Eyre, wem Eyee gevtiyet. Von S. GnvttMer. Der Schreiber Wang saß an seinem mit unzähligen Akten beladenen Schreibtisch im chinesischen Finanzministerium. So sehr lastete alle Arbeit auf ihm, daß jeder rings um ihn verfügbare Platz mit hohen Ztößen belegt war. Diese reichten hinauf bis zum kleinen, vergitterten Fenster des ebenerdigen Raumes, weshalb nur mehr ein einziger Sonnenstrahl einfallen konnte. Wang hatte gerade den Rechnungsbericht der Staatsausgaben des letzten Jahres fertiggebracht, als der Gong ertönt«, der ihn zu seinem Vorgesetzten rief. Rasch nahm er die seidene Mappe und stieg in den ersten Stock. Mit tiefen Verbeugungen betrat er das Zimmer des Oberschreibers und reichte ihm den Akt. „Es ist Zeit, daß du damit fertig bist!" sprach der Chef und nahm den bemalten Bogen.„Doch, was sehen mein« Augen? Du wagst zu schreiben:„... Unser Etat wurde um rund 170 Millionen Cent überschritten?" Was soll das heißen?" „Ich habe es nach den Aufstellungen der Rechnungsabteilung zusammengefaßt", entgegnete Wang unterwürfig. „Aber was heißt,„uni rund 170 Millionen Cent überschritten"? Haben die Ausgaben überschritten oder nicht! Du wirst begreifen, daß ich den Finanzbericht so Seiner Exzellenz, dem Herrn Minister, nicht unterbreiten kann. Du mußt cs ändern! Statt„rund" setzt du„keine", verstehst du? Und morgen bringst du cs säuberlich und rein zu mir!" Wang verneigte sich tief, nahm die Mappe und verschwand in seiner Kammer. Versonnen tauchte er einen neuen Pinsel in die Tusche und begann-en Akt von neuem zu malen. Am nächsten Morgen übergab er das Schriftstück.„Es ist gut!" sagte sein Vorgesetzter und entließ ihn gnädiger als gestern. Ein Gongzeichen berief bald den Obcr- 'chrcibcr—-ä der Weg zum Minister steil und lang ist— nur ein Stockwerk höher, zum Direktor. Tief verneigt überreichte er die Seidenmappc. „Das ist der Bericht, nicht wahr?" und der Direktor las. Sein« Stirn furchte sich nachdenklich.„Aber, aber wie stellt Er sich das vor, daß dies der Herr Minister versteht? To kann ich es ihm nicht unterbreiten. Was heißt das,„unser Etat wurde um keine 170 Millionen Cent überschritten?" Was wurde nicht überschritten? Natürlich das Aktivum!" Zustimmend neigte sich-er Oberschreiber. „Dock warum schreibt Er„um kein« 170 Millionen Cent überschritten?" Beim Aktivum kann man es ja anders sagen." „Ich werde es sofort machen", antwortete jener, ohne die Augen zu erheben. Als er in seinem Zimmer war, befahl er nm Wang und sprach:„In diesem Zustand kann Seine Exzellenz den Akt nicht brauchen. Weiß man daraus, lvas nicht überschritten wurde?— Tas Aktivum will er unbedingt darinnen haben." „Der Finanzbericht ist aber nicht akri...", wollte Wang erklären. „Das? Schweig, Lu Tuschkuli! Und halte dich an das, ivas Sein« Exzellenz durch mich dir aufträgt!" Roch reichte ihm der Oberschreibcr den Akt und wies zornig nach der Tür. Traurig pinselte Wang bis tief in die Nacht. Am dritten Morgen brachte er den Akt wieder dem Oberschreiber, dieser dem Direktor. Er nahm die Seidenmappc entgegen, und mit dem Gongschlag stieg er in-en dritten Stock, zum Oberdirektor. Während dieser sehr aufmerksam las, zogen sich die Schnurrbartspitzcn steil hinunter. „Herr Direktor", sprach er dann,„dieser Aki wir- Seiner Exzellenz nicht gefallen, wenn ich ihn so übergeben soll. Ich kenne ja seinen Geschmack. Sie schreiben:„Das Aktivum unseres Etats hat keine 170 Millionen Cent überschritten." Das har das „keine" hier zu tun? Entweder hat cs so viel erreicht oder nicht! Stellen Sie das richtia!" Damit war der Direktor entlasten. Sogleich ließ er den Obcrschrciber rufen, um die Korrektur des„Ministers" durchzuführen, dieser trug es wieder Wang auf, der neuerlich malen mußte, obgleich er schon müde>var. Am vierten Morgen ging der Akt von Stock zu Stock, bis er abermals zum Ober direktor gelangte. Ein Gongschlag berief diesen zum Mandarin in das vierte Stockwerk. Und beim nachdenklichen Lesen fing besten Zopf bedeutungsvoll zu schwingen an. Dann sagte er:„Sie schreiben hier, Herr Oberdirektor:„Das Aktivum unseres Etatbar 170 Millionen Cents erreicht." Schluß! Punktum!... Auf so«in« Art kann ich dies Seiner Exzellenz nicht übergeben. Sie müssen in einem wärmeren, unser«! Sprache gemäß, blumenreichen Stil schreiben. Auf Wiedersehen!" Eine Handbcwegung und der Oberdirektor entfernte sich. Hierauf ließ er gleich den Direktor holen, dieser dann den Ober- sthreiber, dieser wieder den Schreiber und jeder wies auf den Wunsch des„Ministers" hin. Wang zog sich zurück, schrieb die ganze Nacht, daß sein« Augen rot vor Plage wurden. Am fünften Morgen klomm das neue Schriftstück immer höher, von Namen zu Namen, di« immer länger und vornehmer klangen. Wieder ein Gongzeichen bedeutet«, der Mandarin solle beim Obermandarin erscheinen. Er vertiefte sich in den Stoff und las folgende Stelle vor: „Unsere Staatsfinanz, die einer reinen Lotosblume gleicht—«in strahlendes Juwel des Erhabenen Konfutse—, ist lieblich auf- gcblüht. Tauperlcn, in einer Anzahl von 170 Millionen, deren jede einen Cent dar» stellt, leuchten vielfarbig.daraus und spiegeln den Gian; unseres Reiches wider."—„Gan; nett, lieber Mandarin, aber so kann ich den Ak: Seiner Exzellenz nicht übergeben. Sie misten selbst, wie man sich geschmeichelt fühlt, wenn man seine Verdienste schwarz auf weiß liest. Tie müssen also noch Sein« Exzellenz etwas zu würdigen verstehen." „Ick werde es macken!" entgegnete der Mandarin." Wieder fiel der Aki von Ttockwerk zu Stockwerk, bis er in dem immer dunkleren Kämmerchen landete. Mit weichen Pinselstrichen und arg übermüdet schrieb Dang alles neu und fügte den Nachsatz bei:„Bor allem ist es ein besonderes Verdienst unserer durcklauchten Exzellenz, des Herrn Fmanz- ministers, dies« Blüte gehegt und gepflegt — L— zu hoben. Der Erhaben« beschirme seine irdischen Pfade!" Am sechsten Morgen stieg der Akt empor und gelangte schließlich zum Obcrmandarin. Ein Gong verkündete die Audienz bei Seiner Exzellenz im siebenten Stock. Auf dem Boden kniend, mit niedergeschlagenen Micken, überreichte jener den Bericht. Seine Exzellenz las ihn mit freundlichem Erstaunen und sprach dem Obcrmandarin seine spezielle Anerkennung über dessen tadellose Ausarbeitung des Berichtes aus. Huldvoll reicht« er ihm den Rocksaum zum Kusse. " Gleich darauf fuhr dar Minister nach dem Palast des himmlischen Sohnes. Der Kaiser empfing ihn im großen Thronsaal, I umgeben von glättendem Gefolge. Als crl den Finanzakt gelesen hatte, fand er nicht genug Worte über die gute Haushaltung. Zum sichtbaren Zeichen und zum Dank, für die geleistete Arbeit hängte er dem Minister den„großen diamantenen Drachenorden" um, der auf beiden Seiten getragen werden kann. Die eine verhundertfachte Sonne glänzt« dieses Geschmeide, während dem armen und todmüden Schreiber Dang nun auch dar letzte Sonnenstrahl entzogen war. Durch die lange Arbeit an dem Ministerakt waren seine Rückstände bis über die Fensterhöhe ange- wachsen. Als einziger von allen mußte er so lange im Dunkeln pinseln, bis er einen Teil aufgearbeitet hatte, damit der einzige Sonnenstrahl wieder auf seinen Schreibtisch fallen bannte. Kämpfer aus GetftesnaMt und Körpernot. Don 9to6i Am 11. Februar 1913 wurde Franz Sch» hincicr auf dem Wiener Nordwest- bahnhofe von Paul Kunschak, dein Bruder des christlichiozialrn Abgeordneten Franz Kunschak, erschossen. Tag Franz Schuhmeier einer der von den Magen am innigsten geliebten Führer der Partei, ein Bolksmann, der als Mensch wie als Pro- pagator der sozialistischen Idee in höchstem Ansehen gestanden ist, das ist der jüngeren Generation meist nur in unzusammenhän- gender Weise aus den Berichte» der ältere» Genossen bekannt. Man darf es daher mit Freude begrüßen, haß ein früher im Feuil- letontril einer Zeitung erschienene Roman, der die Lebensgeschichie, das Wirken ind die Kämpfe Schuhmeiers erzählt, jetzt in Buchform herausgegeben wurde. l„D e r S ch u h in c i c r." Roman von Robert Ascher, Freiheit-Berlag, Wien I., Singerstraße 12.) Tie Romanform wurde gewählt, weil eine trockene Biographie nicht annähernd imstande gewesen wäre, die prächtige Gestalt dieses Kämpfers ftzr den Aufstieg der Arbeiterklasie so herauszuarbeiten und lebensvoll nachzugestalten, wie es die erzählende Form vermag. Tas Buch will der erste Versuch sein, dir Geschichte' der Arbeiterbewegung im alten Oesterreich, jener Bewegung, die aus einer stumpfen, wesenlosen Masse wissende, wollende, handelnde Einzelmenschen gemacht", in nicht ermüdender Form einer großen Oefscnllichkeit nahe zu dringen. Nachstehend bringen wir eine Leseprobe aus dem Buche zum'Abdruck: Die Fronvögie der arbeiteiiden Menschen sahen mit Verdruß das Anwachsen der roten Bataillone, das Erwachen der Lohnsklaven zu Selbstbewnßtsein, Erkennen ihres Wertes und ihrer Kraft und überhaupt zu Kulturmenschen. Daß es Gewerkschaften gab, die im Namen der Arbeiter forderten, daß sie mit den Vertretern der Unternehmer an einem Tiich sitzen und ol-ich auf gleich verhandeln, daß in den Betrieben Vertrauensmänner,„Spitzel", wie sie die Unternehmer nannten, waren, die darüber wachten, daß der Belegschaft keines der erworbene» Rechte verkürzt oder ganz vorcnthalten werde, daß deswegen in der alljährlichen Bilanz der Reingewinn magerer wurde, das konnten dir Unternehmer nicht verwinden. Aber sie gaben deswegen ihr Spiel nicht verloren. Sie wußten recht gut, daß in einem großen Teil der Proleten noch immer der ererbt« rt QIV«cr. Anechtsinn und die Kriecherei vor dem, der mehr ist und. mehr Hot, schlummerte wie in einem gezähmten Raubtier die Bestie und daß sie es als gottergeben hinnehmen, daß der„Herr" alles hat und sie nichts haben, und das Gefühl, daß das Unrecht ist, gar nicht aufkam, daß sie aber den Rrbenproleten, den Arbeitsbruder beneidete» und haßten, wenn er eine Krone mehr Lohn bekam, eine bessere Hose und zu Hause ein schöneres Bett besaß. Sie erinnerte» sich der alten Herrscherwris- heit„Tivide et inipera", teile und herrsche: Was lag näher, als die Arbeiter zu entzwcien, um von ihnen in Ruhe gelassen zu werden und sie wieder ganz beherrschen zu können. Es handelte sich nur darum, ihre Einigkeit zu zerstören, ihre Organisationen, die Gewerkschaften, zu teilen Und so gingen.sie hin und gründete» gelbe Gewerkschaften. Einmal hießen sie sie unpolitische, dann wieder christliche, nationale Gewerkschaften oder einfach Werkvereine. Zn manchen Großbetrieben war es den Arbeitern überhaupt verboten, einer Berufsorganisation anzugehören. Wer dagegen handelte, flog hinaus. Tie Unternehmer selbst waren natürlich straff organisiert. Sie kauften sich um Schandlohn Judasse, die den Arbeitern in den Ohre» lagen. Sie sollten, raunten sie ihnen zu, doch nicht so töricht sein, von ihrem sauer erworbenen Lohn einen Teil Weib und Kindern abzustchlen, nm der Organisation Beiträge zu leisten. Diese Gelder würden ja doch nur von den Führern gestohlen, verhurt und verpraßt. Sie sollten sich doch nicht von gutbezahlten, ansgefressenen, natürlich meist jüdischen Hetzern gegen ihre Brotgcber auswiegeln lasse», die es so gut mit ihnen meinten und Tag und Nacht sorgten, um ihren geschätzten Mitarbeitern das tägliche Brot zu verschaffen. Sie sollten sich nicht nm die schmutzige Politik bekümmern, die den Eharakter verderbe, sie könnten sich als gute Ehristcn doch nicht mit gottlosen Roten gemein machen und müßten daher in die christliche Gewerkschaft; als echte Teutsche doch nicht mit Böhm und Juden und Slowaken Bruder im Spiel sein und müßten daher in die nationale Gewerkschaft; und überhaupt als anständige Menschen, die ihr« Heimat und ihren Kaiser liebten und gute Patrioten seien, schon gar nicht mit Republikanern und Feinden des Staates auch nur in Berührung konimen und deshalb müßten sie sich der unpolitische» Gewerkschaft oder dem Werkverein anschlicßc». Sie meinten es ja so gut mit ihren Leuten, dir Herren Kapitalisten. Und diese Arbeiter, geehrt und gerührt von der Fürsorge und der Herablassung ihrer„Herren", ließen sich zu den Gelben einfangen und kannten nur mehr einen Feind: ihre Klassenbrüder, die Roten. Und die bekämpften sie mit Messern und Revolvern und denen fielen sie in den Rücken, so ost sie für alle niehr Brot, mehr Freiheit, mehr Sicherheit, mehr Menschenrecht und das Recht auf Arbeit erkänipfcn wollten. Tas ging dem Schuhmcier nahe, sehr nahe. Tas tat ihm weh. Immer wieder las er nach, was Karl Marx darüber geschrieben hat:„Ten proletarischen Bettelsack, schwenken sie als Fahne in der Hand, um das'Volk hinter sich her zu versammeln. So oft es ihnen aber folgte, erblickte es auf ihren Hintern die alten, feudalen Wappen und verlief sich mit lautem und un- chrerbictigem Gelächter." Aber daß es nach so harter und eindringlicher Austlärnngsarbcit, nachdem man sich so liebevoll mit ihm befaßt, es herausgczogen hat aus dem Nichts und dem Treck, noch immer hinter wappenverzierten Hintern herläust, wen» ihm diese unappetitlichen Körperteile hingestreckt werden, das machte ihn ost irre, verzagt, kleinmütig. Und als ihm einmal der Michel meldete, daß einer, den man immer für einen der Zuverlässigste» gehalten hatte, auf den man trauen und bauen durste, zu den Gelben übrrgclaufen sei, weil man ihm, der einige Monate arbeitslos gewesen, eine Arbeitsstelle, und, wenn er sich bei den Gelben brav betätige, baldiges Avancement zum Werksührer versprochen habe, fand er lange keine Worte. Tann sagte er blaß und leise:„Michel, Michel, ich glaube, wir haben uns alle verrechnet. Unser Rechenfehler war eine viel zu gute Meinung von den Men- schen. Mit denen werden wirs nicht erwachen. Noch sehr lange net." „Wie meinst daS?" wollte der Michel wissen. „Wenn wir uns eine neue Welt bauen wollen, brauchen wir ganz neue Menschen dazu. Tie müssen wir unS erst schaffen. Und daS braucht viel Zeit und viel Arbeit und unendlich viel Begeisterung und Geduld." Nach solchen Enttäuschungen verschwand er ost tagelang und trieb sich draußen in der tröstenden und mut« spendenden Natur hcrnni. Er war aber bald wieder auf dem Posten. Bei der Jugend, schon bei den Kindern der Arbeiterschaft, bei der jungen und jüngsten Garde müsse angefongen werden. Der Sozialismus— diese Idee verfocht er nun mit Feuereifer— braucht zu seiner Verwirklichung einen guten, veredelten Menschenschlag, der nicht nur an sich, der auch an die anderen, an das Ganze denkt, er braucht offene Köpfe und offene Herzen von nicht zu erschütterndem Gerechtigkeitsgefühl, solche, denen das:„Was du nicht willst, das man dir tu..." in Fleisch und Blut übergegangen ist. Solche Menschen müsse sich dir Sozialdemokratie selbst heranziehcn. Er begann, indem er in Ottakring die erste Kinderbibliothek durchsetzte und errichten hals. Bei ihrer Eröffnung hielt er eine seiner schönsten und tiefsten Reden: „Ich habe eigentlich einen Vortrag über Bücher halten wollen. Aber als ich dir Kinder sah nnd den Kinderchor hörte, da durchfluteten ganz andere Gedanken mein Her;. Ich erii- nerte mich der eigenen freudlosen Jugend, leer, voll schwerer Arbeit schon vom siebenten Lebensjahr an, und wenn Sie bedenken, daß auch heute noch tausende Kinder ihre Jugend ebenso freudlos verbringen, dann werde» Sie auch die Abenteuer mit Erfindern Bo» Jaroslav Hasel. so Geistes führen und für ihr großes stärke». Gute Bücher lebe» fort fort wie die guten Werke guter als mit rragijch war der Fall des Herrn immer in mein- Caf« zu kommen spielte mit mir eine Partie Bil- ijd) und Tein Schwiegersohn ist schon aus eine Entfernung von icchz-g bis hundert schritten den Tust verspürt, der an Zitronenöl erinnert. Ann hat man schon einige Male beobachtet, daß an sehr heißen Tagen die Verdunstung so stark war, daß Selbstentzündung eimrat und der Strauch eine Weile lang von dellen Flammen umgeben war. Man kann sich leicht vorstellen. Saß diese brennende Luft naiven Menschen Furcht und Verwunderung ein- flößte und in die säge einging In unseren Wäldern findet sich oft ir. großer Menge eine unscheinbare gelbe Blume, das Springkraut. Die Samen flecken in eiförmigen Früchten, die bei leiser Berührung plötzlich anfspringen und die Samen meterweit fort- Diptam, Tietamnns alba, der der Flora Mittelmerrländrr angehört und gerade bei ii seine Wcstgrenze erreicht. Er gehört zu Familie der Rautengewächse, blüht in gro- rosaroten Blüten und hat glänzend grüne In allen Teilen der Pflanze, l am gelauert hatte „Gestern ist mein Bruder zu mir gckom- I men", entschuldigte ich mich,„und da mußte ich I mit ihm in die Oper gehe»: das Hai. mir den J ganzen Abend verdorben. Morgen bringe ich ! Ihnen den Titel ganz bestimmt." „Run, wie wird sie heißen?" marterte er I mich am nächsten Tage „Ich weih noch nicht, weil mir dir Erfindung eines Namens für eine Sache, die ich nicht gesehen habe, furchtbar unseriös vorkommt" „Gut", sagte er,„morgen haben Sie die Matratze in der Wohnung" Ich kann sagen, daß ich aus der Matratze sehr gut geschlafen habe und daß sie wirklich dauerhaft und billig ist. Herrn Baclena schrieb ich, da ich seit damals mein Cai4 zu besuchen aufhörlc, daß ich mich für einen Titel entschieden hätte, der nicht marktschreierisch ist. sondern sich durchaus d.m Gegenstand anpaßt Ich empfehle die Bezeichnung:„Dreiteilige Matratze" Seit jener Zeit verbreitet Herr Vaclcna das Gerücht, daß ich kein Schriftsteller sei, sonder» rin Dummkopf und Betrüger Brennende Büsche und schießende Blumen. Die Sage vom brennenden Dornbusch findet sich bei vielen asiatische» Völkern und auch in der Bibel. Bekanntlich haben sich viele Gelehrte bemüht, die Erzählungen der Bibel nach- znweisen. hat um die Erklärung des| Mannaregcns rin jahrzehntelanger Streit ge- j tobt und man versuchte, sich über die Waljisch-1 art klar zu werden, die den Ionas schluckte, sicher stecken ja auch hinter diesen Fabeln tatsächliche Ereignisie und Lebewesen. Wenn nun ein natürlich vorkonrinciider Strauch Anlaß zur Geschichte vom brennenden Dornbusch gewesen ist, dann höchstwahrscheinlich der der W:i der ßen Fiederblätter. die auch in Gärten gut verwendbar ist, sind in großer Menge ätherische Orle enthalten, dir an sonnigen Tagen stark verdunsten, so daß nian Weniger Baclena, der pflegte. Ter lard, dann führte er mich an seinen vertraute sich mir an.\ Tapezierer und hat eine dreiteilige Matratze er- funde», die sich bequem Zusammenlegen läßt und vollkommen ein Beit ersetzt. Er braucht eine Bezrichnuug für seine Matratze, um sie auf den Markt schleudern zu können. Sir ist sehr billig und dauerhaft. Er hat ! den Schwiegervater ersucht, einen Menschen ans- t( I findig zu machen, der eine paffende Bezeichnung | ersinnen würde, etwas Pointiertes, lind da hat ' sich Herr Baclena meiner erinnert, loeil ich Ge- J schichten schreibe. Wenn ich fähig sei, eine ganze .....,„ i ersinnen, so werde mich solch ein I Titel, ein einziges Wort, wohl kein Nachdenken i kosten Der Schwiegersohn verlange cs nickt I umsonst und werde mir bestimmt feine dreiteilige Matratze schicken.„Run. was meinen Sie, I wie soll sie heißen?" Ich erwiderte,»aß mich dieses Vertrauen sehr erfreue» aber daß man solche Titel nicht aus dem Aermel schütteln könne, daß sie ein spiegel des Gegenstandes sein müssen. Ein solcher Ram« darf nicht schlicht sein, er muß überwältigend klingen, und daher müffc man mir Zeit gönnen. „Also morgen?" sagte er. „Ja" „Haben Sic den Titel schon?" fragte er nrich folgenden Tage im Eafö, wo er aikf mich In einer Zeitung fand ich dieses Inserat: Hohe Belohnung demjenigen, der einen zoffenden Namen Nir einen in jeder Familie unentbehr lichen Gcgeirstand findet. Zu erfrage» im Hotel„Stephan", Zimmer Rr. 12, zwischen Ist und ll Uhr. Ich ging hin. Ei» gutmütig auszehender Herr mit intelligentem Gesichrsausdruck empfing mich. i „Es freut mich sehr", sagte er,„daß Sie- getomnien sind. Ich befürchtete schon, daß nie-> man» kommen würde. Bitte, nehmen Sie Platz■-- und stecken Sie sich eine Zigarre an. Welche Weinsorte ziehen Sie vor? Muskateller oder''*- 19- 3 Mosel?" Ich cnrgtguclr, daß ich beide gern trinke und»aß ich jene Sorte bevorzugen werde, die er für sich selber bestelle. Er bestellte daher aus Zartgefühl für sich Muskateller und für mich Mosel. Und während jeder seine Flasche trank, verkündete er, daß er einen Kinderwagen erfunden habe, welcher die Eigenschaft besitze, daß man ihn von einem Orr an den aiideren befördern könne sowie daß er sich, wenn er ins Wasser falle, selbsttätig in ein Boot verwandle.>Er ist ungewöhnlich leicht und verwandelt sich durch einen Hcbcldruck in einen SchaukelslnhI. Eine seiner vorzüglichsten Eigenschaften ist die, daß er sich nmgekippt als Schreibtisch verwenden läßt. I In seiner Fabrik habe der Erfinder bereits acht-\ hundert solche Kinderwagen hergcstellt und cs! bandelt sich nunmehr darum, daß seine Erfin-1 düng getauft werde. Er selbst habe bereits die I Bezeichnung„Kinderfuhre" ersonnen, aber die sage ihm nicht besonders zu. Ein Frostschauer lief mir über den Rücken, 1 ich daran dachte, daß ich mutterseelenallein! diesem Herrn in dem Zimmer war. Er aber filhr fort:„Ich habe doch schon die ganze Woche darüber nachgedachi, habe so viele Rächte schlaflos verbracht und trotzdem ist mir nichts eingefallen als dieser verwünschte Titel: „Kindcrfuhre" Er verfolgt mich bei Tag und Rächt. Ans jedem Winkel höre ich dieses Wort. Auch Sie rusen mir zu:„Kinderfuhre!"„Kin- drrfuhrr!" Weshalb verspotten Sie mich, ich sehe Sir das erstemal. Oder glauben Sie etwa nicht, daß incin Kinderwagen sich in ein Boot nmwandcln läßt? Ta sind die Zeichnungen" Ick betäubte ihn durch einen Fauslhieb in die Schläfe und verließ sckleunigst das Zimmer Rr. 12 Ick teilte keiner Seele das Borgefallene mit, mockie man im Hotel mit ihm nach Belieben verfahren. schleudern Die Eigcnichaft war schon vor vielen Jahrhunderten bekannt, und der lateinische Raine Impaliens noli me tangere(rühr ulich nicht an) weist ans diese Erscheinung hin. Tas Forischleudcrn der Same« ioll der Verbreitung der An dienen und wird durch stark erhöhten Truck in den Früchte» bedingt. Tas Berühren veranlaßt dann eine Art Explosiv 1 Es gibt auch eine in Afrika heimische An. sic Balfa- mine, mit großen Blüten in roter and weißer Farbe, dir in den Gärten viel gepflanzt wird und ebenfalls ihre Samen„fortschicßt" Der Volksmund nennt diese, in allen Banrrugärlen verbreitete Blume in Verballhornung des lateinischen Namens„Nolimetangerln". Bedeutung verstehen, die unsere heutige Gründung har und welche Geftihle mich dabei beseelen. Wie viele Menschen bleiben das, als was sie geboren worden sind: die Knechte der anderen! Und nur deshalb,-weil es in ihrer Jugend an der Anleitung srhlte, sie geistig vorwärts und-geistig aufwärts zu bringen. Wir wiffen, wie schwer cs dem Arbeiter gemacht wird, sich auf eine höhere geistige Stufe emporznarbeitcn. Ich sage immer, daß das Wiffen der Besitzenden mir nicht imponiert und daß es nichts bedeutet gegenüber dem Wiffen, das sich der Arbeiter unter harter Mühe ans eigener Kraft erarbeitet. ES ist keine Kunst, gebildet zu werden, wenn der Vater alle möglichen Profefforcn dafür zahlt, und es gehört keine Kunst dazu, ehrlich und charakterfest zu bleiben, wenn man alles hat, was das Leden an Anforderungen stellt. Wie viele Talente verkümmern, wie viele edle Anlagen verwahr» losen, weil dir Armut sie erdrückt und dem Kinde in der Jugend dir richtige geistige Leitung fehlt... Wieder erinnere ich uiich an meine Jugend, wie ich als kleiner Bub die gruseligsten Romane verschlungen habe— in die Kammern der Armen kommen leider nur Schauerromane als Bücher. Heule weiß sch, in welcher Gefahr ich bei jener Lektüre damals schwebte. Tavor wollen wir unsere Kinder bewahren und wir wollen sie durch gute wertvolle Lektüre auch aus der Unbildung herausführen, die so viele Menschen zum Werkzeug ihrer Feinde macht. Unsere «Gegner benützen Zeitungen und Bücher, nm die Arbeiter zu täuschen, zu blenden und zu verdummen, damit sie nicht einmal ihr Intereffc mehr erkennen und in ihrer Verblendung oft ihre Klaffe, ja ihre eigenen Kinder verraten. Wir wiffen, daß sich die Macht der besitzende» Klaffe zum großen Teil auch auf Bücher stützt. Auch wir wollen uns der Bücher bedienen. Bücher haben uns in die Sklaverei gebracht, Bücher werden uns befreien. Unserer Jugend wollen wir cs leichter. machen, sich aus Büchern edlere Genüffe und- höheres Wiffen zu erwerben, in den Büchern die besten Freunde zu finden, die sie auf höhere Stufen deS Lcbenswcrk nnd wirken Menschen. — 4— Interview mit mir selbst. Ich bin vor nicht zu langer Zeit geboren I» einer kleinen klatschbcflissencn Stadt, Die eine Kirche, zwei bis drei Doktoren Und eine große Irrenanstalt hat. Mein meistgesprochencs Wort als Kind war „iwin".■ Ich war kein einwandfreies Mutterglück. — Und denke ich an jene Zeit zurück: Ich möchte»licht mein Kind gewesen sein. Im letzten Weltkrieg kam ich in die achte Gemcindeschnle zu Herrn Rektor May. — Ich war schon ztvölf, als ich noch imnier dachte, Daß, wenn die Kriege au? sind, Frieden sei. Zwei Oberlehrer fanden mich begabt. Weshalb sie mich— zwecks Bildung— bald entfernten: — Doch was wir auf der hohen Schule lernten. Ein Wort wie„Abbau" haben wir nicht gehabt. Beim Abgang sprach der Lehrer von den Nöten Der Jugend und voin ethischen Niveau— Es hieß, wir sollten jetzt ins Leben treten. Ich aber leider trat nur ins Büro. Acht stunden dir» ick dicnsilick anacstellt Und tue eine scklecktbczahlte Pflicht. Ain Abend schreib ich manchmal ein Gedicht. (Mein Vater meint, das habe noch gefehlt.) Bei schönem Wetter reise ick ein Stück Per Bleistift auf der bunte» Länderkarte. — An stillen Regentagen ab»r warte Ich rnanckmal auf das sogenannte Glück... Mascha Ikaleko AuS Viaschas Nalelo» ldedicktbuch.Ta? kyritäic Stenearainmhc't'. Aowvblt-Berlag. Berlin. Was mancher nicht weiß. Bei Ausgrabungen in der Nähe von Kairo wurde statt der kostbaren altägyptischcn Kunstgegenstände, die man zu finden hoffte, eine Sammlung runder Gegenstände gefunden, die sich nach der Säuberung als Straußeneier entpuppten. Die Archäologen haben berechnet, daß diese Eier 5000 Jahre in der Erde gelegen haben. Es sind die ältesten Eier, die die .Geschichte kennt. In Frankreich ist ein Drittel der erwachsenen männlichen Bevölkerung unverheiratet. Kein anderes Land der Erde weist eine so hohe Jnnggesellenziffer auf. In den Bereinigten Staaten gibt es nicht weniger als siebzehn Städte, die den Namen * Bristol führen. Tie meisten von ihnen wurden so getauft von Männern, die aus dein englischen Bristol ausgewandcrt waren, um ihr Glück;u machen. Jetzt ist ein Film von dem englischen Bristol aufgenommen worden, der in den siebzehn amerikanischen Sckwcstcrstädten vorgcfnhrt wird. .In Japan müsien Leute, die die Prüfung als Autolcnkcr ablegen wollen, eine schriftliche Abhandlung anfertigcn, die das Auto und alle seine Funktionen genau beschreibt; außerdem müssen sie eine Fahrprobe ablegcn. Bür Berufsfahrer ist die Prüfmlg noch strenger. Im allge- meiizen wird nur rinrin Drittel der Prüflinge die Fahrberechtigung erteilt. Auf den Philippinen werden als Leckerbissen Eier gegessen, die, nnmittclbar bevor die Kücken auskriechen, gekocht werden. Dir höchste zusammenhängende Treppe der Welt befindet sich auf St. Hele»»a. Sir besteht auS siebenhundert Stufen, die von Jamestown, nach der Höhe von Ladder Hill hinaufführen, auf der ein Fort liegt. Es wird behauptet, daß die I a p a n e r i n- n c lt den blauschwarzen Glan; ihres Haares dadurch erzielen, daß sie es regclinäßig mit dem Saft der Jriswurzeln-behandel» Allein in Rord-Rhodrsia in Afrika sind in den letzten zehn Jahren über zehntausend Europäer ringewandert. In diesen früher völlig wilden Gegenden leben jetzt 13.810 Weiße. Di« Bevölkerung der ganzen Erde wird jetzt auf 1850 Millionen veranschlagt. Bor 200 Jahren wurde angenommen, daß cs 600 Millionen Menschen gäbe, doch dürfte damals die Zahl ungenau erfaßt worden sein. Prof. East von der Havard-Universität in Amerika sagt, daß jeden Tag 150.000 Menschen geboren werden, während nur.100.000 sterben. ^eitere*, tj— In Berlin. Ein Wiener ist zum erstennial in Berlin. Er ivanderl durch die Straßen und bald weiß er nicht mehr, wo er eigentlich ist. Er möchte in sein Hotel in die Friedrichstraße zurück und wendet sich an einen Herrn auf der Straße:„Verzeihen Sic, lieber Herr, ich weiß nrt, wo die Friedrichstraß'n ist und kann sie net finden!"—„Na schön," sagt der Berliner großmütig,„ich vazeihe Ihnen!"— und geht gelassen seines Deges. Falsch verstauben. Zu einein Sprzialarzt für Hautkrankheiten kommt ein ganz junges Mädchen mit etn>as unreinem Teint. Ter Arzt sagt gewohnheitsmäßig;n ihr:„Ziehen Sie sich aus!".— Das junge Mädchen zögert.„Aber bitte, genieren Sie sich doch nicht und ziehen Sie sich aus!"— Tas Mädchen sängt an zu heulen. Auf abermaliges Zureden des Arztes hin zieht sie sich ganz aus und läßt sich untersuchen. Rach halbstündiger Untersuchnng meint der Arzt:„Was soll Ihnen eigentlich fehlen'? Sie sind doch ganz gesund?!"—„Ich wollte dock bloß die Recknung von meinem Pater bezahlen!" Ergiebig« Quelle.„Ich hoffe, daß Ihre Heirat all Ihre Wünsche befriedigt," sagte je- mand zu dem jungen Dramatiker.„Allerdings und in höchstem Maße," erwidert dieser eifrig. „Ich habe schon drei Stücke aus der Vergangenheit meiner Frau gemacht." Einziger Ausweg.„Ich Haber meiner Frau gesagt, daß ich jeden Mann nicderschießen werde, mit dem sie während ihres Badeaufenthalles ge- flirt hat."„Run, und was sagte sie?"„Sie meinte, ick sollte ein Maschinengewehr mit- bringen." Was man Hal, hat man.„He. he, Genosse, wohin iri solcher Eile?" rief ein Moskauer Genosse einem zweiten Moskauer Genossen zu. „Ich will»nick in den Fluß stürzen," erwiderte der zivcitc Moskauer Genosse.„Es gibt kein Brot, kein Fleisch, keine Milch, keine Butter! Tas Leben ist gar nicht mehr schön!"„Warte, bis der Fünssahrcsplan vorüber ist, dann wird alles iin Uebersluß vorhanden sein!"„Wenn ich noch eine Weile warte, dann gibt es auch kein Wasser mehr," rief der zweite Moskauer Genosse, und wandte sich entschlossen dem Flusse zu. 'V T V VVVrTTTVTTVrVV»» Schach-l^cke. Alle stiischrikten unk> Anlraaen an Ben. Wenzel Scharoch. Zwrttnib Nr. 85 Allen Anlr-arn ist Aelourmoeke beizulegrn. dei Tcplitl-Cckönaii 8kliurlisut-»nl»e Nr. 141). Von Wilhelm Hateaina, Braunschweig« a t» c<1 e e h d in Efl i m 7 0 LK W 6 5 ÄLkH U PW 5 4 L' K MLK 4 8 W"LI i 2 2 1 - M t a b c il« e h Weit: KM: DhS; Tf6: Lc6. e>; Se5. c4; Üb’.<5(«). Matt in 2 Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an Gen. Scharoch Wenzel. Zwettnitz, einzusenden. Lösungszug zu N'r. 137: 17—ISS! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Mildolf Adolf. Tiscbau: Walter Ludwig. Robck Franz. Michel Rudolf. Schmied Ferdinand, alle aus Kwitkau; Schwarz Raimund. Skulpa Erwin. Kropf Rud.. alle aus Klostergrab: Hielte Josef und Fritsch Anton. Markersdorf: Böhm Heinrich. Jonsbach: Reinert Julias, Nestomitz: Hyna Josef. Hyna Franz, Goldbach Fer-■ dinand. Adam Johann, alle aus Hostomitz; Schöbel 1 Franz. StrauBnitz: Petrak Albin. Kulm: Gube Wenzel. Kaiserswalde: Beute! Wilhelm. Arnsdorf bei Tetschen; Wenzel Adolf. Arnsdorf bei Haida: Böhm Emil. Sobru- san: Pöpperl Teo. Aupcrscitin: Triltsch Gustav. Wi- sterschan. PARTIE Nr. 3#. Französisch. Weiß: Senning. Köpinick. Schwarz: Czach, Berlin. 1.• e2—e4 e7—eö 2. d2—d4 d7—d5 3. ▼ ▼vrTyyrYvyvvwr vrvwry r t i Nicht gut, denn der schwarze Damenläufer wird frei. Wer im ernsten Kampf Französisch wählt, sollte immer sehr schwer gleiches Spiel erreichen. 3. cöXdS 4. Sgl—13 LH—d6 5. Lfl—d3 LcS-z 4 Schwarz ergreift die Führung. 6. Lei—eS?-..... Die Rochade, mit der eventuellen Drohung Telt würde die Frage klären, wo der weiße Damenläufer hin muß. Auf e3 steht er passiv. 6. c7—c6 Schwarz wartet mit seiner Figurenentwicklung, bis die besten Standfelder zu erkennen sind. Linienöffnung und Stabilisierung der Stellung wird bevorzugt. 7. Sbl—d? SgS—fö S. c2—c3 SbS—d7 9. Ddl—c2 Dd8—c7 10. O—O—O.... Die schwarzen Figuren sind sämtlich nach dem Königsflügel gerichtet, deshalb die lange RochaJe. 10. a7—a5 II. Tdl—ei 0-0 12. h2—113 Ls4-h5 13. Sf3—J14 b7—b5 U.«2— Jeder versucht zuerst zum Angriff zu kommen. 14. Lb5—gö Dieses Manöver kostet zuviel Zeit. Der Kampf gebt jetzt nicht um Punkte(t’4) . dafür ist er zu scharf. 15. b5—b4 16. c3—c4? Weiß reagiert auf den schwarzen Angriff, gibt also zu. daß er überspielt ist. Planmäßig 14 war besser. 16. c6—c5! Alle Hebel zur Sprengung der weißen Königsstellung werden angesetzt. 17. c4Xd5?? Eine Figur geht verloren. 17 Lg4■ 33! 1& Dc2Xd3 c5>