w. 1. Unter^aitnii006eilagt 1933. Elf, Elf, Elf £>on Mutt ANünzvr. Dieses Unbegreiflich«, Gehirn und Herz verwirrende kann ich Lurch Datum und Zeitangabe unL eine Rechnung LeS Amtes belegen! Es war der achtzehnte Juni neün- zehnhundertuudsechzehn, abends. Es war mein Geburtstag, und ich war ganz allein in nreiner Stube in» Dachgeschoß des alten Hauses am Rande der Stadt. Es war ein trüber Tag gewesen, aber von der untergehenden Sonne hatten sich die Wolken verzogen, ein sanftes Grün, ein mildes Blau breiteten sich unter die rotglühende Kugel, und di« Türme der Stadt Mitten nachher noch lange schwarz auf Goldgrund gestanden. Ich saß am See auf meiner Bank. Ich war traurig bis ins Blut. An diesem Tage hatte ich kein Wort mit einem Menschen gesprochen, und sch hatte keinen Brief, kein Lebenszeichen eines geliebten Wesens erhalten. Ich wußte, oaß man mich nicht vergessen hatte drüben hinter den Grenzen. Aber die Post war eben ausgeblieben. Als die Sterne im Westen, wo der Himmel klar blieb, ausblitzten, ging ich heim. Und da war ich nun in meiner Stube. Einsam wie Mutterliebe. Allein wie ein Flieger im Himmel. Doch der hört den LebenSherzschlag seines Motors. Und mir war's als stünde alles Leben um mich still. Aus der Straße kein Schritt, im Haus« kein Laut, selbst mein« Maus nagt« noch nicht. Durchs offene Fenster hauchte die Nacht ihren Loubodem, Tanne und Paltan« rauscht««. Vorn Berg herab zitterten Lichter. Dort war der Mensch, aber meine Sehnsucht ging weiter, ohne Ziel: mein Wunsch hatte keinen Namen. Mein Blut trauerte: das ist die hoffnungsloseste Traurigkeit. Mein Fleisch war melancholisch. Da hilft nichts. Nur ein n«uer Tag. Aber jetzt schlug es am Münster; es war zehn Uhr. Erst zehn Uhr— und vor zwei Uhr nach Mitternacht pflegte ich mein Licht nicht zu löschen. o» Wie all war ich heut! Tenn ich war müde. M«in Herz hatte ausgelacht, hatte ausgefungen. Wieviel Leidenschaften hatte es gestrerft, mit seines flüchtigen Flügels Schwinge geritzt— die Narben waren verwachsen,«S war wieder wie unberührt, es wartete auf neue Wunden. Es wartete auf «ine Wunde, di« nicht verheilen würde. Altes I Fleisch hat nicht viel Heilkraft mehr, das i Blut ist verdorben. Süßer Gedanke, Bluter zu sein, Wund« zu tragen bis in den Tod. Nur im Schmerz wissen wir doch ums Leben!— ES war ein Viertel nach whn. Ich saß am Schreibtisch, neben mir stand das Telephon. Es hatte den ganzen Tag geschwiegen. Plötzlich überkommt mich etwas, ich gehorche, ich tue, was ich muß, ich nehme den Hörer ab, dos Amt meldet sich, und ich spreche— wem?— nach„Els, elf, elf." Das Fraulein jenseits, unsichtbar, nur meinem Gehörsinn zugänglich, wiederholte: „Elf, elf, elf. Dreimal elf." „Ja, Fräulein, bitte." „Einen Moment." Und nun saß ich da und ertrank in dem Rauschen des Drahts, der durch Nacht und Welt schwang.— Wohin? Els, elf, elf... Vielleicht schlief«in Bogel auf ihm, der Schweis eines entflogenen Drachens, ein Grashalm, vom Wind hinaufgetragen... Die Wunder der Natur sangen mit im Draht entgegen. Wolke, Wind, Nacht, S«e, Berg, Wald, Stadt und Tier. Worauf warte ich? Ich hatte diese Nummer nie gekannt! Wen hatte ich da anrufen müssen, nachts, ohne meinen Willen? Plötzlich verdichtete sich das Rauschen, die ganze Welt floß zusammen in einen Menschen, von dem es nichts weiter gab als eine Stimme. Eine Stimm« ohne Leib, eine tönende Seele, ein redendes Herz... Sie sprach:„Du— Geliebtester Tiefes Ausruhen löste plötzlich meine Spannung. Ich lächelte. Aus dem Herzen hinauf. So ist es, wenn man schwebt. Oder wenn man Tvt-sein fühlen könnt«; olles ist aufgehoben und erfüllt und gut. Kein irdischer Rest mehr.— Nicht einmal mehr des Herzens Schlag. Alle Materie ist verschwunden. „Ja", sagt« sie,„ich btns". Und ich erwiderte: „Ich habe auf dich den ganzen Tag getvartet. Wenn ich nun nicht gerufen hätte—" „Dann wär ich in deinen Traum ge- komneen." „Tu hast di« Stimme meiner Mutter." „Auch ihr Herz, mein Liebling, warst du traurig heut?" „Ich weiß nicht mehr." „Ich glaube, auch die Ding« werde« traurig, ivenn du sie ansiehst." „Weil sie nicht du sind und mir also nichts sein können." „Wie unbescheiden bist du inmier, Geliebter. Das Leben hat dich so lieh, du bist nie zufrieden." „Ich weiß jetzt, warum: ich messe di« Erfüllungen meiner Wünsche nie am Möglichen, sondern au meinen Träumen von Bollendutig und Vollkommenheit. Da muß immer ein Rest bleiben, eine Enttäuschung." „Bin ich auch deiner Liebe unvollkommener Gegenstand?" „Du? Warst du denn je mein Wunsch?, Du bist mein Wunder. Gekommen, eh' geahnt. Erfüllt, ehe gehofft. An dir fühl ich, wie unvollkommen mein Wünschen war." „Bist du glücklich?" „Ganz! Man ist glücklich, wie man liebt. Ich bins ohne Rest." „Was weist du von mir?" „Ich liehe dich."—„Kennst du mich?" „Ich liebe dich."—„Du liebst mich." „Darf ich denn?" „Soll sich nicht Liebe zu lieben erlauben?" -„Und du?" „Ich liebe dich—" „Aber ich bin nur ich—" „Ich liebe dich, mein Freund—" „O! Geliebt zu sein, welche Würde des Menschen! Warum bist du nicht bei mir; du hast mich ja lieb!" „Hätte ich dich lieb, könnte ich bei dir sein; aber ich habe dich lieber!" „Glaubst du. daß Liebe ewig ist?" „O, was willst du! Nicht einmal der Schmerz ist ewig!" '„Tu, ach, ich möchte dir mein Bestes geben!" „Ueberlege! Man kann einem Menschen nickt sein Bestes geben, wenn man ihm nicht auch sein Schlechtes gibt!" „Wo bist du? Nähe ist alles!" „Aber Ferne ist mehr!" „Ich möchte dich gemeßen." „Genuß ist auch zugleich Verlust des Genossenen." „Tu sollst mir gehören! Aber ich weiß ja; manchmal gehört uns der Mensch, sein« Seel« nie." — 2 „Vn- in tiitem Fall« gehört uns«ine Seel«, Er der Mensch nicht. im diese Seele?" ,^ch liebe dich—" ES rauscht« auf, di« flitze Stimme er» trank. Ich ri«s:„Wer bist du—" I Ganz fern— unendlich— in den Sternen oben, en der Rach» unten, ein Hauch— „Nenne mich Mimi—" Ein feiner hoher Ton—«8 brauste auS der Tiefe herauf, das Geheimnis rauschte.— Hielt ich«ine Meermuschel am Öhr— „Sprechen Si« noch?" rief das Fräulein vom Amt. Der Hörer wurde mir in der Hand unerträglich schwer, ich legt« ihm auf die Gabeln, es knackte.— AuS, vorbei, Schluß. ES ist allgemein bekannt, daß sich der Mensch alle sieben Jahr« grundlegend verändert. In diesem Zeitraum nämlich werden die gesamten Gewebszellen, die dl« einzelnen Organe bilden, ab» beziehungAveist neuausgebaut, und di« Lehr« vi«ler Wissenschafter, datz «in Mensch nach je sieben Jahren chemisch nicht mehr das gleiche Lebewesen sei, ist in einem gewissen Sinne, wenigstens was die menschliche Substanz anbelangt, zutreffend. Di« Natur, die nichts willkürlich oder gar zwecklos entrichtet, fügt««K denn auch so, datz all« sieben Jahve ein« besondere Epoche des Menschenlebens vollendet wird. Die ersten sieben Lebensjahre im Menschendasein bilden die Kleinkinderzeit. Nie wieder wächst der Mensch so schnell in diesem Zeitraum« und auch sein Körpergewicht wird niemals wieder so wesentlich vervielfacht wie in diesen Lebensjahren. Daß diese ungcheur« körperliche Entwicklung aber auch mit einem ungemein großen geistigen Aufbau Hand in Hand geht, ist ein wahres Wunder der Natur. DaL Kleinkind entwickelt sich eigentlich von Tag zu Tag. Es denkt und handelt noch nicht logisch, sondern psychologisch, aber es baut sich seine Welt, indem es ununterbrochen fragt und wieder fragt. Daß nach vollendetem siebentem Lebensjahre der Charakter eines Menschen in seinen wesentlichen Grundzügen seststeht. ist«ine unbestritten dastehende Tatsache. Di« zweite Lebensepoche des Menschen, die vom siebenten bis zum vollendeten vierzehnten Lebensjahr« reicht, ist das eigentliche Schulalter Die geistige-Erziehung des Kindes setzt ein. Das Kind beginnt logisch zu denken und folgerichtig zu handeln. Dieser Lebensabschnitt ist die grundlegende Vorbereitung für den ferneren Lebensweg. Die Zeit zwischen dem 1s. und 21. Lebensjahr« Ist die Epoche der körperlichen Reife, di« Zeit, wo der Geist gährt, wo die widerstreitendsten Gefühle im Menschen entstehen, di«„Sturmund Drangjahre". Nie zuvor und auch niemals nachher ist die Behandlung eines Menschen so schwierig wie in dieser Zeit. Widerspruchsgeist, Auflehnung, merkwürdige, sich widersprechende Ansichten treten zutage. Tie Zeit zwischen dem 21. und 28. Lebensjahr« ist ein schöner und bewußt zu lebender Abschnitt im Menschenleben Der Mensch ist nun großjährig, sein« körperliche Entwicklung ist abgeschlossen. Die Berufswahl und die erste schwierig« Zeit des Berufslebens liegen hinter EL schlug halb elf. Aus der Straße ging jemand vorüber. Die Katzen im Haufe da drüben schrien. Mein« Nerven zuckten. Ich litt. Plötzlich erinnerte ich mich — Mimi— mein Herz löste sich auf in Trost... Am andern Tag früh, rief ich beim Ami an umd bat um Auskunft über Num- mer Els-els-kif. „Gibt«L nicht", ries das Amt. „Aber Fräulein, ich habe gestern mit «If-els-ekf um zehn ein Viertel nachts gesprochen!" „Ausgeschlossen", antwortet« das Amt. „Die Nummer gibt«s nicht!" Nie habe ich etwas erfahren. Ich weiß nichts. Aber dennoch war es kein Traum gewesen. Denn am Ende des Monats bekam sch di« Rechnung vom Amt über rin Nachtgespräch am achtzehnten Juni... Also waS nun? ihm, d. h. wenn er heut« überhaupt einen Berus findet. War die vorhergehende Epoche di« Zeit der körperlichen Reise, so ist di«se die Zeit der Liebeserfüllung. Di« meisten Ehen werden ja auch in diesem Lebensalter geschlossen Das Leben, nämlich der stark« Lebensdrang und das Erleben, stehen in dieser Epoche im Vordergrund. Alles Bestreben des Menschen ist darauf gerichtet, di« Bereinigung mit einem geliebten Menschen einzugehen: Man fühlt sich jung, dennoch aber reis und erwachsen, man möchte Pflichten und Verantwortungen auf sich nehnien. DaS Leben lockt, die Arbeit macht Freude.„Man ist zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein." Diese Wort« Fausts treffen auf Menschen dieser Jahrgänge zu. Die Zeit zwischen dem 28. und SS. Lebens- jahr« kann als wichtigste Aufbauepoche bezeichnet werden. Der Mensch ist nun bestrebt,.sich in geistiger Hinsicht zu vervollkommnen. Neue Interessen erstehen. Die letzten Ausläufer der drängenden und gärenden EntwicklungSjahr« sind überwunden, das seelisch« Gleichgewicht ist hergestellt, di« Ersüllung des Lebens gekommen. Die Natur kann jetzt der geistigen und seelischen Entwicklung all« Kräfte zuwenden. Die realen Dinge deS Lebens, der Lebenskampf, stählen den Menschen. AuS dem„jungen" Mann« wird allmählich ein„reifer" Mensch. AuS der ganz jungen Fran wird jetzt die über den Dingen stehende, das Leben meisternde Gefährtin deS Mannes. Dir nächst« Lebensepoche ist wieder besonders tief und einschneidend, weil sie den Ueber- gang von der Jugend zur Reise darstellt. Die Höhe des Lebens ist erreicht, ohne daß eiwa sogleich der Abstieg«insetzt. Di« Natur richtete es weis« ein, daß ein verhältnismäßig langer Lebensweg auf dieser Linie verläuft. Es dauert viel« Jahre, die man, ohne körperlich oder geistig abzusallen, auf der Höh« des Lebens zubringt. Und für viele, ja für die meisten Menschen, sind diese Jahre— es ist das die Wende zwischen dem dritten und vierten Jahrzehnt— besonders kostbar und wertvoll. Der Charakter des Menschen ist nun ganz gefestigt. Seine Weltanschauung steht unverrückbar fest. Di« nächste Epoche, die vom 42. bis zum 49. Lebensjahr« reicht, ist di« Zeit der Lenkung, Führung und Beratung anderer. Man hat jetzt meist Heranwachsende Kinder, denen mam beratend zur Seite stehen muß. Di« einstige, fast spielerische Tätigkeit der Erziehung der eigenen Familie ist vorbei. Die erworbenen Lebenserfahrungen müssen jetzt verwendet werden, man muß sie erweitern, mit anderen, mit Nehxn- menschen Fühlung nehmen, um nicht stehenzubleiben, um nicht etwa zu erstarren. Die Klugheit,■ ja Weisheit dieser LebenSepoch« liegt ja hauptsächlich darin, mit den Jungen mitzuwachsen, mitzukommen, um keine Kluft zwischen dem Gestern und Heut« zu empfinden, um einem einsamen Alter zu entgehen, um nicht verbittert und gekränkt zurückznbleiben. Jede Epoche meint, daß bloß sie diesen Konflikt durchzumachen habe, während er den Borgenerationen erspart bleibt. Dies ist durchaus nicht der Fall. Jede Epoche hat ihren besonderen Zeitgeist und jede allmählich in die reifen Jahre hinrinwach- sende Generation fleht sich vor ein« fühlbar« Kluft gestellt, die sie von der Jugend trennt. Das war stets so und wird bis zum letz«n Tage unserer Erde so bleiben. Mag einem di« neue Zeit gefallen oder nicht, es ist klug und menschlich, sich der Zeit anzupassen, in die die neue, die werdende, zukunftsbesitzende Generation hineinwächst. Wer das rechtzeitig erfaßt, wird aus dem Stück Menschenleben, das unweit von der Vollendung des fünfen Jahrzehntes liegt, ein besonders reiches Stück Lebensweges zu gestalten wissen. Es heißt seht: mitgehen und nicht zurückblriben! Der achte Lebensabschnitt int Menschenleben reich: vom 49. bis zum 56. Lebenswahr«. Roch immer sind das reif« und gute Jahr«. Es g bt Menschen, di« gerade in diesem Alter das Beste schassen. Es ist die Zeit, wo zum Beispiel Künstler herrlich« Werke schaffen. Auch die nächst« Lebensepoche, die.bereits in die Srchzigjahr« hineinrricht, braucht noch keine wesentliche Veränderung mit sich zu bringen. Eine inner« Ausgeglichenheit wohnt nun dem Menschen inne. Er weiß um viel, er kann sein« Mitmenschen verstehen. U« der schauende 8 und Erkennendes vermischen sich in ihm. er besitzt die Gab« der sicheren Erkenntnis, des richtigen Urteils. Der betreffend« Mensch verläßt körperlich zwar bereits langsam di« einstige Höhe, aber es scheint fast, als ob die Natur die geistige und seelische Vollkommenheit nach Mög. lichkeit lange zurückzuhalten suchte. Die nächste LebenSepoche,- di« vom 63. b S zum 76. Lebensjahre reicht, bildet den lleber- gang zum Alter. Die Natur richtet« eS so e'n, daß dieser Ueberganq schmerzlos vor stch geht, daß er zum allmählichen, ganz selbstverständlichen Platzabtreten an die Jugend wird. L. St. Sind sie fntellwent? Können sie rechnen? Denksportaufgaben von Peter Omm. 1. Wieviel Kleingeld müssen Sie bei sich tragen, wenn Si« jederzeit aus Beträge bis zu zehn Mark herausgeben können, ohne bei einem Dritten wechseln zu müssen? 2. Wieviel Fehler entlält dieser Bericht eines Zeitungsberichterstatters? „Schanghei, den 30. Feber 1932. Eigene Drahtmeldung unseres Sonderberichterstatters. Die Lag« hat sich zugespitzt, im Hafen liegen japanische Kriegsschiffe, di« ständig di« Chinesenstadt beschießen. All« Telegraphenleitun' gen sind zerstört, diese Nachricht kann ich Ihnen nur durch Bries übermitteln. Die Chinesen haben ihre Viertel. geräumt, die japanischen Marinetruppen halten das Chinesenviertel besetzt. Heute ist japanischer Na« tionalseiertag, es fällt kein Schuß. Di« amerikanischen und französischen Truppen stehen unter erhöhter Alarmbereitschaft. Weit drau-' ßen vor den Toren findet ein Fußballwett- Alle 1 Jahre. Die Erneuerung des nsenseyttMe««rgani-smus. „Orkan." spiel zwischen amerikanischen und französischen Soldaten statt. Telegraphieren Sie, falle ausführlichere Berichte erwünscht wer den." 3. Wieviel— passen Sie genau aus, es ist nicht leicht!— sind ein und einhalb Drittel von Tausend? 4. Welche ganze Zahl ergibt, mit einer anderen ganzen Zahl multipliziert, sieben? . 5. Lehmann und Müller stritten sich. Lehmann behauptete, besser rechnen zu können als Müller. Müller bestritt' das. Sie traten zu einem Wettbewerb an. Müller schrieb auf: 12345879 und sagte:„Multipliziere das mal mit neun!" Lehmann rechnet« eine paar Minuten und lang« ehe er fertig war, sah er, daß Müller das Resultat schon hingcschrirben hatte: 111111111. Lehmann behauptete, Müller habe gemogelt. Müller schlug vor, die Zahl 12343679 nvt e uer anderen Zahl zu multiplizieren, beispielsweise nvt 72. Lehmann rechnet« und rechnete, aber Müller zählte etwas an den Fingern ab und schrieb blitzgeschwind das richtige Resultat bin: 888 888 888. Wie konnte Müller so schnell rechnen? 6. Eine Krämerssrau auf dem Land« hatte zwei große Buben, die aufeinander neidisch und eifersüchtig waren Keiner wollte mehr Arbeit tun als-er ander«. Di« Murt«r muht« alle Arbeit gerecht verteilen. Einmal hatte sie verschieden schwere Säcke un- Tüten durch ihre Jungen in die Stadt zu bringen, nämlich: 1 Sack Briketts, 1 Sack Aepfel, 1 Sack Kartoffeln und vier Säcke Mehl. Ihre Waage reichte nicht aus, die Gewichte richtig auszubalancieren, aber sie sand heraus, in welchem Verhältnis zueinander dir Pakete wogen. Es wog 1 Sack Aepfel so viel wie 6 Sack Mehl; 1 Sack Kar« tosfeln wog so viel wie 1 Sack Aepfel un- 2 Sack Mehl zusammen; der Sack Briketts wog so viel wie 1 Sack Kartoffeln und 2 Sack Mehl W« verteilt« st« die Waren auf die beiden Buben, lo daß jeder gleichviel zu tragen hatte? 7. Stellen Sir sich vor, Sie träumen: ein Mann schenkt Ihnen eine Million. Sie sollen ausrechnen, wieviel Dollars und wieviel Lire das wären, je ein Drittel sollen Sie zu 3 Prozent, je ein Drittel zu 9 Prozent, den Rest sollen Sie In 23 gleiche Teile teilen, je-en Teil mit 17 multiplizirren und nach Abzug von 43 Prozent aus die Bank legen zu 4 Prozent Zinsen. Der Mann schenkt Ihnen aber di« Mil- lion nur, wenn Sie d!«se Rechnung in einer Minute lösen. Was würden Si« tun, wenn Sie das träum«»? * Auslösungen: 1 Sie brauchen 13 einzelne Münzens 8 zu 3' Mark, 1 zu 8 Mark, 1 zu 1 Mark, 1 zu 50 Pfennig, 4 zu 10 Pfennig, 2 zu 5 Pfennig, 1 zu 2 Pfennig, 2 zu 1 Pfennig. 2. Feber 1982 hatte nur 29 Tage. Der Berichterstatter schickt angeblich eine Drahtmeldung, schreibt, daß die Tele- graphenleitungen zerstört seien und verlangt trotzdem telegraphische Nachrichten. Die japanischen Schiffe im Hafen schießen auf ihre eigenen Landsleute im Chinesenviertel, das doch non den Chinesen geranmr ist, aber eigentlich schienen kie nicht, denn es soll doch Nationalfeiertag fein. Truppen tu Alarmbereitschaft spielen nicht Fußball. Eineinhalb Drittel von Tausend find 500. 4 Die Ein- natürlich, denn einmal sieben ist stüien. 5. Müller Hai ein vtßchen gemogelt. Er wußte, daß 12345079(die 8 fehlt) mit S multipliziert 111,111.111 ergibt. Und wenn mit dem Doppelten von 9 multipliziert wird, erhalt mau das Doppelte der Einserreihe,- also 222,222.222. Beim Doppelten von 18—36— kriegt man die doppelte Zweierreihe, bei 72 die doppelte Viererreihe, also 888.888,888. 6. 1 Sack Aepfel“ 6 Sack Mehl; 1 Sack Kartoffeln— 3 Sack Mehl(die Aepfel) und 2 Sack Mehl, also 8 Sack Mehl; 1 Sack BrikittS— 8 Sack Mehl(nämlich die'Kartoffeln) und zwei Sack Mehl, zusammen 10 Sack Mehl; also insgesamt— nmgerechnet— 24 Sack Mehl, dazu kommen die vorhandenen 4 Sack Mehl. Da- Gewicht von 28 Sack Mehl ist zu verteilen, auf jeden Buben entfallen 14. Dfr eine Knabe tragt den Sack Brikett-(— 10 Sack Mehl) und die 4 vorhandenen Sack Mehl(zusammen das Gewicht von 14 Sack Mehl); der audere tragt den Sack Aepfel (= 6 Sack Mehl) und den Sack Kartofftln 8 Sack Mehl), also ebenfalls Waren im Gewicht von 14 Sack Mehl. 7. Wenn Sie einen solchen Blödsinn träumen, sollten Sie bald aufwachen! Bon Florian Unter diesem'Tittl erscheint soeben in deutscher Uebertragnng ein in Frankreich bereits in weit über 36.000 Exemplaren verbreitetes Buch von Florian Parmenrier, das den Krieg so schildert, wie er von der französischen Seite gesehen wurde.(Verlag Otto Jank«, Leidig. 368 Seiten. Kartoniert 3.30 RM., Ganzleinen 4.30 RM.) Es verdammt den Krieg, di« Verhetzung und Feindschaft der Nationen und zeigt, wie der Taumel künstlich geschürter Begeisterung selbst di« denkenden Menschen beider Vöfkr erfaßt« und sie in den Schmelztiegel der Massen warf. Dir nachstehenden Auszüge sind gerad« für den deutschen Leser von größtem Interesse. Die Red. Das Todesloch. Beim Lausen finden Ehevagnes und sein« Kameraden ein Erdloch und stürzen in vollem Schwung hinein. Tief unten liegt«in Toter. Ihr« Hände berühren welkes, fast klebriges Fleisch und ziehen sich in jähem Ekel gleichzeitig zurück. Wortlos richten sich unsere Sanitäter unter der Erd««in. Wie Eulen drücken sie sich an di« Wand. Si« sehen aus, wie mit Steinbrocken bekleidet. Si« suchen tn d!« Erde«inzudringen und machen sich ganz klein, um unter der rauhen Oberfläche zu verschwinden U«b«r ihnen weben Kugeln und Schrapnells ihr« verhängnisvollen Retz«, in denen fich jedes lebende We'en fangen muß, das sich an di« Oberfläche wagt. Orkanartiger Tumult erschüttert den Boden, als winde fich daS Universum in Krämpfen. Di« Erd« zittert unter den Tritten unsichtbarer Gestalten, deren rauh« Stimmen noch lange nach- klmgen. Von ihrer Höhle aus können Chevagnes und die anderen zwar nichts sehen, aber in dem Lärm, der an ihr Ohr dringt, uniirscheiden sie etwas wie Hilferuf« und Schluchzen sterbender Menschen. Pielkicht ist auch die grausige Anwesenheit des Toten in dieser Gruft schuld daran. Gelenkten Hauptes, ohne ein Glied zu rühren, warteten si«, bis der Sturm sich beruhigt habmt würde, um ihr« Arbeit wieder aufzunehmen. 9n ihrem Gehirn war«in« große Leere, in-er wi««in« Kugel ein« verworrene Ide« hin und her rollt«, welche die beiden Dinge um- schloß, di« si« einzig und allein noch fühlen konnten: das Grauen des Todes, der überall »gleich drohte, und ihre eigen« unendliche Kl'inbeit und Ohnmacht diesem Schicksalsschlage gegenüber. Plötzlich etwas wi« eine phantastische Kavalkade. Der Erdboden hallt wider, und«S scheint, als ließe dieser Galopp«ine Erschütterung in den Köpfen aller zurück. Fast in -enrselben Moment stürzt«in Pferd mit seinem Reiter wie ein Meteor in die Grube hinein. Das Pferd erhebt sich und springt aus die Füße. Viel schwerer wird es seinem Herrn, sich auf- zurichten. Er hat mit einer klaffenden Wunde in der Seile mehrer« Kilometer im Sattel zurückgelegt und mit den Händen sein« Eingeweide festgehalten... Woher kommt«r? Vielleicht aus einer Welt, di« es gar nicht gibt?! Vielleicht ist er nur ein Gespenst des Wahnsinns... Sie betrachten den Verwundeten ohne Bewegung und ohne ihm zu helfen. Ehevagnes besinnt sich endlich auf die Pflicht der Männer mit der Armbinde. „Armer Kerl", sagt er,„wir haben auch Parmentier. nicht ein Paket Verbandstoff bei uns. Alles ist auf dem Verbandplatz zurückgeblieben." „Oh", erwidert« der Verwundete,„ich brauche nichts. Helft mir nur, meinen Koppel wieder festzumachen." Dann spricht er schwärmerisch mit fieberglänzenden Augen von großen Siegen, di« Frankreich überall davontragen wird. Nach und nach wird der Ton seiner Stimme schwächer. Sein« Worte kommen nur »och stoßweise— dann«in leises Stöhnen, das auf di« Dauer quälend wirkt. Ein dumpf klagender Ton, der nicht enden will.— Nichts war unter den Eindrücken der Schlacht so fürchterlich, wi« dieser schwache Stöhnen des Mannes, der langsam in den Schlaf sinkt, aus dem man nicht wieder erwacht. . Immer länger dauert der Todeskampf: er kann nicht sterben. Der Anblick, den er bieiet, ist furchtbar,'st um so grausiger, als ma» ihn nicht zum Schweigen bringen kann. Der Sterbend« ist unmerklich in di« Nähe der Leiche gerückt. Die beiden Körper scheinen im Tode in eins zusammenzuschmelzen Doch das Stöhnen d«s Verwundeten hört nicht auf. Trotz dem allgemeinen Tumult scheint dieser Ton die ganze Umgebung zu erfüllen; alle Kameraden zilt«rn mit in di«ser unaufhörlichen Klag«. Indessen sausen Granaten und Geschosse mit unverminderter Raserei um de» Trichter. Mit erhobenem Kopfe, di« Nüstern weit geöffnet, wittert das Pferd di« unsichtbar« Macht, di« di« Luft ringsum«rsüllt In der Tiefe des Lochetreffen die Geschosse abwechselnd t«n Verwundeten und den Toren, besonders den Toten, in den sie sich mit«inem„Knack!" b«fri«digt zu versenken scheinen. Ta erreicht«in« einschla- '-nde Granat« das Pferd. Es stürzt und setzt sich noch lange mit fast menschlichen Bewegungen und Blicken gegen den Tich zur Wehr. Das Gleichzeitig« dies«s verschiedenartigen TodeSkamps«S und der verwesende Körper erfüllen die Sanitäter mit tiefstem Grauen. Schatten scheinen sich auf das Leben jedes einzelnen zu senken,»letzt sind sie nur noch darauf gefaßt, daß irgend etwas auf die Höhle niederfällt,- um sie lebendig zu begraben. Schlimmeres kann ihnen kaum mehr passieren. Endlich kam das Toden zur Ruhe Di« Sanitäter benutzten diesen Moment, um sich bchuttam aus ihrer Grube zu erheben. Da» Schlachtfeld war verlasirn und nur noch mit Toten und Verwundeten bedeckt. Ab unü zu gab«ine Granate einem Sterbenden noch den Gnadenstoß Nach Aufhören des Getöses bot jetzt das Land den Anblick schwetz lastender Einsamkeit Nur mit schärfster Aufmerksamkeit bemerkt man noch hier und da" Gestalien, die, aus dem Boden auftauchend. in eiligster Flucht davonktürzt«n und verschwanden. „Es gibt Arbeit für uns', sag« Ehevagnes und sah sich um. „Ja", sagte einer seiner Kameraden.„aber wo ist nun der Verbandplatz?" „Wir müssen suchen", antworteten mehrer« Stimmen Eilig verließen sie das Loch- So kam es, daß sie auf der Suche nach der Sanitätsstation in einen Wald gerieten unweit von ihrem eigentlichen Ziel abkamen Si« flohen vor irgend«Noas, da» sie innerlich be- ängstigt« Wenn si« von Zeit zu Z«il ihr Schweigen unterbrachen, io geschah es nur. um etwa- zu sagen, was mit ihren wahren Gcda>»- ken nichts zu tun hatte. Aeugftlich vermieden sie, von dem fürchterlichen Loch zu sprechen, in 4 bcnt bt'r Venvundete noch immer stöhnend liegen mochte. Sie standen so sehr unter diesem fürchterlichen Eindruck, daß sie meinten, ihr Grab umschließe sie und wandere nth ihnen Die Dunkelheit des Waldes stößt« ihnen nnbcstimmtr Angst«in. Si« rannten, als müßten sie sich retten.„Wie sollen wir nur das Regiment wiedersinden?..." AIS sie in«in« Lichtung einbogen und einen Jäger zu Pserde sahen, gestanden sie einander:„Ich hatte solche Angst! Ich glaubte, es sei ein Man!" Aber niemand wagt« dem anderen zu sagen, nut welch tollen Halluzinationen er sich herumschlug. Jeder sucht« in seiner Art nach natürlichen Erklärungen, dir sie als unnatürlich«nip- fanden und vor denen sie innerlich erschreckten. „Vielleicht sind wirklich Deutsche im Dickicht verborgen', sagten sie und konnten dabei doch nicht von der Idee lvskommen, daß der Kavallerist, den sie mit geöffnetem Bauche im Todes- kampfe in ihreni Grabe zurnckgelassen, ihnen überall folge... Die Gebe wird kleiner. Wieso? Run, so wörtlich ist eS nicht zu nehmen, aber tatsächlich sind viel« bewohnte Gegenden schon so übervölkert, daß ein Mehr unmöglich ist, ja, daß die z. Zt. dort befindlichen Menschen nicht mehr existieren können. Daher auch ein großer Teil der heutigen schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse, daher auch daS schon seit jeher bestandene Bemühen verschiedenere S aalen, Kolonen zu erwerben, in denen der Ueberschuß der Bevölkerung untergebracht tvkrden kann, nm sich selbst.Existenz-Möglichkeiten zu schaffen und dem Mutterland« durch erleichterten urd verbilligten Bezug von Rohstoffen zu dienen Neber di« bestehenden Kolonien und Gebiete gibt FrchtagS Welt-Atlas 1932 (100 Kt, Verlag Freytag& Berndt, Wien VII.) Aufschluß. Ans 860 schön und d«utlich gearbeiteten Karten sind alle Teile der Erd« dargestellt, Europa wie Uebcrsee erscheint gut berücksichtigt. Ein Namensverzeichnis mit ra. 50.000 Stichworten und Hinweis auf Kart« und Feld erleichtert das Aufsuchen der Orte. Berg«, Flüsse nsw. Neber Ausführung und Ausstattung des «legant gebundenen Werkes können wir uns nur in lobendster Weis« aussprechen. Dies und das. Em schottischer«ekhrter hat nach langen inrd sorgfältigen Untersuchungen dir Feststellung gemacht, daß das Junggesellentum In seiner Wirkung dem ungesundesten aller Berns« gleichkommt, ja, ihn an schädlicher Wir- kung noch übertrifft. Von je hunderttausend verheirateten Männern zwischen vierzig und fünfzig sterben in jedem Jahr 1507. Bon je 100.000 Junggesellen des gleichen Alters aber sterben in dem gleichen Zeitraum je 1885. Zwischen 25 und 40 ist der ProzenisaP von Todesfällen für Junggesellen fast doppelt so groß wie für verheiratet« Männer. Rach vierzig Jahren versch'ebt sich das Verhältnis, da die Todesfälle auch unter den verheiratet«» Männern häufiger werden, aber selbst bis zu achtzig Jahren stohen d°e verheirateten Männer günstiger da als d'e Jnuggeselten. Versichernngs- g«selljchaften haken diese Erfahrung längst ge- machi. Sie meinen, daß die Sachlage zum Teil auch daher kommt, daß die Frauen im allgemeinen die gesund, ren und kräftigeren Männer bevorzug«», dann aber daher, daß verheiratet« Männer niest, ans Berantwortnngsgefühl, mehr Rücksicht auf ihre Gesundheit nehmen. Außerdem werten ste in der Regel besser verpflegt als der Junggeselle. Ein Australier kant kürzlich in ein« Stadl, nachdem er virrzig Jahre lang im Busch gelebt hatte. Er sah zum erstenmal elektrisches Licht, Straßenbahnen, Autos, das M«er und Schisse. Bier schmeckt« ihm gui, aber dem Rauchen konnte«r keinen Geschmack abgcwinnen. Ein Amerikaner empfiehlt zur Erlangung guter Zähn« folgende Beköstigung: täglich zwei »Äepfel, einen Liter Orangcnsast, zwei Bananen, mindestens«in Ei, Krrsse und zwei andere Arten Gemüse und bis zu vier Gläsern Milch. Milch ist ja bekanntlich die vollkommenste Nahrung, die die Natur uns bietet. Und wer soll dar bezahlen? uunil Heiteres. Achtung vor den Toten. Der englisch« Schauspieler Paßmore war von einer ungeheuren Bc. leibtheit. Als er in einem' Stück, in dem er zulctz: getötet wird, von der Bühne getragen werden sollt«, konnten die Träger dir gewaltige Last nicht hochheben. Im Publikum amüsiert« nian sich darüber und man hörte eine Stimm«: „Nun seht euch bloß den feiten Plumpudding an!" In diesem Augenblick richtete fich der Tote umständlich auf und sagt mit Grabes- stimm«:„Achtung vor den Toten!" Legt« sich wieder um und wurde unter dem brüllenden Gelächter der Zuhörer von der Szene getragen. Vergeßlich. Richter:„Wer ist der Vater Ihres Kindes?"— Zeugin:„Irgend ein Ehauf- feuer, aber die Nummer des Automob ls bade ich vergessen" Angenehme Erinnerung. Tu scheinst dich ganz und gar nicht an die hundert Mark erinnern zu wollen, di« du mir schuldig bist.— Aber Mensch, die gehören doch zu meinen schönsten Erinnerungen Am Krater des Vesuvs.„Ich möchte bloß wissen, wie diese ungeheure Oessnnng in der Erde eigentlich entstanden ist?"—„Ja, sehen Sie, da ist vor Jahren einem Schotten hier ein Pennhstuck in«in Mauseloch gefallen, und da hat«r gegraben und gegraben, bis dqs glühende Erdinnere zum Vorschein kam." Zurückgegebrn. A. zu B, der im Dunkeln, ohne zu grüßen, an ihm vorbeigegangen ist: „Na. Sie haben mich wohl für einen Laternenpfahl gehalten."— B.:„Nee, mein Lieber, dazu sind Sie mir oben nicht hell genug." Rach der Hochzeit. Einig« Wochen nach der Hochzeit sagt der junge Ehemann zu seiner Frau: „Jetzt, wo wir verheiratet sind. Schatzi, darf ich dich vielle'cht auf ein paar Fehler aufmerksam machen, die du leider haft." Unterbricht die fnnge Frau seine Rede:„Bemüh' dich nicht weiter, Liebster Denn ich weiß die Fehler schon. Es sind die, wegen der ich keinen besseren Mann als dich kriegen konnte." Gchach-Seke. Alte stalchkistra und Anträgen an Äcn. Wenzel Scharoch. Kvettntd Ar. Cb bei Teplitz-Schönau- Allen Anträge» il« Aetourmork« beizutegr». Schachaufgabe Nr. 118. x Von R. Rittner, Breslau. (Deutsche Arbeiter-Schach-Zeitung.) Schwarz: KM; Tf2; Le6. h2; Sc6, g2; Ba4, b2. d7, e2. 15. h6(12). a b r d e< g h 8 E A W W 8 7 1 Fia ? 6 maxa N 6 S A N 5 4 ft 4 z W M M K ö 2 W 2 f WL.W W N 1 a b e d e 1 i b Weiß: Kali; Dc3; Ta3. h«; Lbl. ei; 8c5. gl; Bc4. d2. h3(11). Matt In 2 Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an(Jen. Wentel Scharoch, Zwettnits, einzusenden. Lösungszug za Nr. 115: DU—14! Richtige 8-sungen sandten nachfolgende Äenosteu ein: Walter Ludwig, Rodek Franz, Michel Rudolf, Schmied Fer- dinaud, alle cm» Rwttfair; Mttdorf Adolf, Dohnert Mair, Pachmann Reinhold, alle aus Tischau; Schwarz Raimund und ftropf Rudolf, Klostergrab; Schöbel Franz, Strauhuttz; Wenzel Adolf, Arn-dorf bei Hattra; Lefchal Gustav, Arbesau; Hudler Anton, Tünnitz; Beutel Wilhelm, Arnsdorf bei Ter« scheu; John Josdi, Krochwitz; HL'le Fosef und Fritsch Aut., Markersdorf; Trinsch ttustav, Wisterschan; Settmacher Artur, Zwettnitz; Hüdnel Anton, Schönfeld; Rehzl Fosef, Schlucke- i «au; Böy:u Emil, Bschcchlast; Dimrebier Emil, Letschen,! Dchrnnpr lSmif, Voharr^ch; Reinert IubirrZ, Rcstomitz.(Fn beiden eingesandteu Aufgcchen find Duale vorhanden z. V.: in Nr. 1 Schlüssel Si.»-eL. Se2—i4, kann Matt erfolgen nach Sc5—a4;fc oder ScS—c4i. In Nr. 2 nach f4—f3 kann das Matt mit der Dame auf eJ, e5, 14 erfahren. Ansonsten nicht Übel, wegen Dual nicht druckreif, müßten unigearbeitet werden.) Kreisiueisterschaiten int VI. Krols. Gen. Gangl, Marienbad, errang wie im Vorjahre die L Etaechneisterechaft mit 3 Punkten ans 3 Partien. 2. o S. wurden mit I- Punkten, Vrahetz, Oraslitz und Puchs» Aich. 4. Matter, Eger, 0 Punkte Partie Nr. 28. Sizilianisch. Gespielt am 10. Juli 1932 in Saas anläßlich des Kreissportfestes. Weiß: Eberhard, Komotau. Schwarz: Hyna Josef. Hostomitz. I. e2—e4 c7—c5• 2. Sri—f3 Sb8—c6 3. Lfl—b5 — Derartige Züge können natürlich der Sizilianischen nichts anhaben. Oescbehen sollte natürlich d2—d4. 3.— VdS—c7 Warum nicht deich D— -b6? Der Liufer müßte sich dann sofort erklären. 4. 42—63 e7—e5 S. Sbl—c3 Sc6—d4 6. Lei—42 Sg8—ft» 7. Lb3—c4 Lf8—e7 8. 813X64 ———• Ein unnStlrer. Tausch, der ledidlch einen schwachen Bauern snr Folie hat. 8.——— c5X<14 9. Sc3—<13 SfdXds 10. Lo4Xd5 0-0 11. 0-0 07—6« 12. f2-14 Le7—46 Was dieser Liufer hier toll, ist unerfindlich. Stel* lungsgenau konnte folfen: Ld7 oder Kh8 mit der Poise etwa, Ld7; Lc6, oder Khß, f6, Ld7, Le8, Lf7 nsw. Den tu erwartenden Königsangrift mußte Schwart wohl oder übel in Kauf nehmen. 13. 14—fS LcR—d7 14. LdS—b3— Ein großer Fehler! Eineu noch größeren begeht Weiß, indem er die ihm gebotenen Angriffschancen nicht beachtet. Die Angriffsfortsetzung war: 14. Dh5; Dc2; 15 Lg5. LXg5, DXgZ.(Jnd was jetzt?. Es droht 15—16 mit Matt. Bei richtigem Spiel dürfte Schwarz rasch in Nachteil geraten. 14. 15. 16. 17. Kgl—hl c2—c3 c3Xd4 Dc7—b6 Ld7—-c6 Taß—d8 d6—d5 Gen. Hyna als Problemkomponist sucht promlemartige Wendungen; daß dieses Vorhaben gelingt. Ist nur das Verdienst seines Partners, der eben anf den Schwindel hereinfätlt. 18. d4XeS LKXeS 19. vdl—er dSXed 20. d3Xe4 Td8x