■...wm—'., ,,,....... 3**« 11* UtUerOaitunfldtMUoge. 1932. Der Geist des AZSfen. Es war im Oktober noch ivarni, und Valentina Leer-, die Fran des Arztes, hörte dis in ihre Kammer daS mählich ersterbende Geschwätz und Lachen der Frauen, die sich auf der Straße zusmnmengefuuden hatten, um den milden Abend,— er war schön wie einer im Juli— zu genießen. Ihr Mann war unterwegs und halte die HauStür doppelt verschlossen, ohne die allabendlich an seine Fran und die alte Magd gerichtete Ermahnung zu vergesse»: „Weder Tür noch Fenster öffnen, wenn jemand klopft, der Euch unbekannt!* Valentina kannte feinen Wunsch zu gut als daß sie sich— selbst tagsüber—«ns Fenster gestellt oder am Geplauder de» Nachbarinnen sich beteiligt hätte. Er lvahrte sehr das Dokwrum, das Ansehen der Familie, und auch sie hielt darauf; niemals erhob sie einen Einspruch. Bei« Kirchgang, bei wichtigen Besuchen begleitete sie ihr Gatt«. An diesem Oktoberabend hatte sich die alte Macch, die ihre Amme gewesen^ schon vor 3 Uhr nicdergelegt, sie schlief mit den Kindern— mit ie einem an jeder Seite— in demselben Bett und im ganzen Hause herrschte Schweigen. Auch sie konnte nichts besseres tun, als in den friedlichen Schlaf zu versinken. Heute abends aber überkam sie plötzlich ein Gefühl der Unzufriedenheit; sic gähnte und betrachtete ihren kleinen Fuß— schloß die Hände überm rechten Knie und schlug das rechte Bein über das linke. Richt cttva, daß sie eine Tanzlust in sich verspürt«: sie war ermüdet, weil sie den ganzen Tag der Magd geholfen, oder vielmehr diese hatte ihr beigestandeu — Most zu pressen; der Körper war noch von seinem Aroma durchdrungen und ihr Kopf wie von einem leichten Rausche be- täubt; ober vielleicht war gerade diese Betäubung, das Geschwätz verliebter Frauen, ein Choral, der durch die Stille der nwnd- hellen Rächt zu ihr herüberdrang, schuld daran, daß sie nervöse Unruhe, eine Sehnsucht nach etwas Neuem, Unsagbarem, befiel. Balenttna begann die vom Most bespritzten Skiefelchen auszuziehen; ihre durchbrochenen Strümpfe wurden sichtbar. Sie dachte, daß ihr Mann eigentlich ein guter, brav fiir sie sorgender Gatte sei: er ließ ihr »M cfrra&io aetetta. von de» Brüdern Bocceni Kleider, seidene Gürtel komme« und Strümpfe nach der Mode. Wenn sie auch an diesem Tage an der Mostpreste gestandet» hatte— nun, eine tüchtige Hausfrau muß sich uu» alles kümmern, was Gott ihrer Sorgfalt anvertraut. Auch ihr Mann alterte bei feiner Berufsarbeit, und er Halle seine Gründe, wenn er die Würde der Familie hochhieli, seiner Gattin— uud selbst der allen kahlköpfigen, zahnloser» Magd— nicht gestattete, daß die geringste Kleinigkeit de» lieben Nächsten Anlaß zu Klatsch bot. Während sie das alles erwog, cilUedigtr sie sich ihrer Stiefel und kreuzte wieder ihr« schöne«, schlankgewachsenen, fcinknöcheligen Beine; weiß schimmerte die Haut tmH» die durchbrochenen Strümpfe. Verschleiertes, halb verächtliches, halb mitleidiges Lächeln umspielt« ihre volle« Lippe«;«in beträchtlich langes Gähueu, dem rin Frösteln folgte, löste es ab. Sie band eine« ihrer kastanienbraunen Zöpfe ans, um ihn während der Nacht fester zu flechten; wie sie ihren Kopf zurücklehnte, um mit einem gewisse» sinnlichen Behage» ihr« Finger in de« drei langen, seidigen Haarsträhnen spiele»» zu lassen, hörte sic leise ans Feilster klopfen. Ihre Auge« weitete» sich: die Finger umkrampften das Haar, iu dem Mome«t wirbelten gar viele Dinge durch ihren Kopf. So pochte ihr Bia in», als er noch Sttr- dent gewesen und sie, ohne Wissen ihrer Ettern— einander zugetan waren. Die Kammer— zu ebener Erde gelegen— ball« an der Westseite zwei Fenster, die zur Straße hinansgiugen, während«an vom dritten Fenster, ostivärts auf eine frei«, hügclbe- grenzte Wiese blickte. So Pflegte ihr Mann zu klopfen: es war l«»cht gewesen, sich an dem nach Osten, gelegenen Fenster zu spreche»». Sie ängstigte sich wieder wie damals, wen sic ihn erwartete: er erschien ihr immer lvi« in einem Traum und wenn der Mond sich hinter dem niedrigen Hügel erhob, dann kam eS ihr vor, als lveun eine goldene Flamme au? dem krausen Haar ihres Schatzes hervorschösse. Das Fenster war Kein gewesen— ohne Gitter. Ihre Familie, wohlhabende Bauen», lebte« anspruchÄos dahin und in eirrer Freiheit, welche an Sorglosigkeit streifte. Später zerstreute.sich die Familie: ihr ver- blieb das Hans. Ihr Mann hatte Türen und Fenster erweitern und Eisenftäbe anbringeir lasten; er lieble Symmetrie, Sicherheit, Ordnung; stets hatte er eine»» guten Grund für alles, was er tat. Das Klopfe» dauerte an; die Fenster zitterten davon. „Wenn er es wärek Mich auf die Probe stelle»» wolltet: Mehr als einmal war jo etwas vorgekommen.— Sie wußte nicht weshalb— aber dieser bloße Gedanke versetzte sie in Zorn. „Ich will scher», wer es»st." „Wer da?" fragte sie, ohne sich vom Fleck zu rühren. „Gut Freund." Es war«in« nirbekanntc Stimme; sie klang wie dir eines Mannes, der hier nicht heimisch war. „Was wünschen Sie?" „Ich bin ein Fremder, der hier vorüberkommt und überbringe dir Grütze deines Bruders." Sie ordnete rasch ihr Haar; ohne darauf zu achten, datz der Unbekannte— was übrigens bei den Hirten gewisser Gegenden üblich— sie mit„du" anredet«, öffnete sie das Fenster. Aber statt eines Hirten hob sich vom Hintergrund des hellen Mondlichtcs ein eleganter, schwarz gekleideter junger Mann ab. Auf dein Dunkel des Gesichts— er trug einen schwarzen Spitzbart—, zeichneten sich daS Weitz« der Augapfel und weitze Zähne — wie Perlen ab. Sie entsann sich plötzlich der Gestalt ihres Mannes als Student; aber dieser hier war größer, sehr groß sogar. Sie erinnerte sich nicht, je ciucn so großen Manu gesehen zu habe»; er reichte fast bis zum Fenster, griff mit gespreizten Armen in die Eisenstäbe;»ran mußte unwillkürlich an ein Kreuz denke». Niemals hatte sie ihre Unfreiheit, einen Gast zu empfangen, so schmachvoll em^u«- den. Sie konnte nichts anderes tun als ihn höflich und verlegen zu grüßen, lvobei sic ihn mit„Sir" auredetr.„Ich bedauere, daß ich — 2— Gme von Milttvnen. Bon Kurt Rudolf Reubert. Sie stehl um sieben auf und brauch: Genau fünfzehn Minuten zur Toilette. Sie itzt nicht viel, hingegen raucht Sie zum Kaffee gern eine Zigarette. Dann tippelt sie hinunter und besteigt Di« Strahenbahn..Natürlich Monatskarte. Sie ist viel hübscher, als das Patzbild zeigt, Sie trägt nur klein« Hüte, sehr aparte. Um acht Uhr ist sie pünktlich im Büro. Sie hat den Fensterplatz und tippt die alten Zeilen An irgendeinen Meyer, Müller, Sohn und Co.: Auf Ihren Brief beehren wir uns mitzurcilen... Sie denkt zu ost, schon hat sie sich vertippt. Sie seufzt ein wenig und schreibt weiter. Doch abends tanzt sie wieder mal und nippt Bon ihrer Orangeade Sie ist sehr heiter. Die andeken tuscheln: Heut hat sie das Güne an. Das wird wohl sein« Gründe haben. Si>' hört nichts, rippt und denkt an einen Mann, Der sie zum Abend eingeladen. Und auf dem Heimweg wird sie wieder still. Sic zittert, wenn zwei Arme sie umfangen. Sie sagt nicht ja, nicht nein, sie weih nicht, was sie will, Und nachher-tut's ihr leid, wenn er gegangen. So schläft sie ein und steht um sieben auf. Man kann ihr Leben in die Worte fassen: Sie tippt und träumt. Das ist ihr Lebenslauf. Sie altert und wird hier und dort verlosten. nicht öffnen kann. Mein Gatte ist nicht zu Hause.".. Er hat den Schlüssel bei sich. Ich war schon im Bett, weil ich mich nicht ganz wohl fühlte." Er sah auf sie herunter, trat ein wenig zurück, weil er sie so bester im Mondlicht zu erkennen vermocht«: er wollte sie offenbar genau ins Auge fassen und die Prüfung schien zu seiner Zufriedenheit auszufällen.„Man kann auch so miteinander sprechen—wie die Gefangenen" sagte er ernst. Valentina hatte jedenfalls den Eindruck, er mache sich ein wenig lustig über, sie und fühlte sich um so mehr beschämt." Sie, hatte das Verlangen, schlecht von ihrem Manne zu sprechen; aber oazu ließ ihr der Fremde keine Zeit, weil er ihr von ihrem Bruder, der als Bergmany arbeitete, erzählte, und dann mit ganz leiser -Stimme etwas sägte, was sie verletzte und lverwirrte. „Ich hoffte, dir einen längeren Besuch 'abstatten zu können. Aber ich sehe, daß du :inich nicht empfängst... daß du überhaupt Wit Gott auf gutem Fuße stehst!" ' ,^zch stehe auf nur zu, gutem Fuße mit /ihm," stieß sie plötzlich trotzig hervor sUnd du kannst es Unterlasten, so mit jemand, den du nicht kennst/ zu sprechen!" Der Mann streckte den Arm durchs Gitter und reichte ihr die Hand.„Entschuldige urid vergib! Vielleicht bin ich in einem Irrtum. Wer bist du?' Valentina. oder Resaria?"„Ich bin Valentina Lecis, die' Frau des Doktors Vit- terie Lecis."(Schluß folgt.) Harte Zerten im Harem. Was Nummer 170 erzählt. Die üppige Romantik, die das Haremsleben so lange verklärt hat, ist jetzt nüchterner Wirklichkeit gewichen. Aus diesen Frauenhäusern des Orients, die uns so lange erfüllt schienen mit märchenhaftem Prunk und grausigen Dramen bliuigei Leidenschail, sind nun authentische Nachrichten zu uns gedrungen, die auch. die Vergangenheit in anderem Licht erscheinen lassen. Besonders ist es das auch ins Deutsche übersetzt« Buch„Haremslcbcn" der Prinzestin Dschavidan Hanum, der geschiedenen Frau des früheren Khedive von Aegypten, Abbas Hilm« H., die eine ungarische Gräfin war. Sie hat noch einem Harem alten Stils vorgestanden, aber sie berichtet von der unendlichen Eintönigkeit in den streng abgeschloste- nen Gemächern, von dem tragischen Los der vielen Frauen, die hier nur zur Bedienung lebten und auf die niemals die Gunst ihres Herrn fiel. Es war«ine Stätte ewigen Klatsches und ewiger Eifersucht, an der die Frauen trotz sorgfältiger Pflege ihre Schönheit einbüßten und immer stumpfer wurden. Heute sind diese von. zahlreichen Frauen bewohnten Einrichtungen an I den Höfen orientalischer Fürsten dem.Untergang geweiht. Der Harem stirbt infolge der schlechten Zeiten. In der Türkei, wo die Vielweiberei abge- schafst ist, gibt es nur noch wenige solcher Stätten im geheimen.• In Aegypten dagegen hat sich der Harem noch erhallen, und tn den alten krummen Straßen Kairos kann man noch hie und da fest vergitterte Fenster sehen, durch deren Gitter dunkle Augen blitzen und sich wohl auch gelegentlich mit Henna blutrot gefärbte Finger herausstrecken. Auch in Alexandria halten noch reiche Kaufleute ihre Frauen hinter Schloß und Riegel. Kürzlich ist ein neues Buch über das Haremsleben veröffentlicht worden, das ebenfalls mit den phantastischen Anschauungen, die uns aus den al en Märchen eing- wurzelt sind, aufräumt. Ein Mitglied des Harems, den der „rote Sultan" der Türkei, Abdul Hamid, hielt, hat seine Erlebnisse ausgezeichnet Es ist Madame Gisöle, eine Französin, die sich nach der Auflösung des Harems nach Budapest flüchtete und vor kurzem einen Juwelier in Konstantinopel geheiratet hat. Sie nennt sich selbst „Frau Nr. 170", denn sie hatte nämlich diese Nummer im Harem erhalten. Damit wurde der Grad der Gunst bezeichnet, bieder Sultan für die betreffende Frau' hegte, und da sich diese Huldbezeichnungen änderten, so würde wohl«ine Häremsdame heute mit 100 und morgen mit 5 beziffert. Madame Gisele, die neun Jahre im Harem verbrachte, hatte es auf Nr. 170 gebracht.„Wir hatten nichts Zweiter zu tun, als morgenK~ aufzustehen, unsere Mahlzeiten zu nehmen und abends zu Bett-zu gehen, immer. zu derselben Zeit," erzählt sie. „Wir.aßen, auf Kissen sitzend, in, den langen mit Spiegeln besäten Hallen, etwa 80- zusammen, und wurden von älteren Frauen bedient. Das eintönige Hinschleichen der Tage war ein« Qual, denn es war uns streng verboten, irgendeine Arbeit zu verrichten. Wir durften nicht einmal.nähen, um uns nicht die Hände zu verderben.' Ich hatte«in glückliches. Los gezogen, denn da ich«in« gut« Tänzerin-war, durfte ich das Haremsballett unterrichten. Aber die meisten Frauen verbrachten jahraus jahrein in.dumpfer Trägheit,, dae meisten unter, ihnen vergeblich darauf, wartend,, von. dem- Padischab mit. seiner Gunst einmal ausgezeichnet zu werden. Sie lasen einfältige Geschichten läut vok, klimperten auf kleinen Instrumenten läppische Liedchen, atzen unendlich viele Sühigkeiten, klatschten miteinander und verwendeten ihre Hauptaufmerksamkeit auf di« Pflege des Körpers. Di« Folg« war, datz die meisten frühzeitig dick wurden, aber das ist ja für türkische Män- neraügen nur ein Volkzug. Die Gerüchte von Frauen, die auf geheimnisvolle Weise beiseite gebracht wurden, wenn man ihr« Anwesenheit nicht länger wünschte, sind Unsinn. In einem bestimmten Alter, gewöhnlich um di« 40, wenn die Harcmsdamen jede Aussicht verloren hatten, die Gunst ihres Herrn zu finden, wurden sie mit einer kleinen Summe abgejunden und mit ihrer Garderobe sowie mit dem Schmuck, den si« sich gesammelt hatten, entlassen. ÄM schwarzen Schönheits salon. Schönheitspflege ist durchaus kein Monopol der weißen Damenwelt, sondern sie wird von dem Ewig-Weiblichen auf der ganzen Erde «iftig vorgenommen, aber im schwarzen Erdteil sieht allerdings ein Schönheitssalon ganz anders aus als bei uns, wie die englische Forschungsreisend« Kathleen Glover von ihrer Expedition' nach dem Senegal und Somaliland zu berichten weiß. Ein Reisender in Badesalzen, Gesichtspackungen und Parfüms würde unter den afrikanischen Schönen wenig verdienen.„Hier verlangt man andere mid stärkere Mittel. Schlamm, der mit schlecht riechender, ranziger Butter vermischt ist, wird besonders gern., für die Einreibung' der Haut benutzt, und wenn eine, solch« schwarz: Dorfschönheit vorübergeht, dann läßt sie noch lange einen penetranten Geruch zurück. Haarweilen sind längst aus der Mode, und das einträglichste Geschäft des schwarzen Schönheitssalons bestehl nicht im Wellen, sondern im Glätten des Haares. Die krausen Locken'werden aus ebenso einfache wie schmerzliche Weise beseitigt. Die Locke wird in kleine-Büschel von etwa«in Dutzend Haaren geteilt, und jedes dieser Büschel wird mit einem Stein beschwert, so daß es herabhängt. Dieses ewige Ziehen an dxn Haaren verzerrt die Züge der Märtyrerinnen der Schönheit zu einem schmerzlichen Grinsen.' Das Haar wird dann mit einer Mischung aas rotem Ton und ranziger Butter«ingerieben und in dünne glatte Flechten«ingeteilt.■ Diese Teilung erfolgt durch den heftigen Gebrauch eines Messers oder geschärften Steines, und gelegentliche Aufschrei« des Opfers bleiben unberücksichtigt, besonders wenn sie von dem Ausreißen eines-Haarbüschels begleitet sind' Der Schönheitskünstler erhält vielmehr Lobsprüche, weil er damit einen neue» Reiz erzielt hat..An Stelle der aysgerissenen Haare erscheint nämlich rin leuchtender kahler Fleck, und wenn dieser dem Opfer gefällt, dann bittet es um weitere kahle Stellen, die wie kleine Monde aus der dunklen Haarmasse herausstrahlen. Trotz der erduldeten Schmerzen ist die schwarze Schöne befriedigt und bezahlt gern ! ihren Schilling, denn sie unterscheidet-sich Nun von den übrigen Frauen des Dorfes, und kein anderes Mädchen-kann sich so vieler kahler Strl. len rühmens Der Ruf des Haarkünstlers breitet sich weithin aus, und alle wollen sich nun di« Flechten ausreißen-lasten, bis schließlich diese Zierde allgemein und daher unmodern wird. In einem Dorf fand ich Damen mit viereckigen, rechteckigen und runden kahlen Stellen, die auf di« besondere Form sich nicht wenigs zugute tqtrn. Schwarze^ und dunkelbraune Schmink« wird am meisten begehrt,, um die Augen damit zu unter? malen und glänzender zu machen. Ränge fin- det keinen Absatz, denn man benutzt roten Ton, um auf dem schwarzen Gesicht leuchtende Flek? ken hervorzubringen. Nasen- und Ohrringe sind augenblicklich nördlich von dem Schari-Flusse große Mode; das Bohren der Löcher erfolgt dukch di« rasche Umdrehung eines hölzernen Bohrers oder eines rostigen Nagels, je nach der Güte des Schönheitssalons, den man beDie Dämmerung fällt über Konstantinopel. Auch in Eyub, dem armseligen Viertel, flammen ein paar Gaslaternen aus. Es sind nur wenig«. Aber mehr Licht wäre nicht gut, denn dies« Gasien sind nicht nach einem architektonischen Plan entstanden, sondern so wie die Armut baut, auf den Plätzen, die man ihr überläßt. Für die Elendsquartiere ist das fahlgelbe Gaslicht die richtige Beleuchtung. Die Holzhüttrn dieser Winkel lehnen sich aneinander, um sich gegenseitig vor dem Einsturz zu bewahren. Hungrige wilde Hunde streifen durch die Gassen, die Nase an der Erde. Vom Wasser her kommt die ewig feuchte Lust, die krank macht. Bor einer Schenke steht«ine Frau und wartet. Das Licht der Gaslaternr, an die sie sich lehnt, vertieft die Schatten ihres Gesichts und saugt das letzte bißchen Farbe aus ihren Wangen. Ihr Schleier flattert. Der Wind zerzaust ihr Haar und reißt an den Tüchern, in die ihr Kind gewickelt ist. Er dringt durch ihr dünnes Kleid bis auf die Haut. Sie friert und wartet regungslos seit dem frühen Nachmittag aus ihren. Mann. Einmal wird er ja genug haben und herauskommen. , Nur in ihren Augen ist Leben. Sie läßt keinen Blick von der Tür. Wie Schatten gleiten die Vorübergehenden an ihrem Bewußtsein vorbei. Um sie ist der luftleere Raum der ver- lasscncn Kreatur. Ihre Gedanken kreisen unaufhörlich wie«in Rad. Ein Rad, das rück- v wärts läuft. Bor sechs Jahren hatte sie sich verheiratet und war ein junges, ahnungsloses Ding. Sie hatte nicht gewußt, daß ihr Mann ein Trinker war. Vor der Heirat hütet« er sich so geschickt, daß sie es nicht bemerken konnte. Aber dann fing ihre Hölle an. Jahrelang hatte sie alles über sich ergehen lassen, Beschimpfungen, Quä- lereien,- Schläge. Sie lief nicht fort, tveil sie den grausamen Kampf ums Dasein kannte und ahnte, daß sie ihm allein nicht gewachsen war. Der nackte Selbsterhaltungstrieb zwang sie anszuhaltcn, denn Arbeit war vielleicht zu br- . kommen; sicher war nur, daß sie von dem Arbeitslohn nicht existieren konnte. Aber eines Tages, nachdem, er sie im Rausch furchtbar geschlagen hatte, floh sie doch zu mitleidigen Nachbarn. Sie reichte die.Scheidung ein, in dem festen Glauben, sie auf Grund der Tatsachen sofort zu erhalten, ohne zu ahnen, daß di« einfachsten Tatsachen oft schwer zu beweisen sind. Sie erfuhr nun erst, daß man ein und dasselbe auch ganz verschieden auslegen kann, daß also auch alles beweisbar ist, wenn man will. Dabei machte sie di« Erfahrung, daß Leid nicht mitteilbar ist. Nun begann ihr monatelangcr Kampf/ denn sie konnte weder lesen noch schreiben und hatte kein Geld. Ihre Gesuche wurden hinge- kritzelt von gleichgültigen öffentlichen Schreibern. Sie sieht jetzt noch vor sich, wie sie. im ■ Schatten, der Platane» des Vorhofes sitzen. Sie riecht noch die-Lnft des Gcrichtsgebäudes,- der sucht. Wendet sich«in Stamm von der teilweisen Glatzensorm ab und verlangt wieder mehr Haar«, dann nimmt man die Zuflucht zu den Haarschöpfen der Ahnen, die sorgsam ausbewahrt sind, und leimt sie mit Baumharz fest an die eigenen Flechten. Die Männer lassen sich gern die Hälfte des Kopfes ganz glatt scheren." staubigen Treppen und der halbdunklcn Säle. Das endlose Warten auf die Verhandlung im Gedränge der stickigen Korridore wird wieder lebendig. Die doppelsinnigen spitzfindigen Fragen, di« sie nicht begriff, stachen in ihr Gehirn und verwirrten sie so, daß sie kaum die dürftigsten Angaben machen konnte. Als sie die gewandten Reden und die Fragen hörte, die mehr einem Verhör glichen, wußte sie, daß ihre Sache verloren war, noch bevor man es ihr sagte. Stumpf wartete sie das Ende der Verhandlung ab und blieb stumm, als der Richter verkündete, sie habe die nötigen Beweise für die Scheidung nicht erbracht. Auf bleiernen Füßen schleppt sie sich hinaus. Die erste Uebelkrit der beginnenden Schwangerschaft würgte sie. Kalter Schweiß brach aus ihrem Körper, langsam knickten die Knie untek ihr ein und sie sank zu Boden. In den Tagen, die auf die Gerichtsverhandlung folgten, war sie in einem Zuständ vollkommener Gleichgültigkeit. Sic aß nicht mehr und saß nur horchend, vornübergebeugt, als müßte das. noch nicht Lebende ihr. Rat geben. Den Nachbarn, die sie ausgenommen hatten, ging es nicht gut. Sie hatten in ihrer Hütt««inen einzigen Raum uitd viele Kinder. Sie teilten alles mit ihr, aber die Frau merkte, daß sie ihnen zur Last fallen würde, wenn sie länger bliebe. Eines Tages verschwand sic ohne Abschied., Sie ging die Häuser ab und suchte Arbeit.. Nach vielen Tagen des HüngcrS, den sie» nun für zwei litt und nach Rächten ohne Schlaf, hatte sie Glück- Sic fand Arbeit als Dienstmagd in einer Kneipe. Vom Morgen bis zum Abend war sie aus den Füßen. Sie mußte. Lasten tragen wie ein Mann und klagte nicht, denn sie war glücklich, ein Dach über dem Kopf zu haben. Aber die Last unter ihrem Herzen wurde von Monat zu Monat schwerer und als sie eines Tages zu- sammeirbrach, warf man sie ohne weiteres auf die Straße. Einen Tag lang irrte sie in der großen Stadt umher, dann ging sie zu einem Krankenhaus. Der untersuchende Arzt sagt« ihr, daß die Geburt erst in einem Monat zu erwarten sei, dann solle sie wiederkommen. Nun lag sie wieder auf der Straße. Sie ging betteln und schlief Nachts da, wo sie sich gerade befand, in irgendeinem Treppenhaus oder Keller, oder einer Parkanlage. Aber das dauerte nicht lange. Eines Tages überrascht« sie«ine Ohnmacht mitten auf einer der belebtesten Straßen. . Sie erwachte nun wirklich in einem Krankenhaus.. Kurze Zeit darauf gebar sie«in Mädchen. Zehn Tage nach der Geburt ihres Kindes wurde sie Entlassen. Und nun lehnt die Frau mit dem weißen Gesicht am Laternenvfahl und wartet auf ihren Mann. Es blieb ihr kein anderer Weg außer diesem oder dem, ins Wasser zu gehen. Das ist nicht weit von hier.^Sie sieht.die^kleinen Wellen und hört das glucksende Geräusch, mit dem sie an das User schlagen Es klingt wie spöttisches Gelächter.. Die Tür der Schenke fliegt aus Ein breitschultriger Mann kommt heraus. Ekel, Angst und Haß verfärben das Gesicht der Frau. Er taumelt quer über die Straße.. Ta tritt sie ihm in den Weg. Sie bringt kein Wort aus der Kehle. Er fährt zurück. Ihre Augen begegnen sich. „Ach so, du bist's!■ Na, was gibt's?" Ihre Augen klanuucrn sich an sein Gesicht, als würde sie jeden Augenblick umsinken. Sic stammelt etwas und weiß selbst nicht, ob es Beteuerungen, Entschuldigungen oder Bitten sind. Sie will ihn nur überzeügcu von etwas, a» das st« selbst nicht glaubt. Er sieht sic nicht an, nur das Kind, unk? bekommt ein verlegenes Gesicht. Sie spricht immer weiter auf ihn ein, wie unter einem Zwang, und dabei strömen ihr die Tränen unaufhaltsam über das Gesicht. Plötzlich sagt der Mann: Na, also meinetwegen! Los, komm!" Mit einer barschen Handbewcgung zeigt er ihr, daß»sie ihn: folgen soll. Ohne sich einmal umzgdrchcn, geht er den Weg nach Hause. Sie schleppt sich nach, das Kind fest an sich gedrückt. Mit jedem Schritt, den sie auf dem Haus zu macht, sinken ihre Schultern mehr ein. Sie weiß, sie geht in eine neue Sklaverei, aus der sie in ihrer dumpfen Unwissenheit keiikeii Ausweg und keine Hoffnung sieht. Aus dem Munde der Kinder. Von Artur» Giovanmtti. Die Dame saß im schimmernden Saal am Tisch, beleuchtet von rosigen Wachskerzen. Ich blickte von der Straße, hinein und wußte nicht, was am meisten glänzt«:, die junge blaugeklcidete Holüheit dc'r Dam«, der keusche Schimmer des Tischtuches, oder das Gleißen des Lusters, das Silber, das Gold, das Kristall oder vielleicht der strenge glänzende Schädel des feierlichen Kellners.' Aber ich wußte, daß der Kellner nm der Dame willen da war und nicht die Dame um des Kellners willen, wie manche vielleicht glauben. Die Dame aber war da um der zarten, frierenden, kleinen Hündin willen, di« sie im Arm hielt, und die kleine Hündin hatte die Pfötchen auf das schneeweiße Tischtuch gelegt, während sie von der Dam« gefüttert wurde, liebevoll und fürsorglich; ihre Nahrung tvar: Seele und Gehirn des Kellners mit goldenem Löffel in silberner Schüssel verrührt. Allein saß die Dame im schimmernden Saal, beleuchtet von rosigen Wachskerzen. Ich betrachtete sie durch das mit Eisblumen umsponnene Fenster und sie deuchte mich Hebe, di« den letzten lebende» Gott mit Nektar labt. Draußen vor dem Alabastertor wartet« der große schwarze Wagen und neben mir stand ein kleiner Zeitrmgsjunge, mit den Augen die dustige Schönheit der Dam« verschlingend, oder vielmehr di« köstliche Speise der zitternden Hündin. Ich schaute den Jungen an und blickt« tief in seine gierigen Augen und fragte:„Woran drirkst du, kleiner Freund?" Er erwidert«:„Ich habe in vier Ständen sechs Zeitungen verkauft und nun sind die anderen feucht und alt, denn Zeitungen altern rasch und Milben in wenigen Stunden.". I- V Und eDsprach tveiter:^Meinc Mutter ist toi, mein Vater im Zuchthaus, irrem« Schwc» ' Das 6er Fräs». Von Suad Derwisch. 4 fler im Bordell, ich aber hab« nt vier 2tun« i den nut sechs Zeitungen verkauft." Lud et sagte:„Ich wollte, ich wär« jener Hund." Wieder bettachrei« ich ihn; seine Augen Warr« voller Trän«, die nur Frauen begrei fen, junge Trauen, über die Manner lächeln. Und ich erwiderte:„Ja, mein Junge, wärst du jener Hund, du würdest heute be- stimml genährt und gelicbkost werden. Und wenn du auch dein« Murrer nicht mehr zu küssen vermagst, so dürstest du wenig- stens di« Hand deiner Herrin lecken, denn sir ist rerzcnd und lieb, nicht wahr?" Er hob zu mir di« Angen, die großen, blauen tränenfeuchten Augen, sie blickten zornig, und durch zusammeuzebiffrne Zähne antwortete der kleine ZArnngsstrngr: „Ann, Gott verdamm' mich, ich würde ihr die Aase abbeitzenk" Und schon lief er fort, hinein in den lobenden Schneesturm. Bor ihm aber schaute ich die Sonne, die große, die warm«, die prahlende Sonne. Das singende Elend. Bor mir dehnt sich«in« endlose Landstraße. Ich schreite und schreite. Ein Ziel habe ich mir nicht gefetzt. In der Ferne wächst aus der Erde«in dunkler Streifen. Langsam wird er größer und größer, entwickelt sich schließlich zu einm Menschen. Wir kommen uns näher! immer näher. Bald muffen wir uns treffen. Ob er ein Fremder ist? Ein Laut, klingt an mein Ohr,«in bekanntes, trutziges Lied. Ich bleibe stehen und lausch«. Wie das klingt! In der Hand trägt der Säuger ein Bündel. Sein Anzug ist zerrissen und schon oftmals gepickt. In seinen Augen wohnt Hoffnung und Sehnsucht... Schnell ist er vorüber. Ich sehe ihm nach und denke: Dies war dein Bruder... Leiie verklingt sein Lied:„Wacht auf, Ber- bammie dieser Erbe...' Hermann Röll. Dies uad das. Wenn im Indien schwere Unwetter drohe», blasen die Eingeborene« auf Muscheln, um die Schlangengöttin Bashuki zu besänftigen, die das Weltall tragen soll. In Europa fand sich in früheren Zeiten die Sitte, bei« Nahen eines Unwetters die Mocken zu läuten, nm es ckbznvenden. * ES ist festgestellt worden, daß nicht die Lüche der gesährlichst« Raum de» Hauses ist, sondern das Badezimmer, wo alljährlich eine große Aitzahl von Menschen verunglücken. Die Küche steht in bezug auf Gefährlichkeit an zweiter Stelle und das Treppenhaus an dritter. * Di« größte Erdbebenwarte Frankreichs wird augenblicklich in Martinique gebaut. Sie wirb mit dem modernsten Instrument ausgerüstet. So hat die bekannte Spezialfirma Trüb, Täuber u. Co. in Zürich einen Uurverscrk-Feis- mvgrascheu für die Warte in Auftrag bekommen, der M Tonnen wiegen wirb. Mit diese« Instrument, bas bekanntlich so aufq^hängt ist. daß sich bi« Erderschüllrrungen ihm nicht «itteilen, werden vor allen Dingen Nahbeben beobachtet. * Ein durchschnittlich gesunder Mensch nimmt im Lauf« seines siebzigjährigen Lebens etwa vierzehn Tonnen Brot zu sich. * I» der Tschechoslowakei ist in der Nähe von Prag die Gründung einer Siedlung beabsichtigt, in der nur Antialkoholiker, Nichtraucher und Vegetarier wohnen dürfen. Das Wort Bungalow, dem man so häufig begegnet, heißt«igentllch„Haus von Ben- galien" und ist ein einstöckiges Gebäude, wie es bei den Eingeborenen von Brngakien jahrhundertelang in Gebrauch war. * Daß Spinne« Industriearbeiter sind, dürfte i nicht allgemein bekannt sein. In einem Lä- I boratorium in Kanada müssen sie Fäden, dir I für photographisch« Zwecke benutzt werben, spinnen. Bloß noch... Unser Töchterchen darf einer Hochzeit beiwohne». Am späten Abend, als nach &au{c gegangen werden soll, fängt sie bitterlich an zu weinen. Sie will bis pim Schluß dableiben. Wir machen ihr klar, daß wirklich alles vorbei ist. Unter bitteren Tränen bettelt sie: ^Laßt mich doch bloß noch solange bleiben, bis das Baby kommt!„ Tröstlich. Ei« Engländer, der m der Nähe von Schanghai wohnt, mußte, da seine Frau plötzlich erkrankte,«inen chinesischen Arzt zu Hilfe rufen. In China ist.es Brauch, daß die Zahl der Laternen, die vor dem Hause eines Arztes hängen, di« Zahl seiner vtrstorbrueu Patienten an zeigt. Bor de« Haus« des so eilig zu Hilfe gerufene« Arztes hinge« nur fünf Laterne«. Der Engländer machte dem Arzt Kompliment«, als ihm plötzlich das jugendlich« Aussehen des Dottors ausfiel:„Seit wann praktizieren sie eigentlich?" fragte er und er« hielt die tröstliche Antwort:„Seit gestern, Sir!" Di« lieblich« Brant. Einem jungen Mann auS feiner, aber arg verschuldeter Familie hatte der Heiratsvermittler eine schwer reich« Braut ousersetzen. Im Bahnhvfbüfett zweiter Klaffe sollte di« gegenseitige Vorstellung stattfindeu. Als der junge Mamr mit dem Heiratsagenten I kam, saß die Dame schon da. Der jung« Mann würbe ihr vorgestellt und er sagte dann leitV zum Heiratsvermittler:„Aber die Dau« hat ja , einen Bucke! V Dieser nickte bloß. Da meinte der junge Mann:„Lud falsch« Zähne und i falsch« Haar« hat sie auch." Da sagt« der Hei- , ratsogeui:„Reden Sie uux laut, sie hört nämlich nichts." Madonna von heute. Alt« Dame zur jungen Mutier:„Nähren Sie Ihren Jungen nicht mehr?"—„Nein, ich kann«L leider nicht. Das Kind«rjchrickt immer so arg, wenn ihm ein bißchen Zigarettenasche ins Auge kommt." Konjunktur.„Siehst«" sagte Frau Lämiu- tich zu ihrem Galten,„wärstr rechtzeitig bei d« Nazis jrjaugeu, kömrst' heute Ab f« ordnetet sein, mit deine jrohe Schnauze!" LiebeSschmerz. Zwei junM Rädchen ergehen sich in der Abendstunde im Garten und tauschen ihr« Geheimnisse aus.„Ich möchte für mein Leben gern wissen," flüsterte di« em«,„ob»ich Jack wirklich liebt!"„Natürlich tut er das," be- ruhigle st« di« Freuudiu,„weshalb sollt« er den« bei dir ein« Ausnahme machen?" Gegenfrage. Hausfrau:„Ich mäkle nicht gern an Ihnen herum, Mary, aber ich muß Sie doch darauf aufmerksam machen daß, wenn mein Manu seine Schuhe vor das Schlafzimmer stellt, er damit den Wuuschl bekund«, daß sie geputzt werden sollen."„Ich werde«»mir merken, gnädige Frau, aber was wünscht Ihr Herr Gemahl, wenn er seine Schuhe vor der HauStür stehen läßt?" Gchach-Eae. Alle Zutchriilen und Anfragen an Ec«. Wenzel Sch ari>ck>. Awettniy Nr. 65 bei Tepiiy-Schönan Alten laftatn iR StlMtaotf« beizulege». Schachaufgabe Nr. 76. Von Gen. Emil Grimmer. Katarinaborsr. Schwan: Kf7: ML h8: 8e7: Bc4. 1.3(6). »baU» t f t ü W W W 8 7 Mi M 7 6 K W Z AWWiÄ & M W L 4 ÖÖ® 4 3 W 1 2 W»» 2 1 A W WLM 1 »do *•» 8■* Weiß: Ke3; Da»; La». a6: 8«.«7. Bei. K®. Matt in 2 Säuen. Lösungen sind bis längstens 14 Tag« nach Encheiieu der Anfrabe an oben Benannte Adrexe zu«enden. LSsnngsznu zu Nr. 73: Del—et. Nichtige Lösungen sandten uochstckgenbe Genos- fen ein: Wetter Ludwig. Nobel'£tanj, Michel Rudolf, Schmied Txttb.. olle ans Kwittmi; Kraus Gerhard, Turn: Zcnkert Eduard. Schaiba: Dinuc- bier Emil. Tet scheu; Beutel Wilhelm, A tneberf bei Tetschem Attwnich Heinrich, Zwickau; Pltittpv Heinrich, Odergeor^ntal; Wen-,ei Addis, Arurderi bei Haida: Hieke Ivies. Markersdorf; Criuuner E»i:l, lkatarinoberg; Mikuleetü Heinrich, Arlnsnu; Prol5 Frau», Schäufeiv; tku.ua Krau?,. Neiuiil Franz, Jeirker Josef, alle Schachfektion Neustadt!; Prvchafla Wißt, Turn; Mrtdork Adolf«ich Pachuiann Kein- halb, Tisch««; Ulbert Kudoft, Proffeditz; Qual Adolf imd Triltfch Suftav. Wiftcrschom; Settnrncher Artur, Zwcttmtz.— Nachtrag»u Rr. 72: Grimmer Emil, tdatalcuabceg. Bezirksinristtrschaft im II. Bezirk, V. Kreis. Nach der am l. März 1438 autöhlich der Be nrkssiynn-, erfolgten AuAostnm evgnb sich f^qenbe Einreilmm; t. ckinude: Wist«! schon I: Zmk- nrautet; Wistcrfchau II: Turn; beide Kümpfe«n t». März in Wislrrfchan. Spielfrei: Eichtoalv.— 2. Kn»de: EichwaL»: Wifterfchan I; Juekmanbel: Wisierfchan II: am 21. Mär». Spielfrei: Turn.—- 3. Runde: Turn: Auckinantel; Wisierfchan II: Eichivaw; am 8. April. Spielfrei: Westerfchau I.— 4. Runde: Eichwalb: Turn: Wiüerfchau I: Wi- sterfchan II; am 14. April. Spielfrei: Jumuantel.— 5. Runde: Turn: Wisterstban am 2i. April; Ziickiuauiel: Eichwald am 28. April. Spielfrei: Wistrrfchan II.— Die Wettkämpfe Huben immer im Lokal des Erstgenannten statt. An ersten Brettern wird Aloichvitig um die BczirkSeinielmeisterschast geststeft. In den Monaten Jänuer und Feber nmrden folgende Freundschafisspiele miSactoage»: Am L Jänner 1838 Schünfew: Wisterschan ö—2 für Wisierfchan; 7. Jänner Schachfektion Jucknmntel: öachevtz odbor D. T. I. Zueknmniel 4/t—3% für '--chachsektiou Jmkwantol; 17. Jänner Wister schau: Schönbckd 7—k» für Wisterschan; 17. Jänner Wistcr- schan: Schönfeld 6—1 für Wisterfchan; 21. Jänner ichukni nutet: sachobb vdbor D. T. I. 5)4—Wz flir D. T. I.; 82. Feber Turn r.Wrsterfchari 3X— für Wisterschan; M. Feber Wisterscha»: Turu 4—3 für Wistersclsan; 28. Feber Wisterschan: sachovh edbor D. T. I. Aurkinnntel 8—3 für Winerfchan.