HF'Jgrv. 1--- 3»r. 37. LFnteryattukigSverlage 1S3L. Drei Skizzen... QIn« dem Ledenswerk vo» Gmtle 3ola. Die Rougout-Maequart. Bei den Rougon aber ging es in der schwülen Luft des Salons, bei den noch warmen Resten des Festmahls hoch her. Endlich genoffen sie die Freuden der Reichen; nachdem sie dreißig Jahre lang ihre Begierden hatten Niederhalten müssen, zeigten sie jetzt eine wilde Gier. Diese hungrigen, obgemagerten Raubtiere, denen erst gestern die Genüsse zugänglich gemacht worden, begrüßten mit lautem Jubel das erstehende Kaiser- reich, die Herrschaft der wilden Treibjagd. Wie durch den Staatsstreich der Glücksstern der Bonaparte wieder aufgegangen, begründet« er auch das Glück der Rougon. Peter erhob sich, streckte seinen Gästen sein Glas entgegen und rief: „Ich trinke auf das Heil des Prinzen Ludwig, des Kaisers." Die Herren, die ihren Neid in dem Schaumwein ertränkt hatten, erhoben sich sämtlich und stießen unter betäubendem Jubelgeschrei mit ihren Gläsern an. Es Ivar ein schönes Schauspiel. Die Bürger von! Plasjans, Roudier, Granoux, Vuillct und die anderen weinten und umarmten sich über dem noch warmen Leichnam der Republik. Sicardot aber hatte einen glänzenden Gedanken. Er nahm aus dem Haar Fä- licitös eine Schleife von rosa Satin, mit welcher die Hausfrau sich für den Festabend geschmückt batte, schnitt mit einem Dessert- meffer ein Stückchen davon ab und steckte cS feierlich in das Knopfloch Rougons. Dieser spielte den Bescheidenen, ivehrte ab unmurmelte mit strahlender Miene: „Nein, ich bitte Sie, das ist zu viel, man muß warten, bis der Erlaß erschienen ist." „Sarrebleu", rief Sirardot,„ob Sie cs wohl behalten wollen, ein alter Soldat Napoleons dekoriert Sir!" Der ganze Salon klatschte Beifall. Fö- licite schwamm in Glückseligkeit. Der sonst so schweigsame Granour bestieg in seiner Begeisterung eine» Sessel, winkte heftig mit seiner Serviette und hielt eine Rede, die in dem allgemeinen Getümmel untergiiig. Der gelbe Salon triumphierte, raste. Doch das Bändchen von rosa Satin im Knopfloch Peters tvar nicht der einzige rote Fleck im Triumph der Rougon. Unter dem Bette des anstoßenden Zimmers vergessen, lag noch ein Schuh mit blutbeflecktem Absatz. Die Kerze an der Leiche des Herrn Pei- rotte auf der anderen Seite der Straße schimmerte blutigrot durch das Dunkel der Nacht wie eine offene Wunde. Und in der Ferne, im Hintergründe des Saint-Mittre- Feldes aus dem Grabstein stockte eine große Lache voll Blut. Der Zusammenbruch. Es war Mittag, der ganze Horizont stand in Flammen und lenkte sein donnerndes Kreuzfeuer auf das siebente und erste Korps. Ein im Galopp vorbcijagender Meldereiter rief dem Oberst von Bincuil in dem tosenden Lärm einen Befehl zu. Schon richtete der Oberst sich mit glühendem Gesicht in den Bügeln ans: und mit einer mächtigen Bewegung wies er auf den Kalvarienberg: „Endlich kommen wir dran, Kinder!.... Vorwärts, dort hinauf!" Die 106er fühlten sich hingerissen und setzten sich in Bewegung. Als sich am Ende des Laufgrabens vor dem nackten, nun zu überschreitenden Gelände ein Zurückstauen benierkbar machte, wurde das Regiment sofort von der allgemeinen Panik ersaßt und war drauf und dran, die Flucht zu ergreifen. Der Naturtrieb in ihnen tvar entfesselt, ihre Muskeln lehnten sich aus und gaben auch der unbestimmten Eingebung nach. Scho» wandten sich einzelne Leute um, als der Oberst sich ihnen entgegenwars: „Kinder, hört mal. Ihr werdet mir doch den Schincr; nicht macken und euch wie Feiglinge benehmen... Denkt daran, daß die 106er noch nie zurückgegangen sind und daß Jbr die ersten sein würdet, die unsere Fahne durch den Schmutz zögen..." Er trieb sein Pferd an und versperrte den Flüchtlingen den Weg: für jeden fand I er ein Wort und sprach zu ihnen von Frankreich mit einer Stimme, in der es von Tränen zitterte. Leutnant Rockes fühlte sich derart gepackt, daß er in furchtbaren Zorn geriet und mit erhobenem Degen wie mit einem Knüppel auf die Leute loshieb. „Dreckschweine, mit Fußtritten in de« Hintern werde ich euch dort hinaufbringenk Wollt ihr gehorchen, oder ich breche dem ersten, der sich umdreht, den Hals!" Aber diese Heftigkeit, dies Jnsfeuer- bringen der Soldaten, war dem Oberst zuwider.„Nein, nein, Herr Leutnant, sie gehe« schon mit mir... Nicht wahr, Kinder, chr werdet doch nicht euren alten Oberst sich ganz allein mit den Preußen herumschlagen kaffen?... Vorwärts, dort hinauf!" Wieder ging er voran, und tatsächlich folgten ihm alle; er hatte in so prächtig väterlicher Weise zu ihnen gesprochen, daß sie ihn nicht im Stich laffen konnten, wenn sie sich nicht wie Nichtswürdige benehmen wollten. Er ritt übrigens auf seinem großen Gaul ganz allein über die kahlen Felder, während die Leute sich zerstreuten und in Schützenlinien unter Ausnutzung jeder vorhandenen Deckung vorgingen. Das Gelände stieg an, und sie hatten fünfhundert-Meter Stoppelackcr und Felder mit roten Rüben vor sich, ehe sie an den Kalvarienberg herankamen. Anstatt des vorbildlichen Angriffs, wie er im Manöver vorkommt, sah mau die Soldaten nur noch mit gekrümmtem Rücken über die Erde dahingleiten. Mit einem Satz kamen sie endlich über den letzten Teil des Abhanges. Nun waren sie oben, unmittelbar am Fuße des alten, von Wind und Regen zernagten Kreuzes zwischen den beiden mageren Linde». „Ha, gut Blut, da sind wir!" rief Jean. „Aber die Hauptsache ist nun, daß wir hier auch bleiben!"— Er hatte recht, der Platz war nicht gerade angenehm, wie Lapoulle mit klagender Stimme zum Vergnügen der ganzen Kompagnie bemerkte. Von neuem streckten sich alle in einem Stoppelfeldc hin; aber trotzdem wurden sofort drei Leute gerötet. Da oben blies geradezu ein entfesselter Orkan. Hier erst sahen sie ihren Oberst auf seinem großen Gaul wieder mit seinem blutigen Stiefel. Bon allen Seiten wurden die 106er jetzt angegriffen. Ein paar Kompanien halten schon die Flucht ergreifen müssen. Nun mußte auck der Oberst dem Strome weichen; die Augen standen ihm voller Trä» i— nen, al§ er-en Degen erhob nn- rief:„Leben Sie wohl!" Das verwüstete Feld lag brach, das ausgebrannte Haus lag darnieder; und als die Allerniedrigsten und am tiefsten vom Schmerz Erfüllten zogen sie-er Zukunft entgegen, zu der großen, rauhen Arbeit, ein ganzes Frankreich wieder aufzubauen. Terminal. Die Einfahrt begann. Arbeiter kamen von der Baracke herunter. Einen Augenblick blieb er in all der lärmenden Bewegung unbeweglich stehen. Rollende Karren schüttelten über die Eisenplatten, es drehten sich die Räder, die Kabel rollten auf.und ab inmitten des Gelärms des Schallrohres, des Geläutes-er Hammerglocken und der auf den Signalbock niederfallenden Hämmer. Und wieder warS das seine Ration Menschenfleisch einschlingende Ungeheuer. Doch er gewahrte in dem großen, noch dunklen Raum, in-em die herabgebrann- ten Laternen ein fahles Licht verbreiteten, kein befreundetes Gesicht. Die Bergleute, die hier barfüßig, die Lampe in der Hand, warteten, betrachteten ihn mit großen, unruhigen Augen; dann senkten sie die Stirn und wichen beschämt vor ihm zurück. Ohne Zweifel kannten sie ihn; doch empfanden sie keinen Groll mehr gegen ihn, im Gegenteil schienen sie ihn zu fürchten, erröteten sie bei dem Gedanken, daß er ihnen Feigheit vorwerfen konnte. Ihr Verhalten schwellte ihm das Herz. Er vergaß, daß die Unglücklichen ihn mit Steinen beworfen hatten. Er gab sich wieder dem Traume hin, daß er sie in Hel- 'den wandeln, das Volk leiten könnte; diese Naturgewalt, die sich selbst verschlang. Wieder versank ein Kasten mit Leuten. Der Schub verschwand, und als neue anlangten, sah er endlich einen Mitanführer des Streiks, einen Wackeren, der geschworen hatte, eher zu sterben. „Auch du!" murmelte er blutenden Herzens. Der andere erbleichte. Seine Lippen ruckten. Dann sagte er mit einer um Entschuldigung bittenden Handbcwegung: „Was willst du? Ich bin verheiratet." Als jetzt eine neue Schar von der Baracke herabkam, kannte er alle. „Auch du... Auch du...! Du auch?" Und alle zitterten und stammelten mit erstickter Stimme:„Ich hab' eine Mutier... Ich habe Kinder... Man muß essen." „Vorwärts, Faulpelze! Beeilt euch!" schrie Pierron.„Eingestiegen! Wie sollen wir heute stetig werden!" Er hatte die Mähende angesehen, aber sie rührte sich nicht. Sie hatte schon drei Kasten versäumt und, wie ans einem Traum erwachend, sagte sie jetzt, sich an Etiennes erste Worte erinnernd:„Also du reisest?" „Ja, heute morgen."—„Du hast recht. Besser anderswo sein, wenn man kann..." Etienne verließ die Grube. AlS er draußen tvar. folgte Etienne einen Augenblick in tiefen Gedanken der Straße. Alles Mögliche surrte ihm im Kopf herum. Doch er fühlte die frische Luft, den freien Himinel, und tief atmete er auf. Um sich griff doS warme Leben, breitete sich aus mit einem Schauer von Jugend, in dem die Seufzer der Erde, der(Gesang der Vögel, das Rauschen der Wasser und der Wälder vibrierten. Es tat gut, zu leben. Unter seinen Füßen ginaen die dumpfen Schläge, die Schläge der Spitzhacken wci» Der Arbeitslose. Die Marie, meine Frau, Hai rare Augen, Und auch mein kleiner Lausbub tachl nicht mehr. Ich fühl das Elend an der Seele sangen. Mei» Schädel brummt und ist wie Blei so schiver. Was hat mein arme», gutes Weib verbrochen? Was hat mein Bub der Welt nicht recht gemacht? O, erst vor etwas über zwanzig Wochen Da haben beide noch so froh gelacht. Ich schlug den Amboß, daß die Funken sprühten, Mein Hammer war ein Stück von meinem Arm. Ich schaffte Brot, des Kinde» Wangen blühten Und meines Weibes Singen klang so warm. Und nun die Not! Ich geh' mit trägen Händen. Nutzlos zerfließt in mir der Kräfte Beacht. Angstvoll seh' ich die Jahreszeit sich wenden; Mühselig ist mein Tag, schlaflos die Nacht. Ich suche Arbeit für zwei starke Hände, Ich möchte schaffen für mein Weib und Kind. Ich möchte kämpfen wider Not und Ende, Tie beide unsres Daseins Schatten sind. Fluch euch, die ihr die böse Zeit geschaffen, Fluch euch und eurem teuflischen Verstand. Mit eurer Habgier rücksichtslosen Waffen Drängt ihr die Welt in einen neuen Brand. O. kommt und seht in meine» Daseins Nöte! Vergeßt das Ich und lernet an dem Du. Kommt, sucht mit mir die neue Morgenröte Ter Arbeit und der wohlverdienten Ruh. Zerschlagt da» Schwert und adelt eure Werke Zu Früchten eines neuen Geistes Saat. Im Dienen liegt des Menschen ganze Stärke Und reine Freude lohnt die gute Tat. Th. Scharrer. ter und weiter. Alle waren sie da unten, die Kameraden. Er hörte, hörte, wie sie ihm, Schritt für Schritt, den er tat, folgten. Und noch immer, noch immer, und immer deutlicher, als näherten sic sich dem Boden, hieben die Kanicraden drauf los. Im Strahlenglanz des Gestirns, an diestm jugendlichen Morgen war das Gefilde schwanger von diesem Geräusch. Männer, ein« schivarze Armee, wuchsen rächerisch herauf, wuchsen herauf für die Ernte, des kommenden Jahrhunderts. Und bald sollten ihre Keime den Erdboden sprengen. Berufe, die die Not erfand. Die Kinder armer Eltern kommen auf allerlei Gedanken, Einfälle und Kniffe, um nur irgendwie eine kleine Derdienstmöglichkeit herbeizuschaffcn. Ta nimmt z. B. der Hansl von zu Hause ein leeres Mehlsäckchen, füllt es drüben auf der Wiese mit gelbem, feinem Sand und lot geht's— von Straße zu Straße, von Haus zu Haus:„Brauchen Sie keinen Silbersand? Ein Säckchen voll lv Pfennig". Ein anderer Beruf von Großstadt-Äasstn- buben ist der eines„Auiowärters". Ta stellen sie sich an verkehrsreichen Plötzen auf und warten, bis ein Auto kommt. Kaum ist eins angesahren, drängen sie sich schon an den aussteigenden Wagenbesitzer heran.„Sie! Sie! Sollen wir Ihr Auto bewachen, bis Sie wie- derkomnirn?" Und der Wagenbesitzer läßt sein Anto bewachen und gibt dem treuen Hüter e:nen Obnlus in Gestalt eines„Zehner oder gar zwei Zehnern". Ter neueste Beruf vieler Gassenjungen mährend der Ferien und in schnlfreicti Stunden ist der eines„Telcsouauioulalcnkoiitrol- lenrs". Die Beschäftigung ist absolut nicht anstrengend und bestehl, wie ichon der Raine sagt, im.^kontrollieren" der Telesonzellen. Aber was soll da kontrolliert werden, was einen Groschen oder mehrere einbringt? Ganz einfach! Sic haben sicher schon, lieber Leser, des öfteren in einer öffentlichen Fermorech- zclle telefonieren wollen, aber keinen Anschluß bekommen, weil— belegt war. Je nach Temperament härrgt man dann etwas mißvergnügt, ärgerlich oder gar wütend den Hörer ein und vergißt dabei ganz den wegen des Nichtanschlusses wieder herausgefallenen Groschen mitzunehmeu. Tiefen jedoch mirgehen zu lassen, ist Sache und Geschäft der„Telefonkontrolleure". Sie kontrollieren eine Telefonzelle nach der anderen und feder vergessene ,Lehner" eines Nichtanschlusses fällt in ihre Hände. Neulich konnte ich einen ungefähr 12jäh- rigen„Telefonkontrollenr" beobachten, wir er gerade einen Zehner„konfiszierte". Ich ließ ihn gerne gewähren. Dafür erzählte mir der kleine Mann einiges aus seiner Praxis:„Also, henk' gehr das Geschäft schon gar nicht. Zwei Stunden lauf ich jetzt schon herum und hab erst 50 Pfennige beieinander. 60 hält ich eigentlich, aber da hat's nicht ganz geklappt. Nämlich, wir ich schon den„Zehner" in Händen hab', kommt ein dicker Mann tahergerannt und schreit: „Du freches Bürschchen, gibst du gleich meinen Zehner her! Grad fällt mir's ein, daß ich ihn liegen ließ." Ein Mordegeschrei hat der gemacht wegen seinen Zehner Ta hab' ich ihm seinen lumpige» Zehner hingrworstn und bin davongerannt. Tas war kein feiner Mann, der wegen einem Zehner so einen Krawall macht. Am besten ist's Geschäft Sonntags. Da bleiben die meisten Zehner liegen. Wissen Sie. da telefonieren die Liebespaare nnd die jungen Mädchen lassen fast alle ihre Zehner vor lauter Aerger liegen, wen» sie keinen Anschluß kriegen." Für dieses Interview drückte ich dem „kleinen Kontrolleur"„fünf Zehner" in die Hand. Mit glänzenden Augen schritt er von dannen. P. E. Riedel. Zauberet tm Zuchthaus. In«nein englischen Zuchthause gab ein berühmter Illusionist eine Zaubervorstellung. ES geschah zum ersten Male. Es geschah aber auch zum letzten Male. Denn ziemlich kläglich war das Ende. Natürlich waren die meisten hingerissen von den imponierenden Kniffen des Artisten. Die Gewandtheit, mit denen er Gegenstände spurlos verschwinden ließ, setzte fast alle Insassen in Erstaunen. Rur nicht die anwsenden Einbrecher. Im Laufe der Vorstellung gab er einen Trick;nm besten, über den die Spitzbuben lachen mußten, tveil es außer ihrer Würde lag, Ihn nachzuahmen. Es war die Kunst, Geld zum Vorschein zu bringen. Tie Spitzbuben waren nur dafür zu haben, Geld verschwinden zu lassen. Geld zum Vorschein gebracht hatte bisher noch niemand. Dieser Trick stand im Gegensatz zu ihrem Gewerbe. ES gelang dem Zauberer, beliebige Menge» Gelt hervorzubringen, und zwar an Stellen, wo niemand Geld vermutete. Er zauberte es aus den unmöglichsten Schlupstvinkeln. Er Holle et aut der Zentralheizung, aus der Wasserleitung und sogar direkt aus den Wän- Was nimmst du mit? Die Nationen der Erde tommandiericn je einen ihrer Zähne ab nach einer einsamen Insel. Jedem von ihnen ward frcigesrrllt, dreierlei mitzunchnie», aber nur dreierlei Was nahmen sie mit? Ter Engländer: Tic„Timea", einen Fuß- ball»ich ein Zwecpstakelos. Der Franzose: Tie Frau, die Gclicbic und einen Kinderwagen. Der Tcutsche: Polizeiliche Abmeldung, Par. rciprogramm, polizeiliche Anmeldung. Ter Amerikaner: Ein Pokerspiel, Kaugummi und Zinclairs Schriften in neutralem Einband. Der schotte: Einen ewigen Kalender, eine Sparbüchse, eine Rückfahrkarte. Der Russe: Eine» Radioapparat, ein Meter rotes Tuch und eine Rolle Abspcrr- draht. Der Ocsterrcicher: Ein Lackhcudel, einen Apfelstrudel, ein Klavier. Ter Italiener: Eine Bocciakugel, ei» Kind uich eine Karte von Italien. Der Ungar:' Ein Enipfehliingsschrciben und zwei Landsleute. Der Reger: drei Zylinder, der Japaner: drei Gewehre, und der Chinese: drei Reis- Samen. Charlie Rocllinghoff. den. Ja, selbst die Mützen ,der Aufseher bargen Geld, und auch die Nähte ihrer Kleidung. Unheimlich wurde es aber, als auch die Gc- fangei-eii, denen kein vernünftiger Mensch eine Barschast zulraute, Geld hergeben muhten. Ter Artist knöpfte ihnen spielend größere Fnmmeit ad. Einem zog er cs sogar aus der Nase, was znm Entsetzen komisch war. Dieser Trick muhte Wiede«holt werden, so wurde er bejubelt. Als der Zauberer ihn aber zum zweiten Male versuchte, erschrak er des Todes und brach die Vorstellung entrüstet ab. Da§ hervorzuzairbcrndc Geld war spurlos verschwunden. Ein verruchtes Individuum hatte er ihm hinterrücks gestohlen. Tie dem Artisten am nächsten standen, wurden geseffelt und visitiert. Ta kam das Geld zutage. Es lag in den Schuhen jenes Mannes, dem es eben erst aus der Nase gezogen worden war. Natürlich— was konnte man von einem internationalen Taschendieb besieres erwarten!— Er wurde drei Tage unter Wasser und Brot gesetzt. Aber der Zauberer ging ziemlich entzaubert von dannen und äußerte, nie wieder vor Sträflingen aufzutrcten, denen der sittliche Ernst für seine Darbietungen fehlt. Ein Menschenfresser aus Neugierde. Ein merkwürdiges Bekenntnis macht der amerikanische Forschungsrciscndc W. B. Sea- brook in seinem soeben erschienenen Buch „Dschungel-Wege". Seabrook hat zwei Monate unter dem Eingeborenenstamm der Gurre an der Elfenbeinküste von Westafrika verbracht und hak die Sitten und Gebräuche dieser Wilden, die noch der Menschenstrsscrci huldigen, genau untersucht. Er berichtet, daß es ihm gelang, „eine seit langem bei mir bestehende persönliche Neugierde zu befriedigen", indem er den Geschmack des MenschcnfleischcS erprobte. Er bat seine schwarzen Freunde, ihm diese seltenen Leckerbissen zu verschaffe», und erhielt„rin ziemlich großes Rumpfstück und ein kleineres Lendenstück, die ich mir ganz nach meinem Geschmack zubereiten durste. Es war das Fleisch eines frisch getöteten Mannes, der etwa 30 Jahre alt gewesen sein mag. Weder damals noch zu irgendeiner anderen Zeit seitdem habe ich nach dieser Mahlzeit irgendwelche Beunruhigungen gespürt, weder was meine Ber- dauung. noch was mein Gewissen anlangte. Guten Abend, mein Fräulein, si« erlauben. Diese Bank steht so desoirders schön und bietet mir ein Plätzchen, ohne daß ich Sie zu belästigen brauche. Bon hier ist der Blick auf die stadi, den See, das Gebirge herrlicher als sonstwo. Diese Koniferen rahmen das Bild im glücklichsten Ausschnitt ein. Und der Abendglanz auf den«chnccfeldcrn der Berge, der »cespiegel mit den schwanenweißen Segeln. Und dieser Tag, so lau, so weich. Nichts konnte uiir schöneres geschehen, als nun zu sehen, wie all das Wunderbare der Welt in Ihrem Gesicht sich spiegelt. Sir sehen mich steundlich, sehen mich gnädig an. Sie verbieten mir nicht das Work. Es ist seltsam, wie Ihr Wesen mich sonst so Schweigsamen zuul Rede» ermuntert. Kenne ich Sie seit dieser Minute? Ich bin gewiß, so klein di« Stadt ist, ich habe Sie nnten nie gesehen. Und doch: Sie tragen die Züge, die ich dem Idol des Mädchens verliehen habe, von dem ich als Knabe träumt«. O, Sie unterbrechen mich nicht. Wie dankbar bin ich Ihnen, Sie neigen den Kopf. Eine stumme Geste von Ihnen ist beredt wir Naturvorgang. Lassen sie mich in Ihr Antlitz schauen, heben Sie es wieder, bitte, ich sehe darin die Welt schöner gespiegelt. See, Berge. Himmel blicken mich verständlicher aus Ihren Augen an. So, Sie richten den dunklen Blick auf mich Was ist mir? Was bewegt mich so wunderbar hier, neben Ihnen? Ich rück« Ihnen näher, bleiben Sic. So gut Sie sind, unschuldig, rein. Wenn man sic anfiehi, fällt der Staub des Lebens von einem ab. Und glauben Sir mir, ich war tüchtig eingcstaubt. Sic werden mich für jünger halten als ich bin. Doch gerade durch die Kruste der bitteren Erlebnisse hält man sich frischer als die, die unangcjochien durchs Dasein gehen. Ich zähl« schon weit über vierzig. Oh, Sie haben nicht die Hälfte meiner Jahre! Wie lieb Sie da lächeln. Finden Sie mich eitel, tvenn ich so von mir spreche? Ach, da schütte ich mein Herz Ihnen aus. Ihnen.— Wer sind Sir? Vielleicht eine Frenrde, die noch heute nacht meine geliebte Stadt verläßt, um nie wieder mir zu begehen?— Sie schweigen— gut. Ich soll nichts wissen. Bedarf es eines Wissens noch, wenn man Sie anblik- ken darf? Sie sind aus einer schöneren Welt hcrabgesticgen— sei cs denn: für diese Stunde! mich zu beglücken, mich zu erlösen. Ja, es erlöst mich, so zn Ihnen sprechen zu können.! Bedenken Sie, daß ich scit Jahren schweige' Ich rede in meinem Bureau, was not tut; ich rede nrittags und abends zu der Kellnerin in meinem Wirtshaus; ich rede zu der Katze, die ich mir halte, zu den Vögeln, die ich auf dem Fensterbrett füttere. Tas sind Worte, ja. gewiß. Aber woher kommen sie? Mein Herz schweigt sei vielen Jahren. Ich frage manchen: Wie gehr es Ihnen? Mich, ach, mich fragt keiner. Wer liebt Utich? Wein bedeute ich etwas? Selbst meine Katze sitzt lieber bei der Nachbarin als bei mir. Ich rede, aber ich bin zum Schweigen verurteilt. Ich wage nicht mehr, nicine Stimme zu erheben, denn es gibt mir kein Echo in diesem ungeheuren, so bevölkerten Raunt. Mein Hcrz, sehen Sie, mein Herz sehnt sich, Empfangsstation zu sein. Unter den Aber rroy der seitdem verflossenen Zeit und der großen Entfernung von dem Orte meiner Tat fühle ich mich nicht veranlaßt, nähere Auskünfte darüber zu geben, da ich sonst meine Freunde, die mir diesen Versuch möglich machten, belasten würde." Millionen Srrönien, die die Menschenwelt durchkreuzen, ist keiner auf mich gerichtet. Sie schweigen so wundervoll. Wie beredt ist Ihre Trauer in Ihrem schönen Gesicht. In Ihnen, ich fühle es, ist ein Widerhall meiner Geständnisse, der sie mir verklärt, der sie erlöst. Nur darauf kommt es ja an: Echo in einer Seele zu finden. Ter wildeste Schmerz, so zurück- grworscn, erlischt so im Widerhall. Jeder Kummer stivbt darin, daß er begriffen wird. Und Sie begreifen. Sie hören zu, und es ist die^ Gegenrede, die ich ersehnte, das Verständnis, die Aufnahme, di« Wiedergabe des Gereinigten. Frau une Sie: das ist Erlösung des Mannes. Ach, ich hatte eine Frau; sie verließ mich, weil die Stimme eines Sängers ihr besser gefiel als meine unmelodischc Rede. Sir ließ mir meinen Sohn zurück— er ertrank in diesem See beim Baden, als ich ihm vorausschwamm, einem allzu weit gesteckten Ziele zu. Ich wandte mich auf der Höhe des Sees zurück — da war er schon verschwunden... Es gab Leute, die mich seinen Mörder nannten. Aber glauben Sie mir— o, ich beschwöre Si«!— glauben Sie mir, ich habe ihn geliebt. Zwar hatte er die betörenden Augen seiner Mutter, ihr Lächeln, das undeutbar war, ihr« Haui. die nach Akazie duftete.— Ich konnte ihn nicht ansehcn, ohne daß mein Herz in Sehnsucht, in verschmähter Liebe nach ihr, immer noch nach ihr sich krampft«.— Aber ihn liebte ich dennoch. Ich wußte, wenn er erst erwachsen war, verläßt er auch mich... wie seine Mutter. Instinktiv. Als Geschöpf eines anderen Sterns. Und war doch mein Blut?— War«r mein Blut?... Run, alle diese Fragen zu stellen, tut nicht mehr not. Er ist wt, ertrunken. Aber ich habe ihn dennoch nicht getötet. Ich fürchte mich doch nicht vor ihm?! Nun sinkt die Sonne. Wie sich die Berge röten und der See tiefer crblaut. Sie blicken in den Himmel. Er ist offen, so unendlich sah ich ihn noch nie O, mit Ihnen reden zu dürfen, vertieft mir die ganze Welt. Erlauben Iie, ich ergreife Ihre Hand, ich halte sie fest. Mit zarter Gewalt. Wenn Sie gehen, bin ich wieder allein Verlassen Si« mich noch nicht Ich bin noch nicht fertig, mein Her; ist noch so schwer Sehen Sie nicht so angswoll in mein Gesicht Was fürchten Sie? Sprechen Sie. Ich bin ja gut, ich will nichts Böses. Nur Ihre Nähe, Ihr. tröstendes Schrvcigcn, in das ich mein Geständnis senke. Jetzt lächeln Sie wieder, ja. Aber mein Ungestüm? Ich bin ja verwandelt Seit ich mich;u Ihnen zu setzen mir erlaubte, ist Unendliches geschehen. Mein Hcrz ist wufgebro- chen, die Vergangenheit ist eingcströmt. Ich bin frei, ich bin neugeboren. Es ist ein neuer, ein reiner, ein freier Mensch, der Ihnen unbekanntes Mädchen, znflüstert, da, Ihr Ohr. flüstert, daß er Sie liebt... Sic blicken fort, Sie stehen auf— wirklich, stehen auf. Ich' hab« Sic gekränkt. O, o, ich nehme diese» letzte Wort zurück. Gehen Sie nicht. Oder darf ich' mit Ihnen gehen? Sic hinabbegleiten?. Ich muß Sie am Kleide halten, verzeihen Sie ---- ».....»..AXA. Ttac&Oartn auf Oer Varkvank Von Kurt Müuzrr. mir, fürchte» sie sich doch nichr. reißen Sic sich nicht los.— O, int» schreien sie schon! Welch ein Schrei!— Darf ich Sie wie Wiedersehen? — Welcher Blick!— Ah, was jagen Sie? Was? Was?... Ich verstehe nicht.— Da laufen Sie schon.— Ich muß Ihnen nach.— Noch einmal.— Wie? Wie? Was für Laut«! Tas ist furchtbar... Sie lallen nur. Sie schreien. O, Sie sind stumm? Sind Sie taub?..,. Ihr Ohr, Ihr Mund— versiegelt? Hast du nicht gehört, kein Wort? Ich habe ins Leere gebetet, ins Nichts gerufen?... Da läufst du, da verschwindest'du— geängstigt, entsetzt.— Und ich! Und ich... Allerlei Wissenswertes. Biele Pferde legen sich;nm Schläfert nicht nieder, sondern schlafen im Stehen, wobei sie immer abwechselnd ein Bein heben, nm es auszuruhcn. Es ist jedoch eine weiwcrbreitrte Ansicht, daß diese Pferde selten eine so lange Lebensdauer haben wie Pferde, die sich zum Schlesen richtig hinlrgen. Die Natioqalblinue Australiens heißt Waratah. Wer durch die australischen Buschgegenden reist, trifft dann uiid wann auf abgebrannte Gebiete, wo Waldbrände den Wald verheert haben. Unter den verkohlten Bäumen, die noch übrig geblieben sind, sieh: man die Waratahs wir lodernde Feucrslammcn aufragen Jeder Stamm dieser Waratahs ist etwa 6 Fuß hoch und Hai eine einzige feuerrote Blume, die w>e ein Herz gesornit und faustgroß ist. Tiefes Gewächs ist in einem Garten nur selten oufznireiben, doch soll es bisweilen geiunxen sein, es ans Sanien zu zichen, wenn man dieses vorher geröstet hatte. In Japan ist der Verlauf von Telephon- nummern ein regelrechtes Geschäft, denn gewiße Nummern gellen als unglückbringend. Ter Teilnehmer zum Beispiel, der die Num» mer 42 bekomm:, wird sicherlich zu einem Makler gehen und eine neue Nummer kaufen, — denn 42 bedeutet den Tod. Auch 48 ist«in« Unglücks;-.-!:!, dagegen ist 8 sehr begehrt, ebenso 357 Eint Biene wiegt wenig über ein elftel Gcomin Auf ein Kilo gehen folglich 11.400 Bienen Tie kleinsten Dienen der Welt finden sich au? de« ostiudischen Insel». Dir Wissen- schaftlcr neunen sie„Apis florca". Tie Zellen ihrer nur handgroßen Bienenstöcke sind so groß wie rin Stecknacelkopf. Tas Wachs ist von außcrordcinlicker Feinheit. Tie Waben werden an den Arsten n.cdriger Bäume befestigt. In Ehina g-br es unter den Anhängern des Äonsnrins keine Scheidung: bei ihnen ist das Weib ihr Leben lang dein Willen des Galten unlcrworfcn. Heiteres. W e man sich das Rauchen ckdgewöhnt. Eine neue Erhöhung der Tabaksteuer war dem Reichstag vorgeschlagen. Ein Abgeordneter mach.« den Fürsten Bismarck während eines gesell!^.'» Zusamrnenseius daraus aufmerksam, daß sich wahrschriuiich bei der Verteuerung des Tabaks viele das Rauchen.abgcwöhnen würden. „Tas glaub' ich nicht", erwiderte der Fürst, „denn ich kenne aus eigener Erfahrung nur einen Fall, daß ein langjähriger Raucher das Rauche» aufgcgcben har. Ter Mann klopfte seine Pfeife zufällig an einem Pulverkasten aus,«ich hat dann allerdings nie wieder geraucht. Ter letzte Gedanke. Lebkowitzer ist im vierten Stock aus dem Fenster gefallen. Unten packt ihn sofort di« Rertungsgcselljchaft und bringt ihn ins Spital. Es stellt sich heraus, daß ihm gar nichts geschehen ist. Ta fragt ihn einer von den Aerzten:„Sagen Sie, Herr Lebkowitzer, wie Sie da aus dem Fenster gesallen sind, was haben Sie da eigentlich gedacht?"— „Eigentlich gar nix!"—„Aber wenige Sekunden vor dem Ausfallen aus das Pflaster, da haben Sie an gar nichts gedacht?"—„Nein, nur wie ich beim ersten stock vorübergekommen bin, denk' ich mir: Bei Pinkowitzer brennt noch Licht? Was geht da vor?" Er hatte kein« Zeit mehr.„Mi: deinen neuen Hosen bist du in den Straßendreck gefallen, du Schmutzfink?"„Ja, Mama, ich hat:« keine Zeit mehr, sic ausznziehen." Das Ideal einer Frau für mich ist: Schön und dumm, sagte der junge Zennofer, schön genug, um mir z» gefallen, dumm genug, nm mich zu heiraten. Und dann heiralete er ein«, die war nicht schön und dumm, sondern nur schön dumm. Lottchen, die Siobeujährigc, ist mit ihrem vierjährigen Brüderchen im Zoo. Jetzt kommen sie zu den Störchen.„Ach, aber Hänschen", redet sie dem Kleine» zu,„bei denen brauchst du gar keine Angst zu hauen, da kannst du sogar ganz nah rangehen, Männer» lut der ja nichts!" DaS schön« Mädchen wandle sich an den riesigen, brutalen, blutbefleckten Mann, der, ein haarscharfes, blinkendes Mester in der Harch, erbarmungslos auf sie niederblickte. „Haben sie denn kein Herz?" flüsterte sie kaum hörbar.—„Nein!" erwiderte er ungerührt.— sie seufzte„Na, dann geben Sie mir eben ein Pfund Kalbsleber." rwvvvvvvvvvv'rrr-v v v v v v< Schach-Ecke. Alle Anschriften und Anträgen an®rn. Wenzel Scharod>. Zwettnitz Nr. 65 del Tevlitz-Cchönau. Allen Anfragen ist Retonrmartr belzulege». Schachaufgabe Nr. 101. Von Gen. Frits Fritsch. Nürsehaa. (Freier Sport, 1931.) Schwarz: Ke.>; Lb5,(4; Bd3, lo.»3. g5(7). a b e d e I eh S » a HL s 8 7 7 5 1 kV A f; -X .£ fji 1. c 5 4 1 r: 91’** 1 a 1» c d••« eh Weiß: Ke7: TUG. 112: LaS: Sli5; IW2. e3(7). Matt in zwei Zü-cn. Vi-'iin v.n sind bi-? längstens 1-1 Tag« nach GrfdjCHKa der Ausgabe an Ern. SJcnwt 5 dl a• rod). Jtocttnitz. ein.msendrn. Scharhanfgabe Nr. 9S Ist nach Deä• f5! unlösbar. Gen. Ouna teilt uns mit. daß er irrtümlich ans e7 statt Turm einen Bauern einsetzte. I 3n dieser Ausgabe baden kol.wnde Genossen 1 ei gesendet: Gottsri ci> Johann. Hvleischeu; Beutet Mahnung. Bruder, Schwester— du willst abseits steh'». Willst in dieser Zeit der Not, Wo's zu käntpseu gilt'um Brot, Nicht mit deinem Bruder, deiner Schwester geh'»? Aber teilen willst du mit, Was in hartem Kampf errungen ist?— Weißt du, Bruder, Schwester, was du bist? In der Menicken Tasein nur ein Parasit?— Leo Morgenstern. Wilhelm, Arnsdorf bei Letschen: Reinert Julius. Ncstomitz: Kern Josef. tlamvtau: Wenzel Adolf. Arnsdorf bei Haida: Hiekc Joses, Markersdorf; Llildvrf Adolf. Tischan: Hellgarttz Hermann. Neu- Wist ritz: Jritsch Anton. Markersdorf: Dinnebier Emil, Tetsck^n: Zentert Eduard, Cchaiba: Walter Ludwig. Rodel Kranz. Miiliel Rudolf. Sckgnied Ferdinand, alle ans Kwitkau: Cettmackier Arthur. Zwettnitz: Triltsch Gustav und Lual Adoli Wikterkchan Partie Nr. II. Gespielt beim internationalen Schacheren* treffen in Eicbwald nm 19..luni 1932. 17. Bre tu Weiß: Leupert. Pirna. Schwarz: Scdniik. Zuck inan tfl. ]. e2—c4 e7—p5 2. Sgl—ra d7—d6 3. Lfl—c4 117—116 4. h2—li3 Züko ohne Kraft und Saft« Entwicklung ist in beiden Fallen vorzuziehen. 4.... S ff 8—1*6 5. Sbl—c3 Sb8—c6 6. d2—d4 c5> d4 7. Sf3Xd4 ScG—dl 8. Ddl>d4 Lf8—e7 9. 0—(1 0—0 10. Ixil—e.1 c7—c61 Besser dürfte Lc8—e6 sein« um die Läufer tauschen zu können, und Entwicklung der Türme anzustreben. 11 Tal—dl 1>7—1*51 Das ist natürlich verfehlt, nun hat Schwarz eigentlich zwei i schwache Bauern auf d und eG. Dabei festigt Weiß seine Stellung. 12. Ix:4—e2 Lc8—e6 13. n2—a3 Sf6—d7 14- Ddl—d2 Sd7—b6 15. b2—b3 Le"—46 16. f2—tt Dd8—e7 17. Le3—d4 Lf6 x d4 18- Dd2 x d4 d6—d5 19. c4Xd5 Ta8—d8t Das ist natürlich schlecht. Schwarz mußte unbedingt den Bauern nehmen. 20.<15—<16 Del—<17 21. Tfl—f3 Le6—da 22. TIS—g3 rz—f6 23. Lc2Xb5 DdTXdG 24. Sc3 x d5 eG>1,5 In solchen Stellungen auf Bauernfiin- sjerei. ansgelien. Kann nie. oder nur in den seltensten Füllen mit ausgehen. 25. Tg3—(13 DdGXaS! Die Dame bombt sich auf einen entkernten Posten, von wo sie nur sehr schwer wieder ins eigentliche Spiel zurückkehren kann. 26. c2—e4 Sf6 d5 27. c4*d5 TdS—dG!I Das kostet die Dame. Schwarz, sollte sich durch Td7 die Rüekzugsmöglichkciten frei halten, sich dadurch n7 deckend, und mit Verdoppelung der Türme in der D-Linie drohend. Allerdings- macht der Bauer<15 dem Schwarzen viel zu schaffen. Trotzdem muB nicht gesagt. sein, daß die Partie schon verloren gewesen wäre. 28. Tdl—al A ufgegeben. Anmerkungen ▼. Rndolf Gongt-