Keine Alrvett. V»r» Cmi r 3«lo. . Di« folgende Geschichte des großen-fran. .- zosischen Dichters ist in den„Reuen Erzählungen für Kinder" im Jahre 1874 rrschie- ' nen. Tie zeigt dieselben Erscheinungen wie die'heutig« Wirtschaftskrise, nur in andere«, mehr patriarchalischen Verhältnissen, die den damaligen industriellen Verhältnissen entsprächen, Aber di«„Ordnung", die periodisch Arbeitslosigkeit' schafft,'-und den Hunger von Kinderen förmlich zum Gesetz erhebt,-ist die gleich« wie 1874 und schier ein Menschenalter später. In di«- scheinbar nüchterne. Darstellung- des. Dichters von >,Germinal" klingt die' Anklage gegen dies« „Ordnung" hinein. '- I.’ AlS di« Arbeiter am Morgen in die Werkstatt kommen, finde» sie' sie kalt und' schwarz wie eine Ruine. Im Hintergrund deS großen Saales steht stumm die Maschine mit magerer» Armen und unbeweglichem Räderwerk; sie macht alle- noch melancholischer, ihr Fauchen und Rasseln macht sonst das ganze HauS lebendig wie der Schlag eines gewaltigen, arbeitSstarken HerMS." . Der Herr kommt aus seinem kleinen Kontor herunter: „Kinder", sagt er traurig zu-den Arbeitern, scheut« gibt eS keine Arbeit... Es lausen keine Aufträge mehr ein; von alle« Seiten werden di« Bestellungen rückgängig gemacht, ich werde, mit meiner ganzen Ware hängenbleiben. Dieser Dezember, auf den ich rechnete, und der in anderen-Jahren so viel-Arbeit bracht«, droht, die solidesten Häuser zugrunde zu richten... Ich muß den Betrieb einstellen." Und da er sieht, wie die Arbeiter einander anblickrn voller Furcht vor der Heimkehr, doller Furcht vor dem Hunger am Morgen, fügt er leiser hinzu:■---- ,-Jch bin-kein Egoist, nein, wirklich nicht. Meine Lage ist-ebenso schrecklich,- wenn nicht noch schrecklicher als eure.--Binnen acht- Tagen hab« ich fünfzigtausttid Franken verloren. Ich höre heute mit der Arbeit auf, nm das-Loch nicht noch größeren-»rachen; und ich habe noch keinen Sou,- um meinen' Verpflichtungen- am Fünfzehnten nachzukommen.. Seht,-ich spreche als Freund nrit euch, ich will-euch, nichts verbergen. Morgen kommt vielleicht schon der Gerichtsvollzieher-zu mir-ins'Harts.- Wir- können nichts dafür,- nicht- wahr?'- Wir- haben- bis zuletzt-gekämpft. Ich hätte euch gern über dies« schwer« Zeit himveggeholsen; aber es ist aus, ich bin erledigt; ich hab« kein Stück Brot mehr zu teilen." Dann reicht er ihnen di« Hand. Die Arbeiter drücken sie schweigend.-Eine Weile noch bleiben sie stehen, und mit geballte» Fäusten sehen sie ihr nutzloses Handwerkszeug an. Gestern noch schwirrten schon bei Tagesanbruch die Feilen, und die Hämmer schlugen den Takt dazu; und all dies ,scheint schon im Staube deS Bankrotts zu schlafen. Zwanzig, dreißig Familien tverden in der nächsten Woche nichts zu essen haben. Einige Frauen haben Tränen in den Augen. Di« Männer wollen fester erscheinen. Sie stellen sich tapfer und meinten, in Paris sterbe man nicht Hungers. Als der Prinzipal sie verläßt, und sie ihn gebrochen davonwanken sehen, in wenigen Tagen Vernichtet unter einem, vielleicht noch größeren Schicksalsschlag, als er«ingestehen will, geht einer nach dem andern dem Ausgang zu: sie ersticken im Saal, ihre Kehle ist schwer, ihr Herz fröstelt, als verließen st« ein Totenzimmer. Der Tote ist di« Arbeit, ist di« große stumme Maschine, deren Gerippe unheimlich in der dunklen Eck« steht. n. Ter Arbeiter steht draußen auf der Straße, auf dem Pflaster.- Seit acht Tagen streift«r umher, ohne Arbeit finden M- können. Bon Tür zu Tür ist er gewandert und hat sein« Hände und-sein« Arme, hat alles angeboten, gleich zu welcher Verrichtung, sei es zur widerwärtigsten, mühsamsten und gefährlichsten. Und alle Türen haben sich wieder vor ihm geschlosien. - Dann hat er sich erboten, zu halbem Lohn zu arbeiten. Di« Türen haben sich wieder aufgetan.- Und arbeit«te er umsonst, man könnte ihn nicht annehmen. Es gibt kein« Arbeit, es ist die schreckliche Zeit der Stockung, die wie ein Totengeläut« durch di« Mansarden klingt. Eine Panik hat alle Geschäfte ergriffen, und das Geld, das erbärmliche Geld hat sich verborgen. - Nach acht Tagen ist jede Hoffnung dahin. T«t. Arbeiter hat einen letzten Versuch gemacht, und langsam, mit leeren Händen, vom Elend erschöpft,- kehrt- et heim. Es regnet; an solchen Abenden ist Paris trübselig im Schmutz. Ohne die Nässe zu spüren, geht er seines Weges, nur seinen Hunger spürt er, und er geht langsam, um später heim zu kommen;-«! hat sich an ein« Brüstung über di« Sein« gebeugt; die geschwol« -lenen Fluten gleiten dumpsgrollend dahin; weißer Schaum zerreißt an einem Brückenpfeiler. Er neigt sich»eiter vor,-die gewaltige Master« maste wälzt sich unter ihm fort und ruft ihm ein« wütende Lockung zu. Dann sagt,«r sich, das-wäre feige, und er geht weiter. Der Regen hat aufgehört. Das Gas flammt aüf in den Schaufenstern der Juweliere. Drückt« er eine Scheibe«in, mit einem Griff hätte er Brot auf Jahre hinaus. In den Gasthäusern wird es hell; und hinter den weiße« Moustelinvorhängen sieht er Leute«sten. Er geht schneller und steigt an Garküchen, Fleischerladen und Bäckereien vorbei, an allem, was Paris für di« Stunden des Hungers festbietet, zur Vorstadt hinauf. Als Frau und Kind am Morgen geweint hatten, hatte er ihnen zum Abend Brot versprochen. Er hat ihnen sein« Lüge vor dem Abend nicht eingestehen können. Während des Gehens fragt er sich, wie er vor sie hintreten, und was er ihnen zur Beruhigung sagen solle. Länger können sie wirklich nicht ohne Este« bleiben. Er würde es schon versuchen, aber di« Frau und sein Kind sind zu zart. Einen Augenblick denkt er daran, zu betteln. Aber kommt ein Herr oder«ine Dame an ihm vorbei, und will er di« Hand ausstrecken, so wird ihm der Arm steif, und die Kehl« schnürt sich ihm-zu. Wie angewurzelt bleibt er auf dem Bürgersteig- stehen,. und die anständigen Leut« wetrden sich von ihm ab, in der Meinung, er sei betrunken, wenn sie sein verstörtes, vor Hunger wildes Gesicht sehen. in. Di« Frau des Arbeiters steht unten in der Tür, die Kleine schläft oben. Sie hat ein Kattunkleid an und ist ganz abgemagert. Im kalten Strahenwind schauert sie vor Kälte zusammen. In der Wohnuim ist nichts mehr; sie hat alles zum Pfandleiher getragen. Acht Tage ohne Arbeit vermögen 8aS Haus leer zu mache». Am Abend vorher hak sie di« letzte Handvoll Wolle, aus ihrer Matratze an«inen Trödler verkauft; so ist die Matratze nach und nach dar- anfgcgangen, jetzt ist nur noch der Ueberzug da. Den hat sie vor den: Fenster aufgchängt, damit der Wind-nicht so hineinbläst, denn di« Klein« hustet stark.- p Ohne ihrem Mann etwas zn sagen, ist auch sie ans di« Suche gegangen. Aber di« arbeit»« los« Zeit lastet noch mehr auf Frauen al» auf Männern. Auf dem gleichen Flur mit ihnen wohne« einig« unglücklich« Frauen, di« st« nacht» schluchzen hört. Mn« hat sie getroffen, di« stand r«gung»lo» an einer Straßenecke; ein« ander« ist gestorben;«in« dritte verschwunden. Zum Glück hat sie«inen braven Mann, der nicht trinkt. Hätten tote Zeiten fie nicht um alles gebracht, si« hätten ihr gute» Auskommen. Ihr Kredit ist erschöpft: fie hat Schulde« beim Bäcker, beim Spezereihändler und bei der Gemüsefrau, fie wagt stch kaum mehr an den Laden vorbei. Nachmittags war fie bei ihrer Schwester, um sich einen Franken'zu leihen; aber auch dort hat str«in solche» Elend ange- trofsen, daß sie in Tränen ausgebrochen war, und wortlos halten beide lange miteinander geiveint. Beim Fortgehen hatte fie noch versprochen, ein Stück Brot zu bringen, falls ihr Mann mit etwas heimkomme. Der Mann kommt nicht heim. Es regnet, sie flüchtet unter die Tür; große Tropfen klatschen vor ihren Füßen auf den Boden, und nasser Staub durchdringt ihr dünnes Kleid. Manchmal wird sie ungeduldig, dann wagt sie stch trotz des Regens auf di« Straß« und geht bis zur nächsten Ecke, ob sie ihn nicht sicht. Und wenn sie zurückkommt, ist sie bis auf die Haut durchnäßt; sie streicht sich mit den Händen über die Haare, um sich abzutrocknen; und wieder faßt si« sich, von kurzen Fieberstößen grschütt«It, in Geduld. Der Strom der Borübrrgchendc« drückt sie an die Wand. Sie macht sich ganz klein, um niemand im Wege zu sein. Männer gucken ihr voll ins Gesicht; manchmal streift heißer Atem ihren Hals. Das ganze zweideutige Paris, die schmutzige Straße, das grell« Licht und das Wagengerassel scheint sie packe« und in den Rinnstein werfen zu wollen. Sir hat Hunger, sie gehört aller Welt. Gegenüber ist ein Bäcker, da fallt'ihr das Kind ein, das oben schläst.- Und kommt endlich der Mann heim— wie rin Verbrecher drückt er stch an den Häusern entlang—, so stürzt sie ihm entgegen' und sirht ihn angstvoll an. „Nun?" stannnrlt sie. Er antwortet nicht und senkt den Kopf. Dann geht si« ihm voraus die Treppe hinauf, blaß wie eine Tote. IV. Droben die Klein« schläft nicht. Sie ist aufgewacht. Und beim Kerzenstümpfchen, das auf einer Tischecke jämmerlich stirbt, denkt sie träumerisch nach. Und irgend etwas Entsetz- siche» und Herzzerreißendes überfliegt das Gesicht dieses siebenjährigen Kindes mit den wel- ken und ernsten Zügen einer reifen Frau. Sie sitzt ans dem Rand eines Koffers, der Ihr als Lagerstätte dient. Ihre nackten Beine hängen schlotternd herab; ihre kranken Puppenhände halten die Fetzen, die sie bedecken, über der Brust zusammen. Sie fühlt ein Brennen, «in Feuer, das iie. löschen möchte. Sie denkt nach. Sie hak niemals Spielzeug. gehabt. Sie kann nicht zur Schul« gehen, weil sie keine Stiefel har. Als si« kleiner war. hat ihre Mutter fie im Sonnenschein spazieren geführt: daran erinnen sie sich. Aber das liegt lang« zurück. Sir mußten umziehen;> und seither, scheint ihr, hat e:n Eishauch durchs Hau», geweht. Seitdem fühlt sie sich nicht mehr glücklich; sie hat immer Hunger gehabt.'Etwas Unergründliches ist es, darin sie versinkt, ohne es begreifen zu können. Hungert denn alle Welt? Sie hat., sich doch solch« Mühe gegeben, sich daran zu gewöh. nen, und sie hat es nicht gekonnt, Sie glaubt, sie sei zu klein; nur das zu verstehen, müsse man erwachsen sein. Die Mutter weiß sicher all« Ding«, die man den Kindern verbirgt. Wenn st« dürfte, würde sie einmal fragen,-wer einen so in die Welt setzt, damit man hungert. Und dann ist es so häßlich bei ihnen! Sie betrachtet das Fenster, dagegen der Matratzenbezug auf- und niederschlägt, di« kahlen Wände, di« zerstoßenen Möbel, dieses ganze Dachstubenelend, darüber der Mangel an Arbeit Verzweiflung ergießt. Sir glaubt in ihrer Unschuld, von warmen Zimmern mit schönen, glänzenden Dinge« geträumt zu haben; fi«. schließt die Augen, um alles wieder zu sehen, und zwischen ihren dünngcwordenen Lidern wird das Kerzenlicht zu einem mächtigen goldenen Schein, in den sie eingehen möchte. Aber der Wind weht, Und vom Fenster zieht es so kalt herein, daß «in Hustenanfall sie packt. Ihr« Augen sind voller Tränen. Lieh man sie früher allein, so hatte sie Angst; jetzt macht fie sich nichts mehr daraus. Da man seit gestern nicht» gegessen hat, glaubt fie, ihr« Mutter hole Brot. Und dieser Ge- Der französische Journalist Albert Londres, rasch bekannt geworden durch «in aufsehenerregendes Buch über die französische Fremdenlegion und durch mehrere andere glänzende Reportagen, hat unter dem Titel„I u d e w o h i n? E i n R e i s e- bericht aus den Ghettos der Welt"«in neues Buch geschrieben, das soeben im Phaidon-Berlag, Wien, erschienen ist und das die Frucht einer Reise durch jene Gebiete Europas, Aegyptens und Palästinas bildet, in denen dir Juden in größeren Mengen und oft unter den erbärmlichsten Verhältnissen zusammenleben. Von Prag ausgehend hat Albert Londres Kar- pathoruhland, Kischi new, Lemberg, Krakau, Warschau, Wilna, Lodz, Aegypten und Palästina besucht, war beim Wundrrrabbi im Dorfe Gura-Kawarya, in der„Rabbinerfabrik" in Ralewki, in den Elendsquartieren karpathorufsischer Juden, im Lemberger Ghetto, an der Klagrmauer in Jerusalem und er hat Judäa, Samaria, Ober- und Rieder-Galiläa durchforscht. Was er gesehen, erlebt und in einzigartiger Weis« in diesen: Buche der Oeffentlichkeit unterbreitet, es bildet ein Kulturdokument hervorragenden Ranges. Londres Buch ist«ine Reportage, di« wir selten eine andere tiefst« Eindrücke hinterläßt. Im Nachstehenden geben wir nut Erlaubnis des Verlages einig« Sl«llrn aus einem der Kapitel des Buches wicdrr: Ja, wo bin ich denn? Politisch gesehen in der Tschechoslowakei. Di« Friedensverträge sind da, um es zu bestätige». Ganz in der Nähe ist die uitgarisch«, di« rumänische, die polnische Grenze. Hier ist dir Gegend der großen Wälder an der Südseite der Karpathen, um es mit einem Wort zusagen: das Marmaroschgebirge. Geistig gesehen liegt das Land viel ferner und k«in«ssalls im 20. Jahrhundert. Es hat eben erst die Zeiten der Genesis hinter sich. Wir befinden uns hier in der zweiten Periode der Welt, der Zeit des Exodus. Ich reise jetzt mit zwei Inden, di« keinen Bart und kein« Schläfenlocken tragen. Der «ine stammt aus Wilna in Polen, der ander« aus Siebenbürgen. Aber bell»« sind ncheHn^ Staatsbürger. Sie haben es so gewollt. Die Tschechoslowakei ist daS einzige Land, da» den danke macht ihr Freude. In ganz kkenic Stücke wird sie ihr Brot schneiden und langsam eines nach dem andern essen. Sie wird mir ihrem Brot spielen. Die Mutter ist heimgekehrr, der Vater schließt die Tür, Ganz überrascht betrachtet die Kleine ihrer beiden Hände. Uttb da keines etwas sagt, so sagt si« nach einer Weile in halb singendem Ton: „Ich hab« Hunger, ich habe Hunger!" Der Vater stützt in einer dunklen Ecke sei- ncu Kopf in di« Hände; er rührr sich nicht. Heftige» Schluchzen schüttelt lautlos sein« Schultern. Ti« Mutter zwingt ihre Tränen hinunter und legt di« Kleine wieder hin. Sie bedeckt sie mit allen Fetzen, dir sie auftreiben kann, und sagt, sie solle brav sein und schlafen. Aber das Kind, dessen Zähne vor Kälte aufeinander schlagen und das den Brand in seiner Brust stärker fühlt, faßt sich plötzlich ein Herz. Sie schlingt die Arme um der Mutter Hals und fragt ganz Iris«: „Sag, Mutter,' warum haben wir denn Hunger?" Juden das Recht zuerkennt, Juden zu sein, sowie dir Slowaken Slowaken und die Tschechen Tschechen find. Sie haben Anteil am Leben des Staates, ohne daß man sie zwingt, sich zu assimilieren... Ter eine meiner Freunde heißt Ben, der andere Salomon. Sie sind keine orthodoxen Juden. Das heißt, wenn sie auch allen Respekt vor den heiligen Büchern habe«, so leben si« doch nicht nach ihren Vorschriften, sie haben mehr Vertrauen zur Balfour-Deklaration als in die Ankunft des Messias, urw der Rabbiner erscheint ihnen keineswegs als die unbestreitbar« Verkörperung des göttlichen Gedankens. Rach der Auffasiung Roms wären sie Freidenker, «ach der Jerusalem» find st« Zionisten. Keines- falls find sie Israeliten, Jude zu sein bedeutet für str die Zugehörigkeit zu einem Volk«, nicht zu einer Religion. Ben und Salomon haben mich in Munkacs aufgegabelt. Si« find beid« entsetzlich gescheit. Außerdem sprechen fie russisch, tschechisch, polnisch, rumänisch, ungarisch, englisch, italienisch, sparäsch, deutsch, französisch, jiddisch und hebräisch. Ihr« V«kanntschaft habe ich in meinem Gafchause in Munkaes gemacht. „Ich bin gekommen, um die Juden zu besuchen", sagte ich.»Ich heiße Ben", sagt« der Rothaarige,„und mein Freund heißt Salomon." „Also Schalom." Sie erwiderten:„Schalom." Ich wollte wiffeu, warum fie kein« Schläfenlocken trugen. Sie fragten mich, ob di« Juden in Frankreich damit Herumliesen. Ich fragt« sie l nach ihrem Berus«. Beu war Einpeitscher bei i den Wahlen und Salomon Versicherungsagent. Offenbar versichertr er di« Jungfräulichkeit der Bärte und di« Kaninchenschwänze der Hüte! Sie stemmten ihre Ellbogen aus den Tisch und sag- len mir, alles, was ich in Munkacs gesehen hätte, sei gar nichts, Ich müßt« die Berge durchstreifen, wo di« Juden sich in der Wildnis eingenistet habe«. Dort würbe ich sehen, was Elend ist. Das wäre«in Land des Hungers. Am nächsten Morgen rrklouzm ein Auto das Mqruraroschgebirgr; Ben und Salomon saßen neben mir. Bon Munkaes waren wir nach Batu gekommen, von Batn nach Hust Jetzt ging cs nach.".. nach... „Wohin fahren wir, Ben?" I„Zuerst nach Buchtina.* Der Winter hatte I das Land versteinert. Alles wurde vom Schnee s erstickt. Di« vereiste Straße knirschte unter de« Dti ven Süßen in der WUdnid Bon Albert Londres. W»e onony su etuem Juan« tarn. Bon Mcth Es war eigentlich Jan«, die ihm gefiel und doch heiratete er Molly, ihr« Schwester. Di« Leute konnten sich vor Staunen nicht fassen. Er war das, was man eine„gute Partie" nannte und st«— nein, häßlich war st« gerade nicht, ihr kugelrundes Gcstcht mit den Aeuglein, die wie schwarz« Weinbeeren drin saßen, hatte sogar viel Freundliches, nur ihr Lachen! Wenn sie lacht«, sah es aus, als lacht« ihr Hals bis zum Rückenwirbel mit. Aber Molly war tüchtig und ihre Apfelpuddings, die str Cuthbrrt, dem Kostgänger ihrer Eltern, vor« setzte, waren vorbildlich. Gerade Natur, di« er war, sagte er eines Tag«s, während er aß und st« neben ihm saß: „Misten Sie, ich bin ein praktischer Mensch. Jane ist zu jung. Si« aber sind gerade recht, tüchtig und überhaupt— Schönheit ist vergänglich." Sie lachte in der ihr eigenen Art und meinte:„Wie schön Sie das sagen, Mr. Smythe." Da fügte er geschmeichelt hinzu:„Und morgen wollen wir den Abend zusammen verbringen, jawohl. Ich kaufe Theaterkarten, und dann essen wir im Ritz." „Theaterkarten, Ritz— ist bas nicht doch zu viel?" Und er freute sich ihrer Sparsamkeit. * Cuthberi war keine eifersüchtige Natur. Aber jetzt beneidete er manchmal seine Kameraden, di« Grund hatten, aus ihre Mädchen eifersüchtig zu sein. Er hatte dazu leider keinen Anlaß. Gerade Natur, di« er war, sagt« er eines Tages auf einem Spaziergang zu Molly:„Wie kokett di« Mädchen alle sind. Männerblicke so herausfordern! Ich würde wüten, wenn«in«r Sie so anstarr«» würde. Glücklicherweise schaut Sie.keiner an." Da lacht« sie in der ihr eigenen Art und sagte:„Mich starren die Männer genau so an, wenn ich allein g«h«. Rur wenn Sie mit mir sind, wagen sie«s nicht, denn sie fürchten Ihr Temperament." „Wirklich?" fragte Cuthben mitleidig lächelnd. „Bitte, soll ich es Jhneu beweisen?. Setze» Sie sich dort auf die Bank, während ich weitergeh« und beobachten Sie." Euthbert war viel zu ungläubig und neugierig, um nicht zu gehorchen. Und wahrhaftig: der erste Passant lächelte Molly an. Zwei Jünglinge, die an ihr vorbeikamen, drehten sich nach ihr um. Und ein ganz alter Esel, der sich in puneto Weiberschönheil doch schon auskennen mußt«, blieb sogar stehen, während Molly züchtig weiterschritt. Cuthberts Gefühle waren unbeschreiblich! Sie-«fiel also doch! Er hätte also, läge es in seiner Natur, allen Grund zur Eifersucht. Glücklich bewegt, holte er sie ein, legt« drn Arm um ihre Taille und zog sie auf eine einsame Bank des Parkes. Ihr« Hände bedeckten ihr Gesicht und ein Schluchzen schien sie zu schütteln. „Weinen Sie nicht, Molly. Können Si« mir verzeihen? Und— und wenn Sie einverstanden sind, so würde ich für nächsten Sonntag das Aufgebot veranlassen, und..." Da flüsterte Molly, ohne ihr Gesicht srei- zngeben:„Wenn es nicht früher geht..." * Es wurde eine gut« Ehe. Nie aber hatte Nigtly ihm erzählt, und nie wird si« ihm erzählen, daß dir Männer damals im Park sie [nur deshalb angesehen hatten, weil sie— ja weil sie vor ihnen di« Zunge gebleckt hatte. Eisenketien an unsren Rädern. Buchtina, das erste Nest. Den Wagen ließen wir zurück. Wir gingen auf einen unordentlichen Haufen von Hütten zu Es war eher ein Lag«r als ein Dorf. Wirklich nur Hütten; Erdgeschoß mit schrägem Dach. Die Juden kamen heraus. Ihr« Hände waren in den Aermeln versteikt, es sah aus, als preßten si« rin Ofenrohr gegen die Brust. Blieben wir stehen, so umringten st« uns, als wären wir ein brennender Kohlenbecken; plötzlich zerstreuten sie sich, als ob sie Angst hätten, sich zu verbrennen. e Was ich hier sah, waren dir tollsten Köpf?, di« jemals auf Schultern saßen. Man sah Neptun«, Patriarchen, Rembrandtköpse, Böcke, junge und alte Geier, Pferde mit Bärte«, raphaeliti- sche Gestalten. Einige dieser Köpfe schienen aus den Wolken zu kommen, ander« waren wie Söringteufel, die aus einem Kästchen schnellen. Bom irdischen Paradies bis zum zoologischen Garten... „Wo ist das Haus des Rabbiners?" fragte Salomon. Sie gingen vor uns her, hielten aber Distanz und machten uns Zeichen, ihnen zu folgen. Ein« Eck« vom Dach des Rabbinerhauses hatte der Wind davongetragen. Wir traten.in einen Stall; zwei Schafe waren darin, zwei kleine Kinder, fünf größer«, dir schon Pries trugen,«ine Frau, dürr, wie rin Skelett,«in schwarzer Bogel ohne Käsig, der auf einer Stuhllehne saß und vor Kälte zitterte. Der Rabbiner war nicht da, er war nach Rumänien gereist, nm zu schnorren^ Das Elend in diesen Nestern ist so groß, daß di« Hungrigen, wenn sie betteln wollen, mindestens hundert Kilometer weit gehen müssen...An Ort und Stelle kann man nicht betteln, da wär« jeder ein Bettler. Keiner Mt um eigen Heller mehr als' sein Nachbar und der"Nachbar hat nichts. Hier gibt cs Gleichheit im Elend. Die Frau, die sich an Bens Mantel klammert«, jammert« auf Jiddisch. „Was sagt sie?"—„Sie sagt, daß sie krank ist vor Hunger." Sie zeigte uns armselige Frücht«, sie schälte eine: nur«in Viertel war eßbar und dreiviertel' Schal«. Kein Mais mehr im ganzen Land. Wenn der Rabbiner nicht morgen zurückkehrr, so gäbe es am Sabbath kein weißes Brot. Zwanzig Grad Kält« im Stall.-Die kleinen Kinder nur mit einem Hemd bekleidet. Der Bogel hatte wenigstens Federn! Dip Größeren kauerten nicht um«inen Ofep, sondern um«in Buch. Die Klagen d«r Mutter ließen sie nicht einmal ausschauen. Um weniger, vor Kälte zu beben, bebten sie über de« Talmud geneigt aus Frömmigkeit... Wir traten in etwa zwanzig dieser Hütten. Ueberall Kinder im Hemd, Talmudlesende, weinende Frauen, Bärte von Gotrbegeiperten, und wilde Flüche, di« nichts als ein« Haut über dem Kern haben. Und der Gestank! Es riecht, als ob verschimmelte Kadaver in einer Zwiebelsauce getaucht worden wären. Und die Luft! Keine dieser Baracken hat einen Rauchfang. Es ist das gleich« System, wie bei den russischen Jsbahs.■ Der Rauch des Herdes verbreitet sich im Raume, so daß er in di« Augen beißt urw im Hals kratzt. Was für«in hungriges Elend! Ich weiß jetzt, warum di« Kaftans dieser Juden so entfärbt sind: wahrscheinlich kocht man sie, wenn gar nichts anderes mehr da ist, in den Tagen der größten Rot, im Tops«! Kein Mo bilar! Drei Bretter find das Bett, dessen vierte Seite die Wand der Hütt« bildet. Und der Fußboden ist aus Kot. Bei einem unserer Besuch« sahen wir noch größeres Elend. Ein« Frau lag auf d:r Matratze, um sie herum vier Kinder. Der Jude machte, als er uns eintreten sah, rin« segnende Bewegung. Er hielt mich für«inen Arzt aus Hust oder vielleicht auch vom Himmel. „Er will", sagte mir Ben,„daß Sie seine Frau, die im Sterben liegt, reiten." Sie sah wirklich aus. wie der Tod. Da ich keine'<■. wegnng macht«, zog mich d«r Jude am Aermel zur Matratze hin.„Tun Si«, als ob Sie ein Arzt wären", sagte Ben.„Sie tun ein gutes Werk." Niemals hätte ich mir ein solches Lager vorstellen können. Die Kinder und di« Kranke faulten auf diesem Mist.' Bitterkeit erfüllt« mich. Mein« Augen hielten Umschau in dem Loch; zwei Nägel an einem Tische sollten der Familie zu Brot verhelfen. Ter Vater war Talmudbinder. Tics war seine Werkstatt. In guten Monaten verdiente er fünfzehn Kronen— zwölf Francs! Zwei andere Kinder, die wir noch nicht bemerkt hatten kauerten t» enicui Winkel; di« schönen Augen in den von Lr-cken umgebenen Gesichtern sehen den Herren an der gekommen war, um di« Mama zu retten... Die Raubwespe. Bon Dr. R. A. Francö. Fast das ganze Jahr über sind unsere Fluren, am häufigsten Flußufrr und Sandhügel, von dem merkwürdigen Volke der Raubwespen belebt. Sie sind friedlich«, von Blumenstaub und Blütentau sich nährende Tiere, solang« sie für ihr« Bedürfnisse sorgen; si« find jedoch kaltblütige und abgefeimt« Mörder, wenn ihr Mutterinstinkt erwacht. Tann fallen si« andere Insekten, namentlich Larven und Raupen, an und wissen sie auf eine noch unbegreiflich« Art z« lähmen. Sie stechen das Nervensystem ihrer Beute so geschickt an, daß die Beine gelähmt werden, das Lebe« jedoch erhalten bleibt. Dann denken sie an de« Winter, das heißt ans Borratsammrln. Si« schleppen Larve um Larve in«ine selbstgr- grabene Erdhöhle und schichten sie dort auf, wie weiland Ritter Blaubart sein« toten Frauen. Rur legen sie d«m Opfer«in Ei auf den Leib. Aus dem kriecht ein« Raubwespenlarve aus, fällt sofort di« zitternd« arme Raup« au und frißt die Wehrlose bei lebendig«« Leibe auf. Das Hamstermagaziu ist so genau berechnet, daß dir Entwicklung der jungen Raubwcspe beendet ist,>oenn die letzte Larve wcrzehrt wurde. Tann durchbricht das Tier den Verschluß seiner Höhl«, und erblickt zum ersteumal das Tageslicht. Tas alles ist wunderbar aber noch kein« «lgentliche Zivilisationsleistung, Tie wurde von drn englischen Forschern George und Elizabeth Peckham beobachtet und alles Ernstes so beschrieben: Eine solche mir dem Verschluß ihrer Bruthöhle beschäftig:« Raub vespenmutter keilt« die Oeffnung mit«inen« Steine^zu. schafft« dann«ine Partie, feiner Staubkörner an derr Ort, nahm nun einen Kieselstein in. ihr« Beißzange und stampft« damit den Boden glatt, in, dem sie den St«in als Stößer benutzt«. Hinauf legre sie ihn beiseit«, brachte«ine neue Fuhr« Erd« heran, griff abermals nach khr«m Stein und fing neuerdings zu pflastern' an. Da» wiederholte sie noch einmal. Erst dann war si» — 4— befriedigt, ließ ihren Stein liegen und flog davon, Ich glaube, es bedarf keiner weiteren Be- weis« dafür, daß auch die Tier« nicht ohne Zivilisation sind, wenn sie arbeiten müssen. Auch sie leben pergesellschaftet, auch sie tragen Vorräte ein, schaffen sich Wohnräum«, teilen sich in die Arbeiten, erwerben sich«ine Heimat, ein Besitztum, dar sie auch zu verteidigen wissen. Wie ein Gesetz läuft diese Tatsache durch die ganze Tierreihe. Je einfacher und hilfloser di« Tier« sind, desto primitiver ist ihre Zivilisation. Aber-immer bleibt das Gesetz sichtbar; mm«r erkennt man die Grundtatsache, daß di« Tiere durch Arbeitsteilung und gegenseitig« Hilf« zur Verbesserung ihres Daseins kommen wollen und auch kommen. Unbestellbar, „Adressat gestorben". Brief einer amerikanischen Filmgesellschaft. An Herrn William W. Shakespeare, Sussex. ... auch haben wir zu wiederholten Malen Ihr« Stücke in hiesigen Theatern gesehen. Wir möchten Ihre schätzenswerte Begabung nicht verkennen und fordern Sie daher auf, Ihr Talent im Rahmen der amerikanischen Fismkuftur weiterzuentwickeln. Bitte, wollen Sie uns umgehend mitteilen, welches Ihr« Forderungen. für«in Filmszenario sind, das in der GescllschaftSweir des heutigen Amerika spielt..." .> Di«. Pojr hatte aus diesen Brief vermerkt, als" er wiederkam: „Adresial verstorben." Das Gegenstück zu dieser schönen Geschichte ist vor kurzem in Paris passiert. Da sah also«in Mann mit gelehrtem Ge- sichtsausdruck zwischen seinen Folianten, im Begrisf, die Welt um eine« neuen Folianieit zu bereichern. Was tut der ordnungsliebend« Gelehrte, um, wie man so sagt, seinen„Stoff zu ordnen"? Er legt sich einen Zettelkasten an. Und was tut der zerstreute Gelehrt«, um seinen Stoff zu ordnen? Er bringt di« einzelnen Rubriken seines Zettelkastens derart durcheinander, daß«her«in Lachkabinett als ein wissenschaftliches Werk daraus werden kann. Das Unglück war, daß dieser Professor den Einfall hatte, di« Notizen seines Zettelkastens in Umschlägen unterzubringen, die sich in, nichts von denen unterschieden, dir er zur Kuvertierung seiner üblichen Briefe brauchte. So geschah es eines Tages, daß er statt eines Brieses eine Rubrik feines Quelleuverzrich- nisfrs frankiertzur Post.trug... den Umschlag mit der Aufschrift„Demosthenes". Als auf dein Postamt dieses sonderbare Schriftstück in die lMnde der Beamten kam, begann dort.«in großes Rätselraten um den Adressat«». Bald hatte nian sich geeinigt, auf alle Fälle aus dem brutalen„Demosthenes" «in sanftes und höfliches„Herr Demosthenes", zu niachen. Und in welcher Stadt, in welchem Land mochi« dieser Herr wohl wohnen? Di« Beamten tvurden sich einig. Und einer, dem so etwas>vie klassische Bildung zu dämmern begann, scheib.mit kecker Haird hinzu:„Herr Demosthenes, Athen"., Rach s.chs Wochen kam der Brief zurück ... bis zur Unkenntlichkeit,vrrfchmi«rt von den griechischen Postämtern. Obenauf aber, deutlich und mit roter Tinte geschrieben, standen die ehernen Wort« zu lesen: ;„Unauffindbar, vermutlich verreist." Tarent. ' Der verstorbene Maler Pascin saß wie gewöhnlich beobachtend im Pariser Eafü du Dome. Da trat rin deutscher junger Mann aus ihn zu, stellt« sich vor als angehender Künstler und bat, dem berühmten Kollegen sein Skizzenbuch vorlegen zu dürfen. Pascin sah sich die. Zeichnungen Blatt sür Blatt aufmerksam an, und cs nahm viel Zeit in Anspruch, bis er das Heft mit ernstem Gesicht der» gespannt harrenden jungen Maler zurückgäb, „Ja", sagte er dann gedehnt,„da kann ich nur sagen: wenn ich Ihr Talent hätte, wär« ich schon«in reicher Mann." „Wirklich?" Das GcsichL des Anfängers strahlt« in ungläubiger Freude?' Pascin verzog keine Miene und ergänzte: „Dann hätte mich mein Vater Kaufmann werden lassen." Mstt ihr schon?... Berühmt ist der Gewinn in einer Parti« Whist, die zwei Australier miteinander spielten. Der Gewinner sollte seinen Anteil an der Mount Morgan Goldmine' in Australien bekommen. Dieser Anteil hat dem Gewinner dann im Lauf« von sechs Jahren di« Summe von fünfundzwanzig Millionen eingebrächt. Das ist die größt« Summe, hi« je durch Karten- glück«irrem Männe znsiel. Der berühmt« Ozeanfiieger Liudbergh bekam-nach Vollendung seiner kühnen Fahrt im ganzen 1948'Geschenke, darunter Medäilleu, Plaketten nnd andere Erinnerungen an seine Tat.- Di« größte Industrie der Welt ist di« Mokorenindustrie, die«in Zehntel aller arbeitenden Personen beschäftigt. Di« durchschnittlich« Lebensdauer eines Autos wird auf sechs Jahr«, neun Monate berechnet. I« der Lombardei steht eine Zypresse, die beinahe 2000 Jahre alt ist. Di« Briefmarkensammlung des Königs von England, deren Wert noch niemand abgeschätzt hat, füllt annähernd 200 Bände., Die Lustmenge, di« ein erwachsener Mensch täglich«in- und ausatmet, wiegt etwas über 15 Kilo oder ungefähr sechsmal so viel wie die flüssige und feste Nahrung, di« er in der gleichen Zeit braucht. Auf Grönland werd«« Kartoffeln in dem kalten Boden nicht größer als Murmeln.' ——* Weitere*. Ter Doktor hatte dem Kranken empfohlen, mit dem Thermometer die Temperatur zu messt». Als er sich bei seinem nächsten Besuch erkundigt«, wieviel Grad das Thermometer gezeigt habe, erwiderte der Kranke:„Veränderlich nnd bewölkt."— Er hatte aus Versehen das. Barometer benutzt. ■■'■■■■ Kl’•-..,. Lehrerin:„Die■ Schlang« im Paradies-ist natürlich nur bildlich oder symbolisch gemeint. Was also mag damit gemeint sein?"— Junges Mädchen:„Daß Eva sich.an den Adam herangeschlängelt hat.". „Fritzcheu, nenn« nur rin««weißhaltige Pflanze?"— Spinat mit E i, Her, Lehr«!" „Mein« Tochter wird ihre Stimme' im Aus- land ausbilden lassen"-r- Wie rücksichtsvoll!" „Na, Fritzchen,, ist das nicht wunderschön, daß dir der liebe Gott noch«in Brüderchen beschert hat?"—„Wunderschön, Papa? Einen richtigen Kleiderschramk hätten wir viel nötiger gebraucht." Mein Fräulein, ich lieb«. Sie wahnsinnig. Glauben Sie aber ja-nicht, daß ich in Ihne» nur das goldene Kalb ai^el«! „Warum hast du denn deinem armen Hund den Schivanz ahgcschnitten?" i„Er hat vor Freud« gewedelt, als meine Schwiegermutter zu Besuch kam." „Es ist doch merkwürdig, daß die Hunde«in solch unbedingtes Vertrauen zu einem Menschen haben könne»-"—'„Das äst doch verständ-..- lich. Haben Sie je gehört, daß jemand von einem Hund Geld geliehen oder ihm ein gebrauchtes Auto verkauft hat?" Der zwanzigjährige Sohn zu seinem Vater: „Ich muß dir ein Geständnis machen, Vater, du darfst mir. aber nicht-böse, sein: Ich lieb«' die Soubrette Lizzi Mizzi."^Warum soll ich dir da böse sein, mein.Junge,, als ich.so alt war, wie d». da habe-ich. sie auch»geliebt"-” „Der Truthahn, den Sir mir gestern ver» kauften,»ai.ja ungenießbar!"—.„DaS Verstehe ich nicht! Seit fünfzehn Jahrrn hat das Tier aus allen Ausstellungen erste Preise bekommens »ttotttttttttttt w r t t« Gchach-Süe. Alle Zuschriften und Anfragen an Gen Wenzel Scharoch. Zwettnitz Nr. K5 bei Teplitz-Cchönau.... Alen Ansragen ist Retonrmark« beftulecen Schachaufgabe Nr. 68. Von Gen. Heinr. S a g n e r. D.-Werneredorf. Schwarz: Kd5: Bc5. e7. d4(4). a b o de f g h 8 M W W W 8 7 ■ M W M 7 6 KSI 8E„ S 88 t 5 5 4 M W W'M 4 3 2 jnöL U 4 2 l K-M *1 a b c d e f• g h Weiß: Kf5: Ddl: Se5'3). Matt in 2 Zügen!...., Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach' Erscheinen der Aufgabe an oben genannte: Adresse einzusenden. . Lösungszug zu Nr. CS: Td2—a2!. ■ Richtige Lösungen sandten nächsvlgend« Genossen. ein: Keßler. Adolf,Türmftz;Hühyel,Anton und.... Steiner Ed.uärb,. Schörneld;- Walter Ludwig, Rodet Irans, Michel Riidblf, Sd/mird' Ferdlnäm»,' all«•' Kwitkau; Hälbig Johann und-Bräutigam Antönl'• Bergesgrün: Adols Wenzel. Arnsdorf bei Haida; Beutel Wilhelm, ArnDdors bei Teilchen: Gattsrjep Johann und Ukidil LtzHann, Höleifchen bei. Staab; Münnich Heinrich, ZwickÄi; Ulbert'Rudolf, Prösse-'''- ditz; Triltsch Gustav und Qual-Adolf, Wisterfchan;! Settmacher Arthur, Zwettnitz: Zimmermann Heinrich, Eichwäö»; Din ne vier EuNt, Tetschen.(Vach Td2—K fvlgt WT und kann das Matt mir Lei—ob! abdecken.)