9tr. 19. tlnterQattmifiMMlaoe.«933. Verwirrung im VankyurrS. Der Portirr,«vclcher im Bankhaus Warden& Cie. in seiner Loge Dienst tat, sprang mit einer Beweglichkeit, die inan seiner Korpuleiq gar nicht zugetraut hätte, aus seinem Vorschlag heraus, um dir bet regt« Kappe vom Kops zu reißen und sich tief zu verneigen. Diese Aufmerksamkeit aalt einem älteren Herrn mit weißem Spiyoart und Monokel, der jugendlichen Schritte- durch die-Halle ging. E- war Mr. Warden in eigener Person, der Chef des-Hanse-. Er betrat den Lift und beantwortete den Gruß, indem er zwei Finger an den Hutraich brachte. Dann entschwand er. Leicht grunzend ging der Portier nach seiner Loge zu» rück und ließ sich erschöpft in den Lehnstuhl fallen, um di« unterbrochene ZeitungSstktür« wieder aufzunehmen. Im Buch« des Lebenwar aber vorgezeichner, daß der arme Mann an diesrm Tage nicht zur Ruhe kommen sollt«, denn, als«r mechanisch über die Brill« nach der in Bewegung geratenen Drehtür blickt«, erstarrten seine Züge. Dann gab er sich«inen Ruck und stürzte zum Aufzug, wo er die Tür aufriß und sich gleichzeitig verneigte. Der Chef war schon wieder gekommen, grüßte mit zwei Fingern und schlvebte mit dem Fahrstuhl nach bben. Entgeistert starrte der Cerberus dem Phantom nach, und da er im Dienst Antialkoholiker war und von Komplexen nur wußte, daß man Häusersammlungen damit bezeichnet«, überzeugte er sich von der Wirklichkeit, indem er sich in das Ohrläppchen kniff. Zwischen dem ersten uick zweiten Erscheinen des Chef- tag«in Zeitraum von einer halben Stund«, aber das Merkwürdige>var, daß er nach dem erstenmal nicht mehr heruntergekommen Ivar. In diesem Falle wäre es den ArguSaugen des PortierS nicht entgangen: und trotzdem betrat er von Neuem das.Haus. Da stimmt« etwa- nicht, das war dem Mann klar und er wolle den Hausdetektiv darüber befragen. Er nahm den Hörer ab. um„Hollo" zu rufen, bracht« aber nur«in..Ha—" hervor, das andere blieb ihm im Hals« stecken, denn durch di« Drehtür betrat schon wieder der Edes die Halle...Gereckter Ftrobiack". zit- Irrte es durch di« Portierloele,„das Hau- ist voller Chefs". Fetzt konnte«r nur ein Gauner sein, der sich als M. Warden verkleidet halt«. Mit dieser Erkenntnis zog sich rin rotrr Schleier vor fein« Blicke. Er zi«ltr, dann schoß er wi« rin Nashornbutt« auf den Son Jtaivö«eva» Mann zu. der grüßend eben zwei Fingrr heben wollte, wickelte um sein« Ham> deS Erstaunten gepflegtes Barlhaar, fuhr mit der Faust bi- zu dessen Nase herauf, um Ankauf zu rrehmen, stemmte das Knie gegen seines Partner- Magenhöhl« und wollte ihm mit einem gewaltigen Ruck den falschen Bart hrrunlerreißrn. Darauf«rtönte ein Geheul» das durch das Echo der hohen Halle ganz fürchterlich erklang. Der Bart war echt. Erschreckte Beamte bemühten sich alsbald um ihren Chef und veranlaßten den Abtransport des blassen Portiers in di« Irrenanstalt. Seine Beteuerung, daß drei Mr. Warden das -Hau- betreten halten, hielt man für em sichere» Zeichen deS Wahnsinns. Während sich in der Halle dieser bedauerliche Borfall abspiclte, wunderte man sich in der zweiten Etage, wo dir Chefzimmer lagen, über die seelische Veränderung, die Mr. Warden an diesem Tage zeigte. Er saß zwar im Arbeitszimmer wie sorqt, sah auch genau so aus und klemmt« mit der gewohnten Gest« das Moriokel ins Auge, aber er war von einer faszinierenden Heiterkeit, wie man sie an ihm nre wahrgenommen hatte.„M'i ler", sagt««r zum Prokuristen,„fragen Sie einmal bei-er Hauptkasse ab. wieviel Bargeld vorhanden ist, denn ich benötige sofort einen größeren Betrag." Dienstbeflissen eilte der Beauftragte davon und als er durch das Zimmer der Sekretärin kam, fragte er sie, ob sie wisse, was der Chef heute habe.„Wissen Sie, was er zu mir gesagt hat'?" fragt« die Dame glücklich zurück.„Er sagt«, ich solle ihn von meinem Butterbrot abbeißen lassen. So nett war er noch nie." Boni Hauplkafsierer erfuhr der Prokurist. daß etwa 80.000 Dollars in Banknoten im heutigen Bargeldverkehr entbehrlich wären und dieser sagte es dem Chef. Alsbald wanderren 60.000 Dollars in das Chef, zimmer und der Herr des Hause» verstaut« sie in sein« Aktentasche. Dann telephonierte er mit dem Hausdetektiv und schickte ihn mit einem Auftrag weit fort. Nm diese Zeit betrat Mr. Ward«ii kl. das(Gebäude, und, wie erwähnt, wunderte sich der Portier, seinen Chef zum zweitenmal erscheinen zu sehen. In der oberen Etage angelangt, ging Mr. II direkt auf da- Chefzimmer zu und trat ein. Mr. Warden I saß noch in seinem Lehnstuhl, aber e« war ihm gerade eingefallen, daß es Zeit sei, sich au- dem Staub zu machen, nach- i dem er so gut und ausgiebig Bankier gespielt hatt«. Er war nämlich in seinem Hauptberuf der Universalgauner Fox, welcher der Polizei durch seine Missetaten schweren Kummer bereitete. Sein« Spezialität waren Ber. Wandlungskünste und er verstand es meisterhaft in-er Maske verschiedener Persönlichkeiten feine kapitalskräftigen Mitmenschen hineinzulegrn. Augenblicklich mimt er den Bankier Warden, nachdem er da» Original durch eine fingierte Vorladung nach dem anderen Ende von Chicago gelockt hatte. Es berührt« ihn daher sehr unangenehm, al- die Tür aufging und Mr. Warden eintrat. Da geschah aber etwas Sonderbares. Der Eintretende war gar nicht erstaunt, einen Doppelgänger anzutreffen, sondern reichte diesem die-Hand und entschuldigte sich außerdem. „Sie staunen, Mr. Warden", erklärt« er,„daß Ihr Spiegelbild frei herumläust, aber ich habe eine angenehme Ueberrasckung, und Sie werden daher verzeihen, daß ich mir«rlaubt habe, mich in Sie zu verwandeln." Sprachs und stellt« seinen weißen Spihbart neben sich auf den Schreibtisch,„Ich bin's." „Leider", dachte der große Gauner und knickte zusammen, denn er hatte den berühmten Detektiv Craggs erkannt und erwartet« das Ende. Mit wachsendem Erstaunen vernahm er daher di« Ausführung des Kriminalisten: „Als Sie mich neulich mit der Aufgabe betrauten, das Verschwinden eines Perlenhalsbandes Ihrer Frau Gemahlin aufzu- llärcn, dachte ich gleich, daß das Schmuckstück ich noch in Ihrem Haust befinden müsse. Sorgfältige Nachforschungen über das Vorleben Ihrer Dienerschaft ergaben, daß eines der Stubenmädchen an Kleptomanie gelitten hatte, womit der Fall sehr einfach wurde. Es handelt sich nur noch darum, das Versteck zu finden und da Sie mir jede Vollmacht gegeben hatten, erlaubte ich mir, in Ihrer Maske aufzutretrn und als Mr. Warden das Mädchen zu einem Geständnis zu bewegen, da Kleptomanen Frerndcn gegenüber stetverstockt sind. Ich habe mich nicht getäuscht »nd Si« werden zufrieden sein." Natürlich war Fox zufrieden; gerührt trrichelt««r den großen Detektiv, bann steckte er die Perlen in die Tasche und läutete dem Prokuristen.„Miller", sagte er zu ihm, führen Die den Herrn sofort zur Kasse und lasstn Sie ihm 2000 Dollar auszahlen, di« — L— Kleine TieeveovaMtungen. Bon Erna Büsing. Daö saubere Eichhörnchen. Eichhörnchen Purzel, schon zehn Jahre in Gefangenschaft, ist eines der saubersten Lebewesen, die man sich denken kann. ES kam, auS dem Rest genommen, sehr jung zu Menschen. Entweder muß es bereits in allersrührster Jugend eine gute Eichhornerzirhung genossen haben, oder es hat sehr viele nützlich« Eigenschaften ererbt. Wir dem nun auch sei, Purzel beschmutzt nieinals sein Rest. Wenn rin Rüßche», daS er gegessen hat, seinen Kreislauf durch den kleinen Körper beenden will, steht Purzel auf. Mitunter sogar sehr schnell, um aus einen Stock zu klettern, der genau über seinem Rest angebracht ist. Ost erreicht er, trotz aller Eichhorngeschwindigkeit nur noch mit Mühe und Rot den „rettenden Stock". Immer aber, ganz gleich, ob er bloß wackelnd oder fest auf dem Stock sitzt, fallen dir Perlchen ausgerechnet in daS Rest. Ter Zweck des WegeS ist also wirklich nicht erreicht, was Purzel jedoch nicht abhält, Tag für Tag den gleichen unnützen Weg zu machen. Die ahnrnd« Katz«. sanier Transport ihnen dir bei Tieren zur Freundschaft' nötige lange Ancinandergewöh- nung brachte. Daher konnte man dir Tierr selbst im Zoologischen Garten in einem Gehege kaffen. Eie spielten miteinander. Doch als daS Rhinozeros heranwuchS, wurde eS furchtbar grob. ES war nicht offenbar seiner Kraft gar nicht bewußt und drängte und quetschte daS durchaus nicht schwächliche Gnu an die Gitter, daß man um sämtliche Knochen drS Tieres fürchten mußte. Immer zeigte das Rhinozeros seine Kraft, aber nicht a»S Bösartigkeit, sondern nur auS Freud« an der Spielerei; denn Freude und Triumph darf man einem, überall blindlings drauslosgehenden Rhinozeros nicht zutrauen. Man trennte die beiden Tiere. Beide zeigten alle Anzeichen der Traurigkeit. Man ließ sie wieder in das gleiche Gehege. Bride Tiere Warrn rrfteut und die le- bensgesährliche Spielerei ging von Neuem loS, bis dann die Einsicht des Menschen siegte und die endgültige Trennung durchgeführt wurde, die freilich erst nach geraumer Zeit von beiden Tieren in ikirer seelischen Einwirkung über- ! wunden ward. Eine Katze, die schon lange Hauskatze im i allerbesten Sinne ist, darf nicht in die Betten. Sie ist Spielkameradin von drei Kindern. Trotz aller prächtigen Eigenwilligkeit des echten Katzencharakters bringt sie beim Spiel, das heißt, wenn sie als Spielzeug benutzt wird, den Kindern des öfter« Opfer. Sie tut es freiwillig, ohne ausgeübten Zwang und ohne Quälerei. Run trifft es sich, daß die Mutter der Kinder, die Krankenpflege gelernt har, Nachtwachen übernimmt. Der Mann ist früh gestorben, sie muß die Kinder allein durchbringen und die Kinder sind auch groß genug, um Nachts allein bleiben zu können. Aber, die Kinder graueln sich. Daher ist cs kein Wunder, daß Katze einfach i mit ins Bett genommen wird. Dir Kinder! suhlen sich durch die Katze beschützt und das 1 UIIICI wohlige Gefühl der Sicherheit läßt sie ungestört I( e if c schlafen Sie schlafen fest, erwachen aber doch, Freuden genossen hat und ahnt Frauchens Bor- f s, würfe. DaS verspielt« Rhinozeros. Ein Rhinozeros und rin Gnu wurden Kindheitsgcspirlcn, da sic fast zu gleicher Zeit gefangen worden Warrn und ein langer, gemein- Der rücksichtsvolle Esel. Tag für Tag traf man den Esel in der Nähe Kairos aus sandigen Wegen mühselig und beladen. Er schleppte alles mögliche. Aus Zuruf trottete er hinter seiner Herrin her. Er war das Abbild urcwigcr Gleichmut. So sah man ihn Tag für Tag, bis die Herrin, bestimmt gegen alle Verbote ihrer Familie, sich mit einem jungen Kameltreiber anfreundete. Wenn der junge Mann sein Kamel abgegeben hatte,«S gehörte einem Hotel in Kairo, das er als romantisches Beförderungsmittel seiner prominenten Gäste gebrauchte, kam er seiner Angebeteten entgegen. Tas junge Paar hatte sich unendlich viel zu erzählen. CS tat sehr heimlich und tuschelte, unter vielem ängstlichen Umsehen, ganz, ganz Dennoch wußten genaue Beobachter eS »——»—n i viele hundert Meter entfernt, daß die beiden wenn dir Mutter Morgens leise kommt^ denn f wieder zusammen waren. Der Esel brauchte dann springt die Katze, die Frauchen am? itt j nämlich nur den jungen Mann zu sehen, daun kennt, mit mächtigem Satz aus dem Bett setzte Grauchen sich in Galopp und rannte Die Katze weiß also, datz^sic unerlaubte| f 0 schnell er konnte, in seinen Stall. Er, der > sonst immer Schritt vor Schritt ging, fand jetzt ! feine Beine. War der Esel nun rücksichtsvoll und wollte die beiden nicht stören? Oder nahm er nur seinelk eigenen Vorteil wahr und rannte darum so schnell wie möglich in den Stall? Anweisung unterschreibe ich später." Mit gegenseitigen DankeSbezeugungcn verabschiedeten sich die beiden Herren. Der Detektiv hatte seinen Spitzbart am Schreibtisch stehen lassen und Fox klebte ihn an die Wand, wo er sich wie ein Antilopenhorn auSnahm. Mittlerweile hatte sich unten in der Halle die eingangs erwähnte Szene abgespielt; der Leidtragend« war der wirkliche Mr. Warden. Er tvar etwas früher in di« Bank gekommen, als Fox annahm. Als er sich nach dem Attentat notdürftig erholt hatte, bestieg er gekränkt den Lift, fuhr nach oben und rieb dabei seine schmerzende Gesichtshaut. Aussteigend sah er sich dem Detektiv gegenüber, klemmte sich das Monokel ins Auge und freute sich, endlich wieder einen vernünftigen Menschen zu begegnen.„Ah, da ist ja mein lieber Craggs!" begrüßt« er ihn. Die Well meinte es aber an diesem Tage schlecht mit Mr. Warden. Der Detektiv sah ihn einig« Sekunden verwunde« an, dann schob er zweimal den Unterkiefer vor und zurück und sagte:„Ha, das riecht nach Fox." Wie wenn er bei dem Portier gelernt hätte, faßte er dem Bankmann in vtzn Bart beschrieb mit der wickelnde» Hand eine Wendeltreppe, stemmte das Knie gegen den Magen des Unglücklichen und mühte sich, besten Bart abzuziehen. Während der Detektiv staunte, daß dies nicht gelingen wollte, schrie Mr. Warden aus aufrichtigem Schmerz und über das doppelte Unrecht, das er erlitt. Dann massierte er in ehrlicher Empörung den Detektiv mit leichten Kinnhaken. Diesen günstigen Augenblick benützte Fox zu seinem Abgang. „Nur so weiter, junger Mann!" klopsrr «r dem Kriminalisten int Vorbeigehen auf die Schulter und entschwand. „Hat man mir auch den Bart ausgerissen?" rief der Bankier dem Ganncr nach, denn er war so aufgeregt, daß er diesen infolge der großen Aehnlichkeit sür sich selbst hiät. Fox war aber schon dahin, und an diesen Tagen triumphierte das Laster. Der Detektiv bekam infolge des Aergers «ine leichte Gelbsucht und bald daraus ein freundliches Schreiben: Sehr geehrter Herr CragaS, ich glaube, Sie werden zu dick und eignen sich nicht mehr zum Detektiv. Werden Sic lieber Schriftsteller und schreiben Sie eine Geschichte. Dies ist hiermit geschehen. Historische Wespe. Wespenurahnen gab cs schon in jenen Erdzeitaltern, da über Mitteldeutschland ein blaues, warmes Korallrnmeer rauschte, dessen slchengc- bliebene Riffe heute noch, gleichsam zur Erinnerung an jene Periode, den Namen Kreide tragen. Auch das spätere urweltlich« Paradies der deutschen Palmen-, Lotos- und Kampferbäume, das Tertiär, entbehrt ihrer nicht, denn zwischen Blättern und Farnabdrücken tragen die Braunkohlen zuweilen auch Spuren von Flügeln nnd Chitinkörpern, die beweisen, daß die uralten Wespcngroßmütter ihren heute lebenden Enkeln fast aus« Haar ähnlich gesehen haben. Tie früheste historische Wespe dagegen ist um sehr vieles jünger; sie zählt nur etwa dreitausend Jahre. Und da sie unter nicht ganz alltäglichen Umständen gesunden wnrdr, lohnt eS sich vielleicht, ihrer zu erinnern. Ihre Heimat ist das Land der Mumien, Aegypten, und dir Ursache ihrer Entdeckung ist die berüchtigte, seit Jahrhunderten geübte Gewohnheit der Araber, die verschlossenen Gräber auf;»brechen und zu plündern. Dieser Gräberraub scheint in Aegyp- leu allerdings, wie so vieles, bereits antike Mode gewesen zu sein, denn um sie vor Leichendieben zu retten, brachte man während der 20. Dynastie bereits— also etwa 1000 v. Ehr.— mehr als 100 königliche Mumien samt Schätzen und kostbare» Särgen in einen völlig verborgenen Schacht bei Theben, so gut hinter Steine» vergraben, daß seine Kenntnis mit den Menschen jener Zeit ausjiarb und im Sande der Wüste versank. Erst die Araber spürten die verborgenen Fclscngängc, 12 Meter unter der Erde, wieder ans, und da sic töricht genug waren, dort gestohlen« kostbare Papyri zum Kauf anzubictrn, so wurden sie durch Strafen und Drohungen endlich dahin gebracht, dir Lage des Schachtes i zu verraten. Unerhörte Kullurschätzc an Schmuck, edlen Metallen, Waffen nnd Dokumenten lohnten die zugreifende Gerechtigkeit. Eine der verschollenen Königsmumicn, die einstmals als Amenophis I. um 1557 v. Ehr. ein Herrscher von unumschränkter Gewalt und göttlichen Ehren gewesen war, trug noch so reichen Blumenschmuck, daß man die Blüten erkennen und bestimmen konnte. Und mitten in ihnen saß, den Rüssel noch saugend vorgestreckt, eine Wespe, die wohl einst, ganz in Duft und Farbenglut versunken, das Schließen deS schweren Holzdeckels versäumt hatte und mit eingesargt worden war, um erst 3000 Jahre später daS Licht der Sonne wieder zu erblicken. DaS trockene, oft mehr als hundert Jahre völlig regenlose Klima hatte ihren zarten Leib i ebenso gut bewahrt wie den ihres einstigen Herrschers. R. Francs. So stark find- Anfetten. Ungeheure Muskelkräfte. ml. Ein amerikanischer Forscher hat Versuche mit der Muskelkraft der Insekten angestellt und beobachtet, wir eine Ameise, die in ihren Kiefern eine tote Spinne hielt, in einer Sekunde einen aufwärts gerichteten Weg ihrer Machen Körperlänge zurücklegte, was einer Geschwindigkeit eines Autos von 640 Kilometern in der Stunde entsprechen würde. Eine Spinnenart, Agelaena nevia, legte sogar in der Sekunde das Hundertfache ihrer Körperlänge zurück. Im gleichen Verhältnis müßte eine Lokomotive mit einer Schnelligkeit von 1.2 Kilometern in der Sekunde fahren. Die Puppe einer roten Heuschrecke sprang das FLnfzlgfache ihrer Körperlänge weit; ein Kängeruh müßte 60 Meter weit springen können! Mitglieder der Jnsrktenfamilie Sminthunis, 0.5 Millimeter lang, sprang sogar das Fünfhundertfache ihrer Körperlänge. Der gleichen Leistung würde ein 400-Meter-Sprung eines Menschen aus gebückter Stellung entsprechen. Ein Käfer einer Skarabäus-Art hob mit Bleistückchen beschwerte Körbchen, die 880- mal so schwer waren wie er selbst. Dementsprechend müßte ein Elefant eine Last von 2500 Tonnen tragen, um die gleiche Leistung zu vollbringen. Aehnliche Leistungen zeigen Insekten beim Fall. Ein aus sechs Meter Höhe fallender Mensch wird wohl stark verletzt, eine Maus kann das Sechzig-, eine Ratte das Hundertfache ihrer Körperlängc ohne Schaden herabfallen, aber Käfer oder Raupen fallen ohne Verletzung dreißig Meter herab, obwohl dies das 1600fache ihrer Körperlängc darstellt, wobei der Fall allerdings durch den Luftwiderstand verlangsamt wird. Katharina und die Lriestasche. Eine Dame stand vor dem Einzelrichrer. Katharina die Große, eine stattliche, augenblicklich aber etwas ramponiert wirkende Erscheinung. Katharinas Leben zählet vierzig Lenze, und das ist eine lange Zeit. Zählen Jahre für Frauen ohnehin doppelt, so für Benustöchter dreifach. Und so steht Katharina heute aus. Sie muß dereinst sehr, sehr schön gewesen sein. Und heute vennag sie mit einem Kilo Schminke und einem Sack Puder blühende Jugend hervorzuzaubern. Roch im vergangenen Monat ist sie im Licht einer Straßenlaterne von einem nur leicht Angetrunkenen für eine Vierzehnjährige angesprochen worden. Dieser Mann war ein schwedischer Seemann, der nach langer Seefahrt endlich wieder einmal im Hasen der Liebe Anker fallen lassen wollte. Er wurde mit Katharina einig. Nach dem Abschiedskuß vermißte der Seemann seine Brieftasche mit 700 schwedischen Kronen. Er machte Krach und beschuldigte Katharina des Diebstahls. Peinlich. Das war damals eine langwierige, schwierige Sache. 700 schwedische Kronen sind kein Pappenstil und wer sie besitzt, gibt sie nicht gerne wieder her. Für den Seemann war es die Heuer einer langen Reise. Die Kriminalpolizei mischte sich in die diskrete Angelegenheit und nahm Katharina ins Gebet. Sie leugnete, leugnete hartnäckig und lange, lange. Sie habe alles getan, alles, aber die 700 Kronen habe sie nicht geklaut. Dabei blieb sie lange, sehr lange. Es geschah aber, daß in der in Frage kommenden Zeit eine ehrsame ältere Dame auf dem Wochcnmarkt einkaufen ging und die erstandenen Waren mit Schwedenkronen bezahlen wollte. Einen Einhundertkroncnschein hätte sie gerne gewechselt gehabt. Bon diesem nicht alltäglichen Vorfall bekam die Kriminalpolizei Wind und mit der ihr eigenen Findigkeit stellte sie sehr bald fest, daß diese ehrsame ältere Dame Katharinas Zimmcrwirtin war. Das weitere war eine Kleinigkeit. Kacharina gab ihr Leugnen auf und gestand, dem Seemann die Brieftasche... ja, aber nur 400 Schwedenkronen wären darin gewesen. Bei dieser Behauptung blieb sie auch vor dem Richter. Katharina wurde zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Fünf Wochen der erlittenen Un* Die Bugwelle rauscht. Am Horizont verlöschen di« letzten Lichter. Dicke, schwarzgclbe Wolkenbänke drohen. An Deck ist alles sestge- zurrt. Tas Schiss ist für den Sturm gerüstet. Die Maschine pocht wie ein schwer schlagerweS Herz. An der Bordwand schäumt und strömt daS Wasser. Die Laterne am vordersten Mast schwankt; später schlägt sie Kreise und Ellipsen. Ich stehe unter der Brücke und starre in dir aufgeregte Nacht. Ter Wind hat zngenom» men; Blitze leuchten durch das dunkle Sturmgewölk. Gewitterregen peitscht das Deck. Das Vorderschiff wühlt sich durck Regenflut und Wellengischt. Der ganze Kasten tanzt auf und ab und stöhnt wie rin lebendiges Wesen. Eine schwere Hand liegt auf meiner Schulter. Der Ingenieur steht neben mir, und wir starren gemeinsam in das Chaos. „In so einer Nacht könnte man gut über Bord geben!" Der bat das ganz ton los, weltverloren, gesagt. „Nanu, Selbstmordgedanken?" „Manchmal kommt eS so über mich!" „Man muß die Ohren steif halten, und dann mitten durch, so.wie die„Positano" sich jetzt durch daS Wasser wühlt." .^kommen Eie; ich werde Ihnen Bilder von meiner Frau und meinen Kindern zeigen." Trübe brennt die kleine elektrische Lampe. Sir zittert in ihrer Fassung beim Wogentanz des Dampfers. Frauen und Kinder, Gestalten mit Photographiegeflchtern blicken aus einem abgegriffenen Lrderband heraus. „Und da wollen Sir über Bord gehen?" „DaS— war— mal— meine Frau!" Stockend kommen die Wort« aus dem Halbdunkel.„Seefahrt ist nicht gut für Männer und nicht gut fiir Frauen."— Und wieder liegt Schweige» über dem Raume. Der Ingenieur greift in den llcinen Schrank.„Aller Rum", sagt er uich schenkt rin. „Kopf hoch, mein Lieber!" Er winkt ab, trinkt langsam sein mit Rum gestilltes Wasserglas leer.„Sehen Sie, ich hab' gedacht, bist doch'n Kerl; was weg is', is' weg! Aber in solchen Nächten bin ich eben kein Kerl; dann saus' ich mich voll. Wilk den ganzen Mist vergessen. Aber das Gift dazu muß noch gefunden werden.... Und, weil's nich' gefunden wird, geh' ich über Bord. Ehrlicher Seemannstod is' besser alö so ein Hundeleben. Wozu, frage Ich dich, mein Junge, wozu hier weiter herumkutschieren? Für wen?" Mit zitternder Hand füllt er wieder sein Glas. Hoppla! Der ganze Raum torkelt, und ein Strahl des alten Rums rinnt über den Tisch. Fuselgeruch nebelt alles ein.„Laß!", sagt der Ingenieur.„AlleS egal!" Dann steht er unsicher auf und tastet sich zur Tür. Und weil das Schiff so segensreich schwankt, fällt er auf mich wir rin Mehlsack, der den Halt verlor. Müdigkeit, Alkohol und Sturm machen eS tersuchungenhast werden bei der Strafhaft als verbüßt berechnet. Kacharina ist wegen solcher und ähnlicher Sachen schon ost bestraft worden. Das Urteil war deshalb so hoch. Man nahm Diebstahl in strasverschärstcm Rückfall an. Der Seemann ist sein Geld los. Katharina sitzt chre Strafe ab und wenn sie aus dem Gefängnis kommt, ist sie vielleicht um einige Zeit jünger geworden. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Vielleicht kommt Katharina als gebrochene alte Frau aus dem Gefängnis. Bartolus. nicht leicht, wieder hochzukommen. Halb im Dämmer begreife ich, daß der Ingenieur blutet. Er muß sich beim Fallen verletzt haben. Endlich, endlich liegt er in seinem Bette. Die Tür zur Koje ist offen; einen Schlüssel gibt es nicht. Aber, wen» man sich vor die Tür legt, kann man ganz gur gegen den Wellengang ankämpfen und muh auch merken, wenn einer über einen hinwegtnrnen will. Trotz Sturm und Gewitter schlafe ich ein. Zwei kräftige Arme packen mich, heben mich hoch wie ein leichtes Etwas.„Wie kommen Sir in meine Koje?" Der Ingenieur steht vor mir, stisch und gerade, wie ein ganzer Mann. Ich deute aus die Wunde an seiner Stirn. Er versteht mich nicht, hat alles vergessen, will auch' an nichts erinnert sein.„Jeder muß mit sich selber fertig werden!" sagt er ganz ruhig.„Und, wenn di« Sonne scheint, ist alles in Ordnung!" Draußen lacht wirklich die Sonne. Rur die Wogen gehen noch hoch; Poseidon ist zahm geworden. Die AegäiS wird langsam glatt wie ein Teich, den der Wind zufrieden läßt. Der Dampfer läuft zwischen den Insel» der Kleinasiatischen Küste. Ter Ingenieur geht in einem großen Bogen nm mich herum. Aber als wir am Abend vor Mytilini liegen, ist er wieder bei mir. Dunkelheit löst seine Zunge. „Das ist nun Mytilini", sagt er,„das ist die Insel, die bei den ollen Griechen eine so große Rolle gespielt hat. DaS war auch mal ein Mittelpunkt der Welt. Wie haben sich die guten Bürger in den Haaren gelegen; selbst die edle Sappho hat hier nicht nur gesungen, sondern auch gezetert. Und was haben sie alle davon gehabt? Einen Treck! Mazedonier, Römer, Byzantiner und Türken haben hier geherrscht, und nun ist alles wieder griechisch. Die Geschichte hat sich im Kreise gedreht. Verstehen Sie nun, daß man den Katzenjammer kriegen kann, wenn man durch dieses verdammte Wasser fährt und dabei noch an sein eigenes Elend denken muß?" Ich nickte stumm. Er drückte mir die Hand. Vom Strand her klingt Musik in die Rächt hinaus. Tort scheint man lustig zu sein. Durch das Glas entdeckten wir bunte Lampions und wandelnde Menschen, ein hübsches, farbenfreu- diges Bild, das geheimnisvoll und lebensprühend die Dunkelheit durchbricht. „Die da drüben". sage ich leise", haben das Gestern vergessen. Auf den Trümmern der Vergangenheit lebt jetzt«in neues Geschlecht." „Das stinimt wohl, aber es sind Jahrtausende darüber vergangen. Ein Menschenleben ist wohl zu kurz, nm wirklich vergessen zu können..." Die Dampspseisr heult schaurig und kreischend in die Nacht hinaus. Sir verschluckt die leis« Musik, die vom Hasen herüberweht.. „Ja, mein lieber, dir ist mit Dampf geheizt und nicht mit Pessimismus", sagt de« Ingenieur lachend, grüßt und geht an sein«, Arbeit. 3ioii$«n Nacht und morgen. Don Willy Mobils. — 4— Das abgebaute Vfeeb. Meinei ttzMnU in ter Stadt. Recht müde trabt ein Rößlein durch die Strotzen, Er ist rin altes, abgebautes Pferd. Es mag nicht mehr, ob drohend schwebt die Peitsche Auch über ihm wie rin Damoklesschwert. Und' plötzlich bleibt es wie verloren stehen. Schon sammel» Leute sich am Straßenrand Um das Ereignis hilflos zu betrachten— Was wohl das alte Pferd dabei empfand? Und immer größer wird die Meitschenmenge, Doch ratlos steht sie vor dem alten Pferd. Kein Mittelchen bringt wieder rS zum Trabe« Zn seiner Schwäche, steif und lastbcschwrrt. Ich sah es auch so im Borübrrgrhen, Als Sinnbild nahm ich das Geschaute hin. Verkörperung der heutigen Wirtschaftsordnung Mir dieses abgebaute»lüde Pl-rd erschien. Um di« sich viele Merychen auch demüheu. Mit. Mittelchen, die rurzulänglich sind. Was macht man mit dem Pferd, dem abge- bauteu. Ma» geht zum Schlächter doch mit ihm geschwind? Und mit der Wirtschaftsordnung, der betagten— Trotz ihrer Impotenz man sie unuvirbt, Au neurnr Leben wieder aufzupäppeln, Bis durch den Stoß von unten sie doch stirbt. August Ruedolf. Mas mancher mehr wech. In Uruguay gehören dem Staat die Eisru- bahne», die Dampferlinien, die Versatzämter, dir Banken, die VersicherungSgesellschaftcn, dir Hotels, die Gaswerke usw. Selbst die Nachtklubs sind in Staatsbesitz. Ein gewisser McLoughin in Ontario hat eine Symphonie geschrieben, die er„Influenza" betitelt»ich die mujikatijch di« Syu»v tome der Krankheit schildert Wenn eine Spinne während des Regens ihr Ney webt, ist gutes Wetter zu erwarten. Bei anhaltendem Regen arbeiten die svinnen nicht Der kürzlich verstorbene William Wrigley besaß in Kalifornien einen Zteinbruch. Da die Luft hier meist dilk von dem Staub war, der bei den Arbeiten anflvirbelte, kam er auf den Gedanken, daß man, ivenn man diesen Staub sammelte, ein ungewöhnlich seiuzerteil- tes Rohmaterial für Tonkrüge und andere keramische Gegenstände gervinnen könne. Die aus diesem Staub bergestellten Tongesäße sind 1>♦- solcher» gut und haltbar. Um da- Jahr 1000 bestellte der Kaiser Sunq von China bei einem Topsmacher«ine Base, di« so empsindsam sein sollte, daß sie errötete, wenn jemand in ihrer Näde einen bösen Gedanken über ein Mitglied der kaiserlichen Familie dächte. Der Topsmacher Chan war vor keine leicht« Ausgabe gestellt, aber es gelang ihm, eine Base herzustellen, die wirklich van» und wann errötete— allerdings nur, wenn ein Tonnenstreif aus ihre Oberfläche fiel. Die seltsame Base wurde in einem Palast in Peking ausgestellt und zum Mandarin ernannt. Sjr bekam sogar Frauen und Rrbeusrauen und einen Stab von Dienern, die di« Base behüten mußten. Sie achteten sorgfältig daraus, daß Vie Base im'Schatten blieb, denn chr Erröten konnte ja für jede» von ihnen den Tod bedeuten. Der grösste Planet unserer Sonnensystems, der Jupiter, ist ISOOmal so groß wie unsere Erde. Tharakteristisch für den Jupiter sind die parallel angeordnetrn dunklen Streifen, die sich zu beiden Seiten seines AequatorS über sein« Oberfläche erstrecken. ES wird angenommen, daß sie aus Dampfmassen in der Atmosphäre bestehen. Nach Ansicht der Gelehrten ist der Jupiter in seiner jetzigen Beschaffenheit rin Bill» der Erbe, wie sie früher war, während der Mond und seine Beschaffenheit die Zukunft der Erde zeigt. In den Bereinigte» Staaten werden in jedem Jahr mehr als 125.000 Pferde für Nah- rungSzwrcke geschlachtet. Obwohl viel von diesem Fleisch exportiert wird, wird rin großer Teil auch von den Zoologischen Gärten und Menagerien Amerikas verbraucht Altes Eise».„Run, wie sind Sir mit dem Wagen zuftieden, den ich Ihnen letzt« Woche verkaufte?" fragt« der Händler mit alten AutoS. „Alles macht daran Lärm außer der Hupe", seufzte das Opser. Fürs Alltäglich«.„Ich möchtr gern ein Dutzend Champagnergläser," fordert Frau Protz. Ter Verkäufer fragt mit einem flüchtigen Blick auf ihre stattliche Erscheinung:„Sie wünschen doch gewiß die allerbeste Ausführung?"„Ist nicht nötig," entscheidet sie von oben herab,„fürs Alltägliche genügt mir auch schon eine etwas billigere Torte." ■ Ter Totenschein. Als Alfred Döblin noch > in Lichtenberg praktizierte, kam jemand mit der Bitte zu ihm, seiner heute gestorbenen Frau den Tolenschein auszustellen.„Ja, aber Mann, was reifen Tie denn da durch ganz Berlin zu mir: das hätte doch jeder Arzt in Ihrer Nachbarschaft ebenso gemacht!"„Herr Doktor sind uns aber so dringend als guter Arzt empfohlen worden!" Methusalem.„Hier, nehmen Sie", sagt der Arzt bcnlhigend,„ivenn Tie das Mittel regelmäßig nehmen, können Sie 70 Jahr« alt werden." Ter Patient rutscht verlegen auf seinem Stuhl hin und her. Er hat noch etwas auf dem-Herzen.„Na, was ist denn, lieber Mann?" —„Herr Doktor, haben Se»ich ein anderes?" —„Wieso ein anderes?"—„Weil ich nämlich schon 75 bin!" Anzüglich. Eine junge Dame sragr»inen beton»len Zoologen:„Wie weit sind Sie denn mit Jhrcin neuen Derk über die Bögcl, Herr Professor?"„Ich stehe gerade vor der Gans," meinte arglos der gelehrte Mann. D«r Gern ich. Vorkriegszeit, Nachtübung beim Manöver. Fiiedrich August von Sachsen begegnete in der Dämmerung einer Patrouille. „Nu, wo wodr'n bin?" fragte der König leutselig.„Wir gehen Patrouille, Majestät!" meldet der Unrerofsizier in strammer Haltung. „Wärdr eich noch zurechtesinden?"„Ich habe eine Kart« dieser Gegend und einen Kompaß, Majestät!" lind der llnteroflizicr weist beides vor. Friedrich August betrachtet tiefsinnig die blanke schwarze Radel im Kompaßgehäuse, dann bemerkt er kopsichüttelnd:„Nu, nach däm Ting kenntr eich doch»ich richten, das waggelt ja hin und här." Ni« umsonst.„Wenn ich nun an der Krankheit sterbe, Herr Doktor, ist di« ganz« Behandlung umsonst gewesen."—„O nein. Bezahlen müssen sie auf jeden Fall!" GchaKScke. All« Zuschriliea und Anlragen au Een. Wenzel Echaroch. Zwettnip Ar. db del Teplltz-Schünau All«» Aulrogen lll Ritiaiairli belzuligeu. Schachaufgabe Nr. 137. Von Emil Dlanebler. Telsche«. Schwarz: KcS; Dd8: Th». U3; LaR. U; Sb6. ri(«1. ■ h r<1 e> e h 8 e / « 5S SÄ’* 7 ö € 5 A» M 5 4 M Aö» K 4 d LMAL« MU » r Ä 8»» 3 i « W? M M 1 « 1. c 6 t» 1| h Weil: Ka3: DM; Tri: Ldi; Sc«:»iS. d3. ri. 17(•>. Matt In 2 Zflgen*. Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe en Gen. Scluiroch Weurel. Zwettultt, elnmenden, Lösuog»xug za Nr. 134; Kd-dl Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Beutel Wilhelm. Arnsdorf bei letschen; Qubc Wense!« Kaiserswalde: fliehe Josef und Fritsch Anton. Markersdorf; Böhm Heinrich. Jonsbach; Wenzel Adolf« Amsdorf bei Haida: Pöpperl Teo. Auperschin; Schwär* Raimund. Skulpa Erwin. Kropf Rudolf, sämtliche ans Klostergrab; Dinnebier Emil. Tetschen; Schöbel Fraas, Staraluits; Groh mann Julius. Ossek;■ Reinert Julius» Nestomitz; Mildorf Adolf. Tischau: Walter Ludwig. Robek Frans, Michel Rudolf. Schmied Ferdinand, sämtliche aus Kwltkau: Triltsch Gustav. Wlsterschaa; Grimmer Emil. Katarinaberg. D. E.. Tetschen: Nr. 6 unlösbar nach DR—c5. L>'1>; Sd7t. DXd7 oder Seit K—64. bei TXD dasselbe. PARTIE Nr. 37. Gespielt im Zukmantler Jnbilftumseinzelturuler am 22. April 2933. Weiß: Schar och Wenzel. Wlsterschaa. Schwarz: Gabler Bernhard. Elchwald. Königsindisch. 1. 62-64 Sri—16 2. c2—c4 g7—gt> 3. Sbl—c3 67—65 Bei 3. Ltt—g7 kann WeiB auch Lei—14 spielen, was nachher in dieser Partie im 4. Zug geschah, besser Jedoch g2—g.J! Nicht gut Ist 4. e2—e4, etwa so: 4... O—O S. St3 66. 6. LcJ Sbd7, 7. 0-0. c3. Damit erreicht Weil nichts Besonderes, sein KönigslAufer steht ungünstig. dagegen auf g2 hat er eine freie Diagonale Inns. 4. Lei—14 c7—c6 5. c2—cJ LiS—g7 6. Sgl—13 SM—67 7. Tal—cl dSXc4 Sofort 0—0 dürfte richtiger sein: flbrt der Assis- hende fort mit c:d. dann S' nebst Sdft». < dadurch die Position verschlechtert wird. Zu tpidta war TaB—<8. 22. De2Xf3 Uc7- eS 23. «r-rs I»c5' b2 24. Tel—c2 Db2—<5 TcJ—dJ Taft—c« 26. Di3—b7 Mil der Drohung T X J6. Der Randbauer muß lallsn. 26. Tri-bS 27. Db7X a 6 Ld6—e7 28. T