It Brief« ,'ti( 2' 10 Bf« tzt 21- « Brit I3J Brief« itet 13J Preis!• Pfeamifl. •£4 'Vtorgttt.Nntgass« 3 p.i l V fc . Mltr naie>1 b(M M"»inV* v«st«llgedühk wotiotlldj ledini� tzt 29J idel � Jebtn�1 tzt l'- Wittel ■r W«� Ktkalttem««?»»««WT«ch>»f»R»»r»«»» Mm ; tlM Kmrkcm SMS»»» SSM. :Sr»il)«lf«rschewt imtwot täglich,«atgcn*«nk Mchwiftofl», M »- unk A«fttag»N nur mmmm. D»r Btaugspul» ketrtqt k«t frtitt llung In* Hau* fSt Oreft>£üdt etfeidetlich.— DI».Ftelhelf D l«»rften Kachtrag�k», BsftzeiiungeKft, für ISIS«Ingettagen und nd*J ustraf' Betlinec Organ •gStkitiuni«crltM HOS,•«fffkauerbnww 19IT. Fern spreche»! Hm Horben 11007 nak 110 OS. Fnseenk, kosten dt» sledengespnüen» OHlllmetetjeU« oket deren Raum 80 Bs.»Klein« Anzeige»' da» fei! Bort 15 PI leuerung»,»schlag 80 v«rsan>n.!ung»anI>0ndlgungtn oon «k-—* druck»» Bor» SO Ps» sede» welter» "tei rozenl Bei Familtenanzeigen und igungen von vewerkschaften und pollllswen Ol» leuerungezulchlag fort. Inserat« siir dl« Morgen» öueand« müssen dl» 5 Uhr abend» am lag» zuvor. Inserat» sür dl« RachmittagJanogad, dl»-ootnu 11 Uhr bei de, Sjcptkitun aufgegeben sein» der AnaWngigen SoziMemokaüschen Partei SeuWands \nz\ tzt leW Il> rmtl """S tzt h � anls� inzle"; etzt*' K nsc Jahrgang 1 Montag, den 1#» Dezember 1018 Nnminer 4 1 Neue bedrohung der Revolution. SegenreiiolullonSre Umtriebe i» verlin. . Än der heutigen vollverlanmtluna de» Grob-Berliner «»ldatenrat» im Reichstag« machte Leutnant Heine�ZotSdam wissend« Mitteilung: «urgestern»riltr mir ia f at»b«« ein Hauptmann»an R t iirch«it. da» die Oberste HmrOlritung in Berlin aussrrhalb beb Gahmen» de» bestehenden Generalkommando» ein neue» General. �Amanb, L»«» i» errichtet habe. Diese» Generallemmande 'kkennt hie Goidateaeilte nicht an. sHSrt, Hirt, leb. jMt» Bewegung.) Dem B»a,ug»rat find diese Berzinge noch nicht �tannt. Da» Geneeattemmanbe Legui» hat die Garbekauallerte. �kiston, Me Gardeschützendwisie« und die 1. Gardedtvtsion heran. Dlege««nd bereit«»n zwei Drittel ihrer Starte in de« vrren Richen >« G. t i: 40 en Bot»»«« unk Kilolailc««nieeoebracht(Hirt, Hirt!) .... Geneealtommanda Leoni» hat den Bohnhisen Betbdam und Uildp�rl Befehl gegeben, keine>u»kunft über die leuppen, die f1 kaufe der Hichtr ongekomme« sind, zu ertrile«. ff» sind schon �«bliche Trupprnmaffr» angekommen, die keine voldatenrite ge« �hit haben(Hirt, Hirt» und die fest in der Hand ihrer Führer ?**■ Ich persönlich habe scho» mit dem Divis, enlstab der Garde. *a»e»di»Is.e» in«ikelalsee telephaaisch»erheadelt; die Dib«. I''» hat sich geweigert, ha» H e e u» t e er ei te» retee �'baea in Beibba»»»»erhindern.»nd hat sich fet» «eweigert, mit den Selhatenröte»»»»erhandeln � sehnlich haben sich die kemmaadenre»erschiedenee He- ''wrnter»erhalten, die in Betida m einquartiert stnd, an» nicht " drei genannte» Divisienea gehöre», darunter da» st. Dra. �"»»regiment. da»«uch fest«» der Hand seine, Kommandeur« *»nd dessen VZ annschaften nicht»»an«aldatenrlte» misten T****- Ich habe in der Rächt»erschiedene tr«n»»»rt«, darunter *• 8. Garde. Fr ld-Artlllerlereglment abgefaßt n d»it de» �'"»Ichaste» gespreche». Die Lente s-ge»:«eldatenrilte— vn. «ie werden die»erlinee(*»»»f die «»e schlage» l(Hört, höet!) Die Leute werde» a». dnrch ihre re»rtie»«re» Kührer i»»«klare» geiastr» ??' bade» die«»fklär»», der Leute s»a» bege»»'«.»ament- R bei der Gardeschüheudiviste», die im Grunewald einquartiert Mus: Die«qrdeschütze» sind sch«»»nsgeNörtl) ch, hat nicht«um Ziele geführt.«» st»d aber heute»an«euem «»5 Elendere Kammaada» Aufklörnngen eingeleitet. Rit «rfelge, lißt sich na» nickt übersehe«. t>*ir wird eben»e» Betld«« telephenisch mlfgetrUt, da» dal �''öierr.rp, geschlestrn»nd kansequent aus de« Stand. �bkt steht, nicht» mit de« S,Idate»röte»«» tu« d... wellen. Ob e» un» gelingt, die«anuschasen ans den »"tischen Standpunkt der Nnterftühun, der Siegierung«beet. V e«u bringe»,(fifit stch noch nicht übersehe«». E» ist dringend "»rderlich, daß die Sieichöregierung mit de« Vollzug»«! da« ?'««erair,Mm8nb# 8eflllU gberw.cht.(Lebhafte Rufe:«»fhebenl 2;rwften!«„»ie Wand stelle«! Velklverröteel) Ich habe im M'anzlerdalai»«bert heute nicht sprechen können, ihm aber Heilung durch seine Sekretöee gemacht und ihn gebeten, de« »rat ,u weiteren Schritte» ,n ermöchiigen. Wir fteheu �.«'tbbam»«, de« Standpunkt, da» da» Generallemmande •»«izuhebe» ist.(Lebhafter Beifall.) Veiteren Verlauf der Kitzung teilte Cohen-Reuß Ebeet, der ,ine Versammlung abhält, die er mmt ab> ss.' �oert, der eine Versammlung avyatt. ote er �N'o.nt.. wird lafort nach Tchlub derselben mit dem �gsmtnisterium tu Verbindung treten,.dre� Angaben droht, die roden bei de« drausfe» liegenden Mannschaften ble sozialistische Oppofitioa in Sravkreich. »��».7. Dezember,«acht» schreibt in der.Humanit«'. Arankeich in»tzlliger vnkenntni, über die KrjV»isisch, Palittk gehalten werde. Heuhe werde der Än?.*"derh«ll. de« Lande» vorbereitet. Für eine RepubUk(et %iu. 4»deflime nicht«onnal. Krankreich wolle nicht in •** llLacha»»»llzoae na» Tatsache», geieu» stbergestelit werden. Wenn da» Parlament nicht seine Rolle, die ihm nach der Berfostung zukommt, zu spielen de» absichtige, so müsse e» eben abdanken. Die sozialistische Kammer» g nipp« werde stch nicht länger bereit finden, ein« derartig» nichts» sagende Rolle zu spielen. Sie deutsche Eiuheit. Sslsour über den VSllerbund. London, 7. Dezember.(Neuler.) In einem Gespräch mit einem Vertreter der»Ssiociateh Preß' sagte Balsour, et glaube, datz d,e Zusammenkunft in Pari« in diesem Monat nur ein unformeller Vorläufer der Konferenz der Asso« ziierte« sein werde, die zu Beginn de» nächswn Jahre» stattsinde« wer4>e. Die zweite Konferenz werde alle wichtigen Bedingungen de» Sbkominen» formulieren und die wichtigste und läugste sei». Nach ihrer Beendigung würden die feindliche» Vertreter zugezogen und die Abkommen ratifiziert werden. Räch der Ansicht Balfour» ist die wichtigste Krag«, mit der die Kriedengkonferenz sich zu befassen haben Isird, die de» VSsterbundeck Gr(Vvifour) zlaude. datz der Völkerbund«ine absolute Rotwen- dl gleit sei, wenn der Krieg all» die guten Folgen Huden solle, die man von ihm erwarte. Er müsse etwa»«ehr sein als ein Mittel, um Kriege zu verhindern. E» wäoe töricht, sich»or> zustellen, daß e» möglich sei. eine Welt mit Staaten einzurichten. die gleiche Macht und gleiche Rechte besähen. Zu Wilsons Au«. sprach, daß die Welt für die Demokratie sicher gemacht»erden müsse, bemerkt» Volfvur, er glaube nicht, drf» die Welt für die Demokratie dadurch sicher gemacht werde, datz man die Zahl her demokratischen Staaten vermehr». Er denke dabei nicht speziell an Deutschland, sondern an die neue« Staate», die t» Ost e u r opa im Entstehe« begriffen wären. Man dürfe nicht giau den. dost jeve» Unrecht unmöriich gemacht werde, wenn derartige Zustände in Osteuropa unmöglich gemacht würde». Die Rivalitäten, die zwischen denachdar.en Temolraiien entstehen, tonntrn eben so zu Kriegen führen, wie wenn die Negierungsformen andere wären. Einig» Kritiker sagten, die Veränderung in Europa würde Europa balkan Heren. Er erwarte aber etwa» andere». Ez wäre unduldbar, wenn Europa in einen Schauplatz für zukünftige Kriege verwandelt würde. Der Völkerbund würde dazu notwen- big sein, um nicht nur den verbrecherischen Ehrgeiz grosser Auto- kratien zu beaufsichtigen, sondern auch dazu, leichtsinnige Länder von übereilten Kriegen abzuhalten. Man könne unmöglich von Demokratien sprechen ausser bei Ländern, die eine relativ vorgeschrittene Stufe von Zivisation erreicht hoben. Der Völker- bunt werde der K ueator der weniger entwickelten Länder sein. «I» Balfour gefragt wurde, ob Rnsslond auf der Konfe- renz vertreten sein werde, sagte er: T« ist schwer zu definieren. va» Russlond ist. Wir haben keine Beziehungen zur Bolschewiki- Regierung, die die hauptsächlichste öe fncto�Regierun» im mitt. lere» europäischen Russland ist. E» gibt aber daneben viele andere äa kamo-Regierungen. Ich glaube, doss der S t a t u« R u ss l a n d» auf der Konferenz geordnet werden wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Konferenz Irgend- eine russische Regierung in ihrer jetzigen gorm für beoechiigt halten wird. Delegierte zu entsend«». prolest gegen Verschärfung der BlotfaDe. Betli«, 8. Dezember. Marschall Fach hat gestern der Deutsche« Waffe»stillfta«dSko»Missl»» folgende Entscheidung übergeben: .Der Lebenlmittelv erkehr von der von den alliierten Armeen besetzten Zone«ach der neutralen Zone, ferner die Eisenbahn» «nd Strassrnbahnverdindungen zwischen diesen Zone« stnd nicht zulässig j« Anbetracht der Rotwendigkell der Aufrechterhaltung der Blockade Deutschland», die t» de» WafenstillstandSabtommen vorgesehen ist."' .Den Armeen find Instruktionen gegeben worden bezüglich der über die Post, Telegraph, und Talephonverbindungen im Rheinland auszuübenden Kontrolle." Diele Entscheidung steht mit de« Wortlaut de« Waffenstill. tanMeMommen,(Artikel VI und Artikel XXVI) in Widerspruch. Die deutsche Regierung wird auf diplomatischem Wege und durch die Wafsenstillstandzkommiffion Protest hiergege« einlegen. Mülheim(Ruhe). S. Dezember. Wegen Lande«. verrat, begangen durch den versuch, die Sntent» zu einer Besetzung de» Industriegebiet» zu de. stimmen, wurden In der vergangenen Nacht nach stundenlangem verhör vom Arbeiter- und Soldaten. rat Mülheim di« Grohinduftriellen August Thyssen, Fritz Thhssen stm. und Edmund S t i n n e», sowie die Direktoren Herke, Wecker, Wirtz« Kommerzienrat Küchen und Beryaffessor Stenz verhaftet. Die Festgenom. menen wurden nach Münster gebracht und werde« von dort wahrscheinlich nach Berlin geschafft, w» st« stch verantworten sollen. Dir daben schon gestern auf die dunNen Pläne hin» gewiesen, die bei der Zusammenkunft der rheinisch-west- fältschen Schwerindustriellen geschmiedet wurden. Aber di« rlrbetter. und Goldatenräte waren auf der Wacht und haben energisch und schnell zugegriffen. Da» Verhalten der deutschen Bourgeoisie nach der Niederlage und der Revolution wird stets eines der schmäh. lichste» Kapitel in der Geschichte bilden. Wie würdevoll hebt sich von diesem dunklen Hintergrund etwa die Haltung der Franzosen 1871 ob. Auch sie erhielten eine militärische Katastrophe, sie hatten die Revolution und den Feind zu Herren de» Lande»,»der keiner Schicht fiel es ein mit dem Feind zu konspirieren, zur Rettung schäbiger materieller Jwtmssen di« eigene Nation zu verraten l DaA bringen nur deutsche BourgoiS fertig. Die deutsche politische Geschichte hat wenig Ruhme«. Matter auszuweisen. Zuerst die entsetzliche Kleinstaaterei mit. ihre» gröfeltchen Despoten, die. um Geld für ihre Mattressen«u gewinnen, ihre«Untertanen" an fremde Machte verschacherten. Ein politisches Elend ohne Gleichen in dem jede» Leben aufhörte, jede Betätigung unmöglich war. da»«nen Knechtistnn und einen Kastengeist züchtete der jede freie Regung niederhält. Nur Deutsche konnten gel duldig, gehorsam, ehrlich und treu solange solche Zustände erdulden. Dann der zu kurz geratene Anlauf von 1848. der so nasch im Land« endete. Und dann wieder jahrelange Reaktion und politisch? Dumpfheit. _ Bis schliesslich dem erstarkenden Kapitalismus die Ver« bältnisse zu eng wurden und die wirtschaftliche Einheit zur ökonomischen Nokiverrdigkeit gsmortren war. Zu feig, zu klein- ich, zu sehr von«der Angst vor der eigenen Kern rag« erfüllt, >ie alle politischen Bewegungen Deutschlands kennzeichnet. um die nationale Einheit demokratifch zu verwirklichen, ver« «and sich die deutsche Bourgeoisie mit dem prcussilchen Junkertum und dem preußischen Militarismus und dankte ab vor Bisniarcks Blut- und Eisenpolitik. verriet die Deut- scheu Oesterreichs und richtete sich in dem neuen Grosspreussen behaglich ein. Sie verzichtete auf Volitik. lieft das Parlament Jur bedeutungslosen Redeanstalt erniedrigen und überlieft ie Politik der von dem Junkertum beherrschten Bureau- kratir und Generalität. Sie mochten Geschäfte, gute, ertragreiche Geschäfte Und sie waren ganz zufrieden und waren patriotisch und natio- "°l bt« in die Knochen..1870 und drei! Reich der Reichen. da stehst du. ittchhet. spottete Herwegh. sie aber waren wenn nicht gerade flauer Geschäftsgang war. dauernd in Hurra- stimmung und brüllten jeden al, Vaterlandsfeind und Sdationsverrawr moder. der nicht ihrer Meinung war. Und nur«ne» wurmt« sie, dass sie nicht da» Monopol auf alle outen Sesthafte hatten, dass«S noch andere Nationen b. dtefchone Eisenlager hatten wie die Franzosen oder so lone Kolonien wie die Engländer Da wurden sie übernational und alldeutsch und konnten nie genug kriegen an Rüstungsaufträgen und Flotten- bestellunaen. Und al» sie genug stark»u sein glaubten, da «geistert Hochstimmung und wurden kriegi- Wir wuftten. was sie meinten, wenn sie national saaten National, da« war die Jndipi''�•<'•••• fii; fle ungcsiSrte AuZMMng im Innern: naiional, Nas war »ie Eroberung fremder Absatzmärkte und Ausbeutuugs- 'plhären für Hr Kapital, war gewaltfanie Moriopoliisieruwg. »es Weltmarkts, war Deutegier und Plünöerungslust! Und jetzt liefern sie die Beweise. Angst faßt sie vor der Herrschaft der Arbeiter, die sie. die hochmütigen Scharfmacher, so verachtet hatten. Der Be- sitz, der Vrofit ist in Gefahrl Und da kommt der„Feind" gerade recht, nein, nicht schnell genug. Sie wollen los von Berlin, los von Deutschland, sie wollen dorthin, wo die höhere Profitrate winkt! Deutsche Patrioten gestern, fron- Mische Patrioten heute— es ist nur eine Geldfrage. Geld rst alles und sie verkaufen das Vaterland, da es gerade zu verkaufen ist! Sie finden Hilfe! Mit ihren Profitinteressen verbinden sich die klerikalen Herrschaftsinteressen. Herr Thyssen, der alte Geldgeber des Zentrums, der frühere Schützer und Förderer Erzbergers, ist der geeignet? Mittler. Das Zen- trum will die katholischen Landesteile von Deutschland los- lösen, den protestantischen Rest isolieren und machtlos machen. Im Rheinland hofft es auf die Hilfe des„gott- losen" Frankreichs, in Bayern betreibt es mit den Habs- burgern zusammen die Gründung eines katholischen Süd- staates. Und die bürgerfiche Presse wind sich morgen, wie heute entrüften über die Höfen Sozialisten, die das alles auf dem Gawissen haben, die keinen Funden Vaterlandslieb« besitzen. Ein großer Sturm wird sich erbeben, daß man es wag«, die Hand zu legen an die bewährten Kapitäne der Industrie und damit die Produktion ruiniere I Erbärmlich und schmählich ist dieser Verrat an der deutschen Nation in der Stunde der höchsten Gefahr. Wer wir hoffen, daß er den verdienten Lohn erntet. Die deut- fchen Arbeiter sind e8'heut, in derer Hand das Schicksal der Nation gelegt wird und sie werden sie gegen die tückischen Anschläge der Patrioten von gestern zu schützen wissen. Wir haben es immer gesagt, daß der Sozialismus und der Sozialismus allein' die wahre Interessen der großen Volksmossen und damit der Nation vertrete. Heute wird offenbar, daß in Deutschland allejn die Arbeiterklasse die Wahrerin der deutschen Einheit ist. Die großen Industrie» ellen verschachern die Nation, fanatisierte Bauern dienen ihnen und dem Herrschaft sbestveben des Zentrums als Werk- zeug. Wir aber verteidigen die Unverfehrthert und die Selbstbestiimnung unseres Volkes mit nicht geringerer.Kraft und mit nicht weniger Liebe als unsere sozialistische Revo- lution und zugleich mit ihr! Ein yrolest der Jirma Thyssen. Mülheim-NM, 8. Dezember 1918. Die Firma Thyssen u. To. A.-G., hat an den Rat der VolkSbecmstragten zu Händen de» Reichskanzler» Ebert, folgende» Telegramm gerichtet: Gestern abend sind die Herren August Thyssen und Fritz Thyssen, sowie die Direktoren unserer Firma, Dr. Roser, Dr. Herl« und Becker, verhaftet und nach Verlin transportiert worden, angeblich unter der Beschuldigung, einer am Donnerstag, den B. Dezember in Dortmund stattgehabten Versammlung beigewohnt zu haben, worin darüber beraten worden sein soll, die Entente zur Besitzung de» Industriegebiet» herbeizurufen. Demgegenüber stellen wir fest, daß keiner der Genannten der angeblichen Tort- munder Sitzung beigewohnt hat. Sie haben sich vielmehr, wie jederzeit nachzuweisen ist, am Donnerstag an verschiedenen anderen Orten aufgehalten. Wir müssen deshalb gegen die wider- ' rechtliche Freiheitsberaubung der genannten Herren entschieden Einspruch erheben und bitten dringend, deren unverzüg- liche Freilassung zu veranlassen, da durch ihre Abwesenheit, zu- mal in den heutigen schwierigen Zeiten, eine schwöre Schädigung unserer Werke und ihrer Arbeiterschaft unausbleiblich ist. Wie die Firma Thyssen hierzu weiter erklärt, waren am deraange- Iren Donnerstag, an welchem Tage die eben erwähnte Versamm- kung in Dortmund stattgefunden haben soll, Herr August Thyssen in Osnabrück in der Georg-Marien-Hütte-Generalversammkung, wie iruch in allen größeren Zeitungen gestanden hat, Herr Fritz Thyssen den ganzen Tag in Hamborn-Bruckhau'en bei der Ge- »erisckaft Deutscher Kaiser, der Direktor Dr. Roser und Herr Dr. Herl« bei ihrer gewohnten Tätigkeit auf den Werken in vkülheim(Ruhr),.Herr Direktor Becker zu einer Beerdigung in Duisburg und im übrigen in Mülheim(Ruhr). E» kann selbst» »erständlich zu jeder Stunde durch einwandfrei« Zeugen bewiesen 'werden. Soweit die Firma. Ob dig genannten Herren an der Dort- nunder Zusammenkunft teilgenommen haben oder nicht, ist nicht entscheidend. Tatsache ist, daß im Rheinland verräterisch« LoSreiß, ingStendenzen bestehen, die von den Schwerindustriellen und dem Zentrum gefördert werden. Da die Herren Thyssen und Stinnes sich bereits in Berlin befinden und die Untersuchung im Gange ist, wird ja bald die nötige Klarstellung erfolgen. wch dem ZreilagSMkfch. Der gestrig« Sonntag hat die Spannung zur Entladung gebracht, die über Berlin lagerte. Hunderttausende von Proletariern waren hinausgegangen, um ihrer Emvörung über das verbrecherische Treiben der Gegenrevolutionäre Ausdruck zu verleihen und sich wieder zusarnmenzusinden als die treibende Kraft der Revolution. Dieses Aufgebot der Massen war notwendig. Zu frech hatte die Gegenrevolution das Haupts erhoben. Zu früh hatte sie"-bosst. Unfrieden und Uneinigkeit in die Massen der Arbeiter uns Soldaten b'�-inzutragen. Zu voreilig hatte sie ihre Karten aufgedeckt und auf den Erfolg einiger abenteuerlicher Verschwörer, auf«die Scheu äche und Halbheit der Mehrheitssozialisten spekuliert. Das konterrevolutiv» näre Gesindel sollte sich hüten! DaS arbeitende Volk Ber- lins hat gezeigt, daß es auf der Wachst der Revolution steht, und daß es nicht gewillt ist,.sich die Früchte seines Sieges entreißen zu lasten. Die bürgerliche Presse hatte unter anderem auch auf einen Konflikt zwischen dem Kabinett und dem Vollzugsrat der Arbeiter« und Soldatenrote spekuliert. Auch diese Hoff- nung hat sich als vergeblich erwiesen. In der am Sonnabend abend statt gefundenen Aussprache sind alle schwebenden Fragen gecklart worden. Insbesondere ist festgestellt worden, daß Ebert und Scheidemann von dem Putschversuch nichts wußten und durch ihn überrascht worden sind. Man darf erwarten, daß durch diese Aussprache eine gemeinsame Basis gefunden worden fft, auf der ein ersprießliches Zusammen» arbeiten der revolutionären Behörden, der Regierung und des VollzugsrateS, erfolgen wird. ES wird nötig sein, daß sich diese Arbeit bald in Taten unifetzt. Diese Tatkraft muß vor allem bekundet werden bei der Aufklärung und Erledigung deS gegenrevolutionärcn PuffcheS und feiner traurigen Kegleiterscheinungen. Fest�tty unbarmherzig muß etwa»« fchrstten werden gegen die Derfchivorerbande, die den Boll- zugsrat stürzen, das Land neuen Wirren ausliefern wollte. Die Fäden dieser Verschwörung lausen ins Auswärtige Amt. Hier muß zugegriffen werden. Wer, wie die Mehrheits- fozialisten, jetzt die Dinge so darstellen will, als habe es sich um einen Dummeniungenstreich einiger unreifer Burschen ge- handelt, der ist sich der schweren Verantwortung für die Siche- rung der Revolution nicht bewußt. Denn die Dinge reden schon jetzt eine so ernste Sprache, daß niemand dazu bei- tragen sollte, in einem Augenblick der Gefahr für die Re- Solution die Wackpamkit der Massen einschläfern zu wollen. Tatkräftiges Eingreifen ist ferner nötig bei der Aufklärung des Blutbades m der Chausseesttaße. Der Stadt- kommandant Wels veröffentlicht folgende Erklärung in der Tonntagnummer des„Vorwärts": Am Freitag, den 6. d. M., gegen%4 Uhr nachmittag?, wurde Kamerad Krebs, Mitglied deZ Soldatenrates de? Generalkommandos, vom Kameraden Kretschmann(?), 2. Vorsitzender deS Soldatenraws Berlin, antelephoniert. Kretschmann teilte mit: um 4 Uhr fänden drei Deserteur-Versammlungen statt; die Teilnehmer beabsichtigten noch den Versammlungen Demonstrationen zu veranstalten, um ihre Forderungen mit Waffengewalt durchzudrücken. Kreb» ging zur Keimmandan- tut. Dort wurde die Truppenstärke und die AbfperrungSmög- lichkeiten besprochen. Während dieser Verhandlungen liefen bei der Kommandan- tur zu gleicher Zeit die Meldungen darüber ein, daß im Ab» g« ord n eten h a u S der VollzugSrat verhaktet sei und daß die Züge der Deserteure im Norden der Stadt sich bereits in Bewegung setzten. So mußte der-Eindruck entstehen, daß im Abgeordnetenhaus die Reaktion von rechts am Sturze der Regierung arbeite, während auf den Straßen die Des«- teure von links gegen die Regierung anstürmten. Unter diesem Eindruck«ging der Befehl zur Abriegelung der Chaussee st raße von der Jnvalidenstraße an. da» heißt: dicht vor der Füsilierkasern«. Hierbei ist noch folgendes zu bemerken: Der Polizei» Präsident hatte den Deserteuren zugesagt, daß sie nach den drei Versammlungen ungestört Umzüge machen könnten, wenn die Teilnnehmer unbewaffnet wären- Diese Vereinbarung wurde von den Deserteuren nickst innegehalten. Die Soldaten erklären bestimmt, daß am Freitag die ersten Schüsse au» den Reihen der Demonstranten gefallen sind. Der Kommandantur war von der Vereinbarung mit den Deserteuren keine Nachricht gegeben, sonst wäre die Abriegelung der Straße bestimmt unter» blieben. Bor dieser Abriegelung wurde der Führer der Gardefiisi- liere ausdrücklich darauf hingewiesen, daß nur in höchster Not und in Notwehr geschossen werden dürfe. E? find AbsperrungS- foldaten verwundet worden. Außerdem ist ein von den Demon- stranten verlorener Revolver gefunden worden. Diese Erklärung ist sehr gewunden und unklar. Sie macht den Eindruck, daß die verantwortlichen Personen in der Kommandantur den Kopf verloren und in ganz un- begründeter Furcht vor dem Volk grobe Fahrlässigkeiten be- gangen haben. Direkt unwahr ist die Erzählung, daß aus den Reihen der Demonstranten zuerst geschossen worden sei. Die volle Verantwortung trifft vielmehr diejenigen, die den Befehl zum Ausrücken der Truppen gegeben haben. Diese Verantwortlichen müssen festgestellt und dann gegen sie vor- gegangen werden. Auch sind wir der Meinung, daß in diesem Augenblick die Aeußerung einer festen Regierung s- g e w a l t notwendig ist. Aber die wirkliche Ge- fahr steht rechts! Auch hier heißt es: W ehret den Anfängen l Nichts hat den Uitmut unter den Berliner Arbeitern so verschärft und der ohne alle Hemmungen ar- bettenden Propaganda der Spartakusgruppe neu? Anhänger zugeführt, als der Eifer der Mehrheitssozialisten, dem Bürgertum entgegenzukommen. Das muß endlich aufhören, wenn die gestern geschaffene BafiS nicht wieder verloren gehen soll. Dann dürfen auch Reden nicht gehalten werden, wie die Scheidemanns, die ausfchließlf'ck gegen links gerichtet sind, die Parolen des Bürgertum? als eigene wiederholen und di« schnellste Ein- deruf""" Nafionalversammlung propagieren. Die Arbeiter wenigstens sollten sich endlich darüber klar werden, daß nicht im Bund« mit den: Bürgertum, sondern in der Einheit dervroletarischenFrontgegen die Gegenrevolution die Gewähr für die Sicherung und Fortführung der Revolution ift. Die Sundgehnpg der Annbhänsigen Sozlaldesiokaüe. Da» Proletariat Gruß. Berlin war sefr«n aufgerufen, Front zu machen gegen da» verbrecherische Treiben der Träger der Gegenrevolution, Land und Volk dem Verderben preiszugeben. Es galt Stellung zu nehmen gegen bie niederträchtigen Versuche, dem Proletariat die Errungenschaften der Revolution zu entwinden. Gemeinsam sollte da» arbeitende Volk in Groß-Berlin seinen Willen kundgeben, daß es fest entschlossen ist, alle» daran»u setzen, die Revolution im sozialistischen Sinn« auszumünzen. Und diese Kundgebung ist auf das prächtigite gelungen. Wohl war das regnerische Weiter geeignet, manche Proletarier und vor allem Proletarierinncn, von dem Gang nach den freien Plätzen abzuhalte«, trotzdem solchen sich im Humboldthain, im Friedrichs» Hain, am BiSmarckdeiumal vor dem Reichslage und spät« schließ. lich im Treptower Park Lv— 40 000 Personen ein. Auf den Plätzen waren Tribünen mit roten Fahnen und rotem Tuch drapiert,«richtet, von denen herab die Redner die ctzten Lorgänge und vi« gegeureoolutionären Treibereien in der schärfiten Weise, unter lauten Protestrufen brandmarkten. CS sprachen die Genossen Rosenfeld und A. Hofsmann im Friedrichs- Hain, Nestriepke und Ledehour im Huw.boldhain und Zcröbel am Bismarckdenkmal. Die Redner fanden durchweg Zustimmung. Eine große Erregung und Empörung kam aber überall gegen die Hintermänner und Veranstalter de» Blutbades in der Chaussee- straße zum elementarsten Ausdruck. Sofortige Sühne und eich, liches schleunige» Aufräumen unter den gegenrevolutiorären Elementen, die in sehr unverschämter Art austreten, sollte die Parole de» Tages sein. Im Humboldlhain forderte Genosse Ledebour den Austritt unserer Genossen auS der Regierung, deren Eintritt« immer für verkehrt gehalten habe. Nach begeistert aufgenommenen Hochrufen auf die tnter- nationale Sozialdemokratie und auf die Revolution schlössen die Versammlungen unter freiem Himmel. Die Aufforderung, nach Treptow zu ziehen, wo Genosse kkbknccht sprechen wird, wurde mit Beifall aufgenommen. Die Züge formierten sich unter Vorantragen roter Fahne« um in einer Gesamtkuichgebung au»» zumünden. möchte. Am S Üfc R-7 FeMME Ze� bfffnö-st-Flch-R-kMi Tausend Demonstranten auf den Wiesen, die auS Nemölln, Treptow, den umliegenden Vororten und au» dem schlesischen Viertel gelommen waren. Doch immer mehr und mehr strömen hinzu. Sie kommen zum großen Teil au» den Versammlungen der Unab- hängigen, auS dem Humboldthain, dem Friedrichshain und dem Tiergarten, zum Teil in geschlossenen Zügen, um mit den Spar- takusleuten gegen da» Blutbad vom letzten Freitag zu demon- strieren. Von Rollwagen herunter sprachen außer verschiedeneu anderen auch Karl Liebknecht. Um den Wagen, von dem herunter Liebknecht sprach, sah mai Plakate mit den Inschriften»Hoch Liebknecht",„Nieder mit Ebert- Haas«, Wen Brudermördern", fern«»Sofortige Entwaffnung aller Offiziere und Unteroffiziere",»Nieder mit der Offizi«Smeut«", „Es leben die russischen Sowfet-Republiken". Liebknecht griff die Regierung heftig an. Die sozialistische Republik könne man heute überhaupt kaum noch als Republik bezeichnen, da an ihrer Spitzt die Männer ständen, die den Krieg mitverschuldet hätten. Den militärischen Stellen und den Behörden sei die alte Macht zurück- gegeben. Man könne wohl behaupten, daß die Scheidemänner, die an d« Spitze der sozialistischen Republik ständen, mit den Unter raehmerv und den Offizieren unt« ein« Decke steckten. Die Regierung hob« die Proletarier entwaffnet und dafür die Baue- geoisie bewaffnet. Die Zentrale der Reaktion sei im groß«« Hauptquartier zu suchen. D« SpartakuS-Bund fordere die sofortige Perhastung der verbrecherischen Generale, die daS heilig» Zeichen der RevoluUon, ine rote Fahne in den Kot gezogen habe» Die Blutschuld an der Metze. ei in der Thausseestraß« bleibe ewig an der Regierung haften. Nicht einmal die Hohenzollern haben gewagt, Maschinengewehre gegen friedliche Demonstranten zu ver- wenden. Diese Heldentat blieb den Ebert, Scheidemann und Welt vorbehalten.(Pfuirufe. An die Laterne mit ihnen!) Kanter- revolutionäre Truppen ständen vor Berlin.(Gebt un« Waffen.) Diese drei Männer der Regierung versuchen die Revolution i» Blut zu ersticken. DaS Proletariat bedürfe einer handfesten Macht, um die Offiziere und Unteroffiziere«inzusperren. Notwendig st' die Bildung einer Arbeitermiliz und einer Roten Garde. Luch am gestrigen Tage habe WelS versuckt, Blut zu vergießen. Alle» war vorbereitet, um friedliche Demonstranten von neuem nieder« zukartätschen. Nur der Disziplin der Massen sei e« zu danke«, daß nicht wiederum Leichen da» Beritner Pflaster bedeckten. Eonn '» wie! ukviä Den• 'llammli gnjng i $ b* ik Wen h Vägt E g "aalroiii W ich k Jenn die titd dorn l®Öe: wohl 1 Eira! Hassent J"n Kan ■»fle gib ""Huna ..«c-o Wen Fr Jjflteeiie febr l» Toldo y UNS. ihre -n sint ir von 5»« ! Solde "Slicdct iJVn. «tsthei; ? Nebr ei« 'ft nick Al» der Zug um%4 herum die Treptower Wiesen verlieh. war« zu einer Menge von etwa 30 000 Menschen angewachsen- eine Masse, die geladen war von politischer Erregung und AW vität. Nieder mit den Scheidemännern l Nieder mit dem Blut« Hund WelS! Hoch die Internationale! Hoch die Weltrevolutionf Die Arbeitermarseillaise l So ging der Zug über die Jannowitz- brücke, vorbei am Polizeipräsidium nach den Linden. Von dvei auS nach der Wilhelmsiraße, wo Liebknecht den VolkkbeauftragteN Barth aufforderte, mit den Unabhängigen au» der Scheideman«' Regierung auszutreten. Di« Soldaten dreier Lastauto» wurde« dort entwaffnet. Ueber den Leipziger Platz hinweg zogen die Demonstranten nach den Linden, um sich dann am Hindenburg- denkmal nochmal» zu sammeln. Hier sprach Pieck, der darauf hinwies, wie ruhig die Demonstration verlaufen wäre, und aus- fordert«, jederzeit der Revolution in der Stunde der Gefahr mst Leib und Leben zur Verfügung zu stehen. Die Demonstratio� löste sich darauf unt« Hochrufen auf die Weltrevolution auf. Die Scheibemänner hatten nach IS Sälen versammlungt" einerufen. die sich«ine» mäßigen Besuch« erfreuten. Im An'chfelt daran fand im Lustgarten eine Demonstration statt, tn der V eine Ansprache hielt. �oldai r o n ö °wße kr «i,;'ii C' iZZ. er Ne(56 fe UNd ii..0",, Ii :0(6 für h°'0n gl t'Vc KiL INachc Treptower Park. Em seiner Nebelregen sprüht. Fast sieht H so coft, aU ab es mit immer dichtereu Schlei«« eckst»»«hüllen .Vei'legül". Vom KrtegSmtnisterium geht un» unt« Berufung � § 18 de» Preßgesetze« folgende„Berichtigung" zu, die gleichzestit auch durch W. T. B.»«breitet wird: Ln Nr. 21 d«„Freiheit" wirb nach dem Verbleib d« aus den erbeuteten Rohstoffen gewonnenen Gelder gefragt und*** Verdacht wird geäußert, daß sie zugunsten d« Offiziere ver- wendet worden seien. Demgegenüber wird festaestellt: DaS erbeutete Krieg»mat«ial fit in d« Haupfiache fckstr- für den eigenen Heere» bedarf verwenb« worden, der Rest wurde an Kriegsgesellschaften oder einzelne Personen verkauft, der Erlo� ist dann an die GeneralkriegSkass« geflossen. DaS im besetzten Gebiet beschlagnahmte Privatgut, Güter- Rohstoffe und andere Gegenstände, sind von der Militärvert� tung an die Kriegsgesellschaften abgegeben worden, auch Erlo« ist an die GeneralkriegS- uich die Generalmilitärkaist abgeliefert worden. Dies« Beträge bilden einen besonderes Fond», d« zur Enfichädigung der frübere» Eigentüm« d« � schlagnaihmten Güter bereitgehalten wirb. Ueber keinen dieser Foch» ist bisher verfügt worden. Wed� an Regiment«, noch an Offizier« od« Mannschaften ist irgend etwas davon ausgezahlt worden. Sobald Deweismateoial für den geäußerten Verdacht, da? Offiziere sich unrechtmäßigerweise in Feindesland bereick**' hatten, vorgelegt wird, wird rücksichtslos gegen die Schuldige" eingeschritten werden. Bis dahin muß der Versuch, da» Offizier- korp», das auch 4 Jahre lang für den Schutz der Heimat litten und geblutet hat, grundlos zu verdSchiigen, zurückgewiesen werden. E» ist ein« durch nichts begründet« Unterstellung, wenn da< Kriegsministerium un» eines Versuche» der„Verdächtigung" de? Offizierkorp» beschuldigt. In der von unS veröffentlichic" Zuschrift, die als solche ausdrücklich gekennzeichnet wurde, wird weder der Verdacht geäußert, daß die aus den erbeuteten Roh- sloffen gewonnenen Gelder zugunsten der Offizier« vnwendff worden seien, noch ist das Offizierskorps al» solche» verdacht'� worden. E» wurde vielmehr gefragt, wohin der Erlös auf d«"' Berkauf des Beutegutes gekommen ist, wie viel von dem Beutegeld an die Regimenter verteilt wurde und welche Chargen, die obere" oder die unteren, bei dies« Verteilung besser wegkamen. Dar«" anknüpfend wurde auf den übertriebenen Luxus früher � kümmerlichen Verhältnissen lebender Offiziersfamilien h>"�' wiesen und verlangt, daß in den höheren wie in den nieder-" militärischen Stellen Nochforschungen angestellt und alle lassen von Sachverständiger Seite ein« eingehenden Prüf""� unterzogen werden müssen. Diese Forderung halte» wi, trotz htt ß1' richtigung" de» Krieg c mini st erium» in»»!««'" Umfange aufrecht. Wir nehmen feine Fesfitellung Kenntnis, daß der Erlö» au« dem««kauf d« im besetzte" biet beschlagnahmten Privatguter, Rohstoffe usw. an die G krieg»- und Generalmttitärkasse abgeliefert und zur Cnuch'-' der Eigentümer bereitgehalten wird. Wir v«missei! jelu-b' präzis« Darstellung, unter welchen Gesichtspunkten und uutt'r" £ 'recht! «Krie Krie, �fin H Kti fe »■«Ol >td 5-'' P L" hat ..vdet Sti« tz.s,un» V I(J JL Ner «eil. S' „"Ii, " m.; I Si Ct, 'eile* e MM» In, Trep- t Viertel n hinzu. er llnab- lind dem :n Spar« l dcmou- chiedeneu sah mar lit Ebert' u ng aller lSmeute", griff ine an heute er Spitzt rn. Den jt zurück« emänner, mit den ten. Die ie Bour« t groh«« E dt« so« iS heilig tn habe» 'tbe«vig rn haben u zu ver« ind Weli Konter« Waffen.) lution«• n Macht, «ndig se> >«. Luch n. Llle» a nieder« i danke» iten. ! verlieh. ewachsen, und Alti� em Blut« Volution k annowitz« Von dort uftrasten idemanN« i wurdet jagen die rdenburg« x darauf und au!' efahr»ii znstratiod� auf. rmhinge* . An'dM * Sitzung des Soldalenrates. Sonntag vormittag 11 Uhr fand im Plenarsaal de» Reiche- » wieder eine Sitzung de» Groß-Berliner Sr>ldatenratee statt. . ie Plätze im Haus und auf allen Tribünen blieben diesmal dn. Den Delegierten liegt eine Wahlordnung für die Voll- �lamm.'urig der Brotz-Berliner Soldatcnräte und die Geschäfts- Mung in Druck vor. Als Sprecher de» Bureau., teilt Pietz mit, r$ di« Berfammlung einen ersten und zweiten Vorsitzenden zu IMen habe. Der Berichterstatter des FünfzeHnerauSschusse» iWairt E g e vor. Ege erklärt: Nachdem ich solange in der Sozial- r�okratischen Partei und in der Gewerkschaft gearbeitet habe, � keinen Anlaß, mich um einen Posten zu bemühen, aber 7fun die Not drängt, bin ich bereit, meine Pflicht zu tun. Ege darauf einstimmig zum ersten Vorsitzenden gewählt. t®fle: Als wir hier zuletzt am Donnerstag versammelt waren. Wl Wohl keiner von uns geglaubt, daß schon am nächsten Tage in Straßen von Berlin das Blut unserer Kameraden P�leiien werden würde. Es wird im Sinne de? Versammlung sein. rfim Kamerad Eichen uns einen autentischen Bericht über die Vor» |�s!e gibt, ehe wir in unsere Tagesordnung eintreten sZv« P'-'URg). L lt o ii e n« Reuß: Wir können nicht an den Ereignissen deS JJ'Cn ssrcitaq vorübergehen, denn sie find von hoher politischer >««weite. Ter Vollzugkrat hat den ihm geltenden Ucbersall �l�lebr tragisch genommen. Wir hatten die Möglichkeit, mit Soldaten, die uns verhaste» sollten, zu sprechen, und eS ge> |'« uns. ihnen klarzumachen, daß sie statt de? VollzugSrateS viel- ihre eigenen Auftraggeber verhakten sollten. Tragisch da« |rpn sj�d j)je Borgänge in der Chaussee st raße, die von unS aufs ttekste bedauert. Sicher ist es, daß die Masse �Soldaten nicht durch bewußtes Wollen, sondern durch eine Vcr- L..?« von M i ß vle r st ä n d n i s s e n zum Gebrauch der Waffen k! sUhrt wurden. Aber im Hintergrund stehe» k o n t e r r e v o- i.U° näre Mächte, die-wir kennen. Es scheinen Mitglieder �oldatenrates darin verwickelt zu sein, und eS sind auch zwei �Sliehrr des Auswärtigen Amte« in die Angelegenheit hinein. Zu bedauern ist eS, daß die„Rote Fahne" in ihrer Auf. l/Ppeit versucht hat, das Ganze als ein planvolles Unternehmen MehrheitSsozialisten zu bezeichnen. Andererseits denkt auch der Spartakusbund nach meiner Ueberzeugnng „? t daran. Putsche zu veranstalten(Widersprrich), 'U nickt richtig, ihn zu einem Popanz zu machen, da er keine Utoße Bedeutung besitzt. Zwar ist die Sprache der Spartakus. (ii|e drohend, aber von da bis zu der Tat ist eS weit. Ganz ver« es. wenn die„Roie Fahne" gegen Ebert den Vorwurf er habe diese Vorgänge gewünscht. Vor einigen Tagen L, Pi Ebert von einer Kommission, die aus Spiro, einem Sol« � und einem Arbeiter bestand, gebeten, eine Soldatendemon« iLj'on für die Regierung zu empfangen. Ebcrt erklärte dies kür überflüssig und fordert«, daß die Soldaten nur in Ge- , tenf mit den Arbeitern demonstrieren sollten. Ebert und streunde können also nicht die Veranstalter der Demon« . stu gewesen sein. Es handelt sich um eine konterrevo« �'«näre Machenschaft. Die Soldatenräte d, e i ch t g l ä üb i g.geioesen. Sie haben sich Mitj ch e» s ch a f t. Die Soldatenräte der Franzer gläubig gewesen. Sie haben sich durch gefälschte � �' äestohlen« Urkunden und Stempel täuschen lassen ' ftichc" Es"b'st� 0eri"fl� Snn Seutegcfd ie oberen Daran üher in , hinS� nied-re" Militär' Prüftin» st» Beifall und Händeklatschen.) V�f Aufforderung de« Präsidenten ehrt die Versammlung letzten Freitag gefallenen Volksgenossen durch Erheben ?» Sitzen. tpie weitere Behandlung der Tagesordnung wird ausgesetzt. k'I Kroßer Spannung und Erregung der Delegierten und der fc?er auf den Tribünen ergreift Heine« Potsdam da» Wort »v bereits wiedergegebenen AuSfiihrungen. Präsident fordert nunmehr zum sofortigen Abbruch der i�vdlungen auf. Gottschling schlägt vor, di« Verhandlung Stühren, bi» genau« Nachrichten eingetroffen sind. Cohen- begibt sich zur Regierung. Ein Redner warnt davor, dic tetiw1 0n zu schwarz zu sehen. Man entschließt sich, die Ver« '�ig fortzusetzen. kurzer Diskussion wird Kretzschmar mit großer Mehrheit zum zweiten Vorsitzende« gewählt. Nägele teilt mit, daß noch Mitteilung bei vntersiaatSsekretärS Göhr« dic Soldatenräte 3 M. Arbeitszulage und d M. AuswandSentschädi« gung erhalten werden. Di« Soldatenräte find vorläufig bis zum 10. Dezember bestätigt. Der Vorsitzende der 4. Armee erklärt, daß di« Fronttruppen geschlossen hinter der Regierung Ebert-Haase stehen. S i« m sen: Der BollzugSrat hat im Herrenhaus ein Auf« klärungsbureau eingerichtet, da» den Truppen politisch geschulte Redner zur Verfügung stellen werde. Der nächste Punkt' der Tagesordnung ist der Bericht des Wahlbureau». Die vorgelegte Wahlordnung wird ohne DiSlus- sion einstimmig angenommen. Sin« sehr ausführlich« Debatte entwickelt sich über einen Antrag, wonach bei den Wahlen zur Delegiertenversammlung und zum Zentralrat der Grundsatz der Parität zwischen Arbeitern und Soldaten herrschen solle. Eorny begriindede ihn in einer sehr pathetischen Rad«, dic mit lebhaftem Beifall aufgenommen wird. Andere Redner schließen sich ihm an und weisen darauf hin. daß Soldaten und Arbeiter gemeinsam die Revolution begründet haben. Die Aufhebung der Parität sei gleichbedeutend mit Diktatur. Inzwischen ist Cohen-Reuß zurückgekehrt und berichtet unter großer Spannung der Versammlung: Ebert will sich mit dem Kriegsministerium in Verbindung setzen, um die Angelegen« heit de? Generalkomma ndo» Lequi» zu unter« suchen. Molkenbuhr ist zur Kommandantur gefahren, um Weis Weisungen zu geben. Wir können nicht wissen, was geschieht; auf jeden Fall müssei' wir Besonnenheit und Ruhe bewahren. Gerhard: Ich bin enmächtigt, mitzuteilen, daß das 4. und 2. Garderegiment zu Fuß, seine Soldatenräte und Kommandeur«, die lltegieruixa Ebert-Haas« anerkennen. Nach dieser Unterbrechung wird über den Antrag betreffend Parität Weiterverbandelt. Im Verlauf der Diskussion tritt Cohen- Reuß lebhaft für die Ablehnung deS Antrages ein. Die Arbeiter find in per überwiegenden Mehrzahl in Derkin. Goldschmidt: Die Arbeiter sind politisch erfahren die Soldaten meisten« nicht. Die Arbeiter find in der Mehrzahl. Wenn wir den Antrag auf Parität annehmen, zerstövein wir den Grundsatz der Demokratie. E» hieß« also, die Arbeiter um ihr gutes Recht bringen, wollte man verlangen, daß sie in den Zen- trglrat nicht mehr Delegierte schicken, als die Soldaten. Da das Ergebnis der Abstimmung zweifelhast bleibt, findet — zum erstenmal bei den Soldatenraten Berlin»— Hammelsprung statt. M i t 178 Stimmen gegenüber Ri wird dexAntragaufParität abgelehnt. sÄebhafter Beifall.) Einen großen Zeitraum der folgenden Verhandlungen füllt der Bericht der Siebenerkommission und die Debatte darüber aus. E» handelt sich zunächst um di« Wahl TrippeS in den VollzngZrat. die formal nicht ordnungsgemäß vorgegangen ist. Die Boll- Versammlung bestättgt nachträglich mit allen gegen zwei Stimmen das Mandat Trippe». Goldschmidt berichtet über die Untersuchungen der Siebener- kommffsioä über da« Vollzitf.sratSmitglicd Bergmann. Bergmann ist ein fünfundzwanzigjähriger Medizinstudent, der der Partei nie angehörte und nicht die Fähigkeit besitzt, die Pflichten seine» Amtes zu erfüllen. Alle persönlich gegen ihn gerichteten Beschuldigungen haben sich als hinfällig erwi«ien, aber die Kom- Mission ist zu dem Beschluß gekommen, sein Ausscheiden au« dem BollzugSrat wegen seiner Nntauglichkeit zu beantragen. DaS BollzugSratsmitglied Bernhardt dagegen hat bisher feine Tätigkeit zur Zufriedenheit seiner Mitarbeiter ausgeübt. In der Diskussion erklärt unter Beifall und Unruhe Schmidt: Die Mitgliedschaft bei der Partei oder Gewerkschaft ist kein Beweis für die Fähigkeit eine» Delegierten. Man kann zehn Jahre lang organisiert gewesen und doch eine Nulpe sein. Nach weiteren Mitteilungen wird beschlossen, daß Bergmann au» dem BollzugSrat auszutreten habe, während der Fall Bernhard! an die Siebenerkommission zurückgewiesen wird. Tin Beschluß de» Bureaus, zur Einladung de» Pollzuglratel an die Sowsttregierung Rußland», Stellung zu nehmen, wird dem Fünfzehne rauS'chuß überwiesen, ebenso eine ganze Reihe anderer Anträge. H e i n sch benStet über die Tätigkeit de» Fünfzehner- auSschusseS. Naegler berichtet, dctt- G o e h r e der Meinung sei, die Soldatenräte müßten reduziert werden, um dem Staat Kosten zu ersparen. Mehrere Redner wenden sich gegen�.eine.Diktatur' Goehre; da? Krieg« Ministerium versuche, die Soldatenräte abzu- sägen, um die Offiziere wieder einzusetzen. Die Sitzung schließt um 4)4 Uhr. Nächste Sitzung Mittwoch, den 11. Dezember nachmittags 3 Uhr. Jüchen Garantien der Verkauf«ine» Teile» de» erbeute- h,,. �gSmatecialS" an Privatpersonen vorgenommen wurde. '�Ülteilnehmern n>er!>en über derartige Operationen haar« Ifys, n�e Dinge ergab 14, Ebenso ungeheuerlich find die im Um- �"blichen Gerüchte über die Aneignung von.Beutegütern" und ihre Angehörigen. Mag sein, daß übertrieben find, aber schon da« Ansthen des deut- v o:'e* erfordert e», daß diesen Dingen nachgegangen und �greifende amtliche Untersuchung vorgenommen � nc �ühe Untersuchung in allen militärischen Stellen �stis �et ,"m un# veröffentlichen Zuschrift verlangt. Da» six Ministerium antwortet darauf mit einer Verteidigungsrede � fh � �ffiZierkorp» und verlangt von un»„BeweiSmaterial" leigt 1 Anflogen, die wir nicht erhoben haben. Diese Antwort W dal Kriegsministerium die Wahrheit sabotiert. Hh, glicht ist es, der Oeffentlichkeit endlich Aufllärung zu »tit''i*? das vielfach dunkle Treiben, da? sich während del �, Unt datenrat der Ostsee st ation, sprechen diesen Elementen ihren tiefsten Abscheu au» und bktten die Arbeiter- und Soldaten» rät« de« Inlandes, inrückfichtSloserDeisegegender- artig« Element« vorzugehen. Gegen rücksichtslose Hauseigentümer! ES gibt Hauseigentümer, welche die WobnungSknapw heit dazu benutzen, in der rücksichtslosesten Weise gegen Mieter vorzugehen. Dagegen die Mieter zu schützen ist eine dringende Aufgabe. Da allgemeine Anordnungen noch nicht erlassen sind, haben örtliche Arbeiter- und Soldatenräte sich zu Helsen gewußt, indem sie selber zum Schutze der Mieter eingeschritten sind. Der Arbeiter- und Soldatenrat in Char- lottenburg hat an die Hauseigentümer von Charlottenburg folgende Mitteilung ergehen lassen: »Seit einigsn Tagen gehen Charlottenburger Hauseigentümer oder deren Beauftragte in rücksichtsloser Weise mit Kun« dingungen und WohnungZräumunzen hauptsächlich gegen ärmer» Mieter bor. Mit Rücksicht auf die herffchertde 28 cch iiungS not wird den Hauseigentümern oder deren Beauftragten da» Recht gut ' Kündigung Ba» auf weiteres entzogen. Jeder WohnungSwechicl der vom Hauseigentümer veran- laßt wird, muß bec.m Arbeiter- und Sokdat-nrat eingehend de» gründet wesden und unterliegt dessen Zustimimung. Zuwilde vhandelnde werden bestraft. Feter der Freiheit. Die Feier der Freiheit, die der Bund Nene» Vaterland am Sonntag Morgen in der Volksbühne veranstaltete, übte auf da» volle Hau» stärkst« Wirkung auf Von Beethovens dritter Lleo- noren-Ouverture über HasencleverZ Rezitation au» der„Anti- Sne" und die kräftige volittfche Ansprache dc! Genossen Brett- eid zur 9. Shmpyrmie und zum allgewaltigen Li:d an di« Fremde steigerte sich die festlicke Stimmung der Hörerschaft. Da- zwischen stand ein wenig leer Richard Strauß' ftriedenScrzählung- auS.Guntram", und der Beifall galt weniger stark dem Kompo« nisten als dem Dirigenten, der im Opernvrchester und Char und «ich in den Solisten die beste Unterstützung seiner Kraft fand. Protest gegen das Blutbad in der Chausseestraße. 19 999 im Walde bei Schulzendorf versammelte Arbeiter un» Angestellte der A. E. G.-Werke Henningsdorf, protestieren durch ihr« einmütig« Arbeitsniederlegung, gegen da», am Freitag, den 6. Dezember, angerichtete Blutvergießen gegen friedliche Demonstranten. Die Versammelten verlangen, daß in Zukunft kein« b«- waffneten Truppen oder Sicherheitsmannschaften Demonstranten entgegengestellt werden, da ein solche» Vorgehen dem Geist» der Revolution nicht entspricht! Sie fordern di« Brüder im Waffen» rock auf, sich niemals und von keiner Seite zu derartigen Hand« lungen verleiten zu lassen! Die Versammelten bringen zum AuS- druck, daß mit dieser Demonstration keiner politischen Partej ejiz» Unterstützung gewährt vevden soll! " Die vpfer des Blutbade, k der IS Todesopfer und 81 Tchwerderleht« hat nach den bishertgen Ueftitellu-irgen de» Leichenschauhaufe» der bwtige Zusammenstoh in der Chausieestratze gefordert. Ob hiermit die Zahl der Opfer «rschSpst ist. steht jedoch noch dahin. Zur genauen Ermittelung ist e» unbedingt erforderlich, datz all« Stellen, wo Tote riwr Verwundete untergebracht sind, die» noch nachträglich dem Schau- Haus« melden. Au her den bereit» von un» gemeldeten 11 Toten find noch vier Verwundete ihren Verletzungen erlegen. E» find , die» der Sanitätssoldat Paul Kliesche au» der KäSliner Str. B, i der Soldat Arthur Gierte au» der Demminer Str. KS,«in noch \ unbekannter Soldat und ein Arbeiter Strauh. von de» er- � mi Helten 81 Verwundeten befinden sich IS in der Klinik in der , Ziegelstrahe, 11 in der llharitt, S Im Garnison lazarett, einer i» Augustahospital und einer im vtrchowkrankenhauf«. Goldatenversammlung!« Lichtenberg. ?u Freitag, den 6. Dezember 1918, hatte da» Ersatz-Dafail- e» S. Gardr-?tnfanterie»Rrgimem» die Lichtenberger Sol- baten zu einer öffentlichen Versammlung einberufen. Der Saal de»„Schwarzer Adler" war gedrängt voll. AI» Hanpireferent sprach der Kamerad Militz Uber da» Thema:„Der Werdegang der Revolution, ihr Zweck und ihre Ziele", in einer 1>« stündigen Rede, die den allgemeinen Beifall der Versammlung fand. Grend. Fasold nahm zu dieser Aujfllb- rung Stellung. Grend. Hellwege appellierte hauptsächlich an dt« jüngeren Jahrgänge und legt« e» ihnen an» Herz, sich politisch zu betätigen. Koselick erläuterte die Spaltung der Sozialdemokratie f Mh tSdktte fikrsa°» In WirSichkeit ist die Beamtenschaft bizber nach»einer Nichts stet aewese». erst jetzt kann fie stch frei bewegen. AuSgeschloss« von 5er Verwaltung und der Kontroll« war aber fast überall Acheiterschaft. Wenn dabei Vorrecht« beseitigt werden, s« da» nur eine Selbstverständlichkeit.« De» Sech» uhr>Ladenschluß und die Rrunnhr-Pollzeistu«« werden nach einer Bekanntgabe de» Polizeipräsidium» nur einem Teil der Geschäft»'«:!« innegehalten, ein größerer hält sich nicht daran. Do» Polizeipräsidium legt Wen darauf. � da« Publikum selber auf Jnnehaltung der im Allgemeininiereff getroffenen Anordnungen achtet. E» müsse, wenn nötig, mit alten Strafandrohungen die Einhaltung erzwingen. E» wä» beschämend, wenn dieser letzt« Weg beschritten werden müsti«. Nngllltig rrNärte Wahlen. Die vor 14 Tagen im Zirw Busch erfolgten Wahlen von Vertretern der Berliner Gemein«» beamten in den Arbeiter, und Soldatenrat find für ungü'� erklärt worden. Die Gemeindebeamten haben infolgedessen Listen aufgestellt und wählen nun auf Grund dieser Listen neu« in biesen Tagen. Theater und Qer$ni!$Dn»en. fillMluie. Theater am BQlowpIats. i Direktion Fried. Kayssler. iftUhr; Der Elnehgartea. . Direktion Max Rainhardt i Deutsches Theater r Uhr: Hamlet. i Romniersplele 'f Uhr; Der Sohn. Kleines Schansnlelhons , rtianemtr I. Port I n Uhr; M.i» rrrand Ttddr. I Lessing-Theafer. Dlrtktlon: Victor BurnqwtkT Most: Oer Marquis v.Keiita. Diemtae; Der Schöpfer, Mlthrj Der Schöpfer. i Deutsches Könstler-Thsater. '. Allthcndlich 7� Uhr: I Nachtbeleuchtun«.| Central- 1 heater. i�DleRosevonStflüihnl Drataahas Oprrnhana Charlottcnb. .yuJerPostillBnyDnlC'Jijirgtn rrtodrto�-Wtlhalmstttt Thtuar. Uhr: Hannerl. Das Orainiäderihaus. Vj_ Jl. Tel! Kleines Theater. uhr: Hans im Schnakenloch. Huiiaiacbe<»|>er. uh?: TchwurzwoliiniBiIei. .».natspielhaDM. \fu\Ar. Die spanische Fliege. | Metropol-Theater. Ifuim Die Fflschingsfce. ; Heues Operettenhous. (nu.:Dl9 Glocken von Corngvlila [ Palast-Theater. mu: Der QKihado mit CU'lre Dux. Mlttw. 3h Uhr: Oer SUTnrelprt». UKesIdenz-'l heater. uhr= FfiedensvethamHüngen •ehUl«r-l Unter Ctiarlsttnbnrt. nubr: Hamlet. I halia- 1 heater. n uhr: Polnische Wirtschaft 3h Uhr: Rotkäppchen. - Theater am Mollendortplet«. »uhr: Drei ulte Schachteln Theater des Westen«. n uhr: Die iustige Witwe Mlttw. 4 Uhr: isca«nbr4d»l. Waliner-Theater. n uhr; tirat Haueniciits. Mittwoch, Sonnab. u. Sonata« •v Uhr: Dar Marcbouwald, Kose- 1 heater. Qastap d.Frledr. Wilhelmat.Theat. f TVUhr: DasUreimllderlhaus. T rianon-Theater Bhl. fried rieh str. Ztr.«27. 2391. ?/, Uhr: Der«utc Ruf. Casino-Theater. Lothringer Str. 37. TlgL'liS Uhr: Hanl Das Snktlge VolkistQck Nn! sie goldene Brücke Vorhar; Entklutica BpaaaUOtaa. VQi»Xänger»t! des Pili, dar Zwtt DoaOlaOlsaanak*. Mleha.lt. artt ftunnar Tolnae» VorfDhrung• und 8 Uhr. Maßcwett A» f. Dezember Neue Direktion• Neues Programm Oam renoviert f Anfang S Lbr\ ( Sonor««' 4 Lfbr J Qyigyi- Konzerte i Bletrhupreleei HO m.. 1,00 H. - VorzügHcbe Küche« i Torten, Makronen and Qeträake. Köpenick. Sozialdemokratischer Wahlverein U.S.P. Mittwoch, de» U. Dezember»»>8. abend«» Ith» Zahlabend L f8t Mr vammvochadt bei»kr. Ubmann,«ahichofftratt K II. jUt die ttirtborfmbt bti Am. Ehren bar«, gusabechpraVe». IL(fit Mt«öllniiche Vorstadt bei»«. Ulnnart, Atttaau« Str. 7. «massm. ntatitr dir getchm der Seih kawutt all« uu» a-hmt«e- legenheit zu«iner« die!« gttt �hgm««»»rachi. dt, chr durch LekaurtmachllDg. Bat de« Dentodllmachungsomt lausen f»rigrs,tzf«nsrag-u «in dnzüglich«uekunst iU-,r v«sch°ssuna von«rb«»,- austräa«». Si wird b«»Halb badonnigairvochi, daß stch dt» Inl»r«|senl»n dlaserhald zu w«nd»» haben an da» Zochauoschutz für L-bomotwbau:_„ � D«schöftsst«ila: stlrma«. Borst»«arliwSagaL Zachausschug sllr vlaschlnenbau: �„ Saschästastella: Berain b«utschar«aschinanbawmftaN»». Charlolltodurg 2, Hardanbargstr. It. ZachcsiHschak för Zelnmtthanik:___._„ Bureau: gr. Hahn. Btrlin-etegUtz, tU>atgin-Luisa»>«tr. U. Zachauaschuft für«Udtrotethnib:„_. Buttou: Dr. Tasslrer. Btrlin«. 8, dornalhtaUt. B. Aachauolchuh für Aohr,«ug>Industriai gut Ewienensahrziuaa:_.„_„ aef(t)üf!äff«n«: Verband deutscher«aggonfabridan. Char- lottenbarg 2. Blalbtreustr. 20. Für Stratzenfahrzeug« mit motorischem Anfttad: ««schSstastella: Barein drutschar ZN-torfahrzaugtndustriallrr. Berlin W. 8. Unlar den Cinban 12/13. Für Ctrotzenfohrztufl« ohna motorischen Antrtab! SaschSfisstella: B«reinlaung dautscher Gogai». und Ho« rosssriesobriken, B»rlin-L ich tarfald», Schillarstr.»0. Für Zohrröder: Saschäfi»st«ll»: Bavein deutscher Fahrrav-Industriall«. Brondendurg a. H, Nitterstr. 18. Faehauafchutz für Eisen» und Stählend usirta: cheschäfwsrell«: B«rb°nd Dänischer Eise»«ck Stahl- Iirdusirieller, Berlin W.», Lindstr.>i. Znchaueschuü für Schissbau: <»»schbfi»st,ll«: Blohm k Boß. Hamburg. Zochauoschuh für Brückenbau und ElsenkonENtlttio»«« cheschSfiestelie: Deutscher Eis«nba»B«rbimd, Berlin N. 8, Linkfir. 1». Fachausschuß für«lelneisenwarem »elckösisstell«: Dr. Hiocdiu». Berlin w 8. Lindstr. 26. Fachai eschuß für die Z.xtil-Indusirle: gii: Dolle: Aeschasiasiell»: Ausschuß der«etckstvirtsdhastesiell« sllr Del!», D.rlin».»,»tohrenslraße 1». Für BuurmvoUe: Geschafizstelle: Ausschuß der Aelchswlnschasissiell« flir Baumwolle, Berlin KW- Evausenstr. 17/18. Für Selbe: Seschäflsstell»: Ausschuß der Reichsmirtschafiestell» für Seid«, Berlin W. 80,«:dtorio.Luis«.Blaß 8. Für Runftspinnftoft« und StoffadfSll«: Seschösisslell«: Ausschuß der Reichswirtsckaftestelle» f>r »unsispinosiofs« unb SioffobsSll», Berlin W. 88, Leipziger Elraß« 78. Für Flachs: GeschSslsstelle: Aueschuß der Reichewtrtschaftostekl» stlr Flach». Berlin SV.. Krausen sir. 26/28. Für Hanf: Deschitftostell«: Aueschuß der Netchemtrtschaftestell« ftlr Sans, verlin EW.«, Hedemaimstr. 8. llr Jute: Geschästestell«: Ausschuß der Reichewirtschastostell» für Zuie. Berlin Rv. 7, Unter de» Linden 84. Für Harlsaser: Deschiisiestslle: Luelchuß der Eeichamlrtscheftostella für Hortsoser, Berlin EW. 48, Hedemannstr. I. Für Ersatzspinnsiosfe: Veschäftestell«: Lueichuß der Belchewirtschaftesiell» stk Ersotzspinnstoff», Berlin R». 7, Unter den Linde» K Für Kunstseide und Siapelsaser: Geschästestsll«: Aueschuß der Kelch«« trtfchafi»stell» sllr Kunstselb» und Stapelfaser. Berlin». 8. Budapester Sirah« 8. »dchau.fchuß Me die chemische Industrie! SeschLstesteli«: Hotel Monopol, Beritn KV. 7, Fldelitich- strotze Illll. Fachaueschuß sllr hl««umml�lndustria: Bekchästestell«: Zentral»« rein deutsche« stauischuß wunen. Fadrihen, Berlin Ken« Frtedrlchstr. U. Focheueschuß für da,««samt« B»pierloch: Seschäsissielle: KelcheitommisNon zur Sicherstelluno da, Papierb-darf». Berlin S., Alerand rinenstr. 1U. veller» Bebannmachunzen salze» �nkan« V.z Uhr. 1 K POLL Q i[ Kleina tnaipn) Dir. JAMES KLEIN „ Allabendlich Tb Uhr, Sonntags 8, und TS Uhr Die Welt gellt unter I "'ttS'S-'— NADCHURA'S Elstanwu ROSTON'S Affsnmanaeh TraiMyn Blumankerao . usw. •aanta« 0/, lad. Enracfeaaua i Klad treii nsw. FUtale verlin. »m Kslleaen zur et-chri«l. tat unser mir, llr».»er Maler Hmnt RAn a»». Dueacker»rrltotbra ist. Hin ttuttm«nornttnl Sit Bttiblaaaa inhu am Konto«, dm 9. nuchmma«» t nt< nt kca FNeddas in Karte adaif, ztta» beakvalc«u»,»ott. Die Ctidvematt«*«. Rena»üchearinrtchtaa, amMaht, StTknUt" l£""u,n- attättlet. werden rerltngt Solmsstr. 4. . OROSSC AUSW"! |V,-\B1U.I0C PPE13? Auf Wunsch BtauEME ZAMLWEISL Varianzen Sie unsern Prospekt 333. Deutscher Metallnrbeiter'Verba« NersualtungestrU« Herii» U K4, jtntenftr. 6?� GefchSttaiett van g— I Mhr nnb von 4— 7 IIb'. •»Upben:|tar»en INS, UtAU, 1VN7. W714. wetuwoch. den IL»ezemdae 1818, abend» 7 ttd»! Lranckenverlammlung her Zrahlmbeller und.ArdeiterB ttm ttotal von«Solllchldger,«dalvertstr.»L lageSorbaung: 1. Mie whtlchafrilrtie Sau» in nnlerrr vrnucha. 7. Verl t a>:d Dbm'an dn Brnndirntommifflon. L BtoiiUuai.i-rl.jtntjtitrn and B tidii'drnts. eiwtillchr«T(i«nbietpn und nich'er nnlstrrim NsPtnen nad 8«» sta» hteizu einpeaben. Pllnwlche,«i.-chrtam lk uaScdlnjt ndc, Süe OnebcrtpaU Zlahuag Um SO. Darambar«»«* GrcOeWeiiinacMs-Jubillulilsloitii1 £661 Gawinne ia Gaaamtw, roo Mark toooo !! SOOO Bargeld 90 pCL fflr all« Gewtoua earaatier'' Com snu amtllohcn Praia 8 Mark. Porto und Llata 46 PI-'' 0W Ein« Glflcksserie von 10 tortierfan QA M Losen einschl. Porta und Lisi« für Uli Im- Boiiiner Losezsniralo. Bsrlin C 2, MQhien Achtung Arüelierl Auf Grund des Abkornmeiu mtt der Oe* werkschaftskommlssioB(llr Berlin and Uni' zebunz; Arbeiter der Metallndustrie, de» Transport- und Fuhrwesens, der ChemiscbeB und Bauindustrie, sowie der Industrie W fflr Stein und Erde aus Betrieben, die wenie»f als 40 Arbeiter bcschfiftizen. erhalten billige Kleidung zezen Abzabe eines Bezuzsscheins und eines Ausweiset vom Arbeitgeber, in dei K, V. Q, Abteilung kllr Arbeiterversoreuni Berlin SW, Kommandantenstrasse 82. Verkaufszeit 9—12 und 3—6 Uhr* Verband der ÜAUSarztvereln� Vorsitzender] G. Jacob, Berlin, Waldenser Str. 5. TeL Moabit Arbeiterl Fraii� Charlottenburg I Dienstag, den IG Dezember, abends 7\ Uhr, im Volksfaana, Roiioeo*"'' Me SfHldie MtWMiiiP Wir fordern ein Ministerium für Volksgesundhe'� Raksrent: Genosse Dr. Julius Moses. Arbalter and Pranen crscholot in Massen. Die Ciuberofer] 0> Jacob, a Uuotidi