/ Preis 10 Pfennig. zmorgen-?lnsgave. Mebattlen: Berlin BWS. Schiffbanerdamm Ivru. Aernsprrcher� Amt Borden«GDS und 2896. � erscheint zweimal täglich, morgens und nochmittaa», ?> Sonn- und Zesttagen nur morgens. Der Bezugspreis beträgt bei ,)« Zustellung ins Haus für Eroß-Berlin monatlich 2 Mark, nach Merhalb lZulenduna unter Streifband) 4 Mark. Bestestungen sind U oul weitsre, ausichliehlich an die Expedition zu richten. Für die «ledigung auswärtiger Bestestungen ist vorherig« Einsendung der Bezugsgebühr erforderlich. Verlmer Organ «gpedltlon: Beels« BWS.«chlfldauerdnm« ISr». Fsrniprecher: Amt Borden IIS«? und«1908. Inserat» kosten die siebengespalten« Mistimeterzell« oder deren Raunt 80 Ps.»Kleine Anzeigen" da» sellgedruckt« War' SV Pf., jedes weiter» "»inei Wort 16 Ps. Teuerungszuschlog Bei Famillenanzeigen und Bersammlungsonkündigungen von Dewe kfchaften und politischen Or- ganisationen fällt der Teuerungszuschlag fort. Inserate für die Morgen- ausgab» mllsien bis 6 Uhr abends am Tage zuvor, Inserate für di« Rachmittogsausgab» bi» vorm. 11 Uhr bei der Erp, dltion ausgegeben sein. der Anabhöngigeu SszialdeWkralischen Vartei SeuWands �ahrganft i Sonnabettd, den November 1018 Nummer 15 Die kmahmvgsschwierigleitea Teutschlands. Jringllchfell der ammlanische» Zilie. ?»m Staatssekretär beS KriegSernährnngSamtS. W« r m, �lten wir fo'zendc Mitteilung: .)« der auswärtigen Presse hat rS dielfach Befremden erregt, ah Teutschland kurz vor der Hungersnot stehen soll, während '« frühere Regierung erklärt hatte, die Bersorgnng Teutschland» Lebensmitteln fei bi» zum Schluß de» Erntejahres gesichert. �ie fich jrtzt zeigt, ift früher die RabrungSmittelversorgung �Nttschlanv» viel zu günstig eingeschätzt wurden. Tazn kommen '• Folgen der militärischen Niederlagen. In den von Teutschland Retzien Gebieten deS Osten» waren ungefähr l'MlM Menschen j�SOOOOO Pferde untergebracht und versorgt. Tie Geschäft?- J�ehunge« mit der Ukraine, im Don- und Kubangebict ver- /••cheu nach Ansicht der damaligen Machthaber reichliche Zu- «n Getreide und Futtermittel n. Jusdefondcrc glaubte »uf dem Tee- und Donanwege groß« Menge» von Oelfaate» � �«l heranfchaffen zu können. TieS alle» ist mit einem Schlage zusammengebrochen. Aber � die heimische Ernte ist geringer, als man sie in Rech- .�"g gestellt hatte, namentlich bei den Kartoffeln. Dazu �»tt, daß die letzten kriegerischen Ereignisse das rollende jy�rrial stark t«r Anspruch nahmen und dadurch di« Winter- JJ�ikung der großen Industriezentren mit Kartoffeln in starken �stand brachte«. Mit dem Augenblick des Waffenstillstandes fast alle Kriegsgefangenen, ans deren Arbeitskraft die "JJ�sche Landwirtschaft im wesentliche» beruht, die Arbeit ein- jjjwflt. Dadurch sind Millionen von Zentnern Kartoffeln in der geblieben und bei dem unerwartet frllh eingetretenen Frost- rv*** dem B erderben anheimgefallen. Der heimische Lieh- J*™nd zeigt von Monat zu Monat eine geringere Ergiebigkeit � Schlachtvieh und sonstigen tierischen Produkten. Schon seit »v* mußte in den Biehbestand tief eingegriffen werden, um nur die ungenügende Fleischration aufrechtzuerhalten. li»�-- selbst die Milchkühe nicht geschont werden, woraus 1? tut die Kinderernährnng und die Sterblichkeit der Säuglinge siner auch nur noch wenige Monate dauernden Fortsetzung Betgehen# die entsetzlichsten Folgen ergeben müssen. Durch * auf Grund der harten Waffenstillstandöbedingungen not- .�ig gewordenen übereilten Ockmarsch und Rücktransport des �le» ist eine ordnungsmäßige Berwaltung de» Proviantamt«? .�> dessen restlose Rückführnng in �»de». Wühlarbeit zu führen gedenken. Die Nebokuiionsregierung soll verantwortlich gemacht werden für die schweren Folgen der mili- lärischen Katastrophe, die die alldeutschen Machtpolit ker herauf- beschworen haben. Die Gegenrcvolutionär« hoffen, aus diesen Srhwierigkeitcn Kapital für sich zu schlagen. Sie werden sich täuschen. Was die Zukunft auch brin-gen mag— ihre Stunde kommt nimmer wieder. Ein Skandal. die Heimat unmöglich gc. —. Berschärft wird diese Rot noch durch die un» auf» �»wungen« überstürzte Abgabe der TranSvvrtmittel, �urch Stockungen in dem Bericht»wischen Lägcrn, Mühle», drmittelfabriken, BerteilungSftellen und Kommunalverbänden z �kmeidlich sind, fvn?r dadurch, daß in manchen Gegenden die �'icken Gewalten die Versorgung ihre» Wirkung»- �ües den berechtigte» Ansprüchen der» Gesamtheit voranstellen, bedeutende Mengen von Vorräten vorzeitig und plan- einem nngeregelte» verbrauch zugeführt w'rde». � Turch alle diese Bedingungen ist eine Lag« entstanden, in der die schleunigste Hcranschafsung von ausländischen . hrungSmittcln da» deutsche Volk vor dem Hunger bewahren j,», selbst wenn die Landbevölkerung in Erkenntnis der drohenden � zur Ablieferung aller entbehrlichen Frldfriichte und zur Innehaltung der kriegswirtschastlichc» Verordnungen f. ss ist. Obwohl der zentrale Verwaltungnvparat völlig!in?estört � /soniert, so steht doch infolge de« Mangels an Nobrungs- und �..�untportmitteln ber Zusammenbruch vor der Türe, falls es gelingt, da» groß« Bersorgungsdefizit in den Hauptwohn- �kke« purch rechtzeitige» Einsetzen der in Aussicht gestellten �ikanifchen Hilfsaktion und einer unmittelbar ein- Hilfibeeeitschajt der Rentralc» so auszugleichen, daß s.*�lnndlsch«n Zufuhren die inländischen Vorräte genügend »"nzen. Die Reatliovöre regen sich . Die alldeutschen Organe, die ein ge. Tage eingeschüchtert ,J �8iu, beginnen ihre frühere Unverfrorenheit wieder- .fcrt»Wessen Politik" jragt die.Tägl. Rundschau"— -ew"terott gemacht? Diejenige der„Alldeutschen", die vor 5.. �schwätz dg? Pazifisten war"»der diejenige, die dem looi � uf'schlösse: baute utid un. in Revolution und Schande ... Schon dies« Fragestellung zeigt, in welcher Richtung *ka>«Tiaf|imiinnfnf« Gewallpolitiker ihr» goge nrevolut ionäro Gestern mitlag gegen i vhr ist unser Genosse DSHring, Heizer der Marine, der seit Jabren in der Partei tätig ist, an- läßlich eineS PefncheS des MarstallS verhaftet worden..Der Befehl zur Berhaftung ging vom jetzigen Kommandanten Graf Metternich ans. Wir fordern nuverzngtiche Befreiung des Ge- uoffen Döhring und strenge Bestrafung desjenigen, der den ! Befehl zur Berhaftung gegeben hat. Wir fordern sofortige Auf- ' klärung. darüber, wee den Grafen Metternich zum Kommandanten des MarstallS ernannt bat. Nnser Kamerad Obermaat W i e z o r e I, der frühere Kommandant des MarstallS, starb aus � revolutionärem Posten, bei der Abwehr des Putschversuchs deS Korvettenkapitäns Brettschneider. Ans seinen Posten gehört ein i treuer, zuverlässiger Genosse, und nicht ein Junker, der seine ; Kommandogewalt zu reoktionärcu Willkürakten ausnutzt. Zm Frage der Sozialisierung. Die Volksbeauftragten im Finanzministerium Dr. Süde- ! u m und Huao Simon erklärten einem Vertreter der P. P. N." unter anderem: Lokale Versuche der Nationalisierung find i n keiner Weis« zu billigen; denn sie fügen sich nicht organisch in di« Volkswirtschaft ein. sondern fördern nur die Desorganisation und verlangsamen den so dringlichen Wiederaufbau unserer Wirt- schaft. Bei den ungeheuren Latten, die der verlorene Krieg uns auferlegt und di« di« Zukunft von uns heischt, ist nur straffste Organisation und solidarische Arbeit jede? Volksgenossen imstande, zu der notwendigen Erhöhung unserer produktiven Leistung?- fähigkeit beizutragen. Jede Verringerung der Produktion und der Produktionsfähigkeit ift ein Verbreche» am Volke. Wenn heute ein Unternehmer au?'Furcht vor gewaltsamen Eingriffen ! einzelner in Einzelbetriebe oder aus anderen Motiven feine Tätigkeit einschränkt� so leidet daS grosse Ganze schweren Schaden, und die Produktion wird geradezu sabotiert. Da? gleiche gilt auch für den Arbeiter. Di>e Volksbeauftragten find der Uebcrzeugung, dass die nach sorgfältiger Prüfung als reif zur Sozialisierung erkannten Be- triebe und Industrien, zum Beispiel die Gewinnung aller Monopolprodukte oder die Versorgung mit E l e k t r i z i. tat, mit möglichster Beschleun-gung in Gemeingut Aber- geführt werden müssen. Diese Sozialisierung kann natürlich keine individuelle und einseitige Konfiskation darstellen. Die sowohl im Reiche wie in Preussen geplanten Steuern werden es ganz von selbst mit sich bringen, dass auch die zunächst in kapitalistischen De: riebs formen weilerbcstestenden Erwerbe mebr oder weniger ihren früheren rein privaten Charalter einbüßen und zu den Gemeinlasten mehr als bisher beitragen. Die Abwanderung von. Vermögen in da» Ausland muß unbedingt unterbunden werden. Abschiebung von Vermögensteilen in dieser Zeit ist wie Fahnenflucht vor dem Feiside zu betrachten. Die Leute, die sich ihrer schuldig gemacht haben, werden ihrer gerechten Strafe nicht entgehen. Ollo Dauer— SiaalgsekrelSr des Aeußeren Der vsterreichische Staatsrat ernannte den Genossen Dr. Otto Ä a u e r zum Staatssekretär des Aeußeren. In derselben Sitzung nahm er den Verzicht de» demokratischen Abgeordneten Hock als Unterstaatssekretär für Unterricht zur Kenntnis. Hock begründete seinen Entichlilss damit. dass er neben einem christlich-sozialen Unterrulstsniinister nicht an der Drenimng von Staat und Kirche arbeiten könne. klarheil! K. U. Worum handelt e» sich? Es gcht zunächst um die B e h a u p t u n g d e r r« v o- lutionären Errungenschaft e n. Diel ist erreicht. Doch noch sind viele Machtpositionen in der Hand der alten Mächte. Die Arbeiterklasse muß aus der Wacht sein, sie darf die Waffen nicht niederlegen, mutz stets bereit sein, jedem Angriff Trotz zu bieten, jeden An- schlag abzuwehren. Man untersckiätze nicht die Gefahr, die der Revolution von den alten, herrlchqewohnten. selbstbewußten Schichten droht. Sie verhalten sich jetzt ruhig, sie stellen sich alle, alle auf den Boden der neuen Verfassung. Aber sie stellen sich nur dahin, um den Boden unter den Füßen zu haben, von dem aus sie die neue Macht bekämpfen können. Sie halten sich zurück, weil sie auf die Ermüdung oder die Sorg.osigkeit der Arbeiter Marten, und sie bleiben reserviert, weil sie auf die Uneinigkeit des Proletariats hoffen. Wer in der Be- hauptung der Errungenschaften der Revolution sind alle Arbeiter einig und werden es bleiben. Doch die revolutionären Errungenschaften lassen sich — und dies ist{«18 zweite— nur bslwwpten durch Fort- führung der Revolution. Sie fmgen uns. woher wir uns das Recht anmaßen. Gesetze zu geben und die Vor- waltung zu reformieren. So freien jene, deren Recht, das uns so lange geknebelt hat. die Konterrevolrrtion gewesen ist. Die siegreiche Gegenrevolution Hot über unS daS preußische Drei?lafsewvahlrecht verhängt. Verfassungsbruch war es, durch den Bismarck den nenPreußischen MilitariSimis hochzüchtete: die Gewalt der Sieger über Frankreich hat die deutsche„Verfassung" diktiert, durch die Preußen das Reich und die Junker Preußen beherrsclften. Und der Alisa>»- menbruch hat gezeigt, daß dieses System keinen Tag lang sich halten konnte, sobald die Gewalt zerschmettert war. Unser Recht? Es ist das Recht der Revolution. Jedes Blatt der Ge schichte lehrt, daß. die Revolution eine Quelle der Rechts- schöpfung ist. daß sie die Grundlage schafft, auf der sich de, neue Rechtszustand aufbaut. So ist'S immer gewesen, so ist es jetzt. Unser Recht if so unbezweifelbar wie alles bisherige Recht, und der Zu- stan-d, den es M'chaffen hat,-beißt: Diktatur desVro- l e t a r i a t s. Widerspricht aber nicht die Diktatur unserer demokrati scheu Ueberzeügung? Die alten, gestürzten Mächte, die Feinde der Demo- kratie, sollen da nickst mitreden. Sie sind ja nicht sachverständig. Mögen sie lernen! Die sozialistische Revolution in Deutschland war die Revolution der ungeheuren Mehrheit im Interesse der»iV geheuren Mehrheit. Die Diktatur i st Demokratie, ist Mehr- heitSwille, Mcbrheitsregicrung, und wir haben keinen Zwei- fel, daß die Nationalversammlung sie bestätigen wird. Aber zum Zusammentritt der Nationalversammlung bedarf eS Zeit. Auf 40 Millionen wird die Zahl der Wäh- ler geschätzt. Sic müssen registriert werden. Um wählen zu können, müssen die Grenzen des Reichs festgelegt sein. Um den wahren Ausdruck des Volkswillens zu gewinnen, muß Zeit gegeben sein, WS-deutsche Volk, das Wlogene, betrogene. verratene, aufzuklären über das Geschehene und es seine neuen Aufgaben erkennen zu lassen. Wir aber können nicht warten. Wart?,! hieße, das Feld, mieren Gegnern überlassen, die Revolution zum Stillstand bringen, alles Errungene gefährden. Wir müssen weiter! Zunächst müssen alle Machtpositionen, die unseren Gog- nern verblieben sind, geräumt und von uns besetzt werde» Tie Mitarbeit der alten Burcaukratie ist unentbehrlich für die technische Verwaltung, di« ungestört bleiben mutz. Wo ober die Verwaltung Macht bedeutet, da gehört sie in unsere .Handl Für dl« Beherrschung Preußen» durch den junker- Uckitm Sand rot ,st die Zeit vorbei. Wir fordern, daß alles vorbereitet werde, um der demvlwtischen Selbstver- waltung Raum zu geben. Die Neuwahl der Ge- ju« i nö«vc r wai t u vs« n, deren Ätttonomi« aesichect. werden iroi�, sowie die Erneuerung aller Selbstverwaltuqgs. körper ist cme dringende Notidendigfeit. Wir wollen umb araiH&ni keinen Moment auf unser Recht in den Gemeinden )u venichten: in ibnen, besonders in den großen Städten und Industriezentren� muß unsere Macht jetzt verankert werden. Die sozialistischen Gemeindevertretungen werden denn auch in der Loge sein, gewisse private Betriebszweige zu kcunmunnlisierem in Gemeineigentum umzuwandeln. Und wie hier, so gilt es überall im Reich und in den Staaten, alle Politochen Machtstellungen uns zu sichern und so jeden Versuch einer Gegenrevolution von vornherein un> möglich zu machen. Insbesondere gilt eS, auch hier dafür zu sorgen, daß nicht politische Vertreter deS Reichet oder der Staaten ihre Stellung im Innern oder außen zu gegen» revolutionären Umtrieben mißbrauchen. Fortführung der Revolution. Stärkung der Arbeiter» macht kann aber nur zur Vorbereitung und Anbahnung der sozialistischen Gesellschaft dienen. Alle diejenigen irren sich, die meinen, daß es sich dabei um unreife Versuche oder gär um unernste Berul7igttngs- maßnahmen handeln könne. Wir haben die feste Ueber- zeugung, daß die Stunde det Sozialitmut g«- kommen ist. daß das, wofür wir unsere Arbeit, unser Hirn und Herz hergegeben haben, vor der Verwirk» lichnng steht. Fn dieiem Glanben fordern wir das Werk. Wir wissen, die Aufgabe ist ungeheuer schwer. Es ist unser tragisches Verhängnis, daß wir in dem Zeitpunkt zur Macht gelangen, wo die Wirtschaft durch den kkrieg ruiniert und gelähmt ist. Aber die �wwierigkeiten müssen überwunden werden. Sic können überwunden werden, wenn klug und energisch vorgegangen wird. Di« zur Sozialisierung reifen Produktionszweige müssen fest» gestellt, die SozialisierungSmaßnahmen auf cmderon Wirt» schaftsgebicten festgesetzt werden. Die anderen Produk- tionszweige werden dann die FricdenSarbeit so intensiv als möglich aufnehmen müssen. Wir brauchen die Wieder» bdebu�a und Intentifizierung der gesamten Wirtschaft. Wiederaufnahme des Exports, um die Rohstoffe dem Aus» land bezahlen zu können und unsere Valuta zu festigen. Denn weitere Geldentwertung bedeutet verschärfte Teuerung. Wir aber brauchen Abbau der Preise. Also Sozialisierung so weit irgend möglich, eine Tozialisierung, die durch die Vergesellschaftung der Rohstosfindustrien uns e.nen großen Teil der ökonomischen Versügungsmcxlst gibt, aber Sicherheit der Produktion für jene Industrien, die sei es durch Zersplitterung, sei es durch ihre Abhäugigkeit vom auÄvärtigen Handel, für den Augenblick für die Vergesellschaftung nicht in Betracht kommen. Soweit schließlich die Regierung für die Fortführung ihrer Arbeiten Mittel zur Verfügung haben muß. müssen diese ingefordert werden, sollen die Finanzen nicht noch mehr in Unordnung kommen. Wir haben nur einen Teil der dringendsten Aufgaben genannt. Aber die Negierung darf sich nicht länger in Schweigen hüllen: sie muß in kurzer Zeit mit einem Aktionsprogramm und mit entsprechenden Taten öffentlich hervortreten. Tann wird sie das Mißtrauen bannen. daS manche Schichten der revolutionären Kämtsfer noch erfüllt. Tann braucht uns auch die Frage der National» Versammlung nicht in Ausregung und Zwiespalt zu versetzen. Es muh offen gesagt werden, daß uns die Hol» tung eines Teils der journalistischen Vertretung der söge» nannten Mehrheitssozialisten mit steigender Un» rüde erfüllt. Wir vennisien die Einsicht, daß s o z i a» listische Aufgabe und Pflicht jetzt ist, die Revolution fortzuführen und sozialistische Prinzipien zu verwirklidjcn. Wir sehen sie wieder wie in den vier' bitteren Kriegsjahren Seite an Seite mit den bürgerlichen Parteien. Sic wollen nichts anderes sehen als: Wahlen, Wahlen und wieder Wahlen! Für sie scheint eS keine andere Arbeit für die sozialistisch« Regierung zu geben, al« die Abfasiuna der Wählerliste. Wir sind anderer.Meinung. Auch wir wollen keine„Diktatur" der Arbeiter, und Soldatcnräte für immer. Wir halten den Zusammentritt der Nationalversammlung für unvermeidlich. Tie Abhän- gigkeit vom Ausland, in die uns der Krieg der sinitmalS Herrschenden gebracht hat. erfordert sie. Sie ist auch not» wendig, weil ein. Widerstand gegen ihr« Einberufung die proletarische EinlxsitSsront gefährden würde, die allerdings durchaus etwa» andere» ist als die einheitliche Front mit den MchrheitSsozialisten, die deren Haltung unmöglich macht. In ganz Güddeutschland sind die konstituierenden Versammlungen bereits einberufen, ein großer Teil auch der Arbeiter steht hinter der Forderung. Ihre Ablehnung würde in die Reihen der NevolutionSre Uneinigkeit tragen, die vermieden werden kann. Sie kann vermieden werden, weil die Nationalver- sammlung. wenn unterdes die Revolution durch die Initiative ihrer führenden Körpersckxrften weitergeführt wird, bei den fortgeschrittenen deutschen Verhältnissen nicht ein Hindernis, sondern ein Werkzeug deS SozkaliS» m u» sein wird. Wir halten die Gegenüberstellung von bürgerlicher und sozmlistlscher Demokratie nicht für richtig. Tun die Vertreter der Arbeiterklasse ihre Pflicht, führen sie die demo» kratijchen und sozialistischen Maßnahmen auS, bandeln sie großzügig, energisch und kühn, dann ist unß um daS Ergcb- nis der Volksabstimmung nickst bange, dann brauchen w i r uns am allerwenigsten vor dem Ausgang zu ängstigen. Haben wir unter den schlimmsten Verhältnissen, machtlos und unterdrückt, mehr als ein Drittel de» Volkes unter der roten Fahne gesammelt, dann werden wir. frei und mächtig, selbstbewußt und siegessroh, doch der Mehrheit de» beut» fchen Volkes gewiß sein können. Dann aber bandelt eS sich nickst darum, abzudanken, die Diktatur deS Proletariats pieiszugeben und dem Bürgertum die Macht auszuliefern. Sondern dann wird die eine Form der Diktatur des Proletariat», die durch die Räte ausgeübt wird, enetzt au'ch die andere, gefestigtere, durch die Volksabstimmung de» stätigte. Die sozialistische Regievung, die die Mehrheit de-� Volkes und seiner Vertretung hinter sich bat, was ist sie denn sonst als die D i k t a t» r d e S Proletariats? Deshalb ist der Kampf um die Nationalversammlung, so verständlich er vom Standpunkt deS Bürgertums ist, dessen letzte Hofsnung die W4l,len sind, unverständig vom sozialistischen Standpunkt. Für un» heißt da» Problem heute nicht: Nationalversammlung, sondern Fortfüh- rung der Revolntionl Und da möchten wir keinen Zweifel lassen: Wir Unab- hängigen Sostaldemokraten halten an dieser Forderung mit der gleichen Ent'chiedenbeit und Unersthiitterlichkeit fest wie! vorher an der Feindschaft gegen die Kriegspolitik und j den Imperialismus. Hier aibt es für nn» kein Lom» pro miß. Nur auf dieser Basis ist die Zusammenarbeit in der Regierung möglich, und von dieser Grundlage werden wir uns nicht abdrängen lasten. In dem Moment, wo wir sähen, daß für diese Arbeit kein Raum ist, daß von den sozialistischen Prinzipien, die allein unsere Tätigkeit bestimmen, abgewichen wird, hätte uniere Mitarbeit ein Ende. Wir vertrauen aber auf die Reife und Einsicht bu Arbeiterklasse. dir verstehen muß. alle ihre Vertreter in den Dienst der Socbe zu stellen. Und ihre Sache ist setzt allein: die Fortführung der Revolution! Sie Schleherei am Alekaaderplah Ueber die traurigen Vorgänge vor dem Polizei- Präsidium wird durch Wolffs Bureau folgende Darstellung verbreitet: In der Nacht bom� Donnerstag zum Freitag haß vor dem Polizeipräsidium eine S cb i e ß e r e i stattgefunden, bei der«in Mann der Ticherheitswachc durch Kopfschuß ge- tötet wurde. Die Schießerei hat folgende Vorgeschichte: Donnerstag abend fand in den Pharus-Tälen, Mullerftraße eine außerordentlich stark besuchte Versammlung statt, in der Karl Liebknecht über die Ausgaben der Revolution sprach. Da? Referat Liebknechts war ruhig und sachlich. Er wandte sich gegen die Einberufung einer Nationalversammlung und forderte euer» gisch die vcbcrnahme der gesamten öffentlichen Macht durch die Arbeiter- und Soldatenräte. Nach dem Vortrage Liebknechts erzählte ein Soldat, der der Schloßwache angehört battc, daß er und seine Kameraden von denjenigen, dir da? Schloß ersiiirmten. verhaftet worden seien. Mehrere Kameraden befänden sich noch in Hast. Der Vers rmm- lung bemächtigte sich darüber einige Erregvng. Nach dem Schluß. Worte Liebknecht» wurde die Versammlung geschlossen. Ein unbekannt gebliebener Teilncbmer wrang indessen auf da» Podium und forderte auf, nach dem Volizeipräsi- d i u m zu ziehen, um die Gefangenen zu befreien. Die Ausfor- derung fand Zustimmung, und eine' größere Gruppe, ansaug? tausend Mann, Männer, Frauen und Soldaten, zog in der Rich. tung nach dem Aleranderplatz. Eine Depu'ation wurde zu dem diensttuenden Kriminalkommissar gesandt, verhandelte mit diesem und stellte fest, daß politische Gefangene nicht mehr im Gefangni» sind, und daß insbesondere auch die zwei Matrosen von der Schloßwache, die man vesreirn wollte, bereit? e n t- lassen seien. Unterdessen harrten vor den Dören de« Polizei» Präsidium« noch tinig« hundert Persotten geduldig au?. Dir SicherheitSwachc aber war durch die Menschruansammluug nervös geworden, hatte televhonisch Hilfe herbeigerufen, u. a. auch von der Wache im Marstall. Gegen Uhr kam ein Auto, besetzt mit Matrosen, ta schnellem Dempo vor dem Polizrivräsidiuiu angesabren. und in diesem Augenblick, vielleicht in der Erregung über diese militärisch« Verstärkung, feuerte ein junger Mann, der dicht gm Gitter stanv, eine Pistole gegen die im Lstbihöf stehenden Sold»ten ab. Ein Soldat stürzte, in den Kopf getroffen, tot zu Boden. DaS war das Signal zu einem kurzen heftigen Ge» wehrfeuer der Wache im Präsidium. Gleichzeitig feuerten die M a t r o> e n im Auto Schreckschüsse ab, was die Verwirrung noch vermehrte. Der ganz« Verkält ist um so bedauerlicher,-als die Ansanimlung vor dem Präsidium sich bis zum ersten Sckdß auf die Sich«rheit»wach« durchaus ruhig verhalten hatt«. Der Polizeipräsident Eichhorn hatt« persönlich der Menge au?» einaudergesetzt, daß keine politischen Gesangrueu sich im Gdäug» ist« befänden, überhaupt auß pvlitikchen Gründen niemand ge- fangengesetzt werde. Er forderte auch die Soldaten auf. vom Tor zurüikzutreten. um jeden Anlaß zu Reibungen zu vermeiden. AI? die ersten Schüsse fielen, stob die Menge auseinander. Einzelne kehrten aber später zurück und gaben ihrer Entrüstung darüber Aiiidnick, daß au» dem Polizeipräsidium geschossen worden sei. Dieser traurige Vorfall, der einem braven Menschen da? Leben kostete, hatte dlclleicht vermieden werden können, wen: ein paar Delegierte der Versammlung den Polizeipräsidenten aufge- iucht and sich Auskunft geholt hätten, ob politische Gefangene oder die gesuchten Matrosen sich im Polizeipräsidium befänden. Diese Auskunft wäre ihnen selbstverständlich rückhaltlos geworden. ES darf noch einmal tzersicherl werden, daß Verhaftungen aus politischen Gründen von der Polizei nicht an» geordnet werden, daß die Polizei auch niemand in Schutzhaft hält. Die vingeltefetten sind nur krimineller Vergehen verdächtig. Es ist daher auch nur bedauerlich, daß in der Nacht doch noch die Freilassung einer großen Zahl Gefangener aus der Stadtvogtei erzwungen wurde, darunter Leute, die wegen Diebstahls und Lebensmittelschiebungen eingeliefert waren. Die Freitassnng sol- cher Leute dient wahrlich nicht dazu, die Sicherheit p erhöhen. Republik Lettlaud. Im zweiten Ltadttheater zu Riga ist in Genenwut de! lettischen NcstionalrcsteS uns einer zahlreich erschienenen lettischen Bevölkerung die Republik„Latwifa"(Lettland) vrcklamiert worden. Zum Premierminister wurde Karl Ulmann aewählt, der die Wahl annahm und«in Hoch auf die„freie, unabhängi««. demokratische Republik" au kl rächte Erklärungen Kurt Elsners. Frankfurt a. M., LS. November. Der Münchener Vertreter der„Jrankfukter Zeitung" hat einer Untrrreduug de» Minister- Präsidenten EiSner mit«inigen Schweizer Vertretern großer Enten ieblätter beigewohnt, die von EiSner über die Revolution und die Zustände in Deutschland aufgeklärt wurden. EiSner be- tonte, die jenseits der Grenzen verbreitete Vorstellung, die deutsche Revolution sei lediglich ein« Folge des militäri» schen Zusammenbruch» gewesen und da» deutsche Volk Hab« bl» zu dieser Wendung der Ding« einmütig und widerstandslos die Kriegspolitik der Regierung mitgemacht, sei ganz falsch; in keinem Lande sei so gegen den Krieg gearbeitet worden wie in Deuischland. Ueber die Schuldfrage sagte EiSner, die ganze Schwere der Verantwortung sei einem verhältnismäßig kleinen Kreise, den Militär?, der Schwerindustrie und den Älldeutschcn. aufzu.' bürden, in Bayern seitn auch die lP'tenden Stellen vom Kriege völlig überrascht worden. Eivner hat von der Berliner Reichs- leitung die Veröffentlichung aller Akten verlangt, die auf die Vorgeschichte de« Kriege» Bezug haben. Wie sich die Zu- stände in Deutschland weiter entwickeln werden, hänge im Wesen!» lichen von der Entente ab. DaS Reich stehe vor einer Hunger- katastrophe, dir Entente lasse sich von der Presse noch über die Dragweite dieser Frage täuschen Die Einberufung der Nationalversammlung entsprcckw einer demokraiischen Pflicht. Bayern habe in'wislbcn eine Reih« dringender Reformen in Angriff genommen. Da» Waichenseeprojekt werde sofort durch» geführt. Gleichzeitig werde«in Nebenparlameni an» berufSständl. 'chen Vertretungen de? ganzen Lande» gebildet. Tie Berliner R�ichSleitung befinde sich in einer unmöglichen Lage; vielleicht bll'che eine Regierung Haas«. Liebknecht die«ingtge Lösung. Siege in Berlin der Bolschewismus, so werde dai in Bayern gü« nächst keinen anderen Einfluß haben, al» daß die unter der Ober- fläche vorhandenen LoStrennungS-Bestrebunge» stärker zutage träten, vorläufig aber stehe da» bayerische Voll in seiner überwiegenden Mehrheit uns dem Bode« deS groß» deutschen Gedanken? und wollen in den Vereinigten SHM» ten von Deutschland einschließlich Deutschösterreich die Leit- gedanken von 1848 verwirklichen. Gewalssame Au linm-i der Chemnitzer Sladwerordnelenaersammlana. Chemnitz, S2. November. In der«estrlgen Sitzung ha Stadtverordneten»crlaS zu Beginn Justizrat Beutler ei» Schreiben, worin der Stadtpräsident K r a n» l d mitteilte, daß der Arbeiter- und Soldatenrat das Kollegium ausgelüst habe. Der B»r» strher erklärte danach, daß die Auflösung nur durch daS Ministw ristm des Innern erfolgen könne. Da dieS nicht erfolgt fei, trete er in die Tagesordnung ein. Tarauf erschien Vllrgermeista A r l l a r t und teilte im Namen deS Stadtpräsidenten nochmals die Auflösung mit, andernfalls diese dar« Waffengewalt erfolge« werde. Justizrat Beutler bemerkte hirrz«, er kehe dem Auf« trete« der Waffengewalt rutgegen. Darauf erschien Ttadtvräsi» beut Kranoldan der Spitzevon 4 bewafsueten Soldaten nnd forderte zum Verlassen de? Stadtverordneteusitznngs- kaalcs- auf. Justizrat Beutler erklärt«, daß nunmehr da» Kol«-' zium der Waffengewalt weichen müsse. Kranold ist Redakteur der„Chemnitzer Volksstimme"» die i* kanntlich während de» Kriege» dem deutschen Imperialismus um schätzbare Dienste erwies. Sein Austreten der reaktionären Stadt- »crordnetenversammlung gegenüber ist ein interessantes Zeiche» der Zeit. Eise Kundgebung des vottsmarinerats- Der Volksmarinerat erlätzt folgende bemerkenS» werte Kundgebung: In diesen Tagen, wo es darauf an« kommt, die Früchte der Revolution in Sicherheit»u vnn- gen, ist eS unter allen Umstünden notwendig, daß liffi am Soldaten, die sich a»S Ueberzeugung unserer gute« Sschc widmen, vereinigen. Nur Einigkeit macht starr. mv so vieles aus dem Tpiele steht. Wir Genossen de» Heeres und der Marine verfolgen alle das gleiche Zitzl.«flso ist es unsere Pflicht, gemeinsam durchzuhalten, daß sich d» sozialdemokratische Richtung, wie wir sie jetzt endlich slw aelegt haben, gegenwärtig uitd für olle Zeiten beben, vtlw Die Marine steht auf dem Standpunkt«, daß sie die Oed' nung, wo sie es vermag, aufrechtzuerhalten hat, um.de» Ncfdliition zum endgültigen Siege zu verhelfen. den Marinesoldaten absolut fern, irgendwelche egoistüchen Interessen zu verfolgen. Wir wallen nur daS Allgemein» wohl, wir wollen nicht, daß da? bisher Erreichte wieder ver» loren geht. Unsere Erfolge müssen gegen reaktionäre Bs» streb nngen von rechts wie gegen anarchistische von links ß» schützt werden. Hierzu stellt stch die Marine den Volks» beauftragten, welche die jetzige Regierung bilden, zur Btt» fugung. Di« Marine glaubt, mit den Kameraden der Land» arinec dahin einig zu sein, daß eS gilt, diese RegleruN» gegen jegliche Angriffe von rechts und link», aber auch gegen jede Nevenrvgiernng unverantwortlicher Stellen zu j.lmtzed und s» stützen. DesWo«st eln Zllsamit. ensu, t-keS von Hee r und Marine He nächste N o tw? n Hg' feit. E s ist zu hoffen, daß im Jnteressedet guten Sache bald eine Einigung sämtlicher tnBerlinanwesendenHeeres» wie Marin«' tr Uppen zustande kommt. VoNsche llederfichl. Lleibl Spahn? Bei der Neubesehung der preußischen Ministerpost«« scheint sonderbarerweise haltgemacht zu werden vor de.i> Justizminister S P a h n, der noch immer seinen Posten«in» nimmt. Spahn hat bekanntlich im Namen der bürgerlichen Parteien annexlonistisckfe Erklärungen im Reichstage abaegt» ven uns die Katastrophenpolitik der Regierung nach Kräftesi gefördert. Spahn war al» Justjqminister da» Haupt und dl« Stütze der Klassenjustiz, deren Schönheiten da» Proletariat aus Jahrzehnten aufreibender Kämpfe kennt. Wie kann ei* solcher Mann Minister bleiben? Auftövmung im Auswikligea Ami. Die UnierstaatSsclretär« im Auswärtigen. Amt von deill B u ä s ch e und Stumm gedenken, wie eine meist gut unterrichtet Nachrichtenstelle mitteilt» in den nächsten Tagen ihr Eni- lassungSgesuch einzureichen. Dir denken, e» war Zeit'und hafß'N nur, daß damit die dringend nötige Säuberung deS Auswärtigen Amtel nicht abgeschlossen ist. ine Vevlfche Note an Rußland. Im Hinblick auf die Funksprüche, in denen die bolscheM' siische Regierung da» deutsch« Volk ausfordert«,«in« unumschränkt- Diktatur des Proletariat» ins Lebe» zu rufen und mit Rücksicht auf die Vorgänge, die sich bei der JitUrnlerung der deutschen Generalkonsulate durch die Organ« btt Räte-Relua» rung ereignet haben, hat die deutsche Regierung nach MoSkuU eine Not« gerichtet, in der fi- fordert: 1 daß dl« russische Regie» rung die gegenwärtig« deullche'« o l k S r» g t e r u n g«ner» 'letint und sich jeder Einwirkung auf sie Bildung einer andere« Regierung enihält, S. daß sie eine Klarstellung der Vorgänge bei der Jn terni eru n g und G e fa n ge n se tz u n g der deut- schen Generalkonsulate In Moskau und Petersburg her- beiführt. Schei'emllua«nö JJtci" flic die Nasovalver'animltmg- Tie.Deutsch« Allgemeine Zeitung' erfährt: Der VolkS- bcc> sstraate Scheide mann hält?? f.lr selbstverständlich, daß die Konstituante so schnell wie mög.ich einberufen wird, da eS ein Unglück fiir das Land bedeuten würde, wenn noch viel Zeit der- streicht. Wir werden zu keinem Frieden kommen ohne Konstituante. Auf demselben Ttandpunkt Nebt der Minister de» Innern. Dr. Prtuß. Räch seiner Ansicht lau« aber der Termin nicht eher festgelegt werden, bi» alle technische» Schwierigkeit«» de- seitigt find. Ik Rückkehr der deutschen Kriegsgesaugeuen. vcrli«. 29. ZZovember. In weiten volttkreisen werden Ve- rüchte verbreite, wonach deutsche Kriegsgefangene nach Friedensschluß zum Wiederaufbau der durch deu Krieg zerstörten Ätebieke fceWend und Irankreichs verwendet werde» sollen. Diese Gerüchte stützen sich auf den Umstand, daß Deutschland bereits bei tzldschluß des Waffenstillstandes die feindlichen Kriegsgefangenen zurückzugeben bat, feine eigenen aber nicht erhält. Alle diese und ähnlich« Meldungen sind bollkommen unbegründet. Tie deutsche WaffenitillstandSkommission hat vielmehr vor Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens gegenüber den ursprünglichen Vor- schlügen des Marschalls Fach zugunsten unserer Kriegsgefangenen folgendes erreicht: 1. Die Heimbeförderung der deutschen Kriegsgefangenen, die in Holland und der Schweiz interniert sind, wird wie bisher weiter gehen. 2. Alle zugunsten der Kriegsgefangenen während der Dauer des Krieges geschlossenen Verträge sBehandlung, Beköstigung, De- schästigung der Kriegsgefangenen. Sonntagsruhe usw.) bleiben ' für die deutschen Kriegsgefangenen unverändert in Kraft. 6. Die Zurückführung der deutschen Kriegsgefangenen in die Heimat wird bei Abschluß deS Präliminarfriedens geregelt werden. Deutsche WaffenstillstandSkommission. Staatssekretär Srzberget, Vorsitzender. 5och und die Arbeiter- vnd Solbakenrüke. General Koch hat, wie aus Siraßburg gemeldet wird, alle Soldaten» und Arbeiterrät« in den von den Franzosen besetzten Garnisonen Elsaß-LothringenS derboten. Feindseligkeiten zwischen Ruhland«nd Finnland. Pelsinßfvr», 21. November. Räch hier eingegangenen Mit- tcilungon zeigten sich am DienStag russische Minenfahr« zeug« in den finnischen Gewässern vor Puumala. Di« dortigr'N Batterien eröffneten da» Feuer, da» von den Fahrzeugen erwidert wurde. Die Fahrzeuge zogen anscheinend beschädigt ad. Mittwoch Ist Uhr eröffneten russische, zu den Bcfestlgunhswerken von Kronstadt gehörige Batterien von KraSnaja Gorka, nach an» deren Mitteilungen Dlismaa, daS Feuer auf den Strand bei Vi- tikkala und Mesteriaervi im Kirchspiel Rhkyrka. Gleichzeitig näher- den sich drei oder vier russische Kriegsschiffe, die das Feuer leiteten. Die Beschießung dauerte hiß 542 Uhr. Viele Söfe fnöen zerstört sein. Die Delephonleitung ist zerschossen. Am Mitt- woch früh soll ein finnischer Grenzposten am Zysterbaeck russischer- teits erschossen worden sein. Neue Verordnungen. Demvbilisation der Marine. An die Mannschaften der Marine. Die Sntlasiuna der Mannscha ft e n der Marine «rfeiot so rasch als möglich nach Jahresklassen und nach Maß. «abe der irgenv entbehrlichen Kräfte. Sic muß aus Grund ord- »ungsmäßiger Abmeldung erfolgen. Rur den vronungSmäßig ab- Gcmefoertn Mannschaften kann da» SntlassimgZg'ld von 50 Mark WzaMt werden und mit be; Ihnen kann auch die Negelung der Äleiderfrage ordnungsmäßig ersolgen. Die weiteren Interessen der entlassenen und der noch im 'Mast bleibenden Mannschaften werden fortan g-meinsam von *w Goldarcnrat der Marine und dem Reichs-Marine-Am, in folgender Weise wahrgenommen: Von den oberslen Soldatenräten der Marine in Kiel. Wil- SelmShaven und auf der Niederelbe wird der H a u p t a u s- ichuß der Marine gebildet, der zu militärischen Anordnun- ßNn kür die Gesamtheit der SMariN« berechtigt ist und seinen Sitz >n Wilhelmshaven hat. Gr besteht au» zwe' Vertrttern dt» obersten Eokdaienraie» »kr Qsti«e. zwei Vertretern de» Arbeiter« und Soldalenrate» der Rordseestatlon und einem Vertreter des obersten Marinrrate» der Riederelbe. In den Bezirken der genannten M«« sind A Kord nun- Itn zu bilden, und zwar au» 24 Vertretern oer Rordl«esta!ion, ») Vertrelern der Ostseestation und 5 Vertretern der Niederelb« 8u ihnen treten 4 Vertreter von Berlin. Di« Wahl dieser Abordnungen erfolgt auf demokratischer Wrundlas«. Di« Abordnungen treten in Berlin zusammen, ton- itoklieren das Reichs Martne-Amt und den Admiralitab und wäh. >»n»ort aü» ihrer Mitt« S Kumeruden als den Zentralrat der Marine. Dies« Fünf müssen geschult« Ooziallsten aus der gei: vor dem Krieg« sein, All- Anordnungen de» NeIchs-Marin«'Amte» und de» At- mtralstabe» sind außer vom UnirrstaatSsektetär von einem Mit- glied de» IeNtrakrajeS gegenzuzeichnen. Alle Abordnungen bilden den dZer Ausschuß, der die täglich festzusetzende« allgemeinen An, rdnungen dem Zentralrat vor- 'egt und sie an die Obersten Soldaten- und Marineräte weitergibt. Der StaatSielreiür de» ReichS-Marine-Amt«. gez.». Mann. Der Unt:rstaatSsekretär. gez. Vogtherr. Aufgaben der Demobilisatto». Amtlich. Die Ausrechterhaltung der Versorgung bei Heere» mit Bekleidung und Ausrüstung er- fvcder: unbedingt daß keinerlei Gingriffe in die Bestände der Drrppenteil«, Beborden, Bekleioungsämter und Betlo:d»>igs- lastandiehungSämter vocgcnoinmen werden. Verfücunaen nich' »»ständiger DeHörden, ebenso von Arbeiter- und Soldat«,, rälcn über AuSgabe von BekleidungSstüch�n müssen daher im Interesse der Allgemeinheit unbedingt unterbleiben und, soweit solch« g«. teofseu find, sofort rückgängig gemacht werden. Göhra, llnterstaatSseiretär im KrlegSministeriu«. , Reuregelung des Löhnungswesens. Zu der am lg. il 18 veröffentlichten Verordnung betreffend Reurrgelung des LöhnungSwe�en» tverden folgende Erläuterun- gen und Ergänzungen erlassen: Alle Entlassungen vollziehen sich »M Rahmen der LemobiimachungSbestimmungen- Fehlen den Truppen militärisch« Arbeitskröst«, so tänaen Zivilarbeiter smöglichst eltlassen« Mannschaften) zu den Lohnsätzen eingestellt werden, die von der Kommandantur oder dem Garnisonkom- mando de» Standort» nach Anhörung der Gewerischaftslommis- pon al» onSüblich bezeichnet werden. Die im Arbeitsdienst ständig beschäftigten Mannschaften sGeichästSzimmer-, Küchen», Kammer-, Handwerker», Sanität»- und Krümperpersona!) erhalte» zu ihrer Löhnung«ine tägliche ArbeilSzulage von S Mark Für die Schwer arbe,ter bei den Sp°zialttuppen, Bäcker. Gchlächter und Transportarbeiter, sowie Wachtdiensttuer ist ein« tägliche Zulage von 4 Mark zuständig. Wer Schwerarbeiter ist. entscheidet in Zweisoifällen da» zuständige Generalkommando. Al» Arbeitsdienst gilt nicht der von jedem Soldaten zu OrduunaS» und SieiuiaunaSdienst Reben de» Arbeitszulage» fallen hie Feld» und Dienstzu- lagen fort. Für stundeuweil» Heranziehung zum Arbeitsdienst wird eine Stundenzulage von Sli Pfennig, für Schwerarbeiten von SV Pfg. gewährt. Di« Angehörigen einer besonder» zu bildenden Sicherheit»- trupve erhalten neben der Löhnuna von 30 Mark monatlich säint« lich eine tägliche Zulage von 5 Mark. Die Grundläkmung für den Gefreiten und Mann beträgt 30 Mark. Alle übrigen Mannschaften, auch die GehaltSempsan- genden, beziehen mobile Löhnung, solange sie mobil sind, und im- mobile Löhnung, solange sie immobil sind. Eine einheitliche Durchführung dieser Re- gelung ist zur Aufrechterhaliung der Ordnung und der F i n a n z w i r t s cha f t im Reich unerläßlich. Die Reichsrcgierung. Eberl. Haas«. Eine Mahnung.' Der BollzugSrat des Arbeiter« und Soldaten- r a t« s in Berlin.erläßt folgende Mahnung: Die verschiedensten Zuschriften und Telegramme bet_ Sol- datcnräte der Front, in denen die Sorg« um ihre Angehörigen und ihr Eigentum zum Ausdruck kommt, veranlassen uns zu fol« gender Erklärung: Soll sich die Damobilisation in möglichst ge- ordneten Dahnen vollziehen, so ist unbedingt notweiroi�, daß all« Truppen die Disziplin wahren und nicht selbständig ihre Truppenteil« verlassen, sowie LebenZmitteltranSporte unter keinen Umständen gefährden. Nur dadurch ist es uns mönlich, all« Auf- gaben der Demobilisation, insbesondere die Verpflegung und Ar- beitSbcschafsung zu regeln. Durch das tatkräftige Eintreten dei Heimatheeres für die Aufrechterhaliung'der Ordnung �und öffent- lichen Sicherheit ist die Gewähr gegeben, daß alle Zurückkehrenden Heimat und Herd unversehrt antreffen. Der VollzugSrat des Arbeiter, und Soldatenrates in Berlin. gez. Molkenbuhr, Müller. I.A. Rgß, Reinhard. Die Berliner Eewerkschaflskommission. Durch tie kürzlich erfolgte Ucbertragung besonderer Vesugnisse auf die freien Gewerkschaften hat die Berliner Gewerkschaftskommission einen größeren Wirkungskreis und auch eine größere Machwollkommenheit erhalten. Dieser Umstand nötigt unsere Parteifreunde, die gewerkschaftlich organisiert sind, mit aller Kraft� in den GcwerkschaftSorga- nifationen auf dem Posten zu sein. Im Bureau der Berli- ner GkwerkschaftSkommission hat man sich in der Kriegs- zeit mit allem möalichen beschäftigt, weil manche Beamte glaubten, überall dabei sein zu müssen. Die Hauptsorge war. die Politik des 4. August in den Himmel zu erheben, »m sich allerwärtS in wohlwollende Erinnerung z» bringen. Wie einseitig dort die Politik der Regierungssozialisten vertreten wurde, geht allein aus der einen Tatsache hervor, wonach die Gewerkschaftskommission sich neuerdingS an einem BildunaSauSschuß beteiligte, der von reaierungt» sozialistischer Seite ins Leben gerufen worden ist als Gegen- institution gegen den von früher her noch bestehenden Äil- dlingSauSschuß von Groß-Berlin. dem die Arbeiter-Bil- dungSichnlc angeschlossen ist. Diese Tatsache allein zeigt, wie willkürlich diese Kommission oder besser gesagt der AuS- schuß arbeitet. Und dann wundern sich die Herren, daß ihnen nicht über den Weg getraut wird. Wenn letzt unsere Genossen, die durch die allmählich aus dem Felde Zurück- kehrenden an Zahl verstärkt werden, auf dem Posten sind wird es ihnen in Berlin nicht schwer werden, eine gewcrk- ichaftliche Leitung und damit eine Gewerkschaftskommission zu erhalten, die wirklichen Kampfgeist in unserem Sinne oesitzt. Die Regelung der Betriebsverhöltnisse. Die Berliner GeiverkschaftSkonrmission teilt mit: Nachdem unS von dem VollzugSrat des Arbeiter- und Sol- bnitnrntS die Vollmacht erteilt worden ist, die Regelung der Wirt- sckaftlichen Verhältnisse In den Betrieben vorzu- nehmen, ersuchen wir, alle diesbezüglichen Unternehmungen nur mit Zustimmung der zuständigen Organisation der freien Gewerk- schaften zu treffen. Andere Bestimmungen und Beschlüsse sind unverbtndllch. Ferner ersuchen wir, die Neuwahl der Arbeiter- und An- gestclltenauSschüsse unverzüglich in die Wege zu leiten, indem wir noch daraus hinweisen, daß die wirtschaftliche Interessenvertretung der Arbeiter bezw. Angestellten lediglich den Ausschüssen obliegi, während de» Arbeiterräten die politische Interessenvertretung'zu- steht. E» können auch Mitglieder de» Arbeiterrat» in die Arbeiter- äuSschüsse gewählt werden, eS wäre die» sogar erwünscht.* Aus viele Anfrltgen können wir noch mitteilen, baß die Dahl der Arbeiterräke auf neuer Grundlage von dem VollzugSrat vor- bereitet wird. Der AilSschuß der GewerkschaftSkom Mission Berlin» und Umgegend. I.A.: A. Kör sie n. Anschließend veröffentlicht der VollzugSrat folgende»: An die G r o ß- B e r l i n e r Arbeiterschaft Um die Wünsche der Genossen in den Betrieben zu prüfen und zu regeln, hat der VollzugSrat deS A.» und S.-RateS eine besondere Kommission aus seiner Mitte eingesetzt. Der Bericht dieser Kommission wird im Laufe de? 23. Novem- ber dem VollzugSrat borgelegt und schnellsten? veröffentlicht werden. Di« Genossen werden daher dringend ersucht, die Ruhe zu wahren. Der BollzugSrat deS Arbeiter- und Soldatenratee (gez.) Molkenbuhr. Müller. / Lohnbewegung der Eisenbahner m Norwegen. Nach einer Meldung aus Christiania wird zum g. Dezember eine außerordentliche Storthingssitzung einbe- rufen. Di« Veranlassung bilden die bedeutenden Lobnfor» derungen, die von den Eisenbahn- und anderen Beamten erhoben werden und die für den Staat eine Mehrausgabe von insgesamt 40 Millionen Kronen bedeuten. Diese Forderungen sind so dringlich vorgebracht worden, daß die Regierung mit ihrer Vorlag« nicht bis zur Einberufung oer ordenilichin Stör- thingSlagung warten wollt«. Russischer Metallarbeiter-Kongred. Am lg. NooeMber fand in Saratow ein Kongreß der Metall- Nrbeiter au» dem Wolgadistrikt statt. SS wurde under anderem die Frag« der Hebung der russischen Metallindustrie diskutiert. Di« Mevrzahl der Teilnehmer stand auf dem Boden de» Kommu- nismu». Der Kongreß sandte«inen Gruß an den deutschen Me- tallarbeiterverband«ä. Geoß-Serlln. Erwerbslosen fürs orge der Stadt BerNit Die Stadtgemeinde Berlin hat für wirtschaftliche D» Mobilmachung eine neue Erwerbslosenfürsorge eingerichtet, die bereits in Kraft getreten ist. Anträge auf Erwerbs- losenunterstützung werden in besonderen Geschäftsstellen ent- aegengenommen, die aus der Bekanntmachung an den An» schlagfäulen ersichtlich sind. Für die Entgsaennßhme der Anträge ist es notwendig daß der Antragsteller bereits vor- her den städtischen Arbeitsnach»' eis, für den Fall, daß er organisiert ist. den Arbeitsnachweis seiner Ge- werkschaft zur Arbeitsvermittlung ausgesucht hat und dies durch Erlangung der Einschreibe- oder Kontrollkarte ncctzweisen kann. Kriegsteilnehmer oder sonstige HecreSan- gehörige, die aus Anlaß. der Demobllmachung entlassen sind, haben den Nachweis ihrer Entlassung vom Heere beizu- bringen. Voraussetzung der Unterstützung ist, daß der Antrag» steller in Berlin seinen Wohnsitz hat. Die Unterstützung beginnt erst, nachdem die Erwerbslosigkeit ununterbrochen 6 Arbeitstage gedauert hat. Für Kriegsteilnehmer, die erstmalig eine Erwerbs- losenunterstützung nachsuchen, gilt diese Karenzzeit nicht. Die ErwerbSlofenunterstützung wird arbeitsfähigen und arbeitswilligen, über l4 Jahre alten Personen gewährt, die infolge des Krieges durch Erwerbslosigkeit sich in bedürf- tiger Lage befinden und zur Bestreitung ihres notwendigen Lebensunterhaltes auf Arbeit angewiesen find. Die Höhe der Unterstützung beträgt:., Für männliche Personen über 17 Jahre 4 Mark, im Alter zwischen 14 und 17 Jahren 3 Mark, für weibliche Per- sonen über 17 Jahre 3 Mark, im Alter zwischen 14 und 17 Jahren 2.V0 Mark für jeden arbeitslosen Wochentag. Für die Ehefrau, für jedes Kind unter 14 Jahren so- wie für sonst im Haushalt lebende erwerbsunfähige »nterhaltungsberechtigte Personen wird ein Zuschlag von je 1 Mark pro Arbeitstag gewährt. Die Politik in der Schule. Die Lehrer haften bisher die Aufgabe, vaterländische Ge» schichte zu lehren. Dazu gehörte vor allen Dingen auch di« Ver» herrlichung der Hohenzollern. Ihre Gottähnlichkeit muhte olle Augenblicke gepriesen werden. Es gab Lehrer und nicht so wenig«, die auf dem Gebiete der Verberrl'ckung der deutschen Fürsten sich etwa» Besonderes zugute taten. Mit wahrem Feuereifer stürzten sie sich auf diesen sogenannten Lehrstoff. DaS muß nun anders werden; die Lehrer werden sich der neuen Zeit anpassen müssen, in der et mik dem GotteSgnadentum Wilhelm» und seiner Lipp» schoft zu Ende ist. Trotzdem gibt r« noch heute Lehrer in den Ge- meindeschulen wie in höheren Schulen, die sich a« den neuen Zu- stand nicht gewöhnen können oder wollen. Für«inen gewissen» haften Lehrer sollte e» eine Freude sein, wenn er von dem Zwange der-Hohenzollernverherrlichung endlich verschont dletbt und«enn er sich überhaupt nur auf die Verbreitung von.Wissen, Kennt- nissen und Fertigkeiten zu beschränken braucht. In den letzte,! Tagen sind«in« Anzahl Fälle von Anmaßungen Berliner Lehrer in der Presse bekanntgegeben worden, hu» diesem Anlaß sind An- Weisungen vrgongen, politische Erörterungen zu unterlassen. Sine Erziehung in unserem Sinne muß eine grundlegend« Aenderung des Schulwesens mit sich bringen. Sprechstunde für Geschlechtskranke. Nm den durch dir Krieg»- Verhältnisse gesteigerten gesundheitlichen Gefahren zu steuern, werden am Sonntag, den 24. November, dam Magistrat der Stadt Berlin ärztliche Sprechstunden für haut- und geschlechlS- kranke Männer, Frauen und Kinder eröffnet Daselbst werden in der UebcinangSzeit Kranke unentgeltlich dehandelt und de- raten. Diese öffentlichen Sprechstunden finden statt: 1. Im Städtischen Rudolf-Virchow-Krankenhau», Augustenburgerplatz: Sonntag, Dienstag, Donnerstag' und Sonnabend von 8—10 Uhr vorm., Montag, Mittwoch und Freitag von 7— 8 Uhr abend», 9. JmTStädtifchen Krankenhau» am Urban, Am Urban 12—18: Wochentag» 7—8 Uhr abends, Sonntags von V--10 Uhr vorm� 8. Im Städtischen Krankenhaus im Friedrichshain, Landsberger Allee 139: Wochentag? von 7—8 Uhr abends, Sonntao» von 9— 10 Ubr vorm 4. Im Städtischen Krankenhaus Moabit» Turmstraße 21: Wochentag» von 7--S Uhr abend», Tonntag» von 8—10 Uhr dorm. UebergangSwirtschast in Neukölln./ Zmc BesprechaAtz von Fragen der Neberg rngSwirtschaft und Erwerb'losenfstrs arge hat- ttn sich am Freitag, den IS. d. M., im Neuköllner Stadtverord» neten-SitzungSsaal auf Einladung de»'Oberbürgermeister» Kais« Vertreter der Großbetriebe Neukölln« und der Arbettnebme«- verbände eingefunden. Der Oberbürgermeister führt» au», daß di» Stadtgemeinde Neukölln alle» tun werde, um ihrerieii« einer Av- beitSiofigkeit zu steuern. In' der Hauptsache sei geplant,«m» tangreicbe Notstandsarbesten auszuführen und der Industrie in iedcr Weise behilflich zu sein, die Kriegsbetriebe auf die Friedenswirtschaft umzustellen, Di« Stadtgemeinde werde«S sich angelegen sein lassen, die Zuführung von Rohstoffen nach Kräften zu fördern und nach Möglichkeit auch selbst al» Auftrag- geberin aufzutreten. Er schlug vor, In den Demobilmachung»- ausschu'g in den Großbetrieben je ö Arbestgeber und Arbeit» nebmer, auk den Handwerksbetrieben je 2 Vertreter, au» den städtischen Körperschaften 2 Magistralsmitglieder und 3 Stadt- Das neue Oculfchland braucht jjjjpjjijjiwjjyjifljffliMi Qcfundc 6hcn wie solche in der sozialwissenschaftl. Studie der krau vr. klkcker-vllckelmann Das Ccfchlcditsicben der krau geschildert werden. Mit dielen Abbildungen in Bunt» und Schwär chruck R. 6,— Ferner empfehlen reit das Lebensbuch der krau IruhKa Bagltnski Die aufgeklärte fran ein» der wenigen wertvollen Bücher auf diesem Gebiete M-ttz»-, Zu beziehen durch Vogler& Co., Berlin W9, Kdthcn« Strafte 27. flbt 8. ÄArt««iie und'aus de« Arbeit- und Solduteunat 2 Mitglieder hinzuzuzieheir. Die Versommlunu erklärte � sicb mit dieser Be- ,etzurrg des Ausschusses einvcrituudeu. In der Debatte wurde tnSbe>ondere die Transport- und Kohlensraae gewürdigt, zu deren Lösung der Oberbürgermeister wiederum die Hilfe der S-adt in Aussicht stellte. Einzelfragen sollen dem Deniobilmachungsaus- schuß überlassen werden. Sämtliche Redner erklärten sich dmnii einverstanden, ihre, früheren Arbkiter in ihre Betriebe wieder eim zuskdllen, ohne die z. Zt. tätigen zu entlassen. Die Industriellen erklärten sich ferner bereit, mit der Stadr�emeinde gemeinschaft- lich all« Maßnahmen zu treffen, um einer drohenden Arbeits- losigkeit vorzubeugen. . P?stverkehr� im Inland. Die militärische Ueberwachung des inländischen PostberkchrS der deutschen Grenzgebiete ist allgemein aufgehoben worden. Alle Briefe einschließlich der Wertbriefe und Postaufträge— nach Orten in Deutschland können daher in biesen Gebieten wieder verschlossen aufgeliefert werden, deS- gleichen derartige Briefe nach den in den Befehlsbereichen der Festungen Straßburg(Elf.j und Neubreifach liegenden badischen Orten.— Bis auf weiteres mutz wegen BeförderungSfchwierig- leiten die Annahme Von Paketen nach ganz Elsaß-Lothringen sow'e die Annahme von Paketen und Wertbriefen nach allen Orten Tirols eingestellt werden; außerdem ist der gesamte Post- verkehr nach Orten südlich, des Brenner und an der Strecke Innsbruck— Brenner gesperrt.— Allgemeiner Fernsprechverkehr mit Deutschösterrcich ,st von setzt ab wieder zu- gelassen. KriegSbeschränkungen sind aufgehoben. Auf der Bahn�'ecke getötet. Auf der Bahnstrecke Berlin -Bernau wurden am Donnersiag zwei Streckvnarbeiierinneu und ein Gruppenführer überfahren und gelötet. Die Getöteten ar- beiteten mit einer Gruppe in der Nähe von HeinerSdorf auf der Streife und wichen einem aus Berlin kommenden Borortzug aus. In diesem Augenblick fuhr ein in entgegengesetzte? Richtung tom» mender Fernzug mit voller Wucht in die Gruppe hinein. CT"? wurden noch zwei Personen, ichwer verletzt. Falsche EichrrheitSbeamte treiben immer noch ihr Unwesen. Bald täuschen sie ihre Oprer durch falsche Pmstpiegelungen, bat brauchen sie Gewalt um zu ihrem Ziele zu gelangen. Mit I großer Dreistigkeit gingen su gestern im Zentrum der Stadt vor. Als eine Frau aus Neutölln die Ecke der Markgrafen- und Taubenstraße erreicht hatte, hielt plötzlich ein Droschkenauto, das mit drei Soldaten besetzt war,»in ihrer Nähe. Zwei Soldaten stiegen aus, traten auf sie zu und verlangten von ihr, die Militärpelzmäntel, die sie bei sich trug. Als sie diese nicht freiwillig herausgeben wollte, entrissen sie ihr die Mäntel gewaltsam, stiegen wieder in die Kraftdroschke und fuhren damit m eiliger Fahrt datwo. Sie entkamen auch mir ihrer Beute, obwohl die Straße, es war gegen 1 Uhr mittags, belebt war. Ei« tidlicher Stroßenunfall ereignete sich tn eer ver- gangenen Nacht in der Nähe de? Zentral-Viehho'eS. Ate bort der Oberpostsekrctär Wilhelm Rahmfeld aus der Biktoria- straße 10 zu Friedrichsfelde um 12�''Ubr' den Motorwagen der Straßenbabnlinie 70 in voller Fahrt besteigen wollte, glitt er aus und geriet unter den Anhangewagen. Dabei erlitt er so schwere Verletzungen am Kopf, daß er bald darauf verstarb. Grohfeuer rief am Freitag die Berliner Feuerwehr nach dem städtischen Rieselgut Falkenberg bei Wsißensee. Dort stand vormittags das Kesselhaus mit der Trockenanlage für Futtcrzwecke m solcher Ausdehnung In Flammen, daß die Ortsfeuerwehr «achtlos war. Ter Berliner Feuerwehr gelang eö, des Feuers Herr zu werden. Der Schaden soll leider erheblich sein. Mit GaS vergiftet aufgefunden wurde gestern der AO Jobrc •lt« Schlosser Franz Neber aus der Schwartzkopffstraße 11.— Im Hotel vom To�e überrascht wurde der 64 Jahre alte Schlächter Wilhelm Dahlke.— An Unterernährung e i» s a m gestorben ist ein 68 Jahre alter Julius Boß aus der Weberstraße 10 Er wurde von der HauSreintgerin leblos in feiner Stube aufgefunden Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 24. November, vorm. < Uhr, Pappelallee IL/17. Neukölln, Jdealkasino. Weich selstr. 8; Oberschöneweide, Wilhelmineuhofstr. 43, bei Pamp. Freireligiöse Borlesung. lO'/i Uhr, Kleine Frankfurter Srr. 6, Vortrag von Herrn Dr. Bruno Wille: Dem Gedächtnis der Toten. Nachm. 4 Uhr, Pappelallee 15/17 lHalle), Vortrag von Herrn Adolph Hoffmann: Dem Gedächtnis der Toten. Gäste willkommen. Der Vorstand. Parteiangelegenheitcn. 4. Wahlkreis. Sonntag, 24. d- M.. vormittags g Uhr: Flugblattvcrbreitung. Die Genossen und Ge- nofsinnen werden ersucht, sich zu dieser Flugblattverbreitung in dem Zahlabendloial einzufinden. Dringend. Der Vor- stand. Aus Kunst und Nistenschust. Hafenclevers„Soh»" ist in Reinhardts Kammerspielen zur öffentlichen Tat geworden. Diese Revolution der Jugend, die gegen all? Elternschaft ausstehen will, ist der dichterische Prolog zu dem großen politischen Umsturz, den wir erleben. Darum wirkt das Stück, wirkt der Sohn, den Ernst Deutsch mit sinniger Inbrunst sein Leid und seine Erlösung in die neue Welt hinaus- rufen läßt. Was Hosenclever als Dichter in diesem seinem Erst- lingswerk zu sagen hat, was ihm Reaie und Inszenierung davon nabmen, und waS er sich selbst ali» Schauspieler— er gab die Rolle des Fürst Sche'tcl— nicht geben konnte, darüber werden wir noch ausführlicher sprechen. Der Erfolg des Abends war stark, weil endlich ein Stück der jungen Zeit zu Wort ge- kommen ist. St. Schriften zur Revolution. Im Verlag von Paul Cassirer, B.'.ltn, erscheinen. die ersten Schriften zur Revolution von Eduard Bernstein..Der Völkerbund" und von Karl Kautsch„Des Hauses Habsburg Glück und Ende". Die bekannten Theoretiker des Sozialismus nehmen hier das Worr zu Kennragen des europäischen Neuanshauc?. d,e Errichtung einer sozialistischen Republik, tatkräftig einsetzt und sich für Herbeiführung des Friedens, Sicher» stell ung der Ernährung und Sozialisierung des Wirtschaftslebens verbürgt. Zum Schluß heißt es in dem Bericht: Die Vollversammlung zeigt den entschlossenen und einmütigen Willen aller Soldatenräte von Altona und Umgebung, sich rückhaltlos unter fester Betonung alles Einigenden für ein einheitliches H a n d e l n de? Proletariats einzusetzen, um den Friedensschluß, die Volks- ernährung und den Wiederaufbau per deutschen Volkswirtsckmst auf sozialistischer Grundlage und die Festigkeit der Stellung der sozialistischen Revolutionsregierung der sechs Volks- beauftragten in Berlin nicht zu untergraben. Der flüchtige Kronprinz. Amsterdam, 22. November. Ter frühere deutsche Krön- prinz ist, wie die Niederländische Telegr.-Agentur erfährt, heute um Uhr nachmittags auf der Zuidersee-Jnset W i e r i n g e n, die ihm als vorläufiger Aufenthalt angewiesen wurde, gelandet. Er begab sich nach der Landung mit seinen Begleitern und einem' holländischen Offizier nach dem kleinen Orte Oosterland, wo er das Haus des- Dorspredtgers bewohnen wird. Der Empfang durch die Bevö-kerung der Intel war kühl und seincseltg Die llebergabe der deutscheu Flotte. London, 22. November. sReutermeldung.) Die bri.tt scheu K>. i e g S s ch i s f«, die ausgeschickt worden waren, um die deutschen Kriegsschiffe zu eskortiere», fuhren in zwei Linien mit einem Abstand von ungefähr 10 Kilometern. Die Letzte Nachrichten. Di? Soldatenräte Hamburgs. Hamburg, 32. November. iW. T. B.) In einer BoUver- sammlung aller Soldatenräte aller Truppenteile von Ham- bürg-Altona und Umgegend waren die Arbeiter- und Soldaten- röte fast vollständig erschienen. Als D e I e g i e r t e- für die Be- sprechungen mit der Reichsregiernng in Berlin wurden Heise und Lampl gewählt. Sodann wurde ettie Resolution Schab I i ch angenommen, welche besagte: 1. Die Versammlung aller Soldatenräte aller Formationen von Hamburg-AItona schließt sich dem Beschluß der Delegierten- Versammlung an und stellt sich geschlossen hinter die neue R e i'ch S r e g i e r u n g. 2. Demgemäß haben alle Handlungen und BeMüsse politi- scher Natur als Grundlage das alte Programm. 3. Alle Bestrebungen innerhalb der Soldaten räte, die aus eine Spaltung in den eigenen Reiben hinauslaufen, sind zu bekämpfen. 4. Die in die gesetzgebende Körverichast gewählten Soldaten räte müssen dementsprechend abgeklärte politische tteberzeugung haben. In einem Zusatz wurde zur Ofsizierösrage folgende Stellung genommen: Die Vollversammlung ist der Aussassung, daß die Offiziere mir dann in ihren alten Stellungen verbleiben, wenn die Mannschaften damit einverstanden sind. Um diese Fragh endgültig zu erledigen, schlagen die Hamburg-Altonaer Soldaten- räte vor, eine Kommission aus den Hauptorganisationen zu er- nennen, die mit der ReichSregierung eine endgültige Entscheidung herbeiführen soll. AIS Ergänzung hierzu wurde eine Resolution Lampl ge- nehmigt, die u. a. besagte: Der Oberste Soldatenrat betrachtet als seine vornehmste Aufgabe die Aukrechterhaltiing.der öffent- lichen Ordnung und Ruhe. Er steht unter derjenigen Reichs» regierung in Berlin, die sich für da? Ziel der Revolution, deutschen Schisse fuhren zwischen den beiden britischen Linien. Es wurd:-kein Salut ausgetauscht, und auch die somt üblichen Höflichkeitsbezeigungen unterblieben. Es wird berichtet, daß ein deutscher Torpedojäger auf eine Mine lief und sank. Admiral Be a t t h hatte de« str'engen Befehl erteilt, daß keine Verbrüderung zwischen deutschen und englischen Seeleuten stattfinden sollte. Von der Beschlaanadme freiaeaeben ünlr brc Sittenromane von Ivlaitthe Marcs: Lilli tein Sittenbild aus Berlin W Preis M. 4,—», als Fortsetzung: Litzis Ehr dte a» stet °ub dt« Irl l \S X Preis M. 4,—. Lilli Braun schreibt:.... ebenso glänzende wie wahrheitsgetreue Schilderungen der Verhältnisse, in denen die Tugend von Berlin heute aufwächst... ein überaus nützliches Werk sittlicher Aufklärung! Für Kinder ist es natürlich nicht bestimmt. Au beziehen durch: Voglers Co.. verlia W9, Mhener Sir.. Afeflg. 8 Verantwortlicher Redakteur: Dr. E. Nestriepke. Berlin-Wilmersdorf. Druck der Lindendruckerei und Verlagsges. m. o. H., Schiffbauerdamm 10 frf Genossinnen und Genossen! Panzer AktiengesellseSiaft. Laut BeschlnB der Oeneralvernarnnilnne erfolgt die Ausrahlune der Dividende von 13 PC»* -ovle einer SondervergiUunff von norn. 1O0.— Sorot. Krlesrtanieiite A. O. Zinsen für fade Aktie vod M. invn- fQr das Oeschäfisiahr 1917/18 vorn 19. November ab bei den Herren Braun& Co., Berlin W. 9. Eichhornstraße II. and dor Berliner Handels-Oesellschaft. Benin W. 8. Behrenstraße 32. Die Dlvidendennchein« sind mit Firmenstempel varsehao einzaralchen. Berlin, den IS. November ISIS. Der Vorstand. Dr. Werlher. C. Tiieliolahl. W. Pabe. Die Schickfalsstunde des Proktariafs erfordert mehr denn je den engsten Zufammenschluf} Gleich gesinnter. Der Freiheitskampf bedingt ent- fdilosfenes und zielklares Handeln. Jn der politischen Organisation der Unabhdngigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands wird der Geist gepflegt, der zur politischen Freiheit geführt hat und der Gewähr bietet, dah auch der Endkampf mit aller Kraft durchgeführt rgird. Aus diesen Gründen ist der flnschlutz an die politische Organisation eine unabweisbare Pflicht. Am 6. II. starb in einem| [ Feldlazarett in Nordfrank-) reich an den Folzeu seiner I schweren Vcnvnndimü mein I i bester Freund, dcrSchlosser I Karl Krause R.1R.S, 3.K. In treuem Gedenken Hans Kraenter. Rmsisch- Polnisch Rufnahmen von IRifgliedern werden Im Vcrbondsburco» sozialdemokratischer vereine Berlins und Umgegend, Sdiicklerftrafjc 5, Hof II, und an folgenden entgegengenommen: I. Kreis; Bitfermann, öiffchiner Sfratzc 87 III. 2. Kreis: Istoief, ßlüdierstrotzc 37, Laden. 3. Kreis: Budde, ITlaybachufer 2, Hof IV. 4. Kreis: ßarenthin, Königsberger ZfraHe 27, Hof I. 5. Kreis: Köpke, öreifsrodldcr Sfrafje 9. 6. Kreis; Müller, Gerichtfiratze 71. niederbarnim: Brühl, Lichtenberg, Heue Bahnbofsfrohe 31. TelfotD-Beeskoro: 5reigang, Treptow, GrötzsfraHe 24, vorn IV rieukalln, NecharltraHe 5, Bureau des Werkvercins. Offhanelland: Olm, Velten(Mark), friedrichftrafje 7. Wahl- Stellen erteilt gründHch Akademiker. BurcstrasRe 29. Zimmer 45. für Idchtc FTesch5ftJörunt werden eingestellt. Mcldunren von 9— 12 Uhr vor» nlttae« im Die Freiheit' •icrllnNNV. Schiffbauerdamm 19. fiueh an anderen Stellen, die durch Plakate ersichtlich gemacht find, werden .Rufnahmen. entgegengenommen. Canatog, den 24. November 1918, vormittags 10 Uhr vrtztzcheU'Verskmmlang der Einrichter und Einrichterinnen w»ewerlschastshau», Sni-Iut«r U> iSoal'i). BnSm»Irlschattslage.»'avilU-n. 2. CMolM»r« tubritrrrnt* der nclnrnten Mranffir. 3. UlauckenangelcftenbejtvU. Nn Unlxtradit Ur avhen»?»««»» w tthtigeu T.«t»°>»umi« ist j.iblttich« tm» iriutul«« ttidxUnx«lotb.nidj. -ilf CrtAbmnaltnnn. ! UnolJliöngig.SoznlilßinDkratisclißr Wahlverein, 1 für den 6. Berliner Reichstagswahikreis 7. Abt., ßr-k. 574..! Am DIeistaj. den 19. November, verstarb unsere C?noss*n Frau Anna Lauschner gehönhauter All«« W. Ehr» llirsm Aadanlfeal Die NinSschcrnaz findet am M n a( t e, den 25. VoTemkor,| vorroltlat-s I01» Uhr, Im Krcmalorinm GeilchtstraBo statt. Uni rege Betelütruni ertachi_ ,, Der Vorstand. Stempel u. Stliliäer Verelns-Abzcichen - Löhrig,—- ReuterstraGe 17. WS»»» Inserate flndtn in der f* Freiheit c« wfei-resta Verbreitung 1 ßaatallnnian«immfantiaiea der Verlar der„Freiheit" Berlin NW. 6. Schliibaucrdamm 19. Dtti'idur Melsllsrdiiler U:rvs»ll Ufrwaltangjsfell« Btrlin« N. 5« Eiilensirasse$;■»»- «yesckästS«!» Von 0-1 mir i»iv«ton 4—7 Uhr. Iclcylloo:«mt«nrden 183, 1231), 1987, 0714. Montag, den 25. November 1918, Bezirks-Versammlung?> für die gesamte Verwaltungsstelle Berlin in folgenden Lokalen: Norden: Bhnrussöle, Müllcriiraße 142, abends 8s- Ultt- Norden: viiktners Fcstsüle, Schwester S.raße 23, abenö4 8 Uhr. Norden: Viktoria. Garten(Fritschl, Badstr. 12, abends 8 Uhr. Moabit: Tandö Festsäle, Beusselitrasze 0 abends 8 Uhr. Charlottenburg: Vslköhaus, Rojinenstr. 4, obendi 8 Uhr- Westen: Schäneberg, Steglitz: Kaiser. Wilhelmgarte». Friedenau. Rheiiistraße öö, abends 8 Uhr. Osten und Nordosten: AndreaS-Fcstsälc(Jnh. Scholz). Andreasstruße 21. abends 8 Uhr. Lichtenberg und Stralau Rummelsburg�Blume, Alt BoZ' hrrgen äll, abends 8J� Uhr. Weißeusce: Restaurant Masche, Berliner Allee SS't, abends 8 Uhr.' v SLdenbrzirke: Gewt, kschaftshnuS, Engelufer IS. abend? 8 Uhr. RenkvUn: Jdeal-Frstsäle, Weichselstr. 8. abend, TA U&*- Tegel Reinickendorf-West: Lehnhartst. Tegel, Berliner Straße 84, abends(i'A Uhr. Oberschöiicwcidc, NicdcrschSncweide, Johannisthal»■ NW' gegend: Restaurant Warnecke, Ott'rschöne weide. W"� helmmenhofftr. 18. abend, 8 Ulw Spandau: Stein, netz, B.Zniarckiträch- S abends ö Uhr. Copenick-JriedrichShagcn: Lehman». Cöpcnick, Bahnhol' straße 44. abend, 8 Uhr. Tagesordnung in allen Versammlungen- 1. Verichtersialtuug»an der auSerardcntl. General»»'' sammlnng. 2. Stellungnahme zn der am 8. Dezember 1918 stastfi»' «enden ardentl. Generalversammlung de? Lerwal' tungsstetze Berlin. Tlme Mitgliedsbuch kein ZutritU Zahlreiches und Pündtliches Erscheinen wird erwarttl- Dir OrtSverwaltun» » kv ? U 0 d Ii Q b 3 Q