2tr. 39. QnierOaKungtibeilage. 1932. Bitte, Hefen Sie das niGt. D«s ütanfiardmoaeH, bes StQreden der dntunft. Bon Jos. Salauda. Alles bisherige stürzend, orkanartig jede Tradition brausend hinwegfegcnd, revolutionär alles heute noch Geltende vom Picdcstal der ruhenden Sicherheit in staub zertrüm- mernd, Grundsätze lächelnd beseitigend, den theoretischen streit der Gelehrten als sinn- und zwecklose Spielerei erklärend; so startet die neue Hoilslehre zu ihrem rasenden Lauf in die Welt, überflutet alles, unterjocht alles drückt der Welt ihren Stempel auf. Und der inliiierivicdcrkchrenüe Refrain ihrer wuchtigen Erlösungsformel lautet: Dollar! Weiter nichts, denn alles andere wäre unverzeihliche Material- und Zciwcrfchwendung. Dollar! Du bist mein Anfang und inein Ende, du bist mein sein, mein alles. Dollar! Wie „mache" ich meine Dollar? Bitte, wenn Sie den Tanz um den Dollar mitzumachcn gedenken, so sind wir bereit, Ihnen die Lehre unseres Erfolges, wie, wann und wo echte Dollar zu machen sind, über den Ozean zu bringen. Wir wissen, daß sie sich anfangs etwas scheue» werden, aber später, wenn auch Sie mit dem Dollar in der Hand zur richtigen Zeit, am richtigen Ort damit erscheinen, so werden auch Sie zu einem glü- henden Verehrer unseres Bckenntnisies werden. Denn merken Sie wohl: wir sind die Napoleonc des Dollars und unserem Er- oberungsscldzug hält nichts stand. Sicher auch Sie nicht, denn wir kennen keine Sentiments. Wir sehen den Fuß auf Ihre Theorien, halten eine Menge Dollar bereit im Kampfe gegen eure sinnverwirrenden kläglichen Philosophien; wir wurzeln nur in der gesunden Humuserde unseres Tollartreibhauses und glauben nur an unsere echten klingenden und knisternden Früchte. Wir bemitleiden alle, die sich mit irgendetwas befassen, das mit—-ismns endet und bedauern nur die dadurch verlorengegangenen Dollar, die derentwegen als totes Kapital in Irren- und Zuchthäusern angelegt werden müssen. Doch zurück zum lebenden Dollar und zum Rätsel, wie er gemacht und vervielfältigt wird. Kennen Sie dann unsere Methode und gelingt es Ihne» eine Armee Dollar;n sammeln, so dürfen Sie versickert sein, daß wir Sie aufnehmen in unseren Kreis von erhabenetl Napoleons des Dollars, zum Wohle aller Völker. Unser Leitsatz ist klar, einfach, jedermann zugänglich und ein Produkt amerika- nischer kalter Logik. Wir wollen weiter nichts als andern ihre Dollar entlocken. Also überzeugendste Wahrheit, gesundeste Natürlichkeit, frei von lächerlichen Utopien, so wollen und werden wir die Welt erobern. Und wie wir sie erobern! Wir haben gesucht, alle Systeme probiert, gekämpft und gerungen, eine Armee genialere Köpfe beschäftigt, haben die Vergangenheit geprüft und der Gegenivart etwas abgclauscht. Haben Inspirationen ans dem Aeiher für die Zukunft empfangen und von alldem behielten wir das Beste und schufen ctivas, was die Welt erlösen wird; das Standardmodell! Bis heute hat die Menschheit stumpfsinnig in den Tag hineingelebt und die meisten suchten ihr Heil darin, andern Unheil zu stiften. Nun aber ändert sich alles zum Guten. Tas Standartmodell ist das gewaltige Symbol der Zukunft und der Schlüssel zum goldenen Tore des erhabensten aller Werte; dem Dollar. Sicher denken auch Sie, daß cs die größte Unvcrantwortlichkeit aller Zeiten ist. beispielsweise mehrer« Typen Autos herzustellen. Wir stellen nur noch einen einzigen Typ, ein Standardmodell her, und siehe, einzig steht es da in der Geschichte; der Käufer und wir sind Gewinner unserer Methode. Und weshalb sollte dies nur beim Auto möglich sein? Läßt sich denn unsere Methode nicht überall anwendcn? Wir rufen aus voller Ucberzengung: Ucberall! Wir produzieren längst nur noch einen Typus Stühle. Grammophone. Tische, Fahrräder, Betten, Kleider, Pfannen. Krawatten, Druckknöpfe, Zigaretten, Radio. Auch beginnen wir im Hänserbau sanierend einzugreifen, so daß bald jedermann nur nock in unseren Standardhänsern wohnen wird. Halten Sie sich die ungeheuren Vorteile unseres Systemes vor Augen: Alle Häuser genau gleich, die Möbel und deren Anordnung ganz gleich und sagen Sie selbst: muß sich da der Mensch nicht überall zu Hause fühlen? In Ostindien wie in Mexiko, in Japan wie in USA.; Küche, Stube. Schlafzimmer, alles ist genau dasselbe. Sogar die Pfannen und der Radio, die Kleider und die Zigaretten. Wir behaupten, unser System verwirklicht allein einen einigen Völkerbund. Der Mensch in Europa oder der Schwarze in Südafrika werden in Zukunft am Morgen in unseren Standardbetten erwachen, in unsere Stan- dardklcider schlüpfen, in der Standardküche den Standardkaffee trinken, im Standardwagen zur Arbeit starten, dort eine Teilarbeit unseres Standardprodnktes verrichten, mittags ein Standarüessen einnehmen und abends im Standardheim Standardmusik aus dem Standardradio mitanhören! Wahrlich, wir schaffen einen Jdcalmenschen, ein Standardmodell, das sich unwillkürlich in unsere Standardprodukte einpaßt. Bald wird jedermann bestrebt sein wollen, eine Größe und einen Brustumfang zu erreichen, die in einem gewünschten Verhältnis zu unseren gelieferten Standardkleidern passen, so daß endlich die Welt von einem einzigen Einheitstypus bewohnt sein wird! Und all das zum Wohle des Dollars nnd selbstverständlich zum Wohle aller Menschen. Sie werden es vielleicht wagen» zögernde Bedenken zu hegen? Sie befürchten, daß sich unsere Methode nicht so leicht werde durchführen lassen? Wir lächeln ob ihrer Zweifel, wie wir schon oft und über vieles gelächelt haben. Sie vergessen nämlich eines, worin wir bestimmt alte Routiniers und erfahrene Meister sind, das ist die Reklame. Reklame, meine Damen und Herren. Es gibt auf der lieben weiten Welt nichts mehr, das nicht irgendwie auf unsere Reklame eingestellt ist. Wir stellen Grammophonplatten her mit dem Refrain:„Im Standardkleid hab ich dich lieben gelernt!" Wir lassen im Radio Vorträge geben über unsere Methode. All« Zeitungen des Globus schreiben über uns. Sie leien die Namen unserer Produkte auf Zündholz- schachteln, auf Kisten. Säcken und Kartons, aber auch auf Kinderspiclzeugen, Bleistiften, Taschenspiegel, an allen freien Häuscrwän- den und Plakatsäulen sind wir zu sehen. Sie werden auch unsere Lichtreklame sowie die Himmelsschriften kennen. Ferner drehen wir Filme und lassen unsere Schlager in alle zu schlagende Köpfe schlagen. Wir honorieren Dramatiker, bezahlen«in« Meng« Dich- — 2— ter und solcke, di« glauben, sie seien es. Kurz, wir sind überall. WaS Sie sehen können, trägt unseren Namen, was Sie hören, ist alles von uns, waö Sie denken, falls Sie es noch können, dreht sich um uns und nachts werden Sie bestimmt von einem unserer Produkte träumen müssen. Wir Verfolg«« die Menschen bei Tag und Nacht, vor unö Hibt's kein Entrinnen. Wir zermürben alle, immer, bis niemand mehr anders kann als ein Produkt von uns zu kaufen. Und dann wissen wir, dem ersten Schritt muß der zweite folgen, eS wird immer gekauft, denn gegen unser« Qualität kommt nichts auf. Wir Hetzen über den Globus, dringen in all« Winkel und überall, wo nur Menschen sind. da sind wir mit unseren Produkten sicher auch! Meine Damen und Herren!— Das ist Reklame! Wir haben Ihnen nun schonend beigebracht, wie, wann und wo Dollar zu machen sind. Bitt«, probieren Sie's nun auch. Wir ivarnen Sie aber; bringen Sie ja kein Konkurrenzprodukt, sonst Hetzen wir unser« abgefeimtesten Juristen auf Sie. Was Sie Herstellen sollen? Am besten wäre— gar nichts! Denn Sie wissen ja, daß wir alles, alles, was Menschen brauchen können, bereits Herstellen und natürlich besser, vorteilhafter und vor allem in Standardmodellen zu liefern gewohnt sind. Bitte, mache» Sie nun Dollar! 3ran„Dornrose". Bon I. Kunde. Noch einer, in Dissonanz endenden Jugendliebe hatte Doroihea einen wackeren Mann geheiratet, bei dem ihren Lebensschifflein keinerlei Gefahr drohen konnte, sie stammte von Förstern ab, deren Grabstätten, nahe einer norddeutschen Kiefernheide, an der Mauer eines stillen Dorfkirchhofes von der jahrhundertelangen Treue zum Berus des Weidmanns Kunde gaben. Wie die Borfahren ihrer Lebensaufgabe durch viele Generationen die Treue wahrten, so zäh haftete ihr Sproß am Traum seiner Jugend. Während andere, wenn sie Mütter werden, mir den Interessen ihres Gatten, ihrer Nachkommenschaft verschmelzen, dachte diese kleine Fran mit dem tizianroten Haar immer an das Ideal ihrer Jugend und sah den ihr entrückten Mann noch immer, wie sie einst geliebt, als jugendlich schönen Menschen, während der ihr Angerraute darunter zu leiden hatte, daß er den Jahren Tribut zahlen mußte. Dorothea wurde ihm fremder und fremder; auch neben den Kindern bewahrte sie oft eine Haltung, die gleichgültig erschien; mit in die Ferne, starrenden Augen, wie eine Somnabule, lebte sic unter den ihr Nächsten. Wie Künstler im Zirkel ihrer Umgebung ost'genug nur von dem träumen, was sie gestalten wollen, so dachte Dorothea über ihr nicht zur erwünschten Gestaltung gelangtes Leben nach. Tas Ehepaar verkehrt« nur mit einigen wenigcn Verwandten und Freunden. Zu denen, die sie zuweilen besuchten, gehörte ein älterer, entfernter Verwandter Dorotheas: ein Maler. So war er auch heute gekommen. Sie saßen in dem altertümlichen Erker des Landhauses, vor dessen Fenstern rote Kletterrosen im Hauch der Dämmerung leise zitterten, sie hielten den Erker- wie ein dichtes, krauses Netz umsponnen. Die drei Menschen feierten Dorotheas Geburtstag Ter Gast hatte auf ihr Wohl angestoßen und sagte, einem plötzlichen Einfall Folge gebend: „Torothea, ich möchte dich malen!" „Tas ist ein hübscher Gedanke von dir", stimmte Toni, der Gatte, zu. „Ich bin ja schon eine alte Fran", sagte Dorothea, d'e ihren N>. Geburtstag feierte.„Sowas ist kein Kunstmokiv. Ich bin eine Landpomeranze, die einem zu einem Bilde sein kann, du m'ch denn darstrllen. vielleicht als Küchenfee^" „Ueberlaü das mir—'.am Ende habe ich eine Ide?! Zit'' mal ein vaar Sekunden still: ich«»'werfe eine flüchtige- Skizze." Der Maler str'chelte rasch auf seinen kleinen Zeichenblock die«Andeutungen hin, die er zur Unterstützung des Gedächtnisses brauchte, Frau Dorothea, nicht frei von Eitelkeit— wie kein Menschenkind und am lvenigsten eine Frau das ist— freut« sich im stillen, daß eines Malers Auge sich noch für sie, die„alte Fran", wie sie sich eben genannt, interessierte. Nach einigen Tagen— ihr Mann war in beruflichen Angelegenheiten auf mehrere Wochen verreist— bracht« der Maler das kleine Oel- bild und überreichte es ihr als Nachtrag zum Geburtstagsgeschenk. Dorothea entfernte rasch die Umhüllung. Sie war gespannt, das Werk zu sehen. „Wie?!! Du hast mich ja in altdeutschem Kostüm gemalt, und was?... Eine Krone hast dn mir ausgesetzt?!" „Ja, rate, wen du vorstellst!" „Also— nach der Krone zu urteilen, soll ich eine Königin sein. Unser« Angorakatze hast du auch darauf angebracht? Und«in Spinnrocken steht neben mir!" „Ja. Als Frau Dornrose habe ich dich konterfeit. Die Krone dir aufzusetzen reizte mich. Sie steht dir gut... Weißt du, was mich zu diesem Motiv veranlaßt«? Euer Erker gab mir die erste Anregung. In diese mittelalterliche Szenerie mit dem rosenumwucherten Borbau gehörte Dornröschen. Als Fräulein Dornröschen konnte ich dich nicht malen, da habe ich mir die Freiheit genommen, dich als Frau Dornrose darzustellen. Wobei ich nicht etwa sagen wollte, daß du gegen deinen Gatten oder sonst gegen irgendwen dornig bist. Du liebes Frauchen, mit deiner Sanftmut kannst ja niemand stechen oder verletzten." Aus Dorotheas Zügen war alles Blut gewichen; eine tief« Erregung durchzittcrte sie. Impulsiv erkannt« sie, der Maler hatte den Grundzug ihres Wesens richtig erfaßt,— ja, wenn sie auch Frau und Mutter war— sie verzehrte doch ewig die Sehnsucht nach dem einstigen Geliebte». Treu war sie wi« di« Tannen und Föhren ihrer Heimatwälder, di«, ewig grün, ei» Symbol der Unwandrlbarkeit sind. Eine goldene Kron« mit dreieckigen Zacken trug sie auf ihrem tizianroten Haar, das die Zeit schon verblassen ließ.— ans dem Diwan ruhte Prinzen ihrer Träume, der auf weißem Rosse heransprengen und sie in sein herrliches Königreich der Liebe entführen würde. Kam auch diese S unde nie— ein lebenslanges, nutzloses Harren ans ihn, das war ihr Geschick. Der Künstler hat!« die tiefe Wunde ihres Herzens erkannt. Sie drückte, ihm innig dan- Künstler keine Anregung| sie mi: in die Ferne gerichteten Augen— fremd Als was möchtest i ihrer Umgebung;— Frau Dornrose harrt« deS Splitter. Wer mir der Gegenwart zufrieden lebt und anders nicht begehrt, der ist ein Zeitgenosse jener frühen Halbbarbaren, welche zu seiner Welt den ersten Grund gelegt, er lebt von ihrem Leben die Fortsetzung, genießt zufrieden di« Vollendung dessen, was sie gewollt, und das Besser«, was sie nicht umfassen konnten, umfaßt auch er nicht. Schleiermacher. Ich kann mir die gegenwärtige Lage der Menschheit schlechthin nicht denken als diejenige, bei der es nun bleiben könne, schlechthin nicht denken als ihre ganze und letzte Bestimmung. Tann wäre alles Traum und Täuschung, und es wäre nicht der Mühe wert, gelebt und dieses stets wiederkehrende, auf nichts ausgehende und nichts bedeutende Spiel mit getrieben zu haben. Nur inwiefern ich diesen Zustand betracht«» darf als Mittel«incs besseren, als Durchgangspunkl zu einem höheren, vollkommeneren,«rhält er Wert für mich, nicht um sein Selbst, sondern um des Bessern willen, das er vorbereitet, kann ich ihn tragen, ihn achten und in ihm fteudig das Meinige vollbringen. In dem Gegenwärtigen kann «nein Gemüt nicht Platz fassen, noch einen Augenblick ruhen, unwiderstehlich wird eS von ihm zurückgcstoßen, nach dem Künftigen und Bessern strömt unaufhaltsam hin mein ganzes Leben. Ficht«. kend, di« Hand. ES überflutet« si« wie«in Trost und Tränen netzten ihre Augen. Als der Gatt« von der Geschäftsreise heimkehrt« und das Im Salon ausgehängte Oelbild sah, sagte«r: „Nein, diese Maler sind doch zu verrückt! Also du sollst Dornröschen sein! Komische Käuze, diese Künstler! Ein« verheiratete Frau, di« Mutter von drei Kindern, als Dornröschen zu malen!" Die Dummheit. Als letztes der Schöpfung erstand di« Dumncheit, da«S sich erwiesen hatte, daß die Menschen ohne st« zu schlau wären, oder zu böse, je nachdem wie man«S nehmen will. Sie war«in rechtes BerlegenheitSgeschöpf, geboren als alle Himmelsgüter schön verteilt und alle Uebel schon zugesprochen waren. Verwirrt stand st« da, den Neckreden und Spötteleien der anderen prrisgegeben. Doch die Barmherzigkeit nahm sie mild bei der Hand und führte sie vor den Allmächtigen. „Allmächtiger du", sprach die Barmherzigkeit,„sieh hier die Dummheit, das jüngste Wesen deiner Schöpfung. Nichts wurde ihr eigen, nichts als Spott und Hohn. Sri gnädig und verleihe auch ihr etwas, was ihr Stab und Stütze fürderhin sein kann." „Was soll ich tun, verteilt sind alle Gaben", gab die Allmacht zur Antwort.„Allein, damit sie nicht leer auSgehc", fügt« sie nach einigem Bedenken hinzu,„will ich ihr von jeder der euch erteilten Gaben«in Geringeres geben, so daß sie wohl In ihren einzelnen Teilen an keinen von euch hcranreicht, aber in ihrer Gesamtheit .dasür stärker ist als der Stärkste von euch alben." A.P. / 3)a« ORaffeutonaOer *4IUI/ tu ter 6argafloftr. 6000 Meter unter dem Meeresspiegel wird eines der geheimnisvollst«» Tiere der W«lt geboren. Zu den wunderbarsten unter den natürlichen Wundern der Erde gehören die Vorgänge, die im folgenden erzählt werden. Sie wurden in ihren großen Zusammenhängen erst kürzlich anfge- deckt. DaS rätselhafte Tier. Wer in einer Fischhandlung Aale liegen steht, ahnt nicht, daß dies« so gewöhnlichen Tiere zu den rätselhaftesten Lebewesen gehören. Alle Ströme und Flüsse, jeden kleinen Bach, jeden Teich bewohnen sic. Freßgierig wüten sie unter den kleinen wie großen Mitbewohnern. Nie mangelt es ihnen an Nahrung. So schaffen sic sich das fettest« Fleisch unter allen Fischen. Doch so groß ein Aal auch geworden fein mag, niemals findet man in ihm entwickelt« Fortpflanzungsorgane. Das wußte schon Aristoteles— weshalb er glaubt«, daß der Aal ans dem Schoß des Meeres entstünde. Plötzlich, im Herbst, hören alle erwachsenen Aale Europas ans zu fressen und schicken sich an, ihr Wohngebiet z» verlassen— obwohl es doch auch weiterhin alle Existenzmöglichkeiten geben würde. Aus Bächen und Flüssen, Teichen und Seen, di« Abflüsse haben, schwimmen sie wie auf Kommando abwärts gegen das Meer. Was ist die Ursache? Worin besieht das Zeichen zu dieser ungeheuren Massenwanderung von vielen Millionen Fischen aus Spanien und Rußland, aus Norivegen und Sizilien? Jetzt legt der Aul auch sein SüMvasser- gcwand ab. Ter gelbe Bauch uud sein grauer Rücken schwinden. Dafür schafft er sich ein Prachtgcwand an. Der Bauch wird silberweiß, und in silbrigem, metallenem Glanz erstrahlt auch sein ganzer Leib. Run braucht er sich vor seinen buntgekleideten Vettern im Ozcan nicht zu schämen. Sein Kopf erhält eine spitzige Form, um di« Wafferschichlen auf seiner viele tausende Kilometer langen Reise leicht durch- schneiden zu können. Das Ange wird um vieles größer und dadurch zum Sehen im Meere geeigneter. Dagegen verkümmern die Eingeweide. Drei Monate dauert diese Umkleidung. Aus dem Gelb- oder Frcßaal wird der B l a n k a a l, der als Wegzehrung das im Körper reichlich ausgespeicherte Fett benützt—«in Fett von sehr hohem Berbrennungsweric. Man weiß heule schon, daß diese Derände- rungen eine Folge der sich vorbereitenden Geschlechtsreife sind. Aber welche Drüsen des Körpers sondern die Stoff« ab, die diese Wandlungen bewirken? Im Mittelpunkt aller dieser Veränderungen steht die Entwicklung der Geschlechtsdrüsen. Etwa zehn Millionen Eier reifen im Leibe der Weibchen während der Reife, nnd nicht weniger groß ist die Produktion der Männchen. Wer führt die Millionenheere? Mit unfaßbarer Sicherheit finden die Aale ihren Weg auf die 6000 Meter tief gelegenen Laichgründe in der Sargaffosce int Atlantischen Ozcan. Tie ans den russischen und schwedischen Gewässern in die Ostsee gelaugten Aale finden genau den einzigen Zugang in die Nordsee durch das Kattegatt und das Skagerrak. Hier neh-. nie» sie mit den aus den benachbarten Landgebie- ten zustoßenden Fischen Richtung zum Acrmrl- kaital und kommen so auf dem kürzesten Weg in den Atlantischen Ozean. Und doch befindet sich kein Tier unter ihnen, das schon einmal diesen Weg zurücklegte! Welche Kraft dirigiert sie so genau hinaus auf den Ozean? Was sind di« Wegweiser? Doch des Wunderbar«» nicht genug! Was zwingt dies« unermeßlichen Fischscharen, daß sie nicht auf den bald erreichten Tiefen von 2000 bis 4000 Meter bleiben, sondern Über die 2000 bis 3000 Meter vom Meeresgrund aufragenden Gebirge mit ihren Tälern und Gipfeln auf- und niederstrigen, um ihr Wandernngsziel in der bis 6000 Meter tiefen Mulde zwischen Mittelamerika und dem mitten durch den Atlantischen Ozean streichenden untermeerischen Gebirgszug in der Sargassosee zu finden? Zugleich mit dem europäischen Aal komntcn auch.die einer andern Art zugehörigen nordamerikanischen Aale in die Tief- scegebiet« der Sargassosee. Doch verteil«» sich die beiden Aalarten— soweit wir dies aus den Untersuchungen des dänischen Forschers Johannes Schmidt wissen— dort auf getrennte Gebiete, die sic gegenseitig nicht überschreiten. Wie lange die Reise bis auf die 6000 Meter tiefen Gründe in der Sargaffosce dauert, wissen wir nicht. Man veranschlagt sie auf mindestens ein Jahr. Auch die reifen Eier und die aus ihnen schlüpserrdcn jüngsten Stadien Knut man heute noch nicht. Erst di« größeren, in der Form»veidenblattähnlichen Larven sind bekannt. Sie steigen aus der Tiefe empor, und mit seinen Neben hat man sie wiederholt in einiger Menge im Gebiet der Sargassosee bis zu den Bermudasinfcln gefangen. Sie sind durchsichtig wie das Wasser selbst. Wird der sie enthaltende' Netzfang in«in Glasgefäß geschüttet, so ficht man nur zwei feurig grüne Augen schwimme» und ist höchst überrascht, beim Zugreifen noch etwas völlig Unsichtbares zwischen den Fingern zu spüren. Di« Ktndcrvölkcr finden ihr Vaterland. . Nun hebt wieder eines von den großen Rätseln an. Wie schon oben gesagt, stellte sich in diesen Gebieten der Sargassosee auch di« nordamerikanische Aalart zum Laichen«in. Jetzt wandern die glashcllen Larven beider Arten gemeinsam nordwärts. Sie erreichen innerhalb eines Jahres die Breite der Ber- mudasinscli». Hier verabschieden sich die beiden Larvenarten voneinander. Di« amerikanischen schnnmmen westwärts— ihre flache Form, wie ein Weidenblatt, wandelt sich dabei zu streichholzdicken, aber noch immer durchsichtigen G l a s a a l e n um, dir erst jetzt zu fressen beginnen. Sie gehen in die Flüsse nnd Ströme von Florida bis Kanada, aus denen frühestens vor einem Jahre ihr« Eltern die Seereise antraten. Tie vom europäischen Aal stammenden Larven aber wendcn sich ostwärts und brauchen drei Jahre, bis sie die europäische Küste erreichen. Welch unbekannter Sinn führt sie? Tic A a l c l t e r n starben doch gleich nach der Eiablage und sind längst verfault, wenn ihre Kim der zum erstenmal das Lickt in den oberen Wasscrschichten erblicke». Soll man da von „Instinkt" reden? Welch geheimnisvoll« Kraft führt die ein« «ach Rordweste« zur Küste Amerikas, die ander« aber gegen Rordosten«ach Europa?, Unterliegen sie dem Einfluß des Sonnenläufe», oder den Meeresströmungen? Oder gar der Drehung der Erde?— Man weiß es nicht. Doch die Kett« der Wunder geht noch weit ter! Noch drei Jahrengelangen die untern dessen auch rund gewordenen, auch streichhol^! dicken, Nahrung aufnehmenden Glasaale an die europäische Küste, an die Mündungen der elterlichen Flüsse. Zu Milliarden kommen sie! Welchem Kommando gehorchen einige hunderttausend Jungaälr, die von den nordostwärts entlang der Küste schwimmenden ungezählt«« Massen in die Mündungen der spanischen Flüsse abzweigen? Wieso schwimmen nicht gleich alle diese Jungaale nach ihrer mühevollen dreijährigen Meereswanderung in die endlich erreicht ten Flüsse Spaniens? Welche Kräfte treibe» die weitaus größeren Massen weiter gegen Frankreich? Wieder zweigt ein Teil in die Garonne, Loire, Seine und dl« zahllosen klei- ne reu Flüsse und Bäche ab, die Frankreich dem Atlantischen Ozean zusendet. Und liegt nicht ein neues Rätsel vor, wenn die jetzt gegen die Mündung des Aermclkanals kommenden Jnng- aale sich in zwei Riesen Heere spalten, davon das ein« den Flüssen Englands, das andre aber den Flüssen und Strömen Belgiens, Deutschlands, Rußlands, Norwegens und Schwedens zucilt? Welche Urkraft verteilt am Rhein di« Jungaale auf alle in ihn mündenden Bäche und Flüsse? Was hält die Tierchen ab, gleich zum größeren Teil die zuerst einmnnden- den seitlichen Zuflüsse hinaufzuziehen? Zu kilometerlangen Bänder» aneinandergereiht, sah man sie an beiden Ufer« aufwärts Wander», in kleineren Partien in die kleineren Bäche und Flüsse, dagegen in größeren Massen in die mächtigeren«inbiegen und sich so gleichmäßig auf das ganze Stromgebiet verteilen. Die Natur hat beim Aal die Rätsel pyramidenhoch getürmt. Rätselvolles Menschenleben. Täglich kamen verzweifelte Menslhen zu ihm und wollten sich Rat holen in Dingen des Lebens, di« sie nicht mehr meistern konnten und denen sie hilflos unterlagen. Die materielle und seelische Rot kann so groß sein, daß viele Menschen keinen Ausweg mehr finden und dann still und leise ans diesem L«ben flüchten. Ta gab es einen Menschen, mitfühlend, mittragend, Sohu des großen Dichters Richard Dehmel, ein Mensch, der die inneren Nöte seiner Mitmenschen so tief verstand, daß er aus seinem Wissen und Mitgefilhl heraus rettend« und helfende Worte fand. So war dieser Dr. Heinrich Dehmel der richtige Mann an der richtigen Stelle: Leiter einer Beratungsstelle für Selbstmörder! Manchen Verzweifelten hat er so vom Tode zu- rückgerisscu, manchen jnitgen Menschen Auswege gezeigt, dielen wieder Hoffnungen gegeben, dort zugegrissen, wo es notwendig war, und innner wieder helfend die Hand gereicht, wenn die Menschen schwach wurden. Schreibt nicht das Leben selbst di« erichüt» tcrndsttn Tragödien? Twser Mann, Tr. Heinrich Dehmel, Leiter einer Beratungsstelle für Selbstmörder, findet auf einmal selbst nicht mehr die Kraft, weiter zn leben, nachdem er jahrelang anderen Menschen täglich diese Kraft »nm Leben cinsuggeriert hatte, dieser Mann, der immer wieder denen Mut zusprach, die vom Leben nichts»»ehr wissen wollten, wurde auf einmal selbst mxtloS, und derjenige,-er den Verzweifelten Haff, wurde selbst«in verzweifelt Hilfloser. Anderen Menschen konnte er aus tiefstem Mitgefühl warnend« und helfende Worte sagen, konnte oft mit rettender Tat beispringen und rin Menschenleben vor der eigenen Vernichtung retten. Sich selbst aber konnte dieser feinfühlende und gute Mensch nicht mehr retten und so ging er den«ndlosen-Weg ins Nichts, vor dem er jahrelang in unermüdlicher und aufreibender Arbeit unzählige hoffnungslose Menschen gewarnt und auch zurückgerifleu hatte, ioeil sein Wort und seine Tat wieder Mut, Hoffnung und Kraft gab! Rätselvolles Menschenleben! Kdr. Die Gteinmaffe der Eheops- pyramibe. Was für eine gewaltige, für das alte Aegypten geradezu wunderbare Spitzenleistung der Baukunst der Koloß der Cheopspyramide darstellt, kann man erst recht verstehen, wenn man sich birft einige Vergleiche eine besonders klare Borstrüu:g von Inhalt und Masse dieses Bauwerks macht. Die Pyramide ist 146 Meter hoch, also nur zehn Meter niedriger als di« Turmspitzen des Kölner Doms. Jede Seite der Grundfläche misst 227 Meter. Die ganze Pyramide besteht aus 2,306.000 Steinen. Jeder Stein hat einen Inhalt von mehr als einem Kubikmeter. Man hat errechnet, dass eine aus den Steinen der Cheopspyramide hergestellte Mauer von einem Meter Breite und zwei Meter Höhe von Hamburg bis nach Genua reichen würde. Die Mauer hätte damit eine Länge von 1200 Kilometer. überwies die Schweizer Behörde den Naziflieger Diegelmann, der zur Gründung einer nationalsozialistischen Filiale nach Zürich kommandiert war, der Jugendabteilung der Züricher Strafanstalt, nachdem er eine achttägige Gefängnisstrafe wegen Diebstahls verbüßt hatte; erklärte Professor Hurst aus.Cambridge auf dem Genrtikerkongreß in Reuyork, es sei bereits prinzipiell möglich, Genies, vornehmlich musikalische, zu züchten; nahm sich Dr. Heinrich Dehmel, der Leiter der Beratungsstelle für Lebensmüde in Berlin, das Leben; beantragten di« puritanischen Vereine im Stadtparlament von Philadelphia, die Schimpansen im Zoo nicht mehr ohne Lendenschurz zu zeigen— Bracht macht Schule! wurde Amanullah, der ehemalige König von Afghanistan, in Rom Immobilienmakler. Zilich besucht mit seiner Frau das Theater. „Hamlet" wird gegeben. Als sich zum Schluß die Leichen auf der Bühne häufen, sagt Zilich empört:„Das ist ja das reinste Schlachthaus hier. Siehste, Auguste, ich habe dir gleich gesagt, wir wollen lieber zum Boxabend gehen! (.^kölnische Illustrierte".) „Vollständig ausgeplündert hat mich ein Bandit. Uhr, Kett«, Ringe, Brieftasche— alles geraubt!"—„Na, hast du denn nicht deinen Revolver bei dir gehabt?"—„Ten hat er, Gott sei Donk, nicht gefunden!"(„Brummbär".) „Sind Sie verheiratet?" „Ja, seit vierzehn Tagen. Aber das blaue Auge habe ich schon länger!" („Münchner Illustrierte.") Nie verlegen.„Nun, was sagst du zu meinem reichen Fang?" fragte der Angler voll Stolz.„Mich. wirst du nicht betrügen", erwiderte seine Gattin.„Frau Müller ha: dich beim Fischhändler gesehen."„Das ist richtig. Ich hatte soviel gefangen, daß ich ihm cnvas verkauft habe." -wvvvvvvvv V"VW"V r V V V»< Schach-Elke. Alle Zuschriften und Anfragen an Gen. Wenzel Scharoch. Zwettnitz Nr. 85 bei Teplitz-Cchönau. Allen Anfragen ist Retourmarke beizulegen. Schachaurgabe Nr. 103. Von Gen. Karl Günther(Krochwitzl. Schwarz: Kdä: DgT: Tb8. c6: Ld3. h8; Bc4. e5, g4(9). a b c<1 e t 2 h ab cd« f g h ■'ei»!' na N: S* s* W Ck D S Kurioses. Unter anderem: wurde in Rom ein Sport-Theater gegründet, das Theatervorstellungen bringen soll, in deren Mittelpunkt ein Fußball- oder Hokey- Match steht. führte der Chikagoer Rundfunk in seinen Verträgen die Klausel ein, dass die mftwirken- dcn Stars mit Rücksicht auf romantisch empfindende Radiohörer während der Dauer des Vertrages unverheiratet zu bleiben haben. nannte sich die beliebteste Bar des Pariser Seebades Deauvill„bar de la rrise". fand im Berliner Konzerthaus„Clou"«in Wettstreit der Hof- und Straßcnsänger statt; schickte Siam zur Hebung des Freniden- verkehrs zwanzig Tänzerinnen und acht weiße Elefanten auf eine Propagaudarcise durch Amerika und Europa; wurde in München ein„transcenücnter Ekatklub" gegründet, in dessen Partien Verstorbene mitspielen sollen; wechselte der politische Rcichsrundsunkkom- missar Scholz, der vor einigen Monaten von den Deutschnationalen zu den Nazis übcrge- treten war, von den Nazis zu den Teutschnatio- nalcn; ergab das Statistische Jahrbuch, daß in Berlin 55.513 Kaninchen und 32.652 Schweine gehalten werden; tauchte in der Presse die das ganze steuerzahlende Volk interessierende Frage aus, warum die enormen Zuwendungen, die Hitler von der Schwerindustrie erhalten hat, nicht ordnungsgemäß als Schenkungen bei der Finanzbehördc deklariert und verstreut wurden; Zyperowitsch machte«ine Rrise nach China. In Tientsin sah«r«inen Chinesen, der auf das Grab seines Freundes eine Schüssel mit Reis stellte. Zyperowitsch lachte und fragte den Chinesen:„Wann wird nun nach Ihrer Meinung Ihr Frrund ausstehen aus seinem Grabe, um den Reis zu essen?"—„Am selben Tag«, an dem Ihr Freund aus seinem Grabe aufstehen wird, um an den Blumen zu riechen, die Sie darauf gelegt haben", erwiderte der Chinese. („Simplicisfimus".) „Großartig geht's dem alten Schröder, dem Heiratsvermittler. Er lässt sich jetzt sogar eine Billa bauen."—„Aha, also«in Kuppelbau?" („Nebelspalter".) „Den ganzen Tag läuft mein« Frau'rum und jammert über ihr Jchias."—„Na, tun Tie denn nichts dagegen?"—„Doch, natürlich — ich stopp' mir Watte in die Ohren."(.Life".) „Guten Tag, Schmidt, wie kommen Sie denn nach Dresden?"—„Bin auf der Hochzeitsreise."—„Wo ist denn die junge Frau?" —„Die ist nicht mit, die kennt Dresden schon." („Tits-Bits".) „Du niußt mir gratulieren, ich habe geheiratet."—„Du mir auch, ich bin heute geschieden worden."(„Ter wahre Jacob") Lehrer:„Was ist«in Mann, der nachgibt und sich bekehrt, so er unrecht hat?"— Schüler: „Er ist weise."— Lehrer:„Sehr richtig! Und was ist«in Mann, der nachgibt, wenn«r recht hat?"— Schüler:„... Verheiratet, Herr Lehrer!"(„Nebelspalter!") Weiß: Kg3; Db7: Tal, et; Lc8. d6: Sb2, f7: Bc3(9). Matt in z we i 2üEcnl Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an Wenzel Schi- roch. Zwettnitz. eiiizusenden. Lösungszug zu Nr. 100: Lbl—et! Richtig« Lösungen sandten nachsolgenve Genossen ein: Dinnebier Emil, Tetschen; Hübler Anton, Türmitz; Bräuer Benno, Langenau; Hiek« Josef, Markersdorf; Htzna Josef, Hostomitz: Reinert Julius, Nestomitz; Wenzel Adolf, Arnsdorf bei Haida; Fritsch Anton, Markersdorf; Zenkert Eduard. Schaiba; Beutel Wilhelm. Arnsdorf bet Tetschen; Gottfried Johann. Holeischen; Hilgarth Hermann, Wistritz; Mildorf Adolf. Tischau; Ulbert Rudols, Prosfeditz; Walter Ludwig. Robek Franz. Michel Rudolf, Schmied Ferd., alle aus Äwitkan; Qual Adolf und Triltfch Gustav, Wisterschan, Sett- macher Artur und Matecha Rudols. Zwettnitz. V. Kreis. Endkamps um dl« Kreismeisterschaft. Am 18. September gelang«s Komotan l, in Bergcsgrün bei Oberleutensdors den Kreis- Meistertitel für 1932 an sich zu.reihen. Wister- fchan spielte weit unter seiner Form und muht« sich nach 4-sstündigem Kampf« mit 5:3 Punkten als geschlagen bekennen. Komvtau gewann am 1., 3., 4. und 7. Brett, Wisterschan am 2. und 8. Die Partien am 5. und 6. Brett endeten remis. Der Wettkampf war eine gut« Propaganda für di« Arbeilerschachbewegung und wurde von den zahlreich«rsdiiencnen Schachfreunden aufmerksam ver- solgt. Wir wünschen dem jungen Krrismeister vollen Erfolg in den weiteren könwien. Schachmitteilungsblatt. Es wird allen Schachgenossen bekanntgegeben, dah die Schachspart« des JMtuS' an di« Ausgabe einer eigenen Schachzeitung geschritten ist. Dieselbe erscheint monatlich ab 1. Juli 1932, 6 bis 8 Seiten stark, und enthält außer Partien und Problemen sämtlich« Bericht« der Schachfpart«. Preis für Mitglieder des Verbandes pro Nummer 50 Heller, für Nichtmitglieder 1.20 K. Bestellungen sind zu richten an Gen. Alois Patz, Druck- und VerlagSan st alt in Test» litz-Schönau, Tischlergass« 4—S.