgeglichen. Das Einkommen steigt dann weiter von drei scheint in Berlin die Polizei das Spielen von Kindern nicht drei Jahren dulden zu wollen. Der Freis. 3tg." wird von zuverlässiger Seite 11111 50 Mart. Das merkwürdigste aber ist, daß die Pensionsberechtigung erst mit dem Tage der Anstellung folgender Fall mitgetheilt: Das Haus Tempelhofer Ufer 11, das zweite von der Großbeerenstraße, gehört dem Prinzen Aribert von beginnt, daß von der ganzen bisherigen Arbeitszeit dabei gar nichts Anhalt, der als Rittmeister dem 1. Garde- Dragoner- Regiment angehört. angerechnet und obwohl, die Leute doch zum Theil schon Jahre lang Er bewohnt es mit seiner jugendlichen Gemahlin. Die Straße ist breit denselben Dienst versehen, zu dem sie nun angestellt worden sind. und der Fußsteig gegen den Landwehrkanal durch ein eisernes Gitter Der Anspruch auf eine Pension beginnt erst mit dem Ablauf einer abgetrennt. Auf diesem Gitter vor dem Nebenhause Tempelhofer zehnjährigen Dienstzeit. Um sich und ihre Familien für diese zehn User 12 saß vor einigen Tagen ein Kindermädchen. Dicht bei ihr spielte Jahre gegen etwaige Zufälle zu sichern, behalten die neuen Beamten ibre bisherigen Arbeiterversicherungen freiwillig bei. Das kostet jähr ruhig und ohne fidel zu trähen, wie sonst bei Freudenausbrüchen vergnügt das ihrer Obhut anvertraute etwa zweijährige Kerlchen, lich auch noch gegen 30 M. wohl Kinderart ist. Plöglich naht ein Schuhmann und fordert, nein Vom Vorstande des faufmännischen und gewerblichen Hilfs ersucht sehr höflich das Mädchen, den Kleinen doch nicht dort spielen vereins für weibliche Angestellte erhalten wir eine interessante zu lassen: Da wohnt ein Prinz!" und zeigt nach dem schräg Buschrift, die die Arbeiterfürsorge mancher faufmännischen Geschäfte gegenüber liegenden Hause 11, Hier stört das." Das Mädchen in einem nicht gerade allzu glänzenden Licht erscheinen läßt. Der wurde merkwürdigerweise durch diesen Hinweis auf die hohe NachBorstand schreibt uns: In Ihrer Nummer vom 16. d. M.( 1. Bei- barschaft nicht eingeschüchtert, sondern antwortete, daß es dann doch lage) finden wir eine Notiz über unseren Verein, deren Fassung zu irgendwo angeschrieben stehen" müsse, wenn Kinder in der Nähe einem Mißverständniß Veranlassung zu geben geeignet ist. Wir ge- der pringlichen Wohnung sich nicht aufhalten dürften. Dazu statten uns daher nachfolgende Aufklärung zu übermitteln und sind wir ja da", lautete die Erwiderung und das Mädchen bitten Sie, in Ihrem geschäßten Blatte davon Vermert nehmen zu zog nun mit dem Kleinen, der verwundert ob der Unterbrechung wollen: Allen kaufmännischen Angestellten weiblichen Geschlechts steht, feines ruhigen Spiels zu dem Mann in Uniform aufschaute, einige und B des Vereins frei; letztere gewährt aber freie Stellen diese Mittheilung als Aufforderung benußt, sich nunmehr gerade. sofern sie den Ansprüchen genügen, der Eintritt in die Klaffen A Häuser weiter.... Wenn nur nicht die vertrackte Berliner Jugend vermittelung, Rechtshilfe u. f. w., auch freien Arzt und Arznei. vor der Thür des anhaltischen Prinzen in lauter Fröhlichkeit zu Die Krankenkasse des Vereins( Klasse C) bildet nur einen ergehen! Sur Lokal- Lifte. In der letzten Lokal- Liste muß der unter fleinen und nicht den wesentlichsten Theil der Vereinsbestrebungen. Friedrichsfelde befannt gegebene Name nicht Bule, sondern Gehören doch unserem Verein 1800 Mitglieder an, die nicht gleich Bube, Prinzen- Allee 18, heißen. Auf verschiedene Anfragen hin zeitig Krantentassen Mitglieder sind. Die Aufnahme in die theilen wir mit, daß die Lokale Pferde bucht" bei Köpenid Krankenkasse wird auch nicht grundsäßlich solchen Anbei Friedrichshagen frei find.-geftellten verweigert, deren Prinzipale die Leistung des von uns ge Die Berliner Gefanguereine: Maiengrün"," Apoll" und" König forderten Zuschusses versagen. Wenn die Ablehnung eines Aufstädtische Liedertafel" veranstalten am 2. Pfingstfeiertag im Lokal nahmegesuchs in den Verein und gleichzeitig in die Kranten: " Schwarzer Abler" ein Frühkonzert und versuchen hierzu unter der tasse in einzelnen Fällen mit der Begründung erfolgt ist, Werliner Arbeiterschaft Billets abzusezen. Es sei darauf aufmerksam daß der Chef teinen Zuschuß leiste, so liegt dem einer von gemacht, daß der Inhaber des genannten Lokals zu den Saal: folgenden beiden Thatbeständen zu grunde: 1. Es ist uns im Laufe Ein ,, Musterwohnhaus", wie es in der Weltstadt Berlin verweigerern gehört. Die Lokal Kommission. der Zeit bekannt geworden, daß einzelne Firmen, um sich von der wohl kaum ein zweites geben dürfte, ist das auf dem Grundstück Zur Agitation unter den Akademikern, Studierenden und ihnen gesetzlich auferlegten Laft zu befreien, ihre Angestellten direkt Alexanderstraße 10/11 stehende militärfistalische Gebäude der ehe geistigen Berufsarbeitern aller Art. Am Dienstag, den 25. Mai, veranlassen, unserer Kranfenfasse beizutreten. Solche Manipulationen maligen Alexander- Kaserne. Das Haus, so schreibt die Berl. 3tg.", abende 81/2 Uhr, findet im Feenpalaft, Burgstraße Ecke Wolfgang zu begünftigen, liegt nicht in unserer Aufgabe. Um dem entgegen hat ein recht ehrwürdiges Alter und während der ganzen Zeit seines straße, eine große öffentliche Bersammlung statt, auf die wir bereits zutreten, fordern wir überhaupt nur den Zuschuß. 2. Es giebt Daseins scheint keine verbessernde oder auch nur ausbessernde Hand heute hinweisen wollen. Herr Rechtsanwalt Wolfgang eine ferner eine Reihe von Firmen, deren Angestellte sich dann in der hier angelegt worden zu sein. Der Fiskus hat das Gebäude im wird über das Thema sprechen: Die Sozialdemokratie Regel zur Aufnahme in die Krankenkasse melden, wenn sie ingangen verpachtet und der Pächter vermiethet die Wohnungen nur und die Schichten der Studierten." Nach dem Vortrage folge von Ueberarbeitung bereits frant ge an Einzelmiether, deren das Haus dreißig aufweist. Ebenso zahl= findet freie Diskussion statt. Im Interesse unserer Bewegung worden sind. Dagegen muß sich eine Krankenkasse entschieden reich aber als die Miether mit ihren Familienmitgliedern sind die ist zahlreicher Besuch erwünscht. wehren. Von dem Abkommen der Firma Hermann Engel, wo Aftermiether und da auch eine Anzahl Werkstätten sich im Hause Die Parteigenossen des dritten Wahlkreises und deren nach sie im Falle der Krankheit 6 Wochen lang das Gehalt weiter befinden, in denen je mehrere Personen beschäftigt sind, fo Damen unternehmen am Himmelfahrtstage einen Ausflug nach bezahlt, hatten wir keine Kenntniß. ergiebt sich für das Grundstück eine Bevölkerungsziffer von Ravenstein bei Friedrichshagen. Abfahrt früh 7 Uhr Auch ein Standpunkt. Ein älterer Herr, der nach vieljähriger zirka zweihundert Personen. Trotzdem sind die hygienischen und 35 Min. vom Görliger Bahnhof bis Johannisthal Nieder Schöne Amtsthätigkeit in einer ländlichen Pfarre nach der schlesischen wohnungstechnischen Verhältnisse dort derart, daß sie auch den weide; von da zu Fuß über Ober- Schöneweide, Sadowa 2c. Nach- Hauptstadt übersiedelte, um dort seinen Lebensabend zu verbringen, billigsten Anforderungen Hohn sprechen. Die faum passirbaren zügler benüßen am besten die Schlesische Bahn direkt bis Friedrichs- machte seinem Erstaunen über das durch die Radfahrer so start Treppen haben kein Geländer, ein Mangel, der sich wohl mit den hagen. Rege Betheiligung erwartet veränderte Bild des Verkehrslebens in folgender Postkarte Luft, die baupolizeilichen Vorschriften nicht verträgt. Die Beleuchtung" der und 3. Wahlkreis. St. Fris, Dranienstr. 157, 4 Tr. 4. Wahlkreis. Südosten: Wilh. Gurtschte, Stalizevfir. 59, Hof part. Wilh. Erbe, Cuvryftr. 25. Osten: Rob. Wengels, Fruchtftr. 30, Quergeb. 2 r. Frz. Thielte, Straußbergerstr. 32, v. 2 Tr. 5. Wahlkreis. " Jacob ReuI, Barnimftr. 42. Max Mager, Rückerstr. 4, Hof links III. 6. Wahlkreis. Rofenthaler Borstadt und Gesundbrunnen: Wilhelm Brintmann, Prinzen Allee 21. Schönhauser Borstadt: Rich. Klose, Lychener ftraße 138.. Wedding und Oranienburger Borstadt: Eugen Ernst, Huffitenftr. 75. Moabit: H. Gräschte, Bremerstr. 50. " • " " " " dem Namen„ Der Anarchist, Organ für kommunistischen Anarchismus" Ein neues anarchistisches Blatt soll der" Post" zufolge unter demnächst erscheinen. Die Begründer sind, wie das in anarchistischen die Anarchisten von der extremen Gruppe des Maschinenbauers Paul Dingen immer recht gut erfahrene Blatt des Herrn Stumm berichtet, Bawlowitsch, s. 3. Vertreter der deutschen Anarchisten auf dem Londoner Anarchisten- Kongreß, welche mit der Richtung LandauerLondoner Anarchisten- Kongreß, welche mit der Richtung LandauerSpohr nicht mehr einverstanden sind. Spohr nicht mehr einverstanden sind. " " 1 Der Borstand des Wablvereins. der Täglichen Rundschau" zur Verfügung gestellt wird: Inter schon am Tage dunklen Flure und Treppen erfolgt am Abend recht Die Parteigenoffen des 4. Reichstags- Wahlkreises werden daranfeffant ist es mir, daß hier in Breslau noch die mittelalter- pärlich durch Petroleumlampen. Seinerzeit stürzte dort ein Kellner aufmerksam gemacht, daß der Lese- und Distutirklub Pestalozzi am 13. Juni, liche Strafe des Räderns"( allerdings in modifi- die Treppe hinab und starb an den Folgen des Sturzes. Wassers mittags 1 Uhr, eine Sondervorstellung in der Treptower Sternwarte bezirter Form) zur Anwendung gelangt. Der Verurtheilte wird leitung und Klosets sind in einem Zustand, der sehr verbesserungsſucht. Billets à 25 Pf. find bei Fiebig, Urbanstr. 33 und bei Gebell, nämlich( in einer besonderen Sträflingstracht) auf ein Rad gesett fähig ist. Kochmaschinen, wie man sie selbst in den kleinsten Arbeiters Görlizer Ufer 5, zu haben. und muß es durch eine fieberhafte Thätigkeit in Bewegung erhalten. wohnungen der Vorstadt findet, giebt es hier nicht; die Küche„ ziert" Helmholy- Siemens- Röntgen, so lauten die Namen der drei Man sieht hier viele dieser Unglücklichen an sich vorüberfausen, die ein aus Backstein aufgemauerter Herd, auf dem über offenem" Fener hervorragenden Physiker, mit deren Standbildern die neue Pot3: Augen stier vor sich hingerichtet, den Leib krampfhaft zusammen mit Hilfe von Dreifuß oder Kette gekocht wird. Ungeziefer ist in damerbrücke geschmückt werden soll. Wir müssen gestehen, uns gekrümmt, auf holprigem Pflaster bis ins Mark erschüttert, die Beine dem alten Raften natürlich genug vorhanden, um alle Insekten scheint diese Zusammenstellung etwas mißglückt. Bei aller Freude strampelnd, als brennte Feuer darunter. Ja selbst weibliche Wesen sammlungen und Flohzirkusse der Welt in ausgiebigstem Maße zu über die modernste Art modernste Art der Photographie, die Röntgen unterliegen hier dieser grausamen Folter. Man kann nicht ohne versorgen. Jedenfalls entspricht das ganze Haus durchaus nicht mag ihr auch nur den mäßigsten Anforderungen, die man an ein Miethshaus photographie, ist es doch übereilt, Röntgen neben die beiden inniges Mitleid sehen, wie diese armen Frauenzimmer erstgenannten genialen Forscher zu stellen; stellen; Röntgen selbst Verbrechen noch so groß sein ihre Strafe abftrampeln, während der Millionenstadt stellen kann. Wie lange wird diese Barade wohl liegt eine derartige Ueberschäßung seiner eigenen Bedeutung jeden das gefühllose Publikum ihnen mit höhnischem Grinsen nachschaut." noch stehen bleiben? falls vollständig fern. Seine Entdeckung steht wissenschaftlich etwa Sehr verständig. Die Postbeamten Deutschlands", das heißt Im Hinblick auf die Pariser Brandkatastrophe macht derjenigen der Kathodenstrahlen durch Hittorf und Goldstein einige besonders rührige Herren unter ihnen, beabsichtigten auf jemand in der Voff. 3tg." darauf aufmerksam, daß die Säle im gleich, indem sie unsere Kenntniß der Strahlungsvorgänge und der grund einer angeblich aus Berlin ergangenen Anregung eine Samm- alten Reichstagsgebäude, welche vor einigen Monaten Berbindung zwischen elektrischen und optischen Erscheinungen in lung, zum Zweck der Errichtung eines Denkmals für den verstorbenen zu der stark besucht gewesenen Werestschagin- Ausstellung benutt unvorhergesehener und überraschender Weise vermehrt, jedoch feineswegs Staatssekretär Dr. v. Stephan, zu veranstalten. Diese Absicht worden sind, bei einem etwa eintretenden Brandunglück eine Menschenfalle schlimmster Art" abgeben. Jeder Besucher der Aus mit den für die moderne Naturwissenschaft und Technit grund der Beamten kann jedoch infolge eines von der vorgesetzten Behörde legenden Arbeiten eines Helmholz und Siemens vergleichbar ist. erlaffenen Verbotes nicht verwirklicht werden.. Es ist den Post- ftellung wird dem Einsender darin beipflichten, daß der einzige AusMan braucht doch wahrlich nicht in Verlegenheit zu sein, einen beamten streng untersagt, Zeichnungen, Kollekten 2c. irgend welcher gang, der vorhanden war, bei einer etwa eintretenden Katastrophe zu Helmholz und Siemens paffenden Mann zu finden. So könnte Art zu veranstalten, gleichviel zu welchem Zweck es auch sei. Diese, durchaus ungenügend gewesen wäre. man an Heinrich Hers denten, den genialen Schüler Helm- durch den verstorbenen Staatssekretär selbst erlaffene Anordnung, Unglückliche Liebe scheint einem Selbstmordverfuche zu grunde holy', der elektrische Wellen experimentell dargestellt hat. die auch noch heute zu recht besteht, ist, wie berichtet wird, im zu liegen, den Freitag Abend gegen 7 Uhr die 35 Jahre alte Auch Robert Mayer, der Begründer des Gesetzes von Interesse der Postbeamten verfügt worden, um vor allen Dingen Modiftin Martha Neumann aus Uebigau in Sachsen machte, indent der Erhaltung der Energie, bietet sich fast von selbst dar. Der verbreiteten Unfitte des Beschenkens der Vorgesetzten bei be- fie gegenüber dem Lehrter Bahnhofe topfüber in die Spree sprang. Ebenso Gustav Kirchhoff, ein langjähriger Freund Helmholt', fonderen Anlässen entgegenzutreten. Das Mädchen wohnte bis zum 5. d. M. bei einer Frau in der bekanntlich der Erfinder der Spektralanalyse, jener umfaffenden Eine noch wenig bekannte Fahrpreis- Ermäßigung ist von Novalisfir. 14 und hatte in Schöneberg Arbeit. Es scheint früher wissenschaftlichen Methode, durch die wir noch fort und fort die der Eisenbahnverwaltung für den sommerlichen Reisevertehr ein- beffere Tage gesehen zu haben. Aus der Zeit mag wohl ein Liebes wichtigsten Aufschlüsse über die verschiedensten Probleme erhalten. geführt worden. Hiernach wird denjenigen Reisenden, welche zehn verhältniß mit einem Husarenoffizier einer Provinzialgarnison Auch zu Simens würde Kirchhoff, der die für die Technik un Fahrkarten der dritten oder acht Karten der zweiten Wagentlaffe datiren. Sie hat darüber geklagt, daß der Offizier das Verhältniß entbehrlichen Verzweigungsgeseye elektrischer Ströme aufgestellt hat, lösen, somit in der Lage sind, ein ganzes Wagenabtheil zu befeßen, gelöst und sie verlassen habe. vorzüglich passen. auf Zahlung des einfachen Fahrpreises für die Karten auch die Im Befit eines der Kriminalpolizei eingelieferten Diebes Die Jungfräulichkeit derjenigen Berlinerinnen, die darauf freie Rückfahrt zugestanden. Für Ausflüge läßt sich diese Ver- wurden drei länglichrunde, goldene Medaillons, an einer Halskette Anspruch erheben, von einem mehr oder minder braven Bürgerssohn günstigung auch auf weitere Fahrten anwenden, da diese sogenannten befestigt, vorgefunden. Zwei dieser Medaillons sind mit je einer zum Altar geführt zu werden, bildet gegenwärtig an der Sprea Rupeefarten zur Rückfahrt zehn Tage Giltigkeit befizen. Durch Perle versehen. Das Innere der Medaillons, daß zur Aufnahme geduldigem Wasser das Streitobjekt zwischen Berufsfrommen und diese Erleichterung wird es besonders kleineren Bereinigungen mög- von Photographien dient, ist mit grünem Papier ausgelegt. Der Eigenthümer wird ersucht, sich auf dem Polizeipräsidium, Zimmer 36,1 einzufinden. Beim Radfahren tödtlich verunglückt ist der 29 Jahre alte Bierfahrer Friedrich Rect, der in der Brauerei zur Hopfenblüthe beschäftigt war. Die Bierfahrer laffen, während sie mit einem Kunden abrechnen, gewöhnlich den Mitfahrer allein schon zu einem anderen Kunden fahren und gehen dann zu Fuß dem Wagen nach. Reck hatte sich, um dem Mitfahrer besser folgen zu können, wie mehrere seiner Kollegen, ein Fahrrad angeschafft. Mit dem Fahren ging es aber noch nicht recht. Als er nun am Donnerstag Vormittag über den Nettelbeckplatz fuhr, lief er mit voller Wucht gegen einen Destillationswagen. Der Zusammenstoß war so heftig, daß ihm ein Scheerbaum in den Unterleib eindrang. Die schwere Verletzung führte schon gestern zum Tode. Ein Familicudrama hat sich gestern, Sonnabend, nachmittags gegen 1 Uhr, in dem Hause Joachimstr. 11b abgespielt. Dort hat der 60 Jahre alte Schneidermeister Gottlieb Wageringel in einem Streite mit feiner Frau dieser die Finger der linken Hand gebrochen und sich dann aus einem Fenster auf die Straße hinabgestürzt. Wageringel lebte mit seiner un 22 Jahre jüngeren Frau feit 1880 in zweiter Ghe. Aus der ersten Ehe leben noch zwei Söhne, die außerhalb des elterlichen Hauses wohnen, aus der zweiten sind zwei Knaben von 15 und 10 Jahren vorhanden, von denen der ältere in der Lehre ist und der jüngere die Schule besucht. Die Familie wohnt im Dachgeschoß. Wageringel, der oft über den Durst trant, mißhandelte seine Frau ständig und versorgte fie auch nur sehr knapp mit Wirthschaftsgeld, so daß sie durch Zeitungaustragen noch etwas dazu verdienen mußte. Gestern Mittag war wieder aus geringfügiger Ursache Streit ausgebrochen, Wageringel nahm in der Küche den Feuerhaken und prügelte auf die Frau los. Der ältere Sohn Walther ergriff nun mit den Worten Du schlägst ja Mama" den Vater von hinten und hielt ihm die Arme fest, konnte aber nicht verhindern, daß der Wütherich die Frau an den Haaren faßte und ihr die Finger der linken Hand durch brach, nachdem er noch gedroht hatte, er werde sie die Treppe hinunterwerfen, dann ging er in die Vorderstube, deren Thür er hinter sich verriegelte. Während die Frau mit den gebrochenen Fingern bei den Kindern in der Küche saß, erhielt sie die Schreckens. nachricht, daß ihr Mann sich aus einem Fenster auf die Straße hinabgestürzt habe. Er starb auf dem Transport ins Krankenhaus; die Frau wird zu Hause behandelt. . Das Deutsche Theater bringt am mann Leffler als zweite Gastrolle den Marquis Posa darstellen, die versunkene Glocke" zur Aufführung, Mittwoch " den Weirauch's Posse Die Maschinenbauer" beim Publikum gefunden, mit Dienstag, den 25.: Coriolan". Mittwoch, den 26.: Das Wintermärchen". v. Schellendorff, Botschafter Graf Philipp zu Eulenburg, Polizet. Donnerstag, den 27.: Coriolan". Freitag, den 28.: Biel Lärmen um Nichts", Sonnabend, den 29, zum ersten Male:" Der Tod des Tiberius". Sum ersten präsident v. Windheim und dessen Vertreter Regierungsrath Friedheim Male:" Die schöne Tolebanerin". Sonntag, den 30 ,: ,, Coriolan". Montag, Die Verhandlungen finden im großen Schwurgerichtssaal statt. Die schöne Zolebanerin". Neues Den Vorsitz wird wieder Landgerichtsdirektor Rösler führen. den 81.„ Der Tod des Tiberius". fönigliches Opern Theater. Sonntag, den 23.: Der Verschwender". Sonntag, den 30. Doktor Klaus". Ein Lehrlingszüchter, der mit den Bestimmungen der Ge heutigen Sonntag" Abend eine Wiederholung der drei Ginatter„ Am Ende" werbeordnung zum Schuße der jugendlichen Arbeiter in Konflikt " Die Schulreiterin" und" Guten Morgen, Herr Fischer!"; in der morgen gekommen ist, stand gestern in der der 1. Straffammer des LandMontag Hattfindenden aufführung des„ Don Carlos", wird Serr Her Albert Ritter aus Spandau vor Berson bes Maschinenbauerg Titelrolle spielt Jofef Rainz. Dienstag und Freitag tommt Die gerichts II. Der Angeklagte beschäftigt außer zwei Gesellen acht Donnerstag und nächsten Sonntag Abend werden„ Die Räuber" mit Josef Kainz bis 6 Uhr abends einschließlich von zwei Stunden Pause arbeiten, Ginfame Menschen"; am Lehrling e. Er ließ dieselben in der Regel zwar von 6 Uhr früh als Franz Moor und am Sonnabend Hamlet" mit Josef Kainz gegeben. Als Nachmittags- Vorstellungen sind für den heutigen Sonntag„ Hannele's Himmel doch ließ er auch Ueberstunden bis 8 oder 9 Uhr abends, bringenden Fällen sogar länger, machen. Einer der fahrt in Verbindung mit„ Blau", für nächfifolgenden Sonntag Einfame in Menschen" angefeßt. Das Berliner Theater bricht infolge des Beifalls, Lehrlinge mußte abwechselnd früh um 5 Uhr die Arbeit be. der Tradition des Hauses, die ein wechselndes Repertoir bedingt. In den ginnen, um den Kessel des Motors anzuheizen und des Sonntags nächsten Wochen werden, Die Maschinenbauer" allabendlich zur Aufführung ge- mußten die Lehrlinge die Fabrik reinigen, was auch nicht zulässig langen. Als Nachmittagsvorstellung wird diesen Sonntag Kabale und Liebe" ist. Der Staatsanwalt beantragte nur 60 M. Geldstrafe, der Gerichts. nächsten Sonntag Kinder der Bühne" gegeben. Das Lessing- Theater bringt auch in der nächsten Woche ausschließlich Aufführungen der Operette ,, Die hof erkannte aber auf 100 M., weil der Angeklagte nur aus GeldGeisha", deren Zugkraft ungeschwächt andauert. Bereits am nächsten Dienstag gier die Lehrlinge zu längerer als gefeßlich zulässiger Arbeitszeit findet in der unveränderten Befezung der ersten Aufführung die 25. Borstellung gezwungen habe, nur um bezahlte Arbeitskräfte zu sparen. Die des Wertes statt. Im Neuen Theater findet heute, Sonntag, das Jubiläum der 50. Aufführung des Sensationsschauspiels Trilby" mit Willem 100 M. wird der brave Mann längst aus den armen Lehrlingen Royaards als„ Svengali" und Frau Schwendemann in der Titelrolle statt. Nach herausgeschunden haben. mittags 3 Uhr geht( zu halben Preisen) die 95. Aufführung von Marcelle" in leber die Verwendung von Steuergroschen in einem zene. Theater des Westens. Der neue Wochenspielplan ist folgendermaßen feftgefeßt: Aug. Juntermann wird als Gaft am heutigen Sonntag, Berliner Vororte unterhielt sich gestern das Schöffengericht, woDienstag, Mittwoch und am nächsten Sonntag Abend den Ontel Brästg" selbst sich der Geheime Kanzlei- Sekretär Hermann spielen. Am Donnerstag, Freitag und Sonnabend wird derselbe in Sanne Nute Färber zu Wilmersdorf wegen Beleidigung des Gemeinde. un de lütte Pudel" auftreten. Das Herrmann- Treptow'sche Volksstück unser Doktor" wird nur noch einmal und zwar am morgigen Montag wiederholt. vorsteher 3 und königl. Oberamtmanns Bruno Mis Nachmittags- Borstellung des heutigen Sonntags wird zum letzten Mal in Friese zu Schmargendorf aus§ 185 des Strafgesetzbuchs dieser Saison Die wilde Jagd" in Szene gehen. Für im Theater des Wefiens hat Direttor Morris du sein operisaiptel zu verantworten hatte. Ende Februar d. I. gelangte an den Vornovität erworben:„ A Basso Porto", lyrisches Drama in drei Atten nach Goffredo fizenden des Haus- und Grundbefizer- Vereins zu Schmargendorf Cognettt, Tert von Eugen Checht, deutsch von Ludwig Hartmann, Musit von ein anonymes Schreiben, welches gegen die Gemeindevertretung die Nicola Spinelli. Die Oper geht Anfang Juli mit Frau Moran- Olden, welche heftigsten Vorwürfe und Anklagen enthielt. Die Vorwürfe gingen die Hauptpartte bereits mit großem Erfolge in Köln und Breslau kita dahin, daß die Gemeindevertretung das Geld der Steuerzahler mit Szene. Im Schiller- Theater wird heute, Sonntag, Nachmittag 3 Uhr das Molière'sche Luftspiel„ Der eingebildete stranke" und Berga's" Bauernehre" ge- vollen Händen zum Fenster hinauswerfe, weshalb es, um die Angeben, abends 8 Uhr geht Gustav Freytag's Lustspiel„ Die" Journalisten" in gelegenheit des Schulbaues festzustellen, endlich an der Zeit sei, Szene. Montag und Sonnabend tommt Madame Bonivard" zur Aufführung, Sündenregister der Vertretung dem LandDienstag zum ersten Male Deutsche Schwänte aus vier Zeitaltern"," Die ehrlich das Bädin" von Jakobus Ayrer, Danswurst, der traurige Kuchelbäcker" von Gottlieb rath v. Stubenrauch und dem Regierungspräsidenten zu Potsdam Brehaufer, Schneider Fips"" von Auguſt v. Kozebue,„ Fräulein Wittwe" von vorzutragen. Obwohl sich die Gemeinde in steter Geldverlegenheit Ludwig Fulda, Mittwoch und Freitag wird diese Borstellung wiederbolt, Donnerstag befinde, werden trotzdem sowohl dem Vorsteher, als zwei weiteren Molière's" Der eingebildete Krante" und Bauernehre". Jm Thalia= Theater findet Sonntag Abend die zweite Aufführung des Mart'schen Schwants Beamten Weihnachtsgratifitationen in Höhe von 150, 100 und Rothe Bettel" ftatt. Den Theaterdirektor Stanislaus Wenzel spielt Herr Leopold 50 Mark bewilligt und die Gemeinde ächze und stöhne unter dem Deutsch als Gaft. Die Befegung der übrigen Rollen ist die der Premiere. Tödtlich verunglückt ist Sonnabend Abend ein Malergehilfe, liegen die Rollen in Händen der Damen: Arco, Schönberg, der Herren: Walter, sich der Anonymus darüber, daß der Vorsteher 500 Mark Vorschuß Im Ostend- Theater gelangt heute zur Aufführung" Maria Stuart" und Drucke der Gemeindevertreter. In einem anderen Punkte beklagte welcher im Hause Urbanfir. 108 mit Anstreichen der Façade be. Seckmann, Schäfer, Dill, Wach, Kittner, Aschinger und Förster. Herr Regiffeur erhalten und einen Theil davon zur Anlegung eines Weinkellers von schäftigt war. Als derselbe um 6 Uhr bei Feierabend die Arbeits- Schäfer hat das Stück in Szene gefest. Nachmittags gelangt zu einen Betten 100 Flaschen zu privaten Zwecken verbraucht hatte. Schließlich sollte „ Der Hafenfuß" zur Aufführung, während im Garten um 4 Uhr bie Vorsteunde der Vorsteher Friese einen Gemeindediener zu Privatgängen stätte mit dem Handwerkszeug und Sachen im Arm verlassen wollte, beginnt. Im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater stürzte er von der Höhe des 4. Stockwerts auf dem gepflasterten Hof Sonntag Nachmittag 4 Uhr: Die Räuber" in Szene und zwar zu den billigen benutzt haben, wofür er aus der Gemeindekaffe Bezahlung erhielt. und blieb leblos liegen. Der herbeigerufene Arzt konnte nur den Preifen des Schiller- Zyklus( Loge 1 M. bis abwärts Gallerie 0,20). Am Sonntag in dem Grundbesizerverein geAbend findet eine Wiederholung des Schwantes„ Der Raub der Sabinerinnen Dieses Schreiben gelangte inzwischen eingetretenen Tod konstatiren. Die Leiche des Verunglückten, statt. Am Montag geht als 4. Borstellung des Schiller- 3ytlus" Don Carlos" in legentlich einer Versammlung zur Verlesung und meldete der etwa 25 Jahre alt ist, wurde durch den polizeilichen Leichen- zene. Belle Alliance Theater. Sonntag, den 23. Mai tommt sich unter den Anwesenden der Angeklagte als Verfasser Trilby" zum legten Male zur Aufführung, und endet mit diesem Abend die wagen zur Morgue geschafft. Giltigkeit der Borzugsbillets. Bon Montag ab bleibt die Bühne wegen Vor- des Briefes, der für den Fragekasten bestimmt sein sollte. bereitung des Ausstattungsstückes„ Konstantinopel" geschlossen. An diesem Tage Der Angeklagte hielt es für seine Pflicht, diese Schäden in die beginnen die Hauptproben. Sonnabend, den 29. Mat findet vor geladenen Gästen Deffentlichkeit gelangen zu lassen, denn es sei z. B. eine Schule Jm Volts theater geht am heutigen Sonntag die Generalprobe ftatt. dem Boltsflück„ Auf eigenen Füßen" noch der Jones'sche Schwant„ Bermischtes" erbaut worden, die nicht einmal den Anforderungen der Hygiene orauf und beginnt deshalb bie Borstellung um 7 Uhr; das Gartentonzert um entsprach und deshalb nach kurzer Zeit wieder geschloffen werden 16 Uhr. Im Apollo Theater bleibt Benus auf Erden" vorab auf dem mußte. Den Ausdruck Sündenregister" hielt er nicht für beleidigend Spielplan. und trat für sämmtliche Buntte seiner Behauptungen den Wahrheits beweis an. Die Aussage des Vorstehers Friese ging dahin, daß er nur 100 M. Gratifikation und außerdem 500 M. Vorschuß erhalten hatte. Dieses Geld verwendete er zu einer Kur in Karlsbad. Den Wein ließ er sich aber für Vollendung seiner Kur aus dem Bade nachsenden und bezahlte ihn von der Weihnachtsgratifitation. Den letzten Vorschuß von 500 m. hat er noch nicht zurückgezahlt. Der Gerichtshof erkannte auf die vom Staatsanwalt beantragte Geldrafe von 30 M. Die Ansstellung des Vereins Ornis" vom 22. bis 27. Mai, Rosenthalerstr. 36, ist besonders reich an sprechenden Vögeln, vornehmlich den geschätzten Papageien. Hervorzuheben sind: ein sprechender Wellensittich, ein sehr begabter Mönchssittich, ein Eichelheher, der mehr als 30 Worte spricht, und als vornehmlich merkwürdig die erste sprechende Amsel. Hochinteressant ist die Sammlung von Bastarden der verschiedensten Vögel, felbft in zweiter und dritter Generation und erwähnenswerth sind auch die englischen Farbenkanarien. Von höchstem Werthe bleiben jedoch die einheimischen Sänger in vollem Gesang. Unter den fremdländischen Vögeln befinden sich viele Seltenheiten. Aus den Nachbarorten. Soziale Rechtspflege. " Vom Gewerbegericht erhalten wir folgende Buschrift: In Nr. 115 des Vorwärts" vom 19. d. M. findet sich ein den Thatsachen nicht entsprechender Bericht über einen Rechtsfireit, der vor Arbeiter, Parteigenoffen von Rigdorf! Am Montag, unferer 6. Rammer verhandelt worden ist. Der Bericht schließt mit ben 24. Mai, von vormittags 11 Uhr bis nachmittags den Worten:„ Das Gewerbegericht scheint stärkere Nerven zu haben, ats 6 Uhr, findet im„ Deutschen Wirthshaus", Klemke, Bergstr. 182, bie, ordentlichen" Gerichte in Breußen." Die vorher angegebenen Gründe die Ersawahl für den ausgeschiedenen Vertreter Kuhl statt. decken sich durchaus nicht mit den Urtheilsgründen. In dem betreffenden Wir ersuchen die Wähler, wenn es irgend möglich ist, vor Urtheile heißt es wörtlich:„ Auf grund des seitens der Ehefrau des mittags zur Wahl zu gehen; da der ganze Drt in dem einen Beklagten der Klägerin gegenüber gefallenen Schimpfwortes:" Freches Lokale wählt, so wollen wir, daß ein jeder recht bald abgefertigt Menfch" war letztere zu der plötzlichen Auflösung des Arbeits werde. Arbeiter, Nixdorfs, es ist Eure Pflicht, vollzählig zur Wahl verhältniffes gemäß§ 128 Nr. 5 der Reichs- Gewerbe- Ordnung als zu erscheinen; es soll nicht nur der Sieg unser sein, sondern wir berechtigt anzusehen, ein weiterer Entschädigungsanspruch der wollen durch die Zahl der Stimmen zeigen, welche Partei die selben aber nicht für begründet zu erachten." stärkste im Orte ist, und dies den Gegnern vor Augen führen. Darum darf teiner fehlen! Jeder, der die Klassenlage erkannt hat und es aufrichtig meint mit seiner Zugehörigkeit zur Partei, muß zur Wahl tommen. Keiner darf zurückbleiben! Der Bertrauensniann. Tempelhof, Mariendorf! Der Arbeiter- Bildungsverein hält am Dienstag, den 25. Mai cr., abends 81/2 Uhr, im Lokale des Die Mitglieder Herrn Gerth, Tempelhof, einen Lese- Abend ab. werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Gäste find stets will tommen. Der Vorstand. Gerichts- Beifung. Eine Anklage wegen ,, Werraths von Geschäftsgeheimiffen" gegen den Schuhmacher Papte und den Kommis Kayser beschäftigte am 22. Mai zum zweiten Male die 4. Straftammer des Landgerichts I. Der Fall, über den wir f. 3t. ausführlich berichteten, bing mit dem Ballschuhmacher Streit bei Fürsten beim vom Herbste v. J. zusammen. Damals waren in einer Schuhmacher. Versammlung zwei Zahlen mitgetheilt worden, von denen die eine die persönlichen Ausgaben Fürstenheim's, die andere den Reingewinn der Firma im vergangenen Jahre darstellen sollte. Das Gericht hatte angenommen, daß Kayfer diese Zahlen aus dem Hauptbuche heimlich ausgeschrieben habe und zwar auf Papte's Anstiftung, und hatte Prozeß Tausch. Am Montag beginnt vor dem Schwurgericht Kayser zu 1 Woche, Papte zu 2 Wochen Gefängniß verurtheilt. Der Bers des Landgerichts I der mit Spannung erwartete Prozeß gegen den theidiger Papte's, Rechtsanwalt Heine, hatte die Revision eingelegt, ehemaligen Kriminalkommissarius v. Lausch und den Journalisten weil der Begriff des Geschäftsgeheinmiffes verkannt sei. Der persön v. Lühow. Beide Anklagen werden gemeinsam zur Verhandlung liche Bedarf des einen Firmeninhabers stelle tein Geschäfts. fommen. Die erste Anklage gegen v. Tausch wirst dem Kriminal- geheimniß dar, und die andere Zahl, die den Reins fommiffarius vor, daß er im Prozeß Leckert, Lüßow u. Gen. einen gewinn bedeuten solle, sei festgestelltermaßen falsch gewesen. Meineid geleistet habe. In der Verhandlung am 4. Dezember Auch sei der Verrath nur strafbar, wenn er zu Zwecken Achtung, Weißenfee und Umgegend! Die Gewerkschaften vorigen Jahres machte der Angeklagte v. Lützow bekanntlich eine des unlauteren Wettbewerbes oder um dem Geschäftsherren Schaden und sonstigen Arbeitervereine werden ersucht, am Mittwoch, den Reihe aufsehenerregender Angaben über sein Verhältniß zu zuzufügen, erfolgt sei. Beides sei hier ausgeschlossen, weil die Mit26. d. M. teine Bersammlungen abzuhalten. An diesem Tage findet dem Kriminalkommissar v. Tausch, wodurch dieser sehr blosgestellt theilung der Zahlen nur den Zweden des Streits dienen sollte. abends 8 Uhr in Bötticher's Vereinshaus die öffentliche Proteft und als die eigentlich treibende Kraft der Agitationen und Das Reichsgericht hatte unter einer sehr eingehenden Be die beiden Rügen für berechtigt erflärt versammlung statt, in der Reichstags Abgeordneter of Verdächtigungen gegen das Auswärtige Amt entlarvt wurde, gründung mann Chemnitz über den Gefeßentwurf zur Vereinsfnebelung reden deren Urheber er doch amtlich ermitteln sollte! Unter seinem Gide und das erste Urtheil aufgehoben. Die neue Verhandlung be wird. Es ist Pflicht jedes Arbeiters, in dieser Versammlung zu bestritt v. Tausch die Angaben des v. Lüßow in seinem Geständniß, schränkte sich im wesentlichen darauf festzustellen, was ee erscheinen. Der Vertrauensmann. und zwar wiederholt und in feierlichem Tone, wie„ Ich schwöre es mit der angeblichen Reingewinnsziffer auf sich habe. Herr Fürsten Schöneberg. Den Mitgliedern des Arbeiter Bildung 3. bei Gott, es ist nicht wahr!" Mehrfach bezeichnete er auch die Beheim zeigte, daß Kayfer offenbar die eine Seite des Waarentonto's vereins hierdurch zur Kenntniß, daß die Fußpartie am Himmel bauptungen als von A bis 3 erlogen". Dabei verwickelte er sich von der anderen abgezogen, aber dabei vergessen habe, daß ver Bes fahrtstage morgens 6 Uhr 55 Min. vom Bahnhof Ebersstraße be aber in die schärfsten Widersprüche. Dazu kommt, daß Tausch auch stand desselben Konto's vom vorigen Jahre erst hätte hinzugerechnet ginnt; Nachzügler werden mittags beim alten Freund" in Bichels in anderer Beziehung einen Meineid geleiftet haben soll. Anlaß werden müssen. Die von Kayser gefundene Biffer stehe mit seinem Wein werber erwartet, und die Frauen im Laufe des Nachmittags in dazu gab die Beugenaussage des Chefredakteurs Dr. Arthur gewinn in feinen Beziehungen, und es sei auch unmöglich, aus ihr irgend Levysohn vom Berliner Tageblatt", der am 7. Dezember in etwas darüber zu entnehmen. Selbst wenn man die Ziffer mit seinem Schmargendorf( Sanssouci). Der Vorstand. Durch vorzeitiges Oeffnen der Koupeethür bat fich vorber Berhandlung des Prozesses Leckert und Genoffen aus richtig angegebenen Privatlonfum vergliche, könnte man höchstenz Durch vorzeitiges Oeffnen der Koupeethür hat sich vorgefagt hatte, daß ihm Kriminalfommiffarius v. Tausch bei soviel schließen, daß die Angabe des Reingewinns falsch sei. Der gestern Abend auf dem Wannseebahnhof Groß- Görschenstraße" einem Redaktionsbesuche am 21. Oftober 1896 die Mittheilung Staatsanwalt beantragte Verurtheilung zu denselben Strafen, bas wieder ein Unfall mit töbtlichem Ausgang ereignet. Als gemacht habe, der Angeklagte Leckert fei im Auswärtigen Gericht sprach jedoch die Angeklagten frei, weil eine Babl, auz um 11 Uhr abends der von Wannsee kommende Zug in die Station Amt empfangen worden.( Dr. Levyfohn hatte darüber im ber man nichts entnehmen könne, kein Geschäftsgeheimniß sei einfuhr, stürzte plöglich eine ältere stärkere Dame aus einem Roupee Berliner Tageblatt" einen Bericht gebracht.) v. Tausch stritt dies Wegen Verrufserklärung hatten sich gestern die Sattlergesellen auf den Bahnsteig und blieb hier bewußtlos liegen. Sie wurde wiederum unter seinem Eide ab und erklärte:„ Ich habe dem Re- Wilhelm Münch gang, Gustav Müller, Friedrich Rennert, mittels Droschte nach der Unfallstation in der Yorfstraße gebracht, dakteur Levyfohn niemals erklärt, daß Leckert im Auswärtigen Amt Hermann Braun, Karl Ehrich, Iwan Jablotoff und wo äußere Verlegungen nicht vorgefunden wurden, weshalb fie dann obwohl ich mit ihm über Leckert gesprochen habe." Restaurateur Hermann Timpe vor der ersten Strafkammer am nach ihrer Wohnung in der Grunewaldstraße geschafft wurde. Sier Dr. Lovysohn hingegen hielt seine eidliche Aussage voll und ganz Landgericht II zu verantworten. Im Oftober 1895 brachen in der ist fie jedoch gestern gestorben, bem Anschein nach an einer durch aufrecht und bemerkte noch dazu:„ Ich habe es( die Unterredung Militär- Effektenfabrik des oft genannten Herrn de la Croix in den Unfall herbeigeführten Herzaffektion. mit von Tausch am 21, Ottober) genau, wenige Minuten nachdem Schöneberg, wo die Angeklagten beschäftigt waren, wegen allzu Drei Personen, welche sich in der Nähe des jüdischen Frieder mich verlassen hat, diktirt." Bald darauf( es war in der niedriger Arbeitslöhne Differenzen aus, die zur Niederlegung hofes in Weißenfee gegen alleingehende Frauen unfittlich und Schlußverhandlung des Prozesses Leckert und Genossen am der Arbeit führten. Die Sattler Zoß und Zeubert, die roh benommen haben, sind dieser Tage von Kriminalbeamten fest. 7. Dezember 1896) verkündete der Präsident, Landgerichtsdirektor besonders wenig, die Woche über nur 12 m. verdienten, betheiligten genommen worden. Rösler: Das Gericht hat beschlossen, den Kriminalfommissar fich an diesen Bestrebungen zur Erreichung besserer Arbeits Der Direktor der königl. Geschützgießerei in Spandau, Oberft Goes, hat sein Abschiedsgesuch eingereicht, das genehmigt worden ist. Sein Nachfolger wird dem Vernehmen nach der Major v. Lahrbusch von der Artillerie- Werkstatt in Danzig. wäre, " " Ein gefährlicher Schlafftellendieb aus Berlin, der acht von Tausch, weil derselbe dringend verdächtig ist, in der Haupt- bedingungen nicht und wurden deshalb ihrer Angabe nach vielfach undzwanzigjährige Monteur Hermann Fischer, ist gestern in verhandlung gegen Leckert, von Lützow u. Genossen den vor seiner mit todtschlagen"," Knochen- entzwei- schlagen" 2c. bedroht, auch als Fürstenwalde verhaftet worden. F., dem der Boden in Berlin Bermahnung geleisteten 3eugen eid wissentlich durch ehrlos" bezeichnet. Die Angeklagten sollen die Thäter gewesen sein. zu heiß geworden, hatte das Feld feiner Thätigkeit nach den Vor- falsches Zeugniß verlegt zu haben, in Haft zu Dies ließ sich aber nur bei Münch gang und Braun nachorten verlegt und machte namentlich, Charlottenburg, Spandau, nehmen..." v. Tausch erklärte hierauf nochmals feierlich: Schweifen, die zu je einer Woche Gefängniß verurtheilt schwöre es bei Gott: was ich gesagt habe, ist wahr!" Tausch wurden, während die übrigen Angeklagten mangelnder Ueberführung ferner Friedrichshagen und Köpenick unsicher. wurde jedoch abgeführt und sißt seit diesem Tage in Untersuchungs halber freigesprochen werden mußten. Ans Danzig wird uns geschrieben: Vor dem Schöffengericht haft, um sich nunmehr wegen Meineids zu verantworten. Die zweite Antlage richtet sich gegen v. Tausch und gab es dieser Tage ein Nachspiel zu dem bekannten Bernstein. v. Lützow gemeinsam. v. Tausch hatte den letzteren zur Fälschung Monopol Prozeß. Geheimer Kommerzienrath Beder batte einer, an das Kriegsministerium eingereichten Quittung mit dem gegen die konservative Allg. Danziger Zeitung" wegen Beleidigung Namen Kukutsch verleitet. Diese Fälschung hatte sich in der Ge- durch die Presse geklagt. In der Verhandlung tamen auch die f. 8. Einen richtsverhandlung vom 3. Dezember vorigen Jahres( ebenfalls im vom Vorwärts" gepflogenen Erörterungen zur Sprache. Prozeß Leckert, Lühow und Genossen) herausgestellt. Bekanntlich vom Vertreter des Klägers gestellten Antrag, die s. 3. im Stolper Die Neue freie Volksbühne veranstaltet Sonntag im Deutschen war v. Tausch durch das Kriegsministerium beauftragt worden, Brozeß festgestellten Thatsachen durch neue Beweiserhebungen umzn. Theater eine Extravorstellung Hannele", zu der noch Karten à 1 M. vom Der verklagte Redakteur wurde zu Stassirer des Vereins, Herrn Löhr, Ackerstr. 41, II zu haben find. Am Sonn- den Verfasser und Absender einer Depesche( an die Münchener stürzen, lehnte das Gericht ab. ermitteln, die auf sehr genaue 150 M. Geldstrafe verurtheilt. tag, ben 30. Mai, gelangt im Theater des Westens, als in ordentlicher Neuesten Nachrichten") zu Informationen über den Berlauf einer Sigung des Staatsministeriums Vereinsvorstellung, Ueber unsere Kraft" von Björnson zur Darstellung. Theater Wochenchronik. Opernhaus. Sonntag, 23.:,,Saschtsch". Schließen ließ. v. Lügow hatte durch eine Karte u. a. den Schrift,, La Traviata".( Bioletta Signora Prevosti als Gaft. Anfang 7 Uhr.) Montag, fteller Kukutsch als Verfasser bezeichnet, um dies wahrscheinlicher zu ben 24.:" Der Prophet". Herr Francesco Tamagno als Gaft. Anfang 7 uhr.) machen, hatte er eine Quittung mit dem Namen Kukutsch versehen. Pfarrer Kneipp in Wörishofen, der bekannte Wasserheilfünstler, Dienstag, den 25.: Don Juan". Mittwoch, den 26.; Aida". Donnerstag, Die große Reihe der geladenen Beugen find größtentheils Herren, war gestern in einigen Blättern, so auch von uns, todtgesagt worden. Der 77 Jahre alte Herr ift Die Nachricht stimmte jedoch nicht. noch am Leben, doch ist sein Zustand derart hoffnungslos, daß jeden Tag das schlimmste zu befürchten sein soll. Theater. den 27. Wilhelm Tell".( Tell: Herr Theodor Reichmann aus Wien als Gaft. # Anfang 7 Uhr.) Freitag, den 28.: Undine". Sonnabend, den 29.: Cavalleria die schon im Prozeß Leckert Lügow und Genossen als Zeugen verrusticana". Lucia von Lammermoor.( Signora Brevofit und Herr Emil Gögenommen worden sind. U. a. sind geladen der Staatssekretär Frei ben 28, Goriolan". Montag, ben 24.: Don Carlos". Anfang 7 uhr. herr Marschall v. Bieberstein, Minister v. Röller, General Bronfart als Gäfte.) Sonntag, den 80.: unbine". Schauspielhaus. Sonntag, Dermischtes. Briefkasten der Redaktion. Bir billen, bet jeder Anfrage eine Chiffre( zwet Buchstaben oder eine Baht) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet Montags, Dienstags Freitags und Sonnabends, abends von 7-8 Uhr statt. " schüler".. 4. Es ist Kündigung zu jeder Zeit möglich.- St. 912. 1. Die Wittwe hat Anspruch auf Rückzahlung der Hälfte der Klebemarken: beträge, falls mindestens 235 Marten geklebt find. Antrag ist an die Invaliditätsanstalt zn richten. 2. Beruht auf Verwaltungsvorschrift. Stationen. 23. R. 100. Ja. Wienerstr. 56a. Der volle Tageslohn ist zu zahlen. A. D. Sind in einem Testament Zuwendungen zu milden, gemeinnüßigen oder öffentlichen Zwecken angeordnet oder einem Erben zu gleichen Zwecken aufgetragen, so ist die auf solche Zuwendungen fallende H. W., Wiesenstraße. Leider nein. G. K., Charlottenburg. Erbschaftssteuer von den mit der Zuwendung Belasteten zu entrichten und Swinemünde Hamburg 1. Nein. 2. Es ist unmöglich, im furzen Raum eines Brieffastens dar kann auf die Zuwendung selbst angerechnet werden. In Ihrem Fall wären zulegen, was Fabrit" im Sinne des§ 137 G.D. ist. Lesen Sie z. B. also 1800 M. abzüglich der darauf fallenden Steuer an die bedachte Stiftung Berlin Arbeiterrecht S. 150 u. flg. nach. 3. Ist zweifelhaft: stellen Sie Straf zu zahlen. H. Rohu. Verklagen Sie den Wirth auf Reinigung und Wiesbaden antrag. E. T. Offenbacher Krankenkassen. Emil Schi. Sie Schadensersatz wegen unterlassener Reinigung. R., Rigdorf. Nein. fönnten auf Zahlung klagen. W. K., Breslauerstr. 6. Nein. A. F. Rieger 160. Die Beantwortung hängt vom Inhalt des Mieths: München Ist leider alles zum Teufel. S. C. 42. 1. u. 2. Ja.- Straßenabonnent. vertrages ab. Sprechen Sie mit demselben in der juristischen Sprechstunde Wien 105. N. N. Sein Grundstück darf der Eigenthümer stets ver: Haparanda Ueber Privatversicherungen läßt sich nur die Auskunft geben: Borsicht. vor. Pf. 60. Aber! Pfeiffer war ein wohlbekannter Vorsteher einer Schule, kaufen, falls nicht im Grundbuch eingetragene Rechte diesem Verkauf ent Petersburg deren Theilnehmer weder durch ihre Kleidung noch durch die Wahl ihrer gegenstehen. Ist nach diesen Eintragungen die Einwilligung von Personen Cork. Worte in den Verdacht besonderer Höflichkeit geriethen. Pfeiffer selbst war erforderlich, so genügt nicht die Einwilligung der Mehrzahl der Eingetragenen, Aberdeen. im Ausdruck seiner Ansicht sehr deutlich. Bist wohl bei Pfeiffer in Schule sondern ift Einwilligung aller erforderlich. F. K... R. Schriftliche Paris. gegangen" besagt ähnliches, als in Goethe's Faust( Auerbachstellerszene) die Antwort ertheilen wir nicht. Das neue Pensionsgesetz hat keine rück: Frage, ob der betreffende in Rippach( Dorf in der Mark Brandenburg) ge- wirkende Kraft, tommt also Ihrer Mutter leider nicht zu gute. wesen sei. Junter Hans in Rippach galt für den Typus eines unhöflichen Erdäpfelbarous. Was bei Junker Hans die Wohlhabenheit zu Wege brachte, brachten Pfeiffer's Schüler durch ihre Bildung" zu Wege nur trat an stelle der junkerhaften Bramsigkeit Berliner Mutterwiß der Pantinen Freie Volksbühne. Die Orduer mit Damen u. Gästen bersammeln sich am Himmelfahrtstag punkt 8 Uhr Schlesischen Bahnhof ( Abfahrtseite).( Rüdersdorfer Kall berge.[ 21916] Die Obmänner. Genossenschafts- Buchdruckerei ( Eingetragene Genossenschaft mit be schränkter Haftpflicht). Geschäftsbericht pro 1896. Aktiva. Maschinen u. Uten: filien- Konto 8872, M. pf. " Wollen Sie Ihrer Tochter, Ihrer Freundin oder sich selbst ein nüzliches Geschenk machen, dann lassen Sie sich den Katechismus für das feine Haus- und Stubenmädchen aus Berlin senden. Jedes junge Mädchen, wenn es auch nicht die Absicht hat, in den herrschaftlichen Abschreibung 15% 1330,50 7541 50 Dienst zu gehen, kann aus dem Büchlein Druckerei- Konto Abschreibung 10% 567, 56,70 510 30 lernen: 1. Serviren und Tischbecken; 2. 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Die Bilanz zeigt, daß auch im vergangenen Jahre das Unternehmen erfreuliche Fortschritte| gemacht hat, was um so höher an: geschlagen werden muß, je mehr die Gegner der Genossenschaft in ihrem thörichten und tindischen Wahne diese zu vernichten trachteten. " Die im Verlage der Genossenschaft Herausgegebene Bergische Ar beiterstimme erscheint seit anfangs Mai 1896 in bebeutend ver Die altbekannte Goldwaaren- auring16072*] befindet sich jetzt Fabrik Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke (- 12321211322 Wetter Temperatur ( 50. 4° R.) nach Celsius 756 NND Nebel 8 • 757 NO bedeckt 9 • B 756 NNO bedeckt 11 G 754 GD wolkenlos 15 754 Still bedeckt 12 754 60 wolkenlos 14 759 Still halb bedeckt 12 758 OND bedeckt 10 761 heiter 14 764 N bedeckt 7 • 754 NNO wolkenlos 13 B Wetter- Prognose für Sonntag, den 23. Mai 1897. Zunächst ziemlich kühl, vorwiegend trübe mit leichten Regens fällen und schwachen nordöstlichen Winden; nachher auftlarend und etwas wärmer. 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Verlangt wurden im Das Ueberangebot Gegen Sommerbetrug halbjahr: 341/2 pet. 15 pet. 41 einzelnen: 265 Klempner 53 Rohrleger 22 Helfer 49 " 50 32 " " 100 Schlosser 721/2 56 " " 74 Dreher 431/2 41 " " 25 Mechaniker 64 33 40 Gürtler 70 43 58 31 60 9 " . 76 " " 40 47 29 Drücker 38 Schleifer 7 Former 40 Hilfsarbeiter 81 59 pet. gegen 36 pet. im vorausgegangenen Sommerhalbjahr. Be Das Angebot der Arbeitskräfte überstieg die Nachfrage um fetzt wurden von 702 Stellen 343 gleich 48 p& t. Sonntag, 23. Mai 1897. 22. Mai vorzulegen und am 31. Mai in fraft treten zu lassen, und wo nicht bewilligt wird, die Arbeit sofort niederzulegen. Im Verschiedenen wurden noch die niedrigen Löhne in der Werkstatt von Starke kritisirt und den dort arbeitenden organisirten Kollegen Vorwürfe gemacht, daß dieselben die Geschoßkörbe für 4 M. Herstellen, da doch laut Versammlungsbeschluß der Lohn dafür 5 M. beträgt. In der Versammlung der Rabitzputzer vom 19. d. M. wurde beschlossen, bis auf weiteres jeden Sonntag Morgen bei Stabernack, Jufelstr. 10, Morgensprache, verbunden mit Arbeitsnachweis, abzuhalten. 35 Kollegen ließen sich in den Verein auf nehmen, fodaß die Mitgliederzahl des fürzlich erst begründeten Ver eins jetzt bereits 90 beträgt. Im„ Sozialwissenschaftlichen Studentenverein" hielt am Freitag Abend Profeffor Warschauer von der technischen Hochschule in Charlottenburg der einen Vortrag über die Entstehung des Anarchismus". Was er bot, war etwas wesentlich anderes, als wohl die meisten der sehr zahlreich erschienenen Zuhörer und Bu hörerinnen erwartet hatten: teine Darlegung der psychologischen und sozialen Entstehungsgründe, sondern einzig und allein eine allerdings sehr lebendig entworfene des entworfene Schilderung be= wegten Lebens von Michel Bakunin, dem Begründer des modernen Anarchismus. Redner entwickelte sehr lebendig, wie Bakunin, der Sprößling einer hochadeligen Familie, zuerst in Paris 1830 öffentlich für die gemeinsame Revolutionirung der Polen und Russen Die Maurer beriethen am Freitag in einer sehr zahlreich bes eintrat, dann bei den Revolutionsstürmen von 1848 in Berlin, Prag suchten öffentlichen Versammlung über den gegenwärtigen Stand und Dresden die radikalste Freiheitsidee sowie die Sache der Panihrer Lohnbewegung und die ferner zu treffenden Maßnahmen. Wie flawisten versocht, schließlich von drei Regierungen hinter einander der Referent Silberschmidt ausführte, find seit dem vorigen zum Tode verurtheilt, bis zum Jahre 1860 in sibirischen Werken Donnerstag 14 Bausperren verhängt worden, die nach wenigen eine grauenhafte Gefangenschaft erdulden mußte. Von dort entfind gegenwärtig gesperrt, auf denen voraussichtlich in den nächsten Tagen die Bewilligung der Forderungen zur Folge hatten. 4 Bauten flohen, begann Bakunin zunächst aus persönlichem Rachegefühl mit Tagen die Bewilligungen erfolgen dürfte. Auf 41 Bauten, wo mehr den heftigsten Angriffen gegen die Tyrannei des russischen Zarenthums, bald aber erweiterte sich das Ziel seiner Angriffe. B. wandte Von den 1685 Mitgliedern, welche im Arbeitsnachweis ein- als 900 Maurer arbeiten, sind die Forderungen durchgeführt, doch fich, gleichzeitig die Sache der Arbeiter vertheidigend, jetzt gegen alle getragen waren, fonnten 343 gleich ca. 20 pCt. Arbeit nachgewiesen ist anzunehmen, daß die Zahl der zu den aufgestellten Bedingungen Großmächte und predigte die unumschränkte Durchführung eines erhalten. Diese 343 Kollegen, welchen Arbeit nachgewiesen, waren, arbeitenden Kollegen eine noch größere ist, da nicht alle Bewilli höchst potenzirten Individualismus. Redner entwickelte sodann ein bevor sie diese erhielten, insgesammt 4309 Tage oder 616 Wochen gungen der Lohnkommission gemeldet wurden. In der vorigen Bild von der Organisation der von Michael Bakunin begründeten arbeitslos und zwar: bis zu 1 Tag 79 Kollegen, bis zu 1 Woche Versammlung sei zwar festgesezt worden, daß in dieser Woche gleich" Alliance internationale de la démokratie socialiste" und ging 101, 2 Wochen 59, 3 Wochen 21, 4 Wochen 22, 5 Wochen 14, zeitig mehrere Agitationsversammlungen stattfinden sollten. Die Situa dann dazu über, das Verhältniß B.'s zu den Vätern der heutigen 6 Wochen 8, 7 Wochen 9, 8 Wochen 10, 9 Wochen 5, 11 Wochen tion habe sich aber so gestaltet, daß sich die Einberufung einer einzigen Sozialdemokratie, namentlich zu Karl Marx, zu kennzeichnen. Sehr 3 Kollegen, 15 Wochen 1 Rollege, und ein Kollege 107 Tage. großen Bersammlung nöthig machte, weil hinsichtlich des Lohnrichtig legte Prof. Warschauer dar, daß ein Handinhandgehen beider Demzufolge war jeder einzelne von den 343 Kollegen im Durchschnitt fampfes noch wichtige Beschlüsse gefaßt werden müßten. Obgleich Parteien nicht möglich sei, weil die Thätigkeit des Anarchismus aus- 12 Tage ohne Beschäftigung. Anknüpfend hieran bemerkte Litfin, die vorige Versammlung ausdrücklich beschlossen habe, daß die schließlich eine zerstörende sei und weil der Anarchismus die Staatsidee daß die Arbeitslosigkeit noch eine bedeutend größere sei, als im Kollegen, welche eine Sperre ihres Baues für aussichtsvoll halten, als solche absolut negirt, während doch die Sozialdemokratie gerade von Bericht gegeben, leider aber verabsäumen die Kollegen, wenn sie der Lohnkommission vorher von ihrer Absicht Kenntniß geben sollen, einem höchst organisirten Staate alles erwartet. Der Redner schloß arbeitslos, sich im Nachweis eintragen zu laffen, oder aber wenn sie sei dieser Beschluß leider nicht in allen Fällen beachtet worden. Im damit, daß er dem Anarchismus die Hoffnung auf eine Zukunft ab- eingetragen, tommen sie nicht zur Kontrolle, oder sie haben ander Interesse eines planmäßigen Vorgehens und einer einheitlichen, schnitt, weil die absolute Negation des Bestehenden niemals zur weitig Beschäftigung gefunden und melden dieses nicht an. Des durchdachten Leitung der Bewegung sei es unbedingt nothwendig, herrschenden Idee werden kann, weil ferner der Anarchismus wegen sei es unmöglich, einen einigermaßen genauen Ueberblick zu die Lohnfommission von der Absicht einer Arbeitsniederlegung auf ursprünglich eine flavisch- romanische Bewegung sei und diesen Typus gewinnen. Die Kollegen wurden ersucht, in Zukunft ihre jedes einzelnen Bauten vorher zu benachrichtigen, damit sie in der Lage bis heute gewahrt habe, und schließlich deshalb, weil er auf den malige Arbeitslosigkeit persönlich im Arbeitsnachweis eintragen sei, das Kampffeld zu überschauen und die geeigneten Maßnahmen Schauplay trat, W0 in den germanischen Staaten die zu lassen, sich während derselben zur Kontrolle zu melden zu treffen. Im anderen Falle tönne es leicht vorkommen, daß die Marxistischen Ideen sich schon die Herrschaft errungen hatten. und, faús sie Arbeit erhalten, den Autrift dem Arbeits- Bausperren eine Ausdehnung annehmen, welche nicht dem Intereffe vermittler mitzutheilen. Es sei In einem ging Professor Warschauer, wie das gewöhnlich diefes unbedingt noth- der Kollegen, wohl aber dem der Unternehmer diene. Die Konjunktur geschieht, entschieden zu weit: Er wollte die Propaganda der That wendig, um statistisches Material zu haben, welches, da die Gewerk- fange an günstiger zu werden, und sei Aussicht vorhanden, nach zur herrschenden Tendenz des gesammten Anarchismus machen; das schaften sich vielfach mit Einführung der Arbeitslosenunterstüßung turzer Zeit die aufgestellten Forderungen zur Durchführung zu darf man gerechterweise nicht thun. So wurde denn auch in der beschäftigen, eine gute Grundlage für diefelbe abgäbe. Von der bringen. Die Diskussionsredner stimmten im allgemeinen dem sich an den Vortrag anschließenden Diskussion von verschiedenen Untersuchungskommission wurden die ihr überwiesenen Unterflüßungs- Referenten zu, vereinzelt wurden auch Vorwürfe gegen die LohnSeiten betont, daß ein rein theoretischer Anarchismus exiftire, der gesuche, der Generalversammlung zur Berücksichtigung empfohlen, fommission laut, weil sie in einigen Fällen die beabsichtigten Bauin der Durchführung des höchst gesteigerten Individualismus die dieselbe bewilligte in einem Fall 30 M., im anderen 20 M. Unter sperren nicht genehmigt hat. Folgende von der Lohnkommission Durchführung reinster Menschenliebe erblickt. Was diese Gruppe stützung. Ein weiteres Gesuch wurde dem Vorstand überwiesen und eingereichte Resolution wurde angenommen: Die Versammlung harmlofer Jdealisten erreichen wird, wie sie sich überhaupt einen dieser ermächtigt, nach Untersuchung desselben eine Unterstüßung bis sieht in dem Ginzelkampf( Bausperren) den richtigen Weg zur herrschaftslosen" Zustand denkt, bei dem sich doch gleiche Intereffen zur Höhe von 30 M. zu gewähren. Durchführung unserer Forderungen, jedoch nur unter der Voraus zusammenschließen, ist allerdings eine andere Frage, die auch an Arbeiter Sängerbund. Die Ausschußsitzung des Bundes am fegung, daß nicht in unbedachter Weise und ohne vorherige Ver diesem Abend nicht gelöst wurde. Uebrigens wurde von 17. Mai beschäftigte sich in der Hauptsache mit der Beschlußfassung darf. Es wird deshalb den Kollegen derjenigen Bauteit, welche ständigung der Lohnkommission eine Arbeitsniederlegung stattfinden Vorstandsseite der Vorschlag gemacht, der Verein solle sich an der über das diesjährige Sängerfest, Wahl des Bundesdirigenten, sowie Forderungen zu stellen beabsichtigen, unbedingt zur Pflicht gemacht, Dienstags- Versammlung im Feenpalast möglichst vollzählig betheiligen. der Revisoren und Kontrolleure. Mit übergroßer Majorität wurde mindestens einen Tag vorher die Lohnkommission von ihrem VorDie ordentliche Generalversammlung des Verbandes aller beschlossen, daß Sängerfest am 8. August in Bichelsdorf abzuhalten. haben in Kenntniß zu sehen, widrigenfalls die Unterstützung davon mindestens einen Tag vorher die Lohnkommission von ihrem Vorin der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Um- Als Kandidaten zum Bundesdirigenten wurden die Herren gegend tagte am Montag, den 17. Mai bei Marten, Friedrich- Blobel, Malmène und Primmel aufgestellt, welche am 30. Mai in abhängig gemacht werden kann. Ein Antrag Knöppchens, den zuftraße 236. Zunächst gab der Rendant den Kaffenbericht vom vierten der Uebungsstunde eine Probe abzulegen haben. Nach der Uebungs- wurde abgelehnt, nachdem Silberschmidt denselben als undurchführ reifenden Kollegen keine Arbeitsberechtigungstarte mehr zu ertheilen, Quartal 1896/97, demnach betrug stunde findet eine außerordentliche Ausschußßigung statt, in welcher bar und nicht zum Ziele führend bezeichnet hatte. Die Lohn die Wahl des Bundesdirigenten vorgenommen wird. St. Urban", Rothe Nelte" fommission erhielt den Auftrag, wöchentlich einmal im Vorwärts" find die Vertreter von den Vereinen und Flöter'scher Gefang- Verein" gewählt. Zu Kontrolleuren find vor Zuzug nach Berlin zu warnen. 8 Ausschußmitglieder bestimmt. Januar Februar. Einnahme 4842,40 m. 8584,80 # " Ausgabe 4082,59. 4218,10 2261,12 Summa 12 918,66. 10 556,79 m. März.. 5041,46 " F 1 Als Revisoren = Die Genossen von Adlershof hielten am Donnerstag, den einverstanden erklärten und in welcher energisch Protest gegen diese neueste Art von Gesetzesmacherei erhoben wird, wurde einstimmig angenommen. Seit langer Zeit war diese Versammlung die erste, in welcher Frauen seitens der Polizei geduldet wurden. Die Mufitinftrumenten Arbeiter waren am Montag Abend 20. Mai in Röpenick im Scheer'schen Lokale eine gutbesuchte verblieb ein Ueberschuß von 2861,87 M., hierzu der Bestand vom in den Arminhallen zusammengekommen, um über Mißstände in Protestversammlung gegen die neue Vereinsgefeßvorlage. Genoffe dritten Quartal in Höhe von 21 727,27 M., verblieb am 1. April 1897 ibrer Branche zu berathen. Der Referent geißelte in seinem Vortrag Wagner aus Berlin hatte das Referat übernommen. In überein Gesammtkassenbestand von 24 089,14 m. Die Devisoren berichteten das Denunziantenwesen, sowie auch die Unfitte des Einstandgeben; zeugendster Weise beleuchtete er die Schäden und Mängel der Vor Kasse und Bücher beim Rendanten wie auch bei den Kassirern in ferner rügte der Redner, daß den gefaßten Beschlüffen betreffs des Lage und erntete dafür den stürmischsten Beifall. Eine Resolution, Osdnung befunden zu haben; der Rendant wurde hierauf entlastet. 1. Mai nicht überall nachgekommen sei. Mehrere Diskussionsredner in der sich die Versammelten mit den Ausführungen des Referenten Hierauf erstattete Kollege Litfin den Jahresbericht des Vorstandes. führten aus einigen Fabriken noch recht arge Mißstände an, die Ju der Zeit vom 1. April 1896 bis 10. Mai 1897 wurden 4 ordent- aber der Kommission zur Untersuchung überwiesen wurden. liche und 3 außerordentliche Generalversammlungen abgehalten. Außerdem fanden 207 Bezirks, Branchen- und größere Wertstatt 17. Mai einen Vortrag des Genossen Gutzeit über Alters- und Die Modell- Fabriktischler hörten in der Versammlung vom versammlungen, wie auch noch verschiedene kleinere Werkstatt Invaliditätsversicherung. Der Referent erläuterte eingehend die Arbeiter- Bildungsschule. Die Bibliother in der Nordschule, besprechungen statt. Der Vorstand hielt 27 Vorstandssitzungen ab, Paragraphen, welche hauptsächlich von den Arbeitern so wenig be- runnenſtr. 25, ift für die Mitglieder an folgenden Tagen abends 39 bis Vertrauensmänner tagten in 48 Bezirkskonferenzen. Im Laufe des achtet werden und fordert sie auf, sich doch mehr mit diesem Gesetz 10 Uhr. Mitgliedsbeiträge werden an diesen Tagen in der Nordschule entgegen tags, vormittags von 10-12, Dienstags Freitags, Jahres kam es wieder in verschiedenen Betrieben zu Differenzen, zu befassen. Hauptsächlich gegen den§ 131 wird so sehr gesündigt, genommen, ebenso in folgenden Bablſtellen: Gottfr. Schulz, Admiralftr. 408 welche in 24 Fällen zur Arbeitseinstellung führten, 100= weil die Arbeiter über den Inhalt desselben immer im Un- Schöning, Köpnickerstr. 68; Reul, Barnimstr. 42; Babiel, Rosenthalerstr. 67 von in 14 Fällen die Angelegenheiten zu gunsten der Ar Oleinert, Müllerfir. 7a; Burghause, Putbuserstr. 32; Blantenfeld, Stephanftr. 29; Klaren sind. Er betonte, daß der Arbeitervertreter Verein Werner, Bülowstraße 59; Grube, Mariendorferstraße 5; Staßler, Junterstraße 1, beiter ihre Erledigung fanden. Jn 12 Betrieben war es möglich, ohne Arbeitsniederlegung, bei schwebenden Differenzen, in gern bereit ist, bei Klagen gegen die Berufsgenossenschaften S. Königs, Dieffenbachstr. 30. jedem stets mit Rath und Hilfe Alle Zuschristen sind an den Borfizenden Paul Mücke jr., SO. Man= Unterhandlung mit den Unternehmern zu treten und auch diese zu damit nicht erst unnüße Geldausgaben für einen Rechtsanwalt ge- au senden. zur Seite zu stehen, teuffelstr. 128, Geibsendungen an den Kassirer 5. Königs, S. Dieffenbachstr. 30, gunsten der Kollegen zu regeln. Durch den Tod verlor die macht werden. Auch soll die gesammte Arbeiterschaft bei den Organisation 38 Kollegen, welchen die üblichen Spenden zu theil Wahlen der Orts- Krankenkaffen auf dem Poften sein und nur solche Leute wählen, die auch wissen, daß sie die Arbeiterinteressen zu verDie Gesammt- Einnahmen betrugen bis 1. April 50 809,20., treten haben. In der Diskussion äußerten sich die Redner ganz im die Ausgaben 53 641,10 M., ergab eine Mehr- Ausgabe von Sinne des Referenten. Zum Schluß wurden die Kollegen Vogel, figender P. Gent, Dresdenerstr. 107/108. Alle Buschriften, den Vereinstalend 2831,90 M., der Gesammt- Kassenbestand mit dem Bestand vom Vor. Bojasch, Stab, Jepp, v. Jentsta und Kutschel in die betreffend, find an H. Bendty, Alexandrinenstraße 100, zu richten. jahre 24 089,14 m. Die Einnahme aus Beiträgen betrug Kommission gewählt, welche in dem weiteren Ausbau der Modell 47 087,40 M, demnach haben 9055 Kollegen ihre 52 Wochen und Fabrittischler- Branche thätig sein soll. beiträge entrichtet. Es wurden gezahlt an Streifunterstützung 33 850 M., Unterstügung an 52 Gemaßregelte 2230 M., Rechtsanwalts- Der Verband der Korbmacher hielt am 17. d. M. feine Gebühren, Gerichtstosten und Polizeiftrafen 1625 m., Unterstützung regelmäßige Mitgliederversammlung ab, in der Genoffe Maffatsch an andere Gewerkschaften 1000 M., Unterflüßung an in Noth gerathene einen Vortrag über„ Klaffenkampf" hielt, welcher mit Beifall aufKollegen 160 M., für die Bibliotheken 240 M. Der Arbeitsvermittler genommen wurde. Der Vorsitzende machte bekannt, daß die Lohnberichtete nach diesem über die Frequenz des Arbeitsnachweises. Vom tarife in der Grünbranche für Arbeitgeber in Plakatform und für 1. Oktober 1896 bis zum 1. April 1897 ließen sich 1685 Mitglieder die Kollegen in Buchform hergestellt sind und von den Vertrauensgegen 2335 im voraufgegangenen Sommerhalbjahr als arbeitslos lenten zur Verbreitung in Empfang genommen werden können. eintragen und zwar: 399 Klempner, 101 Rohrleger, 43 Helfer, Dann wurde beschlossen, den Tarif den Arbeitgebern wurden. Arbeiter- Sängerhund Berlins und Umgegend. Borfigender Ad. Neumann, Friedrich Kortum, Manteuffelsir. 49, v. 2 Tr. Schwedenſtr. 18, v. 1 Tr. Alle Menderungen im Bereinskalender find zu richten an Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und der Umgegend. Bor Arbeiter- Randherbund Berlins und der Umgegend. Aenderunge im straße 80, 2. Hof, 4 Tr. Vereinstalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresenere Verein deutscher Schuhmacher, Montag, abends sy Uhr, Benimmlung. Bahlstelle 1 bet Feind, Weinsir, 11. 2 bet Lange, Dragonerfir. 15. 8 bet Müller, Johannisfir. 20. 4 bei Roll, Adalbertstr. 21. Friedrichsberg bei Fuchs, Frankfurter Allee 49. Allgemeine Familien- Sterbekasse. Heute Zahltag: Acterfir 123 bet Diecke und Oranienftr. 23a bei Bukow. Große öffentliche Versammlung der Drogenhändler. Sonnig Nach mittag 3 Uhr Beuthfiraße Nr. 20-21. Stellungnahme gegen die neu. Polizeiam verordnung. Schuhwaaren- Haus S. Selbiger, Landsbergerstr. 40, Ausnahme- Preise Herren- Stiefel gut und dauerhaft gearbeitet, 8,50 sonst 6,50 7,50 9,50 jetzt 4,50 5,50 6,50 7,50 Damen- Stiefel zum Knöpfen, auch Gummizüge, sonst jetzt 6 7,50 4,50 5,25 8,25 6,75 9,30 7,50 Mk. 10,50 8 Mk. Ecke Lietzmannstr. Sonntag, den 23., Montag, den 24., Dienstag, den 25., Mittwoch, den 26. Mai. Damen- Promenadenschuhe zum Schnüren, Knöpfen und Gummizüge sonst 4,50 5,50 jetzt 3 6,25 7,10 3,75 4,50 5,15 Mk. Strandschuhe für Damen, Herren und Kinder, zu sehr billigen Preisen. Mädchen- und KnabenKnopf- und Agraffenstiefel in schwarz und farbig zu staunend billigen Preisen. Grosse Auswahl in Kellner- Schuhen in Schuhen für leidende Füsse sowie Radfahrer- Sandalen, Lawn- tennis- Schuhen zu äusserst billigen Preisen. An alle Frauen und Mädchen Berlins! Große Proteft- Versammlung am Dienstag, den 25. Mai, abends 8 Uhr, bei Lips( Brauerei Friedrichshain). Tages- Ordnung: 1. Das reaktionäre Vereinsgesetz. Referentin Frau Klara Betkin( Stuttgart). 2. Diskussion. Da diese Versammlung des netten KnebelGesetzes wegen sehr wichtig ist, wird um be= sonders zahlreiches Erscheinen der Frauen und Mädchen gebetent. 216/1 Frau Wengels. Dienstag, den 25. Mai, abends 8 Uhr: Protest Versammlung sämmtlicher Einwohner der Ortschaften StralanRummelsburg und Umgegend im Lokale der ,, Brauerei Stralau". Tages Ordnung: 223/8 1. Das neue Vereinsgefek und wie stellen sich die Einwohner oben erwähnter Orte dazu? Ref.: Th. Metzner- Berlin. 2. Disfussion. Um zahlreichen Besuch bitten Die Einberufer. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 25. Mat 1897, abends 8 1hr, in Schmiedel's Festsälen, Alte Jakobstrasse No. 82: Versamminng. W Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Waldek Manasse über unsern Programm punkt: Religion, ist Privatsache. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. NB. In der Versammlung gelangt die Broschüre M. Schippels „ Die Währungsfrage 2c." zur unentgeltlichen Vertheilung an die Mitglieder. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Bahlreiches Erscheinen erwartet 240/18 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Deutscher Holzarbeiter- Verband Verband Deutscher Schneider- u. Schneiderinuen ( Zahlstelle Berlin). Dienstag, den 25. Mai, abends 8 1hr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27e: Branchen- Versammlung der Küchenmöbel- Arbeiter. Tages Ordnung: Die gegenwärtige Lage der Küchenmöbel- Arbeiter. Referent: Kollege Kretschmann. Dienstag, den 25. Mai, abends 8 Uhr, bei Stabernack, Inselstraße 10. Tages Ordnung: Die augenblickliche Lage in der Sitzmöbel- Brandje. Referent: Kollege Klinger. Der Streit in Geringswalde. Kein Vollege der Branche darf fehlen. Branche Parquetbodenleger. Dienstag, den 25. Mai, abends 8 Uhr, bei Zubeil, Lindenstraße 106: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Th. Glocke. 2. Dis fussion. 3. Verschiedenes. Die permanent angefündigten Preisreduzirungen machen das Die Ortsverwaltung. Gefcheinen aller Kollegen zur Pflicht. Zur Beachtung für die Beitragsammler! Achtung! Die Urania- Billets müssen bis Mittwoch, den 26. Mai, abgerechnet sein. Arbeiter! Akademiker! Dienstag, den 25. Mai, abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung im Feen- Palast, Burg- u. Wolfgangstraßen- Ecke. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Rechtsanwalts Wolfgang Heine über: Die Sozialdemokratie und die Schichten der Studirten. 2. Freie Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen bittet 10 265/19 Der Einberufer. Musikinstrumenten- Arbeiter. Versammlung 162/11 am Montag, den 24. Mai, abends 82 Uhr, in den ArminHallen, Kommandantenstrasse 20. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn J. Chronszcz, Direktor der deutschen Schneider Akademie, über: Akademische Zuschneidekunst und ihre Entwickelung bis zur Jektzeit." 2. Besprechung des Vortrages. 3. Abrechnung vom I. Quartal 1897. 4. Verbandsangelegenheiten. Die Bevollmächtigten. 162/11 Metallarbeiter! Am Dienstag, den 25. Mai, abends 8 Uhr, in Ahrens? Brauerei, Thurmstrasse 25/26: Oeffentl. Dersammlung. Tages Ordnung: Vortrag des Kollegen Rohrlack über: Unternehmerverbände und Arbeiterorganisationen. Diskussion und Werkstattangelegenheiten. Zahlreiche Betheiligung, besonders der Kollegen der Firma Borsig, 167/8 ift nothívendig. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter: Otto Näther, N., Anflamerstraße 44, Kosmos", Verein für volksthüml. Wissenschaft. Dienstag, den 25. Mai, abends pünktlich 129 Uhr, bei Hensel, Brunnenstr. 173: ,, Die Weltanschauung des Anarchismus“. Referent: Herr Grempe. Freie Diskussion. Sonntag, den 30. d. M., 3/2 Uhr: Besichtigung des Riesenfernrohre in Treptow. Billets zu bedeutend ermäßigtem Preise von 30 Pf. sind in der Sizung und bei den Herren Baehr, Amalienstr. 15, u. P. M. Grempe, S., Schönleinstr. 10, I., zu haben. 266/1 Achtung! Stockfarbeiter. tontag, den 24. Mai, ab. 8%, Uhr, bei Joël, Andrensstr. 21: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Die Theorien des Arbeiterglückes". 2. Diskussion. 3. Bericht über die Maifeier. 4. Werkstattangelegenheiten. 5. Verschiedenes. Pünktliches Erscheinen eines jeden Mitgliedes ist erwünscht. 21966 Der Vorstand. Oeffentliche Versammlung Achtung, Steinarbeiter! im Lokal vou Jul. Henke, Naunguftr. 27. Tages Ordnung: Mittwoch, den 26. d. M., abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstrasse 27c: 1. Bericht des Delegirten, vom Kongreß der totalorganisirten Gewert Große öffentliche Schrifthauer- Versammlung. Der Vertrauensmann. Tages Ordnung: 141/ 16* fchafteit. 2. Bericht des Delegirten der Gewerkschafts- Kommission. 3. Disfussion und Verschiedenes. 1. Bericht der Kontrollkommission. 2. Wie verhalten wir uns zu den Achtung! Achtung! Geschäften, die den Tarif nicht bezahlen. 3. Verschiedenes. Jeder Schrifthauer muß erscheinen. 172/20 Der Vertrauensmann. Brauerei und Bierverlags- Hilfsarbeiter. Am Mittwoch, den 26. Mai 1897, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27e: Große öffentliche Versammlung aller Brauerei- und Bierverlags- Hilfsarbeiter. Tages Ordnung: 1. Bortrag. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Diskussion. 3. Mißstände in den Brauereien. Zu dieser Versammlung werden besonders die Flaschenbier- Arbeiter, Stalleute, Hofarbeiter u. f. w. eingeladen. Um rege Betheiligung ersucht Die Vergleichs- Kommission der Brauerei und Vierverlags- Hilfsarbeiter Berlins n. Umgegend. 41/18 Achtung! Unber. Achtung! Achtung, Zimmerer! Montag, den 24. Mai 1897, abends 8 Uhr: Versammlung der Platz- Deputirten bei Buske, Grenadierstraße 33. Die Kameraden werden ersucht, von jeder Arbeitsstelle einen Vertreter zu senden. 277/9 Die Lohnkommission. Verband aller im Handels- und Transport- Gewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend. Donnerstag, den T, Mai( Himmelfahrt): Familien- Partie Montag, den 24. Mai, nachmittags 6 Uhr, im Lokal nach Restaurant Pferdebucht bei Köpenick, 20 Minuten vom Bahnhof. des Herrn Keller, Koppenstrasse 29: Große öffentliche Versammlung Treffpunkt daselbst vormittags 10 Uhr. Am Friedrichshain. Brauerei Friedrichshain. Am Königsthor. Sonntag, den 6. Juni( 1. Pfingstfeiertag): des 6. Berl. Reichstags- Wahlkreises. der Pußer Berlins und Umgegend. Grosses Früh- Konzert. Dienstag, den 25. Mai, abends 8 Uhr, in Raabe's Salon, Kolbergerstraße No. 23: Außerordentliche General Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Abrechnung des Saffirers. 2. Gr gänzungswahl des Vorstandes, sowie der Abtheilungsführer. 3. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. Zahlreichen Besuch erwartet 246/2 Tages Ordnung: Das Resultat der Urabstimmung behufs Einführung der acht stündigen Arbeitszeit und weitere Beschlußfaffung. 280/14 Die Lohukommiffion. Montag, den 24. Mai 1897, abends 82 Uhr, im ,, Schützenhause", Linienstr. 5: Gr. öffentliche Versammlung aller in der Kürschnerbrauche Bildungsverein ,, Mehr Licht“ beschäftigten Arbeiter, Arbeiterinnen u. Selbſtändigen. Sonntag, den 23. Mai, abends 72 Uhr, Alexanderstraße Nr. 27c ( im oberen, großen Saale): IF Derlammlung. 33 56/17 Vortrag über: Naturerkenntniß und Weltfortschritt. Referent Genosse Dr.3ollheim. Diskussion. Darauf: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Gste stets willkommen. Der Vorstand. Arbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Sonntag, den 30. Mai, vormittags präz. 11 Uhr, in Saale der Brauerei Friedrichshain": Uebungsstunde. Diretion: Die Herren Blobel, Malmène und Primmel. Geübt wird: " Fühlingsruf"," Weltenfriede"," Festgesang". Nachdem im Nebensaale: Ausserordentl. Ausschuss- Sitzung. Tages Ordnung: Wahl des Bundes- Dirigenten. 16/20 Es ist Pflicht der Vereine, in der Uebungsstunde vollzählig, sowie in der Ausschuß- Sizung vertreten zu sein. Der Vorstand. Samariter- Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 24. Mai, ab. 8½ 1hr, bei Cohn, Benthie. 20, I: Vortrag des Herrn Dr. Christeller. Fortsetzung über Anatomie( der Knochenbau des Menschen). neuer Theilnehmer. Gäste find willkommen. Sonntag, den 30. Mai: Ausflug mit Turn- und Jugendspielen nach Friedrichsfelde( Schloßpart). Tagesordnung: mit Gesangsvorträgen. Die Konzertmusik wird von einer start besezten Kapelle der Zivil- Berufsmusiker ausgeführt. Die Gesangsvorträge werden vom Gesangverein ,, SangesEcho"( Mitgl. d. Arb.-S.-B.) ausgeführt. Kaffeneröffnung 4 Uhr. Anfang 5 hr. Programm 20 Pf. Programme sind zu haben in unserem Bureau, Kommandanten straße 25, in sämmtlichen Zahlstellen, sowie bei den Vorstandsmitgliedern und 287/1 allen mit Blafaten kenntlich gemachten Handlungen. Sonntag, den 20. Juni: Grosse Dampfer- Partie nach dem reizend am Wasser und Wald gelegenen Lotal„ Gesellschaftshaus" am Dämeritz- See in Heffenwinkel, wozu Billets für Hin und Rüd [ 93/11 fahrt, Tanz und am Nachmittag stattfindender Rundfahrt zum Preise pro 1. Die Heranziehung der Hausindustriellen( Heimarbeiter) zur Kranten Person 1,50 M. in unserem Bureau, in den Versammlungen, sowie bei ben versicherungspflicht, und wie stellen sich die Großunternehmer dazu? Referent: Somiteemitgliedern Alb. Freude, Lichtenbergerstr. 20, of IV., Gustav Ladewig, Ritterstr. 124, Hof II., Gustav Maier, Alte Jakobstr. 57/59 Genoffe Millarg. 2. Distussion. 3. Verschiedenes. bei Sonnenberger, Hof links im Keller, zu haben sind. Der hochwichtigen Tagesordnung wegen erwarten wir das Erscheinen Die Vertrauensperson. Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. der gesammten Kollegenfchaft. Verein Deutscher Schuhmacher! Versammlungen am Montag, den 24. d. M., abends 82 Uhr. Zahlstelle I bei Feindt, Weinstraße 11. Vortrag des Gen. Stramm. Wahl eines Hilfskassirers. 285/3 II bei Lange, Dragonerstraße 15. Vortrag des Genossen Dr. Weyl über Boltsheilstätten für Lungentrante. III bei Möller, Johannisstr. 20. Vortrag. 99 99 99 99 IV bei Roll, Adalbertstr. 21. Vortrag des Gen. Waldeck Manaffe. Friedrichsberg bei Fuchs, Frankfurter Allee 49. Um zahlreichen Besuch bitten Die Bevollmächtigten. NB. Sämmtliche Mitglieder, welche noch im Besiz von Billets von früheren Vergnügen sind, werden ersucht, dieselben unverzüglich abzurechnen, da andernfalls ihre Namen veröffentlicht werden. Achtung, Stuckateure! Montag, den 24. Mai 1897, abends 8 Uhr, bei Ebert, Kommandantenstraße 72, großzer Saal: Grosse öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: Ist der im vergangenen Jahre erkämpfte und von den Unternehmern anerkannte Tarif bei der heutigen Konjunktur noch am Blaze und wie Aufnahme stellen sich die Kollegen zur event. stritten Durchführung desselben? Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, rege für diese Versammlung zu [ 155/6 173/18 agitiren und zu erscheinen. Die Lohnkommission. Der Vorstand. Verband deutscher Gold- u. Silberarbeiter u. verw. Berufsg. ( Zahlstelle Berlin). Dienstag, den 25. Mai cr., abends 82 Uhr, int ,, Dresdener Garten", Dresdenerstraße Nr. 45: Mitglieder- Versammlung. Tages: Ordnung: 1. Bortrag des Hrn. Dr. Alfr. Bernstein. 2. Diskussion. 3. Vereins: angelegenheiten und Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Am Himmelfahrtstage: Herrenpartie nach dem Liebnitzsee. Abfahrt vom Stettiner Bahnhof 730 nach Bernau. ( 72/11 Der Vorstand. Um zahlreichen Besuch bitte Achtung, Stuckateure! Donnerstag( Simmelfahrt): Herren- Partie. Treffpunkt: Nordbahnhof Bernauerstraße früh 8 Uhr. Für Nachzügler in Hermsdorf 12 Uhr. [ 173/14] Der Vorstand. Arzt Dr. Hoesch, Linienstr. 149, 8-10, Bekanntmachung. Ginem verehrten Publikum zur gefälligen Stachricht, daß die seit zwölf Jahren bestehende und gut renommirte Firma von Benno Ferester 62 Reinickendorfer Straße 62 am Nettelbeckplatz in andere Hände übergegangen ist und soll dieserhalb das ge: sammte Lager, bestehend aus Herren- und Knaben- Garderoben in Höhe von zirfa zwanzigtausend Mark aus: verkauft werden. Das Lager ist in allen Artikeln gut sortirt und findet sich die beste Gelegenheit, oben genannte Waaren recht billig zu erlangen. Auszug aus den Waaren- Beständen: Herren Jackett- Anzüge, jest 8, 10, 13, 15 Mt. u. f. w., früher 16, 20, 26, 30 Mt. Rock- Kammgarn- Anzüge, jeut 15, 18, 22, 26 M. u. f. v., früher 23, 28, 31, 37 Mt. Sommer- Paletots, jett 7, 9, 12, 15 Mt. u. f. w. früher 14, 18, 21, 27 Mt. Hosen in Bukstin und Kammgarn, jekt 2, 3, 4, 5 Mt. u. f. w., früher 4, 5, 6, 8 Mt. Knaben- Anzüge No. 1-6 von 1 Mt. an. Leder- und Zeug- Hosen von 1,50 Mt. an. Lüster- und Wasch- Jacketts von 70 Pf. an. Burschen- Anzüge bon 6 Mt. an. Sonntags bis 2 Uhr geöffnet. Reinidendorferstr. 62 an der Stadtbahn. Homöopath. 6-7, Sonntags 8-10, f. Brust-, Unterleibs Wilhelm Lorenz, N., Voltastraße 43 Poliklinik Liesenstr. 17, 2-8 Uhr. Nervenkrankheiten. früher Koppenstr. 49, 1624L* empfiehlt sein Weiß u. Bairischbier Lokal nebst gr. Vereinszimmer. Die 9. reich illustrirte Preisliste 1897 ist erschienen und wird auf Wunsch gratis und franco zugesandt. Baer Sohn zwischen Invalidenstrasse und Fabrikation in grossem Maassstabe. 24a Chausseestrasse 24a, Friedrich- Wilhelmstädtischem Theater. 11 Brückenstrasse 11, Ecke Rungestrasse, nahe dem 16 Grosse Frankfurterstrasse 16, Schrägüber dem OstendBahnhof Jannowitzbrücke. Theater. 1. Alle Preise sind streng fest, sehr billig u. in Zahlen ausgezeichnet. 2. Geschäfts- Grundsätze: 3. Der Verkauf geschieht nur geg, sot Kasse. Auszug aus der 9. Preis- Liste 1897. Sommer- Paletots. Sommer- Paletot Marke 50. Glatter Cheviot, gefüttert Sommer- Paletot Marke 51. Cheviot u. Covercoat in verschiedenen Melangen 10 MK. 15 Mk. Marke 52. Eleganter heller Cheviot mit 16 Mk.50 u. Diagonals mit gutem Sergefutter Sommer- Paletot breitem Atlasspiegel Sommer- Paletotarke 53. Dunkelbraun, graue u. modef. 18 Mk. Sommer- Paletotarke 54. Luckenwalder Covercoats und 21 Mk. Sommer- Paletot Marke 55. Grane u. modefarbene Diagonal- 24 Mk. reinwollene Satins Cheviots, elegante Verarbeitung. Sommer- Paletot Marke 56. Ganzwoll. Aachener Kammgarne 30 Mk. und Diagonals. Farbe schwarz, blau, braun Sommer- Paletot Marke 57. Elegant. Covercoats u. Satins 36 Mk. Sommer- Paletot Marke 58. Echt englisches Fabrikat in in den neuesten Farbentönen den modernsten Nuancen. Sommer- Havelocks. 40 Mk. Sommer- Havelock Marke 60. 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Kammgarn in grau, 32 Mk. Jaquet- Anzug Jaquet- Anzug Jaquet- Anzug braun, tabak, blaugrauu.chocolad m. gut. Sergefutter Marke 66. Sehr fein. Crêpe- Cheviot, ganz 36 Mk. neue, sehr haltbare Webart in mittleren Farben Marke 67. Curlstoff, solide gehalt. Carreaux, 39 Mk. neue ganz eigenartige Fabrikation Marke 69. Saison- Neuheiten in bester Ver- 45 Mk. arbeitung, auf Seide Gehroek- Anzüge. Gehrock- Anzug mit gutem Zanellafutter Marke 86. Reinwollener Geraer Kammgarn 33 Mk. Gehrock- Anzug in guter Verarbeitung Marke 87. Aachener Kammgarne u. Satins 36 Mk. Gehrock- Anzug solides Fabrikat Marke 88. Fein gewebte Ripsgarne, sehr 39 Mk. Marke 89. Eleganter Gesellschafts- Anzug 45 Mk. Gehrock- Anzug von gutem reinwollenen Kammgarn Radfahrer- Anzüge. Sämmtliche Anzüge bestehen aus Jaquet, Weste und Hose. grau, klein gemustert Radfahrer- Anzug Marke 201. Zwirnbuckskin, braun und 15 Mk. Radfahrer- Anzug schiedenen geschmackvollen Farben Marke 202. 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Die Anschauung, daß eine Spaneinlage zwischen Sohle und Brandsohle minder. werthig sei, ist eine irrige, Die Spaneinlage ist um mehr als das Dreifache theurer als das Leder, welches man hierfür zu verwenden pflegt. Spaneinlage ist nicht nur leichter, sondern auch in sanitairer Hinsicht mehr zu empfehlen als Leder. Verkaufs- und Versandbedingungen: Gegen| Maß bitte durch Versenken eines genau Nachnahme oder vorherige Einsendung des Be- passenden Stabes in den getragenen Stiefel feft= trages. Porto trägt der Besteller. Von 15 Mt. zustellen und in Centimetern anzugeben, und ob an versende franco auf meine Kosten, wenn Spann hoch oder niedrig. Für Schuhwaaren Käufer sich auf diese Zeitung bezieht. Nichtconvenirendes bitte mir im Originalzustand mit Gummisohlen, obgleich zu den besten gehörend, übernehme empfängt der Besteller Fabrikaten alsdann sofort fein Geld zurück. Das Goodyear- Weltstiefel feine übertrifft alles Dagewesene an Güte, Haltbarkeit, Eleganz und bequemem zurückzusenden, und Der Goodyear- Weltstiefel ist von mir und einer anderen firma seit circa Damen- Fußbekleidung. in neuester Zeit Stiefel empfiehlt, die alles Dagewesene an Güte und Haltbarkeit über- sehr leicht und praktisch -elegante Ausführung mit Filzsohle foble, Pf. mit Bindfaden gewendet, farb. ringsum ge und reinen Lederzuthaten, mit Schleife * Ausführung. mit Seidenschleifen, Lederkappe. Lederfutter u. Holzabjak Mt. 2,50. * teinWachs= Garantie. Herren- Fußbekleidung. aus durchringsum gewendet jolid genagelter Sohle wt. 2,10. Roßleder, zwei Seiten- Gumminur Lederzuthaten, als von Roßleder, mit Schnüren, zierlichem Schnüren, Haus-, Straßen, Turnschuhe geeignet mt. 3,25. Lederfohle mt. 3,20. Lederhausschuhe ausacichnitten, in eleganter Besatz- Halbschuhe Gummizug ob zum Knopfbesaß, derber Strapazirschuh, mit mt. 4,50. Kalblack- Promenadenschuhe oder eber Roßleder- Halbschuhe mit Gummizug beds Mt. 3,00. und Zierkappen, durchgenähte Sohlen mk. 5,00. Schnürschuhe, fohle und reinen Mt. 3,75. Rindleder- Zugstiefel vedeoble, und nur reinen Lederzuthaten, Strapazirstiefel wt. 4,50. Derselbe zum Knöpfe Stopflöchern wk. 4,00. Schnürschuhe, ochgenähte eberiole Schaftstiefel von kernigem Nindleder mit derber, m. Stalblackblatt Mk. 4,50. tuch, rings gewendet, Holzabjak Tragen, er ist der beste Stiefel der Welt u. wer etwas Besseres in den Zeitungen bis dato empfohlen- der lügt! Melton- Pantoffel* farbig, 35 Bi. Melton- Pantoffel farbta, mit Filz 45 Pf. einem Jahr in Berlin in den Handel gebracht. Wenn ein kleiner Gernegroß Saffian- Lederpantoffel be. 90 vi. Lederpantoffel and robleder, mit Ajayfled, durd genähte Lederfohle mt. 2,40. treffen sollen- so schleudert er dem Publikum wiffentlich grobe Unwahrheiten Lederhausschuhe leicht ringsum wr. 1,80. Lederhausschuhe* farbig, leicht in's Geficht- und jeder anständige Leſer und Käufer wird sich mit Verachtung von einem Menschen wenden, der den Namen des hochgenialen Schöpfers dieser wunder- Lederhausschuhe wendet, leichte mt. 2,20. Halbschuhe, de, burchgenähte Zeberioble. baren Maschine ,, Goodyear" verschweigt, um sich im Publikum den Anschein in des Erfinders zu geben. Der unlauterste Wettbewerb!! Wo ist die Lederhausschuhe mit durchgenähter Schuhmacher- Innung?- Dor etwa 5 Jahren erfand ein Amerikaner Namens Goodyear eine Maschine zur Herstellung von Schuhwaaren, wie sie so epochemachend auf dem Gebiete der Schuhfabrikation noch nie dagewesen ist. Die Goodyear- WeltMethode warf mit einem Schlage die beste Handarbeit über den Haufen. Der Goodyear- Weltstiefel hat vermöge feiner exacten fabrikation glatte Brandfohlen, hat inwendig weder Pech noch Garn, weder Stifte noch Nägel, furzum nichts, was den Füßen auch im entferntesten unangenehm werden könnte; die Sohlen find schmiegsam und elastisch, weil durch die exacte Verarbeitung nur das beste material verwandt werden kann. Die Pakform der Goodyear- Weltstiefel ist die beste mit geſchürzten aller bisher dageweſenen und eristirenden, weil die Rahmeneinstechmaschine dem Zwicken ergänzend zur Seite steht. In folge der Solidität und Gleichmäßigkeit der Rahmeneinstech- und Doppelnaht ist das bei handgenähtem Schuhwerk häufige Aufgehen der Nähte völlig ausgeschlossen. Während der Handarbeiter auf dem Schooße den Schaft mit der Zange nach und nach über den Leisten zieht, um ihm mühsam die Form desselben zu geben, zieht die Goodyear- Welt- Maschine den Schaft gleichzeitig und gleichmäßig fest über den Leisten. Wie mühevoll der Handarbeiter die Sohle an den Rand näht, wie er sich anstrengen muß, den Pechfaden straff zu ziehen; wie er sich den Pechfaden dadurch herstellt, daß er viele fäden Garn durch kalten pech zieht, wodurch nur die äußerste Oberfläche, nicht aber das Innere dieses so entstandenen Pechdrahtes berührt wird; er gestaltet sich ungleichmäßig, wie auch die Arbeit ungleichmäßig und von dem jeweiligen physischen Zustande des Arbeiters abhängig ist. Des Morgens in gut ausgeruhtem Zustande wird er den Pechdraht weit fester ziehen als er es Nachmittag bis zum Abend im Stande ift. Ganz anders die GoodyearWeltmethode. Sie ist die Handmethode, jedoch mit größter Kraft, Sicherheit und Zuverlässigkeit ausgestattet, und dabei bei Weitem billiger. Die Spannung der Nähte bei der Goodyear- Weltmaschine ist viel stärker und ſelbſt verständlich immer gleichmäßig. Roßleder, mit durchgenähter LederLederzuthaten und Zierkappe u. reinen Lederzuthaten mit zum Derselbe geschürzten Knopflöchern wt. 4,75. Schnür- und Spangenschuhe, Biegenleder. in elegantester, modernster Ausführung, mit reinen LederButhaten wt. 4,50. zuthaten foble. martirtem Rand, Herzblatt oder Beiaz ediger und markirter Rand genagelter Sohle, Handarbeit mt. 5,50. Glatte Rossleder- Zugstiefel mit remen Lederzuthaten, streng folide genagelte Sohlen, niedrige oder wt. 4,75. hohe Abfäge, früher Mt. 5,50 iegt Dieselben in noch eleganterer Ausführung mit Besay, Cordellappen und Knopfverzierung mt. 5,25. Dieselben mit glattem Oberleder, leichtere Ausführung. m. genähter Sohle u.mart.Rand, befte Haltb.mr.5,50. Dieselben mit Besaz. Cordeltappe, Knopfverzierung. in leichter Ausführung, mit genähter Sohle und martirtem Rand, sowohl als Strapazirstiefel wie als Sonntagsftiefel zu empfehlen Art. 5,75. derber Strapazirstiefel, Handarbeit ohne SeitenStüd, Knopfschuhe, braun, echt Ziegenleber, eleganteste, modernste Ausführung, reine Leder- mt. 4,75. Zugstiefel in nur wirklich gutem Oberleder mit nur reinen Lederzuthaten Don Mr. 3,90 bis 9,50. Roßleder- Bugstiefel, Ta. fatinirtes Roßleber, beste Paßform, auf Rand gelb genäht.wt. 6,75. Knopfstiefel von mildem Roßleder, 11 Knopf hoch, gesteppte Spizlappen, durchgenähte Stern t. 5,75. Spiegelroßleder- Zugstiefel, napt genagelt, Knopf- und Schnürstiefel in feinster us mr. 7,25. So hat der Goodyear- Weltstiefel noch allen bisher erschienenen und piger Façon, geſchürzte nopocher, Mr. 6,50. Spiegelroßleder- Bugstiefel, memtid, Maschinen- fabrikaten das voraus, daß er ebenso leicht wie Handarbeit ist und genau wie es bei Handarbeit der Fall, von jedem Schuhmacher wieder auf Rand genäht, Knopf- und Schnürstiefel, la genaries Sal auf Rand gelb genäht, beste Ausführung Mt. 7,90. neu besohlt und jede Reparatur wie bei einem handgenähten Stiefel vorgenommen moderner ediger und spiker Façon mr. 8,50. Braune Segeltuchschnürschuhe,* burch. werden kann. Auch das beste Leder kann eine Stelle bergen, die selbst bei peinlicher Echt Ziegenleder- Strandknopf- und genähte Lebersohle, Lederabfas u. Leberbefas Mt. 3,10. Kontrole nicht bemerkt wird; ich garantire wie seit Jahren gedruckte Garantiescheine selbstverständlich wie für alle meine Waaren so auch Schnürstiefel in denkbar feinster t. 8,75. dieselben m. burchgenähter Gummisohle Mt. 3,50. für Goodyear- Weltstiefel. Jeder intelligente Schuhmacher und Schuhwaarenhändler kann, wird und muß Goodyear- Weltktiefel führen; es fragt sich nur, Laſting- Promenadenſch.* mit Gummizu Laſting- Promenadenschuhe mit advise mr. 1,30. und Lackfeitenleber. mr. 3,75. wer dieselben am billigsten und in bester Leder- Qualität verkauft. Der Goodyear- Weltstiefel ist der beste beste Lasting- Promenadenſch.* Schleifen auf dem Echt Ziegenleder- Strandschnürschuhe, Blatte u. durchgenähter Ledersohle Mk. 1,90. in piger u. ediger Façon, in. durch Mt. 6,00. Braune Segeltuch- Schnürsch.* Stiefel der Welt, und wer etwas Besseres in den Zeitungen bis dato empfohlen der lügt! Jener kleine Gernegroß verschweigt auch bis heute noch dem Publikum das Minderwerthige, und zwar die Pappeinlage bei seinen Stiefeln. Derselbe figurirt in meiner Erwiderung auf den entstellten Kammergerichtsbericht unter dem Buchstaben B. Concurrent A. brachte am Mittwoch in ſeinem Inserat wieder Anpreisungen von Schuhwaaren, die Pappeinlagen enthalten, ohne wie es die Pflicht eines reellen Kaufmannes ist- das Publikum hierüber aufzuklären. Ausführung auf dem Blatte, durchgenähte Ledersohle Ia KalbGummizug u. * durchges genähter Ledersohle u reinen Lederzuthaten für Herren. Kalbleder mit Gummizug in dent Wochentags bis 10 Uhr Abends Sonntags von 7-10 und 12-2 Uhr geöffnet. näbte Leberíoble Leberabjak u. Leberbeing it. 2,60 Goodyear- Welt ist der beste Dieselben* m. durchgen. Gummisohle Mt. 3,25. Stiefel der Welt! Lasting- Bugstiefel* madeitenleder durch Raphaëli's Goodyear Welt- Halbwt. 2,75 schuhe bar vornehmster Ausführung mit. 10,50. Kalblack- Promenadensch. in elegans Raphaëli's Goodyear- Welt- Halbtester Ausführung mit Lederabsaz. mr. 3,85. schuhe für Herren Stolbeber um t. 10,50.0 Raphaëli's Goodyear- Weltstiefel: Kalbled. Bugstiefel, Oberleder gewaltt, mr. 12,50. u. Absag Kalblack- Chic- Schuhe* me. 5,00. elegantester Ausführung Die beste Empfehlung für mich und die beste Aufklärung, wo ' man am besten und billigsten kauft, geben meine Concurrenz, Gegner Stalblack- Spangen- Schuhe* und Feinde. eine Zeitung, welche zu erscheint, Der Schubhändler Berlin, Königftr. 41. Berlin, tonight. 4. nennt mich die Schleuderconcurrenz. Dieselbe vertritt die Interessen der Schuhhändler und schreibt in der Ausgabe Nr. 5 einigungen zur Bekämpfung der Schleuderconcurrenz zu begründen, speciell für Berlin, vom 25. Februar, Seite 8, nachdem die Zeitung eine Unregung, Schuhhändler- Der gegeben, fährt sie folgendermaßen fort: Es müſſen Vereinigungen stattfinden, da einzelne Geschäfte gegen die Schlenderconcurrenz eines Jacques Raphaëli Dieselbe Zeitung, der Schuhhändler" ,, nennt indem absolut nicht ankämpfen können. nennt mich den großen Schleuderer sie mir den Lesern in ihrer Ausgabe vom 1. November 1896 auf Seite 231 die erste 3nstans in Nr. 7 und Seite z Berlin mein Reich. Die Berliner Schuhmacher- Börse Zutritt in dieselbe untersagt. Die Leipziger Jlluft., Schuhm. 3tg. tischt ihren meines durch 4 Instanzen so glänzend verfochtenen Proceßes, dem ich meine ' heutige Größe und den Umfang meines Schuhwaarengeschäftes zu danken habe, mit folgender Einleitung auf: Vor Kurzem!( der Proceß begann im December 1891!) wurde ein Berliner Schleudergeschäft wegen unlauteren Wettbewerbes( 1891 un lauterer Wettbewerb!) zu 500 mt. Geldstrafe verurtheilt. Welch' niedere Gesinnung hat dies dirtirt! über Dieses Blatt bringt die erstinstanzliche Verurtheilung ausführlich elegant. Ausführung . 5,50. Goodyear- Welt ist der beste Stiefel der Welt! Raphaëli's Goodyear- Weltknopfstiefel, nobelike Musfilbrung, mr. 11,25. Raphaëli's Goodyear Weltstiefel, Kalb- Glacé- Schnürstiefel mit feinstem genarbten Stalbleber Besatz 9 boch. Schnüren in obig. Ausführ. ohne Seitennaht = Raphaeli's Goodyear Weltstiefel: sabled. urter, echter Stappe durchlochter, führung Bugstiefel. Bejak u. aufgefester, f. 13,50. Raphaëlt's Goodyear- Weltstiefel: Kalbl. Agraffenstiefel in obiger Aus- Mt. 13,50. Raphaëlr's Goodyear Weltstiefel: Raibleber, Snopfiefel m. Scalbalacé mr. 13,50. in un echter burchlochter Stappe Raphaëli's Goodyear Weltstiefel: feber mit Stalbladbelas ohne apple t. 14,50. Kalbbesaßstiefel m. Glacé- Eini. u. echt. Knopfs mt. 11,25. Für Mädchen und Knaben! Braune Segeltuch- Turnschuhe settenteber und Keil bis zur mit Gummizug auf dem Blatte, Rossleder- Knopf- u. Schnürstiefel, berber Strapazirſtiefel, inneren Länge von 18 em Mk. 1,75, bis 22 cm Mk. 2,-, bis 26 cm Mk. 2,40, bis 30 cm Mk. 2,75. Braune Segeltuch- Schnürschuhe bis zur umeren zänge von * mit Leberbesaz und Abfas inneren 18 cm Mk. 1,80. bis 22 cm Mk. 2,10. Handarbeit, genagelt, bis zur inneren Länge von 18 em früher Wt. 3,50, fegt Mk. 3,- bis 22 cm jest Mk. 4, Knaben- Schnürstiefel on Soleber, mit Besaz, einbällig gearbeitet, bis zur inneren Länge von mit Leber löchern, bis 16 cm innere Länge Mk. 3,50, bis 18 cm Mk. 4,75, bis 22 cm Mk. 5,75. Braune Segeltuch- Turnschnürschuhe mit Gummifoble und Echt rings mit Gummibesat bis 18 cm Mk. 1,55,1bis 22 cm Mk, 1,80, bis 26 cm Mk. 2,35, bis 31 cm Mk. 2,80. 22 cm bis 25 em iegt Mk. 5,25, Ziegenleder- Strandknopfstiefel johte, ausgenähten Senopt mens augen, burchgeräter sempiter, meine glänzende Freisprechung, beantragt durch den Kgl. Staatsanwalt bei der V. Strafkammer des Kal. Landgerichts I hierselbst am 20. März 1893, worin derselbe erklärte, daß meine Kundschaft weit über ihre Erwartungen hinaus, theils für, theils weit unter der Hälfte des Werthes Schuhwaaren von gerichtliche Sachverständige schweigt jedoch das Blatt vollständig! mir gekauft bekundet durch zahlreiche Zeugen, sowie durch gerichtliche und außer nennen was ich seit Jahren thue wenn dieselben es bisher auch nicht gethan, Jch zwinge meine Concurrenz auch das Material der Stiefel zu mit der Zeit wird sie es thun müssen! Alle Anfeindungen werden mich nicht hindern, Krebsschäden reellste Waaren zu billigsten Preisen nach wie vor zu liefern. aufzudecken und unlautere Handlungen zu entlarven und garantirt Roßleder- Turnschuhe mit 2 Seiten- Gummi: Rossl. Knaben- Schnürstiefel einbällig, genäst, jest Mk. 6,60. Leberjohle, reine Leder- Butbaten, bis zur inneren Länge Russische Kalbleder- Schnür- u. Knopfstiefel, genähte Rossleder- Zug- u. Schnürschuhe, nagelt, Strapastefchube Russisch- Kalbleder- Schnürstiefel granen, Befas, jonit in v. 18 em Mk. 2,25, bis 22 cm Mk. 2,75, bis 26 cm Mk. 3, gediegene Handarbeit, gebis zur inneren Länge von 18 cm Mk. 2,50, bis 22 cm Mk.3,25. mit Spigkappe, genähte Sohlen, bis 18 cm innere Länge Mk. 5,26, bis 22 cm Mk. 6, Ausführung wie der vorstehende, von 22-25 cm Mk. 7,25. betzuthaten, bis 18 cm innere Länge Mk. 3,25, bis 22 cm und Mädchen, wie Baby- Schuhe in grösster Mk. 4,-. Auswahl und verschiedensten Ausführungen. Das Besohlen der Herrenstiefel berechne ich mit Mk. 1,90, mit Abfaz 2,40, ber Damenstiefel Mk. 1,35, mit Absaz 1,75; genäht 10 Pfg. theurer. Echt Ziegenleder- Strandschnürschuhe berjoble u. reinen Le- Lager in Hausschuhen u. Pantoffeln für Kinder einbällig gearbeitet, für erwachsene Rossleder- Zugschuhe, sinaben, d. 22-25 cm innerer Länge Mk. 4,-. Fabrik-, Versandund I. Kaufhaus II. Kaufhaus 9III. Kaufhaus Jacques Raphaëli, [ 16225* Berlin. An der Spandauer Brücke No. 2 ( Stadtbahnhof Börse). Potsdamerstr. 106a, Ecke Steglitzerstr. Grüner Weg 31, Ecke Andreasplatz. Mein Inferat, Cigarren und Garderoben betreffend, fiehe 4. Seite, 1. Beiblatt. Meine Offerte gilt bis zur nächsten Anzeige. Br. 119. 14. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 23. Mai 1897. ausdrücklich, daß die Bäckereiarbeiter auch zu anderen Handreichungen Anzeige erstattet hat, auch ist nicht zu erkennen, in welcher Weise gelegentlichen Dienstleistungen herangezogen werden können. er unter den obwaltenden Umständen seine Anzeige anders fassen Durch seine diesbezügliche Weigerung habe der Kläger sich selber ins sollte. Unrecht gefeßt. Gerichts- Beitung. Soziale Rechtspflege. Haftung des Arbeitgebers für den von Zwischenpersonen nnte ichlagenen Lohn. Der Maurer R. hatte in einer Kolonne Aus Braunschweig wird berichtet: Der Auktionator für den Maurermeister Krumrey gearbeitet. Bei einer Lohnzahlung Carl Oberg aus Holzminden wurde wegen Unterschlagung erhielt der Kolonnenführer vom Arbeitgeber u. a. auch 12 M. für von Auktionsfeldern in 16 Fällen und wegen Betrugs zu zwei Der den genannten Maurer, lieferte das Geld aber nicht ab. Er glaubte eigene Ansprüche damit befriedigen zu sollen. Der leer ausgegangene wegen verschiedener Ordnungsthaten, die sie im verflossenen Sommer vielen Fällen Beträge von 30 bis 600 m., insgesammt rund 3500 Die Gendarmen Lack und Constabel waren am 27. April Jahren 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. K. beanspruchte nun von Krumrey die 12 M., indem er den Klaze- wegen verschiedener Ordnungsthaten, die sie im verflossenen Sommer Angeklagte hatte im vorigen Jahre, wie feinerzeit auch berichtet, in weg beschritt. Der Beklagte machte vor dem Gewerbegericht auf dem Ausstellungsterrain begangen hatten, vom Schöffengericht geltend, daß er die 12 M. bezahlt habe; Kläger möge sich an den am Amtsgericht II arg mitgenommen worden. Nicht daß sie etwa Mart, in seinem Nußen verwendet und war dann, nachdem er auch entflohen. Bei seiner Rückkehr nach Deutschland wurde er am Kolonnenführer halten. Die Kammer III verurtheilte jedoch den unter Anklage gestanden hätten und zu Gefängniß verurtheilt worden noch einen Hotelbefizer um 300 M. beschwindelt hatte, nach Holland 4. Auguft in Hannover verhaftet. Maurermeister, an R. 12 M. zu zahlen. Beklagter sei dem Kläger wären; zur Gendarmerie- Berurtheilung find bürgerliche Gerichte entflohen. Bei seiner Rückkehr nach Deutschland wurde er am verpflichtet geblieben, denn die Verpflichtung des Auftraggebers die von ihnen mißhandelten Personen nach Landesbrauch angeklagt in Preußen und Deutschland ja nicht da. Wohl aber waren Der Gouvernementssekretär von Kameruit. Die Berliner werde erst gelöst durch die Ausführung des Auftrages. worden; die Unschuld der Betheiligten stellte sich jedoch so evident Zeitung" schreibt: Dem in Kamerun thätigen Gouvernements Die Bäckerei Verordnung vor dem Gewerbegericht in heraus, daß das Schöffengericht außer ihrer Freisprechung fetretär M. ist der Europa- Urlaub recht theuer zu stehen gekommen. Mainz. Ein Bäckergeselle Latte den Obermeister Köberich der Bäcker- noch dahin erkannte, daß dem Gendarmen Lad sämmtliche Kosten 21s er hier auf feinen afrikanischen Lorbeeren ausruhte, erinnerte Innung zu Mainz wegen grundloser Entlassung verklagt und eine des Verfahrens einschließlich der baaren Auslagen der Angeklagten sich die Köpenicker Gerichtsbehörde, daß gegen M. noch ein VerLohnforderung von 41 M. vor dem dortigen Gewerbegerichte geltend und die Kosten der Bertheidigung aufzuerlegen seien. Gegen dieses fahren wegen einer Messerstecherei schwebe, in die er 1891 M. wurde sofort zum gemacht. Der Obermeister hielt sich zu der zugestandenen Entlassung Urtheil legte die Staatsanwaltschaft auf Betreiben der Gendarmerie- als Gerichtsaktuar verwickelt worden war. berechtigt, weil der Gefelle sich beharrlich geweigert hatte, Kohlen, Brigade Berufung ein. Außerdem wurde der Beschluß über die Verhandlungstermin vorgeladen und ist jetzt wegen Mißhandlung welche für den Bäckereibetrieb bestimmt waren, in den dazu be- Auferlegung der Kosten im Beschwerdewege angefochten. Das gestern unter Zubilligung mildernder Umstände zu 100 M. Geldstrafe verstimmten Keller schaffen zu helfen. Der Kläger erklärte, daß dies gefällte Urtheil lautet: Die Gendarmen Lack und Constabel urtheilt worden. nicht seine Arbeit gewesen sei, überdies sei seine Arbeitszeit ab- haben sich ohne Zweifel in rechtmäßiger Ausübung Der bekannte Prozeß der Lehrerin Frau Pehold geb. gelaufen gewesen, da er nach der Verordnung des Bundesraths eine ihres Dienstes befunden. G3 ist aber nicht erwiesen, daß es Dahlmann in Aschersleben gegen die dortige Stadt. achtstündige Ruhepause zu beanspruchen habe. Das Gewerbegericht Rattus war, der dem Gendarmen den Rock zerriß, das kann in dem gemeinde hat nunmehr sein Ende erreicht. Das Reich 3= wies den Kläger mit seinen Ansprüchen ab, indem es geltend machte, allgemeinen Trubel auch ein anderer gewesen sein. Auch sonst ist gericht hat nämlich die vom Magiftrat eingelegte Revision daß nach den Bestimmungen der genannten Verordnung der Arbeiter weder dem Kattus noch dem Ziegert ein Widerstand nachgewiesen. verworfen. Es bleibt demnach bei der Entscheidung des kgl. zwar zwischen zwei Arbeitsschichten eine ununterbrochene Ruhepause Die Berufung der Staatsanwaltschaft ist daher verworfen Oberlandesgerichts in Naumburg a. S., wonach die Stadtgemeinde von 8 Stunden zu verlangen habe, daß die Zeit aber, in welche worden. Ferner wird der Beschluß aufgehoben, daß der Gendarm der Frau Pehold ihr rückständiges und künftig fällig werdendes die Pause zu fallen babe, einzig und allein der Entscheidung des Lack sämmtliche Koften tragen soll. Es hat sich absolut nicht er Gebalt fortzuzahlen und die nicht unbedeutenden Kosten Meisters unterstebe. Zudem bestimme die Bundesraths- Verordnung geben, daß derselbe eine grob fahrlässige oder wissentlich falsche des Prozesses zu tragen hat. Mk. 25, Warnung! Mk. 25, Beste und billigste Bezugsquelle für Händler, Restaurateure und Wiederverkäufer! Fernsprecher: E. G. Reichelt, Rixdorf, Bergstr. 67. Sumatra Decke mit gemischter, langer Einlage ohne Spizeneinlage oder gar Rippen! Weißer Brand, tadellose Arbeit.[ 16172* Beständiges Lager von über 1 000 000 gelagerter Cigarren in vorzügl. Qualität u. gediegener solider Arbeit, sowie in allen Façons pro Mille von 22 Mart an. Rein überseeisch von 28 M. an. Anstellungen, Preislisten gern zu Diensten. Cigarren- Fabrik- Lager u. 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Das neue Vereinsgefek und wie stellen sich die Einwohner oben erwähnter Orte dazu? Ref.: Th. Metzner Berlin. 2. Diskussion. Un zahlreichen Besuch bitten Die Einberufer. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 25. Mai 1897, abends 82 Uhr, in Schmiedel's Festsälen, Alte Jakobstrasse No. 32: Versamminng. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Waldek Manasse über unsern Programmpunkt: Religion, ist Privatsache. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. NB. In der Versammlung gelangt die Broschüre M. Schippels: " Die Währungsfrage 2c." zur unentgeltlichen Vertheilung an die Mitglieder. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werben aufgenommen. Bahlreiches Erscheinen erwartet 240/18 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Deutscher Holzarbeiter- Verband Verband Deutscher Schneider- n. Schneiderinuen ( Zahlstelle Berlin). Dienstag, den 25. Mai, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, der Alexanderstraße 27e: Branchen- Versammlung Küchenmöbel- Arbeiter. Tages Ordnung: = Die gegenwärtige Lage der Küchenmöbel- Arbeiter. Referent: Kollege Kretschmann. Dienstag, den 25. Mai, abends 8 Uhr, bei Stabernack, Juselstraße 10. Tages Ordnung: Die augenblickliche Lage in der Sitzmöbel- Brande. Referent: Kollege Klinger. Der Streit in Geringswalde. Kein Vollege der Branche darf fehlen. Branche Parquetbodenleger. Dienstag, den 25. Mai, abends 8 Uhr, bei Zubeil, Lindenstraße 106: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Th. Glocke. 2. Dis fussion. 3. Verschiedenes. Die permanent angekündigten Preis reduzirungen machen das Die Ortsverwaltung. Gefcheinen aller Kollegen zur Pflicht. Zur Beachtung für die Beitragsammler! Achtung! Die Urania- Billets müssen bis Mittwoch, den 26. Mai, abgerechnet sein. Arbeiter! Akademiker! Dienstag, den 25. Mai, abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung im Feen- Palast, Burg- u. Wolfgangstraßen- Ede. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Rechtsanwalts Wolfgang Heine über: Die Sozialdemokratie und die Schichten der Studirten. 2. Freie Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen bittet 265/19 Der Einberufer. Musikinstrumenten- Arbeiter. Versammlung 162/11 am Montag, den 24. Mai, abends 8 Uhr, in den ArminHallen, Kommandantenstrasse 20. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn J. Chronszcz, Direktor der deutschen Schneider Akademie, über: Akademische Zuschneidekunst und ihre Entwidelung bis zur Jektzeit." 2. Besprechung des Vortrages. 3. Abrechnung vom I. Quartal 1897. 4. Verbandsangelegenheiten. Die Bevollmächtigten. 162/11 Metallarbeiter! Am Dienstag, den 25. Mai, abends 8 Uhr, in Ahrens? Brauerei, Thurmstrasse 25/26: Oeffentl. Dersammlung. Tages Ordnung: Vortrag des Kollegen Rohrlack über: Unternehmerverbände und Arbeiterorganisationen. Diskussion und Werkstattangelegenheiten. Zahlreiche Betheiligung, besonders der Kollegen der Firma Borsig, ist nothivendig. 167/8 Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter: Otto Mäther, N., Anflamerstraße 44, ,, Kosmos", Verein für volksthüml. Wissenschaft. Dienstag, den 25. Mai, abends pünktlich 29 Uhr, bei Hensel, Brunnenstr. 173: ,, Die Weltanschauung des Anarchismus“. Referent: Herr Grempe. Freie Diskussion. Sonntag, den 30. d. M., 3/2 Uhr: Besichtigung des Riesenfernrohrs in Treptow. Billets zu bedeutend ermäßigtem Preise von 30 Pf. sind in der Sigung und bei den Herren Baehr, Amalienstr. 15, u. P. M. Grempe, S., Schönleinstr. 10, I., zu haben. 266/1 Achtung! Stockfarbeiter. Montag, den 24. Mai, ab. 8%, Uhr, bei Joël, Andrensstr. 21: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Die Theorien des Arbeiterglückes". 2. Diskussion. 3. Bericht über die Maifeier. 4. Werkstattangelegenheiten. 5. Verschiedenes. Pünktliches Erscheinen eines jeden Mitgliedes ist erwünscht. 21966 Der Vorstand. Oeffentliche Versammlung Achtung, Steinarbeiter! im Lokal von Jul. Henke, Nannyustr. 27. Tages Ordnung: Mittwoch, den 26. d. M., abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstrasse 27c: 141/ 16* fchaften. 2. Bericht des Delegirten der Gewerkschafts- Kommiffion. 3. Dis fussion und Verschiedenes. Der Vertrauensmann. Achtung! Achtung! Brauerei und Bierverlags- Hilfsarbeiter. 1. Bericht des Delegirten von Kongreß der totalorganisirten Gewert: Große öffentliche Schrifthauer- Versammlung. Am Mittwoch, den 26. Mai 1897, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27e: Große öffentliche Versammlung aller Brauerei- und Bierverlags- Hilfsarbeiter. Tages- Ordnung: 1. Bortrag. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Diskussion. 3. Mißstände in den Brauereien. Zu dieser Versammlung werden besonders die Flaschenbier- Arbeiter, Stallleute, Hofarbeiter u. f. w. eingeladen. Um rege Betheiligung ersucht Die Vergleichs- Kommission der Brauerei und Vierverlags- Hilfearbeiter Berlins n. Umgegend. 41/18 Achtung! Unter. Achtung! Tages Ordnung: 1. Bericht der Kontrollkommission. 2. Wie verhalten wir uns zu den Geschäften, die den Tarif nicht bezahlen. 3. Verschiedenes. Jeder Schrifthauer muß erscheinen. 172/20 Der Vertrauensmann. Achtung, Zimmerer! Montag, den 24. Mai 1897, abends 8 Uhr: Versammlung der Platz- Deputirten bei Buske, Grenadierstraße 33. Die Kameraden werden ersucht, von jeder Arbeitsstelle einen Vertreter zu senden. 277/9 Die Lohnkommission. Verband aller im Handels- und Transport- Gewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend. Donnerstag, den T, Mai( Simmelfahrt): Familien- Partie Montag, den 24. Mai, nachmittags 6 Uhr, im Lokal nach Restaurant Pferdebucht bei Köpenick, 20 Minuten vom Bahnhof. des Herrn Keller, Koppenstrasse 29: Große öffentliche Versammlung Treffpunkt daselbst vormittags 10 Uhr. Am Friedrichshain. Brauerei Friedrichshain. Am Königsthor. Sonntag, den 6. Juni( 1. Pfingstfeiertag): des 6. Berl. Reichstags- Wahlkreises. der Bußer Berlins und Umgegend. Grosses Früh- Konzert. Dienstag, den 25. Mai, abends 8 Uhr, in Raabe's Salon, Kolbergerstraße No. 23: Außerordentliche General: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Abrechnung des Kassirers. 2. Ergänzungswahl des Vorstandes, sowie der Abtheilungsführer. 3. Vereinsangelegenheiten. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. 246/2 Tages Ordnung: Das Resultat der Urabstimmung behufs Einführung der acht. stündigen Arbeitszeit und weitere Beschlußfassung. 280/14 Die Lohukommiffion. Montag, den 24. Mai 1897, abends 82 Uhr, im ,, Schützenhause", Linienstr. 5: Gr. öffentliche Versammlung aller in der Kürschnerbrauche mit Gesangsvorträgen. Die Konzertmusik wird von einer start besetzten Kapelle der Zivil- Berufsmusiker ausgeführt. Die Gesangsvorträge werden vom Gesangverein ,, SangesEcho"( Mitgl. d. Arb.-S.-B.) ausgeführt. Kaffeneröffnung 4 Uhr. Anfang 5 hr. Programm 20 Pf. Programme sind zu haben in unserem Bureau, Kommandanten straße 25, in sämmtlichen Zahlstellen, sowie bei den Vorstandsmitgliedern und allen mit Blafaten tenntlich gemachten Handlungen. 287/1 Sonntag, den 20. Juni: Grosse Dampfer- Partie Bildungsverein ,, Mehr Licht" beschäftigten Arbeiter, Arbeiterinnen u. Selbſtändigen. nach dem reisend am Waffer und Wald gelegenen Lotal GeſellſhaftshausSonntag, den 23. Mai, abends 72 Uhr, Alexanderstraße Nr. 27c ( im oberen, großen Saale): 56/17 F Derlammlung. Vortrag über: Naturerkenntniß und Weltfortschritt. Referent Genosse Dr.3ollheim. Diskussion. Darauf: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Gste stets willkommen. Der Vorstand. Arbeiter- Sänger- Bund Berlins uns umgegend. Sonntag, den 30. Mai, vormittags präz. 11 Uhr, in Saale der Brauerei Friedrichshain": Uebungsstunde. Diretion: Die Herren Blobel, Malmène und Primmel. Geübt wird: " Fühlingsruf"," Weltenfriede"," Festgesang". Nachdem im Nebensaale: Ausserordentl. Ausschuss- Sitzung. Cages Ordnung: Wahl des Bundes- Dirigenten. 16/20 Es ist Pflicht der Vereine, in der Uebungsstunde vollzählig, sowie in der Ausschuß- Sizung vertreten zu sein. Der Vorstand. Samariter Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 24. Mai, ab. 8½ 1hr, bei Cohn, Benthie. 20, 1: Vortrag des Herrn Dr. Christeller. Tagesordnung: am Dämeritz- See Seffenwinkel, Billets für und Rüd [ 93/11 fahrt, Tanz und am Nachmittag stattfindender Rundfahrt zum Preise pro 1. Die Heranziehung der Hausindustriellen( Heimarbeiter) zur Kranten: Person 1,50 M. in unserem Bureau, in den Versammlungen, sowie bei ben versicherungspflicht, und wie stellen sich die Großunternehmer dazu? Referent: Komiteemitgliedern Alb. Freude, Lichtenbergerstr. 20, Sof IV., Gustav Genoffe Millarg. 2. Distuffion. 3. Verschiedenes. 2adewig, Ritterstr. 124, Hof II., Gustav Maier, Alte Jakobftr. 57/59 Der hochwichtigen Tagesordnung wegen erwarten wir das Erscheinen bei Sonnenberger, Hof links im Keller, zu haben sind. der gesammten Kollegenschaft. Die Vertrauensperson. Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. Verein Deutscher Schuhmacher! Versammlungen am Montag, den 24. d. M., abends 82 Uhr. Zahlstelle I bei Feindt, Weinstraße 11. Vortrag des Gen. Stramm. Wahl eines Hilfskassirers. 285/3 II bet Lange, Dragonerstraße 15. Vortrag des Genossen Dr. Weyl über Boltsheilstätten für Lungentrante. III bei Möller, Johannisstr. 20. Vortrag. 99 99 99 99 IV bei Roll, Adalbertstr. 21. Vortrag des Gen. Waldeck Manaffe. Friedrichsberg bei Fuchs, Frankfurter Allee 49. Die Bevollmächtigten. Un zahlreichen Besuch bitten NB. Sämmtliche Mitglieder, welche noch im Besitz von Billets von früheren Vergnügen sind, werden ersucht, dieselben unverzüglich abzurechnen, da andernfalls ihre Namen veröffentlicht werden. Achtung, Stuckateure! Montag, den 24. Mai 1897, abends 8 Uhr, bei Ebert, Kommandantenstraße 72, großer Saal: Grosse öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: Ist der im vergangenen Jahre erfämpfte und von den Unternehmern anerkannte Tarif bei der heutigen Konjunktur noch am Blaze und wie Aufnahme stellen sich die Kollegen zur event. stritten Durchführung desselben? Fortsetzung über Anatomie( der Knochenbau des Menschen). Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, rege für diese Versammlung zu neuer Theilnehmer. [ 155/6 Gäste find willkommen. 173/18 Sonntag, den 30. Mai: Ausflug mit Turn- und Jugendspielen agitiren und zu erscheinen. Die Lohnkommission. nach Friedrichsfelde( Schloßpart). Der Vorstand. Verband deutscher Gold- u. Silberarbeiter u. verw. Berufsg. ( Zahlstelle Berlin). Dienstag, den 25. Mai cr., abends 8½ lhr, im ,, Dresdener Garten", Dresdenerstraße Nr. 45: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Hrn. Dr. Alfr. Bernstein. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Am Himmelfahrtstage: Herrenpartie nach dem Liebnitzsee. Abfahrt vom Stettiner Bahnhof 730 nach Bernau. 172/11 Um zahlreichen Besuch bitte Der Vorstand. Achtung, Stuckateure! Donnerstag( Himmelfahrt): Herren- Partic. Treffpunkt: Nordbahnhof Bernauerstraße früh 8 Uhr. Für Nachzügler in Hermsdorf 12 Uhr. Homöopath. [ 173/14] Der Vorstand. Bekanntmachung. Ginem verehrten Publikum zur gefälligen Nachricht, daß die seit zwölf Jahren bestehende und gut renommirte Firma von Benno Ferester 62 Reinickendorfer Straße 62 am Nettelbeckplatz in andere Hände übergegangen ist und soll dieserhalb das ge= sammte Lager, bestehend aus Herren- und Knaben- Garderoben in Höhe von zirfa zwanzigtausend Mark aus: verkauft werden. Das Lager ist in allen Artikeln gut sortirt und findet sich die beste Gelegenheit, oben genannte Waaren recht billig zu erlangen. Auszug aus den Waaren- Beständen: Herren Jackett- Anzüge, jest 8, 10, 13, 15 Mt. u. f. w., früher 16, 20, 26, 30 wt. Rock- Kammgarn- Anzüge, jest 15, 18, 22, 26 Mt. u. f. v., früher 23, 28, 31, 37 Mr. Sommer- Paletots, jett 7, 9, 12, 15 t. u. f. W., früher 14, 18, 21, 27 Mt. Hosen in Bukstin und Kammgarn, jett 2, 3, 4, 5 Mr. u. f. iv., früher 4, 5, 6, 8 Mt. Knaben- Anzüge No. 1-6 von 1 Mt. an. Leder- und Zeug- Hosen von 1,50 Mt. an. Lüster- und Wasch- Jacketts von 70 Pf. att. Burschen- Anzüge von 6 Mt. an. Sonntags bis 2 Uhr geöffnet. Reinickendorferstr. 62 an der Stadtbahn. Arzt Dr. Hoesch, Linienstr. 149, 8-10, Frauen-, Kinder-, Haut-, Nervenkrankheiten. Poliklinik Liesenstr. 17, 2-8 Uhr. 6-7, Sonntags 8-10, f. Brust-, Unterleibs Wilhelm Lorenz, N., Voltastraße 43 früher Koppenstr. 49, 1624L* empfiehlt sein Weiß- u. Bairischbier Lokal nebst gr. Vereinszimmer.