Was wird aus Gorgo? Gorgo ist glücklich. Frau Zimmermann, feit eimgen Tagen auch auf den Namen„Jmma" hörens, denkt immer neue Spiele aus. Bettücher werden zu Iw dianerzelten, seitwärts gelegt« Stühle verwandeln sich in Eisenbahnwagen, Schränke in Pferdeställe, Stubenbcfen jvnaen zu galoppieren an, Fugbänke dellen wie leibhaftige Bernhardiner. Sogar Spielkamera, den aus der Nachbarschaft finden sich ein. joden Tag«in paar mehr, so daß es der guten Jmma angst und bange wird. Aber abends ist es am schönsten. Ta muß Lisa Geschichten erzählen. Lisa denkt bisweilen darüber nach, was wohl anS Gorgo geworden wär«, wenn sie ihn nicht ausgenommen hätte. Zein Baler — unbekannt, sein« Mutter— ÄeHnerin in «iuer üblen Schenk«, vollauf mit ihren eigen«« Sorgen beschäftigt. Ein Onkel ist auch da, aber er trinkt. Noch«ine Zieh- mutter? In dreieinhalb Jahren sieben, das rvar ein vielversprechender Anfang. Wenn es so weiter gegangen wäre— Lisa erinnert sich schaudernd einiger Fürsorgezöglinge, die sie kennt und die auf ähnliche Weis« mit geradezu raffinierter Stetigkeit verdorben wurden. Daß Oorgo. als er.zu, ihr kam, nicht längst verstockt uni* verschüchtert war, zeugt fix seine Anlagen, gewiß nicht für seine fieben Erzieherinnen. Denn Lisa sich nachts darüber wieder einmal klar geworden ist, hebt sie den Jungen am Morgen mit doppelter Zärtlichkeit aus den Kissen und prüft nachdenklich den Ausdruck seines Kindrrgefichts. Sie merkt kaum, wie die Monate ver- fliegen. Sie kann den kleinen Burschen längst nicht mehr aus ihrem Leben wegdcn- keir. Sein« Wangen haben sich gerundet, foine Muskeln haben fich gestrafft, mit strammen Beinchen steht«r im neuen Dasein, sein« ehedem struppigen Haare wellen fich weich über der klaren Stirn, und die Augen sehen so neugierig bbank in di« Welt, daß di« ganze Nachbarschaft ihm Freund ist. Oft schenkt ihm der Bäcker eine Brezel, der Birchbinder«in Bild, der Kaufmann«ne Zuckerstange, sogar Fremde bleiben lächelnd stehen, indes er sie von unten her listig sra- gettd anguckt. Lisa ficht ihn schon von wei- snqmc« Qt&Cff. teilt, wenn er ihr nach dem Dienst entgegenläuft. Dann breitet fi« die Arme aus, und «s bleibt für ihn ein immer neuer Spaß, fich ihr mit solcher Wucht enlgegenzuwerfen, daß sie, absichltich übertreib«»!*, nach rückwärts taumelt. Sie hebt den Jungen hoch und fiept ihm vergnügt in die lachenden Augen. Aus einem blassen Arnrutsgeschöpf- cheir ist«in gepflegtes, lebensfrohes, gesundes Kind— ih r Kind geworden. Der März 1933 ist ins Land gezogen, am politisch«! Himmel ballen fich schwere Wolken. Lisa fürcht« fich fast davor, Zeitung zu lesen. Sie läßt den Jungen letzt ost auch am Abend in.Zminas" gütiger Pfleg«. Es zieht fie zu den Genossen, fio zittert um den Ausgang des Kampfes. Schreckenstage folgen. Schreckens nächte. Sie glaubt im Traunr, mißhandelte Rkenschen sthreien z» hören, fahrt schweißgebadet empor. Wie wird das Ende sein? Sie beugt sich über dm schlafenden Gorgo. Plötzlich klingelt— es ist nachts um vier Uhr— das Telephon. Was bedeutet das? Braucht jemand chne Hilfe? Sir hebt den Hörer ab, da brüllt es rhr gurgelnd entgegen:„Du Rtarrijlrniau! Dich schlagen wir tot, du Schwein? Du lebst nicht mehr lange..." Ein Druck auf die Gabel dringt den Apparat zum Schwaigen, ober ihr ist's, als höre sie die rohe, drohende Stimme noch immer. Bis znm Morgen fitzt fie, in Decken gehuckt, au Gorgos Beruhen, hört sein« tiefen Atemzüge, kann nur das«ine derckcn:„Die Genoffru werden grdemütigt, gefoltert, sie, die sich sabrelang so tapfer schlißen, unsre Bewegung ist zerstört, die Freiheit zertreten — werde ich wenigstens den Jungen behalten können?" Am Machen, als sie iss Büro konnnt, schlägt ihr eisige Geringschätzung entgegen, kaum erwidern die ArbeitSgesährten ihren Gruß. Sind mauche dab«, die ihr den Posten neide», das weiß sie. Aber fie weiß auch, daß fi« dicseu Posten aus eigner Kraft, in zäher Arbeit errungen hat. DaS gibt ihr den selbstbewußte» Mut zu der Frage:„WaS ist los mit euch? Wollt ihr mich aus solche Art klnnkrkegen? Schämt ihr euch nicht, (Schlvtz.)- Kollegen?— Hanna, du?" Hanna hebt den Kopf und antwortet mit ungewöhnlich scharfer, böser Stimme:„Sn sollst sofort zum Chef kommen!" Anter Lisas forschenden Blicken wird fie rot, beugt fich kangfirm wieder über ihre Schreibmaschine. Direktor Albrecht hält«in Bindel Papier« in der Hand, steht steif neben seine« Schreibtisch.„Fräulein Wöring, ich höre, daß Sie marxistisch organisiert find. Das stimmt doch?" Lisa nickt. Es ist chr, als stünde der kleine, dicke Wann nicht«inen Meter, sondern unendlich weit von ihr entfernt, fie hört seine Stimme von weither durch das Brausen ihres Mutes Lingen. „Ich habe Sie als tüchtige Arbeiterin geschätzt. Tut mir eigentlich leid. Aber Mar»- steu—-äs geht sicht!'s Geschäft ist ohnehin schlecht, da könne» wir uns sowas nicht leisten- Sie verstehen? Ich könnt Sie einfach wegfchicken. Aber na, hier haben Sie noch ein Haides Monatsgehalt. Entgegenkommen. nicht wahr? Alles Gute sonst... Mfa, tut mir also leid!" Er räuspert fich, und Lisa begreift endlich, daß fie gehen soll. Berstanden hat sie von seiner Rede nur wenig. Alles ist so fremd mit«nemmckle. Der Raum, das große Fenster, das auf den Marktplatz zeigt, Has Gesicht des Mannes am Schreibtisch. Hier hat fie zehn Fahne lang gearbbiter? Seltsames Leben? Die eine Spinnwebe zerreißt das plötzlich alles, und war doch so mühsam geflochten. Wie Lisa ans die Straße gekommen ist, weiß fie nicht. Scharf hupt ein Auto neben rhr, fi« springt zurück und entgeht nm Haaresbreite den Rädern eines.Stveisea- wagens, aus dem siebzehn-, achtzehnjährige SA.-Burschen ihr irgend«»« Unflätigkeit zu- brüllen.„Gorgo, Gorgo!" diesen einen Namen flüstert fie immer-t sinnlos vor fich hin,„armer Gorgo?" Daheim öffnet fi« die Tür zum Sohu» zimmer. Da stiegt ihr der Junge jubelnd entgegen. Sie hebt ihn empor, sieht ihn ratlos an.„Frau Zimmermann ist arnr wie ich", denkt fi«.„müssen wir dich f»rt« »chickeu. Gorgo? Fort? Und wohin?" Leis streicht fie ihm übers Haar. Dann wendet sie fich ab, er soll nicht sehen, daß sie weint. — 8— Corpus delicti Nr. 63. Bon Hans Honheifer. Urlaubszeit! Ach, waren dos herrliche Tage! Mn ihrem goldigsten Lächeln schonte die Lonne hernieder zur Erde und die Lerchen judelie» in Ser klar- dlauen Luft Und der Sommer und der Jubel log auch auf Stefsan Tockar; Gcjichi, als er sich am Feldrain»»besorg: ins hohe Gras sollen liest, willen hinein zwischen purpurne Glocken und schrciendgelbc Hahnensußstrrnchen Diese Sorglosigkeit und Unbekümmertheit war ,a sonst nichr gerade sein Fall. Aber er glaubte «s nicht weiter nagen zu können, wofür er keine Worte Halle, was ihm ober dos ganze Herz aussüllte. Singen— fingen! Doch da war ihm, als ob sich eine Wolke über die leuchtende Sonne gelegt Hölle. So zog es auch ihm über das Gesichl. Dah ihm in seine schönsten Träume doch so hästliche Gedanken kommen muhten! Er schüttelie sich. Wie lange noch Urlaub? Bon den zehn Tagen waren schon mehr als die Hälfte vorüber. Wie lange noch, dann waren wieder dir Mauern der Kanzlei um ihn und vor ihni, kaum ein paar Meter vor seinem Fenster, da ragte wieder die schmutziggraue Front des Gcrichtsgesängnijses auf, da waren wieder die Akten nm ihn, das Klappern der Schreibmaschinen und der Gc- sangcueliwörter rapportierte wieder über seine Pfleglinge— zum wievielten Male? Und dann kam wieder dir Rede auf die elenden Zeiten und wie lange doch diesmal wieder der Monat dauere und wie sehnsüchtig man auf die Gehaltszahlung warte. Weg! Weg! Nein jetzt nicht diese Gedanken vom stumpfsinnigen Einerlei des Alltags! Weg die Erinnerungen an alle Lamentationen und die Widerwärtigkeiten des Berufes! Nein, jetzt nicht. Tockar sprang hastig auf und warf den Rucksack über die Schultern, als wollte er seinen Gedanken entfliehen. Er ging den Feldweg weiter, der ihn immer weiter hinaus ins Grüne führte. Hinter ihm in einer Bodensenkung, halb verdeckt von den wogenden Getreidefeldern, lugten noch die letzten Häuser der Ortschaft hervor. Aber er sah sich nicht um. Schritt nur immer weiter vorwärts und halle seine Augen an dem Rande der Welt hängen, die jetzt die seine sein sollte und der sich mit jedem Schritte immer weiter hinausschob, an jenem Rande, hinter dem neue ungeahnte Herrlichkeiten seiner warteten. Er war so ries in sesne Träumereien rin- gesponnrn, dah er die Schritte nicht hörte, dir nun eilig von rückwärts an ihm vorbeistrebten. Erst, wie er das Mädchen flüchtig vor sich hingehen sah, fand er in dir Wirklichkeit zurück. Er wühle nicht, wer da vor ihm ging. Aber er freute sich der raschen und zierlichen Bewegungen des schlanken Mädchenkörpers vor sich. Das Kind konnte kaum der Schule entwachsen sein, so flüchtig lief es, so natürlich und ungezicrt waren alle seine Bewegungen. And der srchsundzwanzigjährige Mann hatte feine Freude an dem Menschenkinde vor ihm, bas die Sommcrsonne umfloh und der ganze übermütige Jubel des UrlaubStagrs. Gerne HLttr er in die Augen vor sich gesehen, ob die auch so leuchteten. Ob die braun waren oder blau. Aber der Weg ging weiter und leichtfüssig ging das Mädchen weiter. Aber dann bog es ab, hinüber auf eine Gruppe von Knechten und Mägden zu, die im Sonnenbrände zwischen den^Aehrenseldern arbeiteten. Den Korb, den es am linken Arme getragen hatte, nahm es abwechselnd einmal in die rechte Hand, um sich das Tragen zu erleichtern. Stessan sah cs mit Bedauern, wie es vom Wege abbog. Aber auch sann blickte sich die Kleine nicht um. Wie er sie bei den Menschen stehen sah, denen sic das' Mittagbrot gebracht haue, lieh er sich, ohne einen weiteren Gedanken, wieder in das duftende Gras nieder, als sei cs die selbstverständlichste Sache auf sie zu warten, bis sie wieder den Weg zurück kam. Er wartete. Worauf? Ta kam sie zurück mit dem leeren Korbe. Und wie sie immer näher aus ihn zu kam, da sah er, dah das ja eigentlich kein Kind war, als das er das Mädchen vorher gesehen hatte. Aber alt konnte es wirklich nicht sein. So kindlich waren die Züge, die— aber— das Gesicht, das Gesicht kam ihm Plötzlich so bekannt vor. Und das Lächeln, das da das Mädchengesicht jünger erscheinen liest, als es wahrscheinlich war, das— wo hatte er es nur gesehen, das— „Steffi— bist du cs wirklich?" Freudig, aber noch ungläubig stieh es Tockar hervor. Nein, nein, das war ja nicht zu glauben! Aber sie wars doch: die Steffi aus dem Nachbarhause— von daheim, aus seinem Torfe— die Steffi, mit der er als Kind gespielt hatte. Die Steffi, die an einem und demselben Tage wie er geboren worden war, mit der ihn Gleichheit der Bornamen verband: Steffan und Steffi. Sie wars doch! Ti« hatte sich jung erhalten— fast als Kind noch. Niemand hätte ihr die sechsundzwanzig Jahre geglaubt, so daß sich der gleichaltrige Bursche säst als Vater neben ihr vorkam. Aber rasch beutelte er sich diesen unangenehmen Gedanken ab, trat mit großen Schritten mitten in den Weg und streckte der Herankommenden seine Hand hin. „Man könnte versucht sein, das alte Wort zu wiederholen, daß Gottes Wege doch wunderbar sind." „Oder, daß alle Wege nach Rom führen", gab sie mit einem stillen Lächeln zurück und schlug herzlich in die dargebotene Hand des Mannes ein. Ihr Gesicht war dem Dorre zugekehrt. Ta waudtc auch Steffan bed-...cnlos den Fuß und ging neben dem Mädckicn den Weg hinunter dem Torfe zu. Sie Tragödie des Stehkragens. Groß ist die Zahl der Heiland« und Propheten, welche der Menschheit Erlösung bringeu möchte— aus den Wirrsalen der Zeit. Vereine sprießen aus dem Erdboden hervor— ihre Zahl und ihre Ziel« sind Legion. Mit Leidenschaft und Aufopferung plädieren ihre Vertreter — hier für Vertilgung der Blutlaus, dort für das Andenken verstorbener Größen und da für die Vernichtung des Stehkragens. Solch einen Messias habe ich nun entdeckt. Ich traf ihn nacktbadend am Flutkanal— wi« er wohlig seine Glieder in kümmerlicher Frühlingssonne streckte. Eine ältliche Dame kam des Weges — errötet« heftig und sagte etwas von unanständigen Menschen. Der unanständige Mensch aber bedeckte feine Blöße mit einem Taschen- tüchlein, machte etliche Kniebeugen und hielt dann«in« wohlgrsetzt« Red«. Ich war der einzige— aber um so dankbarerer Zuhörer. „Das ist anständig?" fragte er.„Anstand ist die größte Gemeinheit unseres Jahrhun- Als die beiden am Abend wieder den Feldweg herausschritten, langsam, als wollten sie die Stunde dehnen, da war die Luft schwül und beklemmend und hinter ihnen im Torfe schrie eine Stimme ans. War es ein Kind? WarS ein getretener Hund? Aber die beiden hörten es nicht. Immer weiter gingen sie, ohne aus den Weg zu achten und verschwanden endlich in der Dunkelheit. Und die Stimme schrie— iinnicr noch. Und nun war cs, als ob ein Kind mit der letzten Kraft seiner Lungen aufjammrrre. Steffan Tockar dachte längst nicht mehr an die sonnigen Tage seines Urlaubes, a» die schwüle Nacht und den Schrei in der Dunkelheit. Er war schon wieder einmal auf Urlaub gewesen, hatte nun eine Woche länger frei gehabt und darum auch sein Wandcrziel in die Ferne gerückt. An seine Jugendgespielin von ehedem, an die Steffi, dachte er nicht. Jetzt war es Herbst und er zehrte von der Erinnerung an die schönen Tag«, die ihm auch der letzte Urlaub gebracht hatte. Ein wenig abwesend nahm er dann die Zuschrift des Kreisgerichtes wieder zur Hand und las sie noch einmal. Da wurden vom Bezirksgerichte die Corpora delicti in der Strafsache Tk 62H82, Gottlieb Springer: Heiratsschwindel, Veruntreuung und Diebstahl angefordcrt. Tockar ging hinüber, wo in einem Schrank säuberlich verpackt und mit Nummern versehen, Bündel an Bündel lagen— Zeugen menschlicher Verworfenheit, menschlichen Irrwahns. Dort lag, was man begehrte: Ein« Militäruniform, ein Ballen Leinwand, ein Frauenhemd. Das las er aus dem Verzeichnisse, das er gewissenhaft durchsah. Und daneben— da lag ein Paket— Nr. 63— die Knochen eines neugeborenen Kindes. Ter Fall war unaufgeklärt und das Bündel lag schon lange im Schranke, länger als die kleine Leiche im Wasser gelegen haben mochte, bis sic verwest und entstellt aufgefunden worden war. Ein neugeborenes Kind, hatte der Arzt festgcstellt. Aber der Bach floß weiter, in dem ek verwest war. Und die Gendarmerie hatte resultatlos die Erhebungen eingestellt, das Suchen ausgegeben. Warum zieht dos Paket immer wieder I dein« Blicke auf sich, Steffan Tockar? Corpus I delicti Nr. 63. drrts. Jeder Mann, der hierzulande als anständig gelten will, muß dies vor allem nach außen hin erweisen. Tas wichtigste Attribut, das wahrscheinlichste Anzeichen für anständige Gesinnung ist und bleibt im öffentlichen Leden — der Stehkragen. Früher wurde der Mann je nach der Höhe und Enge seines Stehkragens bewertet. Heute ist man toleranter geworden. Es sind gewisse Varianten in den Formen zu- gelasscn. Wichtig ist vor allem, daß der Stehkragen immer makel- und fleckenlos bleibt." Er schlug dann rin paarmal heftig mit den Armen um sich, denn ein« schwache Gänsehaut rieselt« an ihm lang. „Wir sind alle Scheißkerle"— unterbrach er sich,„Was aber den Stehkragen weiter betrifft: Ter Weg vom Vatermörder über den Halsabschneider hinweg— zum modernsten Rqdio-Steh-Umfallkragen ist ein weiter. Groß ist das Leid, das der Mensch seinetwegen erdulden mußte. Wieviel Arbeit macht es den Frauen— wie vergällt es den Männern das Leben! — 3— Zm Restaurant. Manchmal setz ich mich ins Restaurant Richt deshalb, um mich zu amüjicrc», Jazzband bleibt für mich ein fremdes Land, Aber— Menschen such' ich zu studieren. Manchmal wünscht ich Maler dann zu sein, Mit dem Farbstift jcstzuhalrcn die Gesichter, Tic da spiegeln manchen Widerschein. Manchmal wünscht ich, wär ich doch ein Dichter. Ter Geschautes und Erlebtes bildlich groß, Weiß in Worte» formschön darzustcllcn; Der ersaßt der Menschen Eigenlos, schöpfend aus des Daseins tiefen Quellen. Wieviel Leidenschaft und Eitelkeit Spricht aus Kleidern, Farben, Rhythmen, Zügen, Wie so viele mit gesuchter Höflichkeit Plaudernd, lächelnd, sich bewußt belügen. Mancher kommt sich selbst bedeutend vor. Andre lautlos zu den Tischen gehen; Manche Törin findet eine» Tor— Leidgefangne stumm aus Nischen sehen. Und dazwischen schreiten hin und her Alle jene, die bedienen müssen. Tragen schweigend, oft doch bitter schwer An dem Lächeln, das sie zeigen müssen. Eine Welt bewegt sich um mich bunt In dem weiten Raum des Restaurantcs; Eingeprrßt in eine eng« Stund' Heitres, Trübes, Leichtes, Elegantes. Halb belustigt, halb erschüttert auch Bon der Stunde stillrrfchautcm Leben .»ehr ich heimwärts.— Zigarettenrauch, Parfümduft noch um die Kleider schweben. Ang. R u r d o l f. Wie mancher schöne ehrliche Hals wird zu- sammengeprcßt— entstellt— wie ringt sein unglücklicher Träger um Atem! Wieviel Jammer wird hcrausbrschworen durch die Tücke verlorener Kragenknöpfe! Was dem Pferd sein Kumt bedeutet, was dem Ochsen sein Joch ist, das ist dein Manne sein Stehkragen. Wie mancher mag sich in seiner Verzweiflung gehängt haben, getrieben von den Schikanen eines Selbstbinders. Da muß man doch unsere Frauen bewundern. Längst haben sie sich von der sinnlosen Marler des Korsetts befreit. Sic geben ihrem Leib die Freiheit wieder. Warum muffen wir Männer immer noch an unserm Halse sündigen? Warum schneiden wir uns mit dieser satanischen Erfindung den Hals ab— warum — sage ich, schlingen wir uns Riemen um den Bauch, daß wir vor Seitenstechen nicht niehr gibseu können? Anstandshalber natürlich! Wahrhaftig, es ist an der Zeit, daß wir Männer frei werden von dem Frevel des Anstandes. Wird es nicht herrlich sein, wenn wir im heißen Sommer— nur mit einem schlichten Badchöschen bekleidet, zur Arbeit wandern? Wenn wir allen guten Umgangssormen zum Trotz im Theater genau so im Negligee sitzen werden, wie vornehme Damen? Warum schwitzen und stinken wir anstandshalber? Niemand weiß cs!" Der Redner Harle geendet und begann, ohne sich um mich weiter zu kümmern, einen Rundlaus um das Bad. Ich aber knöpfte meinen Kragen auf, um dem Halse etwas Sonne zu gönnen. Ein schlichter Anfang wenigstens. Go. Wort gehalten. Bon Brun» Manuel. Es ist jetzt beinahe drei Jahre her, seit Conan Doyle, der Fachmann auf dem Gebier des ewigen Lebens, das Zeitliche gcscgncr har. Wir wisse», daß sein Hang zu mcdinmistijchcn Offenbar»»gen groß war. Er besaß den unbeirrbaren Glauben an spiritistische Phänomene Und überdies halte er die sestc Absicht, nach seinem Tod von sich hören zn lasten. Er schied dahin mit deni feierlichen Schwur, der Erde verbunden zu bleibe». Es sollte eine Zwic» jprache srattsinden zwischen ihm und seinen Hinterbliebenen. Er wollte seine Stimme erschallen lasten zum Beweis besten, daß ein Verkehr mit Geistern möglich ist. Wir haben dir traurige Pflicht, mitzutei- lcn, daß Conan Doyle nicht Wort gehalten hat. Drei Jahre warteten wir vergebens auf seinen spürbaren Hauch. Aus den ewigen Jagdgründe» ist nicht das leiseste Zeichen zu »ns gedrungen. Er ist weder seinen Angehöri- gen noch dem ehemaligen Leibmrdium als Geist erschienen. Dir irdische Welt hat kein Signal vernommen, aus dem die Tatsache seines Sphä- rendascins zu folgern wäre. Sie bedauert diesen Mangel außerordentlich. Denn ein Spiritist so hervorragenden Ranges wäre verpflichtet gewesen, seinen Geist in den Dienst der okkulten Lehre zu stellen. Er hätte bemüht sein müssen, das für die Beweiserbringung Erforderliche zu veranlasset». Weil er uns im Stich ließ, sind wir besugt anzunchmen, daß die fundamentalen Erkenntnistc des Spiritismus einen stindamentalen Irrtum darstrllen. Wir dürfen Seancen, Botschaften Bcrstorbencr und dergleichen mcdiumistischc Offenbarungen als plumpen Schwindel anschcn. Dieses Resultat hat er sich selber zuzuschreiben. Dabei will er bei Lebzeiten überzeugende Acußernngcn Bcrstörbrncr vernommen haben. Er hat so glaubhaft von Gesprächen mit Geistern zu erzählen gewußt, daß uns der Berstand stehen blieb. Jemand, den er gekannt hat und von dem er zuverlässig wußte, daß er tot ist, schwebte eines Tages leibhaftig am Fenster vorbei. Es unterlag keinem Zweifel, daß cs der Verstorben« war. kehr mit Geistern. Er hatte, wie er feiner Zeit berichtete, Znjauimcnkunstc mit dem Geist seiner ehemaligen Kindcrschwcster. Dem Geist eines Freundes verdankt Conan Doyle die Nachricht, daß eS im Jenseits ein Familien» leben gibt. Uns wurde verraten, daß Eheleute, Sie auf Erden ein Herz und eine Seele waren, in der außerirdischen Welt zujammeniräfcn. Dagegen sollte es weder Arniut noch Reichtum geben. Conan Doyle erfuhr des-ferneren aus Geistcrmund, daß Geister niemals schlafen gehen. Wenn sie gelegentlich von Ermüdung sprachen, so meinten sie einen Zustand des Halbdewnßtjeins, in den sie sich freiwillig versetzten. Conair Doyle ist irizivischen selber Geist geworden. Er hätte die Pflicht gehabt, uns unverzüglich wissen zn lasten, ob die Sache mit dein Sphärendasein auf Wahrheit beruht. Er hat seinen Geist über zwei Jahre zurückgchalte» und seine spiritistischen Freunde auf die Folter gespannt. Ihre Geduld ist jetzt am Ende. Wenn Conan Doyle noch etwas für sie übrig hat, wird er nicht umhin können, stehende» Fußes in Erscheinung zu treten. Er ist es der spiritistischen Sache schuldig. Ich kenne Anhän- ger, die schon erheblich wankend sind. Sic wollen nur noch Conan Doyles dritten Todestag abwarten. Wenn sie bis dahin nicht einen strikten Beweis von spiritistischen Phä»r mene» bekommen, wenn ihnen kein« Offenbaru eines Geistes zuteil wird, wenn Conan To.,.e nicht wenigstens einen Satz aus dem Jenseits zu ihnen, spricht, dann gehl ihr Glaube in dir Binsen. Dann werdcn sie Abtrüilnigc! Darum, Geist Conan Doyles, der du dir ungeheure Gefahr erkennest, die dem Spiritismus droht, erscheine! Gib der irdischen Welt eine mediumistijchr Prognose! Vertraue ihr an, daß du lebst! Sage ihr, daß Verstorben« im Äenstits tatsächlich ihr« intcüeklnelle und moralische Entwicklung fortsetzcn! Daß der Grad ihres überirdischen Glücks vollkommen ist und daß eine geheimnisvolle Kraft alle zum jenseitigen Dasein erforderlichen Bedingungen auf das Glänzendste erfüllt! So du es aber nicht tust, Geist Conan Diese verblüffend« Wahriiehniung war für I Doyles, so du in hartnäckigem Stillschweigen Conan Doyle der Auftakt zu einem regen Bcr-1 verharrst, bist du für uns endgültig erledigt! Der„überlistete" Zauber künstler. Harare Goldin, der unerreichte amerikanische Zauberer, erzählt aus seiner Bühnenpraxis eine ergötzliche Geschichte, die den größten aller lebenden Jllilstonistrn einmal in eine arge Verlegenheit brachte. »Ich gab ein Gastspiel in Mailand. In meinem Programm brachte ich eine Anzahl noch nicht gesehener Tricks, die das Publikum in Scharen herbeilocktrn, so daß das Theater allabendlich bis unter dir Kuppel gedrängt voll war. Ich zeigte unter anderem, daß dir unter der Menschheit verbreitete Ansicht, das Geldver- dicncn sei mit allerhand Umständlichkeiten Verbunden, irrig sei, weil ein jeder, wenn er nur zehn Lire besitzt und den richtigen Spruch weiß, sich diesen Betrag in wenigen Sekunden beliebig zu vervielfachen vermag. Znm Beweise dieser meiner Behauptung bar ich in d«n Borstelkun-I gen jeweils einige Herren ans dem Parkett, zu! mir ans die Bühne zn kommen, wo ich ihnen I vor allen Augen einen Geldschein von geringem Werre in die Rock- oder Westentasche steckt«. Meine Versuchspersonen murmelten nun den ihnen von mir aufgegrbenen Spruch und zogen dann ohne alle Mühe aus ebenderselben Tasch« zu ihrer und das Publikum größter Verwunderung breite, knisternde Tausender, so viel sie nur wollten. Allerdings, wenn sie die Sache zu Hause probierten, so ging sie nicht so einfach vonstatten, Weik dort der Mann fehlte, der ihnen die verwandelten Noten vorher unbemerkt in ihre Taschen praktizierte. Und dieser Mann war ich. Aber man spielt nicht ungestraft auf eine solche, Weise mit erwachsenen Leuten, wenigstens nicht in Mailand. Aus dem Parkett war an mehreren i Abenden hintereinander ein junger Mann zu mir heraufgekommen, den ich jedesmal von neuem bemitleidete, weil er nur einen Arm hatte. Als Ersatz für seinen verlorenen Körper-? teil trug er eine Prothese mit einem Lederhand-? schuh. Ich taxierte aus irgendeinen Kommis, der, weil er ein so eifriger Besucher meiner Vorstellungen, war, für die Zauberei besonderes| Interesse zeigte. Tas tat er auch, aber in einem -4— anderen Sinne, als ich Lachte. E» war ihm nämlich nur darum zu tu«, härter meine« Geldtrick zu kommen; zu welchem Zweck, werben Sie bald sehen. Da er jedesmal sehr genau mif- so mußte er am vierten Abend, wie es I bei den märchenhasten Vorgängen in seiner I Westentasche zuging. Ich dagegen ahme nicht, »atz mein Mann gar kein Krüppel war. sonder« I seinen richtigen, zweiten Arm nur umer dein Nock verborgen hielt. Mil diesem packle er aur vierten Abend, als der richtige Moment gekommen war, zu und manövrierte die ganze« Geldscheine, die ich ihm zuvor in seine Tasche gesteckt. Goktwekswohiu, wahrscheinlich in dir rückwärtigen Tiefen seiner Hose. Da er dabei mrbrweg- lich und mit dem unschuldigsten Gesichte der Welt da stand, so bemerkte ich noch inimer nichts. Peinlich wurde die Angelegenheit für mich erst, als mein Trick, wie leicht begreiflich, nun ganz und gar nicht kloppen wollte. Ich ließ «ich tatsächlich verblüffen und glaubte an einen Fehler meinerseits. So kriegte denn der Kommis noch einmal eine Ladung in seine Weste. Jetzt ging akleS wie am Schnürchen. Unten im Publikum hat man wohl kaum etwas von diesem Vorgang bemerkt. Der fange„Krüppel" Ober ging demütig auf fernen Platz zurück. Kaum kvar er dort a«gelangt, so wrrrde er, wie es de« Umsttzenden schien, von einem starken Umvohkiebr ergrrsjen, das ihn nötigte, das Theater alker- shnekkprns zu verlassen. Auf der Straße war dieses Unwohlsein aber schon wieder verschwunden. denn hier konnte man sehen, wie mein Kommis mit gewaltigen Sätzen und so munter wie ein Spatz seiner Wohnung zueikke. Wären die Wände seines Zimmers dnrchfichtig gewesen, so hätte man auch noch sehen können, wie er bork vor einem Tische faß und gebannt aus einen Haust» Geldscheine starrte, von denen ein jeder nicht unter drei Nulten anstvieS. Diese Befichiigung dauerte allerdings nicht sehr lange. Als pe beendet war. nahm der junge Mann die tzwrze Herrllchkeil, zerriß sie in winzige Stückchen und wars sie ruckartig ins Lnminfrner, wobei er sich nicht versagen kannte, bei einer »»wahrscheinlichen hohen Anzahl von wirklich uainbasteii Göttern zu fluchen. Ja, wo wollten>vir auch hinkoarmen. wenn ich bei meinen Borsübrunpen keine Banknotr»- Jmitatione» benutzen würde!" Werner Lobbenberg. Wißt ihr schon;... 8» ist»rnerdiugg errechnet werde*, dost es eine weit größere Anstrengung ist, die Stirn tzn tut jein, als zu lächeln, dorn Mir Srrru- ruuzctn müssen fünfzig Muskeln in Bewegung Gesetzt werden»ich znm Lächeln nur dreizehn. I« Jahve ISN veröffentlichte der Marquis von Worrester eine Liste von Erfindungen. di« bereits die Dampfmaschine und tze» Telegraphen erujchtoß. Er versuchte, das Parlament zu bewegen, ihm Unterstützung an- Gedeihen zu lasten. Wäre dies geschehe», so wären diese Erfindungen vieSeicht schon zwei Jahrhunderte früher Wirklichkeit geworden. Bei dem modernen Menschen ist der Geruchssinn äußerst schwach entwickelt. Man -steckte Versuche mst gewöhnliche« Gerüchen, wie Wig. Rosen und Schwefel an und fand, daß tzon hundert Angaben nur zwei richtig waren. Eines der unmenschlichste» Gesäugtzissr der Welt befindet sich in lkrgai in der Mongolei. Die Zellen eriunern an Hühnerstallr; sie sind etwa 1.20 Meter lang und 75 Zentimeter hock und wie Färber eines Schrankes übereinander angebracht. Die Gefangenen sind ständig angikctt« und können weder ausstehen, noch sich ausstrecken. Sin amerikanischer Sachverständiger hat srstgesteüt, daß ein Mensch, der nur einen Sport betreibt, nicht zu einer vollkommenen Gesundheit und Stählung des Körpers kommen kann. Rach seiner Meinung muß jeder, der Sport treibt, seinen Sport entsprechend seinem Alker wählen und demgemäß von Zeil zu Zeit wechseln. Echter Bernstein, der daS mineralisierte Harz eines ansgestorbeuen Baumes ist, ist min» dcsteus 600.000 Jahre alt. Japan stellt siebenhundert Großfilme jährlich her, also etwa 200 Filme mehr, als in Amerika hergepelll werden. Ein interessanter Fiiufjahrespla» ist von der amerikanischen Harvad-Universitöl in Perbindung mit dem Rockeseller-FondS ausgestellt worben. Man will mir Hilfe modernster Apparate die Beschaffenheit der Erdrinde untersuchen, um eine sichere Theorie über die Entstehung der Mineralien im Erdinnern aufstel- ' len zu können. Auch will mau versuchen, neue Methoden zu finden, nm das Vorkommen von Minerackagern nach^nweisen. Besondere Auf- urerkfamkeit wird man der Untersuchung der 'Erdbeben und ihren Entstrchungs»rsachen zu- ' wenden In Aegypten dürfen Frauen in Lokalen, wo alloholifch« Getränk« ausgeschcnkt werden, nicht als Krllneriuueu oder Bardamen tätig sei«. Es ist auagereckuet ward«», daß jeder zweite Mensch,»er auf der Welt geboren wird,»ar seinem acht Ahnten Lebensjahr stirbt. Wo» heißt vrtjchiedeu'? Ter kleine Hauck fragt seine« ueunjährizeu Stiefbruder:.Sag mal, Peter, wir sind doch richtige Brüder, nicht wahr?"— Peter:«Wir sind richtige Brüder, : wir Haden eine Mutter, aber verschiedene Bäter."— Hai»»(nach längerer Pause gedau- . kruvolts: ,Du, Peter, war ist den« dein Baier?" >— Peter: Jflleüt Pater ist Kausmom»."— Hans:„Ra also, hab ich mir doch gleich gedacht! Mein Bater ist doch auch Kaufmann; ^w-rck heißt da verschieden?" Immer Fachmann. Architekt F. und Frau sind eingeladen. Längst ist er mit seiner Toilette fertig, nur die würdige Gattin kann und tun» nicht fertig weide«. Endlich dauert ihm die Sache zn lauge, er geht in daS Zimmer seiner Frau, betrachtet den Borgang eine Weile und jagt dann:„Ra, mit dem Rohbau bist du ja fertig. Johanna. Die wäre cs, wenn du 'jetzt mit dem Anstrich anfingest?" Weisheit aus alter Zeit. Leutnant in der Jnstrukrionsstunde:„Darum soll der Soldat sür Kaiser und Reich Gesundheit und Leben opfern? Einjähriger Kohn!"— Einjähriger Kohn:„Der Herr Leituaur ham Recht! Darum soll er?!" Wasser! Ter wöbt irrte Herr llopjr an di« Küchentür seiner Wirtin:„Geuuücn Se mer nich ä Gewichen Wasser zähm?"—.Au freilich, das gen« Se krieche»."—„££et ä Todd voll?"—„Se geun ooch ä Todb voll kriechen." —„Sder vielleicht den Eimer da. hall» voll." —„Meinswäjen ooch den Eimer halb voll."— „Dir wärscku'u, wenn Se uu ganz voll mach- dett?"—„Das is doch ganz wurschd! Ich mache« ooch ganz doll. Dodcrzu wollu S' das Wasser?"—„Mei Bedde brennt!" Schön« Aussichten.„Ihr Hund paßt ja sehr risrig auf, wenn Sie die Haare schneiden", sagte der Kunde zu dem dörflichen Figaro. „Ra und ob", erwiderte dieser lachend,„er weiß auch warum. Manchmal schneide ich einem Kunden ein Stückchen vom Ohr ab!" Logik. Iltis fährt von Dtünchen nach Mailand. Hinter Innsbruck spannt man«ine zweite Lokomotive zur die Bergfahrt vor.— „Bin ich zu schwer?" fragt Iltis ängstlich de« Schaffner.—„DaS wird seit Jahren bei jedem Zug so gemacht. Bis zum Brenner. Obe« wird dann die Maschine abgehängl." Iltis fragt:„Seit Jahre» bei jedem Zug? Da uuij- sen ja oben aus dem Brenner schon eiue ganze Menge Lokomotiven angesammclt sein!" Geiz.„Wieviel rechnen Sie für das Zahnziehen," erkundigte sich der Schone vorsichtig bei dem Zahnarzt.—„Fünf Schilling!"— .Und wenn Sie ihn nur ein bißchen lockern?" Der Strohwitwer.„Ich habe meinem Man« angelüudigt, daß ich aus de« Ferien sofort nach Hause lomwe, wen» er nicht jeden Tag schreibt!"—„Und tut er eck auch?"— „Er schreibt sogar jede« Tag zweimal!" Gchacy-scre. Alle ckulckriktro uuo Anträgen an Oe». W« n>el Scharoch. Zwettnitz Ar. ß> Allen«utzom»: Wettkarapi..Atas“ regen D. T. J. an IQ Brettern mn die Fes:meisterschaft. Gleichzeitig: mit diesen Kämpfen laufen Bezirks- end Sektionswettkimple. Als Abschlag ein Massesschachwettkampf. Sämtliche Schachwettkämpfe finden tn der ..Kurzweilmühle“ im Stadion statt.