gen mg len, ih» VretS TV Pfennig. Morgen-NnSgabe. «edaktion nnd ErDedWon: Verlw»chlffbnuerdm»'« I». Tie„Freihdr erschoinl zweimal täglich, morgens und nachmittags, an Sonn- und Zcstlagen nur morgens. Ter Bezugspreis beträgi bei lreier Zustellung in» Haus für Drotz-Derlin monatlich 2 Mark, nach oufsevliolb lZulcndung unter Streifbond) 4 Mark. Bestellungen lind bis aul weiteres auslchliehlich an die Expedition zu.ichten. Für die Erledigung auswärtiger Bestellungen ist vorherige Einsendung der Bezugsgebühr erforderlich. berliner Organ Fernspeechee:?lmt Norden Rr. BIOOT', 110 on und 110 40. Inserate kosten die siebengespaltene Petitzeile oder deren Raum 7ll Pf „Kleine Anzeigen" das seitgodruckte Wort 50 Ps.. jedes weitere War IS Pf. Teuerungszuschlag SV Prozent. Bei Familienanzeigen und Ber sammlungsaiiküiidigungen von Eewerkschaften und politischen Organt sationen sällt der Teuerungszuschlag fort. Inserate für die Morgen ausgab« müssen bis S Uhr abends am Tage zuvor, Inserate sllr di> Nachmittagsausgabe bis vorm. 11 Uhr bei der Expedition aufgegeben sei» der AnabhönMen SsziaZt emslraiijchen Vartel vnchchlmds Snfjt-gnitg i Montag, den 18. November IUI8 9�ttMttier O Sieg des Achtstundentages! 3!c rcte'siSst necti-wis-kieil Anlec- resjmrrn und Eeweilschi len. fg.??-rri-vkr. Dir grosik,, "rbritsfrbkrvrrbnndk vcrcmb-rrkli mit den Ge- w c r k s p, g f f r n d e r?l r b e i t n e li m e r dn-5??olnk>>dk: !. Tie Gcmerksrs'nften werden nlS b e r» s e n e L e r! e e i n n n der Arbeiterschaft anerkannt. 2. C''ie? e s r ä n k n n q der K o a l i t! o n s. ftcifeit der Arbeiter und?lrbc!icrinncn ist un« < ii l ä s s' a. , 3. t": Ar'e'tMer t-nd NOe'tgsbrrv Mnde werden ?fä er k v rre! nr sd'e scgen.>''''�s� est?sr:''dlichen Ver �' � vollkommen s i ch s e l b st überlassen 7 v-v m'ttrlbar noch nnw'.ttelbar„nterkibhen. . S7" ui{,':' e n« i dem>> e e r e S d! e n st zur ü ck c. p; s c<•?s r b e i t n e l in e r f'pVn Anspruch darauf, ip b i c r 6 e: f 8 ff e I T e sofort nach M-ldnna wieder �' n t r e t e n. die sie vor dem e i e a e!»» e �ie s'ete'Iioten Arbeitges'er. und ArbeÄueswer. ver'„' h. u,frs-n dn''-i wirken, düsi durch Aeichgssilna v"n '�'siossen und Arbcitöni-'sräaen dlrie Verpflichtung in i."'!l T.-rin-'ne durch- nciüfrf werden kann. 5.(V' ujcinrniiir?'e.ae>unn und paritätische Verwaltiina .>eS[■'■t*np-'-n-r;"r5. R Tie?l r b e i t k b e d i n a n n a e n für rsTe Arbeite» ?"d[i jcitcviii'-en find cti'ifre''ende den Verkältnisskn des �lieiieiiden Ce-.rbes durch K o I l e kt i v v r r e» n. � v r u II a x n III! t den Berufs verrinia NN gen � e r� Arbeitnehmer fest useben. Tic Berliaudinngen md ebne Verzug auszullehmr» und schleunigst zui» brina.'». .. 7. 7ür i-d",, Betrieb mit enier Arbriterschgst von min. ■' i's ÜH B e'ch''st'aten ist ein A r b c i t r r a»§ i ch n s» e!». � ei'en, der diese',»> pchrtreien nnd in Gemeinschaft mit dem ?etr'e'«"tern-lmer darüber'u machen bot- das, die Ver- Wrisse des Betriebe'' nach Tiasuzabe der KvNrktivvereili dvrii""e>, ai-renelt werden. 8. An den Ki'llekti'.'vrrkinbgntniien ünd Schlich. �» II n? a ,!?> eli ü s i e rei". G! n l st u n n k am t er Vvr.z» r�d fit? der rleichen Anzahl von Arbeliiieliiner v»d �rbeiistebervertret-rn.' 9. Ta? höchst kna� der t a st!« � e n r e st e l m n s, s. !l.e» Arbeitszeit wird kür alle Betriebe auf n ch t � l n ii d e« festoekkt't. Brrdienktsch'mäleeunaeu alis Anlas, vieikr Verkürzüna der Arbe'tS'."!t diir'en nicht stattfinden. � 79. �nir Turchführnra dieser Bereinbarunsteu, itmiu w Slciel-'nu'drr ur Temnbilisiernna. 4>ir Ansrechterf'altnna des Beiris�aftssef'enS«nd znr Sichernna der Eristenz ?�stlichke-t der A-rbritneliinc.fchnst, insbesondere de�r s'f'luee "riepöbeschädioten.>n.treffenden weiteren Maönnbme» J�'fd t u den bei"''"f"ii Arbe'taeber- iuis Arbeitnebmer. pfeni'fpfruen ein /l e n t r a l n n s s ich n ü n ti s pari- tisch er G r» n d l st o e mit beruflich acstiik- ° f r t e in Unterbau errichtet. � ll. Tc'n Z e n t r a l a n s s ch n si obsieat serner dir P" l s ch e! d u n a a r n n d! ö i: l r ch e r s? r a a e n. koweii sich solche naink-ntlich bei der kollektiven Reaeluna der Lobn- viid Arbeit�verl'"ltnifse eraeben. sowie die Schlichtnna von �treltistkr ten, die mehrere BernsSnennpen znnleich be» sfesken. Seine Gi't'ch'e'dnnoen laben sü? Arbcitaeber»»d Arbeitnebiner verbindliche Gelt n na, wenn sie nicht >»!!erf-alb einer Wache vo,, einem der in Araoe koinmendeii be!derfej> gen Bervssverbändr anae'achten werden. 72. Tie'e Verein' arnnarn treten am Taste der "Uterzeichnuna in 57 r a s t und arlten vvrbebaltlich anderweitig er aesetilicher Reaeluna bis ans weiteres mit fiuer steaenleitiarn dreiinona'ioc,, Kündion na. Tiefe Vereinbart'!"' ioll i i u n o e m ä>: auch kür da? Verhältnis zwischen den A r b e! t a e b e r v e r« ü ü d e n«nd den A n a e 9 e l l t e n v e r b ä n d e» aelten Tie'« Bertraa verösscntlichrn wir mit dem Ersuchen "n dir Leiter der Reichsbetrirbe. seine Bestimmun. sten ln den von stmen p"I"'{efen V-trlelien z» b e st ch k e n. Ten Leitern der Lande?,»nid kommunalen De. triebe wird daS Gleiche e m v f o l> l e n. B e r l'�i, den 13. November 7918. Ter t...tt der NolkSbennstraaten. Euert. Haasc. Tie Revolution bot eine voMonimene Umsfe�ciltnust der/Mstätveiyallnisse aciäviftn: Teutiich ergibt sich das auS den Loreinbarunsten zwischen �en niaszaebenden Arbeit» geberverbändon und den Eeweikschaften, von denen der oben zitierte Erlab der Nesticruvtl berichtet. Nur unter . dem BwrtUfl.cjnc' twrten.Ä-.''i""eich'. k eit Habs»» die Hitger i und Kirdoti. die Siinue? und Hustenbcro sicherlich die Aor» � dernngen bowill-igt. die ihnen von den Ct(wiinatior.cn der Arbeiter unterbreitet wurden. A-.-erfenn"Nst der Gwerk. schaslen, endgüttistcr Verzicht ins den„Herr- im Hause"» Ztands-niikt, slsallenlaiien der aclben Workvereine, zwa»>is- weise Turcl iübrnna der Kollcktivvertreiae, Achistiindeiitaa »sm.— wie bat man sich auf der Seite der Unternehmer jahrolana imwer wieder geFen die'e wörderuneen aewehrt wie hat man die'Arbeitcrteiregnnkl bekämpft, die sie vertrat! Aber die Beiten haben sich aewandelt, die Arbeiter haben die politische Macht erobert mit einem Schlape isl eminrcn, was eben noch fast uumüstüch schien. ES hat nicht an Nur-Eewerkichaften aefehit, die bei politischen Vw.repunst immer mit Mifstranen bepepueten Aeht hat wn politischer S'ica mit einem Schlage verwirklicht, was jahrzehntelanaeZ ae.rerlschaftlichcS Ninaen nicht vermochte. Tie poiitifchc Veweanna wird freilich ih-e Aufgabe dairit nic'rt als abgeschlossen betrachten, daß den Arbeitern das biecht ficier Lrganisation und die Anerkennung ihrer Merrerkschalten. die Sicherung ibrer Tarifverträge»nd der Achtstundentag zuleil wurde. So wichtig und wertvoll all diese BuMtandnisse für die Arbeiter sind— es braucht darüber rnn Wort weiter oerloren zu werden—, so kann das doch immer nur eine Etappe aus dem Wege sein, zu dem der Sieg der proMgrncTen Revolution das Tor ge- öfsnet bat. Nicht nur darauf kommt es an dab die Arbeits den Unternehmern gegenüber einige neue Nceht? erwerben und eine Verkürzung ihrer Arbeitszeit erhalten: Viel- mehr nuch von den Arbeitern dos' Joch ganz genommen werden, daS ihnen durch da» laxitalimiche Wirtschaltssnfteln anfeilegt ist. Sie dürfen nicht weiter Objekte der Ausbeutung, Werkzeuge der Profitmacherei bleiben, das ge sgmte Produkt der gesellschaftlichen Arbeit muh der Ge» meinschast der Aroeitenden zuteil werden, obue das; die Bapitglgewaltigeu sich arbeitslos daran beleichern können Jeder Arbeiter wird sich der CA folge freuen, die ihm durch die Abmachungen zwischen Gewerkichaiten uns Unter- nehmerveröänden zuteil werden. Aber sie tollten auch sedem ein Ansporn sein, nun darauf zu dringen öaü ihnen weitere Schritte in ihrem Jiltcressc folgen, daß in llürze mit einer durchgreifenden Tozialisierung uu.eres Wirlseliasts- lebens begonnen wird. Zum Terillin der>slions!versamm'»!l. Tic Presse hat die überraschende Nachricht gebracht, das? die Negierung einen Verfassungsentwurf berateu' habe, der den 2. Februar stls Wahltermin in Aussicklt nimmt. Wir haben diese Notiz sosari mit einem Fragezeichen versehen. Unsere Eetundigung bei Mitglieder» der Regierung hat zu dem eigenartigen Ergebnis geführt, daß diese von einem solchen Entwurf nichts wußten und daß eine Wahl- ordnung von unserer Regierung nicht beraten worden ist. Es handelt sich ossenbae um eine tendenziöse Nachricht, die bezweckt, eine überstürzte Einbernning der National. Versammlung ohne genügende technische und politische Vor- > bereitung der Massen hcrbeizusühren. Aeöslill'oniires Vsrlmuen! 7!. II. In herrlichem Anlonk haben DentschlandS Arbeiter und Soldaten die politisch? Macht erobert und hallen sie in festen Häwden. Jetzt gilt eS, sie zu behaupten und zu gebrauchen zur Diirchfetznng der proletarischen Ziel«: Ker Erringnng der vollen Temokratie und der Vergesoll- -chasHng der Prodirktionsmittel. Da? Ziel wofW wir alle: welcher Wen führt dahin? Bis zur nrsfischen Novolution gab es keine Zweifel: Eroberung der politischen Macht, Erriugung der uncin« geschfgnktrn Temokratie, auf deren Boden der Sozialismus zur Diirchnibpung gelangt. Ten» die prolstorisch« Nevsl',:» tiop ist nach dem Wort von Morr die Revolution der un» geheuren Mehrheit im Jnteresf« der ungeheuren Mehrheit. Tie russische Nevolittion ging einen anderen Weg. Im Anfang zwar war die Forderung der allrussischen Konstituante die Fordernna aller revolutionären Parteien. ?sls aber di? Bolschewik! sahen, daß sie in der Konsiitiiante nur eine Minderheit waren, sprengten sie die Versammlung und proklamierten die Fortdauer der Diktatur der Ar» beiter- und Soldalenräte. Dem ersten Schritt kolgten mit unentrinnbarer Konütmienz die weiteren: alle anderen Par» Wien. Gruppen und Schichten wurden der politischen Rechte entkleidet, nnd gl? der Gewalt Gewalt antwortete, begann die.Herrschaft des Terrors und die Proklamierung detz Biir- gerkriegeS. Aus der Praxis entsprang die Theorie: die Ablehnung �er Temokratie und die Tbele, daß nur die terroristische Tiktgtur der Sowiets die Verwirklichung des SozialisinuS derbeisübren könne. Theorien. Ideologien entspringen ans den ökonomischen Verhältnissen. Tie Ablehnung der Temokratie. die Auf» iassung. daß mir die bewalsnete Gewalt der Sowjets die lüirgerliche Gesellschaft zur sozialistischen wandeln könne. entsprang der ökonomischen Rückständigkeit de? russischen Agrarstaats, nk dessen aewaltiaen Grenzen das industrielle Proletariat eine verschwindende Minderheit darstellt. Aus der ungeheuren Rot des nissifcheu Sozialismus, gegen dessen politi'che Macht die Ziirückgebliebeubeit der ökonomi» ichen Verhältnisse rebellierte, wurde so die Tugend der terra» ristiseben T:kt-ihir gemacht. Wir urteilen hier nicht darüber, wir konstatieren nur. Ist das dÄttsche Proletariat in gleicher Not? Teutschland ist d-a? ökonomisch forlgeschrittcnste Land Europas. Die entscheidenden Jirdusiriezweige sind in Kartellen und Trusts organisiert, zur Vergesellichaftung reif. Das indnflrielle Vrolatariat bildet die Mehrheit des Volkes, es ist in unaufhörlicher Aufklärungsarbeit in den Gedankengängen deS Sozialismus geschult. Jetzt hat es seine Macht erprobt und ist zum Bewußtsein seiner un» widorstehlichon Kraft erwacht. Kann rii Aich jemand zweifeln,' daß dieses Proletariat in d.s.'r historischen Situation nach dem katastrophalen Zaisammenbruch der aerrschen'den Mächte im Wahlkampf besiegt werden kann? Nur kleinmütiges Zweiseln, nur Mangel an revolutionärem llertraueus in proletarische Kraft und geschichtliche Not» veud'ake'.t kann die �roae beiahen. Unbeschränkte Fortdauer der Diktatur der Räte bedeutet Ausschließung aller anderen Schichten von der potit'schen Mitbestimmung. Kann man glauben, daß diese Kreise sich das widerstandslos gefallen ließen? Ter Wider- stand müßte gewaltsam unterdrückt werden, die Gewalt würde neue Gewalt erzeugen. Deshalb sagt der, de- zeit- lich un beschränkte Diktatur verlangt, auch zugleich Terror und Bürgerkrieg. Nicht daß er den Terror will, aber dem Terror antwortet die Auslehnung des Terrorierten. Terror ist dann ehernes Muß. Tie demokratische Entscheidung da» gegen wid unwiderstehlich lein. Es ist die tiefe Tragik des Sozialismus, daß er sr dem Augenblick zur Macht gelangt, in dem seine Vermirb liebung die größten Schwierigkeiten findet. Sozialismut bedeulet auch möglichst große Steigerung dei Produktion möglichst reiche Besriedigung aller Bedürfnisse. Der furcht VOTt Jfrteo tot die Länder ausgeblutet, die Menickie?» ner- Blindert und verelendet, uns der Nobstoiie beraubt, den Pro- duktionsapparat ruiniert, ttnnebeuer scibwere??rbcit ist zu leisten nur zum?n!ederanfbaii der �rnd'�tion. Mlaiibt zemand, daß dieie A'. beit geleistet werden kann, wäbrend der Terror berrwbt und der Bürgerkneg wütet? Nein, das �nteresse� des Sozialismus fordert gebieterisK die Vestäti- gung unserer Herrsaraft durcb die Mehrheit des Volkes, vor der alle Widerstünde n'ed'rsinken rmrrden! Wir lind überzeugt, dast die demokratische Methode, die wir von je vertreten haben, die notwendige und zum Jjieie führende ifl. Aber selbst, wenn wir rrrMten, könnten wir die Ein- veruhing der Nationalversammlung Verbindern? Das rusmcke Proletariat gelangte ohne jeden lleber- gang vom zaristischen Despotismus zur proletarischen Dik- taturc die Massen des russischen Volkes waren, von den industriellen Zentren abgesehen, von jeder politischen Be- tvegung fast nirberührt. In Deutschland aber kämpfen die Arbeitermassen icit Jahrzehnten um die Erringung der Demokratie, sind sie von der Ueberzeugung erfüllt, daß die Demokratie auch die Erfüllung des Sozialismus bringen rniif;. Es hieße, jede Pipchologie außeracht lassen, zu meinen, daß sich dtf Abkehr von der Demokratie vollziehen lasse, obne starke Widerstände in der Arbeiterschaft selbst zu erwecken. Statt die Arbeiterklasse unter dem üeareichen roten Banner zu sammeln, würden wir sie spalten, würden wir unsere Macht mindern, statt sie zu mehren und z» sam- mein zum lebten entscheidenden, unwiderstehlichen Angriff! Aus Manael an Verlranen in liniere revolutionäre Kraft würden wir unsere Kraft zerstören! Und wir wären z» schwach, die Einberufung der Ngtio- ualversammlnng zu hindern, wir hätten nur die Zweifeln. den und Indifferenten abgestoßen und die Entscheidung der Demokratie, auf die wir sonst sicher vertrauen könnten, würde gegen»nS ausfallen. Aber diejenigen, die uns pinräumen, daß eine lozialisn-sche Mehrheit der Nationalversammlung gewiß sei/ haben noch einen Einwand. Sie sind vom Mißtrauen er- füllt gegen den M?hrl>eitssoz>ialiSm»S und�gla�ben nicht an feinen Willen zum Sozialismus. Wer denken wir doch MArxistisch, denken wir doch an den entscheidenden Zwang der Verbältnissc und nicht an die guten oder schlechten Eigenschaften der Personen! Die Me brbeilslgzialrlten lwben bis zur zwölften Stunde der revolutionären Aktion widerstrebt. In der zwölften Stunde mußten st? stch ihr an- schlieszen. Warum? Weil die proletarischen Masten ste zwangen. Und nun stell? man sich eine proletarische Mehrheit in der Nationalversammlung vor, da? Proletariat auf dam Höhepunkt der Macht! Ja, kann sich denn wirklich jemand einbilden, daß dann irgend ein Arbeitervertreter es noch wagen k"nute, sich seiner so aia'i strichen Pflichten S» entziehen? Könnte dann liberhanpt solche Absicht noch aufkommen? Daß hieße ia, daß dieseniaen, die an der Machst sind, sich selbst der Machst� beraubten, ein von jedem Stand- Punkt sinn-»nd zweckloses Tun. Schließlich darf eines nicht übersehen werden. Deutsch- land ist beute wehr- und waffenlos. Die Proklamieruna der uneingeschränkten Tiklahir wäre gber nur dns Signal fü» die Imperialisten der übrigen Welt, über das revolutionäre Deutlchland herzufallen. Aber das Proletariat dieier Länder? Nun. in den westlichen Ländern ist die Demokratie so fest im Volksbewußtlein verankert, daß ein Abnustchen von dtß demokratischen Methode auch von den Arbeiiermosten pich? verstunden und.nicht gebilligt würde. Die proletarisch? (Ärgcnaktion, ohnedies erschwert in den Ländern der Sie- per. würde geschwächt und gelähmt werden. Die deutsch« demokratische und sozialistische NevoluHo» wird ihren �Liegeszug über die West vollenden. Das durch Bürgerkrieg zerristene Deutschland würde auch der Sache der Internationale schweren Schaden zufügen. Im Interesse der von außen unaestörten�deutschen Entwicklung, im Inter- «sie der internationalen sozialistischen Revolution müssen wir den Weg der Demokratie gehen. Aber sür� die Nationalverlammlnng sein, heißt picht, die Hände in den Schoß legen und die Ding? müßig abwarten. Im Gegenteil! Höchste Kraft- emsaltnng muß seht die Parole sein. D i e Diktatur des Proletariat« und ihre An- Wendung ist in dem Ueberaangsstadium h ö ch lt e Notwendigkeit. Sie muß gebraucht werden,»m den.Masten zu zeigen, wns Sozialisten wollen und was sie können. Wir fordern va» unserer Negiening, daß sie mit aller Energie daran gehe. die Taten zu sehen, die das Proletariat überzeugen, daß eS kein Zurück mehr gibt, sondern nur ein Vorwärts! Die Demokratie muß lo verankert werden, daß eine Reaktion unmöglich wird, die Verwaltung darf nickst �zum Tnmmel- plah konterrevolutionärer Bestrebungen dienen. Vor allem aber müssen wir beweisen, daß wir nickst nur Demokraten, fondern auch Sozialisten sind. Die Durchführung einerReibe wichtiger iozialistischer lleber- gangsmaßnahmen ist ohne weiteres möglich: sie müssen vollzogen werden, damit auch hier Stellungeu geschassen werden, die icdem kapitalistischen Gegenangriff uneinnehmbar sind. Wir sind uns bewußt, daß solches Vor- geben aus sorasältigem Plan aufaebaut sein muß und sind die letzten, die die Produktion in Unordnung bringen wollen. Aber diese Pläne sind mit aller Bdchleiinignna z» fck'assen und ihre Dnrchführiina duldet keinen Aufschub. Tie Negierung muß ein demokratisches und sozialistisches Aktionsprogramm aufstellen, das Werbekraft besitzt»nd die Nevol ution fortführt. Unsere Taten müssen jetzt zinsere Propaganda fein. Geschieht dies und wird uns dienotwendigeZeit gegeben, die Volksmassen aufzuklären über»niere Ziele, die falschen Vorstellunaen?» zerstören und dem Volke z» zei- gen. daß nur die sozialistische Gesell'chaftsorduiing die Wunde» heile» kann, die der surchtbare Krieg geichlagen, dann ist uns»m die Zukunft nickst bange, dann setzen wir in das deutsch? revolutionäre Proletariat da« Vertrauen, daß es durchführt, was die historische Stunde fordert, dann wird wahr, was stets unsere Hoffnung und unsere Zuversicht war: Mit uns das Volk, mit uns der Sieg! t'a MdeiüMchaMimgetl. Stickst vsr End: November. >' Wie KavaS zu berichten weiß, worden die Briedens- öerhandlungcn nicht vor Ende d i e? e Mannt« beginnen. Dir vi ede n cko n l er e u zen wenden in P a r« ftotliinden, wäbrenb die Plenarsitzungen in Versailles �bgelöU'en werden iollen. Zer Vafferft ll'and. Es wird des endgültige Text de» W«ffensttll. standsvertragos vcrökfcntlicht. der in seinen wesentlichen Teilen der Offentuchkeit bereits bekannt ist. Ueber die Erfolge, die die deiitsrben NMerhändler bei den Wal'ensiillstmidsverbandlungen erzielten, berichtet daS Kom» missionSmitgulied Pfeiffer folgende Einzelheiten: Die- erzielten ZugestSndnisie sind sehr zahlreich, in ihrer Web-zabl aber schon bekannt Einen wichtigen Erfolg erzielte di.- WaifenstillstandSkommiision in der elsah-lotbringischen Frage. Sie sehte durch, daß di? ReichSbende nickt als t>ays envahi, als fvcm Deutschland! besetztes Gebiet bezeichnet wurden. Die Anwendung der WilfonsAcn®runbfötze auf diese Frage bei de» Friedensverhandlungen wurde dadurch völlig gewahrt. Ferner ik« e-widert worden, daß Verwaltung. Gesetzgebung und Rechtsprechung in dem linksrheinischen Gebiet unverändert, also deut-ch bleiben. Ferner dürfen die In- dustrieanlagen nickt entwertet, im Personal verringert oder sonst- wie lahmgelegt werben, und das gilt insbesondere auch für die deutschen Werke in Elsaß-Lotbringen. Ferner wurde das Zugeständnis erreichst, daß die Nicht- einholt ung der RäumunaSfriften kein Grund zur Kündigung des Waffenstillstände» sein soll. Die Forderung der rechtsrheinischen Vrückenköv'e konnte nickt be- seitigt werden Die Entente berief sich auf daS Telegramm veth- mannS an den Pariser Pot'chafter Daran Sckön vom Ende Juli 1914, warin al» Garantie der Neutralität Frankreichs die De- setzung Tonis, EvinatS verdunS gstardert worden war! Ganz neu ist end'ich die Mitteilung, daß die deutschen Truppen in Ostafrika nicht bedingungslos kapi- t ii l i e r e n müssen, ff» wurde vielmehr für sie ehrenvoller Abzug erzielt, und sie werden bi» zur Ankunft deutscher Schiffe iy Sansibar, auf denen sie heiinbefördert werden, von der Entente verpflegt. Endlich bleibt?s auch Deutschland vorbehalten seine Kriegsschäden anzn melden! Eine peue Note Lansinas. Der lchweizeri'che CWandte in Wasbin-stvn meldet durch Fiiickwruch an doS Ministerium de» AuSwärtmen in Bern: StaatSsekre'är Lansina hat mich durch eine No'e vom 15. d. M. ersucht, die folgend-- Mitteilung an den StaatSseketär des A"S- wärligen der deutschen Rea'erung zu übermitteln: Die Re- gierung der vereinigten S�ao'en hat die drabstasen Depeschen erhalten, die die de u stch? Regierung an den Präsidenten der vere-m-sten Staaten aerichtet hat»nd die sich auf die Be- wlaimg gewisser Farderunaen bez-eden. die in dem Waffen» st ssstand mit der ottow-nitchen Regierung und in dem Waf'en- stillstand mit der deut'chen Re--ierung vorgesch-iehen sind. Die amerikanische Regirrrinq wird die erhaltenen Milteilunaen als- bald den anderen Reaieruna-'n zur Kenn'nis ael'en� mit denen sie verbunden ist. und ebenian? dem Obersten KrieaSrat m �a--». Die Regier-inn der tg?reinig'en Staaten benutzt diese Gel-wen�eit, der deutschen Regieri-na nohea-'leoen. daß der- arlige Mitteilungen, die sich ans die Wafsenstissstand�bed-ngunaen oder auf Fragen be-ieben, an denen alle assozüerwn Re- aierungen interessiert sind, an alle Reg>riingen»nd nicht allein an den veässden en der vereinigten S'ooten gerichtet werden sollten. Die Reaieenng d-w vereinigten Sta aten wün-kchi außer- dem die deutsche Regl-rnn-a de-ant anfm-erkkam»u machen daß die Milteslungen durch die hesteßen'-en dinfomot scheu Kanäle wie durch direkte drahtlose Mitteilungen zu machen find. LI? Fmiim de« V'sletw. Aksickmgr-fckl kn Drh-nng. Der Arbeiter- und Koldatenraf Aachen feist mit: Die Rück- kehr der Armee vollzieht fich bisher in vollster Ruhe und Ordnung Der französische E!nmarfck, s» hi? Rofcf'e.fande. Ans Straßbura wurde vom 111. November gemeldet: Wie zuverlässig verlautet, rückt die französische Armee mit dem morgigen Tage auf einer Linie vor, die fich über einen aroßen Teil Lgtbrtngeu». von Esch-.L-agendingen-— Lt. Aveld in Gegend von.L-ochfelden und weiterbin zwischen MetSbeim und Straßburg durch»gch Schlettstadt, hg? von den Frgnzvfen besetzt wird, er- streckt, und schließlich gegen den Rbein verkäuft. Fn Mül. Hausen ist gestern varmittag eine französische Division kinge- rück«. Kalmar lall benw von den Franzosen besetzt worden sein. Die fran-ösischen Behörden erwarten, daß die Futziisirie» betriebe. Handel und vertehr in Elsaß-Lothringen voll ausrecht erhalten werden und dai-er auch die attdeutsben Beamten. Anae- stellten und Arbeiter auf ihren Posten bleiben, denen sedweder Schuh für Leben und ssigentnm zugesichert wird. Am 21 Novem- ber muß da» ganze Elsaß mit Einschluß Straßburg don den deutschen Truppen geräumt sein. � Am den Ex-Mer. Der Amsterdamer.T e l e g r a a s" sch-reiht, er habe au« guter Ouelle veruonimen. daß die Entente sich auf den Standpunkt stelle, daß sie gegen die AnwelenheitWilmhelm don Hohen- zollern in Holland- keine Beschwerde erbeben könne. Gegen die einer deutschen Privatperson gewährw fflastlreund'choft könne sie nickst? einwenden, da Holland und Deutschland be- freundete Mächte seien. Da? Londoner Nm-tbesifke-Blatt„D a I k p Mall" verlangt, daß der frühere Kai-er, der al».ErzVerbrecher' de» Kriege» ange- klagt ist, der Entente ausgeliefert und vor Gericht gestellt unrd. Ärlchk mg von vollszcckchle« in Vaveni. Die Rcg erung des volksstaate? Baperu»erfügte die Er- richtuug von valfsgerichten zur Aburteilung don Militär» und Zivilpersonen, welche bei der verübung von Bluttaten. Plünderungen, Eindruchdieb stählen oder Brand- st i s t u n g e n aus friickwr Tat ertappt wurden. Ferner verörsenltichi sie e n« verordnunr, über Demo- kraitsierung der Militärgerichtsbarkeit. Diese Verfügung tetzt die Mitwirkung von Anqcchörigen d«» Mann» schaftS-stan-dc» in Militärgerichten fett. deu schen bandelsbezie�uni'ev zu Holland. Da» ho'ländiiche Ministerium de» Aeußern hat von der deutschen G e s a n d l sch ak l solgendc Mitteilung erhalten: 1. Die deuische Sperr Ii nie ist aufgehoben; 2 für den Bezug von Waren au» Deutschland ist keine vrr- pMichliing Verklärung mehr nc-nvendig. Die» gilt auch kür die Hurchsubr durch Teutschland: 3 d>e b'Sberi.-en verpflichtung's- erklännigen treien außer Krafl. Die geleisieten Bankgaranl'kn »erdm zurückaefir�r.; 4. die von der deulichca Iudustr« kür de» Bezug und für die Verteilung von Waren au« Deutschland er» richteten Bureaus setzen ihre Arbeiten im Einvernehmen mit den entsprechenden niederländischen Körperschastcn fort; 6. Privatabkommen holländischer Abnehmer mit deutschen Lieferanten der deren Vertretern werden durch das Obenftchende nicht verührt. - Die ta<7e in den O�provin�en. Nachdem zunächst der.Lokal-Anzeiger' zur Bildung frei» williger Verbände zum Schutze der Ostprovinzen auigerufen hatte, soll jetzt offiziell ein.Heimatschub Ost' durch die Behörden organi- siert werden. Es wird angekündigt, daß die Generalkommando» entsprechende Aufrufe erlassen würden. Man wird dieses Unter» nebmen scharf kontrollieren müssen, damit eS nickt irgendtb-lcheu gegeurevoliitionären Zwecken dienstbar gemacht wird. Die Bläster sind voll von Alarmnack-richten über die Entwick. lung der Dinge in der Provinz Posen. Es scheint, daß tat'äch'ick vieles sich dort bedenklich gestaltet. Man spricht von polnischen Banden, die über die Grenze gekommen wären und da» Land heimsuchten. Tausende von Gefangenen, die bis dabin in deu Bergwerken tätig waren, sollen gleichfalls da» Land unsicher macken. Dazu kommt die Tatsache, daß die Bevölkerung in der Provinz und im besonderen auch in der Stadt Posen ihrer Antipathie gegen da? Deutschtum immer offener Ausdruck gibt. Nach einer Mel- dnng der.Schlesikchen Zeitung" wird von ihnen die Prok'amie- ning Posen» als Bestandteil Polens bereits vorbereitet. Die soll erfolgen, ehe noch di? Friedensverhandlungen begonnen baben. De Arbeitrr- und Soldatenräte sind in der Ha-nd»an Polen: .Staatsgelder dürien ohne ibre Genehmigung nicht mehr aus- gezahlt oder überwiesen werden. Mafien und Munition werden ausgekauft. Die deutschen Soldaten werden enstassen. die polnischen zurückgehalten' Bitter rächst sich immer wieder die nnheil» volle Politik der Gewalt und der Unterdrückung, die von den bi»- herigen Machtbabern im Osten wie überall getrieb-n wurde.' Leider drobt die Entwicklung, die ievt die Dinge in Polen nehmen, ycfäbrl-che Folgen für die Ernährung der deutschen Be» Völkern ng. Die Versorgung Deutschlands mit Getreide. Kartoffeln uiw. ist zum großen Teile davon ahbängig. daß die Zusuhren au? den Ostprot-lnzen nicht stocken. Fübrt fetzt die Beunruhiaung durch marodiecende Banden und die Agitation der Polen gegen da» deutsche Element dazu, daß kstne Lebensmittel mebr auS Poten, Westvreußen usw. nach dem. Westen gesandt werden, so muß da» zu einer schweren Krike fübren. Bcvenklich wäre c» natür'ich auch, wenn die Polen fetzt durch einen Gewaltstreich den Friedcnsverbandlunnen vorgreiken und sich in den Besitz irgendwelcher ffiebiete setzen würden. Da» sonnte zu Verwicklungen führen und müßte Verbitterung erwecken. Aber Hoffentlich wabrt mau in der maßgebenden Kreisen Polen? hier Me nötige Besonnenheit, zumal man sich doch sagen muß. daß die henkige Regierung den berechtigten Forderunoen der Augehörigen der polnischen Nationalität Genüge tun wird. Man hüte sich nur. die Verhältnisse in Posen noch mehr zu verschärfen, indem man ungeeignete Mabnabmen trifft. Manche» in der Agitation für den.Heimasschntz Ost' könnt? den Anschein erwecken, al» ob man nicht eben den besten Weg geht. Die alten Metboden gewaltsamer Niederknittelung nationaler Bestrebungen müssen vermieden werden Maßnahmen zur Sicherung der Ruhe und Aiifreckter'-altiing de? verkebrS mögen erforderlich lein. Man soll sich over hüten, über da» dafür Nötige b!na»«z»gehenk Ein Telegramm auS Köln vom lll Rovem-ber meldet dazu. Der Berliner Vertreter der„Kölnischen Zeitung' erfährt von einem au» Po'en zurückgekel-ren deutschen Politiker zur Lage in der Stadt und Provinz: Wa? die amtlich für falsch erklärte Na-ßricht vom Eintresfen polnischer Ofäziere und Legionäre, welckw d-e Uebergabe der Fessuiig und der Stadt verlangt hätten, betrifft, so liegt dies« Sache folgendermaßen: Ein al? gemeiner Artillerist verkleideter Legionärofsi-ier erschien am vergangenen Mittwoch im Solda'enrat in Posen und verlangte mit Unlerstüvung dreier Leute, darunter eine? Politiker» Dr. SzulzewSki, die Auflösung der Soldatenräte und die Einsetzung der Zivilregiernng im neuen Ratban» Die Zivil reg ierung sollte ngtür'ick polnisch win. Dann wurde ein polnischer Soldatenrat gebildet, der nunmebr in Posen regiert. Die deutschen und südlscken Mitglieder der Ernährung»- lommission wurden sofort durch polnische ersetzt. Ferner liegen folgende Meldungen au» Poten vor: Da» in Pa-cn ncugegründete Oberste Volkskommissariat be- schloß, auf eigene Faust nicht» zu unternehmen, um die polnischen Gebiete Deutschland» gewalt- sam abzutrennen. Die Entsck?eidnng soll erst auf dem Friedenskongresse fallen. Die Polen weiten die in der Presse verbreiteten Rachrichten über eine beabsichtigte gewaltsame Ab- trennung al? tendenziös zurück.. Da» Oberste Volkskommissariat, mst Korfonth an der Spitz«. erlies einen, Auirnf an da? polnische Volk oller von Polen be- wohnten Eelstete in Deutichland.- unverzüglich die Wahlen zu einem polnischen Landtag, mit dem Sitz in Posen, vorzubereiten. Der Landtag soll endgültige Beschlüsse- über die Znitänd gleit der östlichen Provinzen fassen und ein Plebiszit vorbereiten. An den Wahlen sollen sich Frauen und Männer von SN Jahren ad be- teiligen. Die Wahlen sollen" bis zum t. Dezember beendet sein. » Rachrichten au» dem nichident'chen Polen zeigen, daß auch dort sich eine Icbbafti Bewegung gegen die sich daselbst noch befindlichen Deutschen eingesetzt hat. Ein Telegramm de» Soldaltnrate» Kowel erbillet Unterstützung, da sonst die Sicherheit der Bahn Kowel— Brest-LitowSl und Leben und Eigentum der deutschen Truppen in und bei Kowel gestihrdct wären. Die dort stehenden deutschen Truppen gingen mit der Absicht um. /towel aufzugeben. Damit würde den noch in der Ukraine befindlichen Truppen der Rückzug abgeschnitten werden.— Man hätte wirklich besser getan, die Truppen in Polen wie dir in der Ukraine schon längst zurückzu- ziehen. ES war ein unverantwortlicher Fehler, Polen immer noch besetzt ,u halten. Der Kamps um temberg. Au« Lewberg w rd gemeldet, die Stadt mache geradezu einen niederdrückenden Eindruck. Seit zehn Tagen dröhnt die Luft von dem Donner der Kanonen und dem Geknalicr der Maschinengewehre. Die potnilcke» Legionäre und ihre Hiltsstreitträste känipten au» verschiedenen Siellnngen gegen die U l r a> ner. die an Z>>bl überlegen sind Die Ukrainer halten noch da« La»dtagSgebä>ide, da» Ratdau». die Siaildalterei und d>e Hauptpost, ioweii sie nicht niederaebroiini ist. trotz de» An- stürm«» de, polnischen Ariiller,«. Die Häuter haben erdrbltche» Schaden geliuen. die Z>'dl der Toien wächst m« jeder S»>libe. Tagsüber werden zahlreiche Tck wc rverio u ndete aus Le>lern>an die Hoiviläler aevraevr. » vie Msrn ung der unxariichen Republik. Gleiches Wahlrecht für beide Geschlechter. AuS Budapest wird i«m 19 November geschrieben: Der Tevz der Ausrufung der ungarischen Repubblik sah ein« «•ch Zehntausenden zählende Menschenmenge «uf dem Platze vor dem Parlamentsgebäude versammelt; ein» zelne Vereine zogen mit Fahnen auf. Die um 10 Uhr er- ösinete Schung dcS Abgeordnetenhauses war dagegen nur spärlich besucht, die Galerien nur schwach besetzt. Die R?« gierung war nicht vertreten. Präsident Karl Szasz hidlt eine Ansprache an das HauS, in der er der Negierung die Unter- stützuna jede? Ungarn zusagte. Er beantragte, das Abgeordneten- Haus des schon 1919 zusammengetretenen Reichstages möchte angesichts der vollständig veränderten Verhältnisse seine Aus- lösung aussprechen und stellt« unter Beifall einen ein» stimm gen Bclchluh dcS Hauses dafür fest. Sm 11 Uhr zog der Nationalrat in Begleitung sämt- lichcr Mitglieder des Kabinett» unter stürmischen Eljen- rufen in den Kuppelsaal ein. Mehrere 48er HonvedS erschienen in ihren alten Uniformen. Der Präsident Johann Hock er- öffnete die Versammlung mit e'ner Ansprache, worin er aus die wichtiae Kulturmi'sion Ungarn» hinwies. Die Nation habe jetzt che Joch abgeichüttelt. Eljenrufe und Rufe:»Es leb« die Stepublikl" folgten. Hierauf wurde ein VolkSbeschluh- ontrag einstimmig angenommen, wonach Ungarn al» unabhängige Volksrepublik erklärt wird. Die V e r- fo s su n g sc? von auf Grund eines neuen Wahlrecht» ein- zubccufendcn Vertretern festgestellt werden. Die oberste Ttaats- gewalt wird van der VolkSreaierung unter dem Präsidium Karolyis mit Unterstützung des VollzugSrniSfchusscS de» National- rate» ausgeübt. Da? allgemeine, geheime, gleiche, ilch auch anf Kranen rrs!rcck7ndr Wahlrecht, die Prestfre'h«it, d�e Volksschwurgerichtsbarkeit, die Verein»- und Verfammlungsfreibeit, die Bodenverteilung an die ackerbautreibende Bevölkerung soll sofort gesetzlich geregelt werden. Während die Sitzung fortgesetzt wurde, verkündete der sozialdemokratische Führer Teüdcr Bokanyi vom Balkon de» ParlamentSgcbäudcS der versammelten Meckge, d:e über 100000 Köpfe zählte den angenommenen Volksbcschlujjantrag, va» mit begeistertem Beifall ausgenommen wurde. In der Sitzung de? NationalrateS hielt Ministerpräsident Nraf Karolyi eine Rede, worin er ein demokratisch-pazi- ststiscbes Programm entwickelte und das Selbstbcst'mmungSrecht der Völker als Richlschnur aufstellte. Dann hielt Minister Dr. K u n f i eine Rede, in der er alle, die an der Herrschast des allen Sl, stein» bcteittgt waren, zur Rechenschaft zog. Der Minister skizzierte sodann da» soziale und dcmokrat lche Programm der Regierung, da» mit �dcm Programm der Sozialdemokratie fast tlanz übereinstimmte, und wandte sich an die tschecho-slowakischen Tozialdemokratrn nrt der Bi'te. in Eintracht mit Ungarn zu. sammenzua e cn. Zum Schlutz sprach Kunsi den Wunsch au» Longuet und Hendcrson möchten nicht g-statten. daß die Jm- per'atisicn der Welt die neue ungarische Demokratie erdrosseln. Die Versammlung schloß mit der ungarischen Hymne und da Arbeiter Marseillaise. s dslawen gegen die Zfoliener. Ter..Wiener ReickiSpost' wird au» L a i b a ch berichtet: Der Kommandant der serbischen Truppen in Laibach entsandte an den Kommandanten der gegen Lnlbach vorrückenden italieni- schen Truppen Parlamentäre mit folgender Mitteilimg: Im Einvernehmen mir dem südslawischen Naticnalrate besetzten serbisch? Truppen im Nomm der Entente die Stadt Laibach; sie er- erhielten Brchl, den Vormarsch der. Italiener im südslawischen Erbiete zu verhindern Dem Kommandanten der serbischen Trup- Pen wäre cS»uanpenehm, wenn er zu den Waffen greisen wüßte, wozu er durch da» wci'rre Vordringen der Italiener ge> «Wunpen wäre. Sollte c» zu Blutvergießen kommen, so lehnen die serbischen Truppen jede Verantwortung ab. Der italienische Kommandant erklärte, die Note seinem Vorgesetzten unterbreiten zu wollen. Sieg der Gemä'zjglen in Holland. Rotterdam, 17. November. Der Sozialdemokratisch« Kongreß hat die ihm vorgelegt« Resolution durch Zuruf an- genemmcn sowie die weitere Forderung, daß die Entscheidung über Krieg und Frieden bei der Volksvertretung liegen muß. Der vor- fitzende der Leitung der sozialdemokratischen Arbeiterpartei stellte fest, daß da Kongreß einstimmig beschlossen habe, van revolutionären Plänen abzusehen, und daß die- jen-pen, die in der letzten Woche solche Pläne gehrgt hätten, sie ebenfalls aufgegeben haben. PMiche Rüchrschlen. Entwaffnnnq de» deutschen Exkaisers. Nach dem»Nieuwt van den Dag' wird au» Amarong» gemeldet, daß am Sonnabend dort einige niederländische höhere£fi'ziere ankamen, die sich zum deutschen Extaiscr begaben, um ihn und sein Gefolge zu ent- wafinen. Hierin ist eine JnternierungSmaßnahme zu erblicken. Zum Kommissar für dnS Baltikum, der die Beendigung der deutschen Llkupaiicn im Einvaiiehinen mit den Esten und Letten durchsübrcn soll, ist der Gewerlschastsführer August Winnrg ernannt werten. Die Letienennttelversorgung Deutlch-Orstemich». Die ungarische Regierung hat den Zuschub von hundert Waggon» ungarischen Mehl» und die Freigabe von etwa S 00 Wag- gonS Getreide rumän schwer und türkischer Herkunst zugesagt, welchv Mengen sich in auf der Donau schwimmenden Schleppern befinden, die von Deutschland an Teutsch Lesterreich a b g e- treten worden sind.— E'ne neue Delegation ging nach Berlin. um die vor. Amerika bestellten Lieferungen zu beschleunige« und neue zu erwirk? n. Vorläufige Sperrung der Schweizer Grenze sür entlassenc Soltaien:cr M'tielniöchte kündet e'n Bcrner Telegramm an. Die Rückkehr jene- deutschen Truppen, die vor dem Krieg in der Schweiz gewohnt hoben, sei eine ernste Frage wegen der Gefahr »er Emschleppung von Krankheiten und der Anhäu-ung von .orbeitSlesen und.'usrührerijchen Elementen Aeue Anordnung! Maßnahmen des Rollzngsrats her A.» nah S.-RSle. Sm D,ien»tag, den 19. November, vormittag» g Uhr. findet im Zirkus Busch die Versammlung der ArbeiterrSte Grotz-AerlinS und Umgegend statt. Sämtliche Arbeiterräte haben pünktlich zu erscheinen. • Der BoUzugSrat de» Arbeiter- und Soldatenrate» derösient- licht folgende Bekanntmachungen: Di« verschiedenen Bekanntmachungen de? Reichsregierung ir.-b anbntr Behörden, auch die Bekanntmachung der Gewerlschaft»» kommisfio« von Berlin, find geeignet, Mißverständnis über die Recht« de« Arbeiterräte» bzw. Ausschüsse auf- kommen zu lassen. Di« Unternehmer betrachten die Arbeitet- auSschüsse dereit» al» aufgelöst und weigern sich, diesen die Kontrolle über den Betrieb einzuräumen. Demgegenüber erklärt der VoklzugSrat d«S A.» und S.-RateS folgende?: Bis zur endgültigen Neuwahl der Fabrikabbeiterrite. die unter Aussicht der Gewerkschaften vorgenommen wird, bleiben die bestehenden Arbeiterausschüsse in Kraft. Diesen Ausschüssen steht da» Kontroll- und Mitbestimmungsrecht übet all« au» dem Produktionsprozesse entstehenden Fragen zu. » Nach eingegangenen Meldungen sind die reaktionären Re° zierungSgewalteu vielerorts bestrebt, ihre Tätigkeit»ach altem System fortzusetzen. Durch einen Erlaß der� preußischen Regierung find alle Re- gierungSpräfidenten und Londräte ermächtigt, ihr Amt weiter- zuführen. Die» ist jedoch nur so zu verstehen, daß ihre Amt»- iühruny unter schärfster Kontrolle durch die örtlichen Ardeiter» und Soldatenräte erfolgt. Alle Laadräte und sonstigen Beamten, die ihre Amtstätigkeit nach dem alten System fortsetzen oder gegenrevolutionäre Be» strebungen dezeigen oder unterstützen, sind durch den zuständigen Arbeiter- und Soldatenrat unverzüglich abzusetzen. Unbedingt find allen Landratsämtern Beauftragt« der Arbeiter- und Soldatenräte beizuordnen, denen die ständige Ueberwachung aller Maßnahmen obliegt. Qffener Widerstand ist gegebenenfalls mit Waffen- gewalt zu brechen. » Der BolkzugSauSschuh de» Arbeiter- und Soldatenrot» hat allen wichtigen Dienst, and Amtsstellen B.-- »uftragt« beigeordnet, über deren Befugnisse folgende» bestimmt ist: 1. Die Beauftragten find durch den DollzugSrat eingesetzte Kontrollorgane; sie find bei allen wichtigen Verhandlungen der Amtsstelle cher fie zugeteilt find, hinzuzuziehen. L. Der Verkehr der LmtSstellen mit den Beauftragten hat in einer Form zu erfolgen, die die reibungslose Ausrechterhaltung de» Betriebe» und die Fcrnhaltung jeder Störung gewährleistet. st. De« Beauftragten steht da« Recht vorläufigen Einspruch» zu. Erhebt«in Beauftragter gegen eine Maßnahme der Amt»- stell« Einspruch, so hat et die Angelegenheit unverzüglich dem Bollzugirat zur Entscheidung vorzutragen. 4. Der Beauftragte hat über sein« Tätigkeit in angemessenen Zettabschnitten Bericht zu erstatten. • Die vorstehenden Bekannsmackningen klaren ein« An- zahl Mißverständnisse auf. die durch die unklare Fassung einiger vorder veröffentlichter Bekanntmachungen entstanden waren, die von interessierter Seite zur Zurückdrängung der Arbeiterräte bzw. zur Stärkung des Einflusses des Unter- nehmertums und der GewerkfchaftSbureaukratie benutzt wurden. Erfreulich ist die scharfe Betonnna der Notwendig- keit der schärfsten Kontrolle der Preußischen RessierungS- Präsidenten und Landräte durch die örtlichen Arbeiter- und Soldatenräte. Angesichts der sich bemerkbar machenden Treibereien anf dem flachen Lande dubdet die Zertrümme- rung der Lanbratsgewalt keinen Aufschirb. Die Direktiven au gewisse« Orten". Die zuständigen Behörden müßten deshalb erst Bestimmungen über da» Verfahren treffen.— Die Schweizer Behörden leiden stark an RcvolutionSfurcht. Eympathtetelegramme wurden zwischen dem Präsidenten de» ungarischen Nationalrat« und der deutschen Volks- regierung anläßlich der Proklamierang der ungarischen Republik ausgewechselt. Die»ugliichr Wahlkampagne ist am Sonnabend abend mit einer großen Versammlung in Westminster eröffnet worden. Lloyd George. Bonar Law und Barme» hielten Reden. Ter Austritt der englischen Arbeiterpartei au» der Koalition mit de« bürgerNchen Parteien, von dem wir bereits berichtet haben, wurde nach neueren Meldungen mit 2 117 000 gegeä 910 000 Stimmen beschloffen. GZoffen. Auch ein llmlerner. Prtuz Eitel Friedrich hat in Potsdam an den Litfaßsäulen einen Anschlag anheften lassen: Ich bitte die Kameraden der Garnison Potsdam, sich der neuen Reichsregierung zur Verfügung zu stellen. Wir alle wollen das Wohl des Vaterlande» und de» Balke». Prinz Eitel Friedrich'— E» ist wirklich erstaunlich. wag alle»»umlernt'. Oder darf man vielleicht nur von einem fabelhaften Anpassungsvermögen sprechen, das dieser gollernsproß und s» viel« andere entwickelt? Alldeutsche Männer. Die.Leipziger Neuesten Nachrichten" standen schon vor dem Kriege in dem üblen Rute, eines der gefährlichsten Hetzblätter zu sein, die der deutsche Zeitungsmarkt hervorbrachte. Sic hoben während des Krieges da» ihrige getan, diesen Ruf zu festigen. Jede einzelne Nummer brachte ein neue» Bekenntnis zur Mochipoluik»Siepen oder untergehen!' war noch bi» vor wenigen Taaen die Parole diele»»stolzen Bismarckblattet". >n der Behörden. -des VollzuzlsrateS uns diesem Gebiet sind reut der erst« Schritt. Ihm müssen sofortige energische Venvaltungs« maßnahmen der Regierung und ein durchgreifender Personenwechsel folgen. Ms dabin müssen die Lrtlickzen A.- und S.-Räte ihre Kontrollgewalt mit eiserner Entschlossen- heit durchführen und Treibereien der Regiernngspräsidenten und Landräte verhindern. Enllchödlqnnqen für die Zlilglieder der A."»nd S.-Me.• A n akl« Staat»- und K om m un a lb«h 0 rven. 1. Di« Kosten, welche durch ein« angemessene Entschädi- gung der Mitglieder der Arbeiter-, Soldaten- und Bauernräte für ihre Mühewaltung entstehen, sind vor derjenigen Stelle zu tragen, bei welcher da Rat seine Tätigkeit ausübt. Danach find sie bei den Staatsbehörden auf staatliche Fond» sGeschäftSbedürfniSfondS), bei Kommunakbehärden auf kommunal« Fond» zu übernehmen. Erstreckt sich die Wirksamkeit eine» Rates sowohl auf staatlich« wie auf kommunal« Behörden, so sind die Kosten angemessen zu verteilen. 2. Vor Auszahlung der Vergütung haben diejenigen lokalen Organisationen, welche den Arbeiter-, Soldaten- und Ba.ernra: eingesetzt haben, die Legitimation de» anfordernden Mitglieds zu prüfen. 3. Im allgemeinen ist da entgangene Arbeitsverdienst z» vergüten. Hierzu tritt eine angemessen« Aufwandsentsckädigan.i und Ersatz da baren Auslagen. Dabei ist jedoch zu beaebten. daß e» sich um öffentliche Gelba handelt und daß mithin bei dem Ernst der Zeit möglichste Sparsamkeit geboten ist. 4. AuS dem gleichen Grunde ist auf eine tunlichste Br- schränkung der Zahl der Mitglieder eines jeden einzelnen Rates Bedacht zu nehmen. Berlin, den 16. November 1918. Preußische Regierung. gez. Hirsch. Gtröbel. Dr. Südekum. Die verpflegnug eullasiener Heeresangehßriger. Amtlich werden die nachfolgenden Grundsätze für die Verpflegung der entlassenen SeereSan- gehörigen veröffentlicht: Der Uebergang der zur Entlassung kommenden Heeres- und Marineangehöngen aus der militärischen Verpflegung in die allgemeine Lebensmittelversorgung der bürgerlichen Bevölkerung hat nach folgenden im Einverständnis mit den militärischen Stellen festgesetzten Grundsätzen zu erfolgen: 1. Die Verpflegung geschlossener verbände«efolgt wie bisher durch die Militärbehörde. 2. Bei der Entlastung ist de« zu Entlassender Verpflegung für 3 Tage mitzugeben. 3. Soweit die Entlassenen binnen dieser Zeit noch nicht In die Lebensmittelversorgung ihres neuen Wohnort? anfgenommcn sind, erhalten fie bis zum 7. Tage nach der Entlassung durch die Zivil- bebörden auf Grund ihrer Entlassungsbescheinigung die erforder» I'chen Ausweise zur Beschaffung ihrer Verpflegung oder, soweit Massenspeisungen oder besondere Verpflegungsstellen vorhanden sind, Veroflegiing ans diesen. Auf der Entlassungsbescheinigung(Soldbuch) ist zu vermaßen. wo und wann Ausweise oder Verpflegung gegeben sind. Nach Ablauf von 7 Tagen werden die Entlassenen regelmäßig in die Lebensmittelversorgung ihrer Mohngemeindc aufgenommen sein. 4. Personen, die' eine EntlassungSbescheinigung nicht vor- weisen können, sind in erster Linie an militärische Vcrpflegungs- stellen zu verwesten; befindet sich eine solche nicht am Orte, so sind ihnen die zur Beschafsung der Verpflegung ersorderlichen AuS- Weste jeweils für ein bis zwei Tage zu geben oder es ist ibneii durch Zuweisung zu Massenspeisungen usw. für diese Zeit die Ver- pklegung zu ermöglichen. Dabei ist darauf hinzuwirken, daß sie sich auf schnellstem Wege bei der nächsten militärifckren Meldestelle melden. Es empfiehlt sich, solchen Personen als Ausweis für die nächste Verpflegungsstelle eine Bescheinigung darüber auS- zuhändigen, wann, wo und für wie lange ihnen BerpflegungS- ausweise oder Verpflegung gegeben find. S. Eine Verpflichtung zu unentgeltlicha Verpflegung wird hierdurch den Gemeinden nicht auserlegt. 6. Den Kommunalverbänden wird auf Antrag für die durch diese Bestimmungen herbeigeführte Mehrbelastung Ersah gewährt werden. Anträge auf Ermtz find bei der für die Lieferung in Betracht kommenden Provinzial», Lande»- oder Rcichsstellen unter Angabe da verpflegten Pasonen und der Verpflegungstage zu stellen. Jetzt hat sich der Wind gedreht; er bläst durch alle Gassen das Sturmlied der Revolution und vor seinem rauhen Hauche stehen— aufrecht die starken alldeutschen Männer der»Leipziger Neuester Nachrichten'? Ihr Mut, der sich nur austobte am sicheren Schreib tisch der Redaktion, geschützt durch eine faule Zensur, eine durä Lug und Trug gestützte Regierung, brach kläglich zusammen. Si- haben, wie der Vorsitzende des Leipziger Arbeiter- und Soldaten rate? in einer Versammlung mitteilen konnte, dem Leipziger Ra ein Angebot gemacht, sich den neuen Machthabern zur Ver fügung z« stellen, und zwar in dem Maße, wie eS vom Arbeiter und Soldatenrat gewünscht wird. Der Verlag bot an, sozial. demokratische Redakteure anzustellen und fie hoch zu bezahlen. Natürlich wurde da» Angebot abgelehnt. Die Versammlung nahm da» mit lautem Hohn und Spott auf.... Aus den Akten der politischen Polizei. In Hamburg hat der A. und S-Rat eine Haussuchung bei der politischen Polizei abgehalten und dabei Erbauliches gefunden. Wir geben eine Aktenseite wieder: »Stellvatr. Generalkommando IX. Armeekorps. Altona, 7, Februar 1917. Rittmeister Nehrkorn teilt der Abwebrabtcilung durch Fern» sprecha mit: Der Gewerkschaftsführer Koch vom Deutschen Metallarbestervcrband, Hamburg. Bescnbinverhof 67(Telephon Gr. 6, Nr. 4424) habe einen gewissen Lausfenberg ver- dächtigt. Lausfenberg lieg« zur Zeit im Lazarett in Wandsbeck. seine Privatwohnung befinde sich in Alt-Rahlstedt. Er halte anscheinend geheime Zusammenkünfte ab. Er gehöre zu den Allerradi talsten, zu der sogenannten SportatuSgruppe. Nä- heres wäre durch Koch zu erfahren. Koch bittet dringend, seinen Namen nicht preis- zugeben. Zufall, Oberwachtmeista. Abwehr-Abtcilung. gez.: Kluth, Hauptmann." Leider darf man nicht annehmen, daß diese Deimnzatioa ein, tituelerickeinuna war. ßüüföf rbütlfl I mn �nen*ie s?raft 2" veben. ollen durch den Beruf auferlegten ««»Vx�VUUU Utl«UUeftrU�U. I Pflichten zkm Besten de- VelkSgauzen roll zu erfüllen Der gestrige Vormittag stand im Zeichen zweier großer Angc pelltenveriammlungen im Zirkus Busch und am Lustgarten, von Kenen die«veite von über 20 000 Personen bc'berlei Ge'chlechts besucht war. Aus der Rednerliste sind besonders hervorzubeben Geiser vom Bund rechnisch-industrieller Beamten, dessen Rede ein zündender Aufruf an die Angestellten war, die Macht des Kapitalismus zu brechen und eingedenk zu sein, das; bärter als der soeben durch die Arbeiter und ihre Brüder in, feldgrauen Roch siegreich zu Ende geführte Kamps gegen die regierende Macht der gegen die Macht des Kapitalismus ist, ein Kampf, der für die An- gestelltensckaft nur dann von Erfolg begleitet lein könne, wenn sie sich zusammenschlössen, sich organif�rien.— und F r> h T ch m i d t vom Zentralverband der Handlungsgehilfen, der gleichfalls und vor allem Organisation forderte, um den berechtigten Wünschen der Privatbeamtcn zum Siege zu verhelfen. Zum Schluß nahm Genosse E d u a r d B e r n st e i n das Wort snd rührte in seiner mit grossem Beifall aufgenommenen Rl�e ""HS: Die Klasse der Angestellten, der neue Mittelstand, wie man M auch genannt habe, unterscheide sich von der Arbeiterklasse nicht nur durch die Art ihres Lohnes, sondern auch durch die ihrer Arbeit, die nicht nur rein aus'ührender, sondern mebr leitender Natur sei.„Ich zerstöre und ich baue aur!* und gerade im Auf- bauen liegt die grosse Mission der Angestcll'xtnsckaft für die gegem ivärtige Zeit. Keine politisch« Verbesserung �kann dauernd sein wenn nicht das Wirtschaftsleben einer Nation seinen Gang gehl Nach anschliessender Diskussion, in der Mattern seine Kollege». die Reichs-, Staats- und Kommunalbeamten alli'o-derte, sich gleichfalls zu organisieren, mitzuhelfen an dem grossen Werk und nickt-mit kleinlichen, gekeimrätsschcn Bedenken beiseite zu stehen. wurde kolgende wichtive EnKchliessung angenommen: „Die heute zu vielen Tausenden vcrsaanm-'sten Angestellten Gross-BerliuS begrüfen die befreiende deutsche Revolution. Der Platz der Angestellten ist an der Seite der Arbeiter. Die Auge stellten sollen keine Vorrechte zu Ungunsten anderer Stände, sie erwarten aber von der Volksreeierung. daß den Knvsarbeitern die- selbe Förderung gewahrt wird, wie allen arbeitenden Schichten. Sie bcaufrragen die gewerkschaftlichen Angestelltenvechände fol- gende dringliche Forderungen ungesäumt zur Durchführung zu bringen: 1. Für die Ilebergangs'cit Recht auf Wiedereimtellnug dv Kriegsteilnehmer. Arbcitsbeschnfsung, öffentlich rechtliche Ar- beitSvermittlung auf Paritätischer Grundlaae, reichsgesctzliche Arbeitslosenunterstützung und Schutz vor Gehaltkür-ungen nnd Massenentlassunge». 2. Für die kommende Friedenszeit: Schutz und Ausbau des Kealitionsrechtcs. Ve-ssot der Konknrrenzklau'e? Bestrafung von Geheimabkommen der Arbeitgeber, Förderung des gewerbkicken Enigungswesens. Bereinbeitiichuna der sozialen Per- sicheriing, Schaffung einer gesetzlichen Interessenvertretung, siebe«- stündiger HöchstarbeilStag. vollstäiidige Sonntagsruhe, 7-Uhr- Ladenschluss, freier Wochenhalbtag und Ernellnung von Handels- und Betriebsinipektoien. Die Versammlungen schlössen mit dem Rufe, in den alle Anwesenden subelnd einstimmten:„Es lebe seine Majestät das Vo'k! Es lebe die Revolution! Es lebe die sozialistisch? Republik!" Zu einer grossen Versammliing waren die Beamten der Neichspost und der Telegrapbic Sonntag früb nach den Germania» fälen geladen. Ter grobe Saal, war überfüllt, so d-s; gleick-eitig in zwei anderen Räumlichkeiten aetagt werden musste. Folgende Wiftei'skilndgebung wurde bcsch'ossen: „Die heutige Versammluna bekundet den ke�en Willen, die Rsgfierung der de"tschen Renublik durch treue und freudige Mit» arbeit in den proben und schweren Ausgaben zu unterstützen, die der Kneg dem deutschen Volk auferlegt bat. Sie verirailt darauf. dass die neue VolkSrerieniag für die durch sahrelonge Entbehriin- gen aller Art entkräfteten Verkehrsbeamten iirtd Arbeiter durch Dienstcrleichtcrungen und andere Hilfsmassnahmgii sorgen wird, Gratz-Verlm. Mehrere Alarmschiisse, die von einem Soldaten de? Arbeiter- und Soldatenrates abgegeben wurden, riefen in der Gegend der Faianenstrasse nicht geringe Aufregung hervor. Hierzu wird bc- richtet: Mehreren WohnungSinhaberii des Hauses Fa'ancnstr. 6g wurde telephonisch mitgeteilt, dass bei ihnen Soldaten einquartiert wiireen. Die anrufenden Persoen gaben als Melder den Arbeiter- und Soldatenrat an. Einer der Wohnilngsinhaber 'chöpfte jedoch Verdacht und setzte sich mit dem Charlottenburger Polizeipräsidium in Verbindung. Dieses machte dem Soldaienrat Mitteilung. Ilm die Betrüaer, um die es sich nur handeln konnte, abzusangen. wurde eine Militärpatrouille abgeschickt und in dem Hause �eriteckt. Die Soldaten leaten in dem H--U'e ihre Binden ab. Ein Nachzügler, deni die Soldaten ohne Binde gegenüber- traten, gla'ibte, eö mit den gesuchten Dieben zu tun zn baben. Um seine Kameraden zu alarmieren, eilte er auf die Strasse und aab drei Schüsse ab. Gleich darauf llärte sich der Vorfall auf. Glücklicherweise wurde durch die Sckmsse niemand verletzt. Plündernde Kriegsgefangene wurden in der Umaebiing des Scklesischen Bahnhofs festgenoimnen Dort war am Sonnabend nachmittags eiiz Transvori von 800 russischen Kriegsgefangenen angekommen, um von hier aus weiter be'ordert zu werden. Das Transportkomniaudo en kernte sich jedoch von den Gegangenen, und so waren diese sich selbst überlassen. Eine grössere Atrahl von ihnen machte sich diese Ge'cgenheit zunutze. Eine gaiize Reihe von Geschäften wurde aus diele Weile von ihnen bestoklen. Der Leiter des Sicherheitsdienstes Prinz stindte sofort eine Abordnung, besteheud aus einem Führer und sechs Mann, der eS gelang, 15 der Russen einzusaugen. Sie wurden in das Militärgewahrsam cinge- liefert. Falsche SichcrsseitSbeamte treiben immer noch ihr Unwesen, obwohl ihnen durch die vom Po'skommissare Eichhorn in Ueber- einstimmung mit dem Vollzvgsrcrt gewoffenen � Massnahmen 'charf entgegengetreten wird. So trat ein bewef'neter Sol'at erst gestern wieder auf offener St�ah" aus einen Büger zu und nahm ihm unlec Vorhaltung eines Revolver? die D�r'chaft ab. Der Beraubte machte sofort Meldung von dem Ueberlall worauf entsprechende Nachöor schürten e n-gcleitek wurden. Es handelt sich hier irm Soldaten, die noch im Besitz von Waffen aus den ersten Taaen der Umwälzuna sind. Di? Sicherbeitspatro'illen, die über AuSweiSpaviere ve-'ü-ien. die sie bu ihren Amtsband- langen vorzeigen, sind ermächtigt, derartig? Elemente sofort zu entwaffnen, und, wenn sie d es tlicht gutwillig tun, Gewalt anzuwenden. Al� breisacher Mörder'st ein aewkss— Pa"l"s'esta-'k-'llt w"- den. Paulus hat im Januar die 24 Jahre alte Frau Ella Hoff- mann au? der Bl-nkenlelder Straste 20 zu Berlin-Rosentbal ermordet und beraf'bt. Im Jifvi wurde Paultf? al? Täb"- ermittelt. Jekt ist festgestellt werden, dass Pa"�!?:m Jabre 1013 rc".ie Frau und sein Kind:n NikolaSsse in? Waller g'steben bat, wo� be'd- ihren Tod fanden. Er läu'chte damals vor seine Frau sei nach Am-rika gegauaen. An die Seldaten des Sifü-rbeitsdiefsteS. Sämtlich- Sosifaten. die im SicherbeitSdienst des Bolizienrä.'idium? tätia sind, we-�en � vernslichlet, sich Montan, den 1R November 1918. mittag? vüykfsich 12 Uhr, im Po!iz?>"räsidiiim lL'ckthosl einz"'inden. anckf'äfftsiche Revie'wachen und Posten odue Ausnahme. C? sin� mi'�fthrinaent! polizeiliche A'-meldunn. In»faliderkafste oder Militärnavtcr» kow'e sämtl'che Watwn nnd A'-mlnnden. Di'"« Zit'rajrme'iTunft hat den Zweck, df? Stcherhei�trupven einzuteilen di- L'isfnungs-. Ver- nklenunnS- und BekIei''"neS-Fra-e zu rcoelu. Wer dauernd iu dem Sicherheitsdienst des Polizeipräsidiums bleiben will, muß er- scheinen. Ein demekratisckier BoESbnud wurde am Sonnabend im Flug- verbaudshaus gegründet: Unter den Gründern be'anden sich Ger Harb Hauptmann. Professor Hechuer. Waltöer Rathenau, le-iedrtch Naumann, A. Stegerwald u'w. Der demokratische Volksbund will alle dtcjcnigen sammeln, die den Wandel der Zest anerkennen, an einer neuen Ordnung aus demokrat'scher Grundlage mit- arbeiten wollen und die unverzllgllche Einberufung einer Natt«» nalver'ammlung ford rn. Eine Vcratungsstelle für Militär hat der Vollzugsrat EeA A.» und S.-Rates im Abgeorinetenhause, Zimmer 13, ein» gerichtet. Tie Beratungsstelle soll in erster Linie den Soldaren beim Uebergang in das Z villchen behilflich sein. Es wird ihnen dort Auskunft erteilt, an welchen Dellen ihnen Arbeit Woh» irung u. s. f. vermittelt werden kann. Auch werden di? Kamr- raden in per'önlichen Angelegenheiten beraten. Sprechstunde von 9— 12 und 3—6. keine Mkö'rlmslelltnui der allen Veseblszewall. Das Telegramm der Volksregierung an die Soldaten und Matroseiu in dem zur Selbstzucht ausgesordert wurde, um die geordnete Durchführung der Waffenstillstondsbedingungen und der Demobilisierung zu sichern, hat insofern zu Missverständ- nissen gefühlt, als teilweise die Befürchtung laut wurde, d.« Volksregierung wolle die Befehlsgewalt in der alten Form wieder her st eilen. Dies« Vcsürchtung ist u n» begründet. Es sei deSbakb noch einmal hervorgehoben daß die jetzt angeordneten Massnahmen für die künftige Regelung der Befehlsgewalt nicht bindend sind. Mt ihnen soll viel» mehr nur im Interesse der Soldaten und der Heimat das rcgel» lose Zurückfluten der Truppen von den Fronten verhindert und die Durchführung einer planmässigen Demobitr» > i e r u n g gefordert werden Bei der Marine ist d� genaue und rasche Durchführung der Wasfenstillstandsledingun- gen von ent'che dcndcr Bedeutung. Wird sie nicht gewährleistet. >0 besteht die Gefahr, dass der Waffenstillstand in Frage gestellt, Helgoland. Kiel und Hamburg besetzt und wo-en Nichterfüllung der Waffenstillstondsbediugungen die Fe'ndselig» leiten wieder aufgenommen werden. Da? will gewiss niemand. Deshalb ist nach dem Ausbau der bisher gen Heeresorganikation bei der Dewobstika'ioii und der Durchführung der Waisen» stillstandsbedin-minaen die Mitwirkung der Offizier« mit ihren technischen und mil täriichen Kenntnissen erkorver» l i ch. Lrdia'ich diesem Ztucrf sollte die Mnsmahmr der Reichs» rrgicrnng dienen. Dabei ging sie von der bei fast allen Trupven» körvern durchgeführten Voraussetzung au?, dass de Offiziere i m Einvernebmen mit den Soldatenräten b�:» delten Daran soll' durch unsere Aunorderung n-cht? ändert werden. Pstick't der Mannschaften und OHizierA ist es. durch verständige? Zusammenwirken das über unser Land hereingebrochene llnglii* nach Möglichkeit zu lindern Die obensiebende oifizi'ch'e.Mitteilung umschreibt die Absichten der Neaierimg bgj ibren Apn-sien an die?elbst» nicht der Soldaten und Mairown so klar, dass ans ibnen keineKsglls aefolaert werden darf.� die Kommando- gemalt der Osfiziere/ei fn'eder bere-sie�t. D a 9 ist nicht der Ja II, und de 3ord?t«n und Matro'en baben o'ifmerch'am dara"' zu achten, das? die Kommando» gemalt der Offiziere nicht d�rck d!" Hintertür der zur A'isrechterbaltiing der Demgbilisieruna�'mdnitng ge'�effencn Masinabmen einaeschmngaelt werde. W-nn die Seldaten nnd Matrosen ov' d-r H'si sind nnd ibr? Teseg',-.].� in den Räten dazu anbglt-'n, d'" M'fw'r�nna''er OAiziere k�'asich In den oben bora-seaten Grenzen zfznkaAen dann m'rd i�re ni'chssasi-' revolft-angre Errnng-nichast di? si? r t r u m N1 e- rnng der Kommandaaewoit. n'cht n-rloren gfs-en. Dazu ist o>"»rb.fffgs»rk-rd-risch dass die Soldaten- rntf, TTt PSrff m'rklich Soldaten rate sind. Die Soldaten msislen Man"s aenng sein, die Wahrung ihrer Interessen selbst in die k�and zu nessmen. Verantmortlicher Redakilcur: Dr. S. N?s>riepli!.?."lin W�mersdors Druck der Lind-nb-ustfere! unv?"Ie.g»ges. m. b. H» CchiffbauerdanfM 19 AUFRUF» Fn dieiem Augenblick der Wehen, die DeiitlckchandS Leib und Seele erschüttern, damit, wie wir erhoffen, ein neues, lebcnsstarkes Ncich geboren werde, dürfen olle die fürldes Landes Schicksal cme Verantwortung In sich fühlen, nicht einsam, vereinzelt abseits bleiben. Wir halten nicht zu dem Zertrütizmerten. sondern zu dem Werdenden. Wir stellen uns rückhaltlos dem Volk, seinem Willen und seinen Vertretern zur Verfügung. Wir wollen nach besten Kräften, wo man uns braucht, der werdenden Gestaltung dienen. Wir wollen mitwirken, daß die Wurzeln de? geistigen und wirtschaftlichen Lebens im großen Wandel der Tinge, den wir gut heißen, nicht Schaden leiden, sondern neue Kraft gewinnen. Emil Abderhalten, Fritz Andrea?,' Professor Bai- lod, Franz Behrens, Fa. Beyerlein. Earl Becker, Peter Behrens, Georg Bernhard. Graf Bernstorff. Moritz Bonn, Professor M. Borchardt, E. von Borsig, Robert Boich, Heinrich Braun. Lufo Bren- tano, Richard Tebmel, Professor Tcißmann. Pro-. ffssor Tciißcn, F-elir Deutsch, Oberbürgermeister Doiuiuieus, Albert Einstein, Emil Fischer, Wil- Helm Fluegel, August Gaul. Johann Giesberts Heiniich Freiherr von Gleichen. Paul Goldmann, Walter Eactz. Doktor Gractz. Stefan Großmann, Doktor Guggenheimer. Wilhelm Gutiche, Fritz Haber. Doktor.Hachenburg. Hermann Hahn, Hamstwhn, Professor Harries, Eonrad Haenisch. Ernst Hardt. Earl Hauptmann, Gerhart Haupt- mann, Professor Hatschek, Professor Heilfron. Felir Heimann. Direktor Henrich Professor Herkner. Theodor Hcuß,'Doktor Hoefele. Ernst Jaeckh. Pro- fessor James Israel, Professor Jasürow, Doktor Hans Jordan Edwin Katz. Maximilian Kempncr, Oberstudienrat Kerschensteiner, Professor Kilian, Professor Klingenberg, Albert Kocster. Professor Kraus, Professor Friedrich Lenz, Max Liebermann. Paul Mamroth Doktor Gustav Mayer, Friedrich Meinecke, Graf Metternich. Wichard von Moellen- dorfs, Alexander Moszkowiki, Doktor August Mneller, Hermann Muthesius, Friedrich Na» mann, F. Oliven. Hermann Oncken. Franz Oppen- hcinier. Albert Oestcrrieth, Benno Paul, Franz Pauli, Gustav Pauli. Theodor Plieningcr, Walther Nathknau. Professor Nathgen. Georg Reick?. Dok- tor Niezler, Lehrer Roehl. Franz Nochr, Heinrich Rubens Karl Ludwig Schleich, Oberbürgermeister Scholz, Alice Salomon, Doktor Walthcr Schotte, Prafcssor Sccber, C. F. von Siemens, Professor Sievers. Werner Somhart Adam Stegerwald. Hugo Stinnes. Otto Stullberg Doktor si'bimme. Ernst Troeltsch von Tschudi. Ludwig Tuaillon. Doktor Valentiner. Professor Verworn Adolf Wach, Alfred Weber, Fritz Wichert, Mar Wiesner. von Winterfeldt-Mcnkin Nathan Iuntz. Ans dem Boden dieses Bekenntiüsscs ist der ?emo'ratische Bolfo&iinii 'i richtet worden. Die erste Erklärung des demokratischen VolkSbnndes lautet: Wir treten ein für unverzügliche Einberufung der Nationalversammlung für Teutschland und Deulschöster- rcicki auf Grund deS allgemeinen gleichen geheimen und direkten Wahlrechtes in der Form der Verhältniswahl mit gleichem Recht kür beide Geschlechter. Wir erlvorten. daß eine Gesetzgebung, die in die Grund- lagen unseres geistigen, sozialen und wirtickustlicken Aiih bans eingreift, nickst beginnt, bevor die Nationaloersamm. ümg gesprochen hat. Deutsche Männer und Frauen,'chließt euch dem demv- kralischcn Volksbnndc anl SeZttittLLtkiärungen sind zu richten an Dr. 5ronz Pauli, Z'ugverbanötzaus, , Verlin. 5iumeshof 17. verein k'retierstlork-I'etsrshsZen U. 8. P. D. Dienstag, den 19. d, Mt«. abends 6', Uhr MIlellMNWMlW im Lokal von Jeske; Fredersdorl am Bahnfaof. Gäste willkommen. Dsutscter Amelier-Iöntirtund Gau Berlin. Acbtung Mitglieder! Dienstag, 19. November, abends S Ubr, pünktlich Chorprobe für den Oes ng be der Beisetzung der RevoIuÜons opler im Friedrichs' ain. Gesungen wird: Unsterblichkeit v.?ch.l'ren. Torü Tpleson v. Uihmann. Die Probe findet im Patz nhofer, Landsb rtrer Alle> 27. statt. Alle Sänger sind verp liebtet, zu dieser Probe zu erscheinen. Oer Vorstand- GroR-SöFJins u.. Deserteure finden sich Montag, den 18. Novemb r, mittags 12 Uhr, in den Oerm n'a- sisi n, Chauss e�tmße. zwecks Wabi von\rbciter- äten. Der Elnbcrcfer '. Rochweiti. Besteilfchcin. ?>l» hin auSI»ne!dcn, nii>!»»> uns c!»s-nd,n n» d-n"Bitte g da.ardtielt' __'Vgiim NW ft.£ ifii'ifiirrMmm'S.__ Itt Uutciictajuett ocikU, hiinni! nsm atz l ajtmplat?et zweimal täglldi erschfiiikn tu ßdtuuj „Die Freik sit" S'ci'iifct Cnffin let tlraMWi'aiflcn-sgaw.mc inii tlifif T-o-W S?)i(!,SliinM Ifiui Pra( von B>. 2.0« nmimnid) bei ite.tl itziii-Nuug INS Hau?. Itame:..... C«;____ ......................*trat.ci................................. 7it._ fSame txmildi ttfirctbtn. abteffc otttau amiilutiu