1■>■— 1"■ Jtr. LS. UnterOaltnno^eilase. 1932. VuSspraGe rntt Vermeß. Don CritO Gottgetreu. Dies« Geschichte hat den Ansang vieler Geschichten:«in Brief fiel durch einen Briefkasten. Acht Tage später fuhr der junge Mann, der der Empfänger war, zu einem Familienfest nach Haufe. Er sah die Seinen nach langer Pause wieder, halt« teil an der Frewde. Ein Onkel wollte die Stadt kennen lernen. Der jung« Mann zeigte da- Rathaut, das Theater, den Schloßteich, am Markt die Buchhandlung, in die sein Taschengeld geflossen war, zum Schluß sein« Schwule. Er erklärte die Stadt, die, bespickt mit hohen Schornsteinen, di« jetzt nicht raucht«^ alle- andere al- schön oder gar gesegnet war, nicht ohne Stolz, denn langer Aufenthalt in der Fremde hatte ihn zum Lokalpatrioten, sein Geburtshaus zum eigentlichen Mittelpunkt der Welt gemacht. Er wußte von allen Gebäuden Schönes zu sagen, kannte ihre Geschichte und Geschicht» chen, nur bei der Schule schwi«g er. Aus die Schul« war er nicht stolz. ES war«in imposanter Bau, geschmackvoll in den Farben, in der Form geglückt, wie eine Festung beherrscht««r einen ganzen Stadtabschnitt, aber er war nicht stolz. Als sie wieder zu Hause waren, hatte er die Schule vergessen. DaS Fest ging vorüber, die Gäste reisten ab. Nun, sagt« er sich, wäre Einsamkeit nach dem Trubel angenehm. DaS Gebirge hinter der Stadt lockte. DaS Gebirge mit seinen stillen Menschen, feinen schweren Wäldern,.braunen Feldern. Sein« Karg, lichkeit klang ihm wie ein einfaches Volkslied. Nie hatte er die Melodie vergessen. Er war schon weit herumgekommen in der Welt, hatte di« Macht der Pyramiden ge- sehen, den blauen Glanz der Seen Finnlands, hatte die ernst« Sprach« der Bretagn« gehört und di« glühende Italien-— aber stärker al- alle- lebte in ihm da- Bild de- Gebirge- hinter der Stadt. Al- Schüler und al- Wandervogel hatte er e- vor länger al» einem Jahrzehnt mit Freunden singend 'durchzogen. Es war 8hm Heimat. Jetzt fuhr er hinauf. In Aue verließ er den Zug. ES war Markttag. Um di« Stände drängten sich Hunderte von»ntrv. ernährt au-sehenden Männern und Frauen mit diel Verlangen und wenig Geld. Di« Gemüse und Früchte leuchteten und dufteten, aber den Käufern war e» wichtiger, daß ihnen di« Ware nicht zu knapp zugewogen wurde. Sie paßten scharf auf. Den Fremden beachteten sie gar nicht. Der blieb dann bei einer Gruppe von Arbeitslosen stehen. Sie diskutierten über ein« politische Versammlung, di« für den Abend einberufen war. Di« Meinungen waren verschieden, die Gesichter ziemlich gleich. Di« Not der Zeit hatte sie geprägt. Der junge Mann ging weiter, das Muldental hinauf. A>uS den Fabriken drang kein Laut. In Sosa, einem alten Qualort, Augen und Lungen verderbender Heimarbeit, waren Frauen über Perlenstickereien gebeugt, aber der Gastwirt, bei dem der lunge Mann einen Teller Suppe aß, erzählt«:„Di« Weiberarbeet heert jetzt aach uff. Und die Mannfen verdien' schon lange nicht mehr...* So grau war der Eindruck diese- Wanderns. Die Natur war frei,-er Mensch unterdrückt. Zudem war der Tag wirklich grau, Luft und Himmel von niederdrückender Melancholie. Aber mit langen Wegarmen, di« sich wie Spinnen um di« breiten Bergvuckel krallten, holt« der AuerS» berg,-a- Abendziel, den jungen Mann trotzdem zu sich heran So stapfte er vorwärts. Hinter ihm verklang Hundegebell. Es war einsam. Hin und wieder schrie ein Bauer einem andern etwas überS Feld. Ein paar Vögel flatterten. Holzwagen holperten mühselig. Bald umfing ihn di« Ruh« des Walde«. Er hörte nur noch seine Schritte. Aber plötzlich war da wieder jemand, bei einer Krümmung wi« von unsichtbarer Hand au- der Tief« gereicht: hundert Meter vor ihm rin Mensch. Offenbar keiner von hier, sondern ein StÄNer. Er lief in der-/ selben Richtung. Der junge Mann wollte ihn überholen. Ging j«tzt al>o schneller. Aber der ander« sprach ihn an, wünscht« Wohl Unterhaltung. Ob sich da- Wetter bewern werde, ob re den Weg kenn«. Ob er oft im Gebirge fei. Der junge Mann antotvrtete kaum. Der andere gefiel ihm nicht. Gespräche ohne Sinn mochte«r allgemein nicht leiden. Um wieviel weniger jetzt. Der andere redete und redete. Aber sprach er auch in- Leer«, so nahm der junge Mann doch den Klang der Stimm« auf— und di«, schien es ihm, hatte er doch schon einmal gehört Jetzt sah«r den Fremden an. Und er erschrak. Er hatte ihn erkannt— wie ihn auch der ander« erkannt hatte, denn-er ließ jetzt seinen Redefluß zur Frag« schnellen:„Ueber- haupt, hörensemal, sind Sie nicht, ungefähr in den Kriegsjahren, so von Quarta bis Untersekunda, mein Schüler gewesen? Mein Name ist A«rm«l, Professor Aermel. Sind Sie nicht?"— und-er jung« Mann hörte sich beim richtigen Namen genannt. Der Tag war ihm verdorben. Aermel war ihm der Inbegriff der Bösartigkeit gewesen. Er sah jetzt die Schule vor sich, die imposante, schön«, in Farben und Formen geglückt«, wie ihm klar war, warum er nicht stoh auf sie sein konnte. Man denkt nicht so fein wie man spricht. Man ist in der Wirklichkeit nicht so tapfer wie in-er Phantasie. Der junge Mann dachte: Und de.r Lump geht nun neben mir. Man müßte ihm ein« herunterhauen. Er halte den Lehrer gehaßt, wie man nur einen Menschen hassen kann. Der da hotte ihm die Schule verleidet, damit die Jugend, ein ganzes Stück Leben,«in so wichtiges Stück Leben. Alles stand jetzt vor ihm: Wie der in einer einzigen fehlenden, mißlungenen oder nicht ganz treffenden Antwort eines Schülers einen Beweis für dessen moralische und intellektuelle Minderwertigkeit sah; wie der Aermel dann, da- Gesicht zu einem frechen Grinsen verzogen, das Notizbuch, so«in kleines schwarze-, herauszog und den stereotypen Satz fletschte: ^,Hat schon«in« Vier dastehen— wird wohl Ostern nicht- wer-en mit-er Versetzung!" Und-er junge Mann dachte an die trockene, humorlos« Art-i«se- Unterrichts, di« all« Freud« am Wissen mit Keulenschlägen vertrieb und da- L«b«n eher hassen al- lieb«« lehrte, so-aß«r erst jetzt, al« fast Dreißig- — 2— Problem Europa endlich gelöst! Nachdem di« von allen Nationen beschickt« Konferenz sirbenundzwanzig volle Wochen in Permmwnz getagt hatte, ohne«ine Lösung der Kris« zu finden, kamen die Herren Delogierten zuletzt überein und ließen solcher durch all« Rundfunksender verkünden—: Er würde unter den gegebenen Verhältnissen dar Beste sein, Europas Völker zögen mit Kind und Kegel von hinnen und ließen den alte» Kontinent einfach im Stich, um irgendwo In der Welt, jeder streng für sich, «in vollkommen neues und besserer Leben zu beginnen. Der alte Erdteil sei eben«in so hoffnungsloses Terrain, gedüngt mit Blut, Tränen, Haß und Geschrei, die Luft verpestet mit kriegerischen Gesängen, daß nach der einstimmigen Meinung aller Experten leider nicht die geringste Aussicht vorhanden sei, es könne hier jemals wieder bester werden. Neber die technische Durchführung des gigantischen Umzugs habe man sich bereits bis ins kleinst« verständigt und denke sich die Jache etwa so: Schon übermorgen werdeu durch Cooks Reisebüro allen Völkern Pässe und Fahrscheinhefte aus» gehändigt. Bei Inanspruchnahme der gesamten Welt- schiffahr i S-Tonna ge ist cs dann ein leichtes, binnen vier Wochen Europa völlig zu evakuieren und die Völker nach ihren neuen Wohnsitzen zu transportieren, deren Zuteilung wie folgt geschieht: Dir Franzosen wohnen im nördlichen Polargebirt,' die Deutschen, endlich genügend von jenen getrennt, im großen antarktischen Kontinent, die Italiener in der arabischen Wüste, die Jugoslawen an der brasilianischen Küste, di« Oesterreicher im Feuerland, die Tschechen am nördlichen Eismeerstrand... Auf dies« Weise, hofft man, wird es gelingen, die Völker endlich zur Räson zu bringen; denn wenn sich keine Rcibungsflächen mehr«r- geiben, müssen sie doch schließlich in Frieden leben. Hans Seiffert. jähriger, begann, die Welt in ihrer Schönheit zu sehen——. Aber oer andere merkte nichts. Er schwatzte weiter, unentwegt. Während her Nebel wolkig und streifig die Berge ent» langfetzte u,nb das Ziel, den AuerSberg- vipfel in ein weißes Meer hüllte und jedem Blick entzog. Während Wasser in hundert Sikberkinien zu Dal gurgelte und spritzt«. Während Regen rieselte. Während Wind di« Bäum« packt« und zauste. Dem Aevmel troff es aus dein Mund. (Schluß folgt.) 3n LtnverreiGen Kämmen. «Sin Proletariers» 2Bnn0ertnär(&en Bon Paul Szende. Die Ereignisse allbekannter Wundermärchen wiederholen sich oft mit proletarischen Figuren im alltäglichen Leben, innerhalb des Lohnver- hältnifseS. Ein solches modernes Märchen möchte ich hier erzählen. Bor kurzer Zeit hielt ich in Brüssel in der dortigen Partei«inen Vortrag, bei dem auch viele in Belgien wohnhaft« ungarische Arbeiter anwesend waren. ES ist mir ausgefallen, wie viel« junge Mädchen sich unt«r den ungarischen Hörern befanden und ich stellte«ine Frage. Ach, — war die Antivort—, das wissen Sie nicht, daS sind die Mädchen in kinderreichen Familien! ??? Das will ich eben erzählen. * Zwei junge ungarisch« Arbeiter treffen sich in einer schmalen Gast« der Brüsseler Altstadt. Da sie nicht fürchten, daß ihr Gespräch verstanden wird, sprechen sie lauter, als die Einheimischen. Auf einmal öffnet sich ein Fenster und das junge Gesicht eines Mädchens wird sichtbar. Mit gedämpfter Stimm«, sogar im Flüsterton, spricht I si« die beiden an. „Sie sind Ungarn? Ja? Ich auch. Bleiben Sie«inen Augenblick hier, ich komm« sofort hinunter." Sie kam und übergab den beiden jungen Leuten«inen Zettel. „Ich muß sofort zurück, denn wir dürfen nicht eine Sekund« lang die Wohnung all«in verlassen Ich bin seit acht Monaten in Brüstel, aber ohne meine Frau war ich noch niemals draußen und weiß überhaupt nicht, wie di« Stadt ausschaut. Man sagt, daß sie sehr schön ist. Ich hört« schon vor Monaten, daß cs hier viele Ungarn gibt, ich halte aber bisher keine Gelegenheit, auch nur einen zu Gesicht zu bekommen. Oh, wie ich darauf gewartet hab«! Ich hab« alles sorgfältig zu Papier gebracht, da haben Sie cs. Oben steht mein Name und der einiger Schicksalsgenossinnen, di« ich hie und da auf kurze Zeit sehe. Diesen Brief habe ich in vielen Exemplaren geschrieben, eines davon trage ich immer auf meinem Herzen, um es dem ersten Ungarn, den ein glückliches Schicksal mir rntgegensührt, zu übergeben. Jetzt muß ich aber zurück. Aus diesem Brief werden Sie alles erfahren. Befreien Si« mich." Dir beiden jungen Männer verstanden die Sache zuerst nicht, vor allem merkten si« sich das Haus und verließcn schnell di« Gasse. Erst in einem weftabgelcgenen Park, nach allen Richtungen Ausschau haltend, wagten sie e8, den Brief gründlich durchzulesen. Was war hinter dieser Geschichte, die so anfing, wie sie es in ihrer Kindheit in manchem Märchenbuche gelesen hatten? Es gibt in Belgien eine Liga für kinderreiche Familien, in der der klerikale Einfluß überwiegt. Viele Mitglieder der Liga beklagten sich darüber, daß sie nicht imstande sind, Hausgehilfinnen zu bekommen, weil die belgischen Proletariermädchen nicht gewillt seien, Haus« arbeit unter solch schweren Bedingungen anzunehmen. Hätten sie höheren Lohn und kürzere Arbeitszeit angeboten, so wär« das Problem wahrscheinlich leichter zu lösen gewesen. Die klerikalen kinderreichen Familien taten aber so wie Arbeitgeber und Kapitalisten in ähnlichen Fällen immer zu tun pflegen, sie führten billig« lolonialr Arbeitskraft ein. Infolge der internationalen Verbindungen der Kirche war diese menschliche Kolonialware l«icht aufzutreiben. Ein ungarischer katholischer Verein machte sich anheischig, di« Ware zu liefern. In Ungarn herrscht daS furchtbarste Elend, die Aussichten einer Frau oder eines Mädchens, eine Arbeit zu kriegen, sind noch schlechter als di« der Männer. Infolge der fortschreitenden Prolrtarisie- rung des Mittelstandes nimmt di« Zahl der Familien, di« sich noch eine Hausgehilfin halten können, rasch ab. Durch Vermittlung geistlicher Vereine verbreitet« sich schnell die Nachricht, daß in Belgien Hausgehilfinnen gesucht werden, die verschiedenen Nonnen und anderen geistlichen Schwestern sorgten schon dafür, dieses belgisch« Paradies in den schönsten Farben auszumalen. Die jungen Mädchen werden dort alS Familienmitglieder gehalten und bald in der Lage sein, ihren notleidenden Familien Geld nach Haus« zu schicken. Auch di« Sehnsucht, aus diesem Land« drS furchtbaren Elends herauSzukommen und fremde Welt kennenzulernen, wirkte mächtig auf di« Phantasie dieser Mädchen. Bald ging der erst« Tran-port, bestehend aus einigen Hundert Mädche-n, nach Belgien ab, weitere folgten. In Belgien stellte sich heraus, daß bieseversprochen« Paradies, wie gewöhnlich, in Wirklichkeit ein« Hölle war. Die belgischen Kleinbürger beuten ohnehin ihre Hausgehilfinnen aus, die Tatsache, daß die Mädchen ohne Schutz dastanden, anfangs überhaupt nicht französisch oder flämisch sprachen, gab ihnen noch den Ansporn, diese Ausbeutung zu steigern. Bei einem beträchtlichen Teil dieser kinderreichen Familien gab es keine bestimmte Arbeitszeit, sie dauerte von Sonnenaufgang bis zur Mitternacht. Selbst dort, wo di« Hausfrau wohlwollend und die Kost auskömmlich war, konnten di« Mädchen, ansonsten seit ihrer Kindheit an harte Arbeit gewöhnt, die ihnen zugemutete Aufgabe nicht bewältigen. Unter dem Vorwand, daß ihre Tugend sonst gefährdet sei, wurde ihnen jeder Ausgang entzogen, selbst«in Kirchgang nur ausnahmsweise gestattet. Einige lehnten sich nach kurzer Zeit gegen dieses Schicksal auf und kündigten ihren Platz. Es wurde ihnen mit der Polizei gedroht, diejenigen, die davor nicht zurückschrecktrn, wurden tatsächlich zur Polizei geführt, wo ihnen folgendes eröffnet wurde: „Gut, Sie können ihren Platz verlassen, kriegen aber kein« Aufenthaltsbewilligung und müssen in ihre Heimat zurückkehren; diejenigen, die vorzeitig daS Dienstverhältnis lösen, sind aber verpflichtet, die ihnen vorgestreat'en Re>s-- spesen zurückzuzahlen und den Preis einer Eisen- bahnkartr nach Budapest zu erlegen. Solange diese Summen von ihrem Dienstlohn nicht abgezogen werden können, müssen sie aus ihren Dienstplätzen verbleiben." Di« revoltierenden jungen Mädchen mußten sich fügen und trugen weiter das Joch, bis einem unter ihnen der Zufall zwei junge Märchenprinzen, die seine Sprache redeten, in den W«g führte.. Wie in den Märchen.. * Was taten dir jungen proletarischen Märchenprinzen? Was ihre Vorfahren im Märchen taten. Sie legten das Gelübde ab, nicht eher zu ruhen, bis di« eingrkerkerten Mädchen au- ihrer Lohngesangenschaft befreit sein würden s— WaS machen junge Märchenprinzen, wenn sie organisiert« Proletarier sind? Sie suchen und finden Anschluß bei jenen anderssprachigen Genossen, die in dem Land« zuhaus« sind. Sie alarmierten die belgischen Sozialisten. Zum Glück stellte sich heraus, daß einige di«s«r Genossen in den Angelegenheiten der Liga für kinderreiche Familien ein gewichtiges Wort mitzusprechen haben. TS kam noch eine Geschichte, die chre Bestrebungen erleichtert«. DaL oberste Protektoriat über dieses Geschäft der Ausfuhr von Kolonial- arbeitswar« führte di« Brüsseler ungarische Ge- sandtschaft. Die ungarische Liga unterhält zu diesem Zwecke in Brüssel«in eigenes Bureau, wo vier wohlbestallte adelige Damen die Rolle der Sklavenaufseherinnen versahen und sich den Mädchen gegenüber vielleicht noch grausamer benahmen, als die meisten Dienstgeberinnen. Eines Tages führten diese Damen di« Mädchen zuerst in di« Kirche und dann zu bereitgestell- len Autobussen. Die armen Mädchen freuten sich ungemein, endlich einmal einen schönen Ausflug machen zu können, sie wurden aber zu «iner monarchistischen Kundgebung mißbraucht. In der Nähe von Brüssel wohnt die Exkaiserin Zita mit ihrer Familie. Die Mädchen wurden als Vertreterinnen der ungarischen Frauen, die angeblich keinen sehnlicheren Wunsch haben, als di« Rückkehr der Habsburger, vorgeführt. Die proletarischen Märchenprinzen erwiesen sich als gut« Taktiker, sie erkannten sofort, daß dies« unverschämte Demonstration im Interesse der jungen Sklavinnen ausgenützt werden könne. Sie schlugen Lärm. Auch belgische Genossen waren jetzt imstande, auf die Liga einen größeren Druck auszuüben. Es wurde vereinbart, daß diejenigen Mädchen, die ihren Dienstplatz kündigen und weiter in Belgien bleiben wollen, die Aufenthaltsbewilligung nicht verweigert werden kann. In der kürzesten Zeit wurden mehr als dreißig Mädchen aus der schlimmsten Sklaverei befreit, sie fanden einen anderen Dienstplatz oder Irgendeine Arbeit. Auf di« Dienswerhält- nisse der übrigen übt diese Möglichkeit der Kündigung ein« wohltuende Wirkung aus. Alle Befreiten sind eifrige Genossinnen geworden; «rfuhren sie doch am eigenen Leibe, was Ausbeutung bedeutet und noch mehr, wie sich die proletarisch« internationale Solidarität gegen diese Ausbeutung zu wehren vermag! So wiederholen sich manche Wundermärchen in der Wirklichkeit. Der Rorbvol liegt bei Hollywood... Bon A. L. Woodridge(Hollywood). Die Filmproduzenten sind der Ansicht, daß sie sich in Hollywood«inen weit bester aussehenden Nordpol als den wirklichen herstellen können. Um einen von Affen, Flußpferden, Riesenschlangen, Krokodilen und anderen Dschungeltier«» bevölkerten Urwald zu filmen, müssen die Registeure schon lange nicht mehr nach Afrika reisen. Di« Hollywood«! Wüste Sahara übertrifft di« echte noch an Trostlosigkeit, und der Amazonen-Strom und der Nil sehen schließlich anch nicht anders aus als der Sacramento, Kaliforniens träge dahinfließender Hauptstrom. Di«s« Meinung der Maßgebenden von Hollyivood soll nun aus ihre Richtigkeit untersucht werden. Die Universal-JUmgesellschaft rüstet eine Filmexpedition nach Grönland unter Führung Dr. Arnold FanckS aus, di« im Scheine des Nordlichtes einen Film„Eisberg" aufnehmen soll Dl« Metro-Goldwyn-Mayer- Produktionsgesellschaft entsendet ihren Regisseur s W. S. Ban Dyke in di« Arktis, von wo er Auf- nahmen zu einem Spielfilm„Eskimo" mitbringen soll. Unter dem Eindruck dieser beiden Unternehmungen stillt man sich in Hollywood allseits die Frage:„Werden dies« echten Polar- aufnahmen besser als di« früheren künstlichen und auch nur halbwegs so scharf sein wie die unter d«r Sonn« Kaliforniens aufgenommenen?" Der Film„Helden der Lüft«", der einen aufregenden Flug zum Südpol über ganze Kontingents von Schnee und Eis und erbitterte Kämpfe mit wütenden Schneestürmen zeigt«, wurde in der Hauptsache aus dem Flugfeld« von Arcadia In Kalifornien, 24 Kilometer von Los Angeles entfernt, und bei«iner Hitze von etwa 35 Grad Celsius ausgenommen. Jack Holt, Ralph Graves, Fay Wray und die andern Schauspieler waren in schwer« Pelze gekleidet, so daß ihnen der Schweiß in die Stiefel strömte. EiS, Schnee und Schneestürm« waren künstlich. Und doch bebten, als der Film aufgesührt wurde, die Zuschauer förmlich vor Kälte, als die in glühender Sommerhitze aufgenommenen Szenen ans einer Schnee- und Eiswüste an ihnen vor- überrollten. Charlie Chaplins„Goldrausch", der in der Schneelandschaft Alaskas zur Zeit der ersten Goldfunde spielt, wurde zum größten Teil auf Chaplin- Besitzung in der La Br«a Avenue in Hollywood ausgenommen. Di« zu Tode erschöpften Männer, die, ihre Schlitten mit ihrem Hab und Gut hinter sich herziehend, über endlose Schncepfad« taumelten und eis- bedeckte Bergpäss« erklommen, entfernten sich in Wirklichkeit nicht von' einer Hollywooder Szenerie, die nicht ausgedehnter als rin Häuser- block war. Der Dschungelfilm„Borneo"—j. etwa 300 Meter Film ausgenommen— wurde auf einem Hollywooder Grundstück der Universal, daS in einen künstlichen, von einem Hydranten beivässerten Sumpf umgewandelt worden war, ausgenommen. Di«„Krokodile" waren Alligatoren aus einer Alligatorenfarm in Los Angeles. Der Film„Trader Hörn" wurde zum Teil in Mombasa In Afrika aufgenommen. Die meisten Szenen wurden zwar dort gedreht, ober gerade die dramatischsten Teile entstanden in einem künstlichen Dschungel in Hollywood während di« Abenteuer mit wilden Tieren zum großen Teil in einem Corral nahe der mexikanischen Grenze gefilmt wurden, wohin man die Tier« aus einem Zoologischen Garten in Los Angeles gebracht hatte.„Tarzan. der Affenmensch"(ein neuer Afrika-Abenteuerfilm mit Jonny Weißmüller in der Hauptrolle) wurde im wesentlichen am Toluca-See. nördlich von Hollywood, ausgenommen Wer dies« Film« gesehen hat, der wird sich fragen, ob sie unter allen Umständen gewonnen hätten, wären sie in Alaska, in der Antarktis, im afrikanischen Urwald und nicht in Hollywood ausgenommen worden Die Antwort ist zumindest zweifelhaft. Bor einigen Wochen kehrte der Regisseur King Bidor mit feinen Schauspielern, darunter auch ToloreS del Rio, aus Hawaii zurück, wo sie den Film-„Paradiesvogel" gedreht hatten. Bald entdeckte«r, daß noch einige zusätzliche Szenen gedreht und ander« nochmals aufgenom- men werden mußten Kehrten nun die Film- lrut« etwa zu diesem Zwecke nach Hawaii zurück? Si« dachten gar nicht daran. Sie begaben sich aus die Catalina-Insel an der südkaliforni. fchen Küste, und, wenn der Film aufg«führt werden wird, dann wird wohl kein Zuschauer in der Lage sein, anzugeben, welcher Teil auf Hawaii.und welcher in Kalifornien aufgenom-, inen worden ist.;| Biele Leute vertreten bereits heute di« An- sicht, daß Polarlandschaften, afrikanische Ur-, wälder und Sandwüsten für Filmzwecke„natur, echter" als in der Natur in Hollywood aufge». nommen werden können. Die beiden Polar», «xpeditionen der„Universal" und der„Metro- Goldwyn-Mayer" werden zur Klärung der Frage beizutragen haben: Natürliche oder fünf*», liche Filmlandschaft? (Autorisiert« Uebersetzung von Leo Korten.) » Sprichwörter aus Madagaskar. Auf Madagaskar, der großen jranzosischen Insel im Indischen Ozean, gibt es unter den Eingeborenen heute noch regelrechte Wortwett- streite, wie si« einst im alten Griechenland und auch bei uns im Mittelaller gebräuchlich waren. Bei solchen Wortstreiten ist eine Reihe von Wortspielen entstanden, die als geflügelte Wort« und Liebesjprüche auf der ganzen Insel ver». breitet sind; man nennt sie„hainstrnyS". Si« haben meist ein«n liefen Sinn und zeichnen sich durch stark« Bildhaftigkeit aus Wenn der Malrgasse zum Beispiel jagt: „Ein gutgeslochtenes Retz— hierin liegt dein« Bestimmung", so erkennt man den heimischen Fischer, der sich selbst mit seinem Retz vergleicht. Der Mensch, der kraftvoll-tätig ist, rst das gute Retz, das ausgeworfen wird und B«uir heimbringt, das brüchige Retz aber wird liegengelassen, da es nichts sängt. Eine tiefe Menschenkenntnis liegt auch in dem Sinnsprnch:„Wir sind all« Wasserträger— welcher Wasserträger aber beschüttet sich nicht?" Bon der Ehe heißt es:„Wenn der Krug das Wasser nicht halten kann- wozu ist er noch nütze?" Also wenn Mann und Frau sich nicht anzugleichcn verstehen, wenn sie zusammen nicht mehr einen gefüllten Krug darstellen. jo verliert die Ehe ihren Sinn Der Malegass« weiß aber auch, daß wegen Kleinigkeiten manche Ehe in Brüche geht:„Welches ist der kleinste Pfad, der' nnS scheidet?— Ich glaubte einen Aal zu sehen und sie ein« Unke" Reizend sind auch die LicveSsprüchr der jungen Malegassen Das Mädch.n fordert von seinem Burschen:„Behandle m'ch wie ein Krebslein- von dem du doch sogar di« Scheren issest." Dem allzu stürmischen Liebhaber jedoch antwortet die Malegassiii:..Ich bin feine hungrige Gans, di« selbst Steine verschluckt— Mädchen, dir gewohnt sind, aus der Tasse zu trinken, neigen den Mund nicht zum Wasser." Dem Ungetreuen endlich rüst sie zu: „Die Blume auf dem Felde duftet— zertrittst du sie, verströmt sie dennoch ihren Dns>" HiiiHiHMnniniiNUiitNtinimniinmitiiimiHiuiHiiminnttiHniiHHHimiiHiniinuiHunni Winke für die Hausfrau. Schütze deine Augen! Für sonnenhell« Tag« ist ein« Schutzbrille für die Augen zu empfehlen Ebenso soll man bei Fahrten in offenen Wagen stets die Augen vor der Zugluft durch ein« Brille schuhen Der Aufenthalt am Strand« ist viel angenehmer, wenn man das Blenden des wetßen Sandes durch eine Schutzbrille ab» wehrt, wie ja auch ein vernünftiger MensH keinen Wintersport betreiben wird, ohne big Augen gegen daS zu grell« Licht entsprechend zUl schützen. ES kommt noch hinzu, daß nicht nuv die Sehkraft der Augen leidet, sondern daß auch di« Partie um di« Augen herum durch di, Ueberanstrengung der Augen angegriffen wird, — 4— Was mancher nicht weih.| Dir Erfindung d«S Löschpapier-, dir noch ziemlich neuen Datum- ist, ist auf rin Versehen zurückzuführen. Der Werkmeister einer Papierfabrik hatte nämlich bei der Herstellung von Schreibpapier vergessen, der Mass« den nötigen Leim hinzuzusügen. Da- Papier wurde al- untauglich befunden und der Werkmeister entlassen. Al- aber einige Tag« später da- untauglich« Papier eingestampft werden sollte bemerkt« man, daß eS die Fähigkeit besaß, Flüssigkeiten aufzusaugen: man erprobte da- auch bei Tinte, und damit war da- Löschpapier erfunden. Der Werkmeister wurde wieder eingestellt und bekam «ine Belohnung für sein Versehen. Da- menschlich« Ohr hört die Roten von sieben ganzen Oktaven mit vollkommener Deut, lichkeit, während weitere al- unbestimmt«! Lärm ausgenommen werden. Meist nimmt da- Gehör im Alter ab. Tiefe Tön« sind ebenso unhörbar wie hohe. Kein Ton, der unter dem tiefsten E deS Klaviers liegt, wird von dem Ohr deutlich anfgenommen. Leoparden sind die gefährlichsten aller Raubtiere in Indien Im vergangenen Jahr sind in den Bereinigten Staaten 12.000 Mensche« wegen begangenen Mordes verurteilt worden. Gurkensame», die mit Roentgenslrahlen behandelt wurden, haben dir doppelt« Ernt« ergeben wie unbehandelter Samen. Die Früchte reifen fünf Tage früher. . In jeder Sekunde zucken in der ganzen Welt hundert Blitze, und in jeder Stunde kom- men 1800 Gewitter zur Entladung. Obwohl in der Nordsee mehr denn je ge- sisch! wird, hat man beobachtet, daß di« verbleibenden Fische um so gwßer werden, je mehr »veggcfangcn sind, und daß di« Fischgründe mit jedem Jahr besser werden. Eine entsetzlich« Landplage sind die Wander- ameiseii im Innern von Kamerun, di« in solchen Massen auftreten, daß di« Menschen ihnen wehrlos geocnüberstehen. Es bleibt nur«ilige Flucht übrig, wenn die Ameisen erscheinen. Wie ein schr arzes Band durchziehen die millionenstarken Aneisenheere di« Wälder; einzig di« Vögel können etwas gegen sie ansrlchten. Der Mensch ist das einzige Säugetier, dessen Nasenlöcher nach unten gerichtet finS. Selbst bei den hochstehenden Affenarten öfsnen sich die Nasenlöcher nach vorn. Di« gefürchteten Augenkvankhriteu der tropi- schen Länder sind besonders auch in Persien stark verbreitet. Tort gibt es in der Bevölkerung von zehoeinhalb Millionen nicht weniger als 80.000 Blinde, während vier Millionen mit Augenlrankheitkn behaftet sind. Ein Haarsprzialist hat als Hauptnrsache der Kahlköpfigkeit das Tragen' enger Krügen festgestellt. Ter Druck auf bestimmte Blutgefäß am Racken soll die richtig« Bkutzirku- lation in der Kopfhaut verhindern. Das gemütliche Schnurren der Katzen ist nicht auf diese Titre allein beschränkt. Zahlreich« Naturforscher haben beobachtet, daß auch Schlangen einen Ton wie ein Schnurren hervorbringen. Bei den afrikanischen Vipern soll dadurch eine gewisse Befriedigung ausgedrüikt werden, und sie schnurren nur nach einer guten Mahlzeit. Denn aber ein« Kobra schnurrt, bedeutet es Kampflust und AngrissKstimmung. klebrigen- bringen Schlangen auch«men Ton wie da- Blöken einer Ziege hervor, und-war immer dann, wenn ft« ihre veute herbeilocken wolle«. Jod wird in der Hauptsache au- einer I Wasserpflanze bereitet, und zwar in der Form von dunklen, violett-braunen Schuppen. Da- Wort Jod heißt violettsarben. Die Schuppen werden in Alkohol gelöst und liefern di« üblich« Jodtinktur. Der Schwede Linnh gab den Pflanzen lateinische Namen, damit man in der ganzen Welt«ine gemeinsame Bezeichnung für sie hätte, ganz ohne Rücksicht auf den lokalen Namen der einzelnen Pflanze. Wenn di« Chinese» einen Tempel repa. riereu, verbinden sie den im T«mpel befind- lichen Götterbildern di« Augen, damit sie sich nicht über den Anblick der Unordnung zu ärgern brauchen. Di« Mexikaner haben«ine eigentümlich« Vorliebe für absonderliche Straßennamen. In ihrer Hauptstadt gibt r- neben einer Heiligen Geiststraße eine GotteSliebestraß«,«in« Straß« de< betrübten Indianer-,«ine Waldeulenstraß«, eine verloren« Kindstraße; dann gibt«S eine Straß«, die den seltsamen Nam«n führt: Geh. wenn-du-kannst-Straße. Eine Apotheke nennt sich„HimmelStor" und«in Wirtshaus„Teufelsköder". I» den Wälder» Brasilien- werden ungeheure Bäum« von Käsern gefällt, die«in« Rinn« in den Stamm graben und immer tiefer und tiefer bohren, bir der Stamm umbricht. Dies« Insekten zerstören in jedem Jahr wertvoll«- Holz in Menge. Im österreichisch«» AbgeordnetenhKu! kam einmal die Red« auf H«in« und Börn«, di« sich "bekanntlich tamfen ließ««. Ein katholisch«! Abgeordneter macht««inen Zwischenruf:„Wir geben diese beiden Christen gerne d«n Juden zurück'" „Gemacht!" rief der Abgeordnet« Dr. Bloch. Wir nehmen Hein« und Börn« zurück. Aber unter der Bedingung, daß ihr un- auch euren Heiland urch die Apostel zurückgebt!" Definitionen. Di« Bierbar ist eine Bar mit Bierausschank.— Da- Barbier ist da» Bierbar-Bier. Der Barbier dagegen— ist von Sevilla. Protzrnldeal. Freund(ein Baby bewundernd):„Kann er schon laufen?"— Reiche Mutter:„Noch nicht, aber da- schadet auch nicht»,— denn er soll«r nie nötig haben, zu Fuß zu gehen." Schauspiel. Zwei Auto« sind zusammengestoßen. Die beiden Chanff«ur« stehen sich zornentbrannt gegenüber und schimpfen aufeinander. Ein Kreis von Zuhörern bildet sich, immer mehr Leute schließen sich an. Di« zuletzt Kommenden müssen sich schon auf di« Zehenspitzen stellen und di« Hals« recken.— Plötzlich ruft einer, der weit hinten steht: „Lauter schimpfen da vorn«, wir hören ja nicht»!" Genau« Auskunft.„Kann man sich nicht -i« Altertümer de» Schlosse» ansehen?"»Letzt l«ider nicht; dir Frau Gräfin und ihr« Tochter sind au»gefahren." Ein Hundertjähriger kommt frisch und elastisch in ein« Gesellschaft.„Wie haben Sie e» nur angestellt, hundert Jahre alt zu werden?" fragte ihn ein Lebemann.— Ich habe tet- sehr maßvoll gelebt", lautet di« Antwort, „nie habe ich geraucht, nie getrunken und auch den Frauen gegenüber Zurückhaltung geübt!" —„So, dann weiß ich allerdings nicht, wozu Si« hundert Jahr« alt geworden sind." Beim Arzt.„Nun, Herr Schmitz", fragt d«r Arzt,„wie fühlen Sie sich heute morgen?" —„Danke, viel bester. Da- einzige, wa» mir noch Beschwerden macht, ist da- Atmen."— ,La, ja, wollen sehen, ob wir dem auch bald ein Ende machen können." Gchach-SSe. All« Inschriften und Ansrageu an Gen. Wenzel Scharoch, Zwettnitz Nr. M bei Teplitz-Schönau._ Ale» Anfragen ist Retourmark« belzulegen. Schachaufgabe Nr. 90. Von Gen. Emil Dlnnebler. Tetachen. Schw.: KaS: VdS: Lc4; SbS: Bei.«7«V Weiß: Kb4; 8bS, d<: Ba4. dl. o7(6). Matt in 2 Zügen. Lösungen sind bi» längsten» 14 Tage nach Erscheinen an Gen. Wenzel Scharoch, Kvettnitz, einiusendrn. Lösun»szuß zu Nr. 87: Th»—c». Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Waltek Ludwig, Robek Franz, Michel Rudolf, Schmied Ferdinand, alle au» Kwitkaur Beutel Wilhelm, Arnsdorf bei Letschen;- Liek« Josef, Markersdorf; Wenzel Adolf, Arnsdorf bet Haida; Reinert Julin», Reftomitz; stotola A. I., Bodenbach H; Schlosser Heinrich, Graupen; Milbors Adolf und Pachmann Reinhold, Tischau: Keßler Eduard, Boka«; Lriltsch Gustav und Qual Adolf, Wifterschan; Steiner Eduard, Schönfeld; Seitmacher Arthur und Matkcha Rudolf, Zwettnitz; Scheitler Franz, Eckl Alois Stelz Oskar, all« Teplitz; Ulbert Rudolf, Prosseditz: Davrina Wenzel, Arbesau(Ausgabe Nr. 2 ist nach Le8—c61 unslösbar). Schachweitkamps in Eichwaltz. Leutsitzer Arbetter-Schaehbund VI. Kreit Sachse» — Schachsparte des tzl. L. u. SP. V. Kreis. Sonntag, den 18. Juni, gelang es den sächsischen Genossen, sich für die im Vorjahre erlittene Niederlage zu revanchieren. Allerdings brachten die Sachsen diesmal ihre stärkste» Spieler mit, der weitaus größte Teil an» Dresden, deren Spielstärke weit und breit bekannt ist. Gespielt wurde an 8V Brettern. Der Kamps begann um halb 18 Uhr vormittag und war um > Uhr nachmittag mit dem Ergebnis dN/,: 31 n für Sachsen beendet.(Ausführlicher Bericht in der Tagespreis/«' Der Garten. Gurke hat«ine» Garte». Garten kann man es schon nicht mchr nenne». So klein ist er Kommt einer untz fragt: „Watz macht Ihr Gemüsegarten, Gurke?" Gurksagt:„Dank«— wir habe» ihn heut« zu Mittags gehabt. Berichtigung. Schachaufgabe Rr. 88 ist nicht von Juliu» Reinert, Restomitz. De« A u t• 8 derselben ist H. Weenink f Amsterdam (Turnte« der" Bristol Lime» 1331, 1. Preis). E» werden alle unsere Genosse» Komponisten gewarnt, diese! Beispiel nachzu- chmen, da die! unehrenhaft und am Dl e b st a h l bezeichnet wird. Außerdem wird unsere Aroejterschachbeweaung durch solche Fälle vor de« veffentnchGit schwer geschädigt.