9tr. 44» Unterftaitungöbetlage. 1932. GutSyoftragödie Don Hans$einrt<0 etrötner. Seit mehr als zwanzig Jahren war kein Haisittverker mehr in das Herrenhaus gekommen.. Der Kalk fiel von den Wänden, die Steine bröckelten los, und in der Täfelung der hohen Zimmer trieben die Holzwürmer ihr, unheimliches Zerstörungswerk. Das oberste Gebot-es Hauses hieß Stille.. In der entferntesten Scheune mußte gedroschen werden. Das Hühnervolk haust« in gedeckten Ställen, so daß kaum ein Hahnenschrei herüber klang. Gegen die quakenden Frösche wurde im Frühjahr Gift in den Weiher gestreute Kein Knecht wagte es, auf dem Hofe mit der Peitsche zu knallen oder einen lauten Fluch auszustoßen. Die Mägde schlichen eilig mit den Milcheimern am Herrenhause vorbei und sahen scheu zu-en verhangenen Fenstern auf. Jeden Sonntag um zehn Uhr hielt der Kutscher mit dem Jagdwagen(im Winter mit dem Schlitten) vor der Freitreppe. Auf die Minute pünktlich öffnete sich die Eichentür, und der alte Gülstrow, ein Mann in den sechziger Jahren, bestieg das Gefährt. Der Kutscher wußte das Ziel: den Friedhof in der Kreisstadt. Vor der Einfahrt mußte er halten. Der Herr ging dann langsam, die hohe Gestalt etwas vornübergebeugt, die Weißen Kieswege entlang hin nach einem Grabe, das durch dicht« Wacholderbüsche den Blicken verborgen war. Dort saß er eine Stunde lang auf der Bank unstarrte den schlichten Granitstein an, auf dem geschrieben stand:„Katharina Gülstrow. Die Liebe höret nimmer ans." Die Leute nannten den alten Gülstrow gemütskrank oder verrückt. Er hatte dos Gut einst, von einem Stiftsfräulein geerbt, lebte anfangs nur zur Abwechslung mal hier, da er noch ein väterliches Gut größeren Ausmaßes sein eigen nannte. Nach, dem Tod« seiner Frau— sie wär im herbstlichen Blätterfall aus dem Teiche gezogen worden— verließ er den Hof nicht mehr. Wenn er nicht in dem hohen Lehnstuhl saß oder unruhig den Weg zwischen Uhr und Getvehrschrank abschritt, kramte er auf dem Boden oder in den Rumpelkammer». Er faltete dort die von Motten zerfressenen Kleider seiner Frau auseinander, saß stundenlang vor ihrem eingerahmten Hochzeitskranze, blättert« in vergilbten Alben oder betrachtete ein Kinderbild seines Sohnes, den«r nach der Einlieferung in eine Irrenanstalt nicht wiedergesehen I hatte. Uebrigens galt es als ein Glück, bei Gülstrow bedienstet zu sein. Er hatte esl nicht nötig, von seinem Inspektor viel aus l dem Gut« herauswirtschaften zu lassen. Die Knechte und Mägd« erhielten zu ihrem Lohn öfters Zuwendungen in Form von Kleiderstoffen oder Schuhen. Die Taglöhner durften so viele Feldfrüchte in ihre Keller ernten, wie sie brauchen konnten. Ueber den alten Gülstrow kursierten natürlich Gerüchte. Früher einmal soll er ein toller Kerl gewesen sein, der manches Pferd zuschanden ritt, den Rotspon nicht stehen und die Dirnen nicht gehen ließ. Ueber die Tragödie dieses Mannes, die ihn aus dem lebenslustigen Fahrwasser in die grabenschwere Einsamkeit gedrängt hatte, wußte keiner etwas Genaueres. Man munkelte, er habe den Tod seiner Frau und das Unglück mit seinem Sohne nicht verwinden können. Gülstrow selbst waren alle Szenen, die sich in diesen Wänden abgespielt hatten, immer gegenwärtig. Die Erinnerung verfolgte ihn wie ein Schatten und bedrückte ihn wie ein schwerer Traum. Wie oft war er spor- renklirrend in dieses Zimmer eingetreten, vom Weine gerötet urrd unsicher in den Beinen! Er nahm sich das Herrenrecht, dann und wann ein paar Tage in die große Kreisstadt zu fahren, eine Runde durch die Gasthäuser zu machen, die Tingeltangel des Hafens zu besuchen und ein paar blaue Lappen mit liederlichen Frauenzimmern zu verjubeln. Die stillen, vorwurfsvollen Angen seiner Fran reizten ihn mehr als ein hartes Wort zur Wut. Er schlug dann mit der Reitgerte über den Tisch oder knallte eine Base an die Wand. Mit unheimlicher Deutlichkeit kam ihm immer wieder jener Abend ins Gedächtnis, an dem er nach einem Wortwechsel auf sein« Frau eingeschlagen hatte, besinnungslos. Wer stand auf einmal in der Tür? Wer legte die schwere Jagdflinte auf ihn an? Sein Sohn, sein zwölfjähriger Junge. Die Beine zitter ten unter dem Nachthemde wie Espenlaub, und die Arme brachten den Flintenläuf nicht hoch. Er wollt« der Mutter zu Hilf« kommen und sie beschützen gegen ihn, den rohen Patron. Bis an sein Lebensende wird er den Anblick des Knaben wie ein« schwere Anklage mit sich herumtragen. Aber damals..« Drei Tage war er nicht nach Hause gekommen, hatte es toller getrieben als je... Einmal fand er den Jungen, als er lange nach Mitternacht mit der schwankenden Petroleumlampe in das Schlafzimmer leuchtete, auf dem Bettrande sitzend. Sein Kopf war auf die Hände der Mutter gesunken und hatte Spuren von Tränen hinterlassen. Sicherlich wollte der kleine Kerl die Wunden heilen, di« der Vater geschlagen... An einem häßlichen ersten Novembertage hatte'sich am Ufer des Teiches eine erschütternde Szene abgespielt, von der aber nur die alten Weiden erzählen könnten. Die Mutter war als Leiche geborgen worden. Der Knabe erwachte wieder zum Leben, aber die Zwiesprache mit dem Tode verwirrte seine Nervenfäden... „Ob da was passiert ist, Herr Baron? Sehns« nich die Sturmlaternen am Teiche?" — Noch liegt dem alten Gülstrow die erschrocken« Frage seines Kutschers im Ohre. Noch sieht er den wild nach der Stadt galoppierenden Reiter im Wagenlichterschein auftauchen. Den Zuruf verschlang der W'nd. Bis in den dämmernden, bleischweren Morgen hinein hatte er dann am Beite seines Knaben gesellen und den Fieberphanta- sieri gelauscht:„Mama, Mama... ich mit dir^.. o wie kalt... Oooo... nichi allein ... liebe, liebe Mutter!" Gülstrow ahnte, welche Tragödie sich zwischen zwei Menschen abgespielt hatte. Etwas zerbrach in ihm. Seinem Schmerze blieben die Tränen versagt, seiner Selbstanklage der erlösende Pistolenschuß. Die Leute mochten ihn für einen Sonderling halten, ihn verrückt nennen... Was war däbei? Er trug das Wrack seines Lebens und di« Scherben einzigen Glücks aus seinen Schultern und wollte nicht müde werden, bis der Tod ihn abrief... — 1— Zehn Lahre Fafcismus. Zehn Jahre FaselSmus— zehn Jahre Darben. Zehn Jahre FaselSmus— und viele starben, gemordet oder auf Inseln verbannt. Den man Italien- Retter genannt, er läßt sich bewundern und läßt sich bedichten, hält Reden und läßt sich ein Denkmal errichten, das Volk aber sank zum Sklaven herab «nd der Sozialismus auf lange ins Grab. die Aufnahme wurde gedreht. Dir Löwen stürzten sich auf die unerhofste Beute und verzehrten sie, ohne sich im geringsten.noch um die Wagen zu kümmern. Bon den Elesantenaufnahmen vieler Filme weiß man, daß sie nicht vollkommen echt, d- h. nicht in der Wildnis ausgenommen find. Viele Aufnahmen wurden auf einer Elefantenfarm ge- macht, und zwar von jungen Tieren. Diese Elefanten hatten all««ine Kette umS Bein, die im Film nicht fichtbar ist, weil sie in kniehohes Buschwerk getrieben wurden, so daß die Ketten verdeckt waren. Auch ist auf den Bildern nicht zu sehen, daß rs sich um nicht völlig ausgewachsene Elefanten handelt, da die Photographen sorgfältig darauf geachtet haben, daß auf diesen Bildern kein Gegenstand ist, den man zum Vergleich für di« Größe deS Elefanten heranziehe« könnte. Aus diesem Grunde wurden olle großen Bäume abgehauen. Man ließ nur die kleinen stehen. Wenn also ein junger Elefant neben einem dieser Bäumchen stand, wirkt er durchaus imponierend als Elefantenries«. DaS find Täuschungen, die auf der Leinwand, die die Welt bedeutet, wohl erlaubt sind. Wilhelm AhlerS. XnM, ein»irttr; Arbeiten um der Arbeit willen? Zehn Jahre FascismuS- zehn Jahre Lehren. Seht nach Italien,.’-. und lernt euch zu wehren! Ringsum steht drohend die Diktatur, di« braune Pest pflügt die gleich« Spur. Sie lauern, die sich di« Retter nennen, sie wollen vernichten,.sie wollen brennen. Haltet die Freiheit, die Einigkeit hoch, «ns zwingen si« nimmermehr ins Joch! Peter Puck. Wie Xiersilme entstehen. Löwen als Tischgäste.— Die Kamera vergrößert Elefanten. Bei manchen der schönen Filme, die uns die wilden Tiere in der Freiheit zeigen, hat der Betrachter das Gefühl: Diese Bilder können doch gar nicht wirklich sein. Wie kann der Photograph dies« Ausnahmen gemacht haben? Aber dennoch find sie ohne Fälschung zustande gekommen. Es sind tatsächlich wilde Tier« in der Freiheit, die wir auf der Leinwand sehen. Die Filmphotographen betonen, daß der Erfolg ihr«r Arbeit zu einem großen Teil auf der angebore- nen, unersättlichen Reugier der wilden Tier« be- ruht. Wenn dies« Tiere etwas ihnen Fremd- artiges sehen, lassen si« dieses Fremde ganz nahe an sich herankommen, ohne auch nur einen Versuch zu machen, daraus loszugehen. Bei den Löwen ist dies« Eigenschaft wohl am ausgepräg- machen, selber auf die Jagd auszugehen. Eine Filmexpedition sorgte an ihrer Lagerstelle dafür, daß die Löwen, die tagsüber sich im Busch aufhielten und schliefen, des Abends, wenn sie sich zum Essen einstellten, immer genügend Nahrung vorsanden. Meist kamen acht Löwen als regelmäßige Gäste. Ein Mann halte nichts anderes zu tun, als für diese Löwen Antilopen, Zebras und ähnlche Tiere zu schießen. Infolgedessen fanden sich die acht Löwenstars mit erfreulicher Pünktlichkeit ein. T«n Expeditionen kommt cs zu statten, daß Rordafrika, wo diese Aufnahmen vielfach gemacht werden, ja flaches Land hat, wo man gut mit dem Auto fahren kann. Auf diese Weise konnten große Strecken täglich zurückgelegt werden. Wollte man zum Beispiel eine Herde von Zebras oder Büffeln silnien, so fuhr man einfach bis zu der Stelle, wo man sie traf; es gab auf diese Weise nicht das Hindernis der Entfernung. Die ersten Löwenaufnahmen kamen so zustande, daß die Wagen bis auf etwa zwölf Meter an di« neugierig äugenden Löwen heran, fuhren. Tann wurde Halt gemacht und ein totes Tier auf den Boden geworfen. Die Wagen fuhren nun wieder«in Paar Meter zurück und Einmal klaubte in irgendeinem Kapitalisten' blatt jemand auseinander, daß«S«in„marxistischer Dreh" sei, Menschen ohne Arbeit als Erwerbslose zu bezeichnen. Menschen ohne Arbeit seien Arbeitslose! Da in der täglichen Umgangssprache die zwei Wörter Arbeitslosigkeit und Erwerbslosig. keit unbedenklich zur Bezeichnung eines Zustande-, eines UebelS gebraucht werden, könnte man meinen, es handle sich hier wieder einmal um rin« sprachliche Haarspalterei. Wie irrig diese Annahme wäre, zeigt eine näher« Betrachtung. Der Entdecker des„marxistischen Drehs von der Erwerbslosigkeit"— ich weiß nicht, wir er heißt, aber er könnt« ebensogut wir anders auch „Schlaumeier" heißen stellt eine Tatsache heraus, die der ganzen Schlaumeierei rechterhand so lieb- wie unliebsam ist, nämlich die Tatsache, daß in der kapitalistischen Welt Arbeitslosigkeit und Erwerbslofigkeit nicht gleich inhaltlich« Begriffe sind! Ueber den Zustand, in den heute allein uns sechs Millionen Menschen geraten sind, sagt„Arbeitslosigkeit" nur die Hälfte von dem aus, was„Erwerbslosigkeit" aussagt! Und die Kapitalisten wollen und können—(d. h., das „Können" haben sie erst noch zu beweisen!)— eben auch nur die eine Hälfte des üblen Zustandes beseitigen, die Hälft« nämlich, von der das Wort„Arbeitslosigkeit" aussagt! „Arbeitslosigkeit" heißt: ohne Arbeit. Arbeitsdienst?— Ja! Arbeitsverdienst?— Also, da wären wir schon wieder mal bei der Lohnsrage angelangt... Das ist der öd« Materialismus der Marxisten, nie können si« vom Arbeiten reden, ohne nicht sofort auch aufs Verdiene» zu kommen... Welch eine hohe, edle Auffassung von der Arbeit haben im Gegensatz zu den marxistischen Sozialisten doch die nationalen„Sozialisten"! Sie predigen und fördern di« Liebe zur Arbeit, si« haben vor, dem Volke das Arbeiten um der Arbeit willen b«izubringen, sie schaffen eine neue, nationale Arbeitsethik! Nanu also!— Aber... Aber was ist in einer kapitalistischen Gesellschaftsordnung gleich welchen Stadiums das „Arbeiten um der Arbeit willen"? ES ist das | zur sittlichen Forderung erhobene Verlangen der Arbeitgeber, die Lohnfrage zu einer Nebenfrage zu machen! ** Demgegenüber stellen wir die Forderung nach der Befreiung der Arbeit! Diese ersehnen, erstreben, erkämpfen wir, weil einzig nur durch sie die Arbeit zu ihrem höchsten Wert und Sinn gelangen kann. Was ist uns heute die Arbeit? Eine schon für Millionen nicht mehr vorhandene Gelegenheit, uns durchs Leben zu fristen, unerträglich herabgewürdigt durch die Profitsucht des Kapitalismus Wa» sie uns sein könnt«, werden soll und werden wird, das hat wohl schon jeder von unS gefühlt, erlebt! Ich weiß von vielen wie von mir vor Zei- ten: Wochen, Tagen, Stunden, an denen rn einem sang und klang das Hohelied der Arbeit! Irgendein« klein« Freud«,«ine Helle Gemütsstimmung ließ unS alles Bedrückende, Hemmend« vergessen, oder: rin jähes Kraftgefühl überkam uns, oder: eine höher« Notwendigkeit gab unserer Arbeit Plötzlich einen höheren Sinn Hei, die Maschinen rasten nicht schnell genug! Schnellere, schneller, schrie alles in uns! Die Fäuste am Hebel, standen wir, Stahl unter Stahl, Glut unter Glut, Kraft unter Kräften, Beherrscher über Beherrschtem... Die Stunden verflogen, wir bestanden! Die Stunden verflogen, wir bestanden... Wir risien Baugrund auf. Die Sonne brannte. Der Schweiß zog breite Rinnen über die verstaubte Haut. Schaufel um Schaufel Erde federt« über den Rand. Die Spitzhacken schwirrten durch die Luft, brachen tief ein in den Boden, Brocken um Brocken lösend— hei! Sonne oder Regen? Schweiß oder Kälte?— Uns hatte die Arbeit! Die Stunden verflogen, wir bestanden... Was wäre da alles noch zu erzählen! Fragt sie, die schaffenden Menschen! Laßt sie ihre Erinnerungen vor euch ausbreiten! Alle wissen sie von solchen Zeiten zu erzählen, alle. Aber dann, bei einem plötzlich, beim anderen langsam, erstarb das. Aus ebenso bösen, wie begreiflichen Gründen. Da standen mit einem Maie in dem Werk Leute neben einem, maßen die Leistungen, notierten si«, machten sie zur Norm, kürzten den Lohn, zwangen den schwächere», den abgeracker- ten, den alten Kollegen dieselben Leistungen ab — aus. Draußen, auf dem Bau reckt« man sich einmal gerade. Luft zu schöpfen, schon duckte einen einer mit lauten, harten, ungerechten Dorten" — aus. Oder, man sah einmal von seiner Arbeit auf und der Blick fiel auf«inen abgearbetleten, erbarmungslos-- ausgepowerten Menschen und testen, sie sind daher nach Aussage der Fachleute am leichtesten zu photographieren. Wenn eine Aufnahme von ihnen gemacht werden soll, müssen sie natürlich zuerst ausreichend gefüttert werden, denn wenn ein Löw« sein Futter vor „Erwerbslos" heißt: ohne Arbeit und ohne Verdienst— ohne Arbeitsverdienst! Nun sind unsere Kapitalisten doch noch ■'■'■‘ra*,'"■•••'■"'•••««ow(jumi«ui stets lieber Arbeitgeber als Verdienstgeber ge- der Nase hat, wird«r sich kaum jemals dir Mühe j wesen— man stelle sich vor: Verdienstgeber verband...— deshalb ist für sie das Problem: die ArbettSlosigkeit, deshalb ist für sie der Mensch ohne Arbeit«in Arbeitsloser und deshalb ist für sie Erwerbslosigkeit«in„marxistischer Dreh'! — 8— Die„LeusellStn sein" der Millionäre. Sie gehe« freiwillig in di« Verbannung.— Luxuriöse Einsamkeit.— Ihre Arbeiter werden brotlos. Man ist an extravaganten Angelegenheiten im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten allerlei gewohnt. Es sei nur an das tagelang'« Baumsitzen vor einigen Jahren erinnert, das bekanntlich sogar einige Todesopfer forderte, wenn die ermüdeten Rekordjäger von hohen Bäumen hinunterfielen. Die Zeitverhältniss« haben es mit sich gebracht, daß die Geschmacksrichtung sich etwas geändert hat, ohne freilich an Unsinn im ge- ringsten eingebüßt zu haben. Der letzte„Schrei" heißt:„Unbewohnte Inseln". Boller Staunen liest man in zahlreichen Zeitungen an der Pa- zifikküst« große Inserate, in denen nicht bewohnt«, möglichst winzige Inseln mitten im Großen Ozcan zu hohen Preisen zu mieten ge- ucht werden. Es sind bereits Phantastisch hohe Mietskontrakte abgeschlossen, so daß die Makler ein neues lohnendes Betätigungsfeld wittern, das nur dadurch keinen ganz großen Umfang annrhmen kann, daß di« Objekt«, eben die kleinen unbewohnten Inseln, nicht übermäßig reich- lich gesät sind und«ine Fabrikation am lausenden Band unmöglich ist. Die„Einsamkeitskrankheit", die der Nachfrage nach den unbewohnten Inseln zugrunde liegt, begann mit dem plötzlichen Rückzug eines bekannten Multimillionärs aus dem gesellschaftlichen Leben und seiner Auswanderung auf eine ganz klein«, völlig einsame Insel, Hunderte von Meilen von der Pazifiktüste entfernt. Der Betreffende feierte seinen Abschied von der Gesellschaft mit einem Riesenfest, von dem die Blätter wochenlang berichteten und das mehr als 50.000 Dollars verschlungen haben soll. Mit seiner Luxusyacht fuhr er dann in sein freiwilliges Exil, nicht ohne sich vorher dort eine.herrliche Billa erbaut zu haben. Seit fast einem Jahr haust er nun dort und Hai das Festland bisher noch nicht wieder betreten. Wohl aber lädt er sich von Zeit zu Zeit seine Freunde ein und feiert in seiner Einsamkeit rauschend« Fest«, die sogar von den Berichterstattern der großen Zei- tungen beschickt werden. Bor kurzem hat er einen Zeitungskorrespondenten eine Woche bei sich zu Gast gehabt und die begeisterten Berichte dieses Mannes über das Wohnen bei seinem Gastgeber waren die unmittelbare Ursache dafür, daß zahlreiche Millionäre der amerikanischen Westküste sich veranlaßt sehen, sich ein« „einsame Jnselrcsidenz" zuzulegen. Aber nicht nur reiche Bankiers und Industrielle mir ihren Familien sind von dieser Menschenscheu erfaßt worden, auch Filmstars, besonders weiblichen Geschlechts, fühlen sich bemüßigt, sich dieser Krankheit zu widmen und vor einigen Wochen hat eine bekannte Filmschauspielerin, deren Ber- trag ohnehin nicht erneuert wurde, unter Riesentamtam den Auszug aus der verderben Zivilisation in die einsame Naiur vollzogen Allem Anschein nach dürfte der Einsam» keitsdrang jedoch nicht von allzu langer Dauer fein. Denn schon hört man, daß«in bekannter Bariets-Unternehmer, der ebenfalls eine unbe- wohnte Insel erworben und sich dort angebaüt hatte, um, wie er vor einigen Monaten der» künden ließ, fein Leben dort zu beschließe«, un» vermutet wieder in Los Angeles aufgetaucht ist. In einem Interview erklärte er, seine lieben 'Mitbürger doch nicht ganz entbehren zu können. Fortan werde er sich nur noch für einige Monat« auf sein einsames Besitztum zurückziehen. Der Urheber des„einsamen Jnseltums" freilich, der erwähnte Millionär, li«tz durch seinen Gast ausdrücklich erklären,«r beabsichtige, seine Tage in der Einsamkeit zu beschließen. In den Zeitungen wird der Einsamkeitsdrang der oberen Hundert der amerikanischen Westküste(merkwürdigerweise sind dir Multimillionäre des Ostens, insbesondere von New Nork, von der Krankheit bisher nicht erfaßt worden), natürlich ausführlich kommentiert. Die Angelegenheit ist insofern für die Allgemeinheit von besonderem unmittelbaren Interesse, als manche der Flüchtlinge aus dem Gesellschaftsleben tatsächlich ihre ungeheuren Vermögen im Begriffe sind zu liquidieren und dadurch in einem Falle Tausende von Arbeitern brotlos zu werden drohen. Hier zeigt sich wieder einmal daS kapitalistisch« System in seiner ganzen Brutalität. Für«ine rerrückte Idee eines Millionärs müssen Tausende von Arbeitern hungern. In einem andern Falle hat die Familie des menschenscheuen Millionärs, der seine Rie- senbesitzungen verschleuderte, ihn entmündige» und in ein Irrenhaus sperren lafseu. Ueber- hanpt Hal die Einsamkeilskrankheit in zahlreichen bekannten Familien Zwistigkeiten hineingetragen. da in den meistru Fällen die Frauen und Kinder sich nicht damit abfinden können, für den Rest ihres Lebens auf eine unbewohnte Insel überzusiedeln Es schweben auch bereits einige Prozesse in diesem Zusammenhang. Die Rachftagr nach unbewohnten Insel» gehl ununterbrochen weiler, die Architekten und Bauunternehmer sind nicht zum wenigsten die Nutznießer, da in allen Fällen mit teilweise «normen Mitteln die Inseln den Ansprüchen entsprechend bewohnbar gemacht werden müssen. So entstehen aus einigen Inseln feenhaft schöne Wohnkomplexe, di« von dem Streben nach Abkehr von der Zivilisation nrcht'viel erkennen lassen, zumal die meisten einen Stab von Angestellten mil sich nchmen. deren Familien natürlich auch uniergebracht werden müssen. Das ganze ist eben, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, doch nichts anderes als eine Marotte der„Oberen Hundert", die in nicht allzu langer Zeit von einer anderen abqelöst werden wird. R. G e s k e. dann stieg vor einem visionär das Bild der eigenen Zukunft auf— aus. Oder das Gespenst der Erwerbslosigkeit schleicht durch den Betrieb— aus. Ach, und was ist sonst noch alles, das abwürgt, entmutigt, verbittert, müde macht! Einmal ist unweigerlich alles aus. Um solcher Arbeit willen arbeiten? Nein— nein— tausendmal nein! Unfrei werden, gejagt, gehetzt sein? Und stets am Rande hinleben, am Elendsrandc? Nein— nein— tausendmal nein! Befreit di« Arbeit, gebt ihr Wert und Sinn! Wer will, kann uns mühelos verstehen, wer uns versteht, kann uns nicht beschimpfen und bekämpfen! Er muß begreifen, daß der Kampf um Lohn' und soziale Verbesserungen kein öder, „marxistischer Materialismus" ist, sondern der einzige Weg, die Arbeit zu erlösen, zu entfesseln, freizumachen für höher«, höchst« Ausgaben! Haben wir das erreicht, dann wird das freischaffend« Volk gigantische Leistungen vollbringen, die der Welt ein neues, schöneres Gesicht geben werden. Dann wird sittliche Forderung sein: Arbeiten, um des Menschen, um der Menschheit willen! An die Adresse der Männer! Feierabend. Der Mann kommt heim, wäscht sich, itzt, trinkt und greift nach der Zeitung. Rasch saugt sich das Gehirn voll von politischen Neuigkeiten. Das drückt und drängelt— das mutz raus! Da mutz mit jemandem darüber gesprochen werden! „Du, Frau! Ich geh-mal bloß aus einen Sprung zu Richard!"— Und dann geht bei„Richard" ein endloser Gedankenaustausch vor sich.„Weißt du, dem Klinger, dem halben Nazi, dem werde ich morgen diese Vorfälle mal klarmachen! Der wollte mir doch nie glauben daß es so und nicht anders kommen würde..." Bestimmt kommt also morgen der Klinger an die Reihe und übermorgen ein anderer— und so geht das erfreulich rege weiter. Nur zu Hause, im eigenen Bereich, da wird nicht diskutiert! Die Frau?—„Das versteht sie ja doch nicht..." DaS versteht sie nicht?— Warum nicht?— Man müßte es ihr nur verständlich machen!— Aber da liegt das Häschen im Gewürzt Man hat nämlich versäumt, die Frau zu belehren. Man müßte der Frau nämlich erst eine mehr oder weniger große Menge der elementarsten politischen Begriffe beibringrn,«he ei» besseres Verständnis zu erwarten wäre, und davor haben sehr, sehr viel« Genossen eine besondere Scheu! Es ist sooo langweilig,„Selbstverständ- liches" einfach zu sagen! Ta die Frau aber mit leeren Begriffe« nichts anfangen kann— versteht sie„es' nicht... Hannah S ü d. Störche- Einer, der die Tiere liebt und ein empfängliches Herz für die Natur besitz!, hat viel Zeit daran gewandt, Störche zu beobachten und ha: darüber ein hochinteressantes Buch geschrieben Mancher wird vielleicht sagen: ein ganzes Buch über den Siorch, was kann schon daran so interessant sein! Run. das heißt etwas vorschnell geurteilt. Sicher ist der Storch sehr volkstümlich, man weiß von ihm, datz er in manchen Gegenden auf Dächern sein Rest baut — aber waS weiß man sonst von ihm, von seinen Gewohnhei.en, von seinem Leben überhaupt? Es ist recht wenig Und noch weniger weiß man, daß es neben unserem alten Freund „Abedar", dem weißen Storch, auch einen Beiter von ihm gibt, den schwarzen Storch, der' ein ganz einzigartiger Vogel ist.. Dieser schwarze Storch ist ein gar prächtiges Geschöpf und von ihm kann gesagt werden, das kein anderer Bogel unserer Fauna so leuchtende und schillernd« Farben in seinem Kleide hat als er. In unseren Gebieten ist er nicht zu finden oder sicher nur höchst selten. Wahrscheinlich hat er auch hier einmal gelebt, aber mit rohem Griff hat hier und anderswo der Mensch dicke köstliche Bogelarr ausgerottet. Er ist hrnie nur noch in den glvßen Waldgebieten im Oste» Deutschlands anzutreffcn, ja auch dort macht man di« Wahrnehmung, daß dieser heimlichste Bewohner vor dem Lärm der Menschen immer tiefer und weiter in die Wälder zurückweichi und an Zahl abnimmt. Im Osten Deutschlands mit seinem Reichtum an Seen, Sümpfe» und feuchte» Wiesen, aber auch mit der Abgeschiedenheit seiner alten urwaldgleichcn Forste findet dieser seltsam« Vogel die notwendigen Lebensbrdin. gnngen. Der schwarze Storch lebt im Inner» 4— der Wälder und auch«r ist ein Zugvogel. Aus Bäumen baut er seinen Horst, auf den et alljährlich neue Schichten aufstockt, so daß bei alten Waldstorchenhorsten das angesammelie Reisig oft eine ganze Wagenladung ausmacht. Das Buch nun, das sich mit dem Storch beschäftigt, heißt:„Störche. Erlebnisse mit dem schwarzen und weißen Storch." Verlag Dietrich Reimer (Ernst Vohsen), Berlin. Preis geb. Mk. 4.80. Verfasser ist Horst Siewert, ein im Walde lebender deutscher Forstmann, der über«ine um- fassende zoologische und tierpsychologische Vorbildung verfügt. Jahrelang hat er sein« Beobachtungen fortgesetzt und unendliche Mühe ausgewendet, um eine lückenlose Darstellung des Lebens der Störche vom Restbau bis zum Brut- geschäst, von der Aufzucht der Jungen bis zum Verlassen des Horstes geben zu können. Seine Schilderungen zeugen von einer tiefen Einfühlung in die Tierseel« und die sonderbaren Er- lebnisse und Abenteuer, di« er bei seinen Beobachtungen macht«, weiß er anschaulich und spannend zu erzählen. Ganz hervorragende Schöpfungen der Tierphotograph» sind die in dem Buche enthaltenen achtzig ganzseitigen Bilder, di« den Text auf das wirkungsvollste ergänzen. Was mancher nicht Weitz. In der Form, in der wir heute das Klavier kenn««, nämlich als Haminerklavier, ist es etwa zweihundert Jahre alt. Bor dem Hammerklavier hatte man das Klavikord, dessen Saiten von einem flachen Mesiingsttft ailge- schlagen wurden, und außerdem das Klavizym- bal, auf dem die Töne durch Rabenfrdern hervorgebracht wurden, di« beim Anschlag der Tasten die Saiten faßten und gleich darauf wieder losließen. Das Hammerklavier findet man im Jahre 1711 zuerst erwähnt, und als sein Erfinder wird der Italiener Cristofori genannt. Das von Cristofori konstruierte Klavier nannte man„Gravicrmbalo col piano e forte", ein Nam«, der andeutete, daß man mit diesem Instrument schwache und kräftige Töne hervorbringen könne und der später in verkürzter Form zum Pianoforte wurde. Noch heute sind einige dieser ersten von Christofori konstruierten Hammerklavier« erhalten. Künstliche und doch echte Perlen werden erzielt, indem man Austern fischt und die Schalen so weit öffnet, damit man ein winziges Körnchen, gewöhnlicher Porzellan, ein- schieben kann. Dann wird die Auster auf die Aufternbank zurückgebracht und erzeugt allmählich eine Perse. Die Chinesen haben ein ähnliches Verfahren. Sie fischen eine bestimmte Muschelart und zwängen winzige metallene Buddhafiguren durch den Spalt, dir sich dann mit wirklichem Perlmutter überziehen und verkauft werden. Di« englisch« Jugend aus d«m Land« huldigt mit Eifer dem Sport, hoch zu Esel einen gewaltigen Push-Ball, aus Leder verfertigt, hin und her zu stoßen. Ter Sport erregt die groß'« Begeisterung aller jugendlichen Teilnehmer. 'In New Bork werden täglich etwa sechs Millionen Briefe durch di« Rohrpost versandt. Jeder Zylinder faßt etwas sechshundert Briefe. Bor«inigeu Jahren wurde für eine Möbel- . ausstellung ein Rollpult angefertigt, das dreiundfünfzig Schubladen hatte Es war mit Tausenden von großen und kleinen Perlmutterstücken eingelegt. Di« neuen Londoner Autobusse bieten Platz für 63 Personen, da mau die Verdeckplätze über dem Platz des Fahrer ausgebaut hat. Im vergangenen Jahre haben in Deutsch> land drei junge Mädchen unter zwanzig sich, mit Männern über siebzig verheiratet, eine Siebzehnjährige heiratete«inen Sechsündzieb- zigjährigen, ein zweiundzwanzigjähriger Jüng- ling hatte«ine sechzigjährige Braut erwählt, und«in junger Mann von achtundzwanzig Iahten tat sich mit einer siebzigjährigen Frau zusammen. Ein großer Teil der schweren Verbrechen wird in England von jungen Leuten zwischen siebzehn und fünfundzwanzig Jahren begangen. In den letzten zwölf Monaten sind in Paris 27.000 Menschen als vermißt gemeldet worden, während in New Bork di« Zahl der Vermißten nur 28.000 betrug. Unter taufend Säuglingen gibt es etwa zehn Zwillingspaar«. ftettere**. Der Millionär hatte sich seit dreizehn Iah- ren keinen neuen Mantel gekauft. Richt ihm, aber seiner Frau war das Ding zu schäbig. Sie macht« mit ihrem Mann nicht mehr so ausgehen. Unter dem Vorwand, daß«in außerordentlicher Gelegenheitskauf zu machen sei, lotste sie ihren Mann in«in Pelzgeschäft, und es kam, wie sie vermutet hatte: für sechzig Mark kaust« der Alt« einen Gehpelz, der in Wirklichkeit achthundert kostete. Den Rest bezahlte st« hinterrücks, Am Tage danach ging der Alte schon wieder, mit seinem schäbigen Fetzen aus.„Aber Mann", fragte di« unglückliche Gattin,„warum ziehst du denn deinen schönen Pelz nicht an?"— „Denk oir, Kind, mit dem hab' ich ein enormes Geschäft gemacht. Ein Freund auf der Börse hat ihn mir für bare hundert Mark abgekauft." („Ulk.") * Zwei Frauen sitzen im Abteil, di« eine mit dr«i Kindern, die«inen furchtbaren Radau machen. Die ander« Frau beklagt sich darüber. Da seufzt dir erste Frau:„Glauben Sie, ich habe noch mehr auszuhalten als Sie. Der Fritz hat vorhin unsere Billetts zerrissen, das Mädchen hat«in Fenster im Coups nebenan«ingeschlagen, ich habe mein Portemonnaie zu Hause gelassen, und außerdem sitzen wir im verkehrten Zug."(„Nebelspalter.") * „Also wirklich, mein Freund, man merkt dir genau an, daß du kein Junggeselle mehr bist: Du hast niemals mehr Löcher in d«n Strümpfen!"—„Ja, weißt du, das war das erste, Waich bei meiner Frau lernen mußt«: Strümpfe zu stopfen!"(„Bart Hem") * „Halt! Sagen Die mal, wie kommen Sie dazu, so durch di« Straßen zu rasen?"—„Die Brems« funktioniert nicht, Herr Wachtmeister und da dacht« ich, ich will lieber schnell nach Haus« fahren,«he ein Unglück passiert!" („B-rl. Jll. Ztg.") * Kroll kam mit drei Koffern auf dem Bahnhof an.„Träger, Ahr Tarif?"—„Das erste 2 ück fünfzig Pfennig, jedes weitere zwanzig." —„Schön. Den ersten Koffer trage ich selber. Sie nehmen die zwei anderen."(„Life"), ♦ „Könnte ich vielleicht Saupstag frei haben, Herr Kröger? Ich soll meiner Frau beim Großreinemachen Helsen."—„Rein, Lehmann, Samstag ist ganz unmöglich."—„Dank« sehr, Herr Kröger!'Ich wußte ja, daß ich mich auf Sie verlassen kann."(^Berl. Jll. Ztg.") Kießling hat«lwas gegen die Aerzte. Wo er nur kann, hängt er ihnen eine Bosheit an. Neulich las er in der Zeitung, daß«in Arzt mit seinem Auto jemanden überfahren habe. Kießling stieß die Luft. durch di« Nase und meinte bissig:„Natürlich! Jetzt haben dies« Medizinmänner nicht einmal. Mehr genug an ihren wehrlosen Patienten. Jetzt bringen sie ogar wildfremd« Menschen um!" („Wahrer Jacob.") ttUHnHnUUlillllltlillllHUmiilimiHIIIIUIIHIIItHlllUinHUIUtllllUHlUUlHItHMKUIHUMK Schach-Elke. Alle Zuschriften und Anträgen an Gen. Wenzel Scharoch. Zwettnitz Nr. Sb bei Teplitz-Schönau. Allen Anträgen Ist Netourmarke beizulegen. Schachaufgabe Nr. 108. Bon Genossen Joses Hh n a, Hostvmitz. Schwarz: Kd5; De8; Lc7, d7; Sb8; Bd4, e5(7). a'»? g d Weiß: Kd3; I)e8; Tf6; Lf8; Sei; Bb5(6). Matt in 2 Zügen!_ Lösungen sind bis längstens 14 Tag« nach Erscheinen der Ausgabe an Wenzel Scharoch, Zweit» nltz,«inzusenden. Liisungszug zu Nr. 1«S: Sk4—eil Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen«in: Walter Ludwig, Rodel Franz, Michel Rudels,' Schmied Ferdinand, all« aus Kwitkau; Hyna Joses, Hostvmitz; Fritsch Anton und Hirt« Josef, Markersdorf; Schwarz Raimund und Kropf ,'uövlf, Klostergrab; Hübler Anton, Türmitz; Reinert Julius. Restomitz; Beutel Wilhelm, Arnsdorf bei Tetschen; Dinnebier Emil, Tetschen; Bräue« Benno, Langenau; Willmann Anny, Sudlau bet Reu-Oderberg; Wenzel Adolf, Arnsdorf bei Haida; Gottsried Hans und Ukidil Hans, Holeischen; Mildors Adolf, Tischau; Hilgarth Herrmann, Reu- Wistritz; Qual Adolf, Wisterschan; Ulbert Rudolf, Prvsseditz; Settmacher Artur, Zwettnitz. Gchachfektionsgrllndnng in letschen. Trotz der großen Wirtfchastsnot gelang es den Genossen von Tetschen im Arbeiter-Turn-Berein «ine Schachspart« zu gründen. Bei der Konstituierung wurde Genosse Dinnebier Emil, Tetschen, Heldenstraße 1056, zum Spartenleiter gewählt, an den auch all« Zuschristen zu richten find. Spielabend jeden Mittwoch abend 8 Uhr im Turnerheim. Schachwetttämpse. Die Schachsekt io n Zuck mantel trug am 16. Oktober«inen Wettkamps gegen di« tschechischen Schachgenossen des D- T. I. Z u ck m a n- tel aus. Rach schönem Kampfe konnten di« tschechischen Genossen den Kampf, der auf 11 Brettern ausgetragen wurde, mit 6H: 4% Punkten für sich entscheiden. Di« Schachsektion Ar besau spielt« am 23. Oktober gegen Arbeiter-Schachklub Wisterschan in Arbesau. Leider konnten von Wisterschan nur 7 Genossen teilnehmen. Mit 3%:3H Punkten schieden di« Gegner voneinander, gewiß«in schöner Erfolg der jungen Arbesauer Sparte, insbesondere, da sie an den ersten 3 Brettern dir Sieg« holten. DaS Retourspiel findet am 13. November um 2 Uhr nachmittags in Wisterschan..Landhaus', statt. Sohn.—