2tr. 41. tinterOaltHngtfbeUaoe. 193«. Hoheit kauft Brillanten. Die Sef«Hß«v ^deseanung mit tu em Nach einsamen, die Seele dämpfenden Wanderstunden in der korsischen Balagne begegnet man endlich dem Leden Tas steingewordene Leid der felsigen Wildnis ist wie ein ermatteter Traum in die Vergangenheit gesunken. Mit weiher Erika ist nun die Erde gesegnet. '* Unser einer Zeder liegt ein Geihhirt. Seine Herde weidet auf den mattgrünen Hängen. Es ist warm und still. Durch diese Stille kommt mir der Gruh des Berghirten lauter entgegen. Er ist freundlich und kurz. Der blaue Schatten der Zeder verspricht ein Raststündchen. In der Ferne steigt der Monte Corona in den Himmel und die breite, einsame, weiße Straß« führt der' See zu. hinab gegen Porto und Piano. Wundersamerweise kommt mit dieser Begegnung, mit diesem einsamen, alten braungebrannten, grauhaarigen Geißhirten«ine leiseklingende Poesie aus unserem Denken Der Blick streift wieder über Landschaften, die Schattierungen des Geländes, über dunkle Bauminseln. Korsika liegt weit von Paris. Und «in Meer trennt die Insel der Schönheit von Frankreich, aber nicht allein die Insel, auch Gesinnung, Art und Wesen dieses JnselvolkeS. Italien ist hier näher. Aber Weltgeschichte ha» mit diesem menschlichen Erlebnis nichts zu tun. Es gehört ganz einem korsischen Geißhirten Ziegen und Schaf«, zahllos, weiden ringsum. Manche Geißen haben dünnklingende, kleine Glöckchen am den Hals hängen. Der Hirte schert sich nicht viel um sein« Herde Sind es doch— sagt er nach langem Schweigen— weit über tausend, die er zu bewachen hat. Und sein Bruder, der weiter südlich, gegen Ajaceio eben auch ein Hirt« ist. hat sogar gegen hunderttau- iend Lämmer... * Man ist ergriffen über die Bedürfnislosigkeit dieser Menschen. Man faßt es kaum. Seil über fünfzig Jahren sitzt der Mann in dieser Gegend und die Zeder ist sein Dach seit zehn Jahren Hat dieser Mensch in dieser Einsamkeit, in diesen schweigsamen Jahren seines Lebens nicht seine Sprache verloren? Weiß er, was hinter | dem nächsten Höhenrücken für ein Land liegt? Weiß er etwas von der Erde, von der Welt? Kennt er das Meer, die Stadt, und— den stärksten Ausdruck dieser Zeit— den Flieger »nd sein Flugzeug? Weih er denn, daß er leb:?' Er weiß es. Aber er hält dies für keine bedeutsame Tatsache,- er hält dies für kein« Tragödie, für kein Glück, für kein freudiges Ereignis. Seine Zufriedenheit ist erhaben. Wie wnnderbar muß dieser braungebrannte, allen Umganges bar« Mensch fühlen! In seiner Ein- kachheit und primitivsten Lebensführung Sieh! Kaum sah ich an seiner Seit«, blin- zelt er nach der Sonne, ob ich wohl Schaden genug habe, greift in seinen Ranzen, holt daraus«in Stück broceio, er meint eS gut mit mir Dies allein wäre ein köstliches Erlebnis. In mir wird daS Gefühl wach, dah kleine, einsam«, bedürfnislose Menschen in ihrem Herzen und in ihren Handlungen gut sind, ehrlich, ' Mnsamrett. (orfl Chen 9erg«vttte*. freundlich. Sein Stückchen Brot! Vielleicht sein Abendessen! Und dazu broceio! Ein Käse, scheinbar aus Salz und Paprika,'dem gegenüber jeder Roquefort milde Butter ist. Aber er ruft ein« Geiß herbei, er melkt sie; lang: es nicht, hat er deren noch mehrere, er reicht tir den Becher, einmal, dreimal, so oft ich Er schiebt, um es mir bequemer zu mach:», eine Steinplatte weg. Aber sorgfältig ich langsam, denn auf der Steinplatte tummelt sich eine Ameisenschar..' Und aus einer zwr'-«n Iieinplatie sonnt sich eine große, wunderschöne Eidechse. Seine Kameraden. Er erzählt mir schliehl'ch, als ich ein Stückchen von dem Härten broceio gegessen und Geihmilch getrunken habe, er erzählt mir, daß di« Eidechse jeden Tag zur selben Stunde wiederkehrt. Die Eidechse sitzt vor ihm auf der Steinplatte und die harten derben Finger des Mannes dürfen st« berühren, ganz leicht ganz zart.. r Kleines Wunder in der Einsamkeit d«S Berglandes... Plötzlich steigt der Blick des Alten dem blauen Himmel zu. Und der Hirt« legt sich aus den Rücken and steht einem Adler in der blauen See des Nachmittagshimmel zu. O, daS Vergnügen! Dieses wunderbare Vergnügen. Wie er seine Kieise zieht! Wie er dahinjegelk, stolz, schwungvoll, lustberauscht, von Wonne beseligt. Ein leiser Neid steigt im Stadtmenlchen hoch. Ist dieser kleine Aufenthalt nicht über alle- reizvoller als eine durchbüffelte Geometriestunde in. der Schule zu Hause? Ist das Spiel dcs Adlernicht auch ein« Art Geometrie? Aher das versteht dieser Mann aller nicht. Er liegt auf dem Rücken und folgte dem Spiele des Adlers, bis ihn der blaue Schleier der Ferne aufnimmt. Tie Augen de- Alten glänzen. Welch ein heroisches herzlicher Erlebnis!.., Der Geißhirt« pfeift leise durch die kleinen gelben Zähne. Und die Eidech'« heb: den Kopf, blitzschnell. Der Geißhirte lü.öcll. Ich muß mich ganz still halten. Denn die Eidechse ist mir fremd und ich bin nich: ihr Freund.. So glücklich ist nur ein Geihhirt Ob es jetzt der ist, der-neben mir sitzt oder ein anderer, unterhalb des Monte Rontondo bei Luc- ciana, in südlichen Capannen. Ob es ein korsischer Geißhirte ist. oder ein deutscher Hirtenbub in unseren Hochwäldern, auf unseren dustgeschwellten Alpenmalten,. sie alle führen ein ärmliches Leben, für viele Menschen, und sie all« sind doch um ein Stücklein himmelblauen sonnigen Glückes reicher... „Bcvernito!" ruft mir der Geißhirtc nach, und ich lasse ihn zurück br° seiner großen Herd«, bei seiner primitiven Holzflöte bei seiner Ameisengemeinde und seiner Eidechse.'die seinen Pfiff zwischen den kleinen gelben Zähnen lieb' Ta öffnet sich di« See. eine Reihe Segelblätter erblühen ferne und.es ist mir. als ob st« ein Sinnb'ld meiner rastlosen Viiniche wären meiner rastlosen Sehnsucht. und des Lebens ewig erblühenden Verlangens.. H. Wildgrube. schlangen ihn. Dann versank dies alles in den ausschäumenden Wogen des Mittelmeeres. Ein Volksmärchen. Es enthält die Erinnerung, an«ine Insel, nach der man vergebens die Landkarte absuchen wird. Tenn Ferdinandea, die Vulkaninsel zwischen Pan- telleria und Sciacra, ist im Meere verschwunden wie der Krakatau im MalayischeN Meere. Nur fünf Monate hatte di« Insel bestanden. Im Juli 1831 war sie ausgetaucht, nachdem zuvor ein Erd. und Seebeben die Menschen auf Sizilien in Angst und Schrecken versetzt hatte. ES war ein Nachmittag, wo die Fischer von Sciacra sich aus ihren Häusern an den Strand gerettet hatten. Da erzitterte der Spiegel des blauen Meeres und rötet« sich. Dort, wo die Korallenbank lag. Ein« ungeheure Wassersäule stieg unplötzlich steil empor, 40, 50 Meter hoch, dann zerstob sie in einem weißen Schaum, und als dieser niedergerauscht war, kamen Flammen aus dem Wasser hervor und Lavablöck« stiegen gen Himmel. Pas dauerte nur wenige Augenblicke, und als Flammen und Rauch und Wolke» und Schaum sich senkten, da lag vor den Blicken der Fischer der gewaltige Krater eines Vulkans. Nach und nach fliegen neben dem Mittelkrater noch zwei weitere Hügel aus, von denen der östliche nahezu 200 Meter Höh« erreichte. Aber schon in den ersten Tagen des Monats Dezember des gleichen Jahres verschwand die Insel wieder in den aufkochenden Wellen wie ein Schiff, das untergeht. W. G. £orrioierte Gvrichwörter Dem„Wahren Jacob" entnehmen wir folgende„berichtigte" Sprichwörter von Herbert Schildknecht: Unrecht Gut währt am längsten. X Bescheidenheit ist aller Laster Anfang. Sparen in'der Zeit ist eine Kunst, die niemand kann. Morgenstunde hat manchem schon groß Leid gebracht. Uebermut trägt Zinsen. Mit großen Herren kommt man durch das ganze Land. Wenn die Not am größten, fängt man Mäuse. Wer hoch steigt, krümmt sich beizeiten Salz und Brot tut selten gut. Ohne Fleiß macht Wangen rot. Wohltun ist schwer. Reichtum fällt nicht weit vom Stamm. Eigener Herd bringt Sorgen. Wer sich selbst erniedrigt, bleibt ein Narr sein Leben lang. Jung gefreit, macht manchen zum Narren. Die Größe der Weltmeere. Di« zusammenhängenden Wassermassen bedecken 71 Prozent der Erde, also den weitaus größten Teil. Wie die einzelnen Ozeane und Rebenmeere auf der Erdoberfläche verteilt sind, darüber unterrichtet eine Zusammenstellung der Leipziger Illustrierten Zeitung". Rechnet man die Weltmeere mit ihren Rebenmeeren zusammen, so hat der Stille Ozean eine Ausdehnung von 180 Millionen Quadratkilometer, der Atlantische von 106, der Indische von 75 Millionen Quadratkilometern. Ohne die Nebenmeere sind die entsprechenden Zahlen für den Stillen Ozean 165, für den Atlantischen 81.5, und für den Indischen 73.5 Millionen Quadratkilometer. Der Stille Ozean ist so breit, daß seine Entfernung vom östlichsten bis zum westlichsten Winkel mehr als den halben Erdumfang beträgt. Das Nördliche Eismeer wird jetzt zum Atlantischen Ozean gerechnet, so daß dieser sich von der Behring-Straße bis zum Südlichen Eismeer erstrecki. Das Südliche Eismeer, das mit den drei Weltmeeren in völlig offener Wafferberbindung steht, wird infolgedessen ebenfalls nicht mehr als selbständiges Meer anerkannt. Die Ausdehnung der wichtigsten Nebenmeere zeigt in Millionen Qua dratkilometern die folgenden Zahlen: Austra lisch-Asiatisches’ Mittelmeer 8, Amerikanische» Mittelmeer(Karibisches Meer und Golf von Mexiko) 4.6, Europäisch-Afrikanisches Mittel meer 2.8, Ostchinesisches Meer 1.2, Japanische» Meer 1, Nordsee 0.5 und Ostsee 0.43. 4 TranzSM lernen- rin AM. Wer fremde Sprachen lernen will, der wird«s alt eine wesentliche Erleichterung anfrhen, wenn di« Methode ein« folche ist, daß sie frisch, lebendig«nd einprägsam wirkt. Ein« folche Methode wendet d«r in Wien lebende Engländer Mac Eallum in feinem Buche Englisch lernen— ein Vergnügen" an und in gleicher Art hat nun der Franzos« Louis Rivier««in Sprachbuch verfaßt:„Französisch l«rnen— ein Bergnngrnl" Der Titel übertreibt wirklich nicht. Das Buch hat nichts von der Trockenheit, mit der stch manche andere Sprachbücher auszeichuen,«s. ist im wahrsten Sinne ein lustiges Buch, mir dessen Hilf« man Französisch mit Genuß lernen kann. An den Ränder» der Buchseiien find«in« Menge scherzhafter bildlicher Darstellungen gezeichnet und in den Lehrftoff zahlreiche drollige Anekdoten eingeftreut. Die Art, wie der Lehrftoff dargeboten wird, läßt au Eindringlichkeit nichts zu wünschen übrig, dabei ist sie amüsant. So kann das Buch allen Lerneifrigen aufs beste empfohlen werden. Es ist im Berlage R. Piper u. Co., München, erschienen. Preis Mk. 4.20, in Seinen Mk. 5.50. Was mancher nicht weiß. Di« längste Partie Schach, di« jemals g«. spielt wurde, ist kürzlich zum Abschluß gekommen. Sie hatte genau sechs Jahre gedauert. Dix beiden Gegner waren der Amerikaner Robertson tu New Kork und der Australier Keyston in Adelaide. In den«rsten fünf Jahren wurde das Spiel Zug für Zug auf brieflichem Wege lveiiergeführt, aber da dadurch der Fortgang zu langsam war, giiq man dazu über, Trlegramme zu benutzen. Schließlich hat der Amerikaner gesiegt, und sein Gegner mußt« nach der Abmachung die Ausgaben für Telegramme bezahlen, di« sich auf 25.000 Mark beliefen. Die einsamste Insel der Welt ist Tristan da E'uiha. Auf chr leben 70 Menschen, 700 Schafe, 300 Kühe, 50 Esel und etwa 300 Hühner und Gänse. Ein Geschäft in Liverpool, das mit Gum- mischuhen handelt, engagierte zwei junge Mädchen, um die Haftbarkeit der Gummischuhe zu erproben. Sie brauchten nichts weiter zu tun, als mit den'Gummischuhen der Firma spazieren zu gehen. Im Lauf« von vier Jahren haben sie 24.000 Kilometer auf diese Weise zurückgelegt. Di« längste Brück« der Wett wird es in Afrika geben, wenn die geplante Eisenbahn über den unteren Zambcsi gebaut ist. Die Stadt Wicksord in England hat bei einer Einwohnerschaft von 3000 Menschen nur einen einzigen Polizisten. Bon den Ehen, di« im Lauf« der letzten sieben Jahre in Deutschland gcschlossen wurden, lind 43 Prozent kinderlos. Die Fahrstuhlschächt« jm größten Gebäude :. der Welt, dem Empire State Building in New Dort, sind zusammen 14 Kilometer lang. Es fahren unausgesetzt 07 Fahrstühle in ihnen auf- . Worts und abwärts. Das Gebäude hat 85 Stockwerk« über der Erde und zwei unter der Erde und ist 380 Meter hoch. Die nenestrn Beobachtungen haben ergeben, i- daß es auch bei den Ameisen Acrzte gibt, die ihre kranken Stammesgenossen behandeln. Wenn«ine Ameise sich irgendwelche Gliedmaßen bricht, wird das verletzte Glied behandelt. In der Nähe der Stadt Elleusburg in Washington hat man bei der Ausführung von Jngenieurärbeften einen besonders gut erhaltenen Baumstamm gefunden, der in ein« Basaltschicht eingebettet war. Die genauere Untersuchung hat ergeben, daß der Stamm seine zwanzig Millionen Jahr« alt ist. Der Stamm kann demnach wohl mit Recht als das älteste Holzstück der Erde bezeichnet werden. fettere*. Der jung« Mann ging zur Karteuschlägerin. „Wie st«ht es mit Krankheiten?" ftagte er. Die Pythia schob hin und her.„Ich seh« nicht eine Krankheit in Ihrer Nähe. Auch kranke Menschen meiden Sie." Da sagte der junge Man«:„Schade. Ich studier« nämlich Medizin." Eine Sängerin war indisponiert und der Theaterdiener meldet dies dem Direktor mit deu Worten:^Fräulein X läßt sagen, sie kann nicht fingen." Darauf der Direktor:„Ra endlich! Lang hat sie gebraucht, bis sie das eingesehen hat." I» der Schul«.„Was tat der große Kur- fürst, als er den Thron bestieg? Ra Müller?" „Er setzte sich daraus." Paßender Posten.„Ter arme alte Müller wird immer schwerhöriges, sagte der Geschäftsinhaber.„Ich fürchte, wir werden ihn entlassen müßen."„Aber durchaus nicht", er- widerte der Kompagnon.„Wir versetzen ihn einfach in di« Beschwerdestelle." Di« Tischdame staunt:„Also Sie sind Dr. Falkenstein— der berühmt« Tr. Falkenstein? Ich hatte Sie mir ganz anders vorgestellt..." „So? Wie denn?" fragt« er erwartungsvoll. Allein, dick und häßlich?"„Rein, im Gegenteil: groß, schlank und hübsch!" berichtigt« sie. Jm Kölner Bahnhof sieht ein Bahnbeamter einen Mann aufgeregt hin- und herlaufen. Mit der den Bahnbediensteten aufgetragenen Höflichkest fragt er:„Suchen Sie vielleicht den Speisesaal, mein Herr?—„Jm Gegenteil!" ertönt di« unerwartete Antwort. Bei der Wahrsagerin.„Ihr zukünftiger Gatt« wird großzügig, reich, groß und schlank sein."—„Herrlich— nun sagen Sie mir bloß noch, wie werd« ich meine» jetzigen Gatten los?" FW W V V Schach-Elke. Alle Zuschriften und Anfragen an Een. Wenzel Scharoch, Zwettnitz Nr.-5 bei Teplitz-Schönau. Ale» Anseagen ist Netourmark« beizulegen. Schachaufgabe Nr. 105. Von Gen. Gustav T r i 11 s ch, Wirierschan- („Freier Sport“ 1931) Schwarz: Ke4; Bd4. h7(3) a b c d e» g b abedeFgh Weiß: Kh6; DM; Sg4, e5; Bg3(5) Matt in 2 Zügen. Losungen rind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an Gen. Wenzel Scharoch, Zwettnitz, einzusenden. Lösungszug zu Nr. 102: Lc6—a4! Nichtig« Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Walter Ludwig, Nobel Franz, Michel Rudolf, Schmied Ferdinand, all« aus Kwitkau; Dinuebier Emil, Tetschen; Ienkert Eduard, Schaiba: Hübler Anton, Türmitz: Bräuer Benno, Langenau; Wenzel Adolf, Arnsdorf bei Haida; Hieke Joses, Markersdorf; Beutel Wilhelm, Arnsdorf b. Tetjclien: Reimet Julius, Nestvmitz; Fritsch Anton, Markersdorf: Brotkorb Josef, Petersdorf b. Jägerndvrf; Schioarz Raimund, Klostergrab; Prchal Ignaz, Ikoinotau; Mildorf Adolf, Tischau: Hilgarth Herrmann. Reu-Wistritz; Qual Adolf u. Triltsch Gustav, Wisiersa;an; Ulbert Rudolf, Pros- sediti: Tcttmachcr Artur, Zwettnitz. Partie Nr. 21. Getvielt im Fernwcttkampf des Atos 1931/32- (Damengambit.) Weiß: Franz Hyna, Hostomitz. SehwarZ: Rudolf Gang], Marienbad. 1. d2—<14 Sg8-f6 2. c2—c« e7—e6 3. Sbl—e3 Lf8—b4 4. Ddl—c2 d7—d5 5. e4*d5 e6Xd5 6. Lei—g5 7. e2—e3 8. Sgl—«2 9. 0—0—0 10. Se2—g3 11. b2 x c3 Dd8—e7 Sb8—d7 0—0 c7—c6 Lb4Xc3 Das Nehmen mit dem Bauer erweist sich später als verhängnisvoller Fehler. 11..... h<—hC 12. h2—h4. Da haben wir es. Das Opfer nämlich! Angriff um jeden Preis. Nur irt ea mit dem Angriff schon wieder aus. 12..... 13. LXgS 14. Lfl—d3 15. Ld3 x e4 16. f2—f4 h7Xg5 Sf6—e4 f7—f5 f5Xe4! Sd7—f6 Natürlich konnte schon jetzt Lc8 ziehen, aber der Bauer soll nach g4, und zwar ohne Tempoverlust. Der Königszug aber mußte immer kommen. Der Königszug erspart also ein Tempo. 17. Thl—h4 Sb6—c4 18. Tdl—hl De7—a3+ 19. Kd—bl Kg8—f7m 20. Th4—h7 Lc8—g4 21. Kbl—al ,So4*e3 Das Nehmen des Bauern ist nur ein Zwk'chenzug, der bezweckt, einen Freibauern zu schaffen. 22. Dc2—d2 Se3—c4 23. Dd2—c2 Tf8—h8 Dieses Turmopferangebot bildet die beste Fortsetzung. Nehmen ist verlustbringend- Z. B. T x h8, T x h8, 25. TXh8. Ldll. 26 DXdl, Dc3. 27. Kbl, Sa3 matt. Diese Kombination wurde bereits mit 19. Kf7 eingeleitet. 24. f4—f5■ Th8Xh7 25. g5—g6f Kf7—f6 26. g7Xh7 Ta8—h8 Droht T x h7, um auf T x h7 wieder in die oben erwähnte Kombination einzulenken. 27. SgS—h5t Kf6—e7 28. Dc2—d3 Da3 x b3 29. Aufgegeben! Der ungenügende Angriff des Weißen erlaubte, den Gewinn für Schwarz mit den einfachsten Mitteln und trotzdem auf schöne Weise herbeizuführen. (Anmerkungen von Rudolf Gangl, Marienbad.) Schach als Schulfach. Wie aus Moskau gemeldet wird, hat di« So- I wjetregierung den Schachunterricht In den Schulen MI Pflichtfach«rklärt. Derselbe wird über zwei Jahre verteilt. Auf di« Theorie sagen 120 Unterrichtsstunden, während 60 Stunden für praktisches Sssiel, Endspiel und Problemlund« vorgemerü sind.