9tr. 37.««teryattonssveNase 1933. Arn verbotenen Itepat. I. Es ist fürwahr eine schöne Bescherung, aus einem indische» Bahnhof, wie dieser in Segauli, vierzehn Stunden liegen bleiben zu müssen. Gegen Abend schickt mir der Bahnvorsteher auf einem breiten Bananenblatt herrlich mundendes Gemüse. Da ich kein Brahmane bin, darf er mich, um keine Sünde zu begehen, nicht zu Tische laden. Erst früh um fünf Uhr geht eS wieder weiter nach Raxaul. Die Landschaft ändert sich, denn nun liegt daS heiße, verbrannt« Indien mit seinen Palmen hinter mir. kl. Mein Weg fuhrt durch daS englische Terai, ein Sumpsland, smaragdgrün, mit Seen und Silberbächen. Sonst ist di« Gegend gesund und cholerasrri. In einem Tal arbeiten Elefanten. In Raxaul erwarten mich schmucke Gurkha-! ofsiziere. Sie wollen mich in einer Sanft« und m«in« Begleiter auf Elefanten zum Maharadscha bringen. Behend klettert mein dunkrlhäu- tiger Boy auf seinen kleinen Elefanten und mein Lehrer der indischen Dialekte besteigt ein anderes Tier. Ich selbst nehme in einer goldenen Sänfte Platz, in der ich mit dem Glanze eines abendländischen Königs durch daS Land getragen werde. Aber so geht es! Indische Schriftsteller und Dichter, die in Indien von Heuschrecken und wildem Honig leben müssen, werden, wenn sie zu den Abendländern kommen, von Königen, Präsidenten und Papst empfangen. bewirtet und beschenkt. Aber eine solche Ehre darf ein abendländischer Schriftsteller rn seinem eigenen Vaterland nicht genießen. Wer diese Freude einmal durchkosten will, sollte sich einige gute Empfehlungsbriefe an verschiedene Maharadschas und genügend Reisegeld in seine Tasche stecken, dann kann man in Indien, das zweimal so groß ist wie Europa, überall fürst- lich empfangen werden. Bier derb« Gurkhas tragen mich. Bier Wächter gehen zur rechten, vier andere zur linken Seite, die das gaffende Volk wegpeitschen, weil ein abendländischer Doktor sich herabläßt, Indien zu besuchen... irr. Morgens um fünf geht es weiter. Schon feit vier Uhr ist meine Kuliarmee und meine Elesantentruppe marschbereit. Gestern ist auf hohen Befehl Seiner Majestät des Maharadschas mein Gepäck mit einer Elefairtenkarawane Dor®r. 9Ror 9t. 3unVe. unter militärischem Schutz nach Repül weitergeschickt worden, denn nach indischen Begriffen darf«in abendländischer Schriftsteller nicht mit Gepäck reisen. Der stärkste Elefant, der mir zu Ehren auf seiner Stirn«in schwarzes Fürstenzeichen(Schwarz ist die Farbe der Freude) trägt, ist für„Unsere Hoheit" bestimmt. Es ist nicht so leicht, auf den hohen Rücken meines Elefanten zu kommen, denn auf der glatten Haut rutscht man leicht ab. Endlich mittels einer Leiter gelingt es mir oben, zwischen Himmel und Erde in einen güldenen Thron zu kriechen, eine Art Büchse ohne Deckel, wo man sich Wohlfühlen kann, wenn man nach muselmanischer Art zu sitzen versteht, also mit gekreuzten Beinen. Von meinem hohen Standpunkte aus vermag ich nun die Köpfe meiner indischen Armee zu zählen: 14 Kulis. Dorn an der Spitze reitet rin Gurkhaoffizier. ES ist noch Rächt. Orion hat sich gerade schlafen gelegt und im Jadegrün des Morgenhimmels schaukelt der Halbmond wie ein silbernes Schifslein, belächelt ' vom großen Bären. Bei Nacht und Nebel überschreiten wir einen Kanal. DaS ist di« Grenze, die Indien von Neplll scheidet. IV. Tie Grenzposten scheine» zu schlafen, oder find sie vielleicht vom Maharadscha bestochen worden? Denn England untersagt allen Fremden den Eintritt in Neplll... Nur langsam kommt meine Karawane vor- wärts, obgleich die Straßen gut sind und über die zahlreichen Gebirgsbäche breite Bogenbrük- ke» führen. Aber meine Elefanten lieben Brücken durchaus nicht. Argwöhnisch umgehen sie diese uild plätschern munter durch das kühle Wasser, wobei sie das edle Raß trinken und sich nach Herzenslust bespritzen. In diesem feinen Sprühregen ergötzt sich regenbogenfarbig die sonn«. Tie Straße zieht sich durch«inen Ort. der auS Palästen zu bestehen scheint, wieder hinaus in die Landschaft, durch Sumps«, Reisfelder, wo Wasserochsen stehen und uns angrinsen. Am Wege liegt eine verendete Kuh. Um ihr Augen hüpfen Krähen, in der Bauchhöhle haben Geier ihre blutigen Hälse und an der Keule schmaust spitzbübisch ein Schakal. Ja. nun sind wir im Dorado des edlen Raubwildrs: Tiger, Leoparden, Panther und Hyänen. Der Morgennebel verdeckt die höchsten Berge der Welt. Di« Landstraße wird ball» belebt. Aber die Menschen tragen hier nicht mehr daS indisch« Gesicht, sondern das Antlitz von Zentralasien leuchtet mir entgegen. Fast alle Menschen, die wir treffen, kommen von Lhaffa oder wandern dorthin. Unter ihnen ist mancher ein Weiser. Auf dem Rücken tragen sie ihr« Siebensachen:«inen Kupsertopf, Gebetsteppich aus Pantherhaut und einen Regenschirm. V. ... Der rote Staub der indischen Straßen macht Steinen und Felsen Platz. Zweifelsohne wetden bald die Borberge des Himalaya erscheinen, und tatsächlich gewahr« ich bald die steilen Schatten der ersten Berg«. Im nächsten Dorf machen wir die erste Rast, Wir nehmen unser Frühstück ein. Niedliche, aber schmutzige Kinder bestaunen uns. Sie tragen hübsche Kleidung: weite, an den Knöcheln zugebundene Hosen und eine Tunika, di« an den Seilen mit Schnüren zufammengrhalten ist. Das Frauenkleid ist eine kurze Jacke mit einer Art Rock, Die Haare liegen in Zöpfen auf dem Scheitel, Nm den Hals kreisen in endloser Zahl Ketten in allen Farben Als Ohrgehänge tragen sie vergoldete Nägel oder einen großen Lotos aus Metall. Wohl sieht es ziemlich häßlich aus, ober es kleidet diese Böller doch und verleiht ihnen eine gewisse Freude und Lebensfreiheit« Hier sind di« Menschen anders. Auch sind die vielen indischen Bettler verschwunden mit ihrem Gejammer, ihren ausgestreckten Händen und ihrer Unterwürfigkeit. Der Wald, der erst mit Unterholz begann, wird zusehends schöner. Richt der wundervolle Wuchs der Bäume zieht mich an, sondern das prachtvolle Gebänge ewiggrüner Lianen, di« sich von Banm z» Baum winden. In dieser unver- alrikblicb sibönen Begelatkon schreien ganze Banden von Assen wild. Sie verfolgen mich, gaffen mich an und bewerfen mich mit Früchten. VI. Roch vor Einbrmb der Rocht erreich:» wir Tschuria, und am nächsten Morgen gegen fünf Uhr geht unsere Reise bergaufwärts. In Bhimpedi verlassen wir unsere Elefanten und besteigen die Tragstühle, die uns der Maharadscha von Nepal entgegensendete. Dieser Tragstuhl ist eine Art Schlitten, der von zehn Men- — s— fchen über die Brrghaldrn bis hinauf zu dem 1200 Meier hohen Fori von Sisfagari geschleift wird. Straßen sind hier unbekannte Dinge. So ein Aufstieg ist entfttzlich. Ich habe immer das Gefühl, hinten herunter zu fallen. Die Kletterei geht langsam vorwärts. In Marku machen wir wieder halt, um uns zu stärken. Tann geht es wieder vorwärts, immer höher »nd höher. Fast beängstigend geht es durch enge, dunkle Täler, über Schluchten und Abhänge, bis wir das Fort endlich erreichen. In der Feste erwartet mich der Wagen „Seiner Majestät". Ich steige ein und fort geht es. Hinter meinem Wagen jagen Soldaten, um das Volk zu hindern, nachzukommrn. Ein Weg erscheint. An den Seiten stehen Hohe Eukalhptusbänmr und Bananenpalmen. Tak eigentliche Nepal beginnt. Am Wege Schauen mich Menschen freundlich an. So erscheint Katmandu, dir Hauptstadt von Reptil, mit den zahllosen Tempeln, deren indisch« und chinesische Kunst«ine wahre Augenweide für jeden Kunstfreund bilden. Doch mein Dogen fährt nicht in dir Stadt hinein. Darum nicht?... VIL Ta öffnet sich eine gewaltige Mauer, rin Wachtposten präsentiert. Mein Wagen hält vor einem rirsengroßrn Luxuspalast. Als Aufenthalt in diesem Riesenpalast werden mir fünf der besten Zimmer angewiesen. Der erste Raum ist mein Arbeitszimmer, der fünft« mein Schlafgemach. Alle Zimmer strahlen in ein«m Luxus, den kein abendländisches Kaiserschloß kennt. Diese fünf Zimmer sind zusammen ebenso lang wie-dir Wiener Hofburg, drnn jedes Zimmer mißt vierzig Mrtrr in der Breite und ebensoviel in der Läng«. Wenn ich mich von meinem Arbeitstisch erhebe, um in mein Schlofgemach zu wandeln, muß ich stets zweihundert Meter Weg zurücklegen, eine kleine Abend- oder Morgcnpromenadr, wir man«S will. In Reptil wissen dir Leut« noch nicht, was Raum und Zeit sind... Mnlernacht im südasrikanischen Busch. Bon 8'rw Jofa. Im Bnschfelde Südafrikas verbleichen unser« sämtlichen Glaubensinhalte. Christen, Juden, Mohammedaner werden zu„Fcner- anberru" „Feurranbetung" ist dir Relrgion des Bnschfeldes. Sie entstand aus den Bcdürfnisien des Buschfeldlebens. Auch ich war zum— Frurrandeter geworden. DaS Fener ist daS wunderbarste Element des BuschfeldlebcnS. Maispapp darf fehlen. Kaffe« darf fehlen. Esel dürfen sich verlaufen. Aber das Frurr muß da fein Frurr ist alles. Für daS Feuer zu sorgen ist die vcr-auimte Pflicht eines jeden Busch, selbe» s. Tic war auch meine Pflicht. Es wurde dunkel. In einer kurzen Stunde kühlte sich die sonnendurchglühie Lust des Tages ab. Tie Winlernacht des Bnschfeldes rückte heran. Wir ließen das grün« Segeltuch über den Wagen fallen. Unter dem Wagen schliefen wir Weißen. Tie Schwarzen schliefen beim Feuer. Toch dir Nacht war lang und kalt. Das Feuer durste nicht ausgehen. Man mußte Vorsorgen. Holz war genügend vorhanden. Warrn wir doch im Busch. Ich ging nach allen Seiten, um Holz herbeizuschasfrn. Es mußte trockenes Holz sein. Am besten tote, hohle Bäume. Aber bloß kein Roidoornboom. Der qualmt stark und erstickt das Feuer. Und vor allen Tingen keinen Stinlboom. Er hat wohl seine Vorzüge. Er ist stark, sein Holz zähe. Tie Buren zimmern ihre Wagen aus ihm. Aber er hat auch seine kleinen Fehler. Ter Fehler wi.s besonders ruchbar, wenn man den Baum ins Feuer legt. Ruchbar im wahren Sinne des Wortes. Er beginnt fürchterlich zu qualmen und zu riechen. Ter Raine sagt ungefähr, wie «r riecht. Ich wußte Bescheid, ivrlche Bäum« gut wären. Und tatsächlich. Ich fand einen. Da stand er. Einsam wie diese Bäume schon lind. Ein bißchen alt, groß und grau. Keine Blätter an den verdorrten Arsten. Ich rüttelte an ihm. Die Wurzeln gaben nach. Ich zog ihn nach schwerem Bemühen heraus. Ein prochwoller Baum! Trocken und hohl! Wird gut brennen! Ich hob ihn auf meine Schultern. Ein bißchen schwer. Ter Weg war lang. Ich war vom Wagen weit abgekommen aus der Suche nach gutem Holz. Ich torkelte mit meiner Last zum Lanrplah zurück. Stolz auf meinen Fund nahm ich di« schwere Last leicht. Ich kam an unsere Lagerstell«. Da war keiuer. Einige z waren auf der Holzsuchr. Andere sollten die Zugesrl in ein Bich'ral treiben. Ich ließ dir Last fallen. Krach! Sir barst entzwei. Ich sprang zurück. Eine kleine Menagerie wimmelt« vor meinen Füßen. Allerlei kleine Biester, Skorpione, Eidechsen, Würmer krochen ans dem Baume heraus. Und da— eine grüne Mamba. Tie gefährlichst« Giftschlange. Verwirrt wich ich zurück. Tas Beil zum Holzhacken lag ln der Nähe. Ich faßte das Beil, schlug mit der scharfen Seite zu. Mitten durch den Schlangcnleib... Zische» und Geringsel. Dann schwang ich nochmals das Beil. Dann immer wieder mit der stunipfen Brilseite auf den Kopf der Schlange... So... Kurze Zeit führten die beide» getrennten Teile der Schlange rin Eigenleben. Dann gaben sie es resigniert auf. Das ander« kleine Getier war nnterdesscn zerstoben. Ich besah mir den Baum. Ich war sehr liebenswürdig gclvesen. Hatte kostenlos ein Hochhaus der Buschreptilien befördert. In besonderen Stockwerken, Höhlen, hatten sie dorten gehaust. Tie Boys und der Bure Ooschrizrn kamen zurück. Sie hatten reichlich Holz gebracht. Stolz zeigte ich ihnen die getötete Schlange. Ti« Boys grinsten. Ter Bure Oosthrizen lochte überS ganze Gesicht. Wohl daß ich am Leben geblieben war?... Sir irren. Die Schlange war ja gar keine Mamba gclvesen. Sondern eine harmlose Boomslang. Sie sehen einander zum Verwechseln ähnlich die beiden Schlangen. Entlänschr schob ich meinen Baum zum Feuer, das die Boys schürten. Ich fand jedoch schnelle» Trost. Mein Baum flackerte und knisterte nur so. Und die giftigen Skorpione waren wenigstens echt gewesen. TaS Feuer ließ alles vergesien. Ta prasselte und knisterte es. Die riesigen Holzscheiik wurden vom Feuer gefreßen. Die Nacht war kalt geworden. Wir drehten ihr den Rücken zu. Scharten uns ums Frurr. Wir brritrtrn unsrr Hände darüber aus. Oosthrizen hatte seine Feldicooner-Feldschuhe ausgrzogen und dir nacktrn Füße inS Frurr gclrgt. Wo rr sie hinlegte, zischte es auf und erlosch. Mit allen Poren zogen wir die Wärme auf. Die Schwarzen hatten eine praktische Klri- dung. Durch die Löcher ihrer Lumpen fand dir Wärm« direkten Wrg zur Haut. Manche waren klug und zogen sich nackt ans. Sir kehrten ihren Borderkörper dem Fener zu. Ter Rücken war durch«ine Wand von Säcken, Decken und alten Gedicht ei nee Fünfzehnjährigen. Jugend, di« Viel sah und bitter warb«. Sei artig, ehrlich, die Moral beacht«! Tas letztere am wichtigsten mir scheint— rin Stoß gen diese, wenn er auch nur sacht«, entehrt dich gleich, egal, wie dus grmemt. Ne, Bürgersfrau werd' einmal, eine gute! und wähle brav die NSDAP, und ist dir mal verzweifelt sehr zu Mute, Gedenke Gott! Er löset alles Weh! Und beug« deinen Sinn dem Mann, dem Deinen, Gehorch« ihm ausS allerletzt« Wort, er wird eS innner sehr gut.mir dir meinen, Tu nicht am nngebornen Kinde Mord! Gebär« Kinder! Gott wird dich belohnen— so viel du-kannst und wie es möglich ist. Wo später sie dann leben, schlafen, wohnen, das ist nicht deine Sache— Ä> im Mist? Beschäftige dich nicht mit„roten" Dingen, denn dieses ist nun nichts für«in« Frau, du mußt auch deine Kinder dazu bringen, Daß sie tr«id«ultsch werden, wie du genau. Versorg den Haushalt und erzieh die Kinder, verdienen ist dir Sach« von dem Mann,— erzieh sie so, daß später sie nicht mind«r den Staat als größtes Heiligtum sehn an. Tu Gutes für dir arnren, frommen Leute, und spende ihnen hin und wieder was. Denn so, so ist es schließlich einmal heule, daß viel« Menschen beißen in das Gras. Es gab auch immer Arme und auch Reich«, und das, das wird so immer, ewig sein, Es ist nicht schade um ne rinz'ge Leiche, kein Mensch, kein Tier wird lange um ihn schrein. Kleidungsstücken vor der Kälte geschützt. Wie kleine Hütten mit großen Türöflnnngen saßen sie zusammengrkauert da. Starrten gebannt in die eigenartigen Verschlingungen und Formen der verglimmenden Scheite. Eng an dir Kaf- fern geschmiegt saßen wir Weißen. Das Buschfeuer färbt alle Gesichter bleich. Am Feuer waren wir alle wärmebedürstig« Kreaturen. Wir saßen wie gelähmt im Banne des Feuers. Sprachen fast nichts. Starrten bloß in dir phantastische Welt der knisternden Scheit«. AuS der Ferne erklangen die Stimmen des Buichfrldrs. Schakale bellten. Hyänen lachten. Und dazwischen das Kreischen, Heulen und Röhren wilder Katzen. Toch ans dem Stimmengewirr erklang am deutlichsten rin seltsames monotones, wellenartig schwingend«s.Singen. Tie Gesänge der Schwarzen. Die Schwarzen sträuben sich gegen dir andrängende Zivilisation. Zweimal in ihrem Leben ziehen sir sich sür einige Monate in dir Wildnis zurück. Sie werfen die Kleider der Zivilisation von sich. Brechen jede Verbindnng mit der Zivilisation ab. In den Rächten sitzen sie nm riesige Fener geschart. Im wilden Bn'ch leben sir das Leben ihrer Vorfahren. Doch nicht für lange. Tann kommt dir Gegenwart, der Alltag packt sir mit brutaler Faust. Wirst sie zurück auf ihrr Arbeitsplätze. In dir Städte, in dir Minen. Dann waschen sie ihre bnntr Bemalung ab. Sie ziehe« die Hosen der Zivilisation wieder an. Sie haben ihren Traum von Selbständigkeit und Freiheit wieder ansge- tränmt. Sie konzentrieren ihre Sehnsucht ans die paar Monate ihrer ursprünglichen Lebensart. Mit der ganzen Verbitterung und Leidenschaft, deren sie fähig sind. Ihre Melodien dringen durch das Buschseld. Bald wehklagend, bald jauchzend. Es sind Haßgesängr gegen die Ein unvergetzliGes Erlebnis. Bon Edmund Zimperlich. Weißen. Aber auch uralte, überlieferte Stamm, gelänge. Sie fingen den Song vom Frner. Auch wir vernahmen den Sang vom Feuer. Er kam aus dem Buschfeld. Er kam tief aus uns. Wortlos saß ich stundenlang da und starrte in die Glut. Rechts und links von mir streckten sich die Schwarzen zum Schlafen aus. Sie hüllten sich in ihre Säcke und alte Kleidungssetzen. Ter Bure Ooscheizen kroch unter den Wagen. Schwer konnte ich mich losreißcn. Ich kroch unter den Wage». Und hüllte mich in unzählige Decken ein. Fabeln. Der Wolf und die Schaf«. Di« Schafe waren sehr unzufrieden mit ihrem Schicksal und beriefen ein« große Ber- famnilung rin, in der beraten werden sollte, wie den Uebelständen abzuhelfen wäre, durch die ihnen ihr Schaftum verleidet wurde. Ein alter Hammel führt« vor allem Klage über die Willkür des Wolfes, der mit den Schafen nach Gutdünken verfahre, von ihrem Blute lebe und ihre Existenz dauernd in Gefahr bringe. Nach langen Beratungen wurde beschlosien, eine Abordnung von Schafen, unter Führung eines«rfahrcnen Hammels, zum Wolf zu schik» ken, um mit ihm über die Abstellung der gerügten Mißstände zu verhandeln. Einige Zeit später sollte über dir geführten Verhandlungen Bericht erstattet werden. Der alte Hammel stieg auf eine Bodenerhöhung und hielt folgende Rü>e: „Meine geliebten Mtfchafe! Wir haben eingehend mit dem Wolf beraten und er billigt uns zu, daß wir nicht allesamt Zeit unseres Lebens Schafe bleiben müßten. Der Wolf gibt feine Zustimmung dazu, daß jedes Schaf, das die Fähigkeit und Tüchtigkeit zu solcher Karriere habe, sich ans eigener Kraft zu einem Wolf entwickeln dürfe und dann seinerseits mir den Schafen so verfahren könne, wie es der Wolf jetzt mit uns tut. Ta wir den Wolf nicht ab- zuschaffen vermögen, sollten wir dir Gelegen- heil nützen, selbst Wölfe zu werden." Und weil nun einmal in allen Schafen die Sehnsucht lebt, es den Wölfen glrichzutun, waren sie mit dem Bericht des Hammels sehr sufrieden und blökten begeistert ihr beifälliges .Bäh". Die Nachtigall und dir Elster. Tie Nachtigall sang ihr Lied in süßer Melodie den Menschen zur Freude. Ta kam dir Elster und fragte: „Darum singst du für die Menschen, di« uns doch nachstellen und unsere Feinde sind?" „Weil ich Freude am Gesang habe," antwortete arglos die gefiederte Sängerin. Toch die Elster gab sich damit nicht zufrieden. Sie und ihresgleichen können sich gar nickt vorstellcn, daß eine Sache um ihrer selbst willen geschieht, ohne Rücksicht'auf persönlichen Vorteil oder Nachteil. Teshalb nahm die Elster daS Maß nach ihren eigenen Krallen und ries hämisch: „Schau doch einer, wie selbstlos unsere Nachtigall tut! Weil sie Freude am Gesang bat, singt sie für die Menschen. Und was haben dir die Menschen dafür bezahlt, du Verräterin? Bestochen bist du, bestochen mit den« Gold« der Menschen!" So krächzte voller Bosheit die Elster und flog davon, den anderen Vögeln zu erzählen, daß die Nachtigall sich von den Menschen habe bestechen lassen. Tie Nachtigall aber kehrte sich nicht an daS Gekrächze der Elfter und sang ihr Lied den Menschen zur Freude. Ter recht monotone BrrgnügungSkalender des Bades O. wies eine angenehme privat« Br- reicherung auf. Ein Hypnotiseur war eingerrosfen, ein Mann von bedeutendem Ruf, von defien Talenten sich di« Fachleute staunenrrregende Dinge erzählten. Er wohnt« im„Majestir", hatte ausgespro- chene Großmannsallüren, sparte nicht mit fürstlichen Trinkgeldern und galt, schon d«r vorher bezeichnenden Umstände wegen als ungeheuer reich. Sonst lebte er exklusiv zurückgezogen, eine Diskretion deS Lebenswandels, die den Reiz seiner Persönlichkeit bei den neugierigen Kurgästen nur«rhöhcn konnte. Es wär« wohl nie zu dem„hypnotischen Galaabend mit neuartigen Experimenten" gekommen, wenn nicht der Manager des Hypnotiseurs, ein kleiner, sehr beivrglicher Herr, der auch in der Sommerfrische nicht die Hand von Geschäften lassen konnte, die Sache arrangiert hätte So stieg denn der denkwürdige Abend, der dir ein'chläferndcn musikalischen Exerzitien der Kurkapcllc aufs angenehmste unterbrach, bei gepfefferten Eintrittspreisen im dichtgefüllten großen Kurhaussaal. Als der Hypnotiseur, der einen ungemeii. klangvollen Namen trug, erschien, ging rin Raunen ehrfürchtigen Staunens durch die Reihen. Der bedeutende Mann sah allerdings auch bedeutend genug aus. In einem asketischen Gesicht, dein«ine tiefe, fast krankhafte Blässe das Gepräge gab, leuchteten zwei dunkelbraune Augen in düsterem, unheimlich suggestivem Glanz. „Meine Damen und Herren—•" begann der Hypnotiseur mit einem riefen, uiwcrkenn- bar sremdländischen Tonfall,„ich weiß, daß ich eine:» vcrwöhn-en Badrpublikum nicht die üblich'.» Experiment« der landläufigen Hypnose Vorkey-:, darf Ich hob« beure abend weit mehr vor! Ich will nämlich zum ersten Male ein Experiment avSprobicren, defien Meisterung mir erst in diesen Tagen unter schwersten Mühen gelungen ist. Nichts fällt dem Menschen in den Schoß—. Hören Sie bitte gut zu: Mein Experiment beabsichtigt, Ihre See- leniemperaiur zu einer noch nie dagewesencn Höbe emperzurreiben und in Ihnen ein Glücks- gerühl von unaussprechlicher Intensität zu erzeugen. Diese grandiose Steigerung Ihres Gefühl- lrbenS wird, so hoffe ich, für Si« alle«in unvergeßliches Erlebnis sein! Konzentrieren Sie sich bitte auf das Wort „Maismischung". Jawohl,„Maismischung". Tenken Sie unausgesetzt an dies prosaische Won, daS eigentlich ein Doppelwort ist, mag Wißt iör schon?... Da« Wort Kristall bedeutet eigentlich Eis. Die Bezeichnung stammt von den alten Griechen, die glaubten, daß die klären Bergkristalle, die sic sanden, eigentlich Eis wären. Kristalle entstehen, wenn gewifi« Trosse vom geschmolzenen zum festen Zustand übergehen. Zunächst ist der Kristall unendlich klein. Allmählich aber wächst er, indem sich neu« Schichten auf seinen Flächen ablagrrn. Tic Bedingungen zur Bildung von Kristallen ist eine gleichartige Temperatur und vollkommene Ruhe. Werden die Kristall« gestört, so werden sie nicht größer. Je langsanier die Bildung vor sich geht, um so cs Ihnen auch noch so sinnlos erscheinen—." In atemloser Stille, fiebernd vor Erwartung, saßen die Kurgäste da. „Bitte das Licht auslöschen!" ries der Hypnotiseur. Das Experiment begann. Es war so dunkel im Raum, daß man nicht die Hand vor den Augen sehen konnte. Durch den Saal tönren unablässig wandernde Schritt«; es war der Hypnotiseur, der durch die Stuhlrcihen ging, um seinem Experiment Nachdruck zu verleihen. Einige Teilnehmer an der Seance, meistens Frauen, wimmerten leise vor Aufregung. Minuten.wurden zu Ewigkeiten. Immer noch erklang der ruhelos wandernde Schritt des bedeutenden Mannes. Eine stickige Welle von Atem und Schweiß zog durch den Saal. Plötzlich brach die Wanderung des Hi,p-. notiseurs ab. Weitere fünf Minuten vcr-! strichen.- Im Saale macht« sich eine leise Unruhe bemerkbar. „Pscht!" zischten die Eifrigen, was wieder-: um unterdrücktes Kichern hervorrief. Rach einer Viertelstunde rief einer„Lichts „MaiSmischung" schrie ein anderer.> Di« elektrischen Lampen, flammten auf. Alles sah sich blöd blinzelnd an. Wo war der Hypnotiseur? T«r Hypnoti-, seur war verschwunden und mit ihm.sein Manager. Allgemein« Berblüsfung, dir fich zur. Panik steigerte, als eine ältere Dame hysterisch schrie:„Mein Prrlenkollier ist gestohlen!" r „Und mir di« Brieftasche!" brüllte«in Herr gleichsam als Echo.." Entsetzen packte die Kurgäst«. Die Damen nestelten verstört am Hals herum, die Herren griffen nach ihren Brusttaschen. Untrr unbeschreiblichem Lärm zählte man 54 abhanden gekommene Portefeuille und 21 sch- lende Prrlenkolliers.. Polizei erschien uich wurde von einem Schwarm fassungsloser Menschen umringt. Inzwischen suchten rin paar beherzte Männer das ganze Kurhaus nach dem fingerfertigen Hypnotiseur und seinem Manager ab. Vergeblich—, der Bogel war schon ausgc». flogen. ..Ja," sagte der Polizeikommifiar,„wir haben es leider auch zu spät erfahren. Der Hypnorifrur ist ein berüchtigter Taschendieb und. der„Manager" sein Komplice.• Das aber daS„Experiment" angrht,— es ist nicht bei Ihnen gestattet worden." Aber in einem hat er recht gehabt"——- murmelt««in Bestohlener in bitterer Selbstironie.„dieser Abend wird gewiß uns allen ein unvergeßliches Erlebnis bleiben!" größer werden die Kristalle. Zu den größten bekannten Kristallen gehören die Beryllkristallr, die eine Länge von 1 bis 2 Metern haben können und bis zu 1500 Kilo wiegen. Beryll kann grün, gelb, blau und bisweilen auch rosenrot sein Tie ganz grünen Berylle werden Smaragde genannt. Ein 500 Kilo schwerer Beryllkristall befindet sich im Field-Muscnm in New Aork. Di« einsamste Insel der W«lt, Tristan da Cuuha, die bisweilen 2K Jahre nicht von^ einem Schiff angelaufen wird, soll setzt rine^ meteorologische und eine Radio-Station be»> kommen. Tadurch wird das Leben aus der Insel sehr verändert werde». TTTVTT I« Jahre 1819 fuhr dar erste Dampfschiff don Europa nach Amerika. Es brauchte 26 Tage. Damals war die Schiffsreise nach Amerika ebenso gewagt wie hrut-ntage ein Ozeanflug, und man verfolgt« di« Fahrten der kühnen Dampfschiffpioniere mit der gleichen Begeisterung, mit der man heute die Flugzeuge und Luftschiffe verfolgt.— In alten Tagen dauerte es mehrere Monat«, mit dem Ochjrn- wageu von New Bork nach San Francisko zu fahren. Heute fährt die Pazifikbahn, wie rin fahrendes Luxushotel eingerichtet, quer durch die Bereinigten Staaten, in vier bis fünf Tagen. Sie fährt mit einer Geschwindigkeit von 100 Kilometern die Stunde, ivährend die erste Eisenbahn, di« oor 100 Jahren gebaut wurde, eine Geschwindigkeit von nur 30 Kilometern in der Stunde hatte. Ein Arzt Hal ausgerechnet, daß ein Mensch km Lause eines Jahres zwischen 11 nnd 12 Millionen Worte spricht und etwa 1200 Menschen die Hand drückt. Man blinzelt fast 95- millionenmal mit den Augenlidern, waS die gleiche Muskelarbeit bedeutet, di« nötig ist, um £?5 Kilo zu heben. Ei« 70 Jahre alter Mensch hat im Durchschnitt 21 Jahre und 0% Mona!« geschlafen, hat 11 Jahre 8 Monate an Zerstreuungen gewandt, hat 5 Jahre 10 Monate bei den Mahlzeiten gesessen, hat sich ebenso lange Bewegung gemacht, hat 11 Monate für das An- und ÄuS- tklriden gebraucht und di« übrige Zeit zur Arbeit. Die erste« Spielkarte« wurde» im Jahre 2350 hergestcllt: heutzutage werden 8 Million«« Kartenspiele jährlich fabriziert. Di« Ziehharmonika ein verhält»ismähig neues Instrument, das im Jahr« 1829 von Damian in Wien erfunden wurde. Die Zeit vergeht. ■ Bon Karel Sapek. Die Zeit vergeht so schnell. Kaum hat man sich deS Morgens zur Arbeit gesetzt, schon ist die Stunde da, die uns zum Abendbrot ruft. Es konlint die Nacht, und es ist dir nicht gegönnt, deine wirren Träume aufzufangen, denn schon ist es wieder Zeit, den neuen Tag zu beginnen. Und eh du dich versiehst, mußt du dich gewöhnen, eine neue Jahreszahl auf deine Briefe zu setzen und dabei ist es dir, als hättest hu dich erst gestern an den Neuner am Ende des Datums gewöhnt. Ich weiß nicht, wie es kommt, aber in meinen jungen Jahren war der Tag viel, viel länger. In meinen Bubenjahren war er geradezu endlos. Er war wie«in weiter See mit noch nicht durchforschten Ufern. Am Morgen schiffte man mit vollen Segeln hinaus und konnte das End« einer stunde nicht absehen, so groß und feierlich war ihrer jede. So ein Kindertag gleicht einer Fahrt über den Ozean, einem Siegeszug, einem langen Lehen voller Abenteuer und Erlebnisse; er ist inhaltsreich wie die Jliadc, reich und uneinnehmbar wie die Höhle von„Ali Baba und den vierzig Räubern". Alle damaligen Freuden und Leiden vermag ich zu begreifen, aber ich begreife absolut nicht, wo ich die Zeit zu ihnen hernahm. Wenn icb heute versuchen wollte, mit dem Bogen zu schießen— ich glaube, der Mittag würde mich früher überraschen, ehe ich ordentlich damit a»gefangen hätte. Damals aber hatte ich zwischen Frühstück und Mittagessen genügend Zeit, eine Fensterscheibe mit dem Pfeil zu zerschlagen, mich an Pflaumen zu I Lbrressen, einige Kämpfe mit feindlichen Stämmen zu bestehen, in der Kron« eine» Baumes die„Geheimnisvolle Insel" zu lesen, in der Scheune di« Friedenspfeife zu rauchen, ein verdientes Kopfstück zu empfangen, Grillen in«ine Zündholzschachtel einzufangen, an verbotenen Stellen zu baden, über Zäun« zu klet- lern, alle benachbarten Handwerker auszusuchen und zuzuschauen, wie sie es machen, und noch «ine ganze Reihe von Raubzügen, Gefahren und Heldentaten zu unternehmen. Rein, da gibt's keinen Zweifel: die damalige Zeit war wenigstens zehnmal so lang als di« heutige. Und als dann nach Jahren mein« Torheiten und mein LebenShorizont wuchsen, waren di« Möglichkeiten eines einzigen TageS einfach unendlich und unerschöpflich: Weisheit an der Brust der Professoren saugen; zum Fenster der ersten Liebe laufen und lange davor stehen bleiben; Berse schreiben; träumen, schlendern, tanzen; täglich die Auslagenkasten von zehn Antiquaren mustern; lesen, lesen, lesen und die Zeit auf zehnerlei Art vergeuden. Wie ist es möglich, daß für so diel« auftegende Ding« rin einziger Tag genügte? Ich versuche es, über dieses Rätsel nachzudenken. Ich glaube nicht, daß ich anders geworden bin, eher, daß di« Zeit eingeschrumpft ist. Wahrhaftig, nun wird es schon wieder dunkel. Der Tag ist verflogen, der Teufel weiß wohin. Er hat mir nichts Neue- gebracht, nichts geschenkt, überhaupt nicht gedauert. Bielleicht hätte ich dieses oder jenes tun, irgendwohin gehen, etwas genießen, etwas anschauen können— aber eS blieb mir keine Zeit dazu. So ist wieder ein Tag dahin und hat nicht» zurückgelassen als diesen Aufsatz auf meinem Tisch. Bald ist wieder ein Jahr dahin und hat nichts zurückgelassen——— aber halt: Die Tage sind kurz, die Jahre sind kurz, immerhin jedoch geschieht ein Stück Arbeit in ihnen., Man lebt weniger, aber man arbeitet mehr. Und wenn sie auch nicht viel wert war, dir Arbeit— es war doch wenigstens Arbeit. Und wenn du denkst, daß du dein« Tage verlierst, hadere nicht, vielleicht hast sie nicht verloren, sondern verschenkt! Der Geiger Josef Joachim lernt« al» nicht mehr ganz junger Mann in Berlin Eisläufen, stellte sich aber schr ungeschickt an. Nachdem Joachim öfters hingefallen war, sagte der Eislauflehrer:„Ja, ja, Herr Professor, Eislaustn ist nicht so leicht wie Geige spielen." Auf dem Jahrmarkt.„Was, daS soll ein Zwerg sein? T«r ist ja beinahe ebenso groß wie andere Menschen."—„Das ist ja gerade das seltene, er ist der größte Zwerg der ganzen Welt." Liebesbeweis.„Mammi," fragt Klein-Else, „host du mich auch wirklich lieb?"—„Gewiß, mein Kind, warum denn nicht?"—„Ach bitte, dann heirate doch den Zuckerbäcker in unserem Hause!" Eheleute gingen spazieren. Im strömenden Regen. Plötzlick fragte der Mann:„Möchtest du mit einem Mann verheiratet sein, der nur ein Auge hat?"—„Niemals."—„Tann pass gefälligst auf deinen schirm besser aus!" Schuldenstreichung.„Tie Weltkrise wird nicht behoben, bevor-alle Schulden gestrichen sind."—„Gan; meine Meinung: aber ob mein Schneider damit einverstanden ist?" Begreiflich.„Was mir heute passiert ist, das wünsche ich meinem schlimmsten Feinde nicht."—„Um Gottes willen, was ist Ihnen denn zugestoßen?"—„Ich habe daS groß« LoS gewonnen!" An» der Schule.„Blanche weibliche Bornamen sind von männlichen hergeleitet, zum Beispiel Franziska von Franz, Ernestine von Ernst! Nenn« mir noch einen!"—„Barbara don Barbar!" Der Jüngling hat den Ehrgeiz, Zeitungsreporter zu werden. So tritt er als Bolontär in die Redaktion ein.„Für Sie hab' ich«ine schön« Aufgabe!" ermuntert ihn gleich der Chefmdakteur.„Da findet in M.dorf die Ein- weihung einer nerien Kathedrale stakt, fahren Sie hin, machen Sie einen interessanten Bericht von etwa einer Schreibmaschinenseite, und geben ihn bis 6 Uhr telephonisch durch." Der Journalisten-Jünger zieht ab und eilt mit der Bahn nach Mdorf. Um sechs kommt nicht» und ist nichts.„Telegraphieren Sie," befiehlt aufgeregt der Chef der Sekretärin,„wo bleibt Bericht?" Eine Stunde später kommt die Antwort:„Richte zu berichten stop Bisckiof auf Kanzel tot umgefallrn." Schach-Elke. Alle llulchrilkcn und Anträgen an®fn. JPrnjel EAorodi ktwettnltz Nr. 85 del leplitz-Echöna». Allen Anlragen Ist HilMtmtlt»elzulege«. Schachaufgabe Nr. 153. Von Johann Adam. Hostentftz i. B. Schwarz: KeS; Tcß: Lb5, c5. Bei, d3, eß.»5. gT(9). a b c