Jlr. 40. anteröaKungübeilage. 1933. Der letzte Machiwilien des Quartaners Blank. Der vierzehnjährige Mittelschüler Hansi Plank hatte einen Traum, der immer wiederkehrte. Er beschrieb einen Weißen Papierbogen mit schwarzer Tusche, teilte ihu in lauter regelmäßig viereckige Kasterln. Fast vollständig fertig war die Arbeit, sauber und tadellos war sie ausgeführt worden. Aber plötzlich rutschte ihm die Feder aus und fuhr schief übers Papier, die Kasterln purzelten durcheinander und in Schweiß gebadet erwachte er. Hansi Plank erwachte überhaupt immer mit einem leise ängstlichen Ruck, aber zugleich mit der Verläßlichkeit einer pünktliche» Uhr, ohne daß man ihn jemals zu Wecken brauchte, ganz so wie sein Pater, der Postoffizial Josef Plank. Peinliche Genauigkeit regelte das heben des kleinen Beamten und seiner Familie, hielt sie bei aller Dürftigkeit auf der Höhe des mühsam Standesgemäßen. Hansis ganzcs Trachten war darauf gerichtet, diese Musterhaftigkeit seines Balers nach- zuahmcn und zu übertreffen.„Der Hansi ist vor lauter Bravheit schon wieder schlimm", pflegte seine cingeschüchterte Mutter zu sagen, wenn er als Kind zu weinen anfing, weil ein Familienbesuch oder ein Tagesausslng seine sorgsame Tageseinteilung störte. Seine Hefte lagen immer in der gleichen Reihenfolge übcrrinandcrgcschichtet, seine Schulbücher, obwohl meistens aus zweiter Hand gekauft, hatten ein so ungewöhnlich ordentliches Aussehen, daß sie förnilich um Lob zu betteln schielten, nie vergaß er sich vorzuberei- tcn und allen Kindern wurde er bis zum lleberdruß als leuchtendes Beispiel vor- gcführt. Unter schweren Opfern, unter Einschränkung der täglichen Mahlzeiten und ähnlichen Sparmaßnahmen war es den Eltern gelungen, Hansi ins Gymnasium zu bringen und sie waren stolz darauf.„Besser zehnmal hungern, als einmal deklassiert werden", psiegte der Vater zu sagen und eifrig prägte sich der Junge seine Worte ein. Auch im Gymnasium blieb er der Vorzugsschüler, das erklärte Musterkind einer jeden Klasse und diese Ausnahmsstcllung verschaffte ihm Zutritt in den Kreis von ein paar Mitschülern, reichen Fabrikantens- söhnen. Diese Jungen, sclbstbetvußt und verwöhnt, waren schon in der Schule darauf bedacht, ihre gesellschaftliche Stellung zu Don Klara Blum. wahren. Als in ihrer Klaffe ein Klub gegründet wurde, an dem auch Proletarierkinder teil hatten— er nannte sich„Waffer- klub" und hatte den Zweck zusammen zu sparen und im Sommer ein genieinsamcs Boot zu kaufen— da gaben Rudi Fink und Bobby Winkler die Parole ans:„Auf keinen Fall beitrrten! Distanz halten! Exklusiv bleiben!" Sie gründeten einen eigenen Klub, den sie den Alcxanderklub nannten, weil er gewöhnlich in der Billa von Bobbys Eltern vor einem Bildnis Alexanders des Großen tagte und weil er sich außer mit Sport und Schultratsch auch mit Heldcnvcrchrnng beschäftigte. In diesen Klub war nun auch Hansi Plank ausgenommen worden, er hatte cS seinen Eltern erzählt und wohl bemerkt, wcc die Beiden blaß vor freudiger Uebcr- raschung einander angeschant hatten. Doppelt angc'pauii: war nun sein Bestreben, auch iveitcr auf der B« bn der vollendeten Musterhaftigkeit zu bleiben, jedes halbe Jahr ein Zeugnis mit lauter„Sehr gut!" nach.Hause zu bringen, in seiner Aufführung der Korrekteste in der Klaffe zu sein. Beinahe noch hochmütiger als seine reichen Kameraden w'ch er den Leuten vom Wafferklub ans. „Nicht dcklafficrt werden". Sein Leben glich einem abgetragenen Anzug, der aber, tadellos gebügelt, noch immer gesellschaftsfähig war. Als Hansi Plank vierzehn Jahre alt war, träumte er häufiger und immer häufiger den Angsttraum von den gezeichneten Kasterln. Sen» Weg erschwerte sich um diese Zeit in rät-clhaftcr Weise. Tie Gespräche im Alcxanderklub hatten ihm bisher sehr be- hagk. cs warcn meistens Zukunftsplänr von Heldenrvllcn gewesen, welche die Jungen einmal spielen wollten. Beweise ihres Mllt< s und'brcs Herrenmenschentums. Aber allniählich warcn neue Wendungen in die Ke spräche heeringekommcu, an denen Hansi nicht imnrer t- ilnehincn konnte, Anekdoten aus der Lcbewclt, Beschreibungen von Schauspielerinnen, die ihm unbekannt waren. Einmal hatte Bobby Winkler ihn gefragt, ob er nicht ein paar unanständige Photographien anschauen wollte. Er hatte höflich abgelehnt. Sein Weg war mühsam und schnurgerade, er war zufrieden mit sich und Ijottr kein Bedürfnis, rechts oder links zu blicken. Aber auch er war nicht mehr der Alte. Mit dem Lernen ging es längst nicht mehr so glatt wie einst. Stundenlang konnte er vor sich hinträumen. Tas Wachstum prickelte vurch seinen Körper.„Tu wirst groß, du wirst groß", sang es in allen seinen Fasern, ängstliche Unsicherheit und rauschende Erwartung. Sein Appetit war nicht mehr zu bändigen, die sparsamen Mahlzeiten zuhause sältigten ihn nicht einmal halb, sein Kopf schmerzte und eine zitternde Schwäche erfüllte seine dünnen Glieder. Bor Semesterschluß wurde Hansi Plank in Geschichte geprüft. Er hatte sich mit verzweifelter Anspannung vorzubereiten versucht, hatte stundenlang einzelne Buchstaben angcstarrt und nichts war in seinem Gedächtnis geblieben. Der Musterschüler bekam seine erste schlechte Äkote, die Klaffe war starr vor Staunen und der Proseffor schüttelte bedauernd den Kopf. „Nicht genügend in Geschichte", dachte Hansi Plank, der während der Pause im leeren Klassenzimmer zurückblieb. ,FA>er bestenfalls genügend. Was wird der Pater sagen? Aus mit dem Borzugszeugnis. Warum ist das nicht lieber einem Andern pafficrt, dem möcht's nicht so viel machen. Aber ich hab's mir so eingerichtet, daß alles ganz genau stimmen muß und jetzt purzelt cs mir durch« inander." Alois Murner, der Führer vom Waffel« hlub ging vorüber, stellte sich vor dem verzweifelten Hansi Plank. Sem knochiges Pro- letengcsicht schaute mitleidig, wenn auch nicht gerade hochachtungsvoll.„Geh, was hast denn?" fragte er und stützte sich auf den Pult. Hansi erblickte an seinem abgeschabten Acrmcl einen Riß, den auch er, nur viel sorgfältiger zugenäht, gerade an derselben Stelle hatte. Einen Augenblick lang durchzuckte ihn ein Gefühl des Verstandenwerdens, ein Geffchl der gerührten Erleich- ternng.„Ich hab' Hunger gehabt und hab' nicht lernen können" wollte er sagen, aber irgend etwas schnürte ihm die Kehle zu. Man mußte doch Distanz halten, man mußte doch.„Misch dich nicht in meine Sachen" — 2— 2In einem Despoten. Teuflischer Heuchler! Du machst mit der Rechten das Zeichen des Kreuzes, doch mit der Linken indes schlägst du dir Völker ans Kreuz. August Graf von Plaren(1796—1835). Ließ er mühsam hervor und der Proletenjunge ging pfeifend weiter. Hansi war allein. Ocde Traurigkeit war in ihm. Mechanisch schaute er unter dem Pnltdcckel Bobbys, der sein Nachbar war, begann langsam zu suchen. Schließlich sand er was er suchte, setzte sich mit melancholischer Behaglichkeit zurecht und betrachtete, immer schön der Reihe nach, die„unanständigen" Bilder. Ein unbekanntes Feuer entzündete sich in ihm, brannte wohltuend die eben erlittenen Wunden aus, durchleuchtete die bisher undurchdringlichen Mauern einer fremden abenteuerlichen Welt, bis sic durchsichtig wurden wie farbiges Glas. Gut war es, daß cs diese erregenden und sonderbaren Dinge gab, dir nichts mit Schule und Zeugnis und Aufstieg zu tun hatten, vor denen alle seine Müden und Leiden blaß und unwichtig erschienen. Langsam versank Hansi in den tröstenden Abgrund neugieriger Träume. „Plank, was haben Sie da?" Unvermutet war der Professor cingrtretcn, nahm ihm die Bilder aus der Hand, bedeutete ihm mit einer Handbrwegung ins Konferenzzimmer mitzukommen. Hansi stolperte hinter ihm her mit seinen dünnen Gliedern, die noch nie so qualvoll unbeholfen gewesen waren. Der vierzehnjährige Mittelschüler Hansi Plank ging langsam nach Hause. Schritt fiir Schritt ging er und freute sich über jedes kleine Stückchen Weg, das ihn noch von seinem Ziel entfernte. Nun war alles ans. Nun war auch dir Sittennotr verdorben, unausdenkbar verdorben. Der Alrxanderklub würde sich einstimmig von ihm obwenden. „Mitleid ist Sache der Schwächlinge" würde Rudi Fink sagen und Bobby Winkler würde erklären:„Hauptsache ist, daß man korrekt ist.„Korrekt sein, das heißt nämlich, sich nicht erwischen lassen". Hansi Plank schämte sich, er kam sich selbst erbärmlich und abstoßend ,Uor. Was würde er zu Hause sagen?— „Baler, jetzt bin ich doch deklassiert. Tenn um den Zungen vom Alexandcrklub als Gesellschaft zu passen muß man jemand sein der Erfolg bat. Weil sie nämlich für Helden schwärmen." Und da wußte er auf einmal den Ausweg. Ganz plötzlich wußte er den Ausweg. Er stieg die steilen Treppen zu seiner Wohnung hinauf und freute sich, daß es vier Stock waren.... Als man Hansi Planks zerschmetterten Körper vom Pflaster hob, fand nian bei ihm einen Zettel mit großen triumphierenden Buchstaben beschmiert:„Ter Alrranderklub wird um mich Iranern, ehrenvoll wird er um mich trauern, weil ich gezeigt habe, daß ich mutig bin und den Tod nicht fürchte. Und der Baier wird stolz auf mich sein, weil M nicht mit den Leuten vom Wasserklub M-gangen bin, trotzdem ich so viel Pech gehabt habe, weil ich ja nicht deklassiert werden wollte. Tenn das, hat der Pater gesagt, ist die Hauptsache." Srlouf^te Bon Franz Aus die Gespräche der Menschen gebe ich schon lange nicht mehr acht. Es ist immer dasselbe. Mit dem Wetter fängt es an und hört je nachdem, mit der Liebe oder mit einem Geschäft auf. Da ist wirklich nichts Interessantes dabei. Aber in den ganz alten Büchern, da stehen noch recht merkwürdig« Tinge innen. In einem arabischen Zaubrrbuch las ich vor kurzem am Abend folgenden Satz:„Jede Form gibt Leben. Rur das Formlose, Amorphe, wartet noch des Lebens." Ich dachte den ganzen Abend über diese? Say nach. Zur Uniersrützung meiner Gcdankengänge trank ich eine Flasche alten Bordeaux. Dann, es ging schon auf Mitternacht, und meine Haushälterin war schon zu Ben gegangen, stellt« ich di« leere Flasche in daS Eck der Speisekammer, wo alle leeren Flaschen stehen. Ich macht« aus Scherz über die grl«erte Versammlung ein arabisches Zauberzcichen. Und da hört« ich auf einmal, wir die Flaschen sich unterhielten. Sir lebten also. Natürlich, denn sie waren ja Form. „Ich habe meinen Lebenszweck erfüllt," hört« ich«ine Bierflasch« red«n.„Ich hab« den Turst des zweibeinigen Gottes gestillt. Ich sehe mir Hoffnung meiner Wiedergeburt, um«s poetisch auszudrücken, m«in«r Wiedererfüllung entgegen. Meine gegenwärtige Integrationsstuf«..." „Reden Sie dock, nicht so gelehrt!" unterbrach sie ein« Wrinflasche.„Sie waren jedenfalls nicht so wertvoll wie ich. Sie kosteten 40 Rappen, toenn ich nicht irre nnd für mich zahlt« der zweibeinige Gott 3 Franken!" „Und trotzdem stanken Sie nach dem Pfropfen." erwiderte gereizt die Bierssasche. „Sehen Sie zu, daß Sie bei Ihrer Wiedergeburt einen besseren Pfropfen bekommen." „Es war das meine Individualität," sagt« di« Weinflasche,„wenn alle Flaschen nach dem Pfropfen riechen würden/ so würde man eben das als normal empfinden. Ich war«ine Ausnahme, etwas Besonderes.. „Qnarsch," meinte die Bierflasche,„man konnte Ti« nur zum Kochen verwenden." Ta mengte sich eine ganz dick« Schnapsflasche in das Gespräch. „Lächerlicher Streit, es kommt doch darauf an, wie wir auf den Gott wirken. Jedesmal, wenn es dem Gott fror, trank er aus mir und dann wurde ihm warm. Ich verwalte das Weltenfeuer. Ich allein konnte ihn berauschen. Ich möckle behaupten, daß der Rausch der Gottheit unser Zweck ist." „Ich habe niemals berauscht," wandte«ine dürre Limonaden'lalchc ein,„aber ich hatte den V V V V VV V" V V V r"V ▼ v r'v 800 Menschen können nicht erwachen. Seit dem 30. Juli zittert jeder Einwohner von St. Louis in den Bereinigten Staaten vor der Schlafkrankheit. Erst sand man drei Reger, di« nicht mehr aus ihrem Schlaf zu erwecken waren. Heute sind rund achthundert Menschen erkrankt, zwcinndsechzig von ihnen sind bereits tot. Jene aber, die man einigermaßen heilte, zeigten erheblich« geistige Störungen. Tie Vermurung, daß es sich um die bekannte echte Schlafkrankheit handelt, gegen dir man das Hilfsmittel„Bauer 205" gefunden hat. bestätigt« sich nicht. Die Behandlung mit diesem Mittel GesprüeHe. Earl Endres. Vorteil großer Sittenstrenge und Gesundheit. Ich war mit Himbcerlimonad« gefüllt und hoff« es in einem neuen Leben aus Sinalco zu bringen." „Hm... hm..." macht« die Sekrslafche, „ich kann mich noch erinnern, wie der Gott sie trank. Pfui Teufel hat er gesagt, hat mir hrem Inhalt den Grranienstock begossen und h->: meinen herrlich klingenden Pfropfen an die Teck« springen lassen.„Eve!" hat er gerufen und die schön« Göttin neben ihm und er haben mich lachend und sich lullend getrunken." „Shoking!" sagte dir Limonadcnslasche. „Warum spricht die Klein« da«igenrlich gar nichts!" fragt« die Schnapsflasche und sah mitleidig auf ein geschliffenes ganz klcinrs Fläschchen herab, das unter den großen Flaschen wir«in Kind unter Erwachsenen stand. „Ich bin zu vornehm, um mit Euch zu sprechen," sagte die Kleine,„mein Inhalt wurde gar nicht getrunken. Selbst der zweibeinig« Gott, der so viel trank, konnte mich nicht trinken. Er goß nur einen Tropfen himmlischen Duftes von mir auf sein Taschentuch, wenn er di« schöne Göttin besuchte." „Also bist du gar keine Flasche," hieß es von allen Seiten. „Im Gegenteil," rief die Kleine,„ich bin in der Entwicklung Euch nur voraus. Ich werd« nicht mehr wirdergeboren. Ich bin vollendet. Ich werde in di« Weltseele umgeschmok- zrn." Alle Flaschen schwiegen vor Ehrerbietung. Ich legte mich schlafen. Am nächsten Morgen holte die Haushälterin Salmiakgeist in der Drogerie und ließ ihn in die kleine Parfümflasche füllen. In einem unbeachteten Moment schlich ich mich an die traurig auf einem Wandbrett stehende Flasche und machte über sie das arabische Zauberzeichcn. „Großer zweibeiniger Gott," sagte di« Flasche,„hast du denn kein Erbarmen mit mir? Ich stinke ja infernalisch und ich trug doch den Duft der Schirasrose einst in meinem Innern. Erinnerst du dich nicht der schönen Göttin, deren reizendes Röschen einst an mir rock»? Ich möchte an deiner Existenz ztveifeln, wen» du so wenig Gerechtigkeit in dir hast." Sie hat eigentlich recht, dachte ich bei mir, und ich füllte den Salmiak um, nahm das klein« Parfümfläschchen und warf es in die Glut der Zentralheizung. Ich hörte es noch jauchzen. „Also doch umgrschmolze» in die Welrseele," jubelte das Fläschchen; denn es hatte kein« Ahnung davon, daß es sich hier nur um eine Zentralheizung handelte. war infolgedessen erfolglos. Tas Gesundheitsamt in Washington Hal die besten Bakteriologen nach St. Louis beordert, um den Erreger der geheimnisvollen Krankheit zu finden. Wenn sich di« Nachricht bestätigt, daß jetzt eine jung« Aerztin, Tr. Margarete G. Smith, den Erreger isoliert hat, dürfte man auch dem Ziele der Bekämpfung der seltsamen Krankheit näherkommen. Tie Qpfer der Krankheit liegen noch immer in trostlosem Zustand in den Krankenhäusern. Sie sind streng von den anderen Kranken abgesondert, Acrzte, Wärter und Pflegerinnen schützen sich sogar durch Rasenschützer, weil man den Erreger in den Rasenschleimhäuten entdeckt hat und annimmt, daß er seinen Weg in den Körper durch die Rase — 3— m Kitrhenvo»» H •J« Bon S'ew Josa. bin?" l klein und mein. VTVTTTTTTTTTT Da weint« cs leise und fragte dann: „Lag, Mutter, und wie ist das Leben als Mann?" schriniingcn aus. Da» Endstadium deS Dauerschlafs äußert sich in einem Zustand taumelnden Gehens. Tic Kranken find unfähig, sich zu konzentrieren. Ich sah im Traum mein ungeborenes Kind, Es spielte mit Blüten im Sonnenschein, Leine Hellen Haare flogen im Wind, Ta fragte ich:„Willst du geboren sein?" Das Kleine blickte mir klar ins Gesicht Und sagte:„Mutter ich weiß es noch nicht. Erzähl' mir, wie ist es im Leben drin, Wenn ich als Mädchen geboren -tzrrr- fließt Wcn- „Genau so.... Vielleicht wirst du einmal Soldat," Ta kannst du schön bunte Kleider haben. Dann kommt die Kaserne, der Schützengraben. Ter Tod ist gierig, der Tod wird nie>att. Du hast so gerne geatmet, di« Luft! Hast hell gesungen aus lebenden Lungen. Tas Giftgas erstickt dich in engender Gruft, Bon tausend Toden qualvoll umschlungen. Zwischen Stachcldrähtrn auf ödem Plan— Tas droht dir als Mann." rrr im die der die Schwerbewaffnet niachte er sich aus den Leine Waffen bestanden aus den abge- Kleidern seines weißen Herrn. Jone? imponieren. Galt es doch, die dunklen chcn Sir mit mir Englisch, Ich bin U n i o n I a ck."(Englischer Kosename für englische Fahne.) Also sprach Jones. Würdevoll drehte „Erst bist du ganz winzig, ganz ganz Da hüll' ich in lauter Liebe dich ein Tausend Träume tanzen in bunten Schuh'n, In Stille und Sicherheit darfst du ruh'n." „Wenn du groß bist, mein Kind, kann ich dich nicht hüten. Gefahren und Sorgen und Kummer sind drin. Und du bist allein, mutterseelenallein. Vielleicht bist du arm, vielleicht mußt du dienen Bei fremden Leuten, vielleicht an Maschinen. Ten Racken gebeugt und die Hände gespannt, Bor brennenden Augen das laufende Band, Um müde zu werden und alt und verbraucht. Doch wenn der Schlot der Fabriken nicht raucht, Als Arbeitslos« erhungern— das eben. Mein Kind, ist für rin Mädchen das Leben." er sich um. Erhobenen Hauptes und stolzen Schrittes schlug sich diese Stütze des englischen Weltreiches in dir Büsche. Bcrduzt, mit osscnem Munde, schauten Oostheizen und ich, der Erzähler dieser wahren Begebenheit, dem entschwindenden Kitchenboy einer englischen Beamtrnfamilir nach. Sie haben cs gut die Kitchenboys, diese schwarzen Hausdiener in Südafrika. Sir wer- dcn nicht nur von den anderen Schwarzen, sondern auch insgeheim von den weißen Armen beneidet. Ein tüchtiger Kitchenboy bekommt oft fünf Pfund im Monat Gehalt. Für Esten und auch für Kleider muß er nichts ausgcben. Wenn er außer Dienst mal aus seiner Uniform, den rot oder blau beborrrien weißen Leincnjäckchen und den reizenden kurzen Höschen, herausschlüpfen will, stehen ihm die abgelegten Kleider seines Herrn zur Verfügung. Ter Kitchen- boy gehört zu der seinen Klostr unter den Schwarzen und schaut mit Ucberlegenheit aus dir andern herab. Es aesällt ihm ganz gut bei dcn reichen Weißen. Er trägt einen gut-eng- lischen Rainen, heißt Jim, Jones oder Jack. Die„komischen" Namen wie Tomato, SixpeunY oder Bobejan(Pavian) sind für die schwerschuftenden Minenarbciter bestimmt. Ter Kitchenboy hat fast Tradition. Er hat Erfahrung hinter sich. Die Zeit, wo er als„Mam- para", als Halbwilder aus seinem Kraal kam, liegt tveit, weit hinter ihm. Er spricht schon perfekt die Sprache seiner weißen Herrschaft. Er übernimmt ganz« Redewendungen, ohne sich über deren Sinn weiter den Kopf zu zerbrechen. Falls er cs mit seiner Herrschaft besonders gut getroffen hat und in eine„Jntelligenzler"- Familir hineingeraten ist, so erhalten auch seine Ausdrücke„intellektuellen" Anstrich. Sie wer- bcn's nicht glauben, aber das Wort„Jnferio- ritykomplex(Minderwertigkeitskomplex) ist ihm ebenso geläufig wie der weißen Herrschaft und besten Sinn ebenso verschleiert. Instinktiv, ein feiner Beobachter, der er ist, wird er die„gebildeten" Wort« selten falsch placieren. Wenn Kitchenboys, die bei„vornehmen" schäften bedienstet sind, sich unterhalten, ihre Rede in ebensolchen geschmeidigen düngen dahin wie bei der Herrschaft. „Und weiter," drängte das Kind,„sag bloß, Wie wird das sein, wenn ich wirklich groß?" Ta stand es, zart, zwischen strahlenden Blüten.... Ta sprach mein ungcborcncs Kindchen: „Rein! Wcnn du mich lieb hast, laß mich ungeborcn sein." Allerlei Wissenswertes. Bambusflugzruge. In Japan haben Ingenieure Flugzeug« konstruier:, die völlig aus BambuS bestehen und deren Propeller aus Bambus sich besonders bewähren. Tie Technik Ostasiens har in diesem leichten, wasser- dichren und zähen Material eine besonders dankbare Lösung für verschiedene technische Frage» gefunden. TaS Rafiermrsirr ist kein« Erfindung unse- Zcil.* Ganz abgesehen davon, daß schon alten Testament häufiger von Schermeffer Rede ist, fand man auch in Gröbern aus Bronzezeit gebogene Mester aus Bronze, sicherlich zum Rasieren dienten. Jones war der langjährige Kitchenboy «irrer englischen Beamtenfamilie. Jones bekam Urlaub. Er beschloß, ihn bei seiner Sippe im Kraal, im heimatlichen Buschfeld zu verbrin gen. Weg. legten wollte Schönen seiner Heimat zu erobern. Und es gelang ihm. War er doch nn-, z wiederstrhlich, wie er so würdevoll durch di« I lwchcn. sonrrednrchglühten Gefilde von l distinschritt. Seine vollschlanke Gestalt nahm sich gar vornehm aus. Er trug Hut, Pullover, Gamaschen und Wintermantel. Tic sengende Sonne stört« weiter nicht. Sie war bloß dazu da. der Kleiderpracht den nötigen Glan; zu verleihen. Und, tatsächlich, Jones hatte glänzenden Erfolg bei dcn dunklen Schönen. Tie schivarzcn Männer waren nicht zu Hause: sie arbeiteten größtenteils, fern vom Buschfeld in den Bergwerken, während Frauen und Kinder das Anwesen besorgten. Und wcnn sie auch dagrwesen wären, diese Männer hätten keinen ernsten Rivalen kür Jones abgegeben. Diese Minenarbeiter sind ja Mamparas, Halbwilde. Sie kommen mit dem Weißen nur durch die Schläge, dir dieser ihnen gelegentlich erteilt in Zunge Frau von 1933. Von Alice Kraus. nimmt. Die Kranken klagten über Schmerzen in der Stirnhöhle, bevor sie in dcn langen Schlaf verfielen. Die mir geistigen Defekten genesenden Kranken weisen eigentümliche Er- I TT T T T Berührung. Ihnen fehlt der gesellschaftliche Schliff, der Jones anszrichnete. Sie verstehen es nicht, den Frauen zu imponieren. Jones verstand es. Man lernt viel als Kitchenboy. So wurde Jones der Casanova des Buschfeldes. Er brachte es auf«ine Unzahl Verhält- nisse. Er genoß seinen Urlaub in vollen Zügen. Tat weiter nichts, als sein Liebeslebcn pflegen. Besonders harr« er es auf Umulusu, die viert« Frau des reichen Amafedi abgesehen, die sich scheinbar mir dem vierten Teil ihres Galten nicht begnügen konnte. Ter dreizehnjährigen Umulusu gefiel der weltgewandre, weitgereiste Jones m«hr als dir viert« ansehnliche Teil ihres sehr dicken, ab«r wilden(!) Gatten. An Gelegenheit zur Untreue mangelte«s nicht. Wohl war der reich« Amafedi Id. h. der„Friedfertige") zu Hause. Aber«s ist eine schwer« Kunst, vier Frauen zu bewachen. Und bis zu einer Eunuchenwirtschast haben die reichen Schwarzen Südafrikas ihren Lebensstandard noch nicht emporschrauben können. Amafedi klagt« dem alten Buren Oofthei- zen sein 8«id: „Baas, ich habe für die Umulusu vier Biester, zehn Schaf« und fünfzehn Böcke her- grbcn müssen. Sir ist jung(dreizehn), ich bin alt(vierzig). Kann ich denn was dafür, daß Umulusu zu spät auf die Welt gekommen ist, um meine Glanzzeit zu«rieben, als ich nur «ine Frau hatte.(Die reichen Schwarzen vermehren allmählich mit ihrem Kapital die Anzahl ihrer Frauen.) Und nun kommt dieser Jones und nascht von der Umulusu. Mit welchem Recht? Hat«r für sie bezahlt?" Der alte Bure Oostheizen fühlte sich dem Amafedi solidarisch.(Welcher Mann, der nicht selbst der Betrüger ist, würde sich nicht einem betrogenen Ehegatten solidarüch fühlen...) „Urbrrlaß' es nur mir, Amafedi," sagt« Oostheizen,„ich werde mir dcn Äüchenfazken vornehmen." Jones befand sich gerade auf einem seiner Licbcspfade, als ihn Oostheizen zur Rede stellte. Ter alre Bure legte los. Tie harten Laute der Bureusprache prasselten nur so auf den dunklen Ehrenmann nieder. Als Oosthci- zcn geendet harre, war er überzeugt, den Kitchenboy Jones in Grund und Boden gedonnert zu haben. Aber nichts dergleichen war ge- >u um u.v- Jones stand da, die Hände in den Elandskraus I Taschen, seine Blicke wanderten an der Gestalt - Oostheizen» auf und ab Sein Gesicht drückte unsäglich« Beraibrnng aus. Langsam, gewichtig, kamen die Worte aus seinem Munde: „Sir, ich veracht« Ihre Burensprache. Sprc- cin die — 4— Leuchtgas aus Kafsf«? Nachdem man überflüssigen Kaffee in Brasilien dadurch vernichtete, daß man ihn inS Meer schütten ließ, kam man darauf, mit ihm die Lokomotiven zu Heizen und hat nun ein« neue Verwendung gefunden— er liefert Leuchtgas und ist nicht minder ergiebig als di« Steinkohle. Auf-er kleinen Lüdsee-Jusrl Vennell Island, die eine sehr eigenartige Bevölkerung hat,' haben di« Frauen das Gesetz«ingeführt, daß kein Ehemann die Küche der Frau betreten darf. Diese Vorschrift soll sich"älS sehr günstig erwiesen haben. Kochendes Master von roter Farbe hat man in einem geheimnisvollen See in einer tiefen Schlucht der Anden in Südamerika gefunden. Tiere und Pftanzen gibt es in der Nähe dieses Sees nicht, den man für den Krater eines halbcrloschenen Vulkans hält, dessen Gas« das Master bewegen. Ci« Hering täglich genügt, um dem Menschen alles.Eiweiß;u liefern, dessen fein Körper benötigt. Di« Chase-Bank in New Park besitzt«in interessantes Geldmuseum. Es sind dort Geldscheine aus Zinn, Leder, Samt und Seide und noch viele andere M«rkwürdigkeiten ausgestellt. Heiteres.«— Der Höhepunkt.„Run, hast du mit deinem Vortrag Erfolg gehabt?"—„Ja, aber nur an einer Stelle!"—„Wann war denn das?"—„Als ich sagte: Meine Damen und Herren, ich bin jetzt am Ende meiner Rede— da brauste der Beifall los." Drr klug« Hans.„Hans," sagt der Lehrer, „wenn ich sehe, wie«in Mann einen Esel schlägt und ihn daran verhinderte, was für eine Tugend beweise ich dann?"—„Bruderliebe," sagt Hänschen. Brrtrrtrr:„Ich kann Ihnen versichern, daß die Mare hochprima ist: übrigens würde es mir nicht rinfallen, Ihnen gleich beim ersten Geschäft schlechte Ware zu liefern." Vorahnung.„Warum winselt Ihr Hündchen?"—„Mein Frauchen öffnet soeben daS Klavier." Beim Astrologen. Leberblatt geht nach Ostern zum Astrologen und läßt sich di« Zukunft sagen.—„Schrecklich," sagt der Wissen-1 schafter nach einigen Berechnungen.„Auch die Natur ist nicht mehr verläßlich. Ti« hätten von Rechts wegen schon zu Weihnachten sterben müssen!" Zeitgemäß« Frage.„Ich hab« ein« fabelhaft« Idee für ein Geschäft."—„So? Wieviel Monate Kerker bekommt man dafür?" Erwartung. Papa ist beim Nachmittagszeitungslesen eingeschlafen. Er liegt fast auf dem Sessel, die Hand mit der brennenden Zigarre ruht auf dem Schoß.— Hans, der Lümmel, steht mit ungewohnter Still« dabei.— „Schön von dir, daß du Papa schlafen läßt." —„Ich warte," sagt Hans,„bis. dem Alten die Hose anbrennt." Geringe Auswahl.„Sie sind das erste meiner Modelle, das ich geküßt habe," sagt« er.—„Und wieviel ander« Modelle haben Sie gehabt?" fragte sie.—„Ach, nicht viel, ein paar Aepsel, zwei Bananen und eine Melone." Diagnose. Der Arzt untersucht den Kranken. Drückt die Zunge mit«inem silbernen Löffel.„Ihr Mann hat eine Kur in Kissingen gemacht?" sagte er dann.„Ja. Woran sehe« Sie das?" Der Arzt antwortete:„An der Gravierung„Palast-Hotel Kissingen"— auf dem Löffel." Ehoral der Nüstnngs- industriellen. Von Karl Bkuntschli. Unser Vertreter(Abteilung: Kanonen)' Ist für den Frieden der großen Rationen (Und nimmt nach der Sitzung die Aufträge mit). Er ist für die Freiheit und bessere Löhnung, Für Fortschritt, Äulturgeist und Völkeroer- söhnung (Und höherem Umsatz in Ekrasil). Wir sind gegen Willkür und rohe Gewalt (Doch Pulver ist Pulver. Und wenn es nicht knallt. Muß der Betrieb geschlossen werden.) Und darum lebe der Friedensvertrag. (Und der Umsatz in Pulver— zehn Zentner pro Tag—) Und der Friede, der Friede aus Erden! Unser Vertreter.(Abteilung für Schiffe) Ist inüde der diplomatischen Kniffe. (Und har siebzig Dreadnougts aus Abruf notiert) Er ist für den Ausgleich, ist Friedensbeschwörer. (Und unser Experte für Schlachtschiffzerstörer, Mil Ftugzeugabwehrkanonen montiert.) Wir sind gegen alles, was roh und vertiert. (Doch Mine bleibt Mine. Wenn die nicht krepiert, Gibt's Gencralvcrsammlungsbeschiverden.) Und darum lebe das FreiheitSprinzip. Und der Friede, der Friede auf Erden! Unser Vertreter(Abteilung für Gase) Ist gegen Gewalttat und blutige Phrase. (Und hat tausend Tonnen Eblorsenfgas verkauft.) Er ist gegen Ungeist und Völkerverhctzung. (Und har das Tpezialgas für Lungenz«rsetzung Mit tränenden Augen„Pax 1k" getauft.) Wir sind gegen jeden, der Kriegskarien mischt. (Doch Giftgas ist Giftgas. Und wenn es nicht zischt. Droht unser Direktor mit grimmen Geberden.) Und darum lebe Locarno und Genf .(Und Ehlorgas und Blaukreaz, Levisithauch und Senf) Und der Friede, der Friede auf Erden! Gchach-Eüe. Alle stxlchritlen und Anträgen an Ben. Menzel Schgroch stwettnitz Nr. 83 bei Teplitz-Cchönau. Allen Anträgen ist Nctourmarke brizulege«. ScIiaehauC}>al>e Nr. 156. Von Jose! Schipka. Eldlltx. Zum ZjLhrigen Bestand der Schachsparte im„Atas** Jem Vorsitzenden Genossen Patt. Teplitx, In Dankbarkeit gewidmet. Schwarz: Kd5; Bbb. 64. c2(4). a i» c 4 e t c h Weiß: KcS; Tc4; Sd7, d3; Ba4. bi!Z(7). Matt ta zwei Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach erscheinen der Aufgabe an Wenzel Scharoch, Zwettnitz, ein- Lösungszug zu Nr. 153: Sh3—12! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Beutel Wilhelm. Arns dort bei Tetschen; Subal loief, Neu-Titschcin; Wenzel Adolf. Arnsdorf bei Haida: Fritsch Anton und Hieke Josef. Markersdorf: Böhm Heinrich. Jonsbach: Seidel Karl, Tfirmitz; Mir- tin Albin. Tetschen; Rudek Peter, Brüx: Olbert Ernst« Domina: Dinnebier Emil. Tetschen: Schöpka Josef« Eidlitz; Mildorf Adolf und Döhncrt.Max. Tiscbav; Piperl Theo. Auperschin: Hvna Jnsct. llostomitz; Walter Ludwig, Robek Franz. Schmied Ferdinand, Michel Rudolf, alle aus Kwitkan: Triftsch Gustav, Wisterschan: Swoboda Josef. Necnwalitz. Etwas vom närdiensoiadi. Von Josef S c b Ö p k a. Eidlitz bei Komotau. Im 5. Jahre des Bestehens der Arbeiterschacb- sparte in der Tschechoslowakei halte ich es für angebracht, unsere Problemfreunde auch etwas mit dem Märcbenschach vertraut zu machen. Es gibt schon so viele verschiedene Arten von Märchen schach, daß in der heutiges Form des Artikels es nicht angeht, alle diese Verschiedenheiten aufzuzeigen. Anfuhren möchte ich jedoch: Die Selbstmattaufgabcn. die ja schon aus dem Schaehmitteilungsblatt(zu beziehen vom Atas-Verband. Aussig. Bahnhofsplatz 1) bekannt sind. Zu dieser Sorto gehören noch die Aufgaben, in welchen die Forderung lautet: Weiß zieht und hilft Schwarz, in z Zügen matt zusetzen(Hilfsmatt). Oder die GlelchsteinlSngszflger. (Weiß zieht« Schwarz muß Immer mit einer gleichen Figur den relativ längsten Zug ausführen) und noch l verschiedenes andere mehr. In letzter Zeit hat sich in i Deutschland speziell(allerdings noch vor der Gewalt« herrscfiaft des braunen Hunnentums) unter den Arbeiterschachspielern ein ganz eigenartiges Mlrchenschach eingebürgert, das aber zum Glück bei dem Großteil der Problemlreunde energisch abgelehnt wurde. Es war dies die Einführung einiger neuer Figuren in die Schachaufgabe. So wurde ein Winkelried-Sprinver entdeckt. der wie ein wildgewordener Berserker Über das ganze Brett stürmte, oder die Grashüpfer« wozu wieder eine Dame..mißbraucht" wurde nsw.l Alle diese Sachen führe ich nur der Vollständigkeit halber an. Mir liegt heute nur daran, die Schach- und Problemfreunde mit einem Genre von.Mlrchenschach vertrant zu machen« das wohl auch Schach in märchenhafter Ausführung ist. aber doch eines gewissen Reizes nicht entbehrt. Es(st dies der Königs-Ultimo-Längstzüger. In dieser Aufgabe wird der gezogene schwarze Stein« der aber den längsten Zug machen muß. uen er hat. auf dem Zielfelde durch den schwarzen König ersetzt In meiner Aufgabe wird diese Forderung gleich In fünf (!!) Varianten gezeigt.- da dem Schwarzen fünf gleich lange Züge zur Verfügung stehen. Nun zur Aufgabe selbst: Aufgabe von Josef Schupka, Komotau. Schwarz: LaS. e4; BaZ« a6. e6(5). ab cd« I" h 8 ±?3 F5!Ä M 8 7 *8 ö»«s - 6 6 5 4 i I 4 3 's;.5 rr< 3 1 n B « 1 1 a li e rf e f eit Weiß: Kfl: DhS; Sb5; Bb4. h6(5). Matt In 2 Zügen. Kfinlgsultlmoliagstzfiger. Mit den denkbar geringsten Mitteln Ist dem Verfasser hier ein Stück in gleich fünf Variationen gelungen. Die fünf gleichlangen Züge sind: Le4—bl—b7— hl—h7 und LaS—e5. Nun noch die Lösung: A) 1. DhS—cd! Le4- -blK 2. SbS—a. B) 1. ... Le4—b7K 2. DcJ—cTJ C) 1. ... Lc4—h7K 2 Dc3—g7$ ,D) L ... Le4—hIK 2. Dc3—hJS, E) 1. ... LaS—dSK 2. Dc3—cS Wer Gefallen daran findet« soll sich mit ans tn Verbindung setzen. Wer bringt eine bessere Aufgabe zuwege? An die Arbeit! Frei Schach!