1 WI-»C« Jtr. 5. Unteröaltung^&eilage. 1932. Arveit Mündet niGt. ^eoda^tungen eines 9;oietarier4. Arbeit schändet nicht, stund auf der beschriebenen Heftseite, in welche meine Frau mein Mittagessen eingepackt hatte. Ich las es, aus einem Zementsack sitzend, mit dem Rücken an die Baracke gelohnt, während ich mein Mittagsmahl, einen Cervclat und Brot aß. Unwillkürlich lächelte ich, jenes verächtliche bittere Lächeln, das unerbittliches Schicksal mir so oft schon auf die Lippen gepreßt. Eine Erinnerung aus längst entschwundener Zeit war in mir aufgetaucht. Aus fröhlichen Schuljahren. Während der großen Ferien war ich, wie man cs heute nennt, als Werkstudent in einer großen Gärtnerei tätig. Daß ich schon am ersten Tag mit einem großen Karren nicht gerade schön anzusehender Gartenabfälle durch die Stadt in eine Schuttablagerungsstätte fahren mußte, tat meiner guten Laune, selbst'ctivaS zu verdienen, keinen Abbruch. Als mir auf der arwern Seite vier Studienkollegen mit ihren damaligen Auserwählten entgegekr- kamen, ließ im den Wagen stehen, um sie gebührend zu begrüßen. Doch was tvar das: sie schienen mich nicht zu kennen. Drei wandten di« Köpfe zur Seite, als wäre ich Lust für sie, wahrend der vierte, welcher meiner persönlichen Begrüßung nicht mehr ausweichen konnte, sich mit rotem Kopf auf seine Schuhe herunterneigte und mir ein wütendes„Scher dich zum Teufel" zuknurrte. Nach den Ferien hielt ich in der ersten Vcreinsversammlung ein Referat übcr^Ethik und Arbeit, oder volkstümlich frci^ausge- drückt„Arbeit schändet nicht". Das Benehmen meiner Studiengenossen taxierte ich danrals als Kinderstreiche. Die schrille Pfeife des Vorarbeiters riß mich aus meinen Betrachtungen. Die Fron der Arbeit begann. Heiß brannte die Sonne ai'f unsere nackten Rücken. Hart und steinig war der Boden, in. welchen wir das Fundament für einen Neubau gruben. Der Vorarbeiter gab mir den Austrag, Plane in die Baracke der Bauleitung zu bringen. Eine schimpfe iwc Stimme tonte mir entgegen. „Wozu sind Sie denn hier, glauben Sie, daß die Firma umsonst die großen Löhne zahlt, treiben Sie die Leute zur Arbeit an." „ Aus der Tür der Baracke trat mit gerötetem Gesicht der Polier. Ich wollte ihm die Pläne übergeben. Unwillig, beinahe barsch schnauzte mich der sonst immer freundliche Mann an. Der Herr Ingenieur.„Verdammt latrg dauert es, bis die Pläne hier sind", schnarrte mich im Kasernenhofton der Äiann in der Baracke mit der dicken Zigarre im Munde an. Wortlos starrte ich ihm ins Gesicht. Der Herr Ingenieur war mein liebster Äugendfreund und Schulkamerad Alfons.„AlsonS, du?" Keine Wiinper zuckle in dem dicken, fleischigen Gesicht, die zum Gruße gebotene Hand sah er nicht. Brüsk warwtc er sich weg. Ich aber blieb starr vor Staunen und Empörung stehen:„Was wollen Sie noch?" Das S i c traf mich wie ein Pcitschenschlag. Die große Dame. Sie wurde vom Vater verschachert, Ein süßes Finanzobjekt, Die Seele wurde zertrampelt, Mit Pelzen dann zugedeckt. Und was noch an gutem Empfinden In ihr war, wurde erstickt; Mit Perlen, Gold, Garderoben Ein neuer Mensch geflickt. Dann wurde die innere Hohlheit Mit gutem Benehmen gestopft Und auf di« sterbende Seele Tic Eleganz gepfropft. Hans S m o l i k. Freundschaft fürs Leben hatten wir geschloffen. Sie dauerte so lange, bis er mich als Arbeiter im schmutzigen Kleid vor sich stehen sah. Eirre Stunde später kontrollierte er mit dem Bauherrn unsere Arbeit.„Du", flüsterte mein Arbeitskollege mir zu,„der Ingenieur scheint dir nicht grün zu stin, mit dre^gem Lächeln sah er dir zu." Ich gab keine Antwort, denn ich dachte daran, daß ich einen Freund, um den es nicht schade war, verloren hatte, dafür aber um eine Erfahrung reicher geworden war. Feierabend. Müde, abgespannt trottesen wir auf der Landstraße. Ein Platzregen vom Vortage hatte große Wasserpfützen zurück- gelassen. Vor uns gingen zwei Herren, der Kleidung gemäß de» sogenannten bessere» Ständen angehörend, in gemächlichem Spazierschritt. Eine Limousine sauste uns entx gegen. Sicher lenkt« das geschminkte Girl am Volant den Wagen um eine Wasserpfütze, die sich auf der Hohe der beiden Spaziergänger befand, damit ja kein Spritzer deren weiße Hosen und blaue Röcke beschmutzte. Dafür wurden w i r von Kopf bis zu den Füßen mit einer schmutzigen Douche bedacht. Wir waren eben nur Proleten im Arbeitskittel, auf die man keine Rücksichten zu nehmen brauchte. In dem jeden Abend überfüllten Tram hatten wir das Glück, zwei freie Sitzplätze zu finden. An der nächsten Haltestelle stiegen weißgekleidete Damen und Herren, die von. den- nahen Tennisplätzen der feudalen Gesell-' schäft kamen, in den Wagen. Mein Genosse erhob sich, um einem Dämchen mit brennend ror geschminkten Lippen und gemalten Augenbrauen seinen Platz anzubieten. Mn verächtlicher Blick auf meine Kleidung und naserümpfend wandte sich das Dämchen zur Seite. Neben Proleten setzt sich eine Dame nicht. Meine Frau hatle als Geburtstagsgeschenk in Ernrangelung von etwa- größerem, wozu der kärgliche Lohn nicht reichte, zwei kleine Fruchttörtchen gewünscht. Zu müde, einen Umweg zu machen, betrat, ich eine Konditorei, deren Kunden in dem nahen Villenviertel wohnen. Die Verkäuferin hatte eine Darne bedient. Die Reihe tvar an mir, doch sie wandte sich an eine spater eingetrclenc Kundin:„Frau Doktor, Sie wünschen?" Wieder klingelte die Ladenglocke. Ein hypermodern gekleidetes Dämchen stellte sich vor mich hin.„Entschuldigen Sie, ich komme zuerst" sagte ich ruhig.„Die Dame hat schon bestellt", klang cs schnippisch hinter dem Ladentisch hervor. Wort- und grußlos verließ ich das Geschäft, lieber machte ich den Umweg. Arbeit schändet nicht, wurde üns in der Schule gelehrt. Vom Volk der Arbeit sprechen bei festlichen Anlässen die Herren Redner. Im grauen Alltag aber ist der Werktätige im Arbeitskittel nach bürgerlicher Moral: Nur ein Arbeiter, Erich Ernst.; 2 Tiroler Marterln. Im Südtiroler finden wir folgende, Son höchst volksaphoristischer Prägnanz rin- gegebene Marterln: „Hier liegt mein Weib, Gott sri's gedankt, Bis in das Grab hat sie gezankt; Lauf, lieber Leser, schnell von hier, Sonst steht st« auf und rauft mit dir." Ein Mühlenbesitzer von Partschius, der dann Totengräber wurde, erhielt folgende Grab» Inschrift: „Weg von der Mühle an der Platt Trat ich in den Dienst der Leichen; Ich fütterte den Tod nun satt In Hoffnung durchzuschleichen; Er aber sprach: Nein, was nun lebt, Muß meine Beute sein; Wer andern ein« Grube gräbt, Fällt selbst hinein." Wie mau sich zur folgenden Inschrift stellen ;oll, ist nicht ganz klar: „Hier ruht die ehr- und tugendsame Jungfrau Genoveva Roggenhnberin, betrauert von ihren« einzigen Sohne."- Auf.dem Grabstein« eines Lehrers war diese mathematisch-rationalistische Inschrift zu lesen: „De§ Rechnens müd, lieg ich im Grabe And muß» un in die Brüche gehen; Wenn ich mich nicht verrechnet habe, So tverde ich wiader an ferst ehe»." Eine mizweideniige Inschrift rvar diese: „Hier liegt Maria Padaster begrüben, Die manchen Mann liebte, aber keinen tat plagen; Bon der Frau, die daneben liegt, kann man das nicht sagen." Originell ist auch die Inschrift auf dem Grabsteine eines Schriftsetzers: „Er hat in seinem Lebe» Den Lettern manchen Druck gegeben; Den letzten Druck gab ihm der Tod—. Run sei ihm ewige Ruh in Gott." Eine andere Grabinschrift besagte: „Hier ruht Marlin Loam, Gestern gieng er hoam; Eigentlich hieß er Leirn, Doch ging's nicht wegen dem Reim." Eine ander« Südtiroler Grabschrift lautet: „Bon da zur Ewigkeit Jst's gar not weit; Um fünf ging er fort, Um sieben war er dort." Der,,'eere' Weltenraum. Wenn man einen Laie» fragt, wir viele Sterne man wohl in klarer Winternacht auf unserer nördlichen HimmrlÄhälfte mit unbewaffnetem Auge erkennen könne, dann wird in den meisten Fällen die Antwort lauten: Unzählige! Oder auch: Biele Millionen. Es erweck« dann regelmäßig großes Erstaunen, wenn der Uneingeweiht« darüber" belehrt wird, daß v>it bloßem Auge höchstens 3508 Sterne zu sehen sind. So leicht läßt sich das menschliche Auge durch den„sternenübersäten" Himmel täuschen Durch die modernen Riesenfernrohr« sind allerdings Hunderttausende von Sternen, von fernen Sonnen, zu erkennen. Dir photographische Platte vollends, die stundenlang an gewaltigen Instrumenten dem schwachen Sternenlicht ausgesetzt wird, zeigt wirklich Millionen ferner Sterne, viel« Millionen. Di« Gesamt- HSflanzen m 6er Arktis. Bon Georg Zeig. Di« nördlichsten Länder der Erde, Grönland, Island, Spitzbrrger usw., stellen wir uns meistrnr als in Eis und Schnee begraben vor und überlege» meist nicht, daß dort dock) Pflanzenwuchs vorhanden ist, und zwar in recht ausgedehntem Maß«. Bäum« in unserem Sinn« finden wir natürlich in diesen Ländern nicht, aber strauchartige Gewächs« sind doch do« vorhanden, so vor allem die klein«, kriechende Polarrveide, die wetterhart ist und in den schneefreien Tälern der nordischen Länder, besonder- Spitzbergens, häufig ist. Auch Zwergbirken und Krähenbeeren kommen vor. diese allerdings blühen erst, wenn es Herbst wird. Wir finden ferner das schöne Heidekraut und eine weiße, sehr üppig auftrelrnde Berganemone, deren Stauden ungeheuer alt werden, man spricht von sechzig Jahren und mehr. Tann sind natürlich Steinbrech u»i> Hahnenfuß weit verbreitet, und zwat Steinbrech verschiedener Arten. Wir finde i? den kleinen roten Bergstrinbrech, den wir auch aus unserem Hochgebirge kennen, daneben den weißblühenden Staudciisteinbrech, sowie den leuchtend gelben Saxifraga flagellaris, der sich ungefähr ebenso wie die Erdbeere mit Hilfe von Ausläufern fortpflanzt, die am End««ine kleine Blatt- rosrtt« bilden, di» dann Wurzel schlägt und selbständig weiterwächst. Hahnenfußpflanzen kommen zu Tausenden vor. selteiier aber ist d«r gelbe arktische Mohn, der seine Blüten an so langen Stengeln hat, daß sic-sich bei dem leisesten Windhauch bewegen. Er ist gegen Kälte sehr unempfindlich, denn er wächst unmittelbar an der Schneegrenze auf den höchsten Bergen. ' Ter Eisenhahneusnß, der sich in der gemäßigten Zone auf den höchste» Bergen findet, kommt in den arktischen Ländern nur an einzelnen Orten vor. Hungerblümchen, dies anspruchslose Kräutlein, trifft man ziemlich häufig, und auch der Löwenzahn läßt sich durch die Anwirtlichkeit der Verhältnisse nicht abschrecken. Sein« Blü- zahl der Sterne, die uns«r Milchstraßensystem bilden, wird auf Grund neuer Untersuchungen aus rund 30 Milliarden geschätzt. Wie kann nun angesichts dieses unübersehbaren Heeres von Sonnen di« Frage aufgeworfen werben: Ist der Weltenraum leer? Und doch ist diese Frage von einem gewissen Standpunkte aus nicht ganz ohne Berechtigung. Setzen wir einmal den Fall: rin Waggon mit Nähnadeln ist auf irgendeinem Bahnhof äusgeladen worden. Aber in verschiedenen Ecken des Wagens haben sich noch ein paar dieser winzigen Dinger verkrümmelt, im ganzen vielleicht ein Dutzend. Wir werden trotzdem getrost behaupten, daß der Waggon leer sei. Aehnllch verhält es sich mit dem„le«ren" Wrltrnraum. Die Entkernungen der nächsten Sterne, der nächsten Geschwister unserer Sonne, sind der Wissenschaft nnsrrer Zeit ziemlich genau bekannt. Die allernächst« Rachbarsonne, die den Namen„Proxima Centauri" führt, ist knapp 40 Billionen Kilometer von uns entfernt. Selbswerständlich sind die Entfernungen der einzelnen Stern« voneinander und ihr« Größe nicht in jedem Fall« genau gleich. Aber im allgemeinen ist der Brrgleich zntreffend, den der hervorragende Astronom Kobald errechnet hat. Er sagt, wenn man sich einmal Vorstrlle, die Sonnen feien nur so klein wir Stecknadelköpfe. und im gleichen Verhältnis verkleinert fei auch di« gegenseUigr Entfernung, dann sei rin StrcknadAkopf vom andern noch immer trnkrone ist dorr;asl weiß und auf der Unterseite halbrot gefärbt. Bemerkenswert ist, daß die Farben der arktischen Flora in der Hauptsache weiß und gelb sind. An roten Blumen kommt, wie schon erwähnt, der Steinbrech vor, außerdem aber das kleine blasige Leimkraut, das in dichlrn Büscheln wächst, dir oft über und über von Blüten bedeckt sind. .Eineeigenartige Polarpflanze ist das Hexenkraut, das, bevor es seine rosaroten Blüten entwickelt, von dichten weißen Wollhaaren «ingchüllt ist. Blaue Blumen sind in den Polarländrrn überaus selten. Es käme höchstens daS schöne Sperrkraut mit den himmelblauen, glockenähnlichen Blüten in Frage. Gräser sind natürlich am mannigfaltigsten vertreten. Rapsanen, Wiesenschwingel, Riedgräser, verschiedene Wollgräser, daneben Bärlapp. Schachtelhalme und Farne. Aber so prächtig"die Blütenflora sich entfalten mag, dem Auge des Besuchers der gemäßigten Zonen fällt das«ine auf, daß kein Schmetterling, kein« Hummel di« Blüten nm- gaukrlt. Ta der kurze Sommer das Reifen der Samen verhindert, kommen in den Polarläu- dern nur Pflanzen vor, die sich durch Ausläufer weiter fortpflanzen. Außerdem sind fast all« Pftanzen mehrjährig. Selten' dringen. die Pflanzen weiter als 15 Zentimeter kn den Boden«in. Wie kommen di« Pflanzen dieser verschre- denrn Art in di« Polarländer? Nach der allgemeinen Ansicht müssen sie nach der Zeit eingewandert sein, in der di« Länder völlig vereist waren. Es wird angenommen, daß Stürme, Meeresströmungen und Treibeis den Samen herbeigetragen haben. Auch glaubt man, daß die Augvögel, deren Nahrung di« Samen der Pflanzen bilden, di« man am häufigsten dort in der Nähe der Pol« findet, ihren Anteil an der Bepflanzung der Polarländer haben o v v v t r t»» t o»■rvvT’r* 65 Kilometer weit entfernt. Einen solchen Raum, in dem man nur alle 65 Kilometer einen Stecknadelkopf findet, wird wohl niemand als„angefüllt" bezeichnen. Man könnte bei dieser„L«ere" des Weltenraums sehr leicht geneigt fein, von einer Raumver-schwendung im Kosmos zu sprechen. Aber auch hier hat di« Natur eine weif« Einrichtung getroffen. Alle dir fernen Sonnen, die wir als funkelnde Sterne am Himmel sehen, stehen nicht still. Nur uns kurzlebigen Erdbewohnern scheinen sie fest und unveränderlich bis in alle Ewigkeit an ihrem Platze zu verharr«». Mit kosmischer Geschwindigkeit jagen dir Sonnen nach allen Richtungen durch drn Raum. Auch unsere eigene Sonn«, di« man aufgrnnd ihrer physischen Beschaffenheit als«in«„älter« Dame" im Universum bezeichnen kann, gönnt sich keine Ruhe. Mit einer Geschwindigkeit von 20 Kilometern in der Sekunde jagt sie mit ihrem ganzen Anhang von Planet«» durch den Raum. Wie leicht könnte es da zwischen drn einzelnen Sternen zu Zusammenstößen kommen, wenn nicht diese Raumverschwcndung wär«! Man kann sich ungefähr eine Vorstellung von ver Bewegungsfrecheit der Sonnen machen, wenn man sich in di« hohl gedacht« Erdkugel dreißig Tennisbäll« versrtzt denkt, die im Innern der Erde nncherfliegen. Ebenso wenig sind die Sterne bei ihren Wanderungen im Wrlt«nraum beengt. Der Astronom Schwarzschild hat «uf Grund der Verteilung mid Bewegung h» — n— Sterne ausgerechnet, daß Ungefähr alle 30 Billionen Jahr« eine andere Sonne in die Röhe unseres TageSgcstirns gelangen kann. 30 Billionen Jahre! Rein menschliches Gehirn ist fähig, diesen Zeitraum in seiner ganzen Gröhe zu erfassen. Jenseits unserer Milchstraße aber, m der die Sterne so dünn verteilt sind, gibt cs neue Welteninseln, di« ebenfalls aus Milliarden von Sonnen bestehen. Zwischen diesen Milchstraßensystem«» befindet sich ein nnsaßlich großer, . v o l l st ä n d i g leerer Raum. Hier gibt c§ s auch keine noch so weit verstreuten Sonnen. D«r flüchtige Lichtstrahl, der in j«d«r Sekunde 300.000 Kilometer zurücklegt, braucht rund eine Million Jahre, um den riesenhaften leeren Raum von einem Milchstraßensystem zum andern zu durcheilen. Betrachtet man also das Wellgebäude von einem solchen außerirdischen Standpunkt aus, dann ist die Frag« nach dem „leeren Weltall" wirklich gaUz unberechtigt. Erich Krug. SWMIeBen 6er Rovben Bon Roh Ehapman Andrews. Im Verlag F. A. BrockhauS, Leipzig, ist eine außergewöhnlich interessante Forscherbiographie erschienen, die es wert ist, daß man auf sie hinwcist. Ter Verfasser ist der bekannte amerikanisch« Forschungsreisende Roy Chapman Andrews, dem vor einigen Jahrei« der aufsehenerregende Fund der ersten Dinosauricreier gelungert ist, die je entdeckt wurden. Das Buch, das sich „Mif Harpune, Büchse und Spa- t e n, Ein Forscherlebrn unserer Tage" .'Mit 65 Abb. nach Ausnahmen des V«r- ' fasierS. Geheftet Mkl 8--, in Ganzleinen Mk. 9.50.) betitelt, bringt dre abenteuerliche Karriere des kühner« Gelehrten, der seine Laufbahn nnr dem Scheuern der Fußböden im Amerikanischen Museum für Naturgeschichte in New shork begonnen Hai. Man käint dieses Buch das Werk eines„rasenden" Forschuugsreiseuden nenncrr. Bon einem nnrchörten Forschnngedrang getrieben, zwischen Abenteuern und ernster wissenschaftlicher Arbeit, von der Uebrrlast seiner Pläne fast erdrückt, bracht« Andrews sei» Buch im Zug, ans dem Schiff und einen Teil sogar im Flugzeug zu Papier. Io. haftet dem Werk hoch die ganze lln- mittelbarkeit des ErlebnisieS an. Ans jeder Zeile spricht ein Mann zu uns, der in seinem' sagenden Leben kerne Zeit zu müßigen wissenschaftlichen Kpitzfindigkeii«n findet, sondern der gewohnt ist, nur große J Probleme der Forschung anzrlpacken und zu lösen. Wir entnehmen dem reichbebilderten Buch mit Erlaubnis' des Verlags Brock- haus nachstehende Zeilen: Ich wanderte glückselig umher und ließ mich von der Strömung meiner jugendlicher Wünsche treiben, bis mein Geld zerronnen war. Der Winter in New Pork verging mit anstrengender Arbeit. Ich schrieb ein« wissenschaftliche Abhandlung über den wiedcrentdrckten kalifornischen Grauwal, reichte sie als Doktor« arbeit an der Columbia-Universität ein und promovierte im Juni. Tas war 1813. Ein Paar Wochen später fuhr ich aus der Nacht„Abenteuerin" nach Nordens sie gehörte John Borden aus Chirago. Es sollte eine Ver- gnügungsjagd auf Walfische werden, aber das Schiff wurde bei der Fahrt, ums Kap Hoorn nach San Franzisko aufgehalten. Wir kamen zu spät, um noch ins Eis zu gehen, und so schossen wir an der Küste Alaskas Karibus uns Bären. Aber ich war außerdem noch mit einer reizvollen, lohnenden Aufgabe betraut. Der Leiter des staatlichen Fischereiamtes hatte mich ersucht, Laufbildrr von der wertvollen Pelzrobbenherde auf den Pribilvw-Jnseln im Beringmeer aufzunehmen. Niemand Hatje bisher mit einem Kurbelkasten auf die Inseln gedurft. Es war sine einzigartige Gelegenheit. Wir gingen vor der felsumschlosjenrn Küste der St. Paulus-Insel vor Anker, und ein paar Tage später segelte dir„Abenteurerin" wieder fort Und ließ mich in der gastfreundlichen Re- giernngssiedlung zurück. Jene beiden Inseln da draußen im Beringmecr haben viel mehr eingebracht, als den gesamten Kaufpreis Alaskas, und zwar alles aus den Fellen der Pelzrobben. Ich glaub« auch, ich habe recht, wenn ich fest- stelle, daß sie der Gegenstand von mehr Regie» rungsoerhandliitigen und-auseinandersetznngen gervesen sind als iegrneine pudere-vischenstaat- lich« Frag«. Man muß nämiich wissen, daß die Robben in zivei ganz verschiedene Gnippen zerfallen— Prlzrobben und Haarrobben. Ties« letzteren haben verhältnisniäßig geringen Haudelswert. aber jene liefern das kostbare weiche Fell, das eint» Secbärenpelz Hunderte vou Dollar uirt macht; jetzt vielleicht sogar Tausende von Dollar —. ich habe’nrr m der letzten Zeit keinen gekauft! Den ganzen Winter über liegen die schwär« ’tn Felsen« der Pribllows verlasien da. froststarrend und kalt. Aber in« Vorfrühling kommen die alten Robbcnbullen ans dem Norden herbei. Große plumpe Burschen sind es, strotzend vor Fett ui«d voll brünstiger Glut. Jeder wählt sich am Ufer ein eigenes Plätzchen aus. das der Sitz keines zukünftigen Harems. werden soll.'Die besten Lagen sind die dicht am Wasser, wo die Weibchen zuerst an Land kommen. Aber w«il nun etwa ein alter Bulle als erster dahingc- kommen ist, darum ist sein Besitzrecht noch lange nicht unangefochten. Weir gefehlt! Er muß seine Ansprüche gegen alle Ankömmlinge verteidigen. Stündlich treffen mißgünstige Mitbewerber scharenweise rin. Die wertvollsten Stellen für die Begründung einer Häuslichkeit sind bald vergeben, und Späterkouimende müssen entweder erkämpfen, waS sie begehren, oder sich mit dem rückwärtigen Gelände weitab vom Strande bescheiden. Tagelang ist dir Küste«in lärmendes, blutiges Schlachtfeld. Sich auf drn Hmterfloffen aufreckend, gehen die Bullen auf« «einarider los. zerschleißen sich wütend mit ihren > langen Eckzähnen, pussen sich, knuffen sich und zerren sich. Vielleicht wird der ursprüngliche Eigentümer vertrieben. Dann muß der Reugekommen« seinen Anspruch in täglichem Kampf durchfechten. Doch all dies ist nur'das Vorspiel zum wirklichen Theater. Das beginnt, wenn das erste sanftäugige Weibchen den glatten Kopf'n dem weißen Brandringsstreif ans dem Wasier steckt. „Die Mädels sind da! Die Mävels sind da!" brüllen die Bullen. Das User brodelt von aufgeregten Fxeiern. Züchtig schwimmen dir kleinen Robbendamen zur Küste hin, spielen seelenruhig in der Brandung herum, z'ehen st») dann wieder in tieferes Wasier zurück und spannen die ungeduldigen Herren, die auf den Felsen ihrer schwergcZvonnenen Heimstätten auf und nieder hüpfen, auf die Folter. Wenn sie sich endlich entschließen, zu lan- dr>l, setzt- die Katzbalgerei ein. Jeder Bulle stürzt aus das nächste Weibchen loS und ver« sucht, cS zu seiner Hcimstait zu locken Mit Geschiebe und Gcstoße, die andern Bewerber um die Flosse der Schönen abwehrend, bringt er sie schließlich nut Gewalt oder durch gewin«. nendeS Wesen zu seinen» Plätzchen. Ist er mit ihr dort, so hat er wenig Zeit zum Liebesspiel, denn andere Weibchen kommen ständig an. Der Robbenüulle hält mehr vom Zählen als vom Wägen. Er ist scheinbar unersättlich. Sein Harem besteht aus fünf bis sechzig Freundinnen, und sie gebe» ihm sicher zu tun. Jedesmal, wenn er auf einem neuen Liebrsaussiug zum Wasier saust, versucht ihm ein Nachbar ein, zwei Frauen zu stehlen. Vielleicht hat es einer der Schönen der prächtige Schnauzbart oder die tiefe Baßstimme eines Bullen in ein paar Meter Entfernung angetan. Sie zwinkert ihm dann zu und strebt der Freiheit zu, während ihr Herr und Gebieter den Rücken wendet. Sie kann ein neues Heim gewinnen. Oester freilich wird sie ohne viel Federlesens znrnckgeholt und ersucht, solches nicht noch einmal zu tun. Die Keilest endet, wenn die Weibchen alle ringetrossen sind Dann verwandelt sich der Strand in ein Entbindungsheim. Fast»jede Robbendame schenkt einem kleinen quäkende» Baby das Leben, keine ganze Woche nach der Zeit der Landung. Tatsächlich ist sie ja darum hierhergekommen. Di« eingebildeten Bullen meinen wohl, ihr männlicher Zauber habe die Weibchen an die Küste gelockt. Aber da irren sie sich gewaltig. Es war nur der Muttertrieb. Ihr Kindchen soll in der alten Heimat geboren norden, wo sie einst selbst das Lichi der Welt erblickt hat. Sir ist auch«ine recht gute Mutter, die Robbendame. Sie hält nichts von Geburten- befchränkmig.„Eins im Jahr" ist der Robben» walhlspruch, und sie tut'n jede»» Frühling gewissenhaft ihr^ Pflicht. Aber der alte Bull« Hal«S schner. Den ganze« Sommer hui du ich frißt und schläft er nicht. Es ist eine einige lang« Ausschweifung, ein wüstes Leben des Kämpfens, des LiebenS und deS BeivachenS feines Harems gegen ge- wisjenlose Eindringlinge. Wenn der Srptenibrr kommt, ist er nur noch ein Wrack sein«S früheren JchS. All sein Fett ist verschwunden; denn davon hat er ja den ganzen Sommer gezehrt. Die Knochen stehen heraus, seine Haut ist zersetzt und zerschrammt, er ist todmüde. Er sehnt sich nach erquickendem Schlaf. Io verläßt er seinen Harem, watschelt zurück in das lange Gras sernab vom Strande und streckt sich in der warmen Sonne auS. Wenn man ihn unge- stört läßt, schläft er drei Wo»hen lang ununterbrochen, ohne zu erwachen. Auch dir keinen schwarzen Robbcnjungen haben eS während des Sommers nicht allzu leicht Viele«»erden von ihren kämpfende» Vätern zerdrückt. Sie sind immer aus de« Beinen, und manchmal wandern sie ein bißchen zu weil weg und verlieren ihre Müller. Ich habe oft beobachlel, wie ein hungriges Klein« chen zu einem duselnden' Weibchen herangr- watschelt kam und sich zu einem Trunk Milch nicderlicß. Dann drehte es sich um, beschnüf» so!lc daS Bürschchen voller Abichcu und gab ihm einen ordentlichen KlapS mit der Flosie- Das wollte sie hoch erst einmal sehen! Sie war doch kein öfsentlicher Brunnen! Ihr eigenes Kindchen brauchte alle Milch, die sie liefern konnte, und einem hergelaufenen Gasienjungen gab sie keine. Ich wälzte mich meist vor Lachen. Ich konnte ja das, waS sie sagt«, so deutlich hören, als ob sie meine eigene Sprache redet«. War daS Junge^illzu hartnäckig, so geriet sie ernstlich in Zorn, puffte es tüchtig und stieß eS quäkend weg. Ost sah ich-dann, eine Robbe«« )vame verstörten Blicks Herumsuchen, ganz genau wie eine Menschen»»tter.„Wo ist nur-er — 4 Willy hin'? Ich hab' ihn doch hier ans Sicjem I Platz gelassen, als ich zum Fischfang ging. Willy! Hal den niemand den Willy gesehen?" Es war zu drollig! Und welch Gegluckst und Gcknurr, wenn der Verloren« wiedergefunden war! Dann nahm sie daS winselnd« schwarz« Junge an ihre Brust, streckte sich auf den Felsen aus«ich ließ es sich so recht nach Herzenslust volltrinken- Die Jungen erschienen mir sämtlich völlig gleich— all« kohlschwarz mit großen, kurzsichtigen Augen; aber jede Mutter kannte ihr Kind ganz genau— zweifellos mehr am Geruch als am Aussehen. Dir Jungen tvaren dreiste Kerlchen und ungemein hitzig. Wenn ich «ins aufnahm, spuckte und fluchte es wie ein Kriegsknecht und versucht« sein Bestes, mit seinen winzigen' nadelgleichen Zähnchen zu heißen. SlttblMen aus dem deutschen Reichstag. Ein Vertret«! der sogenannten gelben Gewerkschaften wandte sich gegen di« Ausführungen eines Kommunisten mit der Frage: „Glauben'Sir, Kapital und Großindustrie würden ihr« Knochen dazu hergeben, daß di« Kommunisten Honig daraus sagen könnten?" * .. And nun gestatten Sie mir, daß ich Hem Standpunkt des geehrten Vorredners in die Augen trete." * „Die Dispositionen meiner Rede lasse ich mir von keinem anderen Idioten vorschreiben; das mache ich selbst." * „Sie sind als persönlicher Mensch auch nur so ein Nachkomm« dieser Sauwirtschaft." Wißt ihr schon?... Die Blinden entwickeln zum Ausgleich nicht nur ihren Tastsinn außerordentlich, sondern sollen meist auch über ein erstaunliches Erinnerungsvermögen verfügen. Bei einer Gelegenheit wurde«in bliirder Organist ersucht, einen bestimmten Choral zu spielen, dessen Musik er nicht könnt«. Während er sich an die Orgel setzte und ein Vorspiel begann, las ein Freund ihm die Noten vor, und er war imstande, den Choral fehlerlos zu spielen. Heuschrecken, in Honig gekocht, werden noch heute in Algier und anderen Gegenden Nord« afrikaS gegessen. Manch« Araberstämm« sammeln die Heuschrecken, trocknen sie an der Sonn« und zerstoßen sie dann in Mörsern, um sie mit Kamel milch und süßen Dattel» zu mischen. Sonst werden sie auch in Salzwasser gekocht wie bei uns di« Krabben. In Brasilien und Mexiko itzt man die roten Ameisen ge- röster, bisweilen aber auch getrocknet und zerrieben als Gewürz. Die relativ meisten Schuh« von allen Knl- turläidern führt die Schwei; ein, oGvohl sie selbst bedeutende Schuhfabriken besitzt. Deutschland. dessen Bevölkerung sechzehnmal größer ist als di« der Schweiz, kauft im ganzen nley> soviel Schuhe im Ausland wie daS kleine Land im Herzen Europas. Das Marzipan spielt« in früheren Zeiten «ine große Rolle als Leckerbissen. In Venedig wurde es zuerst hergcstellr, doch soll die Bc- reitungsweisr ans dem Osten stammen. Man gab dem Marzipan die vielseitigsten Formen. Aus dem 16. und 1?. Jahrhundert sind hölzerne Marzipanüwdelle erhalten, di« zeigen, daß man damals biblische Motiv« herzu stellen liebt«. Von Weitere*. I nicht ist. Khl Lxa o—o 57—k«! kSXeö Sh6—g4! Angriff 8kS er- Weiße und graue Filzhüt« reinigt man, indem man einen dicken Brei aus kohlensaurer Magnesia und Wasser mit einer Bürste überall avfträgt. Dann läßt man gut trocknen und bürstet den Hut sauber aus. Die Flecke tverdcn nun verschwunden sein. Schuhe, die nicht in Gebrauch sind, sollten wenigstens alle 14 Tage einmal geputzt werden; andernfalls leiden sie genau so, als würden sie all« Tage getragen. Winterschuhe reibt man, wen» sie außer Gebrauch sind, gelegentlich mit etwas Rizinusöl ein. Der Geschmack von Kohl wird wesentlich verbessert, wenn man einige Stückchen Sellerie mitkocht; auch nimmt das dem Gerichr den vielen Menschen unangenehmen Geruch während des Kochens. Um daS Beschlagen der Spiegel z« verhindern, was leicht in feuchter Luft geschieht, reibe man sie mit einem feuchten Stückchen Seif« ein und poliere dann das Glas mit «inem weichen, trockenen Tuche, bis es blank ist. Scheuerlappen reinigt man, indem man sie in Wasser auskocht, dem man eine Handvoll Soda und einen Eßlöffel Paraffinöl beigibt. eJ-M d2—d4 e4—e5 c2—c3 5. Sei—f3 6. Lfl—«2 Ein Lioblingtzug des Schwarzen in der Französischen Partie und fast folgreich 7. 0—0 Weiß: Ke7; Dhl: Le5. d5; 8g2: Bel, 52(7). Matt in 2 Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an oben genannte Adresse zu senden. Tie tiefste Stelle des Stillen Ozeans befindet sich in der Nähe der Philippinen. Man hat dort eine Tiefe von 5900 Faden gemessen. Die tiefste Stelle des Atlantischen Ozeans be- ändet sich bei Portorico, wo 522?.Faden ge- mesien wurden. Lösungszug Nr. 67: TN—17! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: WMer Ludwig, Rebrk Franz, Michel Rudolf, Schmied Ferdinand, alte auS Kwitkau; Avals Wenzel, Arnsdorf bei Haida; Dinncbier Emil, Telsche»; Schubert Joses, Bvkau; Gottfried Johann und lifidil Johann, Holeischen; Mlinmch Heinrich, Eichwald; Pachmaun viel»hold und Mil- Patzner Josef, Renftadtt; Tilstibel Franz,,Strauß-. nitz; Zenkert Eduard, Schaiba; Jimmermann Heinrich Eichuxckd; Pachman» Reinhold und Mildorf Adolf, Tischau; Ulbert Rudolf, Prosfeditz; Triltsch Gustav und Qual Adolf, Wisterschan; Settmacher Arthur, Zwettnjtz; Steiner Eduard und Hühnel Anton, Schönfeld; Swoboda Josef, NechwÄih. Notbehelf.„Unrrhörr, wie hoch. jev: die Hundesteuer ist. Halten Sic auch einen Hund, Herr MacGcc?"—„Nicht nötig! Sollten nachts Einbrecher kommen, bellen wir selbst!" ,'vvvvvvv w r'mryvi itttt'ti Wir's halt so geht. Kathi, i bitt' dich, wie is denn das nur kommen? Bist net in d' Kirch'n gangen? Hast net die Heilige Schrift gl esc u?"—„Ja, Hochwürd'n im Kirchenchor han i ihn kenneng'lernt, und in der Heiligen Schrift steht:„8i<6ct und vermehret euch!" und da war's scho' g'fcheh'n aa." AuS der Rcligionsstundc. Lehrer:„Moritz,| sag mir, wi« erging«S dem Volke Israel nach der babylonischen Gefangenschaft?" Moritz: „Danke, ganz gut." Ausschaltung des Zwischeuhaudels. In der gemütlichen Weinstube eines kleinen süddeutschen Ortes sitzen di« Vertret«« der verschiedenen Stände am Stammtisch beisammen. Zwei Pfarrer am Rebentisch unterhalten sich angelegentlich über das akut« Thema der Teuerung im allgemeinen und im besonderen. Rach Erledigung der Balutafrage meint der ein« der beiden Pfarrer: ,Zn der Hauptsache wird die Teuerung aber durch den unnötigen Zwischenhandel hervorgerufen" Ein Kaufmann, der vom Stammtische ans diesen Ausführungen mit gespannter Aufmerksamkeit gefolgt war, wendet sich an den Hanptsprecher und wirft ein:.Herr Pfarrer haben ganz recht, daß wir für den Zwischenhandel zu viel Gell» brauch'»; unsere Gemeinde tät viel Geld sparen, wenn wir euch Zwischenhändler abschaflen würden und direkt mit dem lieben Gott verhandeln täten." Weisheit.„Aber Frau Köhler, warum sind Sie eigentlich dagegen, daß Ihre Tochter mit mir einen Motorradausflug macht? Trauen Sie mir etwa nicht?"—„Doch, Herr Paul, ich traue Ihnen vollkommen!"—„Oder trauen .Sie Ihrer Tochter nicht?"—„Wer natürlich traue ich dem Mädel!"—„Na, sehen Sie! Warum dann der Widerstand?"—„Weil ich euch beiden zusammen nicht trau«.. L 2. 3. 4. Schach-Elke. Alle Zuschriften und Anfragen an Gen. Wenzel Scharoch, Zwettnitz Nr. 65 bei Teplih-Schöna» Allen Anfragen Ist Retourmarte deiznlegen. Partie Nr. 8. Französisch. Korrespondenzpartie. Weiß: Fr. Funkenberg. Schwarz: V. e7—e6 d7—d5 c7—c5 Sb8—c6 Dd8—b6 Sg8—h6 Schachaufgabe. Nr. 70. Gustav Fröhlich. Badcbcul(Sachsen), (D. Arb.-Sehach-Zeitung.) Schwarz: Ke5; Te2; Lb5. cl: Sh5; Bc2, gl. g5(8). Schaffartzik. 9.... Lf8—c* 10. Dd4—f4 Besser war Dhl oder dl. Die Ausnützung dee Damenzuges folgt prompt und" sehr energisch. 10.... 11. Sbl—d2 12. Sd2—f3 13. Df4Xe5 Dreifacher auf f2 und der nächste Zug von Schwarz macht den Angriff unwiderstehlich. 14. DeS—g3 eS—eSl ”'''el fegend aber stark, droht c4. 15. Sf3Xe5 Es gibt keinen besseren Zug. doch platzt nun die Bombe. 15.... Tf8Xf2l ■ Weiß gibt auf. da Damenverlust zu vermeiden denn auf 16. folgt TXflf. Sf2t. 18. Kgl Seit. Eine netto Ueber- rumpelung. immer er- angewendet. I. u—u... Auf 7. dxe5 LXc5. 8. 0—0 Sgl gewinnt Schwarz einen Bauern und Angriff. 7.... cSXdl 8. Sf3Xd4 Auf 8. c3 x d4 gewinnt Sf5 einen Bauern, also opfert Weiß Be5. um zum Gegenspiel zu kommen. 8..;. Sc6Xd4 Verzichtet mit SXe5 auf Komplikationen, da er mit soliden Zügen auch in Vorteil kommt. 9. Ddixdl. Auf 9. e x dl wird ein Bauer odert.