Preis 10 Pfennig. AbeKd-Ausgave. Reboftion; Verlin 9179 6. SdMIfbouerbnmm I9ra, gernsprecher Amt Norde» s»S.» und L»»6. �ie„Freiheii" erscheint zweimal tSglich, morgens und nachmittag», «» Sonn- und Festtagen nur morgens. Der Bezugspreis beträgt bei Keier Zustellung ins Haus für Grotz-Berlin monatlich S Mark, nach «ußerholb tZusendung unier Streifband) 4 Mark. Bestellungen sind »is auf weiteres ausschiieklich an die Expedition zu richten. Für die «rledigung auswärtiger Bestellungen ist vorherig« Einsendung der Bezugsgebühr erforderlich. Verliner Organ Sxpebition: Verlin RW6. Schiffvanerdamm lvrv. gernfbrechrr: Amt Morden Ii«v7 und>16««. Inserate Kesten die siebengespaltene Millimeterzeile oder deren Raum LS Pf..Kleine Anzeigen" da» fettgedruSlte Wer' 30 Pf. jedg» weiter« Wert IS Pf. Teuerungszuschlag 30 Prozent. Bei Familienanzeigcn und Persammlungsankündigungen von Gewe kschaften und politischen Or- ganisationen fällt der Teuerungszuschlag fort. Inserate für die Morgen» ausgäbe müssen bi» S Uhr abends am Tage zuvor, Inserate für die Nachmittagsausgabe bis«orm. 11 Uhr bei der Expedition aufgegeben sein. der AnaWnglgen Sozialdemolratischen Partei ZeuWands Jahrgnng 1 Tonnerstast, den 21. November 1�18 Nummer IÄ M für Die sozialistische Republik. Eitle ZZr«klam?l!l>n der Kieker AlöeUer und Soidalen. Pribattelcgramm der„Freihei t". Kiel, 21. November. Wir erhalten folgende Kundgebung: Durch die glorreiche Nevolution ist dl»S monarchisch-mili- �risisch« Ysewaltsttstrm zusammengebrochen. Ein Shstetn, daS Europa JO 000 000 Menschen und den gevszlon Teil seines Reich- ivtns raulite. jf&ct wir haben keine Ursache, nun anzunehmen, Ateszabe sei etfi'-Ui. Ter Militarismus ist zerschlagen, �r seine Ursache, der Kapitalismus, ist noch in vollster Kraft. Jjtohrend die grosze Masse des Bolle? verarmte, ist eS t ner Keinen ■"'ltbcrf.eij von Kapitalisten und Grohgrundbesinern gelungen, ""Zeheuve Machtmittel in ihrer Hand zu vereinigen. DaS dürfen nicht dulden. Wir wollen nicht auf halbem Wege stehen Zeilen. Wir bemerken, das) die Erkenntnis, worum e? sich Endest, ncch lange nicht klar genug erkannt wird. Wir stellen �der klar und deutlich unser Ziel auf. Wir wollen nicht nur die �lllischo, sondern auch die wirtschaftliche Demokratie. �"ser Ziel ist die sozialistische Republik. Um sie zu berwirllichen. ist notwendig: die politische Macht muß zu "�chst, bis die Früchte der Revolution ge '•ch et 1 sind und ein Rüilschlag ausgeschl-ssen er- 'cheint. in den Händen der Arbeiter- und Soldaten- 'ätr bleiben. Die Banken und die Großbetrieb« der Industrie sowie der Großgrundbesitz sind sofort als National- ''Uentnm zu erklären. Im übrigen ist Borsorge zu treffen, daß sichere Grundlage geschaffen wird, die den Uebergang zur 'rzinlistischrn Republik gewährleistet, dann, aber auch nur dann, dsird die proletarische Revolution von 1918 davor bewahrt bleiben, tu> ähnliches Schicksal zu erleiden wie die bürgerliche Revi- 'Ution von 1848, wo binnen Jahresfrist da? deutsche Boll um 'tine teuer rrlämpfte Freiheit betrogen wurde. Beachten wir kit Lehren und Warnungen der Geschichte. Jetzt ist die Gelegen- �tit, wo jeder zeigen kann, ob er in Wahrheit sein Baterland strbt, oder ob ihm sein Geldsack über alle? geht. Wir haben jähre- '»ng zwecklos für den Kapitalismus unsere Haut zu Markte �tragen. Wir wollen für unsere Nachkommen ein für allemal �ie Möglichkeit eines solchen Massenmorden? auS der Welt 'Waffen. Wir wollen mit vervielfachten Kräften für unsere �ldeen kämpfen, wir wollen kein ChaoS, keinen Bürgerkrieg, denn nnS sind Menschenleben heilig, sondern �'e politische und wirtschaftliche Demokratie, �'e Ordnung der sozialistischen R�e publik. Und nun. Kameraden und Genessen, frisch aiiS Werk! Der«berste Soldatenrat Kiel. gez. Popp, Koch, Ullrich, Pfaff, Hartig. Der Arbeiterrat Kiel. Ter Beschluß ist in beiden Räten einstimmig ange- "»Wimen. Der Arbriterrat Kiel ist zusammengesetzt an? den "»rstandSniitgliedern der sozialdemokratischen Partei ii'ch kl. S. P. D. sowie den Obmännern der Großbetriebe Kiels. Die Vorbereitung der Sozialifieruno. Tie Kommission, welche die Bollsbeauftragten zur Erstattung 'iurS schleunigen GntackstenS darüber eingesetzt haben, welche B c- triebe sofort»ergesellschast werden sollen, wird anS Professor Co kleb, Professor Ernst Froncke, Walter kRathenan, Privatbozent Dr. Lederer. Dr. Bogelstein, Dr. Rudolf H i ff e r d i n g, Karl K a u t S k y, Heinrich C u° � ">» und Otto Hue bestehen. ES ist möglich, daß noch weitere �'Uglieder hinzugezogen werden. ZW SiiloN, der Anmchist. Wie die„Fr. S" mitteilt, wurden im Zürcher Kan» toimtsrat neue Miticilungen über die vorjährigen Bombenfundc in Zürich gemacht, und damit em- gedeutet, dah in dieser Angelegenheit auch ei» früherer Reichskanzler verwickelt sei. Wie die„National- ! zeitung" vernimmt, handelt es sich dabei um den Fürsten B ü l o w, der bekanntlich während des Krieges längere Zeit am Vicrwaldstättersce wohnte. Baron v. Stockau � soll die Verbindung zwischen dem Fürsten Bülow und schweizerischen Anarchisten hergestellt haben, der � ihnen die Sprengstoffe übergab um sie an italienische �Anarchisten we'itcrzuleiten. Die Untersuchung der ! ganzen Vombenaffäre soll Ende dieses Monats abgeschlossen ' werden, worauf die Gerichte sprechen werden. Es ist böchste Zeit, dast alle Geheimarchive der deutschen Aemter endlich unter Aufsicht kommen und einer eingehen» den Prüfung unterzogen werden. Angebliche MgungsvtthtmDfttngen. Bürgerliche Blätter bringen MeldungeiO über angeo- liche Einigungsverhandlungen zwischen der alten sozialdemokratischen Partei und den Unabhängige.:. Uns ist von solchen Verhandlungen nichts bekannt und es besteht auf unserer Seite aor keine Absicht, auf solche Vor- Handlungen einzugehen. Wir meinen im Gegenteil, daß das Bestehen einer nur von prinzipiellen, revolutionären und sozialistischen Grundsätzen geleiteten Partei gerade in diesen geschichtlichen Zeiten von größter Bedeutung ist und daß uns noch große Aufgaben bevorstehen, deren Lösung durch die Verbindung mit der alten Partei nicht gefördert würde. die srauzöfischen SoziMen und die deu sche RevolMion. Bern, 20. Nov. Gegen Berdächtignngen der dentsKen Revo- lutiou in der nationalistischen französischen Welt nimmt„Po- p u l a i r e" sehr energisch Stellung. Alle diese BerbächtigungS- versuche seien elendes Machwerk.„P-pulaire" verlangt Klarstellung auf politischem Gebiet und schreibt: Entweder triumphieren die B ö l k e r oder die Gegenrevolution. Das Regime, in dem wir leben, in dem die Zensur herrscht, ist unerträglich. Schon„n- sere bürgerlichen Blätter zeigen uns j«,»aß wie nach dem natio- nalen Berteidigungskrieg einen Krieg»er kapitalisti- schen Berteibigung führen soll. Tie sezi u listischen Partei wird hoffentüch die Kraft haben, die Abschaffung de» Be- lagernngSzusiandes, der Zensur und die Wiederherstellung der iitternationalen Aktiensfreitzeir durchzusetzen. ..ProgreS de Lyon" meldet aus Paris, daß der Exekutiv- ausfchuß des Allgemeinen A r b e i t S b u n d e S bei C I t» ni e n e e a u durch eine Abordnung die F r e i I a s f u n g der wegen ihrer politischen Betätigung verhafteten S v n d i k a l i st e n beantragt habe. Der Arbeitsbnnd befürchtet, daß trotz der Zusage der französischen Regierung eine Anzahl der Verhafteten nicht freigelassen wird. Eleineneeau hat daraufhin die sofortige Freilassung der in Frage konttnenden Personen angeordnet. Die englischen Arbeiksminister. Acht Arbeiter Mitglieder der Regierung sprachen nach«iner Konserenz aufs neue ihre Ansicht dahin auS. daß es im höchsten Interesse der organisierte» Arbeiter läge. auch weiterhin eine unmittelbare Vertretung in der Negierung zu haben. Die Arbeiterminister sännen sich nicht trennen. Ihre Haltung widerspricht den Beschlüssen der englischen Arbeiterpartei, die de» Burgfrieden gekündigt und in voller Unabhängigkeit'den Wahl» kämpf durchführen"T. Sie Aussatz?» der Seichsregier-Rg. Das deutsche Reichsschiff ist wrack geworden. Es muß in den Hafen und muß gedockt werden, ehe es zu neuer Fahrt auslaufen kann. Noch befindet es sich auf hoher Se» und bat einen weiten Weg vor sich. Neue Männer haben das.Eonimando übernommen. Aber, soll das Schiff nicht ein Spielball des Sturmes und der Wellen werden, dann muß es manövrierfähig gemacht, dann muß es auch ge» steuert werden. Ueber Weg und Ziel muß Klarheit herrschen. Das Ziel heißt sozialistische Republik. Dieses Ziel ist nur zu erreichen, wenn die Regierung fest und sicher schon jetzt sozialistischen Kurs steuert. Das Chaos ist der Tod, .'.»cht die Geburt de» Revolutioi». Wir stehen vor übermenschlichen Aufgaben. Keine lsto- gierung, soweit die deutsche Geschichte reicht, hat eine der» artige Aufgabe und eine derartige Aufgabe in derartig kurzer Zeit zu erfüllen gehabt. Ein Millionenheer wälzt sich auS dem Westen in rasender Eile in die Heimat, Hunderttausende strömen üb« die östlichen Grenzen. Sie müssen in kürzester Frist de- nwbilisiert. sie wollen aber auch ernährt sein und ein schützendes Dach über dem Kopf haben. Die gesamte Industrie, die gesamten Banken, alle Be- Hörden sind von den Ereignissen völlig überrascht worden. Die Umstellung zur Friedenswirtschaft, zu der mehrere und > ruhige Monate in Nussicht genommen waren, sie muß nun in Wochen vollendet werden. Dabei drohen auswärtige Verwicklungen mit Polen. Tschechen. Drohen Komplikationen, die bei der Durch- fübrung der WasfenstillstandSbedingungeu durchaus möglich sind. Und doch! Die Regierung muß Ordnung halten. Die Hand fest am Steuer, darf sie sich nicht beirren lassen. Darf sie vor allem nicht das Ziel aus den Augen per- Neren, den Rufba» der sozialistischen Republik. Die sozialistische Republik ist zwar ausgerufen. Wir haben sie aber noch nicht. Sie muß erst noch geschaffen werden. Und um sie zu schaffen, muß erst das Fundament gelegt werden. Diese? Fundament muß sozialistisch sein. Man wirft uns vor wir zäumten das Pferd vom Schwänze auf, wenn wir in dem gegenwärtigen Augenblick unsere sozialistischen Ziele in den Vordergrund stellen und auf ihre Durchführung dringen. Tie Situation ist doch durchaus klar. DaS militaristisch-kapitalistische Svstem ist zusammen- gestürzt.� Ein Chaos von Trümmern breitet sich vor unS aus. Hier, unmittelbar auf diesem Schutthaufen und s o- fort eine konstituierende Nationalversammlung und eine neue Versafsung aufbauen, ist ein Unsinn. Wir müssen erst a u f r ä um en. Weg mit dem Faulen und Morschen, weg mit allem, was die zuküiistige Entwicklung stört, Für das neue Gebäude müssen wir festen Baugrund haben. Der f e st e B a u g r u n d i st der Sozialismus. Anscheinend sind aber beute, im Zeitalter der sozialistischen Republik, selbst manche Genossen zu änastlich, um von iozia- listischer Prari», von sozialisti'a>n Zie�»n zu sprechen. Wie notwendig hier ein klares Programm und seine eindeutige Durchführung ist. beweist die biiraeilich?"'rcfie. Sie sucht den Sozialismus aui jede Weile zu diskreditieren. Wo es früher Sozialismus hieß, sagt sie heute BslschewiS- Inns, um jede ernste Diskussion von vornherein unmöglich zu machen. Sämtliche kavitalistisiten Theoretiker werden f?it acht Tagen aufgeboten, um gegen die'ozialist'sche .dtdeenwelt zu Feld zu ziehen. Während das Kapital'eine Transaktionen ruhia weiter ausführt. Industrie und F:- nauzkapital sich in Sicherheit bringt, predigt die bürgerliche Presse den Kreu.uua wider den Sozialismus und sammelt die Spießbürger unter der Fahne der heiligen Spar- AgncS. Wir brauchen sofort eine Sicherstellung des Kapi- tal? für das Volksganze, wir brauchen ein» scharfe Kontrolle deS Kapitals. Fu jeden Tuppentops steckt der Staat seine Nase: die R-'a'?ri»ig muß sich die Bücher de? Großkapitals vorlegen lassen. Gewiß können wir uns heut? keine sozialistischen Er- perimentze leisten. Es kann anscheinend nickst oft genug be- tont werden, daß..Teilen" und Sozialismus zwei»er- I töitcbmc1 Dlng? sind. Ebenso wurde eine Verstantkichnng\-F? 1 1 n I f t. Eine Reihe von Gro�kopitaNsten scheint die>«<<»><» an den Grenzen ond«m?n«rn«" dben £t'ltr�"nn<£ 0�ten LbritzkeitSstaotcs mit einer schwer-! Töchter nar nicht schnell gennn unter die Haube brinaeu! nebnien. Die A.- u. S.-Rälc der Prot<>� VZMi> für dc» -Leamtenhierarchre den Ruin des Wirtschaftslebens � zu können. Es gibt gewisse Männersortcn, die augenblick- ganzen Umfang ihres Wirkens den Gleich Itch sehr boch im Preise sind. Hat ein Mann die Möatichtcir. bedeuten Dagegen können, die großen industriellen Monopole msbeiondcrc die Produktionszweige der wichtigsten Rohstoffe, von der Gesellschaft über- nominen werden, die damit einen großen Teil der Ver- fügungsgenwlt über die Gesamtproduktion in die Hand be» kommt. Die Negicrung darf keinen Moment lang einen Zweifel lassen daß all ihre Arbeit in der Herbeiführung der l oz i ali.sti scheu Reviidlik besteht. Die politische Demokratie ist uns nur Mittel zur Durchführung des Io- zialcsmus, zur Beseitigung der kapitalistischen Ausbeutung. zur Aufhebung der Klassenberrscltaft. Nicht um die Kleinen C§ Itrh r» S;i»«v**#»♦-» ki« �C(.. sich dabei, sondern um die Großen, um jene Kapitalmagnaten, die heule die Nerfiigunasgewalt über die ganze Arbeit der Gescllichaft in Händen haben. Diese Ge- Walt muß den Privaten entzogen und in die Hände der f o z i a l i st i s che n Regierung kommen. Das wird das Volk verstehen, sode unbegründete Un- riihe jede?Ingst um das Sparbuch des kleinen Mannes wird verschwinden, und man wird Vertrauen gewinnen zum Sozialismus. lt,cnn p'Tie sofortige, planmäßige und grund- 'atzliche Aii'klarung erfolgt. Redner»nd Agitatoren herausl �ede Minute ist kostbar. Flugblätter müssen zu Hunderttausenden unter das Volk geworken werden. Der Tag gehöre der Arbeit, der Abend der Agitation! , Erst wenn so d i e G r u n d l a g e a? sch a f fe n ist, dann ist die Zeit für die Einberufung der konstituierenden Nationalversammlung g e k o m m e n. llnter dem unaufgeklärten, noch von den Lügen und Vorurteilen des verflossenen Regimes umnebelten Volk hätte die Reaktion heute aut wühlen. Sie wurde auch'krupellos in der Nationalvcrsammsung jede sfarm der Obstruktion anwenden, um einen Neuaufbau un- möglich zu machen. Das Bürgertum wird sich zusanimerEchli»ßen, wird üch zusammenfinden zum Kampf gegen den Sozialismus. Das kommt!o und ta. Da helfen nur Aiisklärung und prak- tricher Sozialismus, Worte und Taten. berecktigung der Nationalit c&f u. S. Statt Kapital ungefährdet ins Ausland zu bringen, so kann er flewiihrleistcn itder Nationalität die Freiheit und dt« S Aber auch.m Kalle des Hier- Sie werden sich aller c Ab für den Schutz bleibens dieser Manner rechnen die Großkapitalisten mit �'........... einer milderen Steuerbelastnng bei Teilung des Verinögeus.! National, ta-s-Minder eiten nach�ru-kl ch �chehen. Das Vermögen bleibt dann in der Familie� die Leute hoffen � Die wiedergegebene®?itte.Iuim schaf., endlich Klarheit über aber, daß die Staffelung günstiger für st? ausfallen wird, die Zustände in Posen, über die in der Berliner bürgerlichen Dasselbe Motiv liegt bei den vielen Schenkungen vor. Eine Presse di« unfiiiirgsten Geriicb'e verbreitet wnrden W'r haben Freigebigkeit bricht dg plöhlich hervor, die dem Großkapital sofort gegen diese S immungSmacke S'ellun� genoinmen-, jetzt sonst fremd war. Bis zum Tode suchte früher jeder zu be-- beitäligt der Beschluß der 91.- und S-Räte der Provinz Posen bglten. was er hatte, die Schenkung bei Lebzeiten war unser« Auffassung, daß sich hinter dem Presserummel für den äußerst selten.„„„Heimatschutz Ost" reaktionäre Machenichaftea vei- ferner miiß man das plötzliche Bestreben gewisser t>cMen Kapitalsten, im Auslände Fabriken. Bankanstalten usw. zu gründen, aufiuerkiaiii verfolgen. Auch dadurch hoffen diese Leute stch eine Erterritorialität zu sichern, die den.Kapitalbesitz verbürgt. Man sieht ieden- falls, daß allerlei getan wird, rnn das heilige Geld noch vor l wir! getr scha-s Mäi auch Wai Keine M'pl-:lenmient In der Sitzung des TxtulivkomitceS de? Dresdner Arbeiter»! etw sam der Fra iind der Opferung zu rette». Das macht einen nn'agbar �""d Soldatenrats am SoniiMg übergab der Vorsitzende Rühle 'chäbigsn Eindruck, ist aber eine aiißerordentliche Gefahr. � Erklärung: Deutschland braucht das Geld zur Abdecknug der Schulden,]„An den Vereinigten revolutionären Arbeiter, und Soldatenrot ?»r Diirchfühning der Sozialisiernng, alw>ur Lösung van! S'rcß-Dresdenl Aiikaaben. die iingeheiikr viel wichtiger sind als die Geld-! Die Revoluiion enthüllt sick m« jedem Tage mehr al» ein woblfahrt der Kapitalistui EL ist die allerböchste Z-sit 1 growugesegles von de» bürgerlichen Regicriimicu gewollte«»n» daß map dageaen vorgeht.' und zwar nicht nur mit'An-"».rhereileie� Täns». ngSn,gn°eer.zu dem Zweck«, d.e lap.ta» kündigungeu, sondern mit Maßregeln! ?az Saxilal ans der Flucht. � Das Kapital hat stets zu den Drückebergern gehört. Kein Gesetz konnte das Durchschlängeln das Umgehen ver- hindern. Mit Thesaurierungen, mit Vuchnngstrans- gktionen, mit Dcfraudationsarbitrage usw. wußte sich das Kapital den Aderlässen zu entziehen. Ter Krieg hat die Methoden der Kapitalsflucht vermehrt»nd verfeinert. Die Defraudation erschien iiiin im Gewände des Acsthetikers oder des Moralisten. Man kaufte Gemälde. Statuen und Truhe» oder arbeitete an der Dezentralisation der Groß- städte. indem man Landgüter erwarb. Man trieb ferner eine� übermäßige Reiervepolitik und behauptete, auf solche Weise die werbende Kraft der Produktion zu sickern. Man führte sich sozialvolitisch auf, wies den Penssonskassen und sonstigen BegtsickungSsonds große Siiimmn zu, deren Vev waltiing man sich vorbehielt. Auch das war Kapitalsflucht. und zwar sehr rentable. Tie Nevolution bat das Tempo der Kapialsflucht außer- ordentlich beschleunigt. Nie zuvor war das Kapital von einer solchen HinterziehimgSraserei ersaßt. Und mit der Findigkeit, die den Kapitalisten eigen ist, haben sie in kürzester Zeit neue Defraudationsmctboden entdeckt. Es handelt sich mcht nur um Notenhamsterei, um das Ver- stecken in verschwiegenen Safes, sondern um ein Fliehen riesenhafter Beträge ins Ausland. DaS Ctcucrfi'i-chtgefetz hat nicht viel geholfen. Die Briefkontrolle an der Grenze erfaßt hei weitein nicht alle Fluchtmöglich. keiten. Man kann l ispiclswcise mit deiillchen Nieder- lassiinpcti ausländische VersicherungSgesell jchasten, bedeutende Verfichlernilgspertrüge mit sofortiger Gesamt- Prämienzahlung abichlicßen in der Hoffnung, daß die aus- ländlichen Negieriingen diese Verträge schützen werden. Die Nersichcrungsgeselljchaften scheinen iiberhaupt seit einiger Zeit sehr beliebte Kapitalsasyle zu sein. Es sind, wie man hört, sehr zahlreiche Angstabsch'iisse auf den Erlebensfall gciätigt worden. Man sollte schleunigst Maßnahmen Legen diese Flucht treffen. Eine andere Methode ist die der S ch e n k u n g oder der Zur L(W in Msn. Proteste gegen die antipolnlsche Hetze. In einer zahlreichen Deleflierlenvcrsammlung der Arbeiter- und Soldatenräte der Provinz Posen, welche am 20. d. MtS. im Nathan« zu Posen statt'and, wurde in scharfer Weise gegen die geplante Bildung eine« besonderen Armeeoberkommando« H e i» listische Nesell'chett vor dem drodenden Untergänge zu retten. Um den Preis eine» bill aen AriedenZ mit der Entente,»ntz iimerftützt von dieier, geht die kavitalistilche Klasse Deutschland« darin, den KoinmnniZmu« lBolschciviSmi'.S)— der die ein zig« wirkliche Ec'abr de« Kapitalismus biloet— zu erdrosseln Sozialisten beider Richtungen leisten ihnen dabei Hilfe. Dam't ivlrd die sogenannt. Revolution zu einer gcgenrevolutionäre« Aktion Die Kommunisten Groß-DreSden« baben sich am». No- veniber mit den abhang'aen und unabhängigen Sozlaldemo» traten verbüntet, nir d'e Sozial-Revolution diirck'zutübren. Die Ersiibriing einer Woche haben genügt zn der Erkenulu'� daß diese? Kompromiß unkattdar ist. Repolntionäre und gegen» 1 revoli'tion-'re Tendenzen lassen sich nicht vereinigen. Gri bab dem stin mit kan alle un! wie Dei soll Art matschutz Ost Stellung grnömmen. E« wurde u. a. darauf l Die Aufgabe, dir begonnene RevolutionSbewegung weiter» gan lich tpci s„c r.j;. ,,.,•« t..> zufübrrn zu iwierr' und zu vollenden, kann nur von den KoM» hin�ewieien. daß sich die Umwälzung, n Posen in g r o ß» �löit wecken. � t e y! R u h e vosszogen habe, dank der Iusammcnarbcii der dept- ''che« und polnischen Bevölkerung. Trotzdem sind in der Berliner Presse Nachrichten erichiencn. die di? Lag« in Po'cn al« am ge- iährlichsten hinstellen. ES handelt sich hier um eine s u st e m a- tische Hetz-Prop-aganda zu dem osienkundigen Zweck. Mißtraue» zwsichen Deutsche" und Polen zu säen Die Jnwi-a- ioren dieser Nachrich'en sind unter den gefallenen Größen in Posen DeShaB treten wir au« dem Vereinigten revolutionäre»! Arbeiwr.» und Soldaienrat Groß-TreSdrn» auS und legen dit! uns übertragenen Aemter nieder. Dresden den 18 November wiz. gez Rühle. Vorsitzender. Die„Leipziger Volkszeitung", der wir diese Erklärung ent>! nehmen, bemerkt dazu: ES ist iedenfass« eine ganz eigenartige Auffassung, daß dit hoil laki Hai wer wer woj die hoil zu suchen. Wa« die Errichtung des HeimatschuheS Ost angelangt. Aevolukl-n" e'in Rkä'erngge'n'gÄoNÄ"««» >o wstd sse von den Hetzern a!S Boden für politische Betätigung! uorbereitele« TäuickungSmanöver fei. Vorbereitend haben d>t benutzt werden. ES handelt sich hier um eine AuSspielungl bürgerlichen Regierungen nur insoweit gewirkt, al» sie durcb ilstt der Voten kraae ara-n di- ne»- lo-iaiist.sck.- Re.! rcaklwnären Tendenzen, enrch Ausbeutung„nd politisch� o-cnsr a g e g e gen d i e n- u. s o z i a I i s. ische R e- �.�7�en Wederstand gegen die a.,e Ordnung verstärkte» gierung und eS w> nichts anderes als eine« ch u tz t r u p p e � � Ausbruch der Revolution ist aber„icku nach ihre»' ffl» die Reaktion in Posen. E» würden sich dort alle dick W„„sch llr,5 WiCen, sondern spontan auS den Volksmassen erkolgd Elemente verkriechen, die in Posen ibrc führende Stelle verloren l Jetzt gilt e«. das Errungene gegen die von der überraschte» haben. Diese Leute würden hier veriuchen. ibren antivolnischen> �swiialislenklasse geplanten gcgcnrevolntionären Anschläge z« Gefühlen srcien Lauf zu geben. Man sei hier MannS genug, um die Fragen der Sicherheit und de» Sck'utze»'«kbit in die Hand zu nehmen. Man würde Mittel und Wege finden, die jede poli- tische Tendenz ausschließen, die aber die Erha'tung der Ordnung organisieren und gclv�jrlcisten. Tie Polen stehen auf dem Standpunkt, daß die Fragen über die politische Zukunft Posen» nicht vorweggenommen werden dürfen, sonder» den Friedenskongreß beschäftigen müssen. Der Unterstaatsfekretär v. G e r l a ch, der an der Delegierten- versamuihing teilnahm, führte u a. au«, daß die Regierung cke Polensrage al« eine Frage der Zukunft be trachte. schützen. Da? aber kann nur geschehen durch eine �Zu samnienfassung aller wirklich revolutionäre» Kräfte. Jade Zersplitlerung schwächt»»serc Position. DeShal» bedauern mir den Schritt Rühle». Es wäre richtiger gewesen, tl hätie versucht, gemeinsam mkt den Vertretern vrr m Tozialdeinokratie die lauen rechtssozialistischen Elmient vorivärlSzu'reibcn. anstatt niit riner radikal klingenden Phrase einfach die Flinte in? Korn zu werfen." Wir stiminen unserem Leipziger Brickcrtssakte tzurckau« zu. Nichts würde unsere Stellung nielir schwäche», ßls Zer- splitiernng unserer Kräfte. Zersplsttening der klassenbewnv' ten Eleniente der Arbeiterschaft, die in schwerem.Kämmt ein mit Vi 'chss NIN Tr, ver ich.1 zne vätl keb! „ ssar u.wir gut Mo Arl �_____.... gegen die Halben und Lauen wi? gegen die vssenen Feind« Es handele sich hier lediglich um eine internationale der proletarischen Revolution stehen. Zerivlitterima unierK ' Kraste bedeutet nicht nur Verwirrung, sie bedeutet auw Frage, die a ttrafi i ie tu. n 4 long''j5 Störuiw der verantwertiingsvollen oraanisgtoiikchen Tätig' werden w,rd. Da, Selb., best.mmungsrech. der Völter wird auch P�tri zu eutfalten hat sie bedeutet nick! in b-zug auf Posen gewahrt werden. Keine nationale Mchrbeil mich Heinmnng der intensiven Agitation in de» soll unterdrückt werden. j Massen, die das Gebot der Stunde ist. Allen in dieser Tie Versammlung nahm zum Schluß folgende Nesolution an:! Nichtung wirkenden Kräften muß das Proletariat Einhalt .Die ReichSregierung wird ersucht, die unter der Bezeichnung � gebieten. Wir wollen keine oerschwomuiene EiiiigkeitS» ..Heimatichutz Ost" geplanten Maßnahmen u u v e rz ii g l i ch! komödie mit Leuten, die die Grundlagen des revolutionäre» r ü ck g ä n g i g«u machen, da sie ae-.one. sind. Rube und Fr.eden Klassenka»,pfcs wir stick när lan du, wei ist tön allc zeli ein im in der ProvinMiuf» schtvevste zu gefährden. Die A.- u. S.-Rälc der Provinz Posen sind durchaus in der Lage, in eininüt gem Zu- sammenwirh.m der bodenständ gin deutschen Soldaten, polnischen und jüdischen Soldaten und der übrigen Bevölkerung den vollen kein Hineintragen sektiererischer Spa l l u ngsbesl reb» ngen>» das klassenbewußte Proletariat. daS sich über die Haupt' fragen seines revolutionären Kampfes diirchans einig ist und diese Einigkeit durch die Ta t bewiesen bat. Hier beißt es für unsere Genossen: Wehret den Anfängen! Las ystel. Der Dirlag Paul Tossl.er st?llt un« da» nach- stehend« Kapitel zu dem in Kllrx« erscheinenden Buch- von Ren» SchicheU.Die Genfer Steife" al» Lorabdrustt zur V-stugung. Genf, eine dichte, wdße Siadt. öjfilet breite w"itze Ufer einem blauen Scc, der, auS gedrängter Bucht, fein letztes Wort finde: im Augenblick, wo er in ihre Anne stürzt. Das weiße Schiff, das den.Haren verläßt, öffnet Schleusen blauen Lichts, schwerbeladen mit Bläue kehrt es zurück. Die Segel ziehen perlende Netze hinter sich durch �ic Bläue. iLie Glockcniürme find Lichtuhren im Blauen. Ter Wind Hai alle Mühe, daZ Weiße vom Blauen zu sch lden. Fern, aber noch eininal ganz klar vcrl>aucht das weiße Echo des Moniblanr in der höheren Bläue. An eine», Tag wie heute fetzt der Mond auf da» Weiße im Blauen einen Punkt von Silber. Zum Glück ist der Saleve da, ein robustes FelSstllck, und sorgt dafür, daß die S.adt sich zusammciinimmi und Haltung bewahrt. Er kann sie nicht hindern, stundenlang in einem Aelh.'rranjch zu schwelgen. Zögernd betreten wir jedesmal da« Hotel. Es sieht au», al» satte» die Stäbe vorrückender und weichender Heere darin gehaust. Zuriickgcbliede« sind die Gebrandschatzten, die Entwurzelten, die flllchiliiige, die hin und her gejagten von Ebbe und Flr-t. Greise, >er«n Angcn es ausgegeben haben, in diesem Leben klar zu sehen. tiiioer, schon rnlschlosscn, es gar nickt erst zu versuchen. Aste Jrauen, die ihren Rücken wie einen Karren schlep'pcn. Man hört sie die Gänge enllangkeuchen oder in einem Klubsessel der Halle bor sich hinmurmcln. Dazwischen die Parasyten der Schulthanfeu» r id die'linkeren Leichenfledderer.£;e rollen, in allen Sprachen. da« R und pilegen Ioe.gr. veriraute G-ldtückr mit d-m Portier.! Und die Sl'ioiic, dir sich für Vvetanarck'sie« halten, e-rd Llisi«- j P'uicn, die. statt Almosen sür ihre Armen, vernr Rachrichtea lau».> »iel». Di« Kanaillepdie gcsicr» Pairiot hieß, nennt sich, eh»e den Beruf geivcchselt zn haben, heute Pazifist. Und jung" Wilwen, nach deren Sckileier die Slammgästc. peinlich berührt, die Hand hebe», ältere, denen sie Achtung n»d Miileid bez'ueen. weil diese ivedcr Neugierde noch Verlangen wecken. Auch troticn algst'se Büffrlsunge daher, gerettete ck« Schlachthof«. Andere, gebo ene Krieger, lagern bei ihren Schorbenküchcn, im Krei» um eine» Häuplling, dcsjeii Augen und Ohren unermüdlich rundum gehe». Schlecht ist von allen denen keiner, aber keiner will gut sein. Noch lebt in den weiten, teppichbelegten Räumen ein Nach- klang von Welt und Halbwelt. Am Abend versammeln Musiker sich mit ihren Instrumenten um den Flügel und schicken sich an. Ernst z» mache». Au» den Wände» lrclc» Frauen Sir setzen sich gleich. Sie erwarlen den Beginn des Bolls. Tie Hände l)aben sie im Schoß liegen, wie früher. Tie gepuderten Arme siird die Henkel einer Vase, worin ihre Brüste ruhen, die geschminkten Lipren hallen das Lächeln wie eine Papierblumc. Ihnen schreiten eut egcn eines Dicken Wulstbeinr, die bei,» Gehen gallertig beben, sie verjüngen sich in Sckulhen, deren plötzlich« Eleganz erstaunt. Ter Mann wird zur Statue, sobald er still steh!. Statur mit kecken Augen, die über einem aufivärr» gebogenen Schnurrbart seilipringen. Ter Maim ist r>n vornehmer Wegelagerer und BertraucnSmann de« Senat» im alten Venedig. Er hat eine» Haushalt in Mailand, einen andern in Rem. einen drillet Genua. Den Weg von einem zum andern führe» ihn Mädckw» des Lande«, mit denen er. als Kenner, den Wein der Gegend trinkt. In Venedig liebt ihn die Tochter des Prokuralor« bcimlick. Er will sich. nach dem nächsten gelungen«'' Streich, uurcrm Lorbeer mit ihr verloben. In Genf singt er, ersckülterut, auf den Plätzen, mit fröhlichen Auge» die Lachenden streifend, er singt nacht«, bei der Heimkehr, in der verdunkelten Halle de» Hoiel». Seine Mutier, eine kleine, gemengte Greisin, nrll einer verstaubien Wilwenbanb- die>ninier schiel!U'. verläßt ihn airfl fficirn«r liehen dlerbt, um zu stnm-.n, st:bi v« d>e.'«ben, l und ihr Kopf zittert, al» wäre er die Feder des Miisikwerkel«. Von hinten zeigt er ein Tonsur, aus die der Papst stolz wäre- Sie entrückt ihn, sowie er seinem Publikum de» Rücke» kehrt. Gesammelt silt In der Loge der Sonrierge. in bester Gc- snndheil»nd bcreit,. aufzustehen und die Mütze z» hebe» vo» dem Eßist, dessen Erscheinen den' Beginn der großen Saison ankündigt. Er prüft, mit rinem Blick, jeden, der eintritt, ob er vielleicht dieser Gast sei. Nitti Ent'üuschiiiig ist eS die ih» dann auf dcm Stuhl festhält, sonder» die Ecfnhrniig, daß der Eonrierge eines Welthotel» seine Krost sparen muß. will er c< bis zum Besitzer bringen. ftn Eri öer bei . iin! übc mil »Einige Schritte vor dem Mittagessen könne» nichi schaden"' sagt der berühm. e Parteimann. In der grell"» Sonne de« Onai du Montblanc schwankt unser Trupp hin und her. Bor dem Hau», au? dem die schwarzen Männer kürzlich den toten Hvd>cr getragen haben, bleibt er stchw Tie Hüte über den geröteten Gesichtern klettern die vier Siotk- werke hinauf. Dann schwimmt der Trupp langsam herum, eint verbraucht« Drehscheibe, und treibt den S>ai wieder heraus. C sind Sozialisten au« feindlichen Ländern, di» einander, zufällig- in Gens geirofsen haben. Alt« Bekannte. Sic erzählen, im Ton einer Beicht«, wa« seit Jahr und Tag in ihren Zeitungen zu lesen war. Darüber hinan» vertrauen sic rinander Gcheiniiusse an, au» denen hervorgeht, daß sie„gut nicht ander« gekonnt haben". Immer dieselben Geheimnisse. Dazu bleiben sie stchn und nicken. Brauen und Stirn hochgezegen. mit kleinen Kopfstößen einander bedcritniigSvoll in die wcitgeöffneten Augen. Ihr F!nstcrn versinkt im Gesumm der Fliegen. Si« gehe» erst weiter, nachdem sie alle wiederholt mil den Schultern gezuckt haben. Es ist dies eine Ari Absolution« die sie einander erteilen. an •st für doct sich für Einer von ihnen, der km Feld ein Beln a-oe-,-i. getan>cht Hai...■- die Hab wm wol tic MröskunN des Krieges und der Ambstu der Zr edensw Mai'. Vom Reicksumt für wirtschaftliche Demobilmachung wird uns flr'chricbcn: Tas Ziel aller Maßnahmen, die jetzt bei der Abrüstung getroffen werden, ist der Ausbau einer neuen Friedenswirt- schürst, der Anfang einer besseren Zukunft für alle deutschen Männer und Frauen. Wie in der deutschen Politik, so soll auch in der deutschen Wjrtsck?aft ein neues Loben beginnen. Was draußen verloren ist, soll in der HtTimat gewonnen sein. Das Wirllchaftsieben bedeutet eine Organisation, wie etwa ein? Maschine. Alle Teile iteben in einem inneren Zu- sammenbang miteinander. Wenn ein Rad falsch läuft,.aird der ganze Apparat gestört und in seiueni Arbeitserfolg in Frage gestellt. Jeder ist aber ein Glied in dieser Maschine und in dieiem Zusammenhang des ganzen Wirtschaftslebens. Die Auflösung des Heeres muß schon auS diesem Grunde in Ruhe und Ordnung vor sich jjehen. Jeder muß dabei helfen und hilft dadurch sich selbst, winer Familie und dem deutschen Vaterland. W_ Wir wissen alle, daß der Wirtschaftsgang sich in!>e- stimmteu Stufen abspielt. Zuerst müssen die Transportmittel richtig arbeiten, da- mit jsdeinmnn und jeder Robstoff dorthin gebrocht werden kann, wo die Arbeitsgelegenheit winkt— alio müssen zuerst alle jene Soldaten entlassen werden, die bei den Verkebrs- und Transportuntnnebmungen tätig waren und dort auch wieder eingestellt werden sollen Dann müssen Rohstoffe beschafft werden, wo immer in Deutschland sie gewonnen worden können.— Dein gemäß sollen die Bergarbeiter so rasch wir irgend möglich für ihre Arbeit freigemacht werden. Hierzu, wie üsterbnupt.zur A i rf rechte rlwl tu ng unseres ganzen Lebens ist Elektrizität, Gas und Wasser»nentbehr- lich. Deshalb müssen auch dafür die Avbeitskräfte gestellt «Verden. Biete können nicht ohne weiteres eine Arbeitsgelegen- hoit finden. Die Arbeitsnachweis« und die ganzen Organi- 'ationen der Arbeiter wie auch der Arbeitgeber müssen des- balb möglichst rasch für die großen Austtcben acrüstet werden, für die sie bei der Rückkehr der Soldaten aebraucbt werden— die Angestellten dieser Organisation und Nach- weise niüsten daher ihre Tätigkeit aufnehmen können, che die Arbeitnehmer in der Heimat passende Au.itZgelegen- beit',u angemessenen Bedinmingen finden können. So ist eine gleichzeitige Entlassung von allen oder gar ein willkürliches Weglaufen von der Truppe unvereinbar mit ihren eigenen wichtigsten Bedürfnissen. Unser ganzes Wirtschaftsleben käme durcheinander und sie würden anfZ ichwerstc selbst darunter leiden. Selbstverständlich wird nie- niand entlassen, de-- noch nicht entlasten werden will: die Duipp? wird für ibn noch weiter sorgen. Ebenso selbst- verständlich»"rden in jener Reiben tolg«1, wie der Wirt- Aszstsbetrieb sie erforderlich macht, die älteren Jahrgange zuerst und die jüngeren später entlasten werden: Familien- oäter triider nt§ ledige Männer. Es wird nn Arbeitsgelegenheit in Teutschland nicht keblen. Die Arbeitgeber haben sich den Arbeitnehmer-Or- ,, gonisationen gegenüber schon bindend verpflichtet, alle ihre �Jrüheren Arbeiter und Angestellten, wenn sie es wünschen, >. wiccicr in der gleichen Stelle einzustellen. Jeder tut daber mit. wenn er sich nach der Entlassung an den Ort begibt. wo er vor dem Krieg? beschäftigt war und bei seiner alten Arbeitsstelle nach Beichältiauna fragt. Wer nicbt in seine alte Arbeitsstelle zurückkehren will, wird dazu in keiner Wei'e gezwungen. Wer neue Arbeit sticht, wende sich an den Arbeitsnachweis, der ibm am nächsten liegt. Es ist dastir gesorgt, daß über aanz Deutsch- >and die örtlichen Arbeitsnachweise miteinander in Verbin- düng stehen. An ieder Stelle weiß also jeder ArbeitSnach- weis, wo etwa ArbeitSakleaenbeit noch unbesetzt ist. Voraussetzung kür einen richtigen Gang dieser Maschine ist aber, wie immer wieder betont werden muß. daß die Auf- lösuna des Heeres in Rnbe und Ordnung»nd nach den allgemeinen Vorschriften und Plänen sich abspielt. Der ein- zelne muß sich dem gainen unterordnen. Alle für einen. einer st'ir alle— das iei die Lostingl Besonders ist zu warnen, sich mit Gewalt in die großen Jnduslriebezirke zu drängen, wo die Schwierigkeiten der Ernährung»no Unterkunft— wie alle wissew— besonder? groß sind. ES wäre auch unklug, nur in Großbetrieben nach Ar- beit zu fraaen. Die Arbeitsgelegenheit auf dem Lande und .Unter unS: über die Pazifisten spotte ich nicht mehr. Die sind nickt»nr die Tbcologen geblieben, die sie waren— darin über treffen sie u»t nicht— sondern si« haben, konsequenterweise, mit den Grundsätzen auch ihre Pantoffeln anbehalten.' Alle lachen. Dann beginnt einer eine vermchtende Rede gegen die Utopie. Zeich lkrachtiittfen. �lhr Herren Dichter und Denker, die ihr bis zu dem Zu- ammentiruch zu immer neuen Morden hetztet,— die Revolution ist tcin Schauplatz für eure Ha.leliuSsprünge und VcrwandlunHS- für''-' • Hütet euch vor Menschen, die noch so okt purzeln sännen»nd doch immer wieder, gleich Ttehausmänuchen nach allen Seiten sich verneigend, sich wieder aufrichten. » Wie manche» demokratische Herz fühlt jetzt schon auS Angst für seinen Klubsessel reaktionäre Anwandlungen. » Etliche Politiker gleichen gräßenwahiisinnigen Wetterfahnen, die glauben, den Wind nach ihrer jeweiligen Richtung gedreht zu haben. ■» Als das Kind d«S..PiitschiSniu»' sich zur Revolution auS- wuch», llatjchteu viele Beifall, die eS tagS zuvor noch erwürgen wollten. * Proletarier oller Länder, wenn ihr euch nicht bald vereinigt, sich die Geldschränke eurer Untcrdücker. Brunn Schönlank. in den kleinen Betrieben ist vielfach günstiger. Für gute Löhne und Arbeitsbedingungen wird in Stadt und Land, in Groß- und Kleinbetrieben gleichmäßig gesorgt. Geweik- schgsten und Arbeitgeber-Organisationen arbeiten— eine wichtige Errungenschaft des Krieges!— Hand in Hand mit- einander. Nock, einmal sei es gesagt: Wenn die Abrüstung in Ruh? und Ordnung vor sich gebt und niemand auf eigene Faust handelt, dann wird auS dem Kriege neues Leben rasch erwachen. Ter Friede wild nickst nur Leben und Ee- sundheit sichern, sondern auch Freiheit und Wohlstand bringen. Und die Kirchensteuer? Herr Otto Lehmann-Rußbüldt, Vorsitzender des Komitees.Konfessionslos', schreivt unS: Die jetzige preußische Regierung hat am 14. d. M., unter- zeichnet Brcilscheid-Sübckum, verfügt, daß die bisherigen Steuern und Abgaben unverändert weiter bezahlt werden müssen. An sich ist dagegen nichts einzuwenden, auch zunächst grund- sählich nicht? dagegen, daß auch die Kirchensteuer so behandelt werde. Aber da die Art der Verwendung der bisher erhobenen Kirchensteuer einen vollkommenen Ausnahmezustand darstellte, so muß auch die Fagc, wie von jetzt ab die Kirchensteuer verrechnet wird, geprüft werden Die Kirchensteuer wurde nämlich vom Staat eingezogen, darauf den Kirchengcmeivden überwiesen, ohne daß die Kirchen in einer Zentralinstanz öffentlich über die Ver- Wendung der Kirchensteuern Rechnung legten. Das Komitee.Konfessionslos' hatre vor Ausbruch des Krieges die Frage angeschnitten:.Was kostet und was le'stet die Kirche?' Es lag darüber eine solche dicke Finsternis, wir sie während des Krieges über die Verwendung der Milliarden für die HcercSverwaliung gelagert hat. Dr. Adolf Fellmcht hat IstlH da» einzige in Betracht kommende Werk darüber �geschrieben: ..DaS kirchliche Finanzwesen in Deutschland', worin er beklagt, daß nich'S Genaue? darüber zu sag'n'ei aus Mangel einer eingehenden Statistik. Er sagt:»Hier wirkt eine allerdings historisch unschwer zu erklärende Scheu vor der vsfent- lichen Preisgabe der Verhältnisse entgegen, die namentlich und nicht mit Unrecht der katholischen Kirche nachgesagt wird.' Ich will heute auf die Frage des Vermögen» der Kirche nicht eingehen, sonder» nur auf die der laufenden Kirchensteuer. Vis I9lK) war darüber nichts bekannt, w'vviel Kirchensteuern überhaupt in Deutschland aufgebracht werden. Anläßlich der Reichs- finanzreform veranstaltete die Renlstregierung eine Rundfrage an all« Kirchengemeinden, deren Ergebn S die Feststellung einer Summe von 6S23llgZZ Mk. für 1907 war. Die RcichSstafistil be- owrftc aber ausdrücklich, die Gefamieinnahmen der Kirchen wäre» vielmehr erheblich höher, scdoch ließ« sich ihre Summe ,ii cht«innial schätzungsweise angeben! Das sagt die Reicbsstatistik! Aul Grund dieser Statistik hatte das Komitee ..Konfessionslos' die Kirckeniteiicrn für 1918 In ganz Deutschland, d. h. für Katholiken und Protestanten bei gleicher prozentualer Steigerung, aus IIS Millionen Mark geschätzt. Die kirchl'che Presse, so der..ReichSbot:', beklagt»' e» damals in spaltenlaugcn Artikeln, daß das Komitee«KonsessionSsoS' sich n den Dienst der»urück. kehrenden Studenten und der neuen sich darbietenden Ausgaben der Volksbildung zu stellen bereit sind. Bei den besonderen Verhältnissen der Universität Berlin ist es selbstverständlich, daß viele Lehrer eS für ein Gebot der Würde und Aufrichtigkeit halten, ihre bisherige Anhänglichkeit an die glorreichen Traditionen d?Z bisherigen Staatzs nicht zu verleugnen, und bor allem den Schmerz über den Vertust großer Güter empfinden, aber allesamt sind sie bereit, sich bedingungslos in den Dienst der Ordnung, einer restlos hingebenden Arbeit für unsere Studenten und für die neuen UntvrrichtZausgaben zu stellen. Ebenso selbstverständlich ist es aber auch, daß eine andere �Gruppe von Lehrern die aufsteigende neue Ordnung der Dinge als mit dem humanen und freien Geiste der Wissenschaft verwandt Empfindet und nur den einen Wunsch hegt, die bevorstehende neue Ordnung mit den besten Ueberllelerungen des deutschen Geistes seit Kant und Fichre, Schiller und Goethe zu durchdringen, sowie bei der Lösung der gewaltigen sozialen Zukurutsaufgaben an ihrem Teil« mitzuwirken. Alle sind daher praktisch einig in dem Entschlüsse, dem Geist der Ordnung und der Pflicht für da? Gan-e zu dienen, und erwarten in dem Volksstoat? der Freiheit vor allem die Freiheit und Unabhängigkeit der Wissenschaft, die wir selbst anzuerkennen und zu bestätigen für unsere erste Pflicht basten und durch die wir hoffen. Ursprüngsichk-it urid Frische der deutschen Wissenschaft zu steigern und zu kräftigen. Bleibt der Geist lebendig, dann ist nichts verloren. Professoren und Dementen der Ilntversttät Berlin. Der Rektor: Seeberg. ' Jer Mckmnrsch der deuZschen Truppen. Nach einer Meldung-ms Frankfurt a. M. entwickelt sich der Rückmarsch an den drei dortigen Bahnhöfen ohne größere Störungen. In der Hauptsache handelt«» sich um einzelne durch» reisende Militärpersonen. hilfsdienstpflichtige Frauen und Jugend- liche aus der Etappe. Am 19. d. M. wurden etwa 58 000 Personen mit der Bahn wcitcrbefördert. Vom Roten Kreuz wurden 14 000 Vcrpjlegungsportionen ausgegeben. 52 Schulen hat d:e Frank- surter Behörde zur Unterbringung der durchreisenden Soldaten bereitgestellt. Düsterer klingt ein« Meldung der deutschen Waffenstillstands- kommission in Spaa, wonach sich infolg« des aufgezwungenen üb. rstlten Rückzuges die Mr. rschs-twieri gleiten de? deutschen Heeres, trotz bisher günstigsten Wetteri vermehren. Di« Fran- zo'en scheinen sich auf kestie Verlängerung der RäumungZfristen einlassen zu wollen. Die Katastrophe, d. h. Auflösung des Heeres, zügelloses Zurückströmen.unter Plünderung deS Landes, be- wasfneter Widerstand gegen den nachrückenden Feind können jeden Tag eintreten, namentlich, wenn schlechtes Wetter kommt. Tagung der Zs-daleurAß des Gsrdeksrps. In der am 20. November in HaverlandS Gesellschaftssäleir rinde rufenen Versammlung der SoldaienrAe vom General- .ommando de? Gardekorps kamen allerlei Klagen gegen den Voll- ziigk-.AuSsch'Uß zum Ausdruck. So finden in Charlottenburg zu- rncklchrcnde, verwundete Krieger keine llntetkunst, ohne daß durchgreifender Wandel geschaffen wird. In Verlin ist noch immer nicht die Frage der rückständigen Löhnung, der Oekleiduwi und Verpflegung zufric,deii.slcllend geregelt. Auch der Aufruf der neuen Reg erung, dem zufolge die Offiziere weiter ibre Wosfen t vagen sollen, gab zu Mißstimmung Anlaß. Davon konnte auch die später« Unischreibung dieses Aufrufs irichtü�än- dern. In vielen Aemlern üben die Offiziere ihre alte Macht aus, besonders im KriegSministermm. Bezeichnend ist die An- o�nung di'S Obersten H a h n k e vom KriegSministerium zweck? Bildung einer Heimatschutzarmee Ost. Mißlie- big« Leute werden immer noch strafvcrseht. Im Lande gellen noch Immer die Verfügungen des.alten Kriegsministeriuins und der früheren GeneralkonimanidoS. In der am Donnerstag statt- findenden Sitzung der gesamten So&datenrSte werden die Anträge vom Marineamt erledigt werden. Au» Potsdam wurde der Versammlung mitgeteilt, daß alle» niherlau senden Gerüchte über di« Besehung der Sldaten- /äte durcb die Offiziere auf Unwahrheit beruhen. Der Sol- datenrat besteht ans 7 Mitgliedern der Uiiabhängigen Sozal- demokratischen Partei und 4 Vertretern der Sozialdemokratischen Partei. Unter den 20 bis 23 im Soldatenrat amtierenden Sol- daten befindet sich nur ein Offizier, der d.e Interessen der Re- volution voll und ganz vertritt. Vp'gMftnachun? des A.-«. S.-Mes Mswm. Der Arbeiter- und Soldatenrat in Potsdam teilt mit:„In der Berliner Zeitung„Die rote Fahne' wurde am 19. November 1915 behauptet, daß der A.» u. S. Rat Potsdam bis auf zwei Mit- glieder ans bock'entölen Herren zniammeugeseßt ist, d'e nickst geeignet wären, die Interessen der Arbeiter und Soldaten voll und ganz wahrzunehmen. Der Potsdamer A- u, S. Nat gibt bekannt, daß der gesamte Rat nicht ein einziges Mitglied an? Adcl�kreisen oder ans Kreisen aktiver Offiziere aufweist. Schon am ersten Tage der Neuordnung erkannte der Vorstand des A.- u. S, Rates, daß den dringendsten Ansprüchen der Potsdamer Garnison und den auswärtigen hier zusammenströmendeli Militärpersonen auf Entlassung, Verpflegung und Unterkunst nur genügt werden tonnte, wenn ein geschnltcS Personal sich zur Mitarbeit zur Ver- fügung stellte. Sollten nicht Unruhen und Plünderu"�» einreißen, so mußte der Vorstand zugreifen nach den sich bietenden Kräften. Diese Kräfte, vorwiegend Potsdamer Offiziere, hat er unter seiner Leitung und nach den mit den Obmännern der Truppenteile durchbera.cncn Richtlinien arbeiten lassen, ohne sie in den A.- u. S. Rat aufzunehmen. Soweit jetzt nach Bcfricdi- gung de» ersten Ansturms der Soldatenwünsche sähige Mann- schaflen sich z«r leitenden Mitarbeit melde», sollen vom A.- u, S.» Rat Berlin iEcneralkommando) zur Verfügung gestellt werden. Der Potsdamer A.» u. S-Rat will hier keine OffizierS-Sammel- stelle haben. Er will mithelfen, die Segnungen der Umwälzung zu erhalten und auszubauen.' ein inler ssan'er Kslrsfeiibc'es. Ter„Verglichen Arbeiterstimme' wird folgender Brief zur Ve>iü»»»g gestellt, dcc sich auf Geschehnisse vom 3l. Oktober de- zielst und siir die Geschichte der Mairoic»- und Soldalenmeuieret und damit der Rcvcstntio» von großem Interesse ist. .... Hvisciitlich toinint dieser Brws nicht sti»»reckte Hönde Also es sind große Dinge passiert bei der laiseriichen Ma- rine. Sämtliche Linicnschijfc vnd Panzerkreuzer meutern. Viel- leicht kommt auch Euch etwas zu Ohre», aber ich werde e» Dir hie, klar und deuilich mitteilen. Wir waren mit uiisrer Floitille eine Zeitlang draußen und halten in der Nordsee aufgeklärt, Ivnrcii versa irdene?.>kale mir dem Engländer zusaminen und ""•t'".-■■■ r'1„zeiche», daß etwas im Gange war. Pg'Wche NsSirichlen. ?iis wir nun vor einigen Tagen einlaufen wollteR, sayen l scnmnlung. Da? Gebot der Stunde aber hteh: Beitritt der ar» wir, daß vor der Wilhelmsbavener Einfabrt die ganze deutsche I beiten-den Jugend zur„Freien Jugend Groß-Berlin".(Jugend- Flotte mit sämtlichen großen Schiffen und Torpedobooten vor Sekretariat: Schicklerstr. ö, Hof 2 Tr.) Anker lag, und wir mußten uns ebenfalls dorthin legen. Alles war erstauni, niemand wußte Genaues. Plötzlich hieß es, der Flottenchef will in der deutschen Bucht Flottenmanöver machen. Auf den plumpen Blödsinn f:el natürlich keiner lfcrein. Man bedenke ober auch diesen Unsinn, jetzt mitten in der Ärisis—„... c** t« ein großes Flottenmanöver abzuhalten. Telegraphen- und Fernsprechverkehr mit dem früheren Der erste„Seellar"-Befehl war nun auf Mittwochnacht fesi-. Generalgouvernement Warschau ist eingestellt. gesetzt worden, wurde dann aber plötzl ch auf Donnerlsz verlegt. Bevorstehende Lohnkiimvfc in Amerika, �.aut„Nieuwo mo. er- Wir auf den abseits lisgenden Booten wußten nicht, was los war, damsche Mourant" meldet ,,�nlh Telegraph aus.llcw flott, �.ne man hörte wohl etwas munkeln, von Meuterei und Ausruhr, aber Erklärung von Gompers, daß die amerikanischen Arocr.er n m s man glaubte es nicht. Gestern hieß es nun plötzlich:„RL7" und Aintcrlassen werden, um die zetzigen hohen �oäne unö � kurzen „Lll2"(ein anderes Boot von uufrer Halbflottille) stehen von Arbeitszeiten be'.zubehalten,.>at das amerikanische Kapitals be- 8 Uhr an zur Verfügung. Chef des l. Geschwaders." Wir gingen unruhigt. Tic verschiedeneu G' a�tsleute werden sich Benrebun- um 8 Uhr längsseirs von S. M. S.„OstfrieLlano", worauf sich gen, die jetzigen Löhne und Arbeitszeitien beizubehalten, ernstlich der Chef des 1. Geschwaders befindet, de: �ann bei uns au Bord widersetzen._...., �...... c�nr�n stieg. W r wußten nun noch immer mcb*. waS wir von der Die Lebensmittel anfuhr. Es sind jetzt«chiTTe mit LOCOOJ ganzen Sache halten sollten, bis dann unser Halbslattillenches die! Tonnen Lebensmitteln für Frankreich Belgien und ganze Besatzung im Wohndeck antreten ließ. Dann hat er nn«. Oesterreich nach Europa unterwegs. Tie«ch nie fadren mlt vereine Rede gehalten, die ich in meinem Leben nicht wieder der- stegelten Befehlen nach Gibraltar, Bristol u nd d? Kanalbaien. gessen werde. Es wäre eiwas Trauriges passiert, auf allen Ge schwadern hätte die Besatzung verschiedener Schiffe den Gehör- sam verweigerte. Als die Flotte auslaufen sollte,, hätten die Mannschaften den Feuerlöschapparat angestellt, so daß in allen Kesseln das Feuer ausging. Bei jedem„Seeklar'-Befehl hätten sie dasselbe gemacht und infolgedessen das Auslaufen der Flotte verhindert. Man frante sie nach dem Grund, woraus sie ant- warteten, sie� würden sonst keinen Befehl verweigern, aber unter keinen Umständen auslaufen. Sie wollten den Verzweiflungs- kämpf der deutschen Flotte nicht mitmachen. An höherer Stelle sagte man sich, elje wir die Flotte ausliefern, setzen wir alles auf eine Karte. Lieber lassen wir alles kurz und klein schießen, ehe wir dem Engländer uni're schöne Flotte ausliefern. Und wie auch der Kommandant S. M. S.„Thüringen" sagte:„Wir feuern unsre letzten 2000 Schuß und wollen mit webender Flagge untergehen." Darauf haben sie(die Soldaten) zu ibm geiagt, er solle«lleine losfahren und nun ging der Krach los. Auf„Thüringen" und „Helgoland" vom 1. Geschwader war es am schlimmsten. Die Meuterer hatten sich im Vorschiff verhacrUadiert. Auf„Helgoland" hatten sie drei Geschütze besetzt. Die Rede, die unser Halb- flottillcnchcf hielt, kann ich hier nichf ausführlich schreiben, er teilte uns nur mit, daß wir vom Befehlshaber der Torpedoboote dazu bestimmt seien, hier wieder Ordnung zu schaffen und, sallS es die„Pflicht" erfordern sollte, müßten wir die Waffen gegen die eigenen Kameraden erbeben. Wie uns zumute gewesen ist, kann ich keinem Menschen erzählen. Wir machten unsre Maschinen- gewebre, unsre Geschütze und Torpedos klar und fuhren etwa bis auf 200 Meter an die„Thüringen" heran. Inzwischen war aus Wilhelmshaven ein Dampfer mit 280 Marineinfanteristen ein- getroffen, die die Aufruhrer wegtranvportteren sollten. Fallö sich nun die'elben weigern sollten, den Dampfer zu betreten, sollte „B 07" dazwischen schießen. Lieber Papa, wenn Du wüßtest, w'e eS mir zumute gewesen ist, als wir die Kanonen auf unsere Kameraden gerichtet hatten, welche ohnmächtige Wut ich hatte. Was sollten wir auch machen, es kam sa alles so plötzlich, keine Perständigung mit anderen Booten, keiner, der uns den Rütten deckte. Aber wir hofften ja immer noch, daß die Sache gut ablausen könnte. Endlich nach einer Stunde gaben die Aufständischen ihre Sache auf und zeigten durch die Bullaugen die Rote-Kreuz-Flagge. Sic ließen sich dann, ungefähr 000 Mann, ruhig au Bord deS Dampfers bringen. Uns fiel ein Stein vom Herzen, es hing an Haaresbreite, und wenn wir auch niemals auf unsere Kameraden geschossen hätten, auf uns waren von der„Helgoland" drei IS-Zeniimctcr-Gcschütze gericbtel und wenn nur ein Schuß von uns gefallen wäre, von„B 97" wäre kein Holzsplitter mehr übriggeblieben. Ich werde den 3l. Oktober in meinem Leben nie vergessen, eS war tausendmal schrecklicher wie bei Oesel oder im Kanal. Auf der„Helgoland" und den andern Schiffen hatte sich der Tuuätit inzwischen etwas gelegt. Den Zweck haben sie ja erreicht, die Flotie wird in der nächsten Zeit nicht awSltrosen, und wenn wir jedenfalls auch darunter leiden müssen, aber unsre Zeit kommt bald oder der Friede muß bald kommen. Sonst machen vir ilm uns selber. Die Marine macht nicht mehr mit— wenn »ur die Armee und da? Volk bald folgt. Heute liegen wir noch) in Wilhelmshaven, morgen schon gehen vir nach einer andern StationsbasiS, wahrscheinlich Brunsbüttel im Kmser-Wilbelm-Kanal. So, lieber Papa, das ist nun, was ich Dir vorläufig mitteilen kann. Beunruhigt Euch nicht, Wenns auch etwas drunter und drüber gebt. Totschießen lassen wir uns sticht mehr die letzten Tage." Die Urbergabe von Strasburg. Aus Straßburg wird tele- graphiert: Die Räumung der Stadt ist nabezn beendet. Die Vorverhandlungen mit der Entente z-uni Zwecke der lieber- gäbe sind bereits im Gange. Der Soldatenrat löst sick bei der Besetzung der Stobt auf. Nur der Arbeiteriat wird be> stehen bleiben und sich neu konstituieren. Ucberall herrscht Ruhe und Ordnung. Groß-verlin. Lov der Zagend vernrle lk. Schneller als erwartet werden konnte, ist der abhängigen Jugendbewegung, der„Arbciter-Jugend", von der Berliner In- ge»d das Urteil gesprochen worden. Unter dem Schutze des Be- lagern ngszilstandeS batte man aus jener Seite die oppositionelle Jugend, die den Patriotismus und das Kriegs- und Sieges- geheul der Schulz-Ebert-Zentrale und ihrer Zeitung„Arbeiter- Jugend" nicht mitmachte, mst den schofelsten Mitteln bekämpft. Die oppositionelle Jugend, die sich während des Krieges iin I»ge ndbi I du ngsver ei i. später bei dem Zusammenschluß der beiden oppositionellen Richtungen in der„Freien Jmend Grvß-Berlui" zusammenfand, lieg sich in ihrer Arbeit nicht irremachen. Und heute hat sie die Genugtuung, daß ihre Grundsätze sich durch- gesetzt haben. Am Sonnlag versuchte die bisher kriegSbegeisterte Durch- Halte-Juycndbewcgung. der„Verein Arbeücr-Jugend", toi der Berliner Juacnd Geschäfte zu machen. Er hatte nach den So- phiensälen eine JugendoersammluiU einberufen mit dem Thema: -„Das Gebot der Stunde". Das Referat hielt der berüchtigte Heilmann, der früher nickst genug fremde Länder anncktie- ren konnte, der aber heute, man höre, die deutsche Revolution feierte. Dem Manne wurde denn auch von den jugendlichen Tis- kussionSrednern dafür ganz derb mitgespielt. Hieb auf Hieb sauste auf diese ü Verräter der Arbeiterklasse hernieder. Und dem„Verein Arbeiter-Jugend" ging es für seine Erziehung der Jugend zum Durchhalten n cht besser. War die Anficht der Vcr- sammlung im Anfang noch zweifelhaft. ,'o zeigte sich am Schluß Die Bankbeamten im revolutionären Deutschland. Ueber dieses Thema sprach im überrüllten großen Saale der Gemania-Prachttäle Genosse Dr. Rudolf Breitscheid. Folgende Rc- solution wurde«instimmig angenommen: Die im überfüllten großen Saale der Germania-Prachtsäl« stattfindende Versammlung der Bankbeamten Groß-Berlins bekennt sich nach den Referenten Breit'ckeid. Marx, Emonts be- geistert zu der Revolution und ihren politischen Errungenschaften.- Sie begrüßt den Sturz des Obrigkestsstaates und erklärt sich gerne und freudig bereit, Schulter an Schulter mit der Arbeiterchast das Errungene zu verteidigen, dem Siegeszug der Arbeitnehmer zu weiteren Erfolgen zu verhelfen. Als Arbeitnehmer des Bankgewerbes erkennen die Ver- sammelten in wirtschaftlicher Beziehung nur in dem A. l l g c- »leinen Verband der Deutschen Bankbeamten ihre berufene Interessenvertretung gegenüber den Volksbeauftrag- ten und Betriebsleitern. Sie erwarten von dieser, ihrer Organi- sation, daß sie im engsten Einvernehmen mit der Regierung und der Exekutive der Boltsb�auftragten unverzüglich daran geht, die Programmpunkte der Gewerkschaft zu verwirklichen: 1. Steigender Anteil der Arbeitnehmer am Ertrage ihrer Arbeit, 2. Schutz der Arbeitskraft vor Ausbeutung jeder Art, 3. Sorge der Gesamtheit für die durch Konjunktur und Zeit- ereignisse arbeitslos Gewordenen, 4. Auslchüsse aus de» Reihen der Arbc'inehmer, die imstande sind, das Arbeitsvertragsvcrhältnis vor aller Willkür zu schützen. Von den Bankleitungen erwartet die Versammlung lleber- einstimmuiiH mit ihr dahin, daß es die schaffende Arbeit ist, die das Kapital- zu Leben und Bewegung befruchtet. Auf der Grund- läge dieser Erkenntnis wird zwischen gewerkschaftlich organisierten Bantangestellten und den organisierten Betriebsleitern eine baldig« Verständigung über die Politik erwartet, die dem Gewerbe, allen in ihm werktätig Schaffenden und damit auch der gesamten Volks- Wirtschaft zu neuer Blüte verhelfen soll. Es lebe die organisierte Arbeit in der freien deutschen Volks- republik!- Der Pelzmantel in der Fernsprechzelle. Für ein kleineres Berliner Konzeii-Eafti war eine Gehilfin aiinenommen worden, die bc-.m. Anii tt unter anderem einen Pelzmantel mitbrachte. Als sie die Schwester der Inhaberin fragte, wo sie den Mantel hinhängen könnte, wies ihr diese die Telephonzellc als Aufbewahrungsort an. Tie Gehilfin tat. wie ibtt geheißen, und noch am Abend desselben Tagee. hatte der schöne Pelzmantel einen anderen L ebhaber gesunden. Die Folge davon war. daß die geschädigte Gehilfin Ersatz des Mantels von der Be- klagten vor dem Berliner Gowerbegericht verlangte. Die Inhaberin des Lokals bestritt zunächst den Wert de? Bekleidung»- stücke? und bestritt im übrigen ihre Haftpflicht. Wenn sich die Klägerin an sie gewandt hätte, daiin hätte sie einen großen Karion angewiesen bekommen. Aus diesem Karton, der unter dem Buffett stehe, sei noch niemals etwas fortgekommen Vom Gericht aufgefordert, Beweis über den Wert de? Mantels berzutbrinaen, etwa durch Nennung des Verkäufers oder Ueberreichung der Rechnung. erklärte die Gehilfin, das sei ihr unmöglich; der Mantel sei ein„Gelegcnhe rskauf", der in einer Konditore zustande- gekommen sei, und den. Namen der Verkäuferin wisse sie gar nicht. Das Gcwervegericht hielt einen Anspruch auf Schadenersah dem Grunde nach für gerechtfertigt. Die Höhe des Schadens habe aber Klägerin noch zu beweisen. Es wird ihr aufgegeben, noch Beweis« dafür zu erbringen. Die Klägerin habe„überaus leicht- fertig gehandelt, wenn sie etwas von Wert in die Telephonzelle hänge, aber auch ein Karton sei kein genügender Schutz vor Diebstahl. Der Gehilse könne einen verschließbaren Raum verlangen. Meldepflicht für gewerbliche Berbraucher von Kohle. Der NeichSkommissar'für die Kohlenverteilung hat durch Bekanntmachung vom 0. November(Reichsanzeiger Nr. 272) für die gewerblichen Verbraucher von mindestens 10 Tonnen Kohle, KokS und Briketts monatlich die Meldepflicht für Dezember erneut ausgesprochen. Wichtig in der neuen Be- kanntmachung ist, daß der Bezug von Brennstoffen straffer als bisher an die Einreichung der Meldekarte gebunden ist. D!« Anpassung der Bestimmungen a» die Bedürfnisse der Demobil- machung wird auf einem besonderen blauen Zettel erläutert, Der neue Polizeibevollmächtigle für Berlin-Wilmersdorf. Wie der Arbeiter- unp Soldatenrat Berlin-Wilmersdorf mitteilt. ist gemäß der Besprechung und der dabei getroffenen Ab- machungen mit dem Vertreter des Ministers des Innern, Ernst, und dem Berliner Polizeipräsidenten Eichorn, die am Sonntag, den 17. d. Mts., im Berliner Polizeipräsid'um stattfanden, als Beigeordneter des Polizeipräsidenten von Berlin-Schöneberg für den Bezirk Berlin-WilmerSborf der militärische Volksbeaustragte, Kamerad Schulz, gewählt worden. Er hat seine Funktionen eines Beigeordneten bereit? übernommen und ist zur Eni- gegennahme von Wünschen und Beschweroen täglich von 11—2 Uhr im Zimmer 132 des Schöneberger Polizeipräsidiums zu sprechen. Lebensmittelnachnchten. Auf Abschnitt 72 der allaemeinen Lebensmittelkarie der Stadt Berlin entfallen 100 Gramm Grieß, aus Abschnitt 73 derselben Karte 100 Gramm l o s e Suppen, ferner aus Abschnitt 22 der LcöenSmittelkarte für Juacndiick« 100 Gramm W e i, e n m e h l und auf Abschnitt 23 derselben Karte 100 Gramm Graupe oder Grütze. Der Preis für Grieß beträgt 48 Pf., für Graupe oder Grütze 44 Pf. je Pfund. Me Abschnitte sind in der Zeit vom 21. bis 23, November 1918 in den Kleinhandelsgeschäften abzugeben. Frau Minna Eaner ruft im Auftrage deS Vereins Frauen- wohl Groß-Berlin. Ortßvercin des Deutschen Frauenstimmrechts» bundeS, zum Sonnabend, den 23. November, abend? 3 Uhr, im Rheingold, Bankettsaal, eine Versammlung ein. D r. phil. Helene Stöcker wird über: Frauen— Freiheit—Friede— sprechen. Revolution und Kirche. Der Bund der KonfessivnSloson de»- anfdaltct am Freitag, den 82. November, abends 714 Uhr, in den Prachtsälen des Westens, Spichern Straße 8, eine öffentliche Versammlung über das Thema: Revolution und Kirche, die mit Ansprachen von Frau Dohm-Schuch sowie der Herren Professor Dr. Holde, Redakteur Dr. Mifchle, Schriftsteller Emil Unger, Dr. G. Zepler eröffnet wird. Beim Einbruch ertappt und erschossen wurde in der vergange- neu Nackt der 24 Jahre alte Soldat Draß, der aus dem Militär- gefängniö in Burg bei Magdeburg entwichen war und"ch seitoem in Groß-Bierlin nmhertricb. Eine SicherheitSPatrouille des A.- und S. RateS überraschte ihn, als er aus dem Gelände an der Knesebeckstraße dabei war,«ine erbrockene Laube auszuplündern. Der Ertappte leistete tätlicken Widerstand. Die Patrouille war gezwungen, von ihrer Schußwaffe Gebrauch zu macksn, und ein« Kugel traf de» Einbrecher so sckwer, daß er t o t zusan/nenbrach. Ruf einen flüchtigen VahnhofSkomw.andanten wird in Berlin gefahndet. Der BahsthosSkommandant Möller in Kassel, der vom A.- und S.-Rat dort eingesetzt war, wurde von diesem unter dem Verdacht der Veruntreuung seines Amtes enthobcki. Er ercriff bie ■Flucht und nahm auch noch Papiere mit, die er jetzt wahrscheinlich zu unlauteren Zwecken benutzen wirb. Gewisse Anzeicken lassen Saraus schließen, daß sich der Flüchtige nach Berlin gewandt hat. daß die ganze Versammlung fast einmütig der„Freien I«- der den bei den bekannten Stellen(Kriegsamt-, Ortskoblen ge n d G r o ß- B c r l i n" zujubelte. Entsetzen packte die Ver- � oder Kriegswirtschaftsstellen) erhältlichen Meldekartenheften vor sammlungSleitting über diesen Erfolg. Hoilmann flüchtete vor � geheftet ist. Schluß und überließ seine Getreuen dem Gelächter der Ver- l 1■ Litzle Rachrichlev. Sie Schweizer V«r!ei. Bern, 20. November.(Meldun-g der Schweizerischen Depeschen-Agentur.) In Zürich findet am t. Dezember der Schweizerische Sozialdemokratische Parteitag statt, der sich mit der Besprechung deS Landes st reikeS befassen wird. Am 21. und 22. De- zember wird ein allgemeiner Schweizer Arbeiterkonar-st gehalten, UIN das weitere Borgchen der Arbeiterschaft zu be- sprechen. Kegen. den Genossen Nationalrat Dr. Affoltcr. Mitglied der Solothurnischen Kantonregierung, ist das Aus schlußverfahren eingeleitet worden wegen seiner Weigerung, den Aufruf zum Landesstrcik'zu. unter- schreiben. �. Sag Sutzekenland. Wien, 20. November, Tropvau fand die konstiiuie- rende Sitzung der Provisorischen Lanöesvcrsamm- lung im Sudetenland statt.