Spartakus. Während der Revolution-kämpfe in den Jahre« 1818 und 1918 spielte in Deutschland bekanntlich dat Wort„Spartakus" ein« große und leider auch blutig« Stoll«. Man wußte, daß Spartakus in der Zeit des Bestandes des römischen Weltreiches«in Rebell und Sklavenführer war, der di« damaligen Machthaber jahrelang beunruhigl hatte, doch Näheres war nur wenigen bekannt. Mareell Ollivier hat es nun unternommen, in einem im Berlage Kaden u. Lomp., Dresden, erschienenen Buche,„Spartakus"(Borwort von Henri Barbusse, Preis Mk. 2.40), die Geschichte dieses von Spartakus geführten Sklavenausstandes ju schreibe». Man kann das Buch nicht trefsender charakterisieren, als es Barbusse im Borwort tut, d«r von ihm sagt:„Ein herrlicher Bericht, erhebend und aufwühlend zugleich, ein Bericht, der«rleuchtet und Begeisterung erweckt." Wer war dieser Spartakus? Ein junger Thraker, das heißt Angehöriger eines barbarischen Volkes unbekannten Ursprung-, das daganze Gebiet im Norden und Osten Makedonien- bewohnte, ein Volk von überschäumenden Heißspornen, wild und kampflustig, erfüllt von swlzem Freiheitsdrang, gegen das dir Römer Krieg führten. Eines Tage? wurde nach einem wilden Reitergefecht eine Gruppe gefangener thrakischrr Krieger dem römischen Befehlshaber vorgeführt, darunter einer, der durch sein« kraftvoll« Erscheinung und Schönheit aufstel. Auf dir Frage nach seinem Namen sagte er:„Man nennt mich Spartakus." Rach einiger Zeit gelang es Spartakus, aus dem römischen Heerlager zu entfliehen, doch geriet«r bald wieder in Gefangenschaft, er wurde als Sklave an einen Fechtlrhrer verkauft und war nun so verdammt, das entehrende Gewerbe eine- Gladiators auszuüben. Spartakus nahm das furchtbar traurige Los eines Sklaven nicht ergeben hin. Es gelang ihm, aus der Gladiatorenschule in Capua mit siebzig seiner Lei» densgesährten zu entfliehen, und von da an nahm die Sklavenrevolte, durch die das weltbeherrschende Rom drei Jahre in Atem gehalten wurde, ihren Anfang. Die von Dpar- rakus geführt« Sklavcnschar zog in die Berge und wiegelte in weitem Umkreis die Sklaven ans, die bald ein« ernst zu nehmend« Streitmacht bildeten. An dem verzweifelten Mut dieser Scharen und an der hervorragenden strategischen Führung dieses Vklavenheere» durch Spartakus zerbrachen drei Jahre hindurch alte Versuch«»er römischen Armeen, den Aufstand nirderzuschlagen. Di« Geschichte diese» heldenmütigen Ringen- erzählt Ollivier mit geschichtlicher Treu«. Es ist«in herrliches Epo» von der trotzigen Auflehnung einer unter, drückten, auf» furchtbarste mißhandelten Klasse gegen ihre Peiniger. Nachstehend rin kurzer Ausschnitt aus dem Buche, der von dem Leben, Kämpfen und Sterben der unglücklichen Gladiatoren berichtet: Di« Gladiatoren rekrutierten sich aus Verbrechern, teils aus zu diesem Zweck ausgewählten, besonders kräftigen und gewandten Sflaven. An Ausnahmsfällen waren es Freiwillige, die sich den Lanisten, den Lehrmeistern und Unternehmern, für eine bestimmte Zeit verdangen. Sie wurden allgemein verachte» und das Wort Gladiator war die größte Beleidigung, die man gegen «inen Mann aussprechen konnte. Man unterschied mehrere Arten von Gladiatoren und bezeichnete sie nach ihrer Kampfweis« oder nach der Wafse, deren sie sich bedienten. Die Andabaten trugen den vorn sestgeschlossenen Helm, so daß sie, zur größten Belustigung der Zuschauer, blind kämpfen mußten. Die Carternarier fochten nur gruppenweise. Die Ritter zerfleischten sich vom Pferde herab, die Essadarier auf Streitivagen von besonderer Bauart. Die Laquearier bedienten sich einer Schlinge, um ihren Gegner einzufangen und zu Boden zu werken. Die Mirmillionen waren nach gallischem System bewaffnet und wurden deshalb auch ost einfach Gallier genannt. Di« Thraker und Samniten wiesen in ihrer Ausrüstung Aehnlichkeit auf mit der Ausrüstung der Völker gleichen Namens. Die Retiarier trugen als einzige Waffe, den lang- schäftigen Dreizack, dazu aber ein Netz, in das sic-en Gegner zn verstricken suchten. Wenn die Gladiatoren untereinander kämpften, Mann gegen Mann, so ließ man sie, nach ihrem Einzug in den Zirkus, paarweise antreten, je nach Stärke und KampfeS- art. Sie führten ein Borspiel mit Holzschwertern auf, dann erhielten sie die richtigen Waffen, und die Sache wurde ernst. Die Musik spielt«, solange das Schlachten währte. Um di« Ermatteten und Feigen anzuseucrn, schickte man Aufseher i» di« Arena, die mit Peitsche, Schwert und glühenden Eisen nachzuhelfen hatten, wo der Eifer zu erlahmen droht«. Man wettete große Summen auf den Sieger und die Zuschauer gerieten beim Anblick deS Gefechtes oft in solch« Hitze, daß sie daran teilzunehmen schienen. Sie bejubelten den Favoriten und bespien den, der zu unter- lkegeu drohte. Wenn einer der Gladiatoren verwundet war od«r di« Waffe senkte, zum Zeichen, daß er sich besiegt gab, so richtete der Sieger auf die Zuschauer einen fragenden Blick. Waren sie geneigt, Gnade zu gewähren, so erhoben sie die Hand mit einwärts gebogenem Daumen. Am anderen Falle erhoben sie die Hand mit ausgestrecktem Daumen, und das unglückliche Opfer empfing sogleich den Todesstreich. Schien einer im Kampfe tödlich««troffen zu sein, berührte man ihn, um festzustellen, daß er nicht simulierte, mit dem glühenden Eisen. Tote und Sterbende wurden an einem langen Haken über den Sand der Arena geschleift und ins Spolarium geworfen, wo besonders ausgewählte Sklaven denen, die noch atmeten, die mau aber nicht mehr zu- sammcnflicken und neu kampftztuglich machen konnte, den Fang gaben. Das gleiche Los ereilte die, deren Heilung zu teuer gewesen wäre. Tie Römer genoffen die Schauspiele mit wahrer Leidenschaft. Es wurden ihrer also mehr und mehr. An manchen Tagen ließ man zwei- bis dreihundert Gladiatoren antreten. Zuweilen auch veranstaltete man in der unter Waffer gesetzten Arena förmliche Seeschlachten. Um sich die Gunst des römischen Bolk«s zu sichern, überbot man einander an Grausamkeit und Blutgier, und die unglücklichen Fechter zahlte» mit ihren Leibern dir Kosten des Vergnügens. Die Weiber waren oft unter den Zuschauern di« begeistertsten. Hunderte von nackten Männerkörpern von Pranken und Zähnen wilder Bestien oder vom blanken Stahl der Wafsen zerfleischt zu sehen, war schon em Kitzel, auf den die würdigen Damen Roms nur höchst ungern verzichtet hätten. Die Vestalinnen, die jungfräulichen Wächterinnen des heiligen Feuers, erfreuten sich besonderer Gunst. Deshalb durften sie bei diesen Schauspielen in den vordersten Reihen sitzen, das unvor- smlbar« Grauen also gleichsam aus erster Hani» genießen. Gladiatorenblut stand in dem Rus«, alle Krankheiten zu heilen. So sah man nach jedem Kampfe Greise, Kranke, Krüppel, Austvurf der Menschheit in jeglicher Gestalt sich aus die noch warmen Leichnam« Gefallener stürzen und gierig daS Blut trinken, das aus ihren Wunden quoll. Der Meeresboden fentt sich. Beunruhigung in Mittelamerika.— Eine neu« Rctordtiefe festgestellt.— Boden bewegungen im Karibischen Meer. Die Ansicht, daß die letzten schweren Erdbeben auf Cuba und in anderen Gebieten von Mittelamerika auf Bodenverschiebungen im Karibischen Meer zurückzusühren seien, ist jetzt in vollem Umfang bestätigt worden. Ein amerikanisches Unterseeboot, das zu Vermessungszwecken ausgefahren war, hat gemeldet, daß etwa 200 Meilen südlich von Jamaika der Boden des Meeres um über 5000 Fuß gesunken sei. Man habe dort eine neue Rekordtiefe von rund 22.000 Fuß festgestellt, während die bisher größte bekannte Tiefe des Meeres südlich von Japan etwa 20.000 Fuß beträgt. Diese riesige Bodeneinsenkung wird in wissenschaftlichen Kreisen außerordentlich ernst genommen, zumal man glaubt, daß die Verschiebungen noch nicht beendet find, ja vielleicht sich erst im ersten Stadium befinden. Di« amerikanische Regierung hat deshalb beschlossen, sofort«ine große Expedition auSzurüstcn,'die an Ort und Stelle die Bodensenkungen genau feststellen und laufend beobachten soll. Das Carnegie-Institut hät für dies« Arbeiten eine halbe Million Dollars zur Verfügung gestellt. In den großen Zeitungen MittelamerikaS werden dir Bodensenkungen mit 0 großer Erregung kommentiert. Ein bekanntes Blatt in Habana, der Hauptstadt Cubas, malt die künftige Entwicklung Mittelamerikas in düsteren Farben und prophezeit neue groß« Erdbeben, falls die Bodensenkungen im Karibischen Meer nicht zum Stillstand kämen. Dies« Bodensenkungen könnten zu einer Gefahr für diesen Teil des amerikanischen Kontinents werden, die in ihrem Ausmaß unabsehbar sei. Es sei durchaus möglich, daß die Entstehung des Karibischen Meeres, der tiefeinschneidenden Meeresbucht, ebeckfalls auf solch« Bodensenkungen zurückzuführen sei und daß diese Entwicklung sich jetzt fortsetzt. Die cubanisch« Regierung hat mehrere Wissenschaftler mit der besonderen Beobach- tung des Golfstroms beauftragt, weil nach der Ansicht bestimmter Kreise die Möglichkeit besteht, daß der Golfstrom, der dem gesamten Klima im Gebiet des Karibischen Meers sein Gepräge gibt, durch die Bodenbewegungen ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wird. Sen- sationsmeldungen, daß der Golfstrom Plötzlich verschwunden sei, haben sich als unwahr her- äusgestellt. Um künftighin solch« Alarmnachrichten zu vermeiden, sollen nunmehr laufende Berichte herausgegeben werden, die den Stand der Bodensenkungen berichten. Diese Berichte werden allmonatlich durch di« Presie verbreitet werden. Es wird in diesem Zusammenhang daran erinnert, daß zu Beginn des Jahrhunderts bereits einmal im Zusammenhang« mit großen See- und Erdbeben ernst« Befürchtungen hinsichtlich riesiger Bodenbewegungen, die das Schicksal großer Teil« MittelamerikaS besiegeln könnten, laut wurden. Damals verließen viele Bewohner mittelamerikanischer Länder daS angeblich bedroht« Gebiet und der Grund und Boden erfuhr sensationelle Entwertungen. Die Befürchtungen stellten sich dann als gründ- los heraus, und sie werden es wahrscheinlich Eines Sonntags hatten sie sich im Walde verirrt. Es war im September. Die Sonne fiel schwächer durch die verfärbten Wipfel der Bäume und zeichnete blasse gelbe Kringel auf den welken Blätterteppich des Waldbodens. Die borkigen Stämm« der Bäum« versperrten ihnen den Blick. Sie folgten einem schmalen-Fußpfade, den Waldarbeiter und Beerensucher ausgetreten hatten, und standen später in einer kleinen Lichtung, von einer Gruppe junger Buchenbäume, aus deren Rind« das Gehörn des Rehbocks große Fetzen gerissen hatte. Es war still— nur ein Rauschen schien den Wald gleichmäßig zu durchdringen und mit geheimem Leben anzufüllen. »Jetzt ist es Mittag", sagte der Mann. „Wenn wir uns nachher nach links halten, müssen wir wieder auf den Weg kommen." „Wann geht der Zug?" fragt« di« Frau. „Um dreiviertrl sieben", erwiderte der Mann.-„Ich glaube", fügte er hinzu,„es wird für dies Jahr unser letzter großer Sonntagsausflug gewesen fein." »Ja",, sagt« die Frau,„«S geht auf den Winter zu. Man braucht nur den Wald anzusehen." Sie setzten sich auf den Waldhoden. Am Morgen waren sie fast zwei Stunden mit der Bahn gefahren, um der Stadt zu entfliehen, über Felder zu gehen, di« Häuser«in«s Dorfes zu sehen und sich die Lungen mit der frischen, würzigen Waldlust zu füllen. Den ganzen Bor. mittag waren sie gewandert, langsam, genieß«, risch. Der Wind hatte ihre Gesichter gerötrt, die milde Sonne Hände und Wangen gewärmt. Nun verzehrten sie hungrig di« mitgebrachten Brot«. Als sie mit dem Essen fertig waren, streck- ten sie sich lang aus. Durch die Wipfel der Bäume schimmerte blauer Himmel. Die Stille tat ihren Ohren wohl. Schweigend, mit offenen Augen lagen sie nebeneinander. Sie dachten an den Sommer, der vorbei gegangen war, leicht und schnell, wie der Sommer der vielen Jahre, di« sie zusammen gelebt hatten. Sie gingen in Gedanken diese Jahre durch, als wollten sie das Entschwundene festhalten und Vergangenes zur Wiederkehr zwingen. „Erinnerst du dich", begann die Frau nach einer Weile;„als wir verlobt waren, sind wir auch einmal in dieser Gegend gewesen." ,La", antwortete der Mann,„ich entsinne mich. Es war an einem heißen Tag« im Juli. Im andern Jahr« kam der Krieg." Die Frau wollte noch etwas sagen, aber sie bezwang sich und schwieg. Ein Windstoß brach in die Lichtung ein; welke Blätter raschelten leise zu Boden; dann war es wieder still. Di« Frau blickte in den Himmel, auf dem weiße Wolken schwammen, wie Schwäne auf einem See. Sie zogen nach Westen, langsam und ohne eine Spur zu hinterlassen.„So zieht das Leben vorüber", dacht« die Frau;»ohne daß man«S merkt, wandern die Jahre wie die Wolken am Himmel." Eine leise Unruhe stieg in ihr auf. „Man wird alt", dacht« sie und fröstelte«in wenig bei diesem Gedanken.. Der Mann schlief. Die Frau richtete sich auf Und sah in daS Gesicht des Schlafenden, über auch dieses Mal sein. Immerhin zeigen di« großen Bodensenkungen von über 5000 Fuß, daß Mittelamerika auf nicht gerade sicherem Grund ruht und daß Ueberraschungen n'cht völlig ausgeschlossen sind. G. R. Stahl. I das die Septembersonne«inen warinen Glanz I gebreitet hatte. Aufmerksam blickte die Frau auf dieses Gesicht, das ihr bekannt war und vertraut bis in sein« kleinsten Züge in all den Jahren, da eS neben ihr gewesen war. Und doch erschien«S ihr jetzt fremd. Sie sah die kleinen Fältchen, die die Haut durchzogen, Falten, die sich um Auge und Mund spannten. Falten, die das Leben langsam, aber untilgbar in dieses Gesicht hineingezeichnet hatte. Sie sah di« kleine Narbe am Kinn und versuchte, sich das jung« Gesicht des Mannes auf der Erinnerung zurückzurufen, das junge, frische Gesicht des Zwanzigjährigen, das einmal vor ihr qestanden hatte. Doch es gelang ihr nicht. Der Mann stieß im Schlafe den Atem durch den Mund. DI« Züge seines Gesichtes wurden immer schlaffer, und die Frau verfolgte aufm^kk- sam die Veränderung, als versuchte sie, den Traum des Schläfers zu erraten, als versucht« sie, zu lesen, was hinter der Stirn, hinter den geschlossenen Augen vorging. Sie. mußte Plötzlich daran denken, wie sie ihn zum erstenmal als junges Mädchen gesehen hatte. An einem Sommerabend war es gewesen. Sie war von Bekannten zu einer Familienfeier eingeladen gewesen. Sie konnte sich noch dcS Tisches erinnern, an dem alle saßen. Dann ging die Tür auf, und ein junger Mensch trat«in. Sie kannte ihn nicht und mußte über seine Schüchternheit lächeln. Später tanzte sie mit ihm zur Musik eines alten Grammophons, das einen großen, verbeulten Trichter hatte. Zwanzig Jahre lagen zwischen jenem Abend und dem Heute, und doch konnte sie sich noch ganz genau erinnern. Sie versuchte, sich vorzustellen, wie ihr Leben geworden wär«, wenn fie i h m nicht begegnet wäre. Ob besser oder schlechter? Sie lächelt« bei diesem Gedanken. Ach, sie konnte sich ihr Leben ohne ihn überhaupt nicht mehr vorstellen; so gehörte er zu ihr und sie zu ihm. Wie könnte man auch sonst mit dem Leben fertig werden, wenn nicht einer zur Seite ging, der zu «inem gehörte. Sie wärmte sich an diesem tröstlichen Gedanken. Ten Einsamen, dachte fie, überfällt das.Leben- von allen Seiten. Aber wenn zwei zusammenhalten, ist es gewiß schon leichter. Das Leben, dacht« sie weiter, während der Wind wiederkam und sich in den Wipfeln verfing, das Leben... alle raten sie an ihm herum wie an«inem Rätsel, und jeder hat eine andere Lösung. Und es ist doch manchmal so einfach. Ist es denn nicht nur dazu da, um erfüllt und erlebt zu werden in allen seinen Freuden und Schmerzen? Ein Geräusch neben ihr ließ st« aufsahren. Der Mann war aufgewacht. Er stemmte die Arme auf und richtete sich in die Höh«. Dann rieb er sich die Augen:„Ich glaube, ich war eingeschlafen." Di« Frau lächelte vor sich hin. „Das macht die Sonn«", sagte sie. Der Mann sah auf die Uhr.„In einer Stunde müssen wir gehen", stellte er fest.„Schon", erwidert« die Frau enttäuscht. Der Mann sah in den Wald, der sich langsam mit Schatten zu füllen begann. Er hörte auf das Rauschen des Windes in der Ferne. Eine unbehagliche Stimmung überkam ihn.„Daß man so leicht müde wird", dachte er;„das bißchen Laufen spürt man gleich Hervft. Von Kaliban. — s— Etn AngefteMer von NUMonen. Von Artnr Lcnsing. in den Beinen."—„Wollen wir gehen?" fragte er die Frau.„Es wird kühl." 2i« standen ans, packten ihre Sachen zusammen und gingen durch den Wald, bis, sie durch die Bäume den Weg schimmern sahen, der nach dem Dorse hinunterführt« Sie gingen schweigend Arm in Arm. Der Wald roch nach Fäulnis. Ein Hauch von Sterben, ein Hauch von der großen Müdigkeit der Welt strich an sie heran, daß sie froren, obwohl die Sonne noch immer auf dem roten Bläterdache der Bäume lag. Sie spürten diese Müdigkeit in sich als etwas Schweres und Ergreifendes, das sie wortlos machte. Und sie begannen, etwas in sich zu fühlen, das nach Ruhe verlangte, däS ihre Wünsche, Sehnsüchte und Sorgen verstummen ließ. Als sie den Wald hinter sich hatten und über die Felder nach der Bahnstation gingen, über die leeren, kahlen Stoppelfelder, die der Herbst dem Wind« preiSgab, hörten sie vom Dorfe her ängstlich und eigensinnig eine Glocke bimmeln. S!« blieben stehen und wandten sich um. Aus dem Walde traten schon die ersten Schatten der Dämmerung heraus Der Abendwind strich über ihre Köpfe, und vom Himmel sank ein Schleier über die Erde, der erste, den die Nacht schickte. In einer seltsamen Beklommenheit gingen sie schnell, und ohne sich umzuwenden, den Häusern des Dorfes entgegen. Dle HeiralS-Aussichten einer Frau. Wir sind zwar über die Zeit hinausgewachsen, in der das heranreisende Mädchen seine ganzen Zukunstspläne auf die Ehe einstellt«. Trotzdem wird— vielleicht weniger vom Gedanken an di«„Versorgung" bestimmt, als von dem der Gemeinschaft mit einem geliebten Menschen—Die Frage der Heiratsaussicht für die Frau immer von Wichtigkeit'bleiben. Schon vor dem Krieg« war in Deutschland rin durch die höhere Knabensterblichkeit hervorgerufener Frauenüberschuß vorhanden, obwohl die Knabengeburten di« Mädchengebnrten mit einer außerordentlichen Regelmäßigkeit übertrafen. Mit dem Kriegsausbruch änderte sich die Sach« jedoch grundlegend durch den Ausfall an Geburten in den Jahren 1915 bis 1919, den man auf mindestens drei Millionen gegenüber den vorausgegangenen Normaljahren annehmen darf. Durch diesen Ausfall werden sich in den nächsten Jahren di« Heiratsaussichten der Frauen, di« in den Nachkriegsjahren besonders ungünstig gewesen sind, ganz erheblich verbessern: es wird zu einer Knappheit an heiratsfähigen Mädchen kommen, die für eine bestimmt« Anzahl von Jahren anhalten wird. Diese Voraussage läßt sich folgendermaßen begründen: Die Erfahrung lehrt, daß etwa 75 Prozent der Männer Mädchen heiraten, die jünger sind als sie selbst. Wenn nun die normal besetzten Jahrgänge der vor dem Kriege — etwa zwischen 1909 bis 1913 geborenen Männer in das übliche Heiratsalter gelangen, so kommen für sie im allgemeinen die in den Jahren 1914 bis 1919 geborenen Mädchen als Gattinnen in Betracht. Die Zahl dieser Mädchen ist aber um etwa ein Drittel geringer als di« der noch aus den Normaljahren stammenden Männer. Zum Ausgleich ist zu erwarten, daß auch ein Teil des Frauenüberschusses aus den letzten Borkriegsjahren und auch noch ältere Mädchen zur Heirat gelangen. Dazu kommt noch, daß sich das durchschnittliche Heiratsalter des Mannes verjüngt hat, was ebenfalls eine Verbesserung der Heiratsaussichten der Frau bedingt, die sich bereits heute auSwirkt. Die Zunahme der weiblichen Berufstätigkeit, der Der junge Adam ist Expedient in. einem angesehenen Handelshaus. Er ist ein hochaufgeschossener, blasser, schmalbrüstiger junger Man» von etwa 23 Jahren. Er kleidet sich einfach aber sauber und sieht nett aus. Sein Wesen ist angenehm und bescheiden. Er verdient 122 Mark netto monatlich, und davon leben seine Mutter, eine jüngere Schwester und er. Die Mutter ist alt und kann nicht mehr arbeiten, die Schwester ist Lehrsräulein und verbraucht ihr Taschengeld für Monatskarte und Ber- baudsbeitrag. Obgleich der junge Adam der Haupternährer der Familie ist, hat«r sozusagen gar nichts von seinem Leben. Seine Freiheit benutzt er, um die vom„Zentralverein der Angestellten" eingerichteten Fortbildungskurse zu besuchen. Seine Sonntagserholung besteht in einem Spaziergang mit der Schwester. Der junge Adam lernt eines Tages ein junges Mädchen kennen und verliebt sich in sie. Jetzt macht er mit dem Mädchen allsonntags Ausflüge und verbringt seine Abende zuweilen in der Familie des Mädchens. Der junge Adam kann seiner Braut nicht viel bieten. Besser: gar nichts. Ihr« Eltern sehen die Verbindung nicht ungern, weil Adam so höflich und bescheiden ist. Aber„Wie denken Sie sich die Zukunft?" fragt di« Schwiegermutter in spe eines Abends. Ja, wie denkt er sich di« Zukunft? Darüber hat er wohl schon gegrübelt, aber er hat den Gedanken daran wieder verscheucht. Run, man muß etwas unternehmen! Am nächsten Tage läßt der junge Adam sich beim Chef melden. Er wird in besten Privatkontor geführt. Der Chef ist keineswegs ein an dicker Importe saugender, unnahbarer, hinter respekteinflößendem Schreibtisch thronender Machthaber. Er besitzt gute Umgangsformen, ist febr liebenswürdig und hält sich was daraus zugute, daß er auch den geringsten Angestellten wie seinesgleichen behandelt. Adam muß Platz allerdings heut« die große Arbeitslosigkeit gegenübersteht, ermöglicht jungen Paaren eine frühere Heirat, da si« di« Frau an den finanziellen Lasten einer Ehe teilnehmen läßt. E. Sp-Br. iiiiiiniuuiiiiiiiiiiuiiiiiiuiiiiiiiiniiiiiiiiiRiiiiiiiHiiinitiiiHiiiiiiuiiiRtiiniiiiuuiiniiHiHiui Was mancher nicht weiß. Fünf Liter destilliertes Wasier wiegen bei einer Temperatur von 4 Grad bekanntlich 5000 Gramm. Die gleiche Menge Meerwaster wiegt 450 Gramm mehr infolge der in diesem Master befindlichen Salze. Das Master des Toten Meeres wiegt sogar 1000 Gramm mehr. Der Gummibaum liefert bei fast täglichem Bohren bis zu einem Alter von zwanzig Jahren Saft; dabei ist beobachtet worden, daß die ältesten und häufigst angebohrten Bäume die größte Saftmenge' liefern. Kamele können von ihrem fünften Lebens, jähre an als Arbeitstier benutzt werden. Ihre Kräfte nehmen jedoch nach dem fünfundzwan- zigsten Jahre merklich ab, obwohl sie gewöhnlich ein Alter von vierzig Jahren erreichen. Die erste Tageszeitung wurd« in Deutschland im Jahre 1584 herauSgegcken. I« Italien sind di« Rundfunkgebühren so hoch, daß aus 40 Millionen Einwohner nur 200.000 Rahioanschlüssr kommen. vorerst stockend, durch die Eleganz seiner Umgebung befangen, und nachher freimütig sein« Lebensumstäude aureinandersetzt und die Bitte um Gehaltsaufbesserung vokbringt, betrachtet der Chef wohlgefällig seine schmalen, rassigen Hände. Er hört sich alles teilnahmsvoll an und ver-. spricht, mit dem Prokuristen reden zu wollen. Der junge Adam ist mit. seinem Erfolg zufrieden und berichtet seiner Braut. Di« Braut sagt: „Es wird schon werden," und. Adam schmiedet Zukunftsplän«. Nach vier Wochen ist alles genau dasselbe. Adam läßt sich wieder beim Chef anmelden und wird wieder freundlich empfangen Der Chef etzt ihm(sehr freundschaftlich) auseinander daß er keine Zulage bewilligen könne. Der Chef ist direkt betrübt, haß er das nichi machen kann. Das Telephon schrillt. Der Chef gibt mit ferner nichtssagenden, betont freundlichen Stimme seiner Bank Auftrag, für 40.000 Mark Kunstseideaktien abzustoßen. Er notiert: zwölf Punkte gestiegen. Macht 4800 Mark Verdienst. So macht man Geld! Der junge Adam schleicht nach stummem Gruß niedergeschlagen hinaus. Es bleibt alles, wie es vorher war. Rur: der jung« Adam hat zu Ende des Monates ost nur trocken Brot zum Frühstück. Weil er hoch seiner Braut auch einmal ab und zu ein bescheidenes Vergnügen bereiten mutz. Irgend jemand bringt in häßlichem Scherz d«n Namen auf, den er wahrscheinlick» nie wieder verlieren wird: Kollege Trockenhrol. Ein Haus, das mir Recht die' ichrift „Memento mori"(Gedenke des Todes) tragen könnt«, liegt in Paris einem Friedhof gegenüber. Im unteren Stock wohnt ein Piar r, im«rsten ein Arzt, im zweiten der Inhaber eines Beerdigungsinstituts, im dritten ein Sargtischler, während sich im Dachgeschoß eine Werkstatt für künstliche Kränze befindet. Ein Einwohner von Washington ist kürzlich zu hundert Mark Geldstrafe verurteilt worben, weil er in der Straßenbahn die Zeitung seines Nachbars über dessen Schulter mitgelefen hatte. Schneeflocken enthalten bis zu Neun Zehntel ihres Gewichtes Luft. Eine 10 Ztm. dick« Schicht frischgefallenen Schnees entspricht also einer Regenmenge von 1 Zenfimeter. DaS Licht, das die Glühwürmchen aussenden, hat auf photographische Platten die gleichen Wirkungen wie X-Röntgen-Strahlen. Spiunw«bfäden werden zu zahlreichen wissenschaftlichen Instrumenten gebraucht, bei denen ganz genaue, unendlich winzige Mrstungen erforderlich find. Auf unser«. Erd« werden jährlich etwa 55 Millionen Kinder geboren, von denen jedoch 15 Millionen währen- des ersten Lebensjahres sterben. Jeden Nachmittag können wir di«„Trockenbrots" Straßenbahnen, Autobuste und U-Bahnen füllen sehen. Sie find bescheiden, aber sauber gekleidet Ihr« Augen leuchten, weil sie des Tages Last und Arbeit hinter sich haben Sonntags sitzen sie mit ihrem Mädel stundenlang bei einem GlaS Bier in den verschiedenen Ausflugslokalen. Manchmal zieht dann ein« Wolke über nehmen, der Chef bietet ihm eine von seinen l ihr sonst fröhliches Gesicht. Das ist, wenn sie Zigarren an. Und während der jung« Adam> an die Aussichtslosigkeit ihrere Lage denken. 4— Hausrezepte l d5 Schachaufgabe Nr. 107. Von dem rorhentena- -7; des schwarzen Königs dl(8) De7 malt. Partie veranschaulicht deut- Er- 18. Sei Korn nehmen und unterbinden. Sb«—c« I,f8—c5 d7—dS Zurechtgewreseu. B«i hem Begräbnis ihrer ManneS, der«in rechter Tunichtgut gewesen war, hörte seine Frau, wie der Geistliche alles mögliche Gute von dem Verstorbenen sagte. Erbost über diese unwahr« Lobpreisung unter- brach st« den Geistliche» mit den Worten:„Herr Pfarrer, ich glaube, Sie begraben den verkehrten Mann." e7xd8 77Xe6 Df«—f8 La5—c7 h7—h5 Kd8—d7 Df8—f3 aufgegeben De7 Tae8. h« 8h7 und 7. d2—d4 8. e3 x d4 9. 0-0 Banillensoße zu Tisch. Durch den Zusatz von Kaffee wird sie etwas herzhafter Alle diese Nachspeisen erfordern zu ihrer Zubereitung nur wenige Minuten, so daß also auch die vielbeschäftigi« und beruf-tätige Frau sie noch bereit«» kann! 8. W. d x c# Dc5 Nachspeisen- für wenig Geld. Die Nachspeisen dürfen weder sehr kostspielig sein, noch darf ihr« Herstellung sehr viel Zeit, erfordern. Billig und schnell ist nun einmal di« Losung. Die Gelees bereitet mau am besten immer am Tage vorher, damit sie recht fest sind. Man kann sie aus den verschiedensten Zutaten Her stellen. Tie hier angegebene Menge reicht für vier Personen. Man gießt% Liter Apfelwein, Weißwein, Rotwein oder Frnchtsaft in eine Glaischalr. Dann bringt man X Liter Wasser zum Kochen, löst 1VV Gramm Zucker darin auf und verrührt dann sieben Blatt Gelatine darin. Sobald diese sich vollkommen aufgelöst hat, gießt man die Flüssigkeit durch ein Sieb in die GlaS- schalr, indem man fleißig rührt. Wenn alle- gemischt ist, stellt Man die Schale an einen kal ten Ort, wo di« Speise rasch geliert. Ob man rote oder weiße Gelatine verwendet, hängt von dem persönlichen Geschmack ab. Wenn man ge süßten Fruchtsaft nimmt, muß man natürlich abschmecken, ob noch rin Nachsüßen erforderlich ist. Zn dem Gelee reicht man eine Panillen soße. Dies« Gelees lasten sich stürzen, wenn man! die Schüssel oder Form einen Augenblick in warmes Wasser stellt und dann rasch wendet. Man kann dar Gele« dann auch noch mit den Früchten verzieren, di« man alt Einlage ver wendet hat. Panillensoß« wird man für gewöhnliche' Zwecke immer aus Vanillepulver Herstellen, da- man pfundweise am billigst«» kauft. Man nimmt«ine» halb«» Liter Milch, kann auch ruhig halb Milch, halb Master nehmen, bringt diese zum Kochen, während mau«in kleine« Stück Zitronenschale mitziehen läßt. Dann rührt man einen Löffel Puddingpulver, das man mit kaltem Wasser glatt gerührt Hal, daran, läßt einmal aufkochen und nimmt die Soße vom Feuer. Atan muß sie während d«S Er kaltens öfter einmal umrühren, damit sie nicht dick wird. 3|t sie schließlich doch zu dick ge worden, so ist sie leicht mit«in wenig Milch zu verdünnen. Wenn man ein paar Vanille körner an di« Soße gibt, verbessert man ihren Geschmack natürlich ganz bedeutend. Rote Grütze. Tie besonders in Norddeutsch land so beliebte Rote Grütze gehört zu den«r- frischendst«» Nachspeisen, die wir haben. Man verwendet dazu einen beliebigen Obstsaft, kann schon mit Rhabarber anfangen, denn di« Färb« tut ja nichts zur Sache! Aus«inen Liter Saft oder Saft mit Früchten muß man drei Löffel Kartoffelmehl nehmen, die man in kaltem Was ser glatt rührt und in den kochenden Saft gibt. Die Speise muß mir einmal anfkochen und wird dann vom Feuer genommeu. Zucker wird gleich beim Auskochcn nach Geschmack daran gegeben. Ma» iß! d'e Roke Grüee mit Vanillensoße oder auch mit recht kalter Milch. Natürlich schmeckt auch Schlagsahne gut dazu. Rote Grütze läßt sich aus frisch«» wie eingemachten Obstsästen jeder Art gleich gut Herstellen. Schokoladeuspeis«. Man mischt einen halben Liter Milch mit einem halben Liter Kaffee oder Master und bringt es zum Kochen, während man drei Eßlöffel Zucker hinzutut. Tann werden drei Eßlöffel Kakao in ein wenig Master glatt ge rührt und zwischen die Milch getan. Wenn alle- gut durchgekocht ist, gibt man drei Eßlöstel Kar toffelmehl, die man In Waster glatt gerührt hat, dazu und läßt die Speise nur noch leicht auf- Ischen. Denn sie erkaltet ist, gibt man sie mit oder 24. Kd8 25. anf 24. Ke8 25. leicht. Vorstehende. lieh, wie wichtig die sorgfältige Eröffnungs- behandlang ist. Eine mangelhafte Eröffnung kann bei entsprechender Ausnützung den vorzeitigen Verlust der Partie zur Folge haben. Daher: Größte Aufmerksamkeit der Eröffnung! Die Eröffn»»» ist das Fundament, auf welchem die Partie auf gebaut werde» taU. (Anmerkungen von B. Ganfl!, Marienbad.1 Weiß: Kh7; Dal; Tc4, f3; Lf6, g8; 8b2, Matt in 2 Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Ausgabe an Genossen Wenzel Scharoch, Zivettnitz, einzusenden. Lösungszug zu Nr. 1*4: Lei—bCt Richtige Lösungen sandten nachfolgend« Genossen«in: Gottfried Johann und Uridil Johann, Dinnebler Emil, letschen; Zenkert !chaiba; Weber August, Tetschen; Hiek« und Fritsch Anton, Markersdorf(warum geineinsam einsenden? Portoersparnii); Rei- Julins, Nestomih; Schwarz Raimund Und Rudolf, Moftergrab(gemeinfam, Portoerspar- Bröner Benno, Langenau: Willmann Anni, Genossen Wilhelm Findeisen, Leipzig; (D. Arb.-Schach-Zeitung 1927.) Schwarz: Kd5; Dd2; Ta8. eß; Laß; SkL Bb6, e2.<16. h3, hi.(12) 15. Ddl—g4+ 18. c4—c5l! Erzwungen. Würde folgen: dXc5, Lc5 18. Tadl mit Gewinn. 17. e5XdC 18. Sf4—efit! 19. TelXe6 20. ScS—b5 21 Tal—«1 22. Dk4—h4r 23. d4—d5 24. Te6—e7+ i Falls J4. 8e7. so 25. Tc7; Ke8 26. Tf7i mit Damengewinn oder Tc7; Kb8. db6 und gewinnt Dd7Xh3 Dh3—f5 DfSXfS Ke8—d7t Natürlich ein entscheidender Fehler, wodurch erst Weiß die Möglichkeit erhält, die bisherige Positionspartie mit einer Kombination zu beenden. Der schlechte Zog (Kd7) bringt die weiße Dame auf die entscheidende Diagonale h9—c8. Kd7—d8 Lb6—a5 doch auf Se4 De7 Schlau. Leutnant M Hatte seinem Burschen eingeschärft, täglich beim Aufräumen feines Zimmers die Matratze des Bettes umzuwenden. Eines Tages frag! er ihn bei der Arbeit, ob er es auch täglich so halte.„Nein, Herr Leutnant", antwortet der Bursche,„ich wende sie nur jeden zweiten Tag um, dann aber immer gleich zweimal." Im Beichtstuhl. Ein alter Tippelbruder fühlt GewistenSbiste und geht in eln«r Dorfkirche beicht'«.„Na?" fragt ihn der Pfarrer, „hast du net a fleißi in d' Pfarrhöf d. Würscht' auS'n Rauchfang g'stohl'n?" Der alte Straubinger feixt«.„No also, host es tan?" dringt der alte Pfarrer in ihn.—„Ra— dös net! HochwirVn. aber dos is netmol so a schlechte Idee." Technik des Erfolges.„Was müßt« ich wohl tu», Verehrteste, um von Ihn«» einen Kuß zu erlangen?"—„Nicht erst so dumm fragen!" Gchach-Sike. Alle stuschristen und Anfragen an Wen. Wenzel Scharoch, gwettnitz Ar. M bei Tepiitz-SchSnau. »en Ausragen ist Idntnnh beiznlege». widerung, da Züge, wie d(, e6 oder SN, dis Initiative dem Weißen überlassen. L Sbl—cS 8g8—N 8. g2-g81 Die beste Entwioklungsmögliohkeit. Der 8g? soll Punkt d5 aufs sogleich den Vorstoß 8.... 4. Lfl—g2 5. e2—e3 «. Sgl—e2 In Verbindung mit genen e3 die Durchsetzung von e4. 8.... Lc8—f5 Solider und auch vorzuziehen dürfte folgende Entwicklung sein: S Ld7 nebst 8—8, De7 Tae8, h( 8h7 und fSt durehzndrüokea. e5Xd4 LoS M Dd8—d7 In der Absicht, 0—0 0 zu spielen. Der Textzug jedoch gibt Weiß Gelegenheit zur Verhinderung des schwarzen Planes. 10. Lei—g5 Lf5—h8 11 I-gSXhS Verzichtet auf I-Xfg, gXfg, worauf Schwarz mit 0—0—0 und Tg8 Königsangriff erhielte. Die Absicht von Weiß ist nunmehr, die schwarze Rochade zu verhindern« um auf die schlechte Stellung zu spielen. 11... 12. Se2—f4 11 LgSXf« 14. Tfl—elf Holeifchen: Eduard,! Josef nicht iwrt Kops N1H); Sudlau bei Neu-Oderberg: Hiiblcr Anton, Türmitz; Hstna Joses, Hvsivmitz: Hilgarth Herrmann, Neu- Wistritz: Oual Adolf und Triltsch Gustav, Wister- schan: Mildors Adolf, Tifd>au; Settmachcr Artur, Jwettnitz: Ulbert Rudolf, Prosseditz; Walter Ludwig, Robek Franz. Michel Rudolf, Schmied Ferdinand, alle aus Kwitkau. R. Julius. Nestomitt: Aufgabe nach De8—h8 unlösbar, nach I,c8Xa4 ist auch Dual vorhanden, Db6—<16± oder Tel—e5i; sonst hübsch aufgebaut, vielleicht könnte es ausgebessert werden. Partie Nr. 21. gespielt im Dauerfernturnier 1. Gruppe Bremer P arti c. Weiß: B. Gangl. Marienbad. Schwarz: Josef Schöpka, Eidlitz. 1 1. c2—c4 e7—e5 Jedenfalls die aussichtsreichste