«edaltl-n Berlin WTOft«chlsfbanrrdamm l»ni. Fernsprechern Amt Korben 2805 und 28»«. �e»Frechetl�»rschelitt znxtmal ISglsch, morgen» und nachmittag», Lonn- und Festlagen nur morgens. Der Bezugspiel» beträgt bei >t«t«r Zustellung in» Hau» tili Grab-Berlin monatlich 2 Mark, nach °ugerl>alb sZusendung unter Dtreisband) l Mark. Bestellungen sind m» aus weiteres auslchliehlich an die Erpedilion zu richten. Ziir die Erledigung auswärtiger Bestellungen ist vorherig« Einsendung der Bezugsgebiihr«rsorderllch. Verliuer Srgm »rpedlti»«! Brrll» SlWE. echiffbaurrd»«« RONl. Fernsprrchrri Amt Korden liu«7 nnd 11008.) Inserat» kosten dt« flebengespalten» Mllltmeterzeil« oder deren Kaum SO Ps.„Rlelne Anzeigen' da« seltgedruckt» Wor' SO Ps, lebe» weiter« Wort 16 Bf Teuerungezuschlag 80 Prozent. Bei Famllienanzeigen und Dersammlungsankllndigungen von Gewerkschatten und politischen Or» ganisationen fällt der Teuerungszuschlag fort. Inserate für die Morgens ausgab« mllsien d>» 6 Uhr abend» am Tag« zuvor, Inserat« filr dt« ?iachmittog»au»gad» di» vorm. U Uhr bei der Expedition ausgegeben sei«, der wabhängigen SoziMmolmWen Varlei SeuWimds �ahr�aua 1 Mittwoch, den 4. Dezember 1LD18 SZttttttner 33 Preis 10 Pfennig. Morgen-AuSgaVe. Eine Wilsons. Zm ZrWiihr Zrlede! , Wttskjinsiton, 2. Dezember.(Reuter.) In der gemein. Men Sitzung des Kongresses erklärte Präsident Wilson 'N einer Botschaft, er hoffe, daß der formelle Friedensschluß *Urch Vertrag im Frühjahr erfolgen werde. , Er trat für das neue, auf drei Jahre berechnete F lo t- �«Programm ein, da er es für einen unverständigen versuch halte das Flottenprogramin einer künftigen Welt- dolitik anzupassen, die noch ganz unbestimmt sei. Er de- trachte es als seine oberste Pflicht, vollen Anteil an der otledenskonferenz zu nehmen, um das Ziel zu er- wichen, für das die amerikanischen Soldaten Leben und Blut sropfxrt haben. Bei der Besprechung der i n n e r p o l i t i- 'chen Probleme erklärte der Präsident, er sei bereit, öi? Venvaltun� der Eisenbahnen zu verzichten, sobald �>e andere besriedigende Lösung ausgearbeitet sei. k, Als der Präsident seine Absicht mitteilte, persönlich zur MedenSkonferenz zu gehen, erboben sich die demokratischen �knatoren und applaudierten stürmisch. Tie Republikaner Ehielten sich..schweigend. Die Verlesung der Botschaft Merte nahezu � Stunden, worauf Wilson unter lebhaftem "iisall der Demokraten den Saal verließ. . � Nach der Verlesung der Botschaft wurden zwei Resö- {"tionen eingebracht. In einer derselben schlug der Republi- t�er Rodenberg vor, der Kongreß solle erklären, daß Wilsons Reise es ihm unmöglich mache, seinen Pflichten als Präsident nachzukoinmen. Diese Resolution wurde einer Immission überwiesen. Die Rede. Reuter meldet über die Rede Wilsons: . Wir wenden uns jetzt wieder den Aufgaben des » i i e d e n» zu, eine» Friedens, der gegen die Gewalt �»derantwurtl'icher Monarchen und ehrgeiziger militärischer Koterien gesichert und für eine � e u o r d n u n g, für neue Grundlagen der Gerechtigkeit und Eiligkeit geeignet ist. Wir sind im Begriff, diesen Frieden �icht nur für uns, sondern auch für die anderen Völker r Welt zu ordnen und zu organisieren, fall» sie uns ge- mtten. ihnen zu dienen. ES ist die internationale Gerechtig» kit, bi* wir suchen; nicht nur die häusliche Sicherheit. Unser Gedanke hat sich in der letzten Zeit mit Europa. dem nahen und fernen Osten beschäftigt und nur sehr �tnig mit den Taten de» Frieden» und der Neuordnung, die "ii un» selbst auf Durchführung wartet. Ist«», während wir losere Beziehungen zu dem Recht der Welt einrichten, nicht größter Wichtigkeit, daß wir mit allen Ursachen zu Miß. �tständnissen mit unseren nächsten Nachbarn ausräumen und den Beweis der Freundschaft, die wir wirklich fühlen, erbringen? �ch hoffe, daß die Mitglieder de» Senat» mir gestatten werden, einmal iion dem unratifizicrten FreundschaftSvertrage mit 'dr Ncpubii? Columbien zu sprechen. Ich fordere� sie ernstlich �s. m dieser wichtigen Ängeleyenbeit bald günstigere Maß» jfkgeln zu treffen. Ich glaube, Sie werden mit mir da» Gefühl �ben. daß die Lage jetzt für eine solche nicht nur gerechte, son- .drn auch edelmütige und dem Geist der neuen Zeit, in di« wir glülki�ch«ingetreten sind, entsprechende Aktion geeignet ist. unsere inneren Angelegenheiten betrifft, s« ist fPro&lern unserer Rückkehr zum Frieden ein Problem der Wirtschaftlichen und industriellen Wiederherstellung. Diese» Pro- .i�m ist vielleicht weniger ernst für un» al» für die Völker, die .Qnger unter der Unordnung und den Verlusten de» Krieges zu ikiten hatten als wir. Wilson sagte ferner: In dem Augenblick, wo wir wußten, daß Waffenstillstand unterzeichnet war, legten wir die Rüstung zur �eite. Die Rohstosfe, auf die die Regierung die Hand gelegt hatte Angst, daß für die Industrien, die die Armeen versorgten, {"cht genug vorhanden sein würden, sind freigekommen und wieder allgemeinen Markte zugeführt worden. Große Industrie- Etagen, deren ganze Erzeugnisse und Maschinerien von der Re- zur Benutzung übernommen worden waren, sind wieder die Zwecke freigekommen, denen sl« vor dem Kriege dienten. war nicht möglich, die Kontroll: über die Lebensmittel und die Schiffahrt ebenso rastb zu beseitigen, weil die Welt noch immer �us unseren Getreidespeichern ernährt werden muß und die �chitte noch immer dafür benutzt werden, unsere Leute über See zu versorgen und die Soldaten so rasch zurückzuführen, als die verworrenen Verhältnisse auf der anderen Seite des Wassers eS gestatten. Aber auch dies« ZwangSmaßregebn werden so viel wie möglich und im Verlaufe der Wochen in immer weitergehendem Maße gemildert werden. Wilson kam sodann auf die zum Zwecke der KriegSorgani- fationen errichteten neuen Aemter zu sprechen und erklärte: Seitdem der Waffenstillstand gesichert war(der tatsächlich au eine vollständige Unterwerfung de» Feinde» hinausläuft), war e» die Politik der Regierung, die Erfahrungen dieser Körper- schaften den Geschäftsleuten diese» Lande» zur Verfügung zu stellen. E» ist erstaunlich, wie rasch der Prozeß der Rückkehr zu friedlichen Verhältnissen ssch in den drei Wochen seit Be- «ndigung der Frindseligkeiten entwickelt hat. Wilson sproch dann über die zu treffenden Maßregeln, um während der Uebcrgangüzeit einer zu großen Arbeitslosig keit vorzubeugen. Bezüglich Bcleien» und Nordfrankreich» sagte der Prässdent: Keine»och so große Entschädigungssumme würde allein genügen, um diese Länder auf Jahre hinau» vor hoffnungslosem Nachteile zu bewahren. E» muß mehr geschehen. Wenn Belgien und Nordfrankrcich morgen Geld und Rohstoffe im Ueberflusse hätten, so würden sie doch nicht ihren Platz in der Weltindustrie schon morgen einnehmen können. Sie dürfen nicht den Zufälligkeiten einer scharfen Konkurrenz preisgegeben werden. Ich hoffe de»- halb, daß der Kongreß nicht abgeneigt sein wird, wenn e» not- wendig sein sollte, irgendeiner Stelle, wie z. B. dem Kriegs- Handelsamt, da» Recht zu gewähren, eine VorzugSbehand» l u n g zugunsten dieser Bevölkerungen einzuräumen. Für die Stabilisierung des Geschäftslebens ist nichts von größerer Wichtigkeit als eine sofortige Entscheidung über die ISIS, 1919 und 1920 zu erhebenden Steuern. Es würde für da» Land verhängnisvoll fein, bezüglich der Frage der Höhe der Steuern länger als notwendig ist, im Unsicheren zu bleiben. Wenn der Krieg fortgesetzt worden wäre, wäre eS notwendig ge Wesen, für das Johr 1919 mindestens 8 Milliarden Dollar an Steuern zu ercheben. Jetzt, wo der Krieg vovbei ist, kann der Betvag auf« Milliarden herabgesetzt werben. Eine so- fortige rapide Abnahme in den Ausgaben der Regierung ist nicht zu erwarten. Die Versorgung unserer Truppen auf der anderen Seite des Meere» ist noch immer notwendig. Ein beträchtlicher Teil dieser Truppen muß für die Dauer der Besetzung in Europa bleiben, und für die, die nach Hause zurückgebracht und demobilisiert werden, werden in den folgenden Monaten große Ausgaben gemacht werden müssen. Gegen?ehrenbach. Die Rcichsregierung Hut folgendes Telegramm an den Ncichstagspräsidcntcn Fehrenbach aus dessen Protest ge- richtet: Ihre staatsrechtliche Auffassung ist unbegründet. Alle Zivil- und Militärbehörden erkennen mit Recht an, daß die gesetzgebende Gewalt beim Rat der Volks- beauftragten ruht. Wir waren deshalb zu den von un» getroffenen Maßnahme« befugt und halten sie«ufrecht. Ebert. Haase. Sie Sozialifiernugskommisfion. Wie wir erfahren, wird die Kommission, die die Vor- sieru n g erstatten sollte, Donnerstag vormittag im Reichs- wirtschaftSamt znsaiiimentrcten. ö# ist beabsichtigt, sofort an wirtschastSamt zusammetrcten. Es ist beabsichtigt, sofort an die Erledigung der praktischen Arbeiten zu schreiten, damit in möglichst kurzer Zeit schon die ersten Schritte verwirk- licht werden könne». Abberufung des Herrn v. Lismarck. Der deutsche Militürottoche v. B i» m a r ck ist seine» Postril»»ntdokrn»ordrn. Herr v. Bismarck war eine Stütze deS alten StzsiemS, dessen Interessen er bis zuletzt mtreten hat. Und was iß'» mit Herr» v. Rhombers, dem drutfchen Gesandte»? Kriegsgewinn- und Vermögens- steuer. Von AtlantieuS. Alle Welt unterhält sich darüber, daß ein« hohe Kriegs- gewinn- und Vermögenssteuer von Nöten wäre, nur doS ReichSschatzaent verhält sich mäuschenstill. Wir wissen nicht, ob eö llbersimipt eine Aenderung deS FortwurstelungS-. stzsteins in kürzerer Frist plant. Man hat im Reichsschatz- amt einen„Fachmann", der in Wirklichkeit keiner ist(ein jeder DurchichnittS-NationatSkonvmiwrofessor dürfte mehr rwm Fach verstel)««) an der Spitze belassen, damit er ats Fachmann da? Finanzwesen in Ordnung bringt, einstweilen erfahren wir nichts über feine Pläne. Das ganze Personal un Gehoimräten ist gMieben, von wegen„Fachkenntnis" natürlich— daß die wirklichen Fachmänner, die mit„heißem Bemühen" übw Finanzen gearbeitet, geschrieben haben (siehe die zwei im Laufe des letzten Jahres erschienenen Bände des„Vereins für Goziatlpolitik und ander« Schriften) ins Reichsschatzamt berufen oder überhaupt nur von ihm angehört würden, davon haben wir noch nichts vernommen. Graf Roedcrn hatte sich wenigstens einen angesehenen Na- tionatökonomiaprofessor, Alfred Weber-Heidelberg, als Sgeria kommen lassen, um freilich daraufhin, im privaten Gelbsackinterssse, stetS das Gegenteil von dem zu tu», waS ungefähr ein so soziolposttiich denkender Mann, wie Alfred Weber, vorgeschlagen staben mag. DaS./kapitalistische" England und Amerika hat die Kriegsgttvinnler bereits mit L0 Prozent angefaßt, die hohen Einkommen mit 50 bis 60 Prozent. Wir hoben zwar ebenfalls eine Krieg» gewinn- steuer, die bis zu 60 Prozent, eingeführt, aber über die genauen Ergebnisse wissen wir doch nichts, d. h. eS sind An- deutungen über den Ertrag gefallen. Sollte eS bei bei: Durchführung unserer Knegs gewinn steuer nicht ge- lwpert haben? Weil vielleicht zu hohe Personen am KriegS- gewinn beteiligt waren? Alle Welt hat doch sin Interesse daran, zu erfahren, ob es wahr ist, daß Wilhelm II. selbst sich an KriegSaewinnen durch Börsenspiel, bzw. Erwerb von Aktien der Rüstungsindustrie teilgenommen.— Der„Lokal- AlHoioer" von: 12. November hat eS nach dem Sieze der dsutfchen Revolution, um sich bei der neuen Herrschast einen guten Namen zu schaffen, behauptet, und der müßte eS ja ivissen, da er von der Schwerindustrie(Rüstungsindustrie) auSgehälten wird. Ist diese Anschuldigung wahr, dann wäre»s doch ganz unentschuldbar, daS Privatvermögen Wilhelms II., daS er cm» dem Blut und Mark deS deutschen Volkes sich gemacht, alS hsilig And unantastbar anzusehen. Also wie steht es, Herr Reichsschatzsekretär, mit der Kriegs- getvinnsteuer, wie groß ist der genaue Ertrag, gedenken Sie wirklich nicht, diese Besteuerung wenigstens bis zu eng- lischer und amerikanischer Höhe auszubauen? Wie steht eS mit einer großzügigen Vc-rmögenSsteuer, die alle wirk- lichen Fachmänner, alle Finanzwissen- ch« f t le r vorgeschlagen haben? Was kann eine hohe, gerade noch durchführbare Ver- mögenssteuer bringe»? Ich sehe von einer KonsiS- fatio» des Privatvermögens für die Gegenwart ab. weil ich(mit KautSky) z. Zt. eine solche auS praktischen Gründen für untunlich halte. Selbst bei einer vollen Sozialisierüng ber Produktion, wie ich sie in einer demnächst erscheinenden Schrift vorschlage, halte ich eine Ablösung der Produktion»- mittel gegen Ausreichung von Rententiteln für notwendig, weil sonst der Ucbergang von der kapitalistischen zur sozia- listischen Wirtschaft gar nicht zu finden ist. Es handelt sich dabei natürlich nicht um Schonung privater Geldsackinter- essen. Es geht einfach nicht, alle die Hunderttausende, ja Millionen von kleinen Besitzern entgeltlos zu enteignen. Vor allen Dingen können wir z. Zt. die Geldzeichen als stmlanfsmittel noch nicht entbehren I Aber eine hohe Kriegsgewinn- und Vermögenssteuer ist ein Gebot der Not- wendigkeit, weil sonst auch der Sozialstaat mit aller Zw- sammenfassung und Steigerung der Produktion die Mittel nicht aufbringen könnte, um das so ungeheuer angeschwollen« Heer von neuen Kapitalisten, den neuen Reichtum, zu be- friedigen. Denken wir doch daran, daß allein die Kriegs- ouSaaben bis 1. Dezember wohl an die 180 Milliar- Ken Mark Bctrofltn werden. Dazu kommen noch für me Zlbrustiing und Uebergangswirtschast mindestens weitere 25— 3t) Milliarden, ungerechnet die Entschädigung an die Entente. Kurzum, der Weltkrieg kann unS leicht auf 250 Milliarden zu stehen kommen. DaS ganze deutsche Volksvermögen wurde 1913 anläßlich der Wehrsteuer von den Zensiten jelost zu nur 195 Milliarden angegeben. Dazu mögen noch kleine Besitzer 5 Milliarden gehabt haben. Im Kriege ist nun eine ungeheuerliche Steigerung des ländlichen Besitzwertes um 30 bis 50 Proz.. d. h. um 25-�0 Milliarden Mark, eingetreten! Kurzum, wir können leicht nach dem Kriege ein nomi« «« e l l e s dentichez Volksvermögen von 500 Milliarden Mark «lS Schwergewicht zu tragen haben. Das reelle Volks- vermögen hat im Kriege natilrlich abgenommen: der Acker ist verschlechtert, verunkrautet, der Viehstand gesunken. Maschinen. Geräte in Landwirtschafft und Industrie aus« geleiert, verbraucht. Eisenbahnen, Häuser, Fabriken dringend AknfUmMass» CtrmÄfl«n w 1000 vk. 6—20 20-32 82—69 82—100 100—200 200—500 600—1000 t— 8 Millionen 3— 20 Millionen über 80 Millio>»o 1006 266 279 214 108 53,4 16,9 7.1 1,82 0M5 reparaturbedürftig. Aber der Schein, der Stliein ist gerettet und der Kapitalist besteht auf seinem Schein, der zur dopvrktcn �öhe gegenüber der Zeit von vor dem Kriege an- gewachsen ist! Soll die deutsche Volkswirtschaft gesunden. so ist bei jedem Wirtschaftssystem, auch beim Fortbestand M Individualismus, eine Herabsetzung dieses ungeheuer- lichen Kapitalbetrages vorzunehmen. Wir haben in der Ge> schichte genügend Beispiele über Herabsetzung von Schuld- farderungen der Gläubiger. Angefangen von der soloni- schen ,.Seisachteia".Schuldenabschütte5ung. Die Kapitalver- ringcriing kann nur in der Weise durchgeführt werden, dast einfach die Arbeilslöhne auf der Höhe der Munitions- arbeiterlöhne im Kriege erhalten, womöglich noch gesteigert werden. Betrogt der Tagelohn 20 Mark anstatt 4—5 Mark. so lebeint es zunächst, daß Kapital und Geldwert auf ein Viertel bis ein Fünftel ihres ursprünglichen Betrages sinken müssen. Freilich erwachsen da beim kapitalistisch- individualistischen Wirtschaftssystem gleich ungeheure Schwierigkeiten. Wer kann den Hausbesitzer hindern, die Mieten bis zum 4— Sfachen Betrage zu steigern? Kon- kurrenz durch Neubauten gibt es ja nicht, weil die Neu- bauten 4— 5mal so teuer werden. Und wie wird der Erfolg bei der Landwuckschaft sein? Daß bei einem Dagelohn von 25 oder gar 35 Mark sofort der ganze, mit gemieteten Kräften wirtschaftende Großbetrieb still gelogt werden wird, muß jeder Einsichtige zugeben. ES sei denn, daß auch die Lebensmittelpreise aanz gewaltig erhöht werden! Der Kleinbauer wird alsdann möglichst wenig an die amtlichen Stellen und möglichst viel an den Schleichhandel abgeben. den man nicht vernichten kann, wenn man nickt jedem Kleinbauern einen Gendarmen ins HailL setzen will. Kurzum, der Plan, den Kapitalisten durch Lohnsteige- ning zu..expropriieren", ist«»reif und»ndiirchdackt. maß- los? Lohnerhöhungen können zwar unter Uniständen Unheil anrichten, aber der Lage der Massen an sich nur wenig nützen, solange der Kapitalist im Besitze der ProduktionS- niittel bleibt und sich durck Preiserhöhungen der Produkte schadlos halten kann bzw. solange eine zweckdienliche sozia- listische Organisation nicht durchgeführt ist. Die zweck- mäßige Organisation der Volkswirtschaft ist der Stein der Weisen, nickt wilde,»ngiwccelt? Lohnbewegungen, die gerade wegen ihrer Regellosigkeit den Kampf aller gegen alle entfesseln. Es darf nickt übsrfehen,-.. werden, daß übertriebene Lobnstelaerlinaen auck eine außer- ,2/. w deutliche Erhöhung der Lebensmittrlvreiir gegenüber der Zeit vor dem Kriege bedeutet, selbst wenn man die Grund- renke ganz in den Schornstein schreibt. Eine reelle Lohnerhöhung im sozialen® tagt i st nur möglich 1. durch die Stngerung der Produktivität der Arbeit. 2. dinch ein? gesetzlich g--eo.'ite Beschränkung des Kapitalprelits— ein? volle Aufhob tilg ist zur Zeit �»S den richtigsten prakiilchen Gründen wirklich nicht durchfuhr-_.., bar, sie würde, wenn sie versucht würde, nur zu Stillstand j.fu* riLD.l1..0.!,/" des gesamten WirtschaktSbetriebeS und zur schwersten Tckädi- gung der städtischen Vevölkerimg führen. WaS ober kann eine araße Vermögenssteuer ergeben? Es sind über die Art und Weise lowie über die Sätze dei Vermögenssteuer eine ganze Reibe von Schriften erschienen. Von Prof.?fastrow in dem Bücke„Gut»nd Blut dem Vaterlande" ist eine Vermögenssteuer in der Höhe von L5 Prozent vorgeschlagen worden, nnd zwar sollen alle Vermögen, auck daS Scherflein der armen Witwe sowohl als das Vermögen des Milliardär? gleich hock bestklie-t werden. Dr. K» r zv n s ki bat in seiner Broschüre 20 Prozent vor- 5 eschlagen, ebenfalls in gleicher Höhe für arm und reich. lallock bat eine scharfe Staffelung von 5— 60 Prozent «r« wlnniyenswert yrngewem.«»eure mttsien wir zuriaaur i eine Besteuerung in gleicher Höhe bei arm und reich aüT ganz undenkbar bezeichnen, es muß eine sehr scharfei Staffelung erfolgen. Schreiber dieses möchte den stAgniden Modus vorschlagen: Man läßt, wie bisher in Preußen, die Vermögen bis zu 6000 Mark.also daS Scherflein der armen Witwe, die Ersparnisse de» kleinen ManneS, gänzlich frei! AlSdann erhebe man bis zu einem Betrage von 20 000 Mark 12 Prozent. Bei den Verwögen von 20—32 000 Mark er- hebe man für 6— 20 000 Mark je 12 Prozent, für die fol- genden 20—32000 Mark je 20 Prozent. In derselben Weise erhöhe man die Steuer für den folgenden Vermögensmehrbetrag von 32— 52 000 Mark aus 15—25 Prozent. für 52—100 000 Mark auf 20— 80 Prozent. Bei Vermögen von über 100 000 Mark bis 200000 Mark versteuere man die ersten 100000 Mark mit 25. die zweiten mit 35 Pro- zent, den Betrag von 200 000—500 000 Mark mit 50 Pro- zent. Bei einer halben Million Eesamtvermögen kommt man so schon auf 40 Prozent: der überschießende Betrag bis zu 1 Million mag mit 60 Prozent versteuert werden. 1 Million ist dann mit 50 Prozent z» versteuern, die zweite j und dritte Million mit 75 Prozent: ein Vermögen von! 3 Millionen mit 60 Prozent: für den überschießenden Be-i trag bis zur Höbe von 20 Millionen sollen 80 Prozent erhoben werden. Bei Vermögen von über 20 Millionen ent- fallen ans die ersten 20 Millionen ie 80 Prozent Steuer. der überschießende Betrag soll mit 90 Prozent beran. DaS Ergebnis würde sich für das preußische Volksvermögen. daS für 1914 deklariert war, folgendermaßen gestalten: »■f.»« w Deren Davon verwirr» knnirrkmrag «wi..., i» inM 9>clamivrrm«n«, bar ,»'f. In«. Million«, BoillMn w iooj M.n onrn M. ge aml MM.». R. 14 680 6890 11070 16 284 14 834 18 140 10478 12 808 10880 8 542 go 12 12 20 15 25 20 80 25 85 80 60 40 60 60 75 66« 80 80 00 14 680 6 320 1 570 8 704 8875 11 128 4 108 10 800 3 924 10 680 5 460 7 600 8 873 7 100 5 793 6 460 4 820 1 700 1 843 1765 638 »14 1905 594 2225 1 232 2 675 1 374 8 204 2 730 8 240 1 724 8 550 4 345 8 640 3 858 1860 1658 fflefamtet Cteuemfrog 41 329 DaS Ergebnis macht also 41 329 Millionen oder 35,7 Prozent von dem gesamten werbenden, privaten Volksvermögen. Nock höher mit der Staffelung zu aeben ist unmöglich, wenn man Beträge haben will, die..fliilchen". rber könnte man bei den unteren Stufen mit einem höheren Satze anfangen. Immerhin würde unter den bentfaen Per« Hältnissen, da? heutige gesamte deutsche Polksvermögen bei richtiger Erfassuna. zwangsweisen Registrienina aller Vermögen, mindestens daS Dreifache deS für 1913 für Preußen deklarierten Betrages erreichen. S« kämen wir auf 3X41329— 123 967 Millionen= rund Milliarden Mark Gesamt st euererirag. DaS ist eine Summe, die sich immerhin sehen läßt: m I t> h r läßt sich eine Abbürdung aller bisherigen Kriegsanleihen erzielen und nock 25 Milliarden darüber hinaus, aber es ist dock erst die Hälfte des Gesamt- erlordernisi-s! Natürlich ist es auSaeschlossen. diele Steuer lg barem Gelde»u erheben: sie kann nur in Anteilen an Schulbverichreibungen, Wertpapieren. Einiraaungen von auf feste Lieaensckiasten erhoben werden. EI ist klar, daß man neben einer so hoben Ver- mogenßstnier nickt mehr die Einkommensteuer zu aleicker Höbe emporichrauen kann, weil die hoben Ein- kommen sthon durch die Vermögenssteuer weagesteuert wären. Man wird doch noch für die Deckung des Nestschuld- betraaes zst Monopolen greifen miillen. Eine Krieasgewinnsteuer müßte aber unab- hänaig von dieser vorgeschlagenen PermöoenSstelier durch- geführt werden. ES läßt sich nur beute sehr schwer übersehen. maS sie bringen wird, zu viele Krieasaewinne sind bereits durch die grobe Fahrlässigkeit deS Reichsschatzamtes so ..verschoben" worden, daß sie kaum noch al» solche zu fassen sind! Jfn die Arbeit! Die Revolukkon hak mit schnellem Ruck die reak- tiouären Möchte, die das deutsche Volk mit allen Mitteln der Gewalt und Niedertracht niederbeugten, gestürzt. Sie bat ein Herrschaftssystem zerbrochen, das unerschütterlich erschien und das sich noch vor wenigen Monaten stark genug suhlte, seine Macht noch über des Reiches Grenzen auszudehnen. Vieles ist erreicht! Dreiunb�wanzig Dynastien sind gestürzt. Eine Regierung, gebildet aus Vertrauens- münnern des Proletariats, steht an der Spitze der beut- scheu Republik. Soldaten- und Arbeiterräte halten überall im Reiche die errungenen Positionen besetzt. Der Achtstundentag ist eingeführt, die Gesindeordnung ab- geschafft, volle Presse- und Versammlungsfreiheit gs- währleistet. Die Zkegierung wird, gestützt aus die Räte, fortschreiten aus dem Wege der notwendigsten Reformen. Die Revolution ist nicht zu Ende und das Proletariat mutz auf seinem Posten ausharren, wenn es siegreich bleiben will. Es ist, als ob tausend Hände eine schwere Last walzen. Keine Hand darf nachlassen, wenn das Werk gelingen soll. Alle müssen Helsen! Tut es, Genossen und Genossinnen, helst und schafft, indem ihr euch der Organisation äer Anabhängigen öozialäcmokratischen parte! anschließt. Lest und verbreitet lhr Blatt „Die Freiheit"! Die Bourgeoisie hat sich von ihrem erfie« Schrecken erholt, uud die bürgerlichen Parteien sormiere« sich für die nahen Wahlen zur Ratkonalverfamm- lung. Sie geben sich neue, mit tausend volksfreundlich klingenden Formeln gefüllte Programme, dekorieren sich mit ll, iilii Stamm. Traut b-r M--I-»ich,. A-b.it-r»nd Ju Arlenleii IshiMurp!] Aus her Tagung der Fronlfoldatenräte wurde vos Flugblättern gesprochen, die mit der Unterschrift H i» d e n« burgS verbreitet würden, die aber seinen Namen un' zulässigerweiie benutzten. ES darf wohl 0N' genommen werden, daß eS sich dabei um den Text handelt. von dem die..Freiheit" in ihrer gestrigen Abendausgabt Kenntnis gab. Bemerkenswert ist daS veröffentlichte Dokument natürlich in jedem Falle als Beweis für die Arn schauungen und Absichten gewisser Kreise in einflußreich«» Siellungen. Skrupellos fällchen sie den Namen des»hoch verehrten Feldmarschalls", um mit seiner Hilft Verwirruni in die Reihen der Ungeschulten zu tragen. Gleichzeitig wird ein Telegramm Hinden« bürg» an die stellvertretenden Generolkommandot bekannt, das immerhin einen anderen Geist atmet als das Dokument, das fälschlich seinen Namen trägt. In diesem Telegramm heißt es: .Nuchdem die Delegierten der Bundetstaaten den Beschluß gesaßt haben, daß b« zum Zusammentritt der National' Versammlung die Arb-iter- und Soldatenräte all Nepräsenlanten de» Bolklwillen« zu betrachten seien, weist ich darauf hin, daß Konflikte mit ihnen zu per» meiden sind. Festnahme von Persönlichkeiten, d!< den Arbeiter. und Soldatenräten angehören, durch die Kommondodehörden und Truppen ist strengsten? verboten, auch wenn einzelne Mitglieder der Rät? in unzulässiger Weise in die Matznahmen der Köm- mandobehörden für di« Rückführung de» Heere» ein' greifen. Tie Reichsregierung ist ersucht worden. di< Arbeiter, und Soldatenräte anzuweisen, den militärische» Korderungen der koinmandobebörden des Feldheere» für d>? Rückführung der Truppen nachzukommen und sich jeden eigen» mächügen Eingrifl» zu enthalten. Andererseil» dürfe» auch die Kommandobehörden und Truppen nicht in die ört» lichen Angelegenheiten der Arbeiter- und Soldatenräte ein» greifen. Beschwerden in dieser Richtung sind an d>t stellvertretenden Meneralkommando» zu richten. Do ein« scharfe Abgrenzung der Befugnifse nicht möglich ist, mutz er» wartet werden, daß von den Truppen de« Feldheere» untet Berücksichtigung der gesamten Lage nicht» unternominen wird, wo» Trregung»nter der B. vö�erung herbeifübren könnt«. Die» gilt inibesonder« auch hinsichtlich de» vorgehen» gege» rote Fahnen und Abzeichen. An diesen soll, wen» sie in würdiger Form gezeigt oder der Truppe etwa>» Olestalt von Blumen und dera'eichen zur Begrützung darge» bracht werden, ebensowenig Anstand genommen werden, wi« da» von den Arbeiter- und Soldaienraten und von der Bevöl» kerung hinsichtlich der Abzeichen und Flaggen de« Truppen erwartet werden mutz." Man darf wostl erwarten, daß die Generalkommandok diese Weisungen HindenburaS auch aewisfenhaft beachten. Tikjenigen militärischen Stellen aber, die in ander»»* Sinne wirken und die SchandMätter verbreiten nach An de« gestern veröfsentlickten. müssen energisch zur Rechen» schaft gezogen und von ihren Posten entfernt werden. An monarchistisches Lekennlnis. In der..Krenzztg." kann man folgende«Kundgabe alle Familienmitglieder deS Königlich Preußischen Hauset lesen: .Durch den Srlatz unsere« Könta» vom 28. NovemhSk 191» au» Amerougen sind all, Beamten de» Deutschen Reich» »nd Preußen», sowie alle vkflziere, Nnierotfizier«»NbflMU schaiten de» Heere« und der Marine ihre» Treueide» enlbund«� Formell sind also auch wir in Offizier- oder Vramten» stellen bekindlichen Anpebörigen de» Preußischen KönigShause» tv» diesem Treueid entbunden. Nicht nur steht e» nunmehr einem Itden frei, sich im Lt.iats» dienst nnch Helten Kräften zu betätigen, sondern wird die» zm Pflicht gegen da» valerlaud, da« un» geboren, und dem wck mit vollster Hinoabe bi» aus den heutigen Tag dienten: cuij handeln wir Im Sinne unsere» König», welcher in seines Thronverzicht vom 28 November ausdrücklich auf eine Miiarbt» zum Woble unsere» Volte» hinweist. Al» Senior der zur Feil in Preußen und dem Reifl* wohnhaften Mitglieder de» Preußischen ftönigshaiise» erkläre>» hiermit, daß trotz der Neuordnung im Reiche und in Prelis'«»' welche ich unter dem Druck der Verhältnisse an;«» erkennen gezwungen bin, ich brstrebl sein werde, ein«! geordneten, geseh. und verfasiungSmäßigen Regierung zur 6�» langung er'röglicher Verhältnisse zn helfen, daß ich aber anderer» seit» mich persönlich bi» an mein Lebenlende an die Pe r- son unsere» flönia» a I» gebunden erachte, alle« tu« werde, wa» in meinen Kräkten steht, um Schaden von ihm obz«' wenden, ihn al» mein alleiniges gamilenober« Haupt xestlo» anerkenn«. tzndem ich diesen meinen Standpunkt allen Mitgliedern dt? Königlich Preußischen Hanse» hiermit zur Kenntnis bringe,«k» hoffe ich von dielen eine gleiche Olelinnung. Herrenhaus Hemmelmark bei Eckernlörde, 1. Dezember 191»- Heinrich, Prinz von Preußen. Großndmir»!. Formell also hält sich der Prinz deS Treueides ent» bunden. materiell wird er wohl alles, was er vermag- daransetzen, um die erzwungene Anerkennung der neue» Verhältnisse wieder widerrufen zu können. Inhalt und zeigen ja in glelckwr Weise daß de* Keiue Sllmdgerlchke. �rbetterinven.„. Herr, der übrigens auch eine Stütze der alldeutschen Politik Aber lernt von ihrem Eiserk Sammelt alle Kräfte, gewesen ist, sich in die neuen Verhältnisse nicht schicken tan» formiert auch eure Front, stärkt eure Parteiorganisation, und will. Die bürgerlichen Zeitungen macheu sich die Pretz- sreiheit, die sie dem Proletariat danken, zunutze gegen das Proletariat und die Revolution. Die sozialistische Re- gierung kann diesem Treiben keinen Einhalt tun durch Zeitungsverbvte. Die Ardeiterschaft kann nicht wünschen, dasj ihre Regierung sich befleckt mit dem Laster der Unterdrückung der freien Meinung. Darum ist es eure Pflicht. Arbeiter, Arbeiterinnen und Soldaten, dasz ihr die reaktionäre Presse unschädlich macht durch die Verbreitung des Organ» der Unab- hängigen Sozialdemokratischen Partei,„Di» Frei» h e i t". Wer noch nicht Mitglied der Unabhängigen Sozial- demokratischen Partei Deutschlands ist, melde seinen Bei- tritt an!m Büro des Verbandes sozialdemokratischer Wohlverein»(Richard Herbst), Berlin C27, Schickler- strotze 5. Wer„Die Freiheit" noch nicht bezieht, bestelle ein Abonnement bei der Expedition NW 6, Schiffbauer- dämm 19. Der Bezugspreis betragt bei freier Zustellung 2 Mark pro Monat. Das Blatt erscheint taglid? zweimal. Wer unser Blatt liest, gebe es weiter und werbe ihm neu: Freunde! Er tut es für sich, für den Sieg des Proletariats, für die Deutsch» sozialistische Republlll BerN», 8. Dezember. Ter Rat der volk»beaustrag» trn hat gegenüber einigen Anlrägen beschlossen, die Ein« fetzung von Standgerichten zur Aburteilung bestimw- ter Arten von verbrechen abzulehnen. Gemeingefährlich« verbrechen sind von den zuständigen Behörden mit größter �«» schleunigung zur Ahndung zu bringen, aber im Rahmen de» ordentlichen Verfahren». Wer die Gesamtheit durch eine straf« bor« Handlung gefährdet oder schädigt, soll rasch mit der ve» dienten Straf« belegt, aber seinem gesetzlichen»lichter nicht ent? zogen werden. verlrauensookum für die bayrische Regierung« München, 3. Dezember. Die Delegiertenversammlung det LandeS.soldatenrate» nahm in ihrer heutigen Sitzu»» einstimmig unter lautem Beifall folgende viciolutio» an: Di« verjaminlung der Delegierten sämtlicher Soldatenritt Bayern» sowie der Fronttruppen billigt einmütig da» voi» (Lesamiministerium vorgetragene R«gi«rung»programl»- Tie Eoldatenrät« werden alle» oufbieten. im Sinne dieser 8�- klärung zu wirken, und ihre höchste Pflicht darin erblicken. Ruh« und Ordnung zu halten, um so de« öfsenttiche»nd privo« Sicherheit zu gewährleiüev und die»yeuibehrliche Versöhnung >u»d Wüarbett cüu goiUttäst» sicherzustellen, Aanz besonders fcfcrtV« He DeIeHeetenve?s»»i der Reichleinheit mit föderativem Eharatter gesetzt und mögtichst baldige Sinberufung der Natio. 'aiversammlung für unbedingt»atwendig er, 'chtet. Hierin erblickt der Delegierlentag die Gewähr für eine lefunde Konselidierung Bayern« und d«S Reiche«, die bei den »ölker» der Entente Vertrauen erweckt und uo« zu einem bal- �«e» untz gesicherten Friede» führt. Das Ultimatum Fachs. ?« bestSiigt sich unsere Mitteilung, da� der deutsch« Berniittluiigsvorschlag, Teutschland wolle bis l. Februar in Reparatur besinnlichen Lokomotiven ausliesern, wo- W die in öelaien und Nordsrankreich beschlagnahmten beut- ichen Lokvn.ottven in Anrechnung gebracht werden sollten. »«n französischer Seite zunächst zur Kenntni» genommen forden ist. Man dc>»s hoffen, daß weitere Berhrndlungen »attiiiiden werden. Auch die Nachrichten über die unmittelbar bevoriteh.'nde ftiternierung der Armee Mackensen sind unrichtig. £rku« Busch erklärt �»tr. Leute wie Stinnc» und Thyssen betrieben in Tpaa die Gründung eine» Rheinbunde» unter französischem Protektorat. Etinne« drahtet dazu: »Heute abend von Tpaa eingetroffen, woselbst ich bemüht Gewesen bin. die brutalen Bedinsongen be« Waffen. st i k l s« a n d e« für'da» gesamte deutsche WirtschasUleben in orr Durchführung erträglicher zu gestalten, lese ich JJHre Ausführungen im I>rku» Busch. Ich ersuche Sie um wlortige Mitteilung, auf welche Unterlagen Sie Fhre Behaup» '»»gen glauben stützen zu können. Jbre Au»führunaen sind ln ihrem vollen Umfange unwahr, und wer fie verbreitet, mach, sich einer gemeinen Lüge schuldig." S» ist anzunehmen, dost Prof. weder nicht zögern wird, die Unterlagen für fein« Behauptungen der Oesfentlichteit bekannt- dl geben. Sm übrigen muh sehr bedauert werden, dah gerade Herr Plinne» al« Sachverständiger an don Verhandlungen Wofsens»ills»and«k>minilsi»n beigezogen wurde. Der Rame erzreaktianärrn Kcharsmalber» Slinne» hat einen so üblen h>»ng, pah da» befreite Deutschland durch seine Anwesenheit in Pd»a»ui auf da» schwerste kompromittiert werden inn». Seine>u»flüge in da» Gebiet der aulwärtigen Politik, die in den veröffentlichten Geheimdokumenten de» russischen Wsterium» de»»euheru manch erbauliche« zu lesen ist. haben früher dem Deutschen Reiche nicht» weniger»I»«arteil und Pre eingebracht. Vatrlolismus und Profil. AnG gequSIter Seele stösit die fromme..Termonlo" am ?wl»ssk«ine» Berickst» über die Poraänae auf der Hebe- '"lgsabrik F. Pieck>atzek folgenden Notschrei aus: »Wenn da» f, weiter«eht, wie im Kaie Piechoyek, werden d>ie Help»nn Feind noch danken müssen, wenn er Deutsch- '>N» zu besetzen sich entschlicht!" ». Diese« ffieffünbni» ist kostbar in seiner nackten Nn- k�mminktheit. ES zeigt, daf, alle Redensarten der büraer- �wr» Parteien über Vaterlandsliebe. Volk ulw nichts ?N»r sind als eitel Lllae und Betrug. Höher ai» alle diese Swnen Worte stehen ihnen das Eigentum und der k k o f i t. Sind diese bedroht, so scheuen sie kick nicht, den missd in» Land zu rufen, damit et den Profit vor dem �dtltendgn Volke verteidig». x vöswWge Erfiiduniea. »„H'krzu ist z» bemerken, doh die Nachricht ofsensichtllch �»Idalenrate hatten in zwei Woäxn SM Millionen Mark gegeben. Ii» Hanze bürgerliche Pressemeute hat sich aus iWe Nachricht gestürzt und münzt sie in ihrem Kampf gegen 'k 91,.„nd S.-Näte weidlich auS. Hierzu ist zu bemerken, dah dieNachricht»fsensichtsich »ksunden ist denn e» besteht heute noch keine Möglich- inIl' � H�be der Summen festzustellen, die von den A.- z.° Z.-Räten ausgegeben worden sind. Ein Teil dieser jr'lfwei, düngen ist für Demobilisierungszwecke �'braucht worden, und et ist anzunehmen, dass die A.- und ?''Rcile durch ihre ausopsernde Tätigkeit die Demobili» �.k"ng nicht nur rrleichtert. sondern alich wesentlich vrr- c.Uligt haben. Die Wut ber Kriegsgewinnerpresse über � A.- und S.-Räte ist de»halb durchaus verständlich. Tschechische Gewalttaten. . Brün», S. Dezember. rschechoflowoklsche Drnp. . � k»men am 2g lt. auf de» El«»»»!«» und»»»sernte»»»» * Gebäude» de««oldaienrate» nu»»er Bezirt»d>>»»>ma»iilchost die deucichsfteereichische» gabneu.«t« die«o»««en»e ,,,�i>u Pfuirufe auodroch, ersffueteu die»s«,eck»llo«o. t'At« Trupp,» dos Fener awfdlowob'tofe>e»I ke w"», dr«»Irr Tote, zwei streuen und zwei Ainvee und zehn kwundrte, darunter»iee Schoveeverletzte, zu« Opfer fiele». Der polnische vo!l»lKg. Pu« Posa» meldet uu» ein Rripottelegromm. dag d»i 6 rnunj»e» polnischen«eUtezei. tiet»m t. Dezember st-itt- �"ben zat. ein grosser Umzug»eranstolte« wurde, der � ln»oller Ordnung und Rübe abspi-.lte. Dia Häuser Poien» '''n mol poinischen Floggen»nd«eissen Adlern reich "''chmückt. ■ De« Bolkstoge ging ei» F r ü hg o t»e« d e u st voraus, «e>n Privat Styches«in» Predigt hielt, die Heilige» aller polnstcven»«'»mgogsmere anrief»nd fle Satz fit dte«inhe« Polen» zu wirke». Die erste Sitzung de»?»lk«lage» dient« seiner formale« Konstituierung.— De wichtigste Debatte findet»roego» statt. Ucbermorgen wird der Bolkltag bereit« geschiossesi. Zaeung der ZronssolSalemSle. Die Tagung der Frontsoldatenräte in Ems dauert fort. Aus dem Bericht über bie Verhandlungen de» zweiten Tages wollen wir folgende» wiedergeben: Leutnant Schneider sArmee-Abteiung®) erklärt: Es ist mir von Kameraden der ersten Armoe der Austrag gowarde«, auszusprechen, wie die g-stern anpenomnwne Sntschliessung int«r. vreuerf werden soll. Di estamerade» wolle» sich hinter die Re- pierung stellen und durck einheitliche Auffassung die Einheit de« Neicke» schützen. Sie sind sich auch bewusst. dess mrter de»»eueu Derhältuissen die teilweise Sozial isiervng notwendig sein wird Jen Ucbrigen erstreben wir nach wie»or eine Betei- ligung bei dem Berliner««IzugDausschtch, dte der Bedeutung de» Frontheere« entspricht. Ein Vertreter der sech«te» Armee führt au«: Ich hin durch die Ausführungen de» Vorredner» überrascht. Fetzt, nachdem wir AuslISrimg durch Vertreter der Regierung und Ber- treter de» Berliner Bollzugeausschusse» erhalten haben, haben wir kein Interesse daran, das Bestehende umzuwerfen. Wir wssten den B-rliner Vollzug»au« schnitz unterysstzen aber nicht mehr. Der Sprecher der neunten Reserve- Division or» lläet: am 1». De'ember der Konareb d'r Arbeiter» und Tol» datenräte zusammentritt, halte ich die Wahl eine» Fentralrate» der Soldaienräte für übccslüisig. Wir gehören jetzt der Heimat im» haben fein Reckt«nebr. Eanderinteressen für un» in Anspruch -u nehmen. Dagegen halten wir die verstärkun« da« Berliner Boll uas"'teS um künt Mann tür notwendia. Drr Sprecher der 14. I n f a n t e r i e- D'i v i s i o n sagt: Die Macht, dir sich die Berliner anmatzen, hat in ihren Folgen dazu geführt, die Reichseinheit aul» stärkste zu gefährden. Die Regie- rung hat sich durch die Soartakusgruvpe und den P»Izua»ausschutz ängstigen lassen. Es ist notwendig, datz dies offen»»«aesvrocheu wird. Bis zum Ifl Dezember ist noch lanae Feil, bi« dahin kann alle» Mögliche passieren. Ich»alte desholb dte Wahl eme» Zentralrates bei der Obersten Heeresleitung kür nonuendi«. Der Sprecher der 10. Armee bemerkt: Ein besonde- re« Vorkommni« gibt mir Veranlassung, für die Wahl eine» Zeutralrme« bei der Obersten Hem«!eitung zu sein.®« bandelt sich um ein Flugblatt, da» von der Obersten Heeresleitung herausgegehen wurde. Es ist»nglautkich. datz etwa» Derartige« unter den Augen de» Soldateirrates bei der Lbecsten Heere«'eitung geschehen tonnte. Der roaktionäre. antisemitische Inhalt de« Flugblattes spoitet jeder Beschreibung. Wenn die Faden gut genug waren, im Schützengraben zu stehen, und mit ihrem Leben das Paterland zu verteidigen, so müssen sie auch jetzt gut genug sein, un» bei dem neuen Aufbau zu helfen. sDa» Flughlglt wird verlesen.) Ein Anteag auf Uebeegang zur Tagesordnung al» Demonstration«egen den«ersass»» de» Flugblatte» wird einstimmig angenommen. Ebem Reichotagsabgeordnetee Giebel: Fch konstatlere, datz da« Flugblatt nicht von der Obersten Heeresleitung stammt. 9* stammt, wie ich hier schan feststellen kann, von der Armeeabtei« lung B. Wenn ein derartige» Flugblatt in der Armee Verteilung finden sollte, dann wird es bei der Truppe seine Wirkung nicht verfehlen. Derartige» darf nicht vorkommen, ich bitte Sie, die Kameraden darüber aufzuklären Im übrigen handelt e« sich»m den Mitzbrauch dr» Ramen» de« Feldmarschall» v. Hindenbing. Der Sprecher der A r m e e a b t e H u n g A:®» scheint mir. datz bei dem Solda'enrat der Obersten Heeresleitung nicht alle« in Ordnung ist. Manche», was in der Denkschrist steht, gehört nicht dahin. Die Männer in den heimatlichen Arbeiter, und Sol- datenrälen und dem Berliner Pollz»g»au»sch«itz sind meisten« Leute, die ln der Partei und im gewerkschaftlichen Leben schon seit vielen Iahren ihren Mann gestellt haben und denen wir ver» trauen können. 09 ist ganz falsch, wenn mit dem Wort„Drückel berger" gehetzt wird. Wir wissrn alle, datz e» ohne die Schufterei in der Heimal bei täglicher Arbeit«, eil von 14 bi» 1» Stunden unmöglich gewesen wäre, die Massenmunition zu erzeugen. Ein Antrag auf Tchlutz der Debatte wird angenommen. Persönlich bemerkt der Porsitzende de» Saldaten» rate« bei der Obersten Heeresleitung: Kame� roden I Bedenken Sie, wie wir un» zusammengefunden habe«. Al» der Kaiser sich in Deutschland nicht mehr sicher kühlte, begab er sich z» der Obersten Heere«Ieitung in Spaa. Zu seinem persönlichen Schutz wurden sunge Truppen, Minenwerfer, Flammenwerfer und sonstige derartige Formatio- nen zusammengezogen Die Leute hatten auch den Millen, den Kaiser z» verteidigen. De älteren Jahrgänge aber, dte ein Blutvergietzen verhindern wollten,»utzte» die jungen Ka meraden für ihre Ueberzeugung und für die Bildung de» Eol. daten-ate»»» gewinnen. Nun legen»>r gern unser Mandat in Jbrr Hönde zurück. Im übrige» habe» wir uns»i« al» Feiitralftelle drr eoldalenr ue dr» Feldheere« betrachtet, sondern nur al» Soldatenrg» bei der Obersten Heere»le>lung. E» wird einstimmig beschlossen, datz der Sol« datenrat bei der Obersten He»re»leilnng sein «ml weiterbehält. I» Vorschlag gebrachte Mastregelun. gen von Offizieren sowie Gebeimbesehke an» de? letzten Zeit, in denen die Entfernung gewisser unzuverlässiger Offiziere vom Dienste verlangt wird, wurden dem Soldatonrat der ivbeesten Heeresleitung zur Erledigung übeuviesen. Tendenziö'e Alarmnachrichlen. ,Bolscheivi»mu» in einer Berliner Fabrik".Der Arbeiter» rat al» Diklawr."»Gewaltsame Stillegung und Szprapriiening." »De eigentümliche Rolle de« Vollzvgsrat«." Unter dieser ten» denziäsen Ueberschrift verbreitet da».Berliner Tageblatt' nebst anderen Berliner bürgerlichen Blättern eine Darstellung der vow gänge bei der Hebezeug-Yabnk F. Piechatzek in der See st ratze, offenbar in der Absicht, den Bollzug«ral herabzusetzen. Demgegenüber stelle ich folgende» fest: Am 15. November gaben wir folgende Anweisung» .Die Geschäftsleitung der Firma Piechatzek übt in volle« Umfange idre bisherigen Funktionen au». Die Geschäft»- leitung ist jodoch verpflichtet den gewählten Mitgliedern de» Ardeilerrate» die Äontrollmöglichkeit in vollem Umfange zu gewähren." Am LS. November erschien der Ardetter-Aupschutz mit den deib-n Inhabern der Fivma in meinem Bureau. 09 fand»in« f«V erregte«usednanderi'etzung zwi-fchen beiden Parteien statt. Säe boschulbigion sich gegertseilig. Ich gewann de« Giiwruck, datz beide Portalen durch ihr Verhatt«, die dodaueirlichen vor. gänge vrr chultet hatten. Dem Heren Piechatzek erklärte Ich. batz»te heute in einor anderen Lest leben, datz house dce Unter» nehner im Perlehr niit der Ardeiwefchaf«»in ander«« vor» halten an den Tag legen müssen»l« vor der Revoluiio«, datz deib- Parteien brstredi sein müsse». Konflikte»u»ermetden. Dem Vertreter der Arbeiterschaft habe ich nwine schärfst» Mitzbilligung wage«, feme» Barhatten» au«» stpfpevqe» Und tzenselvo« angervtehe», ru Limmre»ihm mumm Umständen deoaetige Har-blunge» ga unterlassen. De fachliche» Diffeeeage» wurden»ach dies« Aussprach» durch solgonde Vereinbarungen sofort erledigt: Zwischen de« Fir»a F. Piechotzek»nd boai bestehenden Betriebsrat wird folgende»»ereinbaet: Dte Firma zahlt bei 4»>hstü»»igee Arbei»«»eit den gleichen Lohn a!» bei 54stündst aer Arbeitszeit. Die AU-rdpre se werden so aufgebessert, das bei sllhhstündiger Arbeitszeit das'elbe verdient werden kan» al» bei»sftündtßer Arbeitszeit. De Festsetzung der Akkord» »eetse erfolgt durch gemeinsame Aussprache zwischen Arbeiter» A«»schütz und Betriebsleikuna. Desgleichen sind auch alle an- deren Arbeiter- und Angeftelltenfragen durch gemeinsam» Aussprache»wischen Vrbeiter-Auslckmtz und Betriebsleitung zu rege!.,. Der bestehende Ardeiter-Tusschuss UM(ein» Tätigkeit bi» zur Reuwahl au». vor! in, de««. Rovember Isis. »e».: Piechatzek. OB» Ffischen. Beide Pootdtan stimmten d esem vertrage gm. Herr Piechatzäk war sichtlich erfreut, über diese Erledigung de« Streitfall», de» dankte sich und fragte, ob er bei ähnlichen Streitfällen wieder vorspreche» dürfe, wa« fekbiwerständlich gern gewährt wurde. Wenn trotzdem zedt eine solche tendenziöse Darstellung dieser vom gänge durch die tzürgerl che Presse geht, so mutz ich annehme«», datz dies« falsch informiert worden ist,»h»r daß ihr jede» Rittot recht ist. dm. Ballzitg»!* herabzusetze«._ r( «ich. Rülle» Rsuefuöp des 5v«kendlevfies. Bern«, 8. Dezember.(Hmtlich) Fm«ufchlutz a» die w be» heutige» Morgenzettnnge» veröffentlichte Anordnung der Reich»« regier, mg.»«nach die Zentral-Funkleituog die Führung de» Den'tbetriebe» ihrer Funsenstationen und der angegllederte» Dienststellen vorläufig behält, war auf heut« vormittag ein« kommissarische Berawng im Reichskanzlergebäube anberaumt wor- de«, an der Vertreter der Zrntral-FunNritung. de» Auswärtigen Amte», de« Krie»tministerlum», de» ReichS-Marineamt». de» Ad- miralstabe», de» Reich»-P»stamte», de» Reichsschatzamt», de» Reichs-Kolonialamt» sowie Vertreter der Reichsregierung und de» B»ll,ug»rate» de» Arbeit»?, und Soldatenrate» teilnahmen. De Versammlung beschlotz, einen Organisation»-A u»schuF znr Reueinrichtung de» deutscheu Funkendlenste» einzusetzen, der über die Zusammensetzung und dir Aufgaben der zu gründende« Zentralstelle sowie ilter deren Zusammenarbeiten mit den an- dern Bebseden dte grundlegenden Vorschriften z» entwerfen hat. In den Organisations-Ausschutz senden folgende Stelle« ibre ver» treter: Zentral-Fnnkleitnng, Kriegsministerium. Reich»-Marine> amt. RcichrPo'tamt, Auswärtige» Amt. Reichtfchatzamt. Jede dieser Stellen kann fich in dem Lutschütz durch höchsten» zwei Persone» vertreten lassen. Dte Reich»regierun« und der Vollzugsrat bee halten sich vor. je einen Vertreter ln den Aulschuh zu entsende«, Der Autschutz erhält den Auftrag, seine Arbeiten unverzüglich auszunehmen und da? Scgebni» den beteiligten Behörden möglichst bald mitzuteilen. Zur Prüfung diese» Ergebnisse» wird die Reich»regiernag«in« neue kommissarische Beratung anberaume«. Mnt fflnariffe in die SaaitarloffeibestSndei A« all,»ebeiter- und Soldatenrät« de» Reich» I Da» RetchsernShrunasamt beklagt sich darüber, daß die Fälle sich mehren, in welchen Arbeiter- und Soldatenräte Eingriffe in die Baatkartoffelbeftände vornahmen. An alle Arbeiter- und Solta»enräte ergeht daher die dringende Mahnung» allen Anordnungen der Reick»- bzw. Prepinzialkartoffelstelle so--!! wie Saatstellen unbedingt Folge zu leisten und unereifitigten Ein.' griffen tn da» gesamte Ernährungswesen mit allen Mitteln vor- zudeugen. Der Bollzugtrat de« Arbeiter-«nd Soldatenrate» Grotz-Berlin». Rich. Müller. Molkenbuhe. tetzle Achrichken. Amerikanksche Trfahonsprksche. Washington,>. Dezember.(Reuter.) L a n s t n g hat de« amerilanischen Staatsangehörigen empfohlen, der Regierun» binnen 80 Tagen mitzuteilen, welche Verluste sie durch den U-Boottkrieg an Ladungen»der persönlichen Güteen die nicht oder nur teistveise versichert waren, erlitten haben, ohne Rück?.U darauf, ob e» sich um amorikanischa ad« au»- ländisch» Schifft handelt. Sranattzploflon tn velgken. Besssol. I. Degemboe. Räch«inee Hadatmeltzu««»xpla- dierte in Echordeck, wo Kinder einen von den Deutschen zu- rückgelassenen«ranatkorb verbrannien, eine In diesem verbliebewe Granate, wodurch acht Kinder gelötet und Lt verletzt wurden. An mehreren andern Stellen wurden ebenfall» durch Ezpla- sionen Personen getötet beziebuivitweise verwundet. veronlmorttlch-r Redakteur: Dr. S. Restriept,. v«rIln-ZLilm«r»d»rh Drnck vor sindendruä'«r»I»nd P,rlag,ge>,lllcholl m. b. 6. Cchifflieutibomm 18' 6 » f Ä u & <0 •n R» Theater und VergnOgunsen. Volksbühne. Theater ara Bülewplatt. cirek on Tried. Kayssler. T�i Uhr: ciUclm Teil. Opernhaus 7 Uhr: Der Evanirellmano. Schauspiele 7 Uhr: l>i* Juda�glocke« Direktion Max Reinhardt Deutsches Thenter 7 Uhr; Don Carlos. Koinmerspiele y Uhr; Der Sohn, Kleves Schcuspieihccs Fasanonstr.!. Port. 5 71/$Uhr! rrüh'tng* F.nnraebetL Lessinö-Theater. Direktion; Victor Barnowsky TS Uhr: Der Schöpfer. Mi ittw. Donn.: Der Schöpfer DeiTsches Kflnstler-Thater, 7,/i Uiir; Nachtoticuchtuns llkruul: Aut'erstehunir. Dir. Carl H.inhard- P,ud. 3. miau Theater I. d, Köaisßrätz?r Strattss n uhr; Der Rdurh Im ml. Komödienhairs an der Marschatlhrflek« 7 uhr: Tanzende Nymphs Berliner Theater 7\, Uhr: SiCme, die w eder lenditen Operetie In J Akten. Musik von W a 1 1 1 r Kollo. Trianon-Theater Bhf. Prledrlchitr. Ztr. 4027, 2301, 7'/» Uhr: Der eute Jtuf._ Central- j iiester. 7t» DieRosevonStflnihBl Deutsches Ofernhans Ckarbttesb �r; Der Zlseunerharon. i'riedrieh-ttilheim&tildL Theater. TS Uhr: Danncrl. üas lirdimSdsrltiaus. II. Till. Siemes Theater. n uhr; Hans Im Schria�nloch itiniiTseiie Öfter. Ti Schu/nrzu'nlömöde!. Uhr; l.iaNla|iiellinuH. ?'/. uhr; Die spanische Fliege. Metropol-Theater. r-mr. Die Faschlnssfe». heußs üDefonenhaus. nuJie Glocken von Corneviile. Paiast-Theater. 3\Uhr: Dtr Strewvutlp.ter. 7� uhr: Der Mikado mit Cläre Dux. KeRldenz-l liest er nuhrDyckerpotts Erben, Lchllicr- A.«rtlcr(.nariotiea iara. 3 Uhr: Weh' dem. der 10*1. 7\, uhr Das Konzert. 1 lialin- I neater. a\ Uhr: Rotkäppchen. liljr.t. Linter der olülienden __ Linde._______ Ttaittir»m liollindortpUtt. iSi Uhr: Frau Holle. ' 7 Uhr Theater des Westens. n uhr Die lustige Witwe 4 Uhr; AschenOrüdel Wsllner-Thcater. 3� Uhr; Der Märcuenwald. Tvuhr-.liratKaiienicnts 8bd. n. S«t. Ik;>" kUrthiw-wnM Casino-Theatcr. Lothringer Str. 37. Tial, AIA Uhr; Me«! Das 3aktiae Volkstlflck R«ll Die goldene är&cke Vorher; CntkUulit Spwüal.ate». Sonnt« 37, Uhr: Der ttnf'ias APOLLO Thaatep Dir. JAMES KLEIN Sonatass J, und 7\ uhr Die Weit plit unter I 804er»e« 4?r frotsen Noretnbet-V arlc ti-Schti Mitwirkende; («aU ISoe'anSl Imcse Uattaer irr.rt Lrhifeh!?nttiBe'lnninm N ADCHURA'S Eletanton ROSTON'S AJfsnmanseh ucw. Sonuta« 3*/, Ind. Crweckeoae I Kind frei ECükük Lichtspiele Gr.FrankturterStr.28 «a dar AndreasstraBa. Bi» Donnerstag: Fern Andra; lies Lebens raub« Bahn. Max Lands: Der lebrnde Heb allen. Anfang 6 Uhr. Frontsoldaten, Urlauber, Deserteure! Am Freitag, den 6. Dezember, nachm. 4 Uhr: z große Protest-Uersnlungen. GermanSasSle, Chausseestr. 110, Sophiansä e, Sophienstr. 17,18, Andreassäle, Andreasstraße. Tagesordnung: Unsere Rechtlosmachang durch den Groß-Bcrliner Soldatenrat, Referenten: Ludich, Rohne, Schulz. Der Groß' Berliner Soldatcnrat hat beschlossen, Eure gewählten Vertreter nicht anzuerkenuen, Vir ruien Euch zum Protest aul I Erscheint in Massen I Frontsoldatenrat. Der Rat der Urlauber n. Deserteure. brfcnz. r DIE BLAUE LATERNE 'jReqie* Ruöoff- OtöcbrctfJi MOZARlVAiM. Adele Schreiber spricht über | Revolution und % Frauenrecht � Karten zu 1—4 M. bei Bote& Bock, A, Wertheim und an der Abendkasse � ona an aer Aoendkasse A $ooooo�o<�ooooooooo .( MaSc JZaßurett). ? ��ehren�o. 52�- * Ab I. Dezember I Neue Dir ektion• Neues Programm Z Ganz renoviert �Antsoz 6 Vhr\ I Sooaraj' 4 Ubr J ! Gyigyi- Konzerte i t ßloirltnprtla*: 1.3$ M.. 2,49 M. I m— rm VorzOgllche Küche i. i � • Torten, Makronen und Getränke. •••••••••••••••••••••••••••••••••••• N. S. P. D. �tefllit». 51m Millwoch, den 4., abende 8 Ahr: Tratten Versmmnlim� w der Aülli des Gymnostums Heßsestrche. tot 11 r Am Donnerstag, den 5. Dezember, akentfs 8 üör Im Rosenthaler Hof. Roeeothaler Straße 11—12; Uli Zahlrelehss Erscheinen erwertet die EranchenSsItung. Ortskrankenkasse der Keckaniker, Optiker und verwandten Gewerbe zu Berlin. Zu der am Montag, dei 16. Dezember I9IS, abends 6 Uhr, Im KaMcrlokal. MOuzstr. 24. II Tr. stat findenden ordentlichen AUS- SChuBsitzunx werden die Herren Arbeitnehmer und Kassenmit- glleder hiermit eingeladen. Tagesordnung:, L Wahl von Z Mitgliedern zur Prflfuitg der Jahresrcchnnng für 1918. 2. BcschluBfassting über den Voranschlag für das Jahr 1919. 3. ScschluBfassutig über den Beitritt surn Verband der Kranken- kasne« Im Bezirk des Oberversichernagßamts OroB-Berlln. 4 Verschiedenes. Borlht. dee 3. Deeember 191S Der Vorstand. M. Q n t s c h c, Vorsitzender. Anfragen nni Beschwerden, welche die Sinsicht in die Akten der Kasse erforderlich machen, sind späteetens bis zum 12. Dezember im Kassenlokal schriftlich einzureichen. Bestellschein. Bitte hier au-Ichneiden, ausfüllen und«infenben an den «eriug der„Freiheit", Berlin 6XV(5. Schifidauerdamm 19. Der Unterzeichnete bestellt hiermit vom MMrrawiiIi!k.AS8srIiii ab 1 Ezemplar der zweimal täglich erscheinenden Leitung ?v// „Die Freiheit Berliner Oraan. der Unabhängigen Eozialdemolratilchen Partei Deutschlands mm Preise von M. 2,00 monatlich bei freier Zustellung ins Haus. Name» Borname:. Beruf:— Ort_________ _________ Gtrab«, .Bläh, Nr— A. H. Q.«. r. l.— Etage Wir weisen darauf hin, dass die Meldefrist um 1 Tag verlängert wird. Letzter Mcldeiag Mittwoch, den 4. De*. 1918, Nachmittags 6 Uhr. Die Orte Mariendorf und Marienfelde sind in der Liste noch nachzutragen. Die Wahlkommission 1. A. Neumann. Unsbhsnstger Sozialdem. Wahlvereiii für den S. Kreis. Mittwoch, deu 4. Dezember 1819, abends 7 Ahr Öffentliche Bolksversammlnngen. Unlons-Aestsäie. Sreifswaläer Strafe 222, teydeckers Felijöle. Sophienstraße. Tagesorönung: Unsere politische Lage. Referenlev: Volksbeauftragter Adoif Hoffmann. Beigeordneter Dr. Fosef Herzfeld. Die aus dem Felde beimgikehrten Genollen sind bierzu besonders eingeladen. fF$S. gsösseäl BILLIGE PPEI56 AltT Wunsch BeauEMC ZAhLWaSf ( Verlangen Sie unsern Prospekt 333. ai(h(;wgi �fcidniiiilinijj aller WtiWlkiitt der gnihiil (Graft Hrrlin) am Donners: ag, den 5. Sezeniber, vormittag ft) Nhr in �aberlands �ostsälen(Luisensa«» am Bahnhos nicsanderpiayX Neue Fri«3richstr. 35' ? a q( 8 o r 3 n u n q: Aussprache Über die Expedition der Lrelheit. klüe Genossen. 3!e Spediteure sin3, unä Genossen, gewillr sind, die Expedition zu übernehmen, sind eingeW� Der Eine erufer: 3. H. Aar! Euoci. U. T. P. D. Pankow. Freitag, deir(». Dezember, attends 8 Nhr, Lindrrs Meftau.anr. Breite Ltr. 83- Oeffentliche Versammlnitz Tagesordnung: Nevolution uns Tozialisierung» Ref. Ed. Bernstein. \Velihels.z.nnl und anerkannt Ist der Vervieifältlsunss- Apparat Heb ?« "» Sonn nelet 3U «fketbill •'» oul »ilttijur de vsnli Sehapirograph. O/Iefler mit echien Gmerin-Sollgn iieferDBrl Tadellos schar'« Abzüge von HandfcbrlfL Maschinenschrift oder Zcichmins. Einfachste und prektischst« Handhabung. Billigster und bester VcnrleiiälngBags« Apparat Man verlange kostenfrei Prospekt end Drcckprede«. A. Schapira, Berlin C. hi .�-Ile ,6 ti B 153/16* Stralauer Straße 56, PAUL CASSIRER VERL, Sozialistische Schriften zur Revolution , 8u %nl;c; Iii de, ttjen f de» ..«Net >" 81 KARL KAUTSKY Habsburgs Glück und Ende. Preis 3 Mark. Das Buch vom Kampf der Nationalitätea and der Revolution in der allen Donaumonarchie/ «"Qph Mki "'Sien bi > die i >st SerSozlaN früher Sozialistische Auslandspolitik lluLbhänfiße fozie'demottal.fche Wochesschrlsl Herausgedcr Dr. R. Breilscheib. Erscheint clnrnsl wöchentlich am Donnerstag- -tue e'U i � Dl ""igen Mnttrcl önn« Prei» für die Einzelnummer 50 Pfenm'g, bei«llen Händlern der �Ateiheil" zu haben. Adonnementvpreis für Dezember 1.35 Mark, vom 1. Januar 191� «n für das Quartal in Deutschland 5 Mark, im Äusiande 6 Matu ? di; "'kien '!»\fy 20nlflK anj »u«d !«!sd '«6 I 'r! 'noii 4° Zicbunj; 6.— 31. Bszscaber Höf® KM5IE' ScIA-faBtterM 548 454 2.099 und 17 881 G.idjcwien« zus. SCiÖCJO© a :100000| ; soooo : 30000I - 20000» Qeld.Lose fffl. 3.30 10 Lose'•SktiXSSiW M. 33.60 Lnllfiller&Co. Berlin Wh Werdertohsr Mir'1' 1. �ben. Die�t Synen hnh z suchen 8«nf tettr, i �eite °en? Jänbc ®tonn °erzS, S-hen. J.'e Ii bftt «Qi«; «ütdi de» er- «r. SS f Sie AusleMg Seslmeichs md Wer ZMftrie. Von«»aeSert«r»s. Vellage W«Irelhelk". Mwiich. i, Lezemder 1918. ' Di« öi'lt'rreichlfH« Landkarte wird nach de« Artege M gm« •"»«t» Vesicht«halten. Gatoohl die iuheren Vre«»«» d« 9f Whnwiotchit toi« die(Stensen der einzelnen Grönländer gegen- wnander werden verschwinden. Wi« im einzelnen die(Sröhe der � entstehenden Staaten und wie der verlauf der Grenzen stch teftalten wird, steht noch dahin. Nur da» wissen wir, dast da» «tionalitättprinzid für die Vfcutenbildung«ad Staatenad- �enZung maßgebend sein soll. Welche Bedeutung den neuen Staaten al» Wirtschaft». jj�*r zukommen wird, in welcher Weise st»«iteinad« in Der- «nduiig treten wüsten»der gegeneinander operieren werden, er- tibi sich aur an» ein« Untersuchung der in den einzelnen Ge- »itten vorhandenen Mrtschaft-Käft». Tech wir dar»« noch»ein �geschlossene» Bild hassen, daß un» fite viel« Zweig« de» Wirtschaft, Irben» überhaupt«och die nättg«, Unterlagen fehlen, V Aar. Gewiss,«»Haltepunkte gewinnen wir ab« dadurch daß wir t>e industriessrn Betriebe nach Anzahl und Wert in den einzel- «m Gebieten«iteinand« vergleichen. Oesterrmch-Ungorn war di» dt««u»bruch de» Kriege«, und daran hat der Krieg nicht» gc- �"dert.»och überwiegend Agrarland. Die Industrie hatte«st in t�igen Gebieten ihre« Einzug gehalten und dort die Ackerbau bedSkkerung zurückgedrängt. Industriell hochentwickelt waren baiurgemäß di» europawärt», also vestllch und nordwestlich ge» ltgenen Gebiete, Deutschte sterreich und Böhmen. Galizien und {** füdffawisch« Gebiet folgten erst in weitem Abstände. Natlir- »ch lasse« stch die Standort« d« einzelnen Industrien nicht wrchtveg auf di« einzelnen Nationalgebiete und damit auch aus JJ* späteren Staat Gebilde verteilen. E» gibt in Oesterreich wie ««rall eine ganze Anzahl industrieller Werke, dt« über der» Wtden« Erbiet« d« ehemaligen stlhonarchte verteilt waren. f' ch von Berg- und Hüttenwerken die Amdrahwert« mit einem 'nulol von ifi Bttllionen Kronen, di« sowohl aus tschechischem foden wie in Galizien Betrieb« unterhalten. Dazu gehären die «»woldschen Glasfabriken mit 6H Millionen Kronen Kapital. � Aktiengesellschaft für chemisch» Jndustrir mit t» Millionen «t»n vorhandene« liegen LS mit **»»» Kapital von 234 Millionen Kronen ans deutsch-österreichi. stem Gebiete. Ihnen schließe« stch an dir Gesellschaften der «etoll. und Maschinenindustrie, von ihnen befinden stch»1 in �utsch�Oesterreich mit LS« Millionen Kronen Kapital. Zu er- Löhnen sind dann auf deutschem Boden noch»«sondere 4» Gesell. schofien der Drgtilindustri« mit kW Millionen Kronen und " Brauereien und Brennereien mit ll» Millionen Kronen Spital. I« ganze« kann di« Anzahl der industriellen Gesell- schosten auf deutsehchstrrreichischem Gebiet mit 260 in runder Zahl '"d rine« Aktienkapital den über l Milliarde Krön« angenom- werden. Auf tschrchischrm Gebiri« ist die industriell,»trnktur«ine �der«. Hier stehen an d««Pitz, dt- Gesellschaften der Maschinrn. �d Meiallinduftrie,»1. mit einem Kapital von 140 Millionen fronen. Entsprechend der sehr hoch«ntwickelten agrarischen Pro- �Uklion de» Lande» folge« ihnen di« Zuckerfabriken. 02, mit einem Kapital von 104 Millionen Kronen. Auch die Berg, und Hütten- find noch i» einer Anzahl von 10 mit einem Kapital von U>d Million»« Kronen vertreten. Im ganzen befinden sich ouf tschechischem Gprachgebiet etwa 200 Industriegesellschaften mit "der Milliarde Kronen Kapital. Dabei find sämtliche In- dustrien, die über»erschieden« Sprachgebiet« sich erstrecken, nicht �ii berücksichtigt und in die Berechnungen nicht mit«inbegrifsen dwvden. Dies« Zahlen find um delwillon wichtig,»eil sie zeige«. welchen Zuwach» an Nationalvermögen da» Deutsche Reich durch d'n Hinzutritt Drutsch-Oesterreich» zu erwartrn hat, und dann, heil st« immerhin«in Bild davon gebe«, wie di« Bafi» beschaff«« D. aus de« sich di« wirtschaftlich« Zukunft de» tschechisch-ssowakt- scheu Staate» aufbaut. E» fällt dabei aus, daß di« industrielle Entwicklung im tschechischen Sprachgebiet grSßer« Aortschritte ge« wachi hat, al» man sonst nach der Skonomtschen Struktur de» Dtnde» anzunehmen geneigt Ware. Nur muß dabei berücksichtigt Verden, daß bei den Industrien auf tschechischem Gebiet tschechisch«, Kapital nur wenig vertrete» ist. Da» ist«in« Schwäch« der ischechischen Volkswirtschaft; z B. befinden stch unter 17 Dextii- "'.�ustriegesellschasten mit 50 Millionen Kronen auf tschechischem Sftbiet nur 4 mit 814 Millionen Kronen, die sich auf tschechische» Kapital gründen, von den 01 Aktiengesellschaften der Maschinen- Und Metallindustrie auf tschechischem Gebiet gründen sich nur Ig Mit 22 Millionen Kronen auf tschechische» Kapital, und selbst bei den Znckerfabrtk-Alkttengesellfchasten, bei den« derhSltnitmößig da»«eist« tschechisch« Kapital investiert ist. beträgt diese» noch lange nicht die Hälft, de» gesamten Kapital». Dies« Datsache wird für di« zukünftig« Entwicklung der tschecho-slmoakischen Industrie und de» Finanzwrfen» von großer Bedeutung sein; sie werden von vornherein zum Anschluß an da» Au»land verurteilt sein. In welcher Richtung allerdtng» die Industrien Drutsch-Oester- reich» bei«in« Sngltederung an Deutschland sich entwickeln wer« den. läßt sich erst dann übersehen, wenn die Grenzen de» Reiche», nicht zum venigsten sein« Westgrenzen, und wenn die inner« Struktur de» zukünftigen Reiche» frstgelegt fein werden. Gewerkschaftliches. 1 Krise uvfer den technisch«» Angestellten. Im Bund« de» technisch-industriellen Beamte» krtsest e» Kork. Ein« immer«ehr wachsende Opposition richtet sich gegen m» willkürliche Beamtenregiment, da» sich viele Mitglieder nicht länger ruhig gefallen lasse» wollten. Die Empörung kam in einer dieser Tage stattgehabten Versammlung zu« Ausdruck, in der folgrndr Entschließung angenommen wurde: Die versammelten Mitglieder stellen sich vollständig auf den Bode« der sozialistisch«» Republik und halten die Er» richtung«inet gemeinsamen Kampffront Seit« an Seite mit der Arbeiterschaft al» die einzige Grundlag«, tnn die politische und wirtschaftlich« Befreiung der Angestelltenschaft von de» Kapital!». mu» herbeizuführen. Di« Versammelben BundeSmItylteder fordern den Vorstand auf, sich sofort mit einer große» Kundgebung an die deutschen technischen Privatangestellten zu wenden, in der sich der Bund zum Anschluß an die sozialistische Revolution ssekennt, um ein« endlich« Klarheit im Jntemsta der gesamten Angestellten schaft herbstzuführen. Die versammelten Mitglieder de« v. t. t. B. fordern zur Wiederherstellung der RSher untordrücktrn MeftinngSfreiheit vom Vorstand« dl« veriffentlichuna sämtlich«� OppostttonSschriften in 64z�e»e �>�06,»hw to» 0 06 o der.Deutschen Am Smft uid Mssenschasl. Renä Echickeles HanS im Schnaken loch. Zum 100 Mal« im Kleinen Dheater. Da» Stück de» stsösflsche» Dichter», der zwischen zwei Staaten geboren und zum Menschen geworden ist, die» Stück, da» zur«inen Hälft« noch fest im Boden de« alte« Zeit— auch in der künft- lertfchen Form— verankert ist und zur anderen, größeren Hälfte in» neu« hinauswächst und über da» Gewohnt« und Werktägliche getürmt ist. die» Stück, da» zwei Weltanschauungen gegeneinander stürzt und beiden gerecht wird, weil«» in seiner tiefen Menschlich. lest nicht» zrrmalmen kann, die» Stück ist millionenfach gespielt worden in den Herze» der denkenden Menschen in de« vier Iahren, die hinter un» liege«, vielleicht hat e» darum«ine Kaisrrliche Zensur von den deutschen Bühnen verbannt, damit die Hirne nicht merken sollten, wie gut ssth der Sinn der Zeit in seinem Spiegel fing. X ist im Grund« äußerlich, daß stch die»iee Auf- lüge auf dem elsässtsche« Gute Schnakenloch abspielen, daß der Bruder Han» soi« französische» Füllen gegen da« deutsche de« Bruder» Balthasar au»l«bt— äußerlich die Gewandung de» Er- leben»—. Da» Wesentliche und unerschütterlich Bedeutsam« sieht über all den Szene«, in denen Liebe zur eigenen Frau und zu fremden, in benen mütterliche» Hinundhergerissenfein zwischen den Brüdern die Gefühle packt, und die» Aesenlliehe ist da» Wider- spiel von Friedenszeit und KriegSzeii, von Menschenweichheit— Schwäche hieß«» noch vor kurzem— und Machttroß, der siegen will und nicht kann. Der Ausbruch de» Weltkrieg«» schreit in wil- der Anklag« durch diese politisch« Dichtung, und alle, die am 4. August 1914 den 9. November 1910 im Geiste schauten und weinend Hekatomben betörter Jugend, die gut sein sollte und Böse? tat. ihr orauenvolle» Opfer uußlv, bringen sahen, olle, die wie Schickt« schon damal» nicht da» Heldentum de» Schwerte» über da» der Seele stellten, müssen vor diesem Werk die Auf- erstehung ihrer Hoffnungen foiorn. Dt« Aufführung in dem Kleinen Dheater Georg« Altmann» wurde dem Naturalistischen de» Deama» gerechter al» de« mehr auf da» Entrückt« Gesehenen, ohne daß man auch da von voll. kommenheit reden könnte. Rur der Oberlehrer Dimpsel de» Supu Pick stand in seiner philosophischen Kemseliokeit über dem Durchschnitt, und auch Gustav Rodegg» Han» gelang hin und wieder da» gesteigerte Patho». Aber troßdem: Alt» mann sollte da« Theater den Arbeitern und Soldaten freigeben, damit sie hören, wie ein Dichter ihr« Gedanken in Worte faßt. Und«me Kart« sollte abfalle» für Friedrich Kayßler. damit er sieht, wa» die Volksbühne al» das beruft»« Theater der Tansende bisher nicht gegeben hat: die Zettl Ulrich Steimdarff. Edmond Roftand, der Dichter von»Prinerffe Lointaine", der.Samaritrrin",.Der junge Adler' und de» mit vieler Ge- heimniSturrm angekündigten, ebor ztemlich enttäuschenden .Thantecler", eine Verherrlichung die ftanzösischen Volksseele, Ist in Aambo ein Opfer der Grippe geworden. Roftand wurde schon mit simcen Jahren in die Akademie und so in die Reihen der.Unsterblichen' aufgenommen, g» den letzten Jahren begann sein Ruhm zu verblassen. Im Deutschen Künfilee-Dheater ist die am Donnerstag inner- halb de» Ztzklut.Nachtbeleuchtung' stattfinde nbr Erst- aufführung der Kurt Götzschen Groteske ,M i n n a Magdala lena' mit den Herren Adalbert und Görtz, den Dameq Servae» und Bäck besetzt.> , Dt» nächste Neuheit' der Volksbühne stich die.Armselig« Besenbinder' von Sari Hauptmam«. Für die Regie diese» Stückest ist Dr. Paul Legband gewonnen.' J Der Wert der Presse. Ursprünglich dem reinen Nachrichtendienst gewidmet, ist die Presse mit der gewaltigen wirtschaftlichen Entwicke« lung über diesen Nahmen längst hinausgewachsen. Sie ist zu einem mächtigen Instrument in den großen Interessen- und Klassenkämpsen der Zeit geworden. Der Einfluß de« Presse auf die breiten Volksmassen, auf die wirtschaftlich« und politisch« Gestaltung unserer Verhältnisse ist ungeheuer. Alle Machthaber bedienen sich deshalb dieses Macht« mittels. Die Kapitalistenklasse läßt es sich schon etwas kosten, eine willfährige Presse stch zu sichern. Dieser Presse bestimmter Macht- und Herrschastsgrirppen stand nur dre Press« gegenüber, die das herrschende System bekämpft«. Wa» war natürlicher, als daß man die nach Befreiung ringende Klasse und ihre Presse auf das schärfste bekämpfte und verfolgt«: handelte ei sich doch um Machtsragen von weitestgehender Bedeutung, um Sein odey Nichtsein der bürgerlichen Gesellschaft. Während des Krieges zeigte sich, wie richtig für die Kriegführung der herrschenden Klasse die Presse ist. Die Kriegsleitung bemächtigte sich sofort nach Ausbruch deS Krieges der Presse und zwang sie durch eine rücksichtslos« Zensur in den Dienst der Kriegführung. Die Bevölkerung sollte in der rechten Stimmung erhalten bleiben. Mit eiserner Strenge ging die Zensur gegeg alle Blätter vor. di« Segen den Stachel zu löken wagten. Der Burgfrieden be- eutete, daß jede kritische Bemerfting an den Zuständen im Knnern verboten war und daß die ausbeutende Klasse, vor allem die agrarische, die Volksmossen widerspruchslos in dep furchtbarsten Weis« auSwuchcrn durfte, gewissermaßen miß Hilfe der Zensur. In dieser KriegSzeit hat die bürgerlich« Presse auf dem Gebiete der Stimmungsmache„Großartiges" Seleistet. Sie hat gelogen, das Volk betrogen in einer Weis», ie nicht zu überbieten war. Sie hat sogar bewußt gelogen. E» ist vorgekommen, daß Vertreter jener Pressegattung in Bespxechungen mit Vertretern der Heeresleitung und der Reichsdehörden ganz offen unter dem Beifall ihrer Berufst» kollegen erklärten: „Wenn eS sein muß, lügen wir auch im Interesse best Vaterlandes." Und danach sah auch die bürgerliche Presse aus. Aber sie sah nicht viel anders a»S als die Presse der Regierungssozialisten, die di? Kriegssiimmung oder besser die Kriegsbegeisterung, den Burgsrieden im Interesse bei. Durchhaltens förderte. Jetzt ist wieder freie Bahn. Der S. November hafi Mit» durch die entschiedene revolutionäre Taktik der Unab- hängigen Gozialdemokratiüften Part?!, durch deren Tat» bereitichast, durch ihr Handeln politische Freiheiten gebracht und damit auch eine eigene Presse. Die„F r e i h e it" ist das Organ der Berliner Arbeiter- schaft. di« am 9. November trotz aller Abmahnungen unß Unkenrufe der NecnerunaS!a?,ialisten und ibres BlatteS. best „Vorwärts", tapfer und entschlossen ihren Weg gegangen ist. Jetzt gilt es dafür zu soraen, daß unser Einfluß wächst. DaS kann geschehen, wenn unier Blatt in weite Kreil« bei arbeitenden Volkes gelangt. Die für alles feile Press? muß SpS allen Wohnungen heraus: sie muß ihre» Einflusses be- raubt werden. Ie stärker die Verbreitung unserer Presse, desto stärker' unser Einfluß und unsere Machtposttion, desto sicherer aber auch die Erhaltung der Erfolge der Revolution und desto sicherer die endgültig« Befreiung deö Proletariats aus wirtschaftlicher Knechtschaft. Genossinnen und Genossen! Werbt für Euer Blatts Werbt für die„Freiheit"! Die Neugestaltung des Berliner Sicherheitsblcnstes. Die Umgestaltung des Berliner SicherbeitSdieiiste» ist in einer Konferenz, an der die Leiter des Sicherheitsdienst«», de« Polizeipräsident Eichhorn und der Siadtkommcmdant Wels, teil- genommen haben, endgültig geregelt worden. Die bisherig« Pilizeitruppe wird der Soldatenwehr angegliedert. Sie erhält gleiche Uniform, gleiche Ausweis« und gleiche Löhnung wie dies«. Der einzig« Unterschied besteht darin, daß di« Soldatenwehr Rot» Der einzig« Unterschied besteht darin, daß die Soldatenwehr rot» Armbinden mit weißen Nummern erhält. Die Mannschaften der Soldatenwehr, die den Sicherheitsdienst mit übernehmen sollen, werden der Polizei als abkommandiert Überwiesen und unterstehen dem Polizeipräsidenten. Erlasse, Perordnungen und Verfügungen sind in Zukunft nur noch gültig, wenn sie in sichev«! heitspolizeilichen Angelegenheiten die Unterschrift de» Polizei» Präsidenten, in militärischen die des Kommandanten tragen, Sämtliche biShertgcn Ausweis« werden für ungültig erklärt; die Sulrk Waldmiinnsltist, 0. 1 P. D. . Doaoerttag, dan 0. Oetetnbor, abend« T Uhr �e, die Mitgliederversammlung £*** Bezirks Waldmannslast u. Umgegend im.Restan- "t Sur Hütte' In Hcrwadori, am Bahnhof, statt Das scheinen simtlichcr Mitglieder Ist notwenoig. Der Vorstand (jtlaim lnzeigaT� Botenfrauen 1�4*0 damarod* Mwehtldgeng , Karl Meyer, _ fhedeniiefciataO««. RmitaimK ecktor Nordhluser»d r»ttr Rauchtabak wi«d«r ▼•rritie. «»»> vo« I— t Ukr»««kl» Ul Rotir. TitakgMcftifl, Berlin W. 35. Pl»ilw«ll»tr. 14. Billige Kflcben- ad Stuba- dsricbiunt«»«»» Verio« i« v«r. kavla. HUdlar v«'b«la. Salw, NM Bdua*r>u.M u stSaUn u] Zeltunss- ABStrflterinnen Verden noch elnfutem ia lithtnibsri Engel, Heue BahnhofsUS la L«dea«cd bei PreiiBJasdorferStraßeS t Im Lide«, ia Süden bei Jonlfln.DresdenerStf.24 la Lade«»ad bei Baun, 8till8clirtlb8ntraßfl47 la Lade». „DleFreiüeit" '5J2tf-#r.,rrarj& Spuditlon •rrlchut. DorU«Ib«t verda«ich Abo«* nemMUbedelluea.nlgeie«- ««aomawB._ 20 Botenfrauen sacht Spedition HeWS. uentsr-Strasse 28. Frauen I Klee dauernde Beeebaltf. Idaiau«aebafttags Praa Marie Döring. W IT. Stelamatuu,» T.r* pw tlalu.\ 30 Botenfronen zum Austragen d„draiheit* (70 M- pro 100 Exemplare) sucht Lehmann, LiebigstraBe iO. Botenfrauen zum Austragen der Freiheit verlangt Slwwn», Muskauer Sft. 31. VerWeruWii 12 Mark fertigt Parteisen, nach Jed. Bilde an. Adresse an NageU N. 65. Schulst«, 102. Botenfrauen sucht CharlotteM Ktlsula-iMa-AUu fi. y. S, P, D. PanHos. Am Sonnabend, den 30. N-d- vamber, verstarb im hiesigen Krankenhause unserQonossa Ehre taintm Andenken! Die Beerdigung findet am Üonnersug, d. 5. Dezember, nachmittags 2 Uhr, au! dem Pankower Priedhofe, SchÄn- hslzer Heide, statt Genossen! werbt Leser' für Tie Freiheit Inserate fladen Ia dar Freiheit" «• weiteste Verbreltnogl Bestellungen nimmt entgegen Verlag der..Freiheit"\ Berlin NW. 6. ScUUbauardaaua Ißz.' ;v Twsien tnr»n»fne«iwrim mit vyowgraprie des InhnveeS d«r- kchl!l ie' � h'?, vsrnckhn« einer Amtsbandliing ist da» Publikum jcd�ieil die Porzeiynng de»«»»weise» mit Photo- zrndhit y utgeck Raiill der Mann sich nicht gihörlg aut- weisen« �>rd»öS Publilum gebeien. ihn sofort festzustellen und dem Polizeipräsidium oder der Kominandantut zu melden. Sli# Arundbcdingiing der Verschmelzung wurde üngekrhrn. rag alle u n lautcreq Siement« aus» strengst» au», u- merzen seien. Der Raubmörder au» de» Grenadierstrabe festgestellt. Der an dem Handel»mann Josef Müller am 7. Sep» tembcr d. I. in scinet Wohnung verübte Raubmord— e» handelte sich damol» nm die Leiche im Nofsee-- ha« durch bi« wochenlangen öufeerst schwierigen Ermiitelungen der Kriminal- Polizei nunmehr zu dem t»rgebni» gcsührt, dast der Täter fest- gestellt werden konnte. M» Mörder komm! der Ardeiier Johann Isidor Maul, am 4.«pril I8S0 zu Weuheiduck, Krei» Deuthen(O.-S.) geboren, in Frag«.?» handelt sich um einen Menschen, der nach seinem Etraf- rcgister olle Gaue Deutschland» bereist hat. Er führt beständig falsche Namen und ist auch meist im Besitze von falschen Au». wci»papicren. Eowcit bekannt geworden, hat er die Namen.Her. mann H a u» w a I d"..Mai Kühn' und.Woitoschack' grsührt. In Dirnen« und Verbrechertreisen ist er unter dem Lpitznamen .Polnischcr Hermann',.Karl Stromer', Stettiner»Speck- mann' oder.EpcckjAger' bekannt. Maul ist 1,65 grotz, breilschultria, hat blonde», dünne» Haar, fast giotzenhafl, bartlo». ovale» Besicht von gesunder Farbe, hohe Stirn, blaugroue Augen, miitelgioste, etwa» eingedrückie Nase, nach vorn geneigte Haltung und schiebenden Gang Maul war »om Jns-Negt. 26 fahnenflüchtig. Unter Hinweis auf die au»- Besehe Velohnung von 8000 VI. werden alle Perionen, welche über den gegenwartigen Aufcnihalt de» Maul Angaben machen lännen, ersucht sich an den Kriminal-Kommissar Dr. Grün- ieeg, Polizei-Präsidium Perlin. Zmmer 800 oder an den striminal-Obcrwachtmelster Gahmig. Zimmer 4Sa, zu wenden. CT» unsere auSwilrttgrn Slbonncntrnk„Tie stkrelhelt" ifanu auch durch Post-Nboniiement bezogen»vrrdrn. Gl» ist elugetraaeu im erste»««chttaas zur Postzeltuugsltst« für da« Jahr IVlk». Tie Zustellung der Zeitungen in» Hm,» läßt heute noch in fast allen Zeitungsspteditionen sehr zu wünschen iibriK Der Mangel an Botenfrauen ist es, der diesen Miststand noch nicht hat veseitigen lassen können All« ge>tung»vrrlaste müssen deshalb jmmcr wieder ihr» Abonnenten um Enlschuldtgung bitten, wem, Ei nicht so bedient werden, wie sie da» eigentlich zu verlangen den. Erst gestern maßte der.Vorwärt»' wiederum sein« Leser deswegen um Nachsnhi bitten. Wo» aus diese» längst bestehend« Unternehme» zutrifft, trifft natürlich auch für unser neuc» Unter- nehmen zu. S» ist für einen Leser, der aus dem lqufenden bleiben will. seWstverstSudlich, daß er rechtzeitig sein Blatt be- kommt, und er ist sehr ungehalten, wenn die Zeitung ausbleibt. Unsere Expedition hofft, daß in kurzer Zeit di« mit der Neueinrichtung verbundenen Schwierigkeiten im wesentlichen beseitigt sein werden. Unsere Freunde wollen uns dabei in dieser Zeit nach Kräften belfcn. Da» Bürgertum rührt sich. Auch in Berlin hat sich«in söge- n�nnler Bürgerrat gebildet. Er hat am Tienltog di« Schar seiner Getreuen im Zirku» Busch zu sich berufen und durch ver« schieden« Redner zum Ausdruck bringen lassen, daß da» Bürgertum mit dem Kur» der neuen Regierung nicht einverstanden ist. In einer Resolution wird di? schnellste Einberufung der N a t i o n o l, Versammlung gefordert und die.übereilte vergesevschast» lichung' abgelehnt. Sonderbar nahm sich im Gegenfoh ,« dieser Resolution die Begrüßung der neuen Freiheit au». Wer verhals denn dieser Freiheit zum Sieg und wer wird sie festigen und weiter ausbauen? Da» Bürgertum sicher nicht. E» hat sich bi»her lediglich ai» Schleppenträger der Reaktion betätigt und seine Vergangenheit auch tn der Revolution r'chj verleugnet. Di« Felle, die ihm in den Novembertagcn foetgeschwommen sind. Hofs« e» »un in der Nationalversammlung wieder aufzufischen. Gegen Sols und Otenessen. Die Arbeiter und Angestellten der Deutschen Waffen» und MunitionSsabrtken hielten am Montag im gir»u» Busch eine groß« Versammlung ob. Der Andrang war so riesig, daß tn den Sophiensälea eine Nebenversamm'lung stattsinden m»tzt«. Genosse Sieb- knecht referiert». Gegen 7 Stimmen wurde folgend« Resolalion angenommen:.Die 10 000 Arbeiter und Arbeiterinnen, Beamte und Beamtinnen, versammelt lm Zirka» Busch am ll> Dezember, fordern hiermit, durch eine Delegation bei der Regierung zu verlangen, daß die Herren Tchetdemann, Ebert, David. SB et»,'S o l f und Irzbergdt au» der Regierung sofort auszuscheiden haben, da sie da» Petttauea de» Proletariat» verwirkt resp. nie besessen haben.' «olluersammlung der Soldaten röte Groß- verlin». Da» Büro der Soldatenräte Groß-Skrlm» hat beschlossen» die nächst« Vollversammlung der Soldatenräl« Groß-Berlin» für Donnerstag, den b. Dezember, nachmittag» 8 Uhr, nach dem großen Sitzungssaal de» Rt>ch»tag» einzuberufen. Die Tage»- vrduung laiitet u. a.: Kriegerheiinstätten, Tellbericht de» SiebeneraUtschusse». Ersatzwahl zum VollzugSrat. E» liegt der Vorschlag vor, den Eoldatenräien eine Aufloandtentichädigimg von täglich fünf Mark zu bewilligen, ohne Rücksicht auf die fest- gefetzten Sätze für Löhnung und Verpflegung. Gegen tendenziöse Alarmnachrichten. Ei» Berliner alldent- schct Bl-it, dir-„Sägliche Rundschau', bringt in letzter Zeit, i» dem Bestreben, di« Lesfenilichieit zu beunruhigen. Nachrichten von angeblichen Umtrieben plündernder und ruhestörender Bau- den. So wußte c» u. a. auch von einer Gefährdung der öffentli- che» Sicherheit in tZcharlottenburg zu berichten Der Sha r- lottrnburger Sicherheitsdienst stellt hierzu fest, daß derartige Meldungen vollkomme?! au» der Luft ge- griffen sind. Dan! der gut funktionierenden Organisation de» Eicherheilsdienfte» herrscht in Eharlottenburg vollkommene Ruhe und Ordnung. Man kann sogar die Beobochung machen. daß die Kriminalität im lllergleick zu dem früheren Zustand während de» Kriege» verhältnismäßig abgenommen hat. LebrnSmlttrlmsorgun«. In der Zeit bi» Donnn»iaa, den S. Dezember, wird an diejenigen Kunden, di» in den Speisefett- kundenlisten der in den Bezirken der 04., 05., lOS., 108., 106., Iii* 112., 122* 171., 202. und 209. Brottommission gelegenen Geschäfte und bi» Frestag. den 6. Dezember ISIS der in den Demrken der 107., 220. und LLl. Brottommission gelegenen Geichäft« fpfili»!«», Verkaufsstellens eingetragen sind, pro Kopf 125 Gramm bezw. 200 Gramm Käse»erteilt.— In den Bezirken der Bro>- kommissionen Nr. 5, 6, 14, 18,<0, 45,»6, 47. 50, 51., 58, 59. 72, 74. 79. SS. 84. S».«9.»0, 91. 92. 90. 97. 9». 9V. 10«. 11». 122. IL». 120. 141. 151, 154. 15«. 157, 1«0. 161, 188, 168, 160, 170, 180, 195, 201, 206, 2l2, 210, 220. 221, 223, 229. 232, 233, 284, 285, 287, 242, 248, 244 beginnt der Verkauf der A e p f e l am Mittwoch, den 4. Dezemder.— Am gleichen Tage beginnt in den VrotkommifsiSnen Nr. 141, 151, 154, 156, 157. 160, 168. 163. 169, 170. 190. 205. 232. 233. 234. 287 die Ausgabe de» dritlrn Pfunde» Zwiebeln und in den Brotkommissionen Nr. 2. 5. IS. 24, 25, 40. 45. 48, 47, 48. 50, 51., 60, 96, 97, 08, 09. 100, 104, 106, 108. 118. 118. 122. 129, 196, 201, 210, 229, 229, 286, 248, 248. 244 die AuSgab« von 5 Pfund Mohrrüben und de» zweiten bezw. drittln Pfunde» Zwiebeln. Die Stadt Berlin verteilt an die- jrnigen Kinder, die zwischen dem 1. Oktober 1904 und dem 80. September 1914 gebore» sind, einmalig 8 Päckchen Milch- süß speise von Je 58 Gramm auf besondere Bezugsscheine. Die Bezugsscheine werdrn von den Broikommiisionen in der Fett vom 5. bi« 7. Dezember I0!8 an die Bezug»b«rechtigten au»ge- gegeben. Tie Bezugtschein? sind bi» zum 12. Dezember 1918 in den durch ro!« PerlaufSschilder gelennzeichneten Butter- gefchäften zur Abtrennung, der Anmeldeabschnitte vorzulegen.— Die Anmeldefrist für die Abgabe de» Bestellabschnstte« Nr. 17 der Kaffee-Trsatzkarte beginnt am Mitnvoch, den 4. Dezember und läuft am Sonnabend, den 7- Dezember 1918 ab. Die Ware auf Abschnitt 1« wird infolge Tran»portschwi«rig!kit«N«est nach de* 5. Dezember erhältlich sein. Der Berein für kindervolktliicheo und VolGNnderherte b» gina am 80. November den Tag seine» 2sjährigen Bestehen» Während seiner ZZjähftgen Tiltiakeit g>!b der Verein in seine» PolkSernöhrungsätrswlten Kindetvolk»-. Mittelstand»- und Beamtenküchrn— über 100 Millionen Mahlzeiten au», davon allein während de» Krieges 8 0 Millionen. Da» Feuerlöschwesen soll eine organische Umgestaltung er« fahren. Der VollzugSrat de» A.» und S.-Ratr» hat dem Feuen» iu-hrmani! Hugo Muller vollmachten erteilt,«in« Umformung 1» die Weg« zu leiten. Der Arbeiter-Vchwtmmveretn verN« veranstaltete am Sonntag im Sladtbad«euksltn sein diesjährige» Winterscha'-r« schwimmen. Der Besuch sowie die Vorführungen waren gut. Si» EröffnungSreig-'n. welcher von den Damen de» Arbeiter- Tchwimmverein» Neukölln zur Vorführung gelangte, fand großen Beifcll. Unter Spannung und Aufregung wurde d« Männerlagenstasett« ausgetragen. Hier war e» der Arbeiter» Schwimmverein Berlin Iii fBadebezirk Turmstraßes. welche« al» erster durch» Ziel ging. Ein hochinteressante» Walferboll- spiel sah den Arbei�r-Schwimmrerein©erlin gegen«Ine kvm» btnierte Mannschaft, zusammengesetzt ou» Neukölln. Lichieuberjj und Eharlotieuburg, mit 5' 2 Toren al« Sirger. Nachstehe»« die Nrsutate der Weitkämpfe: Nk 1, Erstschwimmen 50 Meter: a) Männer: F. Kvrmon.«. S. v. Berlin Abt. I IWA Sek.)! b) Jugend: E. W-edhörner,«. S. V.©erlin Abt. Hl(64 Sek.)! c) Damtn: E Bartin. A. S. V. Berlin(57H Eck.). Rr 2, Knabenbrustschwimmen. 60 Meter: Erster ist. Gießmann,«.»- v. Berlin Abt llk(55 Sek.). Nr. 8, Jugendbruststafette. 200 Meter: 1.«. S. v. Neukölln(8.145« Sek): 2«. 6. V. Berlw Abt. in(3,21 Sel.). Nr. 4, Bereinl-Männermchrkampf: 1.& S. B. Berlin(2?tz Sek.). Nr. 5. Damenbruststafette. 200 Meter: 1.«. S. B. Neukölln<8.59� S�i.). Nr. 6. Nrttunst»s»w!im»cn: U Paul Funk. A. S. v. lSerlin Abt. lll(2.28 Sek.). Nr. 7, Jugend! rustschwimmen, 100 M»ter: 1. JB. Schade, A.©."* Berlin Abt. III(IBS Sek.). Nr. 8 Hauptschwimmen. 150 Meter: a) Jugend: 1. S. Montag, A.®. V. Neukölln(2,35 SekH b) Männer: 1. M. Schulz.» S. v. Berlin Abt. Ill(2.1 1!4 Sek.). Nr. 9. Männerlagensiafetle, 206 Meter: 1. A. S. Berlin Abt. III(246% Sek.) Nr 10, Jugend-Berein, Mehrkampf: l. A E. B. Neukölln(83'/< Punkte). Nr. 11, Damen- schwimmen. 166 Meter: 1. M. Schmelzer. A. S- v. Berlin Abt. lll(2.1 Sei.). Nr. 12, Männerspringrn: 1. F. Michaelis» Oberschöneweide(16� Punkte). Nr. Ill� Wasserballspiel: A. tz» B. Berlin mit 5:2 Tri-n. 14 Tezr to: In der Wohnung gelegen hat.der 48 Jahr« ali» Straßenhändler Map Prägen au» der Waldense« Straße 81. De« Mann hatie dort In dem Ledigenheim eine Stube und hauste ga"! für stch allein. Nur all« acht Tage kam»in« Aufwärterin. unl die Eiube zu reinigen. Al» si« da» erstemal keinen Einlaß sau« dachte sie sich nicht» dabei. Erst beim zweiten Besuch macht«!>< den Hau»inspektor aufmerksam und jetzt fand man Prager to« auf. Er lag nur halb angekleidet quer über da« Bett gestreckt- Wahrscheinlich ist er einem Lchlagansall erlegen. Frelvorftr0ung für heimkehrende Krieger. Di« im Operi� hause om 5. d. M., nachmiitap», stattfindende FreivorsiellunI iür die heimkehrenden Krieger beginnt nicht, wie ursprüng!»' vorgesehen war. um i'/i Uhr. fondern um 2 Uhr nachmittags- Zur Aufführung gelangt die Oper.Mignon'. Die Grlppeertrankungen haben sich wieder vermehrt. Di< Wittera-'�zverhältniss« begünstigen dies« z'am Teil böSariigs Krankhc.. N. S. B. D. Vranienvurg.«n, Dann»,»»,»», �n 3 rdsg» abend» 8 Uhr. findet im Lokale de» Genossen Främ. Schiitztv straße, eine Milgliederversammlung statt. Tazc»vrdnung wi" in der Versammlung bekanntgegeben. Da» Erscheinen aller Mif glieder ist dringend notwendig. i iiiiiimiiiiMimiHiüiiiiiiiiimiiiif „Die Freiheit� „Die Freiheit" ist äas Organ äer internationalen Verstänäi- gung äes Proletariats. ist äas Vlatt äer Arbeiterklasse. Ieäer Arbeiter hat äie Pflicht, sein Blatt zu lesen. Wer Völkerfreiheit unä Frieden will, lese „Die Freiheit" .Die Nrcibeit- erscheint tLg�ch zweimalig. Der Bezugspreis betragt bei freier ZusteNung las Haus für Sroß-Berlin monatlich 2.— M. nach außerhalb 4.— M. Bestellungen nehmen entgegen: Wiener Str. 26: Sommer. 1 Norden: lltreihter Skr 28: Böttcher, Max: Seestr. 69: F r i ck e: Eoloiner Str. 34: Gliesch«, Fritz.: Schulstr. 69: H ü d n e r; Lsedomstr. 18: H e n ck e l, R.; Zionstirchplatz 5: Kürzrock, N.; Bornholmer Str. 86: L a ch m a n n, H.; Kameruner Str. 52: Dt a a tz, Ott»; Genterstr. 28: M e w». Fritz; Cantianstr. 19: S i ck e r. Olto; Raumerstr. 35: V i e tz, Paul; Wiesenstr. 31: W o l a ch, Rudolf. Nordwesten: Wittstocker Str. 19: K ö d l e r, G. Lübecker Str. 43: T h o r n s e i f e r. Nordosten: Chodowleckistr. 6: M» y e r. Karl; Landsberger Sir. 97: Zinke. Barnim- und Georgenkirchstratz« Ecke (Laden): Dallas. Osten: Grüner Weg 18: Walter, Bau» Liebigstr. 10: Lehmann. Otto. Südosten: 4. Muskauer Stt. 31: 6 1 n n e r, Relnhold; Süden: Dresdener Str. 24: Jordan, Max; Bvppstr. 1: Plänkle; StaMchreiberstr. 47: Baum. Gustav; Gstschiner Str. 92: Gierschner. Südwesten: Svlmsstr. 4: K o r d g i e n, g.; Schützenstr. 27: Neu mann. Westen: Stetnmetzstt. 23: D ö r i n g. Otto; Äronenftr. 2: Walter. Lichtenberg: Neue Bahnhofstr. 36: Engel. Pankow: Mühl-nstr. 71: G e r e ck e; Florastr. 25: Herbst. Stcnlitz: Albrechtstr. 6: Nauck. Tempelhof: Oberlandstr. 2: Böttcher; Frledrich-Wilhelmstt. 80: Bartsch. Schöneberg: -Gitlchinerstr. 92: Girschmer; vorläufig abzugeben. Treptow: «plessenstr. 6: B r a l l. Weitzensee: Gustav-Adolsstr. 24a: Geister. Reinickenborf-Ost: Amendestr. 79, Eing. Satznitzstr.: B e h n k g. Charloltenburg: Kaiserln-Auguste-Allee 6: Köhnke. Britz: Hannemannstr. 31: Günther. Borsigwalde: Ernststr. 22: Krüger, Richard. Mariendorf: Dergstr. 7: K o m n i ck. Neukölln: Neckarstr. Z�arteibureau. Nieder-Schönhausen: Mühlenstr. 71: G e r e ck e. ReinickendorstRolenthal: Vermanenstr.: Beiz, Emil. Relnickenoors-West: Schillingstr. 34: G l a m a n n, Wilhelm. Tegel: Berliner, Ecke Tgelstratze: Kotthoff. Wittenau: Eriststr.(Zlgarrengesch.): Zimmermann. Z« allen obevgenannten Slellen werden Solensraven elagelkelll. Vle lkrpedlllon. sei tz »«»„ s'erbe «tche. A'" Sern,, . A �öss, tun �are» «'schn