Fünf 9Rinuieu OaStod. 9t«torne von C. X ORarttn«. Die vom Volke gewählten Vertreter-eS Staate- T sind im Parlamentssaal in hitzi- ger Diskussion versammelt. Gerade halt der Senator Jobson eine seiner bekannten Reden über die Todesstrafe. Nicht das Für und Wider steht heute zur Diskussion, diese Frag« ist längst abgetan, darüber braucht man sich nicht mehr de« Kopf zu zerbrechen, die Mehrheit hat entschieden, daß diese Art der Strafe in einem Kulturstaate unbedingt beizubehalten sei. Aber da sind einig« zartfühlende„Volksvertreter", die den elektrischen Stuhl abgeschafst wissen wollen. Er le! nicht human genug, die Sach« gehe zu langsam. Der Hinzurichtende habe zu lang« zu leiden. Das sind die Argumente, die einige Blätter immer wieder zu Angriffen gegen di« Regierung veranlassen, die oi« prinzipiellen Gegner der Todesstrafe aufgreise« und zu Agitationszwecken benutzen. Jobson findet das zwar alles albern, aber er ist nicht abgeneigt, Konzessionen zu machen. Wofür hat man alle die netten Gase erfunden, weshalb soll man ihre Wirkung erst im Krieg« auSvrohieren? Die Industrie, die sich solche Mühe gibt, im Falle«ine» Krieges menschenfreundlich« Tötungsmittelchen auf den Markt werfe« zu könne», kann doch wohl verlangen, daß man ihr Gelegenheit gibt, auch im Frieden die Wirksamkeit ihrer Erzeugnisse auszuprobieren. DaS sagt Jobson zwar nicht, aber der erst« Oppositionsredner muß es wohl aus seinen Ausführungen herauS- gchört haben. Er, der lebhafte und geistreiche Arbeiterführer Swendson, behauptet nämlich in reichlich ironischer Form, daß er als grandioses Zukunftsbild die Reklamen der Gasiudustrien vor sich sähe. Mit Riesenlettern malen es Flugzeuge an den Himmel, zaubern es Lichtreklamen vor die Augen, schreien eS Lautsprecher in den Aether: „Heeresverwaltung! Nur unser« Lhditgase verbürgen den Sieg!"—„Nur wer nut Phosphin zieht in» Feld, der kommt zurück als Sieger und Held!" usw. Zwischenrufe werde« laut!„Das steht hier nicht zur Debatte."'>—„Wir wollen human sein, auch gegenüber Mördern!" „Gut", sagt Swendson,„findet Ihr es human,«ine« Mensche« in eine Zell««inzusperren und ihn dort mit Euren verfluchten Gasen zu töten, wie eine weiße Maus auf dem Experimentiertisch? Mein Vorredner behauptet, es sei weniger grausani, einen Menschen in einer Zell«, in der er sich frei bewegen könne, zu töten, ohne daß er die Stunde feines Todes ahne, als ihn auf dem elektrischen Stuhl fesizuschnallen uno dann noch nicht sicher zu fern, ob seine starke Körperkonstitution nicht den elektrischen Strömen allzulange widerstände! Zu- gegeben, daß der elektrisch« Stuhl unsicher und grausam ist, ich finde jede von Ihnen vorgeichlagene Methode ebenso gemein und eines Kulturstaates unwürdig.— Und wie wollen Sie experimentieren, wie wollen Sie di« Wirkungen am Menschen ausprobieren? Wollen Sie den Delinquenten fragen: vielleicht etwas Blausäure gefällig oder ziehen Sie Arsin vor? Sie sprechen von fünf Minuten. Wissen Sie, was das heißt, fünf Minuten lang zu wissen, von irgendwo kommt«in giftiges Gas, fünf Minute« lang den Versuch zu machen, diesem Gas zu entweichen, noch eine Minute des Lebens zu retten? Ich sehe schon den armen Menschen am Bode« liegen, in der Hoffnung, man verwendet bei ihm ein Ga», das steigt; oder ch« auf Tische, Stühle oder an den Wänden hoch steigen, weil der Aermste annimmt, das Gas senkt sich. Wenn Sie schon töten müssen, dann machen Sie es kurz! Haben Sie dafür aber keine Gewähr, dann folgen Sie unseren Wünschen, schaffen Sie die Todesstrafe ab!" Swendsons Worte waren nicht ohne Eindruck auf die Volksvertreter geblieben, aber Jobson ließ sich von seiner Auffassung nicht abbringen. Als di« Sitzung vertagt wurde, forderte er einige Herren auf, mit ihm die neuen Anlagen zu besichtigen, die im Nachbarstaat zur GaStötung schon in Betrieb waren. * Etwas gruselig war es den Abgeordneten doch zu Mute, als sie die weiten Gange de» Gefängnisses durchschritten und sich der Hinrichtungszelle näherten. Der Ge- fängnisdirektor erklärte alle», die Zelle, ohne Fenster, aber sonst besser al» die gewöhn- kche« Gestmgenenzellen auSgestattet, die Zuleitungen für die Gase, die Entlüftungsvorrichtungen. „Und nun, meine Herren, folgen Sie mir bitte in den Nebenraum, damit ich Ihnen die Gasmaschinen erklären kann!" Die Herren waren froh, diese unheimliche Zelle verlassen zu können. Schnell folgten sie dem Direktor— nur Jobson betrachtete interessiert di« ZuleitungSrohre und fuhr erst auf, als die Zellenlür zuschlug und die Schlösser sich automafisch zuschoben. „Gefangen", dachte, er, and er mußte lachen. Ihm kam die Sache reichlich komisch vor. Sem hartes Gemüt ließ" furchtsame Gedanken nicht aufkommen. Was konnte schon sein, in einigen Minuten würde man ihn vermissen, ihn suchen, die Zelle aufschließen und ihn aus seinem Gefängnis befreien. Er zündete sich ein« Zigarette an und betrachtete geduldig die Einrichtung in der Zelle. Da hört er plötzlich Stimmen, lauscht, unterscheidet deutlich die Wort« des Gefäng- nisdirektors:„Und hier, meine Herren, sehen Sie diesen Hahn. Er öffnet die Stahlflasche und daS GaS strömt in die Zell«, In kaum fünf Minuten ist der Raum nebenan gefüllt und der Delinquent eine Leiche." .„Könnte man nicht.. Die fragende Stimme ging in Geräuschen verloren. Irgend eine Derschlußklappc mußte die Zuleitung zum Nebenraum, aus der die Stimmen gekommen waren, verschlossen haben. Jobson zuckt zusammen:„Nm Gotte» Willen, die werden doch nicht die Gaszuleitung ausprobieren." Er rennt zur Tür, schlägt mit den Fäuste» gegen die Stahlwand, ruft, brüllt, niemand hört ihn. Seine Kaltblütigkeit verläßt ihn, er stürzt sich auf das Zuleitungsrohr, versucht es mit seinem Rock zu verschließen, aber ein« sinnreiche Vorrichtung macht das unmöglich. „Kommt da nicht ein Luftzug aus dem Rohr?" Er lauscht, glaubt das Zischen des ausströmenden Gases zu hören, schreit auf, nimmt den Stuhl, der im Zimmer steht urck> rennt damit gegen die Tür. Man muß ihn doch hören! Die Sekunden werden ihm zu Stunden. Er hat daS Gefühl als fiele ihm daS Atmen schon schwerer. Da springt er auf den Tisch: „Hier wird die Luft befler— aber nein, hier — t— Die Dame icoreiOi der Dame. Von Erich Kastner. Du hast es gut. Du steckst in Tanne». Hier in Berlin sieht'» böse au». Wir müssen sparen, sagt mein Mann, und essen abends meist zu HauS. Mir scheint,«S ist nicht ganz geheuer. Erst gestern sprach er sorgenvoll, das Auto würde ihm zu teuer. Da wurde mir'» denn doch zu toll!. Ich hab geweint. Ich hab geschrien. Max sprach in einem fort von Geld. Im Bett hab ich ihm dann verzieh«. Er schwur, daß er den Horch behält- Du steckst in Tanne», Du hast«S gut. Hier ist nun Herbst. Das Laub wird welk. Max sagt bei allem, was sich tut: „Mein Gold, cs knistert im Gebälk." Es steht zum Beispiel nicht mal fest, ob daS Programm der Winterbällc sich regulär abwickeln läßt!, (Ich habe das aus sichrer Quelle.) Ein Kleid brauch ich auf jeden Fall, ob Max nun Geld hat oder nicht. Wir gehn ja doch zum Presseball, wenn nicht Revolution ausbricht. Ich denk an Grün. Und zwar Chiffon. Es wäre wirklich unerhört, wenn man uns diesmal di« Saison durch Streik» und Straßenkämpf« stört! Vielleicht fängt's erst im Frühjahr an? Es steht sehr schlecht. Doch waS weißt du? Du hast es gut. Du steckst in Tannes. Ich nehme, trotz der Sorgen, zu... ist sie ja schlechter, viel schlechter!" Sein Körper windet sich am Boden, aus seinem Munde kommen unverständliche Laute. Er betet— wie lange hat er das nicht mehr getan—> kalter Schweiß bricht auS.„Um Gottes Willen, nur nicht so sterben!" Dann liegt er ganz ruhig, überdenkt fein Leben. Was hat er nur gleich getan, daß er so sterben soll? Sein Atem geht stoßweise, er fühlt die Kräfte schwinden, jetzt kriecht es auf ihn zu, das Dunkel, das Grausige.—„Ist das der Tod?"— Ein tierisches Brüllen stößt er aus, dann bricht er bewußtlos zusammen. Man hat lhn gesucht, hat oi« Zellentür geöffnet, hat einen alten Mann tnit weißen Haaren gefunden, in dem man Senator Jobsou erkannte. Jobson wurde einet der tätigsten Gegner der Todesstrafe. Zwar könnte er nicht mehr im Parlament tätig sein, dort hatte man ihn verlacht, verspottet wegen seiner Angst. Aber ruhig hatte er alles eingesteckt, hatte sich Necken lassen, daß er vor frischer Luft, die in die Zelle gepreßt wurde, solche Angst bekommen hätte. Er wußte es, tvas es heißt,, fünf Minuten lang diese Todesangst auSzustchen. Der mißglückte Milliardär. Von Erich Kastner. Wenn in den Großstädten etwas los ist.— ein Schwimmfest, ein Boxkampf, rin Fußballmatch—, dann finde» sich umgehend die Vertreter der fliegenden Berufe«in: Zeitungsver- käufer, Br«tzelhändl«r, Wurstmänner und waS «s sonst gibt. Das Erstaunlichste dieser Art er- lebten wir neulich nach«in«m großen Fußballkampf. Tausend« der Zuschauer strömten nach dem in der Röhe befindlichen Borortbahnhof, um von hier aus wieder nach Hause zu fahre». In langen Schlangen standen wir vor dem Fahrkartenschalter. Endlich kam ich an di« Reih«. Ich wurde bor den Schalter gestoßen und rief dem Beamten zu:„Viermal Dritter!" Plötzlich merkt« ich, daß sich jemand an meinen Schuhen zu schaffen machte. ES war klar, daß sie. mir jemand putzte! Aber wo und wer? Nirgend war«in Stiefelputzer zu sehen und nirgend- wäre Platz für ihn gewesen. Immerhin, wenn Schuhe gewichst, werden, muß wer da sein, der«s tut. Ich bückt« mich, um dem geheimnisvollen Phänomen auf die Spur zu kommen. Und da kniet«, unter dem Schalter, unansehnlich und den Fußtritten Hunderter ausgesetzt, mit einem Wischtuch bewaffnet, rin ganz kleiner Junge, kaum zu«rkennrn, und bearbeitete die vom Sportplatz verstaubten Damenschuhe und Herrenstiefel. Hunderte traten vor den Schalter. Hundert« verließen ihn gesäubert. Ich bekam meine Fahrkarte, gab dem Jungen etwas von dem Schalterkleingeld und suchte meine Bekannten. Ich erzählte ihnen von dem winzigen Stiefelputzer, und sie traten näher, um ihn zu besehen. „Ein raffinierter Kerl", sagt« der«ine.| „Wenn ihm leder auch nur sünj P;euiuge gibt, bekommt«r jetzt in einer halben Stunde", und er begann, erstaunlich« Ziffern zu nennen. „Er hat von dem Fußballspiel gehört und sich hier postiert, wo alle Zuschauer hintereinander vorbei nlüssen., So ähnlich haben di« meisten Milliardäre begonnen", nleinte der zweite. „Und wollen wir wetten, daß er fast nichts verdient? Der Schalterbetrieb geht so rasch. Und di« Leut« haben es so«ilig, zum Zug zu kommen, und kein Mensch sieht nach, was da im Dunkel an seinen Stiefeln vorgeht. Gebt nur Obacht!" sagte der dritte. Wir sahen genau hin. Der dritte hatte recht. Der klein« Stiefelputzer wurde von den wenigsten bemerkt. Und diese wenigen gaben auch nicht immer etwas! Er arbeitet«, was das Zeug hielt. Er arbeitete trotzdem fast vergeblich. Und wie klug hatte er zu sein geglaubt, als er sich unter dem Schalter postierte. Und wi« klug hatte ich seinen Einfall gefunden.. „Das wird kein Milliardär", sagt« der erste. „Und wie sehr hätte ich's ihm gegönnt", sagte der zweite. Dann gingen wir«ilig nach dem Bahnsteig. - t v r v v ¥ TTevTTVv* Erfindersrßnekfake. Der nachfolgend« Abschnitt ist auL deni i jprünge von Englands Adel und Herrenkast«, I versucht« sie doch,«in Wort für ihre Klässe«in- zulrgeni „Aber", fragte sie,„wurde Nicht viel von dem Elend schon frühzeitig durch Männer wie Lord Shastrsbury beseitigt?" soeben im Verlage„Der B ü ch e r k r e i s G. m. b. H.", Berlin SW. 61, erschienenen englischen Roman„Das geduldig« Albian" von Paul Bankt '(Preis 4.80 RM.) entnommen. Das Buch . ist hochaktuell und schildert di« unmittelbar« Gegenwart der englischen Arbeiter« o bewegung in der heutigen Krise. Im Mittelpunkt der Handlung steht eine Textil- arbeiterauSsprrrung. An dem Abwehrkampf nehmen auch di« Personen des nachfolgenden Gespräch» teil, di« bürgerliche Studentin Ranch RecveS und der auS einer Arbeiterfamilie stammende Eifen- bahnangestellt« Fred Barthrigde: Barthridge nahm ihren Vorschlag, ihn auf dem Spaziergang zu begleiten, mit Begeisterung auf. Unterwegs machte er Ranch auf Dinge aufmerksam, die ihm außerordentlich wichtig erschienen, di« aber Ranch bisher kaum beachtet hatte, so beim Verlassen, des Dorfes auf die alte Straß« mit ihren dreistöckigen Häusern, deren Fenster im Oberstock di« ganze Breit««innahmen, während die Fenster der unteren Etagen bedeutend kleiner waren. „Diese Fenster im Oberstock", erklärte er, „stammen auS der Zeit, als daS Tuch noch in Heimarbeit auf Trittwebstühlrn gewebt wurde. Ein Mitglied unseres Klubs webt rwch heute zu Hause feineres Tuch, als eS di« Fabriken Herstellen. Er webt abends auf seinem Handwebstuhl,- nachdem er tagsüber in der Fabrik am Maschinenwebstuhl gearbeitet, und er verkauft sein Tuch an die Dorfbewohner, für weniger als den halben Preis der maschinengewebten Tuches." Sir unterhielte» sich über dir Frühzeit der industriellen Entwicklung, als Frauen und Kinder mit Körben voll Kohle auf ihren Rücken Leitern erkletterten; als di« Armenhaus- und geistig zurückgebliebenen Kinder schichtweise in den Fabriken arbeiteten, lange Stunden hindurch; wo dann di« Kinder, di« von der Arbeit kamen, sofort in dir Betten derer krochen, di« zur Arbeit aufbrachen. Obwohl Ranch erst kürzlich di« Schrift „Unser alter M>rl" gelesen hatte mit ihren«n- j glaublichen Angaben über bi« schimpflichen Ur- ,I>aS Los der Arbeiter", erwiderte Fred, „gestaltete sich etwas menschenwürdiger infolge der Mißgunst, mit der di« alten Landeigentümer auf die Euiporkömmlingr der Industrie blickten, aber erst, nachdem die Arbeiter selbst gekämpft und gelitten hatten. Erst im Jahre 1872", fügte er hinzu,„wurden in den Bergwerken durch Gesetz zwei Schächte vorgekchrie- ben, um zu verhüten, daß di« Bergleute wie in einer Fall« saßen. Es brauchte fünfundzwanzig Jahre und allerlei ParlamentSakt«. um die Arbeitswoche der Kinder auf neunundsechzig Stunden in der Woche zu beschränken." Ranch empfand für da» Streben.der Arbeiter nach Muße, Kultur und besseren LebcnS- bedingungen so etwas wi« Mitleid. Sie erinnerte sich der Erzählungen. in ihren Schul- büchern, in denen dir Weltgeschichte, brr ganze Fortschritt al» Triumphzug von Kaisern, Generälen, Ministerpräsidenten, Erzbischöfen uNd Dichtern gefchilbert wurde. Da» Gefühl«inte Schuld überkaw sie, als wenn st« durch ihre Geburt und Erziehung, durch Tradition und Bildung unwisstntlich an einem Verbrechen mitgrholfen und ihm Vorschub geleistet hätte. Fred Barthbridges Sympathie für all«, die die Gesellschaft nicht hatte anerkennen oder belohnen wollen, führte das Gespräch auf Erfinder und ihr« Schicksale. „Samuel EromptonS Spinnmaschine für extrafeine- Garn war wahrscheinlich di« Hauptursache des Reichtums der Lancashirer Millionär« und des ganzen Ruhm» der Lancashirer Baumwolle. Verschiedene Jahr« seines Schaffen» und alles, was er besaß, widmete er der Erfindung feiner Mule. RachdcM Spion« vergebens versucht Hatten, ihm sein Geheimnis z» entreißen, ließ er sich überreden, sie gegen«ine geringe Gebühr den großen Fabrikanten zu zeigen. Diese redeten ihm solang« zu, bi» er ihnen die Mule verkaüste, wobei sie ihm gerade so viel Geld zcchlten, daß«rein« neue Maschine anfertigen konnte. Dai war im. Jahr 1.779, — 3— Im Jahr 1882 mugle Uvl 41UM*^XVut^iDIl beim Parlament— nicht bei den Fabrikanten — wegen einer Entschädigung petillonieren. Er war zu arm gewesen, um seine Mule auch nur patentieren zu lassen. Kay, der Erfinder d«S maichrnengctriebe- nen Weberschiffchens, wurde sogar noch schlimmer behandelt. Di« Aorkshirer Fabrikanten stahlen ihm einfach sein« Ide«, und dann stifteten sie durch Subskriptionen«inen Fonds, um ihn zu bekämpfen, falls er vor Gericht ging«. Kay verwandte«inen beträchtlichen Teil der ihm noch verblicbeiten Lebenszeit auf di« ver- geblichen Versuche, eine gerichtlich« Entscheidung zu erlangen. Roch Jahre danach pflegte rr zu sagen,«r Haie vielerlei erfunden, wovon er, nach der Behandlung, di« er erfahren, niemand etwas mitgeteilt habe." Nancy macht« dazu die Bemerkung, daß di« Welt ihr« Wohltäter stets schmählich behandelte. Fred fuhr fort: „Als im Jahr 1851 im Oberhaus das Komitee für Patentschuhgesetzgrbung den Zivilingenieur Brunel fragte, ob Erfindungen niehr von Wissenschaftlern oder von Handarbeitern herrührten, gab dieser«zu, daß die meisten Erfindungen von Arbeitern stammten, die in dem betreffenden FabrikationSzweig beschäftigt seien; aber er glaub e, daß die'« Ertinder auch ohne Patentschutzgesetz genügend belohnt würden. Man könne sich darauf verlassen, meinte Brunel, daß di« Unternehmer dem Arbeitererfinder ein Pfund oder gar, fünf Pfund auszahlten." „Ter ganz« Ertrag der Erfindungen", fuhr Fred fort,'„ist unterschlagen wyrden. Wie Lasttiere wurden die- Arbeiter behandelt. Auch heutzutage bekommen sie bloß das Brot und di« Butter, di« Lumpen und die Bleibe, di« sie schon immer hatten;, und waß sie bekommen, ist viel schlechter als früher." Gedanken über Goziansmus. Bon OSkar Wilde. Mau erzählt uns oft, die Armen feien sür Wohltaten dankbar. Einige sind es ohn« Zweifel/ aber di« besten unter den Armen find nie dankbar. Sie sind undankbar,* unzufrieden, ungehorsam, Rebellen. Sie find cS mit vollem Recht. Si« empfinden, daß di« Mildtätigkeit eine lächerlich unzulänglich« Art teil« weiser Rückerstattung oder«in sentimentales Almosen ist, gewöhnlich mit dem unverschämten Versuch de» sentimentalen Wohltäter» verbun- den, aber daS Privatleben der Beschenkt«« tyrannische Herrschaft zu üben. Warum folleu die Armen für die Krum«n,. die von der Tafel der Reichen falle«, dankbar sein- Sie sollten mit bei dem Mahl« fitzen, das beginne« fie jetzt zu merken. WaS die Frage der Ün- zufriedenheit belangt: Wer mit solcher Umge- bung und einer so erbärmlichen Lebensführung zufrieden wäre, müßte völlig verliert sein. Der Ungehorsam ist für jeden, der dir Geschichte gelesen hat, di« ursprüngliche Tugend des Menschen. Durch d«n Ungehorsam ist man zum Fortschritt gelangt, durch den Ungehorsam und durch die Empörung... Da» wäre Ziel ist die Gesellschaft auf einer Grundlage neu aufzurichten, di« di« Armut auSschl'eßt. * Der neu« Individualismus, in dessen Diensten d«r Sozialismus, ob rr nun will oder nicht, arbeit«t, wird.vollkommen« Harmonie sein. Er wird die Erfüllung dessen bringen, wonach di« Griechen sich sehnten«nd WaS si« z- erreichen vermochten, außer in Gedanken, weil si« Sklaven besaßen und diesen Nahrung gaben; er wird di« Erfüllung dessen sein, wonach sich die Renaissance sehnte, waS sie nur in der Kunst völlig zu verwirklichen vermochte, weil sie Sklaven hielt und dies« Hungers sterben ließ. Ts wird etwa» Vollendetes sein, und durch ihn wird jeder Mensch zu seiner Vollendung gelangen. Der neue Individualismus ist das neue Griechentum. -»- Es ist eine Tatasache, daß die Zivilisation der Sllaven bedarf. Mit dieser Anschauung hatten die Griechen ganz recht. Solang« nicht Sllaven di« häßlichen, schrecklichen, stumpfsinnigen Arbeiten verrichten, sind Kultur und Beschaulichkeit so ziemlich unmöglich. Aber di« Versklavung der Menschheit ist unrecht, unsicher und entsittlichend. Von dem mechanischen Sklaventum, von dem Sklaventum der Maschine, böngt die Zukunft der Welt ab. Eine Weltkarte, die da» Land Utopia nicht enthielt, verdiente diesen Namen nicht, denn ihr fehlt« das einzig« Land, in dem die Menschyeir immer landet. Und wenn sie dort landet, dann späht st« wieder aus, und sobald sie ein reichere» Land vor sich steht, segelt si« weiter. Ter Fortschritt ist nur di« Verwirk« llchung von Utopien. « i Bisher ist der Mensch vis zu«inem gewissen Grad-er Sklave der Maschine gewesen und«S liegt etwas Tragische- kn der Tat« fache, daß er dem Hunger verfirl, sobald«r eine Maschine für das Verrichten einer Arbeit erfand. Ditse Tatsache ist jedoch nür dar Ergebnis unseres Systems des Privateigentums und des freien wirtschaftlichen Wettbewerbes. Gegenwärtig konkurriert die Maschine mit dem Menschen. Unter richtigen Verhältnissen wird sie dem Menschen dienen.. TUitfel Oer LSrzeit. Von T. Kellen. Einige Riesentiere der Urzeit mögen durch ihre Größe zugrunde gegangen sein, aber nicht bei allen kann diese schuld daran gewesen sein, denn die größten Säugetier«, die Wale, leben noch heut«, und auch unser Elefant steht ja nur wenig hinter dem untcrgegangrnen Mammut zurück. Allerdings ist zu brachten, daß, je größer«in Tier ist, es desto weniger Junge hat desto langsamer dies« heranwachsen. Während bei llein«ren Ti«ren der Verlust einzelner Würfe od«r Bruten nichts zu bedeuten hat, kann bei großen Tieren der Verlust drr Jungen infolge Krankheit, Verfolgung oder dergleichen schon die Art ernsthaft bedrohen. Die groß« diluvial« Eiszeit brachte für die Tier« einen furchtbaren Kampf umS Dasein und für viele den Todeskampf. Da der Klimasturz aber nicht auf einmal erfolgt«, sondern langsam und von mehreren wärmeren Zwischenzeiten unterbrochen, so konnten immerhin einzeln« Arten sich an die Kälteverhältniste an- passen, falls es ihnen nicht möglich wär, südwärts in wärmere Gegenden zu flüchten. Als nun daL EiS wieder fortzuschmelzen begann, zogen ihm die Tiere nach, di« stch der Kälte angepaßt hatten, und ihr« Nachkommen blieben Bewohner drr jetzigen hochnordischen Pokarzone. Aber auch das Mammut und das Wollnashorn sind zulrtzt am Polarkreis auf dieser Wanderung erlegen.'" Abgesehen von Katastrophen arbeitet die Natur mehr mit langsamen, kleinen Veränderungen. Doch müsien in einzelnen Perioden der Erdgeschichte diese Kräfte wirksamer gewesen sein al» in anderen, denn nachdem am Ende des erdgeschichtlichen Mittelalters ein« Menge artenreicher Tiergcschlechter untergegangen waren, sind am Anfang der Neuzeit wie mit «inem Schlag« völlig neue Arten entstanden, Es gibt eine ganze Reihe von Fällen, in denen Arien, Familien, ja ganze Ordnungen ohne erkennbar« Ursachen ausgestorben und durch andere erseht worden find. In dem Schiefergtstrin des damals noch vom Meere bedeckten Schwäbischen Jura sind ein« Meng« Jchchyosauricr enthalten. Sind ihr« Leichen dorthin geschwemmt worden od«r haben di« fischfresienden Ichthyosaurier mit ihrer Beute dort den Tod gesunden? Diese großen Reptile des Meeres(bis zwölf Meter lang) waren dem Leben im Master ebensogut angepaßt wi« die heut« noch lebenden Wale; jedenfalls bester al» di«^rhunde, und doch v«r- schwanden die Ichthyosaurier schon ziemlich lange vor dem Ende des Mittelalters der Erdgeschichte, di« Plesiosaurier um di« Wende vom Mittelalter zur N«uzeit. Dagegen haben die Teleosaurier(vollkommene Echsen) noch den Beginn dieser Neuzeit erlebt. Da diese für den Kampf umS Dasein, gut ausgerüsteten Geschlechter Meeresbewohner waren, hätten sie auch einer ungünstigen Wendung dcS Klimas leicht auSweichcn könnet!. Es ist auch nicht anzunehmen, daß ihnen keine ausreichende Nahrung mehr zur Verfügung stand, da sie in der Kost nicht wählerisch waren. Auch daß si« sich nicht tveiter hätten entwickelt! können, läßt sich Nicht annehmen. So bilden die Ursachen de» AUSsterbens der Meeresdrachen immer noch ein ungelöstes Rätsel, v Hier bleibt unS nichts andrr«S übrig, al» uns auf ein unbekanntes Gesetz d«8 Fortschritt» zu berufen, wonach das Leben auf den Ersatz großer, langsamer Tiere durch kleinere, intellektuell höher entwickelte hinarbeitet. Di« höher und bester organisierten Wesen triumphieren im Kampf ums Dasein. Weshalb jedoch irgendeiner Grupp« von Tieren eine vom Schicksal zugemrstene beschränkte Lebensdauer beschieden ist, weShalb einige Arten untergehen, wenn sie scheinbar «bensogut wie ander« jetzt noch lebende ausgerüstet waren, wissen wir nicht, und wenn man behauptet, daß einmal eine Zeit kommt,, in der daS Keimplasma keine weitere TeilungSfähig- keii mehr besitzt, so meint Fredinc A. Luca», man gebrauche da lediglich überflüssige Worte zum Ausdruck unserer Unkenntnis.. Unser heutiges Wissen von dem Aussterben d«r vorzeitlichen Tiere läßt sich dahin zusammenfasten: Einzelne Arten sind auSgestor» den, weil sie ihre Entwicklung vollendet hatten und' durch andere höherstehend« Arten«rsrtzt wurden. Ob einzeln« Arten durch widrige Ber- hältniffe in der Natur(Klimaändcrung, Veränderung der Ernährungsverhältniste. Katastrophen) oder durch feindliche Arten ausgerottet wurden, wistrn wir in den meisten Fällen nicht. Andere mögen durch Seuchen untergegangen sein, und eS unterliegt keinem Zweifel, daß die Wissenschaft noch genauer« Anhaltspunkt« gewinnen wird über die Ursache der Massengräber, di« Art der Seuche«, die schon in der Vorzeit ganz« Tiergcschlechter vernichteten, und über das Leben der Kleinwelt, die Bazillen d«r Urwelt, die dabei beteiligt Seewesen sein möge» — 4— , Kina una Wa.. J Die Eindrücke in der Kindheit sind di« stärk» Jen. DaS gilt auch von den Eindrücken, die Bücher hinterlassen. So manche- Buch, da»»an «l» Erwachsener vor Monaten gelesen, hat man vergessen, doch erinnert uum sich noch intensiv der ersten, di« man als Kind gelesen hat. Darum J°U bei der Auswahl der Jugendbücher strenge Dichtung vorgenommen und nur solche Bücher den Kindern geschenkt werden, die textlich und bildlich künstlerisch werwoll sind. Eine Reihe solcher Bücher bringt der Verlag Millam- ». C o., Berlin-Grunewald ans den Weihnachtsbüchermarkt: Da ist dar aNem eia aeuer Doltril»-B»nd: »Doitor Dalittlei grötzie Neil«" v»a Hnatz Lasting. 'Jetzt, da di« ftüher erschienenen Dalitiie-Bücher i» diele« itiaqrnd Exeniplare« verbreitet und die Herren der Jugerü» eaizäckt habe», ja sogar der Fii««ad dal Theater sich der prächtige» Flgur der Doktor DolllNe demächtigt Haden, tW er nicht notwendig, dar besondere Lod diese« neuesten i Buches de« ersel-reiche» Autori att-usvtmueeu. Dleltnai ' geht di« Reise aus— den Mond! Man kann sich schwer 'verstelle», was«g da für Spannung«» und Abenteuer gibt, di« Doktor Dolittle sür seine Tiere r« testehen Haden! Reise« Schüler und Studenten, di« sür Forschungt- ' reisen und Technik Interesse Haden, werd«» hochdefriedtgk durch ei» Buch«Reise» mit Doktor NederaU" von Dr. ,N«berall, der sich im deutschen Rundsuak bereit- diel« ' Freunde erworben hat. Rein gelehrter,«ter«in letzrrei- :chel. Interessanter und unterhaltender Buch! Musterhaft anschaittich erHählt, führt Dr. Uederall de» Leser unter ! den Meere-spiegel, durch di« Sahara, zu de» E-kimo-, s in- ätohlenbergwerk end so Weiler. ZU« Schlüsse sogar , ans de» Mond. Zahlreich« schöne Photo- unlerüühen da« frisch geschrieben« Buch aus dar Wirkung-Vollste. Jüngeren, aber auch reifere» Kinder» wird köstiiche» Ae»uh da« Buch»Da« richtig« Himmetdton" bereiten. »Der Maschinenlnabe und«»der«««schichte»" von B 4 l a B« l 4,«. Der Autor hat in de» Phantasievoile» Er-ähiung«», die dar Buch zusammenfah«, einig« un- deraeßliche Sestaltr» geschasfen. Ein Buch der Wunder, doll prächtiger Einfälle und t» einer dichterisch schöne» und klar«» Sprache erzählt. Die farbigen Jilnltranone» do» Mely Hoffer sind kleine Kunstwerke Eine untmchaltsanic Geschichte bringt.Petr, P o f- sii e r l i ch". Eine Berner Bärrxgeschichw. Bon«. Ra« mit Bilder»»»» Karl Holtz. Es ist dir Geschichte einer richtigen, lebendig«» Bären, del iüngfte» Bären, kindes ein er Bärensanrilie in dem BäreiswlNger der Stadt Bern. Er hat Humor dieser Böpenkind und di« Streiche, die es verübt, wird dl« Kindlr herzlich lachen Wachen. z Echlietzlich doch nicht zuletzt liegt ei» Roman sür Kinder:»Pünltchen n»d Anton" von Erich Kästner, der «tdrnso wie sei» vorhergegangener Kinberroma»»Emil und dl« Delektive" von de» Kindern begeistert ausgeuomme» werde» wird. Dar von lustig«» EinsäAen rrfüllw Buch . W spannend»ich mit sicherem Gefühl für di« Rechtgvor- steklungen der Kinder geschrieben. ver Jlchtromann“. Elektromann— ein sonderbarer Rame, wer ckann das sein? Es ist die Bezeichnung sür ein hochwertiges, interessantes Spielzeug. Ein Ka- strn, der allerlei Bestandteile enthält, mit denen seder Halbwegs aufgeweckte Junge mit Zuhilfe» »ahme einer Tafcheulampenbatterte hundert elektrische Experimente machen, Apparate wie Wvrsetelegraph, Klingel, Elektrisierapparat, Telephon und Motoren zusammenstelle« kann. Und Elles mit wenigen Handgriffen, so daß schon jeder über 7 Jahr« alte Junge sich leicht damit zurechtfinden kann. Erschienen ist der„E l e k t r o- mann" im Berlage Kosmos, Gesellschaft der Naturfreunde, Stuttgart und kostet Mk. 8.50, für Kosmosmitglieder Mk. 8.—. Er ist in allen großen Spielzenghand- lungei, erhältlich. Der„Elektromann* ist weit mehr als ein bloßer Zeitvertreib, denn er gibt Anregungen und Bildungswerte, und es werden dem Jungen, der sich mit ihm beschäftigt, eine ganze Menge nützlicher Dinge beigebracht, die er später im Leben hundertfach verwenden kann. Der Kasten enthält auch«in nett geschriebenes Anleitungsbuch. Alles in allem kann gesagt werden, daß dieser Experimentierkasten, der hohe technische und erzieherische Anforderungen erfüllt, nicht nur den damit beschenken Junge», sondern auch de« Bat ein, di« sie dabet unterweisen werben, lebhafte Freude bereite» wird. Wißt ihr schon?... Sau Franzisko hieß in alten Tagen Jerbä Buena. Im Jahre 1850 hatte di« Stadt, die zur Zeit des kalifornische» Golhjiebers ihren heutigen Namen bekam, erst 31.000 Einwohner, und zwar war«S zum Teil der größte Ausschuß der Welt, der sich hier zusammengesuu- den hatte. Schließlich wurden die Verhältnisse so unerträglich, daß die Bürger sich zusammentaten und jeden Verbrecher henkten oder erschossen. In früheren Zeiten war ein Fünftel der Stadt Chinesen, di« in«incm«lenden Biertel mit vielen Schlupflöchern und unterirdischen Gängen wohnten. Das furchtbar« Erdbeben im Jahre 1900 zerstörte fast die ganze Stadt,«S kamen 500 Menschen um, der angerichtete Schaden wurde aus zwei Milliarden bewertet. Aber nach drei Jahren war di« Stadt schöner und größer wieder aufgcbaut. DaS ganze früher« Chinesenviertel war zerstört wordc». Unter den 500.000 Einwohnern sind jetzt nur 8000 Chinesen. Da in die Bereinigte» Staaten keine neuen Chinesen mehr einwandcrn dürfen, und die alten entweder in ihre Heimat zurückgekehrt, oder aussterben, so verschwindet di« gelbe Bevölkerung in Amerika allmählich. Di« Drehscheid« Europas heißt die Schweiz deshalb, weil durch sie«in beträchtlicher Teil des europäischen Warenverkehrs geht, der im Jahre 1830 3.5 Millionen Tonnen ausmachte. Um eine» Begriff von dieser Zahl zu bekommen, sei erwähnt, daß der gesamte schweizr- rische Außenhandel 9.5 Millionen Tonnen beträgt. Milwaukee, das ehedem berühmt war als bedeutendstes Bierbrauzentrum Amerikas, erbebt jetzt den Anspruch, die größte Schule der Well zu besitzen. ES handelt sich um«kn sechsstöckiges Gebäude, das 12.000 Tagesschüler und 9000 Abendschüler hat. Diese Schul« hat ihre eigene Bäckerei,«in Friseurgeschäft, eigene elektrische Anlage, eigene Druckerei ustv. und beschäftigt 237 Lehrer. Der Höcker des Kamels gilt den Arabern als besonderer Leckerbissen. Der Geschmack d«S Hellen Fleisches erinnert an Ochsensleisch. Für Moskitos und Mücke« ist Blau die anziehendste Farbe, während sie Gelb scheuen. Fabelhaftes Glück.„Fabelhaft, Mensch, waS Sie für ei» Glück haben! Erst mache« Sie edte reich« Erbschaft, dann gewinnen Sie in der Lotterie, schließlich heiraten Sie eine reich« Frau!"—„Ja, mein Lieber, da- stimmt! Und dabei müsten Sic noch berücksichtigen, daß ich mit nichts angefangen habe." Im schottischen Reisebüro.„Ich möchte gern nach Afrika reisen."—„Sie wollen sich nun über die Dampferlinie informieren?"— „Nein, ich möchte nur wissen, auf welchen Schiffen das Mittagessen während der Seekrankheit abgerechnet wird." Die Autlerin. Fräulein Mimi hat einen Gentleman umgefahren. Der Herr ist wirklich ein Gentleman, denn er sagt nichts. Fräulein Mimi aber sagt:„Sie müssen nner^rt unvorsichtig gewesen sein, mein Herr. Ich sichre schon seft fünf Jahren und habe noch nie einen Menschen nmgrfahren."—„Pardon, meine Gnädigste", sagt der Gentleman,„ich gehe schon fett sünsunddreißig Jahre» zu Fnß— und ich habe nach nie«in Auto üferäuttti* .,'.'>ou in cm Mythos." Eure politische Reifeprüfung müssen in Sowjctrußland all« Mitglieder der kommunistischen Jugendorganisation durchmachen. Auf ein Prüfungsfach wird dabei besonderer Wert gelegt: di« antireligiöse Propaganda. Ein bäuerlicher Jungkommunist, der aufgeregt vor der Kommission steht, wird gefragt:„Was ist Gott?" So wie man es ihm gelehrt hat, antwortet er:„Gott ist rin Mythos." Man fragt weiter:„Und waS ist Religion?" Prompt folgt die auswendig gelernte Antwort:„Religion ist Opium für das Volk." Die Kommission will noch wissen, wozu di« Kirche da ist.„Um di« Armen zu be- trügen", antwortete der Prüflingskandidat. Almau ihm dann verkündet, daß er die Prüfung mit„Sehr gut" bestanden habe, ruft er voller Freude:„Gott sei dank!" nnd bekreuzigt sich ! dreimal. Paris.„Sind Sie eigentlich glücklich verheiratet, Claire?"—„Unsagbar glücklich! Wir haben schon dreimal unsere Scheidung hinausgeschoben." »WWV0vvvWW0H> o o T V* V» Schach-Ecke. Alle Zuschriften und Anfragen an wen. Wenzel Scharvch, Zwettnitz Nr. 65 bei Tepiitz-SchSnau. Allen Anfragen ist Retonemarke belzulegen Schachaufgabe Nr. 64. Von Gen. Josef Tille, Looedorf. Schwan: Kdi; Le3; Se8; Bai, dB, gB, f7(7), abode f g h 8 K KE U 8 7 V 8 WtV 7 6 ÄW WLWLK S WLW»W K 6 4 K W V V 4 3 « Wch« V 3 2 saura 2 l Mi W m K 1 ■ b c d e k g h Weiß: KdS; DM; Sa6; Bb5, d4. e2, eB(7). Matt in»wei Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage»ach Erscheinen der Aufgabe an oben genannt« Adresse zu senden. Usangaing m Nr. 61: DU-Ml Richtige Lösungen sandten nachfolgend« Genosse»«in: Walter Ludwig, Nobel Franz, Schmied Ferdinand, Michel Rudols, olle Kwitkau; Wewerka Ernst, Aussig; Hoyer Otto, Saaz; Dtnnebier Emil, Tetschen; Zimmermann Heinrich, Eichwald; Trütsch Bnsta» und Quai Adolf, Wisterschan: Gottfried Hans und Uktdit Hans, Höllischen; Hälbig Johan» und Bräutigam Anton, Bergesgrün; Hühnel Anton Schönfeld; Ullrich Richard, Sörlau; Wert Rudolf und Schöpse Heinrich, Prosfeditz; Altschmted Joftf, Neuhof; Settmacher Artur, Zwettnitz; Swo« bvda Joses, Nechwalitz. V. Kreis, 2. Bezirk. Bezirksschach konseren z. Am 13. Dezember fand in Wisterschan die 3. Brzirksschachlonserenz statt. Gen. Havel berichtet Über«ine rege Tätigkeit unserer Sparten: 10 Serlenspieke, 3 Bezirkstvettkämpf« gegen 1. und 7.Bezirk, ein Grenztresfen in Georgenkcld mit Sachsen und eine ganze Reihe Freundfchastsn>ett- kämpfe. Gewählt wurden: Vorsitzender:-Josef Havel, Teplitz-Schönau, Pragerstraße: technischer Leiter: Willi Griesbach, Turn, Reichsstrave; Schriftführer: Wenzel Scharvch, Zwettnitz W; altz Beisitzer di« jeweiligen Leiter der Sektionen. Arbeitsplan 1832: Austragung der Bezirksferienspiel« uNd Wettkämpfe gegen ander« Bezirke, Freundschaftswettkämpfe und ein BezirkSschach- kehrsurtz für Anfänger und Fortgeschrittene, welcher im Feber in Tur» oder Teplitz stattftnden wird.